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Afghanistan-Krieg seit 2002: Meldungen Teil 4

Die kriminellen "USA" in Afghanistan, und es nimmt kein Ende...

19.4.2012: Afghanistans Bevölkerung will keine      Ami-Schweine mehr sehen -- 1.5.2012: Es gibt keinen Frieden mit      Lügner Obama: Truppen bleiben auch nach 2014 in Afghanistan --      7.5.2012: Taliban schreiben auch Gedichte - ein britischer Verlag      will die Publikation -- 10.7.2012: <UNO äußert Folterverdacht      gegen afghanischen Geheimdienst> - bei Ermittlungen zu den      Vergiftungsfällen gegen Schülerinnen -- Helmand (Afghanistan)      15.10.2012: NATO-Bomben gegen "mutmassliche      Aufständische" töten auch zwei Kinder, die Brennholz suchten      -- 17.10.2012: "US"-Sicherheitsfirma in Kabul: Alkohol,      Ketamin, Sex und Waffenhandel -- 17.10.2012:      "US"-Sicherheitsfirma in Kabul: Alkohol, Ketamin, Sex      und Waffenhandel - die Firma gefährdet das Leben ihrer      Angestellten: "Ein Albtraum, dort zu leben" --      25.11.2012: <Nach 2014: 10.000 US-Soldaten sollen in      Afghanistan bleiben> -- 15.4.2013: Buch "The Way of the Knife" enthüllt: Pakistans Regierung billigte die "US"-Drohnenangriffe -- CIA besticht Afghanistans Regierung mit einem Koffer voller Geld -- 29.5.2013: Ein afghanisches "Guantanamo" - englische Streitkräfte halten Afghanen ohne Verfahren fest -- 20.6.2013: Verhandlungen zwischen den kriminellen "USA" und den Taliban -- 23.6.2013: Taliban ermorden in Pakistan 10 Bergsteiger als Rache für Drohnenmorde der kriminellen "USA" -- 26.6.2013: Alkoholproblem bei deutschen Truppen - eigene Bars - bis 2 Promille - aus Langeweile -- 4.9.2013: Pro Woche werden 100 Polizisten ermordet -- die Medien haben über Afghanistan alles erstunken und erlogen -- NATO beschliesst, ab 2014 mit Kampfmissionen in Afghanistan aufzuhören --



präsentiert von Michael Palomino

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19.4.2012: Afghanistans Bevölkerung will keine Ami-Schweine mehr sehen

aus: n-tv online: US-Soldaten schänden Leichen: Der Kampf um die Köpfe scheitert; 19.4.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Der-Kampf-um-die-Koepfe-scheitert-article6063681.html

<von Christoph Herwartz

Seit über zehn Jahren tobt in Afghanistan ein Krieg, in dem es vor allem um die Köpfe der Bevölkerung geht. Fotos von Leichenschändungen durch US-Soldaten sind dabei ein herber Rückschlag. Sie treiben die Bevölkerung in die Arme der Taliban.

Es war ein Routineeinsatz für die US-Soldaten in Afghanistan: Ein Selbstmordattentäter hatte sich vor einer Polizeistation in die Luft gesprengt, zur Identifikation wird seine Leiche von den Soldaten untersucht, sie nehme Fingerabdrücke und scannten seine Netzhaut. Dann wird es bizarr: Die amerikanischen Soldaten sammeln zusammen mit den örtlichen Polizisten die herumliegenden Gliedmaßen des Attentäters ein, binden Seile um die Füße und halten an ihnen die zerfleischten Beine in die Höhe. Mit erhobenen Daumen grinsen sie in die Kamera, der Kamerad drückt ab. Einige Monate später posieren Soldaten derselben Einheit mit getöteten Aufständischen, auch hier entstehen Fotos.

Die Bilder wurden der "Los Angeles Times" zugespielt. Entgegen der Bitte des US-Verteidigungsmisters veröffentlichte die Zeitung ein Teil des Materials.

Einzelfälle, wie es Nato-Generalsekretär Fogh Rasmussen ausdrückt? Ein Ausdruck von krasser Verrohung? Mitnichten. Massive Demütigungen und Leichenschändungen sind in Kriegen an der Tagesordnung, berichtet der Gewaltforscher Prof. Bernd Greiner im Interview mit n-tv.de. Das Töten von Unschuldigen, Vergehen an Gefangenen, Vergewaltigungen und Leichenschändungen seien in Kriegen an der Tagesordnung.

Auch dass die Gewalttaten fotografiert und gefilmt werden, sei nicht neu. Dennoch ist es heute mit Handykameras, E-Mail, Youtube und Facebook so einfach wie nie zuvor, Bilder und Videos aufzunehmen und weiterzugeben. Die grausamen Aufnahmen können sich genauso schnell verbreiten wie Schnappschüsse und Urlaubsvideos. Besonders viel Gewalt entstehe, wenn Soldaten feststellten, dass ihr Krieg nicht zu gewinnen ist, so Greiner.

Und das scheint in Afghanistan der Fall zu sein. Dabei geht es weniger um kontrollierte Gebiete und Truppenstärken. Der eigentliche Kampf, der in Afghanistan geführt wird, ist der um die Köpfe der Bevölkerung. Die internationale Gemeinschaft hat es verpasst, diese Herausforderung frühzeitig anzunehmen und stattdessen versucht, die Aufständischen mit Gewalt zurückzudrängen. Dabei sind sich Konfliktforscher einig, dass es im Kampf mit Aufständischen vor allem darauf ankommt, ihnen die Unterstützung in der Bevölkerung zu nehmen.

Erst im Jahr 2010, mehr als acht Jahre nach Beginn des Krieges, schwenkten die ISAF-Truppen der Nato von der klassischen Kriegsführung auf die Strategie der Aufstandsbekämpfung, (engl. "Counterinsurgency") um und versuchten, die Zivilbevölkerung für ihre Ziele zu gewinnen. Damit soll den Terroristen die Rekrutierungs- und Rückzugsbasis entzogen werden. Bilder von Leichen schändenden Soldaten untergraben diese Vorgehensweise. Das Video, auf dem Soldaten auf getötete Taliban urinieren, die Koranverbrennung, der Amoklauf und die neuesten Fotos – zusammen schädigen sie nachhaltig das Bild, das die Nato in Afghanistan und der ganzen muslimischen Welt abgibt.

Gleichzeitig wird die Lage in Afghanistan immer unsicherer. Die Zahl der Anschläge mehrt sich, auch wenn der Winter einigermaßen ruhig blieb und die letzte "Frühjahrsoffensive" kleiner ausfiel als befürchtet. Die Abwärtsspirale von fehlender Sicherheit und fehlender Unterstützung aus der Bevölkerung dreht sich weiter. Die Fotos und Videos verantwortungsloser Soldaten verleihen ihr zusätzlichen Schub.

Quelle: n-tv.de>

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Welt
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1.5.2012: Es gibt keinen Frieden mit Lügner Obama: Truppen bleiben auch nach 2014 in Afghanistan

aus: Welt online:
Partnerschaftsabkommen: US-Truppen bleiben über 2014 hinaus in Afghanistan; 1.5.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article106241895/US-Truppen-bleiben-ueber-2014-hinaus-in-Afghanistan.html

<Ein Jahr nach der Tötung Bin Ladens ist US-Präsident Obama nach Afghanistan gereist. Es geht um Pläne für die Zeit nach dem Abzug der US-Truppen. Obama dürfte aber auch den Wahlkampf im Blick haben.

US-Präsident Barack Obama ist am Dienstag überraschend nach Afghanistan gereist. Er traf sich dort mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und unterzeichnete eine Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft. Obama erklärte, der Sicherheitspakt setze die Rahmenbedingungen für die amerikanisch-afghanischen Beziehungen nach dem Abzug der US-Truppen aus dem Land 2014.

Die US-Armee bleibt dem Partnerschaftsabkommen zufolge auch nach dem geplanten Abzug aller ausländischen Kampftruppen Ende 2014 am Hindukusch präsent. Nach Angaben des Weißen Hauses können demnach US-Truppen nach 2014 im Land bleiben, um die Sicherheitskräfte auszubilden und das  Terrornetzwerk Al-Kaida zu bekämpfen. Die Kosten des Krieges seien hoch gewesen. Karsai sagte, die Vereinbarung besiegele eine gleichwertige Partnerschaft zwischen beiden Ländern.

Mit seiner Unterschrift unter den Vertrag leitet Obama nach Irak quasi den Anfang vom Ende des zweiten Krieges ein, den er von seinem Vorgänger George W. Bush geerbt hatte.

