[Pilatus will Jesus nichts zu tun
haben mit einer Verurteilung von Jesus]
Bevor ich nun im einzelnen darstelle, warum ich glaube, dass Jesus
nicht am Kreuz gestorben ist, und dass er, nachdem er seine Wunden
ausgeheilt hatte, in Richtung Osten flüchtete, wo sich die
vertriebenen Stämme Israels niedergelassen hatten, halte ich es für
angemessen, einmal die Sympathie klar herauszustellen, die Pilatus, der
römische Verwalter von Judäa, der sich dazu gezwungen sah, Jesus zum
Tode zu verurteilen, für diesen empfand. Es ist nützlich,
sich dies noch einmal zu vergegenwärtigen, weil man so die Textstellen,
die wir im folgenden neu auslegen wollen, besser versteht. Ich gehe
direkt in den biblischen Text und zitiere das Johannes-Evangelium (1912):
Daraufhin
suchte Pilatus, ihn freizulassen; die Juden aber schrien: "Wenn Du
diesen freilässt, bist Du nicht Freund des Kaisers; jeder, der sich
selbst zum König macht, widersetzt sich dem Kaiser."
Im Matthäus-Evangelium (2719) lesen wir:
Während
er auf dem Richterstuhl sass, schickte seine Frau zu ihm und liess
sagen: "Habe nichts zu schaffen mit diesem (S.77)
Gerechten; denn ich habe heute
seinetwegen viel im Traum gelitten."
Ein paar Abschnitte weiter lesen wir, wie Pilatus versucht, Jesus vor
der Kreuzigung zu retten. Matthäus (2724)
geht folgendermassen weiter:
Als
Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern der Lärm grösser
wurde, nahm er Wasser, wusch seine Hände vor dem Volk und sprach: "Ich
bin unschuldig am Blut dieses Gerechten. Seht Ihr zu!"
Es ist offensichtlich, dass Pilatus Jesus nicht töten lassen wollte.
Aber die Juden bezeichneten Jesus als einen Aufrührer, der König werden
wollte. Sie warnten Pilatus, dass er dem Kaiser untreu sei, wenn er ihn
freilasse. Pilatus wollte weder seinen hohen Posten aufs Spiel setzen,
noch kam ihm die Feindschaft des Kaisers in irgendeiner Weise gelegen.
Und da die Juden den Kaiser sofort benachrichtigt hätten, wenn er Jesus
freigelassen hätte, blieb ihm nur die Möglichkeit, Jesus so
hinzurichten, dass er, scheinbar tot, trotzdem weiterleben konnte.
[Der von Pilatus gewählte Faktor,
so dass Jesus das Kreuz überlebt: der Zeitpunkt kurz vor dem Sabbat]
So legte er zunächst einmal die Hinrichtung auf einen Freitag, wenige
Stunden vor dem Sonnenuntergang, und somit kurz vor dem Einbruch der
Nacht vor dem Sabbat. Pilatus rechnete damit, dass der Körper von Jesus
- so wie das jüdische Gesetz es vorschreibt - nicht bis nach Einbruch
der Nacht am Kreuz bleiben durfte. Und so war es dann auch: noch vor
Einbruch der Nacht wurde Jesus vom Kreuz genommen. Und es ist sehr
unwahrscheinlich, dass Jesus schon gestorben war, während die beiden
Diebe noch leben sollten, als die beiden Soldaten ihnen die Beine
brachen, obwohl sie zum gleichen Zeitpunkt wie Jesus gekreuzigt worden
waren.
Ausserdem betritt genau in dem Moment ein Mann namens (S.78)
Josef die Szene - ein erklärter Freund von Pilatus und eine in der
Stadt angesehene Person -, der heimlich zu den Jüngern Jesu gehört.
Dieser Mann bringt den Körper von Jesus an einen Ort, an dem die Juden
nichts zu suchen hatten.
Das werden wir jetzt in allen Einzelheiten analysieren. (S.79)
[Damit ist jegliche Behauptung von "Christen" widerlegt, dass
irgendjemand Jesus umgebracht hätte. Komischerweise hat sich das
Judentum bis heute aber nicht richtig für diese Frage interessiert,
weil das Judentum die "Christen" sowieso nicht ernst nimmt. Dabei ist
es generell nicht verwunderlich, dass sich Religionen nicht ernst
nehmen, da sie ja ihre ideologischen Weltkriege weiterführen und dabei
auch "gewinnen" möchten...]