Die
rassistische Politik der Schweiz mit dem rassistischen Südafrika für
Rassistengold ab 1950 - es war "alles absolut legal"...
Rassendiskriminierung
ab 1950 in Südafrika - die schweizer Bank SBG
kauft das
Rassistengold - Hungerlöhne für die
Schwarzen - die Lügen von SBG-Bankier Niklaus
Senn für seine Unschuld
von Michael Palomino 2005. Zwischentitel
kursiv. Bildernachweis am Schluss
aus: Erwin Koch: Im
gelobten Land; In: Tages-Anzeiger
Magazin 14.2.1998
7/1998,
S.24-35
Teilen mit Facebook-Freunden
Was hat die Schweiz
in Südafrika zu suchen?
Zuletzt behauptet
Senn sogar, Südafrika habe die Schweiz bedroht...
Kommentar
Der
Bericht
schildert chronologisch die Ereignisse in
Südafrika und die Meinung des SBG-Bankiers Niklaus Senn zu den jeweiligen
Krediten für Südafrika.
Dabei muss man wissen, dass die "USA" ihren Rassismus auch erst 1968
abgeschafft hat, und dass die Menschenrechte in der Schweiz in der
Schweiz erst
1968 im Hinblick auf das nationale Frauenstimmrecht von 1970
unterschrieben
wurden.
Der SBG-Bankier Niklaus Senn widerspiegelt mit seiner These, dass der
Handel
mit Rassüdafrika ein "Dienst am Frieden" gegen Bürgerkrieg und gegen
Kommmunismus
war, bis heute die Meinung eines Teils der schweizer Regierung. Der
Kredithandel floss aber auch nach der Amtsübernahme von Gorbatschow
noch
weiter. Und wieso sollte die Schweiz für Südafrika zuständig sein?
Die aufgezeigten Fakten zeigen ein anderes Bild: Es ging nur um eins:
um
Gold...
Michael Palomino
2005
Rassismusgesetze in Südafrika
(S.28)
1950: Population
Registration Act. 35 / Gesetz zur Unterscheidung von Schwarz und Weiss
1950: Prohibition of Mixed Marriages Act / Gesetz zum Verbot von
Heiraten zwischen den Rassen
1954: Group Areas Act / Territoriales Rassengesetz (87 % sollen
weisses,
16 % schwarzes Gebiet sein)
1956 ca.: Seperate Amenities Act / Gesetz zur Trennung der Rassen auf
Parkbänken, in Bussen, Toiletten etc.
15.3.1961: Die weisse Bevölkerung stimmt mehrheitlich für eine
rassistische Republik mit Austritt aus dem Commonwealth.
Militärausgaben durch Rassismus
und Widerstand - die schweizer Politik hilft den Rassisten
1960: 7 % -- 1967: 17 % (S.29) -- 1978: 19 % (S.29). Als
Südafrika 1985
vor dem Bankrott steht, helfen schweizer Banken, dass die rassistische
Regierung weiterlebt... (S.34)

Der Text
<Die Schweizerische Bankgesellschaft [SBG] existiert nicht mehr. Die SBG
ist
jetzt Teil der UBS, United Bank of
Switzerland. Was bleibt, ist die Geschichte der einstmals grössten
schweizer Bank. Zum Beispiel das Kapitel über ihre Beziehungen mit dem
Apartheidstaat Südafrika. Nikolaus Senn, Ehrenpräsident der UBS, sagt,
er würde
alles wieder gleich machen wie damals. Ein Lehrstück über Geschäft,
Politik und
Moral. (S.25)
Eine dicke Figur
der Macht von Bankier
Niklaus Senn

Niklaus Senn, Portrait
Der Bauch enorm und rund, das Gesicht vom Leben gefurcht, Hände wie
Tatzen,
darauf ein Fell aus dunklem Haar, die Hose so kurz, dass zwischen Saum
und
Socke die nackte Wade aufleuchtet: kein Tänzer, eher ein Bauer.
So einen hat man sich immer als Grossvater gewünscht, ungefähr. Wenn
der lacht,
dann aus den Tiefen seiner Hohlräume.
"Fragen Sie, was Sie wollen."
Ist eine Welt ohne Banken denkbar?
"Huu", entfährt dem Mann, Wenn wir in den Urwald zurück wollen, dann
ja." (S.28)
*
1950-er Jahre: Die
Einrichtung der
Apartheid in Südafrika - der schweizer Kredit...
Südafrika, 1950. Die ersten Millionen aus der Schweiz erreichen das
Land, als
die Regierung am Kap ihr Volk in Weisse, Schwarze, Farbige teilt. Population Registration Act. 35
Millionen Schweizer Franken, vermittelt von der Schweizerischen
Bankgesellschaft SBG, rückzahlbar nach drei Jahren mit siebeneinhalb
Tonnen
Gold. (S.28)
1950: Die Löhne für
Schwarze sinken - Heiratsverbot
zwischen den Rassen ab 1950 - und schweizer Kredit...
Die Reallöhne der schwarzen Minenarbeiter sinken seit 1911 ständig,
jene der
weissen sind um 70 Prozent gestiegen.

Südafrika: Schwarze
Minenarbeiter schuften für Hungerlöhne
Diese ersten schweizer Millionen
verzücken die südafrikanische Regierung, einen Verein von Weissen, zum
Zeitpunkt, als sie Ehen zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe
verbietet. 1950.
Prohibition of Mixed Marriages Act. (S.28)
"Ein guter Bankier? Der ist charakterlich in Ordnung, offen,
kommunikativ,
ehrlich, er kann motivieren und entscheiden, und er hat eine
Vorstellung davon,
was erlaubt und nicht erlaubt ist."
Von Gut und Böse?
"Richtig." (S.28)
[Die SBG unterstützt damit die Wiedereinführung einer
de-facto-Sklaverei, und
viele andere weisse Staaten - darunter die bis 1968 rassistischen
"USA" - machen mit]
1952: Definition
von Rassengebieten -
1953: Trennungsgesetze für Parkbänke, Kino, Strände, Toilette - 1954:
Noch mehr
schweizer Kredit für die Rassistenregierung... und "Umsiedlungen" von
3,5 Mio. Schwarzen
1954. 85 weitere Millionen treffen in Pretoria ein. Zwei Jahre nach dem
Group Areas Act, dem Gesetz, das der
Regierung erlaubt, Weisse, Schwarze, Farbige in bestimmte Gebiete zu
bannen. 87
Prozent des Landes gelten als weisser Sektor. Nur 16 Prozent der
Bevölkerung
sind weiss. Bis Mitte 1983 werden über
dreieinhalb Millionen Schwarze deportiert und umgesiedelt sein.

Widerstand in
Sophiatown 1955:
Graffiti "WE WONT
MOVE" ("Wir werden nicht weggehen")
Das Geld der SBG erreicht die Weissen Südafrikas ein Jahr nach dem Separate Amenities Act, dem Erlass,
dass Schwarze und Weisse sich nicht auf dieselbe Parkbank setzen
dürfen, nicht
in dasselbe Kino gehen, nicht am gleichen Strand baden, nicht die
gleiche
öffentliche Toilette benutzen dürfen. (S.28)

