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Städtebombardements Zweiter Weltkrieg

9.2.1944: Bischof George Bells Parlamentsrede gegen Städtebombardierungen

Die klaren Fakten gegen Städtebombardierungen werden von Churchills Strategen und Zensuristen nicht gemeldet - die normale, englische Zensur

aus: David J. Irving [u.a.]: Und Deutschlands Städte starben nicht. Ein Dokumentarbericht (Karweina 1964)

präsentiert und mit Ergänzungen versehen von Michael Palomino (2008)

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George Bell, Profil auf der Gedenktafel in der Kathedrale von Chichester
George Bell, Profil auf der Gedenktafel in der Kathedrale von Chichester



[Die Churchill-Zensur gegen Bischof Bells Wahrheiten - seit Ende Januar 1944 erfolgen wieder deutsche Luftangriffe auf englische Städte]
Schon vor dieser Ansprache im Oberhaus ["House of Lords"] hatte der Bischof Briefe an eine Reihe von Zeitungen gerichtet, in denen er Aufmerksamkeit auf die Wendung des Bombenkrieges zum bewussten Kampf gegen Zivilisten und zur Grausamkeit richten wollte, s.u.a. "Times" (London) vom 29. Mai 1941. (S.394)

Die grosse Stunde des zierlichen Bischofs mit den leuchtenden blauen Augen unter dem weissen Haarschopf kommt am 9. Februar 1944. Seit zwei Jahren kennt George Bell die Wahrheit über den Bombenkrieg, kennt er die Augenzeugenberichte über die Angriffe auf Lübeck, Rostock und Köln. Seit sechs Monaten weiss er, welche unvorstellbaren Schrecken über Hamburg hereingebrochen sind.

Seit zwei Jahren versucht der Bischof von Chichester, die Regierung Seiner (S.222)

Majestät von dieser Kriegsführung abzubringen. Er bombardiert Premierminister, Aussenminister und Luftstab mit Briefen. Er versucht Protestversammlungen aufzuziehen. Aber immer wieder wird ihm die Genehmigung verweigert. Nur eine Möglichkeit ist ihm noch geblieben: die Flucht in das Parlament. Er muss die Regierung in aller Öffentlichkeit mit einer grossen Rede stellen. Einer Rede, die sie nicht unterdrücken kann.

Die Regierung kann in Kriegszeiten seine Briefe an die Zeitungen zensieren. Sie kann ihm die Genehmigung für Protestversammlungen verweigern. Aber sie kann dem Bischof von Chichester nicht jene Rechte beschneiden, die ihm als Mitglied des Oberhauses zustehen.

[9.2.1944: Bischof Bells Rede im Oberhaus gegen Flächenbombardements - der Erzbischof von Canterbury boykottiert die Rede - die "Wut auf England" ist entfacht - in einer Altstadt befindet sich keine Industrie...]

Das "Oberhaus", die Fassade zur Themse hin
Das "Oberhaus", die Fassade zur Themse hin
Der Saal des "Oberhaus"
Der Saal des "Oberhaus"
George Bell, Profil auf der Gedenktafel in der Kathedrale von Chichester
George Bell, Profil auf der Gedenktafel in der Kathedrale von Chichester

Am 9. Februar 1944 verlangt der Bischof Bell im Oberhaus eine öffentliche Antwort von der Regierung Churchill auf seine öffentlich vorgebrachten Anklagen. Die Regierung sieht diesen Anklagen mit Unruhe entgegen. Aber der Zeitpunkt der Oberhausdebatte ist günstig für die Anhänger des Bombenkrieges. Denn seit Ende Januar fliegt die deutsche Luftwaffe mit einer aus allen Fronten zusammengezogenen buntscheckigen Bomberflotte von 500 Maschinen wieder Angriffe gegen London und die Städte in Südengland. Wie ein dunkler Schatten liegt über der Oberhausdebatte die Tatsache, dass nach dreijähriger Pause wieder englische Zivilisten durch deutsche Bomber sterben...

