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"USA". Meldungen (Teil 8)

Die "USA" nimmt es mit Gefangeneninformationen nicht sehr genau - "USA" speichern die Anzahl Koffer auf einer Reise - Cartagena-Affaire: Es geht um viel mehr Geld - Chinas Stinkkäfer besetzen die "USA" - 15% der "Amerikaner" brauchen Lebensmittelhilfe - das neue Rassismusmuseum in Big Rapids (Massachusets) - kritische Soldaten werden entlassen - CIA-Folterer wollten das Volk "beschützen" - Die Anarchie ist da: Plündern als Gruppenerlebnis - google-Spionage in W-Lan-Netzen - Obamas Bodyguards als Fast-Mörder - 5 Tage lang in Polizeistation "vergessen" - "USA" verlangen weltweit Steuern - und immer mehr Amis geben den "US"-Pass ab - Ami-Studenten haben oft ein Leben lang Schulden - 18 Monate altes Mädchen als "terrorverdächtig" eingestuft - US-Offizier lehrt den Massenmord an Moslems - weiterhin unbeschränkte Haft für "Terrorverdächtige" - Elend im Armenhaus Amerikas, Verelendung ganzer Städte - Überwachungskameras in Bars - Armee: "USA"=Selbstmordland - die überwachten Wörter - Fluchen bei Busse verboten in Middleborough (Massachussets) - "US"-Geheimpolitik sucht 10.000 Hacker für Computerspionage - keine Entschädigung für Opfer von Syphilis-Menschenexperimenten - Nixon, ein absolut krimineller Präsident - "USA" entwickeln Gewehrkugel mit Korrekturfunktion aufs Ziel - US-Geheimmission in der Erdumlaufbahn, und niemand darf wissen, was dort vor sich ging - Todesfalle Gran Canyon - "US"-Gericht urteilt: Haar um Haar - die Stadt Stockton in Kalifornien ist Pleite -

und das ist alles keine Verschwörungstheorie, du dummer Journalist, und du dummer MNG-ETH-Detektiv und du strohdummer Herr Hugo Stamm!

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Der Standard
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18.4.2012: Die "USA" nimmt es mit Gefangeneninformationen nicht sehr genau - nur 50% der von Neuuntersuchungen Betroffenen wurde informiert

aus: Der Standard online: USA: Dutzende Opfer von Justizirrtümern nicht informiert; 18.4.2012;
http://derstandard.at/1334531146526/USA-Dutzende-Opfer-von-Justizirrtuemern-nicht-informiert

<Lediglich jeder zweite Betroffene wurde aufgeklärt.

Washington - 6000 Fälle ließ das US-Justizministerium zwischen 1996 und 2004 intern neu aufrollen, nachdem durch Fehler von Forensikern immer wieder Unschuldige hinter Gitter gelandet waren. Die Untersuchungsergebnisse blieben aber unter Verschluss - bis sie nun die Washington Post veröffentlichte.

Dem Bericht zufolge wurden in Fällen, wo sich massive Zweifel erhärtet hatten, nur die Staatsanwälte darüber informiert. Diese sollen dann lediglich bei jedem zweiten der 250 Fälle mit fragwürdigen FBI-Gutachten das potenzielle Opfer eines Irrtums informiert haben. In einem Fall stellte sich etwa heraus, dass ein auf einer Maske gefundenes Haar nicht vom Verdächtigen, sondern von einem Hund stammte. (red, DER STANDARD, 19.4.2012)>


Kommentar: Arroganz und Hochnäsigkeit

Die "USA" werden durch ihre Arroganz und Hochnäsigkeit politisch gesehen immer mehr zu einem unkalkulierbaren Risiko. Die Informationsverweigerung an Häftlinge ist nur ein Beispiel von vielen. Grausames Land.

Michael Palomino, 18.4.2012

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19.4.2012: "USA" verlangen immer intimere Daten - Anzahl Koffer auf einer Reise wird bis 15 Jahre lang gespeichert

aus: 20 minuten online: Drohungen wirken: USA bekommen EU-Passagierdaten; 19.4.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/USA-bekommen-EU-Passagierdaten-30464088

<EU-Bürger, die in die USA reisen, werden schon bald auch intime Informationen preisgeben müssen. Die USA haben im Falle einer Weigerung mit Visumspflicht gedroht.

Bei der Einreise in die USA werden EU-Bürger künftig genau durchleuchtet.

Bei einem Flug in die USA werden die Daten von Reisenden aus der EU künftig automatisch an US-Behörden geleitet. Ein entsprechendes Abkommen über die Weitergabe von Passagierdaten an die USA ist vom EU-Parlament am Donnerstag gebilligt worden.

Ein Antrag, den Text zur Prüfung an den EU-Gerichtshof zu überweisen, wurde abgelehnt. Damit kann der Vertrag in den nächsten Wochen in Kraft treten.

Dieser verpflichtet Fluggesellschaften, 19 Datenangaben weiterzugeben. Dazu gehören Name, Adresse, Sitzplatz- und Kreditkartennummer jedes Passagiers.

Bis zu 15 Jahre gespeichert

Auch sehr persönliche Angaben wie etwa die Menüwahl an Bord und gegebenenfalls Buchungen für Hotels und Mietwagen und die Anzahl der Koffer müssen die Gesellschaften weitergeben. Diese Daten kann dann etwa der US-Geheimdienst CIA für die Suche nach Terroristen oder die US-Bundespolizei FBI für die Suche nach Verbrechern auswerten.

Nach einem halben Jahr wird der Name eines Fluggastes in den US- Datenbanken zwar ausgeblendet, der Datensatz aber nicht gelöscht. Die Daten werden bis zu 15 Jahre lang gespeichert.

Scharfe Kritik der Datenschützer

Die EU-Regierungen hatten entgegen Vorbehalten Deutschlands dem Abkommen bereits im Dezember 2011 zugestimmt. Es ersetzt eine Vereinbarung von 2007, die den Europäern weniger Datenschutz bot.

Kritiker bei den Grünen, Teilen der Liberalen und Sozialdemokraten bemängelten die lange Speicherung. Sie befürchten zudem, dass die Daten nicht nur für den Kampf gegen Gewalt und Terror genutzt werden, sondern auch etwa für die Einwanderung, Rasterfahndungen oder bei Grenzkontrollen. Weiter wurde bemängelt, dass die USA die Daten auch an Gerichte oder Drittstaaten weitergeben können.

USA drohten mit Visumspflicht

Die SPD-Abgeordnete Birgit Sippel sagte, bei den Verhandlungen hätten die Amerikaner angedeutet, dass sie bei einer Ablehnung des Abkommens europäischen Fluggesellschaften die Landerechte entziehen oder die Visumspflicht wieder einführen könnten.

Befürworter des Abkommens bei Sozialdemokraten und Konservativen halten die Sorgen der Gegner für übertrieben. Die Daten der Passagiere seien geschützt, sagen sie.

Besonders sensible Informationen, so über sexuelle Vorlieben, Religionszugehörigkeit oder medizinische Daten, würden nur in aussergewöhnlichen Fällen genutzt, sagte der CDU-Abgeordnete Axel Voss.

Schweiz unter Druck gesetzt

Die Schweiz hat mit den USA Anfang 2009 ein neues, unbefristetes Abkommen über die Weitergabe von Flugpassagierdaten abgeschlossen. Ein Abkommen mit Kanada von 2006 wurde «auf Zusehen» verlängert.

Inzwischen verlangen die Amerikaner auch Zugriff auf Schweizer Polizeidatenbanken und drohen damit, andernfalls für Schweizerinnen und Schweizer wieder die Visumspflicht einzuführen.

(sda)>



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20.4.2012: Cartagena-Affaire: Es geht um viel mehr Geld - es wartet die "Hundehütte"

aus: 20 minuten online: Secret Sex Service: Die stattlichen Vorzüge des Escort-Girls Dania; 20.4.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Die-stattlichen-Vorzuege-des-Escort-Girls-Dania-12762868

<Die Prostituierte, die den Sex-Skandal um die Obama-Leibwächter in Kolumbien ins Rollen gebracht hat, packt aus: Es geht offenbar um viel mehr Geld, als bislang angenommen.

Die sexuellen Eskapaden von elf Secret-Service-Agenten im Vorfeld des Amerika-Gipfels im kolumbianischen Cartagena halten die USA weiter auf Trab. Drei der Personenschützer von Präsident Barack Obama sind ihren Job bereits los – darunter die beiden Vorgesetzten, die an der wilden Nacht mit rund 20 Prostituierten letzte Woche im Luxushotel «El Caribe» in der Hafenstadt an der Karibik beteiligt waren. Der Secret Service will mit einer «umfassenden Untersuchung» abklären, ob noch mehr Leibwächter beteiligt waren, schreibt die «New York Times».

Die gleiche Zeitung konnte auch mit der Liebesdienerin sprechen, die dafür verantwortlich ist, dass der Skandal überhaupt ans Licht kam. Sie habe mit einem der Amerikaner die Nacht verbracht, doch bei der Bezahlung sei es zum Streit gekommen. In US-Medien war von einem Betrag von 50 Dollar die Rede, doch laut der Frau ging es um eine weit höhere Schuld.

30 statt 800 Dollar

Der Mann habe ihr 50 000 Pesos angeboten, umgerechnet knapp 30 Dollar. Sie dagegen habe ihm schon am Abend erklärt, ihr Preis betrage 800 Dollar. Schliesslich sei sie keine gewöhnliche Strassen-Prostituierte, sondern eine Escort-Dame, sagte sie der «New York Times». Nach einem heftigen Disput habe der Agent sie rausgeworfen und beschimpft. Im Korridor sei sie einer Kollegin begegnet, die bei einem anderen Amerikaner auf dem Zimmer war. Sie hätten an die Tür des zahlungsunwilligen Freiers geklopft, doch der reagierte nicht.

Als sie das Hotel verlassen wollten, begegneten sie einem Polizisten. Dieser habe einen englischsprachigen Kollegen gerufen. Schliesslich seien noch zwei weitere Bodyguards sowie ein Sicherheitsmann des Hotels hinzugekommen. Die Prostituierte senkte ihre Forderung am Ende auf 250 Dollar – genau die Summe, die sie ihrem «Vermittler» zahlen müsse. Die Amerikaner überreichten ihr Pesos und Dollars im Wert von rund 225 Dollar. Erst durch die Medienberichte habe sie erfahren, mit wem sie es zu tun gehabt habe.

Die Zeitung «New York Daily News» veröffentlichte angebliche Fotos der Escort-Dame, auf denen diese ihre «stattlichen Vorzüge» präsentiert, so das Boulevardblatt. Ihr Name ist demnach Dania Suarez, sie soll eine 24-jährige alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Sohnes sein. Ihren Nachbarn habe sie nie von ihrer Tätigkeit erzählt, «doch das war offensichtlich», sagte die 31-jährige Maria Quintero: «Sie war den ganzen Tag zu Hause und ging spät nachts weg, sehr gut aussehend.» Inzwischen soll sie Cartagena verlassen haben.

Anzüglicher Spruch über Palin

Am Freitag veröffentlichten US-Medien zudem die Namen der beiden Vorgesetzten, die den Secret Service verlassen müssen. Es handelt sich um Greg Stokes, der mit einer Hundeeinheit arbeitet, und David Chaney. Dieser arbeitete seit 1987 als Präsidenten-Leibwächter, nachdem schon sein Vater den gleichen Job für John F. Kennedy und Lyndon Johnson ausgeübt hatte. Ihm wurde erlaubt, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen.

Auf seiner Facebook-Seite hatte Chaney zahlreiche Bilder seiner Einsätze veröffentlicht. Eines zeigt ihn, wie er die im Wahlkampf 2008 die damalige Vizepräsidentschafts-Kandidatin der Republikaner, Sarah Palin, bewachte. Dem Foto fügte er einen ziemlich zweideutigen Kommentar bei: «Ich habe sie genau im Auge behalten, wenn ihr wisst, was ich meine.» Palin zeigte sich am Donnerstag auf Fox News angewidert darüber, dass ein Secret-Service-Agent Sprüche über ihr «Hinterteil» machte: «Nimm es zur Kenntnis, Bodyguard: Du bist gefeuert! Und ich hoffe, dass deine Frau dich in die Hundehütte verbannt.»

(pbl)>

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Spiegel
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20.4.2012: Nutten-Leibwächter des "US"-Präsidenten müssen wahrscheinlich alle gehen

aus: Spiegel online: Sexskandal beim Secret Service: "Die meisten Leibwächter werden abdanken"; 20.4.2012;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,828975,00.html

<Die Sexaffäre beim Secret Service wird vermutlich alle beteiligten Sicherheitsleute den Job kosten. So lautet die Prognose eines hohen US-Abgeordneten: "Sie werden abdanken - oder gezwungen werden zu gehen." Derweil kommen weitere Details des Geheimdienstskandals ans Licht.

Hamburg/Washington - Präsident Barack Obama räumt beim Secret Service auf. Bislang mussten sechs der elf Mitarbeiter des US-Geheimdienstes gehen, die in den Sexskandal im Vorfeld des Amerika-Gipfels in Kolumbien verwickelt waren. Jetzt wird gemutmaßt, dass wohl auch die restlichen fünf betroffenen Leibwächter nicht länger ihren Job behalten werden.

"Die meisten der elf werden entweder abdanken oder zurücktreten. Oder man wird sie zwingen zu gehen", sagte Peter King, der republikanische Vorsitzende des Ausschusses für innere Sicherheit im Repräsentantenhaus. "Ich zweifele stark daran, dass auch nur einer dieser elf Männer jemals wieder mit einer ähnlichen Aufgabe betraut wird", sagte King in einem Interview mit dem Sender Fox News am Samstag. Falls sie ihren Job behielten, müssten die betroffenen Sicherheitsleute von der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ferngehalten werden, forderte er. Der New Yorker Republikaner gab an, es seien vier Ermittler auf den Fall angesetzt.

Die beschuldigten Secret-Service-Sicherheitsleute und mehrere Angehörige der US-Armee hatten sich in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena Prostituierte in ein Hotel bringen lassen. An dem dortigen Amerika-Gipfel nahm am vergangenen Samstag auch Obama teil.

Eine Prostituierte randalierte, weil ein Agent sie angeblich nicht bezahlt hat

Es kommen immer mehr pikante Details der Affäre ans Licht. Laut "Washington Post" erreichte Paula Reid, US-Geheimdienstchefin für Südamerika, während ihrer Vorbereitungen für die Ankunft des Präsidenten in Cartagena folgender dringender Bericht: Eine verärgerte Prostituierte randaliere in einem nahen Hotel und gebe an, ein Mitglied des Secret Service habe sich geweigert, sie zu bezahlen. Sie klopfte an Türen, brüllte in den Fluren herum und sorgte so bei Tagesanbruch für einiges Aufsehen, schreibt die Zeitung - nur 24 Stunden, bevor Obama in Cartagena landete.

Reid habe anschließend die elf Leibwächter außer Landes beordert, heißt es, ihrem Vorgesetzten von dem "ungeheuerlichen" Fehlverhalten der Mitarbeiter berichtet und so den größten Skandal des US-Geheimdienstes der vergangenen Jahre in Gang gesetzt.

Der "Washington Post" zufolge seien diese Schritte auch für Reid nicht ohne Risiko gewesen. Sie habe sich damit einer möglichen heftigen Gegenreaktion innerhalb des Secret Service ausgesetzt, schließlich habe sie die Karrieren dieser Männer ruiniert.

Neue Anschuldigungen gegen ein zwölftes Geheimdienstmitglied

Laut einer Mitteilung des Secret Service werde inzwischen untersucht, ob ein zwölfter Mitarbeiter des Geheimdienstes in die Affäre verwickelt sei. King, dessen Ausschuss den Vorfall untersucht, sagte hingegen, den Anschuldigungen gegen den zwölften Mann liege ein anderer Vorfall zugrunde, der sich "fünf oder sechs Tage vor der Ankunft des Präsidenten" ereignet habe.

King forderte eine umfassende Aufklärung des Skandals. Zwei der in die Affäre in Cartagena verwickelten elf Secret-Service-Mitglieder seien Aufseher gewesen, sagte er. "Sie hätten alles unter Kontrolle haben müssen. Statt dessen nahmen sie daran teil," fügte er hinzu.

