Schönes Düsseldorf 1881-1914
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Düsseldorf,
die Johanniskirche von 1881, Aufnahme von 1900 ca. |

Düsseldorf,
das Rathaus von 1884 im "wilhelminischen" Stil der Neorenaissance. Der
Turm wurde um die Jahrhundertwende wegen statischer Probleme
herabgesetzt |

Düsseldorf,
der Hauptbahnhof von 1891 ersetzt drei Sackbahnhöfe
|

Düsseldorf,
die Oberkasseler Brücke von 1898 |
Düsseldorf und seine
Umgebung waren bereits im Ersten Weltkrieg Waffenschmiede des
Kaiserreichs [1]. Düsseldorf wurde auch bereits im
Ersten Weltkrieg Opfer alliierter Luftangriffen [2], und wurde dann von
1921
bis 1925 im Rahmen der Ruhrgebietsbesetzung französisch besetzt [2,3].
[1] Schlussfolgerung Palomino
[2]
http://www.airpower.maxwell.af.mil/airchronicles/aureview/1967/jul-aug/macisaac.html
[3]
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/zeitleiste/Zeitleiste-VIII.shtml)
Die erste "Modernisierung" zeigte sich in Bauwerken der 1920er Jahre:

Das
Wilhelm-Marx-Bürohochhaus, gebaut 1922-1924, ist das erste Bürohochhaus
Deutschlands |

Düsseldorf
1929, die Südbrücke kurz vor der Fertigstellung |
Die wachsende Rüstungsindustrie
und das Militär in
Düsseldorf: Das Geschäft mit dem Tod wird dominant
Die Konzerne der stahlverarbeitenden Industrie in Düsseldorf
(mehrheitlich Rüstungskonzerne) waren
-- Mannesmann
-- Haniel & Lueg
-- Rheinmetall
-- Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb etc.
-- "Vereinigte Stahlwerke", eine Holding, die 40 % der Stahlproduktion
und 35 % der Kohleproduktion des Reichs steuerte
-- ausserdem: chemische Industrie.
2/3 der Stahlrohre im Deutschen Reich wurden in Düsseldorf produziert.
Und Düsseldorf war Verkehrsknotenpunkt des Ruhrgebiets [1]. Mannesmann
produzierte Rohrwalzwerke und Stahlröhren [wohl für Kanonen, nicht für
Wasserleitungen], und konnte auch Kohlezechen unter seine Regie bringen
[2] und so einen Montankonzern aufbauen. Haniel & Lueg war eine
Maschinenfabrik für Kolbenmaschinen im
Eisenbahnbau etc. [3]. Rheinmetall produzierte Maschinengewehre (MG3)
[4] bzw. Panzer und Maschinengewehre [5].
Die "Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb" in Eschweiler verleibte
sich 1910 die Mannesmann-Röhren- und Eisenwalzwerke ein. Ab 1921 wurde
der Sitz der "Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb" nach Düsseldorf
verlegt. Ab 1926 war die Phoenix AG Teil der "Vereinigten Stahlwerke"
[6].
Die "Vereinigten Stahlwerke" in
Düsseldorf wurden 1926 gegründet aus der Fusion
-- der Thyssen-Gruppe (26 %)
-- der Phönix-Gruppe (26 %)
-- der Rheinischen Stahlwerke (8,5 %)
-- der Rheinelbe-Unternehmen (39,5 %: Deutsch-Luxemburgische Bergwerks-
und Hütten-AG, Bochumer Verein, Gelsenkirchener Bergwerks-AG) [7].
Düsseldorf war ausserdem ab Ende des 19. Jh. Garnisonsstadt mit neuen
Kasernen im Norden der Stadt [8].
[1]
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg1.shtml
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Mannesmann
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Lueg
[4] http://www.bimbel.de/artikel/artikel-14.html
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinmetall
[6]
http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%B6nix_AG_f%C3%BCr_Bergbau_und_H%C3%BCttenbetrieb
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Stahlwerke
[8] http://www.vg-duesseldorf.nrw.de/wir/gebaeude/intro.htm
Düsseldorf, eine Stadt des
Geschäfts des Todes...
Kurz gesagt, Düsseldorf war ein deutsches Zentrum der
Eisenverarbeitung,
der Waffenproduktion, der Maschinengewehrproduktion, der
Panzerproduktion,
der Stahlrohrproduktion und der Munitionsproduktion, und war zudem noch
die
Stadt der
Schreibtischtäter, die das Geschäft des Todes organisierten. Nur
Kohlezechen waren keine
da, die waren nicht weitentfernt in Gelsenkirchen und in Duisburg etc.
Da nützten also in
Düsseldorf keine schönen Kirchen, und da nützten auch keine hübschen
Säulenfassaden, um für das Ausland als "sympathisch" zu gelten.
Tragisch war nur, dass die Industrie nach Bombardements
ihre Betriebe einfach in andere Regionen Deutschlands verlagern konnte,
denn die Alliierten hatten sich
nur auf die Städte konzentriert und hatten es praktisch im gesamten
Krieg unterlassen, die Verkehrsverbindungen des Reichs nachhaltig zu
zerstören, und die
Treibstoffproduktion wurde erst Ende 1944 konzentriert zerstört, ohne
die keine
Verlagerung der Industrie möglich gewesen wäre...
(Schlussfolgerung Palomino)
Düsseldorf zur Nazi-Zeit: Das
Geschäft des Todes steigert sich weiter im Rausch des Autos...
Die Stahlkonzerne spendeten sogar für die NSDAP, z.B. gemäss
Brüning-Memoiren
die Vereinigten Stahlwerke 500.000 RM im Jahre 1932.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Stahlwerke_AG;
Brüning-Memoiren 1918-1934; DVA, Stuttgart 1970, S.531)

