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China-Chronologie 3: Die Fortsetzung der japanischen Invasion in China 1931-1945, begleitet vom Bürgerkrieg zwischen Maos Kommunisten und den Nationalisten unter Chiang Kai-Shek


Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938:
                            Gezogenes Schwert ohne Augenbinde    Massakermuseum Nanking / Nanjing mit
                            der Zahl 300.000
vergrössernJapanisches Massaker in Nanking / Nanjing 1937-1938: Gezogenes Schwert ohne Augenbinde.
vergrössernMassakermuseum Nanking / Nanjing mit der Zahl 300.000.

von Michael Palomino (2006 / 2010)

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Kommentar
Japan unternimmt ab 1931 in verbrecherischer Weise weitere Besetzungen in China, die Chinas KP und Russland nur noch mehr zusammenschweissen. Gleichzeitig versucht Chiang Kai-Shek - wahrscheinlich mit japanischer Hilfe - die KP Chinas mit Mao weiterhin zu vernichten, was ihm zunächst auch fast gelingt. Die innere Schwächung Chinas durch den ewigen Bürgerkrieg zwischen Kapitalisten und Kommunisten macht China anfällig. Japan versucht ab 1937 den "Spaziergang", der aber nicht gelingt...

Michael Palomino
Januar 2006

China-Chronologie 3: Die Fortsetzung der japanischen Invasion in China 1931-1945, begleitet vom Bürgerkrieg zwischen Maos Kommunisten und den Nationalisten unter Chiang Kai-Shek -- Kommentar: Japan unternimmt ab 1931 in verbrecherischer Weise weitere Besetzungen in China, die Chinas KP und Russland nur noch mehr zusammenschweissen. Gleichzeitig versucht Chiang Kai-Shek - wahrscheinlich mit japanischer Hilfe - die KP Chinas mit Mao weiterhin zu vernichten, was ihm zunächst auch fast gelingt. Die innere Schwächung Chinas durch den ewigen Bürgerkrieg zwischen Kapitalisten und Kommunisten macht China anfällig. Japan versucht ab 1937 den "Spaziergang", der aber nicht gelingt... -- Michael Palomino, Januar 2006 --

Quellen

-- Robert C. North: Der chinesische Kommunismus. Kindler Uni-Bibliothek 1966

-- John F. Fairbank: Geschichte des modernen China 1800-1985; dtv 1986

-- Haydt, Mathias u.a.: Ostasien-PLOETZ. Geschichte Chinas, Japans und Koreas zum Nachschlagen; Verlag Ploetz, Freiburg / Würzburg 1986

-- verschiedene Internetbeiträge

für Rahmendaten:
-- Hermann Kinder/Werner Hilgemann: DTV Atlas zur Weltgeschichte Bd. I. und II. 21.Auflage, München 1986



Ab 18. September 1931: "Zwischenfall" von Mukden / Shenyang - Japans Kolonialismus in der Mandschurei - die hilflosen Reaktionen in National-China - der passive Völkerbund - Stimulation zu weiteren Kriegen anderer Nationen

Bodenschätze als Motiv für die nazi-japanische Expansion in der Mandschurei, China und Indonesien - der Wettbewerb mit Europas Rassistenregierungen und deren "Kolonien"
Japans Inseln sind nicht reich an Bodenschätzen. Um eine starke Kriegsindustrie aufzubauen, fehlen somit die Rohstoffe Eisen, Öl und Kohle, die bisher meist aus den "USA" importiert werden müssen. Zur Realisierung einer militärisch-industriellen "Entwicklung" und eines Wirtschaftswachstums generell herrschen die merkantilistischen Theorien vor. Japans Regierungen und Japans Nazi-Militärs meinen also, es sei absolut notwendig, über rohstoffreiche Kolonien zu verfügen, um mit den europäischen [Rassisten-]Mächten mithalten zu können, die ja mit afrikanischen "Kolonien" ebenso über reiche Rohstoffvorkommen "verfügen". In der Folge wird die Mandschurei wegen Eisen und Kohle besetzt, China generell wegen seiner Bodenschätze, und Indonesien wegen Gummi [und Neu-Guinea wegen Goldminen].
(http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Dai-Nippon-Teikoku)


18.9.1931
Japans "Politik der Zwischenfälle" - Mukden-"Zwischenfall" - "Einrichtung" eines Mandschurei-Staates "Mandschukuo"

Mandschurei: Chang Hsüeh-Liang bricht Japans Eisenbahnprivileg
Japan fürchtet seit 1928 eine nationale Einigung Chinas unter der Kuomintang. Diese Sicht der Dinge wird bestätigt, als der kurz zuvor der Kuomintang beigetretene mandschurische General Chang Hsüeh-Liang sich weigert, den chinesischen Eisenbahnbau und Hafenanlagenbau zu stoppen, der mit der Südmandschurischen Eisenbahn der japanisch-nationalen Zentralregierung im Wettbewerb steht.
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0831483.html)

Der Bruch des Eisenbahnmonopols durch den chinesischen Kriegsherrn / Warlord Chang Hsüeh-Liang, der den Bau chinesischer Eisenbahnen nicht unterbindet, ist Grund für den Mukden-"Zwischenfall".
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0846087.html)

Die japanischen Armeeführer wenden die Politik der "Zwischenfälle" an, um eine "Begründung" für "Strafexpeditionen" und Besetzungen in China zu haben. Der "Zwischenfall von Mukden" (Shenyang) wird zum Anlass genommen, die Mandschurei japanisch zu besetzen (North, S.127; DTV II. S.175)

->> die russische und die chinesisch-kommunistische Führung sind tief betroffen
->> es folgt weitere japanische Expansion auf chinesisches Gebiet (North, S.140).

Mukden ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Der "Zwischenfall" und die nazi-japanischen Gebietsbesetzungen
Eine Gruppe verschworener Armeeoffiziere organisieren eine Sprengung bei einem Zug, der mit einer offiziellen japanischen Delegation unterwegs ist. Dann schieben sie den Zwischenfall "Banditen" in die Schuhe und benutzen den Zwischenfall als Grund für eine militärische Invasion. Das japanische Blutvergiessen entflammt in Japan nationale Leidenschaft, und so muss die japanische Regierung das Militär unterstützen.
(http://www.paradoxmind.com/1302/Prelude%20to%20War/WWII_Asia_Review2.html)

oder:
Nach der Explosion eilen japanische Soldaten herbei. Es wird festgestellt, dass ein 31 Inch (knapp 79 cm) langer Teil einer Eisenbahnstrecke beschädigt ist. Die japanischen Soldaten behaupten nun, dass Chinesen auf sie geschossen hätten und beginnen mit einem Feuergefecht. Bis zum Morgen ist die ganze Stadt Mukden und ein Arsenal im Wert von 100 Mio. $ in japanischer Hand. Bis zum Ende des Tages besetzen die japanischen Truppen alle Städte mit Eisenbahnstationen. In den nächsten sechs Monaten erreicht die japanische Armee die Grosse Mauer.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

oder:
Um 10 Uhr nachts nach der Explosion auf dem Land der Provinz Shenyang / Mukden greifen die Kwantung-Armee und die Armee der Süd-mandschurischen Eisenbahn zu den Waffen und greifen Beidaying und Shenyang / Mukden an. Bis zum nächsten Morden werden beide Gebiete nazi-japanisch besetzt. Wahrscheinlich sind so 240.000 chinesische Soldaten von 20.000 nazi-japanischen Soldaten überwältigt worden. In den nächsten drei Tagen fallen Changchuen und Jilin in nazi-japanische Hände.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

Bei der leichten Besetzung der Mandschurei 1931 behauptet die japanische Propaganda, es würde die Mandschus von den Chinesen befreien.
(http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Dai-Nippon-Teikoku)

Die offizielle japanische Geschichtsschreibung definiert mit dem Vorfall bei Mukden den Beginn eines "15-jährigen Krieges" gegen China.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)

Die Provinzen Nord-Chinas: Die strukturellen Veränderungen zwischen 1911 und 2005

Provinzen von China 1911-1945     Chinas Provinzen im Jahr 2005
Karten mit den Provinzen von China 1911-1945, und Chinas Provinzen 2005

Zum Vergleich: China mit autonomen Gebieten und mit Angaben um Landstreitigkeiten (2005)
China: Autonome Gebiete und
                            Landstreitigkeiten 2005, Karte
vergrössernChina: Autonome Gebiete und Landstreitigkeiten 2005, grosse Karte


Japans Besetzungen in Nordchina 1931-1933 bzw. 1931-1945 (verschiedene Kartenbeispiele)
Japans Besetzungen in China
                  1895-1933, Karte. Und es war nie genug...
Japans Besetzungen in China 1895-1933, Karte. Und es war nie genug...
China 1931-1945: Nazi-Japans
                  Besetzungen, Burmastrasse, Karte
China 1931-1945: Nazi-Japans Besetzungen, Burmastrasse, Karte
Todeslager in Nazi-Japan
Todeslager Nazi-Japans 1931-1945, Karte
Todeslager Nazi-Japans 1931-1945, Karte


23.9.1931
China: Streiks und Demonstrationen gegen Japan
Am 23.9.1931 kommt es zu anti-japanische Streiks und vor allem zu Demonstrationen, z.B. in Hongkong.  Die Bevölkerung, z.B. von Hongkong, versammelt sich in der Jing-Wu-Hui-Gesellschaft, holt die Flagge von National-China ein und gedenkt der Opfer der japanische Invasion.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

ab 25.9.1931
China: Boykotte gegen Japan
ab dem 25.9.1931 verbreiten sich immer mehr Boykotte japanischer Waren: Maschinentechnik für die Eisenbahn, Journalismus, Produkte der verarbeitenden Industrie etc.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

Militarisierung der Bauern
Die KPCh militarisiert die Bauern. Die KMT-Regierung muss ebenso reagieren und der auslandsorientierte Sino-Liberalismus bleibt auf der Strecke (Fairbank, S.363).

Zusammenschluss zwischen Akademikern und Regierung gegen Japan
Angesichts der japanischen Invasion verpflichten sich die Akademiker wieder dem chinesischen Staat als Berater und Administratoren (Fairbank, S.288).

Hongkong: Ermordung der japanischen Handelsfamilie - Ressentiments in Japan - Zensurregime in Hongkong - wachsende Proteste bis zu weiteren Morden gegen Japaner - Morde an Chinesen
In Hongkong wird 1931 die japanische Geschäftsfamilie Yamashita umgebracht. Japanische Proteste und die Verstärkung der japanisch-britischen Kontakte sind die Folge, und eine Inspektionsreise des Hongkong-Gouverneurs William Peel in Japan über anti-japanische Aktivitäten.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Yamashita)

  
Hongkong-Gouverneur William Peel 1930-1935
Hongkong-Gouverneur William Peel 1930-1935: Er versuchte vergeblich eine neutrale Politik in Hongkong zwischen Japaner und Chinesen...

Der Gouverneur William Peel gibt dem ersten Minister für chinesische Angelegenheiten Anweisung, die Bewegung gegen Ausländer zu stoppen und schlägt eine strenge Zensur auf Zeitungen und Zeitschriften vor. Der Versuch einer neutralen Politik in Hongkong befriedigt die Bevölkerung aber nicht. Am Ende werden japanische Importgüter zerstört und gross angelegte Proteste und Demonstrationen gegen Japan veranstaltet.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

Japaner in Hongkong ziehen sich aus Vorsicht chinesische Kleider an, um nicht verfolgt zu werden. einige radikale Japaner aber töten Europäer, um die Unruhen in Hongkong weiter zu schüren.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

30.9.1931
Die königliche Hongkonger Polizeitruppe findet in einem japanischen Laden in Wanchai zwei Maschinengewehre und viele andere Waffen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

ab Oktober 1931
Forderung nach einer Verteidigungsindustrie
durch die Intellektuellen in National-China v.a. in Peking. Es folgen neue "wissenschaftliche" Untersuchungen. Ein in Deutschland ausgebildeter Geologe, Chu Chia-Hua, wird Unterrichtsminister (Fairbank, S.228).

Nanking/Nanjing: Die Steuern aus der Mandschurei fallen für China weg - Militarismus in National-China
Chiang Kai-Shek verliert mit der japanischen Besetzung der Mandschurei grosse Steuereinnahmen. Chiang muss nun einen eigenen Militarismus einführen. Alle Mittel fliessen ins Militär (Fairbank, S.224).

Dabei ist die Kuomintang inzwischen dermassen zersplittert und korrupt, dass Chiang Kai-Shek meint, die "chinesische Revolution" sei misslungen (Fairbank, S.224).

[Chiang Kai-Shek ist scheinbar weiterhin nicht fähig, sich selbst einzugestehen, dass er nur eine "halbe" Revolution vollzogen hat, denn die Bauern auf dem Land dürfen weiterhin keine "Revolution" erleben, können weder lesen noch schreiben etc.].

Der korrupte Rechnungshof in Nanking / Nanjing
-- von 1931-1937 gehen knapp 69.500 Korruptionsanzeigen gegen Beamte ein
-- nur gegen 1800 Beamte wird eingeschritten
-- nur 268 fehlbare Beamte kommen vor Gericht, davon gehen 214 straflos aus, 41 bekommen eine kleine Strafe, und nur 13 Beamte werden entlassen (Fairbank, S.226).

2.10.1931
Bei einer Durchsuchung des Kinos Gaosheng werden 22 Bomben und drei Waffen gefunden. 5 Japaner, die chinesische Kleider tragen, werden verhaftet.

Der japanische Terrorismus führt zum Mord an drei chinesischen Tagelöhnern. Bis zum Aufdecken einer japanischen Verschwörung zu einem Angriff gegen das Regierungsgebäude verheimlicht Gouverneur William Peel alle Vorfälle gegenüber der britischen Regierung.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

Stalin ist innenpolitisch gebunden
Stalin hat sich mit seinen Mitarbeitern verpflichtet, das Fünfjahresziel in vier Jahren zu erreichen. Er schickt nicht mehr Kräfte zur Abwehr der japanischen Invasion als absolut notwendig (North, S.140).

Hoffnungen der KPCh auf Chiang Kai-Shek und eine "Einheitsfront" gegen Japan
Die KPCh hofft, dass Chiang Kai-Shek zu einer Offensive in die Mandschurei gegen Japan überredet werden kann. So
-- kann der Druck auf die chinesischen Sowjetgebiete verringert werden
-- kann auch die japanische Drohung an der russischen Grenze vermindert werden (North, S.140).

Ziel der KP in Moskau und der KPCh ist die "Einheitsfront" in China gegen Japan (North, S.140).

Es kommt zur Annäherung zwischen Moskau und National-China. Für Moskau bekommt die Bedrohung durch japanische Truppen erste Priorität. Ein Sieg der KPCh über die Kuomintang ist dagegen sekundär (North, S.140).

Die Position der KPCh erleichtert sich
denn die KMT ist gegen Japan gebunden und kann die KPCh nur noch wenig verfolgen (Fairbank, S.241).

Der Völkerbund duldet die japanische Invasion in China
Russland ist die einzige Macht, die im Völkerbund Chinas Anliegen vertritt, vertreten durch Maxim Litvinov:

-- Litvinov unterstützt Bitten der chinesischen Nationalisten
-- Litvinov beteuert, Japan habe ohne Kriegserklärung angegriffen (North, S.140)

oo  100.000e von japanischen Soldaten seien in China eingefallen
oo  die chinesischen Häfen sind durch japanische Schiffe blockiert
oo  der chinesische Handel sei gelähmt (North, S.142).

Der Völkerbund unternimmt keine wirksamen Massnahmen gegen Japan. Folgen:
->> Italien ist zu einer Abessinieninvasion ermutigt
->> Franco ist zu einem allfälligen Eingreifen in Spanien ermutigt
->> Japan wird dadurch wieder zu weiteren Feldzügen ermutigt sein (North, S.142).

[Mit der japanischen Offensive in China 1931 hat gemäss Valentin Falin der Zweite Weltkrieg bereits begonnen. Man kann auch sagen, das "grosse darwinistische Fressen" hat begonnen, bis zur Unterschreibung der Menschenrechte...]

Völkerbund in Genf duldet das
                        "darwinistische Fressen"...
Der Völkerbund in Genf: Er duldet ab 1919 das weitere "darwinistische Fressen". Heute (2005) wird mit der UNO-Fahne ein Hungertoter pro Sekunde auf der Welt geduldet...

Japans Militärs intrigieren mit chinesischen Kriegsführern / Warlords
Die folgenden Jahre nach der Gründung von Mandschukuo spannt die japanische Armee mit lokalen chinesischen Kriegsführern / Warlords zusammen und dehnt so den Einfluss nach Süd-China aus.
(http://www.paradoxmind.com/1302/Prelude%20to%20War/WWII_Asia_Review2.html)

Japans Militärs handeln eigenmächtig gegen die japanische Zivilregierung - die Sicht japanischer Historiker  - die Sicht japanischer "Modernisierer"
Die beiden Generäle, Ishiwara Kanji und Itagaki Seishiro, unter deren Leitung die Mandschurei nazi-japanisch besetzt wird, handeln nach genau ausgeklügelten Plänen, ohne die Bewilligung weder vom chinesischen Hauptquartier in der Mandschurei noch von der Zivilregierung in Japan. Die japanische Regierung unter Premierminister Watatsuki gerät dadurch in eine extrem bedrängte Situation.

Die Ereignisse sind für die japanische Geschichte bedeutend, weil dadurch der Vorschlag von Tanaka erfüllt wird, den Staat Mandschukuo zu errichten. Gemäss John King Fairbank sehen japanische Historiker die politische Lage in der Mandschurei wie eine zweite Welle, die von der Mandschurei über China hereinbricht, in den Fussstapfen der Mandschu-Eroberer. Tokios Modernisierer sehen Japan dagegen in der Führerrolle, in China die moderne Welt zu verbreiten, eine Welt ohne Tradition und ohne Feudalismus.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)


7.11.1931: Proklamation der "Kommunistischen Republik China" in Juichin / Ruijin

7. November 1931
Erster Allchinesischer Kongress der chinesischen Sowjets in Juichin / Ruijin - erste Regierung der KPCh

Position
                        von Ruijin / Juichin, Provinz Jiangxi / Kiangsi,
                        Kartez Jiangxi / Kiangsi
Position von Ruijin / Juichin, Provinz Jiangxi / Kiangsi, Karte
In der Provinz Kiangsi / Jiangxi in der Stadt Juichin / Ruijin kommt der erste "Allchinesische Kongress der Sowjets" zusammen und errichtet eine "Vereinigte Chinesische Sowjetrepublik". Die KPCh definiert dafür ein fixes Territorium und eine erste kommunistische Regierung (North, S.226) mit Mao als Präsidenten der Provinz Jiangxi/Kiangsi (Fairbank, S.235).

Die weiteren Schritte sind

-- das Abhalten einer Parade der "Roten Armee" und am Abend ein Fackelzug.

-- die Konstitution einer "Vereinigten Chinesischen Sowjetrepublik".

Fahne der kommunistischen Republik
                            China 1931-1934
vergrössernDie Fahne der kommunistischen Republik China 1931-1934. Die Weltkugel ist links von einer Ähre, rechts von einem Bogen aus Reiskörnern umgeben, als Symbol für den weltweiten Siegs des Proletariats. Die Schriftzüge lauten oben "Chinesische Sowjetrepublik" und unten "Proletarier der ganzen Welt und unterdrückte Völker: Vereinigt euch".
Kriegsfahne der kommunistischen
                            Republik China 1931-1934
Kriegsfahne der kommunistischen Republik China 1931-1934

Mao wird Vorsitzender des ZEK (Zentral-Exekutiv-Komitee) (North, S.122). Das ZEK hat 21 Mitglieder, die das "Regime von Juichin / Ruijin" bilden, die erste kommunistische Regierung (North, S.125).

-- Ausarbeitung eines Organisationsplans für die Regierung
-- Ausarbeiten eines Arbeitsrechts und eines Gesetzes zur Bodenverteilung
-- Ausarbeiten von Beschlüssen zur "Roten Armee" (North, S.122).

KPCh: Liberale "äussere Kader" zur Steigerung der Attraktion
Die KPCh installiert liberale "äussere Kader". Diese werden dann tatsächlich liberal und glauben, die kommunistische Revolution strebe die Befreiung der Menschen und nicht deren Beherrschung an (Fairbank, S.294).

November 1931 - ca. April 1932
Machtergreifung der Mao-Regierung in den chinesischen Sowjetgebieten

Die neue chinesische Sowjetregierung unterstellt sich viele, weit verstreute Sowjetbezirke. Bis zum April 1932

  
Mao, Portrait 1931
Extremist Mao, Portrait 1931

->> regiert sie eine Bevölkerung von mehreren Millionen Menschen
->> regiert sie ein Gebiet von der Grösse mehrere europäischer Staaten
->> bildet sich eine Hierarchie in der Regierung heraus, die für eine kommunistische Landesregierung übernommen werden kann (North, S.122).

Stellung Maos ohne Vollmacht - Dauerstreit Bodenreform
Mao selber hat im "Regime von Juichin / Ruijin" keine Vollmachtstellung, steht aber gegen die "Clique der zurückgekehrten Studenten" (North, S.123), die 28 Bolschewiki aus Moskau, denn diese bestehen darauf, dass eine Revolution auf der Basis des Proletariats vollzogen werden müsse, das in China aber weitgehend noch fehlt... (Fairbank, S.236). Innerhalb der Partei tobt ein Dauerstreit um das Vorgehen bei der Bodenreform (North, S.122). Mao zieht die Bauern nun mit in die Revolution mit ein, indem er sich auf Lenin-Prinzipien stützt:

"Wir unterstützen die Bauernbewegung insoweit, als sie revolutionär und demokratisch ist", nicht, wenn sie
"reaktionär und antiproletarisch wird." (North, S.123)

auch in: Lenin: Selected Works III, S.145f.

Nach Lenins Grundsätzen unterscheidet Mao auch reiche Bauern und Kulaken von "mittleren" und "armen" Bauern. Erstere sind Kapitalisten, mittlere "teils Eigentümer, teils Arbeiter" und meist unentschlossen, arme Bauern aber sind gänzlich ohne Besitz (North, S.123).

->> gemäss Lenin ist nur der arme Bauer eine Stütze der städtischen Arbeiterklasse
->> im 2.Stadium der Revolution gilt es, so Lenin für Russland, die besitzenden Bauern zu enteignen, v.a. die Kulaken (North, S.124).

ab 1931
Kommunistische Kleinkriege gegen nationale Kuomintang-Truppen
Chiang Kai-Sheks Feldzüge zur Vernichtung der KPCh nötigen der KPCh einen Kleinkrieg auf, an dem sich schrittweise die Taktik der KPCh entwickelt:
-- den Feind heranlocken, bis man ihm die Versorgungslinien abschneiden kann
-- nur vor Ort angreifen, wenn man sich der Überlegenheit sicher ist (Fairbank, S.236).

Mit dieser Taktik erleiden die "nationalen" KMT-Truppen (unter deutscher "Beratung"!) in vier Feldzügen 1931 bis 1934 nur Niederlagen (Fairbank, S.236).

Das dritte Prinzip der Guerilla, die Bauern als Lebensmittellieferanten, Soldatenlieferanten und Nachrichten- lieferanten einzuspannen, bleibt wirkungslos (Fairbank, S.236).

Die Missionare werden zu Verbündeten der chinesischen Patrioten gegen Japan
(Fairbank, S.200-201); Wenn Japan die exterritorialen Rechte der Missionare angreift, sind die ausländischen Mächte gleich zur Stelle. So spielt die chinesische Regierung die europäischen und "amerikanischen" Mächte gegen Japan aus (Fairbank, S.201).

1931/1932
Chang Po-Ling gründet ein volkswirtschaftliches und ein chemisches Institut
(Fairbank, S.201)

1932
Japanisch-chinesischer und internationaler Krieg um Shanghai - Chiangs Pläne zum Aufbau einer Grossindustrie mit deutscher Hilfe - Hongkong wird Zentrum des Widerstands für Shanghai-Chinesen

Eindrücke aus Shanghai 1932
Shanghai 1932: Tramverkehr
Shanghai 1932: Transport von Baumaterial
                          von Hand: Steine, Hölzer Shanghai 1932: Fussrikschas
vergrössern Tramverkehr vergrössern Transport von Baumaterial von Hand: Steine, Hölzer vergrössern Fussrikschas

   
Bürgermeister von Shanghai 1932: Wu
                          Tiecheng
Bürgermeister von Shanghai 1932: Wu Tiecheng
Nach einem Boykott japanischer Waren in Shanghai eskaliert die Situation. Japaner antworten mit  Brandschatzungen an Fabriken und Geschäften. Die Japaner senden an den Bürgermeister von Shanghai - Wu Tiecheng - ein Ultimatum mit der Forderung einer chinesischen Untersuchung, einer Entschuldigung und der Auflösung aller  anti-japanischen Organisationen. Statt einer Generalkonzession verlangen die Japaner gleichzeitig den Rückzug der chinesischen Armee aus Shanghai.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)



28.1.1932
Shanghai: Japanischer Angriff auf die Festungen Wusong und Jabei
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

Shanghai 28.1.1932: Parade des 4.
                            US-Marine-Corps usmc
vergrössernShanghai Januar 1932: Parade des
4. US-Marine-Corps usmc
Rückseite der Karte aus Shanghai
                            28.1.1932: Report über den japanischen
                            Angriff
vergrössernShanghai 28.1.1932: Report über den
japanischen Angriff

Text auf der Rückseite: 1/28/32: "Shanghai, China. - The Situation in Shanghai has become tense today as Japan ordered the Chinese section of the city seized and landed 1,000 marines in the city under the guns of twenty-three warships. At the same time bitter resentment was felt in Tokyo at the publication of United States Notes and reported Washington suggestion of boycot on Japan to halt hostilities. There are now 5,000 Americans in Shanghai, with 1500 of them wives of American troops. American forces in Shanghai total about 3,000. With the landing of the 1,000 Japanese marines today the total Japanese force ready to occupy the city was brought up to 4,000. This is a view made recently in Shanghai as the 4th regiment, United States Marine Corps, passed in review. 1/28/32

Deutsch: 28.1.1932: "Shanghai, China. - Die Situation in Shanghai ist heute brenzlig geworden, als Japan befohlen hat, den chinesischen Teil der Stadt einzunehmen und 1000 Marinesoldaten unter Feuerschutz von 23 Kriegsschiffen gelandet sind. Gleichzeitig kam in Tokio eine bittere Verstimmung auf, als die Noten der Vereinigten Staaten publiziert wurden und der Vorschlag Washingtons geäussert wurde, Japan zu boykottieren, damit Japan seine Feindlichkeiten einstelle. Jetzt sind 5000 Amerikaner in Shanghai, davon 1500 Frauen der amerikanischen Truppen. Insgesamt sind in Shanghai ungefähr 3000 amerikanische Streitkräfte präsent. Mit der Landung der 1000 japanischen Marinesoldaten stehen nun insgesamt 4000 Mann der japanischen Armee bereit, die Stadt zu besetzen. Dies ist eine kürzlich aufgenommene Szene der 4. Regiments des US-Marinekorps bei einer Parade. 28.1.1932
(http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1932_usmc_4th-reg_press-photo-notes.jpg)

Japans Zerstörer Mutsuki vor Shanghai
                          Februar 1932
vergrössernEin japanischer Zerstörer "Mutsuki" vor Shanghai Februar 1932, mit zwei Schwesternschiffen (links).
Shanghai 1932: Beschädigte Eisenbahnlinie
                          bei Song-Hu
vergrössernSchutt und Rauch an der beschädigten Eisenbahnlinie von Song-Hu am 28.1.1932.
(http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9)

Die 19. chinesische Marscharmee in Shanghai leistet massiven Widerstand.
(http://english.cwi.org.cn/album/04.htm)

Chinesische Soldaten und der Grossteil der Zivilbevölkerung solidarisieren sich gegen die nazi-japanische Aggression.
(http://hkuhist2.hku.hk/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

Februar 1932 ca.
Shanghai: Anglo-französisch-"amerikanische" Intervention zur Wahrung der "Interessen"
Die nazi-japanischen Truppen drohen im Fall einer Besetzung von Shanghai mit dem Weiterzug bis Nanking / Nanjing, der Hauptstadt des nationalen China. Gleichzeitig werden die englischen, französischen und "amerikanischen" Interessen in Shanghai bedroht. Deswegen kommt es zur anglo-französisch-"amerikanischen" Intervention, um die gut eingespielten europäischen ökonomischen und politischen Interessen in Zentral-China zu schützen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm)

Shanghai erlebt Flüchtlingslager, Barrikaden, Waisenkinder, Armenküchen, Einmarsch von englischen Armeeeinheiten, Paraden japanischer Armeeeinheiten etc., ein kompletter Krieg auf begrenztem Territorium.
(http://www.thefilmvault.com/WWII/china-1932-4.html)


Verletzte und Tote durch Nazi-Japans
                          Bombardements in Shanghai 1932
vergrössernVerletzte und Tote durch Nazi-Japans Bombardements in Shanghai 1932
Flüchtlinge Shanghai 1932: Flucht vor den
                          Bomben Nazi-Japans
vergrössernFlüchtlinge in Shanghai nach Nazi-Japans Bombardements 1932


18.2.1932: Japanische Gründung des Staates "Mandschukuo" in der Mandschurei - nach "Mandschukuo" soll der nächste Marionettenstaat "Nord-China-Land" / Hua Bei Guo folgen

Die Mandschurei wird in "Mandschukuo" umbenannt und von Japan als eigenständiger Staat definiert..
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Fahne von
                        Mandschukuo / Manchukuo
Fahne von Mandschukuo
Japanisches
                        Propagandaplakat für Mandschukuo
Japanisches Propagandaplakat für Mandschukuo mit verschiedenen Fahnen, die einen Frieden vorspielen sollen.

Struktur und "Entwicklung" von Mandschukuo
Mit der Gründung von Mandschukuo hat Japan die Mandschu-Dynastie wieder restauriert [aber quasi ohne Machtbefugnis].
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

  
Manchukuo / Mandschukuo: Kaiser Puyi,
                            der letzte Mandschu-Kaiser
vergrössernManchukuo / Mandschukuo: Kaiser Puyi, der letzte Mandschu-Kaiser.



Manchukuo ist als unabhängiger Manchu-Staat definiert, in Realität aber ein japanischer Marionettenstaat. Von den Grossmächten wird er von Japan, Italien und Deutschland diplomatisch anerkannt.

Die Hauptstadt Changchun wird in "Xinjing" (chinesisch: "Neue Hauptstadt") umbenannt. Der letzte Mandschu der Ching-Dynastie / Qing-Dynastie, Puyi, regiert als Regent und Kaiser.
(http://www.factmonster.com/ce6/world/A0831481.html)

Die Japaner erreichen ihre Ziele in Jilin, Liaoning und Heilongjiang bei gleichzeitiger Unterstützung des Mandschu Puyi als Marionette, als Aushängeschild, wie eine lahme Ente.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

Einwanderung von Ausländern wird in Mandschukuo kaum zugelassen. Die Verwaltung ist vom japanischen Militär streng kontrolliert, ergänzt von einem andauernden japanischen Guerillakrieg gegen eingeborene Widerstandsgruppen. Mandschukuo ist ein Dauergrund für Krieg. Die Japaner vergrössern in grossem Stil Industrie und Eisenbahnnetz,
(http://www.factmonster.com/ce6/world/A0831481.html)

[wobei die Industrie und das Eisenbahnnetz in japanischen Diensten steht...]

Die Sowjetunion (SU) verkauft ihre Eisenbahnanteile an der Chinesischen Osteisenbahn an Mandschukuo.
(http://www.uglychinese.org/campaign.htm#ChineseEasternRailway)

Der Plan eines nächsten Marionettenstaates "Nord-China-Land" / "Hua Bei Guo"
Ein nazi-japanisches Komplott plant die Installierung eines weiteren Marionettenstaates "Nord-China-Land" / "Hua Bei Guo" zwischen Mandschukuo und Peking. Irgendwann wird die Gelegenheit günstig sein, um einen Vorwand zu finden, diesen nächsten Marionettenstaat zu realisieren...
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Hua%20Bei%20Guo)

Völkerbund: Die europäische Lytton-Kommission
Der Völkerbund lässt mit einer europäisch besetzten Kommission mit Mitgliedern aus England, "USA", Frankreich, Deutschland und Italien unter Leitung von Lytton die Einrichtung von Mandschukuo untersuchen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

April 1932
Russische Kriegserklärung gegen Japan
(North, S.226)


Shanghai: Festnahme von Yun Pong-Gil
                        wegen Bombenanschlag auf Kaiserzeremonie
                        29.4.1932
Shanghai: Festnahme von Yun Pong-Gil wegen Bombenanschlag auf Kaiserzeremonie 29.4.1932

29.4.1932
Shanghai: Bombenanschlag gegen Japaner am Kaiser-Geburtstag
Der Patriot Yun Pong-Gil (1908-1932) wird am 29. April 1932 wegen eines Bombenwurfs gegen eine Geburtstagszeremonie zugunsten des japanischen Kaisers festgenommen [und wohl gleich geköpft...]
(http://rki.kbs.co.kr/english/korea/korea_history_con82.htm)

5.5.1932
Shanghai: Waffenstillstand von Song-Hu
Vor allem GB, F und die "USA" drängen aufgrund ihrer "Interessen" auf den Waffenstillstand.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm)

Waffenstillstand zwischen Chiang Kai-Sheks Truppen und Japans Nazi-Truppen (North, S.226).

ab Mai 1932 ca.
Das britische Hongkong wird Sitz für patriotische China-Bewegungen und Flüchtlingszentrum für Shanghai-Chinesen
Mit dem aggressiven nazi-japanischen Einmarsch in die Mandschurei und weiter in Nord-China wird in Hongkong eine patriotische Bewegung nach der anderen provoziert, von den Hafendocks bis zu den Fabriken, von den Studenten bis zu den Buchhaltern.

