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Lügen und Profit bei der Schul-"Medizin"

Wie die Medizin nach der Erfindung des Röntgenapparates auf die falsche "Bahn" kam -

Profitstrategien der Medizinwirtschaft.

von Michael Palomino (2004 / 2005 / 2009)

Spritze am Bein angesetzt
drohende Spritze
Die Fettsucht
Brustkrebs, Röntgenfoto operation, meist Symptombekämpfung Das Pillenmeer der Schul-"Medizin" Insulin-Inhalator
Die Schul-"Medizin" gaukelt vor, ihre "Mittelchen" würden heilen, aber gleichzeitig werden neue Krankheiten verursacht...

aus:
Langbein, Kurt / Ehgartner, Bert: Das Medizinkartell. Die 7 Todsünden der Gesundheitsindustrie; Piper-Verlag, München 2002; Zusammenfassung von Michael Palomino


Kommentar
Alle zufälligen Erfindungen sind unter dem Suchwort "zufällig" gleich angegeben. Die Lügen der Schul-"Medizin" sind präzise in ihrem Ablauf und in ihrer Argumentationskette dargestellt. Der Faktor Karriere und Geld spielt eine wichtigere Rolle in der Schul-"Medizin" als die Gesundheit der Menschen. Wieso nur bezahlen die Krankenkassen weiterhin die Schul-"Medizin", die immer mehr Kranke statt Gesunde produziert?

Michael Palomino

Das Buch "Das Medizinkartell" von Kurt Langbein und Bert Ehgartner (2002), Buchdeckel


Abkürzungen
BMJ Britisch Medical Journal (S.276) NIH "US"-Gesundheitsbehörde, Hauptquartier in Bethesda, Maryland (S.324)
JAMA Journal of the American Medical Association (S.339) RAC Recombinant DNA Advisory Committee (S.328)


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Kapitel
1. Die Schul-"Medizin", die keine Medizin ist, sondern ein Wettbewerb um Geld
2. Das "Durchschnittsalter": Hygiene und Chirurgie zur Steigerung des Alters
3. Infektionskrankheiten: Entdeckung der Bakterien und Krieg gegen Bakterien und Pasteurs Machenschaften

4. Cholera und TB - Pettenkofer für Hygiene und Immunsystem - Koch für Quarantäne
5. Die TB-Lüge von Robert Koch - die Presse jubelt und schützt den Lügner - Hoechst verkauft die Lüge

6. Psychische Pflege als Faktor: Cochranes Statistik über den Einfluss von Rationen und Lebensmittelpaketen in Kriegsgefangenenlagern für Erkrankungen
7. Die Industrie balgt sich ab 1900 ca. um die Medizin-Forschung
8. Ehrlich findet Mittel gegen Schlafkrankheit und Syphilis - Hoechst erfindet den Beipackzettel 1912

9. Antibiotika und die Überverschreibung mit Antibiotika - Resistenzen der Bakterien - Allergien durch zu viel Antibiotika
10. Forschung nach Desinfektionsmitteln: Alexander Fleming findet, Florey und Chain produzieren das Penicillin

11. Krebs: Die Lüge von der Heilung durch Brustamputation und "Vorsorge"
11.1 Krebs ist heilbar - die Schul-"Medizin" verachtet die Immuntherapie
11.2 Stress begünstigt Krebs
11.3. Verschiedene schul-"medizinische" Krebsfälle
11.4 Vorsorgeuntersuchung gegen Krebs erhöht die Operationsrate
11.5 Nachsorgeuntersuchung gegen Krebs erhöht die Operationsrate
11.6 Vorsorgeuntersuchung gegen Prostatakrebs: ohne Erfolg und schwere Nebenwirkungen
11.7 Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs erhöht Operationsrate
11.8 Die Epidemiologen beweisen: Vorsorgeuntersuchungen bringen nur hohe Kosten
11.9 Neuer Krebsverdacht durch HPV-Vireninfektion wird von der Industrie ausgereizt

12. Das Märchen der Gentherapie
12.1 Genforschung: Neue Eugenik ist nicht möglich
12.2 Skandal um Gendiagnostik am Fötus und Abtreibungen
12.3 Klon-Babys und "Präimplantationsdiagnostik": Menschen erschaffen
12.4 Gentherapie mit Adenoviren endet mit dem Tod des Probanden

13. Lebensqualität für ein gesundes Alter

14. Die Lebenserwartung und die Märchen
14.1 Das Märchen von den Verdiensten der Schul-"Medizin" für eine gestiegene Lebenserwartung
14.2 Medikamente verkürzen die Lebenserwartung!


15. Psychoterror im Spital gegen Alte

16. Herzinfarkt und Cholesterin
16.1 Die erste Studie in Framingham über Lebenswandel 1948
16.2 Die Lüge vom zu hohen Cholesterin - "Cholesterinsenker" bringen Geld
16.3 Ab 1962: Krieg gegen Fett wird zum Krieg gegen den Körper - "Light" nützt nichts
16.4 Zuckerkrankheit: Zucker ist neuer "Feind"
16.5 Body Mass Index (BMI): Der Körper wird zum "Feind" - und die Bevölkerung wird trotzdem dicker
16.6 Das erste Lebensstilprogramm von Dean Ornish gegen Herzinfarkt

17. Ab 1976: Hormonersatztherapie (HRT): künstliches Östrogen schadet
18. Die Erfindung der "Risikogeburt"

19. Die Manipulationen der Schul-"Medizin" am Immunsystem
19.1 Die Schul-"Medizin" will nichts wissen vom Immunsystem
19.2 Impfen: Die Irreführung des Immunsystems - Allergien und hohe Todesraten
19.3 Fall: Rotaviren-Durchfall-Impfung verursacht tödliche Darmeinstülpung
19.4 Allergien durch zu viel Hygiene und arbeitsloses Immunsystem: "Urwaldhypothese"

20. Die Entdeckung der Psycho-Manipulation am Immunsystem: Psychoneuroimmunologie
21. Die Lügen um AIDS nützen dem Profit der Pharma-Industrie
22. Herzverpflanzung: Definition: Hirntod statt Herztod
23. Schilddrüsen-"Medikament" ist gar nicht besser, aber teurer
24. Zeckenimpfung gegen FSME: Hetze gegen Zecken für Profite
25. Die "Schönheit" - die Medizin gegen das Altern
26. Operationsbeispiele mit Komplikationen
27. Die Schlichtungsstellen in Deutschland und die katastrophalen Bilanzen der Schul-"Medizin"




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1.
Die Schul-"Medizin", die keine Medizin ist, sondern ein Wettbewerb um Geld

Die Ineffizienz

Geldverteilung im deutschen Gesundheitssystem gemäss Langbein/Ehgartner:
"Rund 50% der Leistungen im klinischen Alltag werden für Menschen aufgewendet, die sich in ihren letzten beiden Lebensmonaten befinden." (S.186)


In: Le Fanu, J.: Rise and Fall of Modern Medicine. Little Brown and Company, London 1999, S.258

und ca. 25% der Krankenhausbetten werden von Sterbenden belegt (S.186).

In: Higginson, I.J.: Evidence Based Palliative Care. BMJ 1999; 319, S.462-463

Langbein/Ehgartner:
"Auf Intensivstationen trägt bereits jede dritte Massnahme das Etikett 'therapeutisch wahrscheinlich nicht mehr sinnvoll'." (S.186)


In: Illich, I.: Und führe uns nicht in die Diagnose, sondern erlöse uns von dem Streben nach Gesundheit; In: Le Monde diplomatique, deutsche Ausgabe 4/5, April 1999

Bis vor 100 Jahren hatten die Ärzte das Ziel, den Tod zu erkennen, um den Patienten dann wie einen "Sterbenden" zu behandeln und sich vom Sterbenden zurückzuziehen. Heute sollen die "Ärzte" alles tun, um das Sterben hinauszuzögern, von Gesetzes wegen (S.186). Die Vernunft ist verloren, und das Sterben wird verboten (S.187).

Sensationssucht in der Medizin
-- Medien wollen hohe Auflagen
-- die Forscher und die Konzerne wollen Forschungsgeldvergabe
-- die Konzerne wollen auch die Börsenkurse in die Höhe treiben (S.13).

Regelmässig im April werden in den "USA" neue Medizin-Phantasien produziert, weil das Budget der "US"-"Gesundheitsbehörden" ansteht (S.13).

Das Medizinkartell gegen 100 Milliarden Zellen
Die Hauptelemente des Medizinkartells:
-- mangelnde Zivilcourage
-- fehlende Kontrolle
-- mafiöses Kastendenken (S.202).

Die Hauptelemente des Medizinkartells:
-- Pharmaindustrie
-- Geräteindustrie
-- Ärzteanteil
-- Versicherungsprofit (S.361).

Die Versicherungen wollen einen weiter wachsenden Markt (S.361).

Ein menschlicher Körper besteht aus 100 Milliarden Zellen (S.322) [und alle 100 Milliarden Zellen will die Schul-"Medizin" beherrschen].

Die Schul-"Medizin" ist "Klempnermedizin" (S.360) und verwaltet Patientenmassen, ohne sie gesund zu machen (S.361).

Die "Spitzenmedizin" produziert nur Kosten

und die effiziente Basismedizin mit Vorbeugung, Früherkennung und ambulanten Diensten wird beschnitten oder gar nicht mehr möglich. Die "Spitzenmedizin" bringt dauernd neue Geräte und "Medikamente" und "Behandlungskonzepte" heraus, so dass jede Menschlichkeit bei der Behandlung untergeht (S.192).

Die unheilbaren Krankheiten bleiben aber unheilbar
Bis heute gibt es für die "Killer der Wohlstandsgesellschaft" keine heilenden, allenfalls "hinhaltende Mittel", z.B. bei Herztod, Krebs, Allergien, Rheuma (S.14).

Krebs: Die meisten Krebsarten sind bis heute von der Schulmedizin nicht behandelbar (S.98).

Krebs: Langbein/Ehgartner: "Tumorzellen haben bislang gegen alle verwendeten Zellgifte Resistenzen entwickelt." (S.101)

Die Schul-"Medizin" ist schwer von Begriff
-- begreift Krankheiten als "fehlgesteuerte Organfunktionen" und will die angebliche Fehlfunktion korrigieren
-- in 100 Jahren sind fast alle ganzheitlich orientierten Wissenschaftsansätze ausgeschaltet worden
-- behandelt werden abweichende Faktoren, nicht die Person als Ganzes (S.14), es ist eine "Minutenmedizin", mit Behandlungen mit "Tunnelblick" (S.15)
-- Studien sind meist finanziert durch die Pharma-Industrie selbst, dann folgt die PR, die Werbung, und der Massenverkauf eines neuen Produkts (S.14)
-- das Immunsystem wird kaum als Faktor beachtet (S.15).

Die Langzeitwirkung der Schulmedizin:
Der Gesundheitszustand der Menschen verbessert sich meist nicht, sondern nur einzelne Organe (S.14).

Folgen:
-- Kostenspirale verlangt Rationierungen
-- Analysen produzieren Gen-Faktoren und neue Genetiklehre (Eugenik)
-- Heranwachsen einer kaum kontrollierbaren Alternativmedizin, die keinen gesetzlichen Rahmen bekommt (S.15)
und:

Die Erfolglosigkeit bei Behandlungen der Schul-"Medizin" wird nicht bestraft. (S.16)


Langbein/Ehgartner:
Die Schul-"Medizin" ist "eine organisierte Form der öffentlichen Irreführung." (S.344)


Langbein/Ehgartner:
Die Ärzte und Wissenschaftler sind "verkaufte Handlanger" der Industrie (S.346).


Voltaire [1694-1778] über "Medizin" und Vergiftung:
"Ärzte geben Medikamente, von denen sie wenig wissen, in Menschenleiber, von denen sie noch weniger wissen, zur Behandlung von Krankheiten, von denen sie überhaupt nichts wissen." (S.306)

Objektive Prüfverfahren zu Voltaires Zeit gibt es nicht. Die Behandlungstechniken sind:
-- Abführmittel geben
-- Leute zum Erbrechen bringen
-- Leute zum Schwitzen bringen

-- Leute erschrecken
-- Leute stechen
-- Saugnäpfe anlegen
-- Blutegel anlegen (S.306).

Quacksalber hantieren mit Eidechsenblut, Krokodilkot, Schweinezähnen, Froschsperma [und anderen Dingen, z.B. Eingeweiden und Hornspäne von Steinböcken etc.], und die meisten Menschen überleben, dank der Placebo-Wirkung. Die "Ärzte", die nichts wissen, sich aber als Arzt ausgeben, sahnen ab (S.306).

Ab 1870: Krankenkassengründungen machen Zugang zum Spital möglich
Ab 1870, als der Chirurg Joseph Lister die Wunddesinfektion erfand, wird Operieren zuverlässig und in jeder Grossklinik möglich. Blinddarmoperation und Gallenblasenoperation sind keine Todesurteile mehr. Die Maschinisierung verlangt eine weitere Zentralisierung und Automatisierung der "Medizin". Ab der Gründung der Krankenkassen haben auch alle Schichten Zugang zum Spital, wenn sie sich versichern lassen (S.156). Ab 1914 gilt die Reichsversicherungsordnung. Zu dem Zeitpunkt sind in Deutschland 35% der Menschen krankenversichert (S.157).

Die Chirurgen werden vergöttert
Die Chirurgen lassen keine kritischen Fragen zu. Es gilt eine absolute Hierarchie, um die Autorität zu wahren. Patientenfragen werden diktatorisch abgelehnt, und das wird in der Ausbildung auch so gelehrt (S.157). Ärztliche Rechtfertigung für Massnahmen: "Ich habe meine Gründe". Es entstehen die "Götter in Weiss" (S.158).

Ende 19.Jh.
gilt Deutschland als das "Mekka der modernen Medizin"
und ist auch weltweites Zentrum der Studentenausbildung in der Medizin (S.105).

Ab 1945 entwickelt sich der Medizinbetrieb zu einem industriellen Komplex (S.158).

Die Manipulation in der Schul-"Medizin"
-- die "Wissenschaftsredaktionen" haben den starken Hang, nur gute Nachrichten zu verbreiten, um den Kontakt zu den "Forschern" nicht zu verlieren
oo wegen der Werbeeinnahmen durch die Pharma-Industrie
oo wegen der Moderatoren im Fernsehen

-- und die Journalisten wollen nicht die Wahrheit herausfinden, sondern mit Artikeln Karriere machen (S.97) und lassen negative Informationen über "Medizin" oft weg (S.98)

-- Filme, die die Schul-"Medizin" in Zweifel ziehen, werden von der Pharma-Lobby so bekämpft, dass sie nicht gezeigt werden, z.B., wenn einem von der Chemotherapie schlecht wird und die Schul-"Medizin" behauptet, das sei heute nicht mehr so, so passiert mit dem Film "Dying Young" 1991 mit Julia Roberts und Campbell Scott (S.98)

In: Moss, Ralph W.: Fragwürdige Chemotherapie. Haug 1997, S.41


Durch all diese Begebenheiten und Faktoren der Medien- und Karrierewirtschaft fehlen kritische Stimmen über die Schul-"Medizin" in den Medien (S.89).