Zuletzt mussten drei weitere Mitarbeiter des Secret Service ihren Abschied nehmen. Die Erklärung des Secret Service zu den Entlassungen am Freitag fiel betont knapp aus: "Drei weitere Mitarbeiter haben sich entschieden zurückzutreten", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

bos/Reuters>

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20 minuten
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20.4.2012: Chinas Stinkkäfer besetzen die "USA"

aus: 20 minuten online: Invasion: Wanzen aus China überrennen die USA; 20.4.2012,
http://www.20min.ch/panorama/news/story/Wanzen-aus-China-ueberrennen-die-USA-16517994

<von Martin Suter -

In den USA marschiert eine Armee übelriechender Insekten unaufhaltsam voran und bedroht die Fruchtplantagen Floridas. Die Eindringlinge heissen marmorierte Baumwanzen - und werden auch Stinkkäfer genannt.

Biologisch scheint der Abstieg der Supermacht USA besiegelt. Erst bildeten die asiatischen Karpfen die Vorhut einer chinesischen Invasion. Jetzt springen stinkende Insekten auf den Globalisierungszug auf und machen der US-Landwirtschaft den Garaus.

Die Alarmglocken läuten wegen der marmorierten Baumwanze. Das bis 17 Millimeter lange, wie ein Schild geformte Krabbeltier ist für Menschen unschädlich, aber für Fruchtbäume tödlich. Gesichtet wurde die aus Asien stammende Wanzenart erstmals 1998 in Allentown, Pennsylvania. Die frühen Siedler der Spezies Halyomorpha halys waren wahrscheinlich den Ladebäuchen von Frachtern entkrochen. In der neuen Welt werden sie von keinen natürlichen Feinden behelligt, weshalb sie sich hemmungslos multiplizieren. Inzwischen halten sie 34 Gliedstaaten besetzt.

Nicht zerquetschen

Die kalte Jahreszeit überleben die Wanzen im Winterschlaf. Gern legen sie sich in Ritzen, Spalten und Estrichen von Wohnhäusern zur Ruhe. Jetzt, wo die Sonne zu wärmen beginnt, kriechen sie aus ihren Verstecken hervor. Hausbesitzer müssen aufpassen, dass sie die Tiere nicht verängstigen oder zerquetschen, sonst geben deren Duftdrüsen äusserst übel riechende Gase ab. Der Gestank wird als faulig-bittersüss beschrieben; er soll an verrottenden Koriander erinnern.

Treten die Tiere massenhaft auf, ist ihnen kaum beizukommen. Doug Inkley, ein Wissenschaftler in Knoxville, Maryland, hat laut «Washington Post» letztes Jahr in seinem Haus 56 205 marmorierte Baumwanzen gezählt. «Manche Leute sind nicht mehr zum Dinner gekommen, weil sie von meinem Wanzenproblem wussten», zitierte die Zeitung den Biologen.

Inkley sammelt die Tiere mit dem Staubsauger, um sie der Forschung zuzuführen. Andere Invasionsopfer ertränken die Stinkkäfer in Seifenwasser oder versprühen verdünntes Geschirrwaschmittel. In hartnäckigen Fällen helfen gegen die auch kurz «stinker» genannten Viecher nur Insektizide.

Lust auf Früchte

Die Landwirtschaft muss wohl oder übel zu den schweren Waffen greifen. Marmorierte Baumwanzen lieben nämlich Äpfel, Pfirsiche, Erdbeeren und Sojabohnen. Die Schädlinge versenken ihre Rüssel in Früchte oder Zweige und saugen die Säfte ab. Am Fressplatz entsteht eine dunkle Stelle, weil die Wanzen als Abschiedsgeschenk Speichel hinterlassen. Die Frucht bleibt essbar, kann aber, da unansehnlich, nicht mehr verkauft werden.

Dieses Jahr, so wird befürchtet, könnten die wärmeliebenden Kerbtiere weiter nach Süden wandern und die riesigen Fruchtplantagen Floridas entdecken. «Das könnte sich so auswirken wie die Explosion einer Atombombe», sagte der Chef-Forscher Douglas Luster letztes Jahr zur «Post».

Baumwanzen auch in der Schweiz

Um eine Katastrophe in Floridas Landwirtschaft abzuwenden, testen Entomologen den Einsatz einer parasitischen Wespe. Die für Menschen ungefährlichen Fluginsekten halten in China und Korea die Wanzenbevölkerung in Schach, indem sie deren Eier attackieren. Bevor sie die Wanzen-Widersacher im grossen Stil freisetzen, wollen die Forscher sicherstellen, dass sich die Wespen nicht ihrerseits als invasive Spezies entpuppen und Folgeschäden anrichten.

Hat die für nächstes Jahr geplante Wespenstrategie Erfolg, könnte das auch für die Schweiz interessant werden. Im Raum Zürich wurden marmorierte Baumwanzen erstmals im Sommer 2007 identifiziert. Man vermutet, dass die in Europa vorher unbekannte Insektenart im Huckepack auf Ziersträuchern eingeführt wurde. Entomologen gehen davon aus, dass sich die Wanzen auch in der Schweiz langsam vermehren werden, falls kein Gegenmittel gefunden werden kann. >

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Der Standard
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20.4.2012: 15% der Amis sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen

aus: Der Standard online: Krisenbedingt: Jeder siebente US-Bürger braucht Lebensmittelhilfe; 20.4.2012;
http://derstandard.at/1334795692018/Krisenbedingt-Jeder-siebente-US-Buerger-braucht-Lebensmittelhilfe

<Immer mehr Menschen in den USA droht die Armut. Historisches Hoch bei Zahl der Unterstützungsbezieher.

Washington - Immer mehr Amerikaner sind auf staatliche Lebensmittelhilfe angewiesen. Wie das Haushaltsbüro des US-Kongresses am Donnerstag bekanntgab, bezog im Jahr 2011 jeder siebente US-Bürger Lebensmittelmarken - 70 Prozent mehr als noch vor Beginn der Wirtschaftskrise 2007. Nach Berechnungen der Behörde wird der Bedarf bis 2014 weiter steigen.

Erst danach wird sich den Prognosen zufolge die allmähliche Erholung der Wirtschaft auf die Bedürftigkeit der Niedrigverdiener im reichsten Land der Welt auswirken. "Nichtsdestotrotz wird die Zahl der Bezieher von Unterstützung auf einem historischen Hoch bleiben", heißt es in dem Bericht des Haushaltsbüros.

"Präsident der Lebensmittelmarken"

Zahlreiche Städte in den USA haben sich nicht von der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 erholt. Eine Studie des US-Städtetags zu Hunger und Obdachlosigkeit Endes 2011 ergab, dass in fast allen 29 untersuchten Städten die Nachfrage nach Lebensmittel-Beihilfen stieg. Die meisten Städte erklärten, dass ihr Budget dafür nicht reiche. Über ein Viertel der Menschen, die Unterstützung benötigten, hätten keine erhalten.

Das Thema spielt auch eine Rolle im US-Wahlkampf. Republikanische Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur warfen Präsident Barack Obama vor, der "Präsident der Lebensmittelmarken" zu sein. Obamas wahrscheinlicher Herausforderer Mitt Romney hielt Obama vor, die USA in einen Wohlfahrtsstaat nach europäischem Modell zu verwandeln. (APA, 20.4.2012)>

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20 minuten
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Big Rapids (Massachusets) 25.4.2012: Rassistische "USA" haben nun ein Rassismusmuseum in den "USA"

aus: 20 minuten online: Jim Crow Museum: Ein Endlager für «Rassisten-Müll»; 25.4.2012;
http://www.20min.ch/wissen/history/story/Ein-Endlager-fuer--Rassisten-Muell--24381432

Zusammenfassung:

<
Texte der Bilderstrecke:

<
David Pilgram ist der Kurator des «Jim Crow Museum of Racist Momorabilia», das am 26. April 2012 in Big Rapids in Massachusetts eröffnet wird. Darin geht es nicht nur ... ... um klar erkennbaren Rassismus, wie ihn etwa der Ku Klux Clan betreibt. Hier etwa «scherzen» zwei Clan-Mitglieder: «Das war immer mein bevorzugter Ort zum Abhängen.» Es geht auch um «legalen» Rassismus, der durch die Jim-Crow-Gesetze möglich wurde. Demnach war Rassentrennung in den USA erlaubt, solange Schwarze und Weisse dieselben Möglichkeiten hatten. Dieses Denken bereitete den Weg etwa für getrennte Strassen wie hier in Halifax, North Carolina, im Jahre 1928. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg galten die Republikaner als tolerante Partei. Die Demokraten, die in den Südstaaten an der Macht waren, erliessen dagegen die sogenannten Jim-Crow-Gesetze. Obwohl das Wahlrecht ... ... der Schwarzen noch bis 1965 torpediert wurde, fürchteten die Rassisten die Tatsache, dass Schwarze mitentscheiden durften. Hier heisst es: «Eine Stimme weniger.» Die Rassentrennung durchdrang in bestimmten Staaten den Alltag vollständig von getrennten Wasserbrunnen bis hin zu getrennten Hospitälern für geistig Kranke. Es gab sogar Filme von Schwarzen, die nur für Schwarze sein sollten. Hier steht: «The Lincoln Motion Picture Co. of Los Angeles, a Negro Firm, presents their first release, entitled: The Realisation of a Negro's Ambition» Dass diese Zustände heute nicht aus der Welt geschaffen sind, beweisen solche «modernen» Schilder. Der Name der Jim-Crow-Verordnungen entspringt dem rassistischen Lied «Jump Jim Crow» und gilt als abfälliges Wort für Farbige. Das solche Lieder kein Einzelfall sind, zeigt «Zehn kleine Negerlein»: «Three Little Nigger Boys walking in the Zoo: the big bear hugged one, and then were only Two». Auch in der Literatur findet sich der alltägliche Rassismus von damals wieder. Ein Beispiel dafür ist Agatha Christies Kriminalroman «Zehn kleine Negerlein» von 1939. Klar ist auch die Rollenverteilung in den Abenteuern von Mark Twains «Huckleberry Finn» .... ... oder Enid Blytons Kinderbuch «The Proud Golliwog», das sich an der historischen Golliwog-Kinderfigur aus dem 19. Jahrhundert orientiert. Dieser Cartoon namens «Yellow Kid» wurde im «New York Journal» am 20. Dezember 1896 veröffentlicht. Ein Auszug aus dem text: «Den he broke that nigger's wind, den he closed his peeps / Den de coon laid down an' took two or tree big sleeps. / Den dat goat et all de wool right off dat nigger's nut. / Den he chucked him troo de ropes wit one small dinky butt.» Ein viel transportiertes Klischee ist die «Mammy», die dicke, naive, schwarze Haushälterin. Das Paradebeispiel findet man in «Gone With the Wind» wieder. Der Streifen wurde 1939 gedreht. Magd «Mammy» wird von Hattie McDaniel gespielt. Der schwarze Mann wird ebenfalls häufig als naiver Trottel dargestellt. Er wird abfällig «Coon» (Neger) oder «Sambo» (etwa: Bimbo) genannt. Gängige Diskriminierungenzeigt sich auch in Worten wie «Darkey» (Dunkler) oder «Picaninny» (etwa: Negerkind) ausgedrückt. Alltagsgegenstände reflektierten die Stereotypen über Schwarze. Beispiele: Diese «Onkel-Tom-Uhr», ... ... dieses Bar-Set mit dicklippigen Köpfen, ... ... oder die «Gieriger-Neger-Spardose». Gier steht auch diesem Schwarzen ins Gesicht geschrieben. Verantwortlich war die US-Firma «Nigger Head Brand», die auf Streichholzschachteln für ... ... ihre Dosen-Austern warb. Nach diversen Protesten von Schwarzen ... ... benannte sich das Unternehmen aus Mississippi in «Negro Head Brand» um. Populär war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Restaurantkette «Coon Chicken Inn». Erstaunlicherweise waren die drei Restaurants der Kette nicht in den Süddstaaten sondern in den Bundesstaaten Utah, Washington und Oregon beheimatet. Das «Coon Chicken Inn» ... ... setzte ganz auf das Klischee des dicklippigen, servilen «Negers». Das erste Restaurant wurde 1925 in Salt Lake City, Utah, gegründet und bestand bis in die 1950er Jahre. Nach Seattle, Washington, 1929 bekam Portland, Oregon, 1930 eine Filiale. Im Bild: Das Joseph «King» Oliver Orchestra in Seattle. Die Kette war beliebt. Mit dem überdimensionierten «Negerkopf» liess sich die Kundschaft offenbar gerne ablichten. Erst Mitte der 60er Jahre wurden die Jim-Crow-Gesetze ad acta gelegt. Das Problem des Rassismus war damit aber nicht erledigt. Heute wird das Klischee des wilden Schwarzen subtiler bedient, wie dieses Cover der US-Zeitschrift «Vogue» (rechts) verdeutlicht. Comic des umstrittenen Zeichners Robert Crumb von 1993: «Wenn die Nigger Amerika übernehmen», wird gemordet und vergewaltigt. Präsidentschaftswahlkampf 2008: Barack Obama wird als Affe verunglimpft. 4000 von 9000 Ausstellungsstücken kommen aus David Pilgrams privater Sammlung. Der Soziologe sagte, er sei froh, .... ... dass er die Sujets als Familienvater nicht mehr im Haus verwahren muss. Das «Jim Crow Museum» ist an der Ferris State University in Big Rapids, Michigan, beheimatet.>

Der Artikel:

<von P. Dahm
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Er sammelt, was er hasst: Seit den 70ern fahndet David Pilgram nach rassistischen Objekten. Seine Kollektion giftigen Gedankenguts präsentiert der schwarze Soziologe nun in einem US-Museum.

«Ihre Sammlungen geben den meisten Sammlern ein beruhigendes Gefühl. Ich habe meine gehasst und war erleichtert, als sie nicht mehr in meinem Haus war», schreibt David Pilgram auf «seiner» Website. Kein Wunder, denn das Forschungsgebiet des Afro-Amerikaners ist Rassismus. «Meine kleinen Kinder streiften durch den Keller und spielten mit ‹Papas Puppen› - zwei Puppen in voller Ku-Klux-Clan-Montur.» Der Soziologe wird am 26. April in Big Rapids in Massachusetts das «Jim Crow Museum of Racist Momorabilia» (siehe Infobox rechts) eröffnen.

Zu den 9000 Ausstellungsstücken hat er selbst rund 4000 beigesteuert. «Ich bin ein Müllsammler. Rassisten-Müll», beschreibt Pilgram. Anfang der 70er kaufte er in seiner Heimat Mobile, Alabama, erstmals fragwürdige «Kunst». Das Sujet war die «Mammy», die dicke, schwarze Hausfrau. «Ich war 12 oder 13. Der Gegenstand war klein, vielleicht ein Mammy-Salzstreuer. Nachdem ich bezahlt hatte, warf ich ihn auf den Boden und zerschmetterte ihn. Es war kein politischer Akt. Ich hasste es einfach.»

Tinte als «Neger-Milch»

Pilgram findet seither ständig rassistische Ware - wie das New Yorker Puzzle von 1874, das «Zerschnittene Nigger» heisst. Oder das Kartenspiel «72 Party-Tricks in Bildern» von 1930, das auffordert: «Spielen sie die Emotionen nach, die ein farbiger Junge beim Essen einer Wassermelone empfindet.» Es bleibt nicht bei Verbal-Entgleisungen: «Es gibt Postkarten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die zeigen, wie Schwarze ausgepeitscht werden oder tot von Bäumen baumeln. Postkarten oder Fotos von gelynchten Schwarzen werden bei eBay für jeweils 400 Dollar verkauft.»

1988 wird Pilgram in einem Antiquitätengeschäft in LaPorte, Indiana fündig. Eine Werbung in einer US-Zeitung zeigt 1916 ein schwarzes Kind, das aus einem Tintenfass trinkt. Darunter steht: «Nigger Milk». «Es war gerahmt und wurde für 20 Dollar verkauft. Der Verkäufer schrieb ‹Schwarzen-Bild› auf die Quittung. Ich sagte ihr, sie solle ‹Nigger-Milch-Bild› schreiben. ‹Wenn sie es verkaufen, müssen sie es beim Namen nennen›, sagte ich ihr. Sie lehnte das ab. Wir haben uns gestritten.» Inzwischen kaufe er seine Sammlerstücke meistens, ohne noch gross darüber zu reden.

«Es war eine Kammer des Schreckens»

Das Treffen mit einer schwarzen Antiquitätenhändlerin aus Indiana öffnet Pilgram anno 1991 die Augen. «Ich erzählte ihr von meiner Sammlung. Sie wirkte unbeeindruckt. Ich beschrieb, wie ich die rassistischen Objekte nutzen wollte, um über Rassismus aufzuklären. Sie war wieder nicht beeindruckt.» Schliesslich willigte die Frau ein, ihm versteckte Stücke zu zeigen, nachdem sie den Laden geschlossen hatte.

