Jesus lebte und starb in
Kaschmir. Jesu Grab in Srinagar?
5. Vom Kreuz nach Kaschmir
5. 4. Jesus verlässt lebendig die Grabstätte
Die Grabhöhle und der weggerollte Stein - Jesus ist weg, nur
ein Jüngling da - der Balsam Marham-I-Isa (Jesus-Balsam)
von Andreas Faber-Kaiser 1976 /
1986; Keller & Co AG, Druckerei und
Verlag, 6002 Luzern
präsentiert von Michael Palomino
(2008)
[Jesus wird nicht sofort begraben,
wie es sonst bei Juden üblich wäre]
Als Jesus vom Kreuz heruntergenommen war - lebendig, wie wir gesehen
haben -, spielten sich eine Reihe von Ereignissen ab, die andeuten,
dass man versuchte, ihn zu heilen, und dass er auch seine Grabstätte
lebendig verlässt. Es ist hier angebracht, an die Zuneigung von Pilatus
gegenüber Jesus zu erinnern.
An erster Stelle muss beachtet werden, dass Jesus nicht seinen Feinden,
sondern seinen Freunden ausgeliefert wurde. So lesen wir im
Johannes-Evangelium (1938-39):
Darauf
bat Josef von Arimatäa, der ein Jünger Jesu war - im geheimen jedoch,
aus Furcht vor den Juden -, Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu
dürfen, und Pilatus erlaubte es. Er kam nun und nahm seinen Leichnam
ab. Es kam auch Nikodemus, der erstmals bei Nacht zu ihm gegangen war,
und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund.
[Der Stein am Eingang der
angeblichen Grabhöhle von Jesus - es fehlen die Helfer, die den Stein
bewegen]
Es ist nun eigenartig, wie Jesus zu einem Grab von Josef von Arimatäa
gebracht und wie dieses Grab nicht mit Erde ausgefüllt wird, so wie es
unter den Juden Sitte ist, sondern nur mit einem grossen Stein oder
Felsbrocken abgedeckt wird.
[Die Version mit einem grossen Stein erscheint seltsam, denn einen
grossen Stein zu bewegen erfordert viele Männer, die in der Bibel aber
nirgendwo erwähnt sind. Bei einem mannshohen Stein sind Maschinen
notwendig].
Es handelte sich um ein geräumiges Grab, in dem Atemluft in
ausreichender Menge vorhanden war. Ebenso merkwürdig ist der Umstand,
dass Jesus den Felsbrocken, der den Eingang versperrte, beiseite
schaffen musste, um aus dem Grab zu gelangen. Das bedeutet, dass dort
ein physischer, menschlicher Körper herausgekommen ist und nicht ein
geistiges oder göttliches Wesen, das es nicht nötig (S.95)
gehabt hätte, den Felsbrocken zu entfernen.
[Die Version, dass Jesus - von der Kreuzigung geschwächt und seit Tagen
ohne Wasser und ohne Nahrung - allein den grossen Felsbrocken beiseite
geschoben habe, erscheint unmöglich. Hier scheinen die Wächter und die
Helfer im Text zu fehlen. Bei einem mannshohen Stein sind Maschinen
notwendig].
Mehr noch, Jesus geht seinen Jüngern auf dem Weg nach Galiläa voran.
Von der Übergabe des Körpers an Josef von Arimatäa an, lesen wir im
Markus-Evangelium (15 46-47; 161-7):
"Dieser
kaufte Leinwand,nahm ihn ab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in
ein Grab, das in Felsen gehauen war, und wälzte einen Stein vor den
Eingang des Grabes. Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Joses,
sahen zu, wie er beigesetzt wurde. Als der Sabbat vorüber war, kauften
Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome Öle und
Salben, um hinzugehen und ihn zu salben. In aller Frühe am ersten Tag
der Woche kamen sie zum Grab, da eben die Sonne aufging. Sie sagten
zueinander: 'Wer wird uns den Stein wegwälzen vom Eingang des Grabes?'