1930er Jahre
Die Forschung forscht immer noch ohne Systematik
-- ohne Vergleichsgruppen
-- ohne Placebo-Gruppen
-- ohne Normen
-- ohne Nachprüfbarkeit (S.306).

ab 1945
Die Logik der "US"-Mentalität meint, mit viel Geld wird die "Forschung" alle Probleme lösen
und für jedes Problem gäbe es mit viel Geld eine Lösung [und dann werden die "USA" immer zuerst alle neuen Produkte haben, und so wird das Geld denen gegeben, die die radikalsten Visionen vorgaukeln können und die Beziehungen haben] (S.113).


Die Nebenwirkungen spielen eine grosse Rolle: neue Medikamente erfinden
Ein $, der für Medikamente ausgegeben wird, hat auch 1 $ Aufwand für die Kurierung der Nebenwirkungen zur Folge (S.189). In Deutschland ereignen sich jährlich rund 200'000 Fälle schwerer Medikamentenvergiftung (S.190).

In: Thorbrietz, P.: Wirkung ohne Gewähr; In: Die Woche, 17.8.2001, S.25

Der Tod alter Patienten wird in der Altersversorgung z.T. durch "unerwünschte Arzneimittelwirkungen" provoziert (S.187).

In: Mayer, K.U. / Baltes, P.B. (Hrsg.): Die Berliner Altersstudie. Akademie Verlag, Berlin 1999, S.160

In Deutschland nehmen z.B. 96% der über 70-Jährigen ständig Arzneimittel ein, im Durchschnitt 6 Medikamente täglich., 20% sind jährlich im Krankenhaus (S.187).

In: Mayer, K.U. / Baltes, P.B. (Hrsg.): Die Berliner Altersstudie. Akademie Verlag, Berlin 1999, S.474


1950er Jahre
Erste Placebo-kontrollierte Studie - die Schul-"Medizin" definiert "Medikament" neu
des britischen Medical Research Council (S.306) an TB-Kranken. Antibiotika und Placebo haben Erfolge. Dies hat Folgen für die Schul-"Medizin". Langbein/Ehgartner:
"Seither gilt ein neues Medikament nur dann als praxistauglich, wenn es die Ergebnisse des Placebos signifikant übertrifft." (S.307)

1971-2001
Der Krieg der Schul-"Medizin" gegen den Krebs ist erfolglos

Die Schul-"Medizin" 1971-2001 ist eine Ansammlung von "Taschenspielertricks" (S.360).


Die Schul-"Medizin" verursacht hohe Kosten und löst aber kaum Probleme (S.361).

Ab den 1980er Jahren: Fliessbandbetrieb ohne jeden Patientenzusammenhang
-- Vorgeschichten / Anamnesen werden kaum noch ergründet
-- die technischen Prozeduren werden besser bezahlt als Gespräche! (S.158)

Langbein/Ehgartner:
"In den meisten Abrechnungsmodellen wird nicht derjenige belohnt, der sorgfältig untersucht und dann entscheidet, ob im (S.158) gegebenen Fall Prozeduren überhaupt nützlich sind, sondern der Betreiber der Maschinen." (S.159)

Beispiel der maschinenbegünstigten Abrechnung der Medicare ("USA")


herkömmliche Untersuchung

Laborleistungen

gynäkologische Eingriffe

urologische Eingriffe

Vergütungseinheit

1

3

5

10

Zeitaufwand-Einheit

1

1

1

1





(S.159)


In: Hart, J.T. / Dieppe, P.: Caring Effects; In: Lancet 1996; 347, S.1606-1608

Ärzte werden krank nach Geld
Bei den "Medizinern" steht immer mehr der Lohn, nicht mehr das Helfen im Vordergrund. Allgemein-"Mediziner" werden immer weniger, Spezialisten immer mehr (S.159).

"Ärzte" überlastet - Kunstfehler - "Ärzte" werden krank und süchtig - Todschlag bleibt ungeahndet - neue Krankheiten
"Ärzte" arbeiten in Deutschland bis 36 Stunden am Stück im Krankenhaus (S.167-168). Der Trick dabei ist, dass der "Arzt" nach 24 Stunden im Spital schlafen soll, obwohl man in der Nacht dann wieder geweckt wird. Nach 20 Stunden ohne Schlaf ist der Zustand gleich dem von 1 Promille Alkohol im Blut, und in diesem Zustand wird noch operiert und diagnostiziert (S.168). Und dennoch müssen die "Ärzte" in Deutschland trotzdem noch dazu jährlich 50 Millionen Überstunden leisten, ohne Bezahlung und ohne Ausgleich. Die Leute sind auf Jahresbasis angestellt. Wer rebelliert, wird am Ende des Jahres arbeitslos, und 8000 arbeitslose Ärzte warten auf die Stellen (S.174). Der Chef gibt Anweisung, schneller zu arbeiten. Es herrschen diktatorische Zustände in Deutschland (S.174).

Die Ärzte der Schul-"Medizin" rauchen fast alle, wegen der "beruflichen Belastung", aber die Ärzte halten sich für unverwundbar (S.160), verwunden aber andere: In Deutschland werden 300'000 Kunstfehler pro Jahr geschätzt, 30'000 mit tödlichen Folgen [also 82 täglich!] (S.168). [Dieser Todschlag wird bis heute nirgendwo geahndet!].


"Ärzte" mit Aggressionen und täglicher Frustration - keine Thematisierung - falsche Zuteilungen - die Sucht als Kompensation - Psychiatrie und Selbstmord
Die überlasteten "Ärzte" lassen gemäss eigenen Angaben zu 2/5 die stressbedingten Aggressionen an den PatientInnen aus, bis zur Gewalttätigkeit. Die tatsächliche Ziffer aber dürfte bedeutend höher liegen. Zum Stress tragen auch noch schlechte Luft ("Mief") und Neonlicht bei mit ganzen Sälen ohne Fenster etc., Spitäler als Betonklötze etc. (S.173). Die Spielfilme der Ärzteserien zeigen diese Realitäten nie (S.174). Im Stress schalten die "Ärzte" auf "Durchzug" (S.175).

Die Schreibarbeit (S.177) nimmt mindestens 1/3 der Arbeitszeit in Anspruch (S.178).

Die "Ärzte" sind auch in Abteilungen angestellt, für die sie gar nicht spezialisiert ausgebildet sind, nur um eine Stelle zu haben (S.179).

Urlaub geht für Weiterbildung drauf. Das Privatleben geht gegen Null. "Ärzte" kompensieren ihren Frust überdurchschnittlich häufig mit
-- Tablettenabhängigkeit
-- Alkoholabhängigkeit
-- psychischen Erkrankungen
-- mit der höchsten Selbstmordrate aller Berufe (S.179).


Ärzte lügen, um die Patienten ruhig zu stellen - Fehldiagnosen - Körperverletzung
Die "Ärzte" lügen den PatientInnen etwas vor, damit sie nicht die Wahrheit sagen müssen (S.162-163). Oder die Ärzte stellen Blitzdiagnosen mit dem Gedanken an das Abend-Rendezvous (S.164-165).

Fehldiagnosen produzieren dann neue Krankheiten: Laborirrtum und Fehlinterpretationen von Röntgenbildern oder falsche Testresultate ohne Zweit-Test können neue psychische und physische Schäden entstehen lassen und enorme Kosten verursachen [alles von der Krankenkasse bezahlte Körperverletzung, bis heute ungeahndet!] (S.180).


Ärzte intrigieren gegen andere Ärzte
deswegen muss jeder Entscheid gegen die Intrigentätigkeit der Ärztekonkurrenz abgesichert sein (S.167).

Chefs lieben z.B. die Bestätigung ihrer "Autorität", indem sie ihren untergebenen Ärzten falsche Medikamente auf die Medikamentenkarten schreiben und dann den Untergebenen vor der Gruppe vorwerfen können, man habe das falsche Medikament verschrieben. An der Handschrift ist dann erkennbar, dass der Chef selbst das geschrieben hat. Es wird mit dem Leben der PatientInnen regelrecht gespielt (S.176).

In Kanada z.B. sind die Hierarchien lange nicht so ausgeprägt (S.178).

Rassismus: Im Operationssaal gibt es kaum weibliche Chirurgen
Männer werden im Operationssaal als Chirurg immer bevorzugt (S.163). Die Zuteilung zu Operationen passiert en passant unter der Hand (S.164).

Tumorpatienten sind das "Letzte" für die "Ärzte"
Die "Ärzte" werden kalt gegenüber Tumorpatienten, weil sie sowieso fast alle sterben. Da lohnt kein seelisches Engagement (S.172). Die "Ärzte" von Krebspatienten wollen ihre PatientInnen gar nicht mehr betreuen, denn viele sterben trotz "Behandlung". Eine seelische Verbundenheit wäre für die "Ärzte" kaum mehr verkraftbar (S.197-198).


Ab 1990er Jahre: Die Industrie versklavt die "Medizin" und die Menschen
Bis ins Jahr 2002 braucht ein Medikament 10 Jahre Testphasen mit einem Aufwand von 500 Millionen $ (S.317). In 3 Phasen werden die neuen "Medikamente" erprobt, nur die wenigsten schaffen es in einen Grossversuch an Menschen als Phase 3 (S.318).

Dabei wird die "Medizin" total verkauft. Marketing entscheidet über Verkaufszahlen, nicht der Nutzen. Hohe Verkaufszahlen führen die "Gesundheitssysteme" dabei in den Kollaps, und die "Medizin" will nur noch verkaufen, will nicht mehr heilen (S.334).

Die Pharma-Industrie kauft Professoren für ihre Werbetour
Die Pharma-Industrie hat zum Ziel, dass alle Menschen der "zivilisierten" Welt ihre Patienten werden sollen, und die Professoren, die von den Konzernen abhängig sind, reden den Konzernen nach dem Munde und treten an PR-Auftritten der Pharma-Firmen gegen gute Bezahlung auf. Die Konzerne manipulieren auch ganze Zeitungsredaktionen der "Medizinjournalisten" (S.335). So entsteht gemäss Langbein/Ehgartner "die intrigante Welt der Medizinforschung". Studien werden manipuliert, Nebenwirkungen werden vertuscht, oder die Wirksamkeit eines Medikaments wird übertrieben dargestellt, um es teurer als andere verkaufen zu können (S.336).

Die Pharma-Industrie sucht "Wissenschaftler" als Referenzen
Die "Wissenschaftler" sind gemäss einer Studie von Mildred Cho und Lisa Bero absolut hörig. Wenn "Wissenschaftler" für die Industrie die Medikamente "testen", geben sie zu 98% positive Urteile ab. Wenn der Test nicht von der Pharma-Industrie kommt, sind es noch 79% positive Urteile (S.339).

In: Cho, M.K. / Bero, L.A.: The Quality of Drug Studies Published in Symposium Proceedings; In: Ann Intern. Med. 1996; 124 (5), S.485-489

Werbung um Ärzte - bestochene Ärzte
Die Pharma-Industrie wendet durchschnittlich pro Arzt 10'000 Euro auf, um ihn jeweils für sich einzunehmen (S.340).

In: Wazana, A.: Physicians and The Pharmaceutical Industry; In: JAMA 2000; 283, S.373-380

Geschenke wie Gratismedikation, Konferenzreisen ohne jede wissenschaftliche Grundlage zeigen Wirkung. Gemäss Studien kommt es nach bezahlten Luxustrips als bezahlte "Studienreise" zu einer Verdreifachung der Verschreibungen der "Medikamente" der Sponsor-Firma (S.340).

In: Orlowski, J.P. u.a.: The Effects of Pharmaceutical Firm Enticements on Physician Prescribing Patterns; In: Chest 1992; 102 (1), S.270-273

Die "Weiterbildung" der Pharmafirmen ist meist nur plumpe Produktewerbung. Fragen sind nicht erlaubt. Es herrscht zu 96% "Frontalunterricht pur" (S.341).

In: Einseitiger Lehrer; In: Süddeutsche Zeitung, 8.2.2000

Die gekauften Wissenschafts-Journale
Es existiert eine Rangliste des "Impact-Factors", wie oft die Artikel woanders zitiert werden (S.341).

"Gutachter"
sind oft auch von aussen beeinflusst oder wollen es sich mit der Pharma-Industrie nicht verderben oder sind faul oder haben keine Sachkenntnis (S.342), sind ausserdem teuer und anfällig (S.343).

Fall Herrmann und Brach: gefälschte Professorenarbeiten
Das Fälschersystem geht so weit, dass ein Krebsforscher Friedhelm Herrmann und seine Mitarbeiterin und "Vertraute" Marion Brach Daten fälschen, Bilder manipulieren und Daten für ihre Karriere zusammenklauen können, bis ein Insider-Tip den Skandal des Professorenschwindels einholt, und das in Deutschland (S.343-344).

Falsche Hoffnung auf Gentherapie - Todesopfer und Verbote bei Genen auf Adenoviren
Die Hoffnung auf Gentherapie erzeugt einen Run auf die "Medikamente", produziert neue Firmengründungen etc., alles auf Kredit finanziert, fast alles von privater Hand. Der Erfolgsdruck ist entsprechend und die Werbung durch unkritische [oder zensierte] Zeitungsberichte ebenfalls, um neues Kapital anzuziehen (S.318).

Dies hat tragische Konsequenzen für seltene Krankheiten
Da der "Markt" klein ist, wird bei seltenen Krankheiten gar nicht mehr geforscht und es kommt zur totalen Verzerrung der "Medizin" (S.318).

Die Gentherapie mit der Idee, mittels Adenoviren Gene auswechseln zu lassen, produziert Todesopfer und wird im März 2000 ganz verboten (S.321-326).


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2.
Das "Durchschnittsalter": Hygiene und Chirurgie zur Steigerung des Alters

Zeitepoche

Durchschnittsalter

Jahr 0 (Geburt eines gewissen "Jesus")

22

zur Zeit der Regierung Bismarck in Deutschland

Mann 45
Frau 48

Jahr 2000

"Industrieländer": Mann 75, Frau 80
"3.Welt": 37

(z.B. Afghanistan, Sambia)


->> die Mediziner behaupten, das Ansteigen des Durchschnittsalters sei eine medizinische Leistung
->> dabei ist der Wandel der Lebensbedingungen entscheidend:

oo dunkel, feucht, beengt, Mangelernährung, Wasser, Arbeitsplätze ohne Schutzmassnahmen
oo häufigste Todesursache unter diesen Bedingungen ist die Lungenentzündung, Gruppe, TB, Durchfallerkrankungen, und eine enorme Säuglingssterblichkeit (1900: 20%, 2000: 0,5%) (S.18).

->> Für ein höheres Durchschnittsalter spielen Impfungen und Antibiotika kaum eine Rolle (S.18-19).

