Kommentar
Bis heute ist die Vernichtung der Indianervölker - die
Indianervernichtung - in den Geschichtsbüchern offiziell
nicht als Holocaust gewertet worden. Dabei wurde innerhalb von 300
Jahren Schritt für Schritt ein Holocaust - die Kulturvernichtung und
zum grossen Teil auch die Ausrottung - an den Indianern vollzogen.
Diesen Schritt, die Vernichtung
der Indianer in den kriminellen, rassistischen "USA" als Holocaust zu
werten, möchte ich hiermit
tun.
Ab dem 16. Jh. waren die Indianerstämme Element der Koalitionen mit
Engländern und Franzosen gegen die jeweils andere weisse Armee. Als die
"christliche", weiss-rassistisch-englische Herrschaft über den
nördlichen indianischen Kontinent feststand und die frisch gegründete
weiss-kriminell-rassistische "USA" ab 1776 ihre ersten Kriege gegen
"christliche, weiss-rassistisch-englische Truppen bestehen musste,
stand danach die Front für die "Weiterentwicklung" fest. Ziel war die
Besetzung des ganzen Kontinents unter einem einzigen
weiss-rassistischen Staatswesen, koste es, was es wolle.
Die Indianer wurden als "Wilde" abqualifiziert und zum Abschuss
freigegeben. Der weisse Mann vernichtete die Indianer und ihr Wissen,
ihre Philosophie, die Lebensweisheiten, die Lebenskultur und ihre
Lebensgrundlagen. "Heilige Berge" wurden zur Goldsuche freigegeben,
oder die Invasion weisser Goldsucher "regelte" die Besitzlage
"automatisch". Die "christlichen", weissen, schiesssüchtigen
Rassisten-Farmer und Rassisten-Militärs versuchten gar, den Bison als
Lebensgrundlage der Prärie-Indianer auszurotten, um die Indianer zu
vertreiben. Die "weisse" Rassistenpolitik hatte nie eine Teilung des
Gebietes vor. Indianer galten dem "Weissen" als Störenfriede auf dem
Weg nach Indien, mehr nicht.
1862 definierte ein "Heimstättengesetz" die "freie Landnahme" in
Gesetzesform. Die Pazifik-Eisenbahnen festigten die weisse Herrschaft
über den gesamten Kontinent. Die weiss-rassistischen, z.T.
karrieresüchtigen Rassistenmilitärs wandten Vertreibungen, Todesmärsche
und Konzentrationslager an, um den kulturellen Überlebenswillen der
indianischen Stämme zu brechen.
Schliesslich retteten sich einige Stämme nach Kanada. Andere
existierten kaum noch, oder sie wurden auf viel zu kleinen Territorien
- meist auf minderwertigen Böden - eingepfercht. Ab 1890 war nicht nur
alles Land an "Siedler" vergeben, sondern die indianische Lebensweise
mehr oder weniger vernichtet. Indianische Kinder wurden in
"zivilisierte", "christlich"-rassistische Schulen gezwungen, mit
Foltermethoden, die wohl in Rassisten-Empire-England besonders
Tradition hatten. In den 1930-er Jahren gingen die weiss-rassistischen
Regierungen der "USA" dann zur Sterilisation an Indianerfrauen über,
bis 1984.
Die Ausrottung war mehr oder weniger gelungen und waren auch ein
grosses
Vorbild für einen Diktator, der sich Hitler nannte, oder für das Regime
in Südafrika gegen die Schwarzen etc. ... Die Folter-, Verfolgungs-,
Hunger- und
Enteignungsmethoden gegen Juden und gegen andere Rassen der Welt sind
von den "USA" klar vorgezeichnet
worden, auch mit entsprechender weiss-rassistischer Literatur. Der
Rassismus-Darwinismus der leitenden weissen Rassisten in den "USA" war
Vorbild für Hitler (siehe Mein Kampf) und sollte auf der ganzen Welt
verwirklicht werden.
Dieser negativen Vorbildfunktion sind sich die kriminellen,
rassistischen "USA" bis heute kaum
bewusst.
Die wenigen Indianerterritorien in den kriminell-rassistischen "USA"
von heute können keinen adäquaten Ersatz für indianische Lebensweise
darstellen. Die "Reservate" sind Freiluftgefängnisse, mehr nicht. Die
kriminell-rassistischen "USA" sind ein Staat, der auf strategischem,
planmässigem Raubmord beruht. Das gesamte Land ist von den Indianern
geraubt. Die "USA" sind eine Kolonie, die bis heute nicht
entkonlonialisiert ist. Wo ist die Entschädigung? Wo ist die
Landrückgabe? Wo sind die Indianer im Parlament? Nirgendwo. Indianer
zählen nicht.
Die Menschenrechte für die Indianer sind bis heute nicht erfüllt,
solange keine indianische Stimme in Washington vertreten ist und die
indianische Lebensweise im Weissen Haus keinen Eingang findet. Erst
wenn die Indianer im Repräsentantenhaus und im Kongress Einsitz haben,
wird der kriminell-rassistische, "christliche" oder jüdische, "weisse
Mann" in den "USA" endlich über die Natur nachdenken
und die Waffe aus der Hand geben müssen. Dies wäre ein Fortschritt für
die "USA". Die weisse, "christlich"-jüdische Herrscherschicht in den
"USA" ist somit
aufgerufen, endlich die grossflächige indianische Kultur wieder in dem
Masse zuzulassen, so dass sie überlebensfähig ist. Wann dürfen Indianer
endlich Land kaufen in den "USA"?
Wir verneigen uns vor den vernichteten Völkern der Indianer und vor den
bis heute eingepferchten Resten der Indianer-Stämme. Es hat ihnen
niemand geholfen zu überleben.
Michael Palomino
(1999 / 2003 / 2008)
Buchempfehlungen in der Literatur
-- über "Christlich"-rassistische Missionare in Kanada: "Jesuit
Relations" [Jesuitische Beziehungen] (MacDonald, S.84).
-- Indianer im Nord-"Amerika" 18. Jh.:
-- Trigger: Natives and Newcomers [Eingeborene und
Neuankömmlinge] (MacDonald, S.86).
-- J.Garth Taylor: "Mikak: An Inuit Woman in Labrador 1769" [Mikak:
Eine Inuit-Frau in Labrador] (MacDonald,
S.87).
Inhalt
1. Erster Handel zwischen den Stämmen Nordamerikas und
den Weissen
2. Entdeckung und Untergang der Indianischen Nationen an
der
Pazifikküste
Die
Russen versklaven die Bevölkerung der Aleuten, Zwangsmission
Die Pazifik-Küstenindianer
zwischen Alaska und Kalifornien
Die Indianer Kaliforniens
Mission und Versklavung der
Indianer im spanisch regierten Kalifornien
Die Pazifikindianer im
unabhängigen Mexiko
Kalifornien fällt an die "USA" -
der planmässige Genozid an den
Kalifornien-Indianern
3. "Mission" auch in Kanada - das europäische Urteil
über die Stämme
Amerikas
4. Weisse Zweckallianzen mit den Stämmen Nordamerikas
mit leeren
Versprechungen - Pelzhandel und Kulturveränderung
5. 1776: "Unabhängigkeit" von weissen Siedlern auf
fremdem Boden -
Unabhängigkeitskriege mit indianischer Gegenwehr - "Friede von
Versailles" 1783 - "Continental Congress" für den "Leuchtturm" der
Menschheit
6. Die "USA" "gründen" neue Staaten bis zum Mississippi
- Erwerb von
Louisiana
7. Expansion als Zwangsdoktrin - Monroe-Doktrin der
Abgeschlossenheit
nach aussen - Eroberungspläne bis Japan und China
8. Indianer als "unzivilisiertes Volk" - Mission als
"Zivilisierungsversuch", Kulturzerstörung - beginnender indianischer
Identitätsverlust
9. TRAIL OF TEARS / Todesmarsch "Zug der Tränen"
10. Harte Diskussion um Sklaverei in den "USA" - die
Westküste als
Zwischenhalt nach Japan und China
11. Long Walk. Der Todesmarsch der Diné (Navajo) I.
12. "Zivilisierungsgesetze" der "Weissen" in Kanada
13. Long Walk. Der Todesmarsch der Diné (Navajo) II.
14. Beginn des Bürgerkriegs in den "USA" um die
Sklaverei - Pläne für
ein amerikanisches Empire
15. 1862: "Heimstättengesetz" für Einwanderung in
die "USA" auf
fremdem Boden (!)
16. Long Walk. Der Todesmarsch der Diné (Navajo) III.
17. Das Massaker am Sand Creek 1864
18. Die umkämpften Nördlichen Prärien - Kampf der Santee
(Sioux) gegen den Weissen Mann
19. 1866: "Überlegenheitsgefühl" als Aufgabe der "USA"
zur "Weltmission
- 1867: Kauf von Alaska
20. 1868: Das Massaker der Custer-Kavallerie am
Washita-River
21. Der Krieg von Red Cloud ("Rote Wolke")
Der
Kampf gegen den Bozeman Trail
Der Kampf gegen die
Zwangsreservation der Sioux westlich des Missouri
22. ab 1869: Pazifik-Eisenbahnen - Darwinismus
definiert
"minderwertige Rassen" - Entrechtung der Stämme in den "USA"
23. Agonie in den Südlichen Prärien
Die
Kriegslust der Militärs der siegreichen Nordstaaten nach dem
Bürgerkrieg: gegen die Indianer der südlichen Prärien
24. Die Schlacht am Little Big Horn ("Klein-Grosshorn")
Goldrausch
und indianische Gegenwehr in den heiligen Black Hills
25. Vergeblicher Aufstand der Ute im Reservat
26. Der Angriff auf die Kultur der Indianer
Indianer-Internate
zum Umformen der "Roten" zur "Weissen Zivilisation"
27. "USA" im "Bestimmungsglauben und als "Eden" für die
"Welterlösung"
28. Das Massaker am CHANKPE OPI WAKPALA (Wounded Knee
Creek) - Das
Ende einer Kultur
1.
Erster Handel zwischen den Stämmen Nordamerikas und den Weissen
Urzeit Mythen und Kleidung der
Indianer
Die
Mythen und Glaubensvorstellung der Indianerbevölkerungen lehnt sich an
die Vorstellung einer
Zeit an, wo Menschen und Tiere noch miteinander kommunizieren konnten
und der Mensch nicht an seinen Körper gebunden war. Es gilt die
Vorstellung, dass vor allem Jäger in ihren Träumen mit Tieren und
übernatürlichen Wesen in Verbindung traten. Aus dieser Identität mit
Tieren und übernatürlichen Wesen wurden auch die Kleider angepasst: Die
Kleider der Jäger der Askapi-Indianer im östlichen Kanada
waren z.B. mit Mustern bestickt, die den Tieren gefallen sollten. Je
nach Jäger waren die Muster verschieden. Die Kleider waren von den
Frauen genäht und verziert (McDonald, S. 83-84).
ca.1000 v.0
Die Kunst- und Bildersprache der Indianer entlang der Nord-West-Küste
postuliert sich in dieser Zeit bereits vollständig entwickelt in
heraldischen,
symbolischen und zeremoniellen Formen. (Reid, S.152)
10./11. Jh.
Kontakte mit Wikingern
Heutige Archäologen bestimmen erste Kontakte zwischen Indianern
Neufundlands und den Wikingern ins 11. Jh. (McDonald, S.86)
16. Jh.
Kontakte mit Franzosen
Mündliche erste Kontakte mit Franzosen werden ins 16. Jh. datiert. Die
grossen Schiffe der Weissen werden als "schwimmende Inseln"
beschrieben. Die
Seeleute in der Takelage werden als Bären auf Bäumen angesehen.
(McDonald, S.86)
16. Jh.
Handel der Indianer mit den Weissen
Schon
vor dem persönlichen Kontakt ist durch eigene Handelsnetze der
Handel zwischen Europa und Indianern im Gang, zuerst mit Biberpelzen,
dann mit Lebensmitteln, Kleidung und Haushaltsgegenständen:
Metalltöpfe, Messer, farbige Glasperlen, Stoffe in leuchtenden Farben.
Ausserdem werden auch Gewehre gehandelt (McDonald, S.86-87), und
Alkohol (McDonald, S.92).
Schon zu dieser Zeit werden die Indianer von westlichen Händlern
abhängig (McMaster, S.105).
Die Indianer sind vor allem von den Metallgegenständen des "weissen
Mannes" beeindruckt. Sie glauben, dass die Europäer Gottheiten seien,
weil sie den
Zugang zu Kupfer und Eisen im Innern der Erde kontrollierten. Ebenso
glauben sie, dass die Weissen über die Biber und alle Wasserbewohner
herrschten (MacDonald, S.86-87).
Mit der Zeit werden alle Gegenstände des "weissen Mannes" begehrt, auch
die Lebensmittel. Es verbreitet sich ein Glaube, dass in den
Lebensmitteln des "weissen Mannes" "übernatürliche Kräfte"
vorhanden seien. Der Indianer will sich durch Warenaustausch Zugang zur
neuen Macht verschaffen und durch seine eigene Macht weitergeben:
-- westliche Kleider werden übernommen
-- bei Festen beginnt Porzellan mit Besteck, die Holzschüssel zu
ersetzen
-- Rangabzeichen und Insignien der hochstehenden Indianer verschwinden
und werden den ["christlichen", weiss-rassistischen] Missionaren
geschenkt
-- die Weissen legen Sammlungen von indianischen Gegenständen an.
Der ["christliche", weiss-rassistische] Missionar der Metlakatla glaubt
z.B., seine Kleidung sei bei den Indianern so begehrt, so dass er wegen
seiner Kleidung
umgebracht werden könne. (MacDonald,
S.86-87)
16.-19. Jh.
Diebstahl der Indianer
Die Indianer klauen Nägel und andere Metallgegenstände von Schiffen
(Vermerke in Logbüchern), da sie glauben, selber keine Kupfervorkommen
zu besitzen. (MacDonald, S.86)
16.-19. Jh.
Überlebenshilfe - "Entdeckungen“
und Namengebung
Die Indianer leisten den europäischen Forschern und Pelzhändlern
wertvolle Dienste in Überlebenstechniken, die sie in mindestens 15.000
Jahren entwickelt haben. (MacDonald,
S.83)
Die europäischen "Forscher" benennen ihre neu "entdeckten" Landschaften
und Ortschaften nach ihren europäischen Schirmherren oder nach ihrem
eigenen Namen, ohne nach den indianischen Namen zu fragen. (MacDonald, S.83)
Die indianischen Namen beinhalten Hinweise auf Nahrungsquellen und
religiös-mythische Stätten für Geschehnisse oder bestimmte Geister,
z.B. bei Strudeln oder Luftblasen in Flussläufen oder Seen. (MacDonald, S.83)
16.-19. Jh.
Beraubung der Indianer durch die
Franzosen
Nach spanischem Vorbild gehen französische Schiffe in Kanada auf
Schatzsuche. Kommunikation mit den Eingeborenen ist kaum möglich. So
können die Indianer ihre Anliegen nicht vorbringen. Der erste
schriftlich registrierte "Schatz" wird vom "Forschungsreisenden"
Jacques Cartier 1536 nach Frankreich geschickt. Es handelt sich um
-- grosse Mengen angebliches Gold (Eisenpyrite)
-- indianische Geiseln (MacDonald,
S.84).
[Zweck und Finanzierung der
französischen Expeditionen - englischer Landraub an der Küste
Die "christlichen", weiss-rassistischen, französischen Expeditionen
haben vom französischen König den Auftrag, einen nördlichen "Weg nach
Indien" zu finden, so wie die Spanier den "Weg nach Indien" in Mittel-
und Süd-"Amerika" gefunden haben. Zumindest sollen die französischen
Expeditionen aber so viel Gold oder andere Metalle finden, so dass sich
die Expedition mit den teuren Schiffen und Besatzungen finanziert. Der
Raub an der indianischen Bevölkerung ist also - wie im spanischen
Kolonialismus - vorherbestimmt, und Kommunikation auf menschlicher
Basis ist zwischen Weissen und Eingeborenen nicht vorgesehen. Die
angelsächsische Politik und die französische Politik grenzten einander
ihre Bereiche in Nord-"Amerika" ab, wobei die "christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen Angelsachsen gleich zur "Siedlungspolitik"
gegenüber den Indianern übergingen und diese immer mehr vertrieben. Die
Franzosen beschränkten sich lange Zeit auf Ketten von Forts in gewisser
Zusammenarbeit mit den Indianern].
2.
Entdeckung und Untergang der Indianischen Nationen an der Pazifikküste
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Kalif.htm (2003)
Pazifikküste: Die Russen
versklaven die
Bevölkerung der Aleuten, russisch-orthodoxe Zwangsmission
Während im 18. Jahrhundert der Landraub im Osten seinen Lauf nahm,
entdeckten europäische Forscher, Pelzhändler und Missionare [von
Russland aus] auf dem
Seeweg die indianischen Nationen an der Pazifikküste von den
nebelverhüllten Aleuten-Inseln im Norden bis zu den warmen,
eichenbewachsenen Hügeln des südlichen Kalifornien. Damit war ihr
Untergang besiegelt.
Die Eindringlinge auf den Aleuten waren Russen, und sie hatten es nicht
auf das Land abgesehen, sondern auf die glänzenden Felle der Seeotter
und Robben, die die felsige Küste bevölkerten. Die Russen überfielen
die Aleuten-Dörfer, nahmen Frauen und Kinder monatelang als Geiseln,
vergewaltigten und misshandelten sie und zwangen die Männer, so lange
Seeotter zu jagen, bis sie genug Pelze hatten, um ihre Familien
freizukaufen. Wenn ein Gebiet leergejagt war, zogen die Russen weiter,
zunächst ostwärts über die Aleuten, bis sie schliesslich das nördliche
Kalifornien erreichten. Die erfahrenen Jäger von den Aleuten wurden
gezwungen, mit ihnen zu ziehen.
Im Laufe der Jahre leisteten immer wieder Gruppen von Aleuten
Widerstand gegen die Sklaverei. Bei dem vergeblichen Versuch, ihre
Freiheit zurückzuerlangen, liessen allein auf den Aleuten-Inseln
zwischen Mitte des 18. und Mitte des 19. Jahrhunderts 14.000 Aleuten
ihr Leben. Russische Missionare bekehrten mit der Zeit viele der
Überlebenden zur griechisch-orthodoxen [russisch-orthodoxen] Kirche,
denn die Aleuten waren
im Einklang mit einer ihrer Traditionen davon überzeugt, dass "eine
Religion, die sogar die Russen retten kann, sehr stark sein muss".
Die Pazifik-Küstenindianer
zwischen Alaska und Kalifornien
Die Tlingit, Tsimshian, Haida, Kwakiutl, Nootka und andere Stämme des
Nordwestens bewohnten südöstlich der Aleuten das Küstenland mit seiner
herben Schönheit, vom Landzipfel Alaskas bis zum nördlichen
Kalifornien; diese Pazifik-Nationen gehörten zu den wohlhabendsten
aller indianischen Völker.
Obwohl das Meer ihr Leben bestimmte und sie keinen Ackerbau trieben,
hielten sie doch reiche Ernte: Sie fingen im Meer und in den Flüssen
grosse Mengen Fisch und Schaltiere, und in den dichten Wäldern jagten
sie Wild und sammelten Nüsse und Beeren. Blühende, komplexe
Gemeinschaften konnten so entstehen. In grossen Kanus befuhren sie die
Küstengewässer und waren als Händler, aber auch als Räuber bekannt. Sie
gehörten zu den wenigen indianischen Völkern, die persönlichem Besitz
einen Wert beimassen, Besitz, zu dem in ihrem Fall nicht nur
materielle Güter, sondern auch Gefangene gehörten. Diese Gemeinschaften
fanden in ihrem reichen religiösen Leben und den Bindungen des Clans
genug Rückhalt, um den Russen Widerstand zu leisten. Zwar standen sie
unter starkem Einfluss der weissen Händler, mit denen sie gelegentlich
bewaffnete Konflikte austrugen, aber sie waren weit genug von Europa
entfernt, um den grössten Teil ihres Landes ins 20. Jahrhundert
hinüberzuretten.
Die Indianer Kaliforniens
Weiter unten an der Küste lebten in einem der dichtbesiedeltsten
Gebiete Nordamerikas nördlich von Mexiko die verschiedenen Stämme von
Kalifornien. Sie sprachen acht unterschiedliche Sprachen, die sich in
mehrere hundert Dialekte gliederten. Diese Stämme zusammen über
300.000 Menschen spalteten sich in Gruppen auf, die in mehrere
tausend getrennten und politisch autonomen Gemeinschaften unter
Familienoberhäuptern oder Häuptlingen lebten, deren "Amt" nach dem
Prinzip der Erbfolge vom Vater auf den Sohn weitergegeben wurde. Solche
Gemeinschaften konnten dauerhafte Dörfer, aber auch kurzlebige
Grashüttensiedlungen bewohnen.
Obwohl die relativ kleinen Gruppen in
enger Nachbarschaft zueinander lebten und gegenseitige Übertretungen
der Territoriumsgrenzen keineswegs selten waren, fiel es ihnen doch
schwer, sich auf einen Kampf vorzubereiten oder ihn zu führen, denn
alle der meist 50 bis 500 Mitglieder hatten die gleichen Rechte, und im
allgemeinen wurden die meisten Fragen mehrheitlich entschieden. Wenn es
doch zum Kampf kam - meistens wegen Wilderei oder einer anderen
Verletzung der Hoheitsrechte, wegen Entführung von Frauen und Kindern,
als Rache für Vergiftung oder andere mutmassliche Folgen von Hexerei
- geschah es im kleinen Rahmen, ritualisiert und war schnell vorbei.
Oft
stellten sich die Männer beider Parteien einander gegenüber, schossen
ihre Pfeile aufeinander ab und kehrten dann in die Dörfer zurück.
Wie die Nationen der nordwestlichen Küstenregion, so trieben auch die
kalifornischen Indianer keinen Ackerbau: Sie fischten, jagten
Niederwild und Vögel und sammelten alle nur denkbare Nahrung in der
Wildnis. Den Fleischbedarf deckten Hirsch, Kaninchen, Wachtel und
Lachs; dazu kamen Rosskastanie, Kiefernsamen, Eicheln und Haselnüsse,
Camaswurzeln, Samen des wilden Roggens, Pflaumen, Trauben und
Manzanitabeeren.
Die Cumash-Indianer in Kalifornien
Die ungewöhnlich grossen Dörfer des Cumash-Volkes, einem der grössten
Stämme Kaliforniens, lagen im Süden an der Küste, vom Gebiet des
heutigen [Ortes] San Luis Obispo bis zum Malibu Canyon [Schlucht],
ausserdem auf den
Inseln des Santa Barbara Channel und landeinwärts bis zum San Joaquin
Valley. Zu einem Dorf gehörten Zeremonieplätze, halbunterirdische
Schwitzhütten, freigeschlagene Spielfelder, Vorratshütten und runde,
gedeckte Wohnhäuser mit einem Durchmesser bis zu 15 Metern, in denen
bis zu 70 Menschen Platz hatten. Ein Dorf hatte bis zu tausend Bewohner.
Die meisten Chumash waren Sammler, Jäger und Fischer. Viele unter ihnen
hatten besondere Fähigkeiten und Kenntnisse; sie waren zum Beispiel
Heiler, Astrologen, Kanubauer, Korbflechter, Perlenkünstler,
Specksteinschnitzer, Tischler, Felsmaler. Zu den herausragenden
Leistungen der Chumash gehört, dass sie einzigartige, hochseetüchtige
Plankenboote bauen konnten, Figuren aus Steatit schnitzen und einige
der herrlichsten mehrfarbigen Felsmalereien in Nordamerika schufen.
Ausserdem benutzten sie Muschelperlen als Währung. Die Herstellung und
Verteilung dieses Muschelgeldes unterstand ihrer Regierung. Die Chumash
zählten fast 20.000 Menschen und sprachen mindestens sechs Dialekte.
Mission und Versklavung der
Indianer im spanisch regierten Kalifornien - Namenzwang, Kleiderzwang,
Folter bis zur Todesstrafe

Rassistisch-"christliche" Mission
in Kalifornien 1832
Im Jahre 1769 kamen der
["christliche", weiss-rassistische] Franziskaner-Pater Junipero Serra
und
eine
["christliche", weiss-rassistische] spanische Armee in die Nähe des
heutigen San Diego an der Grenze von
Baja California, ins Land der Ipai und Tipaistämme. Dort erbaute Serra
eine Missionsstation die erste in einer Kette von 21 Missionen, die
sich später bis San Francisco an der Küste hinaufzogen. Als er im
Chumash-Territorium ankam, erkannte er nicht, welch komplexe Religion
dieser Gesellschaft zugrunde lag.
"Glaubet mir", so schrieb er, "als ich ihr Gebaren im allgemeinen sah,
ihre gefällige Art und ihr gewinnendes Benehmen, brach mir das Herz bei
dem Gedanken, dass ihnen immer noch das Licht des Heiligen Evangeliums
vorenthalten war."
Er gründete auf dem Land der Chumash fünf Missionsstationen.
[Der "christliche", weiss-rassistische] Pater Serra und die anderen
spanischen Missionare in Kalifornien
- nicht anders die Missionare in Mexiko, Peru, Florida, Neuengland und
anderswo - duldeten keine Religion neben dem [rassistischen]
Christentum. Das
spirituelle Leben der Indianer war in ihren Augen überhaupt keine
Religion, sondern heidnischer Aberglaube und Hexerei. Serra schickte
["christliche", weiss-rassistische] spanische Soldaten in die
Indianerdörfer mit dem Auftrag, alle Leute zu
sammeln und notfalls mit Gewalt in die Missionsstationen zu bringen.
Dort wurden sie von ["christlichen", weiss-rassistischen] Missionaren
und Soldaten eingeteilt und überwacht
und bei Übertretungen oder Widersetzlichkeiten schwer bestraft. Man
bekehrte sie, brachte ihnen ein Handwerk bei und wies ihnen nach einer
gewissen Zeit schliesslich ein Stück Land zu, damit sie christliche
Bauern und Arbeiter würden - was im Grunde nichts anderes war als ein
Sklavendasein für die ["christlichen", weiss-rassistischen], spanischen
Missionen.
Nur wenige eingeborene Kalifornier kamen freiwillig zu den
Missionsstationen. Waren die Neulinge oder Neophyten [Frischbekehrte],
wie sie genannt
wurden, erst einmal bekehrt, durften sie nicht nach Belieben wieder
fortgehen. Die Neophyten bekamen spanische Namen und blaue Uniformen
und arbeiteten auf den Feldern der ["christlichen",
weiss-rassistischen] Missionsstationen und in den
Geschäften; sie kümmerten sich um das Vieh, gerbten Häute und stellten
Kerzen, Ziegel, Fliesen, Schuhe, Sättel, Seife und andere
Bedarfsartikel für die Mission her. Jedes Vergehen wurde hart bestraft:
Sie wurden mit widerhakenbewehrten Peitschen geschlagen, in Halseisen
gelegt, an den Füssen gefesselt, gebrandmarkt, verstümmelt oder sogar
hingerichtet.
Entlassung eines Berichterstatters
für die Indianer
"Die Behandlung der Indianer ist das Grausamste, was ich je in der
Geschichte gelesen habe",
schrieb im Jahre 1799 ein Bruder in der kalifornischen Missionsstation
San Miguel, der mit diesen Sitten überhaupt nicht einverstanden war, an
den ["christlichen", weiss-rassistischen] Vizekönig von Mexiko.
"Aus geringstem Anlass schon bekommen sie schwere Prügel, werden in
Ketten und Halseisen gelegt; ja, die Grausamkeit geht so weit, dass sie
ganze Tage ohne einen Schluck Wasser gehalten werden."
Wegen seiner Beschwerde im Namen der Indianer wurde der Bruder für
geistesgestört erklärt und von einem ["christlichen",
weiss-rassistischen] Trupp Soldaten aus Kalifornien
weggeschafft.
Geschlechtertrennung in kasernenartigen
Verhältnissen ohne Hygiene bei mangelnder Ernährung
Indianische Frauen und Männer, auch Ehepaare, mussten in den
Missionsstationen getrennt leben, und unverheiratete Frauen, denen
Soldaten aus benachbarten Gefängnissen und auch das ["christliche",
weiss-rassistische] spanische
Missionspersonal oft nachstellten, wurden in konventartige Kasernen
separiert. Unzureichendes und fremdartiges Essen, an das die Indianer
nicht gewöhnt waren, mangelhafte Unterkünfte und Hygiene, verheerende
Ausbrüche von Malaria, Pocken und anderen Krankheiten, Verzweiflung,
Strafen und der Verlust ihrer Kultur, das alles trug dazu bei, dass die
Todesrate unter den Neophyten einem Genozid gleichkam.
Aufstände der Indianer
Kaliforniens gegen die missionarische Versklavung
Ein paar mal kam es zu verzweifelten, aber erfolglosen Aufständen gegen
die ["christlichen", weiss-rassistischen] Spanier. Im Jahre 1775 taten
sich etwa 800 Ipai und Tipai aus neun
Dörfern zusammen, um die Missionsstation San Diego niederzubrennen. Ein
Jahr dauerte es, um den Aufstand niederzuschlagen, und ein
["christlicher", weiss-rassistischer] Priester und
zwei andere Spanier wurden dabei getötet. Zehn Jahre später führte eine
indianische Medizinfrau namens Toypurina einen erfolglosen Versuch an,
die Missionsstation San Gabriel östlich von Los Angeles zu zerstören.
Weiter Revolten brachen unter den Costanoan in den Missionsstationen
San Jose, Santa Clara, San Juan Bautista und Santa Cruz aus; am
spektakulärsten aber war der Aufstand der Chumash.
Im Jahre 1824 zerstörten die Chumash einen Teil der Mission Santa Ynez,
nahmen mit Unterstützung befreundeter Stämme La Purísima ein und bauten
aus beschlagnahmten spanischen Kanonen und schwenkbaren Geschützen eine
Verteidigung auf, die angreifende ["christliche", weiss-rassistische]
Soldaten auf Distanz hielt. Als sich
die Nachricht vom Aufstand herumsprach, bewaffneten sich die
Chumash-Neophyten von Santa Barbara und schlugen in einem
mehrstündigen
Kampf einen Trupp ["christliche", weiss-rassistische] Soldaten in die
Flucht. Die Indianer plünderten die
["christliche", weiss-rassistische] Mission und flohen in die Hügel.
Einen Monat später beendete eine
Waffenruhe die Belagerung von La Purísima; unterdessen verfolgten
andere ["christliche", weiss-rassistische] Soldaten die Flüchtlinge von
Santa Barbara, denen sich
aufständische Neophyten von San Fernando angeschlossen hatten. Nach
einer Reihe von Gefechten wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt, und
viele der Flüchtlinge wurden zusammengetrieben und in ihre
Missionsstationen zurückgebracht. Es endete damit, dass sieben
Neophyten von La Purísima von den ["christlichen", weiss-rassistischen]
Missionaren und Soldaten hingerichtet
und vier Indianer zu zehn Jahren Arbeit in einer Sträflingskolonne
verurteilt wurden.
Die Pazifikindianer im
unabhängigen Mexiko
Befreiung aus Leibeigenschaft -
Landbesetzung der Mexikaner - Indianer als Tagelöhner
Im Jahre 1821 gewann Mexiko seine Unabhängigkeit [vom "christlichen",
weiss-rassistischen] Spanien, und im
Jahre 1834 endlich - 65 Jahre, nachdem die ["christlichen",
weiss-rassistischen] Spanier begonnen hatten,
Indianer zu versklaven - säkularisierte Mexiko die Missionsstationen
und nahm der ["christlichen", weiss-rassistischen] Kirche das Recht,
weiterhin Indianer gefangenzuhalten.
Tausenden stand es frei zu gehen. Einige blieben auf den Ländereien der
Mission, und manche gingen heim auf ihre Rancherias. Aber Tausende
sollten ihre Heimat nie wieder sehen: Allein in der Mission Santa
Barbara füllten über 4600 Chumash-Namen die Sterberegister. Ihre
Leichen wurden in grosse Gruben in der Nähe der Kirche geworfen ohne
traditionelles oder christliches Begräbnis. Die Rückkehr der
Überlebenden in ihre alte, friedliche Welt war Illusion: Ihre
Heimatdörfer waren zerstört und ihr Land von den Mexikanern
beschlagnahmt; die Missionsstationen waren in mexikanische
["christliche", weiss-rassistische] Rancheros
umgewandelt.
Da den ehemaligen Neophyten kaum eine andere Wahl blieb, wenn sie
überleben wollten, wurden die meisten von ihnen Tagelöhner oder peónes
[Hilfsarbeiter] auf den ["christlichen", weiss-rassistischen],
mexikanischen Gutshöfen.
1848: Kalifornien fällt an die
"USA" - der planmässige Genozid an den Kalifornien-Indianern
Goldrausch und mordende Schürfer
Als
dann im Jahre 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo der
Mexikanische Krieg zu Ende war, expandierten die Vereinigten Staaten
bis zum Pazifik. Kalifornien ging gerade dann aus
["christlich"-katholisch-rassistischen] mexikanischen in
["christlich"-protestantische und jüdische, weiss-rassistische]
"amerikanische" Hände über, als im Territorium der Nisenan im Norden
Gold
entdeckt wurde.
["Christliche" und jüdische, weiss-rassistische] Schürfer drangen
widerrechtlich in Indianerland ein, überschwemmten
Jagdgründe, überfielen Dörfer und raubten Frauen. Gruppen von Weissen
eröffneten zum Spass das Feuer auf wehrlose Männer, Frauen und Kinder
und löschten ganze Lager und Siedlungen aus. Frauen wurden als
Mätressen in die Siedlungen der Weissen geschleppt, Kinder wurden als
Sklaven verkauft. Die ["christlichen" und jüdischen,
weiss-rassistischen] Weissen hatten die Jagd auf die Indianer
eröffnet, die sie verächtlich "digger" ["Pflüger"] nannten, weil sie
zum
Wurzelsammeln einen Grabstock benutzten.
Hunger, eine gestohlene Kuh, ein
verlorenes Pferd: Zwei tote Weisse und das Massaker von Bloody Island
gegen die Pomo-Indianer
Karte
der Gebiete der Pomo-Indianer im heutigen Kalifornien
Die Geschichte Kaliforniens ist
eine
Geschichte des Genozids [bzw. des Indianerholocausts]. Eines der
aufsehendsten Massaker war das
wohlüberlegte Werk von Streitkräften der ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] "US"-Armee in Kalifornien.

