Die
Nazi-Diktatur in Kiel ab 1933 - Kiel ist einer der Lieblingsplätze des
"Führers"

Der "Führer" Adolf Hitler in Kiel, Rede am 7. Mai 1933 |

Der "Führer" Adolf Hitler in Kiel bei der Schiffstaufe des
Kriegsschiffes "Gneisenau", mit Generalfeldmarschall von Blomberg und
General Admiral Raeder, 8. Dezember 1936 |

Der "Führer" Adolf Hitler in Kiel auf dem Schulungsschiff "Horst
Wessel", 23. Juli 1938 |

Universität Kiel, Nazi-Aufmarsch mit Hakenkreuzfahnen vor dem
Hauptgebäude 1938 |
Die Werften von Kiel - die Stadt
der deutschen
Kriegsmarine - Nazi-U-Boot-Bau
Die Werften
von Kiel, die "Germaniawerft", "Deutsche Werke" und "Howaldtswerke"
(Howald-Werft) wurden zu einem der militärischen Hauptziele der
Alliierten, neben der Zerstörung von fast ganz Kiel und seiner Umgebung.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
"Germaniawerft" ("Friedrich
Krupp Germaniawerft"):
Die "Germaniawerft" ("Friedrich Krupp Germaniawerft") stellte bereits
im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. die ersten deutschen U-Boote her, für
den Kaiser, aber auch für Russland, Italien, Österreich-Ungarn und
Norwegen [1], in Zusammenarbeit mit den österreichisch-ungarischen
Werften in Pula (Adria), wo die Fertigteile zusammengebaut wurden
[1,2]. Die Germaniawerft baute vor 1914 auch mächtige
Grosslinienschiffe. 1939-1945 baute die Germaniawerft 131 U-Boote. 1944
hatte sie 10.000 Angestellte, davon 11 % Zwangsarbeiter [1].
[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Germaniawerft
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Pula_%28Stadt%29
U-Boote z.B. der Germaniawerft [1] waren:
-- Typ II [1] ("Einbaum") [3]: kleines U-Boot für Patrouillenfahrten [2]
-- Typ VII [1]: grosses U-Boot ("Atlantikboot") mit einer Tauchtiefe
bis 400 m, mit nach aussen gewölbten Tanks ("Satteltanks") [3]
-- Typ X [1]: grösste U-Boote, Minenleger-U-Boote, Transport-U-Boote [4]
-- Typ XIV [1]: Versorgungs-U-Boote [5]
-- Typ XXIII [1]: kleines U-Boot Ende des Krieges, mit zwei Torpedos,
leicht zu produzieren [6] in Fertigbauweise (Sektionsbauweise,
Fliessbandfertigung) [7]
[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Germaniawerft
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot_Klasse_II
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot_Klasse_VII
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Klasse_X
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot_Klasse_XIV
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot_Klasse_XXIII
[7] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot-Klasse_XXI
Werft "Deutsche Werke AG": Bei
der Werft "Deutsche Werke AG", die 1925 aus der Fusion mehrerer
Werftbetriebe hervorging [1], wurden unter anderem die Schlachtschiffe
"Deutschland" (1931, Panzerschiff, später aus Furcht vor einem
Untergang von "Deutschland" in "Lützow" umbenannt) [2], "Blücher"
(1937, schwerer Kreuzer) [3] und "Gneisenau" (1936, Schlachtschiff)
gebaut [4], ab 1939 dann vor allem U-Boote [1].
[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Werke
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_%281931%29
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCcher_%281934%29
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Gneisenau_%281934%29
Werft "Howaldtswerke": Die
"Howaldtswerke" in Kiel und Hamburg bauten in Hamburg 33 U-Boote,
und in Kiel 31.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Howaldtswerke)
Die Werft "Howaldtswerke" produzierten in Kiel 31 U-Boote [1] vom Typ
VIIC
("Atlantikboot", Tauchtiefe bis 400 m, mit nach aussen gewölbten Tanks
("Satteltanks") [1,2].
[1]
http://de.wikipedia.org/wiki/Howaldtswerke
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/U-Boot_Klasse_VII
Die Kriegsschiffe und U-Boote im
Krieg 1939-1943
Mit den Schiffen und U-Booten - u.a. aus Kiel - provozierte Hitlers
Kriegsmarine die "Atlantikschlacht", mit 1000en von unschuldigen Toten
durch den Abschuss unbewaffneter, alliierter Handelsschiffe, und nach
der Niederlage in der Luftschlacht um England von 1940-1941 mit dem
Ziel, England einzukreisen, von jeglicher Versorgung abzuschneiden und
auszuhungern.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantikschlacht)
Irgendwann musste vom Empire und der "USA" eine Reaktion erfolgen. Die
Wut der militärischen Stäbe
Englands (Empire) und der "USA" auf die deutschen Kriegsschiffe und
U-Boote, die rücksichtslos zivile Ziele auf See bombardierten und bis
zuletzt alliierte Handelsschiffe ohne Vorwarnung versenkten, entlud
sich u.a. auf die
ganze Stadt Kiel...