In: Studie des Epidemiologen Thomas McKeown: An Interpretation of the Decline of Mortality in England and Wales During the Twentieth Century. Population Studies 1975; 29, S.391-422.

Durch die Hygienemassnahmen und durch die Massnahmen am Arbeitsplatz gehen die Infektionskrankheiten zurück ohne medizinischen Einfluss. Entscheidend sind die Umweltbedingungen. Das maximale Durchschnittsalter bestimmt sich durch Nahrung, Wasser, Luft und Sozialstandards (S.19).

In: Ilich, Ivan: Die Nemesis der Medizin. Rowolt 1977, S.22-26.

McKeown beschreibt den grossen medizinischen Unsinn:
-- Lebensverlängerung ist nur durch Unfallchirurgen, allgemeine Chirurgen und durch die Herzchirurgen gegeben
-- die andere Medizin sei kaum erfolgreich, z.B. gegen Krebs, Rheuma, Asthma, Allergien etc., denn die Schul-"Medizin" sei gegenüber komplexen Langzeitkrankheiten machtlos (S.19), so wie vor 100 Jahren auch
-- bei Krebs sei nur die Anzahl der Diagnosen gewachsen, und die Schul-"Medizin" sucht vergeblich ein Krebsgen oder ein Krebsmolekül (S.20).


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3.
Infektionskrankheiten: Entdeckung der Bakterien und Krieg gegen Bakterien und Pasteurs Machenschaften

1850er Jahre
Pasteurs Keimnachweis an Hefezellen und Wein - die "Pasteurisation"
Pasteur sieht, dass die Fermentation beim Wein unregelmässig verläuft. Ganze Jahrgänge gehen verloren, wenn der Wein beim Reifen sauer und bitter wird. Pasteur untersucht die Hefezellen und die Weingärung, die Mikroorganismen (S.25), die sich auf Staubpartikeln verbreiten. Im Gebirge ist weniger Staub vorhanden, so dass das Hefewachstum langsamer voranschreitet (S.26).

->> Pasteur beweist die Luftreinhaltung und das Mikrobenwachstum bei ungefilterter Luft
->> Pasteur beweist die Existenz von Keimen als Ursache von Gärungs- und Fäulnisprozessen (S.26)
->> Pasteur entdeckt die "Pasteurisation" (S.27): Erhitzen auf 55°C (S.26): tötet Fermente ab (S.27) und macht Wein haltbar (S.26).

1871: Nationalismus in der Bio-Forschung zwischen F und D - Koch entdeckt Milzbrand-Stäbchen - "Revanche-Bier" von Pasteur
1871 nach der Niederlage Frankreichs gegen Deutschland schwört Pasteur gegen Koch Rache im "nationalen" Sinn und gibt die Ehrendoktorwürde der Universität Bern zurück (S.32). Gleichzeitig kauft Koch ein grosses Mikroskop und macht Jagd auf Keime, entdeckt dabei die Milzbrand-Stäbchen, sucht den Beweis, dass dies die Krankheitsursache ist, macht Experimente mit infiziertem Schafsblut an Mäusen und legt so den Grundstein der modernen "Bakteriologie" (S.35) 1873 kreiert Pasteur dafür u.a. das Patent auf Bierkonservierung mit dem Beinamen "Biere der nationalen Revanche" (S.32).

1876
Pasteur gibt seine "Keimtheorie" ("théorie des germes") heraus - Schwann wird totgeschwiegen
mit Beschreibung der Gärungs- und Fäulnisprozesse bei Wein, Bier und die Fäulnis von Fleisch, wobei Pasteur gezielt verschweigt, dass Theodor Schwann die Fleischfäulnis durch Lebewesen schon vorher entdeckt hatte (S.24,26).

2.6.1881
Pasteur präsentiert in Paris einen Impfstoff gegen die Schafseuche Milzbrand
(S.21); dabei hat Pasteur das Rezept geklaut und den Arzt, der es gefunden hat, Jean-Joseph Toussaint, mundtot gemacht (S.22).

1995
Aktenfreigabe über Louis Pasteur: die Arbeitsbücher - Entdeckung seiner Betrügereien
-- Pasteur hat den Impfstoff gegen Schafseuche Milzbrand vom Arzt Jean-Joseph Toussaint geklaut und ihn aufs Abstellgleis gestellt (S.22)

In: Geison, Gerald L.: The Private Science of Louis Pasteur. Princeton University Press, 1995


Beispiel Pasteur: Seidenraupensterben - Definition von "Schmarotzern" und die Angst vor Bazillen

1865-1868 erforscht Pasteur u.a. das Seidenraupensterben und definiert, dass ein einzelliger Parasit und schlechte Ernährung schuld seien am Seidenraupensterben (S.27).
->> Pasteur definiert "Schmarotzer" und will die Mikroben auf Staubpartikeln alle vernichten (S.27)
->> Pasteur verteufelt die Bakterie als Zerstörerin des Zellgewebes (S.27-28) und meint, Zellgewebe sei im "Normalzustand" steril (S.27).



Beispiel Pasteur: Impfung gegen Hühnerpest und Milzbrand - Pasteur schaltet den Forscher Toussaint aus

1879 entdeckt Pasteur die Impfung durch Infektion mit 1/2 Jahr alten Bazillenkulturen und die Immunisierung des Immunsystems. Pasteur behauptet, die Anwendung sei auch für andere Krankheiten möglich (S.29). Dabei wurde der Bazillus durch Sauerstoffkontakt geschwächt, die "Sauerstoff-Attenuierung" (S.30). Pasteur gibt aber nie bekannt, wie die Immunität der Hühner zustandekommt (S.31).

Das Experiment einer Milzbrandimpfung bei Schafen misslingt: Das Prinzip versagt. Die Sporen des Milzbrand bleiben durch Sauerstoff gleich stark, was Pasteur aber noch nicht sehen kann, weil die Sporen zu klein sind (S.30).

Gleichzeitig forscht Veterinär Jean-Joseph Toussaint mit toten Keimen durch Erhitzen, Kaliumbichromat und Karbolsäure. Pasteur behauptet öffentlich, dass er in toten Keimen keinen Wert sehe und verfolgt allein die Sauerstoff-Attenuierung (S.
30), verfolgt aber im Geheimen die Totimpfstoff-Theorie mittels Kaliumbichromat und verhöhnt Toussaint gleichzeitig öffentlich (S.31).

Bei einem Experiment gegen Milzbrand an 50 Schafen beim Veterinär Hippolyte Rossignol soll Pasteur die unzuverlässige Sauerstoffmethode anwenden. Pasteur nimmt einen von Toussaint kopierten Totimpfstoff seines Mitarbeiters Chamberland und gibt die Impfstoffkopie als seine Erfindung aus (S.31) und Pasteur verschweigt den Betrug sogar gegenüber den Mitarbeitern (S.32).

In nachfolgenden Impfaktionen mit Sauerstoff-Attenuierung sterben folglich wieder 1000e Tiere, weil es sauerstoff-attenuierte Milzbrand-Sporen sind, die nicht abgeschwächt sind (S.32).

Beispiel Pasteur: 1882 proklamiert Pasteur in Genf das "Prinzip der Impfung"
und verschweigt die Milzbrand-Misserfolge (S.33). Sein Prinzip: Immunisierung aller Individuen (S.34).

Koch in Berlin weiss genau:
-- Pasteurs Impfstoffe sind voller Kleinstlebewesen
-- Pasteurs Berichte verschweigen die Negativexperimente
-- Pasteur sei doch nicht einmal ein Arzt (S.33).

Tollwut: Pasteurs Vermutung - Kochs Weg der Isolierung der Tiere
Pasteur vermutet die Sauerstoff-Attenuierung und eine Impfmöglichkeit, obwohl er die Viren gar nicht findet, und Impfungen an Menschen will er auch machen (S.32). Robert Koch in Berlin verfolgt die Verhinderung der Tollwut-Ausbreitung durch Überwachung, Anzeigepflicht, Desinfektion, Isolation und so die Ausschaltung des Erregers (S.34).

1895
Pasteur lehnt den hohen preussischen Orden "Pour le Mérite" ab
(S.33)

[Dies ist verständlich, denn Pasteur will sich sicher nicht germanisieren lassen].


Die Keimfreiheit bringt den Tod

ab 1945ca.

Die Schul-"Medizin" behauptet nach der Entdeckung der Bakterien, ein keimfreies Leben ergäbe ein gesundes Leben ohne Krankheiten. Gleichzeitig werden die Antibiotika kreiert, um diese zu verkaufen (S.20).

In den 1950er Jahren werden Experimente mit keimfrei gehaltenen und keimfrei ernährten Tieren gemacht. Sie sterben nach wenigen Tagen. Nun soll der "Keim" die Ursache allen Übels sein. Die Schul-"Medizin" gründet die neue Richtung der "Bakteriologie". In der Bevölkerung wird eine Bazillenangst kreiert, weil die Bazillen überall zu finden seien (S.28).



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4.
Cholera und TB - Pettenkofer für Hygiene und Immunsystem - Koch für Quarantäne

3000v.Chr.: Im Alten Ägypten ist TB bekannt, aber selten (S.39).

Römisches Reich: Hyppokrates kennt TB, hält Knötchen für die Ursache. Dabei sind die Knötchen die Folge. Hyppokrates erkennt den Infektionsweg nicht (S.39). Es sind gelblich graue, hirsekorngrosse Flecken (S.40).

19.Jh.
Europäische Städte sind ein einziger Mensch-Tier-Stall
-- viele Tier ein den Städten: Pferde v.a., die Wagen ziehen, alle Menschen können reiten
-- Kleinvieh

-- überall Tier-Ausscheidungen auf der Strasse, wird von Strassenreinigungen aufgesammelt, die dafür noch Konzession bezahlen müssen, der Dung wird an die Bauern verkauft

-- Wasser kommt aus Gemeinschaftsbrunnen oder noch direkt aus Flüssen, wo auch Abwässer sind
-- es herrscht Wohnungsnot in Arbeiterquartieren mit "abenteuerlichen sanitären Verhältnissen"

->> es herrscht Seuchengefahr überall [nur auf den Adelsschlössern nicht] (S.43).

ab 1830er Jahre
Auftauchen der Cholera aus Indien in Europa
(S.43), die in Indien bereits "regelmässig" auftritt. Britische Empire-Schiffe bringen die Cholera nach Europa. 1829 taucht sie auch in Orenburg am Südural auf, 1830 in Moskau, 1831 in Riga und in ganz Mitteleuropa (S.44).

Choleraerkrankung - die europäischen Ärzte haben keine Ahnung
Unbestimmtes Unwohlsein und leichte Taubheit. Darauf folgen Anfälle von Erbrechen und Durchfall wie Reiswasser. Dann folgt der Zusammenbruch, Blutverdickung, Kreislaufkollaps. Die Haut wird blau und "wellig", die Augen liegen tief in den Höhlen, Füsse und Hände werden einskalt, schmerzhafte Muskelkrämpfe, Entwicklung von Gleichgültigkeit, dann bei 50% Herz- oder Nierenversagen und Tod. Dauer des Ablaufs: 5 Stunden bis 3-4 Tage (S.44).

Die Ärzte in Europa haben keine Ahnung von der Cholera, sind völlig überrascht (S.44). Sie vermuten Berührung als Überträger ("Contagienlehre") oder verseuchtes Wasser und dessen Ausdünstungen als Ursache, die Miasmatheorie (S.45).

Malaria-Vermutungen - Cholera-Vermutungen
Die Malarie ist gemäss der damals herrschenden medizinischen Meinung verursacht durch Ausdünstungen schlechter Luft von ruhenden Tümpeln. Deswegen wird die Krankheit auch "mal-aria" = "schlechte Luft" genannt, die Miasmatheorie. Dasselbe wird bei der Cholera vermutet. Auch britische Ärzte in Indien sehen Ausdünstungen als Ursache von Cholera (S.45).

Insgesamt ist die europäische Ärzteschaft gespalten ob der Cholera. Es kommt zu "Argumentationsduellen" mit Abstimmungen im Publikum [völlig populistisch und unwissenschaftlich] (S.45).

Europas Massnahmen gegen Cholera - die Bevölkerung wittert Diskriminierung
Rigorose Zwangsmassnahmen:
-- Abriegelung ganzer Gebiete
-- Quarantänemassnahmen in Österreich-Ungarn
-- "Cholerabaracken" und Trennung von Familien (S.46).

In der Folge aber wächst das Misstrauen der Bevölkerung gegen die Regierungen und Ärzte:

-- es kommt zu Aufständen gegen den Adel, zu Morden an Ärzten, zur Besetzung von Schlössern
-- Gerücht, dass Ärzte für Cholera-Tote Prämien erhalten
-- Bestärkung der Gerüchte, weil sich die Cholera nur in der Unterschicht ausbreitet
-- Gerücht, die Reichen wollten sich der Armen entledigen und hätten Erreger verteilt (S.46).

Ausserdem zeigen die drastischen Massnahmen keine Wirkung. Ausräuchern, Desinfizieren, Wundermittel, alles nützt nichts. Es kommt zu noch mehr Gerüchten, und

-- viele Wohlhabende flüchten aus den Städten, sobald die Cholera ausbricht

-- z.B. Aufstand 1831 in Königsberg gegen die Beisetzung eines Cholera-Opfers in einer "Seuchengrube": Der Menschenzug randaliert in Apotheken, überrennt die Polizei, jagt Ärzte, so dass das Militär in die Menge feuert, 7 Tote und viele Verwundete produziert und 177 Festnahmen vornimmt (S.46).

"Cholera-Zeitungen" - alle Massnahmen nützen nichts
Die Regierungen wollen die Mithilfe der Bevölkerung gewinnen:
-- Einrichtung von "Cholerazeitungen" mit Werbung um Mithilfe
-- Einrichtung von Cholera-Krankenhäusern (S.47).

Die Behörden glauben, es sei eine Infektionskrankheit, aber alle Massnahmen versagen. Ansteckung kann es also nicht sein, aber die Diskriminierungen werden immer verstärkt (S.47).

1832
Hamburg hebt alle "Vorsichtsmassnahmen" gegen die Cholera auf
und weiter weiss niemand, wie die Ausbreitung geschieht. Die Epidemien werden hingenommen (S.47).

1842
Grossbrand in Hamburg - Neuaufbau mit sanitären Reformen
Bau eines unterirdischen Kanalnetzes mit zentraler Sammelanlage für alle Abwässer nach englischem Vorbild (S.55).

1848
Hamburg nimmt die zentrale Wasserversorgung "Wasserkunst" in Betrieb
mit Entnahme des Trinkwassers zwei Kilometer oberhalb der Stadt direkt aus der Elbe, durch einen 800 m langen Kanal in drei grosse Klärbecken geleitet (S.55), aber ohne Sandfilter. Hamburg findet das nicht nötig (S.56).

Berlin: Wasserversorgung mit Sandfilter
Die Bakterien im Sandfilter töten den Choleraerreger ab (S.56).

