Jesus lebte und starb in
Kaschmir. Jesu Grab in Srinagar?
15. Anhang
15.1. Anhang 1: Der Weltkongress in London
Organisatoren 1978 - Anwesende - Beiträge - Resolution für das
Jesusgrab
von Andreas Faber-Kaiser 1976 /
1986; Keller & Co AG, Druckerei und
Verlag, 6002 Luzern
präsentiert von Michael Palomino
(2008)
[Die Organisatoren und Anwesenden
des Jesus-Weltkongresse von 1978 in London]
Dem Thema von der Möglichkeit, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist
und später nach Kaschmir flüchtete, wo er in hohem Alter einem
natürlichen Tode erlag, wurde im Sommer 1978 ein grossartiger
Weltkongress gewidmet, auf dem man sich mit dieser Angelegenheit
beschäftigte.
Von der London Mosque [Moschee] organisiert, fand vom 2. bis 4. Juni in
den Räumen des "Commonwealth Institute" in London ein internationaler
Kongress zum Thema "Jesu Rettung vom Kreuz" statt.
Es wurden Arbeiten verschiedener Fachleute aus unterschiedlichen
Ländern vorgestellt, und es nahmen über 1500 Vertreter aller Herren
Länder teil. Sie kamen aus Pakistan, Deutschland, von den
Mauritius-Inseln, aus Ghana, Nigeria, Trinidad, aus den Vereinigten
Staaten, Guayana, Bangladesh, Indonesien, Kanada, Indien, aus dem Iran,
der Schweiz, Schweden, Dänemark, Holland, Frankreich, Jugoslawien und
Spanien. Ebenso waren - in der Eigenschaft als Beobachter - offizielle
Vertreter verschiedener europäischer Kirchen dabei.
Hazrat Mirza Nasir Ahmad - Khalifatul Masih III. -, der dritte
Nachfolger von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad, (S.245)
dem Gründer der mohammedanischen Ahmadija-Bewegung, wohnte dem Kongress
persönlich bei. Seine Anhänger - von denen es auf der ganzen Welt
Millionen und allein in England 10.000 gibt - sehen ihn als den
"gelobten Messias" an.
Ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass die erste Sitzung des
Kongresses unter dem Vorsitz von Hazrat Muhammad Zafrullah Khan
stattfand, der 1947 Pakistans Aussenminister war und dann jahrelang die
pakistanische Delegation bei den Vereinten Nationen leitete, wo er bei
der 17. Tagung der Hauptversammlung als Präsident auftrat. Ausserdem
bekleidete er zweimal das Richteramt am Internationalen Gerichtshof in
Den Haag, dessen Vizepräsident (1958 bis 1961) und Präsident (1970 bis
1973) er war.
Fahrt nach
London untersagt
Unser guter Freund Professor Fida Muhammad Hassnain, der zu der Zeit
noch die Archive und die Archäologische Abteilung der Regierung
Kaschmirs leitete, konnte dem Kongress nicht persönlich beiwohnen, denn
die Regierung sah von dem Moment an Schwierigkeiten, als die Presse
ihre Anwesenheit bei dem Londoner Kongress ankündigte. Die Folge dieser
Schwierigkeiten war die Einbehaltung seines Reisepasses mit dem
darauffolgenden Hinweis, dass man ihm eine Rückkehr nach Kaschmir
verweigern würde, falls er sich dazu entschliessen sollte, nach London
zu fahren. So blieb er lieber zu Hause.
Sehr vermisst wurde auch Hans Naber, bekannt unter seinem Pseudonym
Kurt
Berna, der immer wieder mit grossem Einsatz versucht hatte zu beweisen,
dass die Spuren auf dem Turiner Linnen anzeigten, dass Jesus unmöglich
am Kreuz gestorben sein kann. Von 1976 bis nach dem Londoner Kongress
verbrachte Hans Naber seine Zeit der (S.246)
Freiheitsberaubung in Deutschland als Pendler zwischen dem Gefängnis
Stuttgart-Stammheim und einem Gefängniskrankenhaus. Er hatte keine Wahl
und er blieb hinter Gittern. Gehen wir jedoch zu dem über, was gesagt
wurde.
Beiträge
[Beweise für Jesus nach dem Kreuz
- und Indizien für Jesus in Indien und Kaschmir]
Der Kongress begann mit einem Diavortrag (1) von mir,
(1)
-- Dummelow: Commentary on the Holy Bible, S.717
-- William Hanna: The Life of Christ, III, 328-329
-- Stroud: On the Physical Cause of Death of Christ, S. 123-124
in dem ich 500 Dias zeigte, die Kaschmir, Orte und Themen
veranschaulichen, die mit dem "zweiten Leben" von Jesus in Verbindung
stehen. Darauf wurden folgende Referate vorgetragen:
Muhammad Zafrullah Khan, ehemaliger Präsident des Internationalen
Gerichtshofs von Den Haag und Experte für Islam und vergleichende
Religionswissenschaften, hielt eine lange Rede, in der er Jesus die
Göttlichkeit absprach und seine Figur als die eines Propheten
darstellte.
Mirza Muzzafar Ahmad, Enkel des Mannes, der von den Ahmadijas als der
"gelobte Messias" angesehen wird, 1972 Direktor der Weltbank, ausserdem
1966 Abgeordneter der Planungskommission der Regierung Pakistans und
1971 Finanzberater des pakistanischen Präsidenten, sprach von der
Ansiedlung der verlorenen Stämme Israels auf dem Boden Kaschmirs, dem
Ort, zu dem sich später Jesus aufmacht.