Seltene Zehn-Minuten-Rede an die Nation

Dass sich Obama zudem noch von Afghanistan aus zur allerbesten Sendezeit im Fernsehen live an das amerikanische Volk wendete, zeigte die Bedeutung dieses dritten Kurztrips seit seinem Amtsantritt vor dreieinhalb Jahren. Solche Zehn-Minuten-Reden an die Nation sind selten und häufig historisch erinnerungswürdig – Obamas letzte liegt mehr als ein Jahr zurück.

In der TV-Ansprache aus Bagram versprach Obama seinen Bürgern, den Zeitplan für die Heimkehr der US-Soldaten einzuhalten. "Wir haben einen klaren Pfad, unsere Mission zu erfüllen", sagte er.

Der Präsident, der bei der Wahl am 6. November für eine zweite Amtszeit antritt, verkündete das Ende einer "Dekade der Konflikte". "Diese Zeit des Krieges begann in Afghanistan, und dort ist es, wo sie enden wird", sagte er. Im Vorjahr seien schon die letzten US-Soldaten aus dem Irak-Krieg zurückgekehrt. Nun sei es Zeit, Amerika im Inneren zu erneuern.

Obama bekräftige die Nato-Pläne, den Kampfeinsatz in den kommenden zweieinhalb Jahren zu beenden. "Wie unsere Koalition vereinbart hat, werden die Afghanen bis Ende 2014 voll verantwortlich für die Sicherheit ihres Landes sein", sagte er. Ein früherer Abzug komme nicht infrage, weil dies erzielte Erfolge im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida gefährden könnte.

"Wir haben unsere Mission zu erfüllen"

Aber die USA wollten auch nicht viele Jahre länger in Afghanistan bleiben. Das würde zu viel Geld und Leben amerikanischer Soldaten kosten. Zudem sollten die Afghanen die volle Souveränität über ihr Land erhalten und selbst dauerhaften Frieden schaffen. Die USA würden keine Militärbasen in dem Land bauen. "Ich werde Amerikaner keinen Tag länger in Gefahr belassen, als absolut notwendig ist."

So ging es für ihn bei der Reise um wesentlich mehr, als nur um die Verkündung eines Erfolges: Vor den TV-Schirmen sitzen Millionen (kriegsmüde) Wähler, die in genau sechs Monaten bestimmen sollen, ob der 50-Jährige eine weitere Amtszeit verdient hat oder ob der republikanische Herausforderer Mitt Romney nicht doch das bessere Staatsoberhaupt und der bessere Oberste Befehlshaber ist. Alles, was Obama derzeit tut, ist also auch Wahlkampf, selbst wenn er seine Kampagne erst am Samstag offiziell startet.

Gerade in außenpolitischen Fragen steckt er deshalb auch sehr viel Kritik von der Opposition ein. Romney bezeichnet es als großen Fehler, öffentlich das Abzugsdatum aus Afghanistan zu nennen.

Romney: Obama sei zu weich

Das würde die radikal-islamischen Taliban nur darin bestärken, den Krieg einfach auszusitzen, um danach die Macht zurückzuerobern. Er würde die Truppen erst dann nach Hause holen, wenn seine Generäle dafür grünes Licht gäben, meinte Romney häufiger. Ohnehin sei Obama zu weich, wenn es um die US-Sicherheit gehe.

Auch das Pentagon sieht bei allen Fortschritten "akute" und langfristige Herausforderungen in Afghanistan, wie es in einem zufällig ebenfalls am Dienstag veröffentlichen Lagebericht an den Kongress hieß.

Taliban-Rebellen und Al-Kaida-Terroristen würden weiterhin "ungestraft" von Pakistan aus operieren. Zusätzlich habe es die afghanische Regierung mit weit verbreiteter Korruption zu tun, die ihre Effektivität sowie Legitimität einschränke und die "Botschaft" der Rebellen verstärke.

Reise zum Jahrestag von Bin Ladens Tötung

Für Obama und seine Amtskollegen dürfte es daher Mitte Mai beim Nato-Gipfel in Chicago noch einiges zu besprechen geben, wie es in Afghanistan weitergehen soll. 

Obama war in der US-Basis Bagram gelandet. Die Reise findet zum Jahrestag der Tötung des Terroristenchefs Osama bin Laden in Pakistan statt und war bis zuletzt streng geheim gehalten worden. Berichte über die Reise waren kurz zuvor noch vom Weißen Haus dementiert worden.

Die mitreisenden Journalisten mussten sich wegen möglicher Taliban-Anschläge zu Stillschweigen verpflichten, bis Obama sicher mit dem Hubschrauber in der Hauptstadt Kabul eingetroffen war.

dpa/AFP/dapd/sara>

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Welt
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7.5.2012: Taliban schreiben auch Gedichte - ein britischer Verlag will die Publikation

aus: Welt online: Afghanistan: Darf man Verse der Taliban veröffentlichen? 7.5.2012;
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article106266868/Darf-man-Verse-der-Taliban-veroeffentlichen.html

<Ein britischer Verlag will Gedichte der Taliban zum Buch machen. Kritiker nennen das Propaganda und Wehrkraftzersetzung. Dabei könnte man aus den Strophen manches über das Denken der Kämpfer lernen. Von Matthias Heine

Wenn der Krieg der Vater aller Dinge ist, dann ist er selbstverständlich auch der Vater der Poesie. Das älteste literarische Großwerk Europas beschreibt ein zehnjähriges Gemetzel in einem Winkel der heutigen Türkei, das aus nichtigem Anlass losbrach und mit einem Völkermord endete. So trivial die Motive des Krieges und so verschlagen und brutal seine Protagonisten auch waren, als Literatur ist die "Ilias" unsterblich.

Es ist also keineswegs ausgeschlossen, dass auch Taliban gute Gedichte schreiben können. Es hat schließlich nennenswerte Poesie sogar von Faschisten und Kommunisten gegeben. Die Existenz von tollen Taliban-Gedichten ist umso wahrscheinlicher, weil die afghanische Kultur geradezu mit Poesie getränkt ist. Der amerikanische Journalist David Rohde, der Gefangener einer Taliban-Gruppe war, wird im "Guardian" zitiert: "Jeden Abend nach dem Essen sangen sie und rezitierten Gedichte. Im Privaten sangen sie Liebesgedichte, aber wenn ihre Kommandeure in der Nähe waren, trugen sie nur Kriegsgedichte vor."

Anlass für das Interview mit Rohde ist ein Band mit Gedichten von Taliban-Kämpfern, die der britische Verlag C. Hurst, veröffentlichen will. Das hat dem Unternehmen Kritik eingetragen, "Propaganda" eines Feindes zu verbreiten, mit dem englische Soldaten täglich auf Leben und Tod ringen. Es herrscht Sorge, dass die Gedichte zur Wehrkraftzersetzung beitragen könnten, indem sie den Gegner allzu menschlich erscheinen lassen.

Faschisten und mörderische Schurken

Im "Guardian" kommt der pensionierte Oberst Richard Kemp, ein ehemaliger Befehlshaber der in Afghanistan stationierten Isaf-Truppen, mit dem Satz zu Wort: "Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, dass das Faschisten sind, mörderische Schurken, die Frauen unterdrücken und Menschen gnadenlos töten, die nicht einer Meinung mit ihnen sind."

Doch die Herausgeber sind über den Verdacht, nützliche Idioten der Taliban zu sein, wohl erhaben. Einer von ihnen, Alex Strick van Linschoten, berichtet unter anderem für das angesehene US-Magazin "Foreign Policy". Seine Absicht ist erklärtermaßen, besser zu begreifen, was einfache Taliban-Kämpfer umtreibt.

Deren Motive sind vermutlich nicht gar so viel anders als die der Männer, die vor 30 Jahren gegen die Sowjets kämpften. Oder vor 150 Jahren gegen die Briten. "Afghanistan hat eine reiche und uralte Tradition epischer Poesie, die den Widerstand gegen fremde Invasoren und Besetzer feiert", schreibt der Historiker William Dalrymple. Die Faszination für die dichtenden Krieger vom Hindukusch trug in den Achtzigerjahren viel dazu bei, den afghanischen Widerstand bei westlichen Intellektuellen populär zu machen. Der Inbegriff jenes Typus war der Tadschike Ahmad Schah Massoud, dessen Spitzname "der Löwe von Pandjschir" wie eine Formel aus einem Heldenpos klingt . Zumindest im Literaturgeschmack unterscheiden sich Mudschahedin von einst und Taliban von heute nicht so sehr.