1848/1849
Cholera: Die Medizin hat weiterhin keine Ahnung
Die Epidemien werden weiter hingenommen (S.47).

1850
Arzt Pettenkofer wird Hofapotheker in München - Durchsetzung neuer Hygiene
-- Pettenkofer richtet an drei bayrischen Universitäten Lehrstühle für Hygiene ein (S.49)
-- Pettenkofer gilt als Begründer der Präventionsmedizin, der Hygiene-Erziehung und der Idee, dass frische Luft und gesunde Ernährung den Körper gegen Krankheiten stärke
-- Pettenkofer rechnet vor, dass sich die Prävention bilanzmässig lohne, wenn die Leute weniger krank werden (S.50) und fordert gleichzeitig auch die Eigenverantwortung eines jeden Menschen für sich selbst (S.50-51)

um 1850

-- 1/3 der Kinder zwischen 0-1 Jahre stirbt an Diphtherie, Scharlach, Masern und Keuchhusten
-- etwa 1/3 der Erwachsenen stirbt an TB (36).

Bevölkerungsexplosion
Gleichzeitig entwickelt sich explosionsartig die Bevölkerung in den Städten, die noch keine Kanalisation haben, mit Seuchen als Folge, die bisher in Europa unbekannt waren: Cholera, Typhus, Fleckfieber (S.38).

ab 1850
Arzt Pettenkofer streitet für Kanalisation und geregelte Abfallbeseitigung und Wasserversorgung
denn jede Wohnung soll fliessendes Wasser haben, so dass sich die Leute häufiger waschen (S.50).

1852
Virchow postuliert den Faktor der Rahmenbedingungen des Lebens
1852 postuliert der Pathologe Rudolf Virchow in Deutschland, dass Hungerepidemien zu mangelnder Resistenz gegen Cholera führe. Allgemeine Gesundheit könne durch "Bildung, Wohlstand und Freiheit" gefördert werden (S.37).

In: Schnipperges, Heinrich: Rudolf Virchow, 1994, S.97.

Virchow beobachtet die "Bakteriologie" skeptisch (S.37) und postuliert "das Gleichgewicht der Funktionen" als Gesundheitsgrundlage (S.38)

Die Schichtung bei den TB-Kranken
Die unteren Schichten haben ein viel höheres Todesrisiko durch TB. TB wird deswegen auch "Proletenkrankheit" genannt. TB wird in Opern als Todesfaktor mit eingearbeitet, z.B. in "La Traviata" und "La Bohème" (S.39). Ein schmales, weisses Gesicht [wie es TB-Kranke haben] wird romantisch verklärtes Schönheitsideal (S.40).

Virchows Studie zeigt die Mängel auf:
-- 10 % Untergewicht hat ein dreifach höheres TB-Risiko zur Folge als bei Menschen mit 10% Übergewicht [wobei das "Idealgewicht" von Männern definiert ist und Individualität nicht berücksichtigt wird]
-- zusätzliches Risiko: Mangel an Licht und Luft
-- zusätzlicher Faktor: Staubansammlungen
-- zusätzlicher Faktor: unhygienische Lebensbedingungen (S.42).

1853
Hamburg nimmt die zentrale Kanalisation in Betrieb
(S.55)

1854
Cholera-Epidemie in München
(S.49)

1860
Arzt Max von Pettenkofer etabliert sich
-- Erfinder von Fleischextrakt unter Liebigs Namen
-- Erfinder des Kupferamalgam für Zahnfüllungen
-- Erfinder eines "guten deutschen Zements"
-- Erfinder der Leuchtgasgewinnung aus Holz
-- Erfinder einer neuen Prägetechnik für Münzen
-- Erfinder einer neuen Restauriermethode für gesprungenen Firnis an Ölgemälden

-- sein grösstes Werk aber ist die Hygieneforschung
-- Pettenkofer brilliert mit eindrücklichen medizinischen Beweisen und Ideenreichtum
-- 71 Schriften zur Cholera (S.48).

1860
Hamburg: bereits 50 km Abwasserleitungen
(S.55)

1865
Arzt Pettenkofer wird Professor für Hygiene in München
und kann nun nach seinem Geschmack neue Leute ausbilden (S.49)
und richtet ein Institut für Hygiene ein (S.50).

1869
Arzt Pettenkofer hat den Verdacht, dass ein Keim die Cholera hervorruft
(S.48) und meint, auch gesunde Menschen könnten Cholera übertragen. Hauptursache seien die Fäkalien, die bei geeignetem Boden und bei empfänglichen, geschwächten Menschen die Krankheit auslösen. Der Keim bewirke noch keine Krankheit (S.49).

Aber noch immer herrscht auch bei Pettenkofer, dass verunreinigte Luft der Übertragungsweg sei. Auch Pettenkofer behauptet, in höheren Stockwerken sei man weniger gefährdet, und am gefährdetsten seien Leute in Kellern oder in beengten Verhältnissen (S.49).


ab 1870ca.
TB nimmt ab
1780-1800: 1,12%
1840 England: 0,348%
1880 England: 0,202% (S.42).

Da nur ein kleiner Teil der TB-Kranken interniert wird, kann dies kein Faktor für den Rückgang sein (S.42).

1877
Virchow setzt Wasserleitungen und Kanalisation in Berlin durch
(S.38-39) - Krankheitsrückgang (S.39)

1878
München: Arzt Pettenkofer setzt den ersten Schlachthof durch und eine Kanalisation
Münchens Wasserversorgung funktioniert mit Gebirgswasser, plus: Einbau einer neuen Kanalisation mit zentraler Ableitung in den Fluss Isar weit unterhalb von München (S.50).

1880
Robert Koch wird nach Berlin berufen
wird Beirat am Reichsgesundheitsamt. Forschung nach TB-Verursacher (S.39).

1882
Koch gegen TB
Koch infiziert Versuchstiere mit TB-Tuberkelgewebe, mit TB-Fäden: Kaninchen und Meerschweinchen (S.40). Die TB-Fäden lassen sich aber in Nährlösungen nicht vermehren (S.40-41), dann aber im Blutserum verschiedener Tiere. Koch kann durchs Mikroskop die TB-Fäden fotografieren und präsentiert dies 1882 (S.41).

Koch hat den TB-Erreger isoliert. Er stellt die Gleichung auf:

"Erreger + Wirt = Krankheit" (S.51).

Pettenkofer glaubt dagegen immer noch an die Luftverbreitung, glaubt den "Bakteriologen" nicht (S.51).


ab 1882
Die Jagd auf die TB-Erreger
->> Desinfektion von Wohnungen
->> Verbrennen von Kleidern und Bettwäsche
->> aber TB verbreitet sich weiter aus (S.41).

Die Untersuchungen zeigen: Nur 5-8% der TB-Infizieren erkranken auch daran (S.42). Das Immunsystem tötet den Erreger. Die Forschung, wie dies genau funktioniert, findet aber nicht statt. Das Immunsystem als Faktor wird von der Forschung nicht erkannt (S.43).

Koch-Studie: ultraviolette Strahlen töten den TB-Erreger ab
->> Sonnenlicht reicht zur Vorbeugung (S.42).

Koch-These: Der gesunde Organismus sei frei von Keimen
->> ist absolut falsch (S.42).

Koch: Er will nun alle Keime vernichten und Quarantänen wieder einführen nach preussischem Drill (S.51) [Koch erkennt das Immunsystem nicht als mitentscheidenden Faktor an].

1883
Neue Cholera-Epidemie in Ägypten - Expeditionen von Koch und Pasteur
Die "Choleraexpeditionen" fahren in Richtung Ägypten, wo in Alexandria die Cholera wütet. z.B. ein Team von Pasteur, und Koch mit seinen Leuten, mit direkten Veröffentlichungen in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" und in Tageszeitungen (S.51).

Aber als die Expedition Kochs in Alexandria eintrifft, ist die Epidemie schon erloschen. Sie sezieren einige Choleraleichen, mehr nicht. Experimente sind zudem wegen der Hitze unmöglich, die Bakterien- und Nährmedien zerstört hat: Die Gelatine ist verflüssigt (S.52).

Insgesamt wird die Konkurrenz zwischen Koch und Pasteur nun von der Presse zu einem nationalen Wettkampf hochstilisiert. Es kommt zu Angeberei und Prahlerei (S.52). Da stirbt der französische Mikrobiologe Louis Thuillier vom Pasteur-Team selbst an Cholera. Das französische Team zieht in der Folge aus Ägypten ab. Kochs Team aber zieht nach Kalkutta weiter, wo die Cholera endemisch auftritt [dort beheimatete, immer wiederkehrende Krankheit]. Kochs Team unternimmt dort neue Laborarbeiten, die wegen der dortigen tieferen Temperaturen in den Wintermonaten möglich sind (S.53).

1884
Kalkutta: Koch stellt eine Reinkultur von Cholera-Erregern her: "Kommabazillus"
genannt nach ihrer Kommaform (S.53).

1885ca.
Rückkehr von Kochs Team - Jubel in der deutschen Presse - Kochs Lügen und Epidemien
Die Presse jubelt von einem Sieg gegen die Cholera als Vergleich zum Sieg gegen Frankreich von 1871. Aber: Der Tierversuch fehlt: Die Infektion durch Bazillen hat noch gar nicht stattgefunden (S.53).

Koch erfindet nun alles Mögliche und argumentiert mit verseuchtem Wasser, verseuchter Wäsche etc. Die Presse feiert Koch trotzdem als einen preussischen "Helden" gegen Frankreich, und die "Keimjäger" in der medizinischen Fraktion erhalten Aufwind (S.54).

1890
Hamburgs Stolz auf Wasserversorgung und Abwassersystem
-- alle Häuser seien an das zentrale Abwassersystem angeschlossen
-- über 400 km Rohrleitungen seien verlegt
-- nahezu jedes Haus verfügt im Innern oder auf dem Hof über einen Wasserhahn (S.55).

bis 1892
Hamburg verzichtet auf Sandfilter fürs Trinkwasser - die "Wasserkunst"
Die Trinkwasserfassung erfolgt aus der Elbe. Das Wasser wird in Klärbecken geleitet, wo Tiere darin herumschwirren: Würmer, kleine Fische, Asseln, Muscheln, Schwämme, oder tote Mäuse und andere Kadaver verstopfen dann die Leitungen. Kinder machen sich einen Spass, diese Tiere zu fangen, oder Marktfrauen preisen Aale aus der "Wasserkunst" an (S.56).

Hamburgs Wasser dient auch den Hochseeschiffen als Trinkwasser und hat einen "guten Ruf" (S.56).

Sommer 1892
Hitzewelle in Hamburg - Umstände für die Cholera
Die Elbe hat den niedrigsten Wasserstand seit Jahrzehnten, ist 22 °C warm, und die Flut treibt die Elbe weiter zurück als normal bis zur Trinkwasser-Entnahmestelle. Der Bazillus gelangt in die Trinkwasserfassung (S.56).

August 1892
Cholera in Hamburg trotz Leitungswasser, Klärbecken und Abwassersystem - Kochs Quarantänen
(S.54,55).

Sandfilter ist entscheidend
Berlin hat keine Cholera, hat Sandfilter - Hamburg hat keine Sandfilter eingebaut (S.56).

Ab der 2.Hälfte im August 1892 sterben in Hamburg täglich 400 Menschen (S.56). Koch erreicht Hamburg am 24.8.1892, ist entsetzt von den engen Hamburger Wohnverhältnissen am Hafen, bezeichnet das Quartier "Gängeviertel" als "Pesthöhlen" und äussert den bezeichnenden Satz: "Meine Herren, ich vergesse, dass ich in Europa bin." (S.57)

Koch kann nun seine Quarantäne gegen Hamburgs betroffene Bevölkerung durchführen (S.54). Bei hohen Zuchthausstrafen und Festungsstrafen wird die Quarantäne und die Abriegelung ganzer Quartiere durchgesetzt (S.55): Isolierung, Vergnügungsverbote, Sprühen mit Karbol, so dass Hamburg in eine Chlorwolke gehüllt wird (S.57).

September 1892
Ende der Cholera-Epidemie in Hamburg - Koch ist wieder der deutsche Held - Bilanz: Koch will die Stärkung des Immunsystems immer noch nicht erkennen
(S.57). Die Bilanz:
-- Altona mit Sandfilter in der Wasserversorgung hat weniger Cholerafälle

-- Koch meint aber allein der Keim sei für die Cholera verantwortlich (S.60), dann hätte aber ganz Hamburg sterben müssen, weil alle dasselbe Trinkwasser hatten, aber nur im engen und verwahrlosten Gängeviertel erkrankten die meisten Leute

-- Koch will den Einfluss des Immunsystems immer noch nicht akzeptieren

-- die Cholera ist gemäss Langbein/Ehgartner "eine Krankheit, die dem Elend folgt" für ausgehungerte Mägen. Langbein/Ehgartner: "Ein wohlgenährter Magen jedoch bietet für Cholerabakterien eine nahezu unüberwindliche Barriere." (S.61)

Ende September 1892
Koch fordert ein Reichsseuchengesetz für Zwangsmassnahmen - Pettenkofer für Hygiene
Koch will seine Zwangsmassnahmen in einem Reichsseuchengesetz festschreiben lassen. Pettenkofer in München aber ist dagegen, denn in München käme es nie zu Cholera, weil die Hygiene in Ordnung sei. Die Presse stilisiert ein Duell Koch-Pettenkofer. Koch behauptet, Pettenkofer sei nicht auf dem neusten Stand. An den Duellen vor Publikum hetzt Koch Pettenkofer nieder mit Hilfe der Mehrheit des Publikums (S.58).

Pettenkofers Selbstexperiment: Er überlebt Cholera-Infektion ohne Probleme
Pettenkofer lässt sich vom Koch-Labor Cholerabazillen schicken (S.58), schluckt die Cholerabazillen, erleidet einen mässigen Durchfall, aber keine Schwächen, überlebt glänzend und schickt seinen Bericht an das Koch-Labor (S.59). Pettenkofers Assistent Rudolf Emmerich wiederholt das Experiment ebenfalls und die Cholera ist bei ihm in 5 Tagen nach schwerem Durchfall vorbei, wobei er den Durchfall extra durch Einnahme von Zwetschgenkuchen als Nährboden für die Cholerabazillen noch verstärkte (S.60).

Kochs Team wiegelt gegen Pettenkofer ab
-- Koch reagiert gar nicht
-- Kochs Laboranten behaupten, es sei alles nur Zufall
-- Gerücht: Pettenkofer sei immun, weil er schon einmal Cholera gehabt habe
-- Behauptung: Die Bakterien, die Pettenkofer erhalten habe, seien nur "schwach virulent" gewesen, weil man ja "geahnt" habe, was Pettenkofer damit vorhabe

->> die allgemeine Resonanz auf Pettenkofers Experiment bleibt gering
->> Pettenkofer wird depressiv, gibt Arbeit auf und lässt Koch "siegen" (S.60).

