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Bergbau in den "USA": "Fracking" und komplette Umweltzerstörung. Meldungen

Und die Regierung der "USA" lässt die "USA" mit "Fracking" total kaputtmachen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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20.12.2011: "Fracking": Gasgewinnung mit krebserregenden Substanzen - Vergiftung der Natur mit Haarausfall, Asthma und Vergiftungen - eine Recherche von Josh Fox

aus: n-tv online: Feuer aus Wasserhähnen"Gasland": Was kostet die Natur? 20.12.2011;
http://www.n-tv.de/leute/musikundfilm/Gasland-Was-kostet-die-Natur-article5012491.html

<von Samira Lazarovic

Der US-Erdgas-Boom erreicht eines Tages auch Josh Fox. Er erhält ein Angebot für sein Grundstück, unter dem Erdgas ist. Der Filmemacher macht sich auf den Weg, um mehr über die Methoden der Energiekonzerne zu erfahren - und fördert Erschreckendes zu Tage.

100.000 US-Dollar als Pachtgebühr für sein Land. Das ist das Angebot, das Dokumentarfilmer Josh Fox in seinem Briefkasten findet. 100.000 Dollar für das Grundstück in Pennsylvania, auf dem seine Hippie-Eltern in den 1970ern das rote Holzhaus bauten, in dem er und seine Geschwister aufwuchsen. 100.000 Dollar Pacht für den Wald, die Wiesen und den Fluss, von dem er jede Biegung kennt. Was gibt es dort, das dem Absender, einem Energiekonzern, so viel Geld wert ist? Die Antwort: Erdgas.

Fox’ Grundstück liegt auf der sogenannten "Marcellus Shale", einer Naturformation, die enorme Erdgasvorkommen und damit ein milliardenschweres Geschäft birgt - "das Saudi-Arabien des Erdgases". Mit Hilfe einer unter anderem von der US-Firma Halliburton entwickelten Methode namens "Fracking" pressen die Firmen das Erdgas aus dem Boden - "keine sehr invasive Methode, kein großes Problem, und Sie werden all das Geld haben". Ist es wirklich so einfach, an 100.000 Dollar zu kommen?, fragt sich Fox. Und: Ist "Fracking" wirklich sicher? Der Filmemacher und Grundstücksbesitzer legt den Scheck beiseite und macht sich mit seiner Kamera auf die Suche nach Antworten.

Das Halliburton-Schlupfloch - [Erdgas durch "Fracking" ist keine "saubere Energie" mehr]

Als erstes will er wissen, was "Fracking" überhaupt ist. Nicht nur in den USA wird Erdgas gerne als saubere Energie gepriesen, die nicht nur billiger als Öl ist, sondern auch Unabhängigkeit von den erdölproduzierenden Ländern verspricht. Was Josh Fox beim genaueren Hinschauen sieht, ist ein weitaus schmutzigeres und riskanteres Geschäft. Beim "Hydraulic Fracking" wird mittels einer Sonde eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien in das öl- oder gashaltige Gestein gepumpt, die eine Art Mini-Erdbeben auslöst und so die Rohstoffe freisetzt.

[Halliburton und Dick Cheney - die Bush-Clique vergiftet die "USA" mit Fracking gegen den "Clean Water Act"]

Mit dieser Methode lassen sich Reserven erschließen, die bisher unerreichbar waren. 2005 sorgte der damalige US-Vizepräsident und einstige Halliburton-Chef Dick Cheney im Kongress dafür, dass den Energiekonzernen dieses Milliardengeschäft nicht entgeht. Auf Betreiben von Cheney wurde im "Energy Policy Act" das "Fracking" als Ausnahme zum "Clean Water Act" rechtlich festgeschrieben, ein Deal, der seither inoffiziell als "Halliburton Loophole" (etwa: "Halliburton Schlupfloch") bekannt ist.

[Die Frac-"Hilfsstoffe" enthalten krebserregende Verbindungen - und der Kampf ums Wasser]

Aber nicht nur, dass die beim "Fracking" verwendeten Chemikalien zum Teil in die umgebenden Felder und Bäche abgelassen werden - eine Untersuchung des US-Kongresses vom April 2011 summiert die 2005 bis 2009 eingesetzten Mengen an Frac-Hilfsstoffen, die krebserregende Verbindungen erhalten, auf über 43 Millionen Liter - der ganze Vorgang an sich verschlingt zudem weitere Millionen Liter Wasser.

