Vorbereitung
Die Quittung von SSR-Reisen in
Zürich.
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Reisequittung
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Das
Hotel "Dimitrion" in
Hersonissos
lag dann aber an der Hauptstrasse,
und die Bemerkung auf dem Prospekt "Für die Angaben in diesem Prospekt
bieten wir keine Gewähr" liess allerlei Spekulationen offen. Im Oktober
1996 waren da z.B. mindestens die Hälfte der Liegestühle kaputt und
unbrauchbar geworden, oder das Buffet hielt nicht das, was es
versprach.
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Hotel
Dimitrion in Hersonissos
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Nach
eingehenden Gesprächen mit
der
Hotel-Reception war es dann aber
möglich, dass ich doch ein Zimmer bekam, das nicht an der Strasse lag.
Den Rest der Mängel konnte man ertragen.
Sandstrände sind in Kreta
übrigens
nicht sehr üppig gesät, auch Palmen nicht, also: Wer "Romantik" sucht,
der scheint mir in Kreta nicht das richtige Reiseziel gefunden zu
haben. Dafür ist Kreta eine Insel, die zwischen griechischem und
ägyptischem Einfluss hin und her schwankt, kulturell die alten
"Kulturen" betrachtet also ein "Leckerbissen".
Kreta
- die geistig blockierte
"Griechische Kultur"
Kreta kann bezaubernd sein, wenn
man
vom Temperament der "Griechen"
absieht, das sich jeweils seit der Schulzeit auf die "Griechische
Kultur" von Dionysos oder Athene beruft. Die Strassennamen sind voll
von diesen Göttern und Göttinnen. Die Modernisierung der Gesellschaft
Griechenlands kann in dieser geistigen Verfassung somit kaum
stattfinden, wenn solche machtvollen Personen (man kann sie auch Machos
nennen) bis heute noch stetige Vorbilder sind. Ich glaube, die
griechische Gesellschaft samt den Intellektuellen sieht diesen
Zusammenhang bis heute nicht.
Die griechische Schrift ist -
zumindest was die Druckbuchstaben angeht -
leicht erlernbar. Hier ein paar Beispiele:

Der
Ausflug zur Vulkan-Inselgruppe
Santorini
Im
Prospekt wurden für Santorini
verschiedene Möglichkeiten angeboten.
1.
Besuch der Stadt Pyrgos mit
Besuch
der Höhlenwohnungen der Matrosen
2. Besuch der Stadt Pyrgos - dann
Besuch der verschütteten und wieder
ausgegrabenen Stadt Akrotiri, das "Pompeji der Ägäis"
3. Besuch der Stadt Pyrgos - dann
baden am Strand von Kamari und essen
in den Tavernen
4. Besuch des Vulkankraters auf
einer
der Kraterinseln der Caldera.
Ich
wählte den Besuch des
Vulkankraters, da ich noch nie auf
Vulkangestein gelaufen war und schon lange einmal einen Vulkan
"besteigen" wollte. Wer sich diesen Traum auf relativ risikolose Weise
erfüllen will, dem sei die Reise nach Santorini empfohlen.
Um die Dimension abzuschätzen,
welche
Kräfte beim Vulkanausbruch vor
3500 Jahren gewirkt haben müssen, siehe man hier die Dimension des
Vulkankraters (Caldera / Kaldera).
Ein Kreuzfahrtschiff nimmt sich
im
Vergleich geradezu winzig aus:
Und erst von der zentralen
Vulkaninsel aus kann man die gesamte
Dimension abschätzen, was hier vor 3500 Jahren für eine Vulkanexplosion
abgegangen sein muss.
Genauere
Angaben zum
Vulkanausbruch,
der durch mehrere Erdbeben
angekündigt wurde (so dass die Bewohnern rechtzeitig die Insel
verlassen konnten), sind unter anderem auf http://de.wikipedia.org/wiki/Santorini
einsehbar.
Die Architektur ist typisch weiss
gehalten mit jeweils blauen
Fensterläden und blauen Kuppeln. Die Fahne Griechenlands hat
"zufälligerweise" dieselben Farben.
Der Krater selbst ist sehr klein
und
wird in seiner Gefährlichkeit
natürlich kaum ernst genommen. Wenn man den Vulkan ernst nehmen würde,
dann dürfte auf Santorini kein einziger Mensch mehr leben...
Die Folgen des Vulkanausbruchs
wahr
höchstwahrscheinlich ein hoher
Tsunami, der an die Küsten Nord-Kretas prallte, sowie eine längere Zeit
ohne Sommer, was zu Ernteausfällen führte.