Bloody Island ("Blutinsel"),
Gedenktafel für einen Racheakt an 130 unschuldigen Männern,
Frauen und Kindern der Pomo-Indianer, im Mai 1850
Es geschah im Jahre 1850 am Clear
Lake östlich von Ukiah im nördlichen Teil des Staates; zwei
["christlicche", weiss-rassistische] Amerikaner,
Charles Stone und Andrew Kelsey, hatten dort Hunderte vom Pomo
gefangengenommen und gezwungen, auf einer Ranch zu arbeiten. Eines
Tages versuchten Shuk und Xasis zwei Pomo-Männer, die als
Viehtreiber arbeiteten eine Kuh für ihre hungrigen Familien zu
stehlen und verloren dabei eines von Kelseys Pferden. In ihrer Angst
vor der unausweichlichen Strafe hielten sie eine Beratung ab, um zu
entscheiden, was zu tun sei. Die Pomo beschlossen, zuerst zuzuschlagen.
Fünf Männer machten Stone und Kelsey ausfindig und töteten beide. Der
Stamm floh in die Hügel und bereitete sich auf das Eintreffen der
["christlichen", weiss-rassistischen] "amerikanischen" Soldaten vor
in der Hoffnung, sie könnten die
Angelegenheit mit den Soldaten friedlich bereden. Im Mai 1850
schliesslich drang eine Abordnung von ["christlichen",
weiss-rassistischen] Berufssoldaten unter dem Kommando
von Captain Nathanial Lyon in das Clear-Lake-Gebiet ein, um die
Indianer für die Morde zu bestrafen. Da die Soldaten die Männer nicht
finden konnten, die für die Tötung verantwortlich waren, massakrierten
sie einfach eine Gruppe von über 130 Männern, Frauen und Kindern, die
gerade fischten; heute ist dieser Stelle unter dem Namen Bloody Island
["Blutinsel"] bekannt.
Weisse Zeitungsberichte über den
Holocaust an Indianern in Kalifornien - Kritiker werden verjagt
Im folgenden Jahrzehnt [1850-1860] dokumentierten die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] kalifornischen Zeitungen
- einige prahlerisch, andere beschämt und mit Gewissensbissen - viele
der
Greueltaten. Im Februar 1860 veröffentlichte in Union (das heutige
Arcata) der Northern Californian eine Geschichte unter der Schlagzeile
"Wahlloses Massaker an Indianern - Frauen und Kinder abgeschlachtet";
dann folgten die Einzelheiten des Blutbades, das mit Beilen und Äxten
unter 188 friedlichen indianischen Männern, Frauen und Kindern in ihren
Dörfern an der Humboldt Bay angerichtet worden war.
Die ["christlichen", weiss-rassistischen] Weissen in Union [heute
Arcata] ärgerten sich, dass die Zeitung die Morde
kritisiert hatte, bedrohten den jungen Herausgeber, den 23 Jahre alten
Bret Harte, und zwangen ihn, aus der Stadt zu fliehen. Andere Zeitungen
wie die Humboldt Times von Eureka brachten eher typische Schlagzeilen:
"Fette Beute unter den Diggern", "38 Rote erledigt", "40 Squaws und
Kinder gefasst", "Bande ausgelöscht".
[Der "christlich"-jüdische, weiss-rassistische Holocaust an den
Indianern wurde durch die Presse noch gefeiert...]
Kalifornische Indianer als Sklaven
in der Landwirtschaft - Dezimierung durch Seuchen, Hunger und Morde
In den 1850-er Jahren des 19. Jahrhunderts war die Nachfrage nach
landwirtschaftlichen Arbeitskräften so gross, dass die ["christlichen"
und jüdischen, weiss-rassistischen] Kalifornier und
ihre Gerichtshöfe die Versklavung der Indianer geflissentlich übersah,
obwohl Versklavung der Schwarzen im Staat verboten war. Ein Jahrzehnt
später, als in der Zeit nach dem Bürgerkrieg die Gesetzgebung alle
Formen der Sklaverei in der Nation für gesetzwidrig erklärt hatte,
ersetzten Maschinen und arbeitslose Minenarbeiter die indianische
Arbeiterschaft in [der "christlichen", weiss-rassistischen]
Kaliforniens Landwirtschaft.
Damals hatten die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Grausamkeiten von
Generationen von Spaniern, Mexikanern und
Amerikanern, wiederholte Ausbrüche von Seuchen, Hungerjahre, Anschläge
auf die Lebensgrundlage, das Leben und die Kultur der Stämme und das
vollständige Fehlen gesetzlichen Schutzes die Indianerbevölkerung des
Staates um 90 Prozent dezimiert von annähernd 310.000 im Jahre 1769
bis zu 30.000 gegen Ende des Goldrausches. (Die Zahl erreichte im Jahre
1900 ein Tief von etwa 15.000, bevor sie im 20. Jahrhundert wieder
anstieg).
Ich
bin sehr alt ... mein Volk war einst um mich wie die Sandkörner an der
Küste ...
Sie sind alle fort. Sie sind
dahingegangen wie das Gras ... sie sind zu den Bergen gegangen ...
Ich bin alles, was von meinem
Volk geblieben ist. Ich bin allein.
Befreiter Neophyt von der Dolores
Mission ["Mission der Schmerzen"].
3.
"Mission" auch in Kanada - das europäische Urteil über die Stämme
"Amerikas"
17. Jh.: Erste "christliche",
weiss-rassistische Missionare in
Kanada: Überwinden der Sprachbarriere
Mitte des 17. Jh. waren jesuitische Missionare die ersten
Europäer,
die mit Indianern zusammenlebten, z.B. mit den Huronen. Die
Aufzeichnungen schildern die Spaltung der indianischen Gemeinwesen
zwischen alten Lehren und Traditionen und der Übernahme neuer
europäischer Werte durch die [fantasierte] Jesus-Bekehrung (MacDonald, S.84).
18. Jh.: Das Urteil der
"christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen Europäer
über die Ureinwohner Amerikas
Die Indianer werden mit Hilfe der Kriterien des "Christentums" und der
"Zivilisation" beurteilt und werden als "Wilde" eingestuft.
-- als "Edle Wilde" (Konzept von Jean Jacques Rousseau (1712-1778)
-- oder als "Heiden"
-- oder innerhalb einer Allwelttheorie von John Locke, mit der
Behauptung, dass "am Anfang
die ganze Welt Amerika war" (MacDonald,
S.84).
Erste Gemälde und Radierungen zeigen Indianer in ihrer Kleidung,
aber
mit europäischem Gesichtsschnitt und europäisch stolzer Körperhaltung
(MacDonald, S.85).
Die "USA" als "neues Zion" für
Juden
Die "christliche", weiss-rassistischen "USA" werden als "neues Zion"
gepriesen, als ein "Garten Eden" auf
"unberührtem Boden", der die "artifizielle Jungfräulichkeit der
Gesinnung zu erhalten erleichtert. (Wehler, S.10)
[Juden hatten in den weiss-rassistischen "USA" von Anfang an eine
Beinahe-Gleichberechtigung zu den weissen "Christen", und deswegen
waren die "USA" von Anfang an eines der primären Auswanderungsziele der
Juden. Durch die disziplinierte Schulung der Juden gelang es ihnen
schon bald, jüdische Geschäfte erfolgreich zu führen und in den Reihen
der Regierungen und der bestimmenden Banken Einsitz zu erhalten. Der
jüdische Anteil an der weiss-rassistischen Politik der "USA" und am
Indianerholocaust ist erheblich, bzw. der Indianerholocaust ist ein
Gemeinschaftswerk von "Christen" und Juden gleichermassen].
Weitere Informationen in:
-- H.N.Smith: Virgin Land. The American West as Symbol and Myth [Jungfrauenland.
Der amerikanische Westen als Symbol und Mythos].
Cambridge/Mass. 1962
-- C.Sanford: The Quest for Paradise [Die
Frage nach dem Paradies]. Urbana 1961
-- L.Baritz: The Idea of the West [Die
Vorstellung des Westens]. AHR tt, 1961, S.618-640
-- R.W.B.Lewis: The American Adam [Der
amerikanische Adam]. Chicago 1955
-- A.K.Moore: The Frontier Mind [Die
Frontier-Mentalität]. Lexington 1963
[Die Philosophen behaupten: Der Sitz der
Weltreiche geht westwärts
Die Weltphilosophen behaupten, die
Sitze der Weltreiche würden sich von Ost nach West verschieben (zuerst
China, dann Mittelasien mit Alexander dem Grossen etc., dann Rom, dann
London, und nun die "USA"). Der Rassist Jedidiah Morse meint, die
zukünftige Hauptstadt der Rassisten-"USA" werde der letzte Sitz dieser
Weltreiche sein]:
Gemäss der
griechisch-römischer Philosophie wird der Sitz der Weltreiche
kontinuierlich von Osten nach Westen wandern. Somit ist die "USA" als
Endstation göttlich vorbestimmte Endmacht der Welt. In diesem Sinn
predigt Bischof Berkeley schon 1726:
"Westward the Course of Empire Takes Its Way" ("Die Zentren der
Weltreiche bewegen sich immer nach Westen") (Wehler, S.12)
In diesem Sinn wird Amerika die "Endstation" des Sitzes der Weltreiche
sein, so meinen die Rassisten-"Philosophen" der Neu-England-Staaten,
und später die Rassisten-"Philosophen" der "USA"... (Wehler, S.12)
Im 18. Jahrhundert werden die Neu-England-Kolonien von Jonathan Edwards
(1703-1758) als
ein "beispielhaftes Gemeinwesen", als ein kommender "Renovator of the
World" ["Erneuerer der Welt"] gepriesen (Wehler, S.10)
Weitere Informationen in:
-- M.Curti: The Growth of American Thought (Die Entwicklung der
amerikanischen Denkweise). N.Y.1943, S.49f.
-- American Archives, 4.Serie, V. Hg. P.Force. Washington 1844, S.182
(1776)
Jonathan
Edwards verbreitet einen Glauben an eine "Vorherbestimmung zur
Verwirklichung von Gottes bestem Plan" durch die imperialistische,
"christlich"-jüdische, weiss-rassistische "USA".
(Wehler, S.11)
Weitere Informationen in:
-- M.Curti: The Growth of American Thought [Die Entwicklung der amerikanischen
Denkweise]. N.Y.1943, S.49f.
-- American Archives, 4.Serie, V. Hg. P.Force. Washington 1844, S.182
(1776)
Andere
"christliche" oder jüdische, weiss-rassistische Philosophen der "USA"
verbreiten eine Superioritätsdoktrin und behaupten in einer
universalistischen Botschaft das "Naturrecht" der Weltherrschaft für
die "USA" mit säkularisiertem
Messianismus mit Prädestinationsbewusstsein. Die Weltherrschaft sei
vorherbestimmt. (Wehler, S.11)
4.
Weisse Zweckallianzen mit den Stämmen Nord-"Amerikas" mit leeren
Versprechungen - Pelzhandel und Kulturveränderung
18. Jh.: Militärallianz zwischen
Engländern und Indianern gegen die Unabhängigkeitsbewegung
[Im 18. Jh. lassen sich die indianischen Stämme auf Allianzen und
Kriege mit den "christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen Weissen ein.
Gleichzeitig spekulieren die rassistischen Weissen über die komplette
weisse Besetzung des "amerikanischen" Kontinents, was den Indianern
aber unbekannt bleibt. Abkommen und Landrechte an Indianer gelten also
nur vorübergehend und sind nur ein strategischer Trick, mehr nicht. Am
Ende werden die Indianer aufgerieben und vernichtet, und die
Spekulationen des weissen Rassistenmannes haben sich "gelohnt"...]
1710
"Christliche", weiss-rassistische
Briten brauchen Verbündete
Die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Briten brauchen
dringend verbündete in N-"Amerika". Zu diesem
Zweck werden die 4 Mohawk-Könige 1710 zu einem Besuch in London
eingeladen, um die Indianer durch die Grösse Londons und Englands zu
beeindrucken und sich so die Loyalität der Indianer im Krieg gegen die
Franzosen zu
sichern. Die Indianerhäuptlinge verlangen gleichzeitig die
Zurückdrängung der Franzosen und Entsendung von Missionaren. So kommt
es zur Allianz zwischen der "Six-Nations-Konföderation" der Indianer
und der britischen Krone gegen Frankreich. (McDonald, S.84)
18. Jh.: Landrechte für
Indianer - keine Anerkennung der Indianer als Nation, sondern "loyale
Untertanen"
Die Engländer halten in der weiteren Zeit die Bündnisse mit den
Indianerstämmen der Mohawk und erteilen diesen Landrechte im heutigen
Südontario "zu ihrem alleinigen Gebrauch und zum Nutzen ihrer Erben".
In der Folgezeit jedoch geben die Briten die Erklärung ab, dass die
Indianer sich unter den Schutz der britischen Krone begeben hätten und
somit nicht als souveräne Nation angesehen werden könnten. Der Status
sei somit verändert und so werden sie vom "treuen verbündeten" zum
"loyalem Untertan" (McDonald,
S.85).
1763
Verbot des direkten Landkaufs und
Landverkaufs für Indianer
In einer "Royal Proclamation" wird festgelegt, dass Indianer
ihr
Land nicht direkt verkaufen dürfen, was bis heute gilt. (McDonald, S.85)
18. Jh.: Strafen und Rache
Schiffskapitäne strafen indianische Diebe mit Demütigungen vor
dem
eigenen Volk usw. Bei schweren Vergehen wird die Todesstrafe oder die
Verschickung (Deportation) nach Europa vollzogen.
Die Indianer rächen sich für Strafen, die vor dem Volk als Demütigung
geschehen. So wird das Verhältnis bis zur guerillamässigen
Auseinandersetzung belastet.
Z.B. werden 1767 auf der britischen Walfangstation auf Labrador Boote
gestohlen und drei Engländer getötet. Daraufhin werden eine Inuit-Frau
und ihr Sohn nach England deportiert, worüber heute Aufzeichungen
vorhanden sind (McDonald, S.87).
ab 1770:
Pelzhandel und
künstlerische "Blüte" an der Nordwestküste
Der Handel mit dem "weissen Mann" verändert die Indianerstämme
-> Vermehrung des Wohlstands
-> es wächst eine neue Generation von Häuptlingen heran, die über
den Wohlstand bestimmen
-> es ergeben sich neue technische Möglichkeiten mit Techniken und
Metallwerkzeugen
-> es erfolgt eine Blüte der Architektur und der Holzschnitzkunst
-> die Häuptlinge lassen sich mit neuen Ausstattungsstücken feiern
und es werden erste Touristen-Produkte von Haida-Künstlern gefertigt:
Schiefer-Schnitzwerke, Pfeifen, etc. (Reid, S.152)
bis 1870:
Zerstörerischer Einfluss des
"weissen
Mannes" auf die indianischen Stämme
Der "weisse Mann" zerstört die Basis der Indianerstämme auf dem
indianischen Kontinent: Der
"weisse Mann"
-- verbreitet Krankheiten
-- verbreitet Kriege
-- verbreitet ein Desinteresse bei den IndianerInnen an der eigenen
Kunst.
Die positiven Einflüsse des "weissen Mannes" bei den Indianerstämmen
beschränken sich auf kulturelle Art:
-- Verbreitung von neuen Ideen
-- Ermöglichung von Mobilität
-- die Indianerstämme kommen zueinander und heiraten unter sich
-- es werden zwischen den Stämmen Rechte und Kultur ausgetauscht
(Machair, S.141).
5.
1776: "Unabhängigkeit" von weissen Siedlern auf fremdem Boden -
Unabhängigkeitskriege mit indianerischer Gegenwehr - "Friede von
Versailles" 1783 - "Continental Congress" für den "Leuchtturm" der
Menschheit
[An einem Konflikt wegen Teepreisen kanalisieren sich in den
Neu-England-Konolonien die politischen Kräfte derart, dass sie sich von
England loslösen und die Unabhängigkeit ausrufen. Die erfolgreiche
Rebellion gegen England ist Vorbild für spanisch besetzte Kolonien,
sich ab 1776 gegen das "christliche", weiss-rassistische Spanien die
Unabhängigkeit zu erkämpfen].
4.7.1776:
Weisse Arroganz:
Amerikanische "Unabhängigkeit" mit "Menschenrechten" und
"Nationalfeiertag" 1776 - Thomas Jefferson
13 englische Kolonien erklären ihre Unabhängigkeit von England
(symbolisiert in den 13 Streifen der amerikanischen Flagge).
Gleichzeitig wird von Thomas Jefferson die eigene Verfassung mit den
"Menschenrechten" für die neuen "Vereinigten Staaten" postuliert:
"life,
liberty and the pursuit of happiness" ("Leben, Freiheit, und das
Streben nach Glück"),
mit dem aus ihnen abgeleiteten Widerstandsrecht. Der 4.Juli wird
"Nationalfeiertag" (DTV-Atlas, Bd.2,S.13).
[Die "Menschenrechte" gelten aber nur für Weisse, und das
Widerstandsrecht ebenso nur für Weisse. Die "christlich"-jüdischen,
weissen Rassisten der "USA" erschaffen sich Gesetzeswerke, die den
Indianerholocaust und die Negersklaverei legal halten...]
Präzedenzrecht in den "USA" für
jede Rechtfertigung
Das
Präzedenzrecht im "Common Law" der "christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen "USA" gibt ab 1776 erst recht dem "Naturrecht"
eine unumstössliche Stellung. Die neuen, eigenen Ideale passen zum
späteren Rassismus-Darwinismus, (Wehler, S.11)
[bzw. die "christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen "USA" sind de
facto Vorreiter des Rassismus-Darwinismus mit der Vorstellung, wer sich
da wem anzupassen habe: Die ganze Welt soll sich den
weiss-rassistischen "USA" anpassen...]
1776-1783
Die Gegenwehr der britischen Kolonialarmee gegen die "Unabhängigkeit" -
Krieg Frankreichs und Spaniens
gegen englische Kolonien
Die britische Kolonialarmee besteht aus
-- der britischen Armee
-- 17.000 nur z.T. zuverlässige Söldner aus Hessen und Braunschweig
-- "Loyalists" als englandtreue Amerikaner
-- den mit England verbündeten Indianerstämmen (DTV-Atlas, Bd.2,S.13).
Die "USA" mit ihren 13 Ex-Kolonien stellt dagegen 3 Millionen Siedler,
schlecht ausgebildet, ohne
finanzielle Mittel und ohne Kriegsmaterial. Der Zweite Kongress erteilt
George
Washington, Gutsbesitzer aus Virginia (Mount Vernon), den Oberbefehl
(DTV-Atlas, Bd.2,S.13).
[Die Hauptstadt der "christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen "USA"
wird später nach George Washington benannt].
1776
Die britische Seite erleidet erste Niederlagen am Delaware bei Trenton
und Princeton. Weiter erleiden die Briten durch Unkenntnis des Landes
und Nachschubschwierigkeiten Verluste gegen die Guerillataktik der
Siedler. (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
1777
Es folgt ein weiterer "amerikanischer" Erfolg bei Saratoga (DTV-Atlas,
Bd.2,S.13).
Als erster Gesandter der ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
"USA" wirbt Benjamin Franklin in Paris für die
"amerikanische Sache". (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
Aristokratische Freiwillige, darunter Marquis de la Fayette, der
polnische Nationalheld Kosciuszko und der preussische General und
Organisator der amerikanischen Armee von Steuben, kämpfen auf
"amerikanischer" Seite. Frankreichs und Spaniens Regierungen ergreifen
nun ebenfalls gegen England Partei und belagern englische
Kolonialgebiete.
(DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
[Ab diesem Zeitpunkt entfesselt sich ein allumfassender Kolonialkrieg
der Kolonialmächte auf fremdem, indianischem Boden. Aber die weissen
Rassisten meinen, der Boden gehöre ihnen, weil sie die besseren Waffen
haben...]
1779-1782
Französische und spanische Truppen belagern vergeblich das britische
Gibraltar. Spanische Truppen erobern Menorca (DTV-Atlas, Bd.2,S.13).
1780
Russland, Frankreich, Spanien, Holland, Schweden, Dänemark, Österreich
und Preussen beschliessen gegen den britischen Kaperkrieg die
bewaffnete Seeneutralität. (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
Französische Truppen landen in Rhode Island. (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
1781
Britischer Seesieg in Westindien bei St.Vincent (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
1781
"Amerikanische" Truppen erobern Yorktown. Es werden 7200 Gefangene
gemacht, darunter auch Gneisenau. (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
1782
Ein britischer Seesieg bei Santo Domingo kann das Blatt nicht mehr
wenden
(DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
1783: Friede von Versailles - die
"Unabhängigkeit" der "USA" wird vertraglich anerkannt - die
indianischen Stämme werden nicht gefragt
-- die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "USA" werden
unabhängig, beklagen gleichzeitig 70.000 Tote.
-- die "Loyalists" wandern nach "Ober-Kanada" aus
-- das weiss-rassistische Empire-England anerkennt die
[weiss-rassistische] "amerikanische" Unabhängigkeit.
-- Tobago/Westindien und Senegambien fallen an Frankreich
-- im ["christlichen", weiss-rassistischen] Frankreich werden die
Freiheitskämpfer gefeiert und die Kritik am
"Ancien Régime" immer deutlicher
-- Menorca und Florida werden spanisches Gebiet. (DTV-Atlas, Bd.2,S.13)
ab 1783
Die weiss-rassistischen "USA" setzen die Politik zur Ausdehnung nach
Westen fort, wie es vorher die englische Kolonialregierung getan hat.
(DTV-Atlas,
Bd.2,S.15)
ab 1787
Weisse Besiedlung der Nordwest- und Mississippi-Territorien
(DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1789-1797: Weiss-rassistische
Präsidentschaft von George Washington
-- Programm zur "Entwicklung von Industrie, Handel und Finanzen"
--
Festigung des jungen [Rassisten]-Staates und des
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "amerikanischen"
Kapitalismus [mit Börsen, Spekulationen, ohne Menschenrechte für
Indianer und Schwarze etc.].
(DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1790
Bevölkerung der weiss-rassistischen "USA": 3,9 Millionen (DTV-Atlas,
Bd.2,S.15)
1792
Voraussage von Jedidiah Morse in der "Amerikanischen Geographie"
1792
"Wahrscheinlich" werde das "American Empire" die "letzte Station" und
"das grösste Imperium, das je bestanden hat, werden" (Wehler, S.12)
[siehe die Predigten im Jahr 1726].
Weitere Informationen siehe auch in:
-- J.Morse: The American Geography [Amerikanische Geographie].
Elizabethtown, 1789, S.469
-- vergleiche: C.Sumner: Prophetic Voices about America [Prophetische
Stimmen über Amerika]. AM 20, 1867, S.275-306
-- vergleiche: C.Sumner: The Works [Werke], Hg. G.F.Hoar, XII. Boston,
1900. S.1-183
Für
dieses zukünftige "US"-Imperium wird ab dem 18. Jh. der gesamte
nördliche
Kontinent in Anspruch genommen, was z.B. in Bezeichnung wie
"Continental Congress" zum Ausdruck kommt, auch wenn die "USA" noch
nicht einmal eine eigene Hauptstadt haben...
(Wehler, S.12)
Jefferson-Propaganda
[Der "christliche", weiss-rassistische Jefferson plant bereits jetzt
auch die Eroberung Süd-"Amerikas", bzw. Jefferson beansprucht "den Rest des
Kontinents". (Wehler, S.12)
Territorrialies Dogma von
Jefferson, John Quincy
Adams und Buchanan
Gemäss
dem Dogma der "christlichen", weissen Rassisten Jefferson, John Quincy
Adams und Buchanan gehören die "Spanischen Antillen" zur Einflusssphäre
der "USA" und würden ihnen über kurz oder lang "wie eine reife Frucht"
in die Hände fallen. (Wehler,
S.9)
vergleiche:
-- T.Jefferson: The Writings [Schriften]. Hg. P.L.Ford, N.Y., 1891/99,
V, S.316,333; VII, S.288f., 416; VIII, S.105,449f.; IX, S.124f., S.351;
X, S.159
-- J.Q.Adams: The Writings. Hg. W.C.Ford, N.Y., 1913/17, VII, S.372
-- R.J.Bartlett, Hg.: The Record of American Diplomacy [Amerikanische
Diplomatie. Aufzeichnungen]. N.Y., 1950, S.231-242, S.211, 244
-- L.Greene: The Filibuster [Die Verschleppungstaktiker]. Indianapolis
1937
-- W.O.Scroggs: Filibusters and Financiers [Verschleppungstaktik und
Financiers]. N.Y., 1916
-- Überblick: Van Alstyne: Empire, S.147-169
Die Rassisten-Philosophen der "USA" preisen den neuen Rassistenstaat
als "Leuchtturm für die erniedrigte und unterdrückte
Menschheit". Schriften von von Jefferson und Adams werden
verherrlicht. (Wehler, S.11)
siehe auch in:
-- T.Jefferson: The Writings [Schriften]. Hg. A.A.Lipscombe, XV,
S.284,334
-- T.Jefferson: Ford Hg.; IV, S.59; IX, S.351; X, S.313
-- J.Adams: The Works [Werke], Hg. C.F.Adams, Boston 1851/65, IV,
S.293,200,475f.; VII, S.227,250; VIII, S.278,332
-- T.Paine: "Common Sense and the Crisis" [Menschenverstand und die
Krise] (1776), Einleitung. Garden City, 1962
[Es folgen die Unabhängigkeiten der Staaten in Mittel- und
Süd-"Amerika" gegen das "christliche", weiss-rassistische Spanien].
6.
Die "USA" "gründen" neue Staaten bis zum Mississippi - Erwerb von
Louisiana
[Planmässig werden Indianer entrechtet, abgedrängt, Strassen gebaut und
weiss-rassistische Ortschaften gegründet, um dann neue "Staaten" in die
"USA" "aufzunehmen. Gleichzeitig ist in Europa Napoleon "unterwegs"...]
1792
"Gründung" des Staates Kentucky (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1793
"Gründung" der Hauptstadt Washington [nach dem siegreichen General
George Washington]. (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1796
"Gründung" des Staates Tennessee (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1797- 1801: Weiss-rassistischer
Präsident John Adams
Gewisse
Bundesstaaten sträuben sich gegen das Einheitsrecht der
Rassisten-"USA". Es kommt zu ersten Konflikten mit den Südstaaten
(Kentucky) wegen der Fremden- und
Aufruhrgesetze des Bundes (Alien Bill) (DTV-Atlas, Bd.2,S.15).
1800: Washington wird
Regierungssitz - "Weisses Haus"
1800 Washington wird mit dem "Weissen Haus" Sitz des Präsidenten und
mit dem "Kapitol" Sitz des Kongresses. (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
[Es scheint einen gewissen rassistischen Sinn zu haben, dass das Haus
"Weisses Haus" und nicht "Buntes Haus" heisst. Die schwarzen Sklaven
bauten den weissen Rassisten ein "Weisses Haus"...]
"The Winning of the West" - die
weiss-rassistische Besetzung des Westens des Kontinents
1801-1809
Präsident Thomas Jefferson lenkt von inneren Schwierigkeiten ab mit der
Devise "möglichst wenig
Staat und Regierung". Er lenkt die Energien und "Interessen der Nation"
auf die Ausdehnung nach Westen mittels Binnensiedlung und Einwanderung
aus West-, Mittel- und Nordeuropa, [einhergehend mit der Verdrängung
der Indianer]. (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1803
"Gründung" des Staates Ohio (DTV-Atlas, Bd.2,S.15).
1803
Erwerb von Louisiana von
Frankreichs Napoleon für 15 Millionen
Dollar
[Napoleon mit seinen Kriegsprojekten gegen bis Afrika und Russland ist
in Finanznöten und verkauft kampflos einen Drittel des nördlichen
indianischen Kontinents an die weiss-rassistischen "USA". Zu dieser
Zeit umfasst Louisiana die gesamte mittlere Ebene zwischen der Karibik
und der kanadischen Grenze. Beim "Kauf" werden die Indianer nicht
befragt, und die weissen Rassisten der "USA" erhalten nun freie Hand,
die Indianer der Plains auszurotten, und sind so ihrem Ziel, bis zur
Westküste zu gelangen, einen erheblichen Schritt nähergekommen]. Mit
dem Kauf von Louisiana wird eine "freie" Mississippi-Schifffahrt
möglich. (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
[Kanalisierung des Mississippi und
weiterer Flüsse
Der Mississippi und alle anderen Flüsse, die für die Indianer heilige
Wesenheiten sind, werden durch die weissen Rassisten planmässig
vergewaltigt, indem sie kanalisiert und eingedämmt werden. Die
weiss-rassistischen Kapitalisten haben dabei die Vorstellung, dass man
durch die Trockenlegung der grossen Mäander Land gewinnen würde. Die
Flüsse reagieren aber mit einer schnelleren Fliessgeschwindigkeit, und
so kommt es regelmässig zu riesigen Überschwemmungen an den
Zusammenflüssen, was von den weissen Rassisten in den hohen Etagen der
"USA" nicht bedacht wurde. Die Überschwemmungen, die früher regelmässig
den ganzen Fluss betrafen, konzentrieren sich nun auf riesige Flächen
bei den Zusammenflüssen. Ebenso graben sich die kanalisierten Flüsse
immer in den Boden, weil der Fluss schneller fliesst, und weil somit
mehr Geschiebe mitgeführt wird und weniger abgelagert wird. So sinken
die Grundwasserspiegel, Bäume sterben ab, und die Wasserversorgung ist
dauernd in Gefahr - was von
den weissen Rassisten in den hohen Etagen der "USA" nicht bedacht wurde.
In der rassistischen Bibel steht doch, dass der Mensch die Natur
beherrschen dürfe. Die Indianer zählen zur "Natur", nicht zu den
"Menschen"..]
1809-1817
Präsident "USA": James Madison (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1810
Bevölkerungsanstieg in der "christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen
"USA" durch weisse Einwanderung auf 7,2
Millionen (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
Jefferson und Madison: Expansion
als "Bändigung" und "Auslauf" - das "Expanding Empire"
Um interne, politische Konflikte zu meistern, verkünden Jefferson und
Madison die Taktik der staatlichen Expansion der "USA" als Mittel
zur
"Bändigung der in rivalisierenden Parteien und
'Fraktionen' miteinander ringenden grossen gesellschaftlichen
Interessengruppen". [Mit Kriegsbesetzungen werden innere Konflikte
verdrängt].
Die Expansion wird auch als "Chance eines Auslaufs für aufgestaute
Energien"
verherrlicht.
In der Folge wird die damals vorherrschende Meinung, die Republiken als
kleine
Gemeinwesen zu organisieren, wird zugunsten eines grossräumigen
"Expanding Empire" aufgegeben. (Wehler,
S.13)
[Die Indianer werden also Opfer der Verdrängungsenergie der weissen
Rassisten, die ihre Konflikte nicht friedlich lösen können.
Gleichzeitig sind "christliche" und jüdische, weiss-rassistische
Spekulanten im Hintergrund, die im Geiste den Indianerholocaust schon
lange vollzogen und die Indianer schon lange ausgerottet haben].
1812
Gründung des Staates Louisiana (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1812-1814: "Zweiter
Unabhängigkeitskrieg" - Bedrohung für Kanada durch
die "USA"
Kanada ist laufend bedroht, 1812 speziell. Die "USA" wollten schon
immer den ganzen Kontinent haben (Wehler, S.8)
1812 Präsident Madison lässt sich
zum Eroberungsversuch Kanadas
verleiten
-- Englands Truppen verüben Küstenüberfälle
-- Washington wird von englischen Truppen zerstört
-- New Orleans wird verteidigt (strategisch wichtig wegen Mississippi).
(DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
ab 1812
Entstehung des kanadischen
Reservatssystems
Durch
das Patt mit den "USA" wird das Bündnis zwischen dem rassistischen
Empire-England und den Indianern überflüssig. Die Indianer in Kanada
werde in "Reservate" eingeschlossen. So entsteht das kanadische
"Reservatssystem". (MacDonald, S.85,89)
Ab 1812 erfolgt ausserdem ein grosser Zustrom von ["christlichen" und
jüdischen, weiss-rassistischen] Siedlern nach Kanada, die mit den
aggressiven und kriegerisch-rassistischen "USA" [mit aggressiven
Freimaurer-Logen, Freimaurer-Tempeln, rassistischen Kirchen und
Synagogen] nichts zu tun haben wollen. Es handelt sich um
indianerfreundliche wie indianerfeindliche Leute. (MacDonald, S.89)
ab1812:
1814: "Ewiger Friede" von Gent
-- England akzeptiert mit Rücksicht auf die Lage in Europa [Endkampf
mit Napoleon] einen
"Status quo ante"
-- Neutralisierung der Grossen Seen. (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1816
"Gründung" des Staates Indiana (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1817
"Gründung" des Staates Mississippi (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1818
"Gründung" des Staates Illinois (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
1819
"Gründung" des Staates Alabama (DTV-Atlas, Bd.2,S.15)
Die "USA" kaufen Florida von Spanien [Indianer werden nicht befragt].
(DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
Die
Expansionserfolge beflügeln die weiss-rassistischen Philosophen der
Rassisten-"USA". Sie behaupten, durch die Expansionserfolge sei die
Weltbeherrschung vorherbestimmt. (Wehler, S.11)
1820
Trumbull prophezeit, dass "Amerika" die "Königin der Weltreiche"
werde (Wehler, S.12)
siehe auch in:
-- B.Trumbull: The Works, II. Hartford, 1820. S.158; Godwin, S.160
-- vergleiche: C.Sumner: Prophetic Voices about America. AM 20, 1867.
S.275-306
-- vergleiche: C.Sumner: The Works, Hg. G.F.Hoar, XII. Boston 1900.
S.1-183
In den letzten Jahrzehnten vor dem Bürgerkrieg spricht man im
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "Amerika"
von der Karibik als dem "amerikanisches Mittelmeer". (Wehler, S.9)
vergleiche:
-- T.Jefferson: The Writings. Hg. P.L.Ford, N.Y., 1891/99, V,
S.316,333; VII, S.288f., 416; VIII, S.105,449f.; IX, S.124f., S.351; X,
S.159
-- J.Q.Adams: The Writings. Hg. W.C.Ford, N.Y., 1913/17, VII, S.372
-- R.J.Bartlett, Hg.: The Record of American Diplomacy. N.Y., 1950,
S.231-242, S.211, 244
-- L.Greene: The Filibuster. Indianapolis 1937
-- W.O.Scroggs: Filibusters and Financiers. N.Y., 1916
-- Überblick: Van Alstyne: Empire, S.147-169.
1820:
Weiss-rassistisch-kapitalistische Machtkonzentration: Fusion
1820 fusionieren die zwei grössten Pelzhandelsgesellschaften, die
"Hudson's
Bay Company" und die "Northwest Company". Dies hat einen Stellenabbau
im Handelsnetz zur folge. Viele Mischlinge
werden arbeitslos. (MacDonald, S.89)
1820: "Missouri-Kompromiss" wegen
Sklaverei in den "USA"
1820 werden infolge der Diskussion um die Abschaffung der Sklaverei
sklavenhaltende und sklavenfreie [Rassissten]-Staaten der "USA"
unterschieden. Die
Südstaaten setzen ihre Bestrebungen, weiter Sklaven auf ihren Plantagen
halten zu können, durch. Die Auseinandersetzung aber geht weiter
(DTV-Atlas, Bd.2,S.95).
[Staaten ohne gesetzliche Sklaverei erhalten aber eine
De-facto-Sklaverei aufrecht, indem Schwarze und Indianer einfach nicht
dieselben Rechte haben, und indem die Löhne tief gehalten werden].
ab 1820
Landerwerb und "Zivilisierung" als
Ziel der kanadischen
Regierung
Die
"christliche", weiss-rassistische, kanadische Regierung setzt ihre
imperialie Planungen um mit Siedlungen für Weisse und "Erschliessung"
des Landes. Gleichzeitig werden Massnahmen zur bleibenden
"Zivilisierung" der Indianer ergriffen und den Indianern und den Orden
"Reservationen" (Open-Air-KZs) zugewiesen, bzw. deportiert. (MacDonald,
S.89)
1821
"Transkontinentaler Vertrag"
von J.Q. Adams
Kanada wird akzeptiert, aber "der Rest des Kontinents" wird von den
"USA" beansprucht (Wehler, S.12)
in:
-- J.Adams, IV. S.293
-- J.Q.Adams: Memoirs. Philadelphia 1874/77, IV. S.438: VI: S.163; V:
S.252-253.
7.
Expansion als Zwangsdoktrin - Monroe-Doktrin der Abgeschlossenheit nach
aussen - Eroberungspläne bis Japan und China
ab 1821ca.
Expansion als
Zwangsdoktrin
Um das Jahr 1821 formulieren die
"christliche", weiss-rassistische "US"-Repräsentanten, Aussenminister
Everett, und die Präsidenten Jefferson und Madison die Expansion der
Rassisten-"USA" als Zwangsdoktrin:
"The Principle of Our Institutions Is Expansion" ["Das Prinzip unserer
Einrichtungen ist die Expansion"]. (Wehler, S.12)
Die
[verdummten Rassisten] Everett, Jefferson und Madison machen ein
Funktionieren der republikanischen Institution von anhaltender
kontinentaler und kommerzieller Ausdehnung
abhängig. (Wehler, S.12)
1823
Strafe gegen Indianer:
Hungertod: Beispiel Beothuk-Indianer
In Neufundland werden wegen wiederholten Lagerdiebstahls die
eingeborenen Beothuk ins Inselinnere getrieben, wo sie verhungern. So
wird ein ganzer Volksstamm ausgelöscht. Die Aufzeichnungen der jungen
Beothuk-Frau Shanawdithit sind überliefert. Sie starb den Hungertod
1829 in St.Johns, Neufundland. (MacDonald, S.87)
Bezeichnung "Rothäute" / "Red
Indians"
Die Bezeichnung "Rothäute" kommt von den Beothuk-Indianern, die sich
mit rotem Ocker bemalten. (MacDonald, S.87)
1823
Monroe-Doktrin
(Wehler, S.12,13)
[Der "christliche", weiss-rassistische "US"]-Präsident Monroe lässt
durch eine Regierungsdoktrin das Verbot jeder
Einmischung europäischer Staaten in "amerikanische" Angelegenheiten
festschreiben. (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
[bzw. Ziel wird nun, dass die Rassisten-"USA" auch bald Europa
beherrschen werden, was ja "vorherbestimmt" sei].
Die "Monroe-Doktrin"
-- ist die Bemühung, der "amerikanischen" Expansion den nördlichen
Kontinent oder gar die Westliche Hemisphäre zumindest auf lange Sicht
zu sichern (Wehler, S.13)
-- ist ein Hegemonialanspruch (Wehler,
S.13)
-- mit antieuropäischem Isolationismus mit dem Leitbild eines eigenen
"American
System" (Wehler, S.13)
Die Monroe-Doktrin bildet einen dehnbaren quasi-völkerrechtlichen
Schutzschirm, unter dem sich die [rassistischen] Interessen der
"USA"-[Elite] entfalten können,
gegen die europäischen Menschenrechte und Aufklärung ("Jus
Gentium").
(Wehler, S.13)
Menschenrechte hängen in den "USA" von den zur Geltung gebrachten
Stärke ab (Wehler, S.13)
Die Monroe-Doktrin
schreibt die "Manifest Destiny" fest, zur Dominanz auf dem Kontinent
prädestiniert zu sein
-- in puritanischem Auftrag
-- mit republikanisch-demokratischer "Freiheit"
-- mit Forschrittsdenken
-- das kontinentale Imperium scheint sicher (Wehler, S.13)
In der Monroe-Doktrin wird von Jefferson die südliche Halbkugel ins
"amerikanische" Hegemoniedenken miteineinbezogen (Wehler, S.9)
[Die Monroe-Doktrin in der Praxis
Die Indianer werden zur Monroe-Doktrin nicht befragt. Die Indianer
werden nicht einmal orientiert. Die entscheidenden Rassisten der
Rassisten-"USA" sitzen in den Logen der Freimaurerei. Sie haben die
Landkarten in der Hand, sie bestimmen Stärken und Platzierung von
Armeen, den Bau von Forts, Städten und Verkehrswegen und
Kommunikationswegen, entscheiden, was legal ist und was nicht, und
lassen die weiss-rassistische Unter- und Mittelschicht die Arbeit an
der Basis erledigen - um dann im Luxuszug an die Westküste zu fahren -
den Indianerholocaust...]
Die "Contiguous Expansion"
("fortwährende Vergrösserung") bis China
Das imperiale Territorialprinzip der "Contiguous Expansion"
["fortwährende Vergrösserung"] wird von Anfang an mit der Erwartung
verknüpft, an der Westküste auch Stützpunkte für den Asienhandel zu
gewinnen. Die Überlegung Jeffersons gehen bis zur "amerikanischen"
Besetzung Kaliforniens gegen die spanischen Missionen. Polk formuliert
die Suche nach "fabulösen Schätzen der fernöstlichen Reiche". Die
Kompanie von Jakob Astor plant bereits die Verlänerung der
"Handelsroute" bis nach "Kanton in China". (Wehler, S.9)
[Dies geschieht dann auch mit der Besetzung der "Philippinen"].
siehe auch in:
-- H.H.Bancroft: The New Pacific [Der neue Pazifik]. N.Y., 1900
-- H.H.Bancroft: The Works [Werke], Bd.38.
San Francisco, 1890, S.39-53
-- N.A.Graebner: Empire on the Pacific [Das
Reich am Pazifik]. N.Y.1955
-- R.G.Cleland:
Asiatic Trade and American Occupation of the Pacific Coast. AHA Report
1914 [Asienhandel und die amerikanische Besetzung der Pazifikküste.
AHA-Bericht 1914]. Washington 1916, I, S.283-289
-- D.E.Clark: Manifest Destiny and the
Pacific PHR 1 [Das Manifest über die Vorherbestimmung und der Pazifik
PHR 1]. 1932, S.1-17
-- R.W.Van
Alstyne: International Rivalries in the Pacific Northwest
[Internationale Rivalitäten im Nordwestpazifik]. Oregon Historical
Quarterly 46, 1945, S.185-218
-- A.B.Cole:
The Ringgold-Rodgers-Brooke-Expedition to Japan and the North Pacific
1853-59 [Die Expedition von Ringgold Rodgers nach Japan und in den
Nordpazifik]. PHR 16, 1947, S.152ff. u.a.
England gilt als dauernder
Konkurrent. Die Wiedervereinigung im "Kondominion" ist unmöglich. (Wehler, S.9)
Die
weiss-rassistischen Projekte der Rassisten-"USA" beinhalten die
Eroberung von Handelswegen bis China, Japan, Polynesien und bis Indien.
(Wehler, S.9,10)
Expansion wird als "natürliche Tendenz" bezeichnet. Godwin bezeichnet
Expansion als das "Naturgesetz
der Ausbreitung". (Wehler, S.11)
vergleiche:
-- L.Dion: Natural Law and Manifest Destiny in the Era of the American
Revolution. Canadian Journal of Economic and Political Science 23
[Naturrecht und das Manifest über die Vorherbestimmung in der Zeit der
Amerikanischen Revolution. Kanadisches Journali über Wirtschaft und
Politikwissenschaften], 1957. S.227-247
-- P.Godwin: Political Essays [Politische Essays]. N.Y., 1856, S.144f.
-- T.Parker: Writings [Schriften], XII. Boston 1911. S.195
-- vergleiche: H.S.Commager: T. Parker. Boston 1960
[Es ist unklar, ob die Häuptlinge der Indianer wussten, dass die
weissen Rassisten der Oberschicht der "USA" solche Planungen
anstellten. Wahrscheinlich hatten die Häuptlinge der Indianer keine
Ahnung davon, dass sie im Geiste der "christlichen" und jüdischen,
weissen Oberschicht-Rassisten der "USA" schon ab 1776 ausgerottet und
vernichtet waren].
8.
Indianer als "unzivilisiertes Volk" - Mission als
"Zivilisierungsversuch", Kulturzerstörung - beginnender indianischer
Identitätsverlust
19. Jh.: Indianer als "unzivilisiertes Volk"
Indianer werden in Kanada und den "USA" von den Weissen als
"unzivilisiertes Volk“ behandelt, weil die Indianer an Traditionen
gegen
die Mainstream-Gesellschaft festhalten. (MacDonald, S.83)
19. Jh.: Rassismus im europäischen
Museum
Europäische Kunstsammlungen beschränken sich meist auf
europäische "Kulturen". Gegenstände von Indianern und anderen
Urbevölkerungen aus Afrika,
Ozeanien und Nordamerika werden nicht in Kunstsammlungen ausgestellt,
sondern nur in Museen für "Naturgeschichte". (McMaster, S.105)
[Die Indianer gehören gemäss den weissen Rassisten-Philosophen in
Europa und "Amerika" zur "Natur", nicht zu den "Menschen". So wird auch
mit den Schwarzen verfahren...]
19. Jh.:
Missionarstätigkeiten zur "Zivilisierung" - Indianer werden in Europa
zu "Missionaren" geschult
Missionare, Regierungsvertreter und die Öffentlichkeit
versuchen, die indianischen Völker in eine "weisse Form" zu pressen.
(MacDonald, 92)
Die Missionare unterstützen die ["christlichen", weiss-rassistischen]
Regierungen, die Indianer zu
"zivilisieren“ und zu "christianisieren". (MacDonald, S.83)
Indianer werden auch in Europa zu "indianischen Missionaren"
ausgebildet und absolvieren so eine europäische Lehrer- und
Sprachausbildung, so dass sie in "Amerika" übersetzen können. Die
schriftlichen Beschreibungen dieser "Missionare" über das
Leben der Indianer sind in englischer Sprache erhalten, z.B. des
Methodisten George Copway "Leben, Geschichte und Reisen von
Kah-ge-ga-gah-bowh". Das Buch erlebt sechs Auflagen. (MacDonald, S.85)
19. Jh.
Die Vorstellung vom Indianer als "Edler Wilder" beginnt sich in Europa
zu festigen. Der Methodist Peter Jones unternimmt eine Vortragsreise
über Indianer in Neuengland und Grossbritannien, und der Methodist
George Henry führt 1844 in Europa eine Tournee mit der Tanzgruppe der
Ojibwa durch. (MacDonald, S.85)
1851
Das Buch von Copway erscheint neu in der sechsten Auflage unter dem
Titel "Erinnerungen an ein Leben in den Wäldern". (MacDonald, S.85)
"Mission" in Westkanada:
Missionare gegen Heiler - Pocken gegen Indianervölker - Bekehrung von
Heilern
Die
Missionare mit ihren überlegenen medizinischen
Fähigkeiten unterminieren die Stellung der Schamanen. Ausserdem
werden
[z.B. mit Hilfe infizierter Decken] Pockenbazillen verbreitet und so
mit Pockenepidemien den
Indianern "sündhaftes Verhalten" vorgeworfen. In der Folge wird jede
"Bekehrung" eines Schamanen oder eines Medizinmanns als
besonderer Erfolg gefeiert, denn so ist wieder Konkurrenz
ausgeschaltet.
Indianische Heiler gibt es jedoch immer. (MacDonald, S.83,88)
[Da die Heiler gegen Pocken keine Mittel haben, sind sie so der
Bekehrung "nähergebracht"...]
19. Jh.: Europäische Krankheiten
bei Indianern
-> führen zur Demoralisierung bei indianischen Völkern
-> wird als Zusammenbruch der geistigen Welt der Eingeborenen
bezeichnet (MacDonald, S.83)
[Die europäischen Krankheiten wirken bei den Indianern sehr stark, weil
die Indianer erstmals mit diesen Krankheiten in Berührung kommen und
deren Immunsystem noch nicht dagegen ausgebildet ist. Die Indianer aber
glauben, die Weissen hätten mit ihren Krankheiten eine besondere Macht
über sie, und geben ihre Kultur auch deswegen schrittweise auf].
19. Jh.: Die Folge der
"Missionsarbeit"
Die Indianer beginnen, durch Sachzwänge und mit Krankheiten
erpresst,
die Kontakte zu übernatürlichen Kräften ihrer traditionellen Religionen
zu verlieren:
-- ["christliche", weiss-rassistische]
Missionare fördern die Überführung der
Kultusgegenstände in Museen
-- die
Indianer werden in den "Indian Acts" ("Indianergesetzen") nach
westlichen Vorstellungen behandelt und so ihre persönlichen Freiheiten
eingeschränkt und die kulturelle Identität beeinträchtigt
-- sie werden in Reservate gezwungen
-- traditionelle Zeremonien werden verboten
-- es werden immer mehr Gesetze zur Anpassung
der Indianer an ein "zivilisiertes" Leben im westlichen Sinn erlassen
(MacDonald, S.83).
--> die indianische Kunst ist durch die weissen [Rassisten]-Siedler
und
[Rassisten]-Missionare einem enormen Druck ausgesetzt.
Die weissen Rassisten aber werden später nur spärlich mit einem Dialog
antworten. (Reid,
S.151)
ab Mitte 19. Jh.: Erste
indianische "Souvenirproduktion" für Touristen
Die IndianerInnen stellen in den maritimen Provinzen Neu-Schottland
und
Neu-Braunschweig planmässig Souveniere für westliche
Reisende her. Die Folgen für die indianische Kunst ist unausweichlich:
--> Veränderung der traditionellen Gegenstände
--> die Gegenstände verkörpern nicht mehr den Stolz auf die
Tradition und
deren Bedeutung
--> die Gegenstände werden den fremden Geschmäckern angepasst
--> der kulturelle Kontext (z.B. bei einer Maske) wird nicht
mitgegeben (Tanz, Zeremonie)
--> Souvenirs werden als Kunst angeboten, obwohl es eigentlich keine
Kunst mit Ausdruck mehr ist. (McMaster, S.106)
Folgen der industriellen
Revolution: Überproduktion und Aussenhandel
Wegen Überproduktion muss ein "Aussenhandel" "erschlossen" werden, mit
Projekten in
Europa und Asien. Europäer warnen vor einer "amerikanischen Gefahr".
(Wehler, S.10)
9.
TRAIL OF TEARS / Todesmarsch "Zug der Tränen "

