
16.7.2010: Bistum Chur grenzt Homosexuelle, Bisexuelle
und Transsexuelle von der Mitwirkung bei der Kirche aus
Es ist schon eigenartig, wie rassistisch die Kirche agieren darf, und
dieses rassistische Wirken fällt nicht unter das Rassismusgesetz,
sondern es fällt unter die Religions-"Freiheit" und wird vom
Antirassismusgesetz sogar noch geschützt. Die Justiz in der Schweiz mit
dem ARG ist eine Katastrophe. Aber lesen Sie selbst, wie pervers die
Kirche agieren darf:
aus: 20 minuten online: Gottesdienst-Verbot für Homosexuelle;
16.7.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/26665642
<Das
Bistum Chur hat die katholische Mitwirkung an den ökumenischen
Pride-Gottesdiensten für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle
verboten. Die Betroffenen sind empört.
Mit Empörung haben die
Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) auf eine Anordnung des
Bischofsrats des Bistums Chur reagiert. Dieser hat die katholische
Mitwirkung an den ökumenischen Pride-Gottesdiensten für Lesben,
Schwule, Bi- und Transsexuelle verboten.
Katholische Kirche Zürich
enttäuscht
Die
katholische Kirche im Kanton Zürich hatte die Gottesdienste sowohl
finanziell als auch ideell unterstützt. Er sei «masslos enttäuscht über
diese Entscheidung», sagte Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats
der katholischen Kirche im Kanton Zürich, auf Anfrage der
Nachrichtenagentur SDA.
Der Entscheid von Bischof Huonder
entspreche nicht der Haltung der katholischen Kirche in Zürich. Erst
vor kurzem habe der Synodalrat 1500 Franken für den Gottesdienst
beschlossen. Der Pastoralplan sehe ausdrücklich «spezielle
Seelsorgeangebote für Homosexuelle» vor.
Wie im Mittelalter
Auch
der HAZ zeigte sich über die plötzliche Einmischung aus Chur irritiert.
Der Bischofsrat und Bischof Vitus Huonder griffen damit die bisherige
offene Praxis in Zürich an und machten sich «mit mittelalterlich
anmutenden Ansichten für die Ausgrenzung eines grossen Teils der
Bevölkerung stark,» heisst es in der Mitteilung des HAZ.
Absurd
sei, dass gerade dasjenige weltweit tätige Unternehmen mit dem höchsten
Homosexuellen-Anteil an der Belegschaft zum Mittel der Diskriminierung
greife.
Gesetze zu Homosexualität
Die
HAZ fordern den Churer Bischof Vitus Huonder auf, den Entscheid zu
widerrufen, wie sie in einer Mitteilung vom Freitag schreiben.
Ausserdem müsse er sich für «diese offene Ausgrenzung» entschuldigen.
Die Gottesdienste finden seit einigen Jahren am Zürcher Pride-Festival
statt.
(sda)>
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Irland 25.8.2010: IRA-Terror kam teilweise von einem Terror-Priester
aus: 20 minuten online: Nordirland-Konflikt: Polizei und Kirche
schützten Terror-Priester; 25.8.2010;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/23477276
<Hinter
mehreren tödlichen IRA-Anschlägen 1972 in Nordirland steckte offenbar
ein katholischer Priester. Behörden und Kirche wussten Bescheid,
unternahmen aber nichts.
Beim Anschlag in Claudy am 31. Juli 1972 kamen neun Menschen ums Leben, darunter drei Kinder.
Am
31. Juli 1972, in der Hochphase des Terrors der nordirischen
Untergrundorganisation IRA, waren in dem Dorf Claudy bei der Explosion
von drei Autobomben neun Menschen umgekommen, darunter auch drei
Kinder. Bald darauf geriet der katholische Priester James Chesney unter
Verdacht, für diesen und weitere Anschläge verantwortlich zu sein.
Dies ergab ein Bericht des Ombudsmanns der nordirischen Polizei,
Al Hutchinson, der den Fall seit 2002 akribisch untersucht hat. Demnach
lagen der nordirischen Polizei 1972 «umfangreiche» Informationen vor,
die den Priester mit der IRA und den Anschlägen in Verbindung brachten.
Zahlreiche Beamte hätten gefordert, gegen Chesney zu ermitteln. Dieser
sei der Leiter der IRA-Operationen in der Region South Derry.
Über die Grenze gebracht
Ein
hoher Beamter wandte sich laut dem Bericht jedoch an die britische
Regierung, um Ermittlungen zu verhindern. Daraufhin hätten sich der
damalige Nordirlandminister William Whitelaw und das Oberhaupt der
katholischen Kirche in Irland, Kardinal William Conway beraten. Die
beiden hätten der nordirischen Polizei vorgeschlagen, Chesney nach
Irland zu versetzen und ihn so vor der nordirischen Justiz zu schützen.
Unmittelbar nach dem Treffen wurden die polizeilichen
Untersuchungen in dem Fall gestoppt und der Priester über die Grenze
nach Irland gebracht, wo er eine neue Pfarrei übernahm. James Chesney
starb bereits 1980, ohne auch nur von der Polizei befragt worden zu
sein. Niemand wurde jemals für das Blutbad in Claudy zur Rechenschaft
gezogen.
Angst vor Bürgerkrieg
Hintergrund der
Absprache war offenbar, dass in dem blutigsten Monat des
Nordirland-Konfliktes mit mehr als 100 Toten nicht weiter Öl ins Feuer
gegossen werden sollte. Eine direkte Beteiligung eines katholischen
Geistlichen an Terrorakten hätte möglicherweise einen weiteren Aufruhr
bis hin zum Ausbruch eines offenen Bürgerkriegs zur Folge gehabt,
vermutet der Ombudsmann.
Direkte Konsequenzen dürfte der Bericht
keine haben, da alle damals Verantwortlichen inzwischen verstorben
sind. Kardinal Sean Brady, das heutige Oberhaupt der katholischen
Kirche in Irland, akzeptierte in einer Mitteilung die Erkenntnisse des
Hutchinson-Berichts, er wies jedoch den Vorwurf der Vertuschung zurück.
Die Entscheide von Kardinal Conway hätten «eine künftige Verhaftung
oder Befragung von Pater Chesney nicht verhindert».
Papst besucht Grossbritannien
Am
16. September wird Papst Benedikt XVI. in Schottland und England
erwartet. Ein Besuch in Nordirland, wo der religiös geprägte gewaltsame
Konflikte zwischen pro-irischen Katholiken und britisch geprägten
Protestanten noch immer nicht vollkommen erloschen ist und es erst
kürzlich wieder zu Unruhen kam, steht nicht auf dem viertägigen Programm des Pontifex.
(pbl/sda)>
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Wetzikon 25.8.2010: der Gründer der "Freikirche" "Menorah" hat 4 Jahre lang ein Mädchen zwischen 7 und 11 Jahren missbraucht
aus: Tagesanzeiger online: Freikirchenprediger wegen sexuellem Missbrauch angeklagt; 25.8.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Freikirchenprediger-wegen-sexuellem-Missbrauch-angeklagt/story/27113373
<Der
72-jährige Gründer der Freikirche «Menorah» aus Wetzikon soll ein
Mädchen aus seiner Gemeinde jahrelang sexuell schwer missbraucht haben.
Jetzt wird er sich vor Gericht verantworten müssen.
Bei Menorah ist Spass verboten
Gemäss
der evangelischen Informationswebsite www.relinfo.ch handelt es sich
bei «Menorah» um eine fundamentalistische Gemeinschaft, die stark auf
ihren Gründer ausgerichtet ist. Der Angeklagte ist gelernter Coiffeur
und hat «Menorah» im Jahr 1986 als Abspaltung der Pfingstmission
gegründet.
Die Mitglieder glauben an den bevorstehenden Weltuntergang.
Fernsehen, Video, weltliche Musik, Bücher ausser Sachbüchern und
jeglicher Spass sind verboten. Kinder gelten in der Gemeinschaft als
von Geburt an sündhaft. Daher wird die Erziehung mit strenger Hand
gefordert. Der Beschuldigte war bislang nicht wegen ähnlicher Delikte
aktenkundig.
Begonnen
haben die Übergriffe im Jahr 2006. Das Opfer war damals sieben Jahre
alt. Geendet hat der Missbrauch erst im Dezember 2009, als der Prediger
festgenommen wurde. Er soll sich vor allem bei Ausflügen in die
Umgebung an dem Kind vergangen haben. Die Eltern des Mädchens bemerkten
von den Übergriffen nichts. Als sie nach drei Jahren davon erfuhren,
gingen sie zur Polizei. Die Familie ist laut Imholz aus der Freikirche
ausgetreten.