1901
Pettenkofer erschiesst sich in München
83-jährig (S.60) [obwohl er ja in München riesige Erfolge mit seiner Hygiene gehabt hat. Ein präziser Grund für den Selbstmord fehlt].



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5.
Die TB-Lüge von Robert Koch - die Presse jubelt und schützt den Lügner - Hoechst verkauft die Lüge

bis 1880er Jahre
Die medizinische Forschung dient allenfalls der Vorbeugung
-- zu Desinfektionsmassnahmen
-- zu "Impfstoffen" (S.61).

Bis dahin brillieren Koch und Pasteur mit Erregernachweisen. Die Politik aber will mehr: Sie will die Therapie und Heilungswege sehen (S.61).

24.3.1882
Koch-Vortrag "Über die TB" mit der Ankündigung, dass der "Parasit" fassbar sei
(S.61). Koch ist aber im Keim-Wirt-Dogma gefangen. Er behauptet, Milzbrand, Cholera oder TB funktionieren alle gleich. Koch verspricht somit ein Heilmittel, das er unmöglich beschaffen kann, wenn er nicht seine Sturheit selbst in Frage stellt (S.62).

ab Ende 1880er Jahre
Koch konzentriert sich auf TB-Forschung
Die Assistenten führen seine Aufträge aus, werden aber über das Ziel nicht informiert, dürfen nur Hilfsarbeiten verrichten (S.62).

1890
10. Internationaler medizinischer Kongress in Berlin mit Aufbruchstimmung gegen TB
Die Presse erwartet neue Heilmittel von den drei Hauptreferenten Rudolf Virchow, Josef Lister und Robert Koch (S.62).

Koch behauptet, bei Meerschweinchen habe er die TB schon zum Stoppen gebracht. In der Folge behauptet die ganze Weltpresse, es sei ein Mittel gegen TB gefunden. Nach dem Kongress behauptet Koch auch in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift, die Heilung von TB sei möglich (S.63).

in: Gradmann, Christoph: Robert Koch und das Tuberkulin. Deutsche Medizinische Wochenschrift 124 (1999), S.1253-1256.

Kochs Gedankengänge für ein TB-Heilmittel
-- jede Infektionskrankheit sei auch eine Bakterieninvasion
-- Invasion, Infektion und Krankheit soll alles dasselbe sein
-- nur ein Körper, der quasi frei von "krankmachenden" Keimen sei, soll ein gesunder Körper sein
-- Koch verweigert, das Immunsystem als Faktor zu akzeptieren
-- Koch meint, Bakterien würden den Körper auffressen, und abgestorbenes TB-Gewebe sei "aufgefressenes" Gewebe (S.64)

->> These von Koch: Mit giftiger Absonderung fressen Bakterien den Körper auf, nun müssen die Körperteile, die schon durch Bakterienabsonderungen vergiftet sind, isoliert werden (S.64).

1890
Koch-Projekt: "Kochsche Lymphe", dann "Kochsches Heilmittel" und "Tuberkulin" genannt
-- aber der Inhalt ist geheim, obwohl die deutsche Gesetzgebung "Geheimmedizin" verbietet
-- der Inhalt sind flüssige, durch Hitze abgetötete Bazillenkulturen (S.63).

Koch meint, da Tuberkulin solle das Gewebeumfeld der befallenen Region zerstören, um den Zugang der Bakterien zu weiterem Gewebe zu verunmöglichen. So sollen die Bakterien ausgehungert werden

und so die weitere Ausbreitung verhindert werden. Nur Koch und die engsten Mitarbeiter wissen von diesen Annahmen und Hypothesen (S.64), und Tierversuche finden scheinbar gar keine statt (S.64-65).

Berlin plant ein neues Koch-Institut analog des Pasteur-Instituts
(S.64-65) mit Koch als Direktor, ein "Vorzeigeinstitut", Koch stellt aber hohe Forderungen, prophezeit auch hohen Profit mit TB-Mitteln, und Koch will nach 6 Jahren die Rechte an Tuberkulin an den Preussenstaat abtreten:

-- auf 1 Mio. Menschen haben gemäss Koch 6000-8000 TB, für 30 Mio. Menschen [in Preussen?] sind dies 180'000 TB-Fälle

->> die preussische Regierung will Koch nicht so viel Profit zugestehen
->> Koch pokert und behauptet, aus den "USA" seien für ihn "günstige Angebote" vorhanden
->> Reichskanzler Caprivi verweigert Koch den direkten Profit in industrieller Form (S.65).

Kochs Motive für Profit: unabhängige Forschung weiter ermöglichen
-- nicht abhängig sein von den Regierungen, denn er hat keine Habilitation als Professor
-- Koch hat Gegner unter den Forschern, z.B. Virchow, und Koch braucht immer die Hilfe seines Protegés, Ministerialrat Friedrich Althoff
-- Koch will kein Professor sein, will kein "widerkäuender" Lehrer sein (S.66).

ab 13.11.1890
Kochs "Tuberkulin" kommt auf den Markt
-- ist nur über Kochs Assistent Arnold Libbertz zu beziehen, ist ein Monopol
-- es kommt zu einem "Tuberkulinrausch", Berlin wird Wallfahrtsort, Koch wird Weltstar, und es werden Andenken produziert, ein Robert-Koch-Lied und ein Bazillen-Lied im Cabaret fabriziert, Berlin wird zu einem zweiten Lourdes
-- massenweise werden neue Lungenheilanstalten gegründet, in Baracken, Hotels und in Neubauten
-- es kommen überstürzte Meldungen über Heilerfolge, es folgt Euphorie, und Koch versinkt in Bittbriefen (S.67).

ab Anfang 1891
Skepsis und Wut über Todesfälle mit "Tuberkulin" - Kochs Lüge fliegt auf: keine Meerschweinchen seziert
-- das Tuberkulin verschlechtere den Zustand der TB-Kranken, mit u.a. tödlichen Folgen der Kochschen Kur
-- Leichenwagen fahren massenweise vor den neuen Lungenheilstätten auf, und die Sanatorien bleiben leer
-- anderen Medizinern gelingt der Nachweis der Unwirksamkeit des Tuberkulin (S.68).

Koch wird nun einem heftigen Druck ausgesetzt, die Zusammensetzung des "Tuberkulin" herauszugeben, und Koch hat gar keine Meerschweinchen als getestete Tiere vorzuweisen, die er geheilt habe: Er hat die Versuchtstiere nie seziert (S.68).

-- Virchow tobt, und der Virchow-Schüler Johannes Orth kreiert das Wort "Tuberkulinschwindel"
-- Gerücht: Koch wolle mit dem Tuberkulin-Patentverkauf seine Scheidung finanzieren (S.68).

25.1.1891
Koch beantragt Urlaub bis 30.4.1891 - bewilligt - Ägypten und halber Untergang
Koch verschwindet mit seiner jungen Geliebten nach Ägypten (S.68). Das hat aber in Berlin Folgen:
-- die Bauarbeiten am Koch-Institut werden eingestellt
-- Koch kommt zurück und verzichtet auf einen Teil der Gewinnbeteiligung und erklärt formell "seinen Verzicht auf jegliche Dotation"
-- Koch bekommt neue harte Auflagen:

oo  Verzicht auf Privatpraxis
oo  Rechte weiterer Erfindungen sollen dem Staat zufallen (S.69).

Sein ganzes Leben lang will Koch aber nie eingestehen, dass sein "Tuberkulin" nicht gewirkt habe (S.69).

Mai 1892
Hoechst schnappt sich das "Tuberkulin"
und findet damit den Einstieg in die Pharmaindustrie. Kochs Mitarbeiter Libbertz wird bei Hoechst angestellt zur Überwachung der Tuberkulinproduktion (S.69). Koch wird nun reich, auch die Koch-Mitarbeiter Emil von Behring und Paul Ehrlich, Behring noch reicher als Koch (S.70).

[Die Industrie macht also Millionenprofite mit einem nachweislich wirkungslosen "Medikament", und der Preussenstaat lässt dies zu, nur weil Koch ein paar Rechte abgetreten hat. Wegen Todschlag bzw. Vergiftung wird nie verhandelt].

1897
Koch legt ein verbessertes "Tuberkulin" vor
(S.69)

ab 1897
Koch reist viel herum und forscht nach Erregern
von Rinderpest, Malaria, Schwarzwasserfieber, Texasfieber, Tse-Tse-Krankheit, Lepra. Koch ist oft in Südafrika, durchquert 1906-1907 Ostafrika (S.70) wegen der Schlafkrankheit (S.71).

1907
Die Tuberkulin-Rettung von Arzt Clemens von Pirquet
ein Wiener Kinderarzt; er behauptet, Kochs Erfindung des "Tuberkulin" sei zumindest "als diagnostisches Instrument" zu gebrauchen: Eine Ritzung und der darauf folgende Kontakt mit dem Tuberkulin in der Ritzung zeige an der Reaktion, ob der betreffende Mensch Antikörper in sich trage, ob er also schon mit dem Erreger Berührung gehabt habe oder nicht (S.70).

->> so ist die stille Infizierung nachweisbar, ohne Ausbruch der Krankheit
->> Koch verzweifelt an diesem Ergebnis, weil er den Begriff Virulenz ablehnt, weil ein Erreger da ist, der keine Krankheit produziert
->> Koch übernimmt erst beim Nachweis an TB und Cholera die Virulenz-Theorie
->> Koch will heilen, ohne den Körper selbst genau anzusehen, das Immunsystem existiert für ihn weiterhin nicht (S.70).

1910
Tod von Robert Koch durch Herzanfall
Bis zu seinem Tod ändert er seine Erreger-Theorie und seine TB-Theorie nicht. In seinen letzten Vorträgen hält er sein verarmtes medizinisches Weltbild ohne Immunsystem zum Besten (S.71).



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6.
Psychische Pflege als Faktor: Cochranes Statistik über den Einfluss von Rationen und Lebensmittelpaketen in Kriegsgefangenenlagern für Erkrankungen

1930er Jahre ca.?
Der Zweifler Archibald Cochrane (1909-1988) gründet die statistische Richtung der Medizin
(S.71-73)
-- mit der These, Brustkrebs-Früherkennung schade mehr als sie nütze
-- Gründung eines Archie-Cochrane-Zentrums in Kopenhagen mit Cochrane-Bibliothek
-- Grundsatz: nichts ist "heilig"
-- Grundsatz: "Was logisch klingt, muss nicht logisch sein" (S.71).

Anfang 1930er Jahre
Cochranes Psychologie-Studium

-- Studium der Psychoanalyse in Berlin, Wien und Den Haag, seinem Lehrer Theodor Reik folgend, der vor der NS-Herrschaft sich jeweils umversetzen lässt

-- Archibald Cochranes, genannt "Archie" (S.74), betreibt u.a. auch TB-Studien (S.75)

-- Cochranes erlebt es massenweise, dass seine Fragen nach Beweisen für manche Therapieverfahren von Professoren als "unzulässig" abgelehnt werden, ohne eine einzige Begründung (S.74).


1936-1939
Cochrane lässt sich einem englischen Sanitätsbataillon in Spanien zuteilen
zur Verarztung der republikanischen Seite gegen Franco, dort erlebt er die "Praxis" (S.74)

1941
Cochrane in deutscher Kriegsgefangenschaft auf Kreta, dann in Lager in Saloniki
(S.74-75), zuerst Hautinfektionen und Ruhr, dann aber gleich Typhus, Diphtherie, Fleckfieber, Hepatitis bei Hungerrationen von 600 Kalorien täglich
-- die deutsche Besatzung hat keine Medikamente
-- Cochrane behandelt notfallmässig an Symptomen, z.B. Diphtherie (S.75), viel trinken und viel Zucker (S.76) und täglich werden den Betroffenen der Diphtherie-Patienten aus dem Mund entfernt (S.75)
->> insgesamt kommt es zu nur einem Diphtherie-Todesfall
->> Cochrane merkt: Der Körper hat Widerstandskraft, und: Die Theorien an den Universitäten haben keinen Wahrheitsgehalt (S.76).

Ende 1941ca.
Cochrane wird nach Hilburghausen in ein Lager in Deutschland verlegt
-- hohe Rationen 1500-2000 Kalorien täglich und 3 Ärzte im Lager
-- Cochrane wird v.a. zur TB-Behandlung geschickt

->> Cochrane kann gar nicht viel machen und realisiert, wie wichtig Pflege und Lebensumstände fr die Kranken sind
->> wer keine Essenspakete von zu Hause erhält, wird öfter und schwerer krank, z.B. Jugoslawen und Russen im Lager (S.76).

1942
Röntgen im Lager Hilburghausen
So ist die eindeutige Abklärung über Virulenz oder Ausbruch von TB im Lager möglich (S.76-77).

Einmal lehnt der deutsche Stabsarzt gegenüber Cochrane weitere ärztliche Unterstützung für Kranke ab mit der Begründung: "Ärzte sind überflüssig!" (S.78)


ab 1943
Cochrane führt genaue Aufzeichnungen über die Lager-Kranken
und unternimmt damit seine erste eigene epidemiologische Arbeit (S.77).

1945
Cochrane schliesst seine Lagerstatistik ab

Insassen

Bemerkung

Todesrate

Russen

ohne Lebensmittelpakete

5,1% TB-Erkrankungen

Franzosen

mit willkürlich z.T. höheren Rationen

0,2% TB-Erkrankungen

Briten

mit Lebensmittelpaketen

0 TB-Erkrankungen



(S.77)


In: Cochrane, Archibald: Effectiveness and Efficiency. Random Reflections on Health Services ["Effektivität und Effizienz. Betrachtung über Zufall im Gesundheitsdienst"]. In: Nuffield Provincial Hospitals Trust. London 1972 (reprinted in 1989 in association with the BMJ), S.66ff.

Cochrane und seine Generation merken: Die ganze Medizin stimmt nicht, weil die Voraussetzungen anders sind. Cochrane fordert für die Medizin zuerst den Sinnnachweis. Langbein/Ehgartner:
"In Zukunft, so sein Vorsatz, sollten medizinische Methoden nur dann angewendet werden, wenn es eine gesicherte Evidenz für deren Sinnhaftigkeit gibt." (S.77)

ab 1945
Cochrane fordert die Medizin mit statistischer Wissenschaftlichkeit heraus
-- verfeinert Statistiken
-- schafft Mindeststandards für klinische Studien (S.77)
-- neue Begriffschöpfungen: "Randomisierung" (= zufällige Zuweisung in die Studiengruppen)
-- Schaffung evidenz-basierter Standards (S.78).

Cochrane merkt mit vielen anderen Ärzten: Der Satz "Ärzte sind überflüssig" ist manchmal gar nicht so falsch (S.78).

1988
Kopenhagen: Tod von Cochrane - der Nachlass
Cochrane hinterlässt ein "Cochrane Collaboration"-Netzwerk an Medizinern, Biostatistikern und anderen Forschern. Die Cochrane-Schüler können sich aber nicht auf voller Linie durchsetzen (S.73).