Trail of Tears
(1000-Meilen-Todesmarsch "Zug der
Tränen") der Cherokee-Indianer aus Georgia 1836
aus: S.Weny:
http://home.t-online.de/home/s.weny/TrailT.htm (2003)
"US"-Präsident Jackson:
Zwangsumsiedlung der Indianer als Hauptziel - Goldfund in Georgia - Cherokee-Indianer
dürfen kein Gold schürfen und werden entrechtet
Die Wahl des weissen Rassisten
Andrew Jacksons zum Präsidenten der USA im Jahre 1828

"Christlicher",
weiss-rassistischer "US"-Präsident
Andrew Jackson,
der den Indianern das Goldschürfen verbot
Die Wahl [des "christlichen,
weissen Rassisten]
Andrew
Jackson zum Präsidenten der [Rassisten]-"USA" im Jahre 1828 war für die
Indianer
eine Katastrophe. Er wollte, nötigenfalls mit Gewalt, alle Stämme des
Ostens in die damals noch wenig bekannte "Great American Desert"
("Grosse Amerikanische Wüste") westlich des Mississippi umsiedeln, wo
kein Weisser je Land besitzen wolle - wie man damals vermutete.
Gleich
nach seiner Wahl wurde in Georgia ein Gesetz verabschiedet, mit dem die
polizeiliche und juristische Gewalt des Staates auf die dort lebenden
Cherokee ausgedehnt wurde.
Die Regierung von Georgia bat Jackson um Hilfe, woraufhin er den Druck
auf die Stämme erhöhte und die Umsiedlung der Indianer zu einer
nationalen Aufgabe machte.
Die "zivilisierten Stämme" wurden Opfer einer Politik, die im späten
20. Jahrhundert als ethnische Säuberung bekannt werden sollte.
Schliesslich entdeckte man auf dem Land der Cherokee Gold. Tausende von
Weissen überschritten nach 1829 die Grenzen der Cherokee Nation und
machten Ansprüche auf das Land geltend. Die ["christlich"-jüdische,
weiss-rassistische] Bundesregierung liess dem
zur Vertreibung der Indianer entschlossenen Staat Georgia freie Hand,
indem sie ihre Truppen abzog. Georgia erliess Staatsgesetze, die den
Cherokee verboten, Gold zu schürfen, vor Gericht gegen Weisse
auszusagen und politische Versammlungen abzuhalten - es sei denn in
der
Absicht, Land zu verkaufen. Damit war es für einen Cherokee unmöglich,
Gerechtigkeit einzufordern. Indianische Appelle an Washington wurden
von Präsident Jackson ignoriert. Er riet vielmehr einem Senator aus
Georgia,
"den Indianern tüchtig einzuheizen. Wenn es ihnen zu heiss wird, werden
sie gehen".
Removal Act (Umsiedlungsgesetz) -
Versprechungen und Bestechung der Häuptlinge als Mittel zum
Umsiedlungszwang aller Indianer östlich des Mississippi
1830
bestätigte der ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Kongress die
Removal Act ["Umsiedlungsgesetz"], der
dem ["christlichen", weiss-rassistischen] Präsidenten das Recht gab,
alle Indianer auszurotten, die östlich
des Mississippi noch lebten. Man schätzte, dass die ganze Sache mit
einem Kostenaufwand von 500.000 Dollar erledigt werden könnte.
[Falsche] Versprechungen, Drohungen und Bestechungen der
Indianerhäuptlinge
sollten die Kosten niedrig halten. Als der [["christliche",
weiss-rassistische] Vorsitzende des Obersten
Gerichtshofes, John Marshall, in einem Fall ein Urteil zugunsten der
Cherokee aussprach, das für die Zukunft folgenschwer werden konnte,
soll Jackson bemerkt haben:
"John Marshall hat eine Entscheidung gefällt; jetzt soll er versuchen,
sie auch durchzusetzen."
Land- und Viehraub in Georgia,
Spaltung der Cherokee - Vertrag - KZs und Deportation des
rebellischen Teils der Cherokee nach Tennessee
Die Tage der Cherokee Nation waren gezählt: 1833 veranstaltete der
Staat Georgia eine Lotterie mit Land und Besitz der Cherokee. Im
gesamten Gebiet wurden die Indianer gezwungen, ihre Häuser zu
verlassen; Felder und Vieh wurden ihnen geraubt - sie mussten nach
Tennessee umsiedeln.

John Ross
Major
Ridge
1834 spalteten sich die Cherokee in zwei Lager die Befürworter der
Umsiedlung unter Major Ridge und die Gegner unter der Führung von John
Ross. Im darauffolgenden Jahr handelte Ridge einen Vertrag aus, mit dem
er das Land der Cherokee für fünf Millionen Dollar verkaufte. Bei
seiner Rückkehr lehnte der Regierungsrat der Cherokee diesen Vertrag
einstimmig ab. Trotzdem unterzeichnete Ridge und seine Anhänger den
Vertrag. Der ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Senat der
"Vereinigten Staaten" ratifizierte den Vertrag
trotz Ross' wütender Proteste. Den Cherokee wurde eine Frist von drei
Jahren für die Umsiedlung in den Westen gesetzt. Major Ridge, seine
Familie und seine Anhänger zogen in das Territorium, doch die grosse
Mehrheit der Cherokee unter Führung von Ross traf keinerlei
Vorbereitungen für die Emigration.
Im Sommer machte sich General Winfield Scott mit 7000 Soldaten auf, die
Rebellen systematisch auszurotten.