Jetzt hat die Zürcher Staatsanwaltschaft Anklage
gegen den 72-jährigen Gründer der Freikirche «Menorah» im Zürcher
Oberland erhoben. Ein Termin für eine Verhandlung sei noch nicht
festgelegt, sagte Staatsanwalt Markus Imholz. (fsc/sda)>
Menorah-Terror: <Bei Menorah ist Spass verboten>
<Gemäss der evangelischen
Informationswebsite www.relinfo.ch handelt es sich bei «Menorah» um
eine fundamentalistische Gemeinschaft, die stark auf ihren Gründer
ausgerichtet ist. Der Angeklagte ist gelernter Coiffeur und hat
«Menorah» im Jahr 1986 als Abspaltung der Pfingstmission gegründet.
Die Mitglieder glauben an den bevorstehenden Weltuntergang.
Fernsehen, Video, weltliche Musik, Bücher ausser Sachbüchern und
jeglicher Spass sind verboten. Kinder gelten in der Gemeinschaft als
von Geburt an sündhaft. Daher wird die Erziehung mit strenger Hand
gefordert. Der Beschuldigte war bislang nicht wegen ähnlicher Delikte
aktenkundig.>
Schlussfolgerung: Kriminelle Kinderfeindlichkeit bei der Menorah-Kirche
Es fragt sich, wieso Menorah mit diesem Psychoterror und mit dieser
Kinderfeindlichkeit in der Schweiz überhaupt existieren darf. Wo ist
der Richter, der diesen Kindsmissbrauch verfolgt? Wo ist der Richter,
der diese Terror-Kirche zu Menschenrechten und zu Kinderrechten
verpflichtet?
Aber Menorah läuft ja sicher unter der Rubrik "Glaubensfreiheit". So
pervers ist die Schweiz geworden, dank Antirassismusgesetz...
Michael Palomino, 25.8.2010
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Bistum Aachen 10.9.2010: <Sexueller Missbrauch von Kindern - 24 Priester unter Verdacht>
aus: n-tv online; 10.9.2010; http://www.n-tv.de/panorama/24-Priester-unter-Verdacht-article1460701.html
<Der Missbrauchsverdacht im Bistum Aachen weitet sich aus.
Nicht nur 8
Priester, sondern 24 sollen Kinder und Jugendliche in den letzten 65
Jahren sexuell missbraucht haben. Die meisten Priester leben nicht mehr.
Im Bistum Aachen gibt es deutlich mehr Verdachtsfälle sexuellen
Missbrauchs durch Priester als bisher angenommen. 24 Priester sollen
sich im Bistum Aachen in den vergangenen 65 Jahren an Kindern und
Jugendlichen vergangen haben. Bis zu der Aufklärungs-Offensive der
Kirche waren nur 8 strafrechtlich relevante Fälle bekannt, wie das
Bistum berichtete.
Von den 24 Priestern leben noch acht. Die vorläufige Bilanz teilte
Bischof Heinrich Mussinghoff den Pfarren in einem Brief mit. Darin
bittet er die Opfer und die Familien um Entschuldigung, "für das Leid
und den Schaden", die durch den sexuellen Missbrauch entstanden seien.
Erst kürzlich zog die katholische Kirche Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal und verschärfte die Regeln.
Bei jedem Verdacht auf sexuellen Missbrauch soll künftig automatisch
die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden. Diese Meldepflicht
entfällt nur, wenn dies das Opfer ausdrücklich wünscht. Die neuen
Regeln gelten nicht nur für Geistliche, sondern für alle Mitarbeiter im
Dienst der Kirche.>
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20.9.2010: Messdiener hielt "heilige Zeiten" mit Drogen, Pornos und Kindsmissbrauch
aus: n-tv online: Panorama: Drogen, Pornos, SexMessdiener gesteht
Missbrauch; 20.9.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Messdiener-gesteht-Missbrauch-article1533226.html
<Die
Kinder waren zwischen 11 und 13 Jahre alt, sie besuchten
Veranstaltungen in der Kirche – und sie wurden in den Jahren zwischen
2001 und 2004 von einem Messdiener missbraucht. Zuvor hatte er Drogen
verabreicht und mit seinen Opfern Pornofilme angeschaut. "Wenn jemand
nicht will, wird er schon nein sagen", so der Angeklagte.
Bei
einem Gerichtsprozess hat ein ehemaliger Messdiener den Missbrauch
mehrerer Kinder eingeräumt. Zudem habe er die Jungen mit Drogen und
Alkohol versorgt. "Ich möchte sagen, dass es mir Leid tut", sagte der
heute 31-jährige Angeklagte mit tränenerstickter Stimme. Er soll
zwischen 2001 und 2004 sechs Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren
nach Veranstaltungen seiner Kirche zu sexuellen Kontakten gezwungen
haben. Nach Ansicht von Verteidigung und Staatsanwaltschaft muss der
Mann mit einer Haftstrafe rechnen.
Der Mann sagte vor Gericht,
er sei als Jugendlicher selbst von einem älteren Messdiener zu
sexuellen Handlungen überredet worden. Auf Nachfrage des Richters, ob
er dies als Missbrauch empfunden habe, antwortete der 31-Jährige:
"Heute würde ich sagen ja." Damals habe er das anders gesehen.
"Wir waren Freunde"
Es
sei stets "relativ viel Alkohol im Spiel" gewesen, erinnerte sich der
angeklagte Mann vor Gericht an die Taten, die ihm vorgeworfen werden.
Es seien zwar auch Haschkekse konsumiert worden, diese hätten aber
keine Wirkung wie etwa Halluzinationen gehabt, hieß es. Außerdem habe
er mit den Jungen Alkohol getrunken und einen Pornofilm geguckt. "Wir
waren Freunde, ich habe mich auf Augenhöhe mit den Jungen unterhalten",
sagte der Angeklagte. Er sei im Leben ein "Spätzünder" gewesen. Bei den
Taten sei er über 20 Jahre alt gewesen und habe sich mit den Jungen auf
einem "Level" gesehen.
Zu den sexuellen Handlungen sei es unter
anderem nach den Arbeiten an einem Filmprojekt gekommen, das der
Angeklagte während einer Jugendfreizeit initiiert hatte. Zunächst sei
mit Karten und Würfeln gespielt worden. Bei diesen Spielen habe stets
das Trinken im Vordergrund gestanden, nicht der spätere Sex. Er habe
gedacht, "wenn jemand nicht will, wird er schon nein sagen", sagte der
Mann. Nie habe er Gegenwillen oder Ablehnung gespürt, auch Jahre nach
den Vorfällen nicht.
dpa>
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Gossau 6.10.2010: Terror-Kirchenglocken kommen vor den Europäischen Gerichtshof in Strassburg
aus: 20 minuten online: Streit um Kirchengeläut in Gossau vor Europäischem Gerichtshof; 6.10.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/oberland/Streit-um-Kirchengelaeut-in-Gossau-vor-Europaeischem-Gerichtshof/story/17524614
<Im
Streit um das Glockengeläut in Gossau ziehen die Lärmgegner der IG
Stiller nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in
Strassburg. Am Bundesgericht ist die IG abgeblitzt.
Läutet weiterhin viertelstündlich [die ganze Nacht hindurch]: Kirche in Gossau.
Das
Bundesgericht in Lausanne hatte die Beschwerde eines Anwohners von
Gossau abgewiesen, der das Glockengeläut einschränken wollte. Das
Gericht ist der Meinung, es bestehe ein überwiegendes öffentliches
Interesse an der Aufrechterhaltung dieser Tradition. Die
evangelisch-reformierte Kirche von Gossau darf also weiterhin
viertelstündlich läuten.
Darin sieht die IG Stiller eine
Verletzung der Menschenrechte, ausserdem begründet sie die Klage mit
Verfahrensfehlern. Wenn Häftlingen der Schlaf geraubt werde, bedeute
dies nach Art. 3 EMRK eine unmenschliche und erniedrigende Behandlung
oder sogar Folter, wie die IG in einem Communiqué vom Mittwoch schreibt.