"Die Frage, die ich zu stellen habe, meine Lords, ist voller Schwierigkeiten", beginnt der 61-jährige Bischof seine Rede. Während er spricht, suchen seine Augen den Erzbischof von Canterbury. "Ich möchte die Regierungspolitik in Frage stellen, die den Bombenkrieg gegen feindliche Städte fordert, besonders hinsichtlich der Zivilisten und nichtmilitärischen Ziele." Der Erzbischof von Canterbury sitzt nicht auf seinem Platz. Aber George Bell kann ihn auch sonst nirgendwo entdecken.

"Ich möchte jedoch klarstellen", fährt der Bischof fort, "dass bei allem, was ich gegen diese Politik zu sagen habe, keine Kritik an den Piloten, Schützen und anderen Besatzungsmitgliedern beabsichtigt ist, jenen Männern, die unter grösster Gefahr mit hervorragender Tapferkeit nur die Befehle ihrer Vorgesetzten ausführen."

Bischof Bell berichtet über die Anstrengungen, die in der Vorkriegszeit unternommen worden sind, um die Zivilbevölkerung vor den Auswirkungen der Bombenangriffe zu schützen. Er erwähnt besonders den persönlichen Appell von Präsident Roosevelt an die kriegführenden Staaten, unter keinen Umständen Bombenangriffe auf Zivilisten oder unbefestigte Städte zu führen. (S.223)

"Bis zu welchem scheusslichen Ausmass hat der Bombenkrieg sich in der Zwischenzeit entwickelt!" ruft der Bischof aus. "Ich vergesse dabei nicht die deutsche Luftwaffe und ihre furchtbaren Bombenangriffe auf Warschau, Rotterdam, Belgrad, London, Portsmouth, Coventry und andere. Hitler ist ein Barbar!"

Der Bischof von Chichester sieht, wie eine Reihe von Lords zustimmend nickt. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Hitler ein Barbar ist, dass er es war, der Europa frivol mit Krieg überzogen hat, dass auf sein Konto die grausigsten Verbrechen dieses Krieges gehen. "Hitler ist ein Barbar", wiederholt der Bischof. "Aber es gibt auf der alliierten Seite keinen anständigen Menschen, der vorschlagen würde, dass wir uns deshalb sein barbarisches Vorgehen zum Vorbild nehmen sollten."

George Bell ist beim Kern seiner Anklage angelangt. Seine weittragende Stimme ist von tiefem Ernst erfüllt. Er weiss genau, dass er nur dann eine Chance hat, mit seinen Ansichten durchzudringen, wenn ihn der Erzbischof von Canterbury, dieser einflussreiche und hochgeachtete Kirchenfürst, unterstützt. Aber der Erzbischof von Canterbury ist noch immer nicht erschienen.

"Macht unsere Regierung sich überhaupt eine Vorstellung davon, was alles durch die Flächenbombardierungen vernichtet wird?" fragt Bischof Bell. Als Beispiel für das Ausmass der Vernichtung wählt er jene Stadt, die bisher am schwersten betroffen worden ist. "Hamburg", sagt er, "hat ein bis zwei Millionen Einwohner. In seinem Bereich liegen Ziele von grosser militärischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Aber Hamburg war auch die demokratischste Stadt Deutschlands, die Stadt mit der stärksten Opposition gegen die Nazis. Unvorstellbare Verwüstung ist im vergangenen Herbst über diese Stadt hereingebrochen. Nach einer sehr vorsichtigen deutschen Schätzung sind 28.000 Menschen umgekommen. Praktisch alle Gebäude wurden bis auf die Grundmauern zerstört, die Kulturstätten, die lebenswichtigen Betriebe, die Wohnviertel und die Kirchen."

Zorn klingt in der Stimme des Bischofs mit, als er aufruft: "Das ist keine vertretbare Art der Kriegsführung mehr!" Die letzten Informationen über die Auswirkung des Bombenkriegs auf die Deutschen hat Bischof Bell aus den Zeitungen neutraler Länder, deren Berlin-Korrespondenten Hitler ausnahmslos ablehnen. Jetzt zitiert er einen Bericht aus der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet".

Dort heisst es: "Durch ihre gigantischen Luftangriffe auf Berlin haben die Engländer genau das erreicht, was Hitler durch seine Erlasse und Verordnungen (S.224)

bisher nicht erreichen konnte: sie haben die Mehrheit des deutschen Volkes in Kriegswut gegen England versetzt."

