aus:
-- Aurelio
Baltazar Muñoz Alarcón: "Después de María... ¿qué? En el centenario de
su nacimiento" (übers.: "Nach Maria... was wird kommen?"); in
Zusammenarbeit
mit Willy Rojas, Suhara Digital, Carlos Muñoz Alarcón; Broschüre der
Provinzverwaltung von Nasca im Gedenken an den 100. Geburtstag
von Maria Reiche 1903 2003. Danke Maria! gekauft in Nasca im August
2009 in der Buchhandlung an der
Plaza Mayor (Plaza de Armas) von Nasca. Danke María!
-- Erich von Däniken: Zeichen für die Ewigkeit. Die Botschaft von
Nasca; Goldmann 1997
-- Webseiten
Vorgeschichte: Die Entdeckung der Nasca-Linien durch
Kolonialisten

Satellitenfoto eines Teils der Linien von Nasca mit der Strasse der
Panamericana in der Wüste bei Nasca. Man sieht nur gerade Linien und
Pisten. Später entdeckte Frau Maria Reiche auch Figuren
Position der Nasca-Linien
Die Linien um Nasca befinden sich zwischen Kilometer 419 und 465 der
südlichen Panamericana, speziell in
der Ebene von Jumana (bezugnehmend auf das Dorf "Jumana") und in der
Ebene von San José (bezugnehmend auf das Dorf "San José"), orig.:
"Pampa de Jumana" und "Pampa de
San
José" genannt (S.24).
Die Pampa de Jumana ist die Ebene um die Panamericana. Die Pampa de San
José liegt bei Ingenio im Ingenio-Tal [web19].
1537: Erste Entdeckung der Linien
von Nasca durch die Spanier: Pedro Cieza de León
Francisco Pizarro besuchte die Region von Nasca (Ketschua: Nanasca [web19]),
und Pedro Cieza de León sah die grossen Bodenzeichnungen und notierte:
"Zeichen in einem Teil der Wüste, die um Nanasca herum liegen..., damit
die Indios den Weg entdecken können, dem sie zu folgen haben." (S.22)
(orig. Span.: "Signos de alguna parte del desierto que circunda a
Nanasca..., para que los indios puedan encontrar el camino que deben
seguir." (p.22))

Pedro
Cieza de León, hier ein Druck seiner Berichte über die "Indios",
notierte
als erster Europäer über die Nasca-Linien im Jahre 1537
1554: Notierung des Spaniers
Francisco Hernandez Giron über die Nasca-Linien
Der Rassistenspanier Francisco Hernandez Giron notierte:
"Die Indios haben grosse Linien in den Boden gezogen." (S.23)
(orig. Span.: "Los indios trazaban grandes líneas en el suelo." (p.23))

Rassist Francisco Hernandez Giron auf einem Titelblatt seiner
"Kolonialbesetzung" ("conquista"),
erwähnte die Linien von Nasca im
Jahre 1554
1586: Notierung des Spaniers Luis
de Monzon über die Nasca-Linien
Luis de Monzon erwähnte im Jahre 1586 die Nasca-Linien:
"Vor den Spaniern und vor den Inkas regierten die Viracochas dieses
Gebiet. Die Indios gehorchten auf ihre Empfehlungen hin und haben Wege
gebaut, die man bis heute sehen kann, lange Wege wie eine Strasse..."
(S.23)
(orig. Span.: "Antes que los españoles dominaran a los Incas, en
tiempos antiquísimos llegaron los VIRACOCHAS a estas tierras; los
indios obedeciendo a sus sugerencias hicieron caminos que hasta ahora
se pueden ver, largos como una calle..." (p.23))
1839: Notierung des Staatsbeamten
Don José María Córdova und Urrutia
Don José María Córdova und Urrutia schrieb über Leute, die mit den
Dörfern der Gegend von Hoya Geográfica del Río
Grande Verbindungen pflegten:
"... In den anliegenden Ebenen sind viele Risszeichnungen, die
verschiedene Figuren darstellen." (S.23)
(orig. Span.: "... En las llanuras inmediatas hay muchas piedras
dentistas que representan variedad de figuras." (p.23))
1926: Toribio Mejia Xesspe und
Alfred Kroeber
Xesspe und Kroeber sehen bei der "Calera" ["Kalkstein"] Linien und
Trapezoide. Toribio
Mejía Xesspe, ein Tello-Schüler, war der erste, der die Linien
ausführlicher beschrieb (S.23).

Alfred Kroebe, Portrait
1939: Bericht von Xesspe am
Archäologischen Nationalkongress über die Linien von Nasca
(orig.: "Congreso Nacional de Arqueología") (S.23)
1939: Präsentation am
Amerikanistenkongress
1939 präsentierte der Tello-Schüler Toribio Mejía Xesspe die
Nasca-Linien dem 27. Internationalen Amerikanistenkongress (S.23).
Maria Reiche
Geburt
1903 - Studien
in Dresden
Maria Reiche (Victoria Maria Reiche-Grosse Newmann) wurde am 15. Mai
1903 in Deutschland in Dresden (Hauptstadt von Sachsen) geboren. Ihre
Eltern waren Max Felix Reiche-Grosse und Anna Elizabeth Newmann (S.7).
Maria Reiche studierte in Dresden an der Technischen Hochschule (zwei
Semester in Hamburg und in Leipzig) [web02] und
an der Universität. Als sich immer mehr die Mathematikkenntnisse
entwickelten, faszinierten
sie von Anbeginn an die genaue Arbeit und die Wahrheit, die durch
Zahlen ausgedrückt werden. Sie schloss ihre Studien in den Fächern
Mathematik, Geographie, Physik und Pädagogik ab (S.8), ebenso
Philosophie [web02]. Damit hatte sie die Höhere Lehramtsprüfung bestanden [web09].
Maria Reiche spielte
auch gut Klavier und Flöte (S.13).
1929-1932: Hamburg
1929 wurde Maria Reiche in Hamburg angestellt [web02]. Mehr als
Aushilfsanstellungen bekam sie aber noch nicht [web09]. Mit der grossen
Wirtschaftskrise [web06] und dem aufkommenden Nationalsozialismus [web09] fand
sie, dass ein Auslandsaufenthalt wohl das Richtige sei und bewarb sich
für eine Stelle als Hauslehrerin in Peru in Cusco. Sie wurde unter 80
Bewerberinnen dafür ausgewählt und unternahm die Reiche von Hamburg
nach Lima [web09].

Hamburg, der Freihafen im Jahre 1920 (Webseite:
www.bildarchiv-hamburg.de) |

Weltkarte mit der eingezeichneten Strecke von Hamburg nach Lima (Hafen
Callao) |
Das Schiff passierte dabei gleich mehrere Regenbogen hintereinander
[web07,22]. Dieses Naturschauspiel machte auf Maria Reiche einen
grossen
Eindruck [web07].
ab 1932: Cusco
Frau Reiche reiste im Jahre 1932 für die deutsch-peruanische
Familie von Herrn Tabel nach Peru (deutscher Konsul und Leiter der
Bierbrauerei), um als Hauslehrerin seine
Kinder zu erziehen (S.7).

Maria Reiche in Cusco neben einem Tuna-Kaktus
Als Maria Reiche in Peru ankam und sich in Cusco einrichtete, konnte
sie kein Wort Spanisch. Aus einem bestimmten Bedürfnis heraus kaufte
sie sich dann ihr erstes Buch "Korichampi" (übers.: "Die Goldene Zeit")
des
jungen Lisandro Caller. Er war der Vater von Marias Freundin Clorinda
Caller Iberico (S.7).
In Cusco machte sie auch viele Spaziergänge, und einmal bekam sie einen
Stachel in den Mittelfinger der rechten Hand, der sich so unglücklich
entwickelte, dass man den Finger amputieren musste (S.12).
Maria Reiche blieb zwei Jahre in Cusco [web010]. Das Kulturerbe Perus mit
den Inkas beschäftigte sie gemäss Tagebuchaufzeichnungen sehr intensiv [web29].
1934? Reise nach Lima
Maria reiste von Cusco im Zug nach Arequipa, wo sie ein Ticket für ein
Schiff von Mollendo nach Lima kaufte. Im Schiff wurde durch den
deutschen Konsul bekanntgegeben, dass Maria Reiche in Callao nicht
aussteigen dürfe, sondern sie müsste nach Hamburg zurück nach
Deutschland reisen (S.8).