17.9.1994
New Scientist: Mediziner des Cochrane-Institut behaupten, 80% der medizinischen Handlungen seien nicht wissenschaftlich:
Langbein/Ehgartner: "80% aller medizinischen Handlungen sind niemals umfangreich und seriös nach wissenschaftlichen Standards getestet worden." (S.74)

In: New Scientist, 17.9.1994, S.23ff.


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7.
Die Industrie balgt sich ab 1900 ca. um die Medizin-Forschung

ab 1900ca.
Die Farben-Industrie entwickelt die Pharmaindustrie
mit nur einem Ziel: Bakterien und Keime töten
->> so entwickeln sich die Medizinalrichtungen z.T. wie chemische Kriegsführung, wie ein Flächenbombardement (S.79)
->> dabei gilt die Logik: Je gefährlicher der Erreger, desto gefährlicher muss die Therapie sein (S.80).

Bayer und Hoechst sind dabei die in Deutschland sich hauptsächlich konkurrierenden Farbenwerke (S.80).

Paul Ehrlich
-- lernt als Jugendlicher von einem Verwandten, der Pathologe ist, wie man Zellen zur besseren Identifikation einfärbt
-- Farben werden seine Leidenschaft, er entdeckt die einzelnen weissen Blutzellen und die Lymphozyten und die Mastzeller
-- Ehrlich macht Tierversuche mit Mäusen, Meerschweinchen und Hasen am Malaria-Erreger und am Erreger der Schlafkrankheit: Farbe wird als Gegenmittel eingespritzt als Experiment, so dass farbige Hasen entstehen, aber keine gesunden Hasen (S.80).

Ehrlich hat sogar das Farben-Branchenblatt "Reimannsche Färberzeitung" abonniert (S.80-81).

Ehrlich ist im Laboratorium von Robert Koch am TB-Erreger dran und infiziert sich dabei selbst. Ehrlich schwebt eine Chemotherapie vor, geht auf Kur in Ägypten, dann 1890 bekommt er von Koch das Tuberkulin, das aber glücklicherweise ohne Wirkung bleibt. Es erfolgt kein Ausbruch der Krankheit (S.81).

1897ca.
Bayer und Aspirin
Felix Hoffmann
isoliert bei Hoechst Acetatylsäure aus der Weidenrinde und stellt daraus Aspirintabletten her. Dies ist nicht sensationell, denn Weidenrinde ist im Volksmund als schmerzlindernd bekannt. Aspirin verhilft Bayer, ein Weltkonzern zu werden, heute eine weltweit verbreitet Droge [man könnte also auch Weidenrindentee machen] (S.82).

1898
Ehrlich wird Direktor am "Königlichen Institut für die Standardisierung der Serumtherapie" in Frankfurt
und Hoechst ist gleich nebenan (S.81). Ehrlich wird gefordert und leitet in Frankfurt bald zwei Institute:
-- für Krebsforschung
-- für die Erprobung von Chemotherapie (S.82).

Ehrlich und Behring entwickeln gleichzeitig durch Immunisierung von Pferden ein Gegenmittel gegen Diphtherie (S.82).

1900ca.
Emil von Behring klaut sich das Diphtherie-Mittel
Behring propagiert die Immunisierung von Pferden und den Gewinn des Gegenmittels gegen Diphtherie ganz für sich allein, lässt die Hilfe Ehrlichs dabei aus und behauptet, der alleinige Erfinder zu sein (S.82).

1901
Erster Medizin-Nobelpreis an Behring - Hoechst-Vertrag mit Behring - "Behring-Werke"

für die Diphtherie-Medizin, und Behring wird in den Adelsstand gehoben (S.82).

Hoechst schliesst mit Behring einen Diphtherie-Vertrag ab. Behring baut in Marburg eine eigene Produktion auf mit der Haltung von Impfstoffpferden etc., ab 1904 "Behring-Werke" genannt (S.83).


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8.
Ehrlich findet Mittel gegen Schlafkrankheit und Syphilis - Hoechst erfindet den Beipackzettel 1912

Ehrlich-Forschung für nebenwirkungsfreie, ungiftige Chemotherapie
Ziel: Gegenstoffe zu den Bakterien finden, die dem Körper aber nicht schaden. Aber:

-- Ehrlichs Tierversuche enden im Desaster, z.B. mit Methylenblau: alle Tiere werden blau und sterben

-- dann Experiment mit dem Wirkstoff Atoxyl als Mittel gegen Schlafkrankheit, arsenhaltig, macht Menschen z.T. blind, ist auch kein Erfolg (S.83)

-- Ehrlich verabreicht weiter Farben an Tiere gegen Schlafkrankheit mit abgeänderten Arsenverbindungen (S.84).

1909
Ehrlich-Forschung: E606 gegen Schlafkrankheit und Syphilis
Nach 605 erfolglosen Versuchen an Tieren probiert er die Arsenlösung "E 606"

-- der Parasit stirbt, die Maus überlebt

-- nun ist die Schlafkrankheit aber in Europa kaum bekannt, so dass Ehrlich überlegt, der Erreger könnte auch gegen den ähnlichen Syphilis-Erreger wirken

-- die neuen Tests sind erfolgreich (S.84), und Syphilis kann bis dahin nur mit der Quecksilberkur behandelt werden mit schweren Vergiftungen als Nebenwirkung (S.84-85).

Hoechst greift sich Ehrlichs E606: Produktion unter dem Namen "Salvarsan"
bevor überhaupt ein Versuch an einem Menschengemacht worden ist (S.84).

Herbst 1909
Menschenexperiment mit "Salvarsan" an 23 Syphilis-verdächtigen "Geisteskranken"
-- einige zeigen eine rasche Verbesserung der Symptome
-- 1000 Patienten werden behandelt, mit z.T. erstaunlichen Heilerfolgen
-- dabei ist die Anwendung kompliziert: Auflösen der Arsenobenzolverbindung in sterilem Wasser, destilliertes Wasser genügt nicht: In nur destilliertem Wasser oxidiert Salvarsan und wird damit noch giftiger (S.85).

1910
Ehrlich gibt "Salvarsan" zum Verkauf frei - enorme Nachfrage (S.84)
und Hoechst hat auf den Verkaufsschlager das Monopol bis 1914 (S.85).

Reklamationen: schwere Nebenwirkungen von "Salvarsan":

Erbrechen

Taubheit

Hautnekrosen [Absterben von Hautpartien]

Lähmungen

Fieberschübe

einige Todesfälle

Erblindung

(S.85)


Die öffentliche Debatte um "Salvarsan" ergibt eine Todesrate in Berlin von 0,5%. Ehrlich wehrt sich und behauptet, das Mittel sei falsch dosiert und falsch verabreicht worden, und nur deswegen seien die Nebenwirkungen so schlimm. Dann aber sieht er, dass Nebenwirkungen bei Chemotherapie unvermeidlich sind. Bei einigen Fällen reicht die Dosierung nicht. Es wird nachgeholfen mit mehreren Behandlungen, also mehreren Spritzen und zusätzlichen Behandlungen mit Quecksilber, Jod und Wismut (S.85).

1912
Neues Syphilis-Mittel: "Neosalvarsan" - Erfindung des Beipackzettels
-- weniger toxisch als "Salvarsan"
-- noch 2 Promille Todesrate

-- Diskussion und Publikationen, 50 % berichten nur über die Erfolge (S.85)
->> Hoechst führt den Beipackzettel ein mit Anwendungshinweis, der erste Beipackzettel zu einem Medikament überhaupt (S.85-86).


1920er Jahre
Diskussion um Zwangsbehandlung gegen Syphilis
->> die Naturheilverbände gehen medienwirksam gegen die Schul-"Medizin" vor wegen Einschränkung der "Kurierfreiheit", wegen "Militarisierung der Heilkunde", "ärztlicher Polizeistaat" etc.
->> die Ärzte wollen das Gesundheitsmonopol für sich aber durchsetzen (S.86).

1927
Deutschland führt das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten ein - Zwangsbehandlung durch Schul-"Medizin"
->> Behandlungsmonopol gegen die Syphilis wird für die Ärzte der Schul-"Medizin" festgelegt
->> die Behandlungsform ist nicht mehr frei wählbar
->> die Zwangsbehandlung ist durchgesetzt (S.86)

->> die Naturärzte können nur die Einwilligungsverpflichtung durchsetzen, aber die Aufklärungspflicht der Ärzte wird nicht festgelegt (S.86-87)

->> Ehrlich will diesen Streit gar nicht und geht chemisch auf den Krebs los, dann stirbt er an einem Herzanfall mit 61 und andere führen die Chemotherapie gegen Krebs weiter, allerdings mit schlechtem Ruf (S.87).



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9.
Antibiotika und die Überverschreibung mit Antibiotika - Resistenzen der Bakterien - Allergien durch zu viel Antibiotika

Antibiotika
sind von Schimmelpilzen gebildete Stoffwechselprodukte, die Bakterien als "Rivalen" empfinden und sie vergiften oder zumindest beträchtlich in ihrem Wachstum hemmen (S.88).

Die Bakterien entwickeln dann aber Resistenzen, bilden Enzyme gegen die Pilzgiftstoffe der Antibiotika (S.88).

ab 1945
"Wunderwaffe" Antibiotika bleibt nicht lange ein "Wunder"

Die Schul-"Medizin" feiert den "Triumph der modernen Medizin"

-- die Pharma-Industrie macht damit bedenkenlos Profit [z.B. in Basel Ciba, Sandoz und Roche, ohne jede Verfolgung wegen Todschlags durch nachfolgende Resistenzen]

-- die Ärzte unterlassen präzise Untersuchungen von Krankheiten und verschreiben einfach Antibiotika, zuerst in den "USA", dann überall so, schon nur auf Verdacht hin, auch bei Viren-, Pilz- oder Parasitenkrankheiten, wo Antibiotika gar nicht wirken können

-- [nicht erwähnt: Die Ärzte haben Prozente am Medikamentenverkauf: Je höher der Preis, desto höher ihr Anteil, also verkaufen die Ärzte gerne Antibiotika] (S.89).


Resistenzentwicklungen
-- Pneumokokken werden immun gegen Penicillin
-- Stophylokokken werden immun gegen Meticillin
-- Enferokokken werden immun gegen Vancomycin

->> die "Ärzte" verschreiben einfach höhere Dosen [und verdienen an den Antibiotika-Verkäufen mit den Wucherpreisen noch mehr, und die Krankenkasse zahlt]

->> die Chemie erfindet Kombinationspräparate, denn das "Wunder" soll wiederholt werden (S.89).

Antibiotika in Futtermitteln zum schnelleren Tierwuchs

Antibiotika in Futtermitteln lassen die Tiere schneller wachsen

-- die Bauern und die Technik-gläubigen Regierungen der "zivilisierten Welt" meinen, so hätte man schnellere Tierproduktion und Gesundheit auf einmal, ein wahres "Wunder"

-- die Antibiotika gelangen übers Fleisch aber in die Nahrungskette, und Fleischesser nehmen dauernd auch Antibiotika auf, die sie gar nicht brauchen, und so wird die Resistenz von Bakterien im menschlichen Körper gefördert (S.90).

Antibiotika verursachen Krankheiten bei Kindern: Allergie-Risiko
Langzeituntersuchungen an 3000 Kindern zeigen:
Antibiotikabehandlungen an Kindern zwischen 0-2 Jahren verursachen ein mehr als doppeltes Allergie-Risiko (S.90).

In: Farooqui, I.S. u.a.: Early Childhood infection and atopic disorder ["Frühe Kindheitsinfektionen und übergeordnete Erkrankung"]; In: Thorax 1998, 53 (11), S.927-932


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10.
Forschung nach Desinfektionsmitteln: Alexander Fleming findet, Florey und Chain produzieren das Penicillin

Biologische antibakterielle Wirkstoffe
-- Knoblauchsaft
-- Fingerhutextrakt
-- Teebaumöl etc. (S.88).

bis 1945
Therapeutika der Schul-"Medizin"

Medikament

Wirkstoff

Digoxin

Fingerhutwirkstoff als Herzmittel

einige Impfungen


Salvarsan

bedingt gegen Syphilis (S.90)

Entdeckung der Vitamine


Entdeckung der Hormone Thyroxin und Insulin

(S.91)


Neue Krankheiten der "Zivilisation"
-- Magengeschwür
-- Herzinfarkt
-- Lungenkrebs u.a. (S.91).

Die Schul-"Medizin" tappt gegen diese Krankheiten im Dunkeln, und alte Ärzte glauben seit Pasteur immer noch an einen biologischen Wirkstoff gegen Bakterien (S.91).

Alexander Fleming
-- lehnt Chemotherapie ab
-- meint, nur der Organismus selbst könne Infektionen heilen (S.91)
-- entdeckt 1921 durch Zufall wirksame Enzyme im Nasenschleim und in der Tränenflüssigkeit, weil jemand in die Bakterienkulturen geniest hat und diese sich dann auflösen (S.91-92).

Fleming meint, dies muss ein Wirkstoff der körpereigenen Immunabwehr sein und nennt ihn Lysozyme (S.92).

Sommer 1928
Urlaub von Flemming und Schimmel-Ereignis
Flemming hat kein greifbares Ergebnis, nimmt Urlaub, vergisst, Petrischalen mit Bakterienkulturen in den Kühlschrank zu stellen. Nach seiner Rückkehr ist eine Stophylokokkenkultur von einem Schimmelpilz überwachsen und hat der Bakterienkultur geschadet: Sie sind rund um den Schimmel aufgelöst. Es ist ein Schimmel aus dem unteren Stock aus dem Labor des Pflanzenforschers C.J. La-Touche (S.92).

Dabei spielte das Wetter in London eine entscheidende Rolle:
-- zuerst ist der Schimmel bei kühlem Wetter gewachsen
-- dann ist das Bakterium bei warmem Wetter gewachsen, das am Schimmel dann zugrunde ging (S.92-93).

So wird die Flüssigkeit des Schimmels extrahiert und als Penicillin definiert, rein zufällig. Experimente zeigen, es wirkt auch
-- gegen Gonokokken
-- gegen Meningokokken

-- gegen Diphtherie-Bazillus und viele weitere Bakterien, ohne die weissen Blutkörperchen der körpereigenen Abwehr zu beeinträchtigen. Die Wirkung ist stark und sicher (S.93).

1929
Flemings Penicillin-Bericht wird nicht weiterverfolgt
Fleming veröffentlicht seinen Forschungsbericht über Penicillin, aber der Schimmel ist komischerweise in anderen Labors nicht reproduzierbar. Fleming wendet sich vom Thema ab und untersucht andere Bakterien (S.93).

1939 erst
Howard Florey und Ernst Chain greifen das Penicillin auf
Florey, ein in GB eingewanderter Australier, Chain, ein aus Deutschland geflüchteter deutscher Jude. Beide tüfteln sie in Oxford. Chain entdeckt:

-- die chemische Formel von Lysozym

-- die chemische Formel von Penicillin, das kein Enzym ist (S.94), sondern eine niedermolekulare Substanz mit grosser chemischer Instabilität (S.94-95)

-- die Herstellung des Schimmelsaftes bleibt auch für Chain in Australien und Florey in London ein Problem (S.94).