Als sie aber hinblickten, sahen sie, dass der Stein weggewälzt war; er
war nämlich sehr gross. Und sie gingen in das Grab hinein, sahen zur
Rechten einen Jüngling sitzen, umkleidet mit einem weissen Gewand, und
sie erschraken sehr. Er sagte aber zu ihnen: 'Fürchtet euch nicht! Ihr
sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferweckt worden,
er ist nicht hier; seht, hier ist der Platz, wo sie ihn hingelegt
hatten. Doch geht nun hin und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er
geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch
gesagt hat'."
Die Aussage, dass Maria Magdalena, Maria und Salome in das Grab
hineingingen, deutet seine Geräumigkeit an. [Und entsprechend gross
muss der Stein gewesen sein].
[Der Balsam für die Wunden von
Jesus]
Andererseits gibt es Anzeichen dafür, dass Jesu Wunden von Nikodemus
geheilt worden sind. Dieser trug ihm einen Balsam auf, der die Wunden
heilte und den freien Blutkreislauf förderte. Der Jesus von Nikodemus
aufgetragene Balsam ist unter den Namen Marham-I-Isa ("Der
Jesus-Balsam") (S.96)
oder auch Marham-I-Rosul ("Der Balsam des Propheten") bekannt und wird
in zahlreichen medizinischen Abhandlungen des Orients erwähnt, wobei in
vielen auch gesagt wird, dass es sich um den Balsam handle, der Jesus
nach der Herabnahme vom Kreuz auf seine Wunden aufgetragen wurde.
[Wäre Jesus tot dewegen, so gäbe es den Balsam nicht].
Ich geben im folgenden nur eine kurze Liste von alten Werken und
Abhandlungen zur Medizin wieder, in denen dieser Balsam erwähnt wird
und ausserdem darauf hingewiesen wird, dass er dazu benutzt wurde, Jesu
Wunden auszuheilen. Die bekannteste dieser Abhandlungen ist der
berühmte Kanon von Avicena, der in der folgenden Liste an erster Stelle
genannt wird. (S.97)
Liste der Bücher, die das Marham-I-Isa erwähnen und anzeigen,
dass dieser Balsam für Jesus zur Heilung seiner Wunden zubereitet wurde
[Dies ist keine Verschwörungstheorie, du dummer Journalist, sondern das
sind Fakten].
"Qanun", von Shaikh-ul-Rais Bu Ali Sina, Bd. III, S. 133 (Im Okzident
als "Kanon von Avicena" bekannt).
"Sharah Qanun", von Allama-Outb-u-Din Shirazi, Bd. III.
"Kamil-us-Sanaat", von Ali-Bin-al Abbas Al-Majoosi, Bd. III., S.602
"Kitab Majmua-i-Baquai", Mahmood Mohammad Ismail, Mukhatif az Khayan,
von Khitab Pidar Mohammad Baqa Khan, Bd. II, S.497
"Kitab Tazkara-i-Ul-ul-Albab", von Shaik Daud-ul-Zereer-ul-Antaki,
S.303.
"Quarabadin-i-Rumi", ungefähr zu Jesu Zeiten zusammengestellt und
während der Herrschaft von Mamun-al-Rashid ins Arabische übersetzt;
siehe "Hautverletzungen und -schmerzen".
"Umdat-ul-Muhtay", von Ahmad Bin Hasan al Rashidi al-Hakin. In diesem
Buch sind das "Marham-I-Isa" und andere Präparate - ausgehend von etwa
hundert in französischer Sprache veröffentlichten Werken -
zusammengefasst worden.
"Qarabadin", in Persisch, von Hakim Mohammad Akbar Ar-zani -
"Hautverletzungen".
"Shifa-ul-Asqam", Bd. II, S.230.
"Mirat-ush-Shafa", von Hakin Natho Shah (Manuskript);
"Hautverletzungen".
"Zakhira-i-Khawarazm Shahi","Hautverletzungen"
"Sharab Qanun Gilani", Bd. III.
"Sharab Qanun Qarshi", Bd. III. (S.98)
"Qarabadin", von Ulwi Khan, "Hautverletzungen".
"Ilaj-ul-Amraz", von Hakim Mohammad Sharif Khan Sahib, S.893.
"Qarabadin, Unani", "Hautverletzungen".
"Tuhfaat ul-Muminee", gemeinsam mit Pakhzan-ul-Adwiya, S.713.