Karte der Reise von Maria Reiche von Cusco über Arequipa nach Mollendo
mit dem Zug,
dann von Mollendo zum Hafen Callao bei Lima mit dem Schiff
Reise nach Lima - Kindergarten
Maria wollte aber unter diesen Umständen nicht zurück nach Deutschland
(S.8), zu dieser Zeit Nazi-Deutschland [web06]. Auf dem Schiff lernte sie
eine junge
Frau kennen, die plante, in Peru einen Kindergarten einzurichten, wo
die Kinder Englisch lernen sollten. Die neue Gefährtin war die Tochter
eines Mitglieds am Gericht von Lima. Maria bot ihre Mitarbeit an,
erzählte aber gleichzeitig die speziellen Umstände ihrer Reise und
musste bedauern, dass sie nicht in Lima bleiben könne. Die Beziehung zu
der Familie der jungen Frau trug dann dazu bei, dass sich die Umstände
klärten (S.8) und Maria Reiche in
Peru
bleiben konnte [web06].
Der
Kindergarten wurde eines Tages geschlossen, und Maria begann als
Übersetzerin und Sprachlehrerin zu arbeiten (S.9). Sie arbeitete an der
Deutschen Schule in Miraflores (orig.: "Colegio Alemán de Miraflores")
(S.14). Eine der Schülerinnen war
Amy Meredith, und es entwickelte sich daraus eine starke Freundschaft,
"wie wenn zwei tolle Menschen zusammen über alle Berge gehen wollten
und alles herausfinden wollten, was es auf der Erde so gibt" (orig.:
"como una
unión de dos montañas empeñadas en sobrepasar todas las cumbres, viendo
y buscando siempre más allá"). Amy wurde zu Marias erster guten
Freundin (S.9).
Maria Reiche gab Deutsch- und Englischunterricht, auch
Gymnastikunterricht und Massagen [web10].
Das Spanisch von Maria Reiche hatte dabei anfangs einen sehr
"teutonischen"
Akzent, indem sie z.B. nur die Grundform der Verben benutzte etc. [web05]
und dies mag auf die peruanischen Gesprächspartner zuerst einen etwas
befremdlichen Eindruck gemacht haben. Danach war sie aber in Lima
Übersetzerin und hat sicherlich sehr gut Spanisch gesprochen [web06]. Aber
auch peruanische, hämische Zeitungsartikel von nach ihrem Tod
bezeichnen sie noch als
"Gringa" und unterstellen ihr das Spanisch der Anfangszeit, z.B. der
Artikel der Tageszeitung von Nasca "Cronista de Nasca" vom 12. Januar
2008: Una gringa en Nasca: María Reiche
(dt.: "Eine Gringa in Nasca: Maria Reiche") [web05]. Aber Rassismus und
Verhöhnung von Ausländern hat in Peru eine
grosse Tradition, und die Peruaner meinen dann noch, sie seien
"intelligent", wenn sie solch schlechte Witze machen. Intelligenter
werden die Peruaner mit ihrem traditionellen Rassismus und Verhöhnung
aber nicht... [web06]
![Maria Reiche ca. in den 1930er Jahren in Peru, Portrait. Die Kurzsichtigkeit wurde erst in Peru entdeckt, und seither war sie Brillenträgerin [7]. Maria Reiche ca. in den 1930er Jahren in Peru, Portrait. Die Kurzsichtigkeit wurde erst in Peru entdeckt, und seither war sie Brillenträgerin [7].](Munoz_Reiche-d/13-Maria-Reiche-1930s-apr-retrato.jpg)
Maria Reiche ca. in den 1930er Jahren in Peru, Portrait. Die
Kurzsichtigkeit wurde erst
in Peru entdeckt, und seither war sie Brillenträgerin [web07].
1937: Nationales Anthropologisches
Nationalmuseum - Julio C. Tello - Buchhaltung in einem Teesalon
Im Jahre 1937 wurde Maria Reiche Mitglied des Nationalen
Anthropologischen Nationalmuseums [in Lima], als
|

Julio C. Tello, für den Maria Reiche Übersetzungen machte |
|
Übersetzerin und als
Assistentin
von Doktor Julio C. Tello, der Museumsdirektor (S.9). In einem Teesalon
ihrer
Freundin Amy Meredith an der Olayagasse (orig.: "Pasaje Olaya") in Lima
(S.8) führte Maria Reiche
auch die Buchhaltung (S.9). Dieses Café war nicht irgendein Café,
sondern ein beliebter Treffpunkt für Professoren, Studenten,
Geschäftsleute und Ausländer [web10].
Übersetzungsarbeit - Clorinda
Caller Iberico - Dr. Tello - Waisenkind Esparta mit Gesangstalent
Im Jahre 1940 lernte Maria Reiche an der Nationalen Universität von San
Marcos [in Lima] auch Clorinda Caller Iberico kennen. Maria Reiche war
mit
Übersetzungen aus dem Deutschen und Englischen für den Lehrstuhl der
Anthropologie beschäftigt, die von Doktor Julio C. Tello und Clorinda
Caller Iberico diktiert wurden, und sie schrieb die Übersetzungen
schliesslich auch auf Schreibmaschine. Clorinda Caller Iberico war eine
der wenigen echten Freundinnen Marias in Peru (S.9). Bei Clorinda
Caller wohnte ein Waisenkind aus dem Urwald, Esparta, für die Clorinda
wie eine Mutter war. Maria Reiche brachte ihr das Lesen und Schreiben
bei, entdeckte ihre hervorragende, angeborene Begabungen für Gesang und
brachte sie später zum Gesangsstudium nach Deutschland (S.15).
Nebenher spielte Maria Reiche hervorragend klassische Musik auf dem
Klavier und auf der Flöte und entwickelte auch eine Tätigkeit als
Musikkritikerin (S.13), und im Archäologischen Museum von Lima ("Museo
de Arqueología") präparierte sie Leichentücher von Mumien [web10].
1938: Bau der Panamericana -
Teilung der Bodenzeichnung der Echse
Im Jahre 1938 wurde bei Nasca die grosse Landstrasse "Panamericana"
gebaut, und dabei wurde die Bodenzeichnung der Echse durchschnitten.
Vor dem Bau der Panamericana fuhr die Bevölkerung willkürlich über die
Figuren, und die Leute sahen dabei keine einzige Figur... [web07]

|
Karte
der Hauptfiguren von Nasca mit der durch die Panamericana geteilten
Echse
(Figur Nr. 7)
Die anderen Figuren sind fast alle falsch eingezeichnet, weil sie nicht
mit der Windrose mitgedreht sind, und der Baum (Nr.8) hat die Baumkrone
in der entgegengesetzten Richtung, siehe die Kartenbesprechung über Nasca. |
1939: Dr. Paul Kosok untersucht in
Peru alte Bewässerungssysteme - Kosok auf der Spur der Aquädukte von
Nasca - Kosok entdeckt auch die Linien um Nasca
Im Jahre 1939 kam der "amerikanische" Geschichtsprofessor Dr. Paul
Kosok von der Long Island University nach Nasca. Seine Spezialität
waren alte Bewässerungssysteme, die er in diesem Jahr schon in
Nord-Peru studiert hatte. Einige Wissenschaftler vor ihm hatten die
alten Aquädukte entdeckt, und dies wollte er nun nachprüfen. Dabei
stellte er fest, dass der Boden viel zu durchlässig war, als dass hier
Wasserkanäle möglich wären. Während seiner Arbeit aber stiess er auf
die Figuren von Nasca, z.B. einen Vogel, oder einen Stern. Und zufällig
fotografierte er am 21. Juni 1939 auch eine Sonnenwende, die mit
anderen Linien übereinstimmte. Da der Auftrag für Kosok in Peru bald zu
Ende gehen sollte, suchte er eine Forschungsassistentin, die seine
Arbeit mit den Nasca-Linien fortführen würde [web07].
1941: Professor Paul Kosok sucht
eine Übersetzerin und eine Assistentin für die Linien von Nasca -
Treffen im Café
Maria Reiche lernte so Professor Paul Kosok kennen. Paul Kosok, ein
einzigartiger Mensch und angezogen durch den
schönen Ort des Teestube von Amy Meredith (S.8), führte mit Amy ein
langes Gespräch und wünschte
sich, eine Frau kennenzulernen, die Englisch konnte und etwas von
Mathematik verstand (S.9), um seine Artikel über die Nasca-Linien vom
Englischen ins
Spanische zu übersetzen [web10]. Da betrat Maria Reiche das Lokal, die ja
aus
Freundschaft die Buchhaltung des Lokals führte. Amy Meredith rief sie
zu sich und präsentierte sie Herrn Kosok (S.9). Kosok bat Maria Reiche
auch, sich einmal die seltsamen, schnurgeraden, linienförmigen
Vertiefungen anzusehen. Kosok vermutete eine
astronomische Kalenderanlage [web10]. Und schon bald nach diesem
ersten Zusammentreffen flogen sie zusammen über die Ebene von Nasca, in
einem Flugzeug des Dienstes für Luftaufnahmen (orig.: "Servicio
Aerofotográfico") (S.9).

Maria Reiche mit Paul Kosok beim Vermessen der Linien von Nasca, 1940er
Jahre |

Paul Kosok an einer Linie, die auf den den Sonnenaufgang an einem Tag
der Sonnenwende zeigt, 1940er Jahre |
Maria Reiche stimmte dem Untersuchungsauftrag
zu und wurde so Kosoks Forschungsassistentin [web07]. Maria Reiche
übersetzte den Artikel von Dr. Kosok vom Englischen ins Spanische [web29].
Mit ihrer Assistenz bei Dr. Kosok verwandelte sich
Maria Reiche von einer Lehrerin und Übersetzerin in eine Archäologin [web17], eine
epochemachende Archäologin und Wüstenlinien-Karthographin [web06].

Satellitenfoto eines Teils der Ebene von Nasca mit der Panamericana. In
der heissen Wüste bei Nasca verbrachte Maria Reiche den Rest ihres
Lebens, um die Linien zu vermessen.
1941: Arbeit in der Ebene von
Nasca - Unterkunft
am Km 417
Das erste Mal arbeitete Maria Reiche in Nasca am 17. Dezember 1941 im
Hinblick, im Auftrag von Professor Paul Kosok den Ablauf der
Sommersonnenwende in der Ebene von Nasca zu protokollieren (S.10). Sie
übernachtete zuerst im Hotel von Nasca, im Hotel "Royal", heute am
dritten Block der Limastrasse (orig.: "Calle Lima"). (S.11)
Ein Lastwagen, eine Leiter und
Vermessungsinstrumente - zuerst werden die Linien vermessen
Maria Reiche machte die ersten Fotos mit einer geliehenen Leiter
der
Elektrizitätsgesellschaft und einem gemieteten Lastwagen [web29]. Maria
Reiche machte sich zuerst die langen Linien zur Hauptaufgabe und
vermass diese mittels Leiter, Massband, Sextant und Kompass, um die
Linien dann mit astronomischen Gegebenheiten in Zusammenhang zu
bringen. Nebenbei entdeckte sie dann die Figuren, die sie erst dann zu
vermessen begann, als ihre Sehkraft langsam nachliess [web11].

Maria Reiche vermass zuerst die Linien der Wüstenebene, mit
Fotoapparat, Massband, Sextant und Kompass |

Einige Linien führen auch direkt steil die Berge hinauf |
1942: Grosses Erdbeben in Nasca
[web05]; es ist anzunehmen, dass nach diesem grossen Erdbeben die
Bevölkerung alles andere im Kopf hatte, als sich Linien in der Wüste
anzusehen oder sich Gedanken um die Entstehung dieser Linien zu machen,
und deswegen war kaum eine Begeisterung in der Bevölkerung auszumachen [web06].