1940
Penizillin-Produktion unter Kriegsbedingungen in Oxford
Chain reinigt das Penizillin, ist in Laborversuchen sehr wirksam und erweist sich bei Mäusen als ungiftig und 100% wirksam. Die Forschungsgelder sind in Kriegszeiten aber nicht sehr hoch, und die Industrie-Bonzen interessieren sich zur Zeit kaum für Medizin. Florey entscheidet, auf das Penicillin zu setzen und lässt eine ganze Universitäts-Abteilung auf die Penicillin-Produktion ansetzen (S.95), ein Poker, denn es ist immer noch der Misserfolg möglich (S.95-96).

Schimmel und Penicillin werden in Massen mit primitivsten Mitteln produziert, der Penicillinschimmel auf WC-Bettschüsseln gezüchtet, die Flüssigkeit in Milchflaschen aufbewahrt. Es folgen erste erfolgreiche Behandlungen an Kranken in den "USA", dann auch in GB (S.96).

1944
Penicillin wird in den Lazaretts des Krieges erfolgreich angewendet
[nicht erwähnt: Die NS-Seite verweigert den Gebrauch von Penicillin, denn es sei ein Produkt des "Feindes"].
(S.97)


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11.
Krebs: Die Lüge von der Heilung durch Brustamputation und "Vorsorge" -

11.1
Krebs ist heilbar - die Schul-"Medizin" verachtet die Immuntherapie

Das Immunsystem besiegt dauernd "Krebs" - Krebszellen sind immer da, nur die Schul-"Medizin" ist nicht da
Langbein/Ehgartner:
"Umwelteinflüsse wie Strahlung, Stoffwechsel oder schlicht Kopierfehler führen ständig zur Schädigung der DNA in einzelnen Zellen mit der Folge, dass sämtliche Kontrollmechanismen ausfallen und die Zellen sich unkontrolliert zu vermehren beginnen. Doch das menschliche Immunsystem hat über Jahrmillionen gelernt, in extrem komplexen Abläufen auf solche Gefahren aus dem Körperinneren zu reagieren. Die "unsterblichen" Wucherzellen werden identifiziert und unschädlich gemacht." (S.260)

Die Schulung des Immunsystems durch Kindheitsinfektionen
Das Immunsystem muss Infektionen durchlebt haben, um im weiteren Verlauf des Lebens dann schneller darauf reagieren zu können. Das Immunsystem speichert alle Erlebnisse (S.273-274) und ist dann beim zweiten Mal schneller zur Stelle. Die Kinderkrankheiten sind notwendig zur Schulung des Immunsystems. Langbein/Ehgartner: "Jeder kindliche Infekt hat neben seinen unangenehmen Auswirkungen auch eine positive Komponente." (S.274)

1870ca.
Der Glasgower Chirurg Joseph Lister erfindet die antiseptische Operation
-- Behandlung der Wunden mit Karbolsäure zur Vermeidung postoperativer Infektionen (= "antiseptisches Prinzip")
-- rasche Verbreitung in Europa

->> die Infektionsraten fallen drastisch und die Chirurgie steigt im Ruf an den Spitälern, und die Spitäler können mehr Umsatz machen (S.105).

Die Chirurgie wird nun populär, und die Spitalbesitzer sind erfreut über die neuen Spitalgäste, die sich alle operieren lassen wollen, und privilegieren die Chirurgen [die Chirurgen werden "Halbgötter"] (S.109).

1878-1880
William Stewart Halsted, "amerikanischer" Medizin-Student, 2 Jahre in Deutschland
-- ein Kaufmannssohn aus New York
-- erlernt chirurgische Techniken
-- erlernt das neue Konzept der antiseptischen Operationstechnik (S.105).

ab 1881ca.
Halsted predigt in den "US"-Spitälern bessere Sterilität bei Operationen
z.B. mit Gummihandschuhen als Pflicht (S.105).

1885ca.
Die Erfindung der Brust-Amputation: Halsted
Die Brust-Amputation ist gemäss Langbein/Ehgartner die absurdeste Heilmethode (S.104), entwickelt vom "amerikanischen" Chirurgen William Stewart Halsted (S.104-105).

Halsted-Bericht über Brust-Amputationen 1885
Brustamputation mit Entfernung auch des umliegenden Haut- und Fettgewebes und mit Entfernung der Lymphbahnen im Achselbereich (S.106).

Halsted entfernt auch "den grösseren der beiden Brustmuskel", den "pectoralis major" mit der Begründung, dieser würde häufig vom Krebs befallen, später entfernt er auch den "pectoralis minor", also beide Brustmuskeln. Die Entfernung solle auf jeden Fall "en bloc" geschehen, um das Durchschneiden von Krebsgewebe zu vermeiden, was wieder zur Ausbreitung neuer Krebszellen beitragen könnte (S.107).

Am Ende jeder Operation entnimmt Halsted einen Flecken Haut aus dem Oberschenkel der Patientin und bedeckt damit die grossflächige Wunde und nennt das Ganze "die komplette Methode", die von Deutschland her "sinnvoll erweitert" sei. Halsted behauptet, mit seiner Methode würden 2/3 aller Frauen "geheilt", im Gegensatz zu den deutschen Frauen in Deutschland, wo nicht radikal amputiert werde und nur 25% der betroffenen Frauen länger als 3 Jahre weiterleben könnten. Halsted behauptet, dies sei eine "Heilung von Brustkrebs" (S.107).

In: Halsted, William S.: Developments in the Skin-Grafting Operation for Cancer of the Breast ["Entwicklungen der Hauttransplantationsoperation gegen Brustkrebs"]; In: Journal of the American Medical Association 60 (1913), S.416-418.

Halsted - der falsche Volksheld
Halsted wird zum "Volksheld" der "USA" hochstilisiert, und es werden ihm Heldensagen angedichtet (S.107):
-- er soll seine Mutter durch eine Notoperation an der Galle gerettet haben
-- er soll seiner Schwester, die mit Blutungen in den Wehen lag, ihr sein Blut transfusiert haben
-- er habe in seinem eigenen Haus einen OP-Saal, damit er auch in seiner Freizeit noch arbeiten könne (S.108).

Die Erzählungen werden konstant wiederholt, auch wenn sie gelogen sind [Halsted scheint es nicht zu kümmern].

1888
Halsted wird Prof. für Chirurgie am John-Hopkins-Hospital in Baltimore
aber ohne viel pädagogisches Engagement
-- er ist ein Sarkast
-- er demonstriert seine chirurgischen Techniken im OP-Saal live
-- er bleibt gesellschaftlicher Aussenseiter mit Pferden und Hunden zu Hause
-- er predigt Brustamputationen (S.106).

1890: Fall: Tod von Bessie Dashiell an Krebs - Rockefellers Freundin
Bessie Dashiell
, Freundin von John D.Rockefeller, erkrankt mit Krebsgeschwulst an der Hand, dann mit Metastasen am ganzen Körper (S.264). Ein Kollege Rockefellers, der Chirurg William Bradley Coley, versucht alle Operationen (S.265), aber es erfolgt der Tod in 3 Monaten. Rockefeller gründet ein Krebszentrum "Memorial Center", heute "Memorial Sloan Kettering Cancer Center" (S.264).

1891: Forschung von Coley: der Fall von Fred Stein, der an Infektionen gesund wurde
Coley sucht nach Parallelfällen und findet den Fall Fred Stein, dessen Geschwulst 4 mal operiert worden war, 4 mal kam der Tumor zurück, zuletzt mit Angriff auf lebenswichtige Organe, so dass keine Operation mehr möglich war. Dazu kam eine Infektion mit Wundrose. Da wird Stein mit anderen infektiösen Patienten in einem Zimmer isoliert und macht so eine Infektion nach der anderen durch. Nun passierte die Sensation: Der Krebs ging zurück. Langbein/Ehgartner: "Mit jeder neuen Attacke wich jedoch, völlig überraschend für die behandelnden Ärzte, der Krebs ein Stück zurück." Stein wird gesund entlassen (S.265).

Coley findet Stein (S.265-266) und Coley meint, man könne Bakterien gezielt gegen Krebs einsetzen. Ebenso forscht in Deutschland Friedrich Fehleisen von der Universität Würzburg, mit Berichten über einige Hundeversuche und Menschenbehandlungen (S.266).

Behandlung des krebskranken Zola mit Windrose-Bakterien
Coley beginnt 1891, die Wundrose-Auslöser streptokokkus pyogenes auf einer konzentrierten Rinderbouillon zu züchten und behandelt seinen ersten Krebspatienten Zola damit (mehr ist vom Namen nicht in den Akten), der mit Mandeltumor nicht mehr schlucken kann und Geschwüre am Hals und offene Wunden von einer Operation hat (S.266). Die Wundrose wird direkt in die offene Wunde am Nacken eingespritzt und die Bakterien wirken: Die Tumoren schrumpfen ein wenig, aber die Wundrose bekommt Zola nicht (S.267).

Coley lässt sich aus Deutschland von Robert Koch Wundrosen-Kulturen schicken und spritzt diese Zola ein. Die Koch-Wundrosen-Kulturen wirken extrem, am 1.Tag bis 40°C Fieber, am 2.Tag schrumpft der grosse Tumor, in 2 Wochen ist er vollständig verschwunden, Zola kann wieder essen. Zolas Spur verliert sich in Italien in seiner Heimat (S.267).

Coley heilt mit Windrosen-Gift 100e Krebspatienten
Weitere alternative Experimente werden nur von Rockefeller unterstützt (S.268). Die Spitäler wollen nämlich keine Wundrose-Erreger in den Spitälern haben (S.267). Coley kann nun einen eigenen Pavillon einrichten. Die Behandlungen zeigen:

-- 2 von 12 Krebspatienten sterben an der Wundrose, die anderen alle nicht

-- die Immunabwehr ist lernfähig

-- es müssen neue Infektionen her, um das Immunsystem herauszufordern, macht Coley aber nicht, sondern er isoliert das Gift der Bakterie und spritzt das Gift selbst: Dies ist weniger gefährlich und die Immunabwehr kann nicht reagieren

-- ein Patient, John Ficken, wird von bösartigem Tumor geheilt, und mit ihm 100e weitere Patienten (S.268).

Coleys Mankos:
-- er geht nicht standardisiert vor
-- er beginnt mit niedrigen Dosen und dann je nach Reaktion des Immunsystems, geht also individuell vor
-- [es geht Coley um Heilung, nicht um den Beweis der Wirksamkeit einer Methode]
-- die PatientInnen sind völlig heterogen
-- Coley beschreibt die Ausgangsstadien kaum, sondern beschreibt den Ausgangszustand der PatientInnen einfach mit dem Wort "inoperabel"
-- und die Metastasendiagnostik ist noch kaum entwickelt (S.269).

Ab 1895:
Propaganda gegen Coley und die Immunsystem-Methode durch die Röntgen-Lobby
-- Coleys Methode sei gefährlich
-- Coleys Methode sei unwissenschaftlich
-- die PatientInnen hätten wohl gar nicht an Krebs gelitten (S.269).

Coleys Förderer Rockefeller glauben der Röntgen-Lobby und schwenken um
und lassen Coleys Heilungsansatz leerlaufen, Coley ist nicht mehr "Mode", weil man nichts beweisen kann, weil man nichts sieht, und trotzdem ist Coley der Begründer der Immuntherapie (S.270).

Ab Ende 19.Jh.: alternative Forschung zum Krebs mit Immuntherapie
Am Cancer Research Institute in Manhatten (S.262-263) wird fieberhaft geforscht (S.263). Insgesamt arbeiten einzelne Ärzte mit der Immuntherapie, v.a. in Deutschland (S.270).

1895
Röntgen erfindet "Röntgen-Strahlen"
Wilhelm von Röntgen entdeckt zufällig bei Experimenten mit Kathodenstrahlröhren eine neue Strahlenart, die festes Material und auch Fleisch durchdringen kann und das Innere sichtbar macht. Die

Faszination greift in medizinischen Kreisen derart um sich, dass diskutiert wird, mit diesen Strahlen Zellen abzutöten (S.111).

ab 1895ca.
Kokain-Sucht von Halsted - willkürlicher und pedantischer Halsted - Betrüger Halsted

-- Halsted hat Kokain als lokales Betäubungsmittel ausprobiert, ist dann süchtig geworden

-- Halsted bleibt auch nach zwei Psychiatrie-Aufenthalten Kokain-süchtig, arbeitet als Chirurg aber weiter, steigt dann von Kokain auf Morphium um

-- Halsted hat die Eigenheit, dass er Operationen willkürlich unterbricht, den OP-Saal für Pausen verlässt, wahrscheinlich wegen seiner Sucht, was damals aber niemand weiss

-- Halsted bleibt pedantisch in seinem Beruf im OP-Saal und schönt auch seine Studien (S.108).

ab 1895
Die Chirurgie erweitert sich in die Pathologie [Entstehung von Krankheiten]
Die Gewebeuntersuchung wird in die Chirurgie miteinbezogen. Beim ersten Teil der Operation wird ein Stück des verdächtigen Gewebes herausgeschnitten, eingefroren und in Scheiben geschnitten (= "Gefrierschnitte"). Durch das Gefrieren wird die chemische Fixierung und viel Zeit gespart. Aus dem Resultat der Untersuchung wird der nächste Teil der Operation beschlossen. Sind es Krebszellen, wird die Brust amputiert, ohne die Patientin noch einmal aus der Narkose zu wecken und sie zu fragen, ob sie es will (S.109).

1896
Anwendung von Röntgenstrahlen gegen Brustkrebs
aber nur in kleinen Dosen therapiebegleitend (S.111)

plus:
Implantierung kleiner strahlender Radiumstücke in die Tumore
gemäss Anleitung und Büchern von Pierre und Marie Curie (S.112).

Röntgen fasziniert als "chirurgische Revolution" - lügende "Studien" für die Karriere

->> Röntgen der Schuhe in Schuhgeschäften, ob der Fuss in den Schuh passt

->> Mediziner sehen mit Röntgen neue Karrierechancen und Heilungschancen gegen Krebs und führen viele "Studien" durch, die aber oft manipuliert oder mit arglistigem Betrug behaftet sind

->> viele Mediziner führen bei Krankheiten und bei Krebsverdacht gar keine Untersuchungen des Gewebes mehr durch, sondern röntgen auf Verdacht hin gegen den Krebs

->> die Chirurgen wehren sich, dass sie weniger Arbeit mehr bekommen und zeigen die Manipulationen auf, auch mit der Begründung, dass gar nicht alles Krebs sei, was von Radiologen behauptet wird, und deswegen stimmen all die Studien nicht (S.112).