Ausstellungsplakat zur Ausstellung "Schaffendes Volk", 1937 |

Reichsautobahn Düsseldorf-Köln bei Opladen, 1938
Hitler hatte der
Bevölkerung
einen "Volkswagen" versprochen. Die Autobahnen waren z.T. schnell
gebaut, und
für
den "Volkswagen" konnte man im Voraus Geld auf ein "Volkswagen-Konto"
einzahlen ("Volkswagen-Sparen") [1]. Die Treue zum "Führer" wurde also
durch
die Sucht nach Auto und "Freiheit" abgesichert... [2]
[1] In: Eitner: Hitlers
Deutsche
[2] Schlussfolgerung Palomino
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Rüstungsproduktion aus Düsseldorf:
Das Geschäft des Todes produzierte im Krieg nun Millionen Tote...

Rheinmetall
Düsseldorf, 60cm-Mörder "Gerät 040", produziert 1940-1942 |

Rheinmetall
Düsseldorf, eine Selbstfahrlafette "L/61", produziert 1939-1942 |

Rheinmetall
Düsseldorf, Panzer "Panther a8" mit Kanone "L/70" |
Hitlers Financiers
Eigenartigerweise war Hitler zu einem Grossteil aus dem Ausland
finanziert: "Amerikanische" Rassisten wie Henry Ford, russische
Zaristen, französische Antidemokraten, Mussolini, Wall-Street-Bankiers
mit Einsitz in den deutschen NS-Betriebsräten, Ölbarone der Firma Shell
etc. sorgten bei der NSDAP für die Finanzierung der Propaganda. Für die
Rüstungsindustrie floss nach 1933 Motorentechnologie aus den "USA" in
Reich... gegen die Sowjetunion, die ihrerseits auch aus den "USA"
finanziert war.
(aus: Wolfgang Zdral: Der
finanzierte Aufstieg des Adolf H.;
http://www.geschichteinchronologie.ch/eu/3R/Hitlers-financiers.html)
Die Bombardierungen von Düsseldorf
ab Mitte Mai 1940
Nun wurde die Rüstungsstadt Düsseldorf bombardiert, aber die
Rüstungsproduktion wurde dadurch eben nicht entscheidend
beeinträchtigt, denn
die Rüstungsbetriebe verlagerten ihre Produktion nach Mittel- und
Ostdeutschland, zum grossen Teil unterirdisch...
(Film: Das unterirdische Reich. Die geheimen Welten der Nazis (2003).
Filmprotokoll:
http://www.geschichteinchronologie.ch/judentum-aktenlage/hol/bunkerbau-SpiegelTV2003_das-unterirdische-reich.htm)
ab 15.5.1940
Erste Bomben fallen auf Düsseldorf
Flingern und Oberbilk - Sensationstourismus
Am 15.5.1940 fielen die ersten Bomben auf Düsseldorf auf die
Düsseldorfer Stadtteile Flingern und Oberbilk. 6 Sprengbomben forderten
7
Verletzte und ein Todesopfer.