Infolge des Zustroms von Arbeitern und Geschäftsleuten aus Shanghai wächst in Hongkong die Leichtindustrie. Die Chinesen in Hongkong machen anti-japanische Propaganda und organisieren patriotische Organisationen wie z.B. Mintzu Geming Datongmeng oder Minzu Jiefang Tongmenghui etc.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)


Juni 1932
Chiang Kai-Sheks vierter Einkreisungsfeldzug gegen die KPCh
(North, S.226) bleibt wegen der kommunistischen Hinterhalt-Taktik erfolglos (Fairbank, S.236).

1932, Juni ca.?
Chiang Kai-Sheks Schritt zum Aufbau einer Grossindustrie mit deutscher Hilfe
Chiang lässt eine Nationale Hilfsquellenkommission organisieren, die direkt Chiang und dem Militär untersteht, mit dem Geologen Weng Wen-Hao an der Spitze. Der unbestechliche Weng steigt rasch in hohe wirtschaftliche Stellungen auf. Ziel ist der Aufbau einer staatlichen Grossindustrie mit Stahlfabrikation, Elektronik, Maschinen- und Waffenfabriken. Chiang hofft auf eine deutsche Beteiligung (Fairbank, S.228).


Massaker von Pingdingshan /
                            Pindingshan 16.9.1932: Knochenfeld

vergrössernMandschukuo: Massaker von Pingdingshan / Pindingshan 16.9.1932: Knochenfeld.
16.9.1932
Mandschukuo: Japanisches Massaker von Pingdingshan / Pindingshan
Nazi-japanische Truppen treiben im Dorf Pingdingshan (heute Provinz Liaoning) über 3000 örtliche Bewohner zusammen und treiben sie an den Fuss des Pingdingshan-Berg im südlichen Fushun ins Grasland westlich des Dorfes. Dort werden die Zusammengetriebenen am 16.9.1932 massakriert.

Um das Verbrechen zu vertuschen, werden die Leichen verbrannt und 800 Häuser des Dorfes angezündet.
(http://english1.peopledaily.com.cn/200209/17/eng20020917_103361.shtml)

Scheinbar werden die Knochen nicht beseitigt...

Dezember 1932
Diplomatische Beziehungen Moskau - Chiang Kai-Shek
Moskau nimmt im Dezember 1932 offizielle diplomatische Beziehungen zu Chiang Kai-Shek auf. Es bleibt aber ein grosses Misstrauen (North, S.142)

  
Grosse Mauer im Hochgebirge
Die Grosse Mauer im Hochgebirge


-- wegen Verratsvorwürfen von Moskau, Chiang Kai-Shek würde sein Land an die Japaner verraten, und wegen chinesischen Nationalisten, die Moskau die Unterstützung der KPCh vorwerfen

-- wegen dem Streit um die ostchinesische Eisenbahn, die von russischen Unternehmen gebaut worden ist (North, S.143).

Ende 1932
Provinz Chahar (Innere Mongolei): Beginn der Kriege an der Grossen Mauer
Ende 1932 beginnt die nazi-japanische Armee von Mandschukuo aus die Invasion der Provinz Chahar (Innere Mongolei).
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)



Chiang Kai-Shek wendet sich von der Demokratie endgültig ab - "Blauhemden"

Chiang meint, China brauche einen Diktator
Nach den Erlebnissen um Shanghai wendet sich Chiang Kai-Shek endgültig von der Demokratie als Staatsform ab. Er hält zu allen Seiten gleichzeitig Verbindung, zu Methodisten, zur Kuomintang, und auch zu Deutschland. Chiang Kai-Shek glaubt dabei, China brauche einen Diktator. Er steht an der Spitze und hat verschiedene Ämter zugleich. Sein Vorbild ist Tseng Kuo-Fan, der Unterdrücker des Taiping-Aufstandes (1851-1864), der damit auch jegliche soziale Revolution 1864 unterdrückt hat (Fairbank, S.225).

"Blauhemden" und Führerkult
Solange keine Bindung zwischen Deutschland und Japan besteht, lässt Chiang auch aus Deutschland Militärhilfe zu und kopiert mit dem Aufbau einer faschistischen Organisation "Blauhemden" sogar eine Art Nationalsozialismus. Die "Blauhemden" bestehen aus einigen 1000 ausgesuchten Offizieren.

Chiang lässt sich in einem Balance-Akt der Macht als eine Art Mussolini oder Hitler verehren. Die "Blauhemden" fördern 1934 eine "Bewegung für ein neues Leben" mit "alten Tugenden" und korrektem persönlichen Verhalten als Inhalt. Gleichzeitig bekämpft die Kuomintang unter den Brüdern Ch'en Kuofu und Ch'en Li-fu die "Blauhemden"... (Fairbank, S.225)

[Chiang ist aber weiterhin scheinbar nicht gewillt, sich soziologisch weiterzubilden und die Wichtigkeit der Alphabetisierung bei der Masse der Bauern anzuerkennen. Damit unterdrückt die chinesische Oberschicht in den Städten systematisch die chinesische Bauernschicht...]

Die Verwaltung bleibt unfähig
Chiangs Verwaltung in Nanking / Nanjing bleibt unfähig. Reformprojekte bleiben in der Verwaltung hängen, und für die wirtschaftliche Entwicklung fühlt sich niemand verantwortlich (Fairbank, S.226).

Chiangs "Spiele" mit den politischen Gruppen
-- Chiang spielt sogar die Whampoa-Clique gegen andere Teile der Armee aus
-- Chiang spielt auch die "politisch-wissenschaftliche" Clique von Beamten gegen die Clique der Parteiorganisationen aus
-- Chiang spielt auch noch die Clique der Parteiorganisationen gegen die "Blauhemden" aus (Fairbank, S.227).

Chiang Kai-Shek bleibt immer einziger Entscheidungsträger. Volk oder Regierung dürfen nie mitentscheiden (Fairbank, S.227).


1933: Weitere nazi-japanische Invasion in China - nazi-deutsche Hilfe für Chiang 1933-1937 - Januar 1934: 2.allchinesischer Sowjetkongress in Juichin / Ruijin - Chiangs Militärdiktatur - Chiang Kai-Shek lässt die chinesischen Kommunisten aushungern - Beginn des "Langen Marsches" der KPCh

1.-3.1.1933
Japans Invasion an der Grossen Mauer: Invasion am Shanhaiguan-Pass und der Provinz Rehe / Jehol / Jinzhou
Am 1.1.1933 verlangt die japanische Seite, dass die Chinesen den Shanhaiguan-Pass aufgeben. Am 2.1.1933 gibt die 8. japanische Division ein Ultimatum heraus und greift dann den Pass mit vier Fahrzeugen und drei bewaffneten Fahrzeugen an.

Japanische
                Besetzung von Jehol/Jinzhou/Rehe 1933
Japanische Besetzung von Jehol/Jinzhou/Rehe 1933: Peking ist nicht mehr weit...

Einschub: Die Provinz Jehol / Jinzhou / Rehe gibt es ab 1955 nicht mehr
1955 wird Jehol / Jinzhou / Rehe aufgeteilt und aufgelöst: Ein Teil geht an die Innere Mongolei, weitere Teile an die Provinzen Hebei und Liaoning. Jehol ist ab dann auf den Landkarten nicht mehr zu finden.
(http://www.encyclopedia.com/html/R/Rehe.asp)

Die Hauptstadt von Jehol / Jinzhou / Rehe war Chengde.
(http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Jehol)

3.1.1933
Rehe/Jehol/Jinzhou: Chinesischer Rückzug - japanischer Angriff auf vier Pässe an der Mauer
Am 3.1.1933 beklagt der Kriegsherr / Warlord  Shi Shian am Shanhaiguan-Pass 50 % Verluste, die japanische Seite 500 Tote und Verwundete. Shi Shian lässt den Pass räumen.

Die nazi-japanischen Truppen beginnen mit der Invasion der Provinz Rehe / Jehol nördlich der Grossen Mauer mit zwei Divisionen und drei Brigaden. Es geht dabei gleich um vier Pässe.

(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

28.1.1933
Rehe/Jehol/Jinzhou: Angriffe auf vier weitere Pässe der Grossen Mauer
Am 28.1.1933 starten die 8. Division und zwei Brigaden der nazi-japanischen Truppen einen Zangenangriff auf vier Pässe entlang der Grossen Mauer im Gebiet von Jinzhou-Yixian.  Gleichzeitig greifen die 6. Division und zwei Brigaden Tongliao-Zhangwu-Hushan und dann Chifeng an.
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Februar 1933
Das Militär verlangt die Bewilligung für grosse Operationen in Jehol - der schwache Kaiser Hirohito
Der nazi-japanische Chef der Ausrüstungsabteilung , Frank E. Smitha, verlangt von Kaiser Hirohito die Bewilligung für eine "strategische Operation" gegen die chinesische Armee in Jehol / Rehe. der Kaiser bewilligt den Antrag in der Hoffnung, dass es die letzte militärische Operation in der Region sein werde und damit die Angelegenheit in der Mandschurei erledigt sein werde. Gleichzeitig äussert der Kaiser, dass die Armee sich nicht hinter die Grosse Mauer begeben soll.
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Die Kunstschätze aus dem Kaiserpalast von Peking werden nach Nanking gebracht
Es wird beschlossen, die gesamte vorhandene Sammlung aus den Lagerräumen des Palastes abzutransportieren. Es werden verpackt:
-- 2000 Kisten Porzellan
-- 9000 Bilder und Kalligraphien
-- Bronzegegenstände
-- 100e Kisten mit weiteren Kunstgegenständen.

Insgesamt wird praktisch alles mitgenommen, was als wertvoll eingestuft wird, ausser sperrige Möbel.
(Taiwan Nachrichten vom 15.7.2003; http://64.233.183.104/search?q=cache:_tZAgWbiyIwJ:members.chello.at/gio-vienna/tn/03-12.pdf+Chongqing+bombardiert&hl=de)

21.2.1933
Generalangriff der nazi-japanischen Armee auf Chifeng an der Grossen Mauer
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Nazi-Japan gegen China: Krieg um die Mauer 1933
Chinas Truppen an einer
                        strategischen Kreuzung der Chinesischen Mauer
                        1933 Chinesische Mauer japanisch
                        besetzt mit Fahne
Chinas Truppen an einer strategischen Kreuzung der Chinesischen Mauer 1933 Chinesische Mauer japanisch besetzt, mit Fahne
Grosse Mauer 1933: Japans Soldaten
                          posieren mit Fahne
vergrössernGrosse Mauer 1933: Japans Soldaten posieren mit Fahne

Ende Februar 1933
Der Völkerbund anerkennt den nazi-japanischen Marionettenstaat Mandschukuo nicht
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Die Lytton-Kommission erklärt das Regime in Mandschukuo für illegal. Japans Regierung reagiert aber nicht und führt die Ausweitung des Staates Mandschukuo weiter.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)

3.3.1933
Jehol/Rehe/Jinzhou: Japanische Besetzung des Chengde-Pass und des Xifengkou-Pass
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

März bis Mai 1933
Japanische Besetzungen entlang der Grossen Mauer
zur Vorbereitung einer Gesamtinvasion in China.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Mitte März 1933
Jehol/Rehe/Jinzhou fällt ganz unter japanische Kontrolle
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Völkerbund: "Lytton-Bericht" gegen Japan - Japans Austritt aus dem Völkerbund
Der "Lytton-Bericht" weist Japans Verhalten in der Mandschurei als "unrechtmässig" aus (DTV II. S.175).

Der Völkerbund verurteilt die nazi-japanische Mandschurei-Invasion. Japan wird in der Folge aus internationalen Abläufen isoliert. Japans Nazi-Militaristen aber behalten Mandschukuo als ersten Schritt einer geplanten Gesamtinvasion Chinas.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm)

27.3.1933
Japan kündigt den Austritt aus dem Völkerbund innert zweier Jahre an
(Battles of the Great Wall:  http://www.uglychinese.org/war.htm)

Mitte 1933 ca.
Shanghai: Das ZK der KPCh muss Shanghai verlassen
und geht in die zentrale kommunistische Basis in Kiangsi zu Mao (Fairbank, S.231).

Oktober 1933
Chiang Kai-Sheks fünfter Einkreisungsfeldzug gegen die KPCh
(North, S.226); zwischen den Armeen von Chiang Kai-Shek und Mao gibt es immer noch keinen Sieger (North, S.128).

[und Japan lacht als "lachender Dritte"].

Herbst 1933
Die KPCh verurteilt Chiang Kai-Shek des Landesverrats
Obwohl die Einkreisungsfeldzüge noch nicht zu einer Entscheidung führen, zeigen sich Ansätze eines wirtschaftlichen und militärischen Drucks auf die chinesischen Sowjetgebiete. Die Kommunisten verurteilen Chiang, weil er seine Militärmacht nicht gegen die japanischen Truppen in der Mandschurei konzentriert (North, S.226).

1933-1937
Militärhilfe von Nazi-Deutschland an National-China
-- deutsche Militärberater bereiten eine militärisch-technische Zusammenarbeit vor
-- General von Seeckt hält sich zweimal in China auf und empfiehlt den Aufbau einer neuen Elitearmee mit einem neuen Offizierskorps (Fairbank, S.228).

General Hans von Seeckt
General Hans von Seeckt

Deutsch ausgebildete KMT-Truppen

vergrössernDeutsch ausgebildete KMT-Truppen.

[Unbegreiflicherweise wird Chiang die Mobilisierung und die Alphabetisierung der Bauernmassen scheinbar nicht vermittelt...]

Winter 1933/34
Taktik von Chiang Kai-Shek gegen die Gebiete der KPChina mit westlichen "Beratern": Einschnürungstaktik mit Forts
Chiang setzt die westlichen "Berater" (General von Seeckt u.a.) gegen die chinesischen Sowjetgebiete ein. Sie sollen mit einem dichten Netz von Forts umgeben und das kommunistische Gebiet in einer "Schlinge" einer lückenloser Wirtschaftsblockade ausgesetzt werden (North, S.128).

Die deutschen "Berater" der KMT-Truppen entwickeln ein System von uneinnehmbaren Blockhäusern auf den Hügeln, um den Vormarsch zu flankieren. So gewinnen die nationalen Truppen schlussendlich die Macht in Kiangsi/Jiangxi (Fairbank, S.236).

Januar 1934
2.Allchinesischer Kongress der Sowjets in Juichin / Ruijin: Forderung Maos nach einer "Roten Armee" Chinas von 1 Million Mann - z.T. Armeezwang
Juichin / Ruijin ist schon ernsthaft gefährdet (North, S.129,226). Mao Tse-Tung, dessen Einfluss in der chinesischen Kommunistischen Bewegung ständig wächst, fordert

oo  eine "Rote Armee" in Stärke von einer Million Mann
oo  die Erweiterung der "Roten Garde" und der Reserven
oo  eine Steigerung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion (North, S.129).

Zur Aufstellung der "Roten Armee" muss Mao Millionen von Bauern überreden, verführen oder zwingen, in regulären oder Reserveeinheiten der "Roten Armee" Dienst zu tun (North, S.142).

Die Bauernarmee wird von Deng Xiao-Ping geführt.
(http://forum.japantoday.com/China_Historical_Photos_(both_PR_of_China_&_Rep_of_China)/m_306979/tm.htm)

1934 ca.
Bedenkliche Politik von Chiang Kai-Shek mit Militärdiktatur - Wang Jingwei wird zur japanischen Marionette
-- Chiang bekommt für seine Kriege die "Unterstützung"durch die "USA" und England
-- Chiang Kai-Shek lässt ab 1934 die traditionelle konfuzianische Ideologie wieder auferstehen
-- Übergang zu einer Militärdiktatur unter der "Whampao-Offiziersclique" (DTV II. S.173).

Wang Jingwei verliert den Machtkampf gegen Chiang Kai-Shek in Nanking / Nanjing. Wang wendet sich der nazi-japanischen Seite in Mandschukuo zu.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Wang%20Jingwei)

Wang Jingwei kehrt sich von der Kuomintang ab (North, S.161).

1934
Mandschukuo "ausgeweitet": Regierung Kaiser Puyi und Premierminister Wang Jingwei

Wang Jingwei / Ching-Wei, Portrait
Wang Jingwei / Ching-Wei, Portrait



  
1934 wird die nazi-japanische Besetzung der Provinz Heilongjiang abgeschlossen. Das Reich Mandschukuo erhält seine endgültige Form, mit Puyi als Kaiser und Wang Jingwei als Premierminister. Damit wird China endgültig zweigeteilt in ein nationalistisches China mit Hauptstadt Nanking / Nanjing und in Mandschukuo unter nazi-japanischer Militärherrschaft im Nordosten.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap4.htm)    

Wang Jingwei wird Premierminister von Mandschukuo, um den Kaiser Puyi unter Kontrolle zu halten. Er wird - wegen seiner Kontakte zu Nazi-Japan in Mandschukuo -  von den chinesischen Nationalisten zum Verräter gestempelt. Ihm wird nachgesagt, von den Japanern bestochen zu sein.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Wang%20Jingwei)

Andere Interpretationen sagen, Wang habe mit seiner Kooperation mit Japan Kriegshandlungen verhindert.

1934
Nazi-Japan tritt auch aus der Washingtoner Abrüstungskonferenz aus - Japans isolierter China-"Plan"
Nazi-Japan isoliert sich mit den Austritten aus dem Völkerbund und aus der Washingtoner Konferenz selbst und agiert unabhängig für seinen China-Plan,
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)

[um Kolonien zu verwirklichen, wie sie die europäischen Mächte in Afrika und Asien seit 1870 bereits haben und Deutschland bis 1918 hatte...].


Frühling/Sommer 1934
Chiang hungert die chinesischen Kommunisten aus - Maos Plan des "langen Marschs"
Chiang Kai-Sheks 5. Vernichtungsfeldzug ist "erfolgreich" (Haydt u.a., S.50). Chiang zieht die Blockade fester an, verengt die Umzingelung und zwingt die "Rote Armee", die einen Guerillakrieg gewohnt ist, zu einem Stellungskrieg. Die Kommunisten geben "Evakuierungen" zu (North, S.129).

  
Karte: Langer Marsch unter Mao 1934-1935
vergrössernLanger Marsch unter Mao 1934-1935


Die KPCh-Führung streitet, ob sich der Stellungskrieg lohnen würde. Mao ist dagegen, Chou En-Lai und die 28 Bolschewiki dafür. Der Stellungskrieg bringt aber nur die sichere Niederlage (Fairbank, S.237).

Mao plant im Geheimen den "Langen Marsch", der einzige Weg, der Vernichtung durch Chiang und durch die Japaner gleichzeitig zu entgehen (North, S.130).

Notstand bei der KPCh in Juichin / Ruijin ab 1.Oktober 1934
Das Mao-Regime in Juichin ruft am 1.Oktober 1934 den Notstand aus (North, S.227). Anfang Oktober 1934 laufen eine Woche lang in Maos chinesischen Sowjetprovinzen die Vorbereitungen für den "Langen Marsch" für 120-130.000 Mann:
-- Mannschaften werden von der Front abgezogen
-- Gewehre und Nahrungsmittel werden verteilt (North, S.130).

Geplant ist, die Blockade der Nationalisten in einem überraschenden Ausfall zu durchbrechen (North, S.130).

Planung des "Langen Marschs" von Fukien über Yünnan nach Jenan (DTV II. S.173).

Damit sind die Kiangsi-Sowjets zerschlagen (Haydt u.a., S.50).


"Langer Marsch" ab 15.10.1934 - dauernde Angriffe und Hinterhalte der Nationalisten der Kuomintang - Januar 1935: Machtergreifung von Mao - Stalin verkauft die ostchinesische Eisenbahn an Japan - nazi-japanischer Einfall und "entmilitarisierte Zone" vor Peking - Chiangs National-China erlebt Finanzreform und Papiergeldinflation

[Statt einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus zu suchen, jagt die kommunistische Führung 1000e Kommunisten auf einem "Langen Marsch" in den winterlichen Kältetod...]

  
Lin Piao
Lin Piao

Die chinesischen Kommunisten und fast die ganze "Rote Armee" verlassen Juichin / Ruijin und die Provinz Kiangsi / Jiangxi. (North, S.130). Mao und Lin Piao haben das Kommando (North, S.131).

Auf einer zweiten Route kommt ein zweiter Teil der "Rote Armee"-Chinesen unter dem Kommando von Chang Kuo-Tao und Hsü Hsiang-Ch'ein aus Anhwei, Honan und Hupeh in der Provinz Oyüwan (North, S.131).

Marschiert wird in der Nacht, am Morgen geschlafen, am Nachmittag die Gewehre gereinigt oder Strohsandalen geflochten. Wecken ist am Abend, Abmarsch mit erwartungsvoller Mine in der Bevölkerung  ist bei Einbruch der Nacht. Die Männer erkennen sich nur an den Metallmarkierungen am Rücken. Bei Unterbrechungen kommt es zu Stürzen oder die Männer fallen ineinander (North, S.131).

[Auch die Bevölkerung findet den Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus nicht...]

Viele Kommunisten sterben an Sauerstoffmangel, als sie auf dem "Langen Marsch" die bis zu 4500 Meter hohen Grossen Schneeberge überqueren.
(http://www.bwbs.de/bwbs_biografie/index.php?l=de&p=wg&m=2&id=1215)

Langer Marsch
                        1934-1935, Schema
Langer Marsch 1934-1935, Schema
Langer Marsch 1934-1935, Schema

"We finished all our food, so we dug up wild grass and peeled the bark off trees. We even took off our belts and cooked them and added a little salt. And we survived." Deng Jia Tai - veteran of the Long March

Deutsch: "Uns gingen die Lebensmittel aus, so dass wir nach wilden Gräsern graben und Baumrinde abschälen mussten. Wir nahmen sogar unsere Gürtel und kochten sie mit ein bisschen Salz. Und wir haben überlebt." Deng Jia Tai - Veteran des Langen Marsch.
(http://news.bbc.co.uk/hi/english/static/special_report/1999/09/99/china_50/long.htm)

[Aber es hat eben nur ein Bruchteil überlebt, die Toten werden nicht erwähnt...]

Die Todesrate - die KMT blockiert den Langen Marsch - die KPCh Taktik der beweglichen Kriegsführung

  
Mao 1934, der totale und tödliche
                        Fanatiker...
Mao 1934, ein totaler und tödlicher Fanatiker wie viele andere, der in Russland nie einen realen Augenschein vom Kommunismus  nimmt, wie viele andere...

Von 100.000 Leuten, die den Marsch in Angriff nehmen oder die während des Marsches dazugeworben werden, kommen schliesslich nur 4000 an. Durschnittlich werden auf der 10.000 km langen Strecke täglich 30 km gelaufen (Fairbank, S.236), oder 40 km (North, S.132). Die KMT gewinnt gleichzeitig die Macht in den äusseren Provinzen Chinas (Fairbank, S.236).

Die Führung der KPCh weiss auf dem Marsch per Radio-Code immer, was die KMT macht, viel mehr, als die KMT über die KPCh weiss. Die Führung der KPCh lässt sich in Sänften tragen und überlebt. Mao wird von den 28 Bolschewiki gleichzeitig degradiert, und Chou En-Lai steht höher als er. Um Konfrontationen mit den KMT-Truppen zu vermeiden, werden die Flusstäler gemieden. Die Route verläuft als immer quer zu den Tälern immer auf und ab und durch Flüsse. Am verlustreichsten sind die Flussüberquerungen (Fairbank, S.237).

KMT-Truppen blockieren z.T. Flussübergänge. Maos Taktik der beweglichen Kriegsführung bekommt wieder Auftrieb, als er mit vorgetäuschten Angriffen auf Städte die KMT-Truppen von den besetzten Flussübergängen zu den Städten locken kann, um so eine Flussüberquerung nach der anderen zu ermöglichen (Fairbank, S.237).

ab 25.10.1934 ca.
Angriffe der Nationalisten auf den "Langen Marsch" - über 50 % Todesrate
Die Armee von Kwangtung / Guandong greift während des Marsches die "Rote Armee" an. Die Rote Armee führt Gegenschläge. Es bürgert sich ein neuer Rhythmus ein: Abwechselnd wird vier Stunden geschlafen und vier Stunden gelaufen (North, S.132).

Der Aufstieg zum Gebirge zwischen Hunan und Kwangtung muss unter der Bedrohung von Hunan- und Kwangtung-Truppen gleichzeitig erfolgen (North, S.132).

Bereits Ende Oktober 1934 sind 1/3 der Mao-Truppen tot, später über die Hälfte (North, S.132).

Langer Marsch der Mao-Truppen,
                          Reliefkarte
vergrössernLanger Marsch der Mao-Truppen, Reliefkarte

Langer Marsch, Detail-Karte

vergrössernLanger Marsch, Detail-Karte
Langer Marsch dreiteilig, Karte
Langer Marsch dreiteilig, Karte

November 1934-Januar 1935
Eine "Schleife" im "Langen Marsch"
Maos Truppen laufen Richtung Nordwesten zum Yangtse in Richtung Chungking (North, S.132).

6.-8.1.1935
Konferenz von Tsunyi: Maos Machtergreifung in der KPCh
Im Januar 1935 hält Mao in Tsunyi in der Provinz Kweichow eine Konferenz ab:

-- Mao greift die "zurückgekehrten Studenten" an, sie seien die "Schuldigen" für den notwendigen Strategiewechsel zum Stellungskrieg (North, S.129)

-- Mao gelingt gleichzeitig das Ergreifen der Herrschaft in der KPCh (North, S.139)

-- je grösser Maos Macht wird, desto mehr seiner Landsleute seiner Heimatprovinz Hunan gelangen in Führungspositionen (North, S.120)

-- es entspinnt sich eine neue Kontroverse zwischen Mao und Chang Kuo-T'ao, dem Führer des zweiten Teils der chinesischen Sowjettruppen, der behauptet, das Sowjetsystem sei auf China nicht anwendbar.

->> Über das Sowjetsystem wird im Januar 1935 keine Entscheidung gefällt (North, S.139).

Von den Nationalisten sind in der Region des Yangtse alle ausgehenden Strassen gesperrt, die Ernten eingezogen, die Fähren auf das andere Ufer verbracht. Zudem droht nationalistische Verfolgung (North, S.133).

Mao weicht südlich in Richtung Kweiyang, dann nach Westen, dann in die Provinz Sikang aus, dann nach Nordosten aus durch die Provinzen Szechwan (North, S.132).

Insgesamt werden
oo  Gebirge überquert, davon fünf im ewigen Schnee
oo  Flüsse überschritten
oo  Provinzen durchquert
oo  Städte besetzt
oo  Kriegsherren und Chiangs Truppen gegenseitig ausgespielt oder überlistet (North, S.132).

[bei über 50 % Todesrate...].

Mao gewinnt mit Erfolgen gegen die KMT-Truppen das Kommando zurück und gibt es nicht mehr ab. Chou En-Lai wird treuer Anhänger Maos (Fairbank, S.237). Mao sondert sich während des Marsches nun  wie ein Kaiser ab, und Chou En-Lai wird der engste Vertraute Maos. Chou mit seiner grossen Erfahrung aus Frankreich, England und Deutschland hält die Organisation zusammen, konkurriert aber nie mit Mao. Später ist Chou En-Lai 48 Jahre im Politbüro, ein "Weltrekord" (Fairbank, S.238).

Chou weiss, seine Grenzen einzuschätzen und ordnet sich immer Mao unter. Chou ist geschickt im Umgang mit Menschen, und seine Erfahrung und seine Fähigkeit als Diplomat und Administrator sind sehr wertvoll. Chou ist wesentlicher Faktor für den Erfolg der KPCh (Fairbank, S.240).

Chou En-Lai erkennt die Nonsens-Politik aus Moskau, die immer noch nach einem Arbeiterproletariat in China für die "Revolution" sucht, ohne dass ein Arbeiterproletariat vorhanden ist (Fairbank, S.240).

Januar 1935
Russland verkauft die ostchinesische Eisenbahn an Japan
Dies belastet die Beziehungen zwischen Moskau und Chiang Kai-Shek (North, S.143).

Mai 1935
Nazi-japanischer Einfall vor Peking
Die Truppen von Nazi-Japan argumentieren, die chinesische Regierung würde die Armee von Dongbei Yiyongjun unterstützen und fallen in das Gebiet der heutigen Provinz Hebei vor Peking ein. Die Chinesen sind auf eine Verteidigung nicht vorbereitet. Die nazi-japanische Armee schreitet im nördlichen China unerbittlich weiter vor.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)

Das Abkommen von He-Umezu für eine "entmilitarisierte Zone" vor Peking - nazi-japanische Separatistenpropaganda mit Ziel "Nord-China-Land" / "Hua Pei Kuo"
Ausgemacht werden
-- die Absetzung des Präsidenten [im Gebiet der heutigen Provinz] Hebei und des Gouverneurs von Tianjin
-- die Entfernung aller Büroräumlichkeiten der Kuomintang in der Provinz Hebei
-- die Evakuierung der von Wang Jie angeführten chinesischen Armee.

So wird eine entmilitarisierte Zone geschaffen. Die japanischen Offiziere versuchen, in dieser Zone eine separatistische Bewegung hervorzurufen mit dem Ziel, aus ihren 5 Provinzen einen Marionettenstaat "Nord-China-Land" bzw. Hua Pei Kuo zu gründen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)

Finanzreform in Nanking / Nanjing mit Papiergeld - Inflation
Der Silberstandard wird 1935 abgeschafft und eine Papierwährung eingeführt, mit vier staatlichen Banken als Aufsicht. Da die Bevölkerung wie die Regierung Chiang Kai-Shek noch keine Erfahrung in Geldpolitik haben, kommt es zu einer hohen Inflation, die von den Bauern zuerst auch noch begrüss wird, weil sie meinen, von höheren Einnahmen profitieren zu können (Fairbank, S.226).


"Langer Marsch": Diskussion um Zielort - 1.8.1935: Appell der KPCh an "Einheitsfront" gegen Japan - 20.8.1935: Die Komintern appelliert an eine weltweite Einheitsfront

Juni 1935
"Langer Marsch": Diskussion um Sowjetsystem und Marschziel Sinkiang oder Shensi
Auch in Mao-erh-K'ai im Westen der Provinz Szechwan fällt keine Entscheidung zwischen Mao und Chang Kuo im Streit um das Sowjetsystem, das auf China übertragen werden soll (North, S.139).

Es kommt zu einer neuen Diskussion zwischen Mao und Chang Kuo, der meint, der Marsch müsse bis in die Provinz Sinkiang gehen. Dagegen haben Mao und Chou die Provinz Shensi zum Ziel mit der Begründung

-- Shensi sei von der Mongolei her erreichbar
-- Shensi sei in der Nähe eines von Kao Kang kontrollierten chinesischen Sowjetgebietes (North, S.139).

Ende Juni 1935 nimmt die Führung der KPCh in Mao-erh-K'ai Kontakt mit der Moskauer Führung auf und fragt um Rat in der Streitfragen. Auch Moskau hat keine Antworten (North, S.139).

1.8.1935
Einigung auf die antijapanische "Vereinigte Volksfront": "Einheitsfront"
Am 1.8.1935 einigen sich Mao und sein Mitarbeiter in der KPCh auf der Konferenz von Mao-erh-K'ai auf eine antijapanische "Vereinigte Volksfront" (North, S.145). Sie fordern die Angehörigen aller Klassen auf, gegen Japan zu kämpfen (North, S.227).

2.8.1935
7.Kongress der kommunistischen Internationale: "Einheitsfront" in China
Der Beschluss der KPCh zur antiimperialistischen Einheitsfront in China wird gebilligt (North, S.145). Auch die russische Führung proklamiert eine weltweite politische Einheitsfront gegen die Achsenmächte (North, S.227).

[Die Finanzierung des Kommunismus durch die Bankiers der "USA" und ein Mittelweg zwischen Kommunismus und Kapitalismus ist scheinbar nie Thema...]

20.8.1935
Beschluss der Komintern: Weltweite "Einheitsfront"
Die Komintern beschliesst am 20.8.1935:
-- Forderung der breiten "Einheitsfront" in kolonialen und halb-kolonialen Ländern
-- Einbindung von Chiang Kai-Shek in den Kampf gegen Japan

->> die KPCh lädt Chiang zur neuen Zusammenarbeit ein
->> Chiang lehnt eine Zusammenarbeit mit der KPCh vorerst ab (North, S.145).

Hsü muss sich noch vor Ende des langen Marsches wegen Erfrierungen die Beine amputieren lassen (North, S.131).


Oktober 1935: Ende des "Langen Marsch", kommunistisches Zentrum wird Jenan / Yenan / Yanan - Nazi-Japan versucht die Installation einer Marionettenregierung für "Nord-China-Land" / "Hua Pei Kuo" - Dezember 1935: Studentendemonstration verhindert Separatistenbewegung in der "entmilitarisierten Zone" vor Peking - Hongkongs chinesisch-patriotische Bewegungen

Oktober 1935
Am Ende des "Langen Marsches" erreichen die [überlebenden] Hauptkolonnen des "Langen Marsches" Kansu und schliesslich Paoan in der Provinz Shensi / Shen-hsi / Shaanxi (North, S.132,227).Hauptstadt wird  schlussendlich Jenan / Yenan / Yanan (North, S.227).

Shensi / Shaanxi
                        mit Yenan / Yanan, Karte
Shensi / Shaanxi mit Yenan / Yanan, Karte
Mao 1937 in Yenan / Yanan
vergrössernMao in Yenan / Yanan (1937)


Die Zeit der KPChina mit Zentrum Yanan

Studium von Marxismus-Leninismus - Anpassung zum Maoismus

In Jenan / Yanan (1937-1947) studiert Mao übersetzte Schriften des Marxismus-Leninismus und gleicht sie den chinesischen Umständen an. Es entsteht dabei ein chinesischer Marxismus, schlussendlich 1942 erstmals definiert als Maoismus.
(http://www.iisg.nl/~landsberger/mzdt.html)

Die 4000 "Veteranen"
Die 4000 Überlebenden bilden den späteren Kern der Veteranen der KPCh, eine Art "Aristokratie der Revolution". Der "Lange Marsch wird zum neuen Gründungsmythos der "Volksrepublik" (Fairbank, S.238).

Weitere Veteranen sind z.B.:
-- Chen I: Er war mit Chou En-Lai in Frankreich, steigt zum Marschall der Roten Armee auf und ist schliesslich in Peking Aussenminister
-- Nieh Chung-Chen: Er steigt zum Marschall der Roten Armee auf und ist in Peking für die Entwicklung der Kernenergie zuständig [Atombombe?] (Fairbank, S.240)
-- Deng Xiaoping: Er war in Frankreich schon Chou En-Lais Mitarbeiter (Fairbank, S.240)
-- Chiang Ching, später Maos vierte Frau (Heirat 1939), bis zur Yenan-Zeit eine wenig erfolgreiche Schauspielerin, eine Frau, die sich nur mit Intrigen durchsetzt, ohne diplomatisches Talent (Fairbank, S.323).

Es finden weitere Experimente mit Landreformen statt
(http://www.iisg.nl/~landsberger/tg.html)

Mao führt in der Yenan-Periode die "Schule des Volkes" (min-pan) ein
(Fairbank, S.308)

Mao verdrängt die Russen in der KPCh
Ab 1935 gelingt es Mao, das russische Element aus der KPCh zu verdrängen. Mao sieht in den Bauern Chinas den Schlüssel zur Macht. Er definiert die "Massenlinie" der echten "Volksrevolution" (Fairbank, S.241).

Oktober 1935
Nazi-Japan versucht die Installierung einer Regierung für "Nord-China-Land" / "Hua Pei Kuo"
auf dem Gebiet der heutigen Provinz Ost-Hebei, eine antikommunistische, eigenständige Regierung.
Die Studenten in Peking organisieren eine Demonstration dagegen für den 9.12.1935. (http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Hua%20Bei%20Guo)

9.12.1935
Peking / Beiping: Studentendemonstration verhindert "Nord-China-Land" / "Hua Pei Kuo"
Der nazi-japanische Versuch, mit Propaganda eine Separatistenbewegung in der "entmilitarisierten Zone" vor Peking zu erzeugen mit dem Ziel eines Marionettenstaates "Nord-China-Land" / "Hua Pei Kuo" wird am 9.12.1935 durch eine Studentendemonstration gestoppt.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)

Bis zum Winter 1935 besetzt Nazi-Japan ganz Jehol. So wird der japanische Plan erfüllt, dass Nordost-China grösser und grösser wird.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)

Hongkongs chinesisch-patriotische Bewegungen
Die Vorfälle in Peking vom 9. Dezember 1935 mit der Demonstration schwappen sogleich nach Hongkong über. Junge Erwachsene und Studenten werden zu neuen anti-japanischen Aktivitäten inspiriert. Bis Ende Dezember sind die Organisatoren Tang Jang, Zhou Nan und Shi Pilan, die Xianggang Kangri Jiuguohui, allgemein zusammengefasst unter dem Begriff "Gesellschaft von Hongkong gegen Japan zum Schutze der Nation". Die anti-japanischen Aktivitäten in Hongkong werden ausgeweitet mit Erklärungen in den Massenmedien und mit Demonstrationen im öffentlichen Raum. Die "Gesellschaft" erreicht eine maximale Mitgliederzahl von 2000, darunter Arbeiter, Studenten, Buchhalter etc.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap5.htm)


1936: Nazi-Japan im Antikomintern-Pakt - wachsende Cheng-Chi Hui - Russland regiert die Mongolei

1936
Beitritt Japans zum Anti-Komintern-Pakt
(DTV II. S.175)

Chinas Lehrsystem: Die Studentenbruderschaft Cheng-Chi Hui hat 227 Mitglieder
mit Aussenstellen in New York, Washington, Boston, Chicago, Shanghai, Nanking, Peking und Kanton / Guangzhou (Fairbank, S.193).

Frühjahr  1936
Ostexpedition der KPCh von Yenan/Yanan aus nach Shansi/Shanxi, um gegen Japaner zu kämpfen
(Fairbank, S.242)

12.3.1936
Russlands Herrschaft über die äussere Mongolei
Moskau gibt mit der äusseren Mongolei ein Protokoll bekannt, das Russland quasi die Souveränität in der Mongolei bestätigt. Chinas Nationalregierung ist nicht erfreut, denn die russische Herrschaft in der Mongolei verstösst gegen das chinesisch-sowjetische Abkommen von 1924 (North, S.143-144).

plus: Russland dehnt seinen Einfluss bis weit in die Provinz Sinkiang / Xinjiang aus [nordöstlichste Region mit Grenzen zu Kazachstan]. Chiang Kai-Shek muss dem russischen Treiben zuschauen und kann nichts unternehmen (North, S.144).

Die Republik China und Mandschukuo im Jahre 1936
Karte
                          Chinas von 1936 mit Sinkiang / Xinjiang.
                          Nazi-Japan hat Mandschukuo und Mengjiang
                          "eingerichtet". Peking ist
                          unmittelbar bedroht...
Karte Chinas von 1936 mit Sinkiang / Xinjiang. Nazi-Japan hat Mandschukuo und Mengjiang "eingerichtet". Peking ist unmittelbar bedroht...

Die Republik China und Mandschukuo im Jahre 1936
-- die Republik China (rosa)
-- unabhängige Gebiete von 1912 (gelb), die von der Republik China beansprucht werden
-- nazi-japanisch besetzte Gebiete (dunkelrot) sind die Mandschurei (Mandschukuo) und Mengjiang (1936)

1936
Mao über Li Li-San
Mao: Li Li-San habe die militärische Stärke und die Art des revolutionären Aufbruchs falsch eingeschätzt (North, S.119).

Mao über die Situation in China: Grosses "revolutionäres Potential"
Der lange Krieg zwischen Chiang Kai-Shek und Feng Yü-Shiang bestärkt Mao im Glauben, das revolutionäre Potential sei dem Höhepunkt nahe und die Kommunisten könnten bald im ganzen Land die Macht übernehmen (North, S.120).

Maos politische Studien in Yanan/Yenan - Maoismus - die "Neue Demokratie" soll direkt erreicht werden
Erst jetzt hat Mao Zeit, Marx zu analysieren. Er muss den 28 Bolschewiken zeigen, dass er auch intellektuell führen kann. Mao betont in seinen Aufsätzen jeweils die "Einheit der Gegensätze", für China eine traditionelle Lebenseinstellung. Mao verkündet zudem die "Sinifizierung des Marxismus", eine chinesische Form des Marxismus, die vom "Westen" als "Maoismus" bezeichnet wird. Grundlegend hierfür ist das Büchlein "Die Gedanken Mao Zedongs". So kann Mao die Aufspaltung der KPCh verhindern.

Für sein Büchlein muss Mao extra neue Schriftzeichen für neue Terminologien erfinden, wie früher der Buddhismus und das "Christentum" ebenfalls neue Schriftzeichen erfinden mussten (Fairbank, S.251).

Während Marx den Begriff "Proletariat" als städtisch verarmte Bevölkerung definiert, bezeichnet Mao damit die "besitzlose Klasse" in der Stadt wie auf dem Land, v.a. die Bauern und Landarbeiter (Fairbank, S.253).Mao rechnet die Bauern oft zu den Kleinbürgern, um die chinesische Revolution dem europäischen Marxismus anzugleichen (Fairbank, S.257). Insgesamt ist die chinesische Revolution für Mao ein Bauernkampf [analog den Bauernkämpfen in Europa im 17.-18. Jh.].

Marx definiert die Revolution als Wandlung vom Grossgrundbesitzertum (Feudalismus) zum aufsteigenden Bürgertum (Bourgeoisie) mit imperialistischen Ausbeutern im Hintergrund. Für China stimmt dieser Ablauf nicht (Fairbank, S.253). Der Begriff "feudal" wird bei Mao gemäss der chinesischen Geschichte auf den Zeitraum der Kleinstaatlichkeit von vor der Einigung unter der Qing-/Ching-Dynastie bezogen (Fairbank, S.252).

Maos Schritte zur "Neuen Demokratie":
-- erster Schritt ist die Revolution vom Feudalismus zum Kapitalismus analog der Französischen Revolution
-- zweiter Schritt ist die Revolution vom Kapitalismus zum Sozialismus analog der Revolution in Russland (Fairbank, S.253).

Die bürgerliche Zeit, die Europa im 19. Jh. durchlebte, gibt es in China nicht, denn es herrscht bis 1919 der Feudalismus, und ab dem 4.Mai 1919 beginnt erst die bürgerlich-demokratische Revolution (Fairbank, S.253). Hauptproblem in China ist das Fehlen der bürgerlichen Erfahrung. In China muss die bürgerliche Revolution auch durch die KPCh erfolgen, was von Lenin für rückständige Staaten auch so vorgesehen ist (Fairbank, S.254).

Maos theoretische Arbeit macht ihn zum Oberhaupt der KPCh in China, auch gegen die Bolschewiken. Mao wird einer der marxistischen Welttheoretiker (Fairbank, S.258).

[Leider besucht Mao keine Wirtschaftsfachschule...]


Tod von Schriftsteller Lu Hsun 1936
Die KPCh macht aus ihm ein "Licht der literarischen Revolution" (Fairbank, S.255).


12.-25.Dezember 1936: Chiang Kai-Shek wird zum "Führer" gegen Japan

  
Zhang Xueliang / Chang Hsueeh-Liang
Zhang Xueliang / Chang Hsueeh-Liang



Gefangennahme von Chiang Kai-Shek - Erpressung zur Einheitsfront gegen Japan
Die chinesische Mandschureiarmee unter dem "Jungen Marschall" Chang Hsüeh-Liang wird [durch Invasion japanischer Armeen?] in die Provinz Shensi / Shaanxi abgetrieben.

Chang Hsüeh-Liang und seine Kommissare lassen Chiang Kai-Shek wegen Verrats festnehmen, denn er habe mit den Japanern eine Verhandlungslösung gesucht (North, S.146). Chiang Kai-Shek soll schwören, dass er sich an der Einheitsfront gegen Japan ohne Manöver gegen andere Chinesen beteiligt (Fairbank, S.241).

Die Verhaftung Chiangs verunmöglicht gleichzeitig weitere Vernichtungen von Kommunisten (Haydt u.a., S.50).

Dezember 1936
Waffenstillstand zwischen Kuomintang und KPChinas - Chiang Kai-Shek wird "Führer" gegen Japan
Es kommt zum Waffenstillstand zwischen Kuomintang und den chinesischen Kommunisten. Durch Vermittlung von Tschou En-Lai / Zhou Enlai wird Chiang Kai-Shek wieder freigelassen und als "Führer" der "Einheitsfront" im Kampf gegen Japan eingesetzt, so dass sich ab jetzt alle chinesischen Kräfte gegen Japan richten. Die KPCh setzt sich [theoretisch] durch (North, S.146, DTV II. S.173).

->> Chiang wird zur Aufgabe der Feldzüge gegen die KPCh gezwungen
->> Kompromisse mit Japan werden nicht geduldet (North, S.146).

Anders gesehen: Chiang wird zur Zustimmung zu einer vereinigten anti-japanischen Front mit den Kommunisten erpresst, um aus der Gefangenschaft entlassen zu werden.
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0861101.html)

  
Fumimaro Konoe, Portrait
vergrössernFumimaro Konoe

1937
Japanisches Kabinett Konoye Fumimaro
(DTV II. S.175)

KPCh: 40.000 Mitglieder und 92.000 Soldaten
(Fairbank, S.247)

Yanan / Yenan / Jenan: Die disziplinierte Struktur des Zentralkomitee der KPCh
-- Unterteilung in 12 Abteilungen
-- Yanan sind 6 Regionalbüros in verschiedenen Regionen untergeordnet, jeweils wieder mit 12 Abteilungen (Fairbank, S.247).

Die disziplinierte Organisation der KPCh beschert Yanan einen guten Ruf. Die kommunistischen Führer gehen bieder-demokratisch miteinander um. Ausserdem ist die revolutionäre Begeisterung über die längst fälligen sozialen Strukturveränderungen anstecken. In der linken Szene entsteht eine Mythologie über die perfekten kommunistischen Zustände in Yanan. "Amerikanische" Hilfe bleibt aus (Fairbank, S.247).

Die KPCh lässt sich zu 1/3 in den Versammlungen vertreten, besticht aber gegenüber der KMT und den Unabhängigen jeweils durch bessere Disziplin und Leistung, so dass die kommunistischen Vertreter immer wieder zu leitenden Posten kommen (Fairbank, S.249).

Staatsprinzip: "Demokratischer Zentralismus"
-- jeder kann mitreden
-- bei Parteibeschlüssen müssen alle gehorchen
-- die Anliegen der Masse werden umgesetzt (Fairbank, S.249).

Yanan / Yenan / Jenan: Mao und Liu Shao-Chi - Verhandlungen um die "Einheitsfront"
Mao und Liu Shao-Chi spannen zusammen mit Perspektive auf eine zweite Einheitsfront gegen Japan, mit aller Sympathie aus Moskau schon seit 1935, um den aufsteigenden Faschismus zu bekämpfen. Mao will Chiang Kai-Shek aber aus der Einheitsfront ausschliessen. Jetzt will Mao den sogar selbst den Zweifrontenkrieg gegen Japan und Chiang gleichzeitig, so wie Chiang bisher gegen Japan und die KPCh gleichzeitig gekämpft hat... (Fairbank, S.242)

Gleichzeitig befiehlt die KMT aber die Einheitsfront. So wird Chou En-Lai nach Shanghai entsandt, um die Bedingungen zwischen der KMT und der KPCh auszuhandeln (Fairbank, S.242).

1937, Februar?
Demokratie-"Zugeständnis": Die Kuomintang setzt einen beratenden "Politischen Volksrat" ein
um den Liberalen entgegenzukommen. Dieser Volksrat ist aber bald ganz in den Händen der KMT, und sogar liberale Meinungsäusserungen werden verboten (Fairbank, S.246).

März 1937
Verständigungsvorschläge der Kuomintang mit der KPCh - unsicherer Waffenstillstand
Die Kuomintang behauptet zwar weiterhin, sie werde die "Kommunisten ausrotten", macht jedoch offizielle Verständigungsvorschläge. Die chinesischen Kommunisten erklären sich mit den meisten Vorschlägen der Nationalisten einverstanden. Der Waffenstillstand bleibt aber unsicher (North, S.227).

April 1937
Beschluss der "Einheitsfront"
Mao beharrt auf der sozialen Revolution der Massen, um diese dann auch gegen Japan einzusetzen. Eine Verschmelzung mit der KMT kommt für Mao nicht in Frage. So wird Maos "Nationalkommunismus" geboren (Fairbank, S.242).

[Beide Diktatoren verbauen sich den "Mittelweg"...]


Ab 1937: "Zwischenfall" an der Marco-Polo-Brücke und Japanisch-chinesischer Krieg 1937-1945 - China bleibt gespalten - die "USA" reagiert mit Boykotten und Einfrierung von Konten und Militärhilfe an Chiangs Truppen

7.7.1937
Japanische Grossoffensive gegen China

Der "Zwischenfall": Die japanische Armee behauptet, einen vermissten Soldaten suchen zu müssen und verlangt dafür die Vollmacht für eine Suche in der Provinz Wan Ping. China lehnt die unmögliche Forderung ab. Das Resultat ist die Bombardierung der Marco-Polo-Brücke.
(http://msn.wayonnet.com/engnews/news_japansPMsvisit_eng.asp)

Ein "Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke" bildet den Beginn des Krieges Japans gegen China (DTV II. S.173). Japan startet einen Angriff bei der Marco-Polo-Brücke südwestlich von Peking (North, S.147), wenige Meilen südwestlich von Peking (North, S.227).

Dabei gibt Japan gegen China nie eine Kriegserklärung ab. Der gesamte Krieg bis 1945 findet ohne Kriegserklärung statt.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Japans Nazi-Militärs planen die Besetzung Chinas innert dreier Monate mit dem Ziel, die Kontinentale Asienpolitik umzusetzen - eine Zweite Grosse Wachsende Ostasiatische Sphäre (englisch: "Greater East Asia Co-Prosperity Sphere").
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Es sollte eigentlich nur ein "Spaziergang" gegen schlecht bewaffnete "Untermenschen" werden, und "Spaziergänge" muss man doch nicht "erklären". Aber es kam anders...

China 1937-1945: Die Besetzungen Nazi-Japans bis Burma: Karten
Karte: China 1937-1945: Die Besetzungen
                  Nazi-Japans bis Burma
China 1937-1945: Die Besetzungen Nazi-Japans bis Burma
Die Kriegsflagge Japans (1889-1945) will nun
                      ihr Imperium...
Die Kriegsflagge Japans (1889-1945) will nun ihr Imperium...
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen,
                  Burmastrasse
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen, Burmastrasse
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen

A propos Marco-Polo-Brücke
Marco-Polo-Brücke
Die originale Marco-Polo-Brücke im Jahr 2005: Hier war einmal ein Fluss...
Marco-Polo-Brücke mit Fluss Yung-Ting /
                          Yongding 1937
vergrössernDie Marco-Polo-Brücke mit dem Fluss Yung-Ting / Yongding 1937.
Peking / Beijing: Plan mit Position der
                            Marco-Polo-Brücke
vergrössernPeking / Beijing: Plan mit Position der Marco-Polo-Brücke

Die Marco-Polo-Brücke überquert den Fluss Yung-Ting / Yongding, Baujahr 1189
(http://www.deutsche-chronik.de/dcx1/dcx_1190.htm)

in der Nachbarstadt Wanping.
(http://taichichine.free.fr/voyage/wanping.html)

Der Fluss ist heute (2005) von der Landwirtschaft derart übernutzt, dass kein Tropfen mehr übrig bleibt...
(http://www.orientalarchitecture.com/beijing/MARCO13.htm)

Eigenheiten der originalen Marco-Polo-Brücke
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Das Geländer der Marco-Polo-Brücke mit
                            Löwenstatuen  Löwinstatue der Marco-Polo-Brücke mit
                            zwei Jungen  Zwei weitere Löwen der
                            Marco-Polo-Brücke, Grössenvergleich mit
                            Kind
Marco-Polo-Brücke: Dreiteilige Fahrbahn
vergrössernDas Geländer der 235 Meter (770 Fuss) langen Marco-Polo-Brücke mit 485 Löwenstatuen.
Kein Löwe ist gleich dem anderen.
vergrössernMarco-Polo-Brücke: Dreiteilige Fahrbahn, die zur Vorsicht mahnt, oder zum Spielen einlädt...

Die Brücke heisst eigentlich Lugouqiao-Brücke, was in etwa "Schilfrohrgossenbrücke" bedeutet.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Marco-Polo-Br%C3%BCcke)

Die englische Geschichtsschreibung nennt die Brücke einfach "Lugou bridge".
(http://english.people.com.cn/200507/07/eng20050707_194670.html)

Imitate von "Marco-Polo-Brücken"
Alle Fotos einer Marco-Polo-Brücke, die einen Fluss zeigen, sind Imitate von  "Marco-Polo-Brücken". Chinesische Reisebüros verbreiten gerne solche falschen Fotos...

Und alle anderen Marco-Polo-Brücken in China sind solche, die mit dem historischen Zusammenhang nichts zu tun haben, aber mit ebenso kunstvollen Löwen ausgestattet sind.
Marco-Polo-Brücke südwestlich von Peking
vergrössernEine "Marco-Polo-Brücke" über den Yangtsekiang ist immer "bewässert"...
Kopie der Marco-Polo-Brücke am Yangtse:
                          Löwenstatuen vergrössernEine Kopie der Marco-Polo-Brücke in der "Verbotenen Stadt" in Peking. Die Löwenstatuen sind ähnlich, aber schon das Geländer ist anders. Die falschen Marco-Polo-Brücken sind auch an der anderen Belagstruktur gut zu erkennen.

Die Kriegshandlungen an der Marco-Polo-Brücke 1937
Marco-Polo-Brücke mit Japans Kanonen
                          bombardiert
Marco-Polo-Brücke mit Japans Kanonen bombardiert
Marco-Polo-Brücke / Lugouqiao-Brücke:
                          Gefecht
vergrössernMarco-Polo-Brücke / Lugouqiao-Brücke: Gefecht. Die Löwenfiguren dienen nun als Deckung...
Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke am
                          7.7.1937 japanisch besetzt
Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke am 7.7.1937 nazi-japanisch besetzt
Marco-Polo-Brücke /
                        Lugou-Brücke am 7.7.1937 von Japans Truppen
                        blockiert
Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke am 7.7.1937 von Japans Truppen blockiert

Die japanische Besetzung der Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke gilt für die chinesischen Kräfte als Signal für einen geeinigten nationalen Krieg gegen Japan.
(http://www.china.org.cn/english/features/47460.htm)

Die chinesische Regierung versucht alles, um einen Kriegsausbruch zu verhindern, mit Appellen für Verhandlungen und einen beiderseitigen Truppenrückzug, aber die japanische Seite lehnt ab. Chiang Kai-Shek spricht selbst am 7.7.1937 an der Marco-Polo-Brücke und gibt bekannt, dass China Frieden gesucht habe, und keine Unterwerfung, und dass China auf Krieg vorbereitet ist, aber keinen Krieg gesucht hat.
(http://www.kzeng.info/node/646)

Mit dem 7.7.1937 beginnt für Japan und China der "Zweite Weltkrieg" zwei Jahre früher als in Europa: der "Japanisch-chinesische Krieg", mit der japanischen Besetzung aller städtischen Zentren in Ostchina.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Mit der japanischen Invasion in China und dem Pakt zwischen Nazi-Japan und Nazi-Deutschland wird die Bindung zwischen Deutschland und National-China beendet (Fairbank, S.229).

Das Schlimmste für China ist, dass mit der japanischen Invasion die Kommunisten immer Gelegenheit haben, an die Macht zu kommen, so dass China in eine unendliche Spirale von Katastrophen hineinschlittert.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)

[China wird ein überdimensioniertes "Spanien"...], und Chiang Kai-Shek überlebt nur mit Glück (Fairbank, S.224). Ab der japanischen Invasion wird China schematisch unterteilt in
-- japanisches China
-- "Freies China" unter Chiang Kai-Sheks Kuomintang (KMT)
-- kommunistisches China mit Zentrum in Yanan (Fairbank, S.242-243).

Das Festhalten der nationalen Regierung an der Feudalstruktur ist ein wesentlicher Faktor der Niederlage gegen Japans Truppen (Fairbank, S.243).

Gleichzeitig repräsentiert National-China gegen aussen das "sich modernisierende China", das sich aber nur in den Städten modernisiert und auf dem Land feudal bleibt (Fairbank, S.243).

8.7.1937
China bleibt gespalten
Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas appelliert in einem offenen Telegramm an die Nation an die volle Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, Regierung und Armee, und appelliert an die Nationalisten der Kuomintang, sich "die Hand zu reichen", um gemeinsam die japanische Aggression zu bekämpfen.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

In einem Manifest wird die Zusammenarbeit zwischen der Kuomintang und der KPChinas beschworen. Jede Partei behält sich aber eigene Truppen und Hoheitsgebiete vor (DTV II., S.173).

Noch am gleichen Tag - am 8.7.1937, gibt Chiang Kai-Shek den in Peking stationierten chinesischen Truppen den Befehl zum Gegenangriff,
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

das zu dieser Zeit noch Beiping heisst.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Nationalisten und Kommunisten beschleunigen ihre vorsichtigen Verhandlungen (North, S.227).

Die Nationalarmee und die "Rote Armee" verfolgen jedoch verschiedene Taktiken:
-- die Nationalarmee verlässt sich auf einen konventionellen Stellungskrieg
-- die "Rote Armee" bemüht sich um möglichst grosse Beweglichkeit mit Guerillataktik und hat gegen die japanischen Truppen z.T. Erfolge.

In der Folge kommt es zwischen KPCh und der Kuomintang zu monatelangen Verhandlungen um Kampfgebiete (North, S.147).

[Chiang Kai-Shek hätte viel lieber die Kommunisten zusammen mit Japan vernichtet... Der Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus scheint nicht attraktiv genug, und Chiang Kai-Shek lässt Peking erst auf Maos Intervention hin "verteidigen". Scheingefechte...]

Japanische Besetzungsstrategie entlang der Eisenbahnlinien
-- Vordringen und Fortbau entlang der Eisenbahnlinien (Fairbank, S.248): Bau von Blockhäusern in 2 bis 4km Abstand (Fairbank, S.249-250)
-- von diesen Stützpunkten senden die Japaner Stosstrupps in die Dörfer
-- z.T. kämpfen chinesische Truppen auf japanischer Seite (Fairbank, S.250)
-- die Gebiete zwischen den Eisenbahnlinien werden abgesperrt ["Niemandsland"]
-- der Handel und Verkehr querfeldein und über die Bahnlinien hinweg kann aber nicht unterbunden werden (Fairbank, S.248).

Die Beherrschung der fremden Landbevölkerung erweist sich für die Japaner als schwierig. Es entwickelt sich ein für die japanische Seite zermürbender Kleinkrieg. In der Folge wird das Netz von Forts und Blockadelinien immer weiter erweitert, um die KPCh zu isolieren und auszuhungern (Fairbank, S.250).

Die Strategie vom nazi-japanischen "Niemandsland" und den "eingezäunten Menschengebieten" 1937-1945

[Der Begriff "Niemandsland" ist der Terminologie der "USA" gegen die Indianer entnommen...]

Die Strategie des Niemandsland zerreisst viele Familien.
(http://www.china.org.cn/english/features/124846.htm)
China 1937-1945: Leibesvisitationen vor
                          dem "no man's land"
vergrössernLeibesvisitationen vor dem "no man's land" nach Bombardements: Bei jedem Übertritt zwischen "Menschenzone" und "Niemandsland" werden die Chinesen Leibesvisitationen unterzogen.
China 1937-1945: Japanische
                          Leibesvisitationen an der Landbevölkerung
vergrössernJapanische Leibesvisitationen an der Landbevölkerung
China 1937-1945: Bewachte Grenze zum
                          Niemandsland vor der Grossen Mauer
vergrössernBewachte Grenze zum Niemandsland vor der Grossen Mauer
China 1937-1945: Niemandsland wird mit
                          Stacheldraht abgesperrt
vergrössernViele Gebiete "Niemandsland" werden auch mit Stacheldraht abgesperrt

Die kommunistische Mobilisierung der Bauern nach der japanischen Invasion
Die KPCh breitet sich in Nord-China und im Yangtse-Gebiet aus und gründet dort neue Basen (Fairbank, S.249).

Die Bauern lassen sich ab der japanischen Invasion leicht für Maos "Nationalkommunismus" mobilisieren. Mit der Optimierung der Bedingungen kann die KPCh bei den Bauern auch laufend neue Anhänger gewinnen:
-- es wird für Ruhe und Ordnung gesorgt
-- eine freundlich gesinnte Armee hilft bei der Ernte
-- es werden Massnahmen getroffen, höhere Erträge zu erwirtschaften und Transporte zu organisieren (Fairbank, S.248)
-- es werden Massnahmen getroffen zur Produktion von Gebrauchsgütern in Genossenschaften.
->> So gelingt des der KPCh, immer wieder neue Aktivisten unter den Bauern zu finden (Fairbank, S.248).

Fortlaufend werden die militärische Herrschaft ausgebaut, wirtschaftliche Verbesserungen unternommen und neue Dorfaktivisten ausgebildet (Fairbank, S.249).

Gegen despotische Gutsbesitzer können die Bauern leicht zum Widerstand animiert werden. Die Despoten werden beseitigt und der Boden mit der Versprechung auf eine bessere Zukunft unter der KPCh verteilt (Fairbank, S.249).

Da die Mehrheit der Bevölkerung auf dem Land lebt, kommt die KPChina auf viel höhere Mobilisierungsraten als die national-chinesische Regierung, die sich nur auf die Städte konzentriert (Fairbank, S.249).

Die KPCh richtet parteitreue "Grenzregierungen" und "Regierungen befreiter Gebiete" mit eigenen Kadern ein, die z.T. weit von Yanan/Yenan entfernt sind. In diesen Fällen existiert nur eine Funkverbindung (Fairbank, S.249).

Ein Klassenkampf existiert auf dem Land kaum, denn die Gutsbesitzer in Nordchina haben in den Dörfern die leitenden Stellungen, oft mit eigenen Söldnertruppen und in Geheimgesellschaften organisiert (Fairbank, S.248). Die KPCh vollzieht folglich einen Strategiewechsel und arbeitet mit den Grossbauern zusammen, um so eine "Einheitsfront" gegen Japan zu gewinnen und die landwirtschaftliche Produktion auf einen höchstmöglichen Stand zu fördern (North, S.185). Die Regierung in den Dörfern wird gestellt durch Gutsbesitzer oder durch Beamte (Fairbank, S.249).


Die "USA" reagiert gegen Japan mit Boykotten und Einfrierung von Konten und mit Militärhilfe an Chiangs Truppen
"US"-Präsident Roosevelt reagiert auf die japanische Invasionen ab 1937 mit einer Serie von Boykotten und Einfrierung japanischer Vermögen. Allgemein ist "Amerika" auf einen Krieg schlecht vorbereitet und ein direktes Eingreifen ist nicht möglich, wohl aber finanzielle Hilfe für die nationalen Truppen unter Chiang Kai-Shek.
(http://www.ford.utexas.edu/museum/exhibits/China_exhibit/The%20Period%20of%20Revolution.htm)

Die "USA" sehen nur die Fassade Chinas und nie die wahren Probleme
Das "Freie China" der KMT wird von den "USA" zum Vorposten der modernen Zivilisation in China auserkoren, wo die alten Bräuche eine Plage seien. Die "USA" akzeptieren das KMT-China als Verbündeten, bei völliger Unwissenheit über die inneren Zustände der KMT-Gebiete und der faschistischen KMT-Strukturen (Fairbank, S.259).

25.8.1937
Die nazi-japanische Strategie der Hafenblockaden - chinesischen Versorgungswege über Hongkong
Nazi-Japans Führung, die sich vorstellt, in drei Monaten den gesamten chinesischen Widerstand zu vernichten, blockiert bis 25.8.1937 alle chinesischen Küstengewässer von Qinhuangdao bis Indochina, ausser Qingdao, Hongkong, Macao und die Bucht von Kanton / Guangzhou.

Als Resultat dieser Blockade ist der Zugang nach China nur noch über die Strasse von Xinjiang-Turkestan, über Französisch-Indochina, und über Hongkong möglich. Hongkong wird dadurch ein wichtiger Rückraum für Schiffslieferungen und Eisenbahntransporte von Material und Munition. Die Eisenbahn Kowloon-Kanton / Guangzhou und die Autobahn Kowloon-Kanton / Guangzhou zum Beispiel, ab dem 27. August in Verbindung mit der Eisenbahn von Yuehan, sind wichtige Transportwege für den Gütertransport via Kanton / Guangzhou nach Wuhan.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

28.7.1937
Peking / Beiping wird japanisch besetzt
(North, S.149).

Einmarsch
                japanischer Kavallerie in Peking
Einmarsch nazi-japanischer Kavallerie in Peking / Beijing 1937 (bis 1945: Beiping)


Weitere nazi-japanisch besetzte nordchinesische Städte
Die nazi-japanische Truppen besetzen nach Peking in Nord-China weitere Städte wie Tianjin, Pinghan und Pingsui.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

ab August 1937
Japanische Besetzung ganz Ost-Chinas
Nach dem Fall Pekings können japanische Armeen rasch ganz Nord-China besetzen (North, S.149).

Hilfe des "Westens" an Chiang Kai-Shek gegen Japan
Der "Westen" liefert Chiangs Truppen Hilfslieferungen an Waffen und Munition und schickt Berater.
Mao merkt an, der "Westen" vergifte den "Geist des chinesischen Volkes", indem er chinesische Armeen in Abhängigkeiten bringe (North, S.194).

Maos Appell gegen den "Westen"
Mao appelliert während des Japanisch-chinesischen Krieges gegen die "Politik der kulturellen Aggression des Westens", die sich äussere in

oo  Missionen
oo  Krankenhäusern
oo  Schulen
oo  Zeitungen
oo  Auslandstipendien, um die Studenten auf den "Westen" abzurichten (North, S.194).

Heftiger Widerstand - kein japanischer "Spaziergang"
Chiang Kai-Shek lehnt in der folgenden Zeit Verhandlungen mit der japanischen Seite ab, was Japan zum Anlass nimmt, seine Invasion weiterzuführen.
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0861101.html)

Der heftige Widerstand der chinesischen Armeen zwingt die japanischen Strategen, die einen einfachen Nord-Süd-Vormarsch vorgesehen hatten, zu einer Kampfrichtung von Ost nach West. Der geplante "Spaziergang" von Norden nach Süden findet nicht statt. Die Schlacht von Songhu dauert über drei Monate, die Schlacht von Xuzhou dauert drei Monate und 25 Tage, die Schlacht von Wuhan dauert vier Monate und 23 Tage. Die Achte Marscharmee und die Neue Vierte Armee, von der KPChina geführt, führen Aktionen im Hinterraum des japanischen Feindes aus in Koordination mit der Kuomintang-Armee.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Die Achte Marscharmee mit Liu Bocheng und Deng Xiaoping
Die Achte Marscharmee wird von Liu Bocheng kommandiert. Deng Xiaoping ist deren Politischer Kommissar. Deng bewältigt im Krieg gegen Japan eine Reihe wichtiger militärischer Kampagnen, ebenso später im Bürgerkrieg gegen die Kuomintang.
(http://www.iisg.nl/~landsberger/dxp.html)

Der heftige Widerstand provoziert in Nord-China dauernde Kämpfe, die Japan dazu veranlassen gegen Shanghai eine zweite Front zu eröffnen.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Shanghai 1937: Was wird da zerstört?
Shanghai 1937: Promenade
                          "Bund"
vergrössernShanghai 1937: Promenade "Bund"
Shanghai 1937: Hochhaus Wohnsilo
vergrössernShanghai 1937: Hochhaus Wohnsilo
Shanghai 1937: Quartierstrasse mit
                            Uhrturm
vergrössernShanghai 1937: Quartierstrasse mit Uhrturm

Shanghai 1937: Strassenszene mit Hotel
                          Ritz
vergrössernShanghai 1937: Strassenszene mit Hotel Ritz

Shanghai 1937: Das Haus von Sincere Co.
                          Ltd. mit Rückseite
vergrössernShanghai 1937: Das Haus von Sincere Co. Ltd. mit Rückseite

Shanghai 1937: Strassenszene Velos
                          Fussgänger undd Golden-Garden-Restaurant
vergrössernShanghai 1937: Strassenszene Velos Fussgänger und Golden-Garden-Restaurant

13.8.1937
Japanischer Überfall auf Shanghai: Die Schlacht dauert drei Monate...
Ausbruch der Songhu-Schlacht, Bombardierung des Zentrums von Shanghai. Am 15. August veröffentlicht Chiang Kai-Shek den Befehl zur nationalen Mobilisierung und teilt die Kampfregionen in fünf Schlachtfelder auf mit der Konzentration auf Shanghai.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

  
Buchdeckel: Shanghai under fire
vergrössernBuchdeckel: Shanghai Under Fire
In Shanghai stehen sich 500.000 Chinesen und 200.000 Japaner gegenüber. Bis über 300.000 Chinesen lassen dabei ihr Leben. Der nazi-japanische Traum von einer Besetzung ganz Chinas in drei Monaten scheitert aber bereits hier...
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

denn der chinesische Widerstand in Shanghai dauert bis zum November.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die Reaktion in Hongkong: Chinesischer Patriotismus
Die Tapferkeit der chinesischen Soldaten und Zivilisten in Shanghai am 13. August verstärkt in Hongkong den chinesischen Patriotismus.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Beispiel: Bombardement am 14.8. 1937 an der Nankingstrasse
  Shanghai 1937: Bombardierung Palast und
                Cathay-Hotel an der Nankingstrasse Shanghai 1937: Bombardierung Palast und
                Cathay-Hotel an der Nankingstrasse
vergrössernShanghai 1937: Die Bombardierung von Palast und Cathay-Hotel an der Nankingstrasse durch drei japanische Bomben.

Bombardement von Shanghai 1937
Shanghai 1937: Bombenrauch mit durch die
                          Luft fliegenden Trümmern
vergrössernShanghai 1937: Bombenrauch mit durch die Luft fliegenden Trümmern
Shanghai 1937: Bombardement und
                          Bombenrauch
vergrössernShanghai 1937: Bombardement und  Bombenrauch
Shanghai 1937: Bombardement und
                          Bombenrauch
vergrössernShanghai 1937: Bombardement und  Bombenrauch
Shanghai 1937: Bombardement und
                          Bombenrauch über ein ganzes Quartier
vergrössernShanghai 1937: Bombardement und Bombenrauch über ein ganzes Quartier
Shanghai 1937: Flüchtlinge im Stau
vergrössernShanghai 1937: Flüchtlinge im Stau
Shanghai 1937: Bombentote auf der
                          Strasse
vergrössernShanghai 1937: Bombentote auf der Strasse
Shanghai 1937: NYK-Hafenterminal
                          bombardiert
vergrössernShanghai 1937: NYK-Hafenterminal bombardiert

Massenmord an Kriegsgefangenen an der Promenade "Bund"
Die japanischen Truppen zwingen hunderte chinesische Kriegsgefangene zum Promenadenufer (chinesisch: "Bund") und schlachten sie dort mit Maschinengewehren ab. Ausländische Passagiere auf ruhenden, ausländischen Schiffen sind die zu Tode erschreckten Beobachter.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)
Shanghai
                        1937: Flüchtlinge bei der Promenade
                        "Bund"
Shanghai 1937: Flüchtlinge bei der Promenade "Bund"
Shanghai
                        1937: Russischer Freiwilliger an der Promenade
                        "Bund" hinter einer Sandsackbarikade
Shanghai 1937: Russischer Freiwilliger an der Promenade "Bund" hinter einer Sandsackbarikade
Verwundeter Flüchtling des
                        Yagtzepoo-Quartiers
Schanghai 1937: Verwundeter Flüchtling des Yagtzepoo-Quartiers
Shanghai 1937: Invasion nach
                          Bombardement
vergrössernShanghai 1937: Invasion nach Bombardement
Invasion von Shanghai 1937; Rückseite
vergrössernRückseite

Shanghai 1937: Abgehackte Arme und Beine
vergrössernShanghai 1937: Abgehackte Arme und Beine


15.8.1937
Hongkong: Gründung der "Hong Kong Guild of Seamen" / "Xianggang Haiyuan Gonghui"
Massnahmen:
-- die Stimme zur Rettung Chinas soll verstärkt werden
-- Verweigerung des Transports japanischer Güter
-- Werbung zur Unterstützung der chinesischen Truppen.

Die Gilde wird für Seeleute weltweit bedeutend, um mit Transportboykotten gegen japanische Waren die faschistische Aggression zu stoppen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Frauen in Hongkong im Widerstand gegen Japan: Militärhospital für Chinesen
Auch die Frauen in Hongkong nehmen bei der Unterstützung Chinas eine wichtige Rolle ein. Während der Bombardierung von Shanghai zieht der Hongkonger Arm der Chinesischen Frauengesellschaft - angeführt von den Frauen Song Zewen und Sun Ke - in Shanghai ein Militärspital für chinesische Truppen auf.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

1937, Mitte August ca.
Das "Einheitsfront"-Abkommen zwischen KMT und KPChina - die Rote Armee wird zur Achten Marscharmee

Gleichzeitig baut die KPChina noch im selben Jahr die anti-japanische Nationale Vereinigte Front auf, wobei im militärischen und politischen Bereich einige Anpassungen an die Kuomintang vorgenommen werden.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Das "Einheitsfront"-Abkommen:
-- die KPCh verzichtet auf die bewaffnete Revolution und auf soziale Veränderungen
-- die KPCh verzichtet auf die Enteignung des Grossgrundbesitzertums
-- die Rote Armee wird in die KMT-Armee integriert und Chiang Kai-Shek unterstellt
-- die KPCh erhält die Bewilligung zur Einrichtung von Verbindungsstellen in einigen Städten
-- die KPCh erhält die Bewilligung zur Publikation der Tageszeitung "Neues China" auch in der nationalen Hauptstadt (Fairbank, S.246)
-- Kommunisten werden in die beratenden Körperschaften der KMT aufgenommen (Fairbank, S.246-247)
-- die Rote Armee heisst ab sofort "Achte Marscharmee" und ist in der nationalen Hauptstadt durch Chou En-Lai vertreten, und die Rote Armee erhält von der nationalen Regierung sogar eine kleine Subvention (Fairbank, S.247).

Zhu De wird zum Oberbefehlshaber der Achten Marscharmee bestimmt (als stellvertretender Befehlshaber von Schlachtfeld Nr.2). Der Vizevorsitzender der Militärkommission des KP-Zentralkomitees, Zhou Enlai / Chou En-Lai, wird zum Vizeminister der Kuomintang-Militärkommission bestimmt.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Gleichzeitig bringt die KPChina 10 Richtlinien zur nationalen Rettung und für den Krieg gegen Japan durch und schlägt eine umfassende anti-japanische Anstrengung mit der Mobilisierung der gesamten chinesischen Bevölkerung. Dabei ist China waffentechnisch Japan hoffnungslos unterlegen und muss zuerst eine defensive Strategie verfolgen. In den nächsten 16 Monaten besetzt die japanische Armee 16 Grossstädte. Die chinesische Armee kann den japanischen Traum der Unterjochung Chinas innert dreier Monate mit Mut und Glück verhindern.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)


25.8.1937
"Integration" der Roten Armee
Die Rote Armee wird gemäss Abkommen zwischen Kommunisten und Nationalisten als 8. Marscharmee in die Nationale Revolutionsarmee integriert.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)


Ab 31.8.1937: Nazi-japanische Truppen greifen den Süden Chinas an
Hauptziel ist dabei die Stadt Kanton / Guangzhou, die bis Juni 1938 800 mal bombardiert wird. Die Japaner kontrollieren Inseln wie Po Tai und Nan Au im südchinesischen Meer, um Südchina zu blockieren bei gleichzeitiger Gefährdung von Hongkong. Nazi-japanische U-Boote versenken um Hongkong schätzungsweise 400 Schiffe...
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Trotzdem bleibt der Nachschub für China über  Hongkong gemäss den Einschätzungen der Regierungen Londons und Washingtons entscheidend.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Am 22.9.1937 publiziert die Pressezentrale der Kuomintang die Erklärung des kommunistischen Zentralkomitees zur Kooperation zwischen der Kommunistischen Partei und der Kuomintang.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Am 23.9.1937 erklärt Chiang Kai-Shek die Kommunistische Partei öffentlich als legale Körperschaft.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Am 25.9.1937 gelingt der 15. Division der Achten Marscharmee in Pingxingguan ein Überfall aus dem Hinterhalt auf die Fünfte Division der Japanischen Armee. Dabei werden über 1000 der feindlichen Truppen und logistisches Personal getötet, der erste Sieg im Krieg gegen die japanische Aggression.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

September 1937
Chinesisch-kommunistischer Sieg gegen zwei japanische Divisionen - Beweis der Zusammenarbeit Japans mit den chinesischen Nationalisten
Die "Rote Armee" schlägt in Ost-Shansi / Ost-Shanxi zwei japanische Divisionen. Dabei können japanische Waffen und auch Waffen der chinesischen Nationalisten erbeutet werden (North, S.150). Zwischen "Roter Armee" und der "Nationalen Armee" Chinas gärt die Spannung daraufhin über Jahre hinweg, denn Chiang Kai-Shek scheint die Mao-Truppen mit Hilfe Japans vernichten zu wollen (North, S.151).


Gebietsanerkennung und Demokratieprojekt in China - Reorganisation der "Roten Armee" als "Achte Marscharmee" - national-chinesische Finanzhilfe an die "Rote Armee"

Im September 1937 anerkennt die Chiang-Regierung das "Grenzgebiet von Shensi-Kansu-Ningsia" (Shen-Kann-Ning) als "kommunistisches Garnisonsgebiet" (North, S.147).

Die Kommunisten erklären sich ihrerseits bereit, die Regierungsform der Sowjets aufzugeben und statt dessen eine "Demokratie auf der Basis der Rechte des Volkes" einzuführen (North, S.228).

Gleichzeitig wird die "Rote Armee" als "Achte Marscharmee" neu organisiert:
-- neuer Befehlshaber wird Chu He
-- neuer stellvertretender Befehlshaber wird P'eng Te-Huai
-- neue Divisionskommandeure werden Ho Lung, Lin Piao und Liu Po-Ch'eng (North, S.147).

Chu Teh wird später unter dem Nationalistengeneral Wie Li-Huang zum Stellvertretenden Kommandeur auf dem "2. Kriegsschauplatz" befördert. De jure befindet sich die "Rote Armee" nun unter nationalistischem Kommando (North, S.147), was von der KPCh geduldet wird (North, S.228).

1937-1940 bezahlt die nationale Regierung Chiang Kai-Sheks der kommunistischen "8.Armee" Zuschüsse und Munitionshilfe auf der Basis einer Gesamtstärke von 45.000 Mann. Die "Rote Armee" umfasst aber knapp 100.000 Mann (North, S.147).

Oktober 1937
Hongkong-Kanton / Guangzhou: Japanische Zerstörung von Teilen der Eisenbahn
Um die Verbindung zwischen China und Hongkong zu unterbrechen, zerstören die Nazi-Japaner den chinesischen Teil der Eisenbahnlinie zwischen Kowloon und Kanton / Guangzhou.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

12.10.1937
Die Guerillatruppen der Roten Armee aus 8 südlichen Provinzen werden als Neue Vierte Armee in die Nationale Revolutionäre Landarmee integriert
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)


1937: Weitere japanische Besetzungen - kommunistische Guerilla- Generalmobilmachung in Japan

1937
Japanische Besetzung der chinesischen Provinz Chahar (Teil der Mongolei)
(DTV II. S.173,175)

11.11.1937
Shanghai fällt vollständig in japanische Hände
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Shanghai 1937: Flüchtlinge im Zug nach Nanking
              nach dem Fall von Shanghai
Flüchtlinge ziehen nach dem Fall von Shanghai mit der Eisenbahn nach Nanking / Nanjing
(http://www.kzeng.info/node/646)


Die Flüchtlingsstadt Nanking / Nanjing - russische "Freiwilligenkämpfer" für China kämpfen nicht - nazi-japanischer Angriff in Richtung Nanjing / Nanking - das Massaker von Nanking / Nanjing ab 13.12.1937 mit 300.000 Todesopfern

Die japanische Armee fährt von Shanghai aus den Fluss Yangtsekiang hinauf und beginnt mit der Belagerung der nationalistischen Hauptstadt Nanjing / Nanking.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

[Nanking/Nanjing, die Ex-Hauptstadt
Da Nanking / Nanjing die einstige Hauptstadt des KMT-Regimes darstellt, scheint die nazi-japanische Armee besonders motiviert gegen die Stadt vorzugehen, vergleichbar dem späteren Marsch auf Berlin durch Moskaus Rote Armee. Die diesbezügliche nazi-japanische Propaganda bleibt im Dunkeln].

Beim Angriff auf Nanjing / Nanking sind Koreaner mitbeteiligt.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Nanjing / Nanking ist Flüchtlingszentrum und Lazarettstadt
Nanjing / Nanking wird gleich von mehreren Seiten her angegriffen, eingekesselt und belagert. Die Stadt ist nicht nun nicht nur die Ex-Hauptstadt des nationalen China, sondern auch ein Flüchtlingszentrum für Chinesen. Die Einwohnerzahl von normalerweise 250.000 Einwohnern ist durch Flüchtlingsströme auf über 1 Mio. angewachsen. Nanjing / Nanking ist auch ein Zentrum für verwundete Soldaten. 100.000 Flüchtlinge und verwundete Soldaten müssen auf der Strasse leben.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Die chinesischen Lazarette sind mehr und mehr überlastet. Viele Verwundete finden während der japanischen Belagerung keine Plätze in den chinesischen Lazaretten mehr und bleiben unbehandelt auf den Strassen. Sie suchen z.T. auf allen Vieren kriechend medizinische Behandlung. Auch die zivilen Verletzten gehen in die Tausende. Das einzige Spital, das offen bleibt (das "amerikanisch" geführte Universitätsspital), kann nicht einmal einen kleinen Teil der Verletzten behandeln.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Mitte November 1937
Nanking / Nanjing: Sicherheitszone durch besorgte Ausländer eingerichtet
Als die Japaner sich Mitte November Nanjing / Nanking nähern, gründet eine Gruppe besorgter Ausländer ein internationales Rettungskomitee, um zum Schutz von Flüchtlingen Sicherheitszonen einzurichten. In der Stadt werden so über 20 Flüchtlingslager gegründet, jeweils mit 200 bis 12.000 Insassen.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Russische Hilfe an Chiang Kai-Shek und nicht an die "Rote Armee"
Der chinesische "US"-Botschafter erfährt aus "gut unterrichteter" Quelle, dass Russland Chiang einen Waffenkredit von 100 Millionen chinesischen Dollars gewähren will. Der Bericht fährt fort:

Die Lieferungen Russlands an die Nationalchinesen haben diesen Wert schon überschritten. Die Hilfe umfasse bereits

--  200 Lkw. und Material
--  400 russische Jagd- und Bombenflugzeuge
--  40 sowjetische Instruktoren (North, S.144).

Russland unterstützt konsequent National-China und arbeitet auf eine noch besser Koordination des Nachschubs hin (North, S.144). Die "Rote Armee" dagegen erhält von Russland praktisch keine Waffenhilfe und muss von den Japanern modernes Gerät erobern, um an Waffen zu kommen (North, S.148).

"US"-Militärausbildungen für National-Chinesen
Die "USA" bilden während des Japankriegs viele chinesische Soldaten und Offiziere für die Nationalisten der Kuomintang aus (North, S.181).

Anfang Dezember
Japanische Truppen herrschen in den Aussenbezirken von Nanjing / Nanking
Bereits jetzt macht die japanische Armee viele chinesische Kriegsgefangene.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Herbst bis Winter 1937
Russische "Freiwilligenkämpfer" kommen in chinesische Gebiete
und sollen gegen japanische Truppen eingesetzt werden. Sie halten aber still und wollen sich ihre Hände nicht "beschmutzen".
(http://www.uglychinese.org/war.htm)

1.-8.12.1937
Nanking: Die grössten Kunstschätze aus Peking werden in Richtung Chengdu (Provinz Sichuan) weggebracht
Ein Teil der Kunstschätze wird auf dem Wasserweg nach Chongqing transportiert. Die Kunstobjekte überleben trotz mancher Zwischenfälle die Transporte, in 13.484 Kisten.
(Taiwan Nachrichten vom 15.7.2003; http://64.233.183.104/search?q=cache:_tZAgWbiyIwJ:members.chello.at/gio-vienna/tn/03-12.pdf+Chongqing+bombardiert&hl=de)

9.12.1937
Massiver japanischer Angriff auf Nanjing / Nanking
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

12.12.1937
Chinesischer Rückzug in Nanjing / Nanking auf die andere Seite des Yangtsekiang
Diejenigen chinesischen Soldaten, die verstreut in der Stadt bleiben, ziehen sich Zivilkleider an.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

13.12.1937
Japanischer Einmarsch in Nanjing / Nanking mit Bodentruppen und mit zwei Flotten
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Die chinesische Zivilbevölkerung ist zuerst hoffnungsvoll über das Ende der Belagerung und meint, die Japaner würden Ruhe und Ordnung herstellen. Die japanische Besatzungsmacht verspielt sich aber in der nächsten Zeit jeglichen Respekt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Massaker von Nanjing / Nanking: 300.000 Zivilisten getötet
Es beginnt eine sechs Wochen andauernde Zeit mit Randaliererei, Massenmord und Vergewaltigung, wie sie in der modernen Kriegsführung einmalig dasteht. Von 500.000 Einwohnern töten die Japaner zwischen 200.000 und 300.000 Männer, Frauen und Kinder.
(http://www.paradoxmind.com/1302/Prelude%20to%20War/WWII_Asia_Review2.html)

Das japanische Blutbad und die Plünderungen an der Zivilbevölkerung von Nanjing / Nanking sind diejenigen japanischen Kriegsverbrechen, die von westlichen Beobachtern als Augenzeugen am besten dokumentiert sind.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die japanisch-koreanische Armee wird in der Folge mit den Hunnen verglichen.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Das Hsiakwan-Tor
Die Besetzung des Hsiakwan-Tores ist von Massenmord an den Verteidigern begleitet. Die Leichen werden zusammen mit Sandsäcken zu einem sechs Fuss (1,8 m) hohen Hügel aufgestapelt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Massaker am Yangtse-Ufer an Flüchtlingen

Das Massaker beginnt noch am Tag des Einmarsches. Eine Menge Flüchtlinge meint, über den Yangtse-Fluss fliehen zu können, wobei aber keine Fähren mehr fahren. Viele versuchen zu schwimmen. Bei der Ankunft der Japaner schiessen diese auf die Schwimmenden oder schiessen in die wartende Menge am Ufer. Das Massaker beginnt somit mit einem Massenmord an über 50.000 Menschen, Erwachsene und Kinder. Der Yangtse-Fluss ist mit Leichen völlig übersät.

(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Massaker an den Menschen, die auf der Strasse leben
Die 100.000 Flüchtlinge und Verwundete, die auf der Strasse leben, werden von den Japanern erbarmungslos gejagt und als Zielscheibe benutzt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

14.12.1937
Japanischer Einmarsch in Nanking / Nanjing mit Panzern und Artillerie
Die Jagd und das Töten derjenigen Menschen, die auf der Strasse leben, hält an. Die beiden Hauptstrassen der Stadt sind mit Leichen bedeckt. Als Folge der zweitägigen Vernichtungsaktion werden die Strassen zu "Blutstrassen".
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Die Toten werden lange nicht beseitigt. Beim Einmarsch mit Panzern und Artillerie wird einfach über die Leichen gefahren. Leichen von Menschen, Hunden und Pferden werden so auf den Strassen zermalmt. An manchen Orten müssen Überreste von Panzern weggezogen werden.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

17.12.1937
Japanische Siegesfeier in Nanking / Nanjing - Verhaftungswelle von jungen Chinesen -  Mordorgien innerhalb und ausserhalb der Stadt
Nanking / Nanjing 1937: Japans
                            Siegesfeier, Parade
vergrössernNanking / Nanjing 1937: Japans Siegesfeier, Soldatenmarsch

Nanking / Nanjing 1937: Japans
                          Siegesplakat mit Parolen     


vergrössernNanking / Nanjing 1937: Japans Siegesplakate mit Kriegsfahne und mit Parolen: "Im Gedenken an den Fall von Nanking - Im Gedenken an den Sieg der Imperial-Armee".
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/ Nanking_Massacre/gallery1.html)

Nach der Siegesfeier werden alle jungen chinesischen Männer verhaftet, die im Verdacht stehen, ein chinesischer Soldat gewesen zu sein.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Dabei sind militärische Spuren am Körper wie starke Abdrücke von Tornistern ein Hauptkriterium.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Die Japaner sind wütend über den starken chinesischen Widerstand verüben Rache in der sich entladenden [manipulierten] Wut.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die verhafteten jungen Chinesen, die als Soldaten gelten, werden mit den chinesischen Kriegsgefangenen zusammengetrieben.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

ca. 20.000 junge chinesische Männer.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Eine häufig angewandte Mordmethode ist die Gruppierung der Gefangenen zu einem Dutzend vor Eingängen von Bunkern. Dann schiesst ein Panzer auf sie, so dass die Toten gleich in die Bunker geschleudert werden. Dort wird Erde auf die Leiche geschüttet und so sind die Toten gleich begraben.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Mit zusammengebundenen Händen werden sie auf Lastwagen aus der Stadt transportiert, wo sie vor den Stadtmauern in einer Orgie alle ermordet werden.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Meistens werden sie mit Maschinengewehren erschossen, und jene, die noch am Leben sind, werden einzeln mit dem Bajonett ermordet. In einigen Fällen werden die Chinesen mit Benzin übergossen und lebendig verbrannt. In einigen Fällen wird Giftgas angewandt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

[Das Giftgas ist unwahrscheinlich, denn dies braucht teure und luftdichte Bauten].

Die gefesselten Kriegsgefangenen werden mit Samurai-Schwertern exekutiert, zu Bayonettübungen missbraucht, mit Benzin übergossen und angezündet, bis zum Tod geschlagen, oder lebendig begraben. Zwei japanische Leutnants führen einen Wettbewerb durch, wer als erster 100 Opfer enthauptet habe. Beide erreichen ihr Ziel und fahren dann mit dem Morden fort.
(http://wakingbear.com/japan3.htm)

Plünderung, Vergewaltigung und Mord im Suff auf Anordnung japanischer Offiziere
Japanische Offiziere ermuntern daraufhin ihre Truppen, Nanking auszurauben und die chinesische Bevölkerung abzuschlachten und zu vergewaltigen. Der Alptraum dauert sechs Wochen.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die Japaner rauben die Warenhäuser aus und rauben den Zivilisten sprichwörtlich alles, was sie haben, mit eingeschlossen Schmuck, Münzen, Haustiere, Lebensmittel, Kleider, Kunstwerke, und auch billige Sachen wie Zigaretten, Eier, Füllfederhalter und Knöpfe.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)


Betrunkene, japanische Banden ziehen durch die Stadt, morden, rauben und brandschatzen, wie es gerade kommt. Chinesen werden auf der Strasse angehalten, für "wertlos" befunden und sofort getötet. Während der ersten vier Wochen der japanischen Besetzung werden dabei mindestens 20.000 Frauen vergewaltigt, viele davon werden nach der Vergewaltigung auch verstümmelt und getötet.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die meisten der vergewaltigten Frauen werden danach auf brutale Weise getötet. Die japanischen Soldaten vergewaltigen sogar Mädchen unter 10 Jahren, Frauen über 70 Jahre, Schwanger und Nonnen. Wilde Vergewaltigung findet am Tag in den Strassen oder an religiösen heiligen Orten statt. Viele Frauen werden von Banden reihenweise vergewaltigt. Einige Japaner zwingen die chinesischen Väter, ihre Töchter zu vergewaltigen, Söhne vergewaltigen ihre Mütter etc. Wer Widerstand leistet, wird sofort getötet.

[Die Soldateska scheint grosse sexuelle Kompensationen auszuleben. Und Japan hat generell ein grosses Sexproblem, das bis heute anhält. Eine japanische Formulierung für "Ich liebe dich" existiert bis heute nicht...]

Massenexekutionen an Flüchtlingen
Die Japaner dringen oft in die Sicherheitszonen der Flüchtlingslager ein, um jeweils mehrere 100 Männer zu verhaften. Man bringt sie Gruppenweise zu Exekutionsplätzen, um sie zu exekutieren.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Leichen und Blutlachen auf den Strassen - Massenmordmethoden in Gruben
Die japanischen Offiziere ermuntern die Soldaten, immer schrecklichere Mordarten zu erfinden. Die Leichen der Ermordeten liegen auf den Strassen, die Rinnsteine laufen mit Blut voll.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Wenn ein Auto die Strasse passieren will, müssen z.T. zuerst die Leichen an die Seite geschafft werden.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

So sind die Japaner gezwungen, ihre Mordmethoden zu verändern, um Seuchen zu verhindern. Chinesen werden in Gruppen zusammengetrieben und als Gruppe in Gruben ermordet, von japanischen Soldaten lebendig begraben, [mit verbundenen Augen] mit dem Schwert zu Tode gehackt, oder als Opfer von Bajonettübungen. Japanische Soldaten lassen sich bereitwillig mit gezogenem Schwert neben ihrem ausgewählten Opfer[das Opfer hat verbundene Augen und ist gefesselt] fotografieren, lassen den Akt des Tötens durch das Bajonett fotografieren, und lassen sich auch noch neben den toten Opfern in den Schlachtgruben fotografieren.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die japanischen Soldaten wollen ein Souvenir-Foto haben, wie sie Chinesen umbringen.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/warning.html)

Oder man giesst reines Benzin über die chinesischen Opfer in den Gruben und verbrennt sie lebendigen Leibes. Tausende Leichen der Opfer werden in den Fluss Yangtse geworfen, bis der Fluss rot vom Blut ist.

(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die Brutalitäten umfassen Erschiessen, Erstechen, Abschneiden offen liegender Unterleibsorgane, Herz herausschneiden, Enthauptung, Ersäufen, Verbrennen, Verprügeln, Ausstechen der Augen mit einer Ahle, sogar Kastration oder Durchstossen der Vagina.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

Brandschatzung der Stadt Nanking
Nachdem alles Verwertbare in Nanking geraubt ist, beginnen die Japaner mit dem Abbrennen der Stadt. Ein Drittel der Stadt wird so zerstört.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Die Japaner legen mit Benzin oder anderen entflammbaren Chemikalien Feuer, warten ab und bekämpfen und ermorden dann die Löschtrupps. Viele Leute sind durch solche Feuer umgekommen. Nankings schöne historische Stadt wird von den Japanern abgebrannt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/history.html)

  
John Rabe, Portrait
Berichterstatter John Rabe

Beobachter John Rabe und Iris Chang - Hitler tut nichts
Unabhängige ausländische Beobachter beobachten die Szene. Ein deutscher Geschäftsmann und NSDAP-Parteimitglied John Rabe appelliert vergeblich an Hitler zu intervenieren. Hitler lehnt eine Einmischung ab.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Weltweit bekanntes Massaker - Anti-Japanismus in der chinesischen Bevölkerung - Japans Zensur
Die Grausamkeiten der japanischen Truppen in Nanjing / Nanking werden durch ausländische Beobachter weitherum publiziert, darunter auch Zeitungsberichterstatter. Als das japanische Oberkommando vom vollen Umfang der Verbrechen der japanischen Truppen Wind bekommt, werden alle möglichen Versuche unternommen, Beweise der Verbrechen zu vernichten.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

In der chinesischen Bevölkerung brennen sich die japanischen Massaker und Kriegsverbrechen in der Seele ein und ergeben seit dem Massaker von Nanking / Nanjing einen Japan-Hass, einen Anti-Japanismus.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/report.html)

Wohltätigkeitsorganisationen beerdigen die herumliegenden Leichen
Eine Woche nach dem Massaker werden die herumliegenden Leichen durch sechs humanitäre Organisationen und Wohltätigkeitsorganisationen beerdigt. Die Aktion dauert vier Monate. Die sechs Wohltätigkeitsorganisationen beerdigen gemäss ihren Aufzeichnungen 195.240 Leichen. Diese Zahl ist eine Basis für das spätere Kriegstribunal, das nach Kriegsende für Nanking / Nanjing 200.000 zivile Tote festsetzt.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery7.html)

In der Bilanz fehlen
-- Ermordete, die zu Anfang des Massakers ausserhalb der Stadt erschossen und begraben wurden
-- Ermordete, die von anderen chinesischen Zivilisten begraben wurden
-- Ermordete, die nach dem Massaker von Nanking / Nanjing ermordet wurden.

Die Gesamtzahl der Opfer  wird somit auf über 300.000 geschätzt.

(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery7.html)

Kriegstribunal 1945-1946 - japanische Zensur in den Schulbüchern
Das Kriegstribunal für den Fernen Osten setzt 1945 / 1946 die Zahl der Todesopfer an Kriegsgefangenen und Zivilbevölkerung in Nanking / Nanjing auf 200.000 fest. Nicht-japanische Historiker rechnen mit bis zu 370.000 Todesopfern. Die japanische Geschichtsschreibung in den Schulbüchern erwähnt Nanking als "Nanking incident", als "Nanking-Zwischenfall", nur mit Toten durch Kriegshandlungen, und gewissen rechten Parteimitgliedern ist sogar diese Erwähnung schon zu viel...
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)

Publikation von Original-Berichten ab den 1990er Jahren
1991 gibt das Potsdam-Archiv einen 190-seitigen offiziellen Augenzeugenbericht über das Massaker von Nanking / Nanjing frei, das von der deutschen Botschaft in Nanking zusammengestellt worden war. Es bestätigt den zeitlichen Umfang des Massakers und die Anzahl der Opfer.
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery7.html)

Erst mit der Publikation von Rabes Tagebuch 1996 wird das Ausmass des Massakers von Nanking / Nanjing weitherum ein Thema. Iris Changs Buch "Die Plünderung von Nanking" ("The Rape of Nanking", 1997) zeigt Fotos zu diesem Thema. Die Fotos sind dank der Kopien einer chinesischen Angestellten in einem japanisch geführten Fotogeschäft  in Shanghai heute zugänglich.

(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)


[Kopien von Fotos können in aller Weise manipuliert sein. Fotolabors haben dafür ihre Spezialisten. Wenn die japanische Zensur aber die Fotozensur über Nanking verhängte, wird schon viel Wahres an den Fotos sein].

Japan als Skandal: Verehrung von Kriegsverbrechern -
Fotos vom Massaker von Nanking / Nanjing

Bis heute werden in Japan offizielle Feiern zur Ehrung von Kriegsverbrechern abgehalten:
Japans Feiern für Kriegsverbrecher

Iris Chang,
                        Portrait
Iris Chang, Portrait, Autorin von
"Die Plünderung von Nanking" /
"The Rape of Nanking"
Nanking / Nanjing 1937: Karte des
                          Massakers
vergrössernNanking / Nanjing 1937: Karte des Massakers

Des Weiteren erscheint 1997  von Shi Young and James Yin das Buch "The Rape of Nanking - An Undeniable History in Photographs" , publiziert von der  Innovative Publishing Group of Chicago.
(http://wakingbear.com/japan3.htm)

Massakermuseum Nanking / Nanjing mit der
                          Zahl 300.000
vergrössern In Nanking / Nanjing existiert ein Massaker-Museum mit der Zahl "300.000" an der Fassade.
Nanking 1937: Massenmord am Yangtse bei
                          XiaGuan
vergrössernMassenmord 1937
am Yangtse bei XiaGuan

Wettmorden von Toshiaki Mukai und
                        Iwa Noda
Wettmorden von Toshiaki-Mukai und Iwa Noda
Die zwei japanischen Offiziere Toshiaki Mukai und Iwa Noda halten ein Wettmorden ab, wer mehr Chinesen enthaupten kann. Insgesamt ermorden sie 211 Chinesen, der eine 106, der andere 105.  (http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery4.html)

Nanking-Massaker: Toshiaki Mukai
                            (links) hat 106 ermordet, Iwa Noda (rechts)
                            hat 105 ermordet
vergrössernNanking-Massaker: Toshiaki Mukai (links) hat 106 ermordet, Iwa Noda (rechts) hat 105 ermordet
(http://www.china.org.cn/english/features/125059.htm)

Nanking-Massaker
                        Dezember 1937: Leichengraben
Leichengraben "10.000-Totengraben" mit einem Teil der Toten der Plünderung von Nanking
Massaker von
                        Nanking / Nanjing 1937-1938: Chinesen werden
                        lebendig begraben.
Massaker von Nanking / Nanjing 1937-1938: Chinesen werden lebendig begraben.
(http://www.users.bigpond.com/ battleforaustralia/ JapWarCrimes/ TenWarCrimes/Rape_Nanking.html)
Nanking / Nanjing
                        1937-1938: Gezogenes Schwert

Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938: Gezogenes Schwert mit Augenbinde
Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938:
                          Gezogenes Schwert ohne Augenbinde
vergrössernNanking / Nanjing Massaker 1937-1938: Gezogenes Schwert ohne Augenbinde
Nanking / Nanjing 1937-1938:
                          Bajonettübung
vergrössernNanking / Nanjing 1937-1938: Bajonettübung,

erstmals publiziert im Magazin "Look" 1938
(http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/ 1/Nanking_Massacre/gallery3.html)
Nanking / Nanjing 1937: Bayonettübung zu
                          dritt
vergrössernNanking / Nanjing 1937: Bayonettübung zu dritt
Nanking / Nanjing 1937: Geköpfte Kinder
                          auf Scheiterhaufen vorbereitet
vergrössernNanking / Nanjing 1937: Geköpfte Kinder auf Scheiterhaufen vorbereitet
Nazi-Japaner mit Chinesenkopf als
                          Kriegstrophäe, und er lächelt...
vergrössernNazi-Japaner mit Chinesenkopf als Kriegstrophäe, und er lächelt...
Japans Zensurstempel im Buch von
                        Hora Tomio
Japans Zensurstempel "Nicht erlaubt" im Buch von Hora Tomio
"Das grosse Nanking-Massaker und der Krieg Alles Töten, Alles Rauben, Alles Anzünden".

[Und es kann niemand behaupten, dass in Europa niemand von diesen Vorgängen gewusst hat, und was ein europäischer Krieg mit derselben Ausrüstung bewirken kann...]

Ende 1937
Japanische Besetzung fast ganz Nord-Chinas - aktive chinesische Guerilla der KPCh
Ende 1937 sind fast alle wichtigen nordchinesischen Städte, Eisenbahnen und andere Verbindungswege in japanischer Hand:

->> die Japaner setzen eine Marionettenregierung ein
->> viele ländliche Gegenden bleiben Niemandsland (North, S.150).

Von Japan nicht besetzte ländliche Gebiete
In den ländlichen Gebieten kommt es zu ungeplanten und unkoordinierten Kämpfen zwischen japanischen und chinesischen Einheiten. Japanische Armeen führen "Säuberungen" durch und sind auf der Suche nach Nahrungsmitteln.

Kommunistische Truppen können mit ihrer Guerillataktik in ländliche Gebiete eindringen und wirksam operieren und so den Widerstand organisieren (North, S.149).


Sex-Sklaverei in den japanisch besetzten Gebieten

  
Laurence Rees: Horror in the East,
                          Buchdeckel
Buchbeispiel: Laurence Rees: "Horror in the East"; BBC 2001.

Chiang Kai-Shek mit Frau: Mann und
                              Frau des Jahres von Time 1937
Chiang Kai-Shek mit Frau: Mann und Frau des Jahres von Time 1937

Historiker schätzen, dass 1931 bis 1945 in japanisch besetzten Gebieten ungefähr 200.000 Frauen als Sex-Sklaven in Bordellen der japanischen Armee gehalten werden. Die Japaner erfinden dafür den Begriff "Trostspenderin" / "comfort woman". Die Mehrheit der Sex-Sklavinnen sind in China und Korea eingeschrieben, daneben aber auch in allen anderen japanisch besetzten Staaten.

Beispiel Jan Ruff, Sex-Sklavin in Indonesien
Die jungen Frauen werden nach der japanischen Besetzung aus Lagern ausgesucht, in Häusern deponiert, fotografiert und die Fotos werden ausgestellt. Japanische Soldaten können Frauen bestellen und vergewaltigen sie unter Todesdrohung (Samurai-Schwert), oft Serienvergewaltigung.

Japanische Ärzte, die die Sex-Sklavinnen "untersuchen", vergewaltigen regelmässig. Bei der Rückkehr aus dem Bordell werden die jungen Frauen gewarnt, wenn sie etwas erzählen würden, dann seien die jungen Frauen und ihre Familien in Gefahr.

Nach dem Krieg erteilen Kirchenvertreter den vergewaltigten Frauen Verbote, Nonne zu werden, und dieses Verbot wirkt wie ein Schatten, der die Betroffene ein Leben lang verfolgt. Erst 1992 ist sie fähig, ihr Schicksal öffentlich zu machen. Japan ehrt bis heute die Kriegsverbrecher am Yasukuni-Shinto-Schrein...
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Sex-Slaves.html)

Ende 1937
Chiang Kai-Shek und seine Frau sind Mann und Frau des Jahres
vergrössern Chiang Kai-Shek und seine Frau werden von der "US"-Zeitschrift "Time" als Mann und Frau des Jahres gefeiert...

Januar 1938
Übersiedlung der nationalen Regierung von Nanking / Nanjing nach Wuhan - Faktor Chou En-Lai
(Fairbank, S.243); Chou En-Lai ist Mitglied der nationalen Regierung und gilt ab dem Zeitpunkt in der KPCh als kommunistischer Aussenminister und als Verbindungsmann zur Weltpresse (Fairbank, S.247).

ab Januar 1938
Japans weitere Invasion nach der Besetzung von Nanking / Nanjing
Die japanischen Armeen marschieren nordwärts in Richtung Xuzhou (Provinz Shandong), wo sie von der chinesischen Armee bei Tai Er Zhuang (Provinz Shandong) schon erwartet werden.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Flüchtlingsstrom nach Hongkong - anschwellende Einwanderung - Seuchen
Der fortgesetzte Zustrom von chinesischen Flüchtlingen nach Hongkong bringt die Frage auf, ob die unkontrollierte Zuwanderung in die Kolonie beibehalten bleiben soll.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Es werden neue Bedingungen zur Einwanderung eingeführt:
-- 20 Dollars minimales Vermögen als Bedingung für einen Einreiseantrag
-- Reisepass
-- oder eine Wohnsitzbestätigung für einen direkten Zugang nach Hongkong.

Die Regierung in Hongkong erlässt Notgesetze zur Festnahme von Landstreichern und Arbeitslosen. Des weiteren werden verboten:
-- Treffen
-- Besitz
-- Organisationen

die im Verdacht stehen, die Bevölkerung aufzuwiegeln.

Über chinesische Zeitungen, Zeitschriften und Flugblätter wird die Zensur verhängt.

Als der Krieg sich mehr und mehr um Hongkong herum entwickelt, wächst der Flüchtlingsstrom nach Hongkong stetig an. Die Lebensmittelsituation und die gesundheitliche Situation werden immer schlechter. Die Flüchtlinge schleppen Pocken, Cholera, Ruhr, Typhus und Lepra ein. 1939 sterben in Hongkong z.B. 4000 Menschen an Tuberkulose.

(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Hongkong mit Flüchtlingslagern
Die Bevölkerung Hongkongs wächst um 50 %, während die Unterbringungsmöglichkeiten nur um 8 % steigen. Die 250.000 Flüchtlinge verschlimmern die ohnehin schon überbelasteten Haushalte, und die Regierung muss Flüchtlingslager einrichten: in North Point, Kowloon Tsai und in King's Road.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

1938, Februar?
Die KPCh richtet einen auswärtigen Ausschuss des Politischen Volksrats ein
Es ist eine machtlose Körperschaft mit dem Harvard-Absolventen und Politologen Chien Tuan-Sheng als Vorsitzenden, um der liberalen Strömung in der KPCh ein Ventil zu verleihen, das aber keine Kompetenzen hat (Fairbank, S.293).

März 1938
Japanische Niederlage bei Tai Er Zhuang
Japans Truppen erleiden auf dem Marsch von Nanking in Richtung Norden bei Tai Er Zhuang (Provinz Shandong) gegen die chinesische Armee eine absolute Niederlage. Japan bereitet Rache vor.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Gesetz zur Generalmobilmachung in Japan
Im März 1938 erfolgt in Japan das Gesetz zur Generalmobilmachung mit der Begründung, ganz Asien vom Kolonialismus und Kommunismus zu befreien.
(http://history.acusd.edu/gen/WW2Timeline/Prelude09.html)

[Ganz Asien soll japanisch kolonialisiert werden...]


Übersiedlung der nationalen Regierung von Wuhan nach Chongqing / Chungqing

Nach der katastrophalen militärischen Niederlage in Shanghai und Nanking / Nanjing verlegen die [National-]Chinesen [unter Chiang Kai-Shek] ihre [nationale] Regierung 1000 Meilen nach Westen, für japanische Bodentruppen unerreichbar.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Karte: Positionen von Chongqing / Chungking
                        / Tschungking in Sichuan und Shanghai  Selbständige Provinz Chungking seit 1997
Karten mit den Positionen von Chongqing / Chungking / Tschungking in Sichuan und Shanghai. Chongqing / Chungking / Tschunking wird seit 14.3.1997 als eigenständige Provinz geführt.

Mit dem Umzug in die Provinz Szechwan / Sichuan schneidet sich die KMT von ihren Wurzeln ab, verliert die Einnahmen aus den Seezöllen und verliert die Einnahmen aus dem Shanghaier Opiumhandel (Fairbank, S.243).

Chiangs Zusammenarbeit mit den Mächtigen - keine Reformen
Die Beamten werden zu Flüchtlingen. Also spannt die KMT mit den Diktatoren zusammen, die zur Verfügung stehen: Provinzmilitärs und Grossgrundbesitzer. Reformen gibt es in der Provinz, die so gross ist wie Deutschland oder Frankreich, nicht. Mao hätte die Bevölkerung mobilisiert, Chiang Kai-Shek macht nichts für eine Basis der Befreiung. Chiang Kai-Shek wird somit auch kein Führer des chinesischen Volkes (Fairbank, S.243).

Die Anpassung an das Landleben wird auf patriotische Art ertragen (Fairbank, S.244).

Flucht der Studenten ins Landesinnere
Viele Studenten wandern nach SW aus oder den Yangtse hinauf. Ganze Fakultäten werden verlegt, und Universitäten werden an neuen Orten neu gegründet:
-- die Pekinger Nationaluniversität, die Universität Tsing Hua und die Nankai-Universität aus Tientsin / Tianjin werden in Kunming als Vereinigte SW-Universität zusammengelegt
-- die Universität Yenching wird in Chengtu neu eingerichtet
-- "christliche" Institute sammeln sich in Chengtu (Fairbank, S.244).

Demontage von Fabriken und neuer Aufbau im Landesinnern
Fabriken werden demontiert, den Fluss hinauf transportiert und bei anderen Bergwerken und Industrien wieder aufgestellt (Fairbank, S.244). Die Industrieanlagen an der Küste werden abgebaut und nach Westen verlegt - auf dem Rücken chinesischer Bauern.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Waffenlieferungen für die Kuomintang über Hongkong und Guangzhou / Canton
Chiang Kai-Sheks Regime bekommt weiter Waffenlieferungen über das englische Hongkong und Guangzhou / Canton, vor allem Luftabwehrraketen und Maschinengewehre. Japan begleitet diese Lieferungen mit entsprechenden Warnungen an England, dass dadurch die englisch-japanischen Beziehungen gefährdet würden und in Japan der Englandhass wachsen würde.

Nach der Zerstörung des Bahnabschnitts zwischen Kowloon und Guangzhou / Canton unterstützt England die Kuomintang trotzdem, eine Strasse zwischen Kowloon und Guangzhou zu bauen (November 1937). Ausserdem werden China im Dezember 1937 9 britische Flugzeuge geliefert.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Die Rückeroberung tritt trotzdem nicht ein wegen der Unfähigkeit des Regimes wie auch wegen der Umstände (Fairbank, S.244).

Arbeitskräfte und Güter aus japanischen Gebieten kommen über die Eisenbahn Lung-Hai, Güter [bis 1941] via Honkong. Bau von neuen Waffenfabriken (Fairbank, S.244).

Infiltration: Chungqing ist kommunistisch infiltriert (Fairbank, S.244).

Die Entwicklung der KPCh 1938-1945: Distanzierung von National-China - Ausbau der Gebiete
-- Yenan/Yanan akzeptiert keine Stabsoffiziere von National-China auf kommunistischem Gebiet
-- die Achte Marscharmee (=Rote Armee) bleibt unabhängig
-- die KPCh erweitert weiter ihre Basisgebiete, gründet Hilfsfonds, organisiert die armen Bauern, damit sie später die reichen Bauern verdrängen können (Fairbank, S.247).

Mit diesem Vorgehen erhöht sich die Mitgliederzahl der KPCh von 40.000 und 92.000 Soldaten (1937) auf 1,2 Mio. Mitglieder und 910.000 Soldaten (1945). Die KPCh kann disziplinierte Parteistrukturen, die Selbstversorgung der Dörfer und Funksysteme zwischen den kommunistischen Gebieten aufbauen (Fairbank, S.247).


Japanische Marionettenstaaten - Burma-Landstrasse - Eisenbahnschienen zu Schwertern - kommunistische Kriegswaisenkinder - Hilfe aus dem Ausland - kommunistische "Grenzregierungen"

Japanische Einrichtung von Marionettenstaaten - neue Grenzen - Burma-Landstrasse als Faktor
Bis zum Jahr 1938 wird das japanisch besetzte China in mehrere japanisch kontrollierte Marionettenstaaten aufgeteilt.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Der japanische Ministerpräsident Konoye proklamiert 1938 eine "Neuordnung" in Ostasien (DTV II. S.175).

Das kommunistisch beherrschte Gebiet hat sein Zentrum in Yanan / Yenan, das Gebiet der Nationalisten befindet sich im Südwesten mit Zentrum Chongqing.
(http://www.hoover.org/hila/china_exhibit4.htm)

Die Versorgung von Yanan / Yenan und Chongqing erfolgt über die Landstrasse vom englischen Burma aus, wobei die Versorgung ungenügend bleibt.
(http://www.answers.com/topic/sino-japanese-war)


Karte Chinas 1938: Aufteilung zwischen Japan,
                  KPCh und Kuomintang
vergrössernKarte Chinas 1938: Aufteilung zwischen Japan, KPCh und Kuomintang

KPCh: Zerstörung von Eisenbahnlinien - aus Eisenbahnschienen werden Schwerter
Chinesische Armeen demontieren zusammen mit Eisenbahnarbeitern die Eisenbahnlinien, damit die japanischen Truppen sie nicht benutzen können. Die Eisenbahnarbeiter tragen die Stahlschienen und Stahlträger weg und schmieden, schweissen und hämmern sie im Hinterland zu grossen Schwertern für Soldaten und Guerilla, um den Feind zu bekämpfen. Die Eisenbahnarbeiter bilden in dieser Arbeit Kooperativen.
(Bericht von Korrespondentin Agnes Smedley; http://www.asu.edu/lib/archives/smedforeign.htm)

KPCh: Eisenbahnschienen zu Schwertern
vergrössernEisenbahnschienen zu Schwertern
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KPCh: Waisenkinder wachsen in Gruppen auf
Waisenkinder der kommunistischen Guerilla verbringen ihre Zeit mit Lernen und Schreiben und führen vor Zivilisten und Truppen kleine Theaterstücke auf und patriotische Lieder auf.

KPCh: Waisenkindergruppe für Theater
                            und Patriotenlieder
vergrössernKPCh: Waisenkindergruppe für Theater und Patriotenlieder

1938-1939
Russlands Hilfe an China: 250 Mio. "US"-Dollar Kredit - "amerikanische" Hilfe kommt nur allmählich und nur für die Nationalisten
(North, S.144)

1938 /1939 ca.
Chengtu/Chengdu: Chiang Kai-Shek lässt für "US"-Flugzeuge grosse Flugplätze bauen
mittels Massensklaverei (Fairbank, S.313).

 
Mao ca. 1938
Mao ca. 1938
ab 1938 ca.
Die KPCh expandiert
Durch die Guerillataktik gelingt es der "Roten Armee", ihren Einfluss in China auszudehnen.  Die nationale Regierung Chiang "genehmigt" den Kommunisten in der Folge das Grenzland von Shansi / Shanxi, Chahar [innere Mongolei] und Hopeh / Hebei (Chin-Ch'a-Chi) als kommunistisches Einzugsgebiet, und die KPCh richtet in in der Folge in den neuen Gebieten "Grenzregierungen" ein (North, S.147).

ab 1938
Die "Grenzregierungen" in Gebieten der KPCh
Die Regierungen in Shensi / Shen-hsi / Shaanxi, Kansu / Gansu und Nigsia / Ningxia z.B. sind in den Grundzügen nach der "Pyramide der Volksräte" organisiert:
-- Regierung der Grossgemeinden (hsiang)
-- Regierung der Bezirke (hsien) etc.

oo  direkte, allgemeine und geheime Wahlen
oo  Zusammenhalt durch "demokratischen Zentralismus" (North, S.148)
oo  Gehorsam nach unten
oo  System der "drei Drittel": je 1/3 Kommunisten, "fortschrittliche Linke" und Anhänger des  "goldenen Mittelwegs" (North, S.149).

->> Grossgrundbesitzer und Landadel sind ausgeschlossen (North, S.149).


Ab 1938: Erfolglose Chiang-Diktatur - Japan als Helfer für den chinesischen Kommunismus

Chiangs Massnahmen zu einer Diktatur
-- Chiang unternimmt "besondere Massnahmen", die undemokratisch und autoritär sind (North, S.164)
-- plus: Die Bewegung "Neues Leben" macht den Versuch, Paternalismus und Unterdrückungsprinzipien des früheren Neo-Konfuzionismus wieder einzuführen

->> ein straff diszipliniertes Min Chu I-Jugendkorps ist fast so totalitär wie stalinistische oder Nazi-Jugendorganisationen

plus: willkürliche Ernennung eines Teils des Nationalkongresses
plus: Ausweitung der Möglichkeiten zu "Säuberungsmassnahmen" in der Partei durch "Parteiaufseher" (North, S.165).

Chiangs Massnahmen bleiben aber ohne Erfolg:
oo  kein Erfolg bei der Bekämpfung der Kriegsinflation (North, S.165)
oo  kein Erfolg gegen den Schwarzmarkt
oo  kein Erfolg gegen die Korruption in Partei- und Regierungskreisen um Chiang (North, S.166).

Die Gründe für Chiangs Erfolglosigkeit:
-- Chiang hat noch nie Wahlen abgehalten
-- die wirtschaftlichen und sozialen Reformen sind nur symbolisch

-- innere Parteienstreits mit "Andersdenkenden" halten an und kommen zu keinen Kompromissen

-- Chiang muss sich mit ehrgeizigen Kriegsherren auseinandersetzen und ist dadurch oft in Kleinkriege verwickelt (North, S.172)

-- einzelne Heerführer spannen sogar mit Japan zusammen

-- "westliche" Handelsvertreter müssen geschützt werden, was im Gegensatz zum Nationalismus steht

-- gleichzeitig streiten die "westlichen" Handelsvertreter um Einfluss in National-China

-- Naturkatastrophen und Überschwemmungen wiederholen sich auch unter Chiang jährlich, ohne dass wirksame Gegenmassnahmen ergriffen würden

-- auch das Chiang-Regime bekommt die Geburtenrate nicht in den Griff: pro Jahr wächst Chinas Bevölkerung um 10 Millionen Menschen (North, S.173)

->> das Chiang-Regime der Kuomintang ist dauernd gefährdet (North, S.173).

20.2.1938
Hitler bekräftigt öffentlich die Unterstützung Japans
Gleichzeitig
-- wird Ribbentrop neuer Aussenminister
-- und Hitlers Regierung anerkennt Mandschukuo als unabhängigen Staat.
(http://history.acusd.edu/gen/WW2Timeline/Prelude09.html)

2.3.1938
Hongkong-Kanton / Guangzhou: Brandschatzung von chinesischen Handelsschiffen
um den chinesischen Nachschub nach Wuhan zu unterbinden.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Mai 1938
Shandong: Japan besetzt Xuzhou und Kaifeng
Im Mai 1938 rächt die japanische Armee die Niederlage bei Tai Er Zhuang (Provinz Shandong) mit einem Sieg und der Besetzung von Xuzhou und Kaifeng.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Giftgaseinsatz in Jiangsu / Yangzou / Yechow
Jiangsu / Yangzou Mai 1938: Japanischer Gaseinsatz
                an der Bahnlinie Tianjin-Pukou
vergrössernJiangsu / Yangzou Mai 1938: Japanischer Gaseinsatz  an der Bahnlinie Tianjin-Pukou

Hitler bekräftigt die Achse Rom-Berlin in Rom - Stalin kommt in Nöte
Stalin ist in der Folge [nachdem er 1937 schon den Hauptteil seiner Offiziere ermorden liess] noch mehr auf sich selbst konzentriert und kann China noch weniger Truppen gegen Japan zu Hilfe schicken (North, S.140).

Juni 1938
Brechen der Deiche des Huang He / Hwang Ho / Gelber Fluss - Überschwemmung zur Verlangsamung der japanischen Invasion
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0861101.html)


9.6.1938
Kriegsverbrechen der Kuomintang: Künstlicher Deichbruch am Gelben Fluss - Zerstörung ganzer Provinzen - 1 Million Tote
Chiang Kai-Shek denkt, mit einer Überschwemmung die japanische in Richtung Wuhan / Wuchang  verlangsamen zu können. In der Folge führt das 32. Korps der 8. Division den Deichbruch des Gelben Flusses bei Huayuankou (Gartenmund) bis zum Norden der Stadt Zhengzhou in der Provinz Henan aus.

Gelber
                        Fluss (chinesisch: Huang He), Karte
Gelber Fluss (chinesisch: Huang He), Karte
Karte mit
                        der Position der Provinz Henan mit Zhengzhou und
                        dem Gelben Fluss
Karte mit der Position der Provinz Henan mit Zhengzhou und dem Gelben Fluss, die von Überschwemmungen durch die Deichsprengungen betroffen sind.

10 Millionen Zivilisten in den drei [flachen] Provinzen Henan, Anhui und Jiangsu (also 44 Bezirke) verlieren dadurch ihr Hab und Gut. Über eine Million Menschen kommen dabei zu Tode, bei der Überschwemmung wie bei der darauf folgenden Hungersnot. Schlussendlich fordert die Überschwemmung bis 1943 ihre Todesopfer. Das überflutete Gebiet wird "huang fan qu" ("vom Gelben Fluss überschwemmtes Gebiet") genannt, wo Hungersnöte und Krankheit über Jahre hinaus vorherrschen.

Später wird Lin Wei für die Idee des Deichbruchs am Gelben Fluss verantwortlich gemacht.

(http://www.uglychinese.org/war.htm)

  
Gelber Fluss / Yello
                            River: Wiederaufbau der Deiche unter
                            Waffengewalt von Nazi-Japan
vergrössernGelber Fluss / Yellow River / Huang Ho: Wiederaufbau der Deiche unter Waffengewalt von Nazi-Japan.

Der gegen die japanische Armee gerichtete extra herbeigeführte Dammbruch kann die japanische Invasion kaum aufhalten. Die chinesische Ausrüstung ist absolut veraltet, und die Lieferungen über die Strassenverbindung mit Burma sind absolut ungenügend. Die chinesische Seite muss weiter zurückweichen, trotz des weit verbreiteten Widerstandes und trotz blutiger Kämpfe.
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0861101.html)

Und später wird die chinesische Bevölkerung unter Waffengewalt von Nazi-Japan gezwungen, die Deiche wieder aufzubauen.



14.6.1938
Hongkong: Gründung der internationalen chinesischen Hilfsorganisation "Baowei Zhongguo Tongmenghui League" ("Chinesische Verteidigungsorganisation")
Sun Ke und Feng Yuxiang gründen diese internationale Hilfsorganisation. Die Organisation hat ihr Hauptquartier an der Seymour Road auf Hongkong Island. Die Ziele der Organisation sind:
-- die Vereinigung des gesamten chinesischen Volkes der ganzen Welt
-- anti-japanische Bewegungen auf der ganzen Welt propagieren
-- Hilfsfonds für medizinische Leistungen, Wohlfahrt, Kinderbetreuung, Produktion und Bauwesen.

Damit wird Hongkong wieder eine weitere Basis der anti-japanischen Propaganda und Aktivitäten.

(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Mitte Juni 1938
Belagerung von Wuhan / Wuchang
Ab Mitte Juni belagern die auf 350.000 Mann angewachsenen japanischen Truppen Wuhan / Wuchang, ein Zentrum des anti-japanischen Widerstands. Die chinesischen Soldaten sind numerisch dreimal so stark. Die Belagerung und die Kämpfe um die Stadt ziehen sich 4 Monate lang hin.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Wuhan / Wuchang: Stadtteil Hanko 1938: Ruinen
                    nach Bombardement
vergrössernWuhan-Stadtteil Hanko 1938: Ruinen nach Bombardement

24.8.1938
Hongkong-Kanton / Guangzhou: Japanische Bombardierung von chinesischen Passagierflugzeugen
um den chinesischen Nachschub nach Wuhan zu unterbinden.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

Oktober 1938
Maos Rechtfertigungsschrift zur Zusammenarbeit mit Chiang Kai-Shek
In einem Bericht mit dem Titel "Über das neue Stadium" gibt Mao Tse-Tung die theoretische Rechtfertigung für die Zusammenarbeit zwischen Kommunisten und Kuomintang heraus (North, S.228).

Oktober 1938
Der Fall von Guangzhou / Kanton und Wuhan - Japans Armee bleibt im Stellungskrieg stecken

Wuhan: Trotz der numerisch dreifachen Überlegenheit zieht sich die chinesische Armee im Oktober 1938 aus Wuhan zurück.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Die japanische Armeeführung bombardiert Guangzhou / Kanton, um den Transporte zwischen Hongkong und Wuhan via Guangzhou zu unterbinden.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Bomben und Flüchtlinge in Guangzhou / Canton / Kanton
Guangzhou / Canton / Kanton 1938: Japans
                          Bombardierung und Bombenrauch
vergrössernGuangzhou / Canton / Kanton 1938: Japans Bombardierung und Bombenrauch. Die Stadt wird zu einem "Feuersee"...

Guangzhou / Canton / Kanton 1938:
                            Flüchtlinge auf der Brücke über den
                            Perlfluss
vergrössernGuangzhou / Canton / Kanton 1938:
Flüchtlinge auf der Brücke über den Perlfluss.

25.10.1938
Rücktritt der nationalistischen Nanking-Regierung in Chungking / Chongquing / Tschungking
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap6.htm)

ab November 1938
Das strategische Patt - der Beginn des Stellungskriegs auf dem chinesischen Kontinent
Nach dem Fall von Guangzhou / Kanton und Wuhan im Oktober 1938 wird der Krieg gegen die nazi-japanischen Armeen zu einem strategischen Patt. Japan muss seine Strategien dem überdehnten Frontenverlauf anpassen. Entsprechend vermindert sich die japanische Schlagkraft, mit einer beinahe Einstellung der Angriffe an der Front. Stattdessen wird die Kontrolle über die besetzten Gebiete gefestigt, mit einem neuen japanischen Kommando-Hauptquartier in Nanjing / Nanking. Die drei nordöstlichen Provinzen (Mandschukuo) sind vom Befehl von Nanking ausgenommen.

Statt den Druck auf das Kuomintang-Regime zu verstärken, provoziert die japanische Seite weiter eine Schlacht nach der anderen in den Provinzen Jiangxi, Hubei, Hunan, Guangxi, Henan und Shanxi. Davon können aber nur die Insel Hainan, Nanchang und Süd-Shanxi japanisch gehalten werden.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Japans Nazi-Armeen wollen unbedingt schnell ganz China besetzen, um danach den Pazifik-Krieg gegen die "USA" zu führen.
(http://www.china.org.cn/english/features/124865.htm)

[Komischerweise kommt dieser Krieg in den westlichen Geschichtsbüchern kaum vor. Hitler sollte in genau dieselbe Falle tappen: Unterschätzung der Roten Armee, Überdehnung der Grenzen und Stellungskriege, und das Oberkommando der Wehrmacht will Ende 1940 "ganz schnell" Russland besetzen, um dann den Krieg gegen England zu gewinnen...]

Die chinesischen Siege in den Schlachten von Ping Shyng Guan und Tai Er Zhuang geben der chinesischen Moral nach der Niederlage von Nanking neuen Schub.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Ende Oktober 1938
Pressekonferenz in Guangzhou / Kanton: Dauerbombardierung mit der Untergrabung der Moral als Ziel - Hongkong bleibt passiv
Die japanische Seite gibt Ende Oktober an, Guangzhou sei deswegen japanische besetzt, um die Lieferungen nach China zu unterbinden und die Moral der Regierung Chiang Kai-Shek / Jiang Jieshi zu untergraben. Der britische Gouverneur von Hongkong, Alexander Stafford Northcote, meint ausserdem, dass weitere Waffenlieferungen an das südliche China zu Wasser oder auf der Strasse den Interessen Hongkongs sehr schaden würden. Man will keine japanische Besetzung von Hongkong provozieren...
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap7.htm)

Gasangriff auf Haikou, Hauptstadt der
                              Insel Hainan
vergrössernGasangriff 1939 auf Haikou auf der Inseln Hainan

1939
Nazi-japanische Besetzung der Insel Hainan: Die Erze
Die Insel Hainan ist reich an Metallerzen, vor allem hochgradiges Eisen und Wolfram, daneben reiche Vorkommen an Titanium, Mangan, Salz, Kupfer, Bauxit, Molybdän, Gold, Silber, Kohle, Kobalt, Graphit und Quarz. Die nazi-japanischen Truppen besetzen die Insel 1939 bis 1945, bauen neue Industrien auf und beuten die grossen Eisenerz-Vorkommen aus.  
(http://www.encyclopedia.com/html/H/Hainan.asp)

Dezember 1938
Die japanisch besetzten Städte
sind Beiping / Peking, Tianjin, Qingdao, Shanghai, Nanjing / Nanking, Guangzhou / Kanton, Wuhan und die mehr entwickelte Ostküstenregion.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

1939
Maos Heirat mit seiner vierten Frau Jiang Qing
(http://de.wikipedia.org/wiki/Mao_Zedong)

ein Filmstar.
(http://news.bbc.co.uk/1/shared/spl/hi/in_depth/china_politics/key_people_events/html/5.stm)

Anfang 1939
Die Gegensätze bei Stalin kompromittieren China: Neue "russische Interessen"
Anfang 1939 beginnt die russische Friedenspolitik in der Welt Anerkennung zu erhalten. Gleichzeitig stellt Stalin jedoch seine Politik um und kündigt am 10.März 1939 die Verfolgung eigener "russischer Interessen" an. Nach Ansicht von Mao und Chiang macht Stalin damit eine egoistische Wende zu den Westmächten hin (North, S.144-145).

Neues Ziel für Chinas Kunstschätze ist Omei
Chongqing wird bereits von Nazi-Japan bombardiert, und das ursprüngliche Ziel für die Kunstschätze, Chengdu in der Provinz Sichuan, wird auch als zu gefährlich angesehen. Neues Ziel ist Omei.
(Taiwan Nachrichten vom 15.7.2003; http://64.233.183.104/search?q=cache:_tZAgWbiyIwJ:members.chello.at/gio-vienna/tn/03-12.pdf+Chongqing+bombardiert&hl=de)

1939 ca.
Wang Ching-Wei versöhnt sich mit Chiang Kai-Shek
(North, S.161)

1939
Die "USA" kündigt erst jetzt den Handelsvertrag mit Japan von 1911
aufgrund der Aggressionen gegen China. Die Belieferung mit kriegswichtigem Material wie Benzin, Schrott u.a. wird "unterbunden". Die Beziehungen zwischen den "USA" und Japan beginnen sich erst jetzt zu verschlechtern. Der japanische Ministerpräsident versucht eine Versöhnungspolitik einzuleiten (DTV II. S.175).

Nazi-Japan beginnt mit Dauerbombardements
Die japanische Armee beginnt 1939 mit Dauerbombardements auf strategisch wichtige Städte, darunter Chongqing, Chengdu, Guiyang, Kunming und Hengyang, mit hohen Todesraten und Besitzzerstörungen.

Gleichzeitig konzentriert Japan seine Truppen gegen anti-japanische Basisregionen, die unter der KP-Führung stehen, um die Achte Marscharmee zu schwächen und zu zerstören. Die Achte Marscharmee überlebt aber - mit Unterstützung der Massen - die vielen bitteren Schlachten gegen die Haupttruppen Japans und kämpft selber an der Front.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

März 1939
Gaseinsatz in der Schlacht von Nanchang

Nanchang März 1939: Gastruppen der 101.
                          nazi-japanischen Division
vergrössernNanchang März 1939: Gastruppen der 101. nazi-japanischen Division
Nanchang März 1939: Japans Giftgaseinsatz
                          mit "red" toxics
vergrössernNanchang März 1939: Japans Giftgaseinsatz mit "red" toxics der 11. Armee, um die 101. und 106. Division in der Schlacht von Nanchang zu unterstützen...


Mai 1939 ca.
Chongqing: Bombentote

Bomben auf Nanning
Chongqing 1939: 700 Bombentote, Frauen
                            und Kinder, vor einem Bunker
vergrössernChongqing 1939: 700 Bombentote, Frauen und Kinder, vor einem Bunker

[Das Bild scheint eine Fälschung zu sein, denn es sind keine Verbrennungen an den Körpern sichtbar].
Nanning 1939: Ruinen nach
                          nazi-japanischem Bombardement
vergrössernNanning 1939: Ruinen nach nazi-japanischem Bombardement


Die (Nicht-)Struktur des Regimes von Chiang Kai-Shek in Chongqing / Chungqing

Die Bomben auf Chongqing / Chungqing stärken den Geist und extremisieren die Intellektuellen
-- die Bombardierungen stärken den Widerstandsgeist
-- der Wille zur "Einheitsfront" lässt gleichzeitig nach
-- die Intellektuellen werden radikal und werden von der Kuomintang verfolgt.

Radikale Intellektuelle wandern sogar nach Yanan / Yenan ins kommunistische Zentrumsgebiet ab. Von den Kommunisten bleiben nur die KPCh-"Aussenkader" und verhalten sich gegen aussen liberal (Fairbank, S.244).

Am Analphabetismus wird nichts geändert - die "feindliche" Umgebung für die Regierung
Das Regime unter Chiang bleibt so konservativ und dumm wie in Nanking. An den feudalen Zuständen der Grossgrundbesitzer und am Analphabetismus der Bauern wird nichts geändert. Den Studenten werden Sonderrechte gewährt, indem sie nicht eingezogen werden, sondern sogar Stipendien für ihr Studium erhalten, die Bauern dagegen werden zum Krieg eingezogen. Die Kriegsführung wird den Militärs überlassen (Fairbank, S.244).

[Wie man mit analphabeten Soldaten Krieg gegen Japans hochgradig ausgebildete Armee führen will, bleibe dahingestellt...]

Die Volksgesundheit in den chinesischen Dörfern bleibt nach wie vor problematisch. Beim Chiang-Regime herrscht weiter ein Schichtendenken wie zur Kaiserzeit (Fairbank, S.244). Da sich Chiangs Regierung nun "auf dem Land" mit vielen umgebenden Bauern befindet, kommt in der nationalen Regierung Chinas immer wieder das Gefühl auf, dass man sich in einer "potentiell feindlichen Umgebung" befinde. Die Regierung hofft auf eine baldige Rückkehr in eine grosse Küstenstadt, um von der Umgebung der Bauern "befreit" zu werden... (Fairbank, S.245)

Die faschistische Kuomintang-Diktatur
Die Parteiführung ist weiter faschistisch orientiert. Die Geheimpolizei will den Status quo der feudalistischen Gesellschaftsschichten aufrecht erhalten. Liberale werden als umstürzlerisch eingestuft. Die Professoren werden in Lagern "umgeschult" mit den "3 Prinzipien" der KMT als Hauptinhalt, so dass die Professoren alle zu Regime-Gegnern werden. Alle auch nur scheinbaren Gegner werden verfolgt: Studenten, Verleger etc. (Fairbank, S.245).

Die Inflation und neue Steuern im faschistischen Kuomintang-China
Die hohe Inflation wird für Chiang Kai-Shek zum Markenzeichen. Die KMT will nicht "aus dem Lande" leben, sondern sie lebt von der Notenpresse (Fairbank, S.245). Die Bauern freuen sich aus Unerfahrenheit zuerst über die höheren Absatzpreise. Bald kommen aber auch Steuererhöhungen in Form von 100en neu eingeführten Steuern, die von den örtlichen Verwaltungen eingezogen werden (Fairbank, S.246). Mit den neuen Steuern macht sich die KMT aber auch die Oberschicht zum Feind (Fairbank, S.245). Da werden neue Steuern erfunden wie
-- eine Strohsandalensteuer für Rekruten
-- eine Familientroststeuer für Eingezogene
-- eine Heizmittelbeschaffungssteuer für Kasernen etc. (Fairbank, S.246).

Ein Teil der neuen Steuern fliesst dabei in private Taschen... (Fairbank, S.246).

Ein Generationenwechsel in den Ministerien zur Umstellung für den Kriegszustand findet nicht statt. Alle Schwächen des Regimes werden stärker, statt dass Korrekturen erfolgen würden (Fairbank, S.245).

Die schwache militärische KMT-Führung ist z.T. gar nicht vorhanden - Separatismus
Die Zentralregierung in Chongqing / Chungqing hat keine guten Beziehungen zu den Militärdiktatoren in den Provinzen Szechwan / Sichuan, Yünnan / Yunnan und Kwangsi / Guangxi. Die Sonderbestrebungen der örtlichen Militärs müssen dauernd bekämpft werden. Der Gouverneur der Provinz Yünnan verweigert z.B. bis zum Schluss jeglichen Besuch anderer Militärs auf seinem Gebiet. Er kann bis 1945 jeden Kontakt zu Chiangs Truppen und zu Chiangs Polizei fernhalten. Die Studenten von Kunming (Provinz Yünnan) z.B. streben nach einer Koalition zwischen Nationalisten und Kommunisten und wenden sich gegen jeden Bürgerkrieg. Der Militärdiktator von Yünnan schützt sie. Die KMT-Polizei kann nicht eingreifen (Fairbank, S.245).

Hilfe zur Erntezeit
Soldaten werden zur Zwangsarbeit auf die Felder abkommandiert. Truppenkommandeure bekommen das Recht, Getreide zu requirieren... (Fairbank, S.246).

Langsam aber sicher ist die KMT für die Massen keine Hoffnung mehr, sondern zum Problem (Fairbank, S.213).


Tientsin japanisch blockiert - Dengs Heirat - Hitler-Stalin-Pakt - Mao-Prophezeiung über einen weiteren Weltkrieg

Mitte 1939
Japan blockiert Tientsin - chinesische Kommunisten profitieren
Durch die wirtschaftliche, politische und soziale Verwirrung, die die Japaner über China bringen, wie z.B. die Blockade in Tientsin, spielen sie zweifellos eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der Siege des chinesischen Kommunismus in den darauf folgenden zehn Jahren (North, S.158).

Juli 1939
Ankunft der grossen chinesischen Kunstschätze in Omei
(Taiwan Nachrichten vom 15.7.2003; http://64.233.183.104/search?q=cache:_tZAgWbiyIwJ:members.chello.at/gio-vienna/tn/03-12.pdf+Chongqing+bombardiert&hl=de)

  
Deng Xiaoping mit Frau Zhuo Lin nach
                            der Heirat im August 1938
vergrössernDeng Xiaoping mit Frau Zhuo Lin nach der Heirat im August 1938 im Gebiet der Revolutionsbasis in den Taihang-Bergen.


August 1939
Heirat von Deng Xiaoping und Zhuo Lin
in Yanan / Jenan. Sie bleiben beide lebenslange revolutionäre Partner.
(http://www.cbw.com/asm/xpdeng/revolutionary.html)

23.8.1939
"Russische Interessen": Hitler-Stalin-Pakt
(North, S.145). Russland wendet sich von China ab. Die KPCh eröffnet aus der Isolation heraus neue Beziehungen zur Kuomintang. Die Öffnung wird in der KPCh kontrovers diskutiert (North, S.145).

Mit dem Hitler-Stalin-Pakt geht auch die Bindung zwischen Deutschland und National-China unrettbar verloren. Chiang Kai-Shek bleibt einzig eine minimale Militärhilfe aus den "USA" (Fairbank, S.229).

30.9.1939
Mao: Ein zweiter Weltkrieg sei nur eine Neuverteilung von Kolonien
Mit Bezug auf den Hitler-Stalin-Pakt beschreibt Mao den neuen weltweiten Krieg zwischen Deutschland, England und Frankreich als einen der vielen imperialistischen Kriege, in dem alle Seiten nur eine Neuverteilung der Kolonien und Halbkolonien zu ihrem eigenen Vorteil und die Verbreitung von Imperialismus und Faschismus in der einen oder anderen Form erstreben (North, S.228).


Oktober 1939: Mao propagiert Guerillakrieg - russische "Freiwilligenkämpfer" deportieren Chinesen und Koreaner in den Gulag - 1940: Japanfreundliche chinesische Marionettenregierung in Nanking

Oktober 1939
Mao prophezeit den bewaffneten Kampf
Mao sagt seinen Parteifreunden, dass es ohne bewaffneten Kampf, besonders Guerillakrieg, keinen Platz für die Arbeiterklasse, die Partei oder das Volk geben kann - und keinen Sieg (North, S.228).

Dezember 1939
Maos neue Revolutionsschriften
Mao veröffentlicht die Schriften
-- "Die chinesische Revolution und die Kommunistische Partei Chinas" und
-- "Über die Neue Demokratie",
in denen er kritischere Ansichten über die Beziehungen zwischen Kommunisten und der Kuomintang äussert und Richtlinien für die Nachkriegspolitik der Partei aufstellt (North, S.228).

Ende 1939 / Anfang 1940
Russische willkürliche Säuberungen: Chinesen und Koreaner in den Gulag
Die russischen "Freiwilligenkämpfer", die im Herbst und Winter 1937 in chinesische Gebiete gekommen sind und sich seither stillgehalten haben, statt China gegen die nazi-japanischen Truppen zu verteidigen, vollziehen nun ihre eigenen Interessen. Sie betreiben im Fernen Osten Säuberungen, indem sie ethnische Chinesen zusammentreiben und nach Sibirien in den Gulag schicken. Koreaner werden nach Kasachstan in den Gulag deportiert.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)


1940
Dreimächtepakt Deutsches Reich - Italien - Japan
(DTV II. S.175)

März 1940
Errichtung einer japanfreundlichen nationalen Regierung in Nanking unter Wang Tsching-Wei
(DTV II. S.173)

Wang Ching-Wei / Jingwei
Wang Ching-Wei / Jingwei

  
Wang Jingwei steigt vom japanische protegierten Premierministerposten in Mandschukuo zum Marionetten-Präsident der "Nationalen Regierung" Chinas auf. Wang Jingwei kontrolliert Nord- und Zentral-China gleichzeitig.
(http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/app1.htm#Wang%20Jingwei)

Wang Ching-Wei / Jingwei bezweifelt, ob China einen langen Krieg gegen Japan durchstehen könne. Er bricht mit Chiang Kai-Shek und richtet 1940 in Nanjing / Nanking eine Kollaborationsregierung ein.
(http://www.factmonster.com/ce6/history/A0861101.html)

Dabei ist Wang nicht allein mit seiner Meinung. Die Marionettenregierung stellt auch bald eine eigene Marionettenarmee auf.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Wang Ching-Wei ist eine der umstrittendsten Figuren der neueren chinesischen Geschichte. Viele bezeichnen ihn als Verräter. Einige Historiker argumentieren aber auch, dass Wangs Position die Versorgung der gewöhnlichen Bevölkerung in den besetzten Gebieten sichert.
(http://www.kzeng.info/node/646)

Die japanischen Truppen agieren in Nord-China - auch mit Hilfe einer japanischen Marionettenarmee - nach der Politik der "Drei Teufel": "Alles töten, alles verbrennen und alles rauben".
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Die Herrscher der Kuomintang - angeführt von Chang Kai-Shek - verschieben ihr Hauptaugenmerk von der Koordination mit der KPChina im Kampf gegen Japans Aggression zu einer Befriedungsstrategie gegenüber der KP. Die Kuomintang kämpft lieber unabhängig gegen den Feind.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)


1940: Die kommunistische Guerillataktik - kommunistische Offensive der "100 Regimenter" - Japans beginnender Gegenangriff - Säuberungen in Yanan - die 14. Luftflotte der "USA" zur Verstärkung der KMT - "amerikanische" Ausbildungsprogramme

Die Truppen der KPChina überleben dank Rückhalt im Volk und flexibler Guerillataktik
Während dieser entscheidenden Zeit ist die KPChina weiterhin bemüht, die anti-japanische Nationale Vereinigte Front zu stärken und auszubauen, die auf eine lang angelegte Koordination angewiesen ist, wenn man den Krieg gewinnen will. Die KPChina erarbeitet die Leitlinie, die Bevölkerung zur Organisation unabhängiger anti-japanischer bewaffneter Kämpfe zu ermutigen. Sie führt ausserdem in den weiten Rückräumen eine flexiblere Guerillataktik ein. Mit diesen Massnahmen kann sie viele Belagerungen und Aufklärungsoperationen niederschlagen.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

6.5.1940
Mao-Appell zur Disziplinierung in der eigenen Partei zum Siegeswillen
Mao will die kommunistische Vormacht in den eingerichteten "Grenzlandregierungen" sicherstellen:

"Wir müssen die kommunistische Führung in allen Organen der politischen Macht sicherstellen." (North, S.150).

Als Mittel dazu soll das eine Drittel, das der KPCh in den Regierungen zusteht, hoch qualifiziert sein:

"Darum müssen die Kommunisten, die ein Drittel ausmachen, höchst qualifizierte Leute sein. Nur unter dieser Bedingung kann die Führung der Partei auch ohne eine zahlenmässig grössere Vertretung gesichert werden." (North, S.150).

Zudem soll auf die Integration der mitarbeitenden Kräfte hingewirkt werden:
-- auf die Integration der Elemente, die mit den Kleinbürgern verbunden sind
-- auf die Integration der Anhänger des "Mittelweges" mit Zugang zum "mittleren Bürgertum" und dem "fortschrittlichen Landadel"
->> so sollen die "Ultras" isoliert werden (North, S.150).

Zudem betont Mao den absoluten Gehorsam in der eigenen Partei, sonst sei der Sieg nicht zu erreichen (North, S.150).

auch in: Mao. Selected Works, III., S.190

20.8.-10.9.1940
KPCh: "Offensive der 100 Regimenter"
In einem Feldzug der "100 Regimenter" kann der grösste Angriff der KPChinas gegen den japanischen Feind den japanischen Truppen einen schweren Schlag zufügen.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Die kommunistische "Offensive der 100 Regimenter" unter dem kommunistischen Oberbefehlshaber Peng Te-Huai unterbricht japanisch besetzte Eisenbahnlinien und viele japanische Blockhäuser / Forts werden zerstört. Ob die KPCh-Kommandozentrale in Yanan/Yenan davon Kenntnis hat, ist ungeklärt. Der Erfolg gegen die Japaner dauert einige Wochen an, bis Nazi-Japan zum Gegenschlag ausholt (Fairbank, S.250).

Durch die Zerstörung der Eisenbahnlinien werden wieder Kontakte unter den kommunistischen Gebieten möglich, vor allem zwischen Dezhou und Shijiazhuang (Provinz Hebei), zwischen Shijiazhuang und Taiyuan in Zentral-Shanxi/Shansi und zwischen Taiyuan und Daton im nördlichen Shanxi/Shansi. Es werden
-- erfolgreich Brücken und Tunnel gesprengt und Eisenbahnlinien durchtrennt
-- im September werden die japanischen Garnisonen unter hohen Verlusten (22.000) direkt angegriffen (3000-4000 japanische Verluste)
-- insgesamt werden ca. 600 Meilen Eisenbahnlinie zerstört
-- die Kohlenmine von Chingching - wichtig für die japanische Kriegsindustrie - wird für 6 Monate unbrauchbar gemacht.

Insgesamt ist es der grösste kommunistische Sieg im Krieg gegen Japan.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Hundred_Regiments_Campaign)

Oktober - Dezember 1940
Japans Gegenangriff gegen die KPCh
Die Eisenbahnlinien werden wieder unter japanische Kontrolle gebracht und aggressive Vernichtungs- aktionen in den ländlichen Gebieten darum herum durchgeführt.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Hundred_Regiments_Campaign)

Dezember 1940 ca.
Neues Abkommen zwischen KMT und KPCh: Die KPCh zieht sich auf das nördliche Yangtse-Ufer zurück
(Fairbank, S.250)

2.12.1940
Russlands Hilfe für China
Chiang Kai-Shek stellt am 2.12. die anhaltende russische Unterstützung für China fest (North, S.144).

ab 1940
Maos Säuberungen in Yanan/Yenan
unter den Mitgliedern, die seit dem "Langen Marsch" zur KPCh gestossen sind und die die Disziplin des "Langen Marsch" nicht erlebt haben. Mao geht vor
-- gegen Subjektivismus: Dogmatiker, die die Theorie nicht umsetzen können
-- gegen Sektierertum
-- gegen "Parteiformalismus": Leute, die den Parteijargon gebrauchen statt praktische Lösungen zu suchen (Fairbank, S.254).

Zudem verfügt Mao Massnahmen
-- gegen Bürokratismus durch Versetzung von Leuten in Dörfer, um dort Praxiserfahrungen zu sammeln,
-- gegen Individualismus der Intellektuellen (Fairbank, S.254) mit Kontrolle über die Literatur (Fairbank, S.256) bzw. mit Massnahmen gegen Schriftsteller als "ewige Protestierer" analog des 1936 gestorbenen KMT-Kritikers Lu Hsun (Fairbank, S.255).

Die "USA" verstärkt die KMT mit der "14. Luftflotte" - "amerikanische" Ausbildungsprogramme
Roosevelt lässt die feudal-faschistisch strukturierte Kuomintang mit einer "amerikanischen" Luftflotte verstärken, deren Mitglieder als Söldner getarnt sind, unter dem Kommando des pensionierten "amerikanischen" Kommandeurs Claire Chennault. Die Luftflotte wird als "14. Luftflotte" mit Basis in Kunming in der Provinz Yünnan geführt. Die 14. Luftflotte stört die japanischen Verbindungslinien empfindlich (Fairbank, S.260).

[Die japanische Gegenwehr lässt nicht lange auf sich warten...]

Die Beobachter-Missionen der "USA" stellen sich hinter die Vereinigte China-Hilfe. Die "USA" führen auch Ausbildungsprogramme für chinesische Soldaten durch. General Joseph Stillwell setzt Chinesen auch in Indien ein. Chiang Kai-Shek macht sich damit vollständig von den "USA" abhängig (Fairbank, S.260),

[und Roosevelt weiss nicht, in was für eine feudal-morbide Fascho-Struktur er sein Geld "investiert". Auch Roosevelt findet den Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus nicht...]


1941: KPCh und Kuomintang streiten um Einflussgebiete - japanischer Nichtangriffspakt mit Russland - China wird total blockiert - Barbarossa - japanischer "Dreimal-Alles"-Feldzug

Januar 1941
Chinesische innere Zerfleischung zwischen "Roter Armee" und "Nationaler Armee"
über Abgrenzung von Aktionsgebieten:
-- nationale Truppen behaupten, die kommunistischen Truppen hätten im Kampf gegen Japan nebenbei versucht, ihren Zuständigkeitsbereich auszudehnen

-- kommunistische Truppen behaupten, die nationalen Truppen würden die kommunistischen Truppen zu sehr einschränken (North, S.151).

Es kommt zum "Zwischenfall bei der Neuen 4.Armee", zu einer 8-tägigen Schlacht (North, S.151): IN einem KMT-Hinterhalt gegen die KPCh werden grosse kommunistische Truppenteile der "Neuen Vierten Armee" vernichtet (Fairbank, S.250): über 2000 tote und über 3000 verletzte kommunistische Soldaten (North, S.151). Gerüchteweise sollen auch ca. 20.000 tote nationalistische Soldaten zu beklagen sein (North, S.151).

De Facto ist die "Einheitsfront" zwischen KMT und KPCh damit beendet (Fairbank, S.250).

ab Februar 1941 ca.
Yanan/Yenan: Isolation und Bewältigung einer Wirtschaftskrise - Stärkung Maos
Durch die Blockade durch Japaner und Kuomintang gleichzeitig gerät Yanan in eine Wirtschaftskrise. Fast der gesamte Handel ist unterbunden, und es entwickelt sich eine schnell steigende Inflation. Die kommunistische Regierung verfügt Sondermassnahmen (Fairbank, S.250), wobei schlechtes Wetter 1941 zusätzlich noch Ernteeinbussen verursacht:
-- die Regierung muss 10 % der Ernte verlangen
-- Baumwollstoffe werden in Eigenproduktion hergestellt
-- die Anbauflächen werden wo möglich ausgedehnt und die Bewässerung vergrössert (Fairbank, S.251).

Durch höhere Ernte und Viehbestände kann Yanan überleben. Mao wiederum kann seine Position durch die Bewältigung der Krise stärken (Fairbank, S.251).

April 1941
China: Zwangsarbeiter
Haikou auf Hainan April 1941: Gefangenenzug mit
                unschuldigen jungen Chinesen
vergrössernHaikou, Hauptstadt der Insel Hainan, im April 1941: Gefangenenzug mit jungen Chinesen.

13.4.1941
Japanisch-russischer Nichtangriffspakt - China wird blockiert - Konoye Fumimaro geht, Tojo kommt
Japan gelingt mit Russland der Abschluss eines Nichtangriffspaktes. Dadurch wird für Japan der Rücken frei für die Expansion in Ostasien (DTV II. S.175)

[und für Stalin wird der Rücken frei gegen das 3. Reich, sonst wäre er "in die Zange" genommen worden. Barbarossa ist zum Scheitern verurteilt; In: Valentin Falin: Zweite Front].

Mit dem Nichtangriffspakt zwischen der Sowjetunion und Nazi-Japan ist der Nichtangriffspakt zwischen China und der Sowjetunion von 1937 in Frage gestellt. Russland und Nazi-Japan blockieren mit ihrem Nichtangriffspakt ausserdem jegliche chinesische Bestrebung, nazi-japanisch besetzte chinesische Gebiete wiederzuerlangen.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)

In Japan kommt es wegen dem nazi-japanisch-russischen Nichtangriffspakt wiederum zu einer grossen Regierungskrise. Konoye muss abtreten. Seine Versöhnungspolitik gegenüber der "USA" ist gescheitert (DTV II. S.175).

Neue japanische autoritäre Regierung Hideki Tojo
Ministerpräsident Tojo ist Stabschef der Kuantung-Armee und einer der Hauptvertreter des Imperialismus. Er bildet ein neues, autoritär regierendes Kabinett (DTV II. S.175).

Juni 1941
Barbarossa: NS-Angriff auf Russland - Russland muss Hilfe für Kuomintang einstellen
(North, S.165)

ab Sommer 1941
Japanische Grossoffensive: "Dreimal-Alles-Feldzug: Alles töten, alles verbrennen, alles plündern"
in Nordchina unter dem neuen General Okamura Yasuji.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Hundred_Regiments_Campaign)

Mit neuem Gerät schlägt Nazi-Japan in China gegen die Kommunisten zu:
-- es wird auf alles geschossen, was sich bewegt, auch auf Bauern
-- es werden 1000e Forts neu gebaut
-- in zerstörten Dörfern werden nazi-japanische Truppen stationiert (Fairbank, S.250).

Die kommunistischen Positionen in Nordchina werden zerstört und deren Sektionen isoliert. Die meisten Städte werden japanisch besetzt (Fairbank, S.250).

Die Bevölkerung der kommunistischen Basisregionen nimmt dramatisch ab und kommunistische Operationen werden drastisch eingeschränkt:
-- die kommunistischen Truppen reduzieren sich auf 300.000 Mann
-- die Kommunisten kontrollieren nur noch 10 von 437 Bezirken Nordchinas.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Hundred_Regiments_Campaign)

Nazi-Japans Motto: "Alles töten, alles verbrennen, alles rauben"...
China in
                        Ruinen...
China in Ruinen...
China: Dorf in Ruinen
vergrössernChina: Unzählige friedliche Dörfer werden in Schutt und Asche gelegt.
China 1937-1945: Säuberungskampagnen der
                          Armee Nazi-Japans mit Abbrennen ganzer Dörfer
vergrössernChina 1937-1945: Säuberungskampagnen mit Abbrennen ganzer Dörfer

Mao muss eine Rechtfertigungskampagne starten, um seine Autorität über die Partei und über die Militärstrategie zu wahren. Mao gibt damit jeden grösseren Widerstand gegen die japanischen Positionen in Nordchina bis 1945 auf.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Hundred_Regiments_Campaign)


KPCh bleibt bei Guerillataktik - Mao verfasst eigene Lehren: Das geplante sozialistische Paradies

Maos Lehren: Die "Einheit der Gegensätze"
Mao beginnt, abweichend von den marxistisch-leninistischen Leitsätzen eigene "Lehren" zu entwickeln, die an die chinesischen Verhältnisse und seine Vorstellungen "angepasst" sind. Kern der Lehre von Mao ist das "Gesetz von der Einheit der Gegensätze":

-- Gegensätze sind ein "universales Prinzip"

-- ein Gegensatz kann nur verschwinden durch die "Vollendung des ihn konstituierenden Prozesses"

-- antagonistische Gegensätze können nur durch bestimmte Kampfsituationen aufgelöst werden, also bei Eintreten einer dritten Bedingung, Bsp.: Bombe: Teil 1, Teil 2 + Zünder
-- durch Auflösung von Gegensätzen werden neue Dinge hervorgebracht

->> auf die imperialistischen Mächte anwendbar
->> auf die imperialistischen Mächte und deren Kolonien anwendbar
->> auf Arbeiter / Ausgebeutete und Kapitalisten / Ausbeuter anwendbar (North, S.154).

Maos Lehre ist auch anwendbar auf Teile Chinas, denn die unter der Kuomintang stehenden Provinzen werden ausgebeutet
-- durch den ausländischen Imperialismus
-- durch die einheimische "Comprador-Bürgerschaft" (North, S.154).

Maos Lehren: Das geplante Paradies im sozialistischen Staat
Die Gegensätze werden in den sozialistischen Ländern und in den kommunistisch beherrschten Gebieten ihren antagonistischen Charakter verlieren. In einer wirklich kommunistischen Gesellschaft wird der Gegensatz verschwinden und der "Idealzustand" erreicht.

dagegen:

-- es gibt auch Gegensätze in der Partei Maos selbst

-- im Kommunismus haben sich auch verschiedene Ideologien bekämpft und hat sich diejenige von Lenin und Stalin als "richtig", die von Trotzki und Bucharin aber als "falsch" herausgestellt (North, S.155).

Die Gegensätze innerhalb der Partei sollen durch das "Konzept des demokratischen Zentralismus" gelöst werden: Im Zentralkomitee sitzen die Delegierten, und den Beschlüssen des ZKs ist Folge zu leisten (North, S.156).

->> MAOS LEHRE VERSPRICHT ETWAS, WAS SIE NICHT HALTEN KANN, SO WIE DER KAPITALISMUS AUCH, UND DER MITTELWEG WÄRE DAS BESTE, DAS NIEMAND WILL.

Maos Korrektur "falscher Tendenzen" in der Partei
Mao schildert "Techniken" zur Berichtigung und Ausrottung "falscher Tendenzen". Grundsätzliches "Heilmittel" ist die Erziehung

oo  mit intensiven Diskursen in kleinen Gruppen
oo  mit gegenseitiger Kritik
oo  mit Selbstkritik
oo  mit praktischer Arbeit (North, S.157)

Maos Plan zum Wiederaufbau Chinas
->> es werde eine harte Arbeit nötig sein

->> die KPCh solle sich Arbeitern, Bauern, jungen und aktiven Leuten öffnen, die wirklich revolutionär seien und die an die Grundsätze der Partei glauben

->> die Partei solle gegen Spione und heimliche Kapitalisten gewappnet sein, sie entdecken und nicht in der Partei wirken lassen (North, S.156)


Japanische Invasion bis Indochina - Pearl Harbor - japanisches Bündnis mit Thailand - japanische Invasion in Hongkong - "amerikanische" Luftbrücke über Burma nach China - "amerikanische" Ausbildungsmission

  
Karte: China mit Japans Besetzungen,
                          Dezember 1941
vergrössernChina mit Japans Besetzungen,
Dezember 1941


Juli 1941
Japanische Besetzung Französisch-Indochinas
(DTV II. S.175)

ab 1941
"US"-Fragen über Russland im Pazifik
In den "USA"  wird dauernd die Frage aufgeworfen, ob Russlands Truppen auch im Pazifik oder in der Mandschurei tätig werden, um japanische Truppen zu binden und so die "USA" zu unterstützen, um die amerikanischen Verluste zu vermindern (North, S.175).

Japans Mutterinseln anzugreifen (Unternehmen "Olympic" mit Angriff auf Kyushu, geplant für 1.November) würde leichter sein, wenn Japan weniger Soldaten von der Mandschurei zur Verteidigung der Heimat abziehen könnte (North, S.175-176). Allgemein wird von den Japanern erbitterter Widerstand bis zum Selbstmord erwartet (North, S.176).

[7.12.1941
Japanischer Angriff auf Pearl Harbor auf Hawaii
Die "amerikanische" Regierung hat schon 10 Tage vorher Kenntnis vom Angriff, lässt ihn kalkuliert zu, um einen wichtigen Grund für einen Kriegseintritt vorzutäuschen].

Japanischer Angriff auf Hongkong
(http://www.china.org.cn/english/features/125020.htm)

8.12.1941
Kriegserklärung der "USA" gegen Japan - Chinesen planen für die Zeit nach dem Krieg
Ab dem 8.Dezember 1941 versuchen in China die nationalistischen wie die kommunistischen Truppen, sich Standortvorteile für die Zeit nach dem Krieg zu sichern (North, S.152,167), weil beide Parteien annehmen, Japan werde eher von den "US"-Truppen als von chinesischen Truppen besiegt werden (North, S.167).

12.12.1941
Japanischer Seesieg gegen England mit Versenkungen
Die japanische Kriegsmarine versenkt am 12.Dezember 1941 die britischen Schiffe "Prince of Wales" und "Repulse" (DTV II. S.217).

Hongkong: Kowloon japanisch besetzt
Hongkong 12.12.1941: Nazi-Japan besetzt
                          die Halbinsel Kowloon
vergrössernHongkong 12.12.1941: Nazi-Japan besetzt die Halbinsel Kowloon vor Hongkong Island
Hongkong Island mit der Halbinsel
                        Kowloon davor
Hongkong Island mit der Halbinsel Kowloon davor

15.12.1941 ca.
Japanisches Bündnis mit Thailand
Nach dem Seesieg gegen England vom 12.12. geht Japan ein Bündnis mit Thailand ein (DTV II. S.217).

25.12.1941
Japanische Eroberung von ganz Hongkong
(DTV II. S.217).

26.12.1941
Nazi-japanische Siegesparade in Hongkong
Hongkong 26.12.1941:
                Siegesparade der nazi-japanischen Truppen
vergrössernHongkong 26.12.1941: Siegesparade der nazi-japanischen Truppen

ab Dezember 1941
Keine innerchinesische Einigung über die Taktik
Auch nach dem Kriegseintritt der "USA" kommt es zwischen Mao und Chiang Kai-Shek zu keiner gemeinsamen Linie gegenüber Japan:

-- Chiang will nun eine "aufrichtige Zusammenarbeit"

-- Mao möchte dieses Mal die Autonomie der kommunistischen Truppen behalten, um nacheinander die Niederlage der Japaner und der nationalistischen Chinesen herbeizuführen, denn Maos oberstes Ziel ist nun die Macht im Staat (North, S.152).

Die "Rote Armee" Chinas dehnt nun ihr Herrschaftsgebiet über Nord-China aus und sichert ihre neue Regierung im Grenzgebiet ab (North, S.154).

Konferenz in Lochuan: Mao grenzt Chang Kuo-T'ao aus
Mao beginnt nun auch, konsequent seine innerparteilichen Konkurrenten auszuschalten. Chang Kuo-T'ao wirft er Disziplinlosigkeit vor:
-- er habe gegenüber der Kuomintang ein zu freundliches Verhalten gezeigt
-- er habe die "Sache der anti-japanische Front verraten" (North, S.152).

Die Komintern in Moskau bestätigt sogar Maos Urteil (North, S.152).

Die "Buckel-Luftbrücke" über Burma nach China
Die "amerikanische" Hilfe über Burma ist das Maximum an "amerikanischer" Hilfe für die Kuomintang. Die "USA" hat überhaupt keine Ahnung, wie unzureichend die KMT-Politik ist und verschläft auch die Vorbereitungen für einen nationalistischen Sieg gegen die KPCh (Fairbank, S.260).

"Amerikanische" Ausbildungsmission für die KMT
Die "USA" schicken eine "amerikanische" Mission von Marines zur Ausbildung von KMT-Truppen in Zusammenarbeit mit der chinesischen Geheimpolizei. Die chinesischen Truppen bleiben gegen Japan aber unterlegen. Die "Amerikaner" konzentrieren sich dabei nur die KMT und verlieren die chinesische Revolution aus den Augen und sehen die Nanking-Regierung als Vertreterin "amerikanischer" Ideale an. Das "amerikanische" Programm muss scheitern, und Roosevelt sieht es nicht... (Fairbank, S.260).

Chiang Kai-Shek sieht das anders. Er moniert oft, er sei bei den "amerikanischen" Lieferungen auch noch benachteiligt. Dabei erhalten die Kommunisten gar keine "amerikanische" Hilfe... (Fairbank, S.261).


Das nazi-japanische Lagersystem: KZs auf verschiedenen Inseln

1942-1945
Japanische Konzentrationslager auf Taiwan: 25 % Todesrate
Die 25.016 Kriegsgefangenen im Fernen Osten (englisch: prisoner of war, POW; Far East POW, FEPOW) im Nahen Osten haben eine hohe Sterblichkeitsrate von 25 %. Auf Taiwan sind in 15 Konzentrationslagern schätzungsweise 3500 bis 4000 FEPOWs untergebracht. Die Überlebenden leiden an Unterernährung, Gewalt und Krankheit durch Ruhr, Beriberi, Pellagra, Meningitis, Dengue-Fieber, Cholera, Ringelwürmer und Malaria.

Beispiel: Der englische Kriegsgefangene Maurice Cunningham
Maurice Cunningham, einer der überlebenden Kriegsgefangenen auf Taiwan, berichtet:
-- es herrschte konstanter Hunger und Dauerangst vor Folter sowie ein Dauerrisiko, an Tropenkrankheiten zu erkranken
-- die Gefangenen müssen Baumstämme herumtragen und in Steinbrüchen Steine brechen und Steine schlagen
-- in 3 1/2 Jahren Gefangenschaft von Februar 1942 bis August 1945 wird er in vier verschiedene KZs gebracht, jedes für sich selbst eine Vision der Hölle auf Erden
-- mehr als drei kleine Reismalzeiten pro Tag gibt es nicht, und die Gefangenen essen die Reste, die die Japaner ihnen übrig lassen

-- gegen Ende der Gefangenschaft im Jahr 1945 wird ihm immer mehr alles egal, ob er lebt oder nicht. Auch wenn die Japaner ihn am Bajonett aufgespiesst hätten, es wäre ihm egal gewesen, denn es waren nur noch 20 seiner Gruppe am Leben, alle anderen waren krank oder tot
-- Maurice Cunningham selbst hat Beri-Beri, Pellagra und Malaria, bei hohem Gewichtsverlust
-- so werden Tage zu Monaten und Monate zu Jahren: Die Gefangenen verlieren jegliches Zeitgefühl. Weihnachten oder Ostern sind Tage wie alle anderen und werden nicht mehr wahrgenommen...
-- tägliches Gebet gibt Maurice Cunningham Kraft

-- nach dem Krieg wird er ab August 1945 in Australien behandelt und geheilt
-- 1952 gibt die japanische Regierung allen überlebenden Kriegsgefangenen 76 £ Entschädigung, 1954 erhält Cunningham von der britischen Regierung eine "Spezielle Gratifikation" von 10.000 £, und auch die Witwen werden entschädigt
-- aber erst nach der Pensionierung hat Cunningham die Zeit, ein Buch darüber zu schreiben, was über die Gefangenschaft auf Taiwan wahr ist und was nicht, auch zur eigenen Verarbeitung.

(http://icbirmingham.icnetwork.co.uk/expats/pastpres/content_objectid=13734668_
method=full_siteid=50002_headline=--We-didn-t-know-it-was-Christmas--name_page.html)



Australische Kriegsgefangene in nazi-japanischen KZs: Todesrate: über 33 %
Über 22.000 australische Dienstleistende und fast 40 Krankenschwestern werden von Nazi-Japan gefangen genommen, die meisten im Frühjahr 1942 bei der nazi-japanischen Besetzung von Malaya, Singapur, Neu-Britannien und Holländisch-Indien / Indonesien. Es werden auch hunderte australische Zivilisten interniert. Die Gefangenen werden z.B. zum Bau der Burma-Thailand-Eisenbahn zwischen Bangkok und Rangun "eingesetzt"...

Bis zum Ende des Krieges sterben in den nazi-japanischen Konzentrationslagern über 1/3 der Gefangenen, ungefähr 8000. Die meisten werden Opfer der Gleichgültigkeit der Wächter und ihrer Brutalität. Über 1000 sterben tragischerweise durch den Torpedobeschuss durch alliierte U-Boote gegen unmarkierte japanische Gefangenenschiffe.

1945 erleben die Überlebenden die Befreiung der Lager über ganz Asien verteilt: Einige sind noch dort, wo sie gefangen genommen wurden, andere sind in Burma und Thailand, in Taiwan, Korea und auch in Japan selbst.
(http://www.awm.gov.au/stolenyears/ww2/japan/index.asp)

Nazi-Japans
                        Konzentrationslager für Australier in Asien
Nazi-Japans Konzentrationslager für Australier in SO-Asien



Australischer Kriegsgefangener der
                          Burma-Thailand-Eisenbahn August 1945
Australischer Kriegsgefangener der Burma-Thailand-Eisenbahn 1942-1945



Russische Hilfe für China über den Himalaya - 2.1.1942: Japanische Invasion auf den "Philippinen" und in Indonesien - 1.2.1942: Mao fordert absolute Disziplin für den kommunistischen Sieg - chinesische Siege gegen Japan an der Changsha-Front - amerikanische Waffenhilfe

Russischer Nachschub für China: über Indien und über den Himalaya
Der russische Nachschub für China muss nach der japanischen Blockade des Pazifik über Indien und Burma oder per Flugzeug über den Himalaya erfolgen (North, S.162).

1.1.1942
Beschluss der Vereinigten Antifaschistischen Front mit China und der SU
26 Länder, darunter China, die "USA", England und die Sowjetunion, unterschreiben in Washington D.C. eine gemeinsame Erklärung für eine "Vereinigte Antifaschistische Front".
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

2.1.1942
Chiang Kai-Shek übernimmt den Posten des Oberkommandierenden der alliierten Truppen auf dem chinesischen Kriegsschauplatz mit Verantwortung für das Kommando der alliierten Truppen in China, Vietnam und Thailand. In China stehen 60 % des japanischen Truppenpotentials.

Chiang Kai-Shek fährt aber seine eigene Linie, statt eine Koordination mit den Schlachten zwischen den "USA", England und Japan anzustreben.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

2.1.1942
Japanische Besetzung der "Philippinen"
Japanische Einnahme Manilas am 2.Januar 1942, Belagerung der Inselfestung "Corregidor" (DTV II. S.217)

ab 11.1.1942
Japanische Grossoffensive gegen "Niederländisch Indien"
Im Januar werden Celebes, Borneo und Amboina besetzt und Landungen an den Küsten von Sumatra vorgenommen (DTV II. S.217).

27.1.1942
Japanische Seesiege in der Makassarstrasse
(DTV II. S.217)

1.2.1942
Mao fordert absolute "Ordnung" in der KPCh für einen Sieg
Mao:
-- nur so sei ein Sieg gegen den Feind möglich
-- Mao wettert gegen Dogmatiker und Empiristen-Extreme in der KPCh:

"Nur durch Integration beider Arten kann ein hervorragender und relativ vollkommener Wissenstand erreicht werden."

-- Mao postuliert zwei verschiedene Kriege:
oo  den Kampf um die Produktion
oo  den Klassenkampf

->> dafür seien v.a. die Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften als "Kristallisationen dieser Arten des Wissens" notwendig
->> Philosophie

"ist die Verallgemeinerung und Zusammenfassung des Wissens sowohl von der Natur als auch von der Gesellschaft" (North, S.160)

Maos Anklagen und Drängen auf ein gemeinsames Ziel: "Parteinorm"
Mao klagt in seinen Reden gegen Ch'en Tu-Hsiu, Li Li-San, Chang Kuo-T'ao und gegen die "zurückgekehrten Studenten", die entweder zu dogmatisch oder zu empirisch seien: Jeder müsse seinen Teil ergänzen.

->> die Partei entwickelt ein straffes "Programm des Umdenkens" und bildet 1942 über 30.000 Führer in einer "Führerschule" heran

->> Mao "entfernt" einflussreiche "zurückgekehrte Studenten" und deren Anhänger aus ihren Führungspositionen

->> Mao stellt das "gemeinsame Ziel", die "Parteinorm", auf, und verordnet die Unterordnung der Einzelinteressen unter die Interessen der Partei

->> einer der führenden Helfer dabei ist Lui Shao-Ch'i, der aus Maos Heimatprovinz Hunan stammt (North, S.160)

1942
Mao-Vortrag über den Sinn der Literatur-Zensur
Mao behauptet, Literatur habe dem Staat bzw. der Revolution zu dienen. Literatur solle dem Staat wohlwollend sein. Kritik am Staat wird bei Mao mit Untreue gleichgesetzt (Fairbank, S.256).

[Ab diesem Zeitpunkt wird das Credo der KPCh destruktiv. Der Sieg über die KMT 1945-1949 verläuft nach Programm, und dann kommt der Zensurstaat und ab 1953 eine Katastrophe nach der andern].

1942-1944
KPCh: "Bewegung für Gedankenreform": Die Umerziehung von Dissidenten
-- kritisierende Personen werden verhört (Fairbank, S.256) mit der Lebensbeschreibung, wie man zum Kritiker geworden ist (Fairbank, S.256-257)
-- die kritisierende Person wird in einer Kritikgruppe isoliert und selbst der Kritik unterworfen, um das Selbstbewusstsein zu schwächen
-- die Person wird öffentlich vor Versammlungen angeklagt und verhöhnt
-- der Person wird ein Schuldeingeständnis abgepresst und ein Geloben der Besserung abgepresst
-- Gefängnis, Haft in Papierhandschellen: Bei schwerer Strafe dürfen die Papierhandschellen nicht zerrissen werden
-- bei Rehabilitation folgt die bestrafte Person normalerweise bedingungslos der Parteiführung (Fairbank, S.257).

Anfang 1942
Chinesische Siege an der Changsha-Front - amerikanische Waffenhilfe
General Hsueh Yueh der Nationalisten landet mit seinen von Russland ausgerüsteten Truppen Anfang 1942 einen Sieg nach dem anderen über japanische Truppen an der Changsha-Front (North, S.165).

Ab dem Überfall auf Hawaii wird die "USA" Hauptlieferant" für Waffenhilfe an die Kuomintang (North, S.165).

Nach dem Ausbruch des Pazifik-Krieges stützen die "USA" und England nun China aktiv, neben den eigenen Bedürfnissen gegen Japan im Pazifik. Die Kuomintang-Regierung erhält finanzielle und materielle Hilfe.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Chinas Truppen unter Chiang Kai-Shek schlagen gegen die japanischen Truppen in Changsha eine dritte Schlacht und bringen den japanischen Truppen seit dem Überfall auf Pearl Harbor die erste Niederlage bei.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)


Japan in Singapur, Timor, auf Java, auf den Sunda-Inseln in Burma und Bedrohung Indiens - Hungersnot durch Dürre in Henan / Honan

15.2.1942
Japanische Eroberung von Singapur
(DTV II. S.217)

19.2.1942
Darwin: Spitalschiff Manunda von der nazi-japanischen Luftwaffe bombardiert
Die nazi-japanische Luftwaffe greift den Hafen von Darwin (Australien) an und bombardiert absichtlich auch das weiss gestrichene und mit einem grossen roten Kreuz markierte Spitalschiff Manunda.
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/WarCrimes_Jap_Navy.html)

27.2.1942-1.3.1942
Japanische Besetzung von Timor, Java und den Sunda-Inseln
Mit der Besetzung Timors droht eine japanische Invasion auf Australien (DTV II. S.217).

8.3.1942
Indonesien: Holländische Kapitulation gegen Japan
(DTV II. S.217).

März 1942
Myanmar: Eine chinesische Expeditionsarmee kämpft erstmals neben britischen Truppen
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

April 1942
Japanische Eroberung Burmas - Isolierung Chinas - japanische Bedrohung Indiens - indische Nationalarmee in Burma
National-China ist vom alliierten Nachschub abgeschnitten. Gleichzeitig wird Indien von Japans Truppen bedroht. Der ehemalige Präsident des Nationalkongresses Subhas Chandra Bose, lässt eine indische Nationalarmee aufstellen (DTV II. S.217).

[Gemäss Churchill droht die Vereinigung der Achsenmächte in Indien: die Wehrmacht von Westen, Japan von Osten her].

6.5.1942
Japanische Eroberung der philippinischen Inselfestung "Corregidor"
(DTV II. S.217).

1942-1943
National-China: Hungersnot durch Dürre in der Provinz Henan / Honan
mit über einer Million Toten.
(http://across.co.nz/WorldsWorstDisasters.html)

Die Kuomintang-Armee requiriert bei den Bauern. Die hungernden Bauern greifen die Truppen an. Und alle horten, um höhere Gewinne zu erzielen. Die Korruption unter Kuomintang wird unermesslich. Die Grossgrundbesitzer und kleinen Beamten profitieren am meisten (Fairbank, S.246).

Schon zu diesem Zeitpunkt ist die KMT keine Hoffnung mehr, sondern wird für die Massen zu einem grossen Problem (Fairbank, S.213).


1943: Der "Westen" verzichtet auf "Vorrechte" in China - Maos - Doktrin der "Massenlinie"  und der "Klassenfeinde" - "US"-Untersuchungen über China - der japanische Druck in China lässt nach

1943 / nach Stalingrad
Die Europäer und "USA" verzichten auf "Vorrechte" in China - Angst vor Separatfrieden
1943 erklären die "Alliierten" den Verzicht auf sämtliche Vorrechte aus den "ungleichen Verträgen", damit die Kuomintang nicht einen Separatfrieden mit Japan abschliesse (DTV II. S.173).

Die Juristerei um Sonderrechte in chinesischen Territorien wird aufgegeben.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

[Erst jetzt ist der "Westen" bereit, China nicht mehr kolonialistisch ausbeuten zu wollen].

Vordringen japanischer Truppen in Richtung Westküste
Japanische Angriffe auch Henan, Hunan und Guangxi mit dem Ziel, einen durchgehenden Landtransport zu ermöglichen, bringen den Kuomintang-Truppen schwere Niederlagen und Gebietsverluste bei. Die Kuomintang gerät in eine gefährliche Situation.

Die KPChina organisiert gegen das japanische Vordringen weiterhin unzählige Gegenangriffe hinter den aktuellen Fronten.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Mao verkündet die Doktrin der "Massenlinie" - "Klassenfeinde"
-- die Regierung muss die Anliegen der Masse erfüllen
-- es gilt eine zentrale Führung und eine zentrale Kontrolle (Fairbank, S.258).

Mao meint dabei, er verkörpere selbst die Einheit in der Verschiedenheit (Fairbank, S.259).

[In einem ersten Schritt gilt es, die Revolution für die Mass der Bauern zu realisieren. Mao sagt aber nicht, was nach der Revolution kommt...]

Mao definiert "Klassenfeinde"
-- bestimmte Personen werden als nicht zum Volke zugehörig bezeichnet
-- mit einem Dekret von oben kann eine Person so zum "Klassenfeind" werden
-- je nach Interpretation der Gegensätze wird jemand zum Freiwild oder nicht (Fairbank, S.259).

[Gleichzeitig soll also die "Einheit in der Verschiedenheit" nicht mehr gelten!]

ab 1943
Japan Gefechte im Pazifik - der japanische Druck in Nordchina lässt nach - die KPCh kann sich wieder ausdehnen
(Fairbank, S.259)

ab 1943 ca.
Roosevelts Blindheit über China - die "amerikanischen" Stellen sehen den Bürgerkrieg voraus
Roosevelt meint, die KMT könne nach dem Zusammenbruch Japans das Vakuum in Ostasien "auffüllen". Dabei hat Roosevelt von den feudal-rückständigen Strukturen in den KMT-Gebieten keine Ahnung (Fairbank, S.260).

Andere "amerikanische" Stellen sehen in China den Bürgerkrieg voraus, so die "amerikanische" Botschaft und die Militärmission. Sie rechnen nach einem Krieg sogar mit einer sowjetischen Übernahme von Nordchina. Sie sehen aber nicht den Unterschied zwischen sowjetischem Marxismus und dem Nationalkommunismus Maos, der ohne Bürgertum die Revolution vollziehen wird.

Die "US"-Regierung strebt in der Folge in China  eine Koalitionsregierung an, die gar nicht möglich ist (Fairbank, S.261).


Nazi-japanischer Mordbefehl an Überlebenden bombardierter Schiffe - nazi-japanische Verschleppung zur Zwangsarbeit - nazi-japanische Bombardierung des Spitalschiffs "Centaur" - Moskaus Wende gegen die japanophile Kuomintang-Führung

20.3.1943
Ein nazi-japanischer Mordbefehl zur Ermordung Überlebender von gesunkenen Handelsschiffen
Am 20. März 1943 gibt der Kommandeur der nazi-japanischen Ersten Unterseeboot-Streitmacht in Truk an alle die ihm unterstehenden U-Boot-Kommandeure den Befehl heraus, alle Besatzungsmitglieder von gesunkenen gegnerischen Handelsschiffen zu ermorden, wenn die Informationslage klar ist. Dieser Befehl, Überlebende von Handelsschiffen zu ermorden, die man selber versenkt hat, wird offiziell genehmigt und auf der höchsten Stufe der Imperialen Japanischen Nazi-Seestreitmacht vorgeschrieben. In Tat und Wahrheit kommt der Befehl sogar von der japanischen Nazi-Regierung selbst.

In der Folge werden alle Überlebenden von Handelsschiffen durch die Nazi-Besatzungen japanischer U-Boote routinemässig ermordet, wenn die Handelsschiffe durch die U-Boote zum Sinken gebracht worden sind. Rettungsboote werden mit Maschinengewehren beschossen und gerammt, und Überlebende im Wasser werden ebenfalls mit Maschinengewehren beschossen.

Der Befehl, Überlebende von Handelsschiffen zu ermorden, wird in der Folge auf normale japanische Kriegsschiffe ausgedehnt.

(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/WarCrimes_Jap_Navy.html)


April 1943 bis August 1945
Verschleppung von 38.935 Chinesen zur Zwangsarbeit als Minen-Tagelöhner in Japan - teilweise sehr hohe Todesraten

aus: Bericht von Mr. Zwasa Hideki, Nippon-China Friendship Association, Fukuoka-Gruppe: "Over 30,000 Chinese Conscripted to Serve as Coolies in Japan during World War II; In: People's Daily, 8.1.2002;  http://english.peopledaily.com.cn/200201/08/eng20020108_88232.shtml

38.935 Chinesen werden nach Japan verschleppt und müssen in 135 Mineneinheiten schuften. Die Verschleppung findet in zwei Schüben statt:
1. April 1943 bis November 1943
2. März 1944 bis Mai 1945.

Die Todesrate liegt durchschnittlich bei 17,5 % (6830 Tote). 33 Einheiten liegen über dem Durchschnitt, davon 7 zwischen 41 bis 52 %, weitere 7 Einheiten haben Todesraten von über 30 %, und 19 Einheiten haben Todesraten von über 20 %.

In Fukuoka in den 16 Arbeitsstätten der 6 Minengesellschaften  von Mitsubishi, Mitsui, Nippon Steel u.a.  werden 6003 chinesische Zwangsarbeiterbeschäftigt, 636 davon sterben.

1946 behauptet die japanische Regierung, dass die Unterlagen zur Zwangsarbeit verbrannt worden seien.

1996 werden die Unterlagen zur japanischen Zwangsarbeit in Geheimfächern des Generalhauptquartiers der Übersee-Chinesen in Japan gefunden.


14.5.1943
Die nazi-japanische U-Boot-Flotte bombardiert das australische Spitalschiff "Centaur"
Das Spitalschiff "Centaur", das weiss gestrichen ist und an den Seiten mit grossen roten Kreuzen ausgestattet ist, die in der Nacht auch noch beleuchtet sind, wird vom japanischen U-Boot I-177 mit einem Torpedo beschossen. Das Schiff sinkt innert drei Minuten ohne jeden Notruf. Die Überlebenden klammern sich 30 Stunden lang an Flosse und Trümmer und werden von Haien angegriffen, bis 64 Überlebende vom Zerstörer USS Mugford gerettet werden. 268 Besatzungsmitglieder, Krankenschwestern und weitere medizinisches Personal findet den Tod. Der australische Premierminister bezeichnet den Angriff auf das markierte Schiffspital als "barbarisch". Die japanische Regierung lehnt jede Verantwortung ab, bis der Kommandant des U-Boots 1979 stirbt...
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/WarCrimes_Jap_Navy.html)

Sommer 1943
Japanische Säuberungsaktionen und Gegenwehr
Die KPChinas kämpft ab Sommer 1943 gegen die "Säuberungsaktionen" und kann schrittweise ihre revolutionären Gebiete ausdehnen.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

ab August 1943
Moskaus Wende gegen die Kuomintang-Herrschaft in China
Auch die KPCh distanziert sich immer mehr von Chiang Kai-Sheks Diktatur. Ein Tass-Korrespondent beschuldigt die chinesischen Nationalisten offiziell

-- dass diese mit Japan einen Friedensvertrag aushandeln wollten

-- beschimpft die chinesischen Nationalisten als "Besänftiger, Defätisten und Kapitulanten" (North, S.163-164)

-- Chinas Nationalisten seien "antidemokratische und antivölkische Kräfte", die die Einheitsfront gegen Japan "unterminieren" und die "8.Armee" Japan in die Hände lieferten

-- in ganz China sei die Unzufriedenheit über die Kuomintang-Regierung weit verbreitet (North, S.164).

Die internationale Stimmung dreht sich gegen Chiang Kai-Shek
->> andere russische Autoren ziehen nach, auch in anderen kommunistischen Ländern

->> auch in den "USA" wird neu Kritik an der Kuomintang-Regierung geübt

->> bald kommt es auch zu Anschuldigungen gegen Chiang Kai-Shek selbst und gegen seine Diktatur (North, S.164), v.a. der "USA", weil die Massnahmen keine Besserung im Lande bewirken (North, S.166)

1.12.1943
Treffen Roosevelt - Chiang Kai-Shek in Kairo: Erklärung über China
Roosevelt und Chiang geben nach dem Treffen eine gemeinsame Erklärung ab, die auch China betrifft: Mandschurei, Pescadores-Inseln und Formosa sollen nach dem Krieg an China zurückgegeben werden (North, S.176).


1944: Stimmen in England, China aufzuspalten - Hungersnöte in China - nazi-japanische Morde an überlebenden Schiffbrüchigen - Schlachten auf chinesischem Boden und neue nazi-japanische Besetzungen - eine "US"-Untersuchung zeigt Chiangs Halbherzigkeiten der Kuomintang gegen Japan - die KPCh kann ihre Gebiete ausweiten


1944
GB-Taktik: China aufspalten - These, dass ein vereinigtes China für die Welt "gefährlich" sei
General Wedemeyer, Nachfolger von General Stillwell in der Region Burma, meldet nach Washington DC in einem Telegramm, dass der britische Botschafter ihm persönlich vorgeschlagen hat, ein vereinigtes China zu vermeiden, denn:
-- ein vereinigtes China würde der Welt gefährlich werden
-- ein vereinigtes China würde auf jeden Fall die Position des Weissen Mannes in Fernasien schwächen
-- ein vereinigtes China würde die Position des Weissen Mannes in der ganzen Welt schwächen.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)

China erlebt durch Hungersnöte viele Bauernaufstände (Fairbank, S.246).

Februar 1944
Nazi-japanischer Seekrieg: Ermordung von Überlebenden von Handelsschiffen - Sakonju
Die nazi-japanischen Kreuzer Aoba, Chikuma und Tone versenken im Indischen Ozean im Februar 1944 das alliierte  Handelsschiff MV Behar. 72 Matrosen des Handelsschiffes werden vom Kreuzer Tone aufgenommen und dort auf Kommando des Vizeadmirals Sakonju ermordet. Dieses Mal läuft es nach 1945 anders. Sakonju wird 1947 für diese befohlenen Morde als Kriegsverbrecher verurteilt und exekutiert. Der Hinweis von Sakonju, es habe von höchster Ebene der Imperialen nazi-Japanischen Flotte der Befehl zum Mord an Überlebenden von Handelsschiffen bestanden, nützt ihm nichts...
(http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/WarCrimes_Jap_Navy.html)

19.4. bis August 1944
Nazi-japanische "Ichigo-Offensive" in der Provinz Henan/Honan
Die Operation soll Eisenbahnlinien und Kommunikationslinien der KMT und der "US"-Armeen in China unterbrechen. Hierzu schafft Japan Teile der Kwangtung-Armee und der Mongolischen Garnisonsarmee heran, so dass am Ende 820.000 Mann im Einsatz stehen.

Die "Ichigo-Offensive" zerstört bis Ende April jeglichen chinesischen Widerstand in Henan/Honan und wird dann weitergeführt mit laufenden japanischen Siegen bis in den August hinein gegen die chinesische Armee wie auch gegen die 14. "US"-Air Force.
(http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/72-38.htm)

Dabei werden die besten Armeen der KMT zerstört. Die KPCh profitiert von der Niederlage der KMT und kann sich weiter in der Bevölkerung ausdehnen (Fairbank, S.259).

April 1944
Xinjang April 1944 (Provinz
                Henan): Japanisches Maschinengewehrfeuer
vergrössernNazi-japanische Truppen starten die "Operation Nr.1". Beschuss aus einer nazi-japanischen Stellung in Xinyang (Provinz Henan/Honan).

  Chinas Provinzen im Jahr 2005, Karte   Karte mit der Position von Xinyang und
                          Zhentzhou, Provinz Henan
Karte mit der Position von Xinyang und Zhentzhou, Provinz Henan

Karte mit der Einzeichung der
                            Ichigo-Offensive in Henan/Honan 1944 April
                            bis August
vergrössernKarte mit der Einzeichung der Ichigo-Offensive in Henan/Honan 1944 April bis August

April-Mai 1944 ca.
Qiankou (Provinz Henan): Ruinen nach
                Bombardement
vergrössernQiankou (Provinz Henan/Honan): Ruinen nach Bombardement

Mitte 1944
Yanan/Yenan: Die "Amerikanische" Beobachtergruppe "Dixie-Mission" denkt nicht nach...
Gleichzeitig bereitet die KPCh schon den Endkampf gegen die KMT vor (Fairbank, S.259). Die "US"-Mission sieht in Yenan die kommunistischen Strukturen und das Potential für einen Bürgerkrieg gegen die Kuomintang. Die "USA" versuchen nicht zu vermitteln, sondern geben der KMT noch mehr Waffenhilfe... (Fairbank, S.260). Die Tatkraft der kommunistischen Bewegung imponiert also auch den "Amerikanern", aber die Gründe für den Erfolg und die Gründe für die Spaltung Chinas zwischen KMT und KPCh ergründen die "Amerikaner" nicht (Fairbank, S.261).

16. August - 24. November 1944
Schlacht von Guilin-Liuzhou
Position von
                        Liuzhou, Guilin und Nanning, Provinz Guangxi
Position von Liuzhou, Guilin und Nanning, Provinz Guangxi.
Die Provinz Guangxi hat zur Zeit des Zweiten Weltkriegs noch keinen Zugang zum Meer.
Liuzhou: Flüchtlinge bei Bahnstation
vergrössernLiuzhou: Flüchtlinge bei Bahnstation

Die 11. und 23. Armee der nazi-japanischen Armee stossen ab 16. August 1944 in Richtung Guilin und Liuzhou an. Die national-chinesischen Truppen sind meist nur Überreste der Schlacht von Hengyang.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Guilin-Liuzhou)

Am 1. November beim Angriff der nazi-japanischen Armee auf die Stadt Guilin umfassen die national-chinesischen Truppen in Guilin nur 20.000 Mann. Es folgen 10 Tage heftiger Kampf.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Guilin-Liuzhou)

November 1944 bis Januar 1945
Hurleys Versuch einer Einheitsfront in Südchina
Major General Patrick J. Hurley, der engagierte "amerikanische" Botschafter in China, versucht ab November 1944, eine militärische Koalition zwischen der KMT und der KPCh zu schmieden in der Hoffnung, die japanischen Truppen in Südchina durch eine Serie koordinierter Militäraktionen zu irritieren.
(http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/72-38.htm)

Hurley hält sich im November 1944 sogar in Yenan/Yanan auf und verspricht Mao dort eine Einrichtung einer demokratischen chinesischen Regierung.
(http://www.marx2mao.com/Mao/DH45.html)

11.11.1944
Japanische Besetzung der Städte Guilin und Liuzhou
Die Kämpfe gehen während des chinesischen Rückzugs sporadisch weiter.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Guilin-Liuzhou)

24.11.1944
Nazi-Japan beherrscht 75 Bezirke der Provinz Guangxi, grob gesagt 2/3 des Gebiets
-- 215.000 chinesische Zivilisten sollen als Vergeltung und zwischen den Linien getötet worden sein
-- 431.000 chinesische Zivilisten sollen verletzt worden sein.
(http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Guilin-Liuzhou)


Ende 1944
"US"-Untersuchung des militärischen Nachrichtendienstes über China
Bericht hgg. von Brigadegeneral P.E.Peabody, Chef des militärischen "US"-Nachrichtendienstes, ist prophetisch, erregt aber zu dem Zeitpunkt noch kein grosses Interesse (North, S.166-167):

-- KPCh und Kuomintang haben sich ab August 1941 und nach dem Eintritt der "USA" in den Weltkrieg immer mehr gegenseitig bekämpft, statt gegen die Japaner zu kämpfen (North, S.167)

-- Chiangs Regime habe mit den japanischen Truppen ein Abkommen, das einem Waffenstillstand gleichkommt

-- Chiangs Regime halte seine Truppen vor wirklichem Kontakt mit japanischen Truppen zurück

-- "Hauptproblem" der Kuomintang sei die Blockade kommunistischer Gebiete und die Verstärkung der nationalen Position in West-China gewesen, statt gegen die Japaner zu kämpfen

-- in China herrscht die Stimmung vor, dass China genügend gegen die Japaner geleistet habe, und es sei nun die Aufgabe der "USA" und Englands, die Japaner zu besiegen

-- gleichzeitig weitet die KPCh ihr Territorium aus mit Herrschaft von 1937 über 1,5 Millionen auf 1944 über 85 Millionen EinwohnerInnen (North, S.168)

->> unter diesen Voraussetzungen sind alle Nordprovinzen Chinas in kommunistisch-chinesische Hand oder in japanische Hände geraten (North, S.168)

auch in: Military Intelligence Division: Institute of Pacific Relations: Hearing before the Sub-committee to Investigate the Administration of the Internal Security Act and Other Security Laws, Part 7A, Appendix II; Washington 1952, S.235

Anfang 1945
Chinesische Rückeroberung von Gebieten - Japan verkürzt Frontlinien
Anfang 1945 marschieren chinesische Truppen im westlichen Henan, im nördlichen Hubei und im westlichen Hunan ein und vertreiben die japanischen Einheiten. Danach kann die chinesische Armee beginnen, Guangxi zurückzuerobern. Japans Truppen sind ihrerseits bemüht, die Frontlinien zu verkürzen.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Anfang 1945 ca.
Militärvertrag "USA"-KMT
Die "USA" sichert die Ausrüstung von 39 national-chinesischen Divisionen und einer national-chinesischen Luftwaffeneinheit zu. Fortlaufend wird aus den "USA" neuestes Kriegsmaterial an die KMT geliefert, an die KPCh nicht (Fairbank, S.263).

1945
KPChina: 1,2 Mio. Mitglieder und 910.000 Soldaten
(Fairbank, S.247)


11.2.1945: Konferenz von Jalta ohne China - korruptes Chiang-Regime gegen wendige Guerilla der "Roten Armee" - Maos geplante Machtergreifung

11.2.1945
Konferenz von Jalta: Churchill, Roosevelt und Stalin: Russische "Rechte" in China
Ohne die Konsultation Chinas unterzeichnen Churchill, Roosevelt und Stalin das Abkommen von Jalta, das die Bedingungen festsetzt, unter denen die Sowjetunion bereit ist, in den Krieg gegen Japan einzutreten (North, S.229).

Der Geheimvertrag, der im Dezember 1945 an die Öffentlichkeit gelangt, setzt darüber hinaus russische "Rechte" auf Eisenbahnen und Häfen in China fest, ohne dass mit Chiang Kai-Shek oder Mao darüber gesprochen worden wäre (North, S.176).

Stalin unter Roosevelts Druck wegen China - Rückzugversprechen aus der Mandschurei
Roosevelt versucht auf der Konferenz, Stalin zu einem Bündnis mit Chiang Kai-Shek zu zwingen und versucht Stalin zu zwingen, nur National-China anzuerkennen. Roosevelt meint auch, die KPCh solle der russischen Besetzung der Mandschurei zustimmen. Stalin verspricht den russischen Truppenrückzug aus der Mandschurei drei Monate nach einer japanischen Kapitulation (Fairbank, S.262).

1945
Der Zustand der Kuomintang: Korruption und Schwerfälligkeit haben gegen die Guerilla der KPCh keine Chance
-- das Kuomintang-Regime ist 1945 derart von Korruption gekennzeichnet dass ein Neuaufbau nicht zu umgehen ist. Die nationale Regierung ist kaum noch anpassungs- und funktionsfähig (North, S.172) und kann unmöglich alle Probleme lösen

-- die Chiang-Regierung hat sich geographisch-strategisch in eine unvorteilhafte Position gebracht, denn die Position ist konventionell, kaum beweglich und unelastisch

->> Maos Truppen haben gegen die Chiang-Truppen den Vorteil, als Guerilla schnell vor Ort zu sein, z.T. können sie sogar hinter den japanischen Linien operieren (North, S.174).

Frühjahr 1945
Die KPCh hat über 1,2 Mio. Mitglieder und kontrolliert fast 100 Mio. Chinesen
Die Armee der KPCh umfasst über eine Million Soldaten und über 2 Millionen dörfliche Milizen (Haydt u.a., S.53)

[Die Kontrolle ist dabei allumfassend...]

23.4.-11.6.1945
Yenan: 7.Parteitag der KPCh: Maos "Vorwärts zur Koalitionsregierung"
(Haydt u.a., S.54)

Das neue Parteistatut soll das alte vom 9.6.1928 ablösen. Der Entwurf von Liu Shao-Chi wird revidiert und der Beschluss gefasst, "die Gedanken Mao Tse-Tungs sowie den Marxismus zur Richtschnur" für die Parteiarbeit zu machen (Haydt u.a., S.54).

Aus dem Bericht wird ersichtlich:
-- Mao plant die Machtergreifung
-- Mao plant ein kommunistisch geführtes China

->> der "Westen" und die "USA" lesen den Bericht von Mao nicht (North, S.171).

2.4.1945
Washington: Patrick J. Hurley bezeichnet die Kuomintang als einzige akzeptable Vertretung Chinas
Der chinesische "Botschafter" der USA" Hurley bezeichnet zudem die Kommunisten als "das Biest", und folglich werde die "USA" nur mit der Kuomintang zusammenarbeiten.
(http://www.marx2mao.com/Mao/DH45.html)

Dabei steht Botschafter Hurley gegen die Meinung des gesamten "amerikanischen" Botschafterpersonals (Fairbank, S.261).

Juni 1945
7. KPCh-Parteitag: Mao bekommt mehr noch mehr Macht
Der Parteitag nimmt eine neue Parteisatzung an, in der Mao noch mehr Macht zugesprochen wird. Das Büchlein mit den "Gedanken Mao Zedongs" wird zur Richtlinie der Partei erklärt (Fairbank, S.259).

August 1945: Atombomben auf Japan

Karte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und
                auf Nagasaki im August 1945
Karte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und auf Nagasaki im August 1945

Die Atombomben auf Japan werden zum sarkastischen Startsignal für den Wettlauf um die Macht in China zwischen Mao und Chiang Kai-Shek (North, S.168).

Selbstmord des einstigen japanischen Ministerpräsidenten Konoye Fumimaro
(DTV II. S.175)

Kooperation Chinas mit den alliierten Truppen gegen Japan
Um Japan nach den Atombombenabwürfen weiter zu schwächen, kämpft die chinesische Armee weiterhin gegen die japanischen Truppen auf dem chinesischen Festland. China wird nach 1945
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Die Voraussetzungen für die KPCh und die KMT
Die KPCh kann in ihren Gebieten auf eine organisierte Bevölkerung zählen, die KMT nur auf eine hochgradige Bewaffnung (Fairbank, S.249).

Mandschukuo: Russland kauft die Eisenbahnanteile an der Süd-Mandschurei-Eisenbahn zurück
Dies geschieht mit einem "Freundschafts- und Beistandvertrag", schnell noch vor der japanischen Niederlage.
(http://www.uglychinese.org/campaign.htm#ChineseEasternRailway)

8.8.1945
Kriegserklärung Russlands gegen Japan
(DTV II., S.217), um das Recht auf die im Abkommen von Jalta zugesprochenen Konzessionen nicht zu verwirken (Haydt u.a., S.54).

9.8.1945
Atombombenabwurf auf Nagasaki
(DTV II., S.217)

ab 9.8.1945
Russische Besetzung der Mandschurei - "US"-Aufrüstung der nationalen Truppen in China
Nachdem sich Japan nach den Atombombenabwürfen von Nagasaki und Hiroshima zur Kapitulation bereiterklärt, besetzen russische Truppen die von japanischen Truppen zu räumende Mandschurei (North, S.229).

Ausserdem erfolgt ein
-- russischer Einmarsch in Korea
-- und die russische Besetzung der Kurilen-Inseln und Sachalins (DTV II., S.217).

Die SU drängt die geschwächte KMT-Regierung zu weiteren Konzessionen (Haydt u.a., S.54).

Als Reaktion beginnen die "USA", massiv die nationalistischen Truppen von Chiang Kai-Shek aufzurüsten:

-- Transportmittel

-- amerikanische Marineinfanteristen beschützen Eisenbahnen, Kohlegruben und andere strategische Punkte, bis die schwerfälligen Kuomintang-Truppen vorrücken und die amerikanischen Positionen übernehmen können (North, S.174)

15.8.1945
"Freundschafts- und Bündnisvertrag" Russland-KMT
In China wird der "Freundschafts- und Bündnisvertrag" mit Russland freudig begrüsst [da der Vertrag wahrscheinlich gegen Japan gerichtet ist] (North, S.177).

Die SU sichert sich mit diesem Vertrag die im Abkommen von Jalta (4.-11.2.1945) versprochenen Konzessionen im Falle eines Kriegseintritts:

-- China muss die Unabhängigkeit der Äusseren Mongolei anerkennen

-- China muss der SU grössere Rechte in Nordostchina einräumen, z.B.
oo die Beteiligung an der Verwaltung der mandschurischen Eisenbahnen
oo die Errichtung einer Marinebasis in Port Arthur / Lushun
oo wirtschaftliche und militärische Konzessionen in Dairen / Talien auf der Halbinsel Liaotung (Haydt u.a., S.54).

18.8.1945 ca.
Taiwan: Die Kuomintang-Regierung darf die Kapitulation entgegennehmen
Bald nach der japanische Kapitulation wird die KMT-Regierung von General Douglas MacArthur (Oberkommandierender der Alliierten Streitkräfte) dazu ermächtigt, die nazi-japanische Kapitulation in Taiwan entgegenzunehmen. Weil die KMT-Truppen aber nicht stark genug sind, braucht es dazu über einen Monat.
(http://www.taipeitimes.com/News/local/archives/1999/12/31/17830)

ab August 1945
Rückversetzung der national-chinesischen Regierung nach Nanking / Nanjing
(Fairbank, S.263)

Die "USA" verlangt in Nanking und in Yenan jeweils die Koalition zwischen KMT und KPCh (Fairbank, S.263).

28.8. bis 11.10. 1945
Chungqing: Die Schein-Konferenz zwischen KMT und KPCh unter Leitung von Patrick J. Hurley
Chiang Kai-Shek und Mao halten zum Schein unter Leitung des "amerikanischen" Botschafters Hurley drei Monate eine Konferenz für ein demokratisches China ab (Fairbank, S.262).


2.9.1945:
Japan unterschreibt die Kapitulation - ein japanisches Schwert für China

Japans Kapitulation auf dem Schiff Missouri
vergrössernJapans Kapitulation auf dem Schiff Missouri

Die japanischen Vertreter unterschreiben am 2. September 1945 auf dem Schlachtschiff "Missouri" in der Bucht von Tokio Japans bedingungslose Kapitulation.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

In Nanjing / Nanking signiert Yasuji Okamura als Repräsentant Japans sein Schwert und übergibt es - als offizielles Symbol der Unterwerfung - an China.

Ca. 1,28 Millionen Japaner ergeben sich China.
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

Die Positionen von Nazi-Japan und China bei der Niederlage August / September 1945
Eine Karte mit den Positionen von
                        Nazi-Japan und China bei der Niederlage August /
                        September 1945
Eine Karte mit den Positionen von Nazi-Japan und China bei der Niederlage August / September 1945



September 1945: Japanische
                          Kriegsgefangene warten auf Abtransport
September 1945: Japanische Kriegsgefangene warten auf Abtransport...

Bilanz des Japanisch-chinesischen Krieges 1937-1945
-- über 35 Millionen Tote oder Verletzte (allein beim Massaker von Nanjing / Nanking 300.000 Tote)
-- ca. 2 Mio. getötete Arbeiter in Nordost-China [Mandschukuo]
-- direkte ökonomische Verluste im Wert von 100 Mia. $
-- indirekte ökonomische Verluste im Wert von 500 Mia. $

-- 1,55 Millionen japanische Soldaten werden getötet, verletzt oder gefangen genommen (dies sind 60 %) der japanischen Verluste im Zweiten Weltkrieg).
(http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm)

-- auf dem chinesischen Festland sind für die Zeit 1931-1945 1 Million japanische Todesopfer zu beklagen.
(http://www.uglychinese.org/war.htm)


Bilanz für China 1937-1945
-- 21 Mio. Todesopfer, davon ungefähr 3,8 Millionen chinesische Soldaten, Offiziere und Generäle
-- 17 Mio. zusätzliche indirekte Todesopfer, darunter Kollaborateure und die Todesopfer der
(http://www.uglychinese.org/war.htm)


Ab 2.9.1945: Chinesische Kunstschätze - Bürgerkriegsvorbereitungen - Auflösung weiterer Kolonialreiche

Die chinesischen Kunstschätze werden alle nach Chongqing gebracht.
(Taiwan Nachrichten vom 15.7.2003; http://64.233.183.104/search?q=cache:_tZAgWbiyIwJ:members.chello.at/gio-vienna/tn/03-12.pdf+Chongqing+bombardiert&hl=de)

ab 2.9.1945
Bürgerkriegsvorbereitungen von Mao und Chiang Kai-Shek
Mao und Chiang bereiten sich separat auf die Besetzung der nordchinesischen Provinzen nach dem Abzug der Japaner vor. Beide Seiten manövrieren um einen Vorsprung. Die Provinzen sind wichtig wegen

oo  Eisenbahnen
oo  Bergwerken
oo  landwirtschaftlichen Gebieten
oo  die Städte im Yangtse-Tal
oo  die Hafenstädte (North, S.168).

Mao und Chiang  versuchen [noch während der Konferenz in Chungqing] beide die sofortige Ausweitung ihrer Gebiete. Die "USA" und die "SU" drängen beide Seiten zu einer friedlichen Einigung (Haydt u.a., S.55).

30.9.1945
Taiwan: Der erste offizielle Vertreter der Kuomintang-Regierung fliegt nach Taipei
(http://www.taipeitimes.com/News/local/archives/1999/12/31/17830)

15.10.1945
Taiwan: Ankunft der ersten Kuomintang-Truppen in Keelung
(http://www.taipeitimes.com/News/local/archives/1999/12/31/17830)

ab 1945
Auflösung weiterer Weltreiche ausser Russland, China und "USA"
Frankreich, England, Holland, Belgien und Portugal verlieren "freiwillig" oder "unfreiwillig" die meisten ihrer Kolonien. In Afrika kommt es zur raschen Zerstückelung der alten imperialen Einheiten und zu neuen Staatengründungen.

plus: Gleichzeitig kommt es zur Integration riesiger Gebiete im neuen kommunistischen System (North, S.170).


Die zwei Weltsysteme nach 1945:
Der Kapitalismus streitet mit dem Kommunismus um "junge Nationen"
Das "westliche" kapitalistische System steht gegen das "kommunistische" System. Beide Systeme buhlen um die "jungen Nationen", die voller Erwartung und Energie sind, aber ohne methodisches Wissen. Das Hauptproblem dabei ist das Erkennen der Verschiedenheit in der Einheit: der Grad der Integration, der möglich ist. Das "westliche" wie das "kommunistische" System versagen an der Aufgabe gleichermassen (North, S.170).

Im Werben um systemgleiche Nationen kommt es sogar zu Spannungen zwischen Russland und China. Die Zeit wird zudem von der Idee der Weltbeherrschung durch Kernwaffen bestimmt und dadurch die ganze Welt in Panik versetzt (North, S.171).


China nach 1945: Die Nationalisten ersticken in der Korruption - die Bevölkerung läuft zu Mao über

11.10.1945
Chungking: Gemeinsame Erklärung Chiang Kai-Sheks und Maos zur Bereitschaft zu Frieden und Zusammenarbeit
unter der Vermittlung des "amerikanischen" Botschafters Patrick J. Hurley. Es kommt aber immer mehr und mehr zu militärischen Zusammenstössen (Haydt u.a., S.55).

ab Oktober 1945
Bürgerkrieg in ganz China - Maos Kampf um "Unzufriedene" und Intellektuelle
zwischen kommunistischen und nationalistischen Truppen (North, S.177).

Mao treibt ab 1945 zu einem ideologischen Kampf in China auf allen Fronten, indem er appelliert
-- das "geistige Erbe" soll erhalten bleiben
-- die sozialen und kulturellen Gewohnheiten sollen erhalten bleiben (North, S.195)

->> die KPCh hat massenweise Zulauf von unzufriedenen Kuomintang-Leuten, auch von Intellektuellen (North, S.195).

Dabei geht es Mao und seinen Mitarbeitern vor allem um die Ingenieure, Wissenschaftler, Spezialisten und Propagandisten, wovon viele in den "USA" und in Europa oder in Missionsschulen ausgebildet wurden. Die meisten haben von Kommunismus keine Ahnung, viele sind auch gegen Kommunismus eingestellt.

->> Entscheidungsfrage: Wie "rot" muss ein Intellektueller werden, um bei den Kommunisten mitarbeiten zu dürfen? (North, S.195)

Meinung von Mao zu den Intellektuellen:
Mao setzt die "Umwandlung des Bewusstseins des Intellektuellen" zur Teilnahme voraus, sonst sei er "ungeeignet für jede Art nützlicher Arbeit" (North, S.198).


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Bildernachweis

Titelfotos
-- Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938: Gezogenes Schwert: http://www.china.org.cn/english/features/125061.htm
-- Massakermuseum Nanking / Nanjing, Zahl 300.000: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/memorial.html

Karten
Karte: Provinzen von China 1911-1945, und Chinas Provinzen 2005: http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/Mapjpeg/MpWarLor.jpeg;
http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/English%20page/MapEng/MapListeng.html
http://www.commietravel.nl/china/provinces/chinacities_r.htm
Karte: China: Autonome Gebiete und Landstreitigkeiten 2005: http://www.china9.de/landkarten/landkarten-china.php

Karte: Japans Besetzungen in China 1895-1933: http://www.csuchico.edu/mjs/center/teaching_resources/nanking/maps/
Karte: China 1931-1945: Nazi-Japans Besetzungen, Burmastrasse: http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/map.htm
Karte: Todeslager Nazi-Japans 1931-1945: http://www.csuchico.edu/mjs/center/teaching_resources/nanking/maps/

Gründung der Kommunistischen Republik China 1931
Hongkong-Gouverneur William Peel 1930-1935: http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/jap3.htm
Völkerbund in Genf: http://www.news.ch/news_img/article/61713-UNOGenf.jpg
Karte: Position von Ruijin / Juichin, Provinz Jiangxi / Kiangsi: http://www.maps-of-china.com/jiangxi-s-ow.shtml
Fahne der kommunistischen Republik China 1931-1934: http://www.rbvex.it/asiapag/kiangsi.html
Kriegsfahne der kommunistischen Republik China 1931-1934: http://www.rbvex.it/asiapag/kiangsi.html

Mandschukuo 1931
Mao, Portrait 1931: http://en.wikipedia.org/wiki/Red_Star_Over_China
Fahne von Mandschukuo: http://www.paradoxmind.com/1302/Prelude%20to%20War/WWII_Asia_Review2.html
Japanisches Propagandaplakat für Mandschukuo: http://www.hoover.org/hila/china_exibit4jposter.htm
Manchukuo / Mandschukuo: Kaiser Puyi, der letzte Mandschu-Kaiser:
http://forum.japantoday.com/China_Historical_Photos_(both_PR_of_China_&_Rep_of_China)/m_306979/tm.htm

Shanghai 1932
Tramverkehr: http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9
Transport von Baumaterial von Hand: Steine, Hölzer: http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9
Fussrikschas: http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9
Bürgermeister von Shanghai 1932: Wu Tiecheng: http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9

Japanisch-chinesischer und internationaler Krieg um Shanghai
Shanghai Januar 1932: Parade des 4. US-Marine-Corps usmc:
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1932_usmc_4th-reg_press-photo.jpg
Shanghai 28.1.1932: Report über den japanischen Angriff:
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1932_usmc_4th-reg_press-photo-notes.jpg
Ein japanischer Zerstörer "Mutsuki" vor Shanghai Februar 1932, mit zwei Schwesternschiffen (links):
http://www.history.navy.mil/photos/sh-fornv/japan/japsh-m/mutsuki.htm
Schutt und Rauch an der beschädigten Eisenbahnlinie von Song-Hu am 28.1.1932:
http://virtualshanghai.ish-lyon.cnrs.fr/Repository.php?ID=9

Verletzte und Tote durch Japans Bombardements in Shanghai 1932:
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1932_japan-bombing4.jpg
Flüchtlinge in Shanghai nach Japans Bombardements 1932:
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1932_refugees_press_photo.jpg

Der Patriot Yun Pong-Gil (1908-1932) wird am 29. April 1932 wegen eines Bombenwurfs gegen eine Geburtstagszeremonie zugunsten des japanischen Kaisers festgenommen [und wohl gleich geköpft...]
http://rki.kbs.co.kr/english/korea/korea_history_con82.htm

Die nazi-japanische Besetzung von Mandschukuo und Jehol/Rehe
Mandschukuo: Massaker von Pingdingshan / Pindingshan 16.9.1932: Knochenfeld:
http://www.china.org.cn/english/features/124849.htm
Die Grosse Mauer im Hochgebirge: http://www.travelershub.com/outbound/far-east/beijing.html
Karte: Japanische Besetzung von Jehol/Jinzhou/Rehe 1933: Peking ist nicht mehr weit...
http://www.csuchico.edu/mjs/center/teaching_resources/nanking/maps/

Krieg um die Mauer 1933
Chinas Truppen an einer strategischen Kreuzung der Chinesischen Mauer 1933:
http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm
Chinesische Mauer japanisch besetzt mit Fahne: http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm
Grosse Mauer 1933: Japans Soldaten posieren mit Fahne:
http://theseoultimes.com/ST/?url=/ST/photo_gallery/photo_gallery.php?name=World%20War%20Two

Einschnürungskrieg von Chiang Kai-Shek gegen Maos KPCh - Langer Marsch - KPCh in Yenan
General Hans von Seeckt: http://www.army.dnd.ca/38cbg_hq/Headquarters/Command/professional_development/mod2_feb03.htm
Deutsch ausgebildete KMT-Truppen: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:NRA_march.jpg
Wang Jingwei / Ching-Wei, Portrait: http://www.kaleden.com/detail,literary-diges-wang,784093.html
Karte: Langer Marsch unter Mao 1934-1935: http://www.wwnorton.com/worlds/images/map11_5.jpg
http://www.wwnorton.com/worlds/ch11/maps.htm
Lin Piao: http://www.leksikon.org/art.php?n=1589
Langer Marsch 1934-1935, Schema: http://news.bbc.co.uk/hi/english/static/special_report/1999/09/99/china_50/long.htm
Mao 1934, ein totaler und tödlicher Fanatiker wie viele andere: http://www2.sjsu.edu/faculty/watkins/longmarch.htm

Karte: Langer Marsch der Mao-Truppen, Relief: http://www.blubie.de/marsch.html
Karte: Langer Marsch, Detail-Karte: http://www.indiana.edu/~e232/4_7b.html
Karte: Langer Marsch dreiteilig: http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/Mapjpeg/MpLonMar.jpeg

Karte: Shensi / Shaanxi mit Yenan / Yanan: http://www.sinoptic.ch/vaud-shaanxi/shaanxi/
Mao  in Yenan / Yanan (1937): Nym Wales Papers, Hoover Institution Archives: http://www-hoover.stanford.edu/hila/uresearch_mao.htm
Karte China 1936 mit Sinkiang / Xinjiang, Mandschukuo und Mengjiang: http://www.zum.de/whkmla/histatlas/china/haxchina.html

Zhang Xueliang / Chang Hsueeh-Liang: http://en.wikipedia.org/wiki/Chang_Hs%C3%BCeh-liang
Fumimaro Konoe: http://www.kantei.go.jp/foreign/cabinet/34_e.html

China 1937-1945: Die Besetzungen Nazi-Japans bis Burma: Karten
China 1937-1945: Die Besetzungen Nazi-Japans bis Burma: http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/Mapjpeg/MpSJW45.jpeg
Die Kriegsflagge Japans (1889-1945): http://www.rbvex.it/asiapag/giappone.html
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen, Burmastrasse: http://hkuhist2.hku.hk/history/studentprojects/japan/1997b/map.htm
China 1937-1945: Nazi-Japans Besetzungen: http://www.nationmaster.com/encyclopedia/Image:Japanese-Empire.png

A propos Marco-Polo-Brücke
Marco-Polo-Brücke im Jahr 2005: Hier war einmal ein Fluss... : http://www.thebeijingguide.com/marco_polo_bridge/
Marco-Polo-Brücke mit dem Fluss Yung-Ting / Yongding 1937: http://diberville.blogspot.com/2004_02_01_diberville_archive.html
Peking / Beijing: Plan mit Position der Marco-Polo-Brücke: http://www.thebeijingguide.com/marco_polo_bridge/
Das Geländer mit 485 Löwenstatuen: http://www.thebeijingguide.com/marco_polo_bridge/
Marco-Polo-Brücke: Dreiteilige Fahrbahn: http://homepage.mac.com/kapn_kamikaze/B133 5313108/C2125075345/E2082363737/
Eine "Marco-Polo-Brücke" über den Yangtsekiang: http://www.yangtsegorges.ukgateway.net/p11/page11.html
Eine Kopie der Marco-Polo-Brücke in der "Verbotenen Stadt" in Peking: http://argus.0xfce3.net/~mayer/Peking.htm

Die Kriegshandlungen an der Marco-Polo-Brücke 1937
Marco-Polo-Brücke mit Japans Kanonen bombardiert: http://news.xinhuanet.com/english/2005-06/27/content_3141055.htm
Marco-Polo-Brücke / Lugouqiao-Brücke: Gefecht. Die Löwenfiguren dienen nun als Deckung...:
http://www.china.org.cn/english/features/47460.htm
Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke am 7.7.1937 nazi-japanisch besetzt: http://english.people.com.cn/200507/07/eng20050707_194670.html
Marco-Polo-Brücke / Lugou-Brücke am 7.7.1937 von Japans Truppen blockiert:
http://english.people.com.cn/200507/07/eng20050707_194670.html

Die Strategie vom "Niemandsland" - "eingezäunte Menschengebiete" 1937-1945
Leibesvisitationen: http://www.china.org.cn/english/features/125044.htm; http://news.xinhuanet.com/english/2005-04/22/content_2864250_7.htm
Leibesvisitationen an der Landbevölkerung: http://www.china.org.cn/english/features/125042.htm
Bewachte Grenze zum Niemandsland vor der Grossen Mauer: http://www.china.org.cn/english/features/125040.htm
Stacheldraht: http://www.china.org.cn/english/features/124851.htm

Nazi-japanische Invasion in Peking 1937
Einmarsch japanischer Kavallerie in Peking / Beijing 1937 (früher: Beiping): http://www.hoover.org/hila/china_exibit4jarmy.htm

Nazi-japanische Invasion in Shanghai 1937
Shanghai 1937: Promenade "Bund"
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_bund-vu2.jpg
Shanghai 1937: Hochhaus Wohnsilo
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_high-rise-apartments.jpg
Shanghai 1937: Quartierstrasse mit Uhrturm
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_race-course-side-street.jpg
Shanghai 1937: Strassenszene mit Hotel Ritz
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_street-scene.jpg
Shanghai 1937: Das Haus von Sincere Co. Ltd. mit Rückseite
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1938_sincere-co.jpg
Shanghai 1937: Strassenszene Velos Fussgänger und Golden-Garden-Restaurant
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/street-scene.jpg

Buchdeckel: Shanghai under fire
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_shanghai_under_fire1.jpg

Shanghai 1937: Die Bombardierung von Palast und Cathay-Hotel an der Nankingstrasse durch drei japanische Bomben
http://www.earnshaw.com/shanghai-ed-india/tales/t-1937pix.htm
Shanghai 1937: Bombenrauch mit durch die Luft fliegenden Trümmern
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_bombing_probaby1937_2.jpg
Shanghai 1937: Bombenrauch nach Bombardement
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_bombing_probaby1937_1.jpg
Shanghai 1937: Bombenrauch
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_bombing_probaby1937_3.jpg
Shanghai 1937: Bombenrauch über ein ganzes Quartier
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_bombing_probaby1937_4.jpg

Shanghai 1937: Flüchtlinge im Stau
http://www.china.org.cn/english/features/125079.htm
Shanghai 1937: Bombentote auf der Strasse
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_bombing-bodies3.jpg
Shanghai 1937: NYK-Hafenterminal bombardiert
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_damaged-nyk-terminal.jpg
Shanghai 1937: Flüchtlinge bei der Promenade "Bund"
http://www.earnshaw.com/shanghai-ed-india/tales/t-1937pix.htm
Shanghai 1937: Russischer Freiwilliger an der Promenade "Bund" hinter einer Sandsackbarikade
http://www.earnshaw.com/shanghai-ed-india/tales/t-1937pix.htm
Schanghai 1937: Verwundeter Flüchtling des Yagtzepoo-Quartiers
http://www.earnshaw.com/shanghai-ed-india/tales/t-1937pix.htm

Shanghai 1937: Invasion nach Bombardement
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_jap-invasion-fulger.jpg
Rückseite
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_jap-invasion-fulger_back.jpg
Shanghai 1937: Abgehackte Arme und Beine
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/
http://www.sinomania.com/china_image_archive/photo_albums/shanghai_1925-1940/sh_1937_jap-atrocities.jpg

Flüchtlinge ziehen nach dem Fall von Shanghai mit der Eisenbahn nach Nanking / Nanjing: http://www.kzeng.info/node/646

National-China unter Chiang Kai-Shek in Chongqing
Positionen von Chongqing / Chungking / Tschungking in Sichuan und Shanghai:
http://users.ece.gatech.edu/~ydtan/images/china/CHina_map.GIF
Chungking / Tschunking wird seit 14.3.1997 als eigenständige Provinz geführt:
http://www2.acae.cuhk.edu.hk/~isnn2005/Transportation.htm

Der nazi-japanische Einzug in Nanking / Nanjing 1937
Japans Siegesfeier, Soldatenmarsch: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery1.html
Japans Siegesplakate: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery1.html
John Rabe: http://en.wikipedia.org/wiki/John_Rabe

Japan als Skandal: Verehrung von Kriegsverbrechern - Fotos vom Massaker von Nanking / Nanjing
Japans Feiern für Kriegsverbrecher: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/epilogue.html; 
Iris Chang, Portrait: http://vikingphoenix.com/public/rongstad/bio-0002/irischang.htm
Massakermuseum Nanking / Nanjing mit der Zahl 300.000: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/memorial.html
Nanking / Nanjing 1937: Karte des Massakers: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery2.html
Massenmord am Yangtse bei XiaGuan: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery3.html
Wettmorden von Toshiaki-Mukai und Iwa Noda
Die zwei japanischen Offiziere Toshiaki Mukai und Iwa Noda halten ein Wettmorden ab, wer mehr Chinesen enthaupten kann. Insgesamt ermorden sie 211 Chinesen, der eine 106, der andere 105.  http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery4.html
Nanking-Massaker: Toshiaki Mukai (links) hat 106 ermordet, Iwa Noda (rechts) hat 105 ermordet:
http://www.china.org.cn/english/features/125059.htm
Leichengraben "10.000-Totengraben" mit einem Teil der Toten der Plünderung von Nanking:
http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm
http://www.paradoxmind.com/1302/Prelude%20to%20War/Nanking_Photos.html
Massaker von Nanking / Nanjing 1937-1938: Chinesen werden lebendig begraben.
http://www.users.bigpond.com/battleforaustralia/JapWarCrimes/TenWarCrimes/Rape_Nanking.html
Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938: Gezogenes Schwert mit Augenbinde: http://www.mult-kor.hu/cikk.php?article=8723
Nanking / Nanjing Massaker 1937-1938: Gezogenes Schwert ohne Augenbinde: http://www.china.org.cn/english/features/125061.htm
Nanking / Nanjing 1937-1938: Bajonettübung: http://wakingbear.com/japan3.htm:
Nanking / Nanjing 1937: Bayonettübung zu dritt: http://wakingbear.com/bay_practice3.jpg
Nanking / Nanjing 1937: Geköpfte Kinder auf Scheiterhaufen vorbereitet: http://wakingbear.com/japan3.htm
Japaner mit Chinesenkopf als Kriegstrophäe, und der Japse lächelt...: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery4.html
Japans Zensurstempel "Nicht erlaubt" im Buch von Hora Tomio "Das grosse Nanking-Massaker und der Krieg Alles Töten, Alles Rauben, Alles Anzünden": http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/gallery5.html

Laurence Rees: Buch: "Horror in the East": http://www.book-shop-uk.co.uk/item-HORROR+IN+THE+EAST.html

Chiang Kai-Shek und seine Frau Mann und Frau des Jahres: http://forum.japantoday.com/China_Historical_Photos_(both_PR_of_China_&_Rep_of_China)/m_306979/tm.htm
Karte Chinas 1938: Aufteilung zwischen Japan, KPCh und Kuomintang: http://www.stoyke.com/china/download/china_karte_1938.jpg

KPCh 1938
Eisenbahnschienen zu Schwertern: Agnes Smedley Collection: http://www.asu.edu/lib/archives/smedforeign.htm
KPCh: Waisenkindergruppe für Theater und Patriotenlieder: http://www.asu.edu/lib/archives/smedforeign.htm
Mao ca. 1938: http://www.geledraak.nl/html/page277.asp

Weitere nazi-japanische Besetzungen 1938
Jiangsu / Yangzou Mai 1938: Japanischer Gaseinsatz an der Bahnlinie Tianjin-Pukou: http://www.china.org.cn/english/features/125047.htm

Deichsprengung am Gelben Fluss
Gelber Fluss (chinesisch: Huang He): http://encarta.msn.com/media_461519269/Huang_He.html
Position der Provinz Henan mit Zhengzhou und dem Gelben Fluss, die von Überschwemmungen durch die Deichsprengungen betroffen sind: http://www.geledraak.nl/html/page395.asp
Gelber Fluss / Yellow River / Huang Ho: Wiederaufbau der Deiche unter Waffengewalt von Nazi-Japan:
http://www.china.org.cn/english/features/125030.htm

Weitere nazi-japanische Besetzungen in Süd-China 1938 bis 1939
Wuhan Stadtteil Hanko 1938: Ruinen nach Bombardement: http://www.china.org.cn/english/features/125048.htm
Guangzhou / Canton / Kanton 1938: Japans Bombardierung und Bombenrauch. Die Stadt wird zu einem "Feuersee"...:
http://www.china.org.cn/english/features/125037.htm
Guangzhou / Canton / Kanton 1938: Flüchtlinge auf der Brücke über den Perlfluss: http://www.china.org.cn/english/features/125035.htm

Gasangriff 1939 auf Haikou auf der Inseln Hainan: http://www.china.org.cn/english/features/125051.htm
Nanchang März 1939: Gastruppen der 101. nazi-japanischen Division: http://www.china.org.cn/english/features/125027.htm
Nanchang März 1939: Japans Giftgaseinsatz mit "red" toxics der 11. Armee, um die 101. und 106. Division in der Schlacht von Nanchang zu unterstützen...: http://www.china.org.cn/english/features/123616_3.htm
Chongqing 1939: 700 Bombentote, Frauen und Kinder, vor einem Bunker: http://www.china.org.cn/english/features/125024.htm
Nanning 1939: Ruinen nach nazi-japanischem Bombardement: http://www.china.org.cn/english/features/125023.htm

Deng Xiaoping mit Frau Zhuo Lin nach der Heirat im August 1938 im Gebiet der Revolutionsbasis in den Taihang-Bergen: http://www.cbw.com/asm/xpdeng/revolutionary.html; http://www.cbw.com/asm/xpdeng/p68-b.jpg
Wang Ching-Wei / Jingwei: http://www.kzeng.info/node/646
China in Ruinen...: http://www.bjreview.com.cn/En-2005/05-33-e/SP-2.htm
China: Unzählige friedliche Dörfer werden in Schutt und Asche gelegt: http://www.china.org.cn/english/features/124857.htm
China 1937-1945: Säuberungskampagnen mit Abbrennen ganzer Dörfer: http://www.china.org.cn/english/features/124854.htm
Haikou, Hauptstadt der Insel Hainan, im April 1941: Gefangenenzug: http://www.china.org.cn/english/features/124865.htm

Weitere nazi-japanische Besetzungen in Süd-China 1941 bis 1945
Karte: China mit Japans Besetzungen, Dezember 1941: http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/map1.JPG; http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/72-38.htm
Hongkong 12.12.1941: Nazi-Japan besetzt die Halbinsel Kowloon vor Hongkong Island: http://www.china.org.cn/english/features/125020.htm
Hongkong Island mit der Halbinsel Kowloon davor, Karte: http://www.lib.utexas.edu/maps/middle_east_and_asia/hong_kong_pol98.jpg
Hongkong 26.12.1941: Siegesparade der nazi-japanischen Truppen: http://www.china.org.cn/english/features/124859.htm

Das nazi-japanische Lagersystem
-- Nazi-Japans Konzentrationslager für Australier in Asien: http://www.awm.gov.au/stolenyears/ww2/japan/index.asp
-- Australischer Kriegsgefangener der Burma-Thailand-Eisenbahn 1942-1945: http://www.awm.gov.au/stolenyears/ww2/japan/index.asp

Die letzten Gefechte vor der Niederlage Japans
Nazi-japanische Truppen: Stellung in Xinyang (Provinz Henan): http://www.china.org.cn/english/features/124837.htm
Position von Xinyang und Zhentzhou, Provinz Henan: http://www.paulnoll.com/China/Provinces/Province-Henan.html,
http://www.teachcn.com/city.htm
Karte: Ichigo-Offensive in Henan/Honan 1944 April bis August: http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/map3.JPG; http://www.army.mil/cmh-pg/brochures/72-38/72-38.htm
Qiankou (Provinz Henan): Ruinen nach Bombardement: http://www.china.org.cn/english/features/125021.htm
Liuzhou: Flüchtlinge bei Bahnstation: http://www.china.org.cn/english/features/124838.htm
Position von Liuzhou, Guilin und Nanning, Provinz Guangxi: http://www.payer.de/kommkulturen/kultur063.htm

Japans Niederlage 1945
Atombombenabwürfe Hiroshima und Nagasaki August 1945
http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/English%20page/MapEng/MapListeng.html
http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/Mapjpeg/MpJapDef.jpeg

Japans Kapitulation auf dem Schiff Missouri: http://prion.bchs.uh.edu/~zzhang/1/Nanking_Massacre/epilogue.html

Die Positionen von Nazi-Japan und China bei der Niederlage August / September 1945
http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/English%20page/MapEng/MapListeng.html
http://iao.ish-lyon.cnrs.fr/francais/Henriot/AKQWeb/Mapjpeg/MpJapDef.jpeg

September 1945: Japanische Kriegsgefangene warten auf Abtransport: http://www.kzeng.info/node/646


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