Spannung innerhalb der Bewegung

Aber der literarische Wert der talibanischen Verse ist sowieso nicht die entscheidende Frage. Es geht hier nicht um naive Taliban-Versteherei. Sondern darum, zu kapieren wie diese Leute ticken. Der "Guardian" berichtet auch von vereinzelten Gedichten, die Zweifel andeuten. Und der Journalist Rohde sagt über Kriegs- und Liebesgedichte: "Das zeigt die Spannung innerhalb der Bewegung. Die Frage ist, welche Richtung sie am Ende nehmen wird."

Spätestens 2014, wenn die ausländischen Truppen abgezogen sind, werden die Taliban zu einem Faktor, dem der Westen nur noch mit diplomatischen, geheimdienstlichen Mitteln und vielleicht mit einer geschickten Politik des divide et impera beikommen kann, bei der man in den sicher aufbrechenden Kämpfen zwischen jetzt noch durch den gemeinsamen Feind vereinten Fraktionen bestimmte Teile instrumentalisieren kann.

Wie einst zum Großkhan

Da kann es nichts schaden, diese Leute etwas besser zu kennen. Und sei es nur, um zu begreifen, warum wir in den Augen diese Leute die neuen Sowjets sind. Lange genug hat der Westen diese Art von Studien sträflich vernachlässigt: Nach dem 11. September 2001 kam heraus, dass es in der ganzen CIA angeblich niemanden mehr gab, der Paschtu konnte.

Solche unvoreingenommene Betrachtung und Analyse des Fremden ist immer eine Stärke Europas (und seines großen kräftigen Kindes Amerika) gewesen. Die Mongolen waren einst beispielsweise viel schrecklicher und gefährlicher als die Taliban. Aber kaum standen sie nicht mehr direkt vor den Toren Europas, schickten die Päpste Delegationen zum Großkhan, um herauszufinden, wie dieses ferne Volk funktioniert, um seine Sprache zu lernen, um es als Verbündeten gegen den Islam zu gewinnen und um es möglicherweise zu missionieren. Kaufleute, die mit den Mongolen Handel treiben wollten, gingen auf der gleichen Route gen Osten. Man musste sie nicht lieben, aber jedes Quäntchen Wissen über sie half, im Umgang mit den Tataren schlauer und geschickter zu werden>

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Der
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10.7.2012: <UNO äußert Folterverdacht gegen afghanischen Geheimdienst> - bei Ermittlungen zu den Vergiftungsfällen gegen Schülerinnen

aus: Der Standard online; 10.7.2012;
http://derstandard.at/1341844989205/UNO-aeussert-Folterverdacht-gegen-afghanischen-Geheimdienst

<Kritik an Ermittlungen zu mutmaßlichen Vergiftungen an Schulen

Kabul - Die Vereinten Nationen haben den Verdacht geäußert, dass der afghanische Geheimdienst NDS bei Ermittlungen zu mutmaßlichen Vergiftungsfällen an Schulen Verdächtige gefoltert haben könnten. Die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) sei beunruhigt, dass Geständnissen durch Folter erzwungen worden sein könnten, sagte der Chef der UNAMA-Menschenrechtsabteilung, James Rodehaver, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der UNO sei bisher kein rechtsmedizinischer Nachweis von Gift an den betroffenen Schulen bekannt.

Die afghanischen Geheimdienste hatten Anfang Juni die Festnahme von 15 Verdächtigen bekanntgegeben, darunter ein Lehrer und mehrere Schüler. Alle hätten gestanden, in die jüngsten Vergiftungsfälle verwickelt zu sein, erklärten die Behörden damals. Rodehaver kritisierte die Veröffentlichung der Geständnisse. Damit sei gegen das Recht der Betroffenen auf einen gerechten Prozess und gegen die für sie geltende Unschuldsvermutung verstoßen worden. Rodehaver forderte die zuständigen Gerichte auf, die Geständnisse für nichtig zu erklärten, sollte sich herausstellen, dass sie unter Folter zustande gekommen seien.

Innenministerium weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul wies den Folterverdacht zurück. "Das ist absolut falsch. Niemand wurde gefoltert", sagte Sedik Sedikki. Vielmehr lägen neben den Geständnissen auch "Beweise" vor. Bei Vergiftungsfällen in den nördlichen Provinzen Tachar und Sar-i-Pul seien beispielsweise Pillen und ein Spray gefunden worden.

In Afghanistan gibt es regelmäßig Berichte über angebliche Vergiftungsfälle an Schulen. Seit 2008 wurden an 22 Schulen mehr als 1600 solcher Fälle gemeldet. Allerdings wurde niemals Gift nachgewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation geht von einer eingebildeten Massenhysterie als "wahrscheinlichste Ursache" für die angeblichen Giftanschläge aus, bei denen Schüler über Übelkeit klagten und teilweise gar das Bewusstsein verloren. (APA, 10.7.2012)>

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n-tv
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Helmand (Afghanistan) 15.10.2012: NATO-Bomben gegen "mutmassliche Aufständische" töten auch zwei Kinder, die Brennholz suchten

aus: n-tv online: Bomben richteten sich gegen Taliban: Kinder bei Luftangriff getötet; 15.10.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Kinder-bei-Luftangriff-getoetet-article7473116.html

<Die Nato nimmt in Afghanistan eine Gruppe mutmaßlicher Aufständischer ins Visier, die Sprengfallen installiert haben sollen. Bei dem Bombardement sterben neben den Taliban auch Kinder, die in der Nähe nach Brennholz suchen. Die Isaf kündigt eine Untersuchung des Falls an.

Bei einem Luftangriff der Nato auf mutmaßliche Aufständische in Afghanistan sind zwei Kinder getötet worden. Der Angriff habe sich gegen Taliban gerichtet, die selbst gebaute Sprengsätze installiert hätten, sagte der Polizeichef des Bezirks Nawa in der Unruheprovinz Helmand. Dabei seien zwei Taliban getötet worden sowie ein Mädchen und ein Junge, die in der Nähe Holz gesucht hätten. Der Sprecher der Provinz Helmand bestätigte den Vorfall und die Angaben zu den Toten.

Ein Sprecher der Nato-geführten Isaf-Truppe bestätigte einen Luftangriff in der Gegend. Dabei seien drei Aufständische getötet worden. Die ISAF untersucht seinen Worten zufolge, ob bei dem Bombardement auch Kinder ums Leben gekommen sind.

In Afghanistan sterben immer wieder Zivilisten bei Luftangriffen der internationalen Truppen. Anfang Juni wurden in Logar südlich der Hauptstadt Kabul 18 Menschen durch Nato-Bomben getötet, vor allem Frauen und Kinder. Der Bundeswehr-Oberst Georg Klein hatte im September 2009 einen Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tanklaster veranlasst. Dabei waren mehr als hundert Menschen getötet worden, auch viele Zivilisten.

Quelle: n-tv.de, AFP>

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20 minuten online, Logo

17.10.2012: "US"-Sicherheitsfirma in Kabul: Alkohol, Ketamin, Sex und Waffenhandel - die Firma gefährdet das Leben ihrer Angestellten: "Ein Albtraum, dort zu leben"

aus: 20 minuten online: Was die Amerikaner treiben: Alkohol, Ketamin, Sex und Waffen in Kabul; 17.10.2012;
http://www.20min.ch/ausland/news/story/10039295

<Ein Video aus Kabul bringt eine US-Sicherheitsfirma in Verlegenheit und ihren Milliarden-Vertrag mit der US-Regierung in Gefahr: Es zeigt das wilde Treiben ihrer Angestellten in Afghanistan.

Ein mit einem Handy aufgenommenes Video zeigt skandalträchtige Szenen aus dem Kabuler-Hauptquartier der US-Sicherheitsfirma «Jorge Scientific»: Ein stämmiger, muskelbepackter Mann mit halbnacktem Oberkörper taumelt offensichtlich stockbetrunken im Raum umher. Hinter ihm steht ein Tisch voller Wodkaflaschen und anderen alkoholischen Getränken. Der Mann macht aggressive Luftsprünge und liefert sich mit einem anderen halbnackten Betrunkenen einen harmlosen Ringkampf. Ein dritter Mann starrt teilnahmslos in die Kamera. Er ist ganz offensichtlich auf Droge.

Die Männer des Sicherheitsunternehmens sollen faktisch als US-Söldner in Kabul für Ruhe und Sicherheit sorgen. Die US-Regierung hat mit ihrer Firma Verträge im Wert von nahezu einer Milliarde US-Dollar abgeschlossen. Doch in ihrem Zustand vermögen sich die Männer kaum auf den Beinen zu halten. Würde ihr Quartier jetzt angegriffen, wären sie nicht in der Lage, sich oder andere zu verteidigen.