Karte mit Düsseldorf und den betroffenen Stadtteilen vom Luftangriff
vom 15. Mai 1940
Die einzelnen Bombentreffer waren dann das Ziel
von Familienausflügen, und die Bombentrichter und einzelnen Ruinen
wurden bestaunt. Es herrschte ein Sensationstourismus, der so weit
ging,
dass Leute aus dem Bergischen in Düsseldorf wohnten, um Bombenangriffe
mitzuerleben. Die Bombardements steigerten sich schrittweise [1].
Die Luftangriffe von 1940 bis 1941 verursachten nur wenige Todesopfer
[2]. Bis
zum 1.8.1942 erlitt Düsseldorf 112 Angriffe, manchmal mehrere am
Tag [3]. Insgesamt erlitt Düsseldorf 1940-1945 9 schwere und 234
mittlere
Luftangriffe
[4].
[1]
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg1.shtml
[2] http://www.exulanten.com/humb.html
[3]
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg1.shtml
[4]
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg3.shtml
http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/zeitleiste/Zeitleiste-IX.shtml)
7.12.1940 Grossangriff auf
Düsseldorf
Angriff mit knapp 700 Stabbrandbomben und ca. 50 Sprengbomben.
Getroffen wurden u.a. die Stadtmitte, Pempelfort, Flingern, Oberbilk
und
Benrath.
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg1.shtml)