Vor
dem Bundesgericht hatten bereits der Gemeinderat, die
Baurekurskommission und das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die
Lärmklage abgewiesen. Ausser gegen den Lärm von Kirchenglocken zieht
die IG Stiller auch gegen Kuhglocken zu Felde. (ep/sda)>
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Belgrad 10.10.2010: Terror-Kirche ruft gegen Schwule auf und verbreitet mit den "Nationalen" zusammen Hass und Gewalt
aus: Tagesanzeiger online: "Ein unerhörter Ausbruch von Hass"; 10.10.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Ein-unerhoerter-Ausbruch-von-Hass/story/19096774
<Nach
dem ersten Umzug von homosexuellen Menschen in Belgrad ist es zu
schweren Krawallen gekommen. Randalierer und Rechtsextreme plünderten
und legten Feuer – mit dem Segen von Geistlichen. Anti-Terroreinheiten
schlugen zurück.
[Demonstrationszug mit Transparent]: «Zusammen schaffen wir es»: Die Kundgebung richtete sich auch gegen Diskriminierung von homosexuellen Menschen in Serbien...
Mehrere tausend rechtsextreme Randalierer
lieferten sich stundenlange Strassenschlachten mit der Polizei, die den
Umzug schützte. Die Randalierer, die zum Teil von Geistlichen angeführt
wurden, demolierten Autos, plünderten Geschäfte, rissen Verkehrszeichen
aus der Verankerung und setzten Müllcontainer in Brand. Die Unruhen
seien«ein unerhörter Ausbruch von Hass» durch eine «faschistische
Gruppe», sagte Verteidigungsminister Dragan Sutanovac: «Das ist ein
sehr trauriger Tag für Serbien».
Rund 5000 Polizisten schützten
die Homosexuellen vor Übergriffen, zu denen verschiedene extremistische
Organisationen offen oder indirekt aufgerufen hatten. Die Polizei
setzte Tränengas ein, um die Menge an verschiedenen Punkten im Zentrum
der Stadt abzudrängen. Mehr als 140 Menschen, zumeist
Sicherheitskräfte, wurden laut der Polizei verletzt. Über 200
Demonstranten seien festgenommen worden.
Gewaltiger Schaden durch die Krawallmacher
Antiterror-Einheiten
zerstreuten die Gewalttäter auch in der zentralen Fussgängerpassage, wo
sie Schaufenster demolierten hatten. Zwei Linienbusse wurden verwüstet;
ein Magazin im Sitz der Regierungspartei DS wurde in Brand gesetzt.
Auch die Auslage im Gebäude des Staatsfernsehens ging zu Bruch.
Belgrads Bürgermeister Dragan Djias erklärte im Anschluss, die
Aufräumarbeiten nach den Verwüstungen würden rund eine Million Euro
kosten.
Kundgebung unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Schätzungsweise
1000 Menschen hatten sich zur «Gay Pride» der Schwulen und Lesben in
einem Park im Zentrum versammelt. Der kurze Umzug fand praktisch unter
Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Polizei hatte das Gebiet schon
am Vorabend teilweise gesperrt.
Diplomaten und Parlamentarier der
EU, des Europaparlamentes, des Europarates und der OSZE wandten sich an
die Teilnehmer des Umzuges. Die «Parade» sei ein Test für die Achtung
der Menschenrechte in Serbien. Es gehe gegen die Diskriminierung von
Minderheiten und die Einhaltung von Menschenrechten. «Wir sind hier, um
diesen wichtigen Tag zu feiern, um die Werte der Toleranz, der
Meinungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit zu feiern», sagte der
Leiter der EU-Mission in Serbien, Vincent Degert, in seiner Rede.
Ein Aufruf von Bischöfen gegen die Veranstaltung
Auch
an diesem Sonntag trugen einige Randalierer wieder Heiligenbilder,
Ikonen und Kreuze vor sicher her und sangen dazu Kirchenlieder. Schon
am Samstag hatten schätzungsweise 20'000 Menschen gegen den
Homosexuellen-Umzug demonstriert – allerdings noch friedlich. Bischöfe
der serbisch-orthodoxen Kirche hatten ebenso zur Verhinderung des
Umzuges aufgerufen wie nationalistische Zeitungen.
Vor neun
Jahren war bereits der erste Umzug von homosexuellen Menschen
gescheitert, nachdem Extremisten die Teilnehmer angegriffen hatten. Im
vergangenen Jahr war die Demonstration nach massiven Drohungen wieder
abgesagt worden. (raa/sda)>
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Kanton Wallis 11.10.2010: Klassenzimmer sollen immer noch
eine "Kirche" sein - <Lehrer wegen Kruzifix-Streit fristlos
entlassen>
aus: 20 minuten online: Wallis: Lehrer wegen Kruzifix-Streit fristlos entlassen; 11.10.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/21911828
<Ein
Lehrer der Orientierungsstufe in Stalden VS ist letzten Freitag
fristlos entlassen worden. Er hatte sich dagegen gewehrt, dass in den
Schulzimmern, in denen er unterrichtet, ein Kreuz hängt.
Die
Behörden machten als Grund für die Kündigung in erster Linie jedoch das
gestörte Vertrauensverhältnis geltend. Der Lehrer weist diese
Argumentation zurück und bezeichnet die Kündigung als missbräuchlich.
Er habe sich nun einen Anwalt genommen und wolle die Kündigung
anfechten, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA am Montag.
Damit bestätigt er einen Bericht der «NZZ am Sonntag».
Vor mehr
als einem Jahr hatte der Lehrer das Kruzifix von der Wand genommen. Die
Situation verschärfte sich, als er das Präsidium der Schweizer
Freidenker-Vereinigung Sektion Wallis übernommen hatte.
Der
Pädagoge geht davon aus, dass seine Weigerung, das Kreuz wieder
aufzuhängen, Grund für seine Entlassung war. Mitte September hatte er
die Anweisung erhalten, die Kreuze wieder an ihren Platz zu hängen. Das
unterliess er aber.
Lehrer allzu provokativ
Die
Walliser Dienststelle für Unterrichtswesen bestätigt die Massnahmen
gegen den Lehrer. Es stünde den Lehrern nicht zu, ihre eigenen Regeln
aufzustellen, sagte der Dienststellenchef Jean- François Lovey.
Nach
seiner Nominierung als Präsident der Freidenker hatte der Lehrer die
Behörden kontaktiert. Diese hatten ihm zu verstehen gegeben, dass er
allzu provokative Aktionen vermeiden solle.
Beat W. Zemp,
Präsident des Dachverbands der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, ist
seinerseits überzeugt: «Für eine fristlose Kündigung reicht das nicht.»
Schliesslich
bestehe durch das Abhängen eines Kruzifix' keine unmittelbare
Gefährdung der Schülerinnen und Schüler. «Anders sieht es bei einer
ordentlichen Kündigung aus.» Zum konkreten Fall nimmt Zemp keine
Stellung.
(sda)>
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20.10.2010: <Neue Geldwäscherei-Ermittlungen gegen
Vatikanbank> - wenn der Katholiken-Papst-Staat und eine Bank sich
kombinieren...
aus: Basler Zeitung online; 20.10.2010;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Neue-GeldwaeschereiErmittlungen-gegen-Vatikanbank/story/29553500
<Die
italienische Justiz hat 23 Millionen Euro von einem Konto der
Vatikanbank beschlagnahmt. Der Vatikan zeigt sich «verblüfft und
überrascht».
Steht unter Verdacht: Ettore Gotti Tedeschi, Chef der Vatikanbank.
Die
römischen Staatsanwälte dehnen die Ermittlungen gegen die Vatikanbank
IOR wegen mutmasslicher Geldwäsche aus. Nach Angaben der römischen
Staatsanwälte werden weitere verdächtige Operationen der Vatikanbank
aus dem vergangenen Jahr ins Visier genommen.
Dabei geht es unter
anderem um Schecks im Wert von 300'000 Euro, die auf einem IOR-Konto
bei einer UniCredit-Filiale kassiert wurden, berichteten italienische
Medien am Mittwoch. Ermittelt wird auch um die Abhebung von 600'000
Euro von einem Konto, das bei der Bank Intesa San Paolo eröffnet wurde
und auf die Vatikanbank zurückzuführen ist.
Chef der Bank im Visier
Die
römische Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen den Chef der
Vatikanbank, Ettore Gotti Tedeschi sowie einen Mitarbeiter des
Instituts wegen möglicher Verstösse gegen das Geldwäschegesetz. Im Zuge
der Ermittlungen beschlagnahmte die Polizei im September 23 Millionen
Euro von einem Konto der Bank.