Zwei in Kabul stationierten Mitarbeitern von «Jorge Scientific» wurde dieses Treiben zu bunt und zu gefährlich. Kenny Smith und John Melson, der zuvor als Unteroffizier im Irak und Afghanistan diente, haben gegen das Unternehmen Klage eingereicht. «Die Firma gefährdete das Leben ihrer Angestellten, sie gefährdete der US-Mission in Afghanistan und das Leben der dort noch stationierten US-Truppen», heisst es in der Klageschrift, die «ABC News» vorliegt.

Alkohol, Ketamin, Sex, Waffen

«Die US-Army hat die Aufsicht über die US-Sicherheitsfirmen in Afghanistan. Davon haben wir nichts bemerkt», sagt ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter. «Im Gegenteil: Mindestens ein Major der US-Armee, eine Frau, besuchte die Alkohol- und Drogen-Partys regelmässig und hatte Sex in einem Nebenraum.»

«Es war ein Gelage, wie bei einer Studentenverbindung für Erwachsene», sagt Ex-Soldat und Kläger John Melson. «Einige Männer tranken bis zur Bewusstlosigkeit. Es lagen überall geladene Waffe herum.»

Am wildesten soll es ausgerechnet der Vorgesetzte der Gruppe getrieben haben. Er habe die Partys organisiert und sei dabei mit einer geladenen Pistole im Hosenbund betrunken umhergelaufen. «Er forderte jeden auf, viel zu trinken. Diejenigen, die sich weigerten, nannte er Feiglinge», so der zweite Kläger, Kenny Smith. Oft seien bei diesen Gelagen mit Alkohol und Drogen wie Ketamin auch Munition oder Feuerlöscher ins offene Feuer geworfen worden. Die Explosionen hätten jeweils für grosses Gejohle gesorgt. «Es gab nicht jede Nacht Party, aber immer wieder», sagt Smith gegenüber ABC News.

«Ein Albtraum dort zu leben»

Ein weiterer ehemaliger Angestellter von «Jorge Scientific» bestätigt die Vorwürfe weitgehend: Kevin Carlson, der mittlerweile in Deutschland lebt, gab zu, dass er sich regelmässig Drogen spritzte, als er als Werksarzt für die Firma in Kabul war. «Es war ein solcher Albtraum dort unten zu leben, dass ich dem irgendwie entfliehen musste.» In den Unterkünften der Sicherheitsfirma habe es «einen massiven Alkohol- und Dorgenkonsum» gegeben.

«Jorge Scientific», besorgt um die Aufkündung ihrer Milliarden-Verträge mit der US-Regierung, beeilt sich zu versichern, dass mehrere Angestellte aus Kabul abgezogen und entlassen worden seien. Dazu gehörten alle drei Männer aus dem Skandalvideo. Dennoch hat die US-Armee eine Untersuchung eingeleitet.

«Das Bild der arroganten Amerikaner»

Bis Ende 2014 wollen die Nato-Truppen aus Afghanistan abziehen. Dazu gehören auch die 68 000 US-Soldaten, die zur internationalen Afghanistan-Truppe ISAF gehören. Ein strategisches Abkommen zwischen Afghanistan und den USA aber sieht vor, dass die USA auch in den kommenden Jahren die afghanischen Sicherheitskräfte ausbilden, demokratische Strukturen stärken und die Menschenrechte voranbringen wollen.

Im Rahmen ihrer Abzugsstrategie setzen die USA also noch so gerne auf Sicherheitsfirmen wie «Jorge Scientific». Bereits 2010 waren gemäss US-Verteidigungsministerium insgesamt 112 000 Söldner solcher Sicherheitsfirmen in Zusammenarbeit mit der US-Armee in Afghanistan. Hier sollen sie in erster Linie Personal, Konvois und militärische Einrichtungen bewachen.

Auf das Skandal-Video von «Jorge Scientific» angesprochen, sagt ein Sprecher der ISAF gegenüber «ABC News»: «Stimmen diese Vorwürfe, sollte diese Firma so schnell wie möglich aus Afghanistan verschwinden.» Es sei genau dieses Benehmen von US-Amerikanern in Afghanistan, das die Wut der Einheimischen immer mehr anfache: «Kultur und lokale Bräuche werden nicht respektiert. So etwas nährt das Bild der arroganten Amerikaner enorm.»

(gux)>

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Obama macht den Imperialismus weiter, wie ihn Bush angefanagen hat:

Welt online,
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25.11.2012: <Nach 2014: 10.000 US-Soldaten sollen in Afghanistan bleiben>

aus: Welt online; 1.12.2012;
http://www.welt.de/politik/ausland/article111491357/10-000-US-Soldaten-sollen-in-Afghanistan-bleiben.html

<Auch nach dem Abzug 2014 sollen noch US-Soldaten in Afghanistan bleiben, um afghanische Truppen auszubilden. Einem Bericht zufolge werden es 10.000 Mann sein. Experten fordern jedoch eine höhere Zahl.

Die US-Regierung will einem Bericht der Zeitung "Wall Street Journal" zufolge nach dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan Ende 2014 rund 10.000 Soldaten am Hindukusch belassen. Unter Berufung auf nicht namentlich genannte ranghohe US-Regierungsmitarbeiter berichtete die Zeitung, dass die Pläne den Forderungen des US-Oberkommandierenden in Afghanistan, General John Allen, entsprächen.

Allen hatte eine Truppenstärke von 6000 bis 15.000 Soldaten empfohlen, wie die Zeitung weiter berichtete. Experten gingen jedoch davon aus, dass für die Erfüllung der Aufgaben nach 2014 etwa 30.000 Soldaten nötig seien. Die US-Soldaten sollen afghanische Truppen ausbilden und gegen Extremisten vorgehen.

Derzeit sind rund 67.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert, hinzu kommen 37.000 NATO-Soldaten und insgesamt 337.000 afghanische Soldaten und Polizisten. Mitte November begannen die USA und die afghanische Regierung mit Gesprächen über die nach dem Abzug 2014 in Afghanistan verbleibenden US-Truppen.

Präsident Hamid Karsai ist dem Vernehmen nach bereit, US-Soldaten im Land weiter zu belassen. Nach Informationen des "Wall Street Journal" ist jedoch eine der Kernforderungen Karsais, dass die US-Soldaten afghanischer Gerichtsbarkeit unterstellt werden.

AFP/smb>

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15.4.2013: Buch "The Way of the Knife" enthüllt: Pakistans Regierung billigte die "US"-Drohnenangriffe

aus: 20 minuten online:
Brisante Enthüllung: Die CIA und Pakistans fatale Drohnen-Lüge; 15.4.2013;
http://www.20min.ch/ausland/dossier/alkaida/story/31456312

<Pakistanische Frauen protestieren in der Stadt Peshawar gegen die US-Drohnenangriffe.

von Peter Blunschi -

«The Way of the Knife»: Ein neues Buch enthüllt, warum Pakistan die Drohnenangriffe der USA erlaubt und wie die CIA vom Geheimdienst zur Tötungsmaschine wurde.

Nek Muhammad sass beim Abendessen, als das Unheil vom Himmel kam. Am 18. Juni 2004 traf ein Geschoss das Haus des pakistanischen Dschihadisten in den Bergen von Süd-Wasiristan. Muhammad, vier weitere Kämpfer und zwei Kinder kamen ums Leben. Die pakistanische Armee übernahm sofort die Verantwortung und behauptete, sie habe auf das Anwesen gefeuert. «Das war eine Lüge», schreibt der «New York Times»-Journalist Mark Mazzetti. Nek Muhammad war das Opfer einer amerikanischen Predator-Drohne geworden. 

Es war die erste von vielen «gezielten Tötungen» durch US-Drohnen in Pakistan, und sie traf nicht einen Al-Kaida- oder Taliban-Kommandeur. Nek Muhammad kämpfte gegen die Regierung von Militärherrscher Pervez Musharraf, die er als USA-hörig betrachtete. Dabei hatte Musharraf jahrelang die Einsätze von US-Drohnen in Pakistan abgelehnt. Nun machte der Geheimdienst CIA seinem pakistanischen Pendant, dem ISI, ein Angebot: Man werde Muhammad töten, wenn Pakistan im Gegenzug Angriffe mit Kampfdrohnen gegen Amerikas Feinde auf seinem Gebiet zulasse. In geheimen Verhandlungen wurde der Deal besiegelt.

Pakistan dementiert

So schildert es Mark Mazzetti in seinem Buch «The Way of the Knife», das diese Woche erschienen ist. Sinngemäss übersetzt bedeutet der Titel «Mit dem Skalpell». Gemeint ist die «Obama-Doktrin», kostspielige und chaotische Kriege durch «chirurgische» Angriffe mit Drohnen und Spezialeinheiten wie die Navy Seals zu ersetzen. Für Mazzetti eine zweischneidige Sache: Die neue Strategie schaffe «im gleichen Mass Feinde, wie sie diese auslöscht». Und sie habe die Schwelle zur Kriegsführung gesenkt, denn die USA könnten so einfach wie nie in ihrer Geschichte «tödliche Operationen am Ende der Welt» durchführen.