Karte von Düsseldorf vom Luftangriff vom 7.12.1940 mit den betroffenen
Quartieren
1941 Flucht aus Düsseldorf, weil
die Schlacht an der Ruhr nichts Gutes verheisst
Friedliebende Menschen aus Düsseldorf flüchteten bereits 1941 aufs
Land, z.B. nach
Iversheim und Pesch in der Eiffel.
(http://www.pankok-museum.de/pankok/flucht.htm)
5.2.1941 Britischer Luftangriff auf Düsseldorf
bei 35 Todesopfern in der Bevölkerung
(http://www.nexusboard.net/archiv/index_b6365_f54325_t296437.htm)
29. Juli 1942: Luftangriff auf
Düsseldorf
3 Mosquito-Bomber bombardierten Ziele in Düsseldorf. Keine Verluste an
Flugzeugen.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/jul42.html)
31. Juli / 1. August 1942
Grossangriff auf Düsseldorf und Neuss
In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 1942 griffen 630
Bomberflugzeuge Düsseldorf an: 308 Wellington-Bomber, 113
Lancaster-Bomber, 70 Halifax-Bomber, 61 Stirling-Bomber,
54-Hampden-Bomber und 24 Whitley-Bomber. Trainings-Bomber waren
miteinbezogen. Erstmals waren über 100 Lancaster-Bomber an einem
Luftangriff beteiligt. Es wurden über 900 Tonnen Bomben abgeworfen,
gemäss
den Kontrollfotos z.T. aber über offenes Land.
In Düsseldorf und Neuss wurden durch die 954 Brände - davon 67
Grossbrände - 453 Gebäude zerstört und über 15.000 beschädigt, davon
12.192 nur leicht beschädigt. In der Zivilbevölkerung waren 279
Todesopfer zu beklagen, 245 in Düsseldorf und 34 in Neuss, weiter 1018
Verletzte und 12.053 Obdachlose. Gemäss der British Official History
(S.487) waren es 379 Todesopfer.
Die Bomberflotte hatte 4,6 % Verluste: 16 Wellington-Bomber, 5
Hampden-Bomber, 4 Halifax-Bomber, 2 Lancaster-Bomber und 2
Whitley-Bomber gingen verloren. Von den 105 Trainingsflugzeugen
(Operational
Training Units OTUs) gingen 11 verloren, eine Verlustrate
von 10,5 %.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/jul42.html)
290 Todesopfer und über 1000 Vermisste.
(http://www.exulanten.com/humb.html)
In der Nacht des 31. Juli 1942 fand ein weiterer Grossangriff statt.
Getroffen wurden die südlichen Stadtteile, Friedrichstadt und das
Stadtzentrum, bei ca. 290 Toten und über 1000 Verletzten.
(http://www.lebensgeschichten.net/selcont3.asp?typ=L&value=1291)
Angriff eines britischen Bomberstroms mit knapp 14.000 Stabbrandbomben
auf das Stadtzentrum, südliche Stadtteile und Oberkassel
[nordwestliches Düsseldorf], v.a. auf
Wohngebiete, bei 279 Toten und über 1000 Verletzten.
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg1.shtml)
über 1000 Brände.
(http://www.derendorf-online.de/default.asp?side_id=geschichte_derendorf)
Der Luftangriff vom 1. August 1942 zerstörte weite Teile
der Innenstadt.
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/zeitleiste/Zeitleiste-IX.shtml)
<Am 1. August 1942 wurde durch einen Luftangriff nahezu die gesamte
Innenstadt in Schutt und Asche gelegt.>
(http://www.rp-online.de/public/article/regional/duesseldorf/duesseldorf-stadt/stadt-infos/geschichte/323643)
Schwere Schäden am Gebäude der Feuerwehr: Das Familienhaus, das Gebäude
der Nachrichtentechnik, sowie eine Fahrzeughalle mit 32 Fahrzeugen
brennen vollständig aus. Das Wachgebäude wird schwer beschädigt.
Provisorische Reparaturen erfolgen ohne Strom und mit viel
Improvisation.
(http://www.duesseldorf.de/presse/pld/d2007/d2007_06/d2007_06_13/p22724.shtml)
Eine Mine zerstörte die Kirchenfenster an der Gertrudiskirche
[Stadtteil Eller im südlichen Düsseldorf]. Das Kloster Gertrudis wurde
fortan in ein Lazarett umgewandelt.
(http://www.sanktgertrud.de/textkrieg.htm)
An der Kirche St. Peter wurde das Dach komplett zerstört, und Regen und
Kälte setzten fortan dem Bimssteingemäuer zu. Ein Notdach wurde von der
NS-Verwaltung bis Januar 1943 verweigert. Im Mai 1943 stand das Notdach
und hielt genau 1 Monat bis zum nächsten Grossangriff.
(http://www.wz-newsline.de/?redid=164295)