Maria Reiche im Jahre 1942 bei einer Vermessungsarbeit in Pachacamac
bei Lima
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Linie der Sonnenwende (21.
Dezember) mit
Stock und Hut von Maria Reiche. Stock und Hut zu setzen war eine der
Methoden ihrer Vermessungsarbeit
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12.2.1945: Kriegseintritt Perus
und kurze Unterbrechung der Arbeit in Nasca
Peru trat am 12. Februar 1945 auf Seiten der Alliierten in den Krieg
ein [web08], und somit war es allen Deutschen - auch Maria Reiche - nur
noch erlaubt, sich in Lima aufzuhalten, was einen Unterbruch der Arbeit
in Nasca von einigen Monaten zur Folge hatte [web07].
ab 1946: Vollzeit in Nasca -
Finanzen und Unterstützung
Ab 1946 war Maria Reiche nur noch mit Untersuchungen der Geoglyphen
beschäftigt, sozusagen in Vollzeitarbeit (S.12). Sie begann ihr
Lebenswerk, die Kartierung der himmlischen Figuren in der Ebene von
Nasca [web07]. Die erste Figur, die sie
entdeckte, war die Spinne im Juni 1946 (S.12). Sie fand die
Figur der Spinne und schickte die Fotos Dr. Kosok. Dieser liess die
Fotos in verschiedenen Zeitschriften copyrighted abdrucken, meldete
sich aber nie mehr. Nach einer erneuten ergebnislosen Nachricht an Dr.
Kosok mit dem Inhalt, dass die ganze Ebene voller Figuren sei,
etablierte sich Maria Reiche mit geliehenem Geld in Nasca und begann,
systematisch Linien und Figuren zu vermessen [web29].
Gemäss Maria Reiche
war die einzige Person der Alcalde und der zukünftige Abgeordnete, Don
Agustín Bocanegra y Prada, der einen Müllkipper und eine Scherenleiter
zur
Verfügung stellte (S.17). Mit dem Müllkipper fuhr Maria Reiche mit
ihren Instrumenten dann täglich vor Sonnenaufgang in die Pampa [web11], um
von der Ebene die ersten Fotos zu schiessen (S.17).
Als es klar wurde, dass es gescheiter war, näher bei den Linien zu
wohnen, konnte sie
sich an
der Panamericana einrichten, am "Centro Poblado La Pascana" im Weiler
San Pablo, Distrikt El Ingenio, am Kilometer 417 der Panamericana Süd
(orig.: "Panamericana Sur"). Dort bezog die deutsche Wissenschaftlerin
ein
Häuschen für ihre Arbeit und ihre Untersuchungen, 27 Kilometer von
Nasca entfernt (S.11).
Im selben Jahr 1946 entdeckte Maria Reiche weitere Markierungen, Linien
und Dreiecke, die mit den Sonnenwenden zusammenhingen, und insbesondere
auch Linien, die mit dem Mondstand zusammenhingen.

Maria Reiche im Jahre 1946 auf der Scherenleiter
1947-1948: Finanzielle
Unterstützung für Frau Reiches Arbeit mit den Linien von Nasca
Stipendien für ihre Untersuchungen in der Ebene von Nasca ("Pampa de
Nasca") erhielt sie 1947 und 1948 von der Nationalen Höheren
Universität San Marcos, insgesamt 2500 Soles. Clorinda Caller Iberico
beantragte das Stipendium bei Dr. Miguel Noriega del Aguila,
Hochschullehrer der Chemischen Fakultät der Universität, der seiner
Freundin Maria Reiche das Stipendium bewilligte (S.12).
Gleichzeitig hörten die Aktivitäten mit der klassischen Musik auf, aber
die Götter von Nasca hätten ihre Abwesenheit wohl beklagt, denn erst
durch Maria Reiche wurden die Figuren von Nasca der Welt bekannt (S.13).
Die Arbeit von Maria Reiche in der Ebene von Nasca wurde von vielen
weiteren Personen und Institutionen unterstützt:
-- Professor Paul Kosok
-- Amy Meredith
-- Clorinda Caller Iberico
-- Andrea Murguía Sender und Familie
-- Schoroth und Kanmacher
-- Agustín Bocanegra und Prada
-- Ing. Del Solar (Nasca - El Ingenio)
-- Höhere Universität von San Marcos, Institut für Höhere Studien
-- Nationaler Dienst für Luftaufnahmen (orig.: "Servicio
Aerofotográfico Nacional")
-- Förderverein für Wiederaufbau Ica (orig.: "La Corporación de
Reconstrucción y Fomento de Ica")
-- Lufthansa, an Kurt Zalud von Lima
-- Eva Pehlemann
-- Margarethe Schweizer aus Stuttgart
-- und alle die Herren Chauffeure, die sie jeweils auf dem Weg zur
Pampa mitgenommen haben. (S.14)
1947ca.? Erste Luftaufnahmen aus
einem Kleinflugzeug heraus
Die ersten Luftaufnahmen von Ingenio und Nasca machte Maria Reiche dann
mit Hilfe des Ingenieurs Del Solar, der sie über die Pampa flog. Er war
ein Pilot mit einem Kleinflugzeug, das normalerweise
landwirtschaftliche Flächen bespritzte (S.17).
Entdeckung der Flamingo-Figur mit
Zusammenhang mit der Sonnenwende
Als Maria Reiche die Figur des Flamingo (span.: Flamenco, Parihuana)
entdeckte, der 300 m lang ist, so schöpfte sie gleich Verdacht, dass da
ein Zusammenhang mit einer Sonnenwende sei. Am Morgen vom 20. bis zum
23. Juni [Jahresangabe fehlt] bemerkte sie, dass der Sonnenaufgang mit
dem
Schnabel und mit einer Bergspitze dahinter übereinstimmte. Sie meinte,
dies sei die Geburt der Sonne am Tag des Festes Inti Raymi (S.16).
Ab 1947 arbeitete Maria Reiche auch mit dem Messinstrument Theodolit [web29].
1948: Das erste Werk
Maria Reiche schrieb [1949] ihre erste Broschüre auf Spanisch: "Los
Dibujos Gigantescos en el
suelo de las Pampas de Nasca y Palpa. Descripción y ensayo de
interpretación" (deutsch etwa so: "Die grossen Bodenzeichnungen der
Pampa von Nasca und Palpa. Beschreibung und Versuch einer
Interpretation"), sodann auch auf Englisch (S.15).
Gleichzeitig schrieben die Peruaner auch viele Geschichten über Maria
Reiche (S.14).
1952: Entdeckung des Affen
[web28]; für die Figur des Affen hegte
sie eine bestimmte Vorliebe, weil er nur 9 Finger hatte so wie sie.
Sicherlich stand da etwas Mystisches oder ein Rätsel dahinter (S.12).

Maria Reiche, ihre Zeichnung des Affen mit den Sägezahn-Zickzacklinien |

Der Geoglyph des Affen,
Sicht von oben auf das von Frau Reiche geputzten Linienbild. Der Affe
hat neun Finger und ist von Zickzacklinien umgeben, in Sägezahnform wie
in flächenartiger, paralleler Form.
|
1954: Grosse Fotos der Linien um
Nasca von der Kufe eines Helikopters (Hubschraubers)
Mit 52 Jahren liess sich Maria Reiche ausserhalb der Kanzel auf den
Kufen
eines Helikopters festbinden, um bessere Luftaufnahmen von den
Riesenbildern machen zu können. Die Grossaufnahmen machten sie
weltbekannt. [web01,28]