"Christlicher", weisser
Rassisten-General
Winfield Scott
Soldatenanbteilungen zogen zu den
abgelegenen Farmen und trieben die Familien mit vorgehaltenem Bajonett
in Lager, die man heute Konzentrationslager nennen würde. Man liess
ihnen keine Zeit, sich auf die mühevolle Reise vorzubereiten, sie
durften weder ihr Land verkaufen noch ihren Besitz veräussern.
Plündernd und sengend fielen die ["christlichen" und jüdischen,
rassistischen] Weissen über die Farmen her und
eigneten sich an, was sie wollten. Einigen Cherokee gelang es, in
Schluchten und Wälder der Great Smoky Mountains ["Grosse Rauchberge"]
zu flüchten. Ihre Nachkommen leben dort heute noch.
18.000 auf dem "Zug der Tränen" -
1000 Meilen Todesmarsch -
Präsident Jacksons "Bericht"
Für die 18.000 Cherokee begann [1836] der "Marsch der tausend Meilen",
den die
Cherokee bis heute den Zug der Tränen nennen, er wurde zu einem der
grossen Todesmärsche der Geschichte.
Schlecht gekleidet, schlecht ernährt, ohne jede medizinische Betreuung,
von den ["christlichen" und jüdischen, weiss-rassistischen] Soldaten
mit Bajonetten vorwärts getrieben, erlitten die
Cherokee schwere Verluste. Für den mörderischen Treck benötigten sie
ungefähr sechs Monate. Ross' Frau gehörte zu jenen, die unterwegs an
Hunger, Kälte oder Verzweiflung starben. Einer Schätzung zufolge kamen
etwa 4000 Cherokee um, aber diese Zahl ist zweifellos zu niedrig.
Zu derselben Zeit, als diese Menschen in Scharen starben, berichtete
der Präsident dem Kongress, die Regierung hätte das Problem der Indianer
"überall gerecht und gütlich gelöst; man bemüht sich um ihre
Zivilisation und wird von den besten humanitären Gefühlen geleitet;
unablässig achtet man darauf, dass die Indianer nicht durch
Einzelpersonen Schaden leiden".
Auf dem
Todesmarsch der "Zug der Tränen" werden von Georgia nach
Oklahoma vertrieben:
-- Cherokee-Indianer
-- Choctaw-Indianer
-- Chikasaw-Indianer
--
Creek-Indianer
-- und einem Teil der Seminolen-Indianer
-- sowie die Reste anderer kleiner
Stämme des Südostens in das Gebiet hinter den Mississippi.
Parallel dazu werden aus dem Nordosten die vertrieben:
-- Shawnee-Indianer
-- Huronen-Indianer
-- Miami-Indianer
-- Delewaren-Indianer
-- und Ottawa-Indianer.
(H.Jestrabek: http://ourworld.compuserve.com).
Cherokee westlich des Mississippi
- Ermordung von Major Ridge - letzte
Cherokee-Deportation 1837/38
Im Indianerterritorium bauten die Cherokee ihre Gesellschaft und ihr
Wirtschaftssystem langsam wieder auf. Doch die Spaltung in zwei Lager
blieb; 1839 wurden Major Ridge wegen der Unterzeichnung des Vertrages
von New Echota ermordet. Zwischenzeitlich, im Winter 1837/38, musste
auch der letzte der
südlichen Stämme, die Chickasaw aus Mississippi und Alabama, ins Indian
Territory umsiedeln. Sie leisteten kaum Widerstand.
10.
Harte Diskussion um Sklaverei in den "USA" - die Westküste als
Zwischenhalt nach Japan und China
ab1831
Garrisons Feldzug gegen die
Sklaverei der Südstaaten - "American Anti Slavery Society"
W. Garrison führt mit der Zeitung "Liberator" ("Befreier") den
Pressefeldzug gegen die Sklaverei an. Die "Amerikanische
Anti-Sklaverei-Gesellschaft" ("American Anti Slavery Society") verhilft
Schwarzen zur Flucht aus dem Süden in Nordstaaten. (DTV-Atlas,
Bd.2,S.95)
[Gleiche Rechte erhalten die Schwarzen aber nicht, auch wenn
schliesslich die Sklaverei aufgehoben wird].
ab 1844
Senator William Sewards
Prophezeiung für die Westküste als Zwischenstation zum Weltmarkt
Der ["christliche", weiss-rassistische] "US"-Senator William Sewards
prophezeit,
-- der Erwerb der Westküste diene auch dazu, "Amerikas" Anteil an den
"lang
begehrten Schätzen" Asiens sicherzustellen
-- dies habe den Erwerb neuer Absatzmärkte mit 100en von Millionen
Menschen zur Folge
-- so werde den "USA" der Weltaufstieg gelingen
-- die "USA" seien beauftragt, die Weltherrschaft im Welthandel zu
erringen, denn "Der Welthandel [...] ist das Weltreich selbst" ("The
Commerce of the World […] is the Empire of the World") (Wehler, S.15)
-- der Pazifik werde ein "Amerikanisches Meer" ("Mare Americanum")
-- Asien wird zur kommerziellen Domäne der "USA" werden müssen (Wehler, S.15)
-- die Eroberung der Westküste zur Erlangung der Weltherrschaft sei
erst ein "Vorspiel". (Wehler,
S.16)
[Ob die Indianer über diese weiss-rassistischen Ziele der
weiss-rassistischen Logenbrüder der "USA" Bescheid wussten, ist nicht
bekannt, wahrscheinlich nicht].
1845
"Aufnahme" von Texas in die "USA" (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
1846
"Oregon-Vertrag" zwischen "USA"
und Kanada
1846
setzen die [weiss-rassistische Regierung der] "USA" und [die
weiss-rassistische Regierung von] Kanada fest, dass die Grenze zwischen
beiden
Ländern auf dem 49.Breitengrad verläuft. (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
[Die Indianer werden nicht befragt, denn Indianer gelten nicht als
"Menschen", sondern als "wilde Natur"...]
1847
Gründung von "Liberia"
Ab 1847 soll der neu gegründete Staat "Liberia" in Afrika befreite
Sklaven wieder in Afrika aufnehmen. (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
[Liberia wird für die rückkehrenden Schwarzen zum Fiasko, weil jegliche
Infrastruktur fehlt und Anarchie und Hunger herrschen, so dass die
Schwarzen aus Liberia z.T. wieder auswandern].
1848
"Friede von
Guadalupe-Hidalgo": Niederlage Mexikos gegen die "USA"
Mexiko verliert alle Gebiete nördlich des "Grossen Flusses" (Rio
Grande). Die "USA" werden
mit diesem Gebietsgewinn nun zur pazifischen Macht. (DTV-Atlas,
Bd.2,S.95)
1848/49:
Goldrausch ("Gold-Rush") nach
Kalifornien
(DTV-Atlas,
Bd.2,S.95)
1850
Vertrag zur "Regelung" der
englischen und amerikanischen
Interessen: "Clayton-Bulwer-Vertrag"
1850 können sich die englische und die amerikanische Seite auf eine
Abgrenzung ihrer Einfluss-Sphären in der Welt "einigen", so dass
kriegerische Auseinandersetzungen vermieden werden (Wehler, S.9)
1850
"Clay-Kompromiss" zur
Sklaverei in den "USA"
Um eine Sezession zu vermeiden, überlässt Washington im
"Clay-Kompromiss" die Sklavereiregelung auch Einzelstaaten (Utah, New
Mexico). (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
[Indianer haben nicht einmal Sklavenrechte...]
1852
"Onkel Toms Hütte": Stärkung
der Sklavereigegner
Der Welterfolg des Buchs "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher Stowe
stärkt die
Abolitionisten der ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "USA",
die gegen die Sklaverei eintreten. Der
Konflikt um die Sklaverei bleibt trotz dem "Clay-Kompromiss" akut.
(DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
1853
Senator William H. Seward hält Kanada jetzt schon für halb
annektiert. (Wehler, S.14)
1854
"Kansas-Nebraska-Konflikt"
um Sklaverei im Westen der "USA" - Gründung der "Republikanischen
Partei"
Im "Kansas-Nebraska-Konflikt" 1854 entzündet sich die Frage der
Einführung der Sklaverei im Westen der "USA" Die Abolitionisten gründen
die "Republikanische Partei", die mit den Jahren immer stärker wird und
die "Süd-Staaten" bedrängt (DTV-Atlas, Bd.2,S.95).
1854
Perry erreicht japanische
Handelsrechte: "Vertrag von Kanowaga"
Perry "öffnet" Japan. (Wehler, S.10)
Matthew Calbraith Perry, amerikanischer Marineoffizier (1794-1858),
erreicht 1854 die Zulassung "amerikanischer" Schiffe für die Häfen
Shimoda und Hakodate und leitet damit die "Öffnung Japans" für den
westlichen, ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Handel ein.
(DTV-Lex Bd.14 S.56)
ab 1854
Appelle von Perry zur Vorschiebung
der "US"-Grenze im Westen über den Pazifik
Perry appelliert nach dem "Vertrag von Kanowaga" 1854, die "US"-Grenze,
die "territoriale Jurisdiktion" der Union, auch auf die Inselgruppen
des Pazifiks auszudehnen. (Wehler,
S.15)
Die "US"-Expansion wird gleichzeitig durch die Industrialisierung immer
bedrohlich. (Wehler, S.13)
11.
Langer Marsch ("Long Walk"). Der Todesmarsch der Diné (Navajo) I.
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Dine.htm
"Als
die Diné erschaffen wurden
wurden uns vier Berge und Flüsse
gezeigt,
in deren Mitte wir leben sollten."
Berboncito

Grosse Schlucht ("Grand Canyon ")
Der Streit um Fort Defiance und
knappes Weideland
Die Indianer der Diné / Navajo
siedeln im Gebiet der Hopi, Zuñi und Pueblo aus Arizona und Neu-Mexiko
Weit landeinwärts von Kalifornien lag die Heimat von rund 12.000 Diné
oder [resp.] Navajo: die hohen Wüstenplateaus, die Tafelberge aus rotem
Fels;
die Berge und Schluchten ("Canyons") des nordöstlichen Arizona und des
nordwestlichen New Mexico.
Die Diné [resp. Navajo], die zur Athapasken-Sprachfamilie zählen,
waren erst in
jüngster Zeit vom nordwestlichen Teil des Kontinents eingewandert,
hatten sich im 15. oder 16. Jahrhundert - gerade bevor die Spanier im
Südwesten ankamen - auf dem angestammten Land der Hopi, Zuñi und
Pueblo
niedergelassen und passten sich schnell an.
Spanische Mission: Tierzucht,
Landwirtschaft und Weberei
Unter dem massiven Druck spanischer ["christlicher",
weiss-rassistischer] Missionare wurde aus dem ehemaligen
Nomadenvolk eine Nation von Schafhirten. Die Diné übernahmen die neue
Kultur, legten Gärten und Obsthaine an, bauten grosse Schaf und
Ziegenherden auf und webten Kleidung und Decken, in denen sich ihre
Kultur widerspiegelte.
Arizona und Neu-Mexiko unter den
"USA": Indianer für rechtlos erklärt,
verfolgt und im Reservat eingesperrt
Streit um Weiden auf Fort Defiance
- Brandschatzungen am Hof von Häuptling Manuelito
Als
der Südwesten nach dem Mexikanischen Krieg in den Besitz der
weissen ["christlich"-protestantischen und jüdischen,
weiss-rassistischen] Amerikaner überging, erwartete man von den Diné
abermals, ihren
Lebensstil zu ändern.
Im Jahre 1851 bauten die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
"Vereinigten Staaten" im Herzen des Diné-Landes
Fort Defiance. Plötzlich musste eine indianische Gemeinschaft, die auf
Weideland angewiesen war - Weideland war eine Seltenheit im trockenen
Südwesten - mit den Pferden, Maultieren und Rindern der
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "US"-Armee um
die Wiesen konkurrieren. Manuelito, ein Häuptling der Diné, beklagte
sich beim Kommandanten des Forts, Major William T. H. Brooks.
Brooks beharrte darauf, dass seine Soldaten weiterhin das Weideland der
Indianer nutzen würden - notfalls mit Gewalt , und beschloss,
Manuelitos Widerspenstigkeit zu bestrafen, bevor sie ausser Kontrolle
geriet.
12.
"Zivilisierungsgesetze" der "Weissen" in Kanada
1857: Gesetz zur "Zivilisierung"
der Indianer in Kanada
-- "Gesetz zur allmählichen Zivilisierung der Indianerstämme Kanadas"
-- mit Wahlrecht für Indianer, aber von 1859 bis 1920 machen nur 250
Indianer vom Wahlrecht Gebrauch (MacDonald, S.89).
Politik der "Zivilisierung" in
Kanada
Die "Politik der Zivilisierung" wird von den englisch-kanadischen Behörden ab 1860 übernommen, dann
jedoch in unterschiedlichen Formen weitergeführt. In Europa haben die
Indianer weiter den Status der "Edlen Wilden", während in den
Stammlanden ihr Ansehen sinkt (MacDonald, S.89).
13.
Langer Marsch ("Long Walk"). Der Todesmarsch der Diné (Navajo) II.
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Dine.htm
Der Kampf der Navajo gegen Fort
Defiance - Plan der Deportation nach Bosque Redondo ("Runder Wald") - Brandschatzungen,
Brunnenvergiftungen - Zerstreuung
der Diné
Im Mai 1858 schoss eine Abordnung von ["christlichen" und jüdischen,
weiss-rassistischen] Soldaten auf Befehl von Brooks 60
Tiere aus Manuelitos Vieherde und trieb den Rest fort. Die Spannung
entlud sich bald in Gewalt. Im Oktober 1858 brannten Soldaten aus Fort
Defiance mit Unterstützung von 160 Zuñi-Söldnern Manuelitos Dorf und
Felder nieder. Dieser Schlag bestärkte Manuelito nur in seinem
Beschluss, Krieg gegen die ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Amerikaner zu führen.
Am 30. April 1860 griffen tausend Diné, von den Spaniern Navajo
genannt, unter Führung von Manuelito und Barboncito, einem starken
Medizinmann und Kriegshäuptling, Fort Defiance an und überrannten es
fast, bevor sie vertrieben werden konnten. Während des nächsten Jahres
widerstanden die Indianer den Vergeltungsschlägen der
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "amerikanischen"
Truppen. Schliesslich führte der Ausbruch des Bürgerkriegs dazu, dass
die Soldaten in den Osten abzogen und Fort Defiance verliessen.
Doch das war nicht von Dauer:
General James H. Carleton, Leiter des Kriegsministeriums von New
Mexico, gab in jenem Jahr seinem Untergebenen, dem berühmten Scout
Christopher Housten "Kit" Carson (1809-1868), damals Befehlshaber der
New Mexico-Truppen, folgenden Befehl: Er solle die Diné in ein
Reservat
namens Bosque Redondo auf den sonnenverbrannten Ebenen des östlichen
New Mexico bringen, das Carleton gegründet hatte.
Carsons Taktik war, die Diné aus ihrer Heimat zu vertreiben, indem er
ihre Lebensgrundlage zerstörte. Seine vorrückende Armee tötete Schafe,
vergiftete Brunnen und verbrannte oder zerstörte die Felder und
Obsthaine. Die Diné flohen aus ihren Hogans, den traditionellen,
sechseckigen, erdbedeckten Häusern, und verteilten sich über ihr Land,
um der Gefangennahme zu entgehen.

Hogan (Rundbau) der
Diné (Navajo)-Indianer
Manuelito, Barboncito, Ganado
Mucho
und andere Häuptlinge führten Tausende ihres Volkes in den Canyon de
Chelly [Chelly-Schlucht] und an andere versteckte Plätze in dem
zerklüfteten Gelände.
14.
Beginn des Bürgerkriegs in den "USA" um die Sklaverei - Pläne für ein
"amerikanisches" Empire
1861: Wahlsieg der
"Republikanischen
Partei" gegen die Sklaverei - Sezession der Süd-Staaten - Beginn des
"amerikanischen" Bürgerkrieges durch Abraham Lincoln
1861 gewinnt die "Republikanische Partei" die Wahlen in den
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "USA". Die
10 Südstaaten, die die Sklaverei befürworten, gründen daraufhin ihre
eigenen "Konföderierten Staaten von Amerika" mit der Hauptstadt
Richmond, Virginia, unter dem ["christlichen", weiss-rassistischen]
Präsidenten J.Davis. Der Präsident der
nördlichen "USA", der ["christliche", weiss-rassistische] Republikaner
Abraham Lincoln, setzt sich
entschlossen für die gesamte "Union" ein und reisst den Bürgerkrieg vom
Zaun. (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
1861-1869: Aussenminister William
H.Seward
William H.Seward, Senator und Aussenminister, ist Prophet eines
weltumspannenden ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
"amerikanischen" Handelsimperialismus. Dementsprechend
ist seine Politik:
-- es sind dauernd neue Siedler notwendig
-- dauernd muss die Industrie weiterentwickelt werden
-- dauernd muss die Infrastruktur angepasst werden. (Wehler, S.14)
[Der "christliche", weiss-rassistische "US"]-Aussenminister Seward
plant "Ausdehnungsbereiche" und formuliert:
-- mit Kalifornien und Oregon sei der "Akkumulationsprozess" noch
keineswegs abgeschlossen
-- Kanada soll "Mitglied der Union" werden
-- Alaska soll "Landbrücke" nach Asien werden
-- die Arktis und Hawaii sollen unter "US"-Kontrolle kommen als
Zwischenstationen für Ostasien
-- die Karibischen Inseln und Mexiko sollen kraft "Manifest Destiny"
zur
"USA" gehören
-- Mexiko City soll "Sitz eines künftigen amerikanischen Empire" sein,
wenn Lateinamerika erobert ist. (Wehler, S.14)
Seward: Theorie von der Expansion
für den Absatzmarkt
-- es gilt, Märkte in Übersee im Rahmen eines "Inselimperiums" zu
erschliessen
--
es gilt, "amerikanische" Stützpunkte für die Handels- und Kriegsmarine
einzurichten, ohne formalen Kolonialbesitz, sondern es soll eine
Handelssuprematie auf Basis von
"amerikanischen" "Hongkongs" errichtet werden. (Wehler, S.15)
15.
1862: "Heimstättengesetz" für Einwanderung in die "USA" auf fremdem
Boden (!)
"Heimstättengesetz"
Die "freie Landnahme" für neue ["christliche" und jüdische,
weiss-rassistische] Einwanderer wird neu nach dem
"Heimstättengesetz" in drei Stufen "geregelt":
-- die erste Welle besteht aus "Squatters" (wilden Siedlern) und aus
Pioniers [Pionieren] und Trappers [Jäger und Viehzüchter]
-- die zweite Welle besteht aus Grenzern (Farmern)
-- die dritte Welle besteht aus Händlern, Spekulanten und Handwerkern.
(DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
Indianer werden bekämpft und in Reservationen verwiesen [bzw.
deportiert und in Open-air-KZs gezwungen].
Mineral- und Goldfunde beschleunigen die ["christlich"-jüdische,
weiss-rassistische] Westwanderung. Der Boden wird
rücksichtslos ausgebeutet. Arbeitskräftemangel fördert Landmaschinenbau
und schafft neue industrielle Absatzmärkte. Strassen (Trails) und
Eisenbahnlinien (Pazifik-Bahnen) sollen gebaut werden, die dann
gewaltige Entfernungen überbrücken sollen. (DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
Die weiss-europäische Siedlerzusammensetzung im Westen ist sehr geprägt
durch das "Amerikanertum" der "kleinen Leute". Im "Land der
unbegrenzten Möglichkeiten", das [für die weissen Rassisten-Siedler]
wie ein
Schmelztiegel ist ("Melting Pot"), findet sich ein Konglomerat, woraus
sich ein gewisser Ost-West-Gegensatz ergibt (DTV-Atlas, Bd.2,S.95).
[Dieselben Siedler-Mechanismen werden später für das
rassistisch-zionistische Herzl-Israel mit Hoffnung auf ein
"Gross-Israel" vom Nil bis zum Euphrat Anwendung finden: Vorbereitung
der Siedlerwellen, Vertreibung und Vernichtung der angestammten
Bevölkerung...]
16.
Langer Marsch ("Long Walk"). Der Todesmarsch der Diné (Navajo) III.
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Dine.htm
Carsons Indianermassaker im Canyon
de Chelly - 500 km Strafmarsch der Gefangenen zum Bosque
Redondo ("Runder Wald")
Der Herbst verging, und der Winter setzte bereits ein, doch immer noch
war Carson auf der Suche nach ihnen. Die Diné fanden in Dinetah, ihrem
eigenen Land, keine Ruhe mehr. Schliesslich kamen Carsons
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Männer in den
Canyon de Chelly, mitten im Herzen des Diné-Landes. Vom Rand des
Canyon
und aus versteckten Nischen in seinen hohen roten Felswänden
beobachteten die hungrigen und im Winterwetter frierenden Navajo
entsetzt, wie Carsons Männer auf der Suche nach ihnen durch den Canyon
zogen. Als sie entdeckt wurden, überlebten nur wenige das Gemetzel.
Im Tiefwinter zwang der Hunger Hunderte von geschwächten und schlecht
bewaffneten Diné, sich zu ergeben. Sie kamen krank, hungernd und
frierend in die Forts Wingate und Canby; dort wurden sie
gefangengehalten, bis sie unter Bewachung zu einem Gewaltmarsch nach
Fort Sumner in dem trostlosen Reservat Bosque Redondo aufbrachen.
Der fast 500 Kilometer weite "Long Walk" ("Langer Marsch", resp. ein
weiterer Todesmarsch) im Winter
1864 war eine Tragödie, die immer noch schwer auf dem Diné-Volk
lastet;
die Stimmen derer, die den Treck durchstanden, sind nie verstummt:
"Es war furchtbar, wie sie unser Volk behandelten. Ein paar behinderte
alte Menschen und Kinder, die die Reise nicht machen konnten, wurden an
Ort und Stelle erschossen, und ihre Leichen überliess man den Krähen
und Kojoten.
Meine Tochter wurde müde und schwach und konnte wegen ihrer
Schwangerschaft nicht mit den anderen Schritt halten oder weiterlaufen.
Deshalb baten wir die Armee, eine Weile zu halten, damit die Frau ihr
Kind gebären konnte. Aber die Soldaten taten es nicht. Sie zwangen uns
weiterzugehen. Wir waren noch nicht lange weitergezogen, da hörten wir
einen Schuss ..."
Diné und Apachen im Bosque
Redondo-Reservat am Pecos-River: Kuhhäute als Dächer, Wurzeln als
Brennholz - Carletons "Bericht" zur "Umformung" der "Roten" zu "Weissen"
Diejenigen, die den Langen Marsch überlebt hatten, schlossen sich ihren
traditionellen Feinden, den Mescalero-Apachen an, die von Carleton und
Carson ebenfalls ins Bosque Redondo-Reservat [bzw. Open-air-KZ]
gesperrt worden waren
- einem erbärmlichen Streifen sandigen Bodens entlang des Pecos River.
Die meisten Bäume hatte man gefällt, um Fort Sumner zu bauen, und es
gab nichts als unfruchtbares Land. Die Diné mussten Gräben und Löcher
als Unterschlupf ausheben. Sie schlachteten Kühe und schirmten sich mit
deren Häuten gegen Wind und Sonne ab. Die Büsche und kleinen Bäume
waren schnell verfeuert, und die Menschen mussten Mesquitewurzeln
ausgraben und sie als Feuerholz nutzen.
Hunderte von ihnen starben im ersten Jahr in Bosque Redondo. [Der
"christliche", weiss-rassistische] General
Carleton, der Urheber und Überwacher des indianischen Exils, hatte sich
zum Ziel gesetzt, die Indianer zu Weissen "umzuformen". Stolz schrieb
er dem Generaladjutanten der Armee in Washington, Bosque Redondo sei ein
"grossartiges Experiment, aus Wilden zivilisierte menschliche Wesen zu
machen. Hier verwerfen sie ihre Lebensweise und lernen, wie Weisse zu
sein. Mein Ziel ist, sie allmählich in einem Reservat zu sammeln, das
weit weg von Hügeln und Verstecken ihres Landes ist, und dort ihre
Kinder Lesen und Schreiben zu lehren; die Kunst des Friedens und der
Wahrheiten des Christentums. Bald werden sie neue Gewohnheiten, neue
Ideen, neue Lebensformen annehmen."
[Der Rassisten-Christ ist scheinbar nicht fähig, sich selbst als
Rassist zu erkennen...]
Hunger- und Schwächetote im Bosque
Redondo-Reservat - auch Häuptling Manuelito und Ganado Mucho auf dem
"Langen Marsch"
Bis zum Frühling 1865 lebten 9000 Diné und 400 Mescalero von Rationen,
die höchstens für zwei Drittel dieser Zahl ausgereicht hätten. Immer
noch verhungerten viele oder starben an Krankheiten.
Das Leben in Bosque war zwar elend; noch gefährlicher aber war das
Leben für die Navajo, die immer noch in Arizona Widerstand leisteten.
Manuelito und andere Anführer hatten sich nie ergeben, sondern hielten
weiterhin in den Canyons [Schluchten] aus. Den ganzen Winter 1865/66
hindurch
sprachen sie nur flüsternd miteinander und wagten kaum, ein Feuer
anzuzünden, aus Angst, die Soldaten könnten sie sehen. Sie lebten
ausserdem in Angst vor den Ute und den mexikanischen Sklavenhändlern,
die mit gestohlenen Kindern handelten.
Um ihre Leute zu retten, ergaben sich Manuelito und Ganado Mucho in
Fort Wingate. Aber die Hoffnung auf Schutz erwies sich als trügerisch.
Auf dem Marsch nach Bosque Redondo wurden Ganado Muchos Töchter
entführt; später, als sie das Reservat erreicht hatten, wurde sein
kleiner Sohn getötet.
Nach Jahren der Missernten, nach tausend Toten und der Flucht hunderter
verzweifelter Indianer aus dem Reservat, sah die
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] "amerikanische"
Regierung schliesslich ein, dass Bosque Redondo ein kläglicher und
kostspieliger Fehlschlag war.
Im Mai 1868 schickte Washington
eine
Delegation unter der Führung von General William Tecumseh Sherman, die
sich mit Diné-Anführern im Reservat zu einer Unterredung treffen
sollten.

General W.T.Sherman
Sherman war erschüttert
über den erbärmlichen Zustand der
Indianer. Die Diné, so berichtete er, waren
"in einem Zustand absoluter Armut und Hoffnungslosigkeit versunken".
Als die Unterredungen mit den Indianern in Gang kamen, wurde der
wortgewandte Barboncito ausgewählt, für die Navajo zu sprechen. Seine
Worte mussten von Navajo ins Spanische und dann vom Spanischen ins
Englische übersetzt werden.
"Am Anfang, als die Diné erschaffen wurden", erklärte Barboncito den
weissen Besuchern, "wurden uns vier Berge und vier Flüsse gezeigt, in
deren Mitte wir leben sollten. Das sollte unser Land sein, und es wurde
uns von der Ersten Frau des Diné-Stammes gegeben. Von unseren
Vorvätern
wurde uns gesagt, dass wir niemals östlich über den Rio Grande oder
westlich über die San Juan-Flüsse hinausgehen sollten, und ich glaube,
es sind so viele von uns und unseren Tieren gestorben, weil wir
hierhergekommen sind. Wenn einer unserer grossen Männer stirbt und ich
das Weinen der Frauen höre, laufen mir die Tränen in den Schnurrbart.
Dann denke ich an mein Land."
Vertrag 1868 und Rückkehr der Diné
/ Navajo nach Arizona - Schulpflicht
für die Kinder - Esswaren und Schafe als Startkapital - heute über
200.000 Navajos
Die Erlaubnis für die Rückkehr wurde erteilt. Ein Vertrag wurde
unterzeichnet, der die neuen Grenzen für die Diné-Nation und die
Bedingungen für ihre Entlassung umriss. Sie konnten nie wieder Waffen
besitzen oder Überfälle ausführen, und ihre Kinder mussten in weissen
["christlichen", rassistischen] Schulen erzogen werden. Die Diné
bekamen Essen und Schafe für die
Rückkehr in ihre Heimat.
"Wir sagten den Treibern, sie sollten die Maultiere anpeitschen, so
eilig hatten wir es", erinnerte sich Manuelito. "Als wir von
Albuquerque aus den Berggipfel sahen, fragten wir uns, ob das unser
Berg sei, und wir hätten am liebsten mit der Erde geredet, wir liebten
sie so, und ein paar alte Männer und Frauen weinten vor Freude ..."
Seither haben die Diné [resp. Navajo] strikt die Bedingungen des
Vertrags beachtet,
den sie 1868 unterzeichnet hatten. Heute sind sie mit einer Bevölkerung
von über 200.000 Menschen die bei weitem grösste indianische Nation der
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Vereinigten Staaten; sie
bewohnen dieselben hochgelegenen
Wüstenplateaus und das Land mit den roten Felsen, aus dem Kit Carson
und General Carleton sie vertrieben hatten. Und im Canyon de Chelly,
der immer noch das ehrfurchtgebietende Herzstück ihrer Heimat ist,
zeigen heute junge Diné-Touristenführer Besuchern, wo die Tragödie
begann, die zum Langen Marsch [Todesmarsch] ihrer Ahnen führte.
17.
Das Massaker am Sand Creek 1864
aus: http://home.t-online.de/home/s.weny/SCreek.htm
Die Weissen verunreinigen die
Prärie auf dem Weg zu Denvers Goldminen
Der Weisse Mann als Verschmutzer
und Verbreiter von Krankheiten in der Prärie durch den
Durchgangsverkehr - Goldrausch und Schürfer in Colorado
Jahrzehntelang blühten die Pferdekulturen der Prärie-Stämme. Weisse
Forschungsreisende, Trapper und Händler kamen und gingen; ihnen folgten
Missionare, Bergarbeiter und Siedler, die die Great Plains ("Grossen
Ebenen") auf ihrem Weg nach Oregon, Kalifornien, Salt Lake City oder
anderen Reisezielen westlich der Prärie-Stämme durchquerten. Zwar
stellten die ["christlichen", weiss-rassistischen] "Amerikaner" keine
kritischen Forderungen an die Stämme, ihnen Gebiete in den Great Plains
abzutreten, aber der zunehmende Verkehr verscheuchte das Wild,
zerstörte die Plätze, wo die Indianer Wildgemüse, Wurzeln und Beeren zu
sammeln pflegten, verschmutzte Wasserquellen und verbreitete Masern,
Keuchhusten und andere gefürchtete Krankheiten. Als dann in den Jahren
1858 und 1859 am South Platte River am Fuss der Rocky Mountains
("Felsengebirge") in Colorado Gold gefunden wurde, strömten die Massen
mitten durch die Bison-Jagdgründe der Cheyenne, Arapaho, Sioux, Kiowa
und Comanche.
Indianer verweigern die
Reservationen - Eskalation bis zum Massaker am Sand Creek - Spaltung der Prärie-Indianer - Fort
Lyon als versprochener Schutzplatz
Erfolglos versuchte die Regierung, die Indianer von den verschiedenen
Reiserouten der Einwanderer fernzuhalten. Den Lakota befahl man,
nördlich des Oregon-Trails und seinen Nebenrouten am South Platte zu
bleiben, die beide nach Denver führten. Im Süden versuchte die Armee
vergeblich, die Kiowa und Comanche südlich des Arkansas River
abzudrängen. In dem riesigen Gebiet zwischen dem Platte und dem
Arkansas-Fluss führte eine dritte Route von Kansas nach Colorado mitten
durch jene Jagdgründe der Tsitsista (Cheyenne) und Arapaho, die ihnen
1851 vertraglich garantiert worden waren. 1861 versuchten Unterhändler
der Regierung, den Vertrag zu brechen und die zwei Stämme dazu zu
zwingen, in eine unwirtliche Reservation im Südosten Colorados zu
ziehen, doch die Indianer weigerten sich.

