Zusammenfassung
Die Kirche ist eine kriminelle Organisation, und man
sollte die Kirche auch
dementsprechend behandeln. Eine "Entschuldigung" des Papstes und ein "Besuch" bei
jüdischen Schulfreunden reicht nicht, um
jahrhundertelangen Antisemitismus der Kirche zu
entschuldigen. Der Vatikan sollte von oben bis unten
durchsucht und die Hauptschuldigen für
die Menschheitsverbrechen endlich genannt und im
Nachhinein verurteilt
werden, vor einem internationalen Gericht, IM NAMEN DER MENSCHENRECHTE. Das ist
die einzige Lösung, um mehr Frieden
in diese Welt zu bringen. Dasselbe gilt auch für
den Islam und andere kriegerische Hetzerreligionen.
Die Kirche gehört meiner Meinung nach
- wie der Islam auch - vor Gericht, und bei allen
religiösen Büchern
sollten die Passagen, die gegen Menschenrechte verstossen, GESTRICHEN werden.
Wenn sich etwas ändern soll, dann müssen
wir eben wirklich etwas ändern, und nicht nur davon
reden. Denn alle Religionen können noch so von der
"Wahrheit" reden, die Erde bleibt immer gleich gross.
Und Druck ergibt Gegendruck. Und alle Erde ist "heilig"
und schützenswert, nicht nur die Erde Jerusalems.
Michael Palomino
24. März 2000
Chronologie
GÖTTLICHER AUFTRAG AN DAS JÜDISCHE VOLK ZUR
BESETZUNG VON KANAAN UND ZUR AUSROTTUNG
DER
KANAANITER
Bibel 1.Sam.15,3: Gott Jahwe an König Saul:
"So ziehe nun hin, schlage Amalek und
vollstrecke den Bann an ihm und allem, was er hat;
Schone seiner nicht, sondern töte Männer und Frauen,
Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und
Esel." (S.41)
[GOTT VERSPRICHT EIN
GROSS-ISRAEL VON ÄGYPTEN BIS ZUM EUPHRAT
Bibel 1. Mose Kapitel 15 Satz 18:
"An dem Tage machte der Herr einen Bund mit Abram un
sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom
Fluss Ägyptens bis an den grossen Strom, den Euphrat."
Folgende Völker sollen besiegt werden (Satz 19 bis Satz
21):
"Die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die
Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter,
die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter."]
200 v. Chr. ca.
ANTIKE: ENTWURF DES BEGRIFFS
"MENSCHENRECHTE"
Die ausserchristliche Antike entwirft den Begriff
eines "unantastbaren Menschenrechts auf Freiheit" für
alle Menschen, auch für die Sklaven (S.25).
um 200 v. Chr. ca
ANTIKE: SOZIALUTOPIE EINER MENSCHHEIT OHNE
SKLAVEN
Die vor- und ausserchristliche Antike äussert vereinzelt
Zweifel an der Rechtmässigkeit der Sklaverei. In einigen
griechischen Sozialutopien wird sogar eine sklavenfreie
Menschheit für möglich gehalten (S.22).
um 100 v. Chr. ca
PHILOSOPHENKREIS "STOA"
Der Philosophenkreis der "Stoa" kann eine
Humanisierung und Liberalisierung
der römischen Sklavengesetze erreichen (S.22).
Die mit Bildern versehene Stoa ("gemalte Stoa", griech.
"Stoa Poikile"), eingerichtet um 300 v.Chr. Der
Philosophenkreis richtete die Säulenhalle um 300 v.Chr.
für sich ein.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Stoa)
um 0
DAS "CHRISTENTUM" ÜBERNIMMT DIE SKLAVEREI
Kahl:
"Diese Klassenstruktur, die in der Antike in der Sklavenwirtschaft ihren
deutlichsten Ausdruck fand, wurde vom Christentum als
fraglose Gegebenheit übernommen." (S.22)
0-4. Jh.
DIE KIRCHE DIENT DEN MACHTELITEN ALS
IDEOLOGISCHER HANDLANGER
(S.27)
98-117
REGIERUNGSZEIT VON KAISER TRAJAN IN ROM:
ÜBERTRITT ZUM JUDENTUM WIRD SCHWER BESTRAFT
(S.45)
Die Bestrafung des Übertritts zum Judentum hat
wahrscheinlich seine Gründe in Aufstandsaktivitäten der
Juden gegen Christen. In der Zeit von Kaiser Trajan
machen die Juden in Nordafrika einen Aufstand
(alexandrinische Juden) und vertreiben Griechen nach
Griechenland. Die Griechen ihrerseits rächen sich in
Griechenland an Juden, nehmen Juden gefangen und machen
sie nieder. Die Eskalation geht bis Feldzügen und mit
systematischer Judenvernichtung in Nordafrika:
"In Alexandrien wie in dem übrigen Ägypten und auch in
Cyrene liessen sie [die Juden] sich, von einem bösen,
revolutionären Geiste ergriffen, dazu herbei, sich gegen
ihre griechischen Mitbürger zu erheben. Da sie den
Aufstand weithin ausdehnten, entfachten sie im folgenden
Jahre, während Lupus Statthalter von ganz Ägypten war,
einen nicht unbedeutenden Krieg. Im ersten Treffen
siegten die Juden über die Griechen, welche nach
Alexandrien flohen, wo sie die daselbst wohnenden Juden
gefangennahmen und niedermachten. Die Juden in Cyrene
fuhren, obwohl sie von den alexandrinischen Juden keine
militärische Unterstützung mehr zu erwarten hatten,
fort, unter Führung des Lukuas Ägypten zu plündern und
seine Fluren zu verwüsten. Der Kaiser entsandte daher
gegen sie Marcius Turbo mit Fusssoldaten, Kriegsschiffen
und auch Reiterei. Dieser führte in zahlreichen
Gefechten einen langwierigen, mühsamen Krieg und
vernichtete zu Zehntausenden die cyreneischen Juden,
aber auch ägyptische Juden, die sich ihrem König Lukuas
angeschlossen hatten. Da der Kaiser befürchtete, es
möchten sich auch die Juden Mesopotamiens gegen die
Mitwohnenden erheben, befahl er dem Lusius Quietus, die
Provinz von diesen Leuten zu reinigen. Dieser rüstete
und vernichtete eine sehr grosse Anzahl der dortigen
Juden. Zur Belohnung für diese Tat erhob ihn der Kaiser
zum Statthalter von Judäa. Griechische Schriftsteller,
welche die gleiche Zeit behandeln, berichten diese
Ereignisse in gleicher Weise."
(aus: http://www.unifr.ch/bkv/kapitel50-1.htm (2007)
um 130
BARNABASBRIEF DER KATHOLISCHEN KIRCHE GEGEN
"DIE JUDEN"
(S.45)
Der Barnabasbrief ist eine anonyme theoretische
Lehrschrift ohne Adressat, weist aber einige
theologische und sprachliche Parallelen zum Hebräerbrief
auf. Der Text ist klar antijüdisch und
-- behauptet, der Bund zwischen dem Judentum und Gott
sei nun vom Bund zwischen Christentum und Gott abgelöst
-- begründet, wieso der Feiertag der Christen der
Sonntag sei und nicht der Samstag des Judentums
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasbrief (2007)
ab 130 ca.
"CHRISTLICHE" SCHRIFTEN GEGEN "DIE JUDEN"
Das "Christentum" beginnt nun eine pauschale Hetze gegen
Juden, um zu begründen, dass nun die "Christen" den Bund
mit Gott geschlossen hätten:
-- "die Juden" seien die von Gott "Verworfenen" und
"Enterbten"
-- das "wahre Israel" sei nun die "Kirche"
-- die Privilegien des "auserwählten Volkes" seien nun
auf das "wahre Israel", also die "Kirche", übergegangen.
->> das Alte Testament wird für "das Christentum"
zurechtgefälscht
->> die "Kirche" wirft dem "Judentum" vor, die
Heilige Schrift falsch zu zitieren
->> es fallen die unflätigsten Schimpfworte gegen
"die Juden" (S.45).
um 160
JUSTINUS MARTYR: SCHRIFT:
"DIALOG MIT DEM JUDEN TRYPHON" GEGEN "DIE JUDEN"
(S.45)
Der Text "Dialog mit dem Juden Tryphon" (lat. "Dialogus
cum Tryphone Judaeo") schildert die "Erfahrungen" von
Justinus martyr als "Missionar" und schildert die
Streitgespräche mit jüdischen Schriftgelehrten.
(aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dialog_mit_dem_Juden_Tryphon
(2007)
um 200
TERTULLIAN: STREITSCHRIFT GEGEN "DIE JUDEN"
(S.45)
"Adversus Judaeos" -- Streitschrift gegen die
Juden. Tertullian wirft den Juden Verstocktheit vor, da
sie Jesus nicht als Messias anerkennen. Zu seinen Werken
zählen viele Streitschriften gegen die Juden, aber auch
gegen die Gnosis (Valentinianer und Doketisten), gegen
Marcionisten, andere Häresien und gegen die Kindertaufe,
aber auch Verteidigungsschriften für das Christentum vor
heidnischem Publikum. Seine Polemik hatte wesentlichen
Einfluss auf das Verschwinden des Theaterspiels im
Frühmittelalter.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Tertullian (2007)
NEUES TESTAMENT: JEGLICHE
SKLAVEREI WIRD VERSCHWIEGEN UND DAMIT LEGALISIERT
Menschen werden von der Kirche als "Arbeitsgeräte"
geduldet.
Kahl:
"Das Neue Testament polemisiert zwar in scharfen Worten
gegen Beischlaf ohne Lizenz, gegen Homosexualität, gegen
kurze Haare bei Frauen. Dass aber unzählige Menschen als
lebendige Arbeitsgeräte von wenigen anderen ausgebeutet
und als Waren verhökert
werden, wird nicht angeprangert oder gar verboten. Nicht
einmal der Gedanke, dass die Sklaverei im Prinzip
verwerflich sei und nur wegen der Machtverhältnisse noch
nicht abgeschafft werden könne, taucht auf." (S.22)
NEUES TESTAMENT: DER GLÄUBIGE WIRD ZUM
SKLAVEN GOTTES,
der seinen Willen abgegeben hat.
Kahl:
"Die Gleichnisse, die die Evangelien Jesus in den Mund
legen, setzen ohne ein Wort der Kritik die Sklaverei
voraus, ja, verklären sie zum Modell des Verhältnisses
Gott - Mensch:
"Deshalb ist das Reich der Himmel gleich einem König,
der mit seinen Sklaven abrechnen wollte."
in: Matthäus 18,23ff; 25,14ff; Markus 13,34; Lukas
12,42ff; 17,7ff." (S.22)
NEUES TESTAMENT: PAULUS GIBT ANWEISUNG, MAN
SOLLE IRDISCHE SKLAVEREI ALS GOTTGEGEBEN AKZEPTIEREN
und der Sklave sei sogar als Sklave berufen.
Kahl:
"Auch Paulus nimmt die Sklaverei nicht nur als
selbstverständlich hin, sondern bestätigt sie
ausdrücklich. Den entlaufenen Sklaven Onesimus,
den er bekehrt hat, schickt er an seinen christlichen
Herrn Philemon zurück [Philemonbrief].
Wie wenig der Apostel an Emanzipation denkt, geht aus
den Worten hervor:
'Jeder bleibe in dem Stand,
in dem er berufen worden ist. Bist du als Sklave berufen worden, so mache dir
keine Sorge, sondern wenn du auch frei
werden kannst, so bleibe um so lieber [in deinem Stand]. Denn wer im (S.22) Herrn als
Sklave berufen worden ist, der ist ein Freigelassener des Herrn'." (S.23)
NEUES TESTAMENT: DIE UNTERWERFUNG ALS SKLAVE
WIRD VORAUSGESETZT
und irdisch wie überirdisch gerechtfertigt.
Kahl:
"Unterwerfung unter menschliche Herrschaft wird als Akt
der Unterwerfung unter Gott verklärt."
->> Selbstbeschränkung und Selbstbestrafung wird
zum lobenswerten Ritual
->> "schlechtes Gewissen" und dessen "Entlastung"
gehört zum lobenswerten Ritual
->> die Gewalt gegen sich selbst wird dazu noch
als freier Entschluss zu einer "Freiheit" dargestellt
->> bestehendes Leid wird religiös gestützt statt
vermindert (S. 23 ).
NEUES TESTAMENT: UNVERHÄLTNISMÄSSIGKEIT VON
STRAFEN: KRITIK WIRD MIT HÖLLE BESTRAFT, Z.B. IN DER
BERGPREDIGT
Kahl:
"Das gesamte Neue Testament hallt wider von massloser
Aggressivität gegen alles, was von der christlichen Norm
auch nur geringfügig abweicht. Modellhaft zeigt sich
dieser Destruktionsdrang in dem bekannten Wort der
Bergpredigt, wer zu seinem Bruder auch nur sage "du
Narr", sei der Hölle mit ihrem Feuer verfallen (Matth.
5,22). Strafen werden angedroht, die sich selbst bei
Anerkennung des Schuld-Sühne-Denkens in einem völligen
Missverhältnis zum Vergehen befinden." (S.33)
NEUES TESTAMENT: WER GOTT NICHT LIEBT, WIRD
VERFLUCHT
in 16,22 z.B. "Apostel" Paulus im Korintherbrief:
"Wenn jemand den Herrn nicht liebt, so sei er
verflucht." (S.35)
NEUES TESTAMENT: KAHL ÜBER DEN MASSENBETRUG
UND DIE PSYCHISCHEN FOLGEN DER "CHRISTLICHEN LEHRE"
"Das Neue Testament ist ein Manifest der
Unmenschlichkeit, ein grossangelegter Massenbetrug; es
verdummt die Menschen, statt sie über ihre objektiven
Interessen aufzuklären." (S.23)
NEUES TESTAMENT: KAHL: ES IST PSYCHISCHE FOLTER:
"Was ist das Kreuz Jesu Christi überhaupt anderes als
der Inbegriff sadomasochistischer
Schmerzverherrlichung?" (S.24)
NEUES TESTAMENT: KEINE REALE GLEICHHEIT DER
MENSCHEN
Die Kirche schafft zwar die "Gleichheit" der Menschen
vor Gott, aber
-- nicht die Gleichheit der Menschen auf der Erde
untereinander
-- keine Abschaffung der Sklaverei
-- keine Emanzipation (S.24).
NEUES TESTAMENT: SCHWARZ-WEISS-MALEREI DIENT
DEM ANTISEMITISMUS - SCHWARZ-WEISS-MALEREI ALS
DIKTATUR GEGEN ALLES ANDERSARTIGE
mit Hilfe schablonenhafter Einteilung.
Kahl:
"Er [der Antisemitismus] wird überall dort insgeheim
mitgeliefert, wo - wie im Neuen Testament - die Welt in
Schafe und Böcke aufgeteilt wird: in Gute, zu denen man
selber gehört ("Ihr seid das Licht der Welt", Matth.
5,14), und in Böse, den Rest der Menschheit. Wo der
Himmel für die einen unlöslich gekoppelt
erscheint mit der Hölle für die andern. Wo Hoffnung nur besteht, wenn zugleich jeder,
der anders denkt, anders glaubt, anders
handelt, vernichtet wird." (S.42)
ALS GEGNER VON JESUS WERDEN "DIE PHARISÄER"
ODER "DIE JUDEN" UNTERSCHIEDSLOS UND VERALLGEMEINERND
HINGESTELLT
Philisterbrief 2,15:
"Christen" gelten als "Himmelslicht", als "makellose
Kinder Gottes, mitten unter einem verkehrten und
verdrehten Geschlecht, unter dem ihr leuchtet wie
Himmelslichter in der Welt." (S.43)
DAS JOHANNESEVANGELIUM VERKÖRPERT DIE
SCHLIMMSTE DIKTATUR
Es wird extrem zwischen Licht und Finsternis,
Wahrheit und Lüge, oben und unten, himmlisch und
irdisch, Gott und Teufel, Freiheit und Knechtschaft,
Leben und Tod herumargumentiert. Jesus und sonst niemand
ist der "Erlöser":
Johannes-Evangelium 14,6:
"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand
kommt zum Vater ausser denn durch mich." (S.44)
JUDEN ALS ABKOMMEN DES TEUFELS IM
JOHANNESEVANGELIUM
Johannes-Evangelium 8,44:
"Die Juden" stammen nicht von Gott, auch nicht von
Abraham ab, sondern vom Teufel. Sie sind Kinder "des
Teufels", sie sind der Vater der Lüge und der Vater des
Menschenmörders von Anfang an und trachten Jesus
notwendigerweise nach dem Leben.
Dies ist das erste Vorbild zum Nazitum.
Kahl:
"Ob sie ["die Juden"] als Teufelskinder diffamiert oder
zur minderwertigen Rasse gestempelt werden: Das eine ist
so mythologisch wie das andere und erwächst aus
demselben Feindbedürfnis." (S.44)
Das jüdische Volk ist nur ein Element der allgemeinen
Satanologie und Dämonologie der katholischen Kirche
(S.44-45).