Ein Kartenausschnitt der Ebene von Nasca von einer Karte, die auf einer
Karte von Maria Reiche
beruht
Der Kampf gegen eine geplante
Baumwollplantage in der Ebene von Nasca
In der ersten Zeit erhielt Maria Reiche Hilfe für das Fotografieren und
zur Verhinderung des Bewässerungsprojekts für die Wüste (S.17). [Es war
vorgesehen, die Pampa von Nasca in eine landwirtschaftliche Zone zu
verwandeln und all die Geoglyphen zu zerstören].
<1955 wollte ein reicher Grossgrundbesitzer auf der Pampa eine
Baumwollplantage anlegen. Ein grossartiges Bewässerungssystem
sollte gebaut werden. Als Maria Reiche die ersten Vermessungspfähle
auf der Pampa vorfand, begann ihr Kampf gegen die Bürokratie.
Sie lief von einer Behörde zur anderen, von einer Zeitung zur
nächsten, organisierte in Lima eine Ausstellung mit Fotos und
Zeichnungen von den Figuren und Linien.
Bezeichnend für den Umgang mit den Arbeitsergebnissen von
Frauen ist der am 8. September 1955 gedruckte Artikel in der "La
Cronica". Darin stand zu lesen: "Eine Frau allein soll
den 20 000 ha des grössten Kalenders der Welt ihre Geheimnisse
entreissen? - Unmöglich! Das ist das Werk einer ganzen
Gruppe von Wissenschaftlern und das bedeutet Entbehrungen ohne Zahl
in der Wüste."> [web30]
[Ergänzung: Die Aquädukte waren
bereits da
Es erscheint eigenartig, dass die herrschenden Männer von Nasca der
Maria Reiche nicht geholfen haben. Es ist anzunehmen, dass gewisse
landwirtschaftliche Interessen immer
wieder die Wüste um Nasca bewässern und landwirtschaftliche Produkte
verkaufen wollten [web06], insbesondere, weil die Ebene von Nasca bereits
Aquädukte und somit eine Wasserversorgung aufwies [web07], und weil das
Nachbartal von Ingenio bereits bewässert war. Die Linien bedeuteten der
kapitalistischen Mafia nichts, und dass im Ingenio-Tal bereits Linien
durch die Landwirtschaft zerstört waren, war der Mafia wahrscheinlich
gar nicht bekannt. Diese zerstörten Bodenzeichnungen von Ingenio
tauchen dann jeweils wieder auf, wenn man den Boden unbearbeitet
austrocknen lässt [web04: Däniken, S.55]. Man kann insgesamt annehmen, dass
im Tal von Ingenio
mindestens etwa 20 weitere Bodenzeichnungen zerstört wurden, bevor
Maria Reiche ab 1941 ihre Arbeit in Nasca aufnahm. Zumindest die
Bodenzeichnungen um Nasca konnten somit geschützt werden [web06].
Sitzung im Kongress für die
Nasca-Linien - der Alcalde von
Nasca stoppt
Bewässerungsprojekte für die Pampa
Der Alcalde Bocanegra von Nasca berief eine Sitzung des Kongresses der
Republik ein, damit Maria
800 Fotos mit Linien und Figuren der Pampa präsentieren konnte und so
die Abgeordneten von der Wichtigkeit der Linien für die Zukunft des
peruanischen und vor allem des regionalen Tourismus überzeugen konnte.
Ab diesem Zeitpunkt wurde jede Planung der Bewässerung sistiert. Die
Zeit gab der "Dame der Ebene" (orig.: "Dama de las Pampas") Recht
(S.17). Sie hatte den Kampf gegen die Bürokratie gewonnen [web13].
Die Dimension der Linien, Vierecke
und Figuren
Auf einer Fläche von 50 Kilometern Länge auf 5 bis 7 Kilometern Breite
zwischen Andenfuss und Meer sind verstreut:
-- Tausende gerader Linien
-- Hunderte von Dreiecken und Vierecken
-- Dutzende Figuren.
Die grösste Konzentration von Bodenzeichnungen ist immer am Eingang der
Täler zu finden. Isolierte Figuren sind auch mitten in der Wüste, oder
an Bergspitzen oder hinter Bergkämmen. Die Figuren sind zwischen 4 und
300 Meter lang. Die geometrischen Figuren sind zwischen ein paar Metern
und 1600 Meter lang. Die Vierecke neben der Spinne und dem Fischreiher
(Flamingo) sind 800 m lang. Das Viereck neben der Echse ist 400 m lang.
Die Linien sind bis zu 9 km lang [web07].
(Engl.:
<The number of drawings on the Pampa is immense. There are thousands
of
straight lines, hundreds of triangles and quadrangles, and dozens of
figures. All this spread over 50 kilometers from north to south, and 5
to 7 kilometers from the foot of the Andes toward the sea. The biggest
concentration of drawings is always found at the edges of the different
plains where the descent to the valleys begin [...] On the other hand
there are some very isolated drawings in the midst of
the desert. Others are on high mountain tops or behind mountain
ridges> [web07]
<There are figures only 4 meters long and others with a length of
200 to
300 meters. The same applies to geometric surfaces. There are some that
are only a few meters long; the longest quadrangle further north has a
length of 1,600 meters. The sizes come in several categories. The next
category begins with a line that is 800 meters long. That's the length
of the lines next to the spider and heron. There is another one half
that size, a little over 400 meters. It is the quadrangle next to the
lizard.> [web07]
<The length of the straight lines also varies. I know two that are 9
kilometers in length and absolutely straight.> [web07]
Maria Reiche über Vierecke und
Sonnenstände und Mondstände
"Das grosse Viereck neben der Spinnen-Figur steht z.B. mit dem Mond im
Zusammenhang, und das grosse Viereck neben dem Fischreiher (Flamingo)
mit seinem kurvigen Hals steht mit dem einen Ende in einheitlicher
Richtung, mit dem Anderen Ende im Zusammenhang mit der Sonnenwende. Das
Viereck neben dem Flamingo wäre somit geeignet, Finsternis-Ereignisse
(Eklipsen) vorauszusagen, was ein Machtmittel war, Bevölkerungen zu
unterwerfen, so wie es Kolumbus schon mit den Eingeborenen gemacht
hatte." [web07]
(orig. Engl.:
"For instance, the big quadrangle beside the figure of the spider is a
moon direction and the other one beside the figure of the Heron with
the winding neck, is one side in the single direction and the other
side in the solstice direction! Such a quadrangle could have served to
predict eclipses, which were a powerful means of subjecting the people.
Even Columbus used an eclipse to frighten the people as he knew the
correct time to do so.") [web07]
Maria Reiche putzte die Linien mit
einem Besen von
Kieseln und Lehmstaub
Von blossem Auge waren die Linien kaum zu erkennen, auch nicht von
oben, denn in den weissen Linien waren viele kleine Steine des
Zersplitterungsprozesses durch den Tag-Nacht-Temperaturunterschied und
windverfrachteter Lehm aus den Anden. Frau Reiche putzte die Linien
über die Jahre hinweg mit einem Besen nach dem andern. Die Bevölkerung
nannte sie dadurch gerüchteweise auch eine Hexe [web07]. Die Leute lachten
anfangs über die Frau, die die "Wüste fegt" [web13] bzw. über die "Frau
mit dem Besen" [web15].
"From the air the figures were not visible either due to the nature of
the soil at the time. You see the figures are of a whitish color on a
brown surface, this brown surface is a thin covering of dark stone
about 10 cm, which suffers the process of oxidation giving the entire
region its particular brownish effect. Underneath the soil is still
whitish, not brown, comprised of a mixture of rock that had been split
into small fragments due to extreme temperatures, and clay, which
ultimately was blown away by strong winds coming down from the Andes.
The huge basin was filled with this mixture creating this flat surface
we call the Pampa. This is why we only have these small pebbles on the
surface.
The figures, the drawings, are very superficial furrows never more then
30 cm in depth, and very shallow. For this reason the wind has obscured
them by filling them with small dark pebbles from the surrounding
surface like grain, making them difficult to detect from the air. To
make them more accessible for viewing I cleaned them with a broom, one
broom after another throughout the years. I went through so many brooms
rumors circulated that I might be a witch!" [web7]

Maria Reiche in den 1960er Jahren mit einem Volkswagen (VW Käfer) und
einem Besen, um die Linien zu putzen. Den alten Volkswagen hatte
Schwester Renate für Maria gekauft [web18].
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Maria Reiche (hier in den
1980er Jahren ca.) putzte die Figuren um Nasca mit einem Besen, damit
die
Welt die Figuren besser sieht
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Ein Teil der Figur des
Flamingo (auch Aronstab, Fischreiher oder
Phoenix-Vogel genannt): Frau Reiche putzte alle die Linien, damit sie
für die Weltöffentlichkeit gut sichtbar sind
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Frau Maria Reiche hat somit über Jahre hinweg als "Putzfrau"
gearbeitet, und sie ist somit die berühmteste Putzfrau der Welt, und
wir danken ihr für die jahrelange, absolut mühsame Arbeit mit dem Besen
in der Gluthitze der Wüste von Nasca. Es fragt sich gleichzeitig, wieso
Frau Maria Reiche kein Team aufbauen konnte, das ihr bei der Arbeit
half, sondern sie hat scheinbar alles alleine gemacht, weil die Machos
von Peru ihr nicht geholfen haben, und weil Nasca selber nach dem
Erdbeben von 1942 in Ruinen lag - die Leute waren mit ihrer eigenen
Existenz beschäftigt, aber nicht alle! [web06].
Maria Reiche über die Linien in
Sandstürmen und die Luftverschmutzung durch eine Eisenmine
<Es bläst hier ein starker Wind, sogar Sandstürme kommen vor, aber
der
Sand bleibt nie in den Zeichnungen. Im Gegenteil: Der Wind hat einen
säubernden Effekt und bläst alles lose Material heraus. Dadurch sind
die Zeichnungen über Jahrtausende erhalten geblieben. Die Ebene von
Nasca ist auch eine der trockensten Plätze der Welt, trockener als die
Sahara. Es regnet nur eine halbe Stunde alle zwei Jahre. Dabei ist die
Gegend durch Luftverschmutzung gefährdet, denn grosse Mengen Staub und
Sand werden durch eine Eisenmine südwestlich von Nasca in die Luft
geblasen, und die ganze Region wird kontaminiert, was Regenfälle
verursacht, nicht genug für Landwirtschaft, aber genug, um die Figuren
zu gefährden.> [web07]
(orig. Engl.:
<There are extremely strong winds here, even sandstorms, but the
sand
never deposits over the drawings. On the contrary, the wind has a
cleansing effect taking away all the loose material. This way the
drawings were preserved for thousands of years. It is also one of the
driest places on earth, drier then the Sahara. It rains only half an
hour every two years! Now all this has changed due to air pollution.
Huge masses of dust and sand blow in from a large iron mine southwest
of Nasca and fill the entire region with contamination, this produces
precipitation, not enough for agriculture, but enough to endanger the
figures.> [web07])
1957: Der erste Bericht im Ausland
über Maria Reiches Arbeit durch Alden Mason
Der erste studierte Ausländer, der die Arbeit von Maria Reiche
erwähnte, war [John] Alden Mason im Jahre 1957 mit seinem Buch "The
Ancient
Civilizations of Peru" (übers.: "Die alten Zivilisationen von Peru")
(S.12).