Bild
76: Düsseldorf. Am Rheinufer brennt es nach einem Angriff im Jahre 1942.
15./16. August 1942: Luftangriff
auf Düsseldorf
Der Angriff wurde mit 131 Bomberflugzeugen geflogen mit 5 verschiedenen
Bombertypen. Düsseldorf war unter Wolken und die Bomben trafen
verstreut auf.
Düsseldorf und Neuss berichteten nur von einem leichten Luftangriff.
Der schwerste Vorfall war in Neuss, wo eine 4000-Pfund-Bombe an den
Gebäuden schwere Schäden durch Luftdruck anrichtete. Die
Zivilbevölkerung
beklagte 1 Todesopfer in Neuss, in Düsseldorf keine Todesopfer, weiter
13 Verletzte. Der Luftangriff richtete an Industrieanlagen keine
Schäden an.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/aug42.html)
10./11. September 1942:
Grossangriff auf Düsseldorf und Neuss
Beim Grossangriff auf Düsseldorf am 10. September kamen 132 Menschen
der Bevölkerung ums Leben und über 550 wurden verletzt.
(http://www.derendorf-online.de/default.asp?side_id=geschichte_derendorf)
Der Grossangriff vom 10. auf den 11. September 1942 wurde mit 479
Bomberflugzeugen geflogen, 242 Wellington-Bombern, 89
Lancaster-Bombern, 59 Halifax-Bombern, 47 Stirling-Bombern, 28
Hampden-Bombern und 14 Whitley-Bombern. Trainingsflugzeuge kamen von
den Gruppen 91, 92 und 93. Die Pfadfinder-Flugzeuge markierten das Ziel
gut, erstmals mit "Rosa Stiefmütterchen" ("Pink Pansies") in umgebauten
4000-Pfund-Bomben-Gehäusen. Ausser den nördlichen Stadtteilen wurde
ganz Düsseldorf getroffen, ebenso die Nachbarstadt Neuss. 39
Industriebetriebe wurden in Düsseldorf getroffen und beschädigt, in
Neuss deren 13. Weiter wurden 8 öffentliche Gebäude zerstört und 67
beschädigt. 911 Häuser wurden zerstört, 1506 schwer beschädigt, 8340
leicht beschädigt. Die Bevölkerung beklagte in Düsseldorf 120, in Neuss
12 Todesopfer. Zwei Tage später galten 116 Menschen noch als vermisst.
19.427 Leute wurden ausgebombt.
7,1 % bzw. 33 der Bomberflugzeuge gingen verloren: 20
Wellington-Bomber, 5 Lancaster-Bomber, 4 Stirling-Bomber, 3
Halifax-Bomber und 1 Hampden-Bomber. Die 16 Wellington-Trainingsbomber
von Upper Heyford verloren 3. Die Industrieproduktion kam für
eine gewisse Zeit zum Stillstand.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/sep42.html)
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 Bild
77: Düsseldorfs Hauptbahnhof mit Volltreffer und Häuser daneben
ausgebrannt wie offene Schachteln, Kontrollfoto von Mitte September
1942 ca.
Der Hauptbahnhof hatte beim Grossangriff am 10./11. September 1942
einen
Volltreffer erhalten. Die Aufklärerkamera blickt in das Gerippe der
abgedeckten Häuser.
Die Häuser stehen wie offene Schachteln da.
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10. November 1942: Grossangriff
auf
Düsseldorf
Spezielles Ziel war dieses Mal die Altstadt. Der Grossangriff
hinterliess 132 Tote und 550 Verletzte.
(http://www.exulanten.com/humb.html;
http://www.lebensgeschichten.net/selcont3.asp?typ=L&value=1291)
31.12.1942 / 1.1.1943: Luftangriff
auf Düsseldorf: Oboe-Experiment
Beim Luftangriff vom 31. Dezember 1942 auf den 1. Januar 1943 wurden 8
Lancaster-Bomber und 2 Oboe-Mosquitos verwendet. Der Luftangriff war
ein Versuchsangriff, um das System Oboe auszutesten. Aber nur einer der
beiden
Oboe-Mosquitos war imstande, das System Oboe auch auszuführen. Der
Düsseldorfer Bericht besagte, dass 9 Bombardierungen registriert
wurden,
6 davon auf Industrieanlagen, ohne schwerwiegende Schäden. Dafür
wurden 10 Zivilisten und 2 Flaksoldaten getötet, 34 Leute wurden
verletzt, und 7 galten als vermisst.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/dec42.html)
ab 1943
Die neuen Gewohnheiten der
Bevölkerung durch die
Bombardierungen in Düsseldorf
Die Schäden in Düsseldorf durch Bombardierungen waren so gross, dass
kaum noch Reparaturen stattfinden konnten, auch wegen Personal- und
Materialknappheit. Zwangsarbeiter wurden zur lebensgefährlichen Bergung
von Leichen und Blindgängern eingesetzt, sowie zum Bunkerbau. Deswegen
standen die Zwangsarbeiter für Gebäudereparaturen nicht mehr zur
Verfügung. Zahlreiche Fehlalarme zehrten zudem an den Nerven, wenn
"nur" Nachbarstädte betroffen waren. Mit einem "Wegweiser für
Fliegergeschädigte" sollte den Menschen Adressen vermittelt werden für
Hilfe oder Ausreise. Die Pfarrchronik von St. Suitbertus schildert:
-- mit einem Schlag wurden die Menschen arm, sassen am Strassenrand mit
etwas Habe
-- die Menschen standen Schlange vor den "Volksküchen" für einen Napf
Suppe oder ein Pack Butterbrote
-- viele zogen in noch intakte Stadtteile, richteten sich notdürftig
ein, und dann wurden die noch intakten Stadtteile auch noch
bombardiert, die Bomben "laufen ihnen nach"
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg2.shtml)
1943-1944: Düsseldorf:
Metallsammlung von
Kirchenglocken und Metall-Kunstdenkmälern
Es wurden nun fast alle Kirchenglocken und Metallgegenstände
eingesammelt, auch Kunstdenkmäler aus Metall, darunter das
Reiterstandbild von Jan Willem [Johann Wilhelm von der
Pfalz], das aber nach dem Krieg wieder auftaucht.
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/aufsaetze/ImBombenkrieg3.shtml)
23./24. Januar 1943 Luftangriff
auf Düsseldorf
In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 1943 wurde Düsseldorf von 80
Lancaster-Bombern und 3 Mosquito-Bombern der Gruppen 1, 5 und 8
angegriffen. Der Angriff fand bei bedecktem Himmel statt. Zwei
Lancaster-Bomber gingen verloren.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/jan43.html)
27.1.1943 Grossangriff auf
Düsseldorf [1]
bzw. Nachtangriff auf Düsseldorf [2]
[1]
http://www.exulanten.com/humb.html
[2] http://www.euronet.nl/users/wilfried/ww2/1943.htm
Beim Luftangriff vom 27. / 28. Januar 1943 waren 162 Flugzeuge
beteiligt: 124 Lancasters, 33 Halifaxes, 5 Mosquitos. Die
Pfadfinder-Flugzeuge wandten auf Düsseldorf erstmals das Oboe-Verfahren
und das Bodenmarkierungsverfahren an. Trotz einer dünner Wolkenschicht
über Düsseldorf war der Angriff so ein grosser Schlag. Die Bomben
konzentrierten sich auf die südlichen Stadtteile, bei 66 Toten und 225
Verletzten in der Bevölkerung. 3 Halifax-Bomber und 3 Lancaster-Bomber
gingen verloren, 3,7 % der Bomberflotte.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/jan43.html)
Am 27. Januar 1943 wurde das Opernhaus durch einen Luftangriff
weitgehend zerstört. Dachgestühl, Bühnenhaus und Zuschauerraum brannten
völlig aus, nur die Fassade blieb erhalten. Der notdürftige
Wiederaufbau machte bald wieder Konzerte für Soldaten möglich.
(http://www.duesseldorf.de/stadtarchiv/stadtgeschichte/gestern_heute/StadtgeschichteBildteil/25.shtml)

