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Erstes Buch Mose in ganzheitlicher Interpretation

Genesis (Bereschit) - Adam und Eva im Paradies "Garten Eden" - die "Bäume" der "Erkenntnis" und des "Ewigen Lebens" - das Bewahren des Paradieses "Garten Eden"




Mose-Statue
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Lucas Cranach der Ältere: Adam und Eva
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Obstbaum, Apfelbaum in einem "Garten
                        Eden"
Obstbaum, Apfelbaum in einem
"Garten Eden"

von Michael Palomino November (2005)

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Kommentar
Grundlage für die Diskussion sind Internetlexika von Netzwelt und Wikipedia sowie Erkenntnisse der Klimaforschung und der ganzheitliche Zusammenhang mit den vedischen Schriften und Umweltpolitik.

Michael Palomino, November 2005



Das Wort "Genesis" (hebräisch: "Bereschit") und die Schöpfungsgeschichten


Netzwelt-Lexikon:

Das Wort "Genesis"  heisst Ursprung, Geburt oder Entstehung. Das Wort "Genesis" (lat. generare: erschaffen) beschreibt die Schöpfung Gottes im Allgemeinen. Der angebliche Ort der Erschaffung der Menschen wird auch als "Wiege der Menschheit" bezeichnet. Dabei soll das Volk Israel als "Volk Gottes" "auserwählt" worden sein, und es soll die Gesetze im 3.Buch Mose deswegen alle befolgen.

Das Erste Buch Mose zeichnet sich aus
-- mit Entstehungsmythen
-- mit Kosmogonie (Beschreibung der Entstehung des Weltalls)
-- mit Gilgameschepos
-- mit Abgrenzung gegen Astralgötter Babyloniens, ohne die Darstellung verschiedener Götter (Theogonie, Mythologie)

-- mit 2 Schöpfungsgeschichten: Die Erschaffung der Welt in "7 Tagen" (Licht, Himmel, Scheidung von Land und Wasser, Himmelskörper, Meerestiere und Vögel, Menschen, Ruhetag), und die Geschichte um Adam und Eva mit der Vertreibung aus dem Garten Eden

(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/1._Mose.html)



Wo war der Garten Eden? - Dort, wo Erde fruchtbar ist

Es stehen sich verschiedene Angaben gegenüber:

-- in der griechischen Übersetzung der hebräischen Bibel ist der Garten Eden als "Paradies" übersetzt

-- die Bezeichnung "Eden" ist vom sumerischen "Adina" oder "Adana" abgeleitet (dt. Garten, grüne Steppe) und bezeichnet einen fruchtbaren Ort, der dann unfruchtbar wird

-- später bezeichnet "Eden" unkultivierte Steppe oder Hinterland weit weg von Kulturzentren.

Die Vorgänge des Unfruchtbarwerdens von flachen Ebenen lassen verschiedene Thesen zu, wo sich der Garten Eden befunden haben kann. Die Klimaforscher meinen, eine solche Landschaft könnte die Levante gewesen sein: Eine grüne Steppe trocknet aus und zwingt die Menschen zur Nahrungsumstellung.

Genesis 2,10-14 beschreibt die Lage aber anders:

"10: Ein Strom kommt aus Eden, den Garten zu bewässern und von dort aus teilt er sich zu vier Hauptströmen. 11: Des ersten Name ist Pischon, der das ganze Land Chawila umringt, wo das Gold ist. 12: Das Gold dieses Landes ist gut. Dort findet man das Bedolach-Erz und den Schoham-Stein. 13: Der Name des zweiten Stroms ist Gichon, der das ganze Land Kusch umringt. 14: Der Name des dritten Stroms ist Chidekel, der auf der Morgenseite von Aschur fliesst und der vierte Strom ist Perat."

(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/Garten_Eden.html)

Bei wörtlicher Nachfolge der Bibel wird der Garten "Eden" westlich der Grenze zwischen Irak und Iran und nördlich des Nordufers des Persischen Golfes lokalisiert. Der "Garten Eden" wäre somit grob auf dem Gebiet der historischen Region Elam zu finden (akkadisch: "Land des Herrn", "Gottesland").
(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/Wiege_der_Menschheit_%28biblisch%29.html)

Zusätzlich ergibt sich eine speziell jüdisch-religiöse Komponente dadurch, dass der Begriff "Gan Eden" den Sammlungsort der Gerechten nach dem Tod bezeichnet. Damit wurde in der jüdisch-religiösen Tradition die Nachforschung nach der geographischen Lage des "Gartens Eden" vermieden. Auch die genaue Festlegung des Berges Sinai wird vermieden, um jegliche Wallfahrerei zu unterbinden bzw. um sich keine Bilder vom Göttlichen zu machen und Götzendiensten vorzubeugen.

Durch diese Umstände ist allen Spekulationen Tür und Tor geöffnet und der "Garten Eden" heute nicht mehr genau lokalisierbar [weil sich inzwischen Flussläufe und Klimaten verändert haben können].
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Garten_Eden)

Schlussfolgerung Palomino: "Garten Eden" ist dort, wo Fruchtbarkeit herrscht
Wenn die Klimakomponente mitberücksichtigt wird, so hat sich das Klima in den letzten 2000 Jahren mehrfach geändert. Damit ist der "Garten Eden" überhaupt nicht lokalisierbar. Damit ist eine weitere generelle Schlussfolgerung möglich:

Der Garten Eden ist immer dort, wo Gebiet fruchtbar ist.


Adam und Eva als Sinnbild für die Menschen

Wikipedia:

"Adam" bedeutet auf Hebräisch "Mensch". "Adam" wird aus "adama" (Staub auf der Erde) gebildet. "Eva" (hebräisch: Chawa) soll "Adams" Frau sein. Die Menschen lebten im  "Garten Eden", wo sich die Menschen um nichts zu kümmern brauchen.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Garten_Eden)

Babylon gibt eine andere Erklärung: Nach babylonischer Mythologie war der hauptsächliche Grund für die Erschaffung der Menschen, Nahrung für die Götter anzubauen.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Garten_Eden)

Die konservativen Juden folgen der Erzählung wörtlich. Die progressiven Juden sehen in der Paarbeziehung von Adam und Eva die Darstellung einer Gleichberechtigung wie auch einer gleichen Verantwortung.
(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/Wiege_der_Menschheit_%28j%C3%BCdisch%29.html)

Klimatologisch beurteilt ergibt sich gemäss Wikipedia folgendes Szenario:

-- der "Sündenfall", zu viel gefragt zu haben, soll einen Klimawandel im "Garten Eden" zur Folge haben

-- der Klimawandel im "Garten Eden" hat zur Folge, dass die Menschen sich auf Ackerbau und Vorratswirtschaft umstellen müssen: "Verdammung zum Ackerbau".

Somit würde die Genesis zur Zeit des Ackerbaus in Babylonien einsetzen.

Wikipedia meint, die Genesis beschreibe "den Ort, an dem der Ackerbau erfunden wurde, aus archäologischer Sicht völlig richtig mit dem oberen Euphrattal mit seinen Nebenflüssen, wo sich die ältesten Hinweise auf den Ackerbau finden."


Schlussfolgerung Palomino: Ackerbau wurde nicht erst am oberen Euphrattal erfunden

Es scheint sehr eigenartig, dass Chinesen und Inder vor den Babyloniern keinen Ackerbau gekannt haben sollen. Die Schilderung von Ackerbau im oberen Euphrattal ist eher als ein Beispiel von vielen zu werten, wo der Ackerbau nach einem Klimawandel als Überlebensstrategie nötig wurde.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Garten_Eden)


Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies "Garten Eden"

Der "Baum der Erkenntnis"
Es stehen zwei Bäume zur Wahl: Der "Baum des ewigen Lebens" / "Baum des Lebens" und der "Baum der Erkenntnis". Als Adam und Eva vom Apfel des "Baums der Erkenntnis" essen, werden Adam und Eva aus dem "Garten Eden" vertrieben. Die Menschen werden sterblich.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Garten_Eden)

Der "Baum des ewigen Lebens"
Der "Baum des ewigen Lebens" bringt Früchte, die dem Menschen "ewiges Leben" bringen: Mit einer Fortsetzung des Lebens im Jenseits.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiges_Leben)

Gott will aber nicht, dass die Menschen auch noch vom "Baum des ewigen Lebens" essen und gottähnlich werden.
(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/1._Mose.html)

Aber schon die griechische Übersetzung scheint in Bezug auf das Wort "ewig" nicht eindeutig: Im griechischen Grundtext der Bibel wurde "aionion" mit ewig übersetzt. Das Adjektiv "aionion" stammt aber vom Substantiv "aion" (=Äon) ab, und Äon bezeichnet einen langen Zeitraum (oft mit Weltzeit, Zeitalter übersetzt). Somit gehen einige Theologen davon aus, dass das äonische Leben ein Leben in bestimmten, zukünftigen Äonen ist. Die theologische Diskussion ist dahingehend unbegrenzt.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiges_Leben)


Der "Baum der Erkenntnis" polarisiert in "Gut" und "Böse"

Wikipedia:

"Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse bzw. der Baum der Erkenntnis des Guten und Schlechten - wie es durchgehend heisst, wenn von ihm im 1. Buch Mose der Bibel gesprochen wird - ist der Baum, der in der Menschheits- bzw. Paradies- oder Naturgeschichte des Menschen (Adam) der Genesis des Alten Testaments neben dem Baum des Lebens in der Mitte des Garten Eden steht."
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Baum_der_Erkenntnis)

Gemäss dem Bibeltext wird sogar vor dem Tod gewarnt, wenn die Früchte des "Baums der Erkenntnis" gegessen werden. Der Tod trifft dann aber nicht sofort ein.

Wikipedia meint, der Baum der "Erkenntnis" und das Entdecken der "Nacktheit" bedeute den Erwerb der rationalen, abstrakten Denkweise:

"Der Baum der Erkenntnis steht offensichtlich für das Erkenntnisvermögen des Menschen, für die ihm eigene Fähigkeit, sich etwas zu merken, wenn er etwas bemerkt, so dass er deswegen Beziehungen zwischen Verschiedenem herstellen und auf diese Weise Zusammenhänge erkennen kann."

Die Darstellung von "Äpfeln" als "Früchte" könnte auf ein lateinisches Wortspiel zurückgehen: Im Lateinischen heisst Apfel "malus", das auch "schlecht" bedeutet. Es scheint absurd, dass nur "Äpfel" als "Früchte" dargestellt werden.

(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Baum_der_Erkenntnis)


Schlussfolgerung Palomino: Die Bäume stellen Lebenseinstellungen dar - die "Früchte"

Der Mensch kann wählen, ob er nach der Lebensweise des "ewigen Lebens" oder nach der verdummten Art von "Gut und Böse" und des rationalen Lebens leben will. Gott will beides nicht, sondern Gott will das einfache Leben.

Unter der Lebensweise der "Erkenntnis" kann das materialistische, analytische und zerstörende Leben verstanden werden.

Unter der Lebensweise des "ewigen Lebens" kann ein ewiges Leben im Jenseits oder mit Wiedergeburten bis zum ewigen Leben verstanden werden.

Als "Früchte" sind die Lehrbücher der verschiedenen Lebenseinstellungen und Lebensrichtungen zu verstehen.


Beide "Bäume" waren verboten - und deswegen die Vertreibung

"Die Rebellion gegen Gott (nur christlich als: Sündenfall bezeichnet), bei dem Adam und Eva verbotenerweise vom "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" essen, führt zur Vertreibung aus dem Paradies, da Gott nicht riskieren will, dass die beiden Menschen auch noch vom Baum des ewigen Lebens, neben dem Baum der Erkenntnis, essen."
(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/1._Mose.html)


Schlussfolgerung Palomino: Die Klimaveränderung bringt Ablenkung durch Arbeit

Da die Vertreibung aus dem Paradies konkret scheinbar eine Klimaveränderung darstellt und der Mensch sein Überleben nun mit Ackerbau sichern muss, erscheint dies als eine Ablenkung, damit die Wahrheit über den "Baum des ewigen Lebens" nicht in die "falschen Hände" falle.

Gleichzeitig hat die "Zivilisation" beginnend vom Ackerbau sich dermassen in die mit negativer Energie besetzte Arbeit hineingesteigert, dass die Weltzerstörung durch die Klimaerwärmung kurz bevor steht.


Das "Christentum" definiert einen "Sündenfall" und eine "Erbschuld / Erbsünde" - das Judentum sieht keinen "Sündenfall"

Schon durch das Erkennen von "Gut und Böse" sollen die Menschen gottähnlich geworden sein:

Gen. 3,22: "Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiss, was gut und böse ist."

Und nun soll der Mensch nicht auch noch vom "Baum des ewigen Leben" essen: "

"Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich."

Deswegen werden "Adam und Eva" aus dem Paradies "Garten Eden" "vertrieben" (bzw. das Klima ändert sich und der Mensch wird zum Ackerbau und zur Vorratswirtschaft gezwungen).

Das "Christentum" definiert aus diesem Vorgang eine Erbschuld / Erbsünde, die alle Menschen auf der Erde haben sollen, das Judentum nicht. Die Definition der "Erbschuld / Erbsünde" soll gemäss der Interpretation des "Christentums" zur eigenen Verantwortung stimulieren, und "Jesus" soll für die Erlösung von dieser Schuld für die Menschen am Kreuz gestorben sein...

(aus: http://www.netzwelt.de/lexikon/S%C3%BCndenfall.html)


Schlussfolgerung Palomino: Die sich hebenden Kontinente bewirken Klimaverschlechterung

Es erscheint offensichtlich, dass Kontinente wie Süd-"Amerika" sich über Jahrtausende gehoben haben und dass für die dortigen Indios die Lebensbedingungen immer rauer geworden sind: Sie wurden durch die Hebung des Kontinents aus dem "Paradies" vertrieben.


Schlussfolgerung Palomino: Menschenrechte brauchen keinen Sündenfall und keine "Erbsünde / Erbschuld"

Der konstruierte Zusammenhang zwischen Erbsünde / Erbschuld und Erlösung durch den angeblichen Kreuztod von "Jesus" zur moralischen Stärkung einer "Verantwortung" ist seit der Definition der Menschenrechte nicht mehr notwendig. "Jesus" bleibt dagegen sehr wohl Vorbild für gewaltfreie Lösungswege und Konfliktlösungen. Die Definition einer Erbsünde / Erbschuld für die ganze Welt ist absurd, ist psychischer Terror und menschenrechtswidrig.


Schlussfolgerungen Palomino: Die wörtliche "Erkenntnis" von "Gut und Böse" ist eine Verdummung - und die rationale Denkweise kann zerstörerisch wirken

Schlussfolgerung 1: Das Unterscheiden in "Gut und Böse" ist überhaupt keine "Erkenntnis", sondern eine Verdummung der Menschen. Demgegenüber ist eine bewahrende Sichtweise die Sichtweise des Gleichgewichts und der Ganzheitlichkeit.

Schlussfolgerung 2: Der Mensch ist gehalten, sich nicht zu sehr dem rationalen abstrakten Denken hinzugeben, sonst wird er in analytischer Weise die Welt zerstören, was bereits seit der Industrialisierung mit all der Ausbeutungspolitik und Verschmutzungspolitik und seit dem Beginn der Atomenergieforschung und mit der Gentechnik im Gange ist.


Schlussfolgerung Palomino: Die Menschen sollen nie gottähnlich werden

Da der "Baum des ewigen Lebens" den Menschen auch verborgen bleiben soll, ist daraus zu schliessen, dass der Mensch sich nicht darum kümmern soll, gottähnlich zu leben, sondern allein das Leben selbst bewahren soll. Eheverbote sind somit absurd. Dafür sollte jegliche Umweltbelastung und Belastung des Lebens mit Giften und schädlichen Energien vermieden werden.


Die hauptsächliche Schlussfolgerung: Der Mensch soll den "Garten Eden" bewahren

Der Garten Eden ist immer dort, wo Gebiet fruchtbar ist, und diesen Garten Eden sollen die Menschen bewahren durch die Sichtweise des Gleichgewichts und der Ganzheitlichkeit, und nicht zerstören durch extreme verdummende Denkweisen von "Gut und Böse", und  auch nicht durch zerstörerische rationale Denkweisen. Sonst werden schädliche Klimaveränderungen begünstigt.

Der Mensch soll nicht zu viel fragen und nicht zu viel lernen, weil sonst die Technik den Planeten Erde zerstört. Diese Zerstörung ist heute im Jahr 2005 mit der schnellsten Klimaerwärmung, die es je gegeben hat, voll im Gang, weil die Menschen der Oberschichten mit der "entwickelten" Technik und mit der Atomphysik und Gentechnik "Gott" spielen. Zusätzlich sind diese Menschen noch im Kreislauf des Kapitalismus und des Profits gefangen, so dass die Zerstörung aufgrund der kapitalistischen Profit-Gesetze immer weiter fortschreitet...

Es ist die Aufgabe der Menschen, sich vom Kapitalismus loszusagen und so zu leben, wie Gott es wollte: in Einfachheit, mit der Bewahrung der Natur, und mit der Freude an der Natur.

Die Umorientierung der Oberschichten zur absoluten, bewahrenden Ganzheitlichkeit ist gefragt.





Bildernachweis

-- Mose-Statue: www.mc.edu
-- Lucas Cranach der Ältere: Adam und Eva: www.pharma-art.de
-- Obstbaum, Apfelbaum: www.ogv-oberlenningen.de


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