Die Lords hören diese neutrale Stimme zum "Erfolg" des Bombenkrieges mit Unbehagen.

Die schwedische Zeitung behauptet, dass sich die Festigkeit der deutschen Heimatfront nur durch die Verzweiflung erklären lässt, die immer stärker wird, je länger die massierten Bombardierungen andauern. Churchills wissenschaftlicher Berater, der im Kreise der Adelsfamilien hochangesehene Professor Lindemann, hat behauptet: "Zu erleben, wie das eigene Haus zertrümmert wird, ist am schlimmsten für die Kampfmoral. Die Menschen scheint dies mehr zu treffen, als wenn ihre Freunde oder Angehörigen getötet werden."

Auf dieser Meinung beruht weitgehend das gesamte Konzept der Bombardierungen von Wohnvierteln. Zwar hat vor beinahe zwei Jahren schon der Direktor der Abteilung für Psychologische Kriegsführung, Richard Crossman, in einem Geheim-Memorandum vor dem Trugschluss des Professors Lindemann gewarnt: "Für einen Mann mit einem Haus lohnt es sich zu kapitulieren. Zerstören wir sein Haus, dann fachen wir nur seine Wut an."

aber solche Warnungen sind in den Wind geschlagen worden. Jetzt, auf dem Höhepunkt der Bomberschlacht gegen Berlin, werden sie aus neutraler Quelle als richtig bestätigt.

Im Hohen Haus der Lords aber erhebt sich lauter Widerspruch gegen den Warner. Bischof Bell kann sich nur noch mit grosser Anstrengung gegen die Zwischenrufer verständlich machen. Er ist froh, dass er seiner Frau geraten hat, dieser Debatte fernzubleiben. Der Debatte, in der er bewusst alle Aussichten auf eine sichere Bevölkerung zum Erzbischof abschreibt. Er muss Menschlichkeit auch für solche Feinde fordern, die selbst der grausamsten Unmenschlichkeit den Weg geebnet haben.

Die Presse- und Besuchertribünen sind überfüllt. So wird Bells Rede gegen den Terror der Bomben wenigstens weit genug bekannt werden, wird das öffentliche Echo vielleicht stärker sein als die Stimme des einzelnen.

"Im fünften Jahr des Krieges muss es doch jedermann klar sein, wie weit die Zerstörung der europäischen Kultur schon fortgeschritten ist", ruft er. "Wir sollten uns überlegen, ob wir auch noch den Rest zerstören wollen. Noch immer kann etwas von diesen Gütern gerettet werden, wenn die Verantwortlichen erkennen, dass die Fabriken in der Regel ausserhalb der alten deutschen Stadtkerne mit ihren historischen Denkmälern liegen."

Der Bischof von Chichester weiss nicht, dass die Verantwortlichen diese (S.225)

Tatsache längst erkannt haben. Selbst er will nicht daran glauben, dass gerade diese mittelalterlichen Stadtkerne mit ihren alten, leicht Feuer fangenden Häusern das eigentliche Ziel zahlreicher Angriffe sind.

[Schlussfolgerungen von Bischof Bell: Bombardements verlängern den Krieg - Differenzierungsversuche zu Deutschland - die Churchill-Regierung ist blind für die psychologische Seite des Bombenkriegs]

"Wenn irgend etwas absolut sicher ist", erklärt der Bischof mit fester Stimme, "dann ist es die Tatsache, dass diese Zerstörungspolitik in Verbindung mit einer Politik der Verneinung über die Zukunft eines Deutschlands, das sich von Hitler befreit hat, diesen Krieg nur verlängern kann."

[weil die Wut auf England die Volkskraft für den Krieg stärkt].

Der Widerspruch steigert sich zum Tumult. Hastig setzt der Bischof hinzu: "Ich will die Verbrechen der Nazis nicht entschuldigen. Aber ich glaube nicht daran, dass die Regierung Seiner Majestät die völlige Zerstörung Deutschlands will."

Wütende Zwischenrufe widersprechen dem Redner, der versucht, sich trotz des anschwellenden Lärms verständlich zu machen. "Unsere Regierung hat, wie ich glaube, anerkannt, dass ein Unterschied zwischen Deutschland und dem Hitler-Staat besteht..."