Das Buch sorgt für Aufsehen, besonders in Pakistan. Denn bis heute verurteilt die Regierung offiziell die US-Drohneneinsätze. Das Aussenministerium in Islamabad erklärte, die Beschreibungen des Geheimdeals würden «jeder Grundlage entbehren». Die Drohnenangriffe sind in der Bevölkerung extrem unpopulär, regelmässig kommt es zu Protesten. Im Grenzgebiet zu Afghanistan, wo die Angriffe stattfinden, leiden die Menschen unter Panikattacken und anderen psychischen Problemen. Musharraf räumte am Freitag in einem CNN-Interview immerhin ein, die Einsätze seien «in Einzelfällen» genehmigt worden.

Paramilitärische Organisation

Doch auch in den USA trifft das Buch einen Nerv. Zwar zeigen Umfragen, dass die Bevölkerung die Tötungen mehrheitlich unterstützt. Doch das Thema wird zunehmend kontrovers diskutiert, auch in der Politik. Das Unternehmen Pitch Interactive veröffentlichte kürzlich eine Grafik, die alle bisherigen 366 Drohnenangriffe in Pakistan anschaulich darstellt. Recherchen der McClatchy-Mediengruppe zeigen zudem, dass sich die Einsätze nicht wie von der Regierung Obama behauptet gegen hochrangige Al-Kaida- und Taliban-Mitglieder richteten, sondern überwiegend gegen «andere Militante» und «ausländische Kämpfer».

Im Zentrum von «The Way of the Knife» steht die Rolle der CIA. Ihre Aufgabe wäre eigentlich das Sammeln von geheimen Informationen, doch im Zug des «Kriegs gegen den Terror» verwandelte sich «ein Spionagedienst aus dem Kalten Krieg in eine paramilitärische Organisation», schreibt Mazzetti. Er schildert, wie es dazu kam: Während die Verhandlungen in Pakistan noch liefen, verfasste CIA-Generalinspekteur John Helgerson einen internen Bericht zu den Geheimgefängnissen und dem Verhörprogramm von Terrorverdächtigen.

Töten durch Fernbedienung

Dieser kam zu einem verheerenden Fazit: Methoden wie Waterboarding und Schlafentzug würden gegen die UNO-Antifolterkonvention verstossen, an den Verhören beteiligte CIA-Agenten könnten strafrechtlich verfolgt werden. Ein Funktionär habe eingeräumt, seine Leute könnten wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden. Die «Agency» suchte einen Ausweg und fand ihn in den bewaffneten Drohnen: Terrorverdächtige sollten nicht mehr gefasst und auf unbestimmte Zeit eingesperrt, sondern mit «gezielten Tötungen» eliminiert werden. «Das Töten mit Fernbedienung war die Antithese zur schmutzigen, intimen Verhörarbeit», hält der Autor fest.

Damit wurde die bislang gültige Doktrin über Bord geworfen: 1975 hatte ein Kongressbericht zahlreiche Attentatsversuche der CIA auf ausländische Oberhäupter wie Kubas Revolutionsführer Fidel Castro enthüllt. Präsident Gerald Ford verbot darauf dem Geheimdienst solche Tötungsmissionen. Mit dem 11. September 2001 wurde dies gegenstandslos - trotz interner Bedenken. CIA-Chef George Tenet meinte, er sei nicht sicher, ob ein Spionagedienst wirklich bewaffnete Drohen fliegen solle. Vizedirektor John McLaughlin warnte vor dem «Kulturwandel», der mit der «Lizenz zum Töten» einher ging.

Den Arabischen Frühling verschlafen

Mehr als zehn Jahre danach scheinen sie recht zu bekommen, denn während die Agenten per Joystick die Flugkörper steuerten, wurden sie von Entwicklungen wie dem Arabischen Frühling überrumpelt. «Die CIA hat Tunesien verschlafen. Sie hat Ägypten verschlafen. Sie hat Libyen verschlafen», zitiert das Buch ein hohes Mitglied der Regierung Obama. Und Syrien, fügt der Terrorismus-Experte Peter Bergen in seiner Besprechung von «The Way of the Knife» für die «Washington Post» an. Dabei brauche die Regierung genau darüber Informationen, um sich auf eine Zukunft ohne Baschar Assad vorzubereiten.

Der neue CIA-Direktor John Brennan hat angekündigt, er wolle den Geheimdienst zurückführen zu seiner traditionellen Rolle der Informationsbeschaffung und Analyse. Es wäre eine seltsame Ironie, denn zuvor war Brennan der Antiterror-Berater von Präsident Barack Obama. In dieser Funktion galt er als Architekt des Drohnenkriegs, der den USA nicht nur in Pakistan Bauchweh bereitet, sondern zunehmend auch im eigenen Land.>

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Der
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29.4.2013: CIA besticht die Regierung Afghanistans mit einem Koffer voller Geld: <CIA trug Koffer voll Geld in afghanisches Präsidialamt>

aus: Der Standard online; 29.4.2013;
http://derstandard.at/1363709454948/CIA-trug-Koffer-voller-Geld-ins-afghanische-Praesidialamt

<Im Büro des afghanischen Präsidenten Karzai soll die CIA jahrelang Geldkoffer abgeladen haben.

Bericht: US-Auslandsgeheimdienst wollte sich Einfluss erkaufen - Geld ging an Warlords und landete eventuell auch bei den Taliban.

Kabul/Washington - Die CIA hat einem Bericht der "New York Times" zufolge über Jahre hinweg etliche Millionen Dollar in Koffern, Rucksäcken und Plastiksackerln in das afghanische Präsidialamt gebracht. Mit dem Geld habe sich der US-Auslandsgeheimdienst Einfluss auf Präsident Hamid Karzai sichern wollen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf jetzige und frühere Berater des Staatsoberhaupts. Die Quellen hätten nur unter Zusicherung der Anonymität über dieses Vorgehen der CIA gesprochen. 

Geld gegen Informationen

Das Geld beförderte demnach aber laut US-Regierungskreisen die Korruption und machte lokale Machthaber in Afghanistan noch stärker. "Die wichtigste Ursache für Korruption waren die Vereinigten Staaten", zitierte das Blatt aus den Kreisen. Mit den Zahlungen hätten die USA ein Räderwerk von Warlords und bestechlichen Politikern am Laufen gehalten, das zum Teil Personen und Organisationen inkludiert, die Kontakt zu den Taliban haben, berichtete die Zeitung. Das Geld habe damit genau das Gegenteil dessen bewirkt, was US-Diplomaten und -Militärs seit Jahren zu erreichen versuchten.

Grundsätzlich ist der Austausch von Geld gegen Informationen in Geheimdienstkreisen nichts Ungewöhnliches. Die Praxis, Geldkoffer ins Präsidialamt zu tragen, ist allerdings bemerkenswert. Die Geldlieferungen hätten 2002 begonnen, nachdem Präsident Karzai um Geld gebeten habe, um sich die Loyalität der Warlords sichern zu können, hieß es. Neben den USA habe auch der Iran Geld im afghanischen Präsidialamt abgeliefert.

Kein Kommentar der CIA

Der Zeitung zufolge gibt es keine Beweise dafür, dass Karzai selbst das Geld erhielt. Die Zahlungen seien von seinem Nationalen Sicherheitsrat abgewickelt worden. Die CIA lehnte eine Stellungnahme ab, das US-Außenministerium ließ den Bericht zunächst unkommentiert.

Die USA bereiten derzeit den Rückzug aus Afghanistan vor. Nach dem Abzug der Kampfeinheiten sollen die afghanischen Streitkräfte und die Polizei für die Sicherheit verantwortlich sein. Beide erhalten jedes Jahr Milliardenhilfen von internationalen Geldgebern. Sie bekommen dennoch nur schwer Nachwuchs. Außerdem desertieren viele Mitglieder der Sicherheitskräfte. (APA/red, derStandard.at, 29.4.2013)>

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n-tv
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29.5.2013: <Britische Armee hält Gefangene ohne Anklage fest: Das afghanische Guantánamo>

aus: n-tv online; 29.5.2013;

http://www.n-tv.de/politik/Das-afghanische-Guantanamo-article10728991.html

<In der afghanischen Provinz Helmand soll die britische Armee bis zu 90 Gefangene ohne gerichtliche Grundlage festhalten - teilweise seit über 14 Monaten. Anwälte der Betroffenen vergleichen Camp Bastion bereits mit dem US-Gefangenenlager Guantánamo.