Opernhaus
Düsseldorf vor 1943 |

Opernhaus
Düsseldorf zerstört nach dem Grossangriff vom 27. Januar 1943 |
6./7. Februar 1943: Luftangriff
auf Düsseldorf
2 Mosquito-Bomber bombardierten Ziele in Düsseldorf.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/feb43.html)
12./13. Februar 1943: Luftangriff
auf Düsseldorf
2 Mosquito-Bomber bombardierten Ziele in Düsseldorf und Rheinhausen.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/feb43.html)
24./25. Februar 1943: Luftangriff
auf Düsseldorf
4 Mosquito-Bomber bombardierten Brauweiler und Düsseldorf, ohne
Verluste
an Flugzeugen.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/feb43.html)
16./17. Mai 1943: Luftangriff auf
Düsseldorf
9 Mosquito-Bomber bombardierten Ziele in Berlin, Köln, Düsseldorf und
Münster.
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/may43.html)
25./26. Mai 1943: Grossangriff auf
Düsseldorf: Fehlschlag
Der Grossangriff mit 759 Flugzeugen (323 Lancaster-Bombern, 169
Halifax-Bombern, 142 Wellington-Bombern, 113 Stirling-Bombern und 12
Mosquito-Bombern) wurde zum Fehlschlag, weil zwei Wolkenschichten über
Düsseldorf den Pfadfinder-Markierungsbombern grosse Schwierigkeiten
bereiteten. Gerüchteweise hatte die deutsche Seite auch eigene falsche
Markierungen gesetzt und falsche Feuer gelegt. Die Hauptkraft des
Angriffs verzettelte sich über ein weites Gebiet, bei 3,6 % Verlusten
an Flugzeugen (9 Lancaster-Bomber, 8 Stirling-Bomber, 6
Wellington-Bomber, 4 Halifax-Bomber).
(http://www.raf.mod.uk/bombercommand/may43.html)