Schild: Nach Rassen
getrennte Toiletten
Handel mit
Rassisten und Diktatoren
soll das "Schicksal" der Schweiz sein... - Senn hat 30 Jahre die
Verbindung mit dem Rassistenregime gepflegt
"Das ist doch klar", sagt Niklaus Senn, "die Schweiz muss, wenn
sie überleben will, mit jedem Land vernünftige Wirtschaftsbeziehungen
aufbauen.
Das ist unser Schicksal."
Mit jedem?
"Oder wir nehmen in Kauf, dass unser Volkswohlstand um die Hälfte
schrumpft. Wer will das?"
[Die Taktik der schweizer Banken in der Nazizeit wiederholt sich:
Lieber Profit statt Moral...]
Breit sitzt er in seinem Polster, raucht, hustet, raucht. Graue
Kleidung. An
der Wand das Bild der Freiheitsstatue, das Foto der Familie auf dem
Pult.
Nikolaus Senn, Appenzeller, ist Ehrenpräsident der Schweizerischen
Bankgesellschaft, die sich jetzt UBS nennt. Drei Jahrzehnte lang war er
Mitglied der Generaldirektion, acht Jahre davon als deren Präsident.
Südafrika
war sein Fach. Er besuchte das Land jährlich, bereiste es mit
Begeisterung.
Dann acht Jahre Präsident des Verwaltungsrates. 1996 Eintritt in den
Ruhestand,
mal in Florida, mal in der Lenzerheide, immer wieder am Zürcher
Paradeplatz,
Schritte neben dem Mutterhaus der UBS (S.28).
"Anfang der 60-er Jahre war ich zum ersten Mal unten, und Südafrika kam
mir vor wie das Gelobte Land. Unerhört reich, unerhört schön."
Reich an was?
"An Bodenschätzen. Auch fortgeschritten in seiner Infrastruktur. Im
Gegensatz zum nördlicher liegenden Afrika."
Die Pressesprecherin, blaues Deux-pièces, meisselt die Worte des
Ehrenvorsitzenden in ihren Papierblock (S.28).
"Was mich aber von Anfang an störte, war die Beziehung der Weissen zu
den
Schwarzen. Dass der Schwarze nur Zudiener des Weissen war, im Bergbau,
in der
Produktion, im Unterhalt der Infrastruktur. Wer führte, war weiss. Aber
im Lauf
der Jahre betrachtete ich dies als unumgänglich. Weil der Schwarze, im
Ökonomischen, auf einem viel niedrigeren Bildungsstand war." (S.28)
[Wer keine Schulen besuchen darf, kann sich nicht weiterbilden...]
1955: Die
Freiheitscharta des ANC -
Proklamation der Bewegungsfreiheit und Wahlfreiheit für alle Rassen
1955. 26. Juni. Der African National
Congress ANC beschliesst mit anderen (S.28) Schwarzenorganisationen
die
Freiheitscharta:
"Wir, die Menschen von Südafrika, erklären, unserem Land und
der Welt
zur
Kenntnis: Südafrika gehört allen, die darin leben, Schwarzen und
Weissen. Jeder
Mann und jede Frau soll das Recht haben zu wählen und als Kandidat für
alle
gesetzgebenden Körperschaften aufgestellt zu werden." (S.29)
1960: Die
Demonstration gegen das Passgesetz
zur Versklavung auf Zeit endet im Blutbad
1960. 21. März. In Sharpville
demonstrieren 15.000 Schwarze gegen die Passgesetze. Diese schreiben
vor, dass
jeder, der nicht weisse Haut hat, ständig einen Pass auf sich zu tragen
hat.
Darin müssen passierte Kontrollstellen [Zollkontrollstellen] und
Arbeitgeber
eingetragen sein.
Ohne Arbeit keine Erlaubnis, sich in der Nähe der Weissen aufzuhalten.
Hat ein
schwarzer Südafrikaner keinen Ausweis mit den geforderten Eintragungen,
kann
ihn die Polizei verhaften und einem weissen Farmer übergeben, als
Sklave auf
Zeit. Als die Zahl der Demonstranten in Sharpville immer grösser wird,
schiessen die Polizisten in die Menge, 69 Schwarze liegen im Blut
[tot], die
meisten in den Rücken getroffen, 180 sind verletzt, die Welt erschrickt
(S.29).

Sharpeville 1960:
Tote auf der Strasse
"Der
Eingeborene ist roh"
"Dieser Passzwang, so schlimm war der nicht", sagt Nikolaus Senn,
der, seit er nur noch Ehrenpräsident ist, endlich zu seinem geliebten
Golfspiel
kommt, meist in Florida, wo er mit seiner Frau den hässlichen Vorwinter
verbringt, Handicap 17.
Senn: Der Passzwang
und die Drohung der
Versklavung sollten die Einwanderung einschränken
"Als ich einmal in Südafrika war, fragte ich die Weissen: Warum habt
ihr
diesen Passzwang? Sie sagten: Sonst wandern uns sämtliche Botswaner und
Mosambikaner ins Land. Letzthin war ich in Johannesburg auf dem Markt
und hörte
mehr Französisch als Englisch. Darauf traf ich Mandela und erzählte ihm
das.
Mandela sagte: "O these damned Zairiens!" ["Oh diese verdammten Leute
aus Zaire!"] Sie sehen: Der Passzwang
war das einzig mögliche Mittel zur Kontrolle der Einwanderung." (S.29)
[Wie wenn es nicht andere Mittel gegeben hätte...]
Das Verbot der
Schwarzenorganisationen
1960 - Verhaftung von Schwarzenführern und von Mandela
1962 - Justizminister Vorster findet die Verbote
normal
Nach Sharpville. Südafrika in Aufruhr. Streiks. Die Regierung ruft den
Ausnahmezustand aus, erfindet ständig neue Gesetze, verbietet am 8.
April 1960
den African National Congress und
den Pan African Congress und setzt
deren Führer in den Kerker, 1962 auch Nelson
Mandela.

|

|
Fahne
des African National Congress ANC
|
Nelson
Mandela Portrait
|
Justizminister Balthazar Johannes
Vorster findet Worte: In der Geschichte einer Nation gibt es
Zeiten, in
denen nicht nur die Vernunft sprechen darf, sondern Blut - und diese
Zeit ist
jetzt (S.29).
[und jeder hat's gehört...]

Balthazar Johannes Vorster
Die
SBG-Personalzeitung 1960: Schwarze
werden beschrieben als halb Mensch halb Tier...
Die Schweizerische Bankgesellschaft, seit 1948 mit einer Niederlassung
in
Johannesburg, klärt in der Personalzeitung vom April 1960 auf:
"Der südafrikanische Eingeborene ist noch absolut roh, hat keine
Erziehung, kann weder lesen noch schreiben, kurz, er ist halb Kind,
halb
Tier..."

Südafrikanische Kinder. Halb
Mensch,
halb Tier?
[Wie roh ist denn der
schweizer Bankier Senn, wenn er die leidenden
Schwarzen
als "roh" bezeichnet und er das Gold einsackt, das die Schwarzen aus
den Bergen holen? Und wer ist der Verfasser der "Personalzeitung"?]
Weiter sagt die
SBG-Personalzeitung
1960:
"Einen Eingeborenen
zu Gefängnis zu verurteilen ist zwecklos, denn für
ihn
bedeutet dies nur Ferien, er hat keine Verantwortung und wird
gefüttert. Die
einzige Sprache, die er versteht, ist Härte und Autorität...
Er ist auch faul von Natur und charakterlich schlecht, das heisst, er
lügt, er
betrügt, und sehr oft stiehlt er auch, wenn er hofft, nicht ertappt zu
werden,
nicht weil er das, was er stiehlt, braucht oder will, sondern weil es
ihm Spass
macht...
Er hat keine Führer, er hat keine Planung, und sollte es plötzlich
einen
Generalstreik der Eingeborenen geben, so würde der Schwarze viel mehr
als der
Weisse daran leiden. Er würde nach einer Woche verhungern, weil er
weder
Kapital noch Reserven hinter sich hat." (S.29)
[Diese Einstellung ist die Basis der bürgerlichen schweizerischen
Politik bis
weit in die Perestroika-Zeit hinein. Aber sogar Sozialisten schütteln
heute die
blutigen Hände der Bankiers...]