Die britische Armee hält einem Bericht der BBC zufolge afghanische Häftlinge ohne offizielle Anklage gefangen. Der Sender stützt sich auf Aussagen von Anwälten der Betroffenen. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte den Bericht im Kern, wies jedoch Vorwürfe der Rechtswidrigkeit zurück.

Anwälte von acht Betroffenen wandten sich an britische Gerichte, die über die Fälle entscheiden sollen. Die Gefangenen würden teils seit 14 Monaten gefangen gehalten, ohne dass ihnen eine Anklage unterbreitet werde. Sie verglichen die Vorgänge in der britischen Armee mit dem US-Gefangenenlager Guantánamo.

"Deutlich mehr, als uns lieb ist"

Den Vorwürfen zufolge sollen im Camp Bastion in der afghanischen Provinz Helmand bis zu 90 Gefangene ohne gerichtliche Grundlage gefangen gehalten werden. Das britische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee halte keine Gefangenen illegal fest. Nach britischem Recht können Menschen bis zu 96 Stunden ohne Gerichtsurteil festgenommen werden - in Ausnahmefällen auch länger.

Der britische Verteidigungsminister Philip Hammond bestätigte, dass seine Armee 80 bis 90 Gefangene in Camp Bastion festhalte. "Es sind deutlich mehr, als uns lieb ist", sagte Hammond. Ihre Freilassung würde britische Soldaten gefährden, sagte er der BBC. Teilweise werde von den Anwälten der Betroffenen die Übergabe an die afghanischen Behörden verhindert.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Spiegel online, Logo

20.6.2013: Nach 12 Jahren Bomben und Morden: Verhandlungen zwischen den kriminellen "USA" und den Taliban

aus: Spiegel online: US-Verhandlungen mit Taliban: Die Kapitulation des Westens in Afghanistan; 20.6.2013;
http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-und-afghanistans-regierung-verhandeln-mit-den-taliban-in-doha-a-906850.html

<Eine Analyse von Christoph Sydow

Nach zwölf Jahren Krieg, Tausenden Toten und erbitterten Kämpfen wollen die USA mit den Taliban über Frieden reden. Für den Westen zählt dabei nur eines: der geräuschlose Rückzug. Doch für Frauen und Minderheiten am Hindukusch brechen dunkle Zeiten an.

Hamburg - Was wurde damals über Kurt Beck gespottet! Die Union äußerte sich entsetzt, Afghanistans Außenminister Spanta warf ihm Ahnungslosigkeit vor. Im April 2007 hatte der damalige SPD-Chef eine Friedenskonferenz für Afghanistan angeregt, an der alle am Hindukusch relevanten Gruppen beteiligt werden müssten - auch die Taliban.

Sechs Jahre später wird Becks Idee in die Tat umgesetzt. Am Dienstag eröffneten die Taliban feierlich ihr Verbindungsbüro in Katars Hauptstadt Doha. In dem Golfstaat wollen die Islamisten Friedensgespräche führen - mit der afghanischen Regierung und dem Weißen Haus. Hamid Karzai ziert sich noch, doch die Verhandlungen zwischen Taliban und US-Regierung sollen in den nächsten Tagen aufgenommen werden.

Geheimgespräche zwischen den Konfliktparteien laufen schon seit einigen Jahren, mehrfach trafen Vermittler auch in Deutschland zusammen. Doch nun werden die Taliban erstmals seit Beginn des internationalen Militäreinsatzes am Hindukusch 2001 offiziell mit am Verhandlungstisch sitzen. Bei den bisherigen Afghanistan-Konferenzen, die seither in unregelmäßigen Abständen abgehalten wurden, waren die Extremisten noch außen vor geblieben.

Gibt es "gemäßigte Taliban"?

Doch nun haben sich die Vorzeichen geändert. Die USA und ihre Verbündeten planen den halbwegs geordneten Abzug ihrer Kampftruppen aus dem Krisenstaat. Zeitgleich mit der Eröffnung des Taliban-Büros verkündete Karzai, dass die afghanische Armee offiziell die Verantwortung für die Sicherheit im gesamten Land von der internationalen Isaf-Schutztruppe übernommen hat. Bis Ende 2014 sollen die knapp hunderttausend ausländischen Soldaten aus Afghanistan abziehen, nur Militärausbilder sollen zurückbleiben.

Die Nato-Staaten wollen dann zumindest kein völliges Chaos hinterlassen. Von den hehren Zielen, die 2001 vom Westen für Afghanistan ausgegeben wurden - Demokratie, Menschenrechte, verantwortliche Regierungsführung - haben sich die Isaf-Staaten ohnehin längst verabschiedet. Solange die Taliban künftig darauf verzichten, ihren Herrschaftsbereich zum Rückzugsraum für internationale Terroristen zu machen, dürfen sie dort schalten und walten, haben die USA signalisiert.

Die oft geäußerte Unterscheidung zwischen "gemäßigten" und "radikalen" Taliban verläuft heute genau entlang dieser Grenze - zwischen jenen, die mit Hilfe von al-Qaida ein islamisches Weltreich errichten wollen, und jenen, denen die Macht in Kabul reicht.

Sie alle treten die Rechte von Frauen und Minderheiten mit Füßen. So zeichnet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schon jetzt ein düsteres Bild für die Zukunft der Frauenrechte in dem Land. Auch Amnesty International beklagt umfangreiche Verstöße gegen die Menschenrechte. Vor allem Frauen und Mädchen seien immer wieder Gewalt ausgesetzt, so der Jahresbericht der Organisation.

Taliban düpieren Karzai

Besonders im Grenzgebiet zu Pakistan im Osten des Landes haben die Taliban de facto die Kontrolle längst übernommen und bauen auf, was sie für eine gerechte islamische Ordnung halten. Diese setzen sie auch mit dem Schwert durch. Erst in der vergangenen Woche köpften die Extremisten in der Provinz Kandahar zwei Kinder, die sie beschuldigten, für die afghanischen Sicherheitskräfte zu spionieren. Einen Tag später verübten sie vor dem Obersten Gericht im Herzen Kabuls den schwersten Anschlag seit mehr als einem Jahr.

Wie schlimm es um die Sicherheitslage steht, belegt eine Studie der Bundeswehr von Ende Mai. Demnach stieg die Zahl die Anschläge auf Truppen und Zivilisten im Jahr 2012 um rund 25 Prozent.

Entsprechend selbstbewusst treten die Taliban inzwischen auf. Bei der Eröffnung ihrer Vertretung in Doha posierten ihre Vertreter unter einem Banner mit dem Schriftzug "Islamisches Emirat Afghanistan". Diese Bezeichnung trug das Land bereits zwischen 1996 und 2001, als die Taliban in Kabul die Kontrolle innehatten. Für Karzai war der Auftritt ein Affront - die Aufständischen präsentierten sich ungeniert als Parallelregierung, mit der sich der Präsident nun über die Verteilung der Macht verständigen solle.

Doch auch unter den Taliban sind die Verhandlungen mit der afghanischen Regierung umstritten. Bislang hatten sie Gespräche mit Karzais Vertretern stets abgelehnt, weil der Präsident in ihren Augen ohnehin nur eine Marionette der Amerikaner ist.

Taliban sollen afghanische Verfassung anerkennen

Besonders das mächtige Haqqani-Netzwerk hat den Gesprächen nur halbherzig seine Unterstützung zugesagt. Dieser Zweig der Taliban, der für viele Anschläge in Afghanistan und Pakistan verantwortlich gemacht wird, hat auch einen US-Soldaten in seiner Gewalt. Seit Juni 2009 befindet sich Bowe Bergdahl in der Gefangenschaft der Extremisten - nun verlangen sie die Entlassung afghanischer Guantanamo-Häftlinge im Austausch für seine Freilassung.

Auf Seiten der Taliban wurde die Gesprächsinitiative maßgeblich von der sogenannten Quetta-Schura vorangetrieben. Dieses Gremium, das hauptsächlich von Pakistan aus agiert, gilt als Führungsriege der Bewegung. An seiner Spitze soll noch immer Mullah Mohammed Omar stehen - jener Mann, den die USA und die afghanische Nordallianz 2001 von der Macht in Kabul vertrieben.

Möglich, dass er dort bald wieder sitzt. Denn am Ende der Verhandlungen soll eine afghanische Regierung stehen, an der die Taliban beteiligt sind. Dafür müssten diese sich zur afghanischen Verfassung von 2004 bekennen, fordern Karzai und Obama. Die Islamisten erkennen jedoch nur eine Schrift als Verfassung an, die 1300 Jahre alt ist: den Koran. Das macht eine Verständigung schwer.