Indianerhäuptling Black Kettle
("Schwarzer Kessel")
Während einige Häuptlinge die
Krieger auf die Verteidigung ihres Landes vorbereiteten, versuchten
andere, Krieg um jeden Preis zu vermeiden, um ihrem Volk Leid und Tod
zu ersparen. Die Cheyenne-Häuptlinge Black Kettle ["Schwarzer Kessel"]
und White Antelope ["Weisse Antelope"] hatten sich lange um die
Freundschaft mit den [kriminell-rassistischen] "Vereinigten Staaten"
bemüht. Im Jahr 1861 hatten sie zugestimmt, den Bruch des Vertrags von
1851 zu akzeptieren und in ein Reservat zu gehen. Dann waren sie nach
Washington gereist, um sich mit Präsident Lincoln zu treffen; Lincoln
überreichte Black Kettle eine grosse amerikanische Fahne und verlieh
White Antelope einen Friedensorden.
Als jedoch im Jahr 1864 Freiwilligenkorps die Indianer angriffen und
daraufhin kleine Trupps von Kriegern Vergeltung übten, wuchsen die
Gerüchte um einen grossen Indianerkrieg, der Denver und die Goldminen
in Colorado vom Rest des Landes abschneiden würde. Black Kettle und
andere Cheyenne und Arapaho-Anführer waren beunruhigt und brachen
nach Denver auf, um mit Territorial Governor John Evans und dem
Militärbefehlshaber von Colorado, Colonel John Chivington,
zusammenzukommen, die beide politisches Kapital aus der Unterdrückung
der Indianer zu schlagen hofften. Als Black Kettle beiden Männern
gegenüberstand, sagte er:
"Wir bitten nur um eins: dass wir Frieden mit den Weissen haben dürfen.
Ich möchte, dass ihr allen Häuptlingen der Soldaten hier zu verstehen
gebt, dass wir Frieden wollen und dass wir Frieden geschlossen haben,
damit wir von ihnen nicht für Feinde gehalten werden ..."
Was Black Kettle und die anderen Anführer aus Denver mit auf den Weg
nahmen, sah wie eine Bürgschaft von Evans und Chivington aus: Sie
könnten in der Nähe von Fort Lyon im südöstlichen Colorado Schutz
suchen und dort ihr Lager aufschlagen. Aber die Welt der Cheyenne war
geteilt. Die Dog Soldiers ("Hundesoldaten"), die Kriegergemeinschaft
der Cheyenne, wollten für ihre Heimat kämpfen. Sie zogen nach Norden,
um sich den Lakota und den Nördlichen Cheyenne anzuschliessen, die
Widerstand leisten wollten. Black Kettle zog nach Süden in die
versprochene Sicherheit von Fort Lyon.
Black Kettle und die
Friedensanhänger bei Fort Lyon am Sand Creek - die Hetze Chivingtons
gegen die Cheyenne - das Massaker gegen das schlafende Indianerdorf
Unter den Cheyenne, die mit Black Kettle zogen, war auch George Bent,
Sohn des bekannten weissen Pelzhändlers William Bent und seiner
Cheyenne-Frau Owl Woman ["Eulenfrau"]. George Bents Briefe und
Berichte erzählten der Welt des weissen Mannes die indianische Version
dessen, was dann geschah:
"Also liess Black Kettle unser Camp am Smoky Hill ["Rauchberg"] abbauen
und zog hinunter zum Sand Creek ["Sandfluss"], ungefähr 40 Meilen
nordöstlich von Fort Lyon. Alle Indianer waren fest davon überzeugt,
dass sie hier unter Schutz standen und dass bald Frieden geschlossen
würde."

"Christlicher",
weiss-rassistischer "US"-General John. M. Chivington
Aber die Befehle, die Colonel
Chivington seinem Freiwilligenheer aus erbitterten Indianerhassern
vermitteln liess, zeugten von einer anderen Einstellung:
"Die Cheyenne müssen vernichtend geschlagen werden, bevor sie Ruhe
geben. Wenn ihr Cheyenne in eurer Nähe erwischt, tötet sie; anders geht
es nicht."
In jenem November 1864 war in den High Plains von Colorado bereits der
Winter angebrochen. Eine riesige amerikanische Fahne, Präsident
Lincolns Geschenk an Black Kettle, flatterte an einer grossen Stange
vor dem Tipi des Häuptlings im Dorf am Sand Creek.
Im Morgengrauen des 29. November 1864 ritten die "Colorado Volunteers"
durch das trockene Bachbett in das schlafende Indianerdorf. Sie hatten
Befehl von Chivington, keine Gefangenen zu machen. George Bent lag noch
im Bett; die Attacke beschrieb er so:

Sand-Creek-Massaker, gemaltes Bild |

Sand-Creek-Massaker, Karte |
"Ich hörte Schreie und dass Menschen durchs Lager liefen. Ich sprang
auf und lief aus meinem Tipi. Vom Bach her näherten sich ein grosser
Trupp Soldaten im schnellen Trab. Einige ritten ans östliche Ende des
Lagers und andere am anderen Bachufer ans westliche Ende. Ich blickte
zum Tipi des Häuptlings hinüber und sah, dass Black Kettle eine grosse
amerikanische Fahne ans Ende einer langen Stange gebunden hatte, vor
seinem Tipi stand und die Stange hochhielt. Ich hörte, wie er den
Leuten zurief, sie sollten keine Angst haben, die Soldaten würden ihnen
nichts tun; dann eröffneten die Soldaten von zwei Seiten des Lagers das
Feuer. Die Frauen und Kinder schrien und heulten, die Männer rannten zu
den Tipis, um ihre Waffen zu holen, und riefen sich Ratschläge und
Anweisungen zu.
Als White Antelope sah, dass die Soldaten auf die Menschen schossen,
wollte er nicht länger leben. Er stand vor seinem Tipi, die Arme vor
der Brust verschränkt, und sang sein Todeslied:
"Nichts
lebt lange, nur die Erde und die Berge."
White Antelope wurde mit dem Friedensorden auf der Brust, vor seinem
Tipi erschossen. Black Kettle rannte mit seiner Frau zum Bachbett, wo
sich schutzsuchende Menschen verzweifelt in den Sand eingruben. Doch
bevor Black Kettle den Bach erreichte, wurde seine Frau getroffen. Da
er sie für tot hielt, rannte er ohne sie weiter."
George Bent fährt fort:
"Die meisten, die sich in den Gräben versteckten, waren verwundet
worden, bevor sie ihren Unterschlupf erreichen konnten; dort lagen wir
den ganzen bitterkalten Tag lang vom frühen Morgen bis es fast dunkel
war, und die Soldaten waren überall um uns herum; fast die ganze Zeit
über hielt der schwere Beschuss an. Ungefähr um 5 Uhr zogen sie endlich
ab. Auf ihrem Rückzug bachabwärts töteten sie alle Verwundeten, die sie
finden konnten, und skalpierten und verstümmelten die Toten, die über
zwei Meilen im trockenen Bachbett verstreut lagen."
Als die Überlebenden in der Dämmerung aus ihrem Versteck krochen, sahen
sie erst, welch furchtbares Gemetzel hier stattgefunden hatte. Ihre
Lieben, sogar Babies und schwangere Frauen, von Chivingtons Soldaten
aufgeschlitzt und brutal verstümmelt, ihr Dorf zerstört, die
Nahrungsvorräte für den Winter und die Decken geraubt."
Der verwundete George Bent versuchte gemeinsam mit anderen Indianern,
sich auf der gefrorenen Prärie warm zu halten:
"Diese Nacht wird nie in Vergessenheit geraten, solange einer von denen
noch am Leben ist, die sie durchgemacht haben. Es war bitterkalt, der
Wind pfiff über den Boden, auf dem wir lagen, und niemand konnte sich
warm halten. Viele, die ihre Frauen, Männer, Kinder oder Freunde
verloren hatten, gingen den Bach hinunter und krochen zwischen den
nackten und verstümmelten Körpern der Toten über das Schlachtfeld.
Wenige fanden wir noch lebend vor, denn die ["christlichen",
weiss-rassistischen "US"]-Soldaten hatten ihre Arbeit gründlich getan."
Black Kettle fand seine Frau mit neun Schusswunden im Körper. Wie durch
ein Wunder hatte sie überlebt. Doch über 150 Indianer waren
abgeschlachtet worden. Schliesslich kämpften sich die Überlebenden über
die Prärie bis zu einem Lager der Cheyenne Dog Soldiers am Smoky Hill
River ["Rauchbergfluss"] durch, wo sie Kleidung, Essen und Pferde
bekamen. Black Kettle fühlte sich verraten und war verbittert.
"Ich glaubte einmal, dass ich der einzige sei, der darauf beharrte, der
Freund des weissen Mannes zu sein", sagte er. "Aber jetzt, da sie uns
unsere Zelte, unsere Pferde, einfach alles geraubt haben, ist es schwer
für mich, den weissen Männern noch irgend etwas zu glauben."
Colonel John M. Chivington - ein ["christlicher", weiss-rassistischer
"US"]-Methodistenprediger - überfällt mit der Colorado-Miliz ein
grosses Zeltdorf der Cheyenne am Sand Creek und ermordet auf grausame
Weise fast alle Indianer - darunter hauptsächlich Frauen, Kinder und
Greise. Der ["christliche"] fromme Mann erklärte hierzu:
"Ich bleibe dabei. Wir hatten am Sand Creek nur eine Aufgabe: töten
töten töten."
und bei einer anderen Gelegenheit vertrat er die Meinung:
"dass es richtig und ehrenhaft ist - alles unter Gottes Himmel zu
unternehmen - um Indianer zu töten - und jeder Mann sei verdammt - der
Sympathie für sie empfindet." (H.Jestrabek:
http://ourworld.compuserve.com).
18.
Die umkämpften Nördlichen Prärien
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/NPrairie.htm
Kampf der Santee (Sioux) gegen den
Weissen Mann
Massaker der Santee an Weissen
wegen Betrug, Zwangsmission und Landraub 1862 - Tod von Little Crow,
Erschiessung von 38 Sioux - die verschiedenen Sioux-Stämme
Nicht nur die Stämme in den Südlichen Prärien kämpften um ihr Land. Im
August 1862 töteten einige der östlichen Sioux-Stämme oder Santee im
verzweifelten Versuch, ihr Land zurückzubekommen, in Minnesota über 350
Weisse. Damit wehrten sie sich gegen betrügerische Staatsbeamte,
diebische weisse Händler, ["christliche", weiss-rassistische]
Missionare und Horden von ["christlichen", weiss-rassistischen]
Siedlern, die sie ihres Landes beraubten. Armeen, die von den
Schlachtfeldern des Bürgerkriegs abgezogen wurden, rieben die
indianischen Krieger auf und trieben die Santee aus ihrer angestammten
Heimat in Minnesota auf die Ebenen im heutigen North und South Dakota.
Dabei kam Little Crow ["Kleine Krähe"], ein führender Santee-Häuptling
und früherer Freund der [kriminellen, weiss-rassistischen]
"Amerikaner", der auf Wunsch seines Stammes hin widerstrebend den Kampf
gegen die [rassistischen] Weissen angeführt hatte, ums Leben, und 38
Indianer wurden bei einer Massenexekution in Mankato öffentlich gehängt.

Indianerlager mit Tipis
Die Santee, die als Jäger im
Waldland und als Bauern lebten und an den Seen von Minnesota Wildreis
sammelten, bildeten einen der drei grossen Unterstämme der aus vielen
Nationen bestehenden Sioux. Eine andere Gruppe, die Yankton und die
Yanktonai, lebte auf dem Grasland im Osten der heutigen Dakotas. Auf
den halbtrockenen Ebenen des westlichen Teils der Dakotas und in
Regionen der heutigen Bundesstaaten Nebraska, Kansas, Wyoming und
Montana lag das Land der Teton oder Westlichen Sioux, die auch als
Lakota bekannt waren. Für die Weissen wurden die berittenen,
bisonjagenden Yankton, Yanktonai und Lakota - diese bestanden aus den
sieben autonomen Stämmen Oglala, Sicangu (Brulé), Hunkpapa, Miniconjou,
Itazipcho (SansArc), Oohenonpa (Two Boilings oder Two Kettles) und
Sihasapa (Blackfeet) - in Geschichte und Legende zu den
archetypischen Prärie-Indianern.
[Das Pferd hatten die Spanier eingeführt. Zuerst durften Indianer nicht
reiten].
Flucht der Santee zu den Yanktonai
und nach Kanada - die Verfolgung durch General Pope: die Soldaten
morden und brandschatzen Unschuldige
Einige der vertriebenen Santee suchten auf Zuflucht bei den
["christlichen", weiss-rassistischen] "amerikanischen" Truppen Zuflucht
bei den bisonjagenden Yanktonai im Osten des heutigen North Dakota.
Andere brachten sich in den Prärie-Provinzen Kanadas in Sicherheit, wo
sie noch heute leben.
Im Sommer 1863 und 1864 sandte
John Pope, der prahlerische, aber durch seine Niederlagen etwas
zurechtgestutzte Nordstaaten-General, grosse Expeditionskorps auf die
Suche nach den fliehenden Santee in die beiden Dakotas. Seine Soldaten
gingen mit äusserster Rücksichtslosigkeit und Grausamkeit vor,
überfielen friedliche Lager und töteten Indianer, die nichts mit dem
Konflikt in Minnesota zu tun gehabt hatten. Sie verbrannten ihre Dörfer
und Nahrungsvorräte und nahmen Sioux-Frauen und Kinder gefangen.

"Christlicher", weiss-rassistisch
"amerikanischer" General Pope
Massaker in Sand Creek -
Rachebeschluss der Oglala-Sioux, Sicangu-Sioux mit den kriegerischen
Cheyenne - Jan. 1865: Überfälle am Platte River: Morde,
Brandschatzungen und Zerstörung von Verkehrsverbindungen
Im gleichen Jahr fand Chivingtons Massaker an den Cheyenne und Arapaho
im Lager Black Kettles in Sand Creek, Colorado, statt. Nach diesem
Vorfall hielten die Oglala und Sicangu-Sioux, Verbündete der Cheyenne
und Arapaho, es an der Zeit, den ["christlichen", weiss-rassistischen]
Amerikanern zu zeigen, dass die Indianer sich für das Hinschlachten
ihres Volks rächen konnten und sich allen Versuchen widersetzen würden,
sie von ihrem Land zu vertreiben.
Entschlossen, für Sand Creek Vergeltung zu üben, schickten Dog Soldiers
("Hundesoldaten") der Cheyenne sowie andere Gruppen von Cheyenne und
Arapaho ihren Sioux-Freunden Kriegspfeifen, und diese willigten ein,
gegen die ["christlichen", weiss-rassistischen Weissen vorzugehen. Im
Januar 1865 verübten Krieger der Sioux, Cheyenne und Arapaho Überfälle
am Platte River und seinen beiden Seitenarmen, setzten Poststationen
und Ranches in Brand, zerrissen meilenweit die Telegrafendrähte,
brannten die Stadt Julesburg nieder, hielten Postkutschen, Güterzüge
und Planwagen auf und kappten die Verbindungen von Denver, Salt Lake
City und San Francisco nach Osten.
Die Überfälle versetzten die weissen Siedlungen entlang dem South
Platte an der Route nach Denver in Angst und Schrecken. Zahlreiche
Rancher, Leiter von Poststationen, Frachtschiffer, Telegrafisten und
andere Weisse wurden getötet, bevor die Stämme sich bereiterklärten,
ihre Angriffe einzustellen.
Schliesslich verliessen die Indianer Colorado und wandten sich nach
Norden in das Gebiet am White River in South Dakota. Dort teilte
sich die riesige Gruppe von rund sechstausend Männern, Frauen und
Kindern. Die Südlichen Cheyenne und die Arapaho folgten den Oglala
unter deren Häuptlingen Red Cloud ["Rote Wolke"] und Man Afraid of His
Horse ["Pferdeängstler"], um sich den Miniconjou und anderen Lakota in
ihren bevorzugten Jagdgebieten im Land des Powder River
["Pulverflusses"] zwischen den Black Hills ["Schwarzbergen"] und den
Bighorn Mountains ["Grosshornbergen"] anzuschliessen. Die Sicangu
hingegen begaben sich unter der Führung von Sinte Gleshka (Spotted
Trail) nach Fort Laramie, wo sie den Soldaten ein Friedensangebot
unterbreiten und dann zu ihren Bisonjagdgründen im westlichen Kansas
und im östlichen Colorado zurückkehren wollten; ihnen war diese Region
lieber als das Land am Powder River. Doch der Kommandant des Forts
liess Sinte Gleshka und seine Leute sofort gefangennehmen und befahl,
sie zusammen mit tausend Sioux, die ständig um das Fort lagerten und
von den Offizieren als Belästigung empfunden wurden, nach Fort Kearny
im Osten zu bringen. Bald nach dem Abmarsch aus Fort Laramie entkamen
die Indianer jedoch ihren Bewachern.
Sommer 1865: Pope-Beschluss:
Westliche Sioux vernichten, Bozeman-Trail durch Bisongebiete - Abbruch
der Offensive wegen Orientierungsproblemen
Im Sommer 1865 beschloss [der "christliche", weiss-rassistische]
General Pope, die Prärie-Stämme endgültig unter militärische Kontrolle
zu bringen, und bereitete einen weiteren Feldzug gegen sie vor. Unter
anderem sah sein Plan vor, mit zwei Flügeln in ihre Jagdgebiete um den
Powder River ["Pulverfluss"] vorzustossen, um die westlichen Sioux und
ihre Verbündeten zu bezwingen, dabei die Wege nach Westen zu sichern
und neue zu öffnen, insbesondere den Bozeman Trail, eine von John M.
Bozeman ["christlicher", weiss-rassistischer Goldsucher] und einem
weiteren Weissen propagierte Abkürzung, die etwas westlich von Fort
Laramie am Oregon Trail zu den Bergbauregionen im Westen Montanas
führte. Weil diese Route direkt durch das Bisonland um den Powder River
führte, setzten die Sioux alles daran, den Bozeman Trail unpassierbar
zu machen. Nur wenige ["christliche", rassistische] Weisse riskierten
es, ihn zu benutzen.
Als es zwischen März und Juli 1865 entlang dem Platte River zu erneuten
Konflikten zwischen Armeetruppen und Gruppen verbündeter Indianer kam,
begann [der "christliche", weiss rassistische "US"-General] Pope seine
neue Offensive. Doch keine der beiden Flanken erreichte sein Ziel. Die
eine blieb irgendwo im Dakota Territory stecken, und die zweite, die
aus drei Kolonnen bestand, irrte durch eine kartographisch kaum
erfasste Region. Die Soldaten litten an Hunger und Durst und verloren
Dutzende ihrer geschwächten Pferde; sie waren heftigen Stürmen
ausgesetzt, mussten immer wieder gegen Indianer kämpfen, ohne eine
entscheidende Auseinandersetzung herbeiführen zu können, und drohten
mit Meuterei. Zu guter Letzt wurde die kostspielige Operation
abgebrochen.
19.
1866: "Überlegenheitsgefühl" als Aufgabe der "USA" zur "Weltmission" -
1867: Kauf von Alaska
1866: amerikanisches
Überlegenheitsgefühl: Weltmission als Aufgabe
Der "christliche", weiss-rassistische Senator Banks äussert 1866 mit
amerikanischem Überlegenheitsgefühl, dass die kriminell-rassistischen
"USA" "die restliche Welt aufklären und zivilisieren" müssten. Die
"Alte Welt" sei verdorben, und abgeschirmt werde man als "Muster für
Vollkommenheit" sein und dadurch in der ganzen Welt wirken. (Wehler,
S.10)
siehe auch in:
-- R.T.Spiller u.a.: Literary History of the United States, I. N.Y,
1949, S.192-215
-- F.H.Harrington: Fighting Politician. Major General N.P.Banks.
Philadelphia 1948, S.177
1867: Alaska gekauft
Der "christliche", weiss-rassistische Aussenminister William H. Seward,
der überzeugte expansionistische "US"-Aussenminister, kauft dem
russischen Zar die Halbinsel Alaska ab, die von Kritikern als "Icebox"
("Kühlschrank") bezeichnet wird. (DTV-Lex Bd.16, S.317)
1867 ca.
Adams prophezeit die "industrielle
Suprematie" der "USA"
Der "christliche", weiss-rassistische "US"-Prophet Brooks Adams
aktualisiert seine Weissagung, indem er sie mit der industriellen
Suprematie der "USA" verbindet (Wehler, S.12).
20.
1868: Das Massaker der Custer-Kavallerie am Washita-River
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/SCreek.htm
Die neue Reservation der Cheyenne
unter dem friedliebenden Häuptling Black Kettle ab 1868 am Washita
River - das Massaker durch die 7.Kavallerie - Tod von Black Kettle und
101 weiterer südlicher Cheyenne
Im Jahre 1867 rief die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische]
Regierung die Stämme der Südlichen Prärien zusammen, darunter auch die
Südlichen Cheyenne, und plante bei einer Vertragsverhandlung am
Medicine Lodge Creek ["Medizinhüttenfluss"] in Kansas für sie zwei
grosse Reservationen im westlichen Teil des Indianischen Territoriums
ein. Viele Gruppen, darunter auch die Dog Soldiers ["Hundesoldaten"]
der Cheyenne und verschiedene Splittergruppen der Kiowa und Comanche,
wollten mit Reservationen nichts zu tun haben. Black Kettle ["Schwarzer
Kessel"] aber war trotz seiner Niederlage immer noch der Meinung, dass
Widerstand hoffnungslos sei. Im Spätherbst 1868 brachte er seine
eingekreiste Schar Überlebender vom Stamm der Südlichen Cheyenne in ein
Lager am Washita River in einer der neuen Reservationen. Die meisten
jungen Männer hatten ihn mittlerweile verlassen und sich indianischen
Widerstandskämpfern angeschlossen.
Während sich Black Kettle friedlich niederliess, schickten die
["christlich-jüdischen", kriminell-rassistischen] Vereinigten Staaten
Kolonnen von Soldaten mit dem Befehl los, die Südlichen Prärien nach
Indianern zu durchkämmen.

General Custer, Profil
Im November verfolgte die 7.
Kavallerie unter der Führung [des "christlichen", weiss-rassistischen]
Lieutenant Colonel George Armstrong Custer einen Cheyenne-Kriegertrupp
zu Black Kettles Dorf.
"Diese Krieger, die zu Black Kettles Dorf kamen ...", erklärte George
Bent, "erweckten den Eindruck, dass Black Kettles Stammesgruppe
feindlich gesinnt sei, obwohl sie nicht zu seiner Gruppe gehörten."
Im Morgengrauen des 27. November 1868 stürmten Custers Truppen Black
Kettles schlafendes Dorf. George Bent war zwar nicht dort, aber anhand
dessen, was ihm indianische Verwandte und Augenzeugen des Stammes
erzählten, konnte er vom zweiten Überraschungsangriff auf die Gruppe
fast auf den Tag vier Jahre nach dem ersten Überfall und vom Tod
ihres vom Unglück verfolgten Häuptlings berichten:
"Black Kettle stieg auf sein Pferd, half seiner Frau hinter sich hinauf
und begann, den Washita River zu überqueren, aber beide stürzten am
Flussufer von Kugeln durchsiebt zu Boden ... Die Soldaten ritten genau
über Black Kettle und seine Frau und über ihr Pferd hinweg, die tot auf
dem Boden lagen; ihre Körper wurden von den angreifenden Soldaten über
und über mit Schlamm bespritzt."
An dem Tag, an dem Black Kettle und seine Frau starben, wurden noch 101
weitere Südliche Cheyenne getötet. In seinem Streben nach Frieden hatte
der Häuptling sein Volk, das er retten wollte, ahnungslos zweimal in
den Tod geführt. Worte, die er in einem seiner vielen Beratungen mit
Weissen gesprochen hatte, hingen wie eine Grabinschrift in der
eiskalten Luft über dem zerstörten Dorf am Washita River:
"Wenn mir auch Unrecht geschehen ist, lebt doch die Hoffnung in mir.
All meine indianischen Freunde zögern. Sie fürchten sich herzukommen;
sie fürchten, verraten zu werden, wie ich verraten worden bin."
21.
Der Krieg von Red Cloud ("Rote Wolke")
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/RCloud.htm
Der Kampf gegen den Bozeman Trail
Forts für den Bozeman Trail im
Bisonland am Powder River - Verhandlungen im Fort Laramie am 5.6.1866 -
"christliche", weiss-rassistische "US"-Truppen während der Konferenz am
Powder River
1866 beschloss die Regierung, alles daranzusetzen, um den Bozeman Trail
rechtzeitig zum Sommeranfang zu öffnen. Da mit einer grossen
Siedlerwelle zu den Minen in Montana gerechnet wurde, schickte die
Armee [den "christlichen", weiss-rassistischen] Colonel Henry B.
Carrington und ein Bataillon von siebenhundert Offizieren und Soldaten
der 18. Infanterie in das Land am Powder River ["Pulverfluss"], wo sie
eine Reihe von Forts errichten sollten. Gleichzeitig reiste eine
Regierungskommission nach Fort Laramie in der Absicht, die Sioux mit
Geschenken und anderen Bestechungsmitteln friedlich dazu zu bewegen,
die Weissen durch ihr Bisonland ziehen zu lassen.
Als die Abgesandten in Fort Laramie eintrafen, wurden sie von Oglala,
Sicangu und einigen Cheyenne und Arapaho mitsamt ihren Führern bereits
erwartet; die Indianer waren durch Läufer herbeigerufen worden. Freudig
stellten die Weissen fest, dass zu der Indianerabordnung auch die
Sicangu-Häuptlinge Sinte Gleshka (Spotted Trail) und Swift Bear und
die Oglala-Anführer Red Cloud ["Rote Wolke"] und Man Afraid of His
Horse ["Pferdeängstling"] gehörten. Diese vier zählten zu den
einflussreichsten umd mächtigsten Sioux-Häuptlingen.
Den Indianern war nicht bekannt, worüber die weissen Männer reden
wollten; sie wussten nur, dass sie mit anderen Stämmen Frieden
geschlossen und ihnen dafür üppige Geschenke und andere Bezahlungen
gemacht hatten, und dass sie nun den Gruppen im Land am Powder River
die gleiche Möglichkeit bieten wollten. Die Jagdsaison war wenig
erfolgreich verlaufen, und viele Indianerfamilien litten Hunger und
Not. Mit Ausnahme von Gruppen wie derjenigen des jungen
Oglala-Kriegshäuptlings Crazy Horse ["Verrücktes Pferd"], den
Miniconjou und Sitting Bulls Hunkpapa, die jede Verhandlung mit den
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Amerikanern strikt
ablehnten, waren die meisten Indianer voller Erwartungen zu diesem
Treffen nach Fort Laramie angereist.
Zu Beginn der Konferenz am 5. Juni sagten die ["christlichen",
weiss-rassistischen] Regierungsbeauftragten, sie seien an friedlichen
Beziehungen zu den Indianern interessiert und wollten nur das Recht,
einige Strassen durch ihr Gebiet zu legen und zu benützen,
"wie es für die öffentlichen Dienste notwendig ist, und damit
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Siedler zu den
Bergbaugegenden im Westen gelangen können".
Den Indianern war klar, dass die ["christlichen", rassistischen]
Weissen vom Bozeman Trail sprachen; offenbar hatten sie geahnt, dass
dies der Hauptgrund für die Versammlung sein würde, und wirkten
deswegen nicht überrascht. Doch aus Angst, die Häuptlinge könnten die
Konferenz abbrechen, machten die ["christlichen", weiss-rassistischen]
Beauftragten utopische Versprechen, von denen die Indianer wussten,
dass sie nie eingehalten werden könnten, etwa, dass die Reisenden auf
dem Bozeman Trail sich nur an die Strasse halten würden und ihnen nicht
gestattet sein würde, "das Wild in der Region, die sie durchquerten, zu
stören."
Die Indianer wollten den Vorschlag und die versprochene Bezahlung
überdenken und baten um eine Verschiebung der Konferenz. Am 13. Juni
trafen sich die Unterhändler erneut, doch die Versammlung wurde sofort
aufgelöst durch die Ankunft [des "christlichen", weiss-rassistischen]
Colonel Carrington und seine Truppen, die auf dem Weg ins Land um den
Powder River im Fort Station machten. Als Carrington erklärte, er habe
den Befehl, zum Schutz des Bozeman Trail eine Kette von Forts zu
errichten, wurden die Indianer wütend, insbesondere Red Cloud ("Rote
Wolke").