|
 |
Fassade
der SBG an der Bahnhofstrasse, heute UBS
|
Logo
der SBG / UBS, und es klebt so viel Rassismus dran... |
Ablehnung der
Mahnung aus London - die
Schwarzen sind in "Reservaten" und "Homelands" - Austritt
aus dem Commonwealth 1961
Die Südafrikanische Union, Teil des britischen Commonwealth, lässt sich
die
Mahnung aus London nicht gefallen, das System der Rassenteilung, die so
genannte Apartheid, welche die Schwarzen in zehn Reservate, Homelands,
verdrängt, sei zu überdenken. Die Regierung in Pretoria
setzt eine Abstimmung an, berechtigt dazu sind nur Weisse.
Am 15. März 1961 erklärt
sich die Union zur Republik, tritt aus dem British Commonwealth aus
(S.29).
Kredite für das
rassistisch regierte Südafrika auch aus der
BRD, England und aus den "USA" - dem Bankier Senn ist die Staatsform
der Handelspartner egal
Wieder fliessen Millionen ins weisse Südafrika. Nicht nur Franken.
Deutsche
Mark, englische Pfund, Dollar. Die Schwarzen verlangen
Gleichberechtigung - one
man, one vote. Ein Mensch, eine Stimme.
"Das war und ist für mich keine Weltreligion. Wir Abendlandbewohner
gehen
davon aus, die Demokratie sei die einzige richtige Staatsform. Diese
Vorstellung ist uns in Blut und Fleisch. Aber es sind auch andere
Formen
möglich: Oligarchie, Monarchie, sogar Diktatur, Alleinherrschaft. Es
mag Länder
geben, in welchen die Demokratie gar nicht die beste Staatsform ist.
Eventuell
schlecht ist." (S.29)
2/3 der
Handelspartner der SBG/UBS haben eine
menschenverachtende Staatsform
Senn drückt sich in sein weiches Möbel. Die Pressesprecherin notiert.
"Innenpolitik ist nicht unsere Sache. Wir beurteilen die Länder nach
wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Brächten wir überall auf der Welt
jene
ethischen Grundsätze zur Anwendung, die wir selber - für uns - als
richtig
empfinden, dann müssten wir, sag ich mal", Senn schnaubt, "mit zwei
Dritteln aller Länder zu handeln aufhören." (S.29)
[Gold ist wichtiger als Moral...]
Das Anwachsen des
Militärhaushalts von
7 auf 17 Prozent bis 1967 - die vorgegaukelte Stabilität Südafrikas im
Faltblatt der SBG
1960. Sieben Prozent seines Staatshaushaltes gibt Südafrika für
Militärisches
aus.
1964. Die SBG ermuntert ihre Kundschaft, in südafrikanische
Goldminenaktien zu
investieren: Die Situation am Kap
erwecke Vertrauen, sie sei gekennzeichnet durch das Bestehen einer
stabilen
Regierung - burisch orientiert - die seit 1948 Ruhe und Ordnung
garantiere.
Kommunistische Unruhen seien nicht zu befürchten, nicht zuletzt wegen
des hohen
Lebensstandards, speziell auch der nichtweissen Bevölkerung, aber auch
wegen
der für afrikanische Verhältnisse grossen persönlichen Freiheit aller
Einwohner
und der absoluten Garantie des privaten Eigentums.
1967. 693.700 Schwarze werden innert Jahresfrist verhaftet und
verurteilt, weil
sie ohne Pass unterwegs waren. 17 Prozent des Staatshaushaltes für
Militärisches (S.29).
[Der Kommunismus wird von "amerikanischen" Bankiers der Freimaurer
finanziert. Die "USA" finanzieren somit ihren ideologischen Gegner
selber und die ganze Welt ist jeweils im ideologischen "Fieber". Das
ist das "Spiel" der Bankiers...]
Goldhort
Paradeplatz

Paradeplatz Zürich:
Platz der Versickerung
1968: Südafrika ist
der grösste
"Goldproduzent" - Bodeneinbruch am Londoner Goldhandelsplatz - die
SBG gründet einen eigenen "Goldpool" für Südafrika
1968. Grösster Goldproduzent der Erde ist Südafrika, führender
Goldhandelsplatz
London. Beinahe drei Viertel des südafrikanischen Goldes, das in London
gehandelt wird, pflegen die drei schweizer Grossbanken zu erwerben.
Offizieller
Preis sind 35 Dollar pro Unze.
Im Februar 1968 kaufen immer mehr Menschen Gold [wegen der
"US"-Defizite
durch den unsinnigen Vietnamkrieg, erfolgreiche Tet-Offensive der
Nord-Vietnamesen], London kann die Nachfrage kaum befriedigen.
US-Militärtransporter fliegen die verlangte Ware von Fort
Knox, dem amerikanischen Reservelager, nach England, bis im
Raum der Bank of England, wo das
Gold gewogen wird, der Boden einbricht. Am Morgen des 15. März 1968
erklärt der
britische Schatzkanzler den Tag zum Bankenfeiertag, der Londoner
Goldmarkt
bleibt zwei Wochen lang geschlossen (S.29).
Als er wieder öffnet, haben die drei schweizer Grossbanken, Bankverein,
Kreditanstalt und Bankgesellschaft, bereits einen eigenen Goldpool
gegründet
und die weissen Südafrikaner überzeugt, ihr Gold fortan, statt nach
London,
nach Zürich zu spedieren.
1969 liegen drei Viertel des südafrikanischen Goldes am Paradeplatz.
SBV [Schweizerischer Bankverein], SKA [Schweizerische
Kreditanstalt] und SBG kaufen am Kap innert dreieinhalb Jahren für 12
Milliarden [Franken] Gold ein, mehr als 2350 Tonnen. Bis 1980 wird der
Wert um
das 18-Fache steigen (S.29).
[1970
Frauenstimmrecht in der Schweiz. Die europäischen Menschenrechte wurden
in der
Schweiz erst 1968 im Hinblick auf das Frauenstimmrecht
unterschrieben.
Im selben Jahr werden die Homelands in Südafrika "eingerichtet", wo die
verschiedenen schwarzen Stämme leben "sollen". Später befiehlt
Pretoria, dass die Homelands "unabhängig" werden und jeder Schwarze
einen Pass für das Homeland bekommt. Damit verlieren alle Schwarzen die
Staatsbürgerschaft von Südafrika...]

Die
Homelands von
Südafrika für Schwarze 1970-1994
Die rassistisch gestaffelten Löhne
in Südafrika
1971. Ein Mineur mit weisser Haut verdient 18
mal mehr als einer mit schwarzer. Von den 510.000
Goldminenarbeitern sind
460.000 schwarz. Ihr Lohn liegt meist unter der Armutsgrenze. Die
Stollen,
durch die sie sich quälen, sind manchmal nicht weiter als einen Meter,
die
Hitze 30 Grad (S.29).
1971: Südafrikas
Regierung Vorster
besteht auf der de-facto-Sklaverei
"Es stimmt, dass die Schwarzen für uns arbeiten", tröstet Balthazar
Johannes Vorster, inzwischen
Premierminister der Republik, sein Parlament. "Die Schwarzen werden das
noch viele Generationen lang für uns tun, trotz unseres Ideals, sie
völlig von
uns zu trennen... Wir benötigen sie, weil sie Arbeit für uns
verrichten... Aber
die Tatsache, dass sie für uns arbeiten, kann niemals ein Grund sein,
politische Rechte zu verlangen. Heute nicht und in Zukunft nicht. Unter
keinen
Umständen." (S.32)
Rassistenbankier
Senn behauptet,
Schwarze seien weniger produktiv als Weisse
"Noch heute ist der Verdienst der Schwarzen nicht riesig grösser. Aber
wenn man von den Löhnen der Schwarzen redet, muss man auch von der
Produktivität der Schwarzen reden. Denn die, und das schleckt keine
Geiss weg,
ist nun mal geringer als die der Weissen. Da kann es passieren, dass
zehn
Schwarze an einer Strasse rumgrübeln, einer pickelt ein bisschen, die
neun
anderen schauen zu", sagt Nikolaus Senn, die vierte [Zigarre] Dunhill
Superior Mild zwischen den Fingern. Dann lacht er, es sei ja
hierzulande nicht
viel anders.
"Und doch erstaunt, dass heute schon zehn Prozent der Titel, die an der
Johannesburger Börse gehandelt werden, in schwarzen Händen sind. Ganz
erstaunlich. die Buren brauchten einst viel länger, um auf einen grünen
Zweig
zu kommen." (S.32)
[Die latente Müdigkeit von Strassenarbeitern kommt z.T. von den
giftigen
Dämpfen des Asphalts, kann aber z.B. auch von billigen Amalgamplomben
herrühren].
Die UNO definiert
Apartheid als
Verbrechen gegen die Menschlichkeit - das zu 50 % rassistisch
engagierte
schweizer Parlament
1973. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen nennt in ihrer Resolution Nr. 3068 die Apartheid ein
Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die Hälfte der eidgenössischen
Parlamentarier sind Verwaltungsräte von Firmen, die mit Südafrika
handeln. Die
Anleihen in Schweizer Franken an Südafrika belaufen sich mittlerweile
auf 2269
Millionen [wahrscheinlich Schweizer Franken]. (S.32)
[Bis dahin sitzen meist nur Männer im Parlament in Bern...]
1974: Ausschluss
Südafrikas aus der UNO
- die Diskriminierung bei der Bildung in Südafrika
Im November 1974 schliesst die UNO-Vollversammlung Südafrika aus ihrer
Runde
aus. In den Reservaten der Schwarzen hungern die Menschen.
Verwahrlosung. In
manchen Homelands stirbt jedes zweite Kind unter fünf Jahren. Für die
Bildung
eines Weissen gibt die Republik 15 mal
mehr aus als für die eines Schwarzen (S.32).
1976: Schulgesetz
mit Afrikaans gegen
Schwarze - Soweto-Aufstand mit 575 Toten
Soweto. 16. Juni 1976. 15.000 Schüler lärmen in der grössten
Schwarzenvorstadt
von Johannesburg und des ganzen Landes gegen den Erlass, ein Teil der
Fächer
müsse fortan in Afrikaans, der
Sprache der Buren, unterrichtet werden. Die Polizei schiesst auf
Kinder, zwei
kommen um. Die Wut kocht über, erfasst die ganze Republik, acht Monate
lang.
Offizielle Bilanz des Aufstandes: 575 Tote und 2389 Verletzte (S.32).