[Die Fracking-Industrie verweigert die Aussage]

Die Energiekonzernen wimmeln Josh Fox bei seiner Recherche ab, es gibt weder Aussagen zu den geplanten Bohrungen, noch zu der genauen Zusammensetzung der verwendeten Chemikalien, dieses Geheimnis wird besser gehütet als die Rezeptur für Coca Cola. Staatliche Umweltorganisationen reagieren defensiv bis aggressiv auf seine Fragen, hinter einer Kamera sei es schließlich immer leichter, Vorwürfe zu erheben, heißt es.

Brennende Wasserhähne - [die eigene Recherche in Colorado, Wyoming, Utah und Texas]

[Die Liste:
-- das Trinkwasser verändert die Farbe
-- das Trinkwasser verändert den Geschmack
-- Haustiere haben Haarausfall
-- Nutztiere haben Haarausfall
-- Asthma verbreitet sich überall
-- andere Erkrankungen verbreiten sich überall
-- zum Teil kommt es zu schweren Vergiftungserscheinungen
-- brennende Wasserhähne, aus denen Gas strömt
-- die Bevölkerung ist in einer grossen Hilflosigkeit
-- gerichtliche Entschädigungen werden mit Verschwiegenheitsklauseln verbunden
-- Kinder dürfen nicht mehr draussen spielen
-- und die Industriellen in Washington streiten alles ab, lügen und präsentieren der Regierung falsche Rechnungen].

Also reist Fox dorthin, wo bereits nach Gas gebohrt wird, um sich selbst ein Bild zu machen. In Colorado, Wyoming, Utah und Texas hört er erschreckende Geschichten. Vielerorts veränderte das Trinkwasser bereits nach den ersten Bohrungen in der Nachbarschaft Farbe und Geschmack. Haus- und Nutztieren fallen Haare aus, Asthma- und andere Erkrankungen häufen sich, einige Menschen leiden unter schweren Vergiftungserscheinungen. Da sind brennende Wasserhähne, aus denen das Gas strömt, fast schon ein willkommener Grund für Galgenhumor.

Allen Betroffenen gemeinsam ist die große Hilflosigkeit. Die Firmen behaupten, dass ihr Wasser trinkbar sei, lehnen aber einen Probeschluck ab. Wer es schafft, vor Gericht eine Entschädigung einzuklagen, wird mit Verschwiegenheitsklauseln mundtot gemacht. Entlang an Straßen, wo kilometerlang ein Bohrturm neben den anderen steht, vorbei an Sprinkleranlagen, die chemisch verseuchtes Wasser in die Luft pusten, oder an wunderschönen Landschaften, in denen Kinder nicht draußen spielen dürfen, trifft Fox auf unzählige Familien, die das Gefühl haben, betrogen worden zu sein, ohne das auch beweisen zu können.

Etwas geht hier fürchterlich schief. Dieses Gefühl bestätigt sich für Fox, je weiter er reist. Sein Weg führt ihn schließlich vor den Kongress in Washington zu einer Anhörung zum Thema "Fracking". Die dort von Lobbyisten und Industrievertretern gegebenen Antworten lassen nicht nur Josh Fox, sondern auch den Zuschauer an der Menschheit verzweifeln.

Bilder, die sich einbrennen - [der Dokumentarfilm "Gasland" von Josh Fox von 2010]

Dokumentarfilme, die mit einfachen Mitteln Unternehmen und Regierungen entlarven und Menschen aufrütteln, haben spätestens seit Michael Moore Hochkonjunktur. Josh Fox machte sich zunächst alleine mit seiner Kamera auf den Weg, erst später kamen Helfer dazu. In 18 Monaten ist dabei ein erschreckender, aber streckenweise auch poetischer Dokumentarfilm entstanden, der beim Sundance Festival 2010 ausgezeichnet wurde und für den Oscar 2011 nominiert ist.

Anders als Michael Moore ist Fox ein ruhiger Erzähler. Er ist der einfache Junge aus Pennsylvania, der im Grunde nur Banjo spielend am Fluss seiner Kindheit sitzen will und staunend auf sein Land blickt. Ein Land, das Unternehmen erlaubt, binnen Stunden das zu zerstören, was Mutter Natur in Millionen von Jahren geschaffen hat. Das mag zum Teil auch eine Pose sein, schließlich hat Fox schon mehrere Filme produziert sowie mit der International WOW Company eine Theatergruppe mit über 100 Schauspielern, Tänzern und Musikern gegründet, ist also mitnichten ganz neu im Geschäft. Dennoch ist sein Film wahrhaftig, denn auch er hat diesen Brief von den Energiekonzernen bekommen und redet mit den anderen Betroffenen auf Augenhöhe. Und sollten wir nicht alle staunen und entsetzt darüber sein, welchen Preis wir für unseren energiefressenden Lebensstil zu zahlen bereit sind?

Gekauft und vergiftet - [die "USA" vergiften sich und die Regierungen lassen es zu]

Die Menschen in der Dokumentation haben in jedem Fall einen zu hohen Preis gezahlt. Meist aus einfachen Verhältnissen stehen sie der Industrie und den Lobbyisten machtlos gegenüber. "Es ist eine alte Tradition, dass die Unternehmen diejenigen kaufen, die sie vergiften", heißt es in "Gasland". Das mag richtig sein, doch spricht es die Unternehmen nicht frei. Ganz abgesehen von denjenigen, die sich nicht kaufen ließen, die aber irgendwann von Gasbohrtürmen eingekreist wurden.

Den Nerv der Gasindustrie hat Josh Fox in jedem Fall getroffen, so gab es mehrfach Einsprüche gegen den Film. Mehrere industrienahe Organisationen werfen Fox eine schlampige Faktenrecherche vor. Im englischen Wikipedia-Eintrag zum Film gibt es etwa Gegendarstellungen zu den Vorfällen mit den brennenden Wasserhähnen - die keinesfalls auf die Erdgasbohrungen, sondern vielmehr auf ein natürliches Bio-Methangas-Vorkommen zurückzuführen seien.

Josh Fox hat mit Gasland sein Thema gefunden und arbeitet bereits an "Gasland 2". Das Thema: die Ölsandgewinnung in Kanada. Die 100.000 Dollar hat Fox nicht genommen, aber er hat die Chance ergriffen, sich und anderen die Augen zu öffnen, und wenn er sich dafür auch mal bei Protesten verhaften lassen muss. Die Zahl seiner Anhänger, der "Fracktivists" wird immer größer.>

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Financial Times Deutschland
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"USA" 31.1.2012: Giftfreies Fracking soll in 2 Jahren möglich sein - behauptet ExxonMobil

aus: Financial Times Deutschland online: Energiegewinnung: ExxonMobil setzt auf giftfreies Fracking; 31.1.2012;
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:energiegewinnung-exxon-mobil-setzt-auf-giftfreies-fracking/60161981.html
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:energiegewinnung-exxon-mobil-setzt-auf-giftfreies-fracking/60161981.html?page=2

<Umweltgefahren bei der Erdgasgewinnung durch Hydraulic Fracturing (Fracking).

Mit dem sogenannten Fracking wird bislang unzugängliches Gas aus Schiefergestein gepresst. Doch die dazu nötigen Chemikalien sind giftig. In zwei Jahren will der Mineralölkonzern ExxonMobil die Methode ohne Giftstoffe betreiben.

Der Mineralölkonzern ExxonMobil  erwartet, dass Erdgasgewinnung mit der umstrittenen Fracking-Methode in zwei Jahren ohne den Einsatz von Giftstoffen möglich sein könnte. In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte der Vorstandsvorsitzende von ExxonMobil Central Europe, Gernot Kalkoffen, das Unternehmen versuche derzeit, giftige Substanzen durch ungiftige zu ersetzen. Die Methode zur Gewinnung von Schiefergas steht massiv in der Kritik. Denn dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in das Gestein gepresst, in dem das Gas gebunden ist.
 
Während der vergangenen zwei Jahre habe man die Zahl der verwendeten giftigen Bestandteile von sieben auf vier reduziert, sagte Kalkoffen und fügte hinzu: "Unser Ziel ist, in spätestens zwei Jahren auf alle giftigen Chemikalien zu verzichten." Noch befinde man sich in der Erkundungsphase. Er sei zuversichtlich, "bis zu einer Förderung auf giftige Zusätze vollständig verzichten zu können". Dazu prüfe ExxonMobil unter anderem den Einsatz von UV-Licht.

ExxonMobil erkundet dem Bericht zufolge derzeit an zahlreichen Standorten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Möglichkeiten zur Gasförderung durch Fracking. Bisher fördert das Unternehmen in Deutschland Erdgas in großem Stil erst auf konventionelle Weise.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) hält schärfere Gesetze für die umstrittene Förderung von Schiefergas aus tiefen Gesteinsschichten derzeit nicht für nötig. Die EU-Kommission stellte am Freitag in Brüssel eine externe Studie zum Thema vor. Schiefergas, mit dem die EU bei der Energieversorgung unabhängiger werden will etwa von russischem Gas, lagert tief im Gestein.

Vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gibt es wegen Umweltbedenken starken Widerstand gegen das Verfahren. Bund und Länder prüfen derzeit härtere Umweltauflagen. Befürchtet wird, dass die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verseuchen könnten.
Eine Beraterfirma hat nun im Auftrag der EU-Kommission untersucht, ob die EU-Umweltgesetzgebung den möglichen Risiken der Schiefergas-Förderung gerecht wird. "Die rechtliche Untersuchung bestätigt, dass es keine unmittelbare Notwendigkeit gibt, unsere EU-Gesetzgebung zu ändern", teilte Oettinger mit. Dies gelte aber nur für die Erkundung der Vorkommen. Deutschland kann aber selbst festlegen, ob es seine Gesetze beim Fracking verschärfen will.

Teil 2: Probebohrungen stoßen auf Kritik in der Bevölkerung

In Europa gibt es nach Angaben der EU-Kommission derzeit 20 bis 30 Probebohrungen, die Hälfte davon in Polen. In Schweden, Frankreich und Großbritannien wurden Felder erkundet. In Deutschland gab es laut Umweltbundesamt fünf Probebohrungen in Niedersachsen, Unternehmen haben weitere Genehmigungen für Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für den Abbau hätten die Behörden bisher keine Genehmigungen erteilt.

Für die Studie hat die Beraterfirma die Situation in Deutschland, Frankreich, Schweden und Polen untersucht. Eine der Schlussfolgerungen: Wenn die Bevölkerung rechtzeitig informiert und nach ihrer Meinung gefragt werde, würden Bohrungen eher akzeptiert. Doch das geschehe nicht flächendeckend: "Die Teilnahme der Öffentlichkeit ist ziemlich begrenzt", heißt es dazu in dem Papier.>

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Spiegel online, Logo

25.6.2013: Nie Fracking! <Studie über Pennsylvania: Fracking treibt Gase ins Trinkwasser>

aus: Spiegel online; 25.6.2013;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/methan-im-grundwasser-gase-durch-fracking-im-trinkwasser-a-907694.htm

<Die Belastung mit Methan, Ethan und sogar Propan war deutlich höher: Forscher untersuchten Brunnen im Fracking-Gebiet Pennsylvania und wollen erstmals die Verunreinigung des Trinkwassers nachgewiesen haben.

Eine Studie hat Hinweise gefunden, dass Trinkwasser durch unkonventionelle Gasförderung, das sogenannte Fracking, mit Gasen belastet wird. Manche Brunnen in der Nähe von Fracking-Anlagen seien mit Methan, Ethan und Propan belastet, berichtet eine Gruppe von Forschern der Duke University im US-Staat North Carolina. Die Wissenschaftler hatten Proben in 141 privaten Brunnen in der Gegend des Marcellus-Beckens im Nordosten des Bundesstaats Pennsylvania genommen, in dem es große Schiefergasvorkommen gibt.

Die Belastung mit Methan war der Studie zufolge bei Brunnen im Umkreis von einem Kilometer um Fracking-Anlagen sechsmal höher als in anderen Brunnen. Die Ethankonzentration war demnach sogar 23-mal höher, die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" ("PNAS"). Im Wasser von zehn Brunnen wurde zudem Propan nachgewiesen - alle lagen im Umkreis von einem Kilometer um Fracking-Anlagen.

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien in Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen. In den USA waren bereits früher in der Nähe von Bohranlagen erhöhte Gasmengen im Boden gemessen worden. Die Daten waren aber schwierig zu deuten: Man wusste nicht, wie viel Gas in der Zeit vor dem Fracking dort schon aufgestiegen war.

Wie gelangte das Gas ins Grundwasser?

Nun jedoch wollen die Forscher beweisen können, dass das Gas aus den Fracking-Gasquellen stammt. Eine Variante des Edelgases Helium eigne sich quasi als Fingerabdruck für die Herkunft von Gasen: Das sogenannte Helium-4 verbindet sich nicht mit anderen Stoffen, seine Menge bleibt unverändert. Der Anteil des Heliums im Grundwasser der betreffenden Gegend sei identisch mit dem Anteil in den Fracking-Gasquellen, schreiben die Forscher

Wie gelangte das Gas ins Grundwasser? Womöglich seien die Metallverkleidungen einer Fracking-Bohrung oder Betonschichten löchrig, die den Austritt von Gas verhindern sollen, mutmaßen die Wissenschaftler.

"Die Daten zu Methan, Ethan und Propan deuten darauf hin, dass die Bohrungen das Wasser einiger Hausbesitzer belastet haben", erklärte Studienautor und Umweltwissenschaftler Robert Jackson. Die neuen Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Fracking seien schwer zu widerlegen, denn es gebe "keine biologischen Quellen von Ethan und Propan in der Region". Robuste Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen der Gase gebe es nicht, sagt Jackson.

In Deutschland ist ein Gesetzesvorhaben, das Fracking ermöglichen sollte, gestoppt worden. Die Bundesregierung hatte zuvor die Technologie in Trinkwasserzonen verboten. Wissenschaftler hierzulande befürworten aber, Fracking unter strengen Vorschriften abseits von Trinkwassergebieten zu testen. Befürworter der Technologie hoffen auf neue Ressourcen vergleichsweise günstiger Energie.

boj/AFP>

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Pennsylvania 12.8.2013: Schweigegeld in den "USA": Eine Familie soll nicht über Fracking reden und erhält dafür 750.000 Dollar

aus: BRD-Schwindel online: Redeverbot: Kinder dürfen ihr Leben lang nicht über Fracking reden; 12.8.2013;
http://brd-schwindel.org/redeverbot-kinder-duerfen-ihr-leben-lang-nicht-ueber-fracking-reden/

<von WAZ

In den USA verbietet ein geheimer Vertrag Kindern den Mund. Eine Familie hatte mehreren Energieunternehmen vorgeworfen, ihre Gesundheit durch Chemikalien zu schädigen. Die Unternehmen zahlten der Familie eine Entschädigung von 750.000 Dollar und verlangte im Gegenzug lebenslange Verschwiegenheit.

Die zur Gasförderung genutzte Methode Fracking ist umstritten. In Pennsylvania klagte eine Familie über Schmerzen durch die eingesetzten Chemikalien.

Ein von der Justiz abgesegneter und nun an die Öffentlichkeit gelangter Geheimvertrag in den USA zwischen einem Ehepaar und drei Energieunternehmen sorgt wegen einer Verschwiegenheitsklausel für minderjährige Kinder für Aufsehen. Die Zeitung Pittsburgh Post Gazette veröffentlichte das Abkommen aus dem Jahr 2011, das dem Paar 750.000 Dollar (knapp 565. 000 Euro) zusprach.

Im Gegenzug verlangte es Verschwiegenheit über die Gasförderung mittels der umstrittenen Fracking-Methode der Firmen. Dagegen, dass dies auch für ihre sieben und zehn Jahre alten Kinder gelten soll, wehren sich die Eltern nun.

Das in Deutschland umstrittene und umkämpfte Fracking drückt in den USA die Energiepreise und macht Farmer zu Millionären. Umweltargumente haben dort kaum eine Chance. Jetzt informierte sich auch Akademie-Präsident Bodo Hombach über den „amerikanischen Pragmatismus“.

Chris und Stephanie Hallowich waren dem Bericht zufolge gegen die Unternehmen Range Resources, Williams Gas/Laurel Mountain Midstream und MarkWest Energy im Bundesstaat Pennsylvania vorgegangen. Sie warfen ihnen vor, dass zur Gewinnung von Schiefergas in der Nähe ihres Bauernhofs eingesetzte Chemikalien ihre Gesundheit schädigten. Unter anderem klagten Eltern und Kinder über Schmerzen an Augen, Ohren und im Rachenraum.

Die Eltern gaben nun an, ihnen sei bei der Unterzeichnung des Vertrags bewusst gewesen, dass sie sich zu lebenslanger Verschwiegenheit verpflichteten. Dass dies aber auch die Kinder betreffe, sei ihnen nicht klar gewesen. “Das können wir gar nicht kontrollieren”, wurde die Mutter zitiert. Der derzeitige Anwalt der Familie, Peter Villari, gab an, ein solcher Vertrag sei ihm in seiner 30-jährigen Laufbahn noch nicht begegnet.

AFP>

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Spiegel online, Logo

Kentucky (kriminelle "USA") 29.8.2013: Massensterben seltener Fische:
Fracking-Substanzen verschmutzen See

aus: Spiegel online; 29.8.2013;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/usgs-fracking-substanzen-soll-seltene-fischen-getoetet-haben-a-919360.html

<Eine US-Regierungsbehörde hat festgestellt, dass Substanzen der Gasfördermethode Fracking in Kentucky ein nahegelegenes Gewässer mit Säuren und Metallen belastet haben - sie sollen nicht ordnungsgemäß entsorgt worden sein. Die Folge: ein Massensterben einer bedrohten Fischart.

Reston - Die US-Geologiebehörde warnt vor Umweltgefahren durch Fracking. Im Bundesstaat Kentucky sollen im Zusammenhang mit der umstrittenen Öl- und Gasfördermethode verwendete Flüssigkeiten Exemplare einer bedrohten Fischart getötet haben. Das meldete die Behörde in einem auf ihrer Internetseite veröffentlichten Schreiben.

Ein Subunternehmer habe die Flüssigkeiten nach Bohrungen nicht ordnungsgemäß entsorgt. Die Verschmutzung sei also nach dem Fracking entstanden.

Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien in Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl freizusetzen. Die Chemikalien sind nach Ansicht der Behörde schuld am Tod vieler Exemplare der seltenen Chrosomus cumberlandensis im Wasserschutzgebiet Acorn Fork.

So sei der pH-Wert des Wassers nach Beginn des Fracking in der Nähe des Gebiets von 7,5 auf 5,6 gefallen, die elektrische Leitfähigkeit des Wassers von 200 auf 35000 Mikrosiemens gestiegen. Der niedrigere pH-Wert deute auf einen höheren Säuregehalt des Wassers hin, die gestiegene Leitfähigkeit auf eine stärkere Konzentration von Metallen im Wasser.

Schon länger warnen Wissenschaftler vor den Umweltgefahren der unkonventionellen Gasfördermethode: Im Juni hatten Forscher eine Belastung des Trinkwassers in der Nähe von Fracking-Anlagen im Bundesstaat Pennsylvania festgestellt.

Trotz der Umweltgefahren boomt Fracking in den USA seit Jahren. Die größte Wirtschaftsmacht der Welt hofft so, von Energieimporten unabhängig zu werden. Zudem sinken dadurch die Energiepreise und fördern die US-Wirtschaft. In Deutschland ist die Methode dagegen höchst umstritten: Im Juni war ein Gesetz der Bundesregierung zur Regelung von Fracking gescheitert.

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes hieß es, die Verschmutzung sei beim Fracking entstanden. Richtig ist, dass die Verschmutzung entstanden sein soll, weil Fracking-Substanzen nicht ordnungsgemäß entsorgt worden sein sollen. Wir bitten, den Fehler zu verzeihen.

ade/Reuters>

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"USA" 16.9.2013: Überschwemmungen in Colorado provozieren die Zerstörung von Rückhaltebecken und die Vergiftung ganzer Landstriche

aus: Facebook: Veronika Blöhmer;
https://www.facebook.com/veronika.blomer?ref=ts&fref=ts

<Umweltkatastrophe - Fracking Bohrtürme in Colorado überflutet

Wie in verschiedenen Medien berichtet wurde, haben die schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat Colorado mindestens fünf Todesopfer gefordert, Häuser sind überflutet, viele Orte von der Außenwelt abgeschnitten, Hunderte von Menschen immer noch vermisst.

Was in den Medien allerdings verschwiegen wird ist, dass sich hier offensichtlich eine Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes ankündigt. Nach Angaben von verschiedenen Augenzeugen kippen derzeit viele Bohrtürme um, die zum Fracking eingesetzt werden, einige wären schon ganz umgefallen. Tanks mit Fracking-Chemikalien wurden zerstört, aus ihnen strömen Unmengen von Giftstoffen in die Wasserfluten. Jeder kann sich die im Internet veröffentlichten Fotos von umgestürzten Bohrtürmen und überfluteten Fabriken zur Herstellung von Fracking Chemikalien betrachten.

Ein Sprecher der Colorado Oil and Gas Conservation Commission sagte, man wäre sich der Gefahr einer Umweltkatastrophe aus überfluteten Fracking Bohrstellen bewusst, aber es wäre einfach keine Möglichkeit dorthin zu gelangen, so lange die Überflutungen noch im Gange sind und solange alle Hilfsmaßnahmen sich darauf konzentrieren, Leben zu retten. >

Txsharon: Is there a media blackout on the fracking flood disaster in Colorado?
http://www.texassharon.com/2013/09/15/is...er-in-colorado/

Bolder News: Boulder County activists concerned about flooded oil, gas wells
http://www.dailycamera.com/news/boulder/...flooded-oil-gas

Weitere Fotos hier:
http://weldairandwater.org/2013/09/14/114/

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Criminal "USA" 2013-10-4: <Report: Fracking Creates Billions Of Gallons Of Toxic — Sometimes Radioactive — Byproduct>



4.10.2013: <Bericht: Fracking produziert Milliarden Gallonen Giftwasser - manchmal radioaktiv - Nebenprodukte>
from / aus: http://thinkprogress.org/climate/2013/10/04/2731921/fracking-billion-gallons-wastewater/

<By Katie Valentine

Fracking wells in the U.S. generated 280 billion gallons of toxic wastewater in 2012, according to a new report. That’s enough, as the Guardian notes, to immerse Washington D.C. in 22 feet of toxic water.

The report, published Thursday by Environment America, noted the toxic wastewater produced by oil and natural gas operations often contains carcinogens and even radioactive materials. The report also pointed out the weaknesses of current wastewater disposal practices — wastewater is often stored in deep wells, but over time these wells can fail, leading to the potential for ground and surface water contamination. In New Mexico alone, chemicals from oil and gas pits have contaminated water sources at least 421 times, according to the report.

Those toxic chemicals are exempt from federal disclosure laws, so it’s up to each state to decide if and how the oil and gas companies should disclose the chemicals they use in their operations — which is why in many states, citizens don’t know what goes into the brew that fracking operators use to extract oil and natural gas. Luckily, some states are beginning to address this — California recently passed a law ordering fracking companies to make their chemicals public, an order similar to laws in about seven other states.

The report also noted the vast quantities of water needed for fracking — from 2 million to 9 million gallons on average to frack one well. Since 2005, according to the report, fracking operations have used 250 billion gallons of freshwater. This is putting a strain on places like one South Texas county, where fracking was nearly one quarter of total water use in 2011 — and dry conditions could push that amount closer to one-third.

The Environment America study backs up previous research on the dangers of fracking. A Duke University study published this week linked wastewater from fracking to elevated levels of radioactive activity in one Pennsylvania River. Another study from September found exposure to fracking wastewater was linked to near-immediate death, stillbirths and birth defects in cattle. And a report from Pennsylvania documented the range of health problems affecting residents living near natural gas operations, including skin rashes, infections, headaches and chronic pain. Unfortunately, despite mounting scientific research, it’s difficult for residents to truly link these effects to fracking pollution — in Pennsylvania, a gag order prevents doctors from telling their patients what chemicals from fracking solutions might be the cause of their problems.

The dangers of this wastewater, enormous amount of water used, and the emissions like methane released by fracking operations have all prompted the Environment America’s report to recommend that states prohibit fracking. “Given the scale and severity of fracking’s myriad impacts, constructing a regulatory regime sufficient to protect the environment and public health from dirty drilling — much less enforcing such safeguards at more than 80,000 wells, plus processing and waste disposal sites across the country — seems implausible,” the report stated. Since that recommendation is unlikely to be heeded by states, the report also urged the federal government to ban fracking in national parks and forests and to close loopholes exempting fracking from environmental laws.>



Übersetzung von Michael Palomino
<Von Katie Valentine

Fracking-Borhlöcher in den "USA" haben im Jahre 2012 280 Milliarden Gallonen giftiges Abwasser produziert, so ein neuer Bericht. Das ist genug, meint der Guardian, um ganz Washington D.C. 22 Fuss mit dem Giftwasser zu überschwemmen.

Der Bericht, der am Dienstag von "Umwelt Amerika" ("Environment America") publiziert wurde, stellt fest, das das durch die Öl- und Gasförderung entstandene Giftwasser oft krebserregende Stoffe und sogar radioaktive Stoffe enthält. Der Bericht betonte auch, dass die Praxis zur Handhabung für dieses Giftwasser absolut schwach sind. Das Giftwasser wird oft in tiefen Brunnen gelagert, aber mit der Zeit können diese Brunnen dann leck werden und den Boden und das Oberflächenwasser vergiften. IN New Mexico haben diese Giftwasser aus der Öl- und Gasförderung mindestens 421 mal Verseuchungen verursacht, so der Bericht.

Diese giftigen Chemikalien sind von den Schutzgesetzen ausgenommen, und somit ist es jedem Bundesstaat überlassen, wie die Öl- und Gasfirmen mit den Chemikalien umgehen sollen, mit denen sie operieren - und deswegen wissen auch viele Bürger in vielen Bundesstaaten nicht, was da in der Lösung der Fracking-Maschinen drin ist, um Öl- und Gas aus dem Gestein zu fördern. Einige Bundesstaaten beginnen glücklicherweise, sich diesem Thema zu widmen. Kalifornien hat vor Kurzem ein Gesetz verabschieden, ds Frackingfirmen klar vorschreibt, ihre Chemikalien zu publizieren, und ungefähr sieben andere Staaten haben ebensolche Gesetze verabschiedet.

Der Bericht erwähnte auch die grosse Menge Wasser, die für das Fracking benötigt wird, nämlich 2 bis 9 Millionen Gallonen durschchnittlich für einen einzigen Fracking-Brunnen. Seit 2005 wurden bei Fracking-Operationen 250 Milliarden Gallonen Frischwasser verbraucht. In Texas County hat das Fracking-Wasser im Jahr 2011 einen Viertel des ganzen Wasserverbrauchs ausgemacht - und Trockenperioden können den Anteil bis auf einen Drittel hochtreiben.