J. Alden Mason's book "The Ancient Civilizations of Peru" mentioning
Maria Reiche's work , some different covers
|
1960er Jahre? Tod von Freundin Amy
Meredith
Amy
Meredith litt an Krebs, und nach einer Operation hatte die Wissenschaft
keine andere Erklärung bereit, als dass der Krebs unheilbar sei.
Meredith klammerte sich an das Leben, wie sie konnte, reiste nach
Nord-Peru, um eine Hoffnung zu finden. Zwei Wochen später kehrte sie
zurück und hatte die Hoffnung aufgegeben. Drei Monate später wurde sie
begraben, wobei Maria Reiche ihren letzten Wunsch erfüllte und am
Begräbnis die Botschaft Amy Merediths verlas: "Liebe Freunde, es wurde
eine Reise ohne Rückkehr unternommen; nicht eine Sekunde meines Lebens
habe ich meine Ideen bereut oder habe Angst vor dem Tod gehabt; ich
werde weiter wachsen, so dass das Ende des Menschen der Mensch selber
sein wird" (orig.: "Queridos amigos, emprendió el viaje sin retorno; ni
en un segundo de mi vida me arrepentí de mis ideas, ni tuve miedo a la
muerte; sigo creyendo que el fin del hombre está en el mismo hombre.")
(S.13).
Der Tod der Freundin Amy Meredith hinterliess in Maria Reiche
eine grosse Lücke im Leben (S.9). Für einige Zeit stand die Arbeit in
der Wüste von Nasca still (p.13).
1960er Jahre: Maria Reiches
Lebensweise bleibt spartanisch
<Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts hatte Maria Reiche ein
Gebiet von rund 150 Quadratkilometern zu Fuss vermessen. Dabei lebte
sie
spartanisch in einer kleinen Hütte am Rande der Pampa Colorada.> [web01]

Maria Reiche, Portrait, 1960er Jahre ca. |

Maria Reiche ungefähr in den 1960er Jahren, vermisst hier eine Linie.
Das Foto wurde weltbekannt und veränderte das Bewusstsein der Welt [web15] |
1960-1964: Zusammenarbeit mit New
Yorks Yonah und Kartei der Linien
<1960 traf Maria Reiche den 21-jährigen Juden
Yonah lb‘n A’haron. Er lebte in den USA und hatte Thora-Theologie
studiert und in New York ein Komitee zum Schutz der Nasca-Linien
gegründet. Zwischen 1962 und 1964 half er auf der Pampa. Er brachte
zahllose gute Ideen in Reiches Arbeit ein, unter anderem entwickelte er
ein Karteisystem, in das die Linien mit ihren Messpunkten und
Eigenarten eingetragen wurden.> [web01]
1964-1965: Maria Reiche als
Sprachlehrerin auf dem Land
Maria Reiche übernahm nun auch noch eine Arbeit als Grundschullehrerin
gegen Analphabetismus am Berg San Cosme von Lima (orig.: "Cerro de San
Cosme de Lima") (S.14). Im Jahre 1965 unterrichtete sie in Ayacucho in
Moya und Quinua, wo die Arbeit dann von einem von ihr ausgebildeten
Schreib- und Lesekundigen übernommen wurde (S.14-15). Maria Reiche
konnte sich so etwas Geld verdienen, um danach weiter in Nasca zu
arbeiten [web30].
1965-1968: Gründung des
Fördervereins für für Wiederaufbau
(orig.: "La Corporación de
Reconstrucción y Fomento de Ica"); in dieser Organisation wurden sich
die Menschen des hohen Werts der Arbeit von Maria Reiche bewusst. Die
Leute realisierten auch, dass diese Gegend bald eine Tourismuszone
werden würde, mit positiven Folgen für die Wirtschaft. Sie beschlossen,
Maria Reiche dazu zu ermuntern, ein Buch über Nasca und seine Figuren
zu schreiben, und die Gesellschaft würde das Buch auf Deutsch
herausbringen. Sie bezahlten die Reise und Ausgaben für die Ausgabe des
Buches (S.24).
1967: Vortrag von Maria Reiche an
der Universität London für die Linien um Nasca
Mit diesem Vortrag konnte Maria Reiche erreichen, dass die Zerstörung
der Wüstenzeichnungen verhindert wurde (S.15).
ab 1967: Briefwechsel mit Clorinda
Im Jahre 1967 begann Maria Reiche einen Briefwechsel mit Clorinda
Caller Iberico in Lima (S.15).
1968: Buch von Maria Reiche
"Geheimnis der Wüste"
Das Buch von Maria Reiche kommt auch in Englisch und Spanisch heraus
und wird ein grosser Erfolg [web13], engl.: "Mystery on the desert" [web14] ;
span.: "Secreto de la pampa" (S.14).

Maria Reiches Buch "Das Geheimnis der Wüste" von 1968 (hier der
Buchdeckel)
kam gleich in drei Weltsprachen heraus
Es folgten Teilnahmen an Kongressen und Vortragsreisen. Ab nun wurden
auch Touristen für die Ebene eine Gefahr, die mit ihren Fahrzeugen
durch die Pampa fuhren [web30].
1970: Maria Reiche am
Amerikanistenkongress
Maria Reiche brachte vergeblich ihr Anliegen vor, dass die Linien um
Nasca unter internationalen Schutz gestellt würden. Ihr Anliegen blieb
ungehört und neugierige Leute fuhren und trampelten weiterhin auf den
Linien rum [web13].
1972: Gedanken zur Arbeit in der
Pampa: Erst nach dem Tod wird die Akzeptanz kommen
Maria Reiche sagte 1972 über ihre Arbeit:
"Am Ende bin ich auf dem sicheren Weg, obwohl der Prozess nur langsam
vor sich geht, und ich scheue nicht die Müh. Ich erwarte auch nicht,
dass man mich versteht oder dass man meine Resultate akzeptiert (S.15).
Mir reicht es, die Wahrheit zu kennen, und dann sterbe ich, und dann
werden die Leute es vielleicht akzeptieren." (S.15-16)
(span.: "Al fin estoy en camino seguro, aunque el proceso es lento y
trabajoso, no espero que me entiendan o acepten mis resultados, a mí me
(p.15) basta saber la verdad y después de morir ya lo aceptarán
probablemente." (p.16))
Über die Peruaner, die über sie Geschichten schrieben, sagte
sie:
"Nie werde ich meine Zeit damit verlieren, die vielen Geschichten zu
lesen, die man über meine Person geschrieben hat. Das ist nicht
wichtig. Wichtig sind die Figuren von Nasca, die bis heute durch die
vielen Leute zerstört werden, die über sie drüberlaufen." (S.14)
(span.: "Jamás voy perder mi tiempo leyendo las muchas historias que
han
escrito sobre mi. Eso no importa. Lo que importa son las figuras de
Nasca que son destruidos hasta hoy por la mucha gente que marchan sobre
las figuras." (p.14))
ab 1973: Eva Pehlemann verbreitet
das
Wissen um Nasca in Europa
Die deutsche Freundin Eva Pehlemann unterstützte ab 1973 die
Verbreitung der Arbeit und der Recherchen von Maria Reiche in der Ebene
von Nasca (S.17).
1974: Ausstellung in München
Maria Reiche kann in München ihre erste grosse Ausstellung über die
Nasca-Linien "Peruanische Erdzeichen" eröffnen [web28].
28.11.1975: Erster Heissluftballon
über der Ebene von Nasca
Die beiden Forscher Julian Nott und Jim Woodman aus Florida schaffen es
am 28.November 1975, als erste mit einem Heissluftballon "Cóndor I" die
Ebene von Nasca zu überblicken (S.22).

Der Heissluftballon "Condor I" am 28.11.1975
Gemäss Erich von Däniken missglückte das Ballonexperiment. Herr Däniken
gibt an, dass die Gondel
kippte und die beiden Ballonfahrer herausfielen, und der Ballon flog
alleine einige Kilometer weiter [web4: Däniken, S.127]. Der Ballon legte
gemäss anderen Quellen 3 km zurück und erreichte 350 m Höhe [web16].
Das Ballonexperiment war der Start zur touristischen
Vermarktung der Linien von Nasca in den Ebenen von Jumana und San José
(S.22). Als dann der Tourismus aber tatsächlich einzusetzen begann,
wurde Maria Reiche zu einer Heiligen für die Region [web13].
1976: Aussichtsturm
Mit dem Aussichtsturm am Km 420 der südlichen Panamericana, 3 km vom
Häuschen von Maria Reiche im Weiler San Pablo entfernt (Km 417) [web21]
sollte verhindert werden, dass neugierige Leute
weiterhin auf den Linien herumtrampeln oder sie kaputtfahren [web13].
Finanziert wurde der Aussichtsturm durch die Familie Murguía, speziell
von Andrea Murguía Sender, und einigen anderen Freunden, die zuvor die
halbstaatliche Organisation "Pescaperu" geleitet hatten. Der
Aussichtsturm aus Metall war ein Geschenk an
Maria Reiche (S.13).
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 Der
Aussichtsturm in der Ebene von Nasca wurde von einem Team um Maria
Reiche finanziert und 1976 gebaut. Die Tafel des Aussichtsturms besagt,
es sollten sich nicht mehr als 10 Personen auf dem Turm aufhalten.
Der Aussichtsturm hat sogar
eine Ortstafel bekommen [web24], denn scheinbar ist der Turm so
unscheinbar, dass viele daran vorbeigefahren sind [web6].
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Aussicht vom Aussichtsturm
auf die Ebene von Nasca mit den Linien von Nasca |
![Der Aussichtsturm steht gleich neben den Figuren Echse, Baum und Hände (die auch nur 9 Finger haben wie der Affe). Am Foto ist ersichtlich, wie die Figur der Echse durch die Panamericana am Schwanzansatz zerschnitten wurde. Autospuren von "wilden Besuchern" haben im Hintergrund auch bereits beträchtlichen Schaden angerichtet [25]. Der Aussichtsturm steht gleich neben den Figuren Echse, Baum und Hände (die auch nur 9 Finger haben wie der Affe). Am Foto ist ersichtlich, wie die Figur der Echse durch die Panamericana am Schwanzansatz zerschnitten wurde. Autospuren von "wilden Besuchern" haben im Hintergrund auch bereits beträchtlichen Schaden angerichtet [25].](Munoz_Reiche-d/36-mirador-metalico-c-pintados-Lagarto-arbol-manos.jpg)
Der Aussichtsturm steht gleich neben den Figuren Echse, Baum und Hände
(die auch nur 9 Finger haben wie der Affe).
Am Foto ist ersichtlich, wie die Figur der Echse durch die Panamericana
am Schwanzansatz zerschnitten wurde. Autospuren von "wilden Besuchern"
haben im Hintergrund auch bereits beträchtlichen Schaden angerichtet [web25].
Maria Reiche sagte bei der Vollendung des Aussichtsturms:
"Endlich ist dieser Aussichtsturm fertig. Jetzt braucht es nur noch die
Bewachung. Ich werde das schon fertigbringen, aber die Leute werden nun
wenigstens kostenlos die Figuren besichtigen können. Der Aussichtsturm
ist von mir, niemand muss dafür bezahlen. Der Aussichtsturm ist für die
Menschen des Dorfes, die mir in anonymer Weise bei meiner Arbeit
geholfen haben. Dies ist meine Art, den Peruanern die Ehre zu erweisen.
So lange ich lebe, wird niemand für die Besichtigung der Figuren dafür
bezahlen müssen."
(orig.: "Por fin está listo el Mirador, sólo necesita seguridad, ya
veré como terminarlo, pero la gente subirá y mirará gratis las figuras;
el Mirador es mío, nadie tiene que cobrar, es para la gente del pueblo
que en forma anónima me ha ayudado en mi trabajo. Es mi manera de
agradecer a los peruanos. Mientras yo viva nadie pagará por mirar las
figuras.") (p.13)
Maria Reiche stellte ab 1976 auch einen Wächter an, um die Linien in
der Ebene von Nasca zu bewachen [web13].