Soweto 1976: Hector
Petersen wird weggetragen
Rassistenbankier
Senn akzeptiert die
Sklaverei, Tote will er nicht...
Herr Senn, schlaflose Nächte nach Soweto?
"Keinesfalls. Aber Soweto hat uns schon zu denken gegeben. Und ich habe
mit den Südafrikanern ein paar Mal darüber geredet. Es war bei weitem
nicht
alles 1 a, was damals passierte. Es gab einen starken Burenflügel,
rechts der
Regierung, und daraus rekrutierten sich viele Polizisten, die auf eine
Art
gegen die Schwarzen vorgingen, wie ich es nie akzeptierte."
Er nimmt einen Zug [an der Zigarre], beugt sich über den Marmortisch.
"Aber dann kommt wieder die Abwägung der Interessen: Soll man diesen
Staat
strangulieren, indem man ihm das Geld entzieht und alles noch schlimmer
macht?" (S.32)
Die Schweiz
verdoppelt den
Investitions-Anteil in Südafrika
1977. Nach dem Aufstand von Soweto halten sich viele ausländische
Geldinstitute, vor allem amerikanische, mit weiteren Krediten an
Südafrika
zurück. Der schweizerische Anteil verdoppelt sich.
Steve Biko stirbt
in Polizeihaft - die
Lügen der weissen Polizei und der weissen Richter
Am 12. September stirbt Steve Biko
[Anführer der Demonstration von Soweto] in Polizeihaft. Biko ist ein
Führer der Black-Consciousness-Bewegung.
Biko sei, behauptet der Anwalt der Polizisten, ein gewisser Retief
van Rooyen, hart mit dem Kopf
gegen eine Wand gestossen. Ein Richter kommt zum Schluss, ein
Verschulden der
Polizei sei nicht feststellbar, im Gegenteil hätten die Polizisten
alles
versucht, Biko nach seinem Unfall ärztlich zu versorgen.