«Dort waren Hunderte, vielleicht Tausende von Objekten. Ich werde nie diese Gefühl vergessen, als ich ihre Sammlung sah. Es war Trauer. Eine dicke, kalte Trauer. Es war eine Kammer des Schreckens. Ich wollte weinen. Es war der Moment, in dem ich mich entschloss, das Museum zu gründen.» Die Frau hatte die meisten der Stücke in den 70ern und 80ern geschenkt bekommen, als die Weissen sich noch schämten, derartiges im Haus zu haben. Sie habe bloss gesagt: «Wir dürfen nicht vergessen, Baby.»

Barack Obama als Affe

Mit dem Civil Rights Act von 1964 endet formal die Rassentrennung und auch das Mammy-Klischee der dicken schwarzen Hausfrau ist bald Schnee von gestern. Doch das naive Kindermädchen von einst wurde einfach von der hypersexuellen schwarzen Abweichlerin ersetzt. Auch das Vorurteil des «faulen Feldarbeiters» existiert noch, so Pilgram. «Schwarze Sozialhilfebezieher werden als träge Parasiten gesehen.» Seit Jahrhunderten gebe es eine Angst vor gewalttätigen Schwarzen - insbesondere vor den jungen. Heute lebe sie durch «Portraits von Schwarzen als Verbrecher, als Gangster und als Bedrohung der Gesellschaft» in der Gesellschaft weiter.

Seit knapp 40 Jahren kämpft Pilgram gegen Rassismus. Mit der Eröffnung des «Jim Crow Museums» am 26. April hat er ein wichtiges Etappenziel erreicht. Der 1,3 Millionen Dollar teure Bau an der Ferris State University soll «Leute dazu bringen, tief in sich zu gehen», wünscht sich der Soziologe. Bedarf ist nach wie vor da. Das zeigen T-Shirts mit der Aufschrift «Obama 08», die einen Affen mit einer Banane zeigen. Oder die Shirts der Rassisten für die kommende Präsidentenwahl. Auf ihnen prangt: «Irgendein weisser Typ 2012».>

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n-tv online,
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25.4.2012: "US"-Army entlässt kritischen Soldaten

aus: n-tv online: MilitärUS-Soldat nach kritischen Obama-Kommentaren auf Facebook entlassen; 25.4.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/US-Soldat-nach-kritischen-Obama-Kommentaren-auf-Facebook-entlassen-article6116016.html

<Washington (dpa) - Nach kritischen Kommentaren über US-Präsident Barack Obama auf Facebook hat ein amerikanischer Unteroffizier seinen Posten im Militär verloren. Der Soldat Gary Stein werde «anders als ehrenhaft» aus der Marineinfanterie entlassen, weil er sich auf seiner Seite in dem sozialen Netzwerk mehrfach negativ über den Präsidenten ausgelassen habe, berichteten US-Medien. Stein nannte Obama einen Lügner und signalisierte, sich nicht an «illegale» Anweisungen des Oberbefehlshabers im Weißen Haus halten zu wollen.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Basler
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25.4.2012: CIA-Foltermethoden aus erster Hand beschrieben - sie wollten das Volk "schützen"

aus: Basler Zeitung online: Der Folterknecht, der das Volk schützen wollte; 25.4.2012;
http://bazonline.ch/ausland/amerika/Der-Folterknecht-der-das-Volk-schuetzen-wollte-/story/10526468

Buch von Jose Rodriguez: «Hard Measures: How Aggressive CIA Actions After 9/11 Saved American Lives»

<Als 2007 herauskam, dass die CIA Foltervideos zerstören liess, war die Empörung gross. Erstmals nimmt ein verantwortlicher Agent in seinen Memoiren Stellung zum Fall – und verteidigt die Geheimdienstmethoden.

Drei Jahre nach dem Folterskandal um das Gefängnis von Abu Ghraib stand die Antiterrorpolitik der USA im In- und Ausland mehr denn je unter der Beobachtung von Menschenrechtsorganisationen und der Politik. Dementsprechend gingen die Wogen hoch, als 2007 herauskam, dass die CIA eine Reihe von Videokassetten zerstört hatte, auf denen Agenten bei der Folter von Gefangenen zu sehen waren.

Angeordnet hatte die Zerstörung der Bänder Jose Rodriguez. Der Agent war zum damaligen Zeitpunkt Leiter des Verhörprogramms der CIA. In seinem Buch «Hard Measures: How Aggressive CIA Actions After 9/11 Saved American Lives» äussert sich Rodriguez nun erstmals zur Vernichtung des Videomaterials. Ihm sei es primär darum gegangen, Agenten zu schützen, welche durch eine mögliche Veröffentlichung der Bilder gefährdet worden wären, fasst die «Huffington Post» das Hauptargument von Rodriguez zusammen.

Schaden für Amerikas Image

Damit versucht der Ex-Agent, die Vorwürfe von Human Rights Watch und anderen Menschenrechtsorganisationen zu kontern. Diese warfen ihm 2007 vor, er wolle primär die Methoden und Brutalität des US-Geheimdienstes vertuschen. Die betreffenden Bänder wurden in einem geheimen CIA-Gefängnis in Thailand gefilmt. Sie zeigen offenbar, wie zwei Terrorverdächtige dem sogenannten Waterboarding – die Methode simuliert das Ertränken des Gefolterten – ausgesetzt werden.

Doch Rodriguez untergräbt seine Argumentationslinie, er habe mit der «Beseitigung hässlichen Bildmaterials» lediglich seine Agenten schützen wolle, laut der «Washington Post» gleich selber. Im gleichen Atemzug mit seiner Schutzverteidigung äussert er in seinen Memoiren nämlich auch seine Angst um den Ruf der USA. Wären die Aufnahmen von CIA-Agenten beim Waterboarding an die Öffentlichkeit gelangt, wäre der Propagandaschaden für das Image von Amerika besonders nach dem Skandal von Abu Ghraib immens gewesen, zitiert die Zeitung «Hard Measures». «Der Unterschied zwischen dem autorisierten, legalen, notwendigen und sicheren Programm der CIA und der hirnlosen Aktion gewisser Soldaten wäre in der Wucht der Bilder schlicht untergegangen», schreibt Jose Rodriguez.

Das Volk vor Anschlägen bewahrt

Der einstige CIA-Agent, seit 2008 im privaten Sektor tätig, macht somit auch keinen Hehl daraus, dass er Waterboarding und andere Foltermethoden für durchaus legitime Mittel der Informationsbeschaffung hält. «Ich bin mir sicher, dass diese Technik, welche vom Verteidigungsministerium abgesegnet worden war, das amerikanische Volk vor weiteren Anschlägen bewahrt hat und schliesslich auch zur Tötung Osama Bin Ladens geführt hat.»

So kritisiert Rodriguez in seinem Buch denn auch die Antiterrormassnahmen der Regierung Obama als wenig effektiv. Die CIA verlasse sich zu stark auf Aufklärungsdrohnen. Doch effektive Informationsbeschaffung könne nur betrieben werden, indem man Terroristen auch festnehme und verhöre, zitiert die «Huffington Post» Rodriguez.

Mit seiner Verteidigung von Verhörmethoden der CIA steht Jose Rodriguez bei weitem nicht allein da. Bereits der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney hielt in seiner Autobiografie an der «Funktionalität» des Waterboardings fest. Erscheinen wird «Hard Measures» denn auch im gleichen Verlag wie die Memoiren von Dick Cheney.

(kpn)>


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20 minuten
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"USA" 27.4.2012: Die Anarchie ist da: Plündern als Gruppenerlebnis

aus: 20 minuten online: Flashrob statt Flashmob: Der Mob plündert zum Plausch; 27.4.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/14766055

<Die USA werden derzeit von sogenannten Flashrobs heimgesucht. Gruppen von Jugendlichen stürmen Läden und klauen, was das Zeug hält. Den Besitzern bleibt nichts anderes übrig, als zuzuschauen.

Eine lustiges Massenphänomen wird böse: Flashmobbing wird von seinem eigenen Spin-Off Flashrobbing überschattet. Trafen sich bisher Leute zu spontanen Kissenschlachten, Tanzauftritten oder Lachanfällen, stürmen sie nun Geschäfte und rauben sie aus.

Wie diverse amerikanische Medien berichteten, funktionieren Flashrobs nach dem gleichen Prinzip wie Flashmobs. Die Jugendlichen organisieren sich meistens über Facebook oder Twitter. Der entscheidende Unterschied: Man kommt zum Klauen – statt zum Küssen, Herumliegen oder Stehenbleiben. Die Täter stürmen kleine Shops oder Kleiderläden und schnappen sich, was sie können. Die Aktion dauert meistens nicht mehr als eine halbe Minute. Die Ladenbesitzer haben der schieren Masse nichts entgegenzusetzen. Auch Überwachsungskameras scheinen die Diebe nicht abzuschrecken.

Einseitiges Täterprofil

Bei den Überwachungsaufnahmen fällt auf, dass es sich meist um junge Afro-Amerikaner handelt. Konservative Stimmen vermuteten dahinter schnell einen Aufstand der Schwarzen. Andere Medien wie Wired gehen hingegen von einem typischen Internet-Phänomen wie Planking aus. Dass es fast nie zu Übergriffen kam und die Täter auf den Videoaufnahmen aufgedreht und amüsiert wirken, deuten auch Experten als Suche nach Abenteuer: «Junge Menschen sind risikofreudig und wenn sie sich selber auf Überwachungsaufnahmen auf Youtube oder in den Nachrichten sehen, gibt ihnen das einen Kick», erklärte Scott Decker, Professor für Kriminologie gegenüber Fox News. Dass Flashrobber vor den Überwachungskameras posieren und Grimassen schneiden, spricht für diese These.

Die Strategie der Polizei scheint bisher daraus zu bestehen, den Medien Aufnahmen zuzuschanzen, in der Hoffnung, die Täter identifizieren zu können. Dabei scheint es gerade das zu sein, was die Flashrobber wollen.>


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Spiegel
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30.4.2012: Totale Internetkriminalität von google: W-Lan-Netze von google streetview ausspioniert

aus: Spiegel online: W-Lan-Mitschnitte: Entwickler ließ Street-View-Autos in Netzen schnüffeln; 30.4.2012;
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,830532,00.html

<Von Konrad Lischka

Es war kein Versehen: Ein Google-Mitarbeiter saugte mit Street-View-Autos systematisch Daten aus W-Lan-Netzen, um mit diesen Informationen andere Google-Dienste zu verbessern. Mehrere Kollegen wussten davon, wie aus einem Bericht der US-Aufsichtsbehörde FCC hervorgeht.

Es war mehr als Schlamperei: Vor knapp zwei Jahren, im Mai 2010 musste Google einräumen, dass seine Street-View-Kameraautos über Jahre hinweg auch sogenannte Nutzdaten in offen zugänglichen W-Lan-Funknetzen mitgeschnitten haben. Sprich: auch Fragmente versendeter E-Mails oder abgerufener Web-Seiten.

Damals sprach Google von einem "großen Fehler", in einem Firmenblog stellte Entwicklungschef Alan Eustace den Vorgang als Panne dar. Für andere Zwecke entwickelter Software-Code aus einem älteren Projekt sei auch für Street View verwendet worden, ohne dass die Konsequenzen aufgefallen seien. Nachdem der Fehler bemerkt wurde, habe man die Aufnahmen weltweit gestoppt.

Ziel: "andere Google-Dienste verbessern"

Es lief wohl doch etwas anders: Aus einem nun vorliegenden Bericht der US-Aufsichtsbehörde FCC geht hervor, dass ein Entwickler ganz bewusst Software, die Kommunikationsinhalte mitschneiden kann, für das Street-View-Projekt einsetzte. Im FCC-Bericht heißt es, Ingenieur X habe ein System zum Sammeln von W-Lan-Daten entwickelt, das auch unverschlüsselten Datenverkehr mitschnitt. Er dachte diese Informationen könnten "nützlich" sein, um "andere Google-Dienste zu verbessern".

Den Bericht hat Google veröffentlicht. In der von der FCC veröffentlichten Version sind ganze Absätze geschwärzt, in denen Google-Mitarbeiter über Firmeninterna berichten. Die US-Datenschutz-Organisationen Epic hatte mit juristischen Schritten bei Herausgabe einer weniger geschwärzten Version gedroht. Daraufhin veröffentlichte Google am Wochenende das Dokument in einer weitgehend lesbaren Fassung. Eine Sprecherin kommentierte: "Wir widersprechen einigen Aussagen in dem Dokument, stimmen aber dem Fazit der FCC zu: Wir haben nicht das Gesetz gebrochen."

In dem Bericht heißt es, auf Anfrage der FCC habe Google der Behörde mitgeteilt, die Software sei mit Absicht so entwickelt worden, dass Inhalte mitgeschnitten werden. Das geht auch aus Anmerkungen des Entwicklers X im Quelltext der Software hervor, den die FCC untersucht hat.

Diese Aktivitäten waren aber laut FCC-Bericht nie von Vorgesetzten angeordnet worden. Der FCC-Bericht zeichnet nicht das Bild eines bösen, auf Nutzerdaten um jeden Preis erpichten Konzerns. Der Bericht zeigt Google eher als schlampig arbeitende Firma, bei der eine kleine Zahl von Mitarbeitern ohne Verantwortungsbewusstsein großen Schaden anrichten kann.

Der Entwickler X hat dem Im FCC-Bericht zufolge mehrere Kollegen über seine Absichten und seine Software informiert. Doch offenbar hat keiner der Eingeweihten erkannt, wie problematisch das Vorgehen ist. Im Bericht heißt es, der Ingenieur habe beim für die Google-Suche verantwortlichen Team angefragt, ob sie Daten der Street-View-Wagen brauchen können. Er habe die Antwort erhalten, die Informationen seien nicht wertvoll.

Google-Mitarbeiter debattieren Surfverhalten in US-Stadt

Aus dem FCC-Dokument geht hervor, dass mehrere Google-Mitarbeiter sich per E-Mail über die gesammelten Informationen ausgetauscht haben. In einer E-Mail ist laut FCC von 32.000 gesammelten URLs die Rede. Es wird auch erwähnt, dass eine bestimmte URL in einer bestimmten US-Stadt zu einem bestimmten Zeitpunkt besonders oft aufgerufen worden sein soll.

Der FCC-Bericht dokumentiert Googles Versagen im wohl wichtigsten Bereich des Unternehmens: der Software-Entwicklung. Es ist eine Sache, mit einer Software zu experimentieren, die einem datenschutzrechtlich zumindest bedenklichen Zweck dient. Es ist etwas ganz anderes, diesen Code in Projekten zu nutzen, die Daten unwissender Dritter sammeln. Offenbar wurde die Software von Entwickler X vor dem Einsatz weder getestet, noch hat ein Verantwortlicher ihren Einsatz bemerkt. Laut dem FCC-Bericht sagte ein Gesprächspartner den Ermittlern, jeder Vollzeit-Entwickler bei Google könne den Code von Programmen verändern, er müsste aber zuvor die Zustimmung eines Projektmanagers einholen.

Eine Google-Sprecherin sagte der "New York Times", man habe im Unternehmen inzwischen "weit strengere" Kontrollen eingeführt.>

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Basler
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27.4.2012: Obamas Bodyguards als Fast-Mörder - so die Aussage einer brasilianischen Ex-Prostituierten

aus: Basler Zeitung online: Sexskandal um Obamas Leibwächter weitet sich auf drei Länder aus; 27.4.2012;
http://bazonline.ch/ausland/amerika/Sexskandal-um-Obamas-Leibwaechter-weitet-sich-auf-drei-Laender-aus/story/26969117

Texte der Bilderstrecke:

<1. Hat sich bei einer Auseinandersetzung mit drei Marines und einem zivilen Botschaftsangestellten in Brasilia am 29. Dezember 2011 verletzt: Romilda Aparecida Ferreira, anlässlich eines Interviews mit Reuters in Brasilia. (25. April 2012)

2.
Die Frau sagt, sie sei aus dem Van der Amerikaner gestossen worden und hingefallen. Der US-Botschaftswagen habe sie danach überfahren, was die US-Botschaft bestätigte: Romilda Aparecida Ferreira zeigt eine Narbe, die sie von dem Vorfall davontrug. (25. April 2012)

3.
Die Brasilianerin wurde von den Mitarbeitern der US-Marine und der Regierung mit schwer verletzter Lunge und einem gebrochenen Schlüsselbein liegen gelassen. (25. April 2012)

4.
Die brasilianische Justiz hat ein Verfahren eingeleitet wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung. Romilda Aparecida Ferreira reichte eine Zivilklage nach, um Schadenersatz zu fordern. Verhandlungen mit der US-Botschaft über eine Zahlung hätten nicht zum Ziel geführt. (25. April 2012)

5. Romilda Aparecida Ferreira hatte drei Jahre in dem Nachtclub in Brasilia als Tänzerin und Prostituierte gearbeitet. Sie will ihren Angaben zufolge nicht zurück. Stattdessen habe sie mit ihrem Ersparten eine Tierhandlung eröffnet. (25. April 2012) >

Der Artikel:

<Nach Brasilien soll der Secret Service auch in El Salvador und Argentinien Partys mit Prostituierten gefeiert haben. Ausserdem stehen Marines in Verdacht, in Brasilia eine Prostituierte beinahe getötet zu haben.

Gegen den wegen eines Sexskandals in die Schlagzeilen geratenen Secret Service gibt es neue Anschuldigungen. Es werden nun auch Vorwürfen nachgegangen, wonach Agenten 2011 in einer Strip-Bar in San Salvador mit Prostituierten gefeiert haben sollen. Die Männer sollen sehr viel Alkohol getrunken und gegen Bezahlung Sex mit Prostituierten gehabt haben, wie am Donnerstag aus dem Kongress in Washington verlautete. Der Voraustrupp war in El Salvador, um einen Besuch von US-Präsident Barack Obama Ende März vergangenen Jahres vorzubereiten.

Publik wurden die jüngsten Anschuldigungen durch ein TV-Interview eines nicht genannten US-Amerikaners, der mit den Agenten im Strip-Club gewesen sein will. Demnach sollen auch hochrangige Botschaftsmitarbeiter regelmässig dort verkehrt haben.

Strip-Clubs in Argentinien

Bei dem Verhalten der US-Agenten handelt es sich laut einem Bericht der «Washington Post» nicht um einzelne Ausrutscher. Anonyme Mitarbeiter des Secret Service nannten als Beispiel eine Reise des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires 2009. Auch damals hätten Mitglieder des Sicherheitsdispositivs spätnachts in Strip-Clubs gefeiert. Einer sagt es so: «Wenn man eine Handvoll Jungs ins Ausland mitnimmt, wo Frauen ihnen viel Aufmerksamkeit schenken, sind schlechte Sachen vorprogrammiert.»

Der ganze Sexskandal war ausgelöst worden, als kürzlich bekannt wurde, dass ein Voraustrupp von Präsident Obama Prostituierte in ein Hotel im kolumbianischen Cartagena gebracht hatte, wo die Männer zur Vorbereitung der Teilnahme von Obama am Amerika-Gipfel Mitte April waren. Neun Agenten verloren deswegen mittlerweile ihre Posten.

Brasilianerin klagt gegen US-Regierung

Zu einem gravierenden Vorfall ist es am vergangenen 29. Dezember in der brasilianischen Hauptstadt gekommen. Drei US-Marine-Infanteristen und ein ziviler Botschaftsangestellter hätten in einem Nachtclub in Brasilia Whiskey und Tequila getrunken, erzählt Romilda Aparecida Ferreira der Nachrichtenagentur Reuters. Sie und drei ihrer Freundinnen hätten sich zu den Männern gesellt. Bald habe man sich auf einen Preis für Sex geeinigt und sei aufgebrochen.

Auf dem Parkplatz vor dem Club ist es dann zu einem Streit gekommen. Was genau passierte, ist nicht klar. Ferreira sagt, ein Mann habe sie aus dem Wagen gestossen, sie sei umgefallen, habe sich den Kopf gestossen und sei ohnmächtig geworden. Als der Fahrer der amerikanischen Botschaft mit den Männern im Van zurücksetzte, überfuhr er die am Boden liegende Ferreira. Statt zu helfen, brausten die Amerikaner los. Ferreira trug eine punktierte Lunge und ein gebrochenes Schlüsselbein davon. Dieses ist gemäss Reuters immer noch geschwollen. Die 31-Jährige hat Narben.

Verhandlungen um Schadenersatz

Die brasilianische Justiz eröffnete ein Verfahren wegen Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung. Ferreira will nun ihrerseits klagen, wie gestern bekannt wurde. Ihr Anwalt Antonio Rodrigo Machado sagte der «Los Angeles Times»: «Wir verklagen die US-Botschaft, weil sie den Gebrauch eines Wagens autorisiert hat, der für einen Mordversuch gebraucht wurde.» Machado sagte der «Los Angeles Times» jedoch auch, die Amerikaner hätten seine Klientin nicht umbringen wollen, «aber sie nahmen das Risiko in Kauf, sie zu töten.»

Gemäss Reuters verlangt die Klägerin Schadenersatz für die Verletzungen, die medizinischen Kosten, den Einkommensausfall und das Trauma, das sie durch den Vorfall erlitten hat. Eine von der US-Botschaft angebotene Summe von rund 2000 Franken schlug Ferreira aus. Gemäss ihrem Anwalt habe man weiter verhandelt, ohne Erfolg. Deshalb sei man jetzt an die Öffentlichkeit gelangt.

Marines degradiert

Gegenüber Reuters hatte ein Sprecher der US-Botschaft in Brasilia gestern noch die Verhandlungen um eine Kompensationszahlung bestätigt, gegenüber der «Los Angeles Times» bestritt ein Botschaftsvertreter, dass Verhandlungen stattgefunden haben.

Die vier in den Vorfall involvierten Amerikaner haben Brasilien verlassen. US-Verteidigungsminister Leon Panetta sagte gestern während eines Besuchs in Brasilia, die Marines seien diszipliniert und degradiert worden. «Ich akzeptiere solches Verhalten nicht, wo immer es auf der Welt stattfindet. Und wenn es dennoch stattfindet, können Sie sicher sein, dass wir handeln und die Schuldigen bestrafen», versicherte Panetta. (rub, mit Material der sda)>

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Spiegel
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San Diego ("USA") 2.5.2012: 5 Tage lang wurde ein Verhafteter in einer Polizeizelle "vergessen"

aus: Spiegel online: Nach DrogenrazziaUS-Student fünf Tage in Zelle vergessen;
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,831041,00.html

<Fünf Tage eingesperrt in einer Zelle - ohne Wasser und Essen. So soll es einem amerikanischen Studenten ergangen sein, der bei einer Drogenrazzia in Gewahrsam genommen wurde. Die zuständige Behörde teile mit, es handele sich um ein Versehen.

Los Angeles - Ein kalifornischer Student ist laut amerikanischen Fernseh- und Zeitungsberichten fünf Tage lang in einer Untersuchungszelle vergessen worden. Der 23-jährige Mann sagte dem Sender NBC in San Diego, er sei ohne Essen und Wasser gewesen und habe in seiner Verzweiflung seinen Urin getrunken. Die Aufseher hätten seine Hilfeschreie und Tritte gegen die Zellentür ignoriert. Nach drei Tagen in der kleinen Zelle sei er "vollkommen durchgedreht". Der Vorfall werde untersucht, teilte die US-Drogenbehörde DEA dem Sender mit.

Der Student war am 21. April bei einer Drogenrazzia mit weiteren Verdächtigen in Gewahrsam genommen worden. Nach Behördenangaben wurde eine Person nach Vernehmungen freigelassen, sieben seien in ein Gefängnis gebracht worden.

Der 23-Jährige sei "versehentlich" in einer Zelle zurückgeblieben, zitierte die "Los Angeles Times" am Mittwoch aus einer Mitteilung der DEA. Erst fünf Tage später sei er dort entdeckt worden. Nach Angaben seines Anwalts musste der junge Mann mehrere Tage in der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt werden.

stk/dpa>


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Welt online,
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4.5.2012: "USA" besteuern ihre Schäfchen weltweit - und immer weniger Amis akzeptieren das und geben den "US"-Pass ab

aus: Welt online: Steuerrecht: Wenn der Besitz eines US-Passes zum Fluch wird; 4.5.2012;
http://www.welt.de/finanzen/article106261354/Wenn-der-Besitz-eines-US-Passes-zum-Fluch-wird.html

<Die USA sind das einzige Land, das seine Bürger weltweit besteuert, unabhängig von ihrem Wohnort. Deshalb flüchten immer mehr US-Bürger vor ihrem Fiskus durch Selbst-Ausbürgerung – gegen Extrasteuern.

Die Anzahl reicher US-Bürger, die ihren US-Pass freiwillig abgeben, hat sich in den vergangenen vier Jahren versiebenfacht. Losgetreten hat diese Entwicklung eine Welle von Ermittlungen zu Steuerflüchtigen durch die Finanzbehörden.

Rund 1780 Amerikaner im Ausland verzichteten vergangenes Jahr in US-Botschaften auf ihren Pass, während es noch im Jahr 2008 erst 235 waren. Diese Zahlen nennt Andy Sundberg von der Overseas American Academy in Genf.

Er beruft sich auf Daten vom US Federal Register, dem Amtsblatt der Vereinigten Staaten. Die Botschaft in Bern versetzte Personal, um den Rückstau an Anträgen abzuarbeiten.

Steuernzahlen unabhängig vom Wohnsitz

Die USA sind das einzige Land innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das seine Staatsbürger unabhängig von ihrem Wohnort besteuert.

Die jüngsten Anstrengungen der USA, geheimen Konten im Ausland auf die Schliche zu kommen, lassen die mehr als sechs Millionen im Ausland lebende Amerikaner nachdenken, ob sich das Halten eines US-Passes finanziell lohnt.

"Los ging es mit den Nachwehen von der UBS und anderen Nicht-US-Banken, die es bald als zu risikoreich empfanden, mit Amerikanern im Ausland zu tun zu haben", sagte Matthew Ledvina, ein US-Steueranwalt in Zürich.

Im Jahr 2009 hatte Washington der UBS vorgeworfen, US-Kunden bei der Steuerhinterziehung zu helfen. Gegen die Zahlung von 780 Millionen Dollar konnte der Branchenführer eine Strafverfolgung verhindern. Auch musste die UBS zugeben, Steuerhinterziehung unterstützt zu haben. Die Daten zu rund 4700 Konten wurden den US-Ermittlern zugänglich gemacht.

Ermittlungen gegen Credite Suisse

Am 15. Juli 2011 erklärte die Credit Suisse, sie sei Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen, bei denen es um grenzüberschreitende private Bankdienste gehe. Sechs Tage später wurde Anklage gegen sieben ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Bank erhoben.

Sie sollen Teil einer Verschwörung mit dem Ziel gewesen sein, US-Kunden durch geheime Konten bei der Steuerhinterziehung zu helfen. Wegelin & Co., die Schweizer Privatbank aus St. Gallen, war schließlich die erste Schweizer Bank, gegen die, im Februar, in den USA strafrechtliche Anklage erhoben wurde.

Die Anzahl der Menschen, die in der Schweiz auf ihre US-Staatsbürgerschaft verzichten, ist höher als anderswo. Das sagt Martin Naville, der Direktor der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer in Zürich. Nach dem UBS-Fall und den Ermittlungen der US-Behörden bei elf anderen Schweizer Finanzdienstleistern würden in der Schweiz lebende Amerikaner mit besonders strengen Nachforschungen des Fiskus rechnen.

Rückgabe des Passes ist einfach

Während einer zehn Minuten dauernden Zeremonie zur Abgabe der US-Staatsbürgerschaft in einer Kabine mit schusssicherem Glas fragen Mitarbeiter der US-Botschaft die Antragsteller, ob sie ihren Pass auch wirklich freiwillig abgeben und ob sie die Folgen dieser Entscheidung verstehen.

Geht alles glatt, zahlen die Antragsteller eine Gebühr von 450 Dollar – und sind fortan keine Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika mehr. Zudem müssen sie möglicherweise auch eine "Ausstiegssteuer" begleichen auf nicht realisierte Kapitalerträge. Das gilt dann, wenn ihr Vermögen die Summe von zwei Millionen Dollar übersteigt oder ihre durchschnittliche jährliche Steuerpflicht in den USA in den fünf vorangegangenen Jahren 151.000 Dollar überstieg.

Am Ende erhalten die Ex-US-Bürger ein Zertifikat. Es bestätigt, dass sie nicht länger Bürger des Landes sind und nicht länger die Dienste des Staates nutzen sowie den Schutz durch die amerikanische Regierung genießen können.

Die amerikanische Botschaft in Bern wollte auf Nachfrage von Bloomberg News keine Stellungnahme zum Thema abgeben. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington erklärte, ihr Haus veröffentlichte keine genauen Jahreszahlen. Sie sagte lediglich, dass "im Schnitt" etwa 1100 Menschen ihre amerikanische Staatsbürgerschaft abgeben.

Bloomberg>

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Financial
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7.5.2012: Verschuldete Studenten in den "USA" bleiben oft ein Leben lang auf ihren Schulden sitzen - Gesamtsumme 1000 Milliarden Dollar

aus: Financial Times Deutschland online: Agenda Bildungsbombe in den USA; 7.5.2012;
http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-bildungsbombe-in-den-usa/70032778.html

<Den USA droht die nächste Blase: Um die Studiengebühren zahlen zu können, müssen sich Amerikas Studenten hoch verschulden. Viele können die Kredite nicht zurückzahlen. Am Dienstag erreicht die Kreditsumme der Studentendarlehen die Schwelle von 1000 Mrd. Dollar. Amerika droht eine Generation an ein Leben in Armut zu verlieren.

von Kim Bode, New York und Marion Schmidt Hamburg

Es war in einer Mittagspause, als Sarah McDaniel Dyer beschloss, sich nicht weiter ihrem Schicksal hinzugeben. Mit ihrem Sandwich in der Hand saß die junge Frau im vergangenen Spätsommer am Rande des Zuccotti-Parks im New Yorker Finanzviertel und schaute auf das Lager der Protestbewegung Occupy. Der Blick der Assistenzprofessorin blieb am Themenplan hängen. Die diskutierten doch tatsächlich auch über ihr Problem, die Studienkreditschulden. In ihr flackerte Hoffnung auf: Vielleicht gibt es doch noch einen Ausweg?

"Oft habe ich einfach nur Angst", sagt die 26-Jährige. "Was, wenn ich meinen Job verliere?" Dann könnte sie die monatlichen 256 Dollar zur Tilgung ihres Studienkredits nicht mehr zahlen. Für Lebensmittel und Arztbesuche reizt sie ohnehin schon ihre Kreditkarten aus. Sarah bleibt keine andere Möglichkeit: "Die Zinsen sind zwar höher, aber hier kann ich wenigstens mit den Kartenunternehmen verhandeln. Und im Ernstfall Privatinsolvenz anmelden." Studienkreditschulden bleiben. Bis ins Grab.

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Perverse "USA":

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Florida 11.5.2012: 18 Monate altes Mädchen wird als "terrorverdächtig" definiert und muss das Flugzeug verlassen

aus: 20 minuten online: Aus Flugzeug geworfen: Mädchen, 18 Monate, terrorverdächtig; 11.5.2012;
http://www.20min.ch/ausland/dossier/alkaida/story/Maedchen--18-Monate--terrorverdaechtig-13906592

<Eine Reise mit dem Flugzeug endete für ein kleines Mädchen vorzeitig. Weil ihr Name angeblich auf einer US-Terrorliste stand, musste sie die Maschine verlassen.

Im Kampf gegen den Terror stehen vor allem Angriffe auf oder mit Flugzeugen im Zentrum der amerikanischen Bemühungen. Die Al-Kaida hat sich wiederholt für die Nutzung der Riesenvögel stark gemacht. Jüngst konnte ein Anschlag auf eine Maschine im Jemen nur dank eines verdeckten Ermittlers unterbunden werden. Dass aber nicht jede Massnahme gegen die Feinde die Richtigen trifft, zeigt folgendes Beispiel:

Ein 18 Monate altes Mädchen hat in Florida ein Flugzeug vor dem Start wieder verlassen müssen, weil Beschäftigte der Gesellschaft JetBlue seinen Namen auf der US-Terrorliste vermuteten. Ein JetBlue-Angestellter sagte der mitreisenden Familie des Mädchens, das Kleinkind stehe auf der Liste mutmasslicher Terroristen, die von US-Fluggesellschaften abgewiesen werden müssen.

Die Eltern der Kleinen erklärten dem Fernsehsender WPBF, sie vermuteten, dass ihre Herkunft aus dem Nahen Osten und die Verschleierung der Mutter die Fluglinie zu dem Schritt veranlassten. JetBlue machte am Donnerstag eine Computerpanne für den Fehler verantwortlich. Die Angestellten hätten sich korrekt verhalten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA erklärte, das Mädchen habe nie auf der Liste gestanden. Die Familie hätte am Dienstag schliesslich wieder an Bord des Flugs nach New Jersey gehen dürfen. Sie verzichtete aber darauf.

(aeg/dapd)>

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Perverse "USA":

20 minuten
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11.5.2012: <«Totaler Krieg»: US-Offizier lehrt den Massenmord an Moslems>

aus: 20 minuten online; 11.5.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/US-Offizier-lehrt-den-Massenmord-an-Moslems-10480773

<Am Joint Forces Staff College in Norfolk hat ein offizier der US-Armee den Krieg gegen den Islam propagiert. Seine Vorschläge und Inhalte liessen die Militärführung einschreiten.

Ein US-Offizier hat nach Informationen des Magazins «Wired» in Lehrstunden für Soldaten Massenmorde an Muslimen ins Auge gefasst. In einer Präsentation am Joint Forces Staff College in Norfolk (Virgina), die das Magazin im Internet veröffentlichte, ist von einem «totalen Krieg» gegen Muslime die Rede. Die Militärführung reagierte mit Entsetzen.

Zwar räumt der ausbildende Oberstleutnant in der Präsentation vom vergangenen Sommer selbst ein, dass solche Überlegungen «in den Augen vieler, sowohl innerhalb der USA als auch ausserhalb, nicht «politisch korrekt»» seien.

Dennoch führt er Möglichkeiten an, wonach etwa «Saudi-Arabien mit einer Hungersnot gedroht» und die heiligen Städte Mekka und Medina zerstört werden könnten.

Ausdrücklich werden die Bombardierung Dresdens sowie die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki als «Modell» erwähnt. Die Genfer Konventionen seien angesichts des Vorgehens islamistischer Terroristen nicht mehr relevant. «Dies würde erneut die Option eröffnen, den Krieg auf zivile Bevölkerung zu richten, wo immer dies notwendig ist», hiess es.

Darstellung scharf verurteilt

Generalstabschef Martin Dempsey verurteilte die Darstellung auf das Schärfste. «Das war vollkommen verwerflich, gegen unsere Werte.» Zudem sei ein solches Modell «akademisch unverantwortlich», sagte er am Donnerstag (Ortszeit).

Er habe davon durch einen Studenten erfahren, der daran Anstoss genommen habe. Der Ausbilder lehre nicht mehr. Zudem werde untersucht, wie es dazu kommen konnte und wie solche Auswüchse vermieden werden könnten.

In den vergangenen Monaten hatten US-Soldaten mehrere Skandale in Afghanistan ausgelöst. Unter anderem hatten Soldaten auf Fotos mit Leichen von Aufständischen posiert. Bereits im Januar war ein Video aufgetaucht, auf dem amerikanische Soldaten auf tote Taliban-Kämpfer urinierten.

Im Februar waren auf einer US-Basis Koranexemplare verbrannt worden. Ein US-Soldat ist derzeit angeklagt, bei einem Massaker im März 17 afghanische Zivilisten ermordet zu haben.

(sda)>

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Spiegel
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18.5.2012: <USA: Terrorverdächtige dürfen weiter unbegrenzt festgehalten werden> - die kriminellen "USA" wollen weiter ihre Gefängnisse füllen - mit 238 gegen 182 Stimmen - die "USA" sind "im Krieg"

aus: Spiegel online; 18.5.2012;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/unbegrenztes-festhalten-von-terrorverdaechtigen-in-usa-weiter-moeglich-a-833920.html

<Dürfen in den USA festgenommene Terrorverdächtige auch weiterhin auf unbestimmte Zeit in Militärgefängnissen festgehalten werden? Ja, entschied das Repräsentantenhaus und schmetterte einen Antrag auf Gesetzesänderung ab. Er war dank einer ungewöhnlichen Allianz zustandegekommen.

W
ashington - In einem Leitartikel für das Magazin "Politico" legten zwei Politiker am Donnerstag ihre Argumente dar: Die US-Regierung könne Bürger nicht ohne eine Beschuldigung mit konkreten Vergehen und ohne Beweise für ihre Schuld in Gefängnissen festhalten. Ihr entsprechender Antrag auf eine Gesetzesänderung wurde jedoch einen Tag später im Repräsentantenhaus abgelehnt. Am Ende standen 238 gegen 182 Stimmen.

Geht man von den beiden Verfassern des Artikels aus, hätten die Chancen eigentlich recht gut stehen müssen, handelt es sich doch um politische Konkurrenten. Der Demokrat Adam Smith und der Republikaner Justin Amash hatten sich gemeinsam für die Gesetzesänderung eingesetzt. Gescheitert sind sie letzten Endes an der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus.

Die Republikaner argumentierten, dass eine Gesetzesänderung ausländischen Terroristen nur zusätzliche Rechte einräumen würde. "Wir müssen uns klar machen, dass wir im Krieg sind", sagte Republikaner Allen West, "und nicht bei einer Polizeiübung".

Anders sahen das die Demokraten: "Ich bin enttäuscht, dass die Republikaner in der Kammer sich nicht der großen Mehrheit der Demokraten angeschlossen haben, die diese Änderung unterstützen, die die Politik des Strafvollzugs wieder mit der amerikanischen Verfassung in Einklang bringen sollte", sagte die Vorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi.

aar/Reuters/AP

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Welt online,
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23.5.2012: <Koks, Heroin, Sex: Das geballte Elend im Armenhaus Amerikas> - immer mehr Städte verelenden und kriminelle Banden haben die Macht

aus: Welt online; 23.5.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article106366603/Das-geballte-Elend-im-Armenhaus-Amerikas.html

<Seit Jahren gilt Camden in New Jersey als einer der gefährlichsten Orte der USA. Längst haben Kriminelle in der gekippten Stadt das Kommando übernommen. Ein Niedergang, der vielen US-Städten droht.

Morgens ab neun wird Camden zur Krisenzone.

Wenn die Drogen-Dealer ausgeschlafen haben, übernehmen sie das Regiment in der Stadt. "Dann setzt nur noch einen Fuß vor die Tür, wer kein Auto hat", sagt Reverend Hayward Wiggins. "Die Leute haben Angst." Der Pfarrer weiß, die Menschen übertreiben nicht. Einst eine blühende Kleinstadt in New Jersey, ist der Ort am Delaware-Fluss zum Alptraum geworden.

Camden zählt nach Angaben der US-Bundespolizei FBI zu den kriminellsten und ärmsten Städten des Landes. Sie markiert einen Trend.

"Willkommen im Armenhaus Amerikas" sagt Wiggins. Der Pfarrer im Kirchenverband, Camden Churches Organized for People (CCOP), steht vor seinem Gotteshaus in der Hölle. "Gleich", prophezeit er, "geht es los." Im Viertel wimmelt es dann von dunklen Gestalten, die ihre Gesichter unter Kapuzen verbergen. Vor einer Fassade aus Ruinen und mit Brettern vernagelten Häusern warten die Dealer zwischen Prostituieren auf Kundschaft.

Straßenlampen brennen nicht mehr

Die Straßenlampen haben keine Birnen mehr. Aus ausgehöhlten Telefonhäuschen hängen blanke Kabel. Jedes zweite Wohnhaus steht leer. "Koks, Heroin, Sex – hier ist alles zu haben", weiß Wiggins und kickt eine gebrauchte Spritze vom Kirchen-Eingang in die Stille. "Alles, nur keine Jobs." Mit einer Arbeitslosenquote von annähernd 17 Prozent zählt Camden zu den Spitzenreitern des Landes. Mehr als die Hälfte der 80 000 Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Die Schlangen vor dem Sozialamt werden länger, hinter den Schaltern wird es dünner. Fast 40 Prozent der Bewohner aus dem Großraum Camden beziehen regelmäßig Lebensmittelhilfe, erklärt ein Mitarbeiter des Amts. "Wir haben seit fünf Jahren Tausende neuer Bewerber", stöhnt er.

"Doch gleichzeitig haben wir immer weniger Kollegen, um die Anträge zu bearbeiten." Wegen leerer Kassen setzte Bürgermeisterin Dana Redd sogar die Hälfte der Polizisten sowie ein Drittel der Feuerwehrmänner auf die Straße. "An dem Tag trugen die Dealer T-Shirts mit der Aufschrift:"Jetzt ist unsere Zeit"", sagt Mary, eine junge Frau vor einem Geschäft. "Sie sind in der Mehrheit - und sie haben Waffen."

Todesopfer sind immer jünger

49 Schussopfer waren es 2011. Eines der ersten dieses Frühjahrs war die 20-jährige Anjana Williams. Eine Gang überfiel den Imbiss, in dem sie gerade ihr Mittagessen holen wollte. Eine Kugel landete in ihrem Bauch. "Die Menschen, die ich beerdige, werden immer jünger", erklärt Wiggins traurig.

Doch der 54-Jährige, der in Camden aufwuchs, gibt die Stadt nicht auf. Ihn nährt die Hoffnung, dass sie eines Tages wieder der blühende Ort wird, den er aus seiner Kindheit kennt. "Wir spielten angstfrei in grünen Parks, Arm und Reich lebte nebeneinander."

Die Suppenfirma Campbell war damals Top-Arbeitgeber in der Stadt vis-a-vis von Philadelphia. Die rot-weiße Dose aus Camden wurde zur US-Ikone weltweit. Dann verlegte die Firma ihre Abfüllanlagen nach Texas.

Auch die Plattenfirma RCA Victor, Reedereien und Hafenanlagen, die Camden zu einem Hort des Mittelstands gemacht hatten, verschwanden. Den Rest besorgten Rassenunruhen, Drogen und schließlich die Rezession.

Die Stadt ist längst gekippt

Läden schlossen. Häuser verfielen oder wurden billig verschleudert. "Das Bild der Bewohner änderte sich", so Wiggins. "Die Stadt kippte."

Mit Häuser- und Jugendprojekten kämpfen Kirchenorganisationen wie die CCOP gegen den Verfall der Stadt an. "Doch es ist schwer, jungen Leuten Hoffnung auf eine Zukunft zu machen", so Wiggins.

Weniger als die Hälfte beenden die Schule. "Viele wollen mit Drogen schnelles Geld machen, um der Trostlosigkeit zu entfliehen."

Camden, so warnen Soziologen, ist Paradebeispiel für einen US-Trend. Mit der Kluft zwischen Arm und Reich wachse die Ghettoisierung Amerikas, so eine Studie der Universität Stanford. "Mit der wachsenden Einkommensschere in den letzten vier Jahrzehnten, gibt es auch immer weniger Nebeneinander von Gut- und Niedrigverdienern", so der Bericht. Immer mehr Menschen aus der Mittelschicht rutschen in Elendsviertel ab.

Es gibt viele Elendsviertel in den USA

Viele Städte haben sich nicht von der Wirtschaftskrise erholt. Eine Untersuchung des US-Städtetags zu Hunger und Obdachlosigkeit im Jahr 2011 ergab, dass in fast allen 29 untersuchten Metropolen seit September 2010 die Nachfrage nach Lebensmittel-Beihilfen stieg.

Auch ein Dach über dem Kopf fehlt immer mehr US-Bürgern. In zahlreichen Metropolen boomen bereits Zeltstädte.

"Es gibt Elendsviertel in vielen amerikanischen Großstädten", so Reverend Wiggins. Aber in Camden balle sich alles Elend auf knapp 25 Quadratkilometern. Der Geistliche gibt nicht auf. "Wir versuchen, diese Entwicklung aufzuhalten", sagt er. "Aber das ist ein Kraftakt - etwa so, als wolle einer einen Ozean in eine andere Richtung lenken."

dpa/pku>

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Und die folgende Meldung entspricht der Arbeit der dummen Geheimdienste: Sie wollen wissen, wer wo in der Bar und im Club sitzt. Grausamer kann man nicht mehr überwachen:

Der
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27.5.2012: Präsident Obama lässt nun auch das Nachtleben überwachen: Kameras zur Personenerkennung in Bars

aus: Der Standard online: Nachtleben: Automatische Gesichtserkennung in US-Bars; 27.5.2012;
http://derstandard.at/1336696920642/Nachtleben-Automatische-Gesichtserkennung-in-US-Bars

<Ein neuer Einblick ins Nachtleben.

Mit "SceneTap" wird ungefähres Alter und Geschlecht von Bar-Besuchern erfasst.

"SceneTap"-Kameras erfassen Besucher bestimmter Bars in Chicago, Austin und anderen US-Städten. Am Freitag kommen zwei Dutzend Lokale in San Francisco hinzu. Anhand der Bilder werden die Gesichtszüge der Besucher sofort automatisch ausgewertet. Betreiber des Systems ist die texanische Firma SceneTap. Sie verspricht, dass die Auswertung anonym ist und nicht langfristig gespeichert wird.

Geschlecht und Alter

Das System versucht neben der Zahl der Gäste deren Geschlecht und ungefähres Alter zu erkennen. Diese Information kann online abgerufen werden. Daran sollen Vergnügungswillige erkennen, an welcher Location Füllungsgrad, Altersschnitt und Geschlechtsverteilung ihren Wünschen entsprechen. Dann können sie diese Aufreißzone gezielt ansteuern. Passende Apps gibt es für Android und iOS.

Analyse von Werbewirkung

Lokalbetreiber sollen zudem herausfinden können, welche Werbe- und Rabattmaßnahmen welche Kundschaft anlocken. Die Technologie funktioniert natürlich auch in anderen Räumlichkeiten, wie zum Beispiel Einkaufszentren, Sportstätten, Friedhöfen oder zur Analyse von Demonstrationszügen.

Marketing- und Überwachungsstrategen brüten sicher schon über neuen Anwendungsideen. Vorerst wirbt SceneTap aber mit dem "Neuen Einblick ins Nachtleben." (dajs, derStandard.at, 27.5.2012)

Link

SceneTap>

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20 minuten
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8.6.2012: Die Armee von "Präsident" Obama: "USA"=Selbstmordland, Missbrauchsland, Alkoholland

aus: 20 minuten online: Mehr Tote als im Kampf: Jeden Tag nimmt sich ein US-Soldat das Leben; 8.6.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Jeden-Tag-nimmt-sich-ein-US-Soldat-das-Leben-17143807

<Die Selbstmordrate in der amerikanischen Armee ist rapide angestiegen. Auch sexuelle Übergriffe und Alkoholmissbrauch kommen immer häufiger vor. Die Gründe sind vielfältig.

Nahezu täglich nimmt sich irgendwo auf der Welt ein amerikanischer Soldat das Leben. Damit ist die Selbstmordrate im US-Militär dieses Jahr so stark angestiegen wie niemals zuvor in den vergangenen zehn Jahren.

Experten sehen verschiedene Gründe dafür: Kampfeinsätze, posttraumatischer Stress, Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente und persönliche finanzielle Probleme sind einige davon. Auch sexuelle Übergriffe, Alkoholmissbrauch und häusliche Gewalt kommen unter US-Soldaten im aktiven Dienst immer häufiger vor, wie aus Statistiken des Pentagons hervorgeht.

Weil die Selbstmordrate in den vergangenen beiden Jahren rückläufig war, zeigte sich das US-Verteidigungsministerium überrascht. Jackie Garrick, Leiterin der neu eingerichteten Abteilung für Selbstmordprävention, sagte am Donnerstag, die jüngsten Zahlen seien besorgniserregend, denn das Pentagon habe mit weitaus weniger Suiziden gerechnet.

Weniger Soldaten im Kampf getötet

In den ersten 155 Tagen dieses Jahres nahmen sich 154 Soldaten das Leben. Das entspricht einem Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Basierend auf der Entwicklung von 2001 bis 2011 hatte das Pentagon für den Zeitraum vom 1. Januar bis 3. Juni mit 136,2 Selbstmorden gerechnet.

Von Januar bis Mai nahmen sich 25 Prozent mehr US-Soldaten das Leben als vor zwei Jahren. Im Vergleich zu 2009, dem Jahr mit der bislang höchsten Selbstmordrate auf Jahressicht, liegt der Anstieg bei immerhin 16 Prozent.

Damit starben insgesamt mehr US-Soldaten durch die eigene Hand als bei Kämpfen in Afghanistan in der Vergangenheit, die Jahre 2008 und 2009 mitgerechnet. In die Statistiken eingeflossen sind nur die Selbstmorde von Soldaten im aktiven Dienst, Selbstmorde von Veteranen wurden nicht berücksichtigt.

Aus den Daten geht hervor, dass Soldaten mit mehreren Kampfeinsätzen stärker selbstmordgefährdet sind. Zudem ist unter US-Soldaten die Ansicht weitverbreitet, dass jegliches Ersuchen um Hilfe als Zeichen der Schwäche ausgelegt wird und dem beruflichen Fortkommen schadet.

Schwäche nicht zeigen

Die Witwe eines Helikopterpiloten, der sich 2005 zwischen zwei Einsätzen im Irak erhängte, bestätigte dies. «Er hatte solche Angst davor, was die Leute über ihn denken könnten, wenn er um Hilfe bittet», sagte sie. Er habe gedacht, dass die anderen ihn für schwach oder einfach nicht Manns genug halten oder denken könnten, dass er sich vor dem Dienst drücken wolle. «Er litt an Kriegsverletzungen und Depressionen, die er jahrelang nicht behandeln liess. Darum ist er heute tot.»

(sda/dapd)>

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Der
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10.6.2012: "US"-Psychose: Die 377 überwachten Wörter im Internet im Sinne des "Heimatministeriums"

aus: Der Standard online:
http://derstandard.at/1338559066202/Ueberwachung-Schwein-und-Bruecke---Die-US-Liste-der-377-verdaechtigen-Begriffe

<"Schwein" und "Brücke" - Die US-Liste der 377 verdächtigen Begriffe. US-Ministerium durchforstet Netz nach Schlüsselwörtern - Kritiker sehen Spionagewerkzeug.

Das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten nutzt zur Überwachung von Kommunikation im Internet eine Liste mit 377 Schlagworten. So werden Internetforen, Blogs und E-Mail-Verkehr nach Begriffen wie "Flughafen", "Schwein", "Terror" oder "Symptome" durchforstet. Natürlich befinden sich auch weniger überraschende Schlüsselwörter wie "al-Qaida" oder "Dirty Bomb" unter den Verdächtigen.

Abteilung

Zuständig dafür ist die Abteilung Social Networking/Media Capability (SNMC), die zur Unterstützung des Department Homeland Security (DHS) bei Naturkatastrophen eingerichtet wurde. Ein Blick auf den Mikroblog Twitter, wo sich brisante und die Bevölkerung bewegende Themen in Windeseile verbreiten, würde hierfür allerdings auch reichen, wie Welt Online richtig feststellt.

Vermeintlicher Schutz

Während die sorgsam ausgearbeitete Liste vorgibt, dem Schutz der Bevölkerung zu dienen, sehen Kritiker in ihr ein Spionagewerkzeug. Die gesamte Liste mit allen 377 verdächtigen Begriffen ist auf Netzpolitik.org zu finden. (red, derStandard.at, 9.6.2012)>

Die Liste mit den 377 Schlüsselwörtern des Heimatschutzministeriums:

aus: http://netzpolitik.org/2012/377-schlusselbegriffe-des-us-heimatschutzministeriums-veroffentlicht/

<Department of Homeland Security (DHS)
Federal Emergency Management Agency (FEMA)
Coast Guard (USCG)
Customs and Border Protection (CBP)
Border Patrol
Secret Service (USSS)
National Operations Center (NOC)
Homeland Defense
Immigration Customs Enforcement (ICE)
Agent
Task Force
Central Intelligence Agency (CIA)
Fusion Center
Drug Enforcement Agency (DEA)
Secure Border Initiative (SBI)
Federal Bureau of Investigation (FBI)
Alcohol Tobacco and Firearms (ATF)
U.S. Citizenship and Immigration Services (CIS)
Federal Air Marshal Service (FAMS)
Transportation Security Administration (TSA)
Air Marshal
Federal Aviation Administration (FAA)
National Guard
Red Cross
United Nations (UN)
Assassination
Attack
Domestic security
Drill
Exercise
Cops
Law enforcement
Authorities
Disaster assistance
Disaster management
DNDO (Domestic Nuclear Detection Office)
National preparedness
Mitigation
Prevention
Response
Recovery
Dirty bomb
Domestic nuclear detection
Emergency management
Emergency response
First responder
Homeland security
Maritime domain awareness (MDA)
National preparedness initiative
Militia Shooting
Shots fired
Evacuation
Deaths
Hostage
Explosion (explosive)
Police
Disaster medical assistance team (DMAT)
Organized crime
Gangs
National security
State of emergency
Security
Breach
Threat
Standoff
SWAT
Screening
Lockdown
Bomb (squad or threat)
Crash
Looting
Riot
Emergency
Landing
Pipe bomb
Incident
Facility
Hazmat
Nuclear
Chemical spill
Suspicious package/device
Toxic
National laboratory
Nuclear facility
Nuclear threat
Cloud
Plume
Radiation
Radioactive
Leak
Biological infection (or event)
Chemical
Chemical burn
Biological
Epidemic
Hazardous
Hazardous material incident
Industrial spill
Infection
Powder (white)
Gas
Spillover
Anthrax
Blister agent
Chemical agent
Exposure
Burn
Nerve agent
Ricin
Sarin
North Korea
Outbreak
Contamination
Exposure
Virus
Evacuation
Bacteria
Recall
Ebola
Food Poisoning
Foot and Mouth (FMD)
H5N1
Avian
Flu
Salmonella
Small Pox
Plague
Human to human
Human to Animal
Influenza
Center for Disease Control (CDC)
Drug Administration (FDA)
Public Health
Toxic Agro
Terror Tuberculosis (TB)
Agriculture
Listeria
Symptoms
Mutation
Resistant
Antiviral
Wave
Pandemic
Infection
Water/air borne
Sick
Swine
Pork
Strain
Quarantine
H1N1
Vaccine
Tamiflu
Norvo Virus
Epidemic
World Health Organization (WHO) (and components)
Viral Hemorrhagic Fever
E. Coli
Infrastructure security
Airport
CIKR (Critical Infrastructure & Key Resources)
AMTRAK
Collapse
Computer infrastructure
Communications infrastructure
Telecommunications
Critical infrastructure
National infrastructure
Metro
WMATA
Airplane (and derivatives)
Chemical fire
Subway
BART
MARTA
Port Authority
NBIC (National Biosurveillance Integration Center)
Transportation security
Grid
Power
Smart
Body scanner
Electric
Failure or outage
Black out
Brown out
Port
Dock
Bridge
Cancelled
Delays
Service disruption
Power lines
Drug cartel
Violence
Gang
Drug
Narcotics
Cocaine
Marijuana
Heroin
Border
Mexico
Cartel
Southwest
Juarez
Sinaloa
Tijuana
Torreon
Yuma
Tucson
Decapitated
U.S. Consulate
Consular
El Paso
Fort Hancock
San Diego
Ciudad Juarez
Nogales
Sonora
Colombia
Mara salvatrucha
MS13 or MS-13
Drug war
Mexican army
Methamphetamine
Cartel de Golfo
Gulf Cartel
La Familia
Reynosa
Nuevo Leon
Narcos
Narco banners (Spanish equivalents)
Los Zetas
Shootout
Execution
Gunfight
Trafficking
Kidnap
Calderon
Reyosa
Bust
Tamaulipas
Meth Lab
Drug trade
Illegal immigrants
Smuggling (smugglers)
Matamoros
Michoacana
Guzman
Arellano-Felix
Beltran-Leyva
Barrio Azteca
Artistic Assassins
Mexicles
New Federation
Terrorism
Al Qaeda (all spellings)
Terror
Attack
Iraq
Afghanistan
Iran
Pakistan
Agro
Environmental terrorist
Eco terrorism
Conventional weapon
Target
Weapons grade
Dirty bomb
Enriched
Nuclear
Chemical weapon
Biological weapon
Ammonium nitrate
Improvised explosive device
IED (Improvised Explosive Device)
Abu Sayyaf
Hamas
FARC (Armed Revolutionary Forces Colombia)
IRA (Irish Republican Army)
ETA (Euskadi ta Askatasuna)
Basque Separatists
Hezbollah
Tamil Tigers
PLF (Palestine Liberation Front)
PLO (Palestine Liberation Organization
Car bomb
Jihad
Taliban
Weapons cache
Suicide bomber
Suicide attack
Suspicious substance
AQAP (AL Qaeda Arabian Peninsula)
AQIM (Al Qaeda in the Islamic Maghreb)
TTP (Tehrik-i-Taliban Pakistan)
Yemen
Pirates
Extremism
Somalia
Nigeria
Radicals
Al-Shabaab
Home grown
Plot
Nationalist
Recruitment
Fundamentalism
Islamist
Emergency
Hurricane
Tornado
Twister
Tsunami
Earthquake
Tremor
Flood
Storm
Crest
Temblor
Extreme weather
Forest fire
Brush fire
Ice
Stranded/Stuck
Help
Hail
Wildfire
Tsunami Warning Center
Magnitude
Avalanche
Typhoon
Shelter-in-place
Disaster
Snow
Blizzard
Sleet
Mud slide or Mudslide
Erosion
Power outage
Brown out
Warning
Watch
Lightening
Aid
Relief
Closure
Interstate
Burst
Emergency Broadcast System
Cyber security
Botnet
DDOS (dedicated denial of service)
Denial of service
Malware
Virus
Trojan
Keylogger
Cyber Command
2600
Spammer
Phishing
Rootkit
Phreaking
Cain and abel
Brute forcing
Mysql injection
Cyber attack
Cyber terror
Hacker
China
Conficker
Worm
Scammers
Social media>

Kommentar

Die Psychose in den "USA" hat seit dem gefakten 11. September 2001 immer noch nicht aufgehört. Das ist schon bedenklich, und der IQ sinkt scheinbar statt dass er steigt...

Michael Palomino, 10.6.2012

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Der
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Massachusetts 13.6.2012: Fluchen bei Busse verboten in Middleborough

aus: Der Standard online: Massachusetts: Wer flucht, muss 20 Dollar zahlen; 13.6.2012;
http://derstandard.at/1338559450442/Usa-Massachusetts-Wer-flucht-muss-20-Dollar-zahlen

<Fluchen gilt in der US-Kleinstadt Middleborough von nun an als ordnungswidrig.

In der US-Kleinstadt Middleborough kann öffentliches Fluchen bestraft werden. Rechtskenner sehen die Meinungsfreiheit eingeschränkt

Fluchen kann in der US-Kleinstadt Middleborough im Bundesstaat Massachusetts teuer werden: Wer das F-Wort oder andere Schimpfwörter in der Öffentlichkeit laut benutzt, kann von nun an mit einer Strafe von 20 Dollar (rund 16 Euro) belegt werden.

Die Maßnahme gründet auf einer Idee von Mimi DuPhily, Ladenbesitzerin und ehemalige Stadträtin. Am Montag wurde der Vorschlag von der Gemeindeversammlung abgesegnet.

Vor allem Jugendliche würden in der 22.000-Einwohner-Stadt durch den aggressiven Gebrauch von Fluch- und Schimpfwörtern auffallen.

Beschränkung der Meinungsfreiheit

In der Verordnung ist nicht klar deklariert, welche Schimpfwörter verboten sind. Die Polizei kann entscheiden, welche sprachlichen Aussetzer sie mit einer Strafe belegt. Private Auseinandersetzung fallen nicht in diese Regelung. Man wolle damit nur gegen diejenigen vorgehen, die Unbeteiligte in der Öffentlichkeit beschimpfen, erklärt DuPhily.

Rechtlich ist die Verordnung aber nicht unumstritten: Rechtskenner sehen in ihr eine Beschränkung der Meinungsfreiheit, die in der Verfassung verankert ist. (Reuters/red, 13.6.2012)>

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Regierung Obama: Ich bin auch ein Hacker:

Der
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13.6.2012: "US"-Geheimpolitik sucht 10.000 Hacker für Computerspionage als "Sicherheitsexperten"

aus: Der Standard online: USA suchen 10.000 Hacker für Geheimdienste; 13.6.2012;
http://derstandard.at/1338559516031/Cyberwarfare-USA-suchen-10000-Hacker-fuer-Geheimdienst

<Neuer Bericht zeigt dringenden Bedarf an fähigen Sicherheitsexperten.

U.S. News & World Report, ein US-amerikanisches Online-Magazin, berichtet, dass amerikanische Geheimdienste nach Hackern suchen. Die NSA, die CIA und die US Army seien zu dem Schluss gekommen, dass Cybersecurity-Experten schwer zu finden sind. Mindestens 10.000 Experten werden laut dem Bericht gesucht. Und auch die Privatwirtschaft wird Anstrengungen unternehmen, um sich für einen Cyberkrieg zu rüsten.

Ohne Unterstützung der Unis

Universitäten waren bis jetzt dabei keine große Hilfe, denn sie wollen ihren Studenten das Ausnutzen von Sicherheitslücken nicht beibringen. Ein Sprecher der NSA meint, dass Studenten ihr Fach abschließen ohne jegliche Kenntnisse über einen so wichtigen Bestandteil in der heutigen Welt zu erlangen, der soeben im Wandel ist. Wer nach dem Studium zur NSA geht, muss erstmals die dazu wichtigen Fähigkeiten erlernen. Die Geheimdienste haben deshalb in der Vergangenheit immer öfters zu Hobby-Hackern greifen müssen. In Zukunft soll die NSA aber mit vier Universitäten eine Kooperation eingehen, die Cyber Security auf den Plan bringt. Nur wer den Background-Check besteht, darf ins Programm aufgenommen werden.

Hacker-Ausbildung bei der NSA

Der Direktor des Center for Strategic & International Studies sagte gegenüber "U.S. News", dass neben den Universitäten die Hacker-Communitys der beste Anlaufpunkt für fähige Sicherheitsmitarbeiter seien. Aber auch Ausbildung bieten die Geheimdienste an: So bildet die NSA seit längerer Zeit Mitarbeiter speziell dafür aus.

Sicherheitssysteme erschweren die Arbeit

Paradebeispiele gibt es viele. So hat Charlie Miller, ein iPhone-Hacker, einen Job bei der NSA bekommen, kündigte diesen jedoch fünf Jahre später, um bei einer Cybersecurity Firma anzufangen. Dort ist er mittlerweile in einer Führungsposition und gibt selbst zu, dass es schwer ist, Tester zu finden, die das System auf Sicherheitslücken untersuchen. Keiner davon kommt von einer Universität. Einer der Gründe, so Miller, sind die immer besseren Sicherheitsstandards. Die Schwierigkeit in gut geschützte Netzwerke einzudringen, steigt.

Legale Events als Anlaufplatz

Privatfirmen, vor allem aus dem Banken- und Sicherheitssektor, haben ebenfalls einen großes Bedarf an Hackern entwickelt. Vor allem für die Defensive. Aber wer hier die Defensive beherrscht, kann auch offensiv sein. (iw, derStandard.at, 13.6.2012)>

Kommentar: Kindisch...

Es ist eben wirklich kindisch, dass die "USA" nichts von Friedenspolitik versteht. Immer nur gegen alle anderen...

Michael Palomino, 13.6.2012

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Spiegel
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Washington 14.6.2012: <Menschenversuche: Opfer amerikanischer Syphilis-Experimente scheitern vor Gericht> - im Ausland von den "USA" Geschädigte haben kein Recht auf Entschädigung

aus: Spiegel online; 14.6.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/menschenversuche-klage-wegen-syphilis-experimenten-abgewiesen-a-838867.html

<US-Mediziner haben ahnungslose Patienten gezielt infiziert.

Amerikanische Mediziner haben in den vierziger Jahren in Guatemala mehr als 1300 Menschen bewusst mit Geschlechtskrankheiten angesteckt, um Penicillin zu erforschen. Ein Gericht hat die Klage der Opfer nun abgewiesen.

Washington - Ein amerikanischer Bundesrichter hat eine Klage von Menschen aus Guatemala abgewiesen, die in den vierziger Jahren zu Opfern US-amerikanischer Medizinexperimente wurden. US-Mediziner hatten in den vierziger Jahren in Guatemala Hunderte Menschen bewusst mit Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Tripper oder Weichem Schanker angesteckt, um Penicillin zu erforschen. Jüngst hat eine Ethikkommission diese Vorfälle untersucht. Sie berichtete von erschreckenden Details.

Die vorsätzliche Infektion von Häftlingen, Geisteskranken, Soldaten und Waisen zur Erprobung des damals noch neuen Penicillins seien zwar ein "zutiefst verstörendes Kapitel in unserer Geschichte", entschied Richter Reggie Walton am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Nach US-Bundesrecht könnten in den USA aber keine Ansprüche für Verletzungen geltend gemacht werden, die im Ausland zugefügt worden seien.

Die Experimente ohne Zustimmung der Betroffenen wurden erst 2009 von einem Medizinhistoriker in einem Archiv entdeckt. Präsident Barack Obama und andere Regierungsvertreter haben sich dafür öffentlich entschuldigt. Nach guatemaltekischen Angaben waren 2082 Personen betroffen. Die USA geben die Zahl mit 1308 an.

John Cutler, der die Experimente leitete, wirkte zudem am Tuskegee-Experiment mit. Bei der Studie im US-Bundesstaat Alabama, die bis 1972 lief, hielten Mediziner Hunderten mit Syphilis infizierten Afroamerikanern bewusst eine Behandlung vor. Cutler kann nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden. Er starb 2003, ohne sich jemals für seine Vergehen entschuldigt zu haben.

boj/dapd>

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n-tv
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16.6.2012: Nixon war ein absolut krimineller Präsident: <40 Jahre nach dem Skandal: Nixons Niedertracht übertraf Watergate>

aus: n-tv online; 16.6.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Nixons-Niedertracht-uebertraf-Watergate-article6501871.html

<Carl Bernstein (l.) und Bob Woodward bekamen für ihre Recherchen den Pulitzer-Preis.

von Issio Ehrich

Mit einem Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten beginnt am 17. Juni 1972, was bis heute als größte politische Affäre der jüngeren Geschichte der USA gilt: Watergate. Jahrzehnte später und um unzählige Indizien reicher greifen die Journalisten, die den Skandal einst aufdeckten, wieder zur Feder. Ihr Fazit: "Nixon war viel schlimmer als wir dachten."

In der Nacht des 17. Juni 1972 weckt ein Stück Klebestreifen die Aufmerksamkeit des Wachmanns Frank Willis. Es haftet über einem Türschloss des Watergate-Komplexes in Washington. Willis vermutet darin ein Zeichen für einen Einbruch. Doch tatsächlich ist jener Klebestreifen viel mehr. Er ist das erste Indiz für den größten politischen Skandal, den die Vereinigten Staaten in ihrer jüngeren Geschichte erlebten.

In jenem markanten Gebäude mit den weißen, geschwungenen Fassaden befindet sich die Wahlkampfzentrale der US-Demokraten. In den Büroräumen trifft die Polizei nicht auf Kleinkriminelle mit Skimasken. Sie nimmt fünf Männer in gepflegten Anzügen und Gummihandschuhen fest, die gerade dabei sind, Wanzen an den Arbeitsplätzen der Demokraten zu verstecken. Einer der Männer trägt einen Scheck über 25.000 Dollar in seiner Hosentasche - ausgestellt vom "Komitee zur Wiederwahl des Präsidenten". Der Präsident, das ist der Republikaner Richard Nixon.

Die Nachwuchs-Reporter der "Washington Post", Carl Bernstein und Bob Woodward, beginnen zu recherchieren. "Deep Throat", ein geheimer Informant, der sich später als FBI-Agent Mark Felt entpuppt, gibt ihnen den entscheidenden Tipp: "Folgt dem Geld!" Bernstein und Woodward folgen. Schnell sind sie sicher: Nixon persönlich zeichnet für die Spionageaktion verantwortlich: Die Watergate-Affäre ist geboren.

40 Jahre sind seitdem vergangen. Nixon trat wegen des Skandals 1974 als bislang einziger Präsident in der Geschichte der USA von seinem Amt zurück. Bernstein und Woodward gewannen für ihre Recherchen den Pulitzer-Preis. Und jetzt holen sie zum nächsten Schlag gegen den Republikaner aus. In einem Leitartikel in der "Washington Post" schreiben sie, dass ihre Berichte über den Einbruch in die Wahlkampfzentrale und die Verwicklung Nixons darin "nur eine flüchtiger Blick auf ein eigentlich viel größeres Übel waren". Die Journalisten unterstellen Nixon heute, das Weiße Haus in ein "kriminelles Unternehmen" verwandelt zu haben.

Nixons Feinde

Die jüngsten Recherchen von Bernstein und Woodward basieren vor allem auf den "Nixon-Tapes", Tonaufnahmen von Konferenzen und Telefongesprächen, die der Präsident in den Jahren von 1971 bis 1973 heimlich in seinen Regierungsbüros aufnehmen ließ, und die er im Zuge der Ermittlungen gegen ihn freigeben musste. Bänder, die die US-Amerikaner und die Presse immer wieder beschäftigen. Der Großteil der Aufzeichnungen, mehr als 2500 Stunden Material, ist heute für jedermann frei zugänglich.

Bernstein und Woodward schreiben nun: "In den fünfeinhalb Jahren seiner Präsidentschaft entfachte Nixon fünf aufeinanderfolgende Kriege." Die Journalisten werfen Nixon Feldzüge gegen die Anti-Vietnamkriegs-Bewegung, die Medien, ihre politischen Gegner, die Justiz und die Geschichtsschreibung vor.

Der Huston-Plan

Schon 1970, ein Jahr nach seinem Amtsantritt, wollte Nixon den sogenannten Huston-Plan umsetzen. Das Projekt von Tom Charles Huston, einem Berater des Weißen Hauses, sah vor, die Sicherheitsdienste vom FBI bis zum CIA mit mehr Rechten auszustatten. Sie sollten "heimische Sicherheitsrisiken", Vietnamkriegsgegner und Linksradikale, in höchstem Maße überwachen dürfen - von illegalen Abhörmethoden bis hin zu Einbrüchen in Wohnungen. Im vollen Umfang trat der Plan nie in Kraft, einzelne Methoden daraus aber sehr wohl.

So erinnern Bernstein and Woodward unter anderem an den Auftrag Nixons, in das Brookings Institut, eine liberale Denkfabrik, einzusteigen. In den "Nixon Tapes" ist zu hören, wie der Präsident immer wieder mit der Faust auf den Tisch schlägt, während er sagt: "Erledige das, räum auf." Später fügt er hinzu: "Brich ein und hol es raus!"

Die Klempner-Einheit

Derartige Methoden manifestierten sich auch bei Nixons Angriff auf die Medien. Mitarbeiter des Präsidenten gründeten eine Gruppe namens "Plumber-Unit" (Klempner-Einheit). Sie sollte verhindern, dass die Presse an vertrauliche Informationen gelangt. Ihre erste Mission zählt wohl zu den niederträchtigsten, die Nixon in Auftrag gab.

Die Klempner brachen in die Praxis des Psychiaters des investigativen Journalisten Daniel Ellsberg ein. In der Hoffnung, seine Glaubwürdigkeit zu zerstören, versuchten sie, kompromittierende Informationen über ihn zu erhaschen. Ellsberg hatte unter anderem die vertraulichen "Pentagon Papers" verbreitet, eine geheime Chronologie, die den Weg der USA in den Vietnamkrieg dokumentierte. Dass sie in der Presse erschienen, brachte Nixon nach Angaben der Reporter völlig in "Rage".

Mission "Gemstones"

Auf Nixons dritten Kriegsschauplatz, wie es Bernstein und Woodward nennen, kämpfte der Präsident gegen seine politischen Gegner. Im Jahr 1972 entstand im Weißen Haus die Mission "Gemstones" (Edelsteine). Ihr Ziel: Die Mitglieder der demokratischen Partei im Wahlkampf zu schwächen. Eine Million Dollar sollten nach der ersten Version des Plans unter anderem an Prostituierte fließen - mit dem Auftrag, führende Mitglieder der Demokraten zu ködern.

Doch der Ursprungsplan war nach heutigen Erkenntnissen wohl selbst Nixon und seinem Personal zu gewagt. Die Ausgaben für "Gemstones" schrumpften auf 250.000 Dollar und flossen "nur" an Einbrecher-Teams und in Form von Schmiergeld an käufliche Vertraute von demokratischen Spitzenpolitikern.

Bernstein und Woodward bezeichnen Nixons "Bereitschaft, das Gesetz zu Gunsten seines persönlichen Vorteils zu beugen und Schmutz über seine politischen Gegner zu Tage zu fördern", als Grundprinzip seiner Präsidentschaft. Der Einbruch in das Watergate-Gebäude war danach letztlich nur ein Mosaikstück in Nixons Kampf gegen die Demokraten.

Schweigegeld

Doch als dieses Mosaikstück an die Öffentlichkeit drang, sah sich Nixon gezwungen, den nächsten Kriegsschauplatz zu eröffnen: seine Schlacht mit der Justiz. Wer war der Auftraggeber? Was hat es mit dem 25.000 Dollar Scheck in der Tasche eines der Einbrecher auf sich? Ermittlungsbehörden hatten etliche Fragen an die fünf Einbrecher. Laut den früheren "Post"-Reportern setzte Nixon aber alles daran, sie zum Schweigen zu bringen und die Justiz auszutricksen. Bernstein und Woodward sprechen von mindestens einer Million Dollar Schweigegeld, die damals flossen. Auf einem der Tonbänder sagt Nixon: "Sie müssen bezahlt werden, so einfach ist das."

Auf einer weiteren Aufnahme beschwert sich Nixon darüber, das FBI in diesem Fall nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Mit einem Berater spricht er darüber, dem Geheimdienst CIA anzuweisen, die Ermittlungen des FBI mit dem Argument zu stoppen, dass es sich beim Watergate-Einbruch um eine Operation im Rahmen der "nationalen Sicherheit" handelt.

In der Arena

Letztlich werfen Bernstein und Woodward Nixon vor, seine Verantwortung für all diese Affären bis zu seinem Tod 1994 kleingeredet zu haben. Die Reporter zitieren in dem Artikel aus dem Buch des Präsidenten "In the Arena" (In der Arena). Er schreibe darin, dass einer der Tausend "Mythen" über Watergate die Schweigegeldzahlungen unter anderem an den "Klempner" Everette Howard Hunt waren. Doch Bernstein und Woodward gelingt es auch 40 Jahre nach ihrem großen Scoop, Nixon der Lüge zu überführen. Auf den "Nixon-Tapes" fanden die Reporter nach eigenen Angaben mindestens zwölf Passagen, in denen Nixon einen Mitarbeiter anweist, das Geld zu besorgen.

Angesichts all dieser Erkenntnisse, die keineswegs alle neu sind, aber in dieser gebündelten Form eine gänzlich neue Dichte der Ereignisse vermitteln, zeichnen die berühmten Journalisten ein zerstörendes Bild von Nixons Präsidentschaft. "Nixon hat das Weiße Haus in großen Teilen in ein kriminelles Unternehmen verwandelt", schreiben sie. "Nixon war viel schlimmer als wir dachten." Ein Eindruck, den die Tonbänder belegen.

Einer gegen alle

Doch die Tonbänder und etliche Dokumente aus seiner Präsidentschaft zeigen noch viel mehr als das tatsächliche Ausmaß von Nixons Krieg gegen die Grundsäulen der amerikanischen Demokratie. 40 Jahre nach Watergate lässt sich mit Leichtigkeit belegen, was Nixon zu seinen Taten antrieb. Er war zutiefst paranoid.

Nixon stammte aus einfachen Verhältnissen. Der Mann aus Yorba Linda in Kalifornien hatte sich seine politische Karriere hart erkämpfen müssen und fand sich trotz vieler Entbehrungen immer wieder dem Spott der elitären Kreise Washingtons ausgesetzt. Ihn überkam zusehends das Gefühl, nur von Feinden umgeben zu sein. Und das bezog der als "Kommunistenjäger" bekannte Nixon nicht nur auf die politische Linke. Ihn machte auch ein kruder Rassismus und Antisemitismus aus.

Allen Iren attestiert er in Aufnahmen "Gemeinheit", wenn sie trinken. Allen Juden eine "widerwärtige Persönlichkeit". Das bezeichnendste Zitat für seine Mentalität stammt aus einer Unterhaltung mit seinem nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger am 14. Dezember 1972. "Vergiss niemals", sagt Nixon zu Kissinger: "Die Presse ist der Feind, die Presse ist der Feind. Das Establishment ist der Feind, die Professoren sind der Feind, die Professoren sind der Feind. Schreib das 100 Mal an eine Tafel."

Seine Paranoia, sein Hass gegen Andersdenkende verleiteten Nixon dazu, bizarre Feindeslisten zu führen und fast alles daran zu setzen, die Männer und Frauen auf diesen Listen aus dem Weg zu räumen. Doch heute steht fest: Er verlor seine Kriege. Watergate und das System Nixon sind Dokumente der Niedertracht. In erster Linie demonstrieren sie jedoch die Stärke der amerikanischen Demokratie.

Quelle: n-tv.de>

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Mehr töten geht nicht:

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16.6.2012: "USA" entwickeln Gewehrkugel mit Korrekturfunktion fürs Ziel

aus: 20 minuten online: Smarte Patrone entwickelt: Lenkmunition fürs Sturmgewehr; 16.6.2012
http://www.20min.ch/panorama/news/story/Lenkmunition-fuers-Sturmgewehr-20856784

<In den USA ist eine Gewehrkugel entwickelt worden, die es in sich hat: Die Patrone findet ihre Ziel dank Lasertechnik – mit kleinen Rudern korrigiert sie wenn nötig ihre Flugbahn.

Die Sandia National Laboratories in Albuquerque haben eine lange Tradition: Es ist zusammen mit einem Labor in Los Alamos, ebenfalls in New Mexico, die Wiege des US-Atombombenprogramms. Heute gehört das Gelände zum Rüstungsriesen «Lockheed Martin» - und nach wie vor arbeiten dort Wissenschaftler an Innovationen für die Kriegsführung. Ihr neuster Coup: eine smarte Patrone.

"Lenkrakete" fürs Gewehr

Die selbstlenkende Geschosse können mit Laser markierte Ziele in zwei Kilometer Entfernung treffen, behaupten die Erfinder. «Wir haben eine vielversprechende Technologie entwickelt, mit der kleine Projektile gelenkt werden können. Sie könnte verglichen mit anderen Projekten kostengünstig und schnell umgesetzt werden», erklärt Wissenschaftler Red Jones in den «Sandia Lab News». Es gebe nur noch wenige technische Probleme, die aber schnell gelöst werden könnten.

Wie funktioniert diese «Lenkrakete» fürs Gewehr? Eine zehn Zentimeter lange Patrone wird an der Spitze mit einem optischen Sensor versehen, der das mit Laser markierte Ziel erfasst. Seine Informationen gibt er an einen 8-Bit-Chip weiter, der als Kontrollzentrum fungiert. Der Chip korrigiert die Flugbahn, indem er kleine Ruder am Ende der Patrone über elektromagnetischen Motoren einsetzt und so gegensteuert. Die Frequenz dabei ist 30 Hertz: «Das heisst, wir können pro Sekunde 30 mal korrigieren», so Jones.

Erste Tests erfolgreich

Erste Test im Computer liefen nicht nur erfolgreich, sondern hätten laut Jones zu «dramatischen Verbesserungen» geführt. Würde mit einen normalen Patrone auf ein 1000 Meter entferntes Ziel gefeuert, liege der Schütze rund neun Meter daneben. Mit der smarten Munition wären es noch 20 Zentimeter. Teure Spezialgeräte gegen die Trägheit wie in Lenkraketen brauchen die Kugeln wegen ihrer geringen Grösse nicht.

Im Praxistest konnten Kugeln abgefeuert werden, die mit herkömmlichem Schiesspulver Mach 2,1 erreichen. Mit Spezialpulver sollten noch höhere Geschwindigkeiten möglich sein, glauben die Forscher. Ein auf die Spitze montiertes LED-Licht diente als Beweis, dass Batterie und Elektronik den Schuss heil überstehen. Nun sucht die «Sandia Corporation» nach einem Unternehmen, mit dem es die Munition produzieren kann. Forscher Jones wird traurig sein, das Projekt aus den Händen zu geben. «es war eine der coolsten Dinge, an denen ich je gearbeitet habe.»

(phi)>

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Obamas "Politik" geht weiter in Richtung Weltdiktatur:

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18.6.2012: US-Geheimmission in der Erdumlaufbahn - und niemand darf wissen, was dort vor sich ging

aus: 20 minuten online: US Space Force: Welt rätselt über All-Experiment; 18.6.2012;
http://www.20min.ch/wissen/news/story/Welt-raetselt-ueber-All-Experiment-30352249

<Eigentlich sollte das unbemannte Mini-Space-Shuttle nur 270 Tage im Orbit bleiben, doch die X-37B landete nun erst nach 468 Tagen im All. Was sie dort gemacht hat, ist streng geheim.

Als die X-37B am 5. März 2011 von einer Atlas-Trägerrakete ins All befördert wurde, rechnete die US Air Force mit einer Rückkehr nach 270 Tagen. Doch die geheime Mission von OTV-2, wie das Orbital Test Vehicle auch heisst, wurde verlängert: Das ferngesteuerte Mini-Shuttle landete erst am 16. Juni 2012 auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Vandenberg. 468 Tage war das Fahrzeug des Rüstungsriesens «Boeing» unterwegs.

as es dabei gemacht hat, wird die Welt vorerst allerdings nicht erfahren. Wie schon beim Flug von OTV-1 vom 22. April 2010 bis zum 3. Dezember 2010 hüllen sich die Behörden über die Agenda ihres Weltraumgleiters in Schweigen. Im März 2012 hatte die Air Force durch Oberstleutnant Tom McIntyre bloss verkünden lassen. «Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der laufenden Experimente der X-37B», zitiert MSNBC den Militär. «Das X-37-Programm setzt einen Standard für Mehrweg-Raumschiffe und hat dank Investitionen wertvolle Erkenntnisse gewonnen.»

Als orbitaler Bomber zu klein

Im April hatte sich Air-Force-General William Shelton auf einer Weltraum-Tagung im US-Bundesstaat Colorado über das Projekt geäussert. «Unser zweites X-37-Testvehikel war jetzt seit 409 Tagen im Orbit. Weil ich nicht über die Einzelheiten seiner Mission sprechen kann, reicht es zu sagen, dass diese Mission ein spektakulärer Erfolg war.» Diese Geheimhaltung sorgt seit jeher für jede Menge wilde Spekulationen über Sinn und Zweck der Space-Shuttle-Nachfolger.

Das Magazin «Wired» hatte nachgefragt, ob OTV-1 und OTV-2 Prototypen eines orbitalen Bombers sein könnten. Der frühere Air-Force-Angestellte Brian Weeden hält das jedoch für unrealistisch. «Waffen, die vom Frachtraum abgeworfen werden, bräuchten Düsen mit einem starken Ausstoss», gab es zu bedenken. Dafür sei der Frachtraum des nur knapp neun Meter langen Raumschiffs jedoch zu klein. Auch etwaige Satelliten würden darin kaum Platz finden.

Spionageeinsatz gegen Chinas Raumstation unwahrscheinlich

Ein anderer möglicher Grund für den Start des Geheim-Gleiters könnte der Bau der chinesischen Raumstation Tiangong sein, so ein weiteres Gerücht. Brian Weeden entkräftete es jedoch, schrieb die «International Business Times»: «Die Vereinigten Staaten haben ein ganzes Netzwerk von Teleskopen und Radaranlagen am Boden. Einige davon arbeiten bildgebend und wären besser für so was geeignet.» Ausserdem fliege die X-37B für derlei Spionagetätigkeiten zu schnell.

Die Air Force scheint solche Spekulationen mit Genuss zu beobachten. «Ich muss den Einfallsreichtum und die Innovation einiger Berichte loben», witzelte Richard McKinney im Dezember 2011 bei einer Pressekonferenz. Die X-37B stehe vielmehr für die «Möglichkeiten für eine ferngesteuerte und effektivere Art, Technologien im All zu testen und sie wieder zurück zur Erde zu bringen. Es ist ein schlicht und einfach ein Testvehikel.»

(phi)>

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Spiegel
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21.6.2012: <Todesfälle im Grand Canyon: Volles Risiko am Abgrund> - Hauptrisikogruppe sind junge Männer, die die Natur nicht ernst nehmen

aus: Spiegel online; 21.6.2012;
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/todesfaelle-am-grand-canyon-experten-warnen-wanderer-vor-leichtsinn-a-840005.html

Buchempfehlung: Michael Ghiglieri und Tom Myers "Over the Edge - Death in Grand Canyon"

<Von Nina Rehfeld

Stürze, Hitzschlag, Verdursten: Jedes Jahr kommen im Grand Canyon Wanderer ums Leben, weil sie die Gefahren der Wildnis unterschätzen. Zwei Outdoor-Experten wollen helfen, das Risiko zu verringern - mit einer detaillierten Chronik der Todesfälle.

Wer am Grand Canyon ein paar Schritte entlang des Bright Angel Trail macht, der sieht sie: Leute, die mit Flipflops und Spaghettiträger-Shirt den vielbegangenen Pfad hinabstapfen, um einen Eindruck vom Inneren der berühmten Schlucht zu bekommen. Vielen wird später klar, dass der Anfang der Wanderung der leichte Teil ist - erst nach der Umkehr gilt es, aufzusteigen. Man nennt den Canyon im Norden Arizonas nicht umsonst einen inversen Berg, der dem Wanderer erst auf dem Rückweg das Größte abverlangt.

Jedes Jahr verlieren hier mehrere Menschen auf Wanderungen ihr Leben. Die Canyon-Kenner Michael Ghiglieri und Tom Myers dokumentieren in ihrem Buch "Over the Edge - Death in Grand Canyon" diese Tragödien. Jetzt, in der Sommersaison, beginnt mal wieder die gefährlichste Zeit am Grand Canyon.

Das 445 Kilometer lange Naturwunder, an dessen westlichem Ende der Grand Canyon Nationalpark liegt, ist seit Menschengedenken ein Magnet für Outdoor-Liebhaber. Annähernd fünf Millionen Besucher zählt der Park jährlich, die meisten werfen bloß einen Blick von der Südkante in die spektakuläre Schlucht. Etwa 40.000 allerdings wagen sich auf die Wanderwege, die von der Kante hinabführen und zu den spektakulärsten auf dem Planeten zählen.

Deutsche sind nach Amerikanern und Kanadiern die zahlenstärkste Gruppe auf diesen Pfaden. Mehr als 20.000 Menschen pro Jahr durchmessen den Canyon außerdem per Boot auf dem wilden Colorado River zwischen dem Glen Dam bei Page und dem Lake Mead nahe Las Vegas.

Vier Liter Wasser pro Tag

Die Grundregeln für eine Canyon-Wanderung sind schlicht und an der Südkante im Park überall angeschlagen: Sonnenschutz-Kleidung, festes Schuhwerk und vier Liter Wasser pro Tag, außerdem sollten eine topografische Karte, reichlich salzhaltige Nahrung und eine Taschenlampe unbedingt dabeisein. Es wird empfohlen, nicht allein zu gehen und jemanden über Ziel und geplante Dauer der Wanderung zu benachrichtigen, damit im Notfall Rettung möglich ist. Dass trotzdem immer wieder Menschen in dieser unbarmherzigen Wildnis stranden und umkommen, beschäftigt die beiden Autoren. "Wir haben dieses Buch als eine Art Epidemiologie der Tragödien geschrieben", sagt Ghiglieri. "Es soll den Leuten sagen: Seht zu, dass euch das nicht passiert!"

Seit den Schürfertagen Mitte des 19. Jahrhunderts sind nach Ghiglieris und Meyers Recherchen fast 700 Menschen in der meilentiefen Schlucht im amerikanischen Südwesten umgekommen. In den allermeisten Fällen, sagt Tom Myers, medizinischer Direktor des Nationalparks und selbst passionierter Wanderer, sind Fehleinschätzungen und mangelndes Wissen schuld. "Unvorhergesehene Umstände können immer eintreten, aber wer gut vorbereitet ist, kann die meist entschärfen."

Myers und Ghiglieri, letzterer besitzt einen Doktortitel in Ökologie und führt seit 30 Jahren Colorado-Wildwasserfahrten, wissen, wovon sie reden - sie sind selbst schon in brenzlige Situationen geraten. Ghighlieri verfing sich mit einem Fuß in einem gekenterten Floß auf dem Colorado und konnte sich erst in letzter Sekunde vor dem Ertrinken retten. Myers war dem Verdursten nah, als ihm auf einer Solowanderung beim Routensuchen das Wasser ausging.

Besucher unterschätzen die Wildnis

[Todesursachen Entkräftung, Wassermangel und Sturz auf Abkürzung - Hitzschlag wegen Trinkmangel]

2009 ließen neun Wanderer im Grand Canyon ihr Leben, das seit langem tödlichste Jahr, wie Myers sagt. Schuld waren Auszehrung, lebensgefährlicher Wassermangel oder fatale Stürze beim verzweifelten Versuch, eine Abkürzung zum Fluss zu finden.

1996 versuchte Myers vergeblich, einen Zehnjährigen wiederzubeleben, der an einem Julitag gutgelaunt den elf Kilometer langen Pfad zum Fluss hinabgehüpft war und mit einem Hitzschlag tot zusammenbrach - in seiner Aufregung hatte er vergessen, unterwegs zu trinken.

Im Juli 2004 starb die 24-jährige Marathonläuferin Margaret Bradley auf einem Rundlauf durch den Canyon, zu dem sie mit nur zwei Litern Wasser und ohne Karte gestartet war. Ende September 2010 brach ein 30-Jähriger zusammen, der nach einer durchzechten Nacht mit Freunden zu einer drei Kilometer langen Tour zum Fluss aufgebrochen war - er musste auf der Hälfte umkehren und starb 100 Meter vor dem Parkplatz an einem Hitzschlag. "Man unterschätzt die Wildnis und überschätzt die eigenen Fähigkeiten leicht", sagt Myers.

Kein Disneyland im Freien - [grösste Risikogruppe sind junge Männer, die die Natur nicht ernst nehmen]

Der Grand Canyon ist eine feindselige Landschaft mit Temperaturen, die im Sommer auf 45 Grad Celsius im Schatten klettern und im Winter unter den Gefrierpunkt fallen. Sommerliche Monsunregenstürme lösen reißende Springfluten aus, das Gelände abseits der Pfade, von losem Gestein und steilen Klippen durchwirkt, ist eine Herausforderung auch für erfahrene Wanderer.

Ranger im Nationalpark beklagen oft, dass viele Besucher die erbarmungslose Wildnis gern als eine Art Disneyland wahrnehmen. "Leute klettern über Absperrungen und stürzen ab", sagt Michael Ghighlieri. Die größte Risikogruppe seien nicht etwa Alte oder Kinder, sondern junge Männer, die sich zu viel zutrauen.

[Schlangen, Skorpione und Taranteln haben noch niemanden getötet]

Die Schlangen, Skorpione und Taranteln dagegen, die die Ängste vieler Canyon-Besucher derart beflügeln, dass Gighlierei und Myers den Viechern in der eben erschienenen zweiten Auflage ihres Buchs ein neues Kapitel gewidmet haben, sind vergleichsweise harmlos. An Schlangenbissen oder Skorpionstacheln ist dort bisher noch niemand gestorben.

"Unsere Kultur ist mit einer erstaunlichen Fehlwahrnehmung geschlagen, wenn es darum geht, womit wir vorsichtig sein sollten, und worum wir uns tatsächlich Sorgen machen", sagt Ghiglieri. Am Grand Canyon kann das tödlich sein. "Vielleicht", schlägt er vor, "sollte man das Wort ,Park' streichen und durch ,Wildnis' ersetzen, damit die Leute nicht das Gefühl einer kontrollierten, abgesicherten Umwelt haben - nicht einmal mit dem gesamten amerikanischen Militärhaushalt könnte man den Grand Canyon idiotensicher machen.">

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Der
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25.6.2012: "US"-Gericht urteilt: Haar um Haar: <US-Gericht verordnete Mädchen Abschneiden seines Pferdeschwanzes>

aus: Der Standard online; 25.6.2012;
http://derstandard.at/1339638897245/Erziehungsmassnahme-US-Gericht-verordnete-Maedchen-Abschneiden-seines-Pferdeschwanzes

<Weil es einem anderen Kind die Haare abschnitt.

Price - Ein Jugendrichter im US-Bundesstaat Utah hat mit einer unkonventionellen Strafe den Zorn einer Mutter auf sich gezogen: In einem Vergleich stimmte die Frau zwar zu, ihrer 13- jährigen Tochter im Gerichtssaal deren langes Haar abzuschneiden. Im Gegenzug bot Bezirksrichter Scott Johansen nämlich an, die Strafe des Mädchens zu reduzieren. Der Richter hatte die Tochter von Valeria Bruno zunächst bei einer Anhörung Ende Mai zu 30 Tagen Haft und 276 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Er bot dann an, den Arbeitseinsatz um 150 Stunden zu reduzieren, falls die Mutter ihrer Tochter noch im Gerichtssaal den Pferdeschwanz abschneidet. Die Mutter willigte ein, nahm die vom Gericht ausgehändigte Schere und schnitt die Haare ihrer Tochter ab. Dem folgte aber bald großes Bedauern und nun eine Beschwerde, welche die Mutter bei den Justizbehörden gegen den Jugendrichter eingereicht hatte.

Gericht überprüft Frisur

"Ich hätte meine Rechte kennen sollen, als ich in den Gerichtssaal ging, denn ich habe mich sehr bedroht gefühlt", sagte die Mutter gegenüber der Tageszeitung "Deseret News". "Auge um Auge - so bringt man Kindern nicht den Unterschied zwischen richtig und falsch bei." Ihre Tochter war zusammen mit einer elfjährigen Freundin vor Gericht gestanden, weil beide einer Dreijährigen mit einer Schere die Haare abgeschnitten und ein anderes Mädchen am Telefon schikaniert hatten.

Auch das zweite Mädchen musste Haare lassen: Der Richter wies die Elfjährige an, ihr Haar so kurz schneiden zu lassen wie seines. Sie durfte dazu einen Coiffeursalon aufsuchen. Anschließend musste sie noch einmal vor Gericht erscheinen - um sicher zu stellen, dass die neue Frisur die Zustimmung des Richters findet.

Mutter zufrieden

Die Mutter des dreijährigen Mädchens war übrigens zufrieden mit dem Richterspruch. Sie habe sich sogar während der Anhörung zu Wort gemeldet, weil sie das Gefühl hatte, die Mutter habe ihrer Tochter die Haare nicht kurz genug geschnitten.

Was mit der Beschwerde geschieht ist nicht bekannt. In Utah liegt es aber laut Gesetz im Ermessen der Richter, Sanktionen gegen Jugendliche zu verhängen, die deren Verhalten positiv beeinflussen. (APA, 25.6.2012)>


Kommentar: Warum?
Warum schneiden 11- und 13-jährige Mädchen einem 3-jährigen Mädchen Haare ab? Weil Respekt und sinnvolle Beschäftigung und Selbstbestätigung fehlt. Kurse besuchen wäre besser als weitere Haare abzuschneiden. Ein Gerichtsverfahren ist doch schon Strafe genug.

Michael Palomino, 25.6.2012

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20 minuten
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27.6.2012: Die Stadt Stockton in Kalifornien ist Pleite

aus: 20 minuten online: Zu hohe Schulden: Kalifornische Stadt Stockton ist bankrott; 27.6.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Kalifornische-Stadt-Stockton-ist-bankrott-15034364

<Die 300 000 Einwohner Stadt Stockton im US-Bundesstaat Kalifornien ist am Ende. Die hunderten Millionen Dollar Schulden haben die Stadt in die Knie gezwungen.

Die hochverschuldete kalifornische Stadt Stockton hat sich für zahlungsunfähig erklärt. Wie die Behörden der rund 140 Kilometer östlich von San Francisco liegenden Gemeinde am Mittwoch bestätigten, beschlossen sie am Dienstagabend, vor Gericht Gläubigerschutz zu beantragen.

Mit ihren fast 300 000 Einwohnern ist Stockton die grösste amerikanische Stadt, die jemals für bankrott erklärt wurde. «Die Stadt wird bis Freitag das Konkursverfahren in Gang setzen», sagte Rathaus-Sprecherin Connie Cochran am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Zuvor waren alle Versuche gescheitert, sich mit den Gläubigern zu einigen. Allein für dieses Jahr sieht die Stadtverwaltung ein Defizit von 26 Mio. Dollar vor; ein Grossteil des Jahresbudgets in Höhe von 521 Mio. Dollar ist jedoch zweckgebunden und darf somit nicht zur Deckung des Defizits eingesetzt werden.

Wie viele andere amerikanische Städte auch ist Stockton 2008 Opfer der US-Immobilienkrise geworden. Nach einem wahren Bauboom in den Jahren zuvor weist die Stadt inzwischen die zweithöchste Pfändungsrate auf. Gleichzeitig nahm die Kriminalität zu, heute liegt Stockton hinter Oakland auf Platz zwei der gewalttätigsten Städte in Kalifornien.

In Konkurs zu gehen, sei «die schwierigste und herzzereissendste Entscheidung» gewesen, erklärte Bürgermeisterin Ann Johnston. Schon in den vergangenen drei Jahren habe die Stadt die Gehälter ihrer Angestellten sowie die Pensionen kürzen müssen, um insgesamt 90 Mio. Dollar einzusparen.

Der Notfallplan im Rahmen des Konkursverfahrens sieht neben der Stundung von Schulden weitere Gehaltskürzungen für Beamte vor. Darüber hinaus wird die Stadt keine Beiträge mehr zur Krankenversicherung von Pensionären zahlen.

(sda)>


Kommentar: Analyse fehlt

Eine Analyse fehlt:

-- vielleicht hat die Stadt zu wenig ehrenamtliche Beschäftigungen eingerichtet, um Kosten zu sparen. Oder
-- es wurde nicht in die Zukunft investiert. Und
-- vielleicht sind auch einige Preise für Grundleistungen zu hoch, so dass die Stadt zu viel bezahlen muss.

Es sollte unbedingt eine Analyse gemacht werden, um weitere Pleiten zu verhindern.

Michael Palomino, 27.6.2012

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