Maria Reiche im Auto in einer Wüstenebene, ca. 1970er Jahre
Gleich 2 km weiter bei Km 422 der südlichen Panamericana [web21] ist der
natürliche Aussichtshügel, den manche Touristen auch mit
Sonnenuntergängen
geniessen [web27].

Aussichtshügel bei Km 422 der südlichen Panamericana |

Aussichtshügel bei Km 422 der südlichen Panamericana mit
Sonnenuntergang über der Ebene von Nasca |
1977: Orden der Regierung der
Republik "COMENDADOR" (dt. Komtur,
Prior) für Maria Reiche
(S.21)
April 1977: Touristeninformation
durch Maria Reiche im Touristenhotel
Maria Reiche:
"Dank der Zuvorkommenheit des Direktors aller Hotels von Peru habe ich
mich im Touristenhotel in einem Zimmer Erster Klasse einquartiert, um
dann den Touristen, die über die Figuren geflogen waren, die Figuren zu
erklären. Das war im April 1977." (S.16)
Der Geschäftsführer des ehemaligen Touristenhotels war Ginger
Dianderas. Man erzählt sich auch, dass, als das Hotel an eine andere
Geschäftsführung ging, Maria viel gelitten hat, und das war eines der
wenigen Male, als Maria Reiche geweint hat (S.16).
[Scheinbar hat der neue Geschäftsführer die Linien nie gesehen, und der
Machismus und die Arroganz der Peruaner gegen Ausländer kennt ja keine
Grenzen, und das ist auch heute im Jahr 2009 noch so. Das geht durch
alle Schichten, Geschäftsführer, "Hausfrauen", Handwerker, Taxifahrer
usw.].
1978: Das Gebiet um Nasca wird
Schutzzone
Maria Reiche konnte im Jahre 1978 erwirken, dass das Gebiet um Nasca
mit seinen Linien zur Schutzzone erklärt wurde [web02].
November 1978: Besuch der Königin
Sophia von Spanien
Im November 1978 gelang es Maria Reiche, der Königin Sophia von Spanien
die Figuren von Nasca zu zeigen [web20].

Maria Reiche im November 1978 mit der Königin Sofia von Spanien (aus:
www.planetabenitez.com/80mundo/nasca.htm) |
Maria Reiche im November
1978 mit der Königin Sofia von Spanien im fliegenden Kleinflugzeug,
Figuren zeigend
|
1979: Biographie von Clorinda
Caller Iberico über Maria Reiche
Clorinda Caller Iberico brachte im Jahre 1979 eine der schönsten
Biographien über Marie Reiche heraus, unter dem Titel "Maria Reiche y
los Dioses de Nasca" ["Maria Reiche und die Götter von Nasca"] (S.9).
1980er Jare

Maria Reiche in der Wüstenebene in Winterkleidern, ca. 1980er Jahre |

Maria Reiche, Portrait ca. 1980er Jahre |
1981: Orden des Kongresses der
Republik "GRAN OFICIAL" für Maria Reiche
(S.21)
1981: Erste öffentliche
Geburtstagsfeier für Maria Reiche
Im Jahre 1981 wurde für Maria Reiche zum 78. Geburtstag erstmals in
Nasca ein öffentlicher Geburtstag gefeiert. Initiator war der Alcalde
Aroldo Corzu Catalán (S.17).
Ab 1981 wird der Name "Maria Reiche" auch für öffentliche, peruanische
Institutionen vergeben. Die erste solche Institution war das
Schulungszentrum ("Centro Educativo") Nr. 22401, ein Teil des NEC Nr. 3
von Nasca, mit dem Namen "Maria Reiche Neumann". Die Benennung erfolgte
aufgrund des regionalen Direktionsbeschlusses Nr. 01069, beschlossen
durch die regionale Erziehungsdirektion ("Dirección Regional de
Educación"), vom 11. September 1981 (S.20).
1983: Maria Reiche erhält das
Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse der Bundesrepublik Deutschland
[web01, 2]
1983: Maria Reiche erhält die
Ehrendoktorwürde der Universität Ica
[web02]
15.5.1983: In Nasca wird eine
Maria-Reiche-Allee eingeweiht
[web17]
|
In Nasca wurde am 15. Mai
1983 durch den Löwenclub (Club de Leones) eine Maria-Reiche-Allee
eingeweiht [web17]
|
Und an der
Maria-Reiche-Allee wurde auch bald eine Statue aufgestellt.
Im Hintergrund ein Kirchturm der Kirche von Nasca an der Plaza Mayor
(Plaza de Armas) [web17]
|
16.9.1983: Pension für Maria Reiche
Ab 1983 erhält Maria Reiche von der Regierung Fernando Belaunde Terry
durch den Gesetzesbeschluss Nr. 23674 vom 16. September 1983 eine
Pension zugesprochen ("pensión de gracia"). Es handelt sich dabei um 4
Minimalgehalte (S.20).
1984: Ankunft und Hilfe von
Schwester Renate Reiche
Die Schwester Renate Reiche kam 1984 nach Nasca und half Maria Reiche
bei ihrer Arbeit, der Welt die
Botschaft der Geoglyphen von Nasca zu vermitteln. Renate wird bis heute
kaum erwähnt. Renates finanzielle Mittel waren eine Hilfe, die
Geoglyphen zu bewahren (S.11).

Renate Reiche-Grosse, Portrait mit Gitarre |
![Maria Reiche 1984, konnte nur noch mit zwei Stöcken laufen [17]. Parkinson kündigte sich an [15], nachweislich durch Amalgam ausgelöst [31]. Maria Reiche 1984, konnte nur noch mit zwei Stöcken laufen [17]. Parkinson kündigte sich an [15], nachweislich durch Amalgam ausgelöst [31].](Munoz_Reiche-d/48-Maria-Reiche-1984-c-bastones.jpg)
Maria Reiche 1984, konnte nur noch mit zwei Stöcken laufen [web17].
Parkinson kündigte sich an [web15], nachweislich durch Amalgam ausgelöst [web31]. |
1986:
Auszeichnung "AMAUTA" für Maria Reiche, verliehen durch das
Erziehungsministerium
(S.21) bzw. Auszeichnung mit dem Orden "Las Palmas Magisteriales" im
Grade von "Amauta" [web02].
Orden der Weisen der Inka für
Maria Reiche, verliehen von Präsident Alán García Pérez [web02]
Ehrendoktorwürde der Universität
San Marcos (Peru) für Maria Reiche [web02]

Maria Reiche 1986, 83-jährig, Portrait mit Wüstenebene im Hintergrund
ab 1986ca.? Renate Reiche mit
Vorträgen über die Nasca-Linien
Die Schwester Renate Reiche übernahm nun die Vorträge über die
Nasca-Linien, die bisher von Maria Reiche gehalten worden waren [web04:
Däniken, S.52].
1986? Das Gedicht vom
frechen Vogel Huerequeque
Frau Reiche schrieb über den frechen Vogel Huerequeque ein Gedicht,
indem sie an die Zukunft nach ihrem Tod dachte: Die Leute, speziell
ihre Schwester Renate aus Deutschland, sollten an diesem Ort bleiben
und jeder ein Huerequeque sein und sich um ihre Schwester und um den
Nachlass kümmern (S.18). Maria Reiche schrieb das Gedicht, und die
Brüder Willy und Tito Rojas schrieben eine Huayno-Musik (typische
andinische Tanzmusik) dazu (S.19).
Deutsch übersetzt von
Michael Palomino:
Der Perutriel (Burhinus
superciliaris), der Triel von Peru |
(orig. Spanisch:
El Huerequeque (Burhinus
superciliaris) |