Steve Biko, Portrait
20 Jahre später, Januar 1997, werden die beteiligten Beamten vor der
südafrikanischen Kommission für Wahrheitsfindung und Versöhnung
aussagen - und
sich damit Straffreiheit einhandeln - sie hätten Biko in Port
Elizabeth geschlagen, gefoltert und in seiner Zelle liegen
gelassen, tagelang, dann habe man den Bewusstlosen nackt auf die
Ladefläche
eines Landrovers geworfen und ihn nach Pretoria gefahren, 1500
Kilometer weit,
wo er schliesslich gestorben sei (S.32).
Ein Toter in einem
Gefängnis ist für
Senn nicht entscheidend
Was geht in Ihnen vor, Herr Senn, wenn Sie heute das Geständnis dieser
Mörder
lesen?
"Es berührt mich insofern", sagt er, "als dass ich den Eindruck
habe, von solchen Sachen nicht grundsätzlich überrascht zu werden. Ich
wusste
schon immer, dass es einen Unterschied macht, ob ein Schwarzer eine
Frau
vergewaltigt hat, oder ob ein Weisser das getan hat. Die wurden von der
Justiz
da unten ganz unterschiedlich behandelt. Es gab verschiedenes in diesem
Land,
das ich persönlich als kritisch empfunden habe. Aber es war nicht so,
dass
unsere generelle Überlegung deswegen gekippt wäre." (S.32)
Die Zensur im
Rassistenstaat Südafrika
- Prozess gegen Ex-Regierungsbeamte Südafrikas wegen Unterschlagung
durch
Nummernkonti der SBG:
Die Gründung der
Regierungszeitung "The Citizen" für schöne
Propaganda über Südafrika mit Hilfe der SBG
1978. 19 Prozent des Haushaltes für Militärisches. Der Staat richtet 79
Schwarze hin, 25 Mischlinge und 1 Weissen. 253 neue Filme dürfen nur
gekürzt
gezeigt werden, 47 überhaupt nicht. Von 2520 Publikationen verbietet
Südafrika
die Hälfte (S.32).
Im November 1978 führt der südafrikanische Richter Anton
Mostert (S.32)
Dokumente und Zeugen vor, die beweisen, dass der frühere
Informationsminister
der Republik, Cornelius Mulder, und
sein Staatssekretär Eschel Rhoodie,
geheime Fonds einrichteten, mit Steuergeld, das - via
Verteidigungsministerium
- der Kontrolle des Parlaments entzogen war und dazu verwendet wurde,
das
Ansehen des Apartheidstaates in der Welt nach Möglichkeit zu polieren.
Der
grösste Teil des Schatzes lag, laut "Financial
Mail", unter Nummernkonti der Schweizerischen Bankgesellschaft und
ihrer Tochterfirma Thesaurus
begraben (S.33).
Geheimsache
"The Citizen"
Über Mittelsmänner versuchte Informationsminister Mulder
zuerst, sich eine ausländische Zeitung zu kaufen, auf dass
in ihren Seiten nur Schönes über die Weissen Südafrikas berichtet
werde. Die
Besitzer der "Washington Star"
lehnten ab. Dann befasste sich Mulder mit einheimischen Produkten. Auch
die
missliebige "Rand Daily Mail"
war nicht zu haben und damit zum Schweigen zu bringen. Schliesslich
beschloss
er die Gründung eines eigenen Blattes, "The Citizen".
Geheimsache.
Der Minister schickte seinen Freund vor, den Düngemittelfabrikanten Luis Luyt. Der holte sich das
Startkapital bei einer Tarnfirma in Pretoria.
Die Beziehung zwischen wirklichem Absender und Empfänger durfte nicht
offenbart
werden. Die Tarnfirma hiess Thor
Commmunicators und hatte kein Telefon. Aber einen Direktor:
Rechtsanwalt Retief van Rooyen, der Bikos Mörder aus
der Verantwortung gelogen hatte.
Ein Unternehmen namens Thor gab es
zur gleichen Zeit in Zug (Schweiz),
eine Finanzierungs- und Beteiligungs-GmbH. Deren Gesellschafter waren Karel Zoller, Rechtsanwalt in Zug, Nikolaus
Senn, Generaldirektor der SBG,
und die Thesaurus Continentale
Effekten-Gesellschaft in Zürich (Zürich). Welche wiederum ein
Tochterunternehmen der Schweizerischen Bankgesellschaft war (S.33).
Als der Verdacht immer lauter wurde, die Thesaurus
habe dem Apartheidblatt "The Citizen" auf die Sprünge geholfen, mit
Geld, das ihr das südafrikanische Informationsministerium zugesteckt
habe,
widerrief die SBG-Tochter:
"Thesaurus Continentale
Effekten-Gesellschaft in Zürich teilt mit, dass sie sich an der
Finanzierung des Erwerbs der südafrikanischen Zeitung "The Citizen"
weder beteiligt hat, noch für örtliche Auftraggeber dabei gewesen ist."
Bis die oppositionelle "Rand Daily
Mail" am 3. November 1987 das Gegenteil in Faksimile abdruckte,
einen
Brief der Thesaurus an den Düngemittelfabrikanten Luyt:
Dies ist eine Bestätigung, dass die Thesaurus, Zürich,
einen Kredit von 12 Millionen Rand gewährt, in
Übereinstimmung mit den Konditionen eines separaten Vorvertrages.
Dieser Kredit
gilt für die Gründung einer neuen Tageszeitung, "The Citizen", in Johannesburg / Republik Südafrika. 10.
August 1976.
Darauf Thesaurus: Ein solcher Brief bestehe zwar, Geld aber sei keines
geflossen.
Trotzdem gingen bei der Thor
Communicators im Oktober 1976 dreieinhalb
Millionen Dollar ein. Absender: Schweizerische Bankgesellschaft.
Und die Thesaurus in Zürich, nervös geworden, schrieb der Thor in Pretoria, sie möge die bisher getätigte
Korrespondenz bitte vernichten (S.33).
"Alles absolut
legal"
Senn begründet die
Beziehungen zu
Südafrika mit der Behauptung, "andere" seien auch dort gewesen - Senn
behauptet, die Schweiz sei 1945 arm gewesen und hätte es "nötig"
gehabt - Senns Lügen
Herr Senn, haben Sie nie die Angst, kommende Generationen könnten die
Beziehung
der Bankgesellschaft zum Apartheidstaat anders werten als Sie?
"Es war", holt er aus, "erstens, nicht nur die SBG in Südafrika.
Es waren praktisch alle da unten. Und sind es jetzt erst recht. Gott
sei Dank.
Zweitens war alles, was wir machten, absolut legal. Und drittens: Jene,
die
damals noch in den Windeln oder hinter dem Mond waren, kennen die
Situation
nicht, wie sie wirklich war. Ich schlage - Entschuldigung - einen Bogen
zur
jetzigen Diskussion über das Verhalten der Schweiz während des letzten
Krieges.
Ich habe auch unseren Bundesräten wieder gesagt: Ihr seid damals alle
noch in
den Windeln gelegen oder hinter dem Mond, deshalb habt ihr euch von den
Amerikanern so überraschen lassen. Die Amerikaner verlangen, die
Schweiz hätte
den Handel mit Deutschland ab 1943, als das Kriegsglück sich zu wenden
begann,
abbrechen müssen. Was hätte das bedeutet? Kapitulation (S.33).
[Senn unterschlägt, dass es schweizer Banken waren, die das bankrotte
Dritte
Reich 1939 am Leben erhielten].
1943 gab es noch deutsche Angriffspläne gegen die Schweiz. Wir waren in
einer
"Foodstuff situation". Wenn ich den Amerikanern erzähle, dass ich
1945 auf meiner Mahlzeitenkarte pro Monat ein halbes Ei zugute hatte,
dann geht
denen ein Licht auf.
In dieser Lage musste die Schweiz doch versuchen, die Dinge
einigermassen
aufrechtzuerhalten. Wenn man Kohle wollte, und Kohle war damals ein
Hauptbrennstoff, musste man mit den Deutschen geschäften [die Schweiz
produzierte Teile für die "Wunderwaffen"]. Mit den Alliierten konnten
wir es weniger, weil sie nicht unsere Nachbarn waren. Was man bei
dieser
Geschichte immer vergisst, ist die wirkliche Lage, in der wir uns
damals
befanden. Heute wird so viel verfälscht.
Und etwas Ähnliches geschieht mit Südafrika." Senn lehnt sich zurück,
zupft die Manschette (S.33).
Senns Lügen
-- Senn verfälscht die Situation: Südafrika liegt weit weg
und hat
die
Schweiz nie bedroht
-- die Beziehungen zu Südafrika wären für die Schweiz absolut nicht
nötig
gewesen, denn die Schweiz war ab 1945 mit all den bleibenden
Nazivermögen und
einer intakten Infrastruktur eines der reichsten Länder der Welt
-- die
schweizer
Oberschicht aber hat den Reichtum für sich behalten und wenn, dann nur
langsam weiter verbreitet, um Inflation zu vermeiden...]
Liste des
Grauens
Folterfälle in
Südafrika
1982. Der verbotene African National Congress sprengt Eisenbahnlinien,
Industrieanlagen, Verwaltungsgebäude. Ein Gefangenenhilfskomitee
veröffentlicht
eine Liste [leider keine Angabe über den Zeitraum]:
-- Elektroschocks (22 Fälle)
-- Scheinhinrichtungen (11)
-- WC-Verbot (80)
-- der Kälte ausgesetzt, oft in Zwangsjacken aus nassem Segeltuch (25)
-- annähernd erstickt (25)
-- Verletzung der Genitalien (14)
-- entwürdigende Einschüchterungen beim Verhör (25 wurden nackt verhört)
-- stundenlanges Stehen, manchmal auf einem Bein (25)
-- Aufhängen an Armen und Beinen (11)
-- Drohungen, Angehörige oder Freunde zu verhaften oder zu töten (6
Fälle).
(S.33)
1983: Kissinger und
Vance empfehlen das
Eintreten für die Schwarzen - Rassistenbankier Senn lehnt ab
1983. Der reformierte Weltbund erklärt die Apartheid zur Häresie,
Gotteslästerung. Die Rockefeller-Stiftung, der zwei ehemalige
US-Aussenminister
angehören, Kissinger und Vance, schlägt vor, der Westen solle sich auf
die
Seite der Schwarzen schlagen, die früher oder später in Südafrika an
die Macht
kämen.
Das seien rein theoretische Überlegungen, antwortet Nikolaus Senn,
inzwischen
Präsident der Generaldirektion der SBG, Überlegungen, die nicht aus der
Kenntnis des Landes und seiner Verhältnisse entsprängen. "Wenn ich",
sagt Senn im Januar 1983, "in Südafrika leben würde, wäre ich auch
nicht
bereit, die Zügel aus der Hand zu geben." (S.33)
1980-1984: Der
schweizer Kredit an
Südafrika vervierfacht sich
1984. Seit 1916 [?] sind 18 Millionen Schwarze wegen Passvergehen
verhaftet,
angeklagt, verurteilt worden. Seit 1980 hat sich die Kreditsumme der
Schweizer
Banken an Südafrika vervierfacht.
Die ILO verlangt
den Boykott von
Südafrika durch die Weltkonzerne
Die Apartheidskommission der Internationalen Arbeitsorganisation ILO
fordert
die Weltkonzerne auf, Südafrika nicht länger zu stützen, sondern dessen
Nachbarländer, damit diese sich aus der Umklammerung der
südafrikanischen
Wirtschaft befreien [können]. Die ILO kritisiert namentlich die SBG.
SBG-Generalsekretär Franz Lusser ist
es unbegreiflich, dass ausgerechnet die Bankgesellschaft genannt wird.
ANC-Gegenwehr und
neue Massaker an
einem Trauerzug 1985
Der ANC ruft dazu auf, Südafrika unregierbar zu (S.33) machen.
Demonstrationen,
Verhaftungen. Streiks (S.34).
Wie jedes Jahr reist Nikolaus Senn auch im Frühling 1985 nach
Südafrika. Seine
Bankgesellschaft, zusammen mit anderen Instituten, vermittelt der
Regierung 75
Millionen Dollar. Zur freien Verfügung.
[Den Schwarzen gibt er nichts...]
Am 25. Jahrestag des Massakers von Sharpville
schiessen Polizisten auf einen Trauerzug in Langa,
töten 30 Schwarze. Der UNO-Sicherheitsrat ruft dazu auf,
Neuinvestitionen im Land am Kap zu unterlassen, den sportlichen und
kulturellen
Kontakt einzuschränken (S.34).
"Courant
normal" - "Normaler
Geschäftsbetrieb"
[Senn glaubt, er sei im Recht, weil er behauptet, die Schweiz sei 1945
ein
armes Land gewesen...]
"Ich würde aus heutiger Sicht wohl kaum etwas anders machen. Unter den
gleichen Verhältnissen, mit den gleichen Überlegungen würden wir den
Courant
normal weiter betreiben. Courant normal. 'Heisst: so wie immer'."
Aber Sie hielten ein System am Leben, das die UNO ein Verbrecher
nannte.
"Wir stützten weder dieses System noch den Staat, der es betrieb [!].
Wir
unterhielten, ganz einfach, normale Beziehungen [!] zur Republik
Südafrika, die
von der UNO geächtet war." (S.34)
1985:
Ausnahmezustand - Massenmord an
Gewerkschaftsführern - Rückzug von "US"-Krediten - Wertverfall des
Rand
Am 21. Juli 1985 ruft die Regierung den Ausnahmezustand aus. Ein halbes
Dutzend
schwarzer Gewerkschaftsführer wird verhaftet und tot aufgefunden.
Staatspräsident Pieter Willem Botha
hält eine lang erwartete Rede: An die Abschaffung der Apartheid ist
nicht zu
denken. Die Chase Manhatten Bank
erneuert ihre Kredite nicht mehr. Andere amerikanische Banken ziehen
nach. Der
Rand, Südafrikas Währung, verliert noch mehr an Wert. Die Republik
steht vor
dem Bankrott (S.34).