Der Vatikan zeigte sich in einer
ersten Reaktion «verblüfft und überrascht» über die neuen Ermittlungen.
Vatikan-Sprecher Pater Federico Lombardi gab sich überzeugt, dass die
IOR-Bank die Vorwürfe klären werde. (miw/sda)>
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Susdal
(Russland) 20.10.2010: Griechisch-orthodoxes Klosterinternat
misshandelt Kinder systematisch mit Schlägen und Zwangsarbeit
Wieder ist die Jesus-Kirche mit Gewalt unterwegs, dieses Mal in einem
Klosterinternat in Russland, mit Schlägen mit Riemen, blauen Flecken,
Essensentzug, Schlafentzug, und Zwangsarbeit. Aber lesen Sie selbst,
wie "christlich" diese "Erzieher"-Terroristen im namen von "Jesus" sind:
aus: Russland Aktuell: Gewalt gegen Klosterkinder ruft Staat auf den Plan; 20.10.2010;
http://www.aktuell.ru/russland/panorama/gewalt_gegen_klosterkinder_ruft_staat_auf_den_plan_3133.html
<Mittwoch, 20.10.2010
Susdal (220 km nordöstlich von Moskau [web02]). In einem
orthodoxen Kloster bei Susdal sollen Kinder und
Jugendliche misshandelt worden sein. Betroffene traten jetzt an die
Öffentlichkeit. Medwedews Kinderbeauftragter nimmt den Fall in die Hand.
Drei Minderjährige haben sich an die
Redaktion der Zeitung „Iswestija“ gewandt, um auf die skandalösen
Zustände im Borisogleb-Kloster in Susdal aufmerksam zu machen.
Schläge,
Essens- und Schlafentzug und harte Arbeit seien für die Zöglinge an der
Tagesordnung, berichten sie.
Folter gegen Kinder
Die Mutter eines 15-jährigen Mädchens
sagte gegenüber der Zeitung: „Sehr oft war aus dem Zimmer der
Erzieherin das Weinen der Kinder zu hören;
sie wurden mit Riemen
geschlagen, viele hatten blaue Flecke an Armen und Beinen.
Als Strafe mussten sie 300 bis 500 Kniefälle machen; arbeiten mussten
sie vom frühen Morgen bis zum späten Abend.“ Das Mädchen selbst fügte
hinzu, man habe sie gezwungen, „einen Becher Salz zu essen“,
103
Riemenschläge habe sie bekommen, und
bei jedem kleinsten „Vergehen“
wurden ihr Nahrung und Schlaf verweigert.
“Für den reinen orthodoxen Glauben“
Bereits vor einem Jahr
hatte es ähnliche Beschwerden gegeben; staatliche und kirchliche
Stellen hatten Untersuchungen durchgeführt, die für die
Klostererzieher
aber keine Folgen hatte. Mehrere Kinder waren damals aus dem Kloster in
das kirchliche Internat in
Susdal übergewechselt. Dies geschieht auch im jetzigen Fall.
Zwischen dem Internat und dem Kloster gibt es offensichtlich erhebliche
Spannungen. Der
im Kloster praktizierte „Kampf für den reinen
orthodoxen Glauben“, der sich u. a. gegen die neuen russischen Pässe
oder die Zuordnung von Steuernummern richtet, stößt auch auf die Kritik
der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Schritt an die Öffentlichkeit aus Not
Bereits Anfang Oktober waren zwei 17-Jährige aus dem Kloster in das
Internat geflohen. Sie wurden jedoch von der Fürsorge ihren Müttern
übergeben, die wiederum im Kloster leben und sich den
menschenunwürdigen Regeln kritiklos unterordnen.
Dem Internatsdirektor blieb wohl keine andere Möglichkeit, als sich an
die Öffentlichkeit zu wenden, weshalb er mit seinen Schülern die
Redaktion der „Iswestija“ aufsuchte. Im Kloster verbleiben seinen
Angaben nach noch ungefähr zehn Kinder, „deren Schicksal unbekannt ist.
Medwedew war an Ort und Stelle
Sein Kalkül scheint
aufzugehen – Pawel Astachow, der Jugendbeauftragte des russischen
Präsidenten, hat bereits angekündigt, eine „sorgfältige unabhängige
Untersuchung der Situation“ durchführen zu lassen. Dafür hat Astachow
seinen Berater nach Susdal geschickt.
Ein bereits nach dem ersten Bekanntwerden der Misshandlungen von der
Bürgerkammer erarbeitetes „Grundsatzpapier zur Tätigkeit von
konfessionell gebundenen Heimen“ ist dagegen wohl irgendwo auf dem
bürokratischen Weg hängengeblieben.
Dmitri Medwedew
kennt das kirchliche Internat in Susdal übrigens nicht nur vom
Hörensagen – er war dort vor einem Jahr zu Besuch gewesen und hatte nur
positive Eindrücke von dort mitgebracht.
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St. Gallen 14.11.2010: Lautes Vorlesen aus dem
Führer-Hetzbuch "Neues Testament" in Fussgängerzonen ist Ruhestörung -
zwei Ordnungsbussen und eine Verzeigung
Die Terror-Kirche kommt auf allerhand Ideen, Psychoterror und Krieg zu
verbreiten. Es ist bekannt, zu was das Neue Testament führt: zu neuen
Kriegen. Dass in Fussgängerzonen mit solchen Kriegspredigten die
Menschen nicht belästigt werden dürfen, hat die Polizei in St. Gallen
nun gleich mehrmals durchgesetzt. Aber lesen Sie selbst:
aus: 20 minuten online: Ruhestörung: Polizei weist laute Missionare weg; 14.11.2010;
http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/26555908
<Weil sie derart lautstark aus der Bibel zitierten, dass sich Leute per Telefon beschwerten, musste die Polizei handeln.
Die St. Galler Stadtpolizei hat am Samstagnachmittag drei Prediger
weggewiesen. Zwei von ihnen erhielten eine Ordnungsbusse, wie die
Polizei am Sonntag meldete. Der Dritte, bereits mehrmals weggewiesen,
wurde verzeigt.
(sda)>
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Deutschland 24.11.2010: Eine neue Hotline für Opfer von
sexuellem Missbrauch in der Kirche bringt in 6 Monaten über 1000 neue
Fälle an den Tag, davon 825 durch Leute in Kircheninstitutionen
aus: n-tv online: Hotline der Kirche offenbart neue Fälle: Tausende reden über Missbrauch; 24.11.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Tausende-reden-ueber-Missbrauch-article2002341.html
<Der
Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für sexuellen Missbrauch in
der katholischen Kirche, Bischof Stephan Ackermann (rechts), bei der
Vorstellung der Telefon-Hotline im März [2010]. Neben ihm Andreas Zimmer,
Leiter des Arbeitsbereichs Beratungsdienste beim Bistum Trier.
Tausende Menschen haben bislang die Hotline für Opfer sexuellen
Missbrauchs in der Kirche genutzt. Dabei seien mehr als 1000 Fälle
bekannt geworden, erklärt die Bischofskonferenz in einem
Zwischenbericht. Fast 15 Prozent der Opfer gaben an, nicht nur
wiederholt, sondern ständig missbraucht worden zu sein. Die Straftaten
seien jedoch zumeist verjährt, hieß es.
Von mehr als 1000 sexuellen
Übergriffen haben Anrufer von März bis Mitte Oktober bei der Hotline der Deutschen
Bischofskonferenz für Opfer sexueller Gewalt berichtet. Dies geht aus einem Zwischenbericht
über die Arbeit der Hotline hervor, den die Bischofskonferenz vorlegte.
664 Nutzer hätten Delikte
aus dem kirchlichen Umfeld thematisiert. "432 davon wurden durch Priester oder
Ordensleute begangen", hieß es. 393 Sexualdelikte wurden benannt, die nicht
im kirchlichen Umfeld verübt wurden. Täter seien etwa Lehrer in staatlichen Schulen
und Internaten, Familienangehörige oder Verantwortliche in Vereinen gewesen. Die
Taten seien mehrheitlich in den 1950er, 60er und 70er Jahren begangen worden und
damit strafrechtlich verjährt.
14,1 Prozent der Opfer ständig missbraucht
Insgesamt seien von März
bis Oktober 3431 Gespräche geführt worden. Hinzu kommen 213 Internet-Beratungen.
Die bundesweite Hotline ist ein Angebot der Lebensberatung im Bistum Trier im Auftrag
der Deutschen Bischofskonferenz.