|
Bei Sonnenaufgang der Perutriel
erwacht
und mit seinem Gesang den ganzen Osten leuchtend macht
und verkündet der Sonne Herrlichkeit
die da strahlen wird weit und breit
und die die Berge mit Gold bedeckt
sowie die Ebenen, so weit es sich erstreckt
schaut der Lichtstrahl der Sonne hervor
bis über die Wellen im weiten Meer.
Und wenn es Abend wird, so kommt die dunkle und tiefe Nacht
und funkelnd das Licht der verschiedenfarbenen Lichter wacht.
Da fängt der Perutriel in der Ebene wieder zu singen an
und begrüsst die Lichter am Himmel, die Sterne,
die zwischen den Goldwolken leuchten, von Ferne,
auf einem dunkelblauen Hintergrund,
bis ans Ende der Wüste, am Wüstenmund.
Perutriel, Perutriel,
er wird meine Ebenen weiter bewachen.
Perutriel, Perutriel,
er wird weiter für Renata singen.
Perutriel, Perutriel,
er wird weiter für Pilhips erklingen.
Perutriel, Perutriel,
er wird weiter meine Tage belachen. (S.19)
|
Amaneciendo, despierta el huerequeque
Y con su canto, ilumina todo el este
Anunciando el esplendor
Del astro rey que alumbra
Y que cubre de oro los cerros
Y también a las planicies
Se ve una vía luminosa
Sobre las olas del mar.
Y cuando cae, la noche obscura y profunda
Entre destellos, de luces multicolores
Vuelve a cantar en la pampa el huerequeque
Saludando a la estrella
Que brillan entre nubes de oro
Sobre un fondo azulado
Donde termina el desierto.
Huerequeque, huerequeque
Sigue cuidando mis pampas
Huerequeque, huerequeque
Sigue cantando a Renata
Huerequeque, huerequeque
Sigue cantándole a Pilhips
Huerequeque, huerequeque
Sigue alegrando mis días. (p.19)
|
|
|
6.7.1987: Gründung der
Gesellschaft "Maria Reiche-Grosse Newmann"
Am 6. Juli 1987 um 11 Uhr Vormittags wurde die Gesellschaft "Maria
Reiche-Grosse Newmann" gegründet, im Lokal des einstigen
Touristenhotels. Zweck sollte sein, die Geoglyphen von und um Nasca zu
schützen, ohne Gewinnsabsichten. So wollte es Maria Reiche. Die Gründer
waren
-- Frau Dr. Maria Reiche-Grosse Newmann
-- Frau Dr. Gabriele Von Gaisberg
-- die Dame ("La Dama"), Elena Graffon
-- weitere Personen (S.25).
Bei der ersten Ratssitzung waren folgende Personen dabei:
Präsident: Victoria Maria Reiche-Grosse Newmann
Vizepräsident: Ing. James Martin Birkegk
Sekretariat: Frau Dr. Phylls Burton
Vizesekretär: Frau Gabriele von Gaisberg
Schatzmeister: Frau Renate Reiche-Grosse Newmann
Vizeschatzmeister: Dr. Linton Pitluga
Sprecher: Ing. Moisés Velarde Santa María (S.25).
Maria Reiche 40 Jahre nach 1946
über ihre Arbeit: Das Schiff, das durch die Regenbogen fuhr - sie sei
introvertiert erzogen

Gemaltes Portrait von Maria Reiche, ca. 1980er Jahre
"Es war eine Art Schicksal. Als ich das erste Mal mit dem Schiff nach
Peru kam, da fuhr das Schiff durch vier hintereinanderliegende
Regenbogen. Das war wunderbar anzusehen. Es muss etwas wie eine
Vorsehung oder ähnliches gewesen sein. Stellen Sie sich vor, ein
Schiff, das auf offener See durch Regenbögen fährt, die die Wellen
berühren." [web07]
"Alles im Leben hat mich für diese Arbeit vorbereitet. Die Isolation,
in der ich mich befand, als der Bruder geboren wurde und meine Eltern
mich ins Abseits stellten, meine Kurzsichtigkeit, die nicht entdeckt
worden war, all das machte aus mir einen introvertierten Menschen. All
dies gab mir eine gewisse Distanz, weil ich nie der populäre Typ war.
Jetzt haben mich die Touristen populär gemacht. Ich war aber nie
populär! Manchmal wollte ich es sein, aber ich konnte es nie sein. Was
mich zu dieser Arbeit verpflichtet hat, war die Neugier: Ich wollte es
wissen!" [web07]
(Engl.:
"It was a kind of destiny. When I first came to Peru
by sea the ship went passing through the center of four consecutive
rainbows, four arcs, one inside the other! It was a marvelous
spectacle. It must have been some kind of prediction or something.
Imagine a boat, a boat driving through the open sea, passing through
arching rainbows that touched the waves.
Everything
had prepared me for this life. The isolation into which I found myself,
my parents putting me aside after my brother was born, my
shortsightedness not being detected, all made me an introvert. It made
me aloof because I was never the popular type. Now the tourists have
made me popular. I was never popular! I sometimes wanted to be, but I
could never be. What compelled me on this quest was my curiosity - I
wanted to know!") [web07]

Maria Reiche in den späten 1980er Jahren ca., Portrait mit farbigem Tuch
1990: Orden "GRAN CONTRALOR" für
Maria Reiche, verliehen durch den Obersten
Rechnungshof der Republik
(S.21)
1990er Jahre: Maria Reiche im
Rollstuhl - und die Arbeit geht weiter
<Selbst der Rollstuhl hinderte sie nicht, ihre Studien bis ins hohe
Alter fortzuführen.> [web01]

Maria Reiche, Portrait, 1990er Jahre ca.
ab 1990: Ronquillo einmal
wöchentlich
Ab 1990 wurde Maria Reiche einmal wöchentlich nach Ronquillo geflogen,
um sich in den Thermalbädern von Ronquillo zu erholen. Die Schwester
Dr. Renate Reiche schloss dafür mit dem Betreuer Edmundo Olivera Lucas
einen Vertrag (S.18).
ab 1990 ca.: Leben im Nasca Lines
Hotel in Nasca selbst
Die letzten Jahre lebte Maria Reiche in Nasca im Nasca Lines Hotel mit
Swimming Pool und nicht mehr in der Wüste [web26].

Das Nasca-Lines-Hotel in Nasca
2.7.1992: Maria Reiche wird
peruanische Staatsbürgerin
Im Alter von bald 90 Jahren erhielt Maria Reiche, die "Dame der
Ebene" ("Dama de las Pampas"), den
peruanischen Pass, in Anerkennung ihrer harten Forschungsarbeit (S.18).
![Maria Reiche, ca. 1992. Sie war zuletzt mit der Amalgamkrankheit Parkinson im Rollstuhl. Links der Pfleger Francisco Cantoral, rechts Ana María Cogorno, die Bücher von Maria Reiche in den Händen halten [15] Maria Reiche, ca. 1992. Sie war zuletzt mit der Amalgamkrankheit Parkinson im Rollstuhl. Links der Pfleger Francisco Cantoral, rechts Ana María Cogorno, die Bücher von Maria Reiche in den Händen halten [15]](Munoz_Reiche-d/54-Maria-Reiche-1992apr-en-silla-de-ruedas.jpg)
Maria Reiche, ca. 1992. Sie war zuletzt mit der Amalgamkrankheit
Parkinson im Rollstuhl. Links der Pfleger Francisco Cantoral,
rechts
Ana María Cogorno, die Bücher von Maria Reiche in den Händen halten [web15]
1993: Orden "SOL" (dt.: "SONNE")
im Grad des GROSSEN KREUZES für Maria Reiche
(S.21)
1994: Ankunft von Freundin Eva
Pehlemann
(S.17)
17.12.1994: Die Linien von Nasca
werden zum
UNESCO-Kulturerbe erklärt
Die Linien in der Ebene von Jumana und in der Ebene von San José wurden
von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt (S.24). Maria Reiche bekam
von der UNESCO die Urkunde zur Aufnahme der Geoglyphen und Linien in
der Pampa von Nasca als "Monument des Welterbes der Menschheit" [web02] mit
der Signatur (K/1994) [web03].

Die Tafel zum Schutz der Ebenen von Nasca auf Beschluss der UNESCO vom
17.12.1994,
die die Linien von Nasca zum Weltkulturerbe ernannte
2.2.1995: Adoption
Maria Reiche adoptierte am 2. Februar 1995 Ana María Cogorno Mendoza
als Adoptivtochter (S.25).

Maria Reiche (Bildmitte) kurz vor dem Tod (ca. 1995, ca. 92-jährig) mit
Schwester Renate (links) und Ana María, Adoptivtochter
Aussagen über ihr Leben mit der
Ebene von Nasca
Maria Reiche sagte von sich selber über ihre Arbeit in Nasca:
"Die Götter von Nasca selbst haben mich von Anbeginn in ihr Sandschloss
gelockt und mich darin eingesperrt, um mit ihren riesigen Figuren zu
spielen, bis ich eines Tages dann den Grund meiner Existenz gefunden
habe." (orig.: "Ya los Dioses de Nasca me robaron al nacer y me
encerraron en
su castillo de arena para que jugara con sus inmensas figuras, hasta
encontrar un día la razón de mi existencia"). (p.9)
"Ich habe mir vorgenommen, dass mein Leben bis zur letzten Minute sich
in Nasca abspielen wird. Es wird nur wenig Zeit bleiben für die
Herrlichkeiten, die diese Ebene beinhaltet. Hier werde ich sterben."
(span.: "Tengo definida mi vida hasta el último minuto de mi
existencia; será para Nasca. El tiempo será poco para estudiar la
maravilla que encierran las Pampas: allí moriré.") (p.16)
Wo ist die Liebe?
Maria Reiche gab zu, dass sich sich mit 40 Jahren in leidenschaftlich
in einen ihrer Schüler verliebt habe, aber sagte nie seinen Namen. Sie
sagte aber, er sei rothaarig und habe Sommersprossen. Gemäss der
Freundin Clorinda Caller handelte es sich dabei um einen jungen Juden,
der durch eine Poliomielitis behindert war. Der besagte junge Mann
beherrschte mehrere Sprachen und war ausserdem Übersetzer bei der UNO
(S.16).
Aussagen von Schwester Renate über
Nasca
Schwester Renate sagte über Nasca: "Alles, was ich getan habe, ist für
diese Ebene gewesen, für Maria und für Peru" (orig.: "Todo ha sido por
la
pampa, para María y para el Perú") (S.11).
1996: Starkes Erdbeben in Nasca -
die gesamte Stadt liegt in Trümmern
Da das Erdbeben am Tag stattfand, gab es nur wenige Todesopfer zu
beklagen [web19].