Red Cloud ("Rote Wolke"), Portrait
Die starke militärische Position
von Indianerhäuptling Red Cloud ("Rote Wolke") - die Spaltung: der
Kriegsbeschluss von Red Cloud - Abkommen von Fort Laramie der anderen:
Transitrechte gegen Versprechung von 70.000 $ jährlich für 20 Jahre -
Erfolgsmeldung über Vertragsabschluss
Der Oglala-Kriegshäuptling war mit seinen rund 45 Jahren eine
imposante Erscheinung; seine langen, schwarzen Haare waren in der Mitte
gescheitelt und fielen ihm auf die Schultern. Durch seine zahlreichen
Angriffe gegen die Pawnee, die Crow und andere Feinde der Sioux war er
weithin bekannt und galt als ein angesehener Krieger. Darüberhinaus war
er aber auch ein ehrgeiziger und gerissener Politiker, und obwohl er
kein ziviler Häuptling war, genoss er bei den Oglala denselben, wenn
nicht grösseren Einfluss als ihr Häuptling Man Afraid of His Horse
["Pferdeängstling"].
Als ihm das hinterhältige Vorgehen der Regierungsbeamten klar wurde,
warf er ihnen vor:
"Der Grosse Vater schickt uns Geschenke und verlangt neue Strassen.
Aber der weisse Häuptling stiehlt mit seinen Soldaten die Strasse,
bevor die Indianer ja oder nein sagen!"
Dann wandte er sich seinen Leuten zu; der Text beruht auf der
Übersetzung des Dolmetschers:
"Die weissen Männer haben die Indianer Jahr um Jahr zurückgedrängt, so
dass wir gezwungen sind, in einem kleinen Gebiet nördlich des Platte zu
leben, und jetzt soll uns unser letztes Jagdgebiet, die Heimat des
Volkes, genommen
werden. Unsere Frauen und Kinder werden verhungern. Aber was mich
betrifft, so sterbe ich lieber im Kampf als an Hunger."
Entschlossen, sein Land zu verteidigen, führte Red Cloud seine Oglala
wieder nach Norden. Nur Sinte Gleshka, einige Cheyenne und ein paar
untergeordnete Sioux-Häuptlinge unterschrieben den Vertrag. Dafür
erhielten sie das Versprechen, zwanzig Jahre lang jährlich die sehr
hohe Summe von siebzigtausend Dollar zu bekommen; im Gegenzug mussten
sie einwilligen, die Reisenden auf dem Bozeman Trail in Frieden ziehen
zu lassen.
Der leitende ["christliche", weiss-rassistische] Regierungsbeauftragte
telegrafierte dem Commissioner of Indian Affairs in Washington:
"Vertrag mit Sioux und Cheyenne zur Zufriedenheit abgeschlossen.
Weitgehende Repräsentationen. Herzliche Gefühle allerseits."
Carringtons Fort Kearny -
Überfälle und Sabotage von Crazy Horse ("Verrücktes Pferd") - Red Cloud
beginnt seinen Krieg - Fetterman verstärkt Carrington - Überfall und
"Fetterman-Massaker"
Im Sommer errichtete [der "christliche", weiss-rassistische] Carrington
drei Forts entlang dem Bozeman Trail; sein Hauptquartier war das
mittlere, Fort Phil Kearny, das südlich in der mit Kiefern bewachsenen
Hügellandschaft des heutigen Sheridan, Wyoming, lag. Crazy Horse
["Verrücktes Pferd"] und andere Krieger bedrängten die Bauarbeiter, und
als die Sonnentänze im Sommer vorüber waren, setzten sie die Angriffe
auf den Trail vermehrt fort. Sie griffen Emigranten, Planwagenzüge und
Boten an, überfielen ["christliche", weiss-rassistische] Forts selbst,
stahlen Vieh und töteten ["christliche", weiss-rassistische] Soldaten,
die sich aus dem Schutz der Forts hervorgewagt hatten Im Oktober galt
die Verbindung als so gefährlich wie eh und je, und Carringtons einsame
Festungen waren im Belagerungszustand.

Red Cloud, halbseitlich |

Fort Phil Kearney, Karte |
Als im Dezember die Herbstjagd zu Ende ging, begann Red Cloud seinen
Krieg. Sein Ziel war, die ["christlichen", weiss-rassistischen]
Soldaten aus dem Land zu vertreiben. In einem Lager in der Nähe von
Fort Phil Kearny versammelten sich über eintausend Indianerfamilien.
Der erste Versuch, Soldaten in einen Hinterhalt zwischen den Hügeln zu
locken, scheiterte, als die Truppen eine Gruppe von Sioux-Lockvögeln
nicht verfolgen wollte. Doch [die "christlichen", weiss-rassistischen]
Carringtons Offiziere fühlten sich in dem belagerten Fort gefangen und
verlangten ungeduldig, offensiv gegen die Indianer vorzugehen.
"Mit achtzig Leuten könnte ich durch das gesamte Gebiet der Sioux
reiten",
prahlte [der "christliche", weiss-rassistische] Captain William J.
Fetterman, der im November mit einer Kavallerie-Einheit zur
Verstärkung Carringtons eingetroffen war. Die grosse Chance des
arroganten ["christlichen", weiss-rassistischen] Fetterman kam am 21.
Dezember, als er zufällig mit genau achtzig Männern ausgeschickt
wurde, um eine Gruppe von Holzfällern zu befreien, die von den Sioux
gefangengenommen worden war. Unüberlegt führte Fetterman seine Leute
geradewegs in einen Hinterhalt. Hunderte von Sioux überfielen ihn und
töteten ihn mit allen seinen Soldaten.
Sherman verlangt Vergeltung -
weitere Angriffe von Red Cloud 1867 - Regierung gibt Bozeman-Trail auf
und setzt auf Eisenbahn - Friede von Fort Laramie 1868 mit Red Cloud
Diese Niederlage entsetzte die ["christlich"-jüdische,
weiss-rassistische] Regierung und verstärkte den Einfluss der
Friedensbefürworter. Doch das ["christliche", weiss-rassistische]
Militär war noch nicht bereit, sich geschlagen zu geben.
"Wir müssen mit ernsthaften Vergeltungsmaßnahmen gegen die Sioux
vorgehen", verlangte [der "christliche", weiss-rassistische] General
Sherman, "selbst wenn wir sie dabei auslöschen, gegen Männer, Frauen
und Kinder."
Es war eine leere Drohung. Obwohl das kalte Wetter die Indianer zwang,
ihre Belagerung zwischenzeitlich abzubrechen und geschützte Lager
aufzusuchen, setzten sie ihre Angriffe im folgenden Jahr, 1867, fort.
Auf Druck der Friedensbefürworter im Osten hin gelangte die
["christliche", weiss-rassistische] Regierung schliesslich zu der
Ansicht, dass sich der finanzielle und militärische Aufwand für den
Bozeman Trail nicht lohnte, und gab auf. Solange die Soldaten durch Red
Clouds Angriffe damit beschäftigt waren, sich selbst zu verteidigen und
zu versorgen, konnten sie niemanden schützen, und somit war die Route
nach wie vor viel zu gefährlich. Ausserdem, so versuchte die Regierung
sich selbst zu trösten, würde der Bozeman Trail bald nicht mehr
benötigt, sobald die transkontinentale Eisenbahn fertig war und damit
kürzere und sicherere Strecken in die Bergbauregionen Montanas zur
Verfügung stehen würden.
1868 verkündete die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Armee
den Indianern, dass sie die Forts aufgeben würde. Gleichzeitig lud eine
Kommission, zu der auch [der "chritsliche", weiss-rassistische] General
Sherman gehörte, Red Cloud und die Häuptlinge der mit ihm verbündeten
Gruppen zu einer Versammlung in Fort Laramie ein, um einen
Friedensvertrag zu unterzeichnen. Red Cloud und viele der führenden
Häuptlinge weigerten sich, dorthinzukommen, bevor die ["christlichen",
weiss-rassistischen] Soldaten tatsächlich abgezogen waren, doch
diejenigen, die der Aufforderung folgten darunter Sinte Gleshka ,
setzten ihr Zeichen unter die ihnen vorgelegten Verträge. Es schien ein
vollkommener Sieg der Indianer zu sein, die um ihr Land gekämpft
hatten. Im Juli und August verschwanden die ["christlichen",
weiss-rassistischen] Soldaten schliesslich aus dem Land am Powder River
["Pulverfluss"] und überliessen die verhassten Forts den Kriegern, die
sie sofort in Brand steckten. Dann wurde Red Cloud von einem Rat der
Oglala ermächtigt, mit der Autorität eines Friedenshäuptlings mit den
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Weissen zu sprechen. In
Begleitung von hundertfünfundzwanzig Kriegshäuptlingen und Führern der
Oglala, Hunkpapa, Sicangu, Sihasapa und Sans Arc ritt er nach Fort
Laramie, um den Vertrag zu unterzeichnen.
Der Kampf gegen die
Zwangsreservation der Sioux westlich des Missouri
Geplantes Sioux-Reservat in North
Dakota westlich des Missouri - Goldrausch in den Bighorn Mountains und
Eisenbahnlinie
Red Clouds Beziehungen zur ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] "amerikanischen" Regierung blieben jedoch
gespannt. Er und die anderen Häuptlinge, die den Vertrag unterzeichnet
hatten, gingen davon aus, dass man ihnen damit versprochen hatte, die
Indianer könnten in ihrem Land in Frieden leben, und ["christliche"
oder jüdische, weiss-rassistische] Soldaten und andere
[weiss-rassistische] Weisse würden ihren Jagdgebieten fernbleiben.
Ausserdem glaubten sie, sie könnten den Handel mit Waffen,
Schiesspulver und Blei - Dinge, die sie für die Jagd benötigten -
mit den Posten am Platte River wieder aufnehmen, der vor Chivingtons
Massaker an den Cheyenne jahrelang friedlich verlaufen war.
Red Cloud und die anderen Häuptlinge mussten erkennen, dass die
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Regierung Pläne verfolgte,
von denen sie den Indianern nichts gesagt hatte. Zum einen sollte das
ganze Gebiet westlich des Missouri im heutigen South Dakota als
Reservation eingerichtet werden, wo alle Westlichen Sioux leben
mussten; ihre Agentur sollte Fort Randall am Missouri sein, ein Posten
in der südöstlichen Ecke der Reservation, der weit entfernt von den
Bisonrevieren lag. Zum zweiten gestattete der Vertrag den Indianern,
weiterhin im Land am Powder River zu jagen, doch war diese Vereinbarung
der ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Regierung
aufgezwungen worden, und so betrachtete sie sie nur als vorübergehend
gültig. Das Gebiet zwischen den Black Hills ["Schwarzbergen"] und den
Bighorn Mountains ["Grosshornbergen"], das Red Clouds Leute so heftig
verteidigt hatten und das in der geplanten Reservation nicht enthalten
war, sondern schwammig als "nicht abgetretenes Land" bezeichnet wurde,
musste möglicherweise an ["christliche" oder jüdische,
weiss-rassistische] Weisse aus Montana, Wyoming und South Dakota
abgetreten werden, die schon jetzt das Recht verlangten, in den Bighorn
Mountains nach Gold zu suchen.
Zum dritten wollten die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
Eisenbahngesellschaften den Bau der Union Pacific Railroad entlang des
Platte River rasch vorantreiben; zur Finanzierung ihres Vorhabens
beabsichtigten sie, das ihnen zugesprochene Land im Tal des Platte
River zu verkaufen. In Washington plante man, alle Sioux nach Norden in
die neue Reservation in South Dakota umzusiedeln, wo sie den Bau der
Eisenbahnlinie nicht behindern konnten. Der Handel mit den Posten am
Platte River sollte ihnen verboten werden.
1870: Protest von Red Cloud in
Washington - der gefälschte Vertragsvorschlag - die respektvolle
Presse - weiss-rassistische "Sehenswürdigkeiten" beeindrucken die
Indianer nicht
Als die Indianergruppen, die um das Land am Powder River
["Pulverfluss"] gekämpft hatten, die Absicht der Regierung erkannten,
wurden viele von ihnen, einschliesslich den Anhängern des aufstrebenden
jungen Kriegsführers Crazy Horse ["Verrücktes Pferd"], misstrauisch
gegenüber Red Cloud ["Rote Wolke"], weil er offenbar einen Vertrag
unterzeichnet hatte, in dem eine Reservation und eine entlegene Agentur
vorgesehen waren. Doch Red Cloud betonte, dass der Friedensvertrag
nichts dergleichen enthalten hatte, und verlangte, nach Washington
gebracht zu werden, um die Angelegenheit zu klären. Aufgrund seines
Widerstands gegen die Soldaten im Land am Powder River war er für die
weissen Amerikaner zum berühmtesten Indianer geworden, der insbesondere
bei Friedensbefürwortern, Menschenfreunden und Reformern im Osten
grosses Ansehen genoss. Mit ihrer Unterstützung bekam er die Erlaubnis
Präsident Grants, in die Regierungshauptstadt nach Washington zu
reisen.
1870 fuhren Red Cloud und eine Delegation von Indianern mit der
Eisenbahn nach Washington. Doch der Plan der Politiker ging nicht auf.
Red Cloud und die anderen Häuptlinge traten stolz und würdevoll auf und
liessen sich von den Sehenswürdigkeiten und
Unterhaltungsveranstaltungen nicht beeindrucken.
Nach einer höflichen, aber
unterkühlten Begegnung mit [dem "christlichen", weiss-rassistischen
"US"-Präsidenten] Grant setzten sie sich mit dem Innenminister an die
Arbeit, der ihnen erklärte, sie müssten ihr Volk zu den Agenturen in
der neuen Reservation führen. Als Red Cloud dieses Ansinnen zornig
zurückwies, wurde den Häuptlingen der Text des Vertrags in ganzer Länge
vorgelesen. Es war offenkundig, dass sie vieles davon noch nie gehört
hatten. Red Cloud wurde wütend und sagte, das Papier enthalte zahllose
Lügen.
"Ich höre hier zum erstenmal von einem solchen Vertrag", sagte er. "Ich
habe noch nie etwas davon gehört und beabsichtige nicht, ihn zu
befolgen."
Als man ihm eine Kopie des Vertrags überreichen wollte, wies er sie
zurück und wiederholte:
"Darin stehen lauter Lügen."

Red Cloud-Rede1870
Zahlreiche Reporter waren Zeugen des Treffens. So schrieb The New York
Times:
<Wir würden in den Kongressberichten im Globe von einem ganzen Monat
umsonst nach einer Rede suchen, die so interessant war wie diejenige,
die Red Cloud gestern beim Indian Council vortrug ... Diese klare
Vorstellung dieses leseunkundigen Wilden dessen, was er als seine
Rechte darstellt, und dessen, was er als Unrecht betrachtet, zeigt
deutlich die Notwendigkeit, auf aufrichtige und verständliche Art mit
den Führern der eingeborenen "Nationen" zu verhandeln. Der Versuch, die
Indianer zu beschwatzen und zu betrügen, als hätten sie keinerlei
Intelligenz, muss aufhören, ebenso wie die Politik, sie wie wilde Tiere
zu jagen.>
Die Delegation war wütend über den Verrat; manche Häuptlinge dachten
angesichts der grossen Schande sogar an Selbstmord. Alle verlangten,
sofort in ihre Heimat zurückgebracht zu werden. Doch statt dessen
schickte die Regierung sie nach New York, wo man hoffte, dass die
Pracht und Macht der weissen Zivilisation sie mehr beeindrucken würden.
Doch auch hier zeigte Red Cloud wenig Interesse an den
Sehenswürdigkeiten.
Red Clouds Rede im Cooper
Institute - Kompromisse der "US"-Regierung für Red Cloud: Handelsposten
und günstig gelegene Agentur - Agenturen für Sinte Gleshka und die
Sicangu
Auf Einladung von Reformern hielt er im Cooper Institute eine flammende
Rede, in der er den Weissen eine lange Liste ihrer Lügen und
gebrochenen Versprechen aufzählte.
"Wir möchten Frieden halten", sagte er dem grossen, wohlwollend
zuhörenden Publikum. "Wollt ihr uns helfen?"
Dann erläuterte er den Verrat detailliert:
"1868 kamen Männer zu uns und brachten Papiere mit. Wir konnten sie
nicht lesen, und sie sagten uns nicht, was darin stand. Wir dachten,
der Vertrag besagt, dass sie die Forts räumen würden und wir zu kämpfen
aufhören ... Als ich nach Washington kam, erklärte mir der Grosse Vater
[der "US"-Präsident], was wirklich in dem Vertrag stand, und zeigte
mir, dass die Dolmetscher mich hintergangen hatten. Alles, was ich
verlange, ist recht und billig. Ich möchte wissen, warum Beauftragte zu
uns geschickt werden, die nichts tun, als uns zu bestehlen und uns die
Reichtümer dieser Welt wegzunehmen."
Seine Rede erregte grosses Aufsehen und führte dazu, dass die
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Regierung dem Druck im
Osten nach Gerechtigkeit für sein Volk nachgab und einige Kompromisse
schloss. So erhielt Red Cloud die Erlaubnis, Handelsposten in der Nähe
von Fort Laramie im North Platte Valley aufzusuchen, und 1871 wurde
rund fünfzig Kilometer östlich von Fort Laramie am North Platte River
trotz wütender Proteste von seiten der antiindianischen weissen
["christlich"-jüdischen, rassistischen] Bevölkerung im Westen eine
eigene Agentur für Red Cloud und seine Gruppe eingerichtet. Sinte
Gleshka und die Sicangu erhielten eine eigene Agentur am White River im
Nordwesten Nebraskas.
Spaltung der Sioux-Gruppen: Teile
boykottieren Red Cloud oder Anschluss an Sitting Bull - Crazy Horse
stellt sich gegen Red Cloud - "Kapitulation" von Red Cloud an Sitting
Bull und endgültige Spaltung der Sioux
In der Zwischenzeit wuchs das Misstrauen der Sioux-Gruppen gegen Red
Cloud ["Rote Wolke"]; ihnen missfielen sein Ehrgeiz und sein
gebieterisches Auftreten, und sie warfen ihm vor, sich den Weissen für
ihre Geschenke und ihre Gunst verkauft zu haben. Nur rund zwei Drittel
der Oglala folgten ihm zu der neuen Agentur. Die anderen, die ihm die
Verteidigung ihres Landes nicht mehr anvertrauen wollten, blieben am
Powder River ["Pulverfluss"] oder zogen nach Norden in die
Büffelregionen von Montana, wo sie sich Sitting Bulls Hunkpapa-Sioux
und anderen nördlichen Teton-Gruppen anschlossen. Sie bewunderten die
mutige, kompromisslose Führerschaft des Oglala-Kriegers Crazy Horse
["Verrücktes Pferd"], der sich gegen Red Cloud stellte. 1872 fühlten
sich diejenigen, die das Vertrauen in Red Cloud verloren hatten,
bestätigt, denn Red Cloud schickte im Namen der Regierung seine
Kapitulation an Sitting Bull und die anderen Häuptlinge im Norden:
"Freunde, ich führte mit euch den Krieg gegen die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Weissen, bis ich vor zwei
Jahren meinen Grossen Vater (den ["christlichen", weiss-rassistischen]
Präsidenten) besuchte. Mein Grosser Vater sprach gut zu mir. Ich nahm
seine Worte in mich auf und kehrte heim. Ich bat um viele Dinge für
mein Volk, und er gab mir diese Dinge. Ich werde nicht mehr gegen die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Weissen in den Krieg
ziehen. Ich werde tun, wie mein Grosser Vater [der "US"-Präsident] mir
sagt, und mein Volk dazu bringen, dass es auf ihn hört. Ihr müsst den
Krieg alleine weiterführen. Für mich ist er vorüber."
Im Jahr darauf machte die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische]
Regierung ihr Versprechen trotz Red Clouds Einsprüchen rückgängig und
verlegte seine Agentur weiter nach Norden, näher zu Sinte Gleshkas
Agentur im Nordwesten Nebraskas. Viele der unnachgiebigen
Indianergruppen im Norden begannen, im Winter von den staatlichen
Rationen zu leben und im Sommer fortzugehen und nach Belieben zu jagen.
Damit war es der Regierung gelungen, die mächtigen Teton-Sioux zu
spalten. Für die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Weissen
waren die Anhänger von Red Cloud und Sinte Gleshka, die bei den
Agenturen blieben, die "Freundlichen", während sie den Rest, die
freiheitsliebenden Gruppen, als "feindselig" betrachteten.
22.
ab 1869: Pazifik-Eisenbahnen - Darwinismus definiert "minderwertige
Rassen" - Entrechtung der Stämme in den "USA"
1869: Fertigstellung der ersten
Pazifik-Bahn
Fertigstellung der "Central Pacific" von Omaha nach San Francisco.
(DTV-Atlas, Bd.2,S.95)
1870 ca.: Das Urteil der Europäer
über die Ureinwohner "Amerikas" mittels "Darwinismus"
Im viktorianischen Zeitalter werden die Völker nach "neuen
wissenschaftlichen Methoden" klassifiziert. Auch die Indianer werden
nach "Entwicklungsstand" und körperlichen Längenmassen eingeteilt
(Schädelmessungen etc.). (MacDonald, S. 84)
1870er und 1880er Jahre:
Vorführungen von IndianerInnen in Deutschland
Mit Schaustellungen werden Indianer und Indianerinnen zu Attraktionen.
Sie werden zur Belustigung des Publikums ausgestellt. Die Indianer
führen die "freiwillige Selbstverbrennung eines Schamanen" oder
"Wilde-Männer-Tänze" auf, organisiert z.B. im Hamburger Zoo von Darl
Hagenbeck. Hagenbeck beschreibt die Indianer wie auch Ureinwohner aus
Lappland, Patagonien oder die Inuit aus Labrador als einen "Teil der
Natur" (MacDonald, S. 85-86).
[Dementsprechend ist der weiss-rassistische Christenmensch gemäss
Wissenschaft nicht mehr Teil der Natur und hat den Zugang zur Natur
völlig verloren, was leider oft der Realität entspricht].
Indianische Kunst als "Kuriosität"
Das europäische Interesse sind nicht die Menschen, sondern die Produkte
und Gegenstände der Indianer. So entstehen zahlreiche indianische
Sammlungen in europäischen Museen. Die schönsten indianischen
Kunstgegenstände werden an Zaren, Könige und Päpste verschenkt. Die
Gaben landen meist in "Kuriositätenkabinetten" und werden kommerziell
als geringwertig eingeschätzt (MacDonald, S. 86).
ab 1871: USA: Indianer ohne Rechte
Die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische "US"-Regierung erkennt
den "US"-Indianern alle Vertragsrechte ab. Die Indianer stehen ab
sofort rechtlos da (Gerber, S.96).
23.
Agonie in den Südlichen Prärien
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/SPrairie.htm
Die Kriegslust der "christlichen",
weiss-rassistischen Militärs der siegreichen Nordstaaten nach dem
Bürgerkrieg nach 1865: gegen die Indianer der südlichen Prärien
Im letzten Jahr des Bürgerkriegs [1865] führten die ["christlichen",
weiss-rassistischen] Generäle des Nordens Grant, Sherman und Sheridan
den totalen Krieg gegen den Süden und zwangen ihn durch pausenlosen
Beschuss, sich zu ergeben. Vier Jahre später - Grant war inzwischen
Präsident, Sherman Oberbefehlshaber der Armee und Sheridan Kommandant
aller Truppen auf den Prärien - wandten diese drei Männer dieselbe
Strategie gegen die Indianer an: Sie setzten die letzten freien
Indianer der Südlichen Prärien ständig unter Druck, um sie zu zwingen,
in die Reservationen zu gehen, wo Missionare und Erzieher sie in Weisse
verwandeln konnten.

General Sheridan |

General W.T.Sherman |
Sheridans
Befehl gegen die Kiowa, Comanche, Cheyenne und Arapaho zur Reservation
- Hunger und Krankheiten im Reservat - die Protestreden der Häuptlinge
Ten Bears und Satanta
Nach Custers Massaker an Black Kettles Cheyenne am Washita River befahl
Sheridan allen Kiowa, Comanche, Cheyenne und Arapaho, die noch
Widerstand leisteten, in die neuen Reservationen zu ziehen, wenn sie
nicht von der Armee aufgerieben werden wollten. Eingeschüchtert von
Black Kettles grausamem Schicksal folgten die meisten dem Befehl. Aber
nach einer Weile erschienen ihnen die Reservationen wie ein Gefängnis.
Man hatte ihnen die Jagdgründe mit gebrochenen Versprechen geraubt, und
sie waren oft krank, froren und hungerten, da die Nahrung, die sie
bekamen, oft verdorben war. Um 1870 standen die Kiowa und Comanche kurz
vor einer Revolte.
Viele Reservationsbewohner erinnerten sich damals der eindrucksvollen
Worte des betagten Comanche Häuptlings Ten Bears ["Zehn Bären"] auf
der Vertragsversammlung von 1867 am Medicine Lodge Creek
["Medizinhüttenfluss"]:
"Ihr habt gesagt, ihr wollt uns in eine Reservation bringen, ihr wollt
uns Häuser bauen ... Ich will sie nicht. Ich bin auf der Prärie
geboren, wo der Wind frei wehte und wo es keine Zäune gab und alles
frei atmete. Ich will dort sterben und nicht zwischen Mauern. Der
weisse Mann besitzt das Land, das wir liebten, und wir wollen nur bis
zu unserem Tod über die Prärie ziehen."
Eine andere leidenschaftliche
Stimme am Medicine Lodge Creek ["Medizinhüttenfluss"] war die von
Satanta (White Bear), einem grossen Kiowa-Häuptling:

Satanta (White Bear, Weisser Bär)
"Ich liebe das Land und den Bison, und ich werde mich nicht davon
trennen. Ich will, dass die Kinder aufwachsen, wie ich aufgewachsen
bin. Ich will nicht sesshaft werden. Ich liebe es, über die Prärie zu
streifen. Dort fühle ich mich frei und glücklich. Aber wenn wir
sesshaft werden, verkümmern wir und sterben. Vor langer Zeit gehörte
dieses Land unseren Vätern; aber wenn ich zum Fluss hinaufgehe, sehe
ich an seinen Ufern Soldatenlager. Diese Soldaten haben meine Bäume
gefällt; sie töten meine Bisons; und wenn ich das sehe, zerreisst es
mir das Herz. Das ist unser Land. Hier haben wir immer gelebt. Wir
hatten immer reichlich zu essen, weil das Land voller Bisons war. Wir
waren glücklich. Dann seid ihr gekommen. Wir müssen uns schützen. Wir
müssen unser Land retten. Wir müssen kämpfen für das, was unser ist."
Die gespaltenen Kiowa - Raubzüge
als Verpflegungsgarantie - Verhaftung der Häuptlinge wegen mehrfachem
Mord an Fuhrleuten, Mais- und Maultierraub
Beide, Ten Bears und Satanta / White Bear, sind zuletzt doch in eine
der Reservationen gegangen - Ten Bears friedfertig, Satanta gegen
seinen Willen. Er wurde vom ["christlichen", weiss-rassistischen
General] Custer verhaftet und als Gefangener in die Reservation
gebracht, wo [der "christliche", weiss-rassisitsche] General Sheridan
ihn bald freiliess. Satanta war ein kräftig gebauter 50-jähriger Riese
mit rabenschwarzem Haar, das ihm bis auf die Schultern fiel; er war ein
rastloser Abenteurer und ein entschlossener Feind des weissen Mannes.
Er und Lone Wolf, ein anderer militanter Häuptling, sowie Kicking Bird
["Munterer Vogel"], der sich im Gegensatz zu den beiden anderen dafür
aussprach, Frieden mit den ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Amerikanern zu halten und sich an das neue Leben
anzupassen, kämpften um die Führung der Kiowa.
Von Zeit zu Zeit stahl sich Satanta aus der Reservation und
organisierte Raubzüge nach Texas und Mexiko, um sich Nahrung und
Vorräte zu beschaffen. Da die von der Regierung versprochenen
Verpflegungsrationen selten ausreichten, waren diese Überfälle oft die
einzige Möglichkeit, das Überleben zu sichern.
Im Mai 1871 führte Satanta zusammen mit drei anderen Kiowa-Anführern
einen solchen Trupp nach Texas - mit dem 70-jährigen Satank (Sitting
Bear), der als einer der zehn tapfersten Kiowa Krieger verehrt wurde;
mit Big Tree ["Grossbaum"], einem jugendlichen Kriegshäuptling, und mit
dem Medizinmann Mamanti (Sky Walker ["Himmelsgänger"]). Ihr
Angriffsziel war eine Kolonne aus zehn Fuhrwerken, die Mais geladen
hatten. Die Indianer töteten sieben der 12 Fuhrleute, plünderten und
verbrannten die Wagen und nahmen 41 Maultiere mit. Nur knapp verpassten
die Indianer eine kleinere Kolonne, die [den "christlichen",
weiss-rassistischen] General Sherman eskortierte. Als Sherman von der
Attacke auf den Maultierzug erfuhr, eilte er wütend nach Fort Sill in
die Reservation. Satanta und die anderen Häuptlinge, die gerade von
ihrem Raubzug zurückgekehrt waren, wurden herbeizitiert und verhört,
was sie über die Angelegenheit wüssten. Trotzig verkündete Satanta, er
selbst habe den Raubzug geführt.
Sherman liess Satanta, Satank und Big Tree ["Grossbaum"] verhaften. In
dem darauffolgenden wilden Handgemenge wäre Sherman fast erschossen
worden; doch schliesslich wurden die drei Häuptlinge unter Bewachung
nach Texas geschickt, wo sie für den Mord an den Fuhrleuten vor Gericht
kommen sollten. Unterwegs stimmte Satank den Todesgesang der Koitsenko
an, der geachteten Kriegergesellschaft, die er anführte. Während die
Wagen die Strasse entlangrollten, verkündete er denen, die seine
Muttersprache verstanden:
"Erzählt ihnen, dass ich tot bin. Ich starb am ersten Tag da draussen,
und meine Knochen werden neben der Strasse liegen. Ich will, dass mein
Volk sie aufsammelt und in meine Heimat bringt. Seht ihr diesen Baum da
vorne? Weiter als bis zu diesem Baum werde ich nicht kommen."
Als sich die Wagen dem Baum näherten, hatte sich Satanka die
Handgelenke bis auf die Knochen durchgebissen und schaffte es, sich aus
seinen Handschellen herauszuwinden. Plötzlich zog er ein Messer, das er
unter seiner Decke versteckt hatte, stürzte sich auf einen der
Wachposten und schleuderte ihn vom Wagen. Die anderen Wachen zogen ihre
Gewehre und erschossen den Kiowa-Anführer. Satanks letzter Wunsch,
dass man seinen Leichnam in die Heimat bringen möge, wurde ihm nicht
erfüllt. Seine Überreste liegen in Fort Sill.
Verurteilung der Häuptlinge
Satanta und Big Tree - Begnadigung und Wut von Sherman - Verwünschung
Shermans an Gouverneur Davis
In Texas wurden Satanta und Big Tree von weissen Geschworenen zum Tode
durch den Strang verurteilt. Doch einflussreichen Reformern im Osten,
die sich dafür aussprachen, die Indianer mit gewaltfreien Mitteln zum
Einlenken zu bewegen [bzw. die Indianer sollten ihr Land gewaltfrei an die weissen Rassisten verschenken und ihre "Zivilisation"
übernehmen], gelang es mit Hilfe von Mitgliedern aus Grants
Administration, Gouverneur Edmund J. Davis von Texas zu überreden, die
Todesstrafe zuerst in lebenslängliche Haft umzuwandeln und die Kiowa
schliesslich auf Bewährung zu entlassen.
Sherman tobte. Während die beiden Häuptlinge zur Reservation
zurückgebracht wurden, schrieb der Mann, der einmal eine Unionsarmee
von Atlanta bis zur Küste hatte marschieren lassen, wütend an den
Gouverneur von Texas:
"Ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt, als ich mit einer kleinen
Eskorte eine Inspektionsreise in Ihrem Grenzgebiet unternommen habe,
und was ich Ihnen jetzt sage, habe ich auch dem Militärkommandanten
gesagt: Kein zweites Mal werde ich im Interesse Ihres Grenzgebiets
freiwillig so ein Risiko auf mich nehmen; ich bin sicher, dass sich
Satanta und Big Tree rächen werden, wenn sie es nicht schon getan
haben, und falls sie sich Skalps holen sollten, wünsche ich Ihnen, dass
Ihrer der erste ist."
Bisonleder - Krieg gegen die
weissen Bisonjäger
ab 1871: Bisonleder als Anreiz zur
Ausrottung des Bison - Sheridans "Glücksfall"
Satanta und Big Tree ["Grossbaum"] sahen auf die Bisonjäger eine neue
Krise zukommen: Im Jahre 1871 entwickelte eine Gerberei im Osten eine
Methode, Bisonhäute zu einem hochwertigen Leder zu verarbeiten, worauf
die Nachfrage nach den Häuten rapide zunahm. Die Südlichen Prärien
wurden von Jägern überschwemmt, die die Tiere zu Tausenden abschossen.
Von 1872 bis 1874 schlachteten die Jäger viele mit den neuen
Hochleistungsgewehren von Sharps fast vier Millionen ab und liessen
die enthäuteten Kadaver in der Prärie verwesen.
Die ["christlich"-jüdischen, rassistischen] Weissen betrachteten die
Geschehnisse als unerwarteten Glücksfall: Wenn die Lederjäger die
Bisonherden vernichteten, zerstörten sie auch die Nahrungsgrundlage der
Indianer. Wenn die Indianer nicht hungern wollten, würden sie in die
Reservate gehen und sich mit der Verpflegung der
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Regierung abfinden müssen.
"Sie haben mehr für die Klärung der vieldiskutierten Indianerfrage
getan als die ganze Berufsarmee", sagte [der "christliche",
weiss-rassistische] General Sheridan in einer Sitzung der Legislative
von Texas. "Sie zerstören die Nahrungsquelle der Indianer. Lasst sie
töten, häuten und verkaufen, bis die Bisons ausgerottet sind einem
dauerhaften Frieden zuliebe."
1874: Letzter Krieg der Indianer
gegen die Bisonjäger: Attacken bei Adobe Walls, Texas - Einzelattacken
- 5 Militärkolonnen gegen die Indianer
Im Sommer 1874 mobilisierten [die Indianerhäuptlinge] Satanta, Lone
Wolf ["Einsamer Wolf"] und Quanah Parker, der Anführer der
Kwahadi-Comanche, noch einmal alle Kräfte, um die weissen Jäger aus
den Prärien südlich von Kansas zu verjagen, bevor die letzten Herden
dahin sein würden: Eine verbündete Kampfmacht aus Kiowa, Kiowa
Apachen, Comanche, Cheyenne und Arapaho griff unter ihrer Führung den
Stützpunkt der Lederjäger in der Nähe von Adobe Walls auf dem
Landzipfel von Texas an.
Die Indianer attackierten das Siedlungsgebäude eins ums andere Mal,
aber den ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Jägern mit ihren
Büffelgewehren waren sie nicht gewachsen. Jedesmal wurden die Indianer
mit Verlusten zurückgeschlagen. Am dritten Tag schliesslich, nachdem
ein [weiss-rassistischer] Jäger einen Krieger mit seinem
Sharps-Jagdgewehr mit Zielfernrohr aus einer Entfernung von über einem
Kilometer vom Pferd geschossen hatte, gaben die Indianer den Kampf auf.
Sie teilten sich von nun an in kleinere Gruppen auf und töteten in
Einzelattacken ["christliche" und jüdisch-rassistische] Weisse von
Colorado bis Texas. Die Regierung reagierte auf die Überfälle mit
folgender Ankündigung: Alle Indianer, die sich nicht bis zum 3. August
[1874] in ihren Reservationen gemeldet hätten, würde man als feindlich
betrachten und angreifen. Wenig später marschierten gegen die
Aufständischen fünf Kolonnen Infanterie und Kavallerie auf.
Spaltung der Indianer:
Splittergruppe im Palo Duro Canyon - Brandschatzung durch die Militärs
Das war der Anfang vom Ende. Wo noch vor kurzem Bisongebiet gewesen
war, zog sich jetzt die Schlinge aus ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Ranches, Farmen, Siedlungen, Eisenbahnlinien,
Fahrstrassen, Telegrafenleitungen und anderen Attributen des weissen
Mannes immer enger um die frei umherziehenden Gruppen. Während viele
sich geschlagen gaben, machten sich Lone Wolfs Kiowa, mit ihnen einige
der Comanche und Cheyenne, auf den Weg zu ihren alten, abgelegenen
Lagerplätzen im Palo Duro Canyon in der "Staked Plain" ["Gepfählte
Ebene"] in Texas. Der zerklüftete Canyon war Weissen fast unbekannt.
Trotzdem fand Ende September 1874 eine Militärkolonne plötzlich die
Indianerlager, die sich über drei Kilometer auf dem Grund des Canyon
verteilten.
Die Indianer leisteten nur kurz Widerstand, dann flohen sie. Die
Soldaten verfolgten sie nicht, sondern begnügten sich damit, die
verlassenen Lager mit allem Inventar niederzubrennen und die Pferde und
Maultiere an die 1400 Tiere zu töten. Den Verfolgten blieb
angesichts des nahenden Winters keine Wahl, als sich mehr schlecht als
recht zu den Reservationen durchzuschlagen und zu ergeben.
Satanta, der bei Adobe Walls mitgekämpft hatte, wurde im November
[1874] verhaftet, weil er gegen die Bewährungsauflagen verstossen
hatte, und wurde wieder ins Gefängnis in Huntsville, Texas,
eingeliefert. Vier Jahre später, im Oktober 1878, wurde gemeldet, er
habe Selbstmord verübt und sich aus einem Fenster des
Gefängniskrankenhauses gestürzt. Die Kiowa, die den unerschrockenen
Krieger gekannt hatten, waren überzeugt, dass man ihn ermordet hatte.
Pferdemassaker an Indianerpferden
- Büffel auf unter 1000 Stück dezimiert - das Aussterben der
indianischen Lebensweise - der Traum vom Mount Scott
Um die Stämme der Südlichen Prärien ein für allemal zu zerschlagen,
trieb die Armee zehntausend ihrer Pferde zusammen und erschoss sie.
Damals wurden sie für die Bisonjagd nicht mehr benötigt, weil die
"Indianerbüffel" fast ausgerottet waren. In zwölf Jahren nach 1874 war
der Bisonbestand von 30 Millionen auf weniger als tausend dezimiert
worden. In den Augen der Kiowa-Frau Old Lady Horse ["Altstute"]
verschwand mit den Bisons auch die Lebensweise dieser Völker:
"Die Kiowa, die noch frei umherziehen konnten, hatten ihr Lager an der
Nordseite des Mount Scott aufgeschlagen. Eine junge Frau stand morgens
sehr früh auf. Der Morgennebel stieg noch vom Medicine Creek
herauf, und als sie über das Wasser blickte und durch den Dunst spähte,
sah sie ... wie eine Traumgestalt, die letzte Bisonherde auftauchte.
Genau auf den Mount Scott ging der Anführer der Herde zu. Hinter ihm
kamen die Kühe und ihre Kälber und die wenigen jungen Stiere, die
überlebt hatten. Vor den Augen der Frau öffnete sich der Berg. Im
Innern des Mount Scott war die Welt grün und frisch, wie sie früher
gewesen war, als sie noch ein kleines Mädchen war. Die Flüsse führten
klares Wasser, nicht rotes. Die Wildpflaumen standen in Blüte und
schmückten mit ihren roten Knospen die inneren Hänge. In diese Welt der
Schönheit gingen die Bisons und wurden nie wieder gesehen."
24.
Die Schlacht am Little Big Horn
"Ein
guter Tag zum Sterben!"
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/BigHorn.htm
"Christlich"-jüdischer,
weiss-rassistischer "Goldrausch" - und indianische Gegenwehr in den
heiligen Black Hills
Illegale Expedition von Sheridan
und Custer 1874 - Goldrausch: Waldrodungen, neue Städte und
Verschmutzungen - Kriegsdrohung der Sioux gegen Vertreibungsforderung
der Weissen
Unter Missachtung des Vertrags von 1868, der den Sioux den westlichen
Teil von South Dakota als Reservation zu ihrer ständigen und
ausschliesslichen Benutzung garantierte, schickte General Sheridan 1874
einen grossen Spähtrupp unter Führung [des "christlichen",
weiss-rassistischen Generals] George Armstrong Custer in die Black
Hills (Paha Sapa) im Zentrum der Reservation, um einen geeigneten Ort
für ein neues Fort ausfindig zu machen.

Paha Sapa / Black Hills
Dieser Vorstoss war ein klarer
Vertragsbruch, denn dort hiess es:
"Es ist keiner weissen Person gestattet, in irgendeinem Teil des
Gebietes zu siedeln, es sich anzueignen oder ohne Einwilligung der
Indianer zu durchqueren."
Für die Sioux waren die heiligen Paha Sapa, die Black Hills, der
spirituelle Mittelpunkt ihrer Welt. Dorthin zogen sie sich zurück, um
zu fasten und zu beten, Visionen zu erbitten und mit der
übernatürlichen Welt in Verbindung zu treten; an den Quellen und
zwischen den kühlen, kiefernbestandenen Bergen erneuerten sie ihre
Kräfte und ihre Spiritualität.
Dieser Affront weitete sich zu einem Angriff aus, als [der
"christliche", weiss-rassistische "US"-General] Custer sein illegales
Eindringen als eine Suchexpedition nach Gold deklarierte. Als er
tatsächlich auf Gold stiess und dies überall bekanntmachte, überrannten
Tausende von Goldsuchern, Unternehmern und Abenteurern die Black Hills
und die heiligen Stätten der Sioux, stampften Lager und Städte aus dem
Boden, rodeteten ganze Wälder, verschmutzten die Flüsse und
widersetzten sich erfolgreich den halbherzigen Versuchen des Militärs,
sie zu vertreiben. Die in ihrem Zorn vereinten Sioux drohten den
Eindringlingen mit Krieg, während diese verlangten, die Sioux sollten
von dem Land verjagt werden, das gesetzlich nach wie vor ihnen gehörte.

General Custer mit Indianern 1874 |

Karte von Dakota mit der Position der Black Hills
|
Kaufvorschlag der "US"-Regierung -
Verhandlungen in der Red Cloud-Agentur 1875: Verdammung der Regierung -
6 Mio.-Angebot gegen 600 Mio.-Forderung
Die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische "US"]-Regierung
missachtete die Tatsache, dass die Black Hills ["Schwarzberge"] heilig
waren, betrachtete sie als veräusserbares Land und schlug den Indianern
vor, ihnen das Gebiet abzukaufen. Red Cloud und eine Reihe von
Agentur-Häuptlingen wurden nach Washington gerufen; trotz aller
Drohungen und Bedrängungen bestanden sie jedoch darauf, dass alle Sioux
befragt werden müssten. Schliesslich traf im September 1875 eine
Sonderkommission der Regierung in der Red Cloud-Agentur mit rund
zwanzigtausend Sioux zusammen, die vorwiegend in Reservationen lebten.
Ein Stammessprecher nach dem anderen verdammte die
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische "US"]-Regierung. Typisch
waren die Äusserungen von Wanigi Ska (White Ghost ["Weisser Geist"]),
einem Yanktonai-Häuptling:
"Ihr habt unser Wild und alles, was unseren Lebensunterhalt sichert,
aus dem Land vertrieben, und jetzt haben wir nichts Wertvolles mehr bis
auf die Berge, und auch die verlangt ihr von uns. Die Erde ist voller
Mineralien aller Arten, und auf der Erde ist der Boden mit Wäldern aus
mächtigen Kiefern bedeckt, und wenn wir diese dem Grossen Vater [dem
weiss-rassistischen "US"-Präsidenten] überlassen, dann wissen wir, dass
wir das letzte aufgeben, das sowohl für uns als auch für die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Weissen wertvoll ist."
Tatanka Yotake, bekannt als Sitting Bull ["Sitzender Stier"], ein
bedeutender Krieger und spiritueller Führer, nahm nicht an der
Versammlung teil, aber die Hunkpapa übermittelten seine Warnung:
"Wir wollen keine Weissen hier. Die Black Hills gehören zu mir. Wenn
die Weissen versuchen, sie uns wegzunehmen, werde ich kämpfen."
Red Cloud ["Rote Wolke"] bemühte sich um die Autorität, wieder im Namen
aller zu sprechen, und forderte sechshundert Millionen Dollar für die
Black Hills. Die Regierungsbeauftragten boten sechs Millionen, und die
Versammlung wurde ohne Ergebnis aufgelöst.
Ultimatum der "US"-Regierung bis
31. Januar 1876 - Sheridans Pläne mit drei Armeen gegen die Sioux - der
Feldzug gegen die Sioux an den Flüssen Little Bighorn und Rosebud Creek
Im November [1874?] befahl die Regierung auf Anordnung Präsident Grants
alle "feindseligen" Gruppen, sich bis zum 31. Januar 1876 bei den
Sioux-Agenturen einzufinden; andernfalls würden sie gewaltsam
dorthingebracht. Wenn die militanten Indianer erstmal bei den Agenturen
unter Kontrolle gebracht worden waren, so glaubte man, würden sie in
den Verkauf der Black Hills zu den Bedingungen der Regierung
einstimmen. Doch der 31. Januar [1876] kam, ohne dass sich die Indianer
in den Reservationen zeigten.

General Sheridan
Während die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "Vereinigten Staaten"
sich auf die Feierlichkeiten zu ihrer hundertjährigen Unabhängigkeit
vorbereiteten, arbeitete [der "christliche", weiss-rassistische]
General Sheridan im Februar 1876 Pläne für einen Feldzug mit drei
Armeen aus, um die freien Gruppen in die Agenturen zu zwingen. Aber die
Sioux-Stämme liessen sich nicht unter Druck setzen. Als wärmeres
Wetter einsetzte, verliessen Hunderte von Kriegern die Agenturen und
schlossen sich den kämpfenden Gruppen im Norden an.
So begann im März 1876 der Feldzug der ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] "US"-Armee gegen die Sioux. Zusammen mit
verbündeten Stämmen lagerten sie an den Flüssen Little Bighorn
["Klein-Grosshorn-Fluss] und Rosebud Creek [am "Rosenknospenflüsschen"]
in Montana. Von Westen, Osten und Süden näherten sich ihnen drei
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] "US"-Verbände mit rund
3000 Soldaten, darunter das 7. Kavallerieregiment unter [dem
"christlichen", weiss-rassistischen] Oberstleutnant Custer.
Crazy Horse kämpft mit Erfolg:
George Crook muss zurückweichen - Crazy Horse im Tal des Little Big
Horne River - die Zangentaktik von Sheridan - Niederlage und Tod
Custers: "Custers Last Stand" zum 100-Jahre-Jubiläum der "USA"
Ein anderer Befehlshaber, [der "christliche", weiss-rassistische]
General George Crook, errichtete am 8. Juni am Goose Creek
["Gansfluss"] ein grosses Basislager. Anschliessend zog er weiter zum
Quellgebiet des Rosebud Creek. Hier wurde er am 17. Juni von etwa 1500
Cheyenne und Sioux-Kriegern, unter der Führung von Crazy Horse
[Häuptling "Verrücktes Pferd"], angegriffen und gezwungen, in sein
Basislager zurückzukehren, obwohl er sich eigentlich an der
Einkesselung der Sioux beteiligen sollte.

George Crook, Portrait mit "Melone" |

Crazy Horse, Höhlenzeichnung |

Karte mit der Position von
Little Big Horn ("Klein-Grosshorn")
|
Vom Rosebud ["Rosenknospenflüsschen"] aus zogen Crazy Horses Krieger
ins Tal des Little Big Horn Rivers ["Klein-Grosshorn-Flusses"], das die
Indianer Greasy Grass ["Fettgras"] nannten, und liessen sich in einem
riesigen Dorf mit sieben bis zehntausend Lakota, Yanktonai, Santee,
Nördlichen Arapaho, und Nördlichen Cheyenne nieder.
[Der "christliche", weiss-rassistische] Oberstleutnant Custer hatte den
Befehl, mit seinen rund 660 Soldaten und neunzehn Indianer-Spähern ein
mögliches Entkommen der Sioux nach Osten zu verhindern. [Der
"christliche", weiss-rassistische] Oberstleutnant John Gibbon und [der
"christliche", weiss-rassistische] General Alfred Terry stiessen mit
ihren Einheiten von Norden her zum Little Big Horn. Von Süden, so
glaubten Gibbon und Terry, komme ja General Crook. Strategisches Ziel:
Die Indianer von Norden und Süden her in die Zange nehmen.
Custers Späher hatten am Morgen des 25. Juni 1876 das gewaltige
Indianerdorf ausgemacht. Custer teilte seine Truppe in drei Abteilungen
auf. Major Reno sollte im Süden den Fluss überschreiten und das
Indianerdorf aus dem Westen angreifen. Hauptmann Benteen sollte die
Indianer abfangen, die nach Süden entkommen wollten. Custer selbst
wollte den Fluss im Norden unterhalb des Lagers überqueren und den
Hauptstoss führen.

Gall, Portrait |

Custers letzte Schlacht ("Custer's last stand") |
Renos Angriff misslang
völlig. Als
die Indianer unter dem Hunkpapa-Häuptling Gall mit Pfeilen und Kugeln
auf die Soldaten schossen, geriet [der "christliche",
weiss-rassistische] Reno in Panik und flüchtete auf die andere Seite des Flusses. Viele seiner
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Männer starben, als sie
den Fluss durchquerten und einen Hügel am Ostufer hinaufstürmten.
Zwischenzeitlich zog [der "christliche", weiss-rassistische] Custer
parallel zum Fluss auf erschöpften Pferden nach Norden und geriet in
eine Falle. Als die Kolonne nach links schwenkte, um den Fluss zu
durchqueren, versperrte Gall ihr mit 1500 Kriegern den Weg. Sie griffen
sofort an. Custer wich aus, wollte die höchste Erhebung der Hügelkette
(heute Custer Hill ["Custerberg"]) erreichen, um sich zu verschanzen.
In diesem Augenblick erschien Crazy Horse auf der Anhöhe. Hinter ihm
mehr als tausend Oglala-Krieger. Sie stürzten sich von oben mit lautem
Kriegsgeschrei auf die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
Kavalleristen, während von unten Gall und seine Hunkpapas
heranstürmten. Der Kampf gegen Custer und seine Leute war nach einer
knappen halben Stunde vorbei, Custer und 225 seiner Soldaten waren tot.
Den ganzen restlichen Tag und die gesamte Nacht hindurch bedrängten die
Indianer die ersten Truppen, die das Lager angegriffen und die sie über
den Fluss die Steilhänge hinaufgetrieben hatten. Am nächsten Tag
entdeckten Sitting Bulls Späher eine zweite Armee, die das Tal des
Little Big Horn heraufkam. Die Indianer setzten das Gras in Brand, um
sich im Schutz des Rauchs bewegen zu können, und zogen in Richtung der
Bighorn Mountains ["Grosshornberge"].
Öffentlicher Druck auf Vergeltung
gegen die Sioux - die Cheyenne ergeben sich - Hungererpressung der
"US"-Regierung mit Maximalforderungen - Nahrungs- und Vorratszerstörung
Am 4. Juli 1876 erreichte die Nachricht von der Schlacht die Aussenwelt
und trübte die Feierlichkeiten der ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] "USA" zur hundertjährigen Unabhängigkeit. Die
Zeitungen nannten den Sieg der Indianer aller Tatsachen zum Trotz ein
"Massaker". Empört über den Angriff auf ihren [weiss-rassistischen]
Nationalstolz verlangte die ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische]
"amerikanische" Öffentlichkeit eine sofortige Bestrafung der Stämme.
Eine Gruppe, die diesen Zorn zu spüren bekam, waren die Cheyenne von
Iron Teeth ["Eiserner Zahn"]. Als der Frühling (1877) kam, ergaben sich
alle Cheyenne den Soldaten.
Sitting Bulls Lager löste sich auf, und viele Indianer gingen zu den
Agenturen, wo sie sofort in Militärgewahrsam genommen wurden und ihre
Pferde und Waffen aushändigen mussten.
Im September (1876) trafen sich Regierungsbeauftragte mit den Sioux von
der Agentur und ihren Häuptlingen, darunter Red Cloud [Häuptling "Rote
Wolke"], und drohten, ihnen ihre Rationen vorzuenthalten, wenn sie
nicht umgehend die Black Hills ["Schwarzberge"] aufgaben sowie alle
nicht abgetretenen Jagdgebiete im Westen einschliesslich des Landes am
Powder River ["Pulverfluss"] und der Bighorn Mountains
["Grosshornberge"].
Den ganzen Herbst und Winter (1876/77) hindurch verfolgte die
["christlich"-jüdische, weiss-rassistische] Armee, die nach Rache für
die Niederlage beim Little Bighorn verlangte, die "feindseligen"
Gruppen durch die Black Hills und über die kalten Nördlichen Prärien
und zerstörte Nahrungsmittel, Decken und Vorräte. dadurch zwang sie die
einzelnen Gruppen allmählich, sich zu ergeben und die Agenturen
aufzusuchen. Diejenigen, die den Soldaten entkamen, litten erbärmlich
unter Hunger, Schneestürmen und der eisigen Kälte.
Crazy Horse ergibt sich mit 900
Mann in Fort Robinson - Flucht Sitting Bulls nach Kanada - Protestreden
von Sitting Bull gegen die "christlich"-jüdische Rassisteninvasion
Im März 1877 schliesslich führte Crazy Horse einige der letzten freien
Sioux - fast neunhundert Männer seiner eigenen Oglala-Gruppe, die
noch trotzig und unbesiegt war, aber hungerte und der vielen Kämpfe und
der ewigen Flucht müde war - in Red Clouds Agentur, um sich zu
ergeben. Tausende von Oglala, die bereits in der Agentur waren, säumten
die Strasse, um ihre Ankunft zu verfolgen. Es war eine stolze
Prozession von drei Kilometern Länge; vorneweg ritten der fast
legendäre Crazy Horse ["Verrücktes Pferd"] und seine Kriegshäuptlinge,
hinter ihnen die Krieger mit Körperbemalung, ihren Schilden und Waffen,
und dann folgten alle anderen mit ihren Travois [Schleppbahren].
Sie bewegten sich schweigend voran, doch als sie sich den Soldaten im
Fort Robinson näherten, stimmten sie ihre Kriegslieder an.
"Das ist keine Kapitulation, das ist ein Triumphmarsch!"
bemerkte ein Offizier.
Weiter im Norden führte
Sitting Bull ["Sitzender Stier"],
dessen Hunkpapa seit Monaten den Strafkolonnen der Armee entkommen
waren, am nächsten Tag mehrere Hundert seiner Leute über die Grenze in
die Sicherheit nach Kanada, wo
er sich anderen Gruppen anschloss, die schon früher geflüchtet waren.