(Schlussfolgerung Palomino)
Die ersten Bombenabwürfe auf Kiel fanden am 2. Juli 1940 statt.
(www.kiel.de)
Die
Flucht in die Bunker
Die Bevölkerung von Kiel flüchtet sich während der 633 Vollalarme
und 90 Angriffen in die Bunker, Stollen und Luftschutzkeller,
z.B. den "Iltis-Bunker". Die Verteidiger versuchen, mit Jagdflugzeugen,
Nachtjägern und Kanonen der Marine-Flak die Bomberströme zu bekämpfen.
(http://www.gfm-kiel.de/klein/mei.html)
Die Arbeiter des U-Boot-Bunkers "Konrad" wurden ebenso von den vielen
Alarmen terrorisiert. Es wurde Tag und Nacht bombardiert. Die Arbeiter
flüchteten in den Bunker, und teilweise hält der Bunker nicht und es
kommt zu Todesfällen. Als bei einem Bombenangriff alle Holzteile
verbrannten, wurde nachher nur noch Metall und Beton verwendet.
(Ryszard Samulczyk:
http://www.zwangsarbeiter-s-h.de/STADT/Kiel/Samulczyk/Samulczyk.htm#Anm1o)
14.5.1943 Beginn der
Bombardierungen von Kiel: Grossangriff
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
Der Tagesangriff vom 14. Mai 1943 erfolgte um 12 Uhr mit 154
"amerikanischen" B-17-Bombern, 21 B-24-Bombern und 12 B-26-Bombern galt
vor allem der U-Boot-Werft und dem Marinestandort in Kiel. 126 B-17
und 17 B-24-Bomber trafen ihre Ziele von 12:00 bis 12:03 Uhr. 3 B-17-
und 5 B-24-Bomber wurden abgeschossen, sowie 27 B-17- und 10
B-24-Bomber beschädigt. Drei Besatzungsmitglieder wurden getötet, 17
verwundet, 81 vermisst. Es waren mehrere Absprünge mit dem Fallschirm
zu beobachten.
Die ca. 380 Sprengbomben und 5-6000 Brandbomben entfachten einen
Feuersturm v.a. in Kiel-Gaarden, wo ganze Strassenzüge brannten, bei
354 Todesopfern unter der Bevölkerung. In vielen Haushaltungen fehlt
Licht, Wasser und Gas. Die Feldküche ernährt die Obdachlosen. Das Tram
nach Wellingdorf (Linie 8) fiel einige Zeit aus. 2805 Personen wurden
evakuiert. 2700 Wohnungen waren total oder zum grossen Teil vernichtet.
Zum Teil fielen die Bomben aber auch auf freies Feld, z.B. zwischen
Preetzer Chausee und Segeberger Strasse, mit einem 8-10 m tiefen
Bombentrichter von ca. 23 m Durchmesser. Die Arbeit der Germaniawerft
war für einige Zeit beeinträchtigt.
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Markierungsbomben,
Flakscheinwerfer, Leuchtspurgeschosse: das Feuerwerk
des Todes über Kiel. Als die Alliierten entdeckt hatten, dass auf den
Werften U-Boote im Rekordtempo zusammengesetzt wurden, gab es für die
Stadt keine Rettung mehr. Bildmitte: der Rathausturm.
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 Bild
212: Kiel, Markierungsbomben, Flakscheinwerfer und Leuchtspurgeschosse
am Himmel über der verdunkelten Stadt
 Karte
mit Kiel und der Kieler Bucht
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19.5.1943 Grossangriff auf
Kiel
Über Kiel hingen Sperrballons, und die Stadt ist vernebelt. Der
Tagesangriff vom 19. Mai 1943 erfolgte zwischen 13:29 und 13:33 mit 103
der 123 aufgestiegenen B-17-Bomber. Sechs B-17 wurden abgeschossen, 28
beschädigt. Es traf auch die Umgebung von Kiel, auf Meimersdorf
[äusserster Süden von Kiel] 80 Bomben, auf Elmschenhagen [östlich von
Kiel-Gaarden] rund 50 Bomben, auf Kiel-Neuland 8, ausserdem viele
Brandbomben auf Kiel-Klausdorf [Kiel-West]. Grosse Brände überall.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
13.6.1943 Pfingstsonntag,
Grossangriff auf Kiel und Raisdorf
Der Tagesangriff am Pfingstsonntag, 31.6.1943, erfolgte um 9:30. Von
den 76 aufgestiegenen B-17-Bombern mit dem Ziel, die
Germania-Boot-Werft zu bombardieren, trafen 60 das Ziel. 22 Bomber
gingen verloren, 24 wurden beschädigt. 3 Besatzungsmitglieder wurden
getötet, 20 verwundet und 213 vermisst. Die deutschen Jäger leisteten
den bis dahin grössten Widerstand. Viele Sprengbomben trafen Häuser im
Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf [gleich neben den Werftanlagen in
Kiel-Nordost], bei 28 Toten und ca. 400 Obdachlosen.