Ein Erfolg der Gespräche wird maßgeblich von Pakistan abhängen. Regierung und Militär in Islamabad, allen voran der Geheimdienst ISI, üben noch immer großen Einfluss auf die Taliban aus. Pakistan hat mehrfach erklärt, seine "legitimen Interessen in Afghanistan" müssten auch nach einem Abzug der Isaf-Truppen geschützt werden. Die Verhandlungen in Doha werden daher zu einem Durchbruch führen, wenn Afghanistans großer Nachbar mit den Ergebnissen zufrieden ist.>

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23.6.2013: Taliban ermorden in Pakistan 10 Bergsteiger als Rache für Drohnenmorde der kriminellen "USA"

aus: Focus online: PakistanZehn ausländische Bergsteiger von Taliban ermordet; 23.6.2013;
http://www.focus.de/panorama/welt/pakistan-zehn-auslaendische-bergsteiger-von-taliban-ermordet_aid_1023459.html

<Am Basislager des Nanga Parbat haben radikalislamische Taliban elf Menschen erschossen. Unter den Toten sind zehn ausländische Touristen. Kurz vor dem Aufstieg auf den bei Europäern beliebten Gipfel stürmten die Terroristen das Hotel und töteten die Bergsteiger.

Taliban-Kämpfer haben im Norden Pakistans das Basislager des Berges Nanga Parbat gestürmt und zehn ausländische Alpinisten getötet. Vier Ukrainer, drei Chinesen, ein Russe, ein Litauer und ein Nepalese seien ermordet worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Auch ein pakistanischer Helfer sei im Hochgebirge des Bezirks Diamir in der Region Gilgit-Baltistan getötet worden. Es ist der erste Angriff auf ausländische Bergsteiger in der Gegend.

Ein Chinese habe den Angriff überlebt, sagte Innenminister Chaudry Nisar Ali Khan, ohne weitere Details zu nennen. Zu dem Mordanschlag bekannte sich die Dachorganisation der pakistanischen Taliban (TTP). Taliban-Sprecher Ehsanullah Ehsan erklärte in einer Textnachricht an Journalisten, die TTP-Untergruppierung Jundullah Hafsa haben den Angriff ausgeführt. „Die Touristen wurden von den Taliban getötet.“

„Sie sind Ungläubige“

Ehsan nannte das Blutbad eine Racheaktion für die Tötung von Wali ur Rehman. Der TTP-Vizechef war Ende Mai bei einem Drohnenangriff in der Region Nord-Waziristan getötet worden. „Wir haben damit eine Nachricht an die internationale Gemeinschaft gesandt, dass die USA mit den Drohnenangriffen aufhören müssen.“

Die schiitenfeindliche Jundullah begründete den Anschlag anders: „Sie (die Ausländer) sind Ungläubige. Sie wollen dem Islam schaden, und wir werden sie angreifen, wo immer wir können“, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. In Gilgit-Baltistan kommt es oft zu Zusammenstößen zwischen sunnitischen Extremisten und der schiitischen Minderheit.

Alle Expeditionen werden abgebrochen

Innenminister Khan sagte, die Täter seien in Uniformen der paramilitärischen Grenztruppen kurz nach Mitternacht in das Basislager in der Region nahe der Grenze mit China eingedrungen. Nach Angaben von Veranstaltern der Expeditionen waren die Opfer in Zelten untergebracht und warteten auf den Aufstieg auf den neunthöchsten Berg der Welt. Die Leichen wurden in die Hauptstadt Islamabad überführt.

Die Veranstalter teilten mit, alle Expeditionen am Nanga Parbat würden abgebrochen. Die 51 Bergsteiger aus 18 Nationen, die derzeit auf dem Berg seien, seien zum Abstieg aufgefordert worden. Sie sollten voraussichtlich am Montag ausgeflogen werden. Pakistanische Sicherheitskräfte suchten nach den Angreifern. Ein Polizeisprecher sagte, Kräfte am Boden würden von Kampfhubschraubern unterstützt.

Auswärtiges Amt erlässt „Teilreisewarnung“

Premierminister Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. „Wir tun alles, um Pakistan sicher für Touristen zu machen“, erklärte Sharif. Die neu gewählte Regierung bezeichnet die US-Drohnenangriffe als kontraproduktiv und fordert ihr Ende.

Die Region Gilgit-Baltistan ist beliebt bei ausländischen Bergsteigern. Wie der pakistanische Alpinclub mitteilte, wurde Gilgit-Baltistan im Vorjahr von 90 Expeditionen besucht. Etwa 90 Prozent der Bergsteiger seien Europäer.

Das Auswärtige Amt hat für Pakistan eine „Teilreisewarnung“ erlassen. Darin wird vor Reisen in die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan und in die Provinz Balochistan gewarnt. Zu Gilgit-Baltistan hieß es vor dem Anschlag, dort führten „latente Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Westliche Ausländer sind bislang nicht Ziel der streitenden Gruppen.“

mp/dpa>

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26.6.2013: Alkoholproblem bei deutschen Truppen - eigene Bars - bis 2 Promille - aus Langeweile

aus: Westdeutsche Zeitung online: Bundeswehr kämpft mit dem Alkoholproblem; 26.6.2013;
http://www.wz-newsline.de/home/politik/inland/bundeswehr-kaempft-mit-dem-alkoholproblem-1.1354579

Kommandeur in Afghanistan greift nach Exzessen durch. Es gibt Einheiten, die eigene Bars betreiben.

Berlin/Masar-i-Scharif. Die Bundeswehr hat in Nordafghanistan offenbar ein Alkoholproblem. Wie nun bekanntwurde, hat der Kommandeur, Generalmajor Jörg Vollmer, seit Mitte Februar 17 Disziplinarmaßnahmen wegen Trunkenheit im Einsatz verhängt. Das war meist mit einer hohen Geldstrafe für die Betroffenen verbunden. In 14 weiteren Fällen waren die Vergehen wegen Alkoholmissbrauchs aber so groß, dass die Soldaten ihren Einsatz abbrechen mussten und nach Deutschland versetzt wurden.

Toter Soldat hatte zwei Promille Alkohol im Blut

Trauriger Höhepunkt der jüngsten Fälle: Ein Soldat, der sich kürzlich im Feldlager Masar-i-Sharif mutmaßlich selbst erschoss, hatte zwei Promille Alkohol im Blut. Bei einem weiteren alkoholisierten Soldaten löste sich ein Schuss aus der Waffe und traf das Bett eines Kameraden. Dabei wurde niemand verletzt.

Gerade weil die Verbindung von Alkohol und geladenen Waffen so gefährlich ist, gibt es klare Regeln. Generell gilt die „Zwei-Dosen-Regelung“, wonach jeder Soldat pro Tag nach Dienstschluss höchstens zwei Dosen Bier à 0,5 Liter oder das entsprechende Äquivalent in Wein trinken darf. Der Verzehr wird auf Rationskarten festgehalten. In den Lagern der Einsatzgebiete sind die alkoholischen Getränke meist erheblich günstiger als in Deutschland. Ein Bier ist schon für unter einem Euro zu haben.

Viele Soldaten verzichten aber auch ganz auf Alkohol

Die große Mehrheit der Soldaten geht Beobachtungen zufolge verantwortungsvoll mit Alkohol um. Eine große Zahl verzichtet während des meist viermonatigen Einsatzes komplett darauf. Doch es ist ein offenes Geheimnis, dass es auch Soldaten gibt, die ihre Rationen sammeln, um über die Stränge zu schlagen. Einige Vorgesetzte tolerieren Grenzübertretungen, um die Stimmung hochzuhalten – die Soldaten sollen Druck ablassen können.

