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Nazis in Bern 1930-1945
Recherchen über die Nazizeit und die Nazis in Bern
Meldungen
präsentiert von Michael Palomino
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3.3.2009: Nazi-Zeit in Bern: <Nazis in Berns besten Kreisen
[Wie die Dissertation von Katrin Rieder über die "Bernburger" von 2008 die Burgergemeinde Bern zu eigenen Recherchen über die Nazizeit veranlasste]
aus: 20 minuten online; 3.3.2009; http://www.20min.ch/news/bern/story/Nazis-in-Berns-besten-Kreisen-19998949
Einige ihrer Exponenten seien "den Herausforderungen der Zeit zwischen 1930 und 1945 aus dem Blickwinkel unserer Zeit nicht immer angemessen begegnet". Was die Burgergemeinde Bern damit sagen will: Es gab zu jener Zeit Nazis in Berns besten Kreisen.
Die Bernburger geben Nazi-Verstrickungen einzelner Exponenten zu.Die Historikerin Katrin Rieder hatte im August 2008 mit einer Dissertation zur Rolle der Bernburger für Aufsehen gesorgt. Sie zeigte unter anderem auf, dass einige Burger während der Nazizeit aktive Frontisten waren.
Die Bernburger hätten dieses düstere Kapitel ihrer Geschichte nie aufgearbeitet, lautet ein Hauptvorwurf des 700-seitigen Buches. Rieder deckte insbesondere auf, dass der 1968 ohne Gegenstimme zum Burgerratspräsidenten gewählte Georges Thormann in den dreissiger Jahren als Gauführer der Nationalen Front Bern gewirkt habe. Als solcher hatte er auch das Versammlungslokal der Ortsgruppe im Zunfthaus zum Distelzwang gemietet.
Vorsichtige Bewertung
Es gehe nicht an, dass von Einzelpersonen gleich auf die Burgergemeinde als Ganzes geschlossen werde, hatte Burgerratspräsident Franz von Graffenried nach der Veröffentlichung des Buches in einer ersten Stellungnahme erklärt.
In der Zwischenzeit betrieb nun die Burgergemeinde eigene Quellenforschung. Die Burgergemeinde bewertet das geprüfte Material bewusst vorsichtig, wie sie in der schriftlichen Stellungnahme betont.
Die Quellenbasis sei insgesamt zu schmal, um zu einer statistisch erhärteten Aussage zu gelangen, ob die Einrichtungen der Burgergemeinde besonders extreme Positionen bezüglich Rassismus, Eugenik und Fremdenfeindlichkeit vertreten hätten.
Nicht immer angemessen
Eingeräumt wird in der schriftlichen Stellungnahme jedoch, die Burgergemeinde und ihre Exponenten seien «den Herausforderungen der Zeit zwischen 1930 und 1945 aus dem Blickwinkel unserer Zeit nicht immer angemessen begegnet».
Die vorhandenen Materialien enthüllten indes keinerlei Hinweise darauf, dass die Burgergemeinde und ihre Exponenten «überwiegend und in aussergewöhnlicher Weise einem der politischen Extreme der Zeit zuneigten».
Insgesamt seien in der fraglichen Zeit weniger als ein Prozent der Behördenmitglieder frontistisch und vielleicht 10 bis
15 Prozent in rechtskonservativen oder rechtsbürgerlichen Gruppierungen aktiv gewesen.Mächtige Bernburger
Die Burgergemeinde Bern ist eine sogenannte Personengemeinde – im Gegensatz zu den als Territorialgemeinden ausgestalteten Einwohnergemeinden.
Die Burgergemeinde Bern setzt sich aus rund
17 300 Angehörigen der13 Gesellschaften und Zünfte und den Burgerinnen und Burgern ohne Zunftangehörigkeit zusammen. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter.Die landläufige Einschätzung verbindet mit dem Begriff Bernburger auch alte, vornehme Bernergeschlechter, Reichtum und Macht. Die Burgergemeinde verfügt über viel Grundbesitz und unterhält zahlreiche wirtschaftliche, soziale und kulturelle Institutionen.
Quelle: SDA/ATS>
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Rothmund in Bern war nicht nur einer der "Ideengeber" für den Judenstempel, sondern war auch an der Organisation der Flucht der "grossen Nazis" nach 1945 nach Süd-"Amerika" beteiligt, an der Marktgasse 49 in Bern.