Bomben im Kieler Vorort Raisdorf: eine aufs Wasserwerk,
eine bei Langmaak Haus und Stall zerstört. 3 Bomben bei Ladehofs Teich.
3 in Wilhelms Garten,
vollständig verwüstet. Eine Bombe traf den Bahnhof Raisdorf neben einem
haltenden Zug, bei angeblich 7 Toten und über 50 Verletzten. Weitere
Bomben fielen aufs freie Land und produzierten grosse Trichter. Das
Schwentinetal [Tal des Flusses Schwentine zwischen Raisdorf und Kiel]
wurde mit Trichtern übersät, angeblich von 90 Bomben. Die Bomber
verpassten aber gänzlich die industriellen Werke von Raisdorf. Bomben
gingen ausserdem auf Dietrichsdorf, Wellingdorf, Laboe beworfen.
Gesamtbilanz gemäss NS-Zeitung waren 36 Tote.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
25.7.1943 Grossangriff auf die
Germaniawerft misslingt - planloser Bombenabwurf auf Wohnviertel
Der Tagesangriff vom 25.7.1943 wurde mit 59 B-17-Bombern geflogen und
musste gemäss den US-Protokollen wegen zu starker Bewölkung abgebrochen
werden. Zeugen schildern aber planlose Bombenabwürfe über Wohngebieten,
Spreng- und Brandbomben auf Häuser bei 9 Toten. Die Bomben trafen z.B.
die Klinik Dr. Kaerger, Lorenzendamm,
Küterstrasse, Markt, Ahlmannstrasse, Blocksberg, Deutsche Werke,
Peter-Hansen-Strasse, Franziusallee, Schönberger Strasse,
Prinzenstrasse
und Klausdorfer Weg. 2 Flugzeuge und 2 Sperrballone wurden
abgeschossen.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
29.7.1943 Grossangriff auf die
Germaniawerft, auf die Werft "Deutsche Werke" und
Neumühlen-Dietrichsdorf in Kiel
Der Tagesangriff vom 29.7.1943 wurde mit 167 B-17-Bombern und einem
YB-40-Bomber geflogen. Die Bombardierung der Germaniawerft erfolgte um
9:01 Uhr mit 91 Maschinen, und 48 Maschinen bombardierten weitere
Ziele. 6 B-17-Bomber wurden abgeschossen und 64 beschädigt, bei zwei
getöteten, 8 verwundeten und 61 vermissten Besatzungsmitgliedern.
Bomben trafen auch die Werft "Deutsche Werke", sowie Ellerbek
[an die Werften angrenzend] und vor allem Neumühlen-Dietrichsdorf
[gleich
neben den Werften in Kiel-Nordost] mit schweren Treffern, bei einigen
Toten in der Bevölkerung.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
12.12.1943 Grossangriff auf Kiel
Der Tagesangriff vom 12.12.1943 erfolgte von 12:45-13:17 mit
einigen der 367 B-17- und 93 B-24-Bombern, die gestartet waren.
Starker Frost und schlechte Sicht unterbrachen die Formation. 4 B-17-
und ein B-24-Bomber gingen verloren.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
13.12.1943 Grossangriff auf Kiel
Tagesangriff am Morgen zur Schulzeit, u.a. Bombardierung die
Innenstadt, Bomben auf Schulen etc. Ganze Strassenzüge standen in
Brand, Strassen waren mit Trümmern verschüttet, die Menschen mussten
über rauchende Schuttberge steigen, die Menschen holten aus den Ruinen,
was noch zu retten ist etc.
(http://www.spurensuchesh.de/luftangriffe.htm)
ab Ende 1943: U-Boot-Bunkerbau
"Konrad"
Ab Ende 1943 wurde in Kiel unter der Leitung der Organisation Todt an
einem U-Boot-Bunkerbau gearbeitet (z.B. U-Boot-Bunker "Konrad"). Das
Arbeitsamt vermittelte hierzu Zwangsarbeiter u.a. aus Polen,
Tschechien und aus der Ukraine [1]. Neben dem U-Boot-Bunker "Konrad"
wurde in Kiel auch ein zweiter U-Boot-Bunker "Kilian" gebaut [2].
[1] Ryszard Samulczyk:
http://www.zwangsarbeiter-s-h.de/STADT/Kiel/Samulczyk/Samulczyk.htm#Anm1o
[2]
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Kasernen/Wehrkreis10/KasernenKiel-R.htm