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Kriegsbuch Bibel - andere Religionen ausrotten - Kreuze und Antisemitismus verbreiten -
Waffen segnen - wie die Kirche für Hitler betete und Stammbücher öffnete und die Judenverfolgung im Dritten Reich unterstützte
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aus:
-- Joachim Kahl: "DAS ELEND DES CHRISTENTUMS"; Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH (rororo), Reinbeck bei Hamburg; August 1968/1993
-- Webseiten (jeweils angegeben)
Joachim Kahl, Portrait
Zusammenfassung
Die Kirche ist eine kriminelle Organisation, und man sollte die Kirche auch dementsprechend behandeln. Eine "Entschuldigung" des Papstes und ein "Besuch" bei jüdischen Schulfreunden reicht nicht, um jahrhundertelangen Antisemitismus der Kirche zu entschuldigen. Der Vatikan sollte von oben bis unten durchsucht und die Hauptschuldigen für die Menschheitsverbrechen endlich genannt und im Nachhinein verurteilt werden, vor einem internationalen Gericht, IM NAMEN DER MENSCHENRECHTE. Das ist die einzige Lösung, um mehr Frieden in diese Welt zu bringen. Dasselbe gilt auch für den Islam und andere kriegerische Hetzerreligionen.
Die Kirche gehört meiner Meinung nach - wie der Islam auch - vor Gericht, und bei allen religiösen Büchern sollten die Passagen, die gegen Menschenrechte verstossen, GESTRICHEN werden. Wenn sich etwas ändern soll, dann müssen wir eben wirklich etwas ändern und nicht nur davon reden. Denn alle Religionen können noch so von der "Wahrheit" reden, die Erde bleibt immer gleich gross. Und Druck ergibt Gegendruck. Und alle Erde ist "heilig" und schützenswert, nicht nur die Erde Jerusalems.
Die Präsentation dieses Materials ist nur für dokumentarische Zwecke erlaubt.
Michael Palomino (2000 / 2007)
Chronologie
GÖTTLICHER AUFTRAG AN DAS JÜDISCHE VOLK ZUR BESETZUNG VON KANAAN UND ZUR AUSROTTUNG DER KANAANITER
Bibel 1.Sam.15,3: Gott Jahwe an König Saul:
"So ziehe nun hin, schlage Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und allem, was er hat; Schone seiner nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel." (S.41)
[GOTT VERSPRICHT EIN GROSS-ISRAEL VON ÄGYPTEN BIS ZUM EUPHRAT
Bibel / Thora 1. Mose Kapitel 15 Satz 18:
"An dem Tage machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Fluss Ägyptens bis an den grossen Strom, den Euphrat."
Folgende Völker sollen besiegt werden (Satz 19 bis Satz 21):
"Die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Ammoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter."]
Thorarolle
[Man muss dabei Folgendes wissen: Dieses Versprechen eines Reiches von Ägypten bis zum Euphrat ist ein Proyekt von vielen in diesern Region, denn die Ägypter hatten einmal ein Reich von Ägypten bis zum Euphrat, und die Könige in Asien hatten auch einmal ein Reich, das bis Ägypten ging. In diesen alten Zeiten ist diese Idee "normal". Aber die zionistischen Juden haben diese Idee bis heute (2010) und wollen dafür die muslimische Welt zerstören - und deswegen herrscht dort unten seit der Gründung von Israel Krieg...]
200 v. Chr. ca.
ANTIKE: ENTWURF DES BEGRIFFS "MENSCHENRECHTE"
Die ausserchristliche Antike entwirft den Begriff eines "unantastbaren Menschenrechts auf Freiheit" für alle Menschen, auch für die Sklaven (S.25).
um 200 v. Chr. ca
ANTIKE: SOZIALUTOPIE EINER MENSCHHEIT OHNE SKLAVEN
Die vor- und ausserchristliche Antike äussert vereinzelt Zweifel an der Rechtmässigkeit der Sklaverei. In einigen griechischen Sozialutopien wird sogar eine sklavenfreie Menschheit für möglich gehalten (S.22).
um 100 v. Chr. ca
PHILOSOPHENKREIS "STOA"
Der Philosophenkreis der "Stoa" kann eine Humanisierung und Liberalisierung der römischen Sklavengesetze erreichen (S.22).
Stoa, die Säulenhalle "Stoa poikile" in Athen
Die mit Bildern versehene Stoa ("gemalte Stoa", griech. "Stoa Poikile"), wo um 333 v.Chr. die Lehrtätigkeit begann. Der Philosophenkreis der Stoa war bis 180 n.Chr. aktiv.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Stoa)
um 0
DAS "CHRISTENTUM" ÜBERNIMMT DIE SKLAVEREI
Kahl:
<Diese Klassenstruktur, die in der Antike in der Sklavenwirtschaft ihren deutlichsten Ausdruck fand, wurde vom Christentum als fraglose Gegebenheit übernommen.> (S.22)
0-4. Jh.
DIE KIRCHE DIENT DEN MACHTELITEN ALS IDEOLOGISCHER HANDLANGER
(S.27)
98-117
REGIERUNGSZEIT VON KAISER TRAJAN IN ROM: ÜBERTRITT ZUM JUDENTUM WIRD SCHWER BESTRAFT
(S.45)
Kaiser Trajan, Büste
Die Bestrafung des Übertritts zum Judentum hat wahrscheinlich seine Gründe in Aufstandsaktivitäten der Juden gegen Christen. In der Zeit von Kaiser Trajan machen die Juden in Nordafrika einen Aufstand (alexandrinische Juden) und vertreiben Griechen nach Griechenland. Die Griechen ihrerseits rächen sich in Griechenland an Juden, nehmen Juden gefangen und machen sie nieder. Die Eskalation geht bis Feldzügen und mit systematischer Judenvernichtung in Nordafrika:
<In Alexandrien wie in dem übrigen Ägypten und auch in Cyrene [Kyrene] liessen sie [die Juden] sich, von einem bösen, revolutionären Geiste ergriffen, dazu herbei, sich gegen ihre griechischen Mitbürger zu erheben. Da sie den Aufstand weithin ausdehnten, entfachten sie im folgenden Jahre, während Lupus Statthalter von ganz Ägypten war, einen nicht unbedeutenden Krieg. Im ersten Treffen siegten die Juden über die Griechen, welche nach Alexandrien flohen, wo sie die daselbst wohnenden Juden gefangennahmen und niedermachten. Die Juden in Cyrene fuhren, obwohl sie von den alexandrinischen Juden keine militärische Unterstützung mehr zu erwarten hatten, fort, unter Führung des Lukuas Ägypten zu plündern und seine Fluren zu verwüsten. Der Kaiser entsandte daher gegen sie Marcius Turbo mit Fusssoldaten, Kriegsschiffen und auch Reiterei. Dieser führte in zahlreichen Gefechten einen langwierigen, mühsamen Krieg und vernichtete zu Zehntausenden die cyreneischen Juden, aber auch ägyptische Juden, die sich ihrem König Lukuas angeschlossen hatten. Da der Kaiser befürchtete, es möchten sich auch die Juden Mesopotamiens gegen die Mitwohnenden erheben, befahl er dem Lusius Quietus, die Provinz von diesen Leuten zu reinigen. Dieser rüstete und vernichtete eine sehr grosse Anzahl der dortigen Juden. Zur Belohnung für diese Tat erhob ihn der Kaiser zum Statthalter von Judäa. Griechische Schriftsteller, welche die gleiche Zeit behandeln, berichten diese Ereignisse in gleicher Weise.>
(aus: http://www.unifr.ch/bkv/kapitel50-1.htm (2007)
um 130
BARNABASBRIEF DER KATHOLISCHEN KIRCHE GEGEN "DIE JUDEN"
(S.45)
Der Barnabasbrief ist eine anonyme theoretische Lehrschrift ohne Adressat, weist aber einige theologische und sprachliche Parallelen zum Hebräerbrief auf. Der Text ist klar antijüdisch und
-- behauptet, der Bund zwischen dem Judentum und Gott sei nun vom Bund zwischen Christentum und Gott abgelöst
-- begründet, wieso der Feiertag der Christen der Sonntag sei und nicht der Samstag des Judentums
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasbrief (2007)
ab 130 ca.
"CHRISTLICHE" SCHRIFTEN GEGEN "DIE JUDEN"
Das "Christentum" beginnt nun eine pauschale Hetze gegen Juden, um zu begründen, dass nun die "Christen" den Bund mit Gott geschlossen hätten:
-- "die Juden" seien die von Gott "Verworfenen" und "Enterbten"
-- das "wahre Israel" sei nun die "Kirche"
-- die Privilegien des "auserwählten Volkes" seien nun auf das "wahre Israel", also die "Kirche", übergegangen.
In der Folgezeit kommt es zu verschiedenen "Aktionen" im "Christentum":
->> das Alte Testament wird für "das Christentum" zurechtgefälscht
->> die "Kirche" wirft dem "Judentum" vor, die Heilige Schrift falsch zu zitieren
->> es fallen die unflätigsten Schimpfworte gegen "die Juden" (S.45).
um 160
JUSTINUS MARTYR: SCHRIFT: "DIALOG MIT DEM JUDEN TRYPHON" GEGEN "DIE JUDEN"
(S.45)
Justinus martyr (Justinus der Märtyrer), Portrait
Der Text "Dialog mit dem Juden Tryphon" (lat. "Dialogus cum Tryphone Judaeo") schildert die "Erfahrungen" von Justinus martyr als "Missionar" und schildert die Streitgespräche mit jüdischen Schriftgelehrten.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Dialog_mit_dem_Juden_Tryphon (2007)
um 200
TERTULLIAN: STREITSCHRIFT GEGEN "DIE JUDEN"
(S.45)
Tertullian, Portrait
"Adversus Judaeos" -- Streitschrift gegen die Juden. Tertullian wirft den Juden Verstocktheit vor, da sie Jesus nicht als Messias anerkennen. Zu seinen Werken zählen viele Streitschriften gegen die Juden, aber auch gegen die Gnosis (Valentinianer und Doketisten), gegen Marcionisten, andere Häresien und gegen die Kindertaufe, aber auch Verteidigungsschriften für das Christentum vor heidnischem Publikum. Seine Polemik hatte wesentlichen Einfluss auf das Verschwinden des Theaterspiels im Frühmittelalter.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian (2007)
NEUES TESTAMENT: JEGLICHE SKLAVEREI WIRD VERSCHWIEGEN UND DAMIT LEGALISIERT
Menschen werden von der Kirche als "Arbeitsgeräte" geduldet.
Kahl:
<Das Neue Testament polemisiert zwar in scharfen Worten gegen Beischlaf ohne Lizenz, gegen Homosexualität, gegen kurze Haare bei Frauen. Dass aber unzählige Menschen als lebendige Arbeitsgeräte von wenigen anderen ausgebeutet und als Waren verhökert werden, wird nicht angeprangert oder gar verboten. Nicht einmal der Gedanke, dass die Sklaverei im Prinzip verwerflich sei und nur wegen der Machtverhältnisse noch nicht abgeschafft werden könne, taucht auf.> (S.22)
Bibel: Die Sklaverei wird auch im neuen Testament nicht angeprangert.
NEUES TESTAMENT: DER GLÄUBIGE WIRD ZUM SKLAVEN GOTTES,
der seinen Willen abgegeben hat.
Kahl:
<Die Gleichnisse, die die Evangelien Jesus in den Mund legen, setzen ohne ein Wort der Kritik die Sklaverei voraus, ja, verklären sie zum Modell des Verhältnisses Gott - Mensch:
"Deshalb ist das Reich der Himmel gleich einem König, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte."
in: Matthäus 18,23ff; 25,14ff; Markus 13,34; Lukas 12,42ff; 17,7ff.> (S.22)
NEUES TESTAMENT: PAULUS GIBT ANWEISUNG, MAN SOLLE IRDISCHE SKLAVEREI ALS GOTTGEGEBEN AKZEPTIEREN
und der Sklave sei sogar als Sklave "berufen".
Apostel Paulus, Portrait als Grieche mit Heiligenschein in einem Mosaik
Paulus war ein Jude war. Auf dem Mosaik fehlen aber die typischen Gesichtszüge. Er scheint hier als Grieche dargestellt. Die Darstellung ist nicht sehr real.
Kahl über Paulus und die Duldung der Sklaverei:
<Auch Paulus nimmt die Sklaverei nicht nur als selbstverständlich hin, sondern bestätigt sie ausdrücklich. Den entlaufenen Sklaven Onesimus, den er bekehrt hat, schickt er an seinen christlichen Herrn Philemon zurück [Philemonbrief]. Wie wenig der Apostel an Emanzipation denkt, geht aus den Worten hervor:
"Jeder bleibe in dem Stand, in dem er berufen worden ist. Bist du als Sklave berufen worden, so mache dir keine Sorge, sondern wenn du auch frei werden kannst, so bleibe um so lieber [in deinem Stand]. Denn wer im (S.22) Herrn als Sklave berufen worden ist, der ist ein Freigelassener des Herrn".> (S.23)
NEUES TESTAMENT: DIE UNTERWERFUNG ALS SKLAVE WIRD VORAUSGESETZT
und irdisch wie überirdisch gerechtfertigt.
Kahl:
"Unterwerfung unter menschliche Herrschaft wird als Akt der Unterwerfung unter Gott verklärt."
Es ergeben sich daraus folgende Verhaltensmuster, die die Persönlichkeitsentwicklung blockieren:
->> Selbstbeschränkung und Selbstbestrafung wird zum lobenswerten Ritual
->> "schlechtes Gewissen" und dessen "Entlastung" gehört zum lobenswerten Ritual
->> die Gewalt gegen sich selbst wird dazu noch als freier Entschluss zu einer "Freiheit" dargestellt
->> bestehendes Leid wird religiös gestützt statt vermindert (S. 23 ).
NEUES TESTAMENT: UNVERHÄLTNISMÄSSIGKEIT VON STRAFEN: KRITIK WIRD MIT HÖLLE BESTRAFT, Z.B. IN DER BERGPREDIGT
Kahl:
<Das gesamte Neue Testament hallt wider von massloser Aggressivität gegen alles, was von der christlichen Norm auch nur geringfügig abweicht. Modellhaft zeigt sich dieser Destruktionsdrang in dem bekannten Wort der Bergpredigt, wer zu seinem Bruder auch nur sage "du Narr", sei der Hölle mit ihrem Feuer verfallen (Matth. 5,22). Strafen werden angedroht, die sich selbst bei Anerkennung des Schuld-Sühne-Denkens in einem völligen Missverhältnis zum Vergehen befinden.> (S.33)
NEUES TESTAMENT: WER GOTT NICHT LIEBT, WIRD VERFLUCHT
in 16,22 z.B. "Apostel" Paulus im Korintherbrief:
Kahl: "Wenn jemand den Herrn nicht liebt, so sei er verflucht." (S.35)
NEUES TESTAMENT: KAHL ÜBER DEN MASSENBETRUG UND DIE PSYCHISCHEN FOLGEN DER "CHRISTLICHEN LEHRE"
Kahl:
"Das Neue Testament ist ein Manifest der Unmenschlichkeit, ein grossangelegter Massenbetrug; es verdummt die Menschen, statt sie über ihre objektiven Interessen aufzuklären." (S.23)
NEUES TESTAMENT: ES IST SADO-MASO-FOLTER
Kahl:
"Was ist das Kreuz Jesu Christi überhaupt anderes als der Inbegriff sadomasochistischer Schmerzverherrlichung?" (S.24)
NEUES TESTAMENT: KEINE REALE GLEICHHEIT DER MENSCHEN
Die Kirche schafft zwar die "Gleichheit" der Menschen vor Gott, aber
-- nicht die Gleichheit der Menschen auf der Erde untereinander
-- keine Abschaffung der Sklaverei
-- keine Emanzipation (S.24).
NEUES TESTAMENT: SCHWARZ-WEISS-MALEREI DIENT DEM ANTISEMITISMUS - SCHWARZ-WEISS-MALEREI ALS DIKTATUR GEGEN ALLES ANDERSARTIGE
Das neue Testament teilt die Menschen in "Gute" und "Böse" ein, betreibt somit Schwarz-Weiss-Malerei mit Hilfe schablonenhafter Einteilung und ist keineswegs ein Buch des Friedens, sondern ist ein extremistisches Buch und dient dem Antisemitismus und dem Krieg gegen alle anderen kulturellen Strömungen der Welt.
Kreuzzugsheer der "christlichen" Schwarz-Weiss-Kirche
Kahl:
<Er [der Antisemitismus] wird überall dort insgeheim mitgeliefert, wo - wie im Neuen Testament - die Welt in Schafe und Böcke aufgeteilt wird: in Gute, zu denen man selber gehört ("Ihr seid das Licht der Welt", Matth. 5,14), und in Böse, den Rest der Menschheit. Wo der Himmel für die einen unlöslich gekoppelt erscheint mit der Hölle für die andern. Wo Hoffnung nur besteht, wenn zugleich jeder, der anders denkt, anders glaubt, anders handelt, vernichtet wird.> (S.42)
NEUES TESTAMENT: "DIE PHARISÄER" ODER "DIE JUDEN" WERDEN UNTERSCHIEDSLOS UND VERALLGEMEINERND ALS GEGNER VON JESUS HINGESTELLT
Philisterbrief 2,15:
<"Christen" gelten als "Himmelslicht", als "makellose Kinder Gottes", mitten unter einem verkehrten und verdrehten Geschlecht, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt.> (S.43)
NEUES TESTAMENT: DAS JOHANNESEVANGELIUM VERKÖRPERT DIE SCHLIMMSTE DIKTATUR
Es wird extrem zwischen Licht und Finsternis, Wahrheit und Lüge, oben und unten, himmlisch und irdisch, Gott und Teufel, Freiheit und Knechtschaft, Leben und Tod herumargumentiert. Jesus und sonst niemand ist der "Erlöser":
Johannes-Evangelium 14,6:
<Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater ausser denn durch mich.> (S.44)
Apostel Johannes, Portrait mit Vollbart
JOHANNESEVANGELIUM: JUDEN ALS ABKOMMEN DES TEUFELS
Das Johannes-Evangelium 8,44, bezeichnet Juden vom Teufel und alles Böse. Kahl:
<"Die Juden" stammen nicht von Gott, auch nicht von Abraham ab, sondern vom Teufel. Sie sind Kinder "des Teufels", sie sind der Vater der Lüge und der Vater des Menschenmörders von Anfang an und trachten Jesus notwendigerweise nach dem Leben.>
Die Bibelübersetzung von Schlachter übersetzt Johannes 8,44 z.B. wie folgt:
<Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun; der war ein Menschenmörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.>
Teufel verfolgt Mönch, 1512
Dies ist das erste Vorbild für den politischen Antisemitismus und für das Nazitum.
Kahl:
<Ob sie ["die Juden"] als Teufelskinder diffamiert oder zur minderwertigen Rasse gestempelt werden: Das eine ist so mythologisch wie das andere und erwächst aus demselben Feindbedürfnis.> (S.44)
Das jüdische Volk ist nur ein Element der allgemeinen Satanologie und Dämonologie der katholischen Kirche (S.44-45).
NEUES TESTAMENT: GOTT WIRD RÄCHEN
Es gilt die Anleitung, dass Gott rächen wird und der Mensch keine Rache verüben soll.
Kahl:
<Der Rachegedanke ist nirgendwo überwunden. Im Gegenteil. Der allmächtige grosse Bruder besorgt die Vernichtung der Feinde viel wirksamer.>
Paulus im Römerbrief 12,19:
<Rächet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: "Mir gehört die Rache, ich will vergelten", spricht der Herr.> (S.34)
NEUES TESTAMENT: DAS "JÜNGSTE GERICHT" OHNE ZEITANGABE
Das neue Testament droht mit einem "jüngsten Gericht", ohne dass bekannt ist, wann es denn stattfinden soll. Damit wird dauernd Angst verbreitet (Matth. 24,50; 25,13) (S.34).
[Insgesamt ist das Alte Testament ein Kriegsbuch mit der jüdischen Kriegserklärung von Ägypten bis an den Euphrat, und das Neue Testament ist ein Kriegsbuch zur Welteroberung des "Christentums"].
ab 200 ca.
ENTLASSUNG VON SKLAVEN ALS "GUTES WERK"...
Sklaven werden von Christen in die "Freiheit" entlassen, um vor Gott ein "gutes Werk" zu tun. Die christliche Predigt stabilisiert aber die Sklaverei und verurteilt die Sklaverei nie direkt (S.25) [und es wird offengelassen, ob die Sklavenhalter gleich neue Sklaven engagieren].
ab 200
DIE KIRCHE LEGITIMIERT JEDEN KRIEG MIT DER "UNERGRÜNDLICHKEIT" VON GOTTES WILLE
Friedensarbeit ist bei der Kirche quasi Ketzerei.
Kahl:
<Brach und bricht trotzdem einmal die Unzufriedenheit der Menschen mit ihrer Lage hervor [etwa anlässlich eines Krieges], so bietet der Schöpfungsglaube auch hier noch einen Ausweg. Wie salbadern dann die Theologen? "Gottes Gedanken sind unerforschlich, Seine Wege unergründlich. Wer darf sich vermessen, mit Ihm zu rechten? Du darfst nicht zweifeln, mein liebes Kind".>" (S.30)
Es ist also jeder gewalttätige Krieg hinzunehmen. Das ist neues Testament...
DIE KIRCHE SPRICHT IHRE GLÄUBIGEN FÜR SÜNDIG, UM SIE ZU WILLENLOSEN GESCHÖPFEN ZU MACHEN UND UM SELBER VERMÖGEN ANZUHÄUFEN
Ungehorsam gegen Gottes heiliges Gebot gilt als "Sünde":
-- alle Menschen sollen wegen einem Adamsapfel im Zustand der Verderbtheit leben
-- alle Menschen haben "das Böse" in sich, das nicht aufgehoben werden kann (S.30).
Die Menschenmasse in der Kirche wird zu willenlosen Geschöpfen gemacht.
Kahl:
"So züchtet die sonntägliche Predigt, die Menschen seien nichtswürdige Sünder, innerlich unfreie und ängstliche Kreaturen: nützlich und verwertbar für die gesellschaftlichen Herrschaftseliten, die sich nur so lange erhalten können, wie die Menschen hilflos und ohne Selbstvertrauen bleiben.
Damit die Menschen unter keinen Umständen auf den Gedanken verfallen, ihre Geschichte bewusst in die eigene Hand zu nehmen und ihre schöpferischen Möglichkeiten zu entfalten, sagt ihnen die Christologie ausdrücklich, dass sie dazu von vornherein unfähig sind.
Die entscheidenden Probleme des Lebens [das "Heil"] können nicht aus menschlicher Kraft gelöst werden. Dazu bedarf es des Erlösers, den Gott aus lauter Gnade schickte." [und wer besonders artig war, wird vielleicht "begnadigt" für seine Unterwürfigkeit]. (S.31)
ab 200 ca.
DIE "CHRISTLICHE FÜHRUNG" BEGINNT MIT GROSSEN VERLEUMDUNGSKAMPAGNEN GEGEN DEN REST DER WELT
Ab 200 n.Chr. ca. beginnt der Weltkrieg der Kirche mit dem Ziel der Ausrottung der "Heiden". Stereotype Feindbilder werden über Jahrhunderte propagiert und Feind-Klischees genährt: sexuelle Unzucht, Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit, Neid, Mord, Betrug, Gottesfeinde, erfinderisch im Bösen, Ungehorsam, treulos, lieblos, unbarmherzig etc. (Röm. 1,29-31).
Es wird der Grundstein für die Bereitschaft zum Töten gelegt.
Kahl:
"Es ist nicht schwer zu erkennen, dass diese Mentalität, die nach Zerstörung lechzt, bei günstigen Machtverhältnissen nicht zögert, die Feinde Gottes selber auszurotten." (S.35)
bis 4. Jh.
IM RÖMISCHEN REICH HERRSCHT EINE RELIGIONSTOLERANZ
Das "Christentum" bleibt noch in einer "verfemten Minderheit", und das "Christentum" verfemt die anderen Religionen. Das "Christentum" profitiert also von der herrschenden Religionstoleranz, die z.B. vom Theologen Tertullian propagiert wird (S.35).
DAS "CHRISTENTUM" WIRD STAATSRELIGION
mit Duldung der Sklaverei (S.25).
313
BEGINN DER PRIVILEGIERUNG DER "CHRISTEN" IM RÖMISCHEN REICH - KONSTANTIN
Konstantin beginnt, Christen gegenüber anderen Menschen im römischen Reich zu privilegieren (S.25). Konstantin duldet noch alle Kulte, empfiehlt in kaiserlichen Erlassen die Annahme des christlichen Glaubens (S.35).
Ab Konstantin gelten neue Diskriminierungen gegen "die Juden" im römischen Reich:
-- Übertritt zum Judentum wird schwer bestraft
-- neu wird auch die jüdische Gemeinde, die den Konvertierten aufnimmt, bestraft (S.45).
Kaiser Konstantin, Portrait mit Heiligenschein in einem Mosaik
ab 313
DIE DIKTATUR DES "CHRISTENTUMS" BEGINNT
Das "Christentum" wird Staatsreligion im römischen Reich und somit privilegiert. Das "Christentum" beginnt die Diktatur und Diskriminierung gegen andere Religionsgemeinschaften mit staatlicher Hilfe.
Kahl:
"[...] brach nun das Ende der Toleranz an. Systematisch wurden die Freiheiten und Rechte der Nichtchristen sowie der nichtkatholischen christlichen Minderheiten beschnitten." (S.35)
Der höhere Klerus plündert u.a. die Schicht der Bauern (S.27).
ab 313
SCHENKUNGEN REICHER "CHRISTEN" AN DIE KIRCHE GELTEN ALS "GUTES WERK"
(S.25)
ab 350 ca.
DIE KIRCHE WIRD INFOLGE DER VIELEN SCHENKUNGEN GRÖSSTER BESITZER
an Boden und Sklaven.
Kahl:
"Wenige Jahrzehnte später war der "Leib Christi" zum reichsten Grossgrundbesitzer mit dem grössten Sklavenbestand im Imperium angeschwollen." (S.25)
380
PRIVILEGIERUNG DER "CHRISTEN" IM RÖMISCHEN REICH ABGESCHLOSSEN - WEITERE DISKRIMINIERUNG DES JUDENTUMS
Die Söhne von Konstantin, Gratianus [367-383] und Theodosius [379-395] vollenden die Privilegierung der "Christen" gegenüber anderen Menschen (S.25):
-- die katholische Kirche wird zur alleinberechtigten Staatskirche erklärt (S.35)
-- jeder römische Bürger muss fortan orthodoxer Christ sein (S.35-36)
-- bei einem Übertritt eines Christen zum Judentum konfisziert der römische Staat allen Besitz (S.45-46)
-- Mischehen werden bei Todesstrafe untersagt (S.46).
Kaiser Gratianus, Profil
Kaiser Theodosius, Büste
ab 380
"CHRISTIANISIERUNG" IM RÖMISCHEN REICH: ZERSTÖRUNG VON TEMPELN, VERFOLGUNGEN, BÜCHERVERBRENNUNGEN
Alle Religionen ausser das "Christentum" werden vom Staat als verbrecherisch verfolgt.
Kahl:
"Heidentum und "Ketzerei" galten als Staatsverbrechen (crimen maiestatis). Besuch heidnischer Tempel oder Opfer wurde mit Todesstrafe oder Verbannung belegt. Christliche Rollkommandos, Mönche, Bischöfe und Laien, stürmten und plünderten die heidnischen Kultstätten. Unermessliche Kunstschätze wurden vernichtet; die heidnische Literatur wurde meist verbrannt." (S.36)
[Man kann schlussfolgern, dass diese "christliche" Aktion der "Kulturrevolution" entsprach, die in China stattfand, wo alles vernichtet wurde, was nicht der Staatsdoktrin entsprach...]
387
PREDIGT VON KIRCHENVATER JOHANNES CHRYSOSTOMUS (übersetzt: "GOLDMUND") GEGEN "DIE JUDEN"
aus: Friedrich Heer: "Gottes erste Liebe. 2000 Jahre Judentum und Christentum. Genesis des österreichischen Katholiken Adolf Hitler"; München und Esslingen 1967, S.67:
"Hier ist das Arsenal aller Waffen gegen die Juden bis heute versammelt. Der Jude ist: ein fleischlicher Jude, ein schlüpfriger geiler Jude, ein dämonischer Jude, ein geldgieriger Jude, ein verfluchter Jude. Der Jude ist ein Mörder der Propheten, ein Mörder Christi, ein Gottesmörder. Der Jude verehrt den Teufel. Die Juden sind Trunkenbolde, Hurer, Verbrecher." (S.45)
Johannes Chrysostomus, Portrait mit Heiligenschein
Oft benutzt Chrysostomus die folgende Formel gegen die Synagoge:
"Nenne einer sie Hurenhaus, Lasterstätte, Teufelsasyl, Satansburg, Seelenverderb, jeden Unheils gähnenden Abgrund oder was immer, so wird er noch weniger sagen, als sie verdient hat." (S.45)
um 400
DER KIRCHENGELEHRTE AUGUSTINUS FORDERT DIE REICHEN ZUR DANKBARKEIT GEGENÜBER DER KIRCHE AUF, DASS SIE DIE SKLAVEREI DULDE...
Kahl:
<Von Anfang an stabilisierte die christliche Predigt die Sklaverei. Wie vorzüglich die neue Religion als Schmieröl in der Herrschaftsmaschinerie funktionierte, zeigt Augustin, der die Reichen zur Dankbarkeit auffordern konnte: zur Dankbarkeit dafür, dass Christus und seine Kirche aus Sklaven nicht Freie, sondern aus schlechten Sklaven gute Sklaven machten.> (S.25)
"Bedeutender lateinischer Kirchenlehrer und Philosoph des christlichen Altertums Aurelius Augustinus (354-430 n.Chr.) "
(http://www.cafe-arte-muenster.de/9201/index.html?*session*id*key*=*session*id*val* (2007)
408-450
REGIERUNG UNTER KAISER THEODOSIUS II. IM RÖMISCHEN REICH: ANTISEMITISCHER CODEX THEODOSIANUS
-- Juden werden per Gesetz von allen Ämtern und Würden ausgeschlossen
-- der Bau von neuen Synagogen wird untersagt (S.46).
Kaiser Theodosius II., Büste
527-565
"CHRISTIANISIERUNG" IM RÖMISCHEN REICH: EINFÜHRUNG DER ZWANGSTAUFE
unter Kaiser Justinian I. (S.527-565):
Kaiser Justinian I., Portrait mit Heiligenschein
-- der Staat verfügt die Zwangstaufe
-- Erneuerung der Todesstrafe
-- alle Heiden und nichtkatholischen Christen werden für rechtlos erklärt (S.36)
-- auch alle Juden werden im römischen Reich rechtlos
-- Synagogen werden vom römischen Staat beschlagnahmt und in Kirchen verwandelt
-- die Verbrechen der "christlichen" Bischöfe und Mönche werden legalisiert, indem die Synagogen niedergebrannt und ausgeplündert werden
-- nach der Eroberung der nordafrikanischen Stadt Borion durch den Feldherrn Belisar befielt Justinian die Massenzwangstaufe an Juden (S.46).
ab 530 ca.
"CHRISTIANISIERUNG" IN FRANKREICH: STAATSKIRCHE
Nach dem Tode Chlodwigs 511 bilden sich bald staatskirchenähnliche Verhältnisse heraus:
-- christliche Adlige werden am Hof bevorzugt
-- die öffentlichen heidnischen Kulte werden verboten
-- auch die heimlichen heidnischen Kulte werden verboten (S.36).
ab 565
MASSENZWANGSTAUFEN AN JUDEN
werden zur "christlichen" Gewohnheit (S.46).
ab 600
KIRCHLICH-"CHRISTLICHE" VERNICHTUNGSIDEOLOGIE VON PAPST GREGOR DEM GROSSEN
-- entweder erfolgt die bedingungslose Unterwerfung der Heiden unter die politische und ökonomische Herrschaft der Christen mit nachfolgender Taufe und kirchlicher Indoktrination
-- oder es erfolgt die Ausrottung
-- beide Verfahren finden "im Namen Gottes" statt... (S.37)
Papst Gregor I. "der Grosse", Portrait mit Heiligenschein
ab 626
FRANKREICH: "CHRISTIANISIERUNG" MIT EINFÜHRUNG DER ZWANGSTAUFE
Dagobert I. zwingt den Restbestand der nichtchristlichen Bevölkerung zur Taufe (S.36).
König von Frankreich Dagobert I., Portrait
638
VI. KONZIL VON TOLEDO: BEFEHL DER TAUFE ALLER SPANISCHEN JUDEN
(S.46)
655
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: SYNODE VON TOLEDO
Alle Kinder von Priestern werden zu Sklaven erklärt (S.26).
694
XVII. KONZIL VON TOLEDO: ALLE JUDEN WERDEN ZU SKLAVEN ERKLÄRT
-- Befehl zum Beschlagnahmen der jüdischen Vermögen
-- Befehl des Kinderraubs an jüdischen Familien und der christlichen Verheiratung der erwachsenen jüdischen geraubten Kinder (S.46).
8. Jh.
"CHRISTIANISIERUNG" IN DEUTSCHLAND
Die "Christianisierung" wird begünstigt durch die germanische Traditionen vom sakralen Königtum und erreicht den "Höhepunkt" unter den Karolingern im 8.Jh. (S.36).
ab 8. Jh.
BUND ZWISCHEN STAATSMACHT UND KIRCHE, ZWISCHEN DEM PAPST STEPHAN II. UND DEM FRÄNKISCHEN HERRSCHERHAUS UNTER DEN KÖNIGEN PIPPIN
mit der gegenseitigen Schutzverpflichtung:
-- der König übernimmt die unmittelbare Aufgabe, für die Kirche einzutreten
-- die "Kirchenfürsten" dürfen gegen "Ketzer" und "Heiden" vorgehen (S.36).
Frankenkönig Pippin der Jüngere, Grabstatue
EXPANSIONSKRIEGE ALS MISSIONSKRIEGE
Die "christlichen" mitteleuropäischen Staaten verkleiden ihre Expansionskriege gegen die Nachbarstaaten als "Mission". Jeder Krieg und Ausweitung des Territoriums wird mit der nachfolgenden Missionierung gerechtfertigt (S.36).
Ausgeschickte Missionare gelten in "heidnischen" Gebieten als Boten von Krieg und Unterwerfung, die dann bald kommen werde. Denn es gibt nur noch die Annahme der neuen Religion. Bei Ablehnung des Missionars wird vom "Christentum" der Krieg erklärt (S.37).
Das ist die "christliche" Methode...
800-1400 ca.
DIE KIRCHE IST INS MITTELALTERLICHE FEUDALSYSTEM INTEGRIERT
-- die führenden kirchlichen Posten werden mit den zweitgeborenen Söhnen der Adelsfamilien besetzt (secundogenitus)
-- für Äbte werden oft Adelsnachweise über mehrere Generationen hinweg verlangt (S.27).
804
ENDGÜLTIGE "CHRISTLICHE BESETZUNG" SACHSENS DURCH TRUPPEN KARLS "DES GROSSEN": ZWANGSTAUFE
in ganz Sachsen (S.36):
[Gemäss neuerer Forschung hat es Karl den Grossen nicht gegeben und ist eine Erfindung von Mönchen aus dem Mittelalter, um einen grossen "christlichen" Kaiser als geschichtliches Argument für ein neues Grossreich zu haben].
ab 1000 ca.
BEGINN VON ANTISEMITISCHEN BRÄUCHEN BEI DER KIRCHE
mit verhöhnendem und verleumderischen Inhalt gegen "die Juden" (S.47).
1022
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: SYNODE VON PAVIA
Alle Kinder von Priestern werden erneut zu Sklaven erklärt [erstmals 655 in Toledo] (S.26).
1095
METHODEN DER VERHETZUNG ZU "KREUZZÜGEN"
Die Kirche verspricht den völligen Sündenablasses für Leute, die an einem "Kreuzzug" teilnehmen:
-- mit dem Ruf: "Gott will es"
-- mit dem Kampf gegen die verfluchten Gottesfeinde, die das "Grabmal des Herrn" innehaben
-- die Freiwilligen werden in die "militia Christi" ["Kriegsdienst für Christus"] und in die "militia sancti Petri" ["heiliger Kriegsdienst des Petrus"] eingezogen (S.38)
-- viele "Christen" sterben bereits auf der Schifffahrt zum "heiligen Land" (S.38).
ab 1095
"KREUZZÜGE" GEGEN DEN ORIENT MIT VORGESCHOBENER CHRISTIANISIERUNGSABSICHT
In Wahrheit dienen die Kreuzzüge aber anderen Zwecken:
-- für die wirtschaftlichen Interessen der oberitalienischen Seefahrerstädte Venedig, Pisa und Genua, gegen die arabischen Länder gerichtet
-- zusätzlich mit politisch-ökonomischer Machtgier der Ritter, "Fürsten", Könige und Päpste kombiniert
-- christliche Waffenhändler beliefern "Christen" und Muslime gleichermassen [!]
-- es etabliert sich ein schwunghafter Sklavenhandel, der in christlichen Händen liegt, besonders aktiv ist dabei Kardinal-Legat Pelagius (S.37).
Ahnungslose "christliche" Massen werden von kirchlichen Demagogen aufgewiegelt (S.37-38):
-- von Papst Urban II.
-- von Peter dem Eremiten aus Amiens
-- von Bernhard von Clairvaux, dem "doctor mellifluus" / dem "honigtriefenden Lehrer" (S.38).
KREUZZÜGE: DIE MISSIONARE SCHWEIGEN MEIST ÜBER DIE CHRISTLICHEN VERBRECHEN
Die "christlichen" Missionare schweigen meist zu den militärischen und handelspolitischen Verbrechen des weissen "Christen" in den aussereuropäischen Kontinenten. Die Kirche ist zu keinem Widerstand gegen die Verbrechen bereit, die in ihrem Namen begangen werden... (S.42)
POGROME GEGEN "DIE JUDEN" IM "KREUZZUGSFANATISMUS"
Die "Christen" vollziehen im "Kreuzzugsfanatismus" den Hass gegen die "Feinde Christi" und begehen Pogrome gegen "die Juden" schon im eigenen Land in Europa (S.48).
1099
"CHRISTLICHE EROBERUNG" UND "CHRISTLICHE" PLÜNDERUNG VON JERUSALEM
Die "Christen" verüben gegen die verteidigenden Moslems ein totales Massaker. Im Bericht "Gesta Francorum" sind die Geschehnisse folgendermassen beschrieben:
"Bald [...] flohen alle Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her, sie tötend und niedersäbelnd, bis zum Tempel Salomons, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten [...]
Bald durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold, Silber, Pferde und Maulesel an sich; sie plünderten die Häuser, die mit Reichtümern überfüllt waren. Dann, glücklich und vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren." (S.38)
1140
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: "DECRETUM GRATIANI" ["Gratianischer Beschluss"]
Die Verfügung der Synoden von Toledo (655) und Pavia (1022), die Kinder von Priestern zu Sklaven zu erklären, wird in das "Decretum Gratiani" aufgenommen (S.26).
"DECRETUM GRATIANI": UNMÖGLICHKEIT DER FREILASSUNG VON KIRCHENSKLAVEN
Die Freilassung von Kirchensklaven wird grundsätzlich für unmöglich erklärt. Begründung: Gott verfüge über die Eigentumsrechte seiner Kirche... (S.25)
1147
OSTEUROPA: WENDENKREUZZUG UND BEGINNENDE "TÄTIGKEIT" DES DEUTSCHRITTERORDENS: DIKTATUR IN OSTEUROPA
mit Missionierung der "heidnischen Ostprovinzen". Der Vorstoss entpuppt sich als grosskapitalistisch organisierte barbarische Militärdiktatur grössten Stils mit der Hauptbeschäftigung, Heiden umzubringen, wenn sie sich nicht taufen lassen (so der katholische Historiker Hans Kühner) (S.38).
1179
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: DRITTES LATERANKONZIL: KRIEGSERKLÄRUNG GEGEN DIE GANZE WELT
Allen Gegnern des römischen Papsttums wird im dritten Laterankonzil die Sklaverei angedroht (S.26).
Es wird der Befehl herausgegeben, dass alle Christen, die mit Juden zusammenleben, zu exkommunizieren sind (S.46).
ab 1179
ENTSTEHUNG ERSTER JUDENGHETTOS WEGEN DER KIRCHE
Nach dem "christlichen" Befehl des dritten Laterankonzils, dass Christen und Juden nicht zusammenleben dürfen, entstehen die ersten Judenghettos (S.46).
1190-92
DRITTER KREUZZUG, RICHARD I. (RICHARD "LÖWENHERZ"): MASSENHINRICHTUNGEN DER ARABER
Als die Verhandlungen mit Saladin stocken, werden 2000-3000 muslimische Gefangene massakriert und die Gedärme der Leichen nach Gold durchsucht (S.38).
um 1200
KIRCHE: SKLAVENHALTUNG IN DEN PFARRHÄUSERN UND KLÖSTERN
Kahl berichtet über die Kirchenbeamten und Klöster, dass 1000e Sklaven auf den Kirchengütern gratis Landwirtschaftsarbeit verrichten mussten:
<Päpste und Bischöfe, Prälaten und Klöster verfügten über Tausende von Sklavinnen und Sklaven, die die riesigen Güter beackern mussten. Entflohene wurden unerbittlich gefangen und zurückgebracht. Als "fugitivi" ["Entlaufene"] erhielten sie eiserne Halsringe mit christlichen Symbolen. Das Kirchenrecht führte alle Sklaven als Gegenstände unter der Rubrik "Kirchengut" auf>, [also: Menschenmaterial]. (S.26)
1205
PAPST INNOZENZ III. VERFLUCHT "DIE JUDEN" ALS "GOTTVERDAMMTE SKLAVEN"
(S.46)
Papst Innozenz III., Profil
1215
VIERTES LATERANKONZIL: ANORDNUNG DER INQUISITION - DOGMATISIERUNG DES ABENDMALS - FESTLEGUNG EINER BESONDEREN JUDENTRACHT
Für die Juden wurde eine spezielle Tracht eingeführt, die sie in der Öffentlichkeit zu tragen hatten:
-- gelber Fleck im Obergewand
-- gehörnte Kappe (pileum cornutum) ["Judenhut"]
-- die "Hörner" sollen die verstockten Mörder Christi sinnfällig aussondern und an ihre Abstammung vom Teufel erinnern (S.46)
[In der Folge können Juden leicht erkannt werden und ermordet werden]
-- der Besuch christlicher Gaststätten und Bäder wird den Juden verboten
-- das Betreten der Strassen an christlichen Festtagen wird den Juden verboten
-- Juden sind von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen (S.47).
und: BESCHLUSS DER INQUISITION GEGEN DIE ALBINGENSER
(S.48)
Kreuzzügler greifen Juden mit Judenhut in Hornform an, französische Bibelillustration 1250. Es handelt sich um politischen, kriegerisch ausgeführten Antisemitismus, provoziert durch die Bibel und die Kirche selbst. Bis heute ist die Bibel von den antisemitischen Passagen gegen Juden nicht gesäubert.
ab 1215 ca. bis 1950-er Jahre
BEGINN MIT "CHRISTLICHEN" ANTIJÜDISCHEN GOTTESDIENSTEN UND HETZEREI GEGEN JUDEN, VOR ALLEM AN OSTERN
Kahl:
"Vor allem die Karfreitags- und Osterliturgie waren antijüdisch akzentuiert. Die verleumderische Fürbitte "pro perfidis Iudaeis - für die ungläubigen Juden", wobei "perfidus" den Unterton von hinterhältig hat - sowie die unterlassene Kniebeuge bei dieser Fürbitte (im Unterschied zur Kniebeuge beim Gebet für andere Menschengruppen) wurden erst in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts [in den 1950er Jahren] abgeschafft. So kann es nicht verwundern, dass die Karwoche oftmals blutige Judenmassaker heraufbeschwor." (S.47)
ab 13. Jh.
DIE ANTISEMITISCHEN BRÄUCHE IN DER KIRCHE SIND AB DEM 13. JH. NACHWEISBAR
-- unzählige Mysterien-, Passions- und Fastnachtsspiele
-- Traktate und Heiligenlegenden
-- viele mittelalterliche Bilder stellen den Teufel mit einer gebogenen Nase ("Judennase") dar
-- Vorwurf des Ritualmords, des Kindermords, der Kinderverspeisung, in verschiedenen Religionen gegen "die Juden".
Aus dieser antisemitischen Struktur der Kirche entwickeln sich weitere Vorwürfe:
->> Vorwurf des Hostienfrevels in der Kirche gegen "die Juden"
->> und Zweifel von Christen an diesen Behauptungen und Zweifel an den anti-jüdischen "Spielen" werden von der Kirche bestraft (Extrapunitivität) (S.47).
um 1250
KIRCHE: VERTEIDIGUNG DER SKLAVEREI
Die Sklaverei wird von der Kirche verteidigt: von Thomas von Aquin, von Albertus Magnus, von Duns Scotus u.a.
Kahl:
<Thomas [von Aquin] übernahm die Auffassung des Aristoteles, der einen Sklaven als "beseeltes Werkzeug seines Herrn" und als "Nichtmitglied der Gesellschaft" bezeichnet hatte.> (S.26).
Thomas von Aquin, Portrait mit Heiligenschein
Albertus Magnus (Tommaso da Modena) am Schreibtisch
Duns Scotus, Portrait mit Vollbart
um 1260 ca.
THOMAS VON AQUIN: ANTISEMITISCHE SCHRIFT: "DE REGIMINE IUDAEORUM AD DUCISSAM BRABANTAE"
Thomas von Aquin begründet die Verdammung der Juden als "gottverdammte Sklaven" und gibt praktische Anweisungen: Die Päpste, Könige und Fürsten dürfen über das Hab und Gut der Juden wie über ihren eigenen Besitz verfügen (S.46).
[1291
Niederlage von Akkon - Verlust der Kreuzfahrerstaaten - Palästina ist wieder komplett muslimisch regiert
Ab 1291 ist die Kirche im Jammertal, weil der letzte korrupte Kreuzfahrerstaat in Palästina zerstört worden ist. Die Kirche gibt allen anderen die Schuld, nur sich selbst nicht. Es folgt eine unheimliche Verfolgung aller Glaubensabweichler mit Inquisition, Welteroberung durch Kolonialismus, Scheiterhaufen und Hexenverfolgung etc. Für negative Ereignisse müssen ab sofort "die Juden" herhalten, die nun Opfer schrecklichster Verleumdungen werden. Die Reste der Ritterorden verteilen sich auf den Inseln Zypern und Korfu. In Europa werden die Ritterorden verurteilt und z.T. vernichtet. Deutsche Ritterorden überleben und "übernehmen" die "christliche" Aufgabe, die Ostslawen "christliche" zu missionieren. Andere, verfolgte Teile der Ritterorden retten sich nach Schottland, wo bis heute der letzte Rest der Kreuzritter als Loge der "Freimaurer" halten kann, die bis heute auch immer wieder "Kreuzzüge" organisieren, zuletzt den Krieg im Irak (Stand 2007)].
ab 14. Jh.
DIE KIRCHE WIRD IM AUSGEHENDEN MITTELALTER ZUR HAUPTKRIEGSMACHT UND ZUR REICHSTEN FINANZMACHT EUROPAS
Kahl:
"Dank ständiger Eroberungskriege und [dank] eines ausgeklügelten Steuersystems hatte sich das Papsttum im ausgehenden Mittelalter zur reichsten Finanzmacht Europas hochgeräubert. Papst Johannes XXII. (1316-1334) beispielsweise verbrauchte seine Einnahmen (S.27) wie folgt:
-- 63,7% für seine Kriege,
-- 12,7% für Beamtengehälter,
-- 7,16% für Almosen, wozu auch kirchliche Neubauten und Mission zählten,
-- 3,35% für Kleidung,
-- 0,17% für Schmuck,
-- 2,9% für Bauten,
-- 2,5% für Küche und Keller,
-- 4% für Freunde und Verwandte." (S.28).
Papst Johannes XXII. als apokalyptische Bedrohung für die Kirche, zeitgenössische Karikatur
1309
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: VENEDIG
Die Kirche verhängt über Venedig die Sklaverei. Der Beschluss kann nicht durchgeführt werden (S.26).
1347-1349
PESTEPIDEMIE IN EUROPA ("SCHWARZER TOD"): GERÜCHT, DASS "DIE JUDEN" BRUNNEN VERGIFTET HÄTTEN
Die Kirche unterbindet die Gerüchte nicht. Es kommt zur Vertreibung von Juden aus ganz West- und Mitteleuropa. Es handelt sich dabei um blanken Antisemitismus auf "christlicher" Basis (S.48).
1376
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: FLORENZ
Die Kirche verhängt über Florenz die Sklaverei. Der Beschluss kann nicht durchgeführt werden (S.26).
ab 1380 ca.
KIRCHE IN SPANIEN: INQUISITION GEGEN MARRANEN (JUDENCHRISTEN) UND KRASSE DISKRIMINIERUNG DER JUDEN BIS 1865...
Der Königshof in Spanien beschneidet die Toleranz und lässt Gesetze zur Inquisition und gegen Marranen ("Judenchristen") in Kraft treten, was zu einer krassen Diskriminierung der Juden führt. De facto handelt es sich um einen christlichen "Arierparagraph":
-- mit Ausschluss aus allen Ämtern
-- Priester in Spanien müssen 4 Generationen "judenfrei" sein
-- Fälschung von Stammbäumen kommt vor
-- der Arierparagraph bezüglich Staatsämter wird bis 1865 aufrechterhalten (S.48).
1450
PORTUGIESISCHE BESETZUNG DER NORDWESTKÜSTE AFRIKAS
unter Führung von Prinz Heinrich dem Seefahrer (S.39).
Heinrich der Seefahrer, Denkmal in der Algarve, Portugal
1454
KIRCHE: DER KUHHANDEL MIT DER PORTUGIESISCHEN KRONE: EROBERUNGSRECHT ÜBER DIE GANZE WELT GEGEN MISSIONSSCHUTZ: BULLE "ROMANUS PONTIFEX"
Papst Nikolaus V. sanktioniert die Praxis, alle unterworfenen Völker zu versklaven (S.26).
König Alfons von Portugal wird in der Bulle als Herrscher über die besetzten afrikanischen Gebiete bestätigt und ermächtigt, weitere Inseln und Länder in Afrika und "Indien" zu unterjochen und auszubeuten. Im Gegenzug soll Portugal die Christianisierung der besetzten Kolonialgebiete ermöglichen, das "ius patronatus" ("Missionspatronat"). Die portugiesische Krone soll katholische Missionare entsenden, besolden, ausrüsten und beschützen.
Man sieht also klar, wie der Papst denkt:
-- der Papst sieht sich als Welthoheit
-- der Papst verfügt über Gebiete, die ihm nicht gehören
-- die Gebiete werden für alle Ewigkeit "vergeben" (S.39).
[Krimineller geht es nicht. Man stelle sich einmal vor, wenn ein asiatischer König dasselbe mit Europa machen würde...]
Papst Nikolaus V., Portrait
König Alfons V. von Portugal, "der Afrikaner", Profil
MISSION IM "DIENST" DER "CHRISTLICHEN" HÄNDLER - VERARMUNG DER VÖLKER
Die Missionare bieten den Eingeborenen wertlosen Kram für Wertgegenstände und machen sie so mittellos. Gleichzeitig predigen sie Demut und Gehorsam für ein imaginäres Jenseits. Die Völker verarmen so auf der ganzen Erde gegenüber der Kirche, wo Missionare und Händler auftreten (S.41).
1482
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: VENEDIG
Die Kirche verhängt erneut über Venedig die Sklaverei. Der Beschluss kann wieder nicht durchgeführt werden (S.26).
1487
SKLAVEN FÜR DEN PAPST ALS GESCHENK: INNOZENZ VIII.
Papst Innozenz VIII. nimmt eine grosse Anzahl Sklaven aus Malaga von Isabella von Spanien als Geschenk an (S.26).
Papst Innozenz VIII., Profil
Isabella von Spanien, Portrait
1492
KOLUMBUS MEINT, ER HABE "INDIEN" ENTDECKT
(S.39)
[Mit dem Kolonialismus beginnt in "Amerika" ein grosser Massentod der Indianer an Grippeviren, Masernvieren und anderen Viren. Die Immunsysteme der Indianer sind nicht auf diese Viren eingestellt. Kolumbus kann keine grossen Goldschätze finden und bringt dem spanischen Königshaus stattdessen indianische Sklaven mit, die in Europa dann die Syphilis verbreiten, die bei den europäischen Immunsystemen noch nicht bekannt ist].
Kolumbus, Portrait
1492
[Judenvertreibung aus Spanien mit "christlichem" Befehl
Ein grosser Teil der spanischen Juden flieht nach Nordafrika, ein kleinerer Teil nach Portugal]
1493
"AUFTEILUNG" DER WELT ZWISCHEN PORTUGAL UND SPANIEN: PAPST ALEXANDER VI.: BULLE "INTER CAETERAE DIVINAE"
Alexander VI. teilt die Erde zwischen einem spanischen und einem portugiesischen Imperium auf und bestätigt die übliche koloniale Zwangsarbeit als rechtmässig (S.26).
Papst Alexander VI., Profil
Die Bulle gilt nach dem damaligen "Völkerrecht" als verbindliches internationales Dokument. Die spanische Krone unter Ferdinand und Isabella bekommt die westlichen Territorien geschenkt und verpflichtet sie gleichzeitig zur "Mission" der Eingeborenen. Ferdinand und Isabella finanzieren fortan die Mission in "Westindien" (S.39).
1494
[Endgültige Papstlinie zwischen Spanien und Portugal im Vertrag von Tordesillas
Der Papst verschiebt die Grenze des spanischen und portugiesischen Einflussbereichs weiter nach Westen, damit die portugiesischen Schiffe die Winde und Meeresströmungen auf dem Weg nach Indien besser ausnutzen können. Zufälligerweise verläuft die Grenze ein bisschen auf dem süd-"amerikanischen" Kontinent, so dass Portugal später einen portugiesischen Staat "Brasilien" gründen kann. Die Urbevölkerung? wird nicht gefragt und hat keine Rechte, hat nur das Recht zu sterben. Das ist Kirche...]
Papstlinie im Vertrag von Tordesillas 1494
ab 1494
DIE KIRCHE BEGINNT IHREN VÖLKERMORD AN 20 MILLIONEN INDIANERN
(S.40)
[und wenn sie nicht am Grippevirus gestorben wären, dann wären sie in den Steinbrüchen oder in den Minen gestorben].
"MISSION" IN "WESTINDIEN": ERPRESSUNG: TAUFE UND UNTERWERFUNG ODER TOD
Den Eingeborenen wird die "Konquistadorenproklamation" vorgelesen, die ihnen nur die Wahl zwischen Kapitulation oder Kampf lässt, den sie im Angesicht der waffenmässigen Überlegenheit der spanischen, berittenen Truppen verlieren.
Übersetzung der "Konquistadorenproklamation" von Fritz Blanke (in: "Missionsprobleme des Mittelalters und der Neuzeit", Zürich 1966, S.92):
"Gott der Herr hat dem Petrus und seinen Nachfolgern die Gewalt über alle Völker der Erde übertragen, so dass alle Menschen den Nachfolgern Petri gehorchen müssen. Nun hat einer dieser Päpste die neuentdeckten Inseln und Länder ["Westindiens"] mit allem, was es darauf gibt, den spanischen Königen zum Geschenk gemacht, so dass also Ihre Majestäten kraft jener Schenkung Könige und Herren dieser Inseln und des Festlandes sind.
Ihr werdet nunmehr aufgefordert, die heilige Kirche als Herrin und Gebieterin der ganzen Welt anzuerkennen und dem spanischen Könige als eurem neuen Herrn zu huldigen. Andernfalls werden wir mit Gottes Hilfe gewaltsam gegen euch vorgehen und euch unter das Joch der Kirche und des Königs zwingen, wie es sich rebellischen Vasallen gegenüber gehört.
Wir werden euch euer Eigentum nehmen und euch, eure Frauen und Kinder zu Sklaven machen. Zugleich erklären wir feierlich, dass nur ihr an dem Blut und an dem Unheil schuld seid, das dann über euch kommen wird." (Kahl, S.40)
[Die Erklärung wird jeweils in Latein verlesen, das die Eingeborenen gar nicht verstehen. Die Eingeborenen verstehen nichts].
ab 1494
DIE MISSIONARE SCHWEIGEN MEIST
zu den militärischen und handelspolitischen Verbrechen des weissen "Christen" in den aussereuropäischen Kontinenten. Die Kirche ist - wie in der Kreuzzugszeit - nicht fähig, die Kriminalitäten zu unterbinden, die in ihrem Namen begangen werden... (S.42)
1497
[Judenvertreibung aus Portugal unter "christlichem" Befehl
Die Juden flüchten nach Nordafrika oder nach Holland oder auch nach "Amerika". Die iberische Halbinsel kann sich nun "judenfrei" nennen, und die "Christen" dort meinen, sie seien "gute Christen" und hätten im Sinn des antisemitischen Neuen Testaments gehandelt. Die katholische Kirche verfolgt Juden auch in "Amerika" und veranstaltet auch dort Scheiterhaufen mit Judenverbrennungen etc. Es ist schon absolut grausam und kriminell zu werten, was sich die katholische Kirche da gegen die Juden erlaubt hat. Ausserdem geht ein wichtiges Element des Weltwissens verloren, waren es doch viele mehrsprachige Juden, die arabische, wissenschaftliche Texte übersetzen konnten].
1506
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: VENEDIG
Die Kirche verhängt über Venedig die Sklaverei. Der Beschluss kann nicht durchgeführt werden (S.26).
1508
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: ENGLAND
Die Kirche verhängt über ganz England die Sklaverei. Der Beschluss kann nicht durchgeführt werden (S.26).
um 1520
LUTHER: RECHTFERTIGUNG VON SKLAVEREI UND LEIBEIGENSCHAFT
[Luther und andere Revolutionäre der Kirche gründen die protestantische Kirche und setzen durch, dass die Bibel in der Landessprache gedruckt werden darf, und dass viele überflüssige Bräuche und Bilder in der protestantischen Kirche abgeschafft werden. Aber die Sklaverei und die Leibeigenschaft sollen nicht abgeschafft werden]:
Kahl:
"Der Protestantismus ging von Anfang an in den gleichen Bahnen [wie die katholische Kirche], nachdem Luther Leibeigenschaft und Sklaverei theologisch gerechtfertigt hatte." (S.27)
Luther, Portrait
ab 1520 ca. (bis 1840 ca.)
EVANGELISCHE SKLAVENHALTUNG IN DEN KOLONIEN
Die evangelischen, protestantischen Staaten treiben unter der theologischen Billigung der Missionare in den "Kolonien" Sklavenhandel und gehen auf Sklavenjagd (S.27).
1543
MARTIN LUTHER WIRD ZUM JUDENHETZER: SCHRIFT: "VON DEN JUDEN UND IHREN LÜGEN"
[Nachdem Luther die Mission der Juden nicht gelungen ist, wird er zum Judenhetzer]. In seiner Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" fordert er schärfste Massnahmen gegen die Juden:
Luther, Schrift "Von den Juden und ihren Lügen", Buchdeckel
"Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch ein Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich...
Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre...
Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten...
Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Seele verbiete, hinfort zu lehren..., dass man ihnen verbiete, bei uns und dem Unsern öffentlich Gott zu loben, zu danken, zu beten, zu lehren, bei Verlust Leibes und Lebens...
Und nochmals, dass ihnen verboten werde, den Namen Gottes vor unsern Ohren zu nennen...,
der Juden Maul soll nicht wert gehalten werden bei uns Christen, dass es Gott sollte vor unsern Ohren nennen, sondern, wer es von den Juden hört, dass er's der Oberkeit anzeige oder mit Saudreck auf ihn werfe...
Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und Strasse ganz und gar aufhebe...
Zum sechsten, dass man ihnen den Wucher verbiete und nehme ihnen alle Barschaft und Kleinode an Silber und Gold, und lege es beiseite zu verwahren...
Zum siebten, dass man den jungen, starken Juden und Jüdinnen in die Hände gebe Flegel, Axt, Spaten... und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweisse der Nasen..."
(Kahl, S.48-49; auch in: Hans-Joachim Kraus: Kirche und Synagoge, In: Das Judentum in Geschichte und Gegenwart. Eine Vorlesungsreihe. Hamburg 1961).
1548
ERMUNTERUNG ZUR SKLAVENHALTUNG: PAPST PAUL III.
Paul III. spricht allen Christen - auch den Klerikern - das Recht zu, Sklaven zu halten (S.26-27).
Papst Paul III., Portrait
ab 1548?
SKLAVENJAGD PÄPSTLICHER "GALEEREN" UND DANKGEBETE UM "BESEELTE WERKZEUGE"
Kahl:
"Päpstliche Galeeren zogen auf Menschenfang aus, und unzählige inbrünstige Dankgebete stiegen zu Gott empor, wenn wieder ein reicher Fang von "beseelten Werkzeugen" geglückt war." (S.27).
um 1600?
SKLAVENJAGD UND SKLAVENTAUSCH
Christliche Theologen diskutieren ernsthaft, ob ein schwarzer Sklave einen Taschenspiegel wert sei oder nicht (S.27).
ab 1650 ca.
ALKOHOLVERKAUF AN INDIANER NORDAMERIKAS
"Christliche" Händler verkaufen den Eingeborenen Nordamerikas Alkohol, dessen Konsum im "christlichen" Europa verboten ist (S.41).
1666
KIRCHLICHE MASSENSKLAVENHALTUNG
Das Jesuitenkolleg im Kongo hält 12.000 Sklaven (S.27).
17./18. Jh.
KIRCHENSTAAT: SKLAVENHALTUNG IST NORMAL
(S.27)
ab 1783
ANERKENNUNG DER "U.S.A." IM VERTRAG VON VERSAILLES - "CHRISTIANISIERUNG"
"USA" 1787, Aufteilung von Nord-"Amerika" zwischen den "USA", England und Spanien, Karte
Ab 1783 erfolgt in Nord-"Amerika" eine
-- grausame "Christianisierung" durch überwiegend protestantische Gruppen (S.40)
-- zum Teil Ausrottung ganzer Indianerstämme
-- die protestantischen Gruppen der Engländer sehen sich zum Teil als die Nachfolger "Israels" als "auserwähltes Volk"
-- in anglikanischen und puritanischen Predigten wird immer eine Auserwähltheit betont (S.41).
[Zuerst helfen die Indianer den Weissen durch die strengen Winter, und dann nach dem Bau erster befestigter Städte werden die Indianer aus ihren Gebieten vertreiben, betrogen und zuletzt in KZs gesperrt und ausgehungert oder abgeschlachtet. Wir danken dem protestanatischen "Christentum" der Terror-"USA" für die Kulturausrottung. Und all das passierte mit der Bibel in der Hand...]
1819
DEUTSCHLAND: GROSSE JUDENPOGROME [Hep-Hep-Pogrome]
mit "christlichen Parolen" gegen die "Fremdkörper" im christlich-germanischen Reich (S.49).
Hep-Hep-Pogrom in Frankfurt 1819, Illustration
[Ein Pogrom hatte immer eine mehrfache Funktion, wenn die Juden geflüchtet oder getötet waren:
-- "Christen" besetzten jüdische Wohnungen
-- "Christen", die bei Juden Schulden hatten, konnten sich so entschulden
-- "Christen" konnten Stellungen der Juden übernehmen.
Dieses Vorgehen der "Christen" war seit der Begründung des "Christentums" gängige Praxis. Das antisemitische Neue Testament ist bis heute nicht verboten, sondern gilt als Religionsfreiheit. Das ist doch pervers so was...]
1823
JUDENGHETTOS IM KIRCHENSTAAT: PAPST LEO XII.
Er verbietet den Juden, die im Kirchenstaat leben, die Lebensgemeinschaft mit Christen und verbannt die Juden in spezielle Quartiere, so dass Ghettos entstehen (S.49).
Papst Leo XII., Portrait
[Papst Leo XII. ist der Erfinder des modernen, organisierten, abgegrenzten Judenghettos].
ab 1830/40
GB: BEGINN DES MASSENSTERBENS IN BRITISCHEN KOHLENGRUBEN - KEIN PROTEST DER KIRCHE
Die Kirche protestiert nicht - das Militär aber protestiert: wegen dem dünnen Wuchs der Soldaten! Kahl zitiert Karlheinz Deschner: "Das Jahrhundert der Barbarei", München 1966, S.38:
"1840 beträgt die durchschnittliche Lebensdauer der Arbeiter in Liverpool 15 Jahre. In Manchester sterben 57 von Hundert der Arbeiterkinder vor dem fünften Jahr. Neun- bis Zehnjährige arbeiten nicht selten 24 und 36 Stunden ununterbrochen. Sie werden nachts an die Arbeit getrieben und mit Peitschen wachgehalten. Noch 1860 ersucht man in öffentlichen Eingaben um eine Beschränkung der Arbeitszeit auf 18 Stunden.
Kinder von drei und vier Jahren stehen bei der Spitzenfabrikation auf Stühlen. In den Strohflechtereien haben sie oft weniger Platz als ein Hund in seiner Hütte. In den Bergwerken kriechen Vier- und Fünfjährige mit Männern und Frauen halbnackt und nackt, an Ketten hängend, durch die viel zu engen, warmen Stollen. Wer sich beklagt, wird entlassen und findet als "Gezeichneter" nirgends eine Beschäftigung.
Die Toten fliegen in die Strassengräben und werden in Löchern und Morästen verscharrt. An "Bildung" erhielten diese Leute natürlich so gut wie nichts - ausgenommen Religionsunterricht." (S.28)
[So ist es in einem "christlichen" Staat in Europa während der "Industriellen Revolution", aber da reklamieren nun die Militärs]:
1839
DEUTSCHLAND: GESETZ GEGEN KINDERARBEIT FÜR KINDER UNTER 9 JAHREN
Auf Drängen der Militärbehörden, nicht auf Drängen der Kirche, wird ein Gesetz gegen Kinderarbeit für Kinder unter 9 Jahren durchgesetzt.
Kahl:
"Proteste der Kirchen [gegen die Kinderarbeit und den Massentod von Kindern durch Arbeit in Kohlegruben] sind nicht bekannt. Das erste Gesetz in Deutschland, das Kindern unter neun Jahren die Arbeit in Fabriken verbot (1839), wurde charakteristischerweise auf Drängen der Militärbehörden erlassen, weil der körperlich untaugliche Zustand derjenigen Rekruten aufgefallen war, die vorher in der Industrie gearbeitet hatten." (S.28)
ab 1840 ca.
DIE KIRCHE HILFT DEN MENSCHEN IM KAPITALISMUS KAUM
und speist sie mit lächerlichen Almosen ab, und die Kirche sagt, dies sei ein gottgewolltes System...
Kahl:
"Auch Gestalten wie Wichern und Ketteler orientierten sich an patriarchalischen Vorstellungen und speisten die Gequälten mit lächerlichen Almosen ab. Das infame System insgesamt galt wie immer als gottgewollt." (S.29)
Wichern, Portrait eines deutschen, evangelischen Theologen
Ketteler, Bischof von Münster und Mainz1840
ENGLAND ERÖFFNET DEN OPIUMKRIEG
gegen China (S.41).
1842
FRIEDE VON NANKING
Das "christliche" England zwingt die chinesische Regierung, den Import des Rauschgiftes Opium zuzulassen, das im "christlichen" England selbst verboten ist (S.41).
Protestantische Kirchenführer freuen sich über den "Sieg" gegen China und die bevorstehende "Mission" in China. Pfarrer Karl Gützlaff z.B.:
Gützlaff, ein naiver deutscher Missionar in Asien
"Mein Herz bebt mir vor grosser Freude, dass nun der Weg nach China offen steht."
(S.41; auch in: Blanke: Missionsprobleme des Mittelalters und der Neuzeit, Zürich 1966, S.111, Anmerkung 46)
1864
ABSCHAFFUNG DER SKLAVEREI BEI DEN BENEDIKTINERN IN BRASILIEN
(S.27)
1865
AUFHEBEN DES ARIERPARAGRAPHEN IN SPANIEN AUCH BEZÜGLICH STAATSÄMTER
(S.48)
1892
RITUALMORDLEGENDE VON BERLINER HOFPREDIGER ADOLF STÖCKER VERTEIDIGT
Der protestantische Berliner Hofprediger Adolf Stöcker verteidigt vor dem Reichstag die Legende vom Ritualmord, den "die Juden" gegen die Christen begangen haben sollen (S.49).
Adolf Stöcker, Portrait eines Berliner Hofpredigers
[1914-1916
Erster Weltkrieg: Deutschland will ganz Europa germanisieren]
[1918-1919
Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg und Vertrag von Versailles
In Deutschland wird die Niederlage Deutschlands dem "jüdischen Kommunismus" begründet, und der Versailler Vertrag, der Deutschland alle Kolonien aberkennt und hohe Reparationen aufbürdet, wird der jüdischen Oberschicht in Frankreich in die Schuhe geschoben. Die Absicht des Kaiserreichs, ganz Europa zu germanisieren, wird nicht erwähnt. Die antijüdische Propaganda in Deutschland kann sich ab 1918 in breiten Kreisen der deutschen Bevölkerung festsetzen, v.a. nach der französischen Besetzung des Ruhrgebiets 1923 und nach den Inflationsjahren ab 1924, und endgültig in der Wirtschaftskrise ab 1930].
1923
DEUTSCHE KATHOLISCHE STUDENTEN FORDERN ARIERPARAGRAPH
Der Cartellverband (CV) der katholischen, farbentragenden, deutschen Studentenverbindungen fordert für alle Mitglieder den Nachweis arischer Grosseltern (S.49).
Cartellverband (CV), Wappen
1933-1945
DIE KIRCHEN BILLIGEN DAS HITLER-SYSTEM MIT KZS, JUGENDVERHETZUNG UND JUDENHETZE
Hitler ist katholischer Christ und wird von der Kirche nie exkommuniziert. "Mein Kampf" gilt für den Vatikan als "legales" Buch und wird nie auf den Index gesetzt. Die katholische wie die protestantische Kirche gehen mit grosser Mehrheit den Weg Hitlers mit, ohne lauten Protest.
Hitler und Hindenburg an der Garnisonskirche in Berlin 1933
Kahl:
"Adolf Hitler, Hauptexponent des deutschen (S.49) Faschismus, war katholischer Christ. Er trat nie aus der Kirche aus und wurde auch nie exkommuniziert. Sein Buch "Mein Kampf" erschien nie auf dem "Index librorum prohibitorum" ["Index der verbotenen Bücher"], auf den bis in die sechziger Jahre alle Schriften gesetzt wurden, die in Glaubens- und Sittenfragen der katholischen Lehre widersprechen. Offensichtlich widersprachen Hitlers politische Anschauungen nicht der katholischen Sittenlehre (S.50). [...]
Die Kirchen protestierten nicht gegen die Beseitigung des demokratischen Rechtsstaates mit Press-, Rede- und Versammlungsfreiheit. Sie protestierten nicht gegen die unzähligen Justizmorde an Kommunisten und Liberalen. Sie protestierten nicht gegen die KZ, die bereits 1933 errichtet wurden. [...]
Auch gegen die nationalsozialistische Judenpolitik leisteten die Kirchen keinen Widerstand, wenn man nicht einige wenige karitative Einzelaktionen (zum Beispiel "Büro Pfarrer Grüber") zu solchem aufbauschen will. Der staatliche Arierparagraph wurde hingenommen und vielfach auf kirchliche Funktionäre übertragen." (S.50)
1933-1945
DIE KIRCHEN GEBEN EINSICHT IN DIE STAMMBÜCHER / KIRCHENBÜCHER
Die Kirche lässt das NS-Regime Einsicht in die Kirchenbücher gewähren, wer wann wo wen geheiratet hat. So können massenweise jüdische Abstammungen kontrolliert werden, oder "Ariernachweise" erstellt werden. Aufgrund der Ariernachweise für das Regime kann das Regime herausfinden, wer Halbjude, Vierteljude, Achteljude etc. ist. Die Kirche leistet massivste Kollaboration im Sinne der arischen "Reinhaltung des Blutes".
Kahl:
<Tausende von Pfarrämtern leisteten der Mordmaschinerie Handlangerdienste, indem sie aufgrund ihrer Kirchenbücher die Ariernachweise für die Nichtjuden erbrachten und damit zwangsläufig diejenigen ans Messer lieferten, die nicht zur Herrenrasse zählten.> (S.51)
[Es ist anzunhemen, dass in Mittel- und Westeuropa durch die Öffnung der Stammbücher und die Definition von Halbjuden, Vierteljuden, Achteljuden und 16tel-Juden mindestens 300'000 Menschen mehr als "Juden" definiert und verfolgt wurden, vielleicht sogar eine Million mehr, als in den offiziellen Zählungen bisher angegeben ist.
Pfarrer beten für Hitler, Geistliche machen den Hitlergruss, die Kirche in Deutschland demontiert sich damit selber, zuerst geistig, und dann kommen die Bombardements, wo sie auch materiell demontiert wird].
Geistliche mit Hitlergruss
1933-1945
3.REICH: GETAUFTE JUDEN WERDEN AUSGESCHLOSSEN
Die "Deutschen Christen" schliessen auch getaufte Juden aus ihren Reihen aus (S.51).
1939-1945
KIRCHLICHER SEGEN FÜR DIE HITLER-FELDZÜGE
Die Kirchen sprechen bis 1945 den Segen für den göttlichen "Lenker der Schlachten".
Kahl:
<Sie [die Kirchen] protestierten nicht gegen die Überfälle auf Österreich, die Tschechoslowakei, Polen, Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich, Jugoslawien und die Sowjetunion. Im Gegenteil! Bis 1945 wurde der göttliche "Lenker der Schlachten" in allen Gottesdiensten um Segen für den Führer und sein Menschenmaterial angefleht.> (S.50)
ab Juni1941
RUSSLANDFELDZUG GEGEN DEN KOMMUNISMUS
Auch die "Bekennende Kirche" und die katholische Kirche unterstützen den Russlandfeldzug gegen den gottlosen Bolschewismus (S.42), [von den Opfern redet die Kirche nicht].
[Die Kirche hält Gottesdienste auf den Schlachtfeldern ab, die Kirche segnet Waffen, die Kirche predigt den "Kreuzzug" gegen den Kommunismus, friedliche Lösungen werden nicht propagiert, denn Hitler hat ja bisher nur gesiegt...].
17.12.1941
DEUTSCHE LANDESBISCHÖFE BEHAUPTEN, "DIE JUDEN" HÄTTEN DEN WELTKRIEG ANGEZETTELT - PAUSCHALISIERTER "ABWEHRKAMPF"
Nach der Eskalation zwischen Japan und den "USA" mit dem Angriff auf Pearl Harbor veröffentlichen die Landesbischöfe und Landeskirchenpräsidenten von Sachsen, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck veröffentlichen eine Erklärung mit der Behauptung, "die Juden" hätten den Weltkrieg angezettelt, obwohl die Japaner gar keine Juden sind:
"Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit zahlreichen Dokumenten unwiderleglich bewiesen, dass dieser Krieg in seinen weltweiten Ausmassen von den Juden angezettelt worden ist. Sie hat deshalb im Innern wie nach aussen die zur Sicherung des deutschen Lebens notwendigen Entscheidungen und Massnahmen gegen das Judentum getroffen."
->> es sei ein "historischer Abwehrkampf"
->> Forderung der Kennzeichnung der Juden als Welt- und Reichsfeinde
->> eine Taufe ändere am "Wesen" eines Juden nichts
Weiter in der Erklärung:
"Durch die christliche Taufe wird an der rassischen Eigenart eines Juden, seiner Volkszugehörigkeit und seinem biologischen Sein nichts geändert. Eine deutsche Evangelische Kirche hat das religiöse Leben deutscher Volksgenossen zu pflegen und zu fördern. Rassejüdische Christen haben in ihr keinen Raum und kein Recht. Die unterzeichnenden deutschen Evangelischen Kirchen und Kirchenleiter haben deshalb jegliche Gemeinschaft mit Judenchristen aufgehoben." (S.51)
1942-45
JÜDISCHER MASSENTOD IN GHETTOS. LAGERN UND ARBEITSEINSÄTZEN UNTER DEM EUROPÄISCHEN HITLER-REGIME
(S.49)
[Der Faktor des sowjetischen Teils des Holocaust ist ab der Veröffentlichung des Encyclopaedia Judaica 1971 öffentlich abschätzbar. Der grosse Faktor Bunkerbau im NS-Gebiet wird erst in den 1990-er Jahren bekannt. Ausserdem werden massenweise Juden von polnischen Konzentrationslagern in den Gulag abgeschoben. Am Ende des Krieges kollabiert das Dritte Reich und die deutschen Arbeitslager sind hoffnungslos überfüllt, mit Seuchen, Hunger und Massentod].
Warschauer Ghetto, Kind bettelt mit Metallschale
KZ Ebensee, Leichentransport
1946
NÜRNBERGER PROZESS: JULIUS STREICHER BEZIEHT SICH AUF LUTHER
(S.49)
Julius Streicher, Portrait
[Der Nazi-Propagandist gegen das Judentum mit seinem Hetzblatt "Der Stürmer", Julius Streicher, gibt am Nürnberger Prozess deutlich an, dass er mit seiner Propaganda gegen Juden nur Luther kopiert habe, und das sei von der Kirche so gewollt gewesen].
DAS "CHRISTLICHE" ELEND AB 1946
[Erst nach der Erklärung der Menschenrechte in den 1950er Jahren ändert die Kirche ihre Predigten und Bräuche und lässt die Juden in Ruhe].
1960-er Jahre
VIETNAM-KRIEG ALS GLAUBENSKRIEG
Der "amerikanische" Militärbischof Kardinal Spellman verteidigt den Vietnamkrieg als Krieg für den "christlichen Glauben" (S.42).
Kennedy, Spellman und Nixon
ab 1990-er Jahre ("Globalisierung")
DIE KIRCHE STÜTZT DAS WELTSYSTEM DER "U.S.A." UND TRÄGT DAMIT JEGLICHES MASSENELEND MIT
Das Weisse Haus regiert im Namen des Kreuzes und beide Teile (die "USA" und die Kirche) häufen so ihre Vermögen.
Kahl:
"Die Komplizenschaft zwischen Christentum und Kapitalismus hat sich strukturell nicht grundlegend verändert. Notdürftig verbindet die kirchliche Diakonie mit der linken Hand einige Wunden, die sie mit der rechten schlagen hilft, indem sie eine falsche Weltordnung ideologisch stützt.
Während brave Gemeindeschwestern gutgläubig Spenden für die Aktion "Brot für die Welt" einsammeln, könnten derweil die U.S.-Grosskonzerne, deren Management durchweg aus Christen besteht, unangefochten ihre neokolonialistische Verelendungspolitik in der Dritten Welt betreiben - gedeckt durch kirchentreue Regierungschefs im Weissen Haus." (S.29)
Folgerungen: Die Kirche hilft den Reichen
DIE "GOTTPREISUNG" IN DER KIRCHE IST VERSCHLEIERUNGSTAKTIK
und soll die Komplizenschaft mit den Mächtigen verschleiern.
Kahl:
<Die Gotteslehre im engeren Sinn, das heisst namentlich die Schöpfungslehre, behauptet eine grundlegend gute Einrichtung dieser Welt. Trotz des Sündenfalls gilt, wie gebrochen auch immer, der Satz aus dem ersten Kapitel der Bibel:
"Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut."
Der hieraus abgeleitete liturgische Aufruf an die Menschen, Gott unaufhörlich zu lobpreisen und ihm zu danken, dient dazu, die Misere in ihrem Leben pathetisch zu verschleiern.> (S.29)
DAS CHRISTENTUM PAKTIERT IMMER MIT DEN MÄCHTIGEN
und zwar von Anfang an:
"Der bisherige knappe Überblick zeigt, dass das Christentum nicht erst im 19.Jahrhundert vor der sozialen Frage erbärmlich versagt hat - was wenigstens einsichtige Theologen heute zugeben - , sondern dass es von Anfang an mit den ökonomisch herrschenden Mächten paktierte." (S.27)
[Die Mächtigen: Die superreichen Logenbrüder:
Die Mächtigen ab der Französischen Revolution sind die Logenbrüder der Banken und der grossen Firmen, ab den 1850-er Jahren einige wenige Eisenbahn-Millionäre, ab der 1920-er Jahre insbesondere einige Ölmilliardäre. Mit ihren riesigen Geldsummen -- vor allem aus den "Vereinigten Staaten" -- ziehen sie die "Fäden" bis zur Finanzierung von Kriegen und Revolutionen (Trotzki und Lenin waren z.B. aus "Amerika" finanziert). An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert, und die Kirche hat nichts getan, dass sich an dieser Situation und am Leid für die normalen Bevölkerungen etwas ändern würde.
aus: Armin Risi: Der multidimensionale Kosmos Band 3: Machtwechsel auf der Erde, 1999, S.92-105].
[Zustand 2007: Kriege der "christlichen" "USA" und Israels
Die "christlichen" "USA" mit ihrer Freimaurerloge und mit dem CIA führen weiter ihre Kriege im Namen des Kreuzes mit "Kreuzzügen" in Afghanistan und im Irak (Stand 2007), und der Mossad und die Freimaurerloge in Israel hat die Träume für ein Gross-Israel gemäss 1. Mose 15,18 auch noch nicht aufgegeben. Und muslimische Prediger predigen weiterhin Selbstmordattentate. Die "heiligen Bücher" sind also bis heute absolut rassistisch und bis heute nicht verboten. Warum eigentlich? Weil das System behauptet, dies sei Religionsfreiheit. Die Reichen der Industrie und des Kapitalismus profitieren von den Kriegen...]
Schlussfolgerung: die Kirche abschaffen und eine Menschenrechts-Institution einrichten
Die Kirche dient den Reichen und zerstört die Kulturen. Die Kirche hat mit den Menschenrechten nichts gemein, sondern ist nur eine falsche Fassade.
Um eine friedliche Welt zu realisieren, muss man die rassistische und antisemitische Kirche abschaffen und durch eine soziale Menschenrechts-Institution ersetzen. Die Kirchen könnten z.B. zu Menschenrechtszentren werden.
Michael Palomino, 2010
Bildernachweis
-- Joachim Kahl, Portrait: http://www.hu-marburg.de/homepage/kirche/info.php?id=226
-- Thorarolle: http://www.brueckenhof.de/sonderausst/
-- Stoa Säulenhalle: http://www.users.globalnet.co.uk/~loxias/stoapoikile.htm
-- Kaiser Trajan, Büste: http://geschichtsverein-koengen.de/RoemKaiser1.htm
-- Justinus martyr (Justinus der Märtyrer), Portrait: http://de.wikipedia.org/wiki/Justin_der_M%C3%A4rtyrer
-- Tertullian, Portrait: http://www.theologian.org.uk/churchhistory/tertullian.html
-- Bibel: http://www.redemptoristinnen.at/Lauterach/angebot/angebote.htm
-- Apostel Paulus mit Heiligenschein: http://www.apostelpaulus.50g.com/
-- Kreuzzugsheer: http://www.antikefan.de/kulturen/byzanz.html
-- Johannes der Evangelist: http://www.rum-orthodox.de/kalendarium.htm
-- Teufel verfolgt Mönch, Federzeichnung 1512: http://elbanet.ethz.ch/wikifarm/kompositwesen/index.php?n=Main.DieVielgestaltDesTeufels
-- Kaiser Konstantin, Portrait mit Heiligenschein:
http://www.hellenica.de/Griechenland/Byzanz/Bio/KonstantinDerGro%DFe.html
-- Kaiser Gratianus, Profil: http://www.livius.org/di-dn/diadem/diadem.html
-- Kaiser Theodosius, Büste: http://freenet-homepage.de/hessonline/geschichte.html
-- Johannes Chrysostomus: http://antisemiten-im-reichstag.netfirms.com/christlaj.html
-- Augustinus am Schreibtisch: http://www.cafe-arte-muenster.de/9201/index.html?*session*id*key*=*session*id*val*
-- Kaiser Theodosius II. Büste: http://www.imperiumromanum.com/personen/kaiser/theodosius2_04.htm
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-- Papst Alexander VI., Profil: http://www.j-verne.de/verne_t04.html
-- Papstlinie im Vertrag von Tordesillas 1494: http://www.bigoid.de/conquista/lexikon/tordesillas.htm; http://www.geschichteinchronologie.ch/kol/kol02-Port-Sp-NL.htm
-- Luther, Portrait: http://www.denk-mit.info/kirche/martinlutherderpapstisteinteufel.html
-- Luther, "Von den Juden und ihren Lügen", Buchdeckel: http://www.segne-israel.de/grundkurs/geschichte.htm
-- Papst Paul III.: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_III.
-- Aufteilung Nord-"Amerikas" 1787 zwischen USA, England und Spanien: http://www.geschichteinchronologie.ch/USA/trails/Coons_USA-trails-ohne-freiheit.htm
-- Hep-Hep-Pogrom Frankfurt 1819, Illustration: http://www.answers.com/topic/pogrom
-- Papst Leo XII. Portrait: http://www.nndb.com/people/517/000088253/
-- Wichern, Portrait: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Hinrich_Wichern
-- Ketteler, Portrait: http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_image.cfm?image_id=282&language=german; http://www.bautz.de/bbkl/k/Ketteler.shtml
-- Gützlaf, Portrait: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_G%C3%BCtzlaff
-- Adolf Stöcker, Hofprediger in Berlin: http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Stoecker
-- Cartellverband (CV), Wappen: http://www.markomannia-wuerzburg.de/verbindungen/verbindungen.html
-- Hitler und Hindenburg an der Garnisonskirche in Berlin 1933: http://www.bamberg-guide.de/mag/inside/article.php?d=20050519114152
-- Geistliche mit Hitlergruss: http://www.judentum-projekt.de/geschichte/nsverfolgung/vatikanundholocaust/index.html
-- Warschauer Ghetto, Kind bettelt: http://www.hagalil.com/deutschland/ost/judentum/nsverfolgung.htm
-- KZ Ebensee, Leichentransport: http://perso.orange.fr/d-d.natanson/liberation_camps.htm
-- Julius Streicher: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/StreicherJulius/index.html
-- Kennedy, Spellman und Nixon: http://spirituallysmart.com/pics.htm
-- Massenelend Müllhalde von Manila: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/728458?_dossierhead=true
-- Massenelend Müllmenschen Manila: http://www.muellmenschen.de/pageID_2940202.html
-- Kinder in Armut in Afrika: http://www.kindernothilfe.de/Armutsbek%C3%A4mpfung-id-119.html
-- Armut in Perú, es wird von Hand gewaschen, Bettler:
http://www.peruchildrenstrust.org.uk/peruchildrenstrust-questions.html
-- Armut in Perú, Ayacucho, Mädchen mit Wasserkanister: http://www.bsni.co.uk/kidsclub/photos/bksphotos.htm
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