16,1 Prozent aller Opfer
hätten angegeben, einmal missbraucht worden zu sein. 69,8 Prozent seien mehrmals
und 14,1 Prozent andauernd missbraucht worden. Rund 97 Prozent der Anrufenden berichteten,
zum Tatzeitpunkt katholisch gewesen zu sein. Gut 12 Prozent betonten, dass sie inzwischen
aus der Kirche ausgetreten seien.
Forderung nach besserem Schutz
Für die Opfer sexualisierter
Gewalt sind die Folgen sehr unterschiedlich. So spannt sich der Bogen von "Personen,
die angaben, lebenslang unter Schädigungen durch schwere sexuelle Traumatisierungen
zu leiden oder psychiatrische Probleme zu haben, bis zu solchen, deren Verletzungen
erkennbar gut geheilt und bewältigt wurden". Bei den von Opfern beschriebenen
Täterstrategien habe sich kein grundverschiedenes Profil zwischen kirchlichem und
nicht-kirchlichem Bereich gezeigt, gab die Bischofskonferenz an.
Viele Opfer erwarteten eine
andere kirchliche "Aufmerksamkeits- und Transparenzkultur". "Immer
wieder wurde gewünscht, dass die Kirchenleitung die Straftaten an Kindern in ihrem
ganzen Ausmaß und den verheerenden Auswirkungen zur Kenntnis nimmt, die Minderjährigen
besser schützt und ihnen Hilfe anbietet", hieß es. Die Hotline
sei dabei als Schritt in die richtige Richtung begrüßt worden. "Viele gaben
an, zum ersten Mal ihre Scheu und Bedenken zu überwinden und über ihre Erfahrungen
zu sprechen." Die Hotline soll bis September 2011 erreichbar bleiben.
dpa>
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Kanada 26.11.2010: Kriminell-pädophiler Bischof Kenneth William Storheim stellt sich wegen zweifachem Kindsmissbrauch
aus: 20 minuten online: Kindesmissbrauch: Pädo-Bischof stellte sich den Behörden; 26.11.2010;
<Ein
orthodoxer Erzbischof in Kanada ist in zwei Fällen des sexuellen
Missbrauchs beschuldigt worden. Er war bereits im Oktober von seinem
Amt zurückgetreten.
Er
war Vorsitzender der kanadischen Diözese der Orthodoxen Kirche in
Amerika (OCA). Doch nun droht Kenneth William Storheim Ungemach. Wie
die Polizei in Winnipeg am Donnerstag mitteilte, stellte sich der
64-Jährige selbst den Behörden.Kenneth William Storheim stellt sich den Behörden.
Er habe nach der Anklageerhebung gegen Kaution wieder gehen dürfen.
Storheim war laut OCA bereits im Oktober von seinem Amt zurückgetreten,
nachdem Ermittlungen wegen der Vorwürfe eingeleitet worden waren.
Dem
öffentlich-rechtlichen Sender CBC zufolge handelt es sich bei den
mutmasslichen Opfern um zwei Jungen. Sie wurden laut Anklage von
Storheim missbraucht, als er zwischen 1984 und 1987 Pfarrer einer
Gemeinde in Winnipeg war.
Winnipeg ist die Hauptstadt der Provinz
Manitoba. Die OCA ist ein Ableger der russisch-orthodoxen Kirche, die
hunderte Gemeinden in Kanada, den USA, Australien und Mexiko hat.
(sda)>
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Schweiz 10.12.2010: Firmen sind immer noch verpflichtet, Kirchensteuer zu bezahlen
Die Kirchen bestehen aus einem Jesus-Führer und aus einem dicken,
komplizierten Buch, das "Bibel" heisst. Viele Menschen wollen das aber
nicht mehr, und deswegen sollte niemand zu Kirchensteuern verpflichtet
werden, wenn er die Kirche doch gar nicht braucht, und auch die
Kirchenglocken sollten die Nachtruhe beachten. Nun, die Firmen in der
Schweiz müssen bis heute alle Kirchensteuern bezahlen - ein wahrer
Hohn. Aber lesen Sie selbst:
aus: 20 minuten online: Kirchensteuer: Vor Gott sind auch die Firmen gleich; 10.12.2010;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/13100852
<von Antonio Fumagalli
- In praktisch allen Kantonen sind Unternehmen verpflichtet,
Kirchensteuern zu zahlen. Die Geister scheiden sich darüber, ob dies
noch zeitgemäss ist.
Eine
Firma kann weder heiraten noch kann sie sich taufen lassen. Und auch
wenn sie vor dem Konkurs steht, erhält sie kaum die Letzte Ölung.
Dennoch entrichten Unternehmen in über 20 Schweizer Kantonen zuhanden
der drei Landeskirchen Steuern. Im Gegensatz zu natürlichen Personen
können sie sich der Kirchensteuer aber nicht durch einen Austritt
entziehen.
Sollen die Schweizer Landeskirchen auch von den Unternehmen Steuern
erhalten? Die Meinungen sind geteilt. (Bild: colourbox.com)
Im internationalen Vergleich ist diese Form von Steuern für
Unternehmen einzigartig. Auf kantonaler Ebene – meist aus bürgerlichen
Kreisen – hat sie deshalb schon mehrfach politische Vorstösse
ausgelöst. Zuletzt im erzkatholischen Kanton Freiburg, wo die Jung-FDP
im Januar eine Motion einreichen wird. Stösst der Vorstoss bei der
Mutterpartei auf Gegenliebe, soll daraus eine kantonale Volksinitiative
werden.
Anpassung in Kantonsverfassungen
Der
Erfolg eines solchen Vorstosses ist aber höchst ungewiss: Ähnliche
Bestrebungen in anderen Kantonen sind immer klar gescheitert. In den
Kantonen Luzern und Zürich wurde die Kirchensteuer für juristische
Personen im Rahmen der Totalrevisionen der Kantonsverfassungen gar
ausdrücklich beibehalten. Ergänzt wurde der entsprechende Paragraph
durch die sogenannte «negative Zweckbindung»: Die von den Unternehmen
eingezogenen Kirchensteuern werden ausdrücklich nicht mehr für
kultische Zwecke eingesetzt, sondern dürfen nur noch den sozialen und
kulturellen Engagements der Kirchen dienen.
Der
gesamtschweizerische Ertrag durch die Kirchensteuer für juristische
Personen ist schwierig zu eruieren. Wie das statistische Amt Zürich auf
Anfrage mitteilt, waren es im Jahr 2009 alleine im steuerstärksten
Kanton 99 Millionen Franken – rund ein Viertel der gesamten
Kirchensteuereinnahmen. Da Firmen per Definition keine Konfession
haben, wird der Steueranspruch der verschiedenen Glaubensrichtungen im
Verhältnis zur Konfession der kantonalen Wohnbevölkerung
aufgeschlüsselt.
Auch ein Atheist muss bezahlen
Neben
den Kantonsparlamenten hat sich auch die Justiz schon mehrfach dem
Thema der kirchlichen Besteuerung juristischer Personen gewidmet.
Letztmals für Aufsehen gesorgt hat ein Bundesgerichtsurteil vom
September: Ein IT-Fachmann aus dem Kanton Schwyz empfand es als «grosse
Demütigung und Kränkung», dass er als einziger Aktionär und Mitarbeiter
seines Unternehmens trotz seiner Konfessionslosigkeit Kirchensteuern zu
entrichten hat. Das Gericht lehnte sein Begehren ab – mit der
Begründung, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine juristisch
akzeptierte Grundlage für eine Änderung der seit 130 Jahren bestehenden
Rechtssprechung gebe.