NEUES TESTAMENT: GOTT WIRD RÄCHEN
Es gilt die Anleitung, dass Gott rächen wird und der
Mensch keine Rache verüben soll.
Kahl:
"Der Rachegedanke ist nirgendwo überwunden. Im
Gegenteil. Der allmächtige grosse Bruder besorgt die
Vernichtung der Feinde viel wirksamer.
Paulus im Römerbrief 12,19:
"Rächet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum
dem Zorn [Gottes]; denn es steht geschrieben: 'Mir
gehört die Rache, ich will vergelten', spricht der
Herr." (S.34)
NEUES TESTAMENT: DAS "JÜNGSTE GERICHT" OHNE
ZEITANGABE
Es wird mit einem "jüngsten Gericht" gedroht, ohne
dass bekannt ist, wann es denn stattfinden soll. Damit
wird dauernd Angst verbreitet (Matth. 24,50; 25,13)
(S.34).
ab 200 ca.
ENTLASSUNG VON SKLAVEN ALS "GUTES WERK"...
Sklaven werden von Christen in die "Freiheit"
entlassen, um vor Gott ein "gutes Werk" zu tun. Die
christliche Predigt stabilisiert die Sklaverei und
verurteilt die Sklaverei nie direkt (S.25) [und es wird
offengelassen, ob die Sklavenhalter gleich neue Sklaven
engagieren].
ab 200
DIE KIRCHE LEGITIMIERT JEDEN KRIEG MIT DER
"UNERGRÜNDLICHKEIT" VON GOTTES WILLE
Friedensarbeit ist bei der Kirche quasi Ketzerei.
Kahl:
"Brach und bricht trotzdem einmal die Unzufriedenheit
der Menschen mit ihrer Lage
hervor [etwa anlässlich eines Krieges],
so bietet der Schöpfungsglaube auch hier noch
einen Ausweg. Wie salbadern
dann die Theologen? 'Gottes Gedanken sind
unerforschlich, Seine Wege unergründlich. Wer
darf sich vermessen, mit
Ihm zu rechten? Du darfst nicht zweifeln, mein liebes Kind'." (S.30)
DIE KIRCHE SPRICHT IHRE GLÄUBIGEN FÜR
SÜNDIG, UM SIE ZU WILLENLOSEN
GESCHÖPFEN ZU MACHEN UND UM SELBER VERMÖGEN ANZUHÄUFEN
Ungehorsam gegen Gottes heiliges Gebot gilt als "Sünde":
-- alle Menschen sollen wegen einem Adamsapfel im
Zustand der Verderbtheit leben
-- alle Menschen haben "das Böse" in sich, das nicht
aufgehoben werden kann (S.30).
Die Menschenmasse in der Kirche wird zu willenlosen
Geschöpfen gemacht.
Kahl:
"So züchtet die sonntägliche Predigt, die Menschen seien nichtswürdige Sünder,
innerlich unfreie und ängstliche Kreaturen: nützlich und verwertbar für
die gesellschaftlichen Herrschaftseliten,
die sich nur so lange erhalten können, wie die Menschen hilflos und ohne
Selbstvertrauen bleiben.
Damit die Menschen unter keinen Umständen auf den
Gedanken verfallen, ihre
Geschichte bewusst in die eigene Hand zu nehmen und ihre schöpferischen
Möglichkeiten zu entfalten, sagt ihnen
die Christologie ausdrücklich, dass sie dazu von
vornherein unfähig sind.
Die entscheidenden Probleme des Lebens [das "Heil"] können nicht aus menschlicher
Kraft gelöst werden. Dazu bedarf es des Erlösers, den
Gott aus lauter Gnade schickte." [und
wer besonders artig war, wird vielleicht "begnadigt" für
seine Unterwürfigkeit]. (S.31)
ab 200 ca.
DIE "CHRISTLICHE FÜHRUNG"
BEGINNT MIT GROSSEN VERLEUMDUNGSKAMPAGNEN GEGEN DEN
REST DER WELT
mit dem Ziel der Ausrottung
der "Heiden". Stereotype Feindbilder werden über Jahrhunderte propagiert und
Feind-Klischees genährt: sexuelle Unzucht,
Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit, Neid, Mord, Betrug,
Gottesfeinde, erfinderisch im Bösen,
Ungehorsam, treulos, lieblos, unbarmherzig etc.
(Röm. 1,29-31).
Es wird der Grundstein für die Bereitschaft zum Töten
gelegt.
Kahl:
"Es ist nicht schwer zu erkennen, dass diese Mentalität,
die nach Zerstörung lechzt,
bei günstigen Machtverhältnissen nicht zögert, die Feinde Gottes selber
auszurotten." (S.35)
bis 4. Jh.
IM RÖMISCHEN REICH HERRSCHT EINE
RELIGIONSTOLERANZ
Das "Christentum"
bleibt noch in einer "verfemten Minderheit", und das "Christentum" verfemt die
anderen Religionen. Das "Christentum"
profitiert also von der herrschenden
Religionstoleranz,
die z.B. vom Theologen Tertullian
propagiert wird (S.35).
DAS "CHRISTENTUM" WIRD STAATSRELIGION
mit Duldung der Sklaverei (S.25).
ab 4. Jh.
DIE DIKTATUR DER "CHRISTENTUMS" BEGINNT
Das "Christentum" wird Staatsreligion im römischen
Reich und somit privilegiert. Das "Christentum" beginnt
die Diktatur und Diskriminierung
gegen andere Religionsgemeinschaften.
Kahl:
"[...] brach nun das Ende der Toleranz an. Systematisch
wurden die Freiheiten und
Rechte der Nichtchristen sowie der
nichtkatholischen christlichen Minderheiten
beschnitten." (S.35)
Der höhere Klerus plündert die Schicht der Bauern
(S.27).
313
BEGINN DER PRIVILEGIERUNG DER "CHRISTEN" IM
RÖMISCHEN REICH
Konstantin beginnt, Christen gegenüber
anderen Menschen im römischen Reich zu privilegieren
(S.25). Konstantin duldet noch alle Kulte, empfiehlt in
kaiserlichen Erlassen die Annahme des christlichen
Glaubens (S.35).
Ab Konstantin gelten neue Diskriminierungen gegen "die
Juden" im römischen Reich:
-- Übertritt zum Judentum wird schwer bestraft
-- neu wird auch die jüdische Gemeinde, die den
Konvertierten aufnimmt,
bestraft (S.45).
ab 313
SCHENKUNGEN REICHER "CHRISTEN" AN DIE KIRCHE
GELTEN ALS "GUTES WERK"
(S.25)
ab 350 ca.
DIE KIRCHE WIRD INFOLGE DER VIELEN
SCHENKUNGEN GRÖSSTER BESITZER
an Boden und Sklaven.
Kahl:
"Wenige Jahrzehnte später war der "Leib Christi" zum
reichsten Grossgrundbesitzer
mit dem grössten Sklavenbestand im Imperium angeschwollen." (S.25)
380
PRIVILEGIERUNG DER "CHRISTEN" IM RÖMISCHEN
REICH ABGESCHLOSSEN - WEITERE DISKRIMINIERUNG DES
JUDENTUMS
Die Söhne von Konstantin, Gratianus und Theodosius,
vollenden die Privilegierung
der "Christen" gegenüber anderen Menschen (S.25):
-- die katholische Kirche wird zur alleinberechtigten
Staatskirche erklärt (S.35)
-- jeder römische Bürger muss fortan orthodoxer Christ
sein (S.35-36)
-- bei einem Übertritt eines Christen zum Judentum
konfisziert der römische
Staat allen Besitz (S.45-46)
-- Mischehen werden bei Todesstrafe untersagt (S.46).
ab 380
"CHRISTIANISIERUNG" IM RÖMISCHEN REICH:
ZERSTÖRUNG VON TEMPELN,
VERFOLGUNGEN, BÜCHERVERBRENNUNGEN
Alle Religionen ausser das "Christentum" werden vom
Staat als verbrecherisch verfolgt.
Kahl:
"Heidentum und "Ketzerei" galten als Staatsverbrechen
(crimen maiestatis). Besuch
heidnischer Tempel oder Opfer wurde mit
Todesstrafe oder Verbannung belegt. Christliche
Rollkommandos, Mönche,
Bischöfe und Laien, stürmten und plünderten die heidnischen Kultstätten.
Unermessliche Kunstschätze wurden vernichtet;
die heidnische Literatur wurde meist verbrannt." (S.36)
387
PREDIGT VON KIRCHENVATER JOHANNES
CHRYSOSTOMUS ("GOLDMUND") GEGEN
"DIE JUDEN"
aus: Friedrich Heer: "Gottes erste
Liebe. 2000 Jahre Judentum und Christentum.
Genesis des österreichischen Katholiken Adolf Hitler"; München und Esslingen
1967, S.67:
"Hier ist das Arsenal aller Waffen gegen die Juden bis
heute versammelt. Der Jude
ist: ein fleischlicher Jude, ein schlüpfriger
geiler Jude, ein dämonischer Jude, ein geldgieriger Jude, ein verfluchter Jude.
Der Jude ist ein Mörder der Propheten,
ein Mörder Christi, ein Gottesmörder. Der Jude verehrt den Teufel. Die Juden sind
Trunkenbolde, Hurer, Verbrecher." (S.45)
um 387
PREDIGTEN VON KIRCHENVATER JOHANNES
CHRYSOSTOMUS ("GOLDMUND")
GEGEN "DIE JUDEN"
Oft benutzt er die Formel gegen die Synagoge:
"Nenne
einer sie Hurenhaus, Lasterstätte, Teufelsasyl,
Satansburg,
Seelenverderb, jeden Unheils gähnenden Abgrund oder
was
immer, so wird er noch weniger sagen, als sie verdient
hat." (S.45)
um 400
DER KIRCHENGELEHRTE AUGUSTINUS FORDERT DIE
REICHEN ZUR DANKBARKEIT
GEGENÜBER DER KIRCHE AUF, DASS SIE DIE SKLAVEREI
DULDE...
Kahl:
"Von Anfang an stabilisierte die christliche Predigt die
Sklaverei. Wie vorzüglich die neue Religion als
Schmieröl in der Herrschaftsmaschinerie
funktionierte, zeigt Augustin, der die Reichen zur Dankbarkeit
auffordern konnte: zur Dankbarkeit dafür,
dass Christus und seine Kirche aus Sklaven nicht
Freie, sondern aus
schlechten Sklaven gute Sklaven machten." (S.25)
408-450
REGIERUNG UNTER KAISER THEODOSIUS II. IM
RÖMISCHEN REICH: ANTISEMITISCHER
CODEX THEODOSIANUS
-- Juden werden per Gesetz von allen Ämtern und
Würden ausgeschlossen
-- der Bau von neuen Synagogen wird untersagt (S.46).
527-565
"CHRISTIANISIERUNG" IM RÖMISCHEN REICH:
EINFÜHRUNG DER ZWANGSTAUFE
unter Kaiser Justinian I.
(S.527-565):
-- Zwangstaufe, vom Staat verfügt
-- Erneuerung der Todesstrafe
-- alle Heiden und nichtkatholischen Christen werden für
rechtlos erklärt (S.36)
-- auch alle Juden werden im römischen Reich rechtlos
-- Synagogen werden vom römischen Staat beschlagnahmt
und in Kirchen verwandelt
-- die Verbrechen der "christlichen" Bischöfe und Mönche
werden legalisiert, indem
die Synagogen niedergebrannt und ausgeplündert werden
-- nach der Eroberung der nordafrikanischen Stadt Borion durch den Feldherrn
Belisar befielt Justinian
die Massenzwangstaufe an Juden (S.46).
ab 530 ca.
"CHRISTIANISIERUNG" IN FRANKREICH:
STAATSKIRCHE
Nach dem Tode Chlodwigs 511 bilden
sich bald staatskirchenähnliche
Verhältnisse heraus:
-- christliche Adlige werden am Hof bevorzugt
-- die öffentlichen heidnischen Kulte werden verboten
-- auch die heimlichen heidnischen Kulte werden verboten
(S.36).
ab 565
MASSENZWANGSTAUFEN AN JUDEN
werden zur "christlichen" Gewohnheit (S.46).
ab 600
KIRCHLICH-"CHRISTLICHE"
VERNICHTUNGSIDEOLOGIE VON PAPST GREGOR
DEM GROSSEN
-- entweder erfolgt die bedingungslose Unterwerfung der Heiden unter die politische
und ökonomische Herrschaft der Christen
mit nachfolgender Taufe und kirchlicher Indoktrination
-- oder es erfolgt die Ausrottung
-- beide Verfahren finden "im Namen Gottes" statt...
(S.37)
ab 626
"CHRISTIANISIERUNG" IN FRANKREICH:
EINFÜHRUNG DER ZWANGSTAUFE
Dagobert I. zwingt den Restbestand der
nichtchristlichen Bevölkerung
zur Taufe (S.36).
638
VI. KONZIL VON TOLEDO: BEFEHL DER TAUFE
ALLER SPANISCHEN JUDEN
(S.46)
655
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: SYNODE
VON TOLEDO
Alle Kinder von Priestern werden zu Sklaven erklärt
(S.26).
694
XVII. KONZIL VON TOLEDO: ALLE JUDEN WERDEN
ZU SKLAVEN ERKLÄRT
-- Befehl zum Beschlagnahmen der jüdischen Vermögen
-- Befehl des Kinderraubs an jüdischen Familien und der christlichen Verheiratung der
erwachsenen jüdischen geraubten Kinder
(S.46).
8. Jh.
"CHRISTIANISIERUNG" IN DEUTSCHLAND
wird begünstigt durch die
germanische Traditionen vom sakralen Königtum und
erreicht den "Höhepunkt" unter
den Karolingern im 8.Jh. (S.36).
ab 8. Jh.
BUND ZWISCHEN STAATSMACHT UND KIRCHE,
ZWISCHEN DEM PAPST STEPHAN
II. UND DEM FRÄNKISCHEN HERRSCHERHAUS UNTER PIPPIN
mit der gegenseitigen
Schutzverpflichtung:
-- der König übernimmt die unmittelbare Aufgabe, für die
Kirche einzutreten
-- die "Kirchenfürsten" dürfen gegen "Ketzer" und
"Heiden" vorgehen (S.36).
EXPANSIONSKRIEGE ALS MISSIONSKRIEGE
Die "christlichen" mitteleuropäischen Staaten verkleiden
ihre Expansionskriege gegen die Nachbarstaaten als
"Mission". Jeder Krieg und
Ausweitung des Territoriums wird mit der nachfolgenden Missionierung gerechtfertigt
(S.36).
Ausgeschickte Missionare gelten in "heidnischen"
Gebieten als Boten von
Krieg und Unterwerfung, die dann bald kommen werde. Denn es gibt nur
noch die Annahme der neuen Religion. Bei
Ablehnung des Missionars wird vom "Christentum"
der Krieg erklärt (S.37).
800-1400 ca.
DIE KIRCHE IST INS MITTELALTERLICHE
FEUDALSYSTEM INTEGRIERT
-- die führenden kirchlichen Posten werden mit den
zweitgeborenen Söhnen der
Adelsfamilien besetzt (secundogenitus)
-- für Äbte werden oft Adelsnachweise über mehrere
Generationen hinweg
verlangt (S.27).
804
ENDGÜLTIGE "CHRISTLICHE BESETZUNG" SACHSENS
DURCH TRUPPEN KARLS "DES
GROSSEN": ZWANGSTAUFE
in ganz Sachsen (S.36):
ab 1000 ca.
BEGINN VON ANTISEMITISCHEN BRÄUCHEN BEI DER
KIRCHE
mit verhöhnendem und verleumderischen Inhalt gegen "die
Juden" (S.47).
1022
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: SYNODE
VON PAVIA
Alle Kinder von Priestern werden erneut zu Sklaven
erklärt [erstmals 655 in
Toledo] (S.26).
1095
METHODEN DER VERHETZUNG ZU "KREUZZÜGEN"
Versprechen des völligen Sündenablasses:
-- Ruf: "Gott will es"
-- Kampf gegen die verfluchten Gottesfeinde, die das
"Grabmal des Herrn"
innehaben
-- Einzug in die "militia Christi" ["Kriegsdienst für
Christus"¨] und in die
"militia sancti Petri" ["heiliger Kriegsdienst des
Petrus"] (S.38)
-- viele "Christen" sterben bereits auf der Schiffahrt
zum "heiligen Land" (S.38).
ab 1095
"KREUZZÜGE" GEGEN DEN ORIENT MIT
VORGESCHOBENER CHRISTIANISIERUNGSABSICHT
In Wahrheit dienen die Kreuzzüge aberen Zwecken:
-- für die wirtschaftlichen Interessen der
oberitalienischen Seefahrerstädte
Venedig, Pisa und Genua, gegen
die arabischen Länder
gerichtet
-- zusätzlich mit politisch-ökonomischer
Machtgier der Ritter, "Fürsten",
Könige und Päpste kombiniert
-- christliche Waffenhändler beliefern "Christen" und
Muslime gleichermassen [!]
-- es etabliert sich ein schwunghafter Sklavenhandel,
der in christlichen Händen
liegt, besonders aktiv ist dabei Kardinal-Legat Pelagius (S.37).
Ahnungslose "christliche" Massen werden von kirchlichen Demagogen aufgewiegelt
(S.37-38):
-- von Papst Urban II.
-- von Peter dem Eremiten aus Amiens
-- von Bernhard von Clairvaux, dem
"doctor mellifluus" / dem "honigtriefenden
Lehrer" (S.38).
KREUZZÜGE: DIE MISSIONARE SCHWEIGEN MEIST
zu den militärischen und handelspolitischen
Verbrechen
des weissen "Christen" in den aussereuropäischen
Kontinenten. Die Kirche ist zu keinem
Widerstand gegen die Verbrechen bereit, die in
ihrem Namen begangen werden... (S.42)
POGROME GEGEN "DIE JUDEN" IM
"KREUZZUGSFANATISMUS"
Die "Christen" vollziehen im "Kreuzzugsfanatismus"
den Hass gegen die "Feinde
Christi" und begehen Pogrome gegen "die Juden" schon im eigenen Land in Europa
(S.48).
1099
"CHRISTLICHE EROBERUNG" UND "CHRISTLICHE"
PLÜNDERUNG VON JERUSALEM
Totales Massaker gegen die die verteidigenden Araber.
Aus "Gesta Francorum":
"Bald [...] flohen alle Verteidiger von den Mauern durch
die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben
sie vor sich her, sie tötend
und niedersäbelnd, bis zum Tempel Salomons,
wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu
den Knöcheln im Blut
wateten [...]
Bald durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold, Silber,
Pferde und Maulesel an sich; sie plünderten die Häuser,
die mit Reichtümern überfüllt waren. Dann,
glücklich und vor Freude weinend, gingen die
Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren."
(S.38)
1140
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
"DECRETUM GRATIANI" ["Gratianischer Beschluss"]
Die Verfügung der Synoden von Toledo
(655) und Pavia (1022), die Kinder von Priestern zu
Sklaven zu erklären, wird in das "Decretum
Gratiani" aufgenommen (S.26).
"DECRETUM GRATIANI": UNMÖGLICHKEIT DER
FREILASSUNG VON KIRCHENSKLAVEN
Die Freilassung von Kirchensklaven wird grundsätzlich
für unmöglich erklärt. Begründung: Gott verfüge über die Eigentumsrechte seiner
Kirche... (S.25)
1147
OSTEUROPA: WENDENKREUZZUG UND BEGINNENDE
"TÄTIGKEIT" DES DEUTSCHRITTERORDENS:
DIKTATUR
IN OSTEUROPA
mit Missionierung der "heidnischen Ostprovinzen". Der
Vorstoss entpuppt sich als grosskapitalistisch
organisierte barbarische Militärdiktatur grössten Stils
mit der Hauptbeschäftigung, Heiden umzubringen, wenn sie
sich nicht taufen lassen (so der katholische Historiker
Hans Kühner) (S.38).
1179
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME: 3.
LATERANKONZIL: KRIEGSERKLÄRUNG
GEGEN DIE GANZE WELT
Allen Gegnern des römischen Papsttums wird im
3.Laterankonzil die Sklaverei
angedroht (S.26).
Befehl, dass alle Christen, die mit Juden zusammenleben,
zu exkommunizieren sind
(S.46).
ab 1179
ENTSTEHUNG ERSTER JUDENGHETTOS WEGEN DER
KIRCHE
auf Befehl des 3.Laterankonzils hin, dass Christen und
Juden nicht zusammenleben
dürfen (S.46).
1190-92
3. KREUZZUG, RICHARD I. (RICHARD
"LÖWENHERZ"): MASSENHINRICHTUNGEN
DER ARABER
Als die Verhandlungen mit Saladin
stocken, werden 2000-3000 muslimische
Gefangene
massakriert und die Gedärme der Leichen
nach Gold durchsucht (S.38).
um 1200
KIRCHE: SKLAVENHALTUNG IN DEN PFARRHÄUSERN UND KLÖSTERN
Kahl:
"Päpste und Bischöfe, Prälaten und Klöster verfügten
über Tausende von
Sklavinnen und Sklaven, die die riesigen Güter beackern mussten. Entflohene
wurden unerbittlich gefangen und zurückgebracht.
Als "fugitivi" ["Entlaufene"] erhielten sie eiserne
Halsringe mit christlichen Symbolen. Das Kirchenrecht führte alle Sklaven als
Gegenstände unter der Rubrik "Kirchengut" auf", [also: Menschenmaterial]. (S.26)
1205
PAPST INNOZENZ III. VERFLUCHT "DIE JUDEN"
ALS "GOTTVERDAMMTE SKLAVEN"
(S.46)
1215
IV. LATERANKONZIL: ANORDNUNG DER INQUISITION
- DOGMATISIERUNG DES
ABENDMALS - FESTLEGUNG EINER BESONDEREN JUDENTRACHT
-- gelber Fleck im Obergewand
-- gehörnte Kappe (pileum cornutum)
-- die "Hörner" sollen die verstockten Mörder Christi
sinnfällig aussondern und an ihre Abstammung vom Teufel
erinnern (S.46)
-- der Besuch christlicher Gaststätten und Bäder wird
den Juden verboten
-- das Betreten der Strassen an christlichen Festtagen
wird den Juden verboten
-- Juden sind von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen
(S.47).
und: BESCHLUSS DER INQUISITION GEGEN DIE
ALBINGENSER
(S.48)
ab 1215 ca. bis 1950-er Jahre
BEGINN MIT "CHRISTLICHEN"
ANTIJÜDISCHEN GOTTESDIENSTEN UND HETZEREI GEGEN
JUDEN, VOR ALLEM AN
OSTERN
Kahl:
"Vor allem die Karfreitags- und Osterliturgie waren
antijüdisch akzentuiert.
Die verleumderische Fürbitte "pro perfidis Iudaeis - für die ungläubigen Juden",
wobei "perfidus" den Unterton von hinterhältig hat -
sowie die unterlassene Kniebeuge bei dieser Fürbitte (im Unterschied zur
Kniebeuge beim Gebet für andere Menschengruppen)
wurden erst in den fünfziger Jahren unseres Jahrhunderts abgeschafft. So
kann es nicht verwundern, dass die
Karwoche oftmals blutige Judenmassaker
heraufbeschwor." (S.47)
ab 13. Jh.
DIE ANTISEMITISCHEN BRÄUCHE IN DER KIRCHE
SIND AB DEM 13. JH. NACHWEISBAR
-- unzählige Mysterien-, Passions- und Fastnachtsspiele
-- Traktate und Heiligenlegenden
-- viele mittelalterliche Bilder stellen den Teufel mit
einer gebogenen Nase
("Judennase") dar
-- Vorwurf des Ritualmords, des Kindermords, der Kinderverspeisung, in
verschiedenen Religionen gegen "die Juden".
->> Vorwurf des Hostienfrevels in der Kirche gegen
"die Juden"
->> Zweifel von Christen an diesen Behauptungen
und Zweifel an den anti-jüdischen "Spielen" werden von
der Kirche bestraft (Extrapunitivität) (S.47).
um 1250
KIRCHE: VERTEIDIGUNG DER SKLAVEREI
Die Sklaverei wird von der Kirche verteidigt: von Thomas von Aquin,
von Albertus Magnus, von Duns
Scotus u.a.
Kahl:
"Thomas [von Aquin] übernahm die
Auffassung des Aristoteles, der einen Sklaven als "beseeltes
Werkzeug seines Herrn" und als "Nichtmitglied
der Gesellschaft" bezeichnet hatte." (S.26).
um 1260ca.
THOMAS VON AQUIN: ANTISEMITISCHE SCHRIFT: "DE REGIMINE IUDAEORUM AD DUCISSAM
BRABANTAE"
Thomas von Aquin begründet die Verdammung
der Juden als "gottverdammte
Sklaven" und gibt praktische Anweisungen: Die Päpste, Könige und Fürsten
dürfen über das Hab und Gut der Juden
wie über ihren eigenen Besitz verfügen (S.46).
ab 14. Jh.
DIE KIRCHE WIRD IM AUSGEHENDEN MITTELALTER
ZUR HAUPTKRIEGSMACHT
UND ZUR REICHSTEN FINANZMACHT EUROPAS
Kahl:
"Dank ständiger Eroberungskriege und [dank] eines
ausgeklügelten Steuersystems
hatte sich das Papsttum im ausgehenden Mittelalter zur reichsten Finanzmacht
Europas hochgeräubert. Papst Johannes XXII.
(1316-1334) beispielsweise verbrauchte seine Einnahmen
(S.27) wie folgt:
-- 63,7% für seine Kriege,
-- 12,7% für Beamtengehälter,
-- 7,16% für Almosen, wozu auch kirchliche Neubauten und
Mission zählten,
-- 3,35% für Kleidung,
-- 0,17% für Schmuck,
-- 2,9% für Bauten,
-- 2,5% für Küche und Keller,
-- 4% für Freunde und Verwandte." (S.28).
1309
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
VENEDIG
Die Kirche verhängt über Venedig die
Sklaverei. Der Beschluss kann
nicht durchgeführt werden (S.26).
1347-1349
PESTEPIDEMIE IN EUROPA: GERÜCHT, DASS "DIE
JUDEN" BRUNNEN VERGIFTET HÄTTEN
->> Vertreibung von Juden aus ganz West- und
Mitteleuropa
->> ist blanker Antisemitismus (S.48).
1376
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
FLORENZ
Die Kirche verhängt über Florenz die
Sklaverei. Der Beschluss kann
nicht durchgeführt werden (S.26).
ab 1380 ca.
KIRCHE IN SPANIEN: INQUISITION GEGEN
MARRANEN (JUDENCHRISTEN)
UND KRASSE DISKRIMINIERUNG DER JUDEN BIS 1865...
-- mit Ausschluss aus allen Ämtern
-- Priester in Spanien müssen 4 Generationen "judenfrei"
sein
-- Fälschung von Stammbäumen kommt vor
-- der Arierparagraph bezüglich Staatsämter wird bis
1865 aufrechterhalten (S.48).
1450
PORTUGIESISCHE BESETZUNG DER NORDWESTKÜSTE
AFRIKAS
unter Führung von Prinz Heinrich dem Seefahrer (S.39).
1454
KIRCHE: DER KUHHANDEL MIT DER
PORTUGIESISCHEN KRONE: EROBERUNGSRECHT
ÜBER DIE GANZE WELT GEGEN MISSIONSSCHUTZ: BULLE "ROMANUS PONTIFEX"
Papst Nikolaus V. sanktioniert die Praxis, alle
unterworfenen Völker zu versklaven (S.26).
Alfons von Portugal wird in der Bulle
als Herrscher über die besetzten
afrikanischen Gebiete bestätigt und ermächtigt, weitere Inseln und Länder in Afrika und "Indien" zu
unterjochen und auszubeuten.
Im Gegenzug soll Portugal die
Christianisierung der besetzten
Kolonialgebiete ermöglichen, das "ius patronatus" ("Missionspatronat"). Die
portugiesische Krone soll katholische
Missionare
entsenden, besolden, ausrüsten und beschützen.
-- der Papst sieht sich als Welthoheit
-- der Papst verfügt über Gebiete, die ihm nicht gehören
-- die Gebiete werden für alle Ewigkeit "vergeben"
(S.39).
MISSION IM "DIENST" DER "CHRISTLICHEN"
HÄNDLER - VERARMUNG DER VÖLKER
Die Missionare bieten den Eingeborenen wertlosen Kram
für Wertgegenstände und
machen sie so mittellos. Gleichzeitig
predigen sie Demut und Gehorsam für ein
imaginäres Jenseits. Die Völker verarmen so auf der
ganzen Erde gegenüber der Kirche, wo Missionare und
Händler auftreten (S.41).
1482
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
VENEDIG
Die Kirche verhängt erneut über Venedig die Sklaverei.
Der Beschluss kann wieder nicht durchgeführt werden
(S.26).
1487
SKLAVEN FÜR DEN PAPST ZUM GESCHENK: INNOZENZ
VIII.
Papst Innozenz VIII. nimmt eine grosse Anzahl
Sklaven aus Malaga
von Isabella von Spanien als
Geschenk an (S.26).
1492
KOLUMBUS MEINT, ER HABE "INDIEN" ENTDECKT
(S.39)
1493
"AUFTEILUNG" DER WELT ZWISCHEN PORTUGAL UND
SPANIEN: PAPST ALEXANDER
VI.: BULLE "INTER CAETERAE DIVINAE"
Alexander VI. teilt die Erde zwischen einem
spanischen und einem portugiesischen Imperium auf und
bestätigt die übliche koloniale Zwangsarbeit
als rechtmässig (S.26).
Die Bulle gilt nach dem damaligen "Völkerrecht" als
verbindliches internationales
Dokument. Die spanische Krone unter Ferdinand
und Isabella bekommt die
westlichen Territorien geschenkt und verpflichtet
sie gleichzeitig zur
"Mission" der Eingeborenen. Ferdinand und
Isabella finanzieren fortan die Mission in "Westindien" (S.39).
ab 1493
DIE KIRCHE BEGINNT IHREN VÖLKERMORD AN 20
MILLIONEN INDIANERN
(S.40)
"MISSION" IN "WESTINDIEN": ERPRESSUNG: TAUFE
UND UNTERWERFUNG ODER TOD
Den Eingeborenen wird die "Konquistadorenproklamation"
vorgelesen, die ihnen nur die Wahl zwischen Kapitulation
oder Kampf lässt, den sie
im Angesicht der waffenmässigen Überlegenheit der
spanischen Truppen verlieren. Übersetzung von Fritz Blanke,
"Missionsprobleme des Mittelalters und der
Neuzeit", Zürich 1966, S.92:
"Gott der Herr hat dem Petrus und
seinen Nachfolgern die Gewalt über
alle Völker der Erde übertragen, so dass alle Menschen
den Nachfolgern Petri gehorchen müssen.
Nun hat einer dieser Päpste die neuentdeckten Inseln und
Länder ["Westindiens"] mit allem, was es darauf gibt,
den spanischen Königen zum Geschenk gemacht, so dass also Ihre Majestäten
kraft jener Schenkung Könige und Herren dieser Inseln
und des Festlandes sind.
Ihr werdet nunmehr aufgefordert,
die heilige Kirche als Herrin und Gebieterin der ganzen Welt anzuerkennen und
dem spanischen Könige als eurem
neuen Herrn zu huldigen. Andernfalls werden wir
mit Gottes Hilfe gewaltsam
gegen euch vorgehen und euch unter das Joch der Kirche und des Königs zwingen, wie es
sich rebellischen Vasallen gegenüber gehört.
Wir werden euch euer Eigentum nehmen und euch, eure
Frauen und Kinder zu Sklaven machen. Zugleich erklären
wir feierlich, dass nur ihr
an dem Blut und an dem Unheil schuld seid, das dann über
euch kommen wird." (S.40)
[Die Erklärung wird jeweils in Latein verlesen, das die
Eingeborenen nicht verstehen].
ab 1493
DIE MISSIONARE SCHWEIGEN MEIST
zu den militärischen und handelspolitischen Verbrechen
des weissen "Christen" in den aussereuropäischen
Kontinenten.
Die Kirche ist - wie in der Kreuzzugszeit - nicht fähig,
die Kriminalitäten zu unterbinden, die in ihrem Namen
begangen werden... (S.42)
1506
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
VENEDIG
Die Kirche verhängt über Venedig die Sklaverei. Der
Beschluss kann nicht durchgeführt werden (S.26).
1508
KIRCHE: SKLAVEREI ALS ZUCHTMASSNAHME:
ENGLAND
Die Kirche verhängt über ganz England
die Sklaverei. Der Beschluss kann nicht durchgeführt
werden (S.26).
um 1520
LUTHER: RECHTFERTIGUNG VON SKLAVEREI UND
LEIBEIGENSCHAFT
Kahl:
"Der Protestantismus ging von Anfang an in den gleichen
Bahnen [wie die katholische
Kirche], nachdem Luther Leibeigenschaft und Sklaverei theologisch
gerechtfertigt hatte." (S.27)
ab 1520 ca. (bis 1840 ca.)
EVANGELISCHE SKLAVENHALTUNG IN DEN KOLONIEN
Die evangelischen Staaten treiben unter der
theologischen Billigung der
Missionare in den "Kolonien" Sklavenhandel und gehen auf
Sklavenjagd (S.27).
1543
MARTIN LUTHER WIRD ZUM JUDENHETZER: SCHRIFT:
"VON DEN JUDEN UND IHREN
LÜGEN"
Darin fordert er schärfste Massnahmen gegen die
Juden
in: Hans-Joachim Kraus: Kirche und
Synagoge, In: Das Judentum in Geschichte
und
Gegenwart. Eine Vorlesungsreihe. Hamburg 1961:
"Erstlich, dass man ihre Synagoga oder Schule mit Feuer
anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde
überhäufe und beschütte, dass kein Mensch ein Stein oder
Schlacke davon sehe ewiglich...
Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen
zerbreche und zerstöre...
Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein
und Talmudisten...
Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Seele
verbiete, hinfort zu lehren..., dass man ihnen verbiete,
bei uns und dem Unsern öffentlich Gott zu loben, zu
danken, zu beten, zu lehren, bei Verlust Leibes und Lebens...
Und nochmals, dass ihnen verboten werde, den Namen Gottes vor unsern Ohren zu
nennen...,
der Juden Maul soll nicht wert gehalten werden bei uns
Christen, dass es Gott sollte vor unsern Ohren nennen,
sondern, wer es von den Juden hört, dass er's der
Oberkeit anzeige oder mit Saudreck auf ihn werfe...
Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und Strasse
ganz und gar aufhebe...
Zum sechsten, dass man ihnen den Wucher verbiete und nehme ihnen alle Barschaft und
Kleinode an Silber und Gold, und lege
es beiseite zu verwahren...
Zum siebten, dass man den jungen, starken Juden und
Jüdinnen in die Hände gebe Flegel, Axt,
Spaten... und lasse sie ihr Brot verdienen im
Schweisse der Nasen..." (S.48-49)
1548
ERMUNTERUNG ZUR SKLAVENHALTUNG: PAPST PAUL
III.
Paul III. spricht allen Christen - auch den
Klerikern - das Recht zu,
Sklaven zu halten (S.26-27).
ab 1548?
SKLAVENJAGD PÄPSTLICHER "GALEEREN" UND
DANKGEBETE UM "WERKZEUGE"
Kahl:
"Päpstliche Galeeren zogen auf Menschenfang aus, und
unzählige
inbrünstige Dankgebete stiegen zu Gott empor, wenn
wieder ein
reicher Fang von "beseelten Werkzeugen" geglückt war."
(S.27).
um 1600?
SKLAVENJAGD UND SKLAVENTAUSCH
Christliche Theologen diskutieren ernsthaft, ob ein
schwarzer Sklave einen Taschenspiegel wert sei oder
nicht (S.27).
ab 1650 ca.
ALKOHOLVERKAUF AN INDIANER NORDAMERIKAS
"Christliche" Händler verkaufen den Eingeborenen
Nordamerikas Alkohol,
dessen Konsum im "christlichen" Europa verboten ist
(S.41).
1666
KIRCHLICHE MASSENSKLAVENHALTUNG
Das Jesuitenkolleg im Kongo
hält 12'000 Sklaven (S.27).
17./18. Jh.
KIRCHENSTAAT: SKLAVENHALTUNG IST NORMAL
(S.27)
ab 1783
ANERKENNUNG DER "U.S.A." IM VERTRAG VON
VERSAILLES - "CHRISTIANISIERUNG"
-- grausame "Christianisierung" in Nordamerika durch
überwiegend protestantische Gruppen (S.40)
-- zum Teil Ausrottung ganzer Indianerstämme
-- die protestantischen Gruppen der Engländer sehen sich
zum Teil als die Nachfolger
"Israels" als "auserwähltes
Volk"
-- immerwährende Betonung der Auserwähltheit in
anglikanischen und puritanischen Predigten (S.41).
1819
DEUTSCHLAND: GROSSE JUDENPOGROME
mit "christlichen Parolen" gegen
die "Fremdkörper" im christlich-germanischen Reich
(S.49).
1823
JUDENGHETTOS IM KIRCHENSTAAT: PAPST LEO XII.
Er verbietet den Juden,
die im Kirchenstaat leben, die Lebensgemeinschaft mit
Christen und verbannt die Juden in spezielle Quartiere,
so dass Ghettos entstehen (S.49).
ab 1830/40
BEGINN DES MASSENSTERBENS IN BRITISCHEN
KOHLEGRUBEN - KEIN PROTEST DER KIRCHE
Die Kirche protestiert nicht - das Militär aber
protestiert: wegen dem dünnen
Wuchs der Soldaten! Kahl zitiert Karlheinz
Deschner: "Das Jahrhundert der Barbarei", München
1966, S.38:
"1840 beträgt die durchschnittliche Lebensdauer der
Arbeiter in Liverpool 15 Jahre. In Manchester sterben 57 von Hundert der Arbeiterkinder vor dem fünften
Jahr. Neun- bis Zehnjährige arbeiten
nicht selten 24 und 36 Stunden ununterbrochen. Sie
werden nachts an die Arbeit getrieben und mit Peitschen
wachgehalten. Noch 1860 ersucht man in öffentlichen
Eingaben um eine
Beschränkung der Arbeitszeit auf 18 Stunden.
Kinder von drei und vier
Jahren stehen bei der Spitzenfabrikation auf Stühlen. In den Strohflechtereien haben
sie oft weniger Platz als ein Hund in
seiner Hütte. In den Bergwerken kriechen Vier-
und Fünfjährige mit Männern
und Frauen halbnackt und nackt, an Ketten hängend, durch
die viel zu engen, warmen Stollen. Wer sich beklagt,
wird entlassen und findet
als "Gezeichneter" nirgends eine Beschäftigung.
Die Toten fliegen in die Strassengräben und werden in Löchern und Morästen
verscharrt. An "Bildung" erhielten diese
Leute natürlich so gut wie nichts - ausgenommen Religionsunterricht." (S.28)
[So ist es in einem "christlichen" Staat...]
1839
DEUTSCHLAND: GESETZ GEGEN KINDERARBEIT FÜR
KINDER UNTER 9 JAHREN
auf Drängen der Militärbehörden, nicht auf
Drängen der Kirche.
Kahl:
"Proteste der Kirchen [gegen die Kinderarbeit und den
Massentod von Kindern durch
Arbeit in Kohlegruben] sind nicht bekannt. Das erste Gesetz in Deutschland,
das Kindern unter neun Jahren die Arbeit in Fabriken
verbot (1839), wurde charakteristischerweise auf Drängen
der Militärbehörden erlassen, weil der körperlich
untaugliche Zustand derjenigen Rekruten aufgefallen war,
die vorher in der Industrie
gearbeitet hatten." (S.28)
ab 1840 ca.
DIE KIRCHE HILFT DEN MENSCHEN IM
KAPITALISMUS KAUM
und speist sie mit
lächerlichen Almosen ab - gottgewolltes System...
Kahl:
"Auch Gestalten wie Wichern und Ketteler orientierten sich an patriarchalischen
Vorstellungen und speisten die Gequälten mit lächerlichen Almosen ab. Das
infame System insgesamt galt wie immer
als gottgewollt." (S.29)
1840
ENGLAND ERÖFFNET DEN OPIUMKRIEG
gegen China (S.41).
1842
FRIEDE VON NANKING
Das "christliche" England zwingt die
chinesische Regierung, den Import des
Rauschgiftes Opium zuzulassen,
das im "christlichen" England selbst verboten ist (S.41).
Protestantische Kirchenführer freuen sich über den
"Sieg" gegen China und die
bevorstehende "Mission" in China.
Pfarrer Karl Gützlaff
z.B.:
"Mein Herz bebt mir vor grosser Freude, dass nun der Weg
nach China offen steht."
in: Blanke: Missionsprobleme des Mittelalters und der Neuzeit,
Zürich 1966, S.111, Anmerkung 46. (S.41)
1864
ABSCHAFFUNG DER SKLAVEREI BEI DEN
BENEDIKTINERN IN BRASILIEN
(S.27)
1865
AUFHEBEN DES ARIERPARAGRAPHEN IN SPANIEN
AUCH BEZÜGLICH STAATSÄMTER
(S.48)
1892
RITUALMORDLEGENDE VON BERLINER HOFPREDIGER
ADOLF STÖCKER VERTEIDIGT
Der protestantische Berliner Hofprediger Adolf
Stöcker verteidigt vor
dem Reichstag die Legende vom Ritualmord, den "die
Juden" gegen die Christen begangen haben sollen (S.49).
1923
DEUTSCHE KATHOLISCHE STUDENTEN FORDERN
ARIERPARAGRAPH
Der Cartellverband (CV) der
katholischen farbentragenden deutschen
Studentenverbindungen fordert für alle Mitglieder den
Nachweis arischer Grosseltern (S.49).
1933-1945
DIE KIRCHEN BILLIGEN DAS HITLER-SYSTEM MIT
KZS, JUGENDVERHETZUNG UND
JUDENHETZE
Hitler ist katholischer Christ und wird von der
Kirche nie exkommuniziert.
"Mein Kampf" gilt für den Vatikan
als "legales" Buch und wird nie auf den Index gesetzt. Die katholische wie die
protestantische Kirche gehen mit grosser Mehrheit den
Weg Hitlers mit, ohne lauten Protest.
Kahl:
<Adolf
Hitler, Hauptexponent des deutschen (S.49) Faschismus, war katholischer Christ. Er
trat nie aus der Kirche aus und wurde auch nie
exkommuniziert. Sein Buch "Mein Kampf" erschien nie auf
dem "Index librorum prohibitorum" ["Index der verbotenen Bücher"], auf den
bis in die sechziger Jahre alle Schriften gesetzt
wurden, die in Glaubens- und Sittenfragen der
katholischen Lehre widersprechen. Offensichtlich
widersprachen Hitlers politische Anschauungen nicht der
katholischen Sittenlehre (S.50). [...]
Die Kirchen protestierten nicht gegen die Beseitigung
des demokratischen Rechtsstaates mit Press-, Rede- und
Versammlungsfreiheit. Sie protestierten nicht gegen die
unzähligen Justizmorde an Kommunisten und Liberalen. Sie protestierten nicht gegen die
KZ, die bereits 1933 errichtet wurden. [...]
Auch gegen die nationalsozialistische Judenpolitik leisteten die Kirchen keinen
Widerstand, wenn man nicht einige wenige karitative
Einzelaktionen (zum Beispiel "Büro Pfarrer
Grüber") zu solchem aufbauschen
will. Der staatliche Arierparagraph wurde hingenommen und
vielfach auf kirchliche Funktionäre
übertragen." (S.50)
1933-1945
DIE KIRCHEN GEGEN EINSICHT IN DIE
STAMMBÜCHER / KIRCHENBÜCHER
Aufgrund der mit Hilfe der Kirchenbücher von den
Kirchen erstellten Ariernachweise für das Regime kann
das Regime herausfinden, wer Halbjude, Vierteljude,
Achteljude etc. ist. Die Kirche leistet massivste
Kollaboration im Sinne der arischen Reinhaltung des
Blutes.
Kahl:
"Tausende von Pfarrämtern leisteten der Mordmaschinerie
Handlangerdienste, indem sie aufgrund ihrer
Kirchenbücher die Ariernachweise für die Nichtjuden
erbrachten und damit zwangsläufig diejenigen ans Messer
lieferten, die nicht zur Herrenrasse
zählten." (S.51)
1933-1945
3.REICH: GETAUFTE JUDEN WERDEN
AUSGESCHLOSSEN
Die "Deutschen Christen" schliessen auch getaufte Juden
aus ihren Reihen aus (S.51).
1939-1945
KIRCHLICHER SEGEN FÜR DIE HITLER-FELDZÜGE
Die Kirchen sprechen bis 1945 den Segen für den
göttlichen "Lenker der Schlachten".
Kahl:
"Sie [die Kirchen] protestierten nicht gegen die
Überfälle auf Österreich,
die Tschechoslowakei, Polen,
Dänemark, Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich,
Jugoslawien und die Sowjetunion.
Im Gegenteil! Bis 1945
wurde der göttliche "Lenker der Schlachten" in allen
Gottesdiensten um Segen für den Führer und sein
Menschenmaterial angefleht." (S.50)
1941
RUSSLANDFELDZUG GEGEN DEN KOMMUNISMUS
Auch die "Bekennende Kirche" und die
katholische Kirche unterstützen den Russlandfeldzug
gegen den gottlosen Bolschewismus (S.42), [von den
Opfern redet die Kirche nicht].
17.12.1941
DEUTSCHE LANDESBISCHÖFE BEHAUPTEN, "DIE
JUDEN" HÄTTEN DEN
WELTKRIEG ANGEZETTELT - PAUSCHALISIERTER "ABWEHRKAMPF"
Veröffentlichung einer Erklärung der Landesbischöfe
und Landeskirchenpräsidenten
von Sachsen, Mecklenburg,
Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck:
"Die nationalsozialistische deutsche Führung hat mit
zahlreichen Dokumenten
unwiderleglich bewiesen, dass dieser Krieg in seinen weltweiten Ausmassen von den
Juden angezettelt worden ist. Sie hat
deshalb im Innern wie nach aussen die zur Sicherung des deutschen Lebens notwendigen
Entscheidungen und Massnahmen gegen
das Judentum getroffen."
->> es sei ein "historischer Abwehrkampf"
->> Forderung der Kennzeichnung der Juden als
Welt- und Reichsfeinde
->> eine Taufe ändere am "Wesen" eines Juden
nichts
Weiter in der Erklärung:
"Durch die christliche Taufe wird an der rassischen
Eigenart eines Juden, seiner Volkszugehörigkeit und
seinem biologischen Sein nichts geändert. Eine deutsche
Evangelische Kirche hat das religiöse
Leben deutscher Volksgenossen zu pflegen und zu fördern. Rassejüdische
Christen haben in ihr keinen Raum und kein
Recht. Die unterzeichnenden deutschen
Evangelischen Kirchen und Kirchenleiter haben deshalb
jegliche Gemeinschaft mit Judenchristen aufgehoben."
(S.51)
1942-45
JÜDISCHER MASSENTOD IN GHETTOS. LAGERN UND
ARBEITSEINSÄTZEN UNTER DEM
EUROPÄISCHEN HITLER-REGIME
(S.49)
1946
NÜRNBERGER PROZESS: JULIUS STREICHER BEZIEHT
SICH AUF LUTHER
(S.49)
1960-er Jahre
VIETNAM-KRIEG ALS GLAUBENSKRIEG
Der "amerikanische" Militärbischof Kardinal
Spellman verteidigt den Vietnamkrieg als Krieg für
den "christlichen Glauben" (S.42).
1990-er Jahre
DIE KIRCHE STÜTZT DAS WELTSYSTEM DER
"U.S.A." UND TRÄGT DAMIT JEGLICHES MASSENELEND MIT
Das Weisse Haus regiert im Namen
des Kreuzes und beide Teile häufen so ihre Vermögen.
Kahl:
"Die Komplizenschaft zwischen Christentum und
Kapitalismus hat sich
strukturell nicht grundlegend verändert. Notdürftig verbindet die kirchliche
Diakonie mit der linken Hand einige
Wunden, die sie mit der rechten schlagen hilft,
indem sie eine falsche Weltordnung ideologisch stützt.
Während brave Gemeindeschwestern
gutgläubig
Spenden für die Aktion "Brot für die
Welt"
einsammeln, könnten derweil die U.S.-Grosskonzerne,
deren Management durchweg aus Christen besteht,
unangefochten ihre neokolonialistische
Verelendungspolitik in der Dritten Welt betreiben -
gedeckt durch kirchentreue Regierungschefs im Weissen Haus." (S.29)
Folgerungen:
DIE "GOTTPREISUNG" IN DER KIRCHE IST
VERSCHLEIERUNGSTAKTIK
und soll die Komplizenschaft mit den Mächtigen
verschleiern.
Kahl:
"Die Gotteslehre im engeren Sinn, das heisst namentlich
die Schöpfungslehre,
behauptet eine grundlegend gute Einrichtung dieser Welt. Trotz des
Sündenfalls gilt, wie gebrochen auch
immer, der Satz aus dem ersten Kapitel der Bibel:
"Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe
da, es war sehr gut."
Der hieraus abgeleitete liturgische Aufruf an die
Menschen, Gott unaufhörlich zu lobpreisen und ihm zu
danken, dient dazu, die Misere in ihrem Leben pathetisch
zu verschleiern." (S.29)
DAS CHRISTENTUM PAKTIERT IMMER MIT DEN
MÄCHTIGEN
und zwar von Anfang an:
"Der bisherige knappe Überblick zeigt, dass das
Christentum nicht erst im
19.Jahrhundert vor der sozialen Frage erbärmlich versagt hat - was wenigstens
einsichtige Theologen heute zugeben - ,
sondern dass es von Anfang an mit
den ökonomisch herrschenden Mächten
paktierte." (S.27)
[Die Mächtigen: Die
superreichen Logenbrüder:
Die Mächtigen ab der Französischen Revolution sind die
Logenbrüder der Banken und der grossen Firmen, ab den
1850-er Jahren einige wenige Eisenbahn-Millionäre, ab
der 1920-er Jahre insbesondere einige Ölmilliardäre.
Mit ihren riesigen Geldsummen -- vor allem aus den
"Vereinigten Staaten" -- ziehen sie die "Fäden" bis
zur Finanzierung von Kriegen und Revolutionen (Trotzki
und Lenin waren z.B. aus "Amerika" finanziert). An
dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert,
und die Kirche hat nichts getan, dass sich an dieser
Situation und am Leid für die normalen Bevölkerungen
etwas ändern würde;
aus: Armin Risi: Der multidimensionale Kosmos Band 3:
Machtwechsel auf der Erde, 1999, S.92-105].