Erdbebenschaden in Nasca 1996 (01): Das gesamte Haus ist ein
Lehmziegelhaufen |

Erdbebenschaden in Nasca
1996 (02): In dieser Strasse sind
hauptsächlich die Hausfassaden eingebrochen. Die Seitenmauern, die
keine Türen und keine Fenster haben, stehen noch.
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Wiederaufbau von Nasca:
Erdbebensicheres Bauen mit Betonsäulen - Miteinbezug der Frauen
Nasca wurde nach dem Erdbeben von 1996 in 10 Jahren komplett neu
aufgebaut, mit entscheidenden Massnahmen:
-- alle Häuser mussten aus gebrannten, modernen Ziegeln sein,
erdbebensicher mit Betonsäulen [web19]
-- die Frauen wurden ebenso im Hausbau geschult, um beim Wiederaufbau
mitarbeiten zu können [web32].
1996ca.: Tod der Schwester Renate
Reiche an einem Leberleiden
Die jüngere Schwester Renate stirbt somit zuerst [web04: Däniken, p. 52].
31.7.1997: Nichtigerklärung der
Adoption
Der Grosse Rat (orig.: "Corte Superior") erklärte die Adoption von Ana
María Cogorno Mendoza am 31. Juli 1997 für nichtig (S.25). Eine
erwachsene Person zu adoptieren ist unmöglich [web06].
8.6.1998: Tod von Maria Reiche -
die Forscherin Pitluga kapituliert vor der Maria-Reiche-Gesellschaft
von Ana Maria Cogorno Mendoza
Maria Reiche, die "Dame der Ebene" (orig.: "La dama de las Pampas")
starb im Alter von 95 Jahren um 10:41 morgens (S.20). Sie starb an
Eierstockkrebs [web33]. Maria Reiche
starb glücklich, denn sie wusste, dass die Forscherin
Pilhips Pitluga (Nord-"Amerikanerin") die Forschungsarbeiten
weiterführen würde (S.21).

Pilhips Pitluga, Portrait, sie sollte die Forschung um die Nasca-Linien
nach dem Tod von Maria Reiche weiterbetreiben
Die körperlichen
Überreste von Maria Reiche wurden, zusammen mit der Asche der Schwester
Renate, im
Mausoleum neben dem Maria-Reiche-Museum untergebracht, das auf
Kilometer 417 der südlichen Panamericana Perus im Weiler Pascana von
San Pablo im Distrikt El Ingenio liegt, 27 km von Nasca entfernt (S.20).
Das Maria-Reiche-Museum
kurz auch MR-Museum ("Museo MR") [web28] |
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Maria Reiche 1977 vor der
Gartenmauer ihres Häuschens in San Pablo im Distrikt Ingenio
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Der Eingangsbereich wurde umgestaltet ist heute der Eingang zum
Maria-Reiche-Museum
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Das Häuschen hinter den
Mauern wurde dann zum Maria-Reiche-Museum
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Das Zimmer von Maria
Reiche ist noch so, wie es verlassen wurde, heute als Bestandteil
des
Maria-Reiche-Museums, wo Maria Reiche schreibend am Tisch
dargestellt ist, umgeben von vielen Plänen und einer deutschen
Ehrenfahne. Die Papiere wurden so belassen, wie sie beim Tode waren. Es
sind alles
pendente Untersuchungen, die nicht weitergeführt werden... [web15]
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Maria-Reiche-Museum, der von
ihr benutzte Volkswagen VW-Bus
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Der Text am Eingang des
Maria-Reiche-Museums
<Es wäre eine sehr schwache Idee anzunehmen, dass diese grosse und
minutiöse, exakte und detaillierte Arbeit, die mit gewissenhafter
Perfektion ausgeführt wurde, als einzigen Sinn das Resultat erbrächte,
dass man hier einem primitiven Aberglauben oder einem sterilen Kult an
die Vorfahren gehuldigt hat. Im Gegenteil liegt uns hier ein Zeugnis in
grossem Stil und einzigartig in der Welt aus dem ersten Erwachen der
exakten Wissenschaften der Evolution der Menschheit vor. Es ist ein
gigantisches Produkt des primitiven Geistes, das sich in seiner Grösse
der Ausführung unter dem nackten Himmel der riesigen und abgeschotteten
Ebenen präsentiert, immer vom Wind durchgeputzt und von der Sonne
gebrannt.>
(orig. span.: <Sería tener una opinión muy baja de los antepasados
suponer que todo este trabajo inmenso y minuciosamente exacto y
detallado hecho con concienzuda perfección, tenía como única finalidad
el servicio de una superstición primitiva o culto estéril al los
antepasados. Al contrario tenemos aquí el testimonio en gran escala y
único en el mundo del primer despertar de las ciencias exactas en la
evolución de la humanidad, esfuerzo gigantesco de la mente primitiva
que se refleja en la grandeza de la ejecución bajo el cielo vasto de
las Pampas inmensas y solitarias, barridas por el viento y quemadas por
el sol.> (p.22))
9.6.1998
(posthum): Verdienstorden ("Orden al Mérito") "GRAN CRUZ"
("Grosses
Kreuz") für Maria Reiche
durch den Kongresspräsidenten ("Presidente
del Consejo de Ministros") Javier Valle Riestra (S.22)
ab 9.6.1998: Blockierung der
Forschungsarbeit: Forscherin Pitluga kapituliert vor der
Maria-Reiche-Gesellschaft von Ana Maria Cogorno Mendoza
Weitere Forschung der Forscherin Pilhips Pitluga an den Linien von
Nasca wurde durch die Pseudo-Gesellschaft "Maria Reiche", die durch die
Pseudo-Adoptivtochter Ana Maria Cogorno Mendoza geführt wurde,
blockiert. Pitluga verliess Nasca (S.21).
Oktober 2005: Einweihung einer
Maria-Reiche-Strasse in Dresden Klotzsche

Im Oktober 2005 hat der Verein "Dr. Maria Reiche" in Dresden eine
Maria-Reiche-Strasse
in Dresden-Klotzsche eingeweiht [web23]
ca. 2008: Nasca ist komplett
wieder aufgebaut

Wiederaufgebautes Nasca, der Hauptplatz (Waffenplatz, Plaza Mayor,
Plaza de Armas), 2008 ca.
ca. 2008: Maria-Reiche-Park in
Miraflores in Lima
Eine der neuesten Ehrungen für Maria Reiche (ca. 2008) ist der
Maria-Reiche-Park in Miraflores in Lima gleich an der Küste neben dem
Park der Verliebten ("parque de los enamorados"). Einige der Figuren
von Nasca sind mit Erdlinien
und
Blumen in den Rasen eingepflanzt [web17].

Maria-Reiche-Park in
Miraflores in Lima, die Figur der Hände, die insgesamt nur 9 Finger
haben
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Maria-Reiche-Park in Miraflores in Lima, die Figur des Affen mit 9
Fingern |

Maria-Reiche-Park in Miraflores in Lima, die Figur der Spinne
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Maria-Reiche-Park in
Miraflores in Lima, die Figur des Kolibri neben einem Kinderspielplatz
mit
Kunstrasen, vorbildlich ist dieser Spielplatz!
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Gleichzeitig sieht man, dass es kontrastfarbige Blumen braucht, um die
Figuren auf dem grünen Rasen gut sichtbar werden zu lassen [web06].
Bilanz
<Maria Reiche hat etwa 50 Figuren und 1000 Linien in der Pampa von
Nasca entdeckt und vermessen.> [web01]
<Etwa 800 Linien auf einer Fläche von etwa 120 Quadratkilometern
wurden durch sie mit den Theodoliten vermessen.> [web30]
Ehrungen für Maria Reiche
u.a.
-- 1977: Orden der Regierung der Republik "COMENDADOR" (dt. Komtur,
Prior)
-- 1981: Orden des Kongresses der Republik "GRAN OFICIAL"
-- 1986: Auszeichnung "AMAUTA", verliehen durch das
Erziehungsministerium
-- 1990: Orden "GRAN CONTRALOR", verliehen durch den Obersten
Rechnungshof der Republik
-- 1993: Orden "SOL" (dt.: "SONNE") im Grad des GROSSEN KREUZES (S.21),
die höchste Auszeichnung der Republik Peru, den Sonnenorden [web01]
--
1998 (posthum): Orden al Mérito ("Verdienstorden") "GRAN CRUZ"
("Grosses Kreuz"), verliehen durch den Kongresspräsidenten ("Presidente
del Consejo de Ministros"), Javier Valle Riestra (S.22).
Maria Reiche erhielt ausserdem
-- das Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse der Bundesrepublik Deutschland [web01] 1983 [web02]
-- den Orden der Weisen der Inka [web01]
-- den
Ehrendoktortitel der Peruanischen Universität San Marcos [web01]
-- insgesamt erhielt sie fünf Ehrendoktorwürden [web01]
-- Ehrendoktorwürde der Universität Ica 1983 [web02]
Werke von Maria Reiche
-- "Die gigantischen Bodenzeichnungen der Ebenen von Nasca und
Palpa.
Beschreibung und Versuch einer Interpretation" (span.: "Los Dibujos
Gigantescos en el suelo de las Pampas de Nasca y Palpa. Descripción y
ensayo de interpretación"); Médica-Verlag ("Editora Médica"), Jirón
Azángaro 906, Lima,
1948 (S.15)
-- "Prähistorische Bodenzeichnungen in Peru" (orig.: "Prehistoric
Ground Drawing In Peru"); Offiz Indruck A.G., Stuttgart 1955
-- "Geheimnis der Wüste" 1968
-- "Der Vogel, der das Fest Inti Raymi ankündigt" (span.: "El pájaro
Anunciador del Inti Raymi")
-- "Beiträge in Geometrie und Astronomie im Alten Peru" (span.:
"Contribuciones a la Geometría y la Astronomía en el Antiguo Perú")
allesamt: Selbstverlag von Maria und Dr. Renate Reiche, Stuttgart 1968
(S.15).
Bücher über Maria Reiche und ihre
Arbeit
-- Biographie über Maria Reiche von Clorinda Caller Iberico 1979
-- Richter, Christiane: Das Erbe der Maria Reiche. In:
Peru-Nachrichten, Themenheft: Die Costa, Hrsg.: Perubüro Heidelberg,
Erzdiözese Freiburg, 2004 [web01]
-- Schulze, Dietrich / Zetzsche, Viola: Bilderbuch der Wüste. Maria
Reiche und die Bodenzeichnungen von Nasca; Mitteldeutscher Verlag
Halle, Halle 2005, ISBN 3-89812-298-0 [web01]