[C.] Evian
[-Konferenz im Sommer 1938]
[Ergänzung: Die Gründe des
Antisemitismus werden nicht diskutiert
Auch zu diesem Zeitpunkt liefern und arbeiten die industriellen Führer
der "USA" unter Roosevelt für Hitlers Drittes Reich, und gleichzeitig
finanzieren jüdische "US"-Banken den Kommunismus.
Der Papst mit seiner Bibel, der sagt, dass die Juden Jesus ermordet
hätten, ist der Hauptgrund für jeden Antisemitismus. Dies wäre das
Hauptproblem gewesen, das es zu diskutieren galt. Aber der Papst ist an
der Evian-Konferenz nicht dabei, und das Problem des Antisemitismus in
der Bibel und die Existenz von Jesus ist bis heute nicht gelöst.
Also diskutiert die Evian-Konferenz nur die Effekte des Antisemitismus
und plant, Juden umzusiedeln. Die Konferenz diskutiert die wirklichen
Gründe des Antisemitismus nicht, und kommt somit auch nicht zu
entsprechenden Schlussfolgerungen, die viele Leben hätten retten
können...]
[6.6. Vorbereitungssitzung am 22. März 1938 zur
Evian-Konferenz]
[22. März 1938:
Vorbereitungssitzung: "Präsident" Roosevelt hat 33 Regierungen
eingeladen]
Am 22. März 1938 lud Präsident Roosevelt
[der seinen Industrie-Bossen die Bewilligung gibt, die Industrie
NS-Deutschlands gegen den Kommunismus und die "amerikanischen" Banken
zu unterstützen, die den Kommunismus zu dieser Zeit finanzieren]
33 Regierung zu einer Konferenz in Europa ein, wie man mit den
Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich umgehen sollte. In seinem
Buch
While Six Million Died
verfolgt Arthur D.
Morse die Ursprünge dieser Konferenz bis zum Vizeaussenminister Sumner
Welles zurück, der in einem Memorandum vorschlug, dass eine
amerikanische Initiative auf internationalem Niveau dem liberalen Druck
hinsichtlich des restriktiven Quotensystems entgegenwirken könnte.
Wenn eine internationale Körperschaft zusammenkäme, so könnte diese die
Verantwortung übernehmen, Siedlungsplätze für die Flüchtlinge in
anderen Ländern als den USA zu finden.
(Endnote 25: Morse, op. cit. [Morse, Arthur D.: While Six Million
Died; New York 1968], S. 203-4
Dieses Memorandum scheint die Denkweise des Aussenmininsteriums uns
seiner obersten Vertreter dargestellt zu haben.
Ein anderer politischer Grund hinter dem Schritt des Präsidenten war
wahrscheinlich die anti-isolationistische Politik, die eine solche
Konferenz mit sich brachte. Das Schicksal der Flüchtlinge wurde dazu
benutzt, um in weiteren Angelegenheiten andere Ziele zu verfolgen. Es
ging also nicht darum, ein Problem zu lösen. Die Tatsache, dass bis gut
in den Juni hinein das Aussenministerium sich als unfähig erwies zu
formulieren, was mit dieser Konferenz erreicht werden sollte, ist ein
Hinweis, dass dort nur eine kleine Absicht bestand, etwas Greifbares
für die Flüchtlinge zu unternehmen.
(Endnote 26:
-- Wyman, op. cit., [Wyman, David S.: Paper Walls; Amherst, Mass.,
1968], S.44
-- Michael Mashberg: America and the Refugee Crisis; M.A. thesis; City
University of New York, 1970)
[Myron C. Taylor beruft die
Konferenz ein - Roosevelt: Die "USA" wird ihre Quoten nicht verändern]
Myron C. Taylor, einstiger Vorsitzender der US Steel und ein römischer
Katholik, wurde als Roosevelts Vertreter bestimmt. Ihm wurde die
Aufgabe zugeteilt, die Konferenz zusammenzurufen und zu leiten. Mit der
Auswahl Taylors war wohl beabsichtigt, ein wirkliches amerikanisches
Interesse an den Flüchtlingen zu demonstrieren. Zur selben Zeit aber
machte der Präsident klar, dass das US-Quotensystem nicht geändert
werde, und auch alle Ausgaben für Auswanderung und Siedlungen würden
von privaten Gesellschaften aufgebracht werden müssen. Die Aufgabe der
amerikanischen Regierung war es, Einfluss auf Deutschland auszuüben,
die Flüchtlinge ausreisen zu lassen, und Einfluss auf die
Auswanderungsländer auszuüben, die Flüchtlinge aufzunehmen.
[Osteuropäische jiddischsprechende Juden werden nicht berücksichtigt!]
["US"-Bedingungen nach dem
Anschluss Österreichs]
Im April wurden zwei Schritte unternommen, um die amerikanische
Initiative zu ergänzen.
-- Als erstes erklärte die Administration, dass die österreichische
Quote der deutschen Quote hinzugefügt würde, und die resultierende
Quote von 27.370, auf die angespielt wurde, sollte in einem weit
grösseren Mass als zuvor ausgeschöpft werden.
-- Zweitens wurde klargemacht, dass die US-Regierung glaubte, dass die
Lösung des Problems darin bestand, die Deutschen aufzufordern (S.231)
den Juden zu erlauben, einen Teil ihres Besitzes mitzunehmen, wenn sie
Deutschland verliessen. Wenn die Juden mit Geld kämen, dann wäre eine
gute Chance gegeben sie aufzunehmen; wenn sie ohne Gelder kämen, dann
wären alle Türen verschlossen.
[Die Einsetzung eines
Beratungskomitees über politische Flüchtlinge]
Nach
der Veröffentlichung der Einladung - am Ende verweigerten Südafrika,
Island, El Salvador und Italien die Teilnahme, so dass die Anzahl
miteinbezogener Länder auf 29 sank - gründete Roosevelt ein
Beratungskomitee über politische Flüchtlinge. Es war dabei Angst zu
spüren, nicht den Anschein zu erwecken, dass die jüdischen Flüchtlinge
miteingeschlossen sein könnten. In der Tat wurde das Wort "Jude" als
irgendwie unaussprechlich betrachtet;
[Der Begriff "politischer
Flüchtling"]
"politische Flüchtlinge" war die offizielle Terminologie, trotz der
offensichtlichen Tatsache, dass die überwiegende Mehrheit der
Flüchtlinge in der Tat Juden waren.
[Nur ein einziger europäischer
Jude ist im Beratungskomitee: Wise, ein Zionist - das JDC hat keinen
Vertreter dort]
Das erste Treffen des Beratungskomitees wurde am 13. April unter
Roosevelts Vorsitz abgehalten. Elf Nichtjuden und drei Juden (Henry
Morgenthau, Sr., Bernard M. Baruch, und Stephen S. Wise) nahmen daran
Teil. Baruch und Morgenthau gehörten natürlich zu der unmittelbaren
politischen Familie des Präsidenten, so dass der einzige politische
Gast Wise war, der Kopf des Amerikanischen Jüdischen Kongresses und des
Jüdischen Weltkongresses, und er war der anerkannte Führer des
amerikanischen Zionismus. Natürlich war dies ein Schlag gegen die
Führung des American Jewish Committee und des JDC, die einige bittere
Kommentare über die Mitgliedschaft von Wise am neuen Komitee abgaben.
[Baruch gegen höhere "US"-Quoten -
Verdacht der Koordination zwischen Baruch und Roosevelt]
Welles hatte den Präsidenten gegen jeglichen Schritt vorbereitet, die
amerikanische Einwanderungspolitik zu liberalisieren, aber an der
Sitzung war es einer der Juden, Baruch, der noch einen Schritt vorwärts
ging: Er war der einzige unter den Teilnehmern, der die Initiative des
Präsidenten ablehnte. Er wunderte sich, ob "es für unsere Regierung
weise sei, die Idee zu fördern, dass mehr Flüchtlinge hierherkommen
sollten." Die Tatsache, dass dem eine private Visite Baruchs bei
Roosevelt am selben Tag vorausgegangen war, schien darauf hinzudeuten,
dass diese "Gegenwehr" im Voraus arrangiert war.
(Endnote 27: 9-44, Memorandum an der Konferenz des Weissen Hauses über
die Flüchtlinge,
4/13/38 [13. April 1938]; siehe auch: Morse, op. cit. [Morse, Arthur
D.:
While Six Million Died; New York 1968], S.204
[Roosevelt
verneint jegliche finanzielle Hilfe für die jüdische Auswanderung! -
und die jüdischen Organisationen geben keinen Protest ab]
Roosevelt
erklärte, dass private Agenturen für alle Zahlungen aufkommen müssten,
die die Auswanderungen und Neuansiedlungen mit sich brächten, weil
Beiträge der Regierung keine Chance hätten, durch den Kongress
verabschiedet zu werden, und das war nicht sehr wahrscheinlich. (S.232)
McDonald war zum Vorsitzenden des neuen Komitees gewählt, und er war
es, der vorschlug, dass Paul Baerwald eingeladen werden sollte,
ebenfalls beizuwohnen. Der Einladungsbrief des Präsidenten an den
Vorsitzenden des JDC wurde am 18. April abgeschickt. In der
Zwischenzeit hatte die JDC-Führung an einem Treffen mit Direktoren des
American Jewish Committee Ende März zugestimmt, dass ein
grossangelegtes Ansiedlungsprojekt auf der Tagesordnung stehen würde.
(Endnote 28: 8-21, Sitzung vom 3/28/38 [28. März 1938])
In
allen Angelegenheiten, die die Flüchtlinge betrafen, war es
vorzuziehen, dass Nichtjuden die Führung übernahmen, um antisemitische
Gefühle zu vermeiden. Das JDC akzeptierte die Regierungspolitik - es
wurden keine Fragen gestellt, es wurden keine Forderungen gestellt, es
waren keine Anspielungen von Kritik an der Haltung der Regierung zu
hören. Nichts wurde über die Regierungsentscheidung geäussert, die
ganze Last der Ausgaben den "Nichtregierungsquellen" aufzubürden.
(Endnote 29: Executive Committee, 4/20/38 [20. April 1938])