"Muhit Fi-Tibb", S.367.
"Aksir-i-Azam",Bd. IV, von Hakim Mohammad Azam Khan Sahib, Al Mukhatab
ba Nazim-i-Jahan, S.331.
"Qarabadin", von Musami-ul-Masum bin Karam-ud-Din-Al-Shustri Shirazi.
"Ijala-i-Nafiah", von Mohammad Sharif Dehlavi, S.410
"Tibb-i-Shibri", auch bekannt als Lawami Shibriyya Syed Hussain Shibr
Kazimi, S.471.
"Mañhzan-i-Sulaimani", Übersetzung von Aksie Arabi, S. 599, von
Mohammad Shams-ud-Din Sahib von Bahawalpur.
"Shifa-ul-Amraz", übersetzt von Maulana Al-Hakin Mohammad Noor Karim,
S. 282.
"Kitab Al-tibb Dara Shakohi", von Nur-ud-Din-Mohammad Abdul Hakim,
Ain-ul-Mulk Al-Shirazi, S.360.
"Minhaj-ud-Dukan ba Dastoor-ul-Aayan fi Aamal wa Tarkib al-Nafiah
lil-Abdan", von Sflatoon-i-Zamana wa Rais-i-A-wana Abdul-Mina Ibn Abi
Nasr-ul-Atta Al Israili Al Harooni, S.86.
"Zubdat-ul-Tibb", von Syel-ul-Imam Abu Ibrahim Ismail bin
Hasan-ul-Husaini Al-Jarjani, S.182.
"Tibb-i-Akbar", von Mohammed Akbar Arzani, S.242.
"Mizan-ul-Tibb", von Mohammad auf Akbar Arzani, S.152.
"Sadidi", von Rais-ul-Mutakalimin Imam-ul Mohaqq-i-qin
Al-Sadid-ul-Kazrooni, Bd. II, S.283.
"Hadi Kabir", von Ibn-i-Zakariya, "Hautverletzungen".
"Qarabadin", von Ibn-i-Talmiz, "Hautverletzungen".
"Qarabadin", vonIbn-i-Abi-Sadiq, "Hautverletzungen" (3). (S.99)
(3) Mazrat Mirza Ghulam Ahmad:
Masih Hindustan mein, 1899.
Im Zusammenhang mit der Heilung von Jesu Wunden lesen wir in dem Buch
"Der Mythos von der ewigen Wiederkehr" von Mircea Eliade (4):
(4) Eliade, Mircea: El mito del
eterno retorno ["Der Mythos von der ewigen Wiederkehr"]; Paris,
Editions Gallimard, 1951
Zwei
angelsächsische Zaubersprüche aus der christlichen Populärmagie des 16.
Jahrhunderts, die gewöhnlicherweise beim Suchen der Heilkräuter
ausgesprochen wurden, präzisieren den Ursprung ihrer Heilkraft: sie
wuchsen zum ersten mal (d.h. ab origine) auf dem Heiligen Kalvarienberg
(im Mittelpunkt der Erde): "Gegrüsst seist du, Heiliges Kraut, das du
auf der Erde wächst. Zunächst warst du auf dem Kalvarienberg, du bist
gut für alle Art von Wunden; ich pflücke dich im Namen des holden
Jesus" (1584).
"Heilig bist du, Eisenkraut, weil
du auf der Erde wächst. Zuerst fand man dich auf dem Kalvarienberg. Du
hast unseren Heiland Jesus Christus geheilt und seine blutigen Wunden
geschlossen. Ich pflücke dich (im Namen des Vaters, des Sohnes und des
Heiligen Geistes)."
Die Wirksamkeit dieser Kräuter
führt man darauf zurück, dass ihr Prototyp in einem (zu jener Zeit)
kosmisch entscheidenden Moment auf dem Kalvarienberg entdeckt wurde.
Sie wurden gesegnet, weil sie die Wunden des Heilands geheilt hatten.
Die gepflückten Kräuter wirken nur bei demjenigen, der den
ursprünglichen Heilungsakt beim Pflücken wiederholt. Deshalb sagte eine
alte Zauberformel auch: "Lasset uns Kräuter sammeln und sie auf die
Wunden des Erlösers legen." (S.100)