Tatanka Yotake / Sitting Bull
Unter
dem wachsamen Auge der rotgekleideten "North West Mounted Police"
["Nordwestliche Reiterpolizei"] durften sie im Land bleiben, doch nun
waren Sitting Bull und seine Anhänger im Exil, von den anderen
Westlichen Sioux getrennt und auf sich allein gestellt. Die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "amerikanischen" Agenten
versuchten mit Hilfe ["christlicher", weiss-rassistischer] kanadischer
Beamter, ihn zurückzulocken; die Antworten des Häuptlings erschienen in
der Presse, rüttelten das Gewissen der "Humanitarier" wach und
erinnerte die Welt beständig an seine Existenz:
"Als ich ein Junge war, gehörte den (Lakota) die Welt; die Sonne ging
auf ihrem Land auf und unter ... wo sind die Krieger heute? Wer hat sie
getötet? Wo ist unser Land? Wem gehört es? ... Welches Gesetz habe ich
übertreten? Ist es falsch, wenn ich das Meine liebe? Darf ich das
nicht, weil meine Haut rot ist? Weil ich ein (Lakota) bin; weil ich
dort geboren wurde, wo mein Vater lebte; weil ich für mein Volk und
mein Land sterben würde?"
Crazy
Horse landet durch Verleumdung eines Dolmetschers im Gefängnis Dry
Tortugas in Florida - Tod von Crazy Horse durch Todschlag auf
Polizeistation
Das Militär in der Red Cloud-Agentur hielt Crazy Horse [Häuptling
"Verrücktes Pferd"] für gefährlich, bewachte ihn streng und glaubte
jedes Gerücht, das über ihn verbreitet wurde. Im Herbst 1877 - die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "Vereinigten Staaten"
befanden sich im Krieg gegen [den Indianerhäuptling] Chief Joseph und
seine Nez Percé - fragte man Crazy Horse, ob er eine Gruppe
Oglala-Scouts gegen Chief Joseph anführen werde. Er habe, so heisst
es, eingewilligt, nur der Dolmetscher habe falsch übersetzt: Er werde
kämpfen, bis kein Weisser mehr am Leben sei. Daraufhin wurde
beschlossen, ihn in ein Gefängnis nach Dry Tortugas vor der Küste
Floridas zu schicken.
Am 5. September 1877 wurde Crazy Horse in einen Wachraum gebracht, um,
wie er glaubte, mit [dem "christlichen", weiss-rassistischen] General
Crook zu sprechen. Als er erkannte, dass er gefangengenommen wurde,
wehrte er sich. Indianische Wachposten versuchten, ihn festzuhalten,
und der diensthabende Offizier ging mit einem Schwert auf ihn los und
schrie:
"Bringt das Schwein um!"
Ein Soldat stiess mit seinem Bajonett zu; der junge Häuptling brach
tödlich verwundet zusammen.
"Lasst mich gehen, Freunde", bat er. "Ihr habt mir genug Schmerzen
zugefügt."
Crazy Horse starb noch in derselben Nacht; er war fünfunddreissig Jahre
alt. Seine letzten Worte an seinen Vater lauteten:
"Sag den Leuten, dass sie sich jetzt nicht mehr auf mich verlassen
können."
Sein Volk beerdigte ihn an einem geheimen Ort in der Nähe von Chankpe
Opi Wakpala, dem Flüsschen, das auf Englisch Wounded Knee ["Verwundetes
Knie"] heisst. Es gibt keine einzige Fotografie und auch kein Bild von
ihm, doch sein unabhängiger, stolzer Geist lebt weiter in den Sioux,
die heute ihren Kampf um ihr Land und ihre Freiheit fortsetzen.
25.
Vergeblicher Aufstand der Ute im Reservat
aus: H.Jestrabek:
http://ourworld.compuserve.com/homepages/chiffon_rouge/Konquist.htm
1878 kam es bei den Utes zu einer Revolte in der Reservation am White
River ["Weissen Fluss"]. Die Utes hatten schon 1859 Frieden geschlossen
und waren ins Reservat gegangen. Sie hatten sich gegen einen
Regierungsbeamten aufgelehnt, der sie schikaniert hatte, und der die
Ute-Kinder zwangsweise in die Schule pressen und
["christlich"-rassistisch] missionieren wollte.
Die Revolte wurde niedergeschlagen und der Häuptling Ouray musste sich
vor Gericht verteidigen - mit den folgenden denkwürdigen Worten:
"Bevor die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] "Amerikaner"
kamen, waren wir die unabhängigsten Menschen der Welt. Niemals wäre es
einem Indianer eingefallen, die Weissen dazu zwingen zu wollen, wie ein
Indianer zu leben. Aber die ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Weissen wollen jeden Menschen zwingen, wie sie zu
leben. Wehrt man sich dagegen, wird man ausgerottet. Die
["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Amerikaner sagen, wir
seien Wilde. Hat man jemals gesehen, dass Indianer Frauen als Hexen
aufhängen? Hat man jemals davon gehört, dass Indianer einen Nachbarn
bei lebendigem Leib verbrennen, nur weil er nicht an einen bestimmten
Gott glaubt? Dieses Gericht urteilt über Diebe - Misshandler - über
Mord und Totschlag - Unterschlagung - über die Beleidigung von
Abhängigen und alle Arten von üblen Gewohnheiten unter den
["christlich"-jüdischen, rassistischen] Weissen. Hat man jemals davon
gehört, dass es solche Dinge unter Indianern gibt? Die Weissen halten
sich für menschlich - zivilisiert und human - sie geben vor - jeden
Menschen zu lieben; aber sie schlagen ihre Kinder mit Ruten und Riemen
- demütigen und erniedrigen sie - ja hauen sie oft zu Krüppeln oder
töten sie gar. Hat man jemals davon gehört das dies Indianer tun? Die
Weissen missbrauchen ihre körperliche Überlegenheit dazu - selbst den
besten Freund - die eigene Frau und Tochter - ja sogar die eigene
Mutter zu züchtigen. Sie fügen einander dauernd Verletzungen zu - indem
sie behaupten - was unwahr ist - und erzählen - worüber man schweigen
sollte. Hat man jemals davon gehört, dass Indianer das tun? Wenn das -
was die Weissen unter Zivilisation verstehen - so ist - und wir mit der
Lebensweise - die wir für richtig halten - Wilde sein sollen - dann -
beim grossen Geist - ist es menschlicher - freier und angenehmer - ein
Wilder zu sein!"
(Christopher S. Hagen / Die Indianerkriege)
26.
Der Angriff auf die Kultur der Indianer
"Als ich ein Junge war, gehörte
den Lakota die Welt;
die Sonne ging auf ihrem Land auf
und unter."
Sitting Bull, HunkpapaLakota
aus:
http://home.t-online.de/home/s.weny/Culture.htm
Indianerinternate
zum Umformen der "Roten" zur "Weissen Zivilisation"
Willkür in Indianerreservaten um
1870, verwaltet von Agenten, ohne Zugang der Öffentlichkeit -
Manipulationen des "Indian Ring" - weiss-rassistische "Reformer" wollen
die indianische Art vernichten
Mitte der 1870-er Jahre glichen die Reservationen mehr oder minder
Gefängnissen und wurden von ["christlichen", weiss-rassistischen]
Agenten verwaltet, die autokratisch über ihre kleinen Reiche herrschten
[Freiluft-KZs]. Da die Indianer dem Blick der ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Öffentlichkeit entzogen waren, konnte man sie
brutal misshandeln. Gelder für Unterkünfte wurden gestohlen,
Nahrungsrationen waren zu knapp oder verdorben, Menschen wurden ohne
medizinische Behandlung dem Tod überlassen; andere wurden gewaltsam von
ihren Familien getrennt, um ohne Verhandlung für tatsächlich begangene
oder ihnen unterschobene Verbrechen bestraft zu werden, oft wurden
einzelne Indianer ermordet.
Die [indianischen] Nationen waren einem ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischem] System korrupter Regierungsbeamter und privater
Spekulanten ausgeliefert, das gemeinhin als "Indian Ring"
["Indianerring"] bekannt war und das die ohnmächtigen Stämme aufgrund
des allgemeinen Desinteresses hintergehen konnte. Sie waren auf den
Reservationen gefangen, lebten ohne Freiheit, sich wie früher selbst zu
versorgen, und die Möglichkeit, ihren Beschwerden Gehör zu verschaffen.
Allmählich wurden im Osten die Machenschaften des korrupten "Indian
Ring" bekannt. Doch die Lösung der Reformer bestand darin, eine
Veränderung zu fordern - nicht die der diktatorischen, diebischen
Beamten im Indian Service, sondern eine der Indianer selbst. Die
Traditionen, der Glaube und die Lebensweise der Stämme wurden als
rückständig, unmoralisch und falsch verdammt. Wenn man den Indianern
helfen und sie retten wollte, so glaubten die Reformer, mussten zuerst
ihre Stammeskulturen und ihre indianische Art vernichtet werden; dann
könnten die indianischen Völker neu entstehen und würden gezwungen
sein, sich der ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
"amerikanischen" Kultur anzupassen.
1887: "Dawes General Allotment
Act": Privatisierungen von Stammesland - Verteilung an einzelne
Indianerfamilien und weiss-rassistische Familien - am Ende besitzen die
Weissen fast alles Land
Damit begann eine Phase bewusster kultureller Auslöschung. 1887 brachte
eine überraschende Allianz von [weiss-rassistischen] Reformern aus dem
Osten und landgierigen Männern aus dem Westen den Dawes General
Allotment Act durch den ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
Kongress, unter dem gemeinsames Stammesland in den Reservationen in
kleine Grundstücke aufgeteilt wurde, um sie einzelnen Familien zu
überschreiben.
Die Absicht der Reformer bestand darin, die Struktur der Stämme und
Häuptlinge zu vernichten und die Indianer zu unabhängigen Landbesitzern
und Bauern zu machen. Die Grundstücke, die nicht Indianern zugeteilt
wurden, wurden an ["christliche" und jüdische, rassistische] Weisse
verkauft. Die Rechnung ging auf: 1887 besassen die Indianernationen in
den Vereinigten Staaten rund 560.000 km² Land; 1934, als der Allotment
Act aufgehoben wurde, waren 365.000 davon in weissen Besitz
übergegangen; ausserdem war ein grosser Teil des restlichen Landes an
Weisse verpachtet.
[Die Indianer waren nicht geschult, das Land zu bewirtschaften, und die
weissen Rassisten wussten dies].
Proteste der Häuptlinge werden vom
"Indianerbeauftragten" Jefferson
Morgan ignoriert - das Diktat der "Zivilisation" - Umsetzung des
Allotment Act (Landverteilungsgesetz) ab 1889 mit Betrug, Diebstahl
und Korruption - Verbot indianischer Riten und Sprachen - Deportation
von
Medizinmännern und Schamanen
Traditionelle indianische Führer betrachteten den Allotment Act auch
als Angriff auf ihre Stammeshoheit und Kultur und erhoben Einspruch.
"Das ist bloss ein weiterer Trick der Weissen", erklärte Hollow Horn
Bear ["Hohler Hornbär"], ein Häuptling der Sicangu-Sioux. Aber die
Proteste der Indianer
wurden von Staatsbeamten wie Thomas Jefferson Morgan, dem
Indianerbeauftragten in Präsident Benjamin Harrisons Regierung [und "christlich", weiss-rassistischer
Logen-Illuminat aus Virginia],
ignoriert; 1889 brachte er seine "hoffnungsvolle Überzeugung", was
getan werden müsse, zum Ausdruck:
<Die Indianer müssen sich in "die Lebensweise der Weissen" einfügen
-
friedlich, wenn sie es wollen, gewaltsam, wenn es sein muss. Sie müssen
ihre Lebensweise unserer Zivilisation anpassen. Vielleicht ist
diese Zivilisation nicht die bestmögliche, aber sie ist die beste, die
die Indianer bekommen können. Sie können ihr nicht entkommen und müssen
sie entweder übernehmen oder von ihr zerstört werden. Die
Stammesbeziehungen müssen aufgelöst, der Sozialismus vernichtet und
durch die Familie und die Autonomie des Individuums ersetzt werden.>
Die Durchsetzung des Allotment Act war von Betrug, Hinterlist und
Diebstahl begleitet. Korrupte ["christlich"-jüdische,
weiss-rassistische] Agenten erklärten kleine Kinder, Hunde
und Pferde zu Indianern mit Landansprüchen und verkauften diese
Grundstücke dann an ["christliche" oder jüdische, rassistische] Weisse.
Weisse Familien adoptierten indianische
Waisenkinder, um sich deren Grundstücke anzueignen.
Gleichzeitig traf
die Regierung Massnahmen, um die Indianer ihres indianischen Wesens zu
berauben. Rituale und Zeremonien wie etwa der Sonnentanz wurden
verboten, sogar das Sprechen der Stammessprachen wurden untersagt.
Medizinmänner und Schamanen, die ihre Tätigkeit weiterhin ausübten,
zogen den Zorn christlicher [weiss-rassistischer] Missionare auf sich,
und viele wurden fern
von ihrem Volk ins Gefängnis gesteckt oder in das Indian Territory
gebracht.
Deportation von Indianerkindern:
Weit entfernte Zwangsinternate gegen das
Wesen des "Wilden" 1879 (-1918) - Carlisle Indian School -
viktorianische Zwangskleidung, Zwangshaarschnitte, Manipulation gegen
das eigene Wesen und Sprachverbot
Besondere Bedeutung hatte nach Ansicht der Regierung die Erziehung der
Indianerkinder, die oft gewaltsam in weit entfernte [Zwangs]-Internate
ausserhalb der Reservation gesteckt wurden, wo sie jahrelang bleiben
mussten. Der ["christliche", weiss-rassistische Logen-Illuminat und]
Indianerbeauftragte Morgan war sich bewusst, welche Rolle
die schulische Erziehung spielte, damit die nächsten Generationen von
Indianern keine "Wilden" sein würden.
1879 gründete Captain Richard H. Pratt, der in Fort Marion, Florida,
für exilierte indianische Gefangene verantwortlich gewesen war, eine
Schule für Indianer. Sie befand sich im Gebäude eines früheren
Militärpostens in Carlisle im Süden Pennsylvanias, wo achtzig Jahre
lang Kavallerieoffiziere auf den Krieg gegen die Indianer vorbereitet
wurden. Pratt hatte keine Mühe, sein Ziel mit den jungen Indianern, die
von den Reservationen [bzw. von den Freiluft-KZs] in sein
[Zwangs]-Internat geschickt [bzw. deportiert] wurden, zu beschreiben:
"Töte den Indianer in ihm und rette den Menschen."
In der Schule erlernten die Schüler handwerkliche Berufe, erhielten
aber auch eine herkömmliche ["christliche", weiss-rassistische]
Schulbildung und wurden somit auf ein Leben
in der weissen Welt vorbereitet. Pratts Carlisle Indian School, die bis
1918 existierte, führte landesweit zur Gründung weiterer
[Zwangs]-Indianerinternate.

Zwangs-Indianerinternat mit
Zwangskleidung und "christlich"-sadistischem Schuldrill
Äusserlich mochten sich die
Schüler ihrer neuen Umgebung vielleicht anpassen, doch innerlich litten
sie Qualen. Ihre Kleider wurden durch Uniformen und viktorianische
Gewänder ersetzt, ihre langen Haare wurden geschnitten. Verängstigt
hörten sie die "lauten, schrillen Stimmen", die ihnen befahlen, zu
gehorchen, ihre Stammessprache nicht zu sprechen und sich an die weisse
["christlich"-jüdische, rassistische] Gesellschaft anzupassen. Dazu
kam, dass ihre Völker ihnen als "böse",
"heidnisch" und "wild" geschildert wurden, so dass die meisten jedes
Selbstbewusstsein verloren und sich gegen ihre Identität wandten oder
sie zumindest anzweifelten. Typisch sind die Schulerinnerungen von Sun
Elk ["Sonnenelch"] aus dem Taos Pueblo:
"Wir trugen die Kleidung der Weissen, assen das Essen der Weissen,
gingen zur Kirche der Weissen und sprachen die Sprache der Weissen. So
begannen wir nach einiger Zeit ebenfalls zu sagen, dass die Indianer
böse waren. Wir lachten über unser eigenes Volk, über seine Decken,
Kochtöpfe, heiligen Gesellschaften und Tänze."
Geschichtsignoranz, Einsamkeit und
Entfremdung - weiss-rassistische Massnahmen gegen Indianersprachen:
falsche Bestrafungen, Bestrafung mit dem Gürtel, Werfen
der Kinder durchs Zimmer, Knochenbrüche
Den Kindern wurde nichts von der Geschichte und den Leistungen ihrer
Vorfahren oder von ihren patriotischen Anführern vermittelt. Mertha
Bercier, eine Chippewa-Schülerin, erzählte von dem emotionalen
Aufruhr,
der Einsamkeit und der Entfremdung von ihrem Stamm:
<Wollte ich eine Indianerin sein? Nachdem ich Bilder von Indianern
auf
dem Kriegspfad gesehen hatte, wie sie kämpften, Frauen und Kinder
skalpierten, und oh! diese hässlichen Gesichter. Nein! Indianer sind
böse Menschen ich bin froh, keine Indianerin zu sein, dachte ich.
Jeder Tag ging in einen anderen endlosen Tag über, jeden Abend fielen
Tränen. "Morgen", sagte meine Schwester. Morgen kam nie. Und so
vergingen die Tage, und langsam gewöhnte ich mich an die Veränderungen.
Die lebhaften Bilder von meinen Eltern, Schwestern und Brüdern
verschwanden. Was blieb, war eine verschwommene Vision dessen, was
einmal war. Verzweifelt klammerte ich mich an die verblassende
Vergangenheit, die langsam in mir ausgelöscht wurde.>
Einige Jugendliche wehrten sich. Nach den im folgenden Zitat
geschilderten Ereignissen griff Lone Wolf ["Einsamer Wolf"], ein
Blackfoot ["Schwarzfuss-Indianer"] aus den
Nördlichen Prärien, seinen Lehrer mit den Fäusten an. Er wurde an eine
andere Schule versetzt [deportiert] und dort inhaftiert, als er einen
Mitschüler
gegen einen autoritären Lehrer verteidigte.
Indianerkinder
vorher und nachher
|

Indianerinternat: Sioux-Schüler beim Schuleintritt in Indianerkleidern
und mit indianischem Haarschnitt mit Feder |

Indianerinternat: Sioux-Schüler nach 6 Monaten Schuldressur, im "Dress"
wohldressiert |
<Die Tage waren schlimm
genug, aber die Nächte waren noch viel schlimmer. Abends begann die
wirkliche Einsamkeit. Viele Jungen liefen weg, aber die meisten wurden
von der ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Polizei
eingefangen und zurückgebracht. Uns wurde befohlen, nie
Indianisch zu sprechen, und wenn wir erwischt wurden, wurden wir mit
einem Ledergürtel geschlagen.
Ich weiss noch, wie wir eines Abends alle in einem Zimmer in einer
Reihe dastanden und einer der Jungen seinem Nachbarn etwas auf
Indianisch sagte. Der Mann, der auf uns aufpasste, packte ihn am Kragen
und schleuderte ihn quer
durch das Zimmer. Später stellten wir fest, dass sein Schlüsselbein
gebrochen war. Der Vater des Jungen, ein alter Krieger, kam zur Schule.
Er sagte dem [weiss-rassistischen] Lehrer, dass bei seinem Volk Kinder
nie mit Schlägen
bestraft wurden. Das sei nicht die richtige Art, Kindern etwas
beizubringen; freundliche Worte und ein gutes Vorbild seien viel
besser. Bevor der [weiss-rassistische] Lehrer ihn aufhalten konnte,
nahm der alte Krieger
seinen Sohn und ging. Dann floh die Familie nach Kanada und kam nie
zurück.>
Der totale Identitätsverlust und
Ausgeschlossensein aus aller Gesellschaft
Die ["christlichen", weiss-rassistischen Zwangs]-Internatsschulen, die
das Ziel hatten, die unterschiedlichen
Nationen in den grossen "Schmelztiegel" zu werfen, bewirkten meist,
dass die Indianer weder Selbstbewusstsein noch eine Identität
entwickelten. Tausende von indianischen Jugendlichen fühlten sich nach
der Schulzeit von der weissen Gesellschaft ausgeschlossen, waren aber
auch in ihrer indianischen Kultur auf der Reservation nicht mehr
heimisch. Dort hatten sich die Menschen kaum verändert. Die meisten
hielten noch an den alten Traditionen fest, und die zurückkehrenden
Schulabgänger mussten feststellen, dass dort kein Platz für sie war.
Wehmütig erinnert sich Sun Elk ["Sonnenelch"], der Schüler aus dem Taos
Pueblo, an das
tragische Ende seiner Schulzeit:
<An einem warmen Sommerabend stieg ich am Bahnhof von Taos aus dem
Zug.
Ich bat den ersten Indianer, der mir begegnete, zum Pueblo zu laufen
und meiner Familie zu sagen, dass ich zu Hause bin. Der Indianer konnte
kein Englisch, und ich hatte meine PuebloSprache völlig vergessen. Am
nächsten Morgen kamen der Governor des Pueblos und die beiden
Kriegshäuptlinge in das Haus meines Vaters. Sie sagten kein Wort zu
mir; sie sahen mich nicht einmal an. Die Häuptlinge sagten zu meinem
Vater:
"Dein Sohn, der sich Rafael nennt, hat bei den weissen Männern gelebt.
Er ist weit fort gewesen. Er hat nicht die Dinge gelernt, die ein
indianischer Junge lernen sollte. Er hat keine Haare. Er kann nicht
einmal unsere Sprache sprechen. Er gehört nicht zu uns.">
Unsere
alten Häuptlinge sterben dahin, und bald werden unsere alten
indianischen Bräuche
verschwinden, und die
nachfolgenden Generationen werden nichts über uns wissen...
Twoo Moons, Nördliche Cheyenne
27.
"USA" im "Bestimmungsglauben und als "Eden" für die "Welterlösung"
Der weiss-rassistische Glaube an
eine Bestimmung zur Welteroberung
Ab 1880 behaupten die "christlich"-jüdischen Führer der
weiss-rassistischen "USA", dass die "USA" zum Imperialismus "bestimmt"
sei. Der "Bestimmungsglaube" zum Imperialismus wird in den
Regierungskreisen verankert. (Wehler, S.13)
Der weiss-rassistische "amerikanische" Journalist William Allen
White behauptet ab 1880 (Wehler, S.13), dass die
weiss-rassistischen "USA" ein "Welteroberungsschicksal" auszuführen
hätten: Es herrsche ein "angelsächsisches 'Manifest Destiny' der
Welteroberung".
(Wehler, S.14)
[Dieser Aberglaube, die ganze Welt im Namen der "USA" besetzen und
zerstören zu müssen, kommt auf, weil die "Frontier" gegen die Indianer
nun ein Ende findet, weil alles fruchtbare Land geraubt und an weisse
"Christen" und Juden verteilt wird. Die "christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen "Philosophen" der "USA" suehn eine neue Frontier,
um die Eroberungsmentalität nicht aufgeben zu müssen, und erklären
kurzerhand die gesamte Welt zur "Frontier". 20 Jahre später, nach
weiteren zwei Börsencrashs, wird die "Aussenpolitik" mit neuen
Besetzungen in der Karibik und auf den "Philippinen" entsprechend
"umgesetzt"...]
Albert Beveridge: "Gottes Plan"
für die "USA" als neues
"Eden" für die "Erlösung der Welt"
Der weiss-rassistische "US"-Historiker Albert Beveridge sieht in der
"Trinität" von "Amerikas Wohlstand, Amerikas
Suprematie, Amerikas Imperium Gottes Plan offenbahrt". In dieser
"imperialen Republik" entstehe "das neue Eden für die Wiedergeburt der
Menschheit". Zwar bringe "uns die erste Phase persönlichen Profit",
aber langfristig gehe es doch um die "Erlösung der Welt" durch ihre
Amerikanisierung". (Wehler, S.14)
1883: Fertigstellung der zweiten
und dritten Pacific-Bahn
Im Jahr 1883 werden zwei weitere Pacifi-Eisenbahnen fertiggestellt:
-- die "North-Pacific" von Duluth nach Portland
-- und die "South-Pacific" von New Orleans nach Los Angeles (DTV-Atlas,
Bd.2,S.95).
28.
Das Massaker am CHANKPE OPI WAKPALA
(Wounded Knee Creek)
aus: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Wounded.htm
Das Ende einer Kultur
Ermordung von Sitting Bull
15.12.1890 - Flucht von Geistertänzern zu
Big Foot und zu den Oglala von Chief Red Cloud - Umstellung durch die
7.Kavallerie und Massaker am Wounded Knee 29.12.1890, Tod von Big Foot
Am 15. Dezember 1890 wurde Tatanka Yotake (Sitting Bull ["Sitzender
Stier"]) von [weiss-rassistischen] Polizisten
heimtückisch ermordet, weil er sich einer Verhaftung durch die Agentur
in Standing Rock, im Auftrag der Regierung, widersetzte. Angeblich
solle er die Geistertänzer unterstützt haben.
Der Tod des grossen Häuptlings verhiess neue Schwierigkeiten. Viele
Geistertänzer flohen; einige suchten Unterschlupf bei Big Foots
["Grossfuss"] Miniconjou-Lakota am Cheyenne River. In der Hoffnung,
bei den Oglala
des einflussreichen Chief Red Cloud ["Rote Wolke"] in der Agentur Pine
Ridge
Sicherheit zu finden, hetzten sie gemeinsam über 200 Kilometer über die
Prärie und Badlands.

Indianerhäuptling Big Foot
("Grossfuss")
Big Foot, der eine
Lungenentzündung hatte, die sich unterwegs noch verschlimmerte, wurde
in einem offenen Wagen mitgenommen. Kurz vor dem Ziel wurden die
frierenden, hungrigen und erschöpften Flüchtlinge von der Siebten
Kavallerie der früheren ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen]
Einheit Custers abgefangen und zum Chankpe
Opi Wakpala (Wounded Knee Creek ["Wundknieflüsschen"]) auf der Pine
Ridge ["Kiefergrat"]-Reservation
gebracht.

Big Foots Stammesgemeinschaft
Dort wurden sie am Morgen des 29.
Dezember 1890 von den ["christlich" und jüdischen, weiss-rassistischen]
Soldaten umstellt und aufgefordert, ihre Waffen
abzugeben. Auf einem Hügel oberhalb der umzingelnden Indianer stellten
die Soldaten vier Hotchkiss-Geschütze auf, die sie auf Big Foots Volk
richteten. Plötzlich ertönte ein einzelner Schuss, der sich
versehentlich aus dem Gewehr eines Indianers löste. Die in Panik
geratenen [weiss-rassistischen] Soldaten feuerten sofort los. Viele der
Sioux durchbrachen
schreiend die Linien der [weiss-rassistischen] Soldaten und suchten
Schutz in den Schluchten.
Die [weiss-rassistischen] Truppen jagten ihnen nach und feuerten auf
alles, was sich bewegte.
Dort, wo die Indianer ursprünglich umstellt worden waren, lagen Big
Foot, Dutzende Mitglieder seines Volkes sowie Soldaten tot auf der
Erde. Viele der Weissen waren im Kreuzfeuer ihrer Kameraden gefallen.
Eine Frau wurde mit ihrem Säugling niedergeschossen; das Kleine wusste
nicht, dass seine Mutter tot war, und saugte noch an ihrer Brust.
Nachdem fast alle getötet waren, wurden jene aufgefordert, die nicht
tot oder verwundet waren, aus ihren Verstecken herauszukommen, sie
hätten nichts zu befürchten. Kleine Jungen verliessen ihr Versteck, und
sobald sie in Sichtweite kamen, wurden sie von den Soldaten umringt und
niedergemäht.
Weitere Verfolgung der Sioux in
der Schlucht - verletzte Weisse im Lazarett, verletzte Indianer ohne
Behandlung - 350 steifgefrohrene Indianerleichen im Massengrab
beerdigt
Obwohl der eigentliche Angriff nur etwa zwanzig Minuten dauerte, waren
noch ein oder zwei Stunden lang immer wieder Schüsse zu hören - immer
dann, wenn die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Soldaten
ein Lebenszeichen sahen. Indianerfrauen und
ihre Kinder flüchteten in die Schlucht nach Süden, und einige rannten
weiter über die Prärie, aber die ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Soldaten verfolgten sie und schossen
sie unbarmherzig nieder.
Bei Sonnenuntergang wurde es bitter kalt. Nach Einbruch der Dunkelheit
trafen in der Agentur ["christlich"-jüdische, weiss-rassistische]
Kavalleristen mit einem langen Zug von
Militärwagen ein, auf denen die toten und verwundeten Indianer von
Wounded Knee lagen. Die verletzten ["christlich"-jüdischen,
rassistischen] Weissen wurden zur medizinischen
Behandlung ins Lazarett gebracht, aber neunundvierzig verwundete
Sioux-Frauen und Kinder liess man auf offenem Wagen draussen in der
eisigen Kälte liegen. Schliesslich wurden sie in die Kirche der Agentur
getragen, wo sie schweigend auf dem Boden unter der Kanzel lagen, über
der ein Tuch mit den ["christlich"-rassistischen] Worten hing:
FRIEDE
AUF ERDEN UND DEN MENSCHEN EIN WOHLGEFALLEN.
Eine unverletzte ältere Indianerin hielt ein Baby auf dem Schoss,
jemand reichte ihr eine Tasse Wasser für das Kind und es griff danach,
als sei es am Verdursten. Als es gierig schluckte, schoss das Wasser in
einem blutigen Strom aus einem Loch im Hals des Kindes wieder hervor.
Draussen am Wounded Knee begann es zu stürmen, und dann folgte ein
Schneesturm, so dass die Leichen der abgeschlachteten Indianer drei
Tage lang liegenblieben, steifgefroren an der Stelle, wo sie gefallen
waren. Schliesslich wurden sie in einem riesigen Graben, der direkt auf
dem Schlachtfeld ausgehoben wurde, beerdigt. Der friedfertige Häuptling
Big Foot ["Grossfuss"] und fast 350 Angehörige seiner
Stammesgruppe waren tot, und somit auch die letzten Reste Hoffnung auf
Frieden und Freiheit.
Der Tod der letzten Hoffnung auf
Freiheit der Indianer - die "Erschliessung des Westens" ist
abgeschlossen
Das Massaker an den Sioux bei Wounded Knee ["Wundknieflüsschen"], zwei
Jahre vor der
Vierhundertjahrfeier von Kolumbus' Landung, war der erschütternde
Schlusspunkt zu der langen ["christlich"-jüdischen,
weiss-rassistischen] Eroberungsgeschichte des heute als
"Vereinigte Staaten" bekannten Landes durch den weissen Mann. Die
Verheissungen von Wovokas Religion [Indianerreligion] gingen mit den
Toten von Wounded
Knee unter.
In dem Rauch und der Agonie des Massakers bei Wounded Knee an jenem
Morgen des 29. Dezember 1890 starben bei den indianischen Nationen
Nordamerikas die letzten Reste der Hoffnung auf Freiheit. In der Nacht
deckten Schneeflocken langsam die Toten zu. Es war das Ende einer
langen Geschichte von Träumen und Drama und Mut, einer Geschichte von
vielen verschiedenen Völkern mehrerer hundert indianischer Nationen,
die in Mythen und Schatten begonnen hatte, als die Menschen gerade
erschaffen worden und noch jung waren, vor fünfzehntausend oder mehr
Jahren ...
Die ["christlich"-jüdischen, weiss-rassistischen] Eindringlinge
betrachteten die Eroberung des amerikanischen Westens
als abgeschlossen. Ihre Angriffe auf die indianische Kultur und der
Widerstand dagegen sollten jedoch fortdauern.
[Der Dauer-Weltkrieg der "USA"
Fortan definierte die "christlich"-jüdische, weiss-rassistische
Regierung in Washington die gesamte Welt zur "Frontier", um von den
"USA" erobert und besetzt und versklavt zu werden, wenn nicht direkt,
so doch indirekt durch Handelskriege und Börsenkriege mit Wertpapieren
und Kapitaleinsatz. Das rassistisch-zionistische Israel ist nur ein
Element dieser Taktik. Der Vietnamkrieg, der Irakkrieg sind weitere
Elemente des Welteroberungswahns der Rassisten-"USA" etc. Die Schwarzen
erhielten Rechte ab 1968, die Indianer erhielten bis heute (2008) keine
Emanzipation und nicht einmal Einsitz in Abgeordnetenhaus und Kongress.
Bis die weissen Rassisten in den hohen, "christlich"-jüdischen
Regierungsetagen der "USA" merken, dass auch weisse Menschen "Natur"
sind, wird es wohl so lange gehen, bis die "USA" zusammenbrechen, bzw.
die "USA" werden zuerst zusammenbrechen, und die weissen Rassisten in
den "christlich"-jüdischen Regierungsetagen der "USA" merken es nie,
dass sie Rassisten waren. Der Zusammenbruch der Rassisten-"USA" ist
somit nur mehr als wünschenswert, im Namen der Menschenrechte und der
Menschlichkeit auf der Welt. Die Indianer warten seit 300 Jahren
darauf, im Sinne des Satzes:
"Der
weisse Mann kommt,
der weisse Mann baut,
der weisse Mann zerstört,
und dann geht der weisse Mann
wieder..."]
Quellen
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Hoffmann, Gerhard (Hg.): Zeitgenössische Kunst der Indianer und Eskimos
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Wiederbelebtes: Die Situation der indianischen Kunst an der
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http://photography.si.edu/SearchImage.aspx?k=ritual&id=336#