Die Studie der Organisation "Umwelt Amerika" unterstüzt eine vorausgehende Untersuchung über die Gefahren von Fracking. Eine Studie der Duke-Universität, die diese Woche erschien, hat die Verbindung von Giftwasser vom Fracking und der erhöhten Radioaktivität in einem Fluss in Pennsylvania festgestellt. Eine weitere Studie vom September hat die Verbindung von Fracking-Giftwasser mit Fällen von Beinahe-Blitztod, mit Totgeburten und Geburtsfehlern beim Vieh hergestellt. Und ein Bericht aus Pennsylvania dokumentierte die ganze Breite von Gesundheitsproblemen bei Anwohnern, die in einer Gegend mit Gas-Fracking leben, darunter auch Hautausschläge, Infektinoen, Kopfschmwerzen und chronische Schmerzen. Unglücklicherweise ist es auch bei wachsender Forschung für die Anwohner immer noch schwierig, die Beweise zu erbringen, dass diese Effeckte mit der Verschmutzung durch Fracking in Verbindung stehen - in Pennsylvania schreibt ein Maulkorbgesetz den Ärzten vor, ihren Patienten nichts zu sagen, welche Effekte die Fracking-Chemikalien haben und welche dann die Krankheiten verursachen.

Die Gefahren durch dieses Fracking-Abwasser [Giftwasser] und der hohe Wasserverbrauch, sowie die Emissionen wie Methan, das durch die Fracking-Operationen dauernd in die Luft abgelassen wird, haben den Amerikanischen Umweltbericht dazu veranlasst, die Empfehlung herauszugeben, dass man Fracking wirklich verbieten sollte. "Wenn man die Anzahl und die Schwere der Fracking-Effekte betrachtet, und wenn man die Umwelt und die öffentliche Gesundheit vor schmutzverursachenden Bohrungen schützen will - dann ist eine Verstärkung der Sicherheitsvorrichtungen bei den über 80.000 Fracking-Brunnen nciht genug, und auch die Giftwasserbecken im ganzen Land - das ist alles nicht plausibel", so der Bericht. Nun wird diese Empfehlung in Staaten kaum beachtet, so wurde aber die nationale Regierung doch dazu gezwungen, Fracking in Nationalparks und Nationalwäldern zu verbieten und gesetzliche Schlupflöcher zu schliessen, um die Umweltgesetze über die Fracking-Gesetze zu stellen.>

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n-tv online, Logo

11.10.2013: <Fracking-Boom
: USA werden 2014 wichtigster Ölförderer der Welt> - von der Grundwasserverseuchung und den schlimmen Nebenwirkungen wird nichts berichtet

aus: n-tv online; 11.10.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/USA-werden-2014-wichtigster-Oelfoerderer-der-Welt-article11527826.html

<Die USA überholen dank des Fracking-Booms nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA schon im kommenden Jahr Russland als weltweit wichtigsten Ölförderer.

2014 dürften die USA täglich im Schnitt elf Millionen Barrel Öl produzieren, teilte die IEA am Freitag mit. Russland liege dann mit 10,86 Millionen Barrel an zweiter Stelle. Schon jetzt werde in den USA mit täglich mehr als zehn Millionen Barrel so viel Öl gefördert wie seit Jahrzehnten nicht. In der weltgrößten Volkswirtschaft wird vor allem Schieferöl gefördert, das mit Hilfe des Fracking-Verfahrens aus dem Boden gepresst wird.

Erst vor wenigen Tagen haben die USA den Titel als weitweit größter Importeur von Rohöl an China abgegeben, weil die vermehrte Ausbeutung der heimischen Reserven die Nachfrage nach ausländischem Öl dämpft. Wichtige Rohstoff-Lieferanten wie Russland investieren derzeit Milliardensummen in neue Pipelines nach Asien, um die dortige Nachfrage zu stillen. Das Ölkartell Opec, dem die USA nicht angehören, bekommt die zunehmende Konkurrenz zu spüren. Die Organisation erdölproduzierender Länder, deren größtes Fördermitglied Saudi-Arabien ist, rechnet im kommenden Jahr mit einer geringeren Nachfrage. Das US-Schieferöl dürfte zudem den Ölpreisanstieg bremsen. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Öl der Sorte Brent  gut 111 Dollar.

Quelle: n-tv.de , rts>


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