Der
Ausflug nach Heraklion: Minoische
Kultur und ihr Untergang
Beim
zweiten Ausflug über die
minoische Kultur wurde von der Führerin
jeweils betont, dass die Minoische Kultur durch den Tsunami von
Santorini "untergegangen" sei. Neuere Forschungen bestreiten dies
(siehe Wikipedia).
Der Sklavenstaat der Minoer (so
wie
alle "entwickelten" Staaten damals
mehr oder weniger Sklavenstaaten waren und z.T. heute wieder
Sklavenstaaten sind) hatte gleichsam seine
"Höhepunkte" und "Kulturäusserungen", wie der Besuch im "Herakleion
Museum" zeigte:
Delphine waren zuerst die Symbole
für
Lebenslust, später Symbol für die
Musik. Fresco im Palast des Minos (ca. 1600 v.Chr.).
Steinerner
Sarkophag mit
mehrszenigem
Fresco (Frauen weiss, Männer
farbig gekleidet). Der Tote wurde in Embryohaltung in den Sarkophag
gelegt. Sarkophag aus der Villa Agia Triada bei Heraklion, ca. 1400
v.Chr.
Die
Schlangengöttin hatte in der
Götterwelt eine führende Rolle und ist
mit offener Brust dargestellt. Sie war die Göttin der Unterwelt, denn
die Schlange galt als das Tier der Unterwelt. Sie war aber auch die
Göttin der wilden Tiere mit einem Tiger auf dem Kopf. Material:
Fayence (um 1600 v.Chr.).
Heiliger Stier (Rython) aus
Pseira
(15. Jh. v.Chr.). Material: Ton.
Der
Stier war zu dieser Zeit das
zentrale "heilige Tier" [weil sich das
Sonnensystem der Erde zu dieser Zeit im Sternbild des "Stiers"
bewegte]. Für die "heilige Schlachtung" wurde dem Stier hinter den
Hörnern das Blut eingegossen, das durch das Maul wieder herauskam.
Stierkopf aus dem Kleinen Palast
in
Knossos (1550/1500 v.Chr.).
Material: Stealit.
Der
heilige Stier hiess Rython.
Die
"Stierspiele" waren auch in
Griechenland Kultus. Das Bändigen eines Stieres konnte durch Männer
wie auch durch Frauen erfolgen. Beim "Spiel" wurde der Stier nicht
getötet, sondern erst nachher zur Schlachtung für das Opfermahl.
Der Stierkampf. Fresko aus
Knossos,
16. Jh. v.Chr.

Die
Verehrung der Macho-Kultur
in Griechenland - blockierter Geist
Es scheint schon einzigartig,
dass in
Griechenland auch Figuren mit
steifen Penissen verehrt werden und auf Karten frei zu kaufen sind,
ohne an die Folgen zu denken, die eine solche Sichtweise der
Geschlechtlichkeit auf die Psyche von Frauen hat. In dieser sexuellen
Beziehung scheint die griechische Gesellschaft völlig festgefahren.
Gemäss Berichten ist es auf Kreta und einzelnen Inseln bis heute (Stand
1996) üblich, dass die Tochter den Mann heiratet, den der Vater
bestimmt hat. Insofern sind diese steifen Penisse eben nicht einfach
als "Fruchtbarkeitssymbol", sondern eben doch auch als Vergewaltigung
zu deuten, wenn nicht körperlich, dann doch geistig.
Bevor sich aber in ganz
Griechenland
auch die Menschenrechte für Frauen
durchsetzen können, müssten die Machos an der Regierung in Griechenland
die alte "griechische Kultur" in Frage stellen. Es wäre Griechenland zu
gönnen, dass dieser Schritt möglich wäre.