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Brasilien: Indio-Stämme im Amazonas-Becken:

Bororo-Indios, Tupigorani-Indios, Waiapi-Indios

Filmprotokoll von Michael Palomino



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aus: Indianer III.: Die Waiapi - Volk des Dschungels; phoenix, 4.1.2001, 20:15-21:15


Bororo-Indios: fast ausgerottet

Die Bororo sind brasilianische Savannenindianer, ohne Städte oder Festungen. Aus ihrer Kultur sind nur noch die Gesänge da. Die Tänze sind verloren und nur noch in Filmaufnahmen vorhanden, z.B. die Jaguar-Rituale.

Ohne Festungen hatten die portugiesischen Rassisten "leichtes Spiel" mit den Bororo.

Heute sind die Bororos von den Herden der weissen Rassisten verdrängt und leben in kleinen Dörfern eingesperrt. Sie sind in die Agrargesellschaft zwangs-integriert in einer Kunstdüngergesellschaft. Um 1450 lebten 50'000 Bororos, heute noch 300.

DER RASSISMUS GEGEN INDIOS DAUERT BIS HEUTE AN.



Tupigorani-Indios
waren ehemals die mächtigste Gruppe der Indio-Stämme im Amazonas-Becken, leben heute in Reservaten, in Gemeinschaften der Tupi, flüchten vor den weissen Rassisten mit den Waiapis in den Dschungel.

Westliche Forscher brachten den Indios tödliche Krankheiten mit, so dass viele Tupi starben.



Waiapi-Indios wehren sich erfolgreich

Die Waiapi sind Nomaden, wandern durch den Urwald bis in den Norden Brasiliens. Ein Teil lebt im brasilianischen Urwald, ein Teil in Französisch-Guayana. Die Waiapi haben ihre Geschichte aufgearbeitet und lehnen als einziges Volk [der drei im Film geschilderten Stämme] die Kleidung der Weissen ab.

Tiere sind bei den Waiapis ein Teil des Hauses, in dem sie leben. Sie lehnen Städte ab.

Nahrung

Die Waiapi kennen keine festen Mahlzeiten. Sie essen, wenn sie Hunger haben.
Popunia ist eine Frucht, die gekocht wird.
 
Die klare Abgrenzung zur Kultur der Weissen
Die Weissen sind nicht sehr beliebt, denn die Weissen heilen nur ihre eigenen Krankheiten. Die Waiapi unterscheiden auch klar, welche Geräte der Weissen ihnen Nutzen oder Schaden bringen. Krimis, Western oder verdummende TalkShows haben bei Filmvorführungen keine Chance, werden nicht gezeigt, Widerstandsflime dagegen oft. Die Waiapis laden für Filmprojekte aber auch Weisse ein.

Die Kinder der Waiapis gehen zur Schule, wo auch Hygiene und Fusskrankheiten Lehrstoff sind, Arbeit mit Mikroskop, z.B. um Malaria zu erkennen. Das Mikroskop ist eines der von den Weissen akzeptierten Geräte.


Grenzen, die vom weissen Rassisten nicht eingehalten werden

Das Gebiet der Indios ist markiert, aber die weissen Goldgräber halten sich nicht daran und verseuchen das Land weiter mit Quecksilber und schleppen Krankheiten ein, die unter den Indios viele Tote fordern. In der Folge vertreiben die Waiapis regelmässig die Goldgräber, mittels Funkverbindung von Dorf zu Dorf.


Dorf Mariru

Oruku, eine Frucht zum farbigen Einreiben
Schenipapu

Ansätze der weissen Kultur
-- ein BH gilt als Schmuck
-- die Frauen tragen ein Handtuch um die Taille
-- Männer tragen Armbanduhren.

Indio-Kultur:
-- Frauen und Männer sind für sich
-- Produktion von Manjok-Alkohol: Kasiri.

Den Indios macht es Spass, die Weissen zu filmen.

Nahrung
Fischen und Jagen. Jagden gehen wochenlang bis monatelang.

Die Jagd ist mühsam, denn die Tiere, Vögel und Urwaldhühner sind scheu. Dabei hat man aber nie Eile, denn Zeitpläne kennt man nicht. Es herrscht Bedürfniswirtschaft.


Mädchenerziehung und Heirat
Nach der ersten Menstruation / Menarche werden den Mädchen die Haare abgeschnitten und dann die Heirat eingeleitet. Das neue Haar wird fester sein. Die Heirat erfolgt ohne grosse Feste oder Zeremoniell.

Handwerk
Palmblätter werden zu Körben geflochten

Der weisse Rassist und seine Missionare hatten keine Chance bei den Waiapi.

Feste: Das Fest für den Jaguargeist Onza
Das Onzafest ist eines der ältesten Rituale:
-- Beschwörung des Geist des Onza, Jaguargeist - der Jaguar wird wegen seiner Weisheit und Geschicklichkeit verehrt
-- man spielt eine fiktive Jagd mit Blasrohren

-- die Männer bringen den Frauen zum Dank für die Festvorbereitungen Kasiri, das Manjok-Alkoholgetränk
-- 7 Stunden Fest, Pfeilschiessen, sogar Frauen dürfen Pfeilschiessen
-- dann folgen 8 Stunden fiktiver Kampf, endet im Sieg und der Anbetung des Geist des Onza.


Die Waiapi gehen erfolgreich mit der Kultur der Weissen um, benutzen nur das Nötige und bleiben dabei sich selbst. Sie haben das Glück, nicht zu sehr vertrieben zu werden, und haben die Energie, sich selbst gegen die Invasion weisser Rassisten zu wehren.


Schlussfolgerungen von Michael Palomino

-- der gesetzliche Schutz nützt den Indio-Stämmen nichts, wenn die weissen Rassisten sich nicht an die Gesetze halten und die Einhaltung der Gesetze nicht kontrollieren

-- Rassismus ist eine psychische Krankheit, die bis heute nicht definiert ist und weiterhin Kulturausrottungen provoziert.






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