[3.9.
NS-Armutsmethoden gegen die Juden im Dritten Reich]
[Juden dürfen Kapital mitnehmen -
Methoden, Antisemitismus zu verbreiten und die Juden in die Armut zu
treiben: Reiche Juden werden schrittweise beraubt]
Das Problem der Juden, die genug Kapital aus Deutschland mitnehmen
konnten, um ausserhalb von Deutschland ein neues Leben anzufangen,
beschäftigte die Aufmerksamkeit des JDC in einem hohen Grad. Die
Deutschen hatten daran natürlich kein Interesse, weil
-- eines ihrer Ziele war, die jüdische Auswanderung durch Druck
herbeizuführen, d.h. durch die Verbreitung von Antisemitismus sollten
arme Juden in unwillige Länder getrieben werden;
-- ein weiteres Ziel war es, das Geld der reichen Juden dafür zu
benutzen, die armen loszuwerden (S.127)
-- und ein drittes [Ziel] war es, die Juden auszupressen, bevor es
ihnen erlaubt wurde, das Land zu verlassen.
Der Fakt, dass all dies in Widerspruch zum Nazi-Ziel stand, so viele
Juden wie möglich aus Deutschland loszuwerden, kümmerte die Deutschen
nicht. Aber wenn immer es möglich war, einen wirtschaftlichen oder
politischen Vorteil zu gewinnen, oder wenn immer ausländischer Druck es
zu einer wünschenswerten Sache werden liess, in einer Frage
nachzugeben, die den Transfer jüdischen Kapitals erlaubte, dann könnten
die Nazis nachgeben. [?]