Nicht alle Parteien bringen dafür
Verständnis auf. Martin Baltisser, Generalsekretär der SVP Schweiz:
«Wir unterstützen Bestrebungen unserer kantonalen Sektionen, die
Kirchensteuern für die Unternehmen zumindest nur fakultativ zu
erheben.» Für Daniel Kosch, Generalsekretär der Römisch-Katholischen
Zentralkonferenz, sind solche Vorgehen zu kurzsichtig: «Die gesamte
Gesellschaft – und folglich auch die Wirtschaft – ist auf die
Vermittlung von Werten angewiesen, die das Gemeinwohl stärken. Es ist
durchaus gerechtfertigt, dass die Unternehmen, welche in Form
verantwortungsbewusster Mitarbeiter von einem intakten Gemeinwesen
profitieren, einen Beitrag zu diesem ‚service public’ der Kirchen
leisten.»>
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Wikileaks enthüllt 11.12.2010: Der Vatikan verweigerte
die Mitarbeit bei den Missbrauchsfällen in Irland - und der Vatikan ist
eine weltfremde Machtinstitution ohne Sprachkenntnisse und Kommunikation
aus: n-tv online: Wikileaks-Enthüllungen: Vatikan verweigerte Aufklärung; 11.12.2010;
http://www.n-tv.de/politik/Vatikan-verweigerte-Aufklaerung-article2127381.html
Die Wikileaks-Enthüllungen erreichen jetzt auch den Vatikan. Demnach
verweigerte der Vatikan die Mitarbeit an einem Bericht zum
Kindesmissbrauch. Die Kirche reagierte "sehr verägert" über eine
Anfrage der Murphy-Kommission zur Aufklärung der Fälle in Irland.
Medien veröffentlichen zudem vertrauliche Dokumente von US-Diplomaten,
die den Kirchenstaat als "antiquierte Macht" beschreiben.
Der Vatikan hat laut Enthüllungen der Internetplattform Wikileaks eine Zusammenarbeit
bei der Untersuchung von Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche in Irland
verwehrt. Die Anforderung von Informationen über die
Missbrauchsfälle durch die sogenannte Murphy-Kommission im vergangenen Jahr habe
"viele im Vatikan verärgert", die in der Anfrage einen "Affront gegen
die Souveränität des Vatikan" gesehen hätten, zitierte die britische Zeitung
"The Guardian" aus einer von Wikileaks veröffentlichten Depesche der US-Botschaft
in Rom. Der Vatikan störte sich demnach an der Form der Kontaktaufnahme.
"Während die Vatikan-Kontakte
sofort tiefes Mitgefühl für die Opfer zum Ausruck brachten und betonten, dass die
oberste Priorität das Verhindern einer Wiederholung sei, waren sie auch verärgert,
wie die Situation politisch umgesetzt wurde", führte die US-Diplomatin Julieta
Noyes dem Bericht zufolge in ihrer Depesche aus. Demnach hatte die Murphy-Kommission
nicht die offiziellen diplomatischen Kanäle genutzt, sondern direkt an den Vatikan
geschrieben, um Informationen über den Umgang mit Missbrauchsfällen zu erhalten.
Der Vatikan habe sich auch
darüber geärgert, dass die irische Regierung nicht eingeschritten sei, um bei der
Murphy-Kommission auf die Nutzung der üblichen Kommunikationswege zu dringen, zitierte
der "Guardian" aus der von Wikileaks veröffentlichten Depesche. Außerdem
habe der Eindruck bestanden, dass einige irische Oppositionspolitiker versuchten,
aus der Angelegenheit Nutzen zu ziehen, indem sie die Regierung öffentlich aufforderten,
vom Vatikan eine Antwort auf die Anfrage der Murphy-Kommission zu verlangen.
Ja-Sager, aber nützlich
Der Vatikan als ein konservatives
und "veraltetes Machtgefüge" mit einem schlechten internen Kommunikationssystem
- so beschreiben amerikanische Depeschen, die von der Enthüllungsplattform Wikileaks
veröffentlicht wurden, den Kirchenstaat. Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone
sei ein Ja-Sager und spreche "nur italienisch", Pressechef Padre Federico
Lombardi hingegen besitze zwar als einziger einen Blackberry, habe aber dafür keinen
direkten Draht zu Papst Benedikt XVI., zitierte der Mailänder Corriere della Sera
aus den US-Depeschen. Dennoch schätzten die USA den Heiligen Stuhl aufgrund seiner
weitreichenden Verbindungen in der Welt als "nützlichen Verbündeten".
Die Enthüllungen seien mit
äußerster Vorsicht zu beurteilen, konterte der Vatikan. Ohne auf die Details näher
eingehen zu wollen, sei dabei zu beachten, dass diese nur die Meinung der jeweiligen
Verfasser widerspiegelten, hieß es in einer Pressemitteilung des Vatikans.
dpa/AFP>
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Aber da ist noch viel mehr über den Intrigen-Vatikan:

Irland 11.12.2010: Die Intrigen des Vatikans zum Schutz
von Pädophil-Kriminellen: falsche Immunitäten - Nachfragen nur mit
Diplomatie, obwohl keine Diplomaten gewünscht waren
aus: Daily Mail: Ireland granted immunity to sex abuse church officials
under pressure from Vatican, says WikiLeaks; 11.12.2010;
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1337689/Wikileaks-Ireland-granted-immunity-sex-abuse-church-officials-pressure-Vatican.html
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|
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<By Tamara Cohen
Ireland caved in to Vatican pressure to grant immunity to church
officials in the investigation of decades of sex abuse by its clergy,
newly released WikiLeaks documents have shown.
Requests made by
the Irish government for information 'offended many in the Vatican' who
believed they had 'failed to respect and protect Vatican sovereignty
during the investigation'.
But even without assistance from Rome the Irish were able to substantiate claims of abuse between 1975 and 2004.
The
Vatican also complained that 'some Irish politicians were making
political hay with the situation by calling publicly on the government
to demand that the Vatican reply.'
Secretary of state Cardinal Tarcisio Bertone wrote to them insisting that requests must come down diplomatic channels.
The
Irish exerted pressure behind the scenes to get senior officials to
testify and senior church officials were sent to Rome to meet the
Pontiff.
However, Irish diplomat Helena Keleher said it was
understood 'foreign ambassadors are not required or expected to appear
before national commissions'.
The Pope eventually released a statement saying he shared the 'outrage, betrayal and shame' of Irish Catholics.
The
Irish government wanted to be seen as cooperating with the
investigation because its own education department was implicated in
decades of abuse, but politicians were reluctant to insist Vatican
officials answer the investigators' questions, the cables indicate.
One
cable discloses the behind-the-scenes diplomatic maneuvers during which
Irish politicians tried to persuade the Vatican to cooperate with the
probe.
Today a Vatican statement said the WikiLeaks cables should be
evaluated with 'reservations' and 'prudence', and not be taken as an
'expression' of the Holy See.
|
|
<Von Tamara Cohen
Irland gab dem
Druck des Vatikan nach und gewährte den Kirchenvertretern bei der
Untersuchung des jahrzehntelangen sexuellen Missbrauchs durch den
Klerus Immunität. Dies wurde durch Dokumente von WikiLeaks aufgedeckt.
Anfragen durch die irische Regierung für mehr Information "hben viele
im Vatikan beleidigt", die dachten, dass "es der Regierung an Respekt
fehle, um die Sourveränität des Vatikans während der Untersuchung zu
schützen".
Aber sogar ohne Beratung von Rom waren die Iren fähig, die Missbrauchsklagen für Fälle zwischen 1975 und 2004 zu erhärten.
Der Vatikan beklagte sich auch, dass "einige irische Politiker
politischen Profit aus der Situation schlagen wollten, indem sie die
Öffentlichkeit zu Hilfe rufen würden, um den Vatikan zu Antworten zu
zwingen."
Der vatikanische Aussenminister, Kardinal Tarcisio Bertone, schrieb
ihnen mit der Forderung, dass Nachfragen nur auf diplomatischem Wege
möglch seien.
Der von irischer Seite im Hintergrund angewandte Druck ging vor allem
dahin, ältere Vertreter zu Zeugenaussagen zu bewegen, und ältere
Kirchenvertreten wurden nach Rom zu einem Treffen mit Pontiff gesandt.
Aber die irische Diplomatin Helena Keleher sagte, es sei vereinbart
gewesen, "dass ausländische Botschafter vor der Nationalkommission
nicht erforderlich oder erwünscht seien".
Der Papst erliess schliesslich eine Stellungnahme, die besagte, er
teile "die Entrüstung, den Betrug und die Schande" der irischen
Katholiken.
Die irische Regierung war dabei zur Kooperation gefordert, weil das
eigene Erziehungsdepartement in jahrzehntelange Missbrauchsfälle
verwickelt war, aber die Politiker waren nachlässig mit Vorstössen,
Vatikanvertreter während der Untersuchungen zu Antworten zu zwingen.
Die zeigen die Telegramme.
Ein Telegramm zeigt die Diplomatie hinter verschlossenen Türen auf mit
Manövern, während die irischen Politiker versuchten, den Vatikan zu
überzeugen zu kooperieren.
Heute besagt eine Stellungnahme des Vatikans, dass die
WikiLeaks-Telegramme ausgewertet werden sollten, unter "Vorbehalt" und
mit "Vorsicht", und sie sollten nicht als "Ausdruck" des Heiligen
Stuhls betrachtet werden.
|
The latest WikiLeaks disclosures also revealed that Britain's ambassador in the
Vatican warned that the Pope could provoke anti-Catholic violence in
the UK by offering to convert Anglicans who disagreed with women
priests.
Francis Campbell was speaking to an American
diplomat after Pope Benedict invited disaffected Anglicans to join the
Catholic faith in a meeting with Archbishop of Canterbury Rowan
Williams.
Mr Campbell, a Catholic himself,
said the Pope’s scheme had left Britain’s relations with the Vatican
‘facing their worst crisis in 150 years’ and had put Dr Williams ‘in an
impossible situation’.
Ambassador Noel Fahey apparently told U.S. diplomat Julieta Valls Noyes that the sex abuse scandal was a tricky one to manage.
Mr Campbell's comments regarding women priests were also made to Mr Noyes.
The
Pope had announced a special dispensation for Anglicans to convert in
groups while retaining their own leadership and some of their rites in
a body called an Ordinariate. It had been arranged in Rome behind the
backs of the English Catholic bishops and Dr Williams was given little
warning.
An official Vatican statement described the
November 2009 meeting between Dr Williams and the pontiff as cordial,
but Mr Campbell said that it was ‘at times awkward’.
At a
subsequent dinner held in Dr Williams’s honour and attended by senior
Vatican officials, Mr Campbell told Mr Noyes ‘Anglican-Vatican
relations were facing their worst crisis in 150 years as a result of
the Pope’s decision’, a cable sent to Washington shortly afterwards
revealed.
The time period was a reference to the religious
unrest caused in 1850 when Pope Pius IX reinstated the Roman Catholic
church structure in a bid to re-establish the faith after 300 years of
being downtrodden following Henry VIII’s break from Rome.
Mr
Campbell said: ‘The crisis is worrisome for England’s small, mostly
Irish-origin, Catholic minority. There is still latent anti-Catholicism
in some parts of England and it may not take much to set it off.’ |
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Die
neuesten WikiLeaks-Enthüllungen
deckten auch auf, dass der britische Botschafter des Vatikans warnte,
dass der Papst in England anti-katholische Gewaltprovozieren könnte,
wenn er Anglikaner bekehren wollen, die mit Priesterinnen gegen den
Vatikan rebellierten.
Nachdem Papst Benedikt die desillusionierten Anglikaner bei einem
Treffen mit dem Erzbischof von Canterbury Rowan Williams dazu
eingeladen hatte, den katholischen Glauben anzunehmen, sprach Francis
Campbell mit einem amerikanischen Diplomaten.
Herr Campbell, selbst ein Kathole, sagte, die Intrige des Papstes habe
die britischen Beziehungen zum Vatikan in die grösste Krise seit 150
Jahren gestürzt, und Dr. Williams sei nun "in einer unmöglichen
Position".
Botschafter Noel Fahey erzählte der US-Diplomatin Julieta Valls NOyes
offensichtlich, dass der Skandal um sexuellen Missbrauch wirklich
schwierig zu managen sei.
Der Kommentar von Herrn Campbell hinsichtlich der Priesterinnen wurde ebenfalls von Mr. Noyes wiederholt.
Der Papst
Herr Campbell sagte: "Die Krise ist für Englands kleine, hauptsächlich
irisch-stämmige, katholische Minderheit besorgniserregend. Es gibt bis
heute in einigen Teilen Englands einen latenten Anti-Katolizismus, und
es braucht vielleicht nicht viel, bis er wieder explodiert.">
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9.12.2010: Berühmte "Christen" werteten die Frauen ab
aus: Tagesanzeiger online: Hugo Stamm: Die Frau - ein Missgriff der Natur; 9.12.2010;
http://newsnetz-blog.ch/hugostamm/
Die Frau als Dienerin des Mannes: Maria Magdalena und Jesus Christus, Passionsspiele Oberammergau.
Die traditionsbewussten christlichen Gläubigen – inklusive Klerus –
sind stolz auf ihre Kirchengeschichte. Sie geben zwar ein paar
Ausrutscher mehr oder weniger willig zu – Kreuzzüge, weltlicher
Machtmissbrauch der Kirche bis in die jüngere Zeit, Inquisition -, doch
sie verweisen auf die ungleich segensreicheren Errungenschaften ihrer
Kirche: Nächstenliebe, ethische und moralische Normen, Bedeutung des
Individuums, das von Gott grenzenlos geliebt wird.
Mit Stolz erfüllt sie auch, dass der Ursprung der grössten Religion
von einem einst unbedeutenden Wanderprediger ausgegangen ist. Er, der
lediglich ein paar Jünger um sich geschart hatte, erfuhr nach seinem
Tod eine weltweite Verbreitung. Viele Gläubige erkennen darin das Werk
Gottes; sie werten die Ausbreitung des Christentums als indirekten
Gottesbeweis.
Die Geisteskraft, die vom christlichen Glauben ausgeht, erkennen
viele Christen auch im Werk berühmter Kirchenväter: Thomas von Aquin,
Franz von Assisi, Augustinus und in der jüngeren Geschichte Martin
Luther. Diese christlichen Denker und Mystiker haben zwar durchaus
bedeutende und tiefsinnige Erkenntnisse gewonnen, doch ihre Weisheit
stiess auch an Grenzen. Vor allem dort, wo sie im Zeitgeist gefangen
waren. Besonders deutlich lässt sich dies am Frauenbild dieser Herren
ablesen.
Für Augustinus ist das Weib ein minderwertiges Wesen, das von Gott
nicht nach seinem Ebenbild geschaffen wurde. Es entspreche der
natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen würden.
Franz von Assisi etwa sagte, wer mit dem Weibe verkehre, beflecke
seinen Geist. Mit den Tieren ist der Kirchenvater pfleglicher
umgegangen.
Thomas von Aquin bezeichnete die Frau als ein Missgriff der Natur,
als eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann. Die volle
Verwirklichung der menschlichen Art sei nur der Mann.
Und für Luther, der doch ein paar Jahrhunderte später wirkte, ist
die grösste Ehre des Weibes, dass die Männer durch sie geboren werden.
Der Tod im Kindbett sei nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und
Gehorsam Gottes.
Diese weisen Kirchenlehrer hätten sich nur an Jesus und seine Lehre
erinnern müssen, um ihre geistigen Ausfälle zu verhindern. Liebe deinen
Nächsten wie dich selbst. Und sie hätten beobachten können, dass Frauen
fürsorgliche Mütter sind, die ihre Söhne, Vertreter des edlen
Geschlechts, mit Liebe grossziehen. Oder es hätte ihnen auffallen
können, dass die „minderwertigen Frauen“ die Existenz der Männer
entscheidend sicherten und im Bett für wohlige Wärme sorgen. Es wäre
noch einfacher gegangen: Frauen sind Geschöpfe Gottes wie die Männer.
Doch die werten Herren liessen sich von der ideologisch motivierten
Unterdrückung der Frau anstecken. Sie hatten ein offenes Herz für Gott
und die Tiere, aber für das Wichtigste und Naheliegendste fehlte ihnen
der Sinn. Hätten sie nur einen Monat lang ohne Frauen leben müssen,
wäre ihnen ihre Dummheit wohl selbst aufgefallen.>
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Xanten (Deutschland) 13.12.2010: <Teilgeständnisse: Vier Messdiener wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht>
aus: Spiegel online; 13.12.2010; http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,734446,00.html
<Vier
Messdiener aus Xanten müssen sich wegen schweren Missbrauchs und
Erpressung vor Gericht verantworten. Die 14-Jährigen sollen während
einer Ferienfreizeit einen Gleichaltrigen beleidigt und sexuell
missbraucht haben.
Moers - Die vier Angeklagten gehören der Propsteigemeinde St. Viktor
in Xanten, Nordrhein-Westfalen, an. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt
die 14-Jährigen, einen Gleichaltrigen während einer gemeinsamen Reise
an mehreren Tagen körperlich misshandelt, beleidigt und sexuell
missbraucht zu haben.
Im Sommerferienlager im schleswig-holsteinischen Meldorf soll es zu den
Übergriffen gekommen sein. Das mutmaßliche Opfer hatte sich erst nach
Ende der Freizeit seinen Eltern offenbart. Die Mutter hatte daraufhin
Anzeige erstattet.