Ende 19.Jh.
Brustkrebsforschung in Deutschland
-- Erforschung der zellbiologischen Grundlagen
-- Erforschung der "chirurgischen Techniken"
-- Beweis, dass Brustkrebs einen lokalen Ursprung hat von Rudolf Virchow (S.105).

Virchow:
-- vermutet, dass sich der Krebs anfangs über das Lymphsystem ausbreitet
-- vermutet, dass Lymphknoten als Filter gegen die Krebszellen fungieren und so die Ausbreitung der Krebszellen im Körper verzögern (S.105).

ab 1900ca.
Krebs soll unheilbar sein - Piraterie
weil es keine Infektion ist und auch die Hygiene nichts nützt. Es kommen neue Gerüchte, auf, was Krebs auslösen könnte:

-- zu enge Kleider
-- Hautverletzungen
-- Entstehen weiterer Piraterie mit Wundermitteln und unseriösen Heilkuren (S.110).

[und auch die Schul-"Medizin" führt ihre Piraterie weiter, statt einmal richtig nachzudenken].

1905ca. / Anfang 20.Jh.
Deutschland: D.P. von Hansemann entdeckt verschieden starke Krebszellen
Die Aggressivität der Krebszellen ist unterschiedlich (S.118). [Scheinbar wird dieser Befund aber in den "USA" kaum zur Kenntnis genommen].

1905
Deutscher Mediziner Steinthal teilt Brusttumoren in drei Klassen ein
-- lokal begrenzte Tumoren
-- Tumoren, die Lymphknoten der Achseln befallen haben
-- Tumore, die das umliegende Gewebe der Brust bereits befallen haben, die werden nicht mehr behandelt, sind gemäss Steinthal hoffnungslose Fälle (S.119).

In: Haagensen, Cushman D.: Disease of the Breast ["Brustkrebs"]. W.B.Saunders, Philadelphia 1956, S.534-535.

Haagensen definiert auch noch eine 4.Klasse: Brustkrebs mit Metastasen im ganzen Körper
Haagensen operiert wie Steinthal nur die ersten beiden Klassen. So werden 50% nicht operiert. Die meisten anderen Chirurgen auf der Welt operieren aber über 90%, und Haagensen wird sogar als zu konservativ beschimpft (S.119).

In: Haagensen, Cushman D.: Disease of the Breast ["Brustkrebs"]. W.B.Saunders, Philadelphia 1956, S. 571, 720.


1907
Charles P.Child behauptet, Krebs sei besiegbar mit "Früherkennung"
v.a. bei Brustkrebsknötchen (S.110).


1920erJahre
Gründung des Fachgebiets der "klinischen Pathologie"
Die Gewebeuntersuchung im Rahmen einer Operation wird in die Ausbildung junger Chirurgen aufgenommen (S.109-110). So erhält jeder Chirurg die "Kompetenz", bei Tumorgewebe die Brustamputation durchzuführen (S.110).

In: Lerner, Barron H.: The Breast Cancer Wars. Oxford University Press 2001, S.28


ab 1920er Jahre
Kontroverse um Brustamputationen, u.a. der Amputationsgegner Geoffrey Keynes
ein englischer Arzt (S.110-111), denn die amputierten Frauen
-- haben deformierte Brustkörbe mit hohlen Stellen unter dem Schlüsselbein und entlang der Achselhöhle hin zum Arm
-- haben oft starke bleibende Schmerzen an der Narbe und haben geschwollene Arme: "Lymphödeme" (S.111).

1922ca.
Tod von Halsted - die Sucht kommt ans Licht - die Anhänger vergöttern ihn weiter
Erst nach seinem Tod wird die Sucht bekannt. Die Verehrer würdigen den "Kampf" gegen die Sucht, statt die Fahrlässigkeit zu verurteilen (S.108).

Die Fallstudien von Halsted erweisen sich als gefälscht, denn die Methoden sind bei anderen Medizinern nicht so erfolgreich wie angegeben (S.108).

In: Penfield, Wilder: Halsted of John Hopkins. JAMA 210 (1969), S.2214-2218.

ab 1922ca.
Die Schüler von Halsted operieren noch radikaler
und entfernt ausser der Brust auch noch Rippen, Brustbein oder eine Hand, um weitere mögliche "Krebsnester" auszumerzen (S.108).

1925
Greenough: Brustkrebs-Studie über verschieden aggressive Tumore
vom Chirurg Robert B.Greenough aus Boston, über 73 Krebspatientinnen (S.118). Ohne Operationen haben überlebt:


Anzahl

Überlebende

geringste Bösartigkeit des Tumors

19

13

mittlere Bösartigkeit des Tumors

33

11

aggressivste Bösartigkeit des Tumors

21

--



(S.119)


In: Greenough, Robert B.: Variable Degrees of Malignancy of Cancer of the Breast ["Verschiedene Grade der Bösartigkeit beim Brustkrebs"]; Journal of Cancer Research 9 (1925), S.453-463.

Alles deutet auf spezifische Behandlungserfordernisse hin (S.119).

[Scheinbar wurde dieses Resultat aber von den führenden Krebszentren nicht ernst genommen].


1927
Daland: Brustkrebs-Studie über Radikalamputation und Frauen ohne Amputation: keine Operation ist auch gut
Der Chirurg Ernest P.Daland aus Boston macht eine eigene Vergleichsstudie über Frauen, die operiert oder nicht operiert werden ("no treatment"), wobei letztere Frauen sind
-- die die Operation ablehnen
-- wo der Krebs bereits zu weit fortgeschritten ist, um noch amputieren zu können
-- die wegen körperlicher Schwäche nicht operiert werden (S.118).

Die Diagnose für die "no treatment"-Gruppe beträgt noch eine Überlebenszeit von 40,5 Monaten. Bilanz nach 5 Jahren:
-- 22% der "no treatment"-Frauen leben noch nach 5 Jahren
-- 42% der operierten Frauen leben noch nach 5 Jahren (S.118).

Obwohl ein grosser Teil der "no treatment"-Frauen "hoffnungslose" Fälle waren, haben von den operierten Frauen nicht einmal doppelt so viele überlebt, was Daland erschüttert feststellen muss. Er folgert, dass viele Krebspatienten ohne Therapie noch lange leben können (S.118).

1932
2 Halsted-Schüler kritisieren Halsted
-- Halsteds Opfer haben nicht zu 6, sondern zu über 30% Rückfälle erlitten

-- 420 Frauen starben nach der Brustamputation, davon 2/3 innerhalb von 3 Jahren (S.113).

1937
Keynes schildert öffentlich die Nachteile der Brust-Amputationen
-- Brustamputation hat hohe Sterblichkeitsquote
-- die Frauen, die die Brustamputation überleben, sind grausam verstümmelt
-- Krebs verteile sich nicht über die Lymphe, sondern über das Blut (S.111).

1940er und 1950er Jahre
Die Halsted-Verehrung in Büchern hält an, auch in Europa
(S.113)
[Jeder kleine Schreiberling will mit dem Namen scheinbar noch Karriere machen, und die Verlage lassen es scheinbar zu].

1940ca.
Erfindung des Senfgas in den "USA" - die zivile Version für die Forschung
Die "US"-Forschung erfindet Senfgas als chemisches Kampfmittel und stellt für "Experimente" eine flüssige Abart mit toxischer Wirkung zur Verfügung mit toxischer Wirkung auf Zellen, die sich rasch teilen: Lymphgewebe, Knochenmark, Magen-Darm-Schleimhaut. Die "US"-Regierung schliesst mit diversen Universitäten ein Abkommen ab, dass diese mit dem neuen Senfgas-Stoff forschen dürfen, darunter auch die Universität Yale (S.99).

Yale: Krebsexperimente mit Senfgas-Forschungsvariation
werden vom Anatom Thomas Dougherty durchgeführt gemäss der These, Krebszellen seien schnell wachsende Zellen, und Senfgas könnte da auch wirken. Bei Experimenten an Krebsmäusen wirkt es vorübergehend: Der Tumor weicht sich auf, verschwindet, ganz, kommt aber wieder, weitere Spritzen nützen nichts mehr und die Maus stirbt am Tumor (S.99).

Das Experiment fasziniert die "Forscher" aber so sehr, dass sie mit allen möglichen Krebsarten weiterexperimentieren (S.99), aber die Tumore verschwinden nie mehr ganz, und die zweiten und dritten Injektionen haben keine Wirkung, so dass alle Tiere sterben (S.99-100). Auf Leukämie hat das Senfgas gar keinen Effekt (S.100).

1942
Explosion eines Frachters mit Senfgas im Hafen von Bari mit vielen Toten und Verletzten
Die Überlebenden erleiden schwerste Beeinträchtigungen des Knochenmarks. Viele sterben an den Langzeitfolgen durch nahezu völliges Absterben der weissen Blutzellen (S.99).

Dezember 1942
Yale: Fortführen der Experimente mit Senfgas: erste Menschenversuche: zuerst Tumor weg - dann kommt er wieder
Bei höchster Geheimhaltung wird einem Menschen mit fortgeschrittenem Lymphosarkom die Senfgas-Variation gespritzt. Der Tumor schmilzt in 48 Stunden. In 10 Tagen sind alle Beschwerden weg, auch die geschwollenen Lymphknoten in den Armbeugen sind verschwunden und das Knochenmark ist regenieriert. Dann aber kommt der Tumor zurück, und die Nachfolgetherapien sprechen nicht an, der Patient stirbt (S.100).

Die Vorgänge sind wieder so faszinierend für die "Forscher", dass sie weitere Menschenversuche durchführen, aber ohne jeden Erfolg (S.100). Die Tumore entwickeln Resistenzen. Schon der nachgewachsene Tumor ist sehr viel resistenter, die Komplett-Vernichtung kaum möglich (S.101).

In: Moss, Ralph W.: Fragwürdige Chemotherapie. Haug 1997, S.41

1943

Die Senfgas-Forschergruppe in Yale wird aufgelöst
Die "Forscher" verteilen sich auf andere Universitäten und verbreiten den Wunderglauben, dass Tumore mit Senfgas verschwunden seien (S.101).

ab 1945
Die Schul-"Medizin" will ein Antibiotikum gegen Krebs finden wie gegen die Syphilis
->> Werbung für Forschungsgelder
->> in den "USA" werden Experimente gegen Krebs mit über 400'000 chemischen Substanzen durchgeführt: 2000 Gifte werden als stark genug erachtet, den Krebs zu "besiegen" (S.101); es ist die Auswahl, die gemäss Langbein/Ehgartner "noch heute [...] als zytotoxisches [zellschädigend] Archiv für potentielle Krebsmedikamente" gilt (S.102)
->> Kritiker bezeichnen die Versuchsreihe als "Nichts-ist-zu-blöd-um-es-nicht-mal-auszuprobieren-Programm" (S.102).

In: Moss, Ralph W.: Fragwürdige Chemotherapie. Haug 1997, S.33

Hauptpropagandist der Chemotherapie: Cornelius P. "Dusty" Rhoads
ehemaliger Leiter des "US"-Army-Service für Chemische Kriegsführung. Rhoads führt einfach seinen Krieg weiter, nun gegen den Krebs (S.102).

Leid durch Chemotherapie
-- Kotzen
-- Haarausfall
-- Zerstörung des Knochenmarks
-- Tod
->> Chemotherapie wird allgemein in Spitälern abgelehnt (S.102).


ab 1945
Chirurgie-Gegner formieren sich, z.B. Chirurg George "Barney" Crile
-- er hat unsinnigste Chirurgie auf schlecht ausgerüsteten Kriegsschiffen erlebt
-- er kämpft gegen das Chirurgendogma "Je mehr, desto besser"
-- er kämpft gegen die Amerikanische Krebsgesellschaft (S.115) und wettert gegen die Angstmacherei als Erziehungsmittel, die auch gegen Krebs Anwendung findet (S.115-116)
-- die Krebsphobie verursache mehr Leid als der Krebs selbst, denn es werde zu viel operiert mit zu vielen Toten als Folge (S.116).

Inzwischen werden regelmässig mit Chirurgie operiert: Hautkrebs, Mundkrebs, Brustkrebs, Lungenkrebs, Uteruskrebs und Darmkrebs (S.116).

kritische Befürworter fordern Vergleichsstudien, können sich aber nicht durchsetzen (S.116).

ab 1945
Ausweitung der Brustoperationen: auch Entfernung innerer Organe und Gliedmassen
also auch Arme weg, Füsse weg, um alle Metastasen zu entfernen. Beispiel ist der Chirurg Owen H.Wangensteen, der Begründer der "Superradikaloperation":
-- Brust weg
-- Schlüsselbein weg
-- Rippen weg
-- Brustbein weg (S.116).

-- allgemein werden nun oft alle Organe und Gliedmassen entfernt, die unter Krebsverdacht stehen
-- oft wird noch eine Zweit-Operation gemacht ("second look"-Operation): Prophylaktisch werden Organe operiert und untersucht, die keinen Befall zeigen (S.117).


In. Myers, J.Arthur: Owen H.Wangesteen. Lancet 87 (1967), S.216-228.

Die Operationen entstellen Menschen zum Teil total. Ein Chirurg wirft einem anderen "Humanektomie" vor [die "Entfernung des Menschlichen"] (S.117).

In: History of Cancer Control Project, UCLA School of Public Health: A History of Cancer Control in the U.S. 1946-1971, Book 1. Department of Health, Education and Walfare, 1978, S.373.

Der fatale Irrtum: Chirurgen haben keine Kompetenz in der Krebsforschung
-- die Chirurgen meinen, sie seien Krebsspezialisten und meinen, der Feind heisse Krebs analog den Kriegsstrategien im 2.Weltkrieg
-- wer zögerlich operiert, bekommt einen Rüffel seiner "Kameraden", z.B. sagt Cushman Haagensen in einem Buch: "Ungenügende Eingriffe sind nichts anderes als chirurgische Feigheiten." (S.117)

In: Hagensen, Cushman D.: A Technique for Radical Mastectomy ["Eine Technik zur radikalen Mastektomie"]. Surgery 19 (1946), S.100-131.

Die Chirurgen feiern mit "gesunden" Operierten [und die Toten sind nicht da]
Ärztegesellschaften organisieren Krebs-Meetings, wo Überlebende von Krebsoperationen gezeigt werden [die Toten aber werden nicht gezeigt] (S.117).

1950er Jahre ca.
Erste Erfolge mit Chemotherapie: "Verlängerung" der Heilphasen [bzw. Überlebensphasen]
-- bei Leukämie-Kindern
-- bei Kindern und Jugendlichen mit Hodgkins-Lymphom [Hodgkins-Lymphkonten-Geschwulst]
-- z.T. erscheint die Heilung dauerhaft (S.102).

[Die 1950er Jahre sind auch die Zeit der häufigen Impfschäden. Die Experimente am Menschen nehmen dramatische Formen an].

1950er Jahre
Druck der Statistiker gegen die Mafia der Chirurgie in der Schul-"Medizin"
Die Statistiker sehen sich als ein Gegengewicht, als "Polizisten des Medizinbetriebