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Das skandalöse deutsche Honorarkonsulat in Zürich (2007-2010)

Wie die deutsche Politik die Deutschen in der Schweiz am Konsulat in Zürich behandelt - ein Konsulat ohne Schild (2007-2010)

Erlebnisbericht von Michael Palomino (August 2007)

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An der Freigutstrasse 15 in Zürich im Stadtteil Enge existiert seit ein paar Jahren ein Konsulat ("Honorarkonsulat") der "Bundesrepublik Deutschland" mit einer Telefonnummer 044-201 72 22. Das grosse Konsulat am Hirschengraben wurde aus Kostengründen geschlossen.

Dieses neue Konsulat (Honorarkonsulat!!) an der Freigutstrasse 15 in Zürich-Enge ist aber nicht mehr als eine umgebaute 1-Zimmer-Wohnung im Kellergeschoss eines Wohnblocks. Die Zustände sind katastrophal, und man kann daraus nur ableiten, wie sehr sich die deutsche Politik um die Deutschen in der Schweiz bemüht: Deutschland will die Deutschen in der Schweiz nämlich eigentlich überhaupt nicht haben, weil die Schweiz höhere Kosten hat als Deutschland. Dabei hat die deutsche Politik immer ihre Vermögenswerte in die Schweiz getragen, so wie es auch andere Staaten tun, und nur deswegen ist die Schweiz teurer als Deutschland.

Die Deutschen in der Schweiz kosten Deutschland also mehr pro Person als die Deutschen in Deutschland. Dies ruft nach Bestrafung. Anders sind die skandalösen Zustände am deutschen Honorarkonsulat in Zürich nicht zu erklären:

-- das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat") in Zürich ist im Untergeschoss (Kellergeschoss)

-- das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat") in Zürich hat an der Fassade des Hauses Freigutstrasse 15 kein eigenes Hinweisschild! Die Antragsteller, die erwarten, ein grosses, deutsches Schild zu suchen, rennen in der Freigutstrasse  herum und finden das Konsulat nicht (ein "Honorarkonsulat"!!)

-- das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat"!) in Zürich hat nur einen einzigen Schalter, so dass sich sofort eine Warteschlange bildet, auch wenn nur 3 Personen anwesend sind

-- einen Warteraum gibt es nicht, weil es sich nur um eine 1-Zimmer-Wohnung handelt

-- die Wartenden haben vor der Wohnungstür genau einen einzigen Stuhl zur Verfügung, und alle anderen Wartenden müssen im Treppenhaus auf der Treppe eine Warteschlange bilden, und wenn die Wartenden nicht auf die Steintreppe sitzen wollen, dann müssen sie mindestens 30 Minuten stehend warten (das ist wie Kommunismus, um den Willen der Antragsteller zu brechen)

-- oft ist die Warteschlange aber so lang, dass die Warteschlange bis zur Haustüre geht, und Passanten können die Wartenden durch die Glasfassade sehen, bzw. das deutsche Konsulat macht auch von aussen her einen negativen Eindruck

-- der Zwang, auf eine Steintreppe zu sitzen, entspricht studentischen Verhältnissen, aber die Antragsteller sind meistens keine jungen Studenten mehr

-- es stehen nicht einmal Kissen zur Verfügung, um sich mit einem Kissen auf die Treppe zu setzen

-- wenn eine Familie kommt, so warten ganze Familien im Treppenhaus, und die Gespräche im Treppenhaus belästigen das ganze Haus und mindern die Wohnqualität der anderen Mietparteien, Tag für Tag

-- wenn Kinder dabei sind, so steht keine Kinderspielecke zur Verfügung, sondern die Kinder müssen auch mindestens 30 Minuten stehend warten: Das ist Kinderquälerei, die Kinder fangen an zu rebellieren gegen diese Qual, 30 Minuten stehen zu müssen, und die Kinder haben recht!

-- es stehen auch keine Prospekte oder Zeitungen oder Bücher zur Verfügung, um die Wartezeit für eine Weiterbildung oder für eine Vermittlung von wichtigen Kenntnissen zu nutzen

-- und das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat") in Zürich nimmt nicht einmal Euro an, obwohl Deutschland eines der führenden Länder der Europäischen Gemeinschaft ist

-- und das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat"!) in Zürich hat auch keine Passschreibmaschine, so dass man schnell den Eintrag des Wohnorts ändern lassen könnte

-- komischerweise hält der Zuzug von Deutschen in die Schweiz an, aber die konsularische Betreuung wird nicht ausgebaut. Deutschland will damit zeigen, dass Deutsche in der Schweiz nichts zu suchen haben...


Bilanz: Deutschland Entwicklungsland

Das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat") in Zürich vermittelt einen jämmerlichen und menschenunwürdigen Zustand.

Deutschlands Politik zeigt den deutschen Einwohnern in der Schweiz, dass die Deutschen in der Schweiz eigentlich nicht existieren sollen.

Jedes Konsulat in jedem Entwicklungsland hat einen Warteraum mit ein paar Stühlen. Das deutsche Konsulat ("Honorarkonsulat") in Zürich entspricht nicht einmal dem minimalen Standard eines Konsulats in einem Entwicklungsland: ein Warteraum mit Stühlen.

Jedes zweite Arzt-Wartezimmer hat inzwischen eine kleine Kinderecke oder zumindest ein paar Stühle und Spielzeuge.

Deutschland gibt sich in Zürich also so, wie wenn es eines der untersten Entwicklungsländer wäre. Irgend etwas stimmt da nicht. Vielleicht wird auch Geld zur Verfügung gestellt, das dann aber in schwarzen Kanälen versickert, natürlich auf schweizer Konten.

Wie lange sollen diese katastrophalen Zustände am Konsulat in Zürich noch weitergehen? Irgend etwas stimmt da nicht.

Es wäre an der Zeit, diesen Zustand sofort zu verbessern, so dass wenigstens ein Warteraum mit Stühlen und eine Kinderecke zur Verfügung steht, so dass die Leute nicht mehr im Treppenhaus eines Mietshauses warten müssen.









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