Logistikeinsatz bedeutet vor allem eines – Langeweile

So werden neben den allgemeinen Kneipen auch eigene Bars betrieben. Einheiten, die auf gefährlichen Patrouillen waren, feiern die Rückkehr ins sichere Lager mitunter feuchtfröhlich. „Wenn man eine Party machen will, kann man das auch“, berichtet ein Soldat. Doch auch das Gegenteil ist als Motiv der Fall: Gerade in Masar-i-Scharif ist der Kampfeinsatz zu einem reinen Logistikeinsatz geworden. Für viele Soldaten bedeutete das vor allem eines: Langeweile.>

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Facebook online, Logo

4.9.2013: Pro Woche werden 100 Polizisten ermordet

aus: Facebook: Alternative für Deutschland (AfD)

<AFGHANISTAN

Laut dem afghanischen Innenministerium wurden in Afghanistan seit März 2013 mindestens 1.792 Polizisten getötet, fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Das Verteidigungsministerium Afghanistans veröffentlicht seit einiger Zeit gar keine Verlustzahlen mehr. US-General Joseph Dunford erklärte vergangenen Montag, dass die durchschnittlichen Verluste der afghanischen Sicherheitskräfte insgesamt mehr als 100 Mann pro Woche betrügen.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die Befriedung Afghanistans offenbar weitgehend gescheitert ist. Wenn Deutschland wirklich am Hindukusch verteidigt wird, dann sollten wie uns jetzt – mehr als zehn Jahre nach dem Beginn des Afghanistaneinsatzes – wirklich Sorgen machen. Die Zahlen zeigen auch, dass Militärinterventionen in Ländern, die uns kulturell fremd sind, immer das gleiche Problem haben: Der Westen kommt schnell rein und weiß nicht, wie er wieder herauskommen soll. Gerade im Hinblick auf die drohende Syrienintervention sollten wir die Erfahrungen in Afghanistan nicht vergessen.>

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25.9.2013: Die Medien haben über Afghanistan alles erstunken und erlogen - Irakkrieg

http://www.youtube.com/watch?v=0_PA7S_KdMc

Hörstl:

-- tanzende Afghanen waren nur in einer Hotellobby für 50 Dollar
-- kaum eine Frau läuft ohne Schleier rum
-- einige Schulen wurden gebaut
-- insgesamt sind die "Erfolge" absolut bescheiden

-- früher wurden Journalisten bei groben Lügen entlassen, heute ist es kaum mehr möglich, als Journalist zu überleben, wenn niemand lügt

-- Hörstl kündigt von der ARD, weil laufend nur gelogen wird
-- der Intendant der ARD verbietet, die wirklichen Palästinenser in Palästina zu senden - und da war Schluss

-- manche Leute verlassen ARD oder ZDF "aus Gewissensgründen", aber in Wahrheit haben sie nur bestimmte Beförderungen nicht erhalten

-- Geheimdienste wissen, wie die Bomben in Afghanistan gebaut werden, es wird nicht eingeschritten
-- der Bundeswehrbeauftragte gibt keine Antwort
-- es müssen hohe Schutzgelder gezahlt werden
-- die Bundesregierung lässt gezielt Soldaten sterben

-- General McCristel wusste über Al Qaida im Irak Bescheid und hat den dortigen Al Qaida-Chef mit Bomben getötet

-- Londoner U-Bahn-Anschlag ist gelogen, die Bomben waren in den Schächten der U-Bahn, es war eine Übung, und die Bomben wurden von der Regierung gelegt

-- der Al Qaida wurde in den "USA" ein grosse Waffenfabrik übergeben

-- die Anschläge von Madrid wurden im Vornherein schon beobachtet, von 12 Mitwirkenden waren 5 Polizeispitzel, die Sprengstoffübergabe wurde von der Polizei live mitverfolgt, also war der Anschlag von Madrid eine klare Polizeiaktion

-- die Politik lässt Terroranschläger veranstalten, um einen Terrorregime zu rechtfertigen, um die Einschränkung von bürgerlichen Freiheiten zu rechtfertigen,

-- gleichzeitig herrschen Grossbanken mit ihren Hedge-Fonds über die ganze Welt und können Angst verbreiten

-- die Weltbevölkerung kann in Kriege verwickelt werden, aber auf jeden Fall finanziell geschädigt werden

Die "USA" haben ein Terror-Management aufgebaut, über alle Grenzen hinweg, es wird internationales Chaos dort angerührt, wo wertvolle "Assets" liegen, also Energie-Rohstoffe zum Beispiel oder spezielle Metalle, die man für den Computerbau braucht etc., das wird immer deutlicher.

Irakkrieg

-- der Irak stand schon immer auf der Liste der militärischen Ziele der kriminellen "USA"
-- der Bezug zum 11. September 2001 "wurde durch Suggestion hergestellt, indem man immer über Terror berichtete, und dann gleich danach kam die Irak-Story"
-- durch diese Suggestion hat das Publikum schliesslich angenommen, Saddam Hussein habe etwas mit dem 11. September 2001 zu tun
-- Rot-Grün war beim Balkanverbrechen schon dabei, Schröder und Fischer haben die Teilnahme beim Irakkrieg abgelehnt
-- 2005 haben dann die "amerikanischen" Medien als Rache die Abwahl von Schröder und die Wahl von Merkel betrieben
-- und auch Jacques Chirac wurde von den "amerikanischen" Medien "fertiggemacht", nicht nochmals zur Wahl anzutreten, und Nachfolger wurde Sarkozy, ein CIA-Favorit
-- auch Guttenberg war ein CIA-Favorit
-- die Bundeswehr hat ein Dekontaminierungs-Corps geschickt zur atomaren Entseuchung, und die Bundeswehr hat im Irak auch an verdeckten Aktionen teilgenommen
-- Bundeswehrsoldaten werden weltweit bei verdeckten Aktionen eingesetzt, das ist ein Geheimnis aller deutschen Verteidigungsminister

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Welt
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22.10.2013: NATO beschliesst, ab 2014 in Afghanistan mit Kampfmissionen aufzuhören

aus: Welt online: Ab 2014: Nato verbietet Afghanistan-Soldaten das Kämpfen; 22.10.2013;
http://www.welt.de/politik/ausland/article121107952/Nato-verbietet-Afghanistan-Soldaten-das-Kaempfen.html

<Auf keinen Fall so weiter wie bisher – die Nato schränkt ab 2014 ihren Afghanistan-Einsatz radikal ein. Es soll keine Kampfmissionen mehr geben und Trainings nur noch in bewachten Ministerien.

Nach dem Abzug der Isaf-Kampftruppen Ende 2014 will die Nato ihre Afghanistan-Mission stark eingrenzen. Das geht aus einem Strategiepapier hervor, dessen Inhalte die Nato-Verteidigungsminister am Dienstag im Hauptquartier der Militärallianz in Brüssel beschließen wollen. In dem Papier wird für die Nato-Soldaten jegliche Teilnahme an Kampfmissionen und die Begleitung von Operationen der afghanischen Armee nach 2014 strikt ausgeschlossen.

Zudem sollen Trainings nur in bewachten Ministerien und Kommandozentren stattfinden. Dieses Vorgehen soll den Einsatz auf einen "minimalen Risiko-Level" begrenzen, heißt es in den Dokumenten, die "Spiegel online" vorliegen.

Die Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten beraten am Dienstag auch über eine engere Zusammenarbeit ihres Militärs. Damit sollen Grundsatzbeschlüsse über eine bessere Aufgabenteilung und den gemeinsamen Einsatz von Soldaten in die Praxis umgesetzt werden, sagten Diplomaten. Nach dem Auslaufen des Kampfeinsatzes in Afghanistan Ende 2014 will die Nato die Fähigkeit zur Zusammenarbeit der nationalen Streitkräfte vor allem durch große Manöver aufrechterhalten.

Die Minister werden in ihrem zweitägigen Treffen in Brüssel auch über die Bekämpfung von Computerangriffen und dabei vor allem über die Frage sprechen, inwieweit die Nato einzelnen Staaten helfen kann. Besprochen werden sollen auch die Themen des Nato-Gipfeltreffens im Herbst kommenden Jahres in Großbritannien.

Nato formuliert erstmals konkrete Planung

Mit dem 24-seitigen "Strategic Planning Assessment" formuliert die Nato erstmals konkret ihre Planung. Die neue Mission trägt den etwas euphorischen Namen "Resolute Support" ("Entschlossene Unterstützung"). Das Papier nennt zwar keine Zahlen für das künftige Nato-Kontingent, legt aber die wichtigsten Eckpunkte für den Einsatz nach 2014 fest.

Als "notwendige Voraussetzung" für die Mission fordern die Verteidigungsminister eine gültige UN-Resolution und ein formales Truppenabkommen, das die Immunität der internationalen Soldaten garantieren soll. Über diese beiden Punkte gibt es seit Monaten Streit mit der Regierung von Afghanistans Präsident Hamid Karsai, der sich zunehmend störrisch zeigt.

Das Dokument spiegelt den Unwillen der Nato-Nationen wider, sich mit der Trainingsmission in Afghanistan in eine neue, möglicherweise verlustreiche Operation ziehen zu lassen.

Das Dossier schreibe vor, dass das Engagement in Afghanistan nicht als "schlichte Weiterführung der bisherigen Nato-Mission interpretiert werden kann". Laut "Spiegel online" dürfen sich Ausbilder künftig auf keinen Fall an Anti-Terror-Operationen beteiligen. Auch wolle sich die Nato auf keinen Fall beim Kampf gegen die florierende Drogenindustrie am Hindukusch beteiligen.

dpa/leu>




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