Erz-Rassist Pieter Willem Botha
Die rassistische
Regierung von Südafrika
bekommt eine von der Schweiz organisierte Stundung der Schulden
Am 1. September 1985 erklärt Finanzminister Barend du
Plessis ein Schuldenmoratorium, sein Land sei nicht mehr
fähig, kurzfristige Kredite zurückzubezahlen. Die 30 meistbetroffenen
Banken,
von der neuen Armut der Südafrikaner überrascht, diskutieren die
Schadensbegrenzung. Alle sind dafür, mit Südafrika zu verhandeln. Keine
ist
bereit, den Vorsitz zu übernehmen, weil jede fürchtet, ihr guter Ruf
leide,
wenn sie dem Rassistenregime öffentlich aus der Schwierigkeit helfe.
Endlich, von der Schweizerischen Bankgesellschaft kraftvoll befördert,
stellt
sich Fritz Leutwiler zur Verfügung,
der ehemalige Nationalbankpräsident und Vorsitzende des
Verwaltungsrates der
BBC. Leutwiler soll im Namen der Gläubiger mit Südafrika verhandeln,
alte
Schulden in neue wandeln. Leutwiler hat im Mai zuvor den Wolfsbergpreis
der SBG
erhalten - in Würdigung seines hohen fachlichen Könnens - von Nikolaus
Senn
persönlich in die Hand gereicht (S.34).

Fritz Leutwiler, Portrait
"Keinen Franken
verloren"
Leutwiler
verweigert einen Besuch bei
Mandela - die Schuldenstundung - Bank Barclay zieht sich aus Südafrika
zurück
1986. Leutwiler reist nach
Südafrika, trifft die weissen Schuldner. Nelson
Mandela lebt seit 24 Jahren im Gefängnis. Leutwiler will ihn nicht
treffen:
"Ich mag Leute nicht, die Gewalt lieben und einen Bürgerkrieg
wollen." Leutwiler gelingt schliesslich ein Umschuldungsplan: Südafrika
begleicht bis 1990 vorerst nur 12 Prozent seiner kurzfristigen
Schulden.
"In Südafrika haben wir bis heute keinen Franken verloren", lobt
Nikolaus Senn. Grauer Teppich, helles Zimmer, Ficus benjaminus [ein
Feigenbaum].
"Im Gegensatz zu manchen südamerikanischen Staaten, wo wir Hunderte von
Millionen abschreiben mussten."
[Das Geld für Diktaturen in Süd-"Amerika" dürfte gleich wieder auf
anderen schweizer Konten gelandet sein...]
1986. Auch die britische Clearing Bank
Barclays zieht sich aus Südafrika zurück. Der Direktor einer
Goldmine
diktiert der "Financial Times":
Das letzte Flugzeug, das Südafrika verlassen wird, ist mit Bestimmtheit
die
Swissair-Maschine der Schweizerischen Bankgesellschaft (S.34).
Invasion
südafrikanischer Truppen in
Nachbarländern gegen ANC-Menschen - das Hilfswerk der Evangelischen
Kirchen der
Schweiz bricht mit der SBG
Südafrikanische Truppen dringen in Nachbarländer ein, sprengen die
Häuser von Mitgliedern
des ANC. Die Ausgaben für Militärisches sind seit 1960 um das 70-fache
gestiegen. Südafrika in Auflösung. Schwarze gegen Weisse, Schwarze
gegen
Schwarze.
Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen der Schweiz bricht Ende 1986
seine
Geschäftsbeziehung zur SBG ab.
Ich habe schon vor 20 Jahren gegen die Apartheid geredet, sagt Nikolaus
Senn
bei Radio 24, lange bevor unsere Pfarrer erfunden haben, dass Apartheid
nicht
gut ist (S.34).
Boykotte gegen
Südafrika - die SBG wird
zur Hauptstütze des Rassismus in Südafrika
1987. Mittlerweile bestrafen die USA, die Staaten der Europäischen
Gemeinschaft, des Commonwealth und Skandinaviens die Republik Südafrika
mit
Sanktionen, wirtschaftlich, kulturell. Keine Bank hat seit 1982 mehr
Anleihen
an den Apartheidstaat mitgetragen als die SBG. Bundesrat und Parlament
lehnen
jeden Boykott ab. In einer einzigen Woche erhängt Südafrika 21
Gefangene,
Dezember 1987 (S.34).
Ein Brief des
Evangelischen
Bildungswerks Berlin - SBG-Verwaltungsratspräsident Holzach behauptet,
er
handle nach seiner "Geschäftsethik"...
Im Dezember 1987 schreibt das Evangelische Bildungswerk Berlin einen
Brief an Robert Holzach, Präsident des
Verwaltungsrates der SBG:
"Wie Studien in jüngster Zeit gezeigt haben, ist die Verweigerung
wirtschaftlicher Stützung durchaus geeignet, dem ethisch
unverantwortlichen
Apartheidsystem so viel internationale Kritik entgegenzusetzen, dass
eine
rasche Beendigung der gesellschaftlichen Verhältnisse erhofft werden
kann."
Robert Holzach antwortet:
"Auf Dümmlichkeiten von der Art kollektiver Briefaktionen pflege ich
überlicherweise keine Antwort zu erteilen. Ihre offensichtlich
grenzenlose
Unverfrorenheit rechtfertigt indessen die Ausnahme. Ihre Anmassungen,
Lehren
über Ihnen völlig fremde Wirtschaftsvorgänge und zudem über die
Landesgrenzen
hinweg zu erteilen, sind in höchstem Masse unerträglich. Ich weigere
mich
schlicht, mir von einem inkompetenten Pfarrherrn oder Kirchenmann in
meine
Geschäftsethik hineinreden zu lassen." (S.34)

Erz-Rassist: Robert Holzach
[Die "Geschäftsethik" heisst: Gold komm her zu mir....
Senn:
"Dass die Apartheid ein Blödsinn war, sagte ich schon immer, und dass
sie
irgendwann aufhören würde, war mir immer klar. Als ich zum ersten Mal
bei
Mandela war, in seinem riesigen Präsidentenzimmer, sagte er zu mir:
<Mister
Senn, sie waren gegen Sanktionen.> Ich sagte: <That's
correct.> Dann
sagte Mandela: <Aber Sie waren
auch der erste, der schon Mitte der 70-er Jahre im Rand Club von
Johannesburg
gegen die Apartheid redete, vor dem ganzen weissen Publikum, den
Industriellen
und den Bankiers.> Ich sagte: <That's correct
too.>" (S.34)
[Eine Alibi-Übung tut immer gut...]
Mr. Senn und
Mr. President
Senns
These
vom "einigermassen friedlichen Übergang"
War Mandela nicht wütend auf Sie?
"Überhaupt nicht. Natürlich war er anderer Meinung als ich. Sanktionen,
sagte er, hätten den Untergang der Apartheid beschleunigt. Ich aber war
immer
der Meinung gewesen: Je besser es diesem Südafrika geht, desto früher
hört die
Apartheid auf. Aber je mehr man das Land wirtschaftlich stranguliert,
desto
eher kommt es zum Bürgerkrieg, zu Chaos, zum Verlust des bisher
Erreichten.
Weil bei Sanktionen, wie immer, am meisten die Schwächsten leiden, also
die
Schwarzen. Und die wehren sich, und es gibt Tausende von Toten. Und
irgendwann
kommen die Schwarzen doch an die Macht, müssen aber, weil vom
Bürgerkrieg alles
kaputt ist, bei Null anfangen. Sie wären also unendlich viel weiter
zurückgeworfen als bei einem einigermassen friedlichen Übergang.
Das war unsere Ethik. Dass wir bei den Sanktionen nicht mitmachten,
kommt heute
den Schwarzen zugute." (S.34)
[Die Schwarzen bedanken sich...]
1988: Wieder eine
Stundung von Schulden
der SBG gegenüber dem rassistischen Südafrika
1988. Staatspräsident Pieter Willem
Botha und sein Aussenminister reisen nach (S.34) Zürich und werben
um Geld.
Botha versieht den Geschäftsführer der Vereinigung
Schweiz-Südafrika, Georges Meyer,
mit dem Orden der guten Hoffnung, der schönsten Auszeichnung, die
Südafrika für
Ausländer übrig hat. Im Hauptberuf ist Meyer Vizedirektor der SBG. Und
sie
erneuert eine rückzahlungsfällige Anleihe der südafrikanischen
Regierung von 70
Millionen Franken, mit einem Zinsaufschlag von zwei Prozent.
These von Senn:
Ohne Boykott wäre Kuba
schon lange nicht mehr kommunistisch
"Wahrscheinlich", sagt Nikolaus Senn, "wäre selbst der Fidel
Castro schon lange umgestanden,
wenn er nicht die ganze Zeit das Affentheater mit den Amerikanern
hätte. Die
hätten ihn mit Gütern und Touristen überschwemmen und das Land wieder
in den
Wohlstand bringen sollen." (S.35)
[Kuba erleidet aber ein anderes Schicksal: Die Insel wird von Hurrikans
unbewohnbar gemacht...]
1989: Die von
Bankenrassist Senn
zensierte Rede von Huddleston im Hallenstadion in Zürich
1989. Der Verein kritischer Aktionärinnen und Aktionäre der
Schweizerischen
Bankgesellschaft lädt Trevor Huddleston
an die Generalversammlung ins Zürcher Hallenstadion. Huddleston ist
Erzbischof
und Präsident der englischen Anti-Apartheid-Bewegung. Dort soll er
reden.

Trevor Huddleston
Ein Team der britischen BBC darf nicht in den Saal, Fernsehen DRS nur
unter der
Bedingung, dass Huddleston nicht im Bild erscheint. BBC tröstet DRS,
solches
passiere einem in Südafrika ständig.
Der Erzbischof beginnt: "Kennen Sie die Geschichte von Daniel in der
Löwengrube? So kam ich mir schon oft vor." Er spricht von der Apartheid
und ihrer Ungerechtigkeit. Murren im Stadion, bis Nikolaus Senn, nun
Präsident
des Verwaltungsrates, unterbricht: "You can do this in Britain, not
here." Applaus.
Dann zeigt Senn einen Film zum Thema. Diesem habe er nichts beizufügen.
Der
Film stellt einige Schwarze vor, Priester am Kap. Sie alle sind gegen
Sanktionen, weil sie vor allem den Schwarzen schadeten.
Drei Monate später macht die südafrikanische "Weekly Mail"
bekannt, dass einer der Prediger, Mzilikazi Masiya, in
Wahrheit ein
ehemaliger Polizist, Dieb, Räuber und Mörder ist, der 1977 verurteilt
wurde,
aus dem Gefängnis ausbrach, sich zum Bischof seiner eigenen Kirche
läuterte: The Church of Jesus Christ for Peace in
South Africa.
1989 sitzen in Südafrika Zehntausende von schwarzen Jugendlichen in
Untersuchungshaft (S.35) .
Frederik Willem de
Klerk schafft die
Apartheid ab
Herr Senn, ab wann setzten Sie auf die Schwarzen?
"Systematisch", sagt er, "gegen Ende der 80-er Jahre. Als De
Klerk Präsident wurde. Mit dem bin
ich befreundet. De Klerk sagte mir bei unserem ersten Treffen: <Hör
mir gut
zu, ich fahre mit dieser Apartheid sehr schnell ab, du wirst schon
sehen.>"
1990. Der neue Staatspräsident Frederik
Willem de Klerk lässt [am 2.2.1990] den African National Congress
und andere
Schwarzenorganisationen wieder zu, hebt den Ausnahmezustand auf,
schafft
Rassengesetze ab, entlässt Nelson
Mandela [am 11.2.1990] in die Freiheit.

|

|
Willem
de Klerk
|
Nelson
Mandela
|
Die Weltwirtschaft wechselt das Ross. Als Chris
Hani, Führungsmitglied des ANC und Generalsekretär der
Kommunistischen
Partei, den ein weisser Bure erschoss, auf den Friedhof muss, streiten
sich
Mercedes und BMW um die Gunst, den Leichenwagen stellen zu dürfen.
1997. Courant normal. Diesmal mit den Schwarzen (S.35).
*
"War mir ein Vergnügen" , sagt Nikolaus Senn. Er wuchtet sich aus dem
Polster, streckt die Arme, kein Mann der gezirpten Ausflucht, lacht
breit und
herzlich, sagt zur Pressesprecherin: "Lass dir meine Worte vorlegen."
"Keine Angst", sagt sie. (S.35)
Die Regierung
Mandela: Die Rüstungsindustrie bleibt
unter
Mandela bestehen - Destabilisierung ganz
Afrikas
Nach neuen Wahlen übernimmt Mandela am 10.5.1994 die Regierung. Unter
ihm werden
die Waffenfabriken der Weissen weitergeführt und südafrikanische Waffen
in ganz
Afrika weiter verbreitet. Damit wird ganz Mittelafrika destabilisiert
und neue
Kriege möglich - ausser in Südafrika...>
[Und die Schwarzen dürfen nun die Schulden abzahlen, die die weisse
Rassistenregierung angehäuft hat...]
-----
Der feige Bundesrat und
feige Historiker scheuen die Details des Südafrika-Rassismus

Bundesrat will keine Südafrika-Untersuchungen
Basler Zeitung, 17.2.2006;
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=7421864C-1422-0CEF-7073AB81B7736EA6
<Bern. AP/baz. Der Bundesrat
will keine neuen Untersuchungen über die Zusammenarbeit der Schweiz mit
dem Apartheid-Regime Südafrikas in Auftrag geben. In Antworten auf
parlamentarische Vorstösse begründete die Landesregierung dies am
Donnerstag mit der Themenauswahl, die das Nationale Forschungsprogramm
des Nationalfonds bei seiner Südafrika-Untersuchung getroffen hatte.
Dass dabei nicht alle aufgeworfenen Fragen untersucht worden seien,
habe Gründe, die weder vom Bundesrat noch der Bundesverwaltung
abhingen.
Nationalrat Josef Lang
(Grüne/ZG) forderte in einer Motion eine unabhängige Untersuchung über
die Rolle der Banken, der Umgehungsgeschäfte und des Verhaltens der
Schweizer Unternehmen. Auch eine unabhängige Untersuchung über die
Beziehungen des Schweizer Geheimdienstes zu Südafrika findet der
Bundesrat nicht nötig. Er verwies auf die bisherigen Untersuchungen zu
diesem Thema. Die Landesregierung begrüsst es aber, wenn sich die freie
Forschung mit diesem Thema auseinander setzt. Der Bundesrat hatte sich
bisher inhaltlich nicht zu dem im vergangenen Oktober veröffentlichten
Schlussbericht des Nationalfonds-Projekts geäussert.
Nun greift er ein Zitat des Präsidenten des Projekts, Georg Kreis, aus der «Wochenzeitung» auf und erklärt,
er neige dazu, sich dieser Meinung anzuschliessen. Kreis sagte demnach,
als zentrales Ergebnis der Forschung müsse festgehalten werden, dass
die Südafrikapolitik des Bundesrats immer von einer stabilen
parlamentarischen Mehrheit gedeckt worden sei.>
Kommentar: Die Tatsachen
Die feige parlamentarische Mehrheit ist kein Argument dafür, dass ein
politisches Vorgehen legal ist. Es ist ein anderer Grund: Weil ein Teil
der gegenwärtigen Bundesräte (Jahr 2006) selbst die Rassistengeschäfte
mit Südafrika geleitet haben, wird erst Aufklärung eintreten, wenn
diese Bundesräte zurückgetreten sind: Merz
und Blocher.
Ein weiterer Grund ist, dass in Südafrika die Schwarzen selbst eine der
höchsten Kriminalitätsraten produzieren. Die rassistischen Bundesräte
wollen nicht nur jegliche Aufklärung vermeiden, um nicht vor dem
Richter zu landen, sondern sie lachen die Schwarzen aus und finden
Untersuchungen deswegen unnötig. Der Bundesrat sieht den Grund für die
hohe Kriminalitätsrate aber nicht: Es kann nämlich erst derjenige
kapitalistisch tätig sein, der weiss, wie Kapitalismus geht, und wenn
gleiche Ausgangslagen existieren. Dies ist in Südafrika weiter nicht
der Fall, weil die Industrie in den weissen Händen bleibt. Die Schwarzen in Südafrika werden in ihrer
Not gegenüber den reichen Weissen immer noch nicht ernst genommen.
-----
These von Michael Palomino:
Der wahrscheinliche Grund für
den Rassismus: Kampf gegen "Kommunismus"
Schwarze sollten alles "Kommunisten" sein - und die schweizer
Oberschicht war samt den europäischen Oberschichten und der "USA" auch
rassistisch orientiert - jüdischer Diamanthandel als Faktor
Es ergibt sich aus den Geschehnissen der Verdacht, dass die weisse
Politik in Südafrika die Schwarzen pauschal als "Kommunisten"
abgestempelt hat, so wie die pauschale Bestrafung von Kommunisten in
den
1950-er Jahren in den "USA" geschah. Dabei wurde der Kommunismus von
"US"-Bankiers finanziert...
Die schweizer Bankiers und die
schweizer Regierung haben in dieser Situation Südafrika jegliche
"Hilfe" gewährt, egal, wie die Schwarzen erniedrigt wurden, damit das
Gold nicht "den Kommunisten" in die Hände falle. Die
weiss-südafrikanische Regierung hat diese Situation ausgenutzt und
wollte sich in dieser Situation eine Sklaverei organisieren.
Die rassistische schweizer Politik ab 1945 ist gleichzeitig ein Beweis,
dass in der Oberschicht der Schweiz 1945 keine Entnazifizierung
stattgefunden hat. Auch in den "USA" und in Europa haben Rassisten
weiter regiert. Was die Schweiz betrifft, so hat sich die Goldpolitik
mit rassistischen Regimen einfach wiederholt. Es ergibt sich sogar die
weitere These, dass, wer nicht rassistisch handelte und "mitmachte", in
jener Zeit als "Kommunist" galt. Den Financiers der "USA", die den
Kommunismus auch nach 1945 finanzierten, gelang so die Extremisierung
der Politik. Die Schweiz aber ist die einzige Regierung, die das
rassistische System in Südafrika am Ende am Leben erhalten hat und
davon direkt profitiert hat. Die Nationalfondstudie zu diesem Thema
(2005) wurde vom neuen Bundesrat selber mit Sperrung von Akten
eingeschränkt. Wie lange noch?
Diamanthandel einer jüdischen
Gruppe in Südafrika - die Parallelität der
Entrechtung von Indianern, Schwarzen, Juden und Palästinensern
Zusätzlich ist in der
ganzen Phase der Apartheid Südafrikas eine kleine jüdische Gruppe von
Diamanthändlern zu beachten: Ab 1880 sind aus Russland viele Juden
nach Südafrika ausgewandert und haben sich im Diamanthandel und in der
südafrikanischen Politik etabliert (siehe: Encyclopaedia Judaica:
Artikel: South
Africa). Die Schwarzen holen die Diamanten für Hungerlöhne aus den
Bergen, und in Israel und in Amsterdam werden die Diamanten dann
geschliffen. Von den Gewinnen sehen die Schwarzen nichts.
Die Parallelität der Entrechtung und Ghettoisierung, wie Juden 1935 bis
1940 in Deutschland entrechtet, wie Palästinenser ab 1948 in Israel
ghettoisiert, und wie
Schwarze ab 1950 in Südafrika behandelt wurden, ist sehr auffällig. Den
Anfang der Rassismusgesetze aber machten (neben Griechenland und Rom)
nach der Sklavenbefreiung die
weiss-rassistischen "USA", von 1870 bis 1968 gegen Schwarze und
Indianer: Hitlers "Vorbild". Somit ist jüdischer Einfluss in Südafrikas
Apartheid möglich, aber nicht notwendig, denn die "USA" sind
rassistisches Vorbild genug. Wer Vorbild für den Rassismus war, bleibt
ungeklärt.
Schwarze und Juden haben die Ghettoisierung und die politische
Isolation unter Millionen Opfern überwunden, die Indianer und die
Palästinenser bis heute nicht...
Zusammenfassung: Die gewollte
Eskalation der Situation zwischen Kapitalismus und Kommunismus um das
Gold Südafrikas
Die "Tradition" von "US"-Bankiers, Trotzki und auch nach 1945 den
Kommunismus zu finanzieren und sich so einen Gegner zu schaffen,
damit immer ein Kampf auf der Erde herrsche, gab ab 1950 der burischen
Regierung (mit allen "westlichen" Nationen als "Verbündete") den
Vorwand, die gesamte schwarze Bevölkerung Südafrikas samt ANC als
"Kommunisten" zu bezeichnen und diese mittels der "Tradition" des
Rassismus-Darwinismus (wie in den "USA" damals üblich) zu entrechten: Damit das Gold Südafrikas nicht
in "kommunistische" Hände falle, sondern im "Westen" bleibe.
Wäre Gold in einem anderen Land aufgetaucht, dann wäre es dem anderen
Land gleich ergangen. Wer keine Goldvorkommen hatte, wurde nicht
rassistisch verfolgt. Armut schützt vor weissen Übergriffen.
Dieselbe Pauschalisierung und Entrechtung der Bevölkerung fand später
in Vietnam statt, aus "strategischen" Gründen. Auch dort galt: Wer
nicht mitmacht gegen den Kommunismus, der gilt selbst als "Kommunist".
Die Drohung der "amerikanischen" Atombombe war Drohung genug...
Fragen nach Entschädigung und
Umstrukturierung hin zu den europäischen Menschenrechten - der Mittelweg
Gibt es eine Entschädigung für die schwarzen Menschen in Südafrika?
Heute ist der Kommunismus zusammengebrochen. Wann findet die
Goldrückgabe an die Schwarzen und die Schulung der Schwarzen statt?
Wieso ist die Schule in afrikanischen Staaten zum Teil bis heute nicht
kostenlos, wenn die Schwarzen dort sowieso schon arm sind?
Wieso lässt die südafrikanische Regierung ihre Waffenfabriken weiter
Waffen produzieren und in ganz Afrika "verteilen"?
Es fehlen Menschenrechte: in den "USA" (für eine Regierungsbeteiligung
der Indianer in Washington), in Israel-Palästina (für eine gemeinsame
jüdisch-palästinensische Regierung), aber auch in Afrika (für
Ausbildung und Frieden)...
Ist der Mittelweg hin zu den Menschenrechten denn so schwierig? Gilt
ein Land, wo Schule gratis ist, gleich als kommunistisch? Es heisst
doch: "Die goldene Mitte" ist anzustreben. Sie ist oft noch nicht
gefunden...
-----

27.2.2006: <Südafrika-Akten bleiben zu>
BLICK Newsticker, 27.02.2006 |
18:27:01; http://www.blick.ch/news/schweiz/news13363
<BERN . Der Bundesrat will die seit bald drei Jahren geltenden
Restriktionen bei der Akteneinsicht zum Verhältnis der Schweiz mit dem
früheren Apartheid-Regime in Südafrika vorerst nicht aufheben. Er
begründet dies mit den nach wie vor hängigen Entscheiden zu
Sammelklagen von Apartheid-Opfern gegen multinationale Konzerne, wie er
in seiner Antwort auf eine Motion von Nationalrat Hans Widmer (SP/LU)
schreibt. Im April 2003 hatte der Bundesrat eine Beschränkung der
Akteneinsicht angeordnet, nachdem in den USA verschiedene Sammelklagen
gegen Unternehmen - darunter auch die Grossbanken UBS und Credit Suisse
- eingegangen waren. Er wollte damit nach eigenen Angaben verhindern,
dass deren Position verschlechtert würde. Die Aktensperre habe jedoch
nie zum Ziel gehabt, die Untersuchung der Beziehungen der Schweiz zu
Südafrika zu behindern.>
Kommentar
Man kann für jedes Verhalten eine Begründung finden...