Der Rest des Satzes geht unter im Geschrei des Widerspruchs der versammelten Lords. Die britische Regierung hat zwar tatsächlich feierlich erklärt, dass sie einen Unterschied zwischen dem deutschen Volk und den Nazis macht. Aber das ist schon ein paar Jahre her. Ein paar Jahre, in denen Nazi-Verbrechen und Hasspropaganda Regierung und Parlament vergesslich gemacht haben.

Hochaufgerichtet steht der weisshaarige Bischof da, während die Zwischenrufe von allen Seiten auf ihn einprasseln. Er kennt seine Pflicht als Christ, und nichts wird ihn davon abhalten, das zu sagen, was er für richtig hält. "Woher kommt diese Blindheit für die psychologische Seite des Bombenkriegs?" ruft er. "Woher kommt diese Vergesslichkeit für jene Ideale, die unsere Sache beseelen? Dies, meine Lords, ist ein ausserordentlich ernster Augenblick!"

Verlegenes Schweigen senkt sich über das Hohe Haus nach dieser Zurechtweisung.

"Was wir im Kriege tun, wird den Charakter des Friedens beeinflussen, der viel längere Zeit dauern wird. Das Leid Europas, das Hitler und seine Nazis verursacht haben, kann nicht durch die Anwendung von Gewalt geheilt werden. Wir Alliierten verteidigen etwas, was grösser ist als Macht. Unser Banner trägt die Inschrift  'Gerechtigkeit'. Für uns, die Befreier Europas, muss Gerechtigkeit immer wichtiger sein als die Anwendung von Gewalt!"

Die Schlusssätze des Bischofs sind wieder im Lärm untergegangen. Noch (S.226)

einen Augenblick lang bleibt der Kirchenmann trotzig stehen. Dann setzt er sich mit einem Gefühl von tiefer Traurigkeit. Der Erzbischof von Canterbury, der allein über die Autorität verfügt, um diese wilde Opposition zur Vernunft zu bringen, ist nicht erschienen. Er hat George Bell in seinem Kampf für die Menschlichkeit alleingelassen...

[Eigentartigerweise erwähnt Bell nichts über die Werften, die Kriegsschiffsproduktion und die U-Boot-Produktion in Hamburg, auch nichts über die Kollaboration der "US"-Industrie mit der Wehrmacht und über die Finanzierung Hitlers. Und auch die unterirdische Rüstungsproduktion des NS-Regimes wird nicht erwähnt, wie auch die Zerstörung vieler jüdischer Immobilien in Mitteleuropa nicht erwähnt wird, die man nach Kriegsende wieder zurückgeben könnte, wird nicht erwähnt. Scheinbar hat der Widerstand Bell darüber nicht in Kenntnis gesetzt, oder der deutsche Widerstand weiss davon selber nichts...]

[Die scheinheilige Rechtfertigung der Bombardements: Viscount Fitzalan of Derwent]

Kaum ist die Debatte eröffnet, da springt der betagte Viscount Fitzalan of Derwent auf. Der alte Herr ist ein bekannter Sprecher des katholischen Adels. "Ich bin bis auf die Knochen ein Anhänger des Bombenkriegs, meine Lords!" ruft er unter dem prasselnden Beifall des Hauses. "Ich stimme der Bombardierung Deutschlands zu, wie die Regierung sie betreibt, und ich hoffe, dass noch mehr davon geschieht!"

[Regierungssprecher Lord Cranborne streitet die Terrorangriffe ab]

Der Lordkanzler gibt dem Regierungssprecher einen Wink. Lord Cranborne erhebt sich, und lauter Beifall begrüsst ihn von allen Seiten des Hauses.

"Wie Eure Lordschaften wissen, hat die RAF nie reine Terrorangriffe durchgeführt", behauptet er mit entschiedener Stimme.

Der Regierungssprecher zieht Notizen aus der Tasche. "Nehmen Sie zum Beispiel unsere Angriffe auf Berlin. Berlin ist nicht nur die Verwaltungszentrale von Deutschland. Es ist nicht nur das Herz des Nazisystems, nicht nur das Hauptquartier von Himmlers Geheimpolizei. Berlin ist das wichtigste Zentrum der deutschen Kriegsproduktion...