Ich selbst - und für diejenigen, die nur lächeln, sage ich noch einmal,
dass ich weder Ahmadija noch sonst etwas Ähnliches bin, dass meine
Beziehung zu dieser Bewegung (die ich in irgendeiner Weise als
rückschrittlich ansehe) nur die einer guten persönlichen Freundschaft
mit vielen ihrer Mitglieder ist, die ich als Individuen und nicht als
Ahmadijas betrachte, die an einem Thema arbeiten wie ich auch, nur
schon sehr viel länger als ich -. Ich selbst analysierte (S.247)
also die verschiedenen Umstände, die uns zu der Schlussfolgerung
führen, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist.
Im Namen von Professor Fida Muhammad Hassnain, Direktor der Archive und
der Archäologie in Kaschmir, wurde seine Arbeit über das Grab von
Yuz-Asaph (Jesus?) vorgelesen, das sich in Srinagar, der Hauptstadt
Kaschmirs, befindet.
Bashir Ahmad Rafiq, Iman der London Mosque [Moschee], der ersten in
London errichteten Moschee, Experte in vergleichenden
Religionswissenschaften und islamischem Recht, stellte eindeutige
Bibelstellen vor, die auf Jesu Rettung vom Kreuz hinweisen.
Abdus Salam Madsen, Sohn eines Vikars der dänischen Lutheraner, der an
der Kopenhager Universität und am Hartfort Theological Seminary of
Connecticut in den Vereinigten Staaten Theologie studierte und den
Koran ins Dänische übersetzte, stellte offensichtliche Stellen aus dem
Koran und dem Islam dar, in denen von der Rettung Jesu vor dem
Kreuzestod die Rede ist.
Reginald Charles Everard Skolfield,Engländer, Held der RAF [Royal Air
Force], der in den Vereinigten Staaten, im Mittleren Orient, in Indien
und Birma diente, der nach dem Krieg in den Vereinigten Staaten und
Australien lebte und ein Fachmann für vergleichende
Religionswissenschaften ist, zeichnete das Leben von Jesus nach und kam
zu der Schlussfolgerung, dass dieser nicht am Kreuz starb, wenn er auch
hinzufügte, dass nicht bewiesen werden kann, dass er bis nach Kaschmir
gelangte.
Shaikh Abdul Qadir, weltweit anerkannter Forscher und Autor von Themen,
die mit dem Islam und dem Koran zu tun haben, sprach von den Reisen,
die Jesus nach Indien und Kaschmir unternommen hat.
Hans Naber (Kurz Berna) sandte ein Schreiben aus seiner Zelle im
Gefängnis Stuttgart-Stammheim, in dem er (S.248)
erklärte, dass man ihn 1976 der Unterschlagung von Geldern der
"International Foundation for the Holy Shroud" "Internationale Stiftung
für das Heilige Grabtuch) beschuldigte und inhaftierte. Er sagte aus,
dass seine Inhaftierung lediglich ein Versuch gewesen sei, ihn - und
damit seine Untersuchungen, in denen er nachgewiesen hatte, dass Jesus
nicht am Kreuz gestorben war - in Misskredit zu bringen. Er verteidigte
einmal mehr seine These, dass Jesus die Kreuzesleiden überlebt habe,
und argumentierte im Sinne der These eines späteren Todes von Jesus in
Kaschmir.
Doktor Ladislav Philip, Tschechoslowake, Chefarzt des Prager
Staatskrankenhauses, der sich auf das Studium des historischen Jesus
spezialisiert und dabei aktiv mit dem Institut für Orientalistik der
Akademie der Wissenschaften und der Prager Charles-Universität
zusammengearbeitet hatte, steuerte einige neue Gesichtspunkte über die
Aktivitäten von Jesus jenseits von Palästina bei.
Schliesslich noch eine Arbeit von Anna M. Tolano - vorgelesen von dem
Dänen Svend Hansen -, in der auf die Möglichkeit hingewiesen wurde,
dass Jesus am Kreuz einen "Scheintod" erlitten habe.
Resolution
[Die Resolution für das Jesusgrab
in Srinagar für die Einstufung als religionsgeschichtliches Denkmal]
Der Kongress von London wurde mit der im folgenden wörtlich
abgedruckten "Resolution" beendet:
"Auf dem Internationalen Kongress über 'Jesu Rettung vom Kreuz', der
vom 2. bis 4. Juni 1978 in London abgehalten wurde, und an dem
Persönlichkeiten aus aller Welt teilnahmen, wird von den Abgeordneten
folgende Resolution einstimmig verabschiedet:
Wir, die Abgeordneten des Internationalen Kongresses 'Jesu Rettung vom
Kreuz' bitten die Regierung von (S.249)
Kaschmir, dem 'Rozabal' in der Khanyar-Strasse in Srinagar, Kaschmir -
den die Mitglieder der islamischen Ahmadija-Bewegung für das Grab eines
direkten Propheten Gottes, nämlich Jesus von Nazareth, halten-, den
Rang eines religionsgeschichtlichen Denkmals zuzuordnen. Ebenso bitten
wir darum, dass entsprechende Massnahmen zur Reinigung und ständigen
Pflege ergriffen und die nötigen Reparaturen und Restaurierungsarbeiten
dringend durchgeführt werden, um dem Grab den gewünschten
Konservierungszustand zurückzugeben.
Eine Kopie dieser Resolution wird dem Sekretär der United Educational
Scientific and Cultural Organisation (Unesco) mit der Bitte zugestellt,
dass man den indischen Behörden die im Zusammenhang mit diesem Thema
notwendige Unterstützung gewähren möge.
Im Namen aller Delegierten." (S.250)