Die vier Angeklagten legten am Montag in Moers Teilgeständnisse ab,
sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts. Laut Prozessbeobachtern
bestritten sie aber, dem Opfer einen Gegenstand in den Körper
eingeführt zu haben. Der Junge habe seine Jeans während der Übergriffe
anbehalten, zitiert das Internetportal "Der Westen" die Angeklagten.
Das Jugendstrafverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit
statt.
Nun sollen mehrere Zeugen vernommen werden. Das Opfer wird
voraussichtlich am 22. Dezember vom Schöffengericht befragt. Das
Gericht will die Beweisaufnahme in der kommenden Woche fortsetzen.
ala/dpa>
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Wetzikon / Hinwil (Kanton Zürich) 15.12.2010: 4 1/2 Jahre
Haft für Freikirchen-Prediger wegen mehrfacher Vergewaltigung eines 7
Jahre alten Mädchens und mehrfacher Nötigung eines 10 Jahre alten Mädchens
aus: 20 minuten online: Mädchen vergewaltigt: Prediger von Wetzikon muss ins Gefängnis; 15.12.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Prediger-von-Wetzikon-muss-ins-Gefaengnis-17639400
<Das
Bezirksgericht Hinwil hat den Prediger einer Freikirche wegen
mehrfacher Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen
mit Kindern zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.
Der
72-Jährige Gründer der Freikirche «Menorah» soll von 2006 an über einen
Zeitraum von zwei Jahren mehrfach sexuelle Handlungen mit einem damals
siebenjährigen Mädchen vorgenommen haben. Obwohl sich das Kind gewehrt
hatte, bedrängte der Prediger es weiter und vergewaltigte es mehrmals.
Der Name «Menorah» stammt vom biblischen Kerzenständer.
Die Übergriffe fanden jeweils in seinem Auto oder im Wald statt.
Neben der Siebenährigen soll der Mann auch ein damals zehnjähriges
Mädchen mehrfach sexuell belästigt haben. Beendet wurden die Übergriffe
im Dezember 2009, als der Prediger verhaftet wurde.
Verurteilt wurde er am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie der «Zürcher Oberländer» am Mittwoch berichtete.
Das
Verschulden des Mannes wiege schwer, heisst es in einer Mitteilung des
Bezirksgerichts Hinwil vom Mittwoch. Zu seinen Gunsten fielen ein
Teilgeständnis sowie die Strafempfindlichkeit aufgrund seines Alters
aus. Der Staatsanwalt hatte für den Prediger eine Freiheitsstrafe von
sechseinhalb Jahren verlangt.
Glaube an den Weltuntergang
Der
Verteidiger sah nur die sexuellen Handlungen mit Kindern als erwiesen
und hatte deshalb eine teilbedingte Strafe von 36 Monaten gefordert.
Einig waren sich Anklage und Verteidigung darin, dass der 72-Jährige
sich einer ambulanten Behandlung unterziehen müsse. Dies muss der Mann
nun vollzugsbegleitend auch tun.
Zudem muss er den beiden Mädchen eine Genugtuung von 20 000,
beziehungsweise 7000 Franken bezahlen. Der Prediger sitzt bereits ein
Jahr lang in Untersuchungshaft. Dies wird ihm an die nun verhängte
Freiheitsstrafe angerechnet.
Die 1986 vom Angeklagten in Wetzikon
gegründete Evangeliumsgemeinde «Menorah» hatte sich damals von der
Schweizerischen Pfingstmission (SPM) abgespalten. Die Mitglieder
glauben an den bevorstehenden Weltuntergang. Fernsehen, Videos,
weltliche Musik und Bücher - ausser Sachbücher - sowie jeglicher Spass
sind verboten.
(sda)>
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27.1.2011: <Kloster Einsiedeln: 40 Kinder von Mönchen
missbraucht> - sexueller Kindsmissbrauch während Jahrzehnten - und
alles soll "verjährt" sein
Was seit Jahrzehnten die Gerüchte besagten, wird nun endlich publik.
aus: 20 minuten online; 27.1.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/40-Kinder-von-Moenchen-missbraucht-15390676
<Der
schlimme Verdacht hat sich erhärtet: 15 Mönche des Klosters Einsiedeln
haben in den vergangenen Jahrzehnten Minderjährige sexuell missbraucht.
Im Kloster Einsiedeln und den ihm angeschlossenen Institutionen haben
sich in den letzten 65 Jahren 15 Mönche eines sexuellen Übergriffes
schuldig gemacht. Die Zahl der Opfer dürfte sich auf mindestens 40
belaufen.
Zu diesem Schluss kam die unabhängige Untersuchungskommission, die
im Auftrag von Abt Martin Werlen seit dem letzten Frühjahr die
Verdachtsfälle aufgearbeitet hat. Neun Mönche vergingen sich an
Minderjährigen. Der grösste Teil dieser Übergriffe entfällt auf die
60er- und 70er-Jahre und geht zu Lasten von drei Benediktinern.
Der
Leiter der Untersuchungskommission, der ehemalige Zürcher
Sonderstaatsanwalt Pius Schmid, sagte, sein Gremium habe sich nicht auf
das Kloster in Einsiedeln beschränkt, sondern auch die von ihm
betreuten Schulen, Pfarreien und Institutionen im In- und Ausland
untersucht.
Die Kommission ging sowohl Hinweisen aus dem Kloster
wie auch von Opfern nach, führte Befragungen durch und sichtete
Protokolle. Untersucht wurde auch, wie die Klosterleitung jeweils mit
Verdachtsfällen umgegangen ist. Alle untersuchten Fälle sind verjährt.
Von
den drei Mönchen, die eine grössere Zahl Schüler unsittlich berührten,
wurden zwei versetzt, nachdem ihre Verfehlungen bekannt wurden. Beim
dritten Mönch kamen die Übergriffe erst im Rahmen der Untersuchungen
ans Licht.
Die meisten Übergriffe auf Minderjährige ereigneten
sich in den 60er- und 70er-Jahren, die schwersten gehen aber auf die
Jahrzehnte zuvor zurück. So wurde etwa ein 14-jähriger Angestellter von
einem Mönch ausgezogen. Der Täter konnte von der Kommission nicht
ausfindig gemacht werden.
Keine Strafanzeigen
Die
Kommission attestiert der Klosterleitung, dass sie jeweils auf die ihr
bekannt gewordenen Vorfälle mit Versetzungen, Suspensionen oder
Entlassungen reagiert hat. Auf Strafanzeigen wurde aber, wie damals
üblich, verzichtet. Sechs Mal machte ein Opfer eine Anzeige.
1998
erliess das Kloster Richtlinien, wie mit sexuellen Übergriffen
umzugehen ist. Eine Anlaufstelle wurde eingerichtet. Seither wurde nur
noch ein Fall bekannt. Dieser Übergriff auf einen Minderjährigen wurde
von einem dementen strafunfähigen Mönch begangen.
Die Kommission
rät dem Kloster, künftig die Mönche, die in die externe Seelsorge
entlassen werden, gezielt auf das Problem der sexuellen Übergriffe
vorzubereiten. Auch sollte nicht auf Strafanzeigen verzichtet werden.
Abt: «Kein Tabu mehr»
Werlen zeigte sich über die grosse Zahl der Fälle erschreckt. Er
bedauerte das Vorgefallene und bat die Opfer um Verzeihung. Die
Klostergemeinschaft habe sich in den letzten Monaten gezielt mit der
Problematik auseinandergesetzt.
Sexuelle Übergriffe zur Sprache
zu bringen, sei kein Tabu mehr, sagte der Abt. Opfer würden in der
Klostergemeinschaft ein offenes Ohr finden.
Die Aufarbeitung sei
weder eine «Pflichtübung» noch eine «Abrechnung» gewesen, sagte Werlen.
Die Klostergemeinschaft müsse Verwantwortung übernehmen, wenn sie ihrer
Berufung treu bleiben und ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen
wolle. Aus diesem Grund würden nun die 1998 geschaffenen Richtlinien
überarbeitet.
Die katholische Kirche war 2010 von einer Welle von
Verdächtigungen erfasst worden, sexuelle Übergriffe von Priestern zu
decken. Die Schweizerische Bischofskonferenz beschloss in der Folge,
dass der Leumund von Priestern bei der Einstellung konsequenter
überprüft und vermehrt der Gang vor ein weltliches Gericht begangen
werden soll.>