[Eine grössere Lüge gibt es nicht. Die NS-Kriegsproduktion ist bereits zu grossen Teilen unterirdisch, und bald gänzlich unterirdisch. Aber die Churchill-Regierung will vielleicht nicht akzeptieren, dass ihr Bomber-Baedeker nicht mehr stimmt...]

Zusätzlich zu den Grossbetrieben gibt es eine riesige Zahl von kleinen Unternehmungen, die über die ganze Stadt verstreut sind. Jedes Haus und jede Garage ist in eine Fabrik für Kriegsmaterial verwandelt worden."

Lord Cranborne schwenkt seine Aufzeichnungen in der Luft. "Oder nehmen Sie Essen. Als Ergebnis unserer Angriffe kann ich Ihnen Mitteilen, dass die Waffenfabriken von Krupp völlig zerstört sind."

[und sie sind unterirdisch wiederaufgebaut...]

Unter begeistertem Beifall wendet der Sprecher sich den Angriffen auf Hamburg zu. "Vierhundert Millionen Arbeitsstunden hat Deutschland durch diese Bombardierung verloren. Das bedeutet eine unermessliche Einbusse an Kriegsmaterial. Obwohl ich die hochherzigen Motive des sehr verehrten Prälaten tief respektiere", schliesst Lord Cranborne seine Verteidigung der Regierungspolitik, "kann ich ihm keine Hoffnung machen, dass wir unsere Bombenangriffe einstellen. Ich kann ihm im Gegenteil versichern, dass wir unsere Angriffe mit verstärkten Kräften und mit zermalmender Wirkung fortsetzen werden, bis der Sieg errungen ist..."

Die weite Halle bebt unter dem Beifall der Lords. Die Debatte ist beendet. (S.227)

[und die deutsche Bevölkerung holt nach der Bombardierung den Verlust an Arbeitsstunden wieder auf...]

[Die britische Zensur meldet die toten deutschen Zivilisten nicht!!!]

Die Zeitungen sind dem Bischof von Chichester am nächsten Tag durchweg feindlich gesinnt. Drei oder vier volle Spalten widmen sie der Rede von Lord Cranborne. Sie drucken sämtliche Ziffern ab, die er über die deutschen Luftkriegsverluste gegeben hat. Aber sie bringen keine einzige der Zahlen, die Bischof Bell gegeben hat. Die Zahlen der getöteten Zivilisten...

Trotzdem erhält Bischof Bell Hunderte von Briefen, die ihm beweisen, dass er in seinem Kampf nicht allein ist. (S.228)

[Spätfolgen gegen Bell: Diskriminierung bei der Besetzung des Stuhls des Erzbischofs von Canterbury]

Der "Daily Telegraph" stellte am 11. Oktober 1961 fest, dass der Bischof wegen seiner mutigen Attacken gegen die Bombenkriegsführung später bewusst bei der Besetzung der Bischofsstühle für Canterbury und London übergangen wurde, obwohl seine Wahl [zum Erzbischof] eigentlich erwartet werden musste. (S.394)


[Es existiert ein eigenes George-Bell-Institut an der Universität von Chichester: http://www.georgebellinstitute.org.uk.
Weitere Aktivitäten von Bischof George Bell in Verbindung mit dem Deutschen Widerstand finden sich z.B. auf der deutschen Wikipedia-Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/George_Kennedy_Allen_Bell].



Quellen von Irving über Bischof Bell am 9. Februar 1944

Die Rede von Bischof Georg Bell ist enthalten in Hansard, House of Lords Debates, Bd. 130, Spalten 737-755. (S.394)

[-- Protokolle des Oberhaus vom 9.2.1944
-- englische Zeitungen vom 10.2.1944
-- über die Nicht-Beförderung von Bischof Bell: "Daily Telegraph" vom 11. Oktober 1961]










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Bildernachweis

-- Oberhaus, Fassade mit Themse: http://www.solarnavigator.net/geography/london_houses_of_parliament.htm
-- Oberhaus, Saal:
http://www.britannica.com/eb/art-95822/Chamber-of-the-House-of-Lords-in-the-Houses-of&h=450&w=443&sz=57&hl
-- George Bell, Profil auf Gedenktafel: http://www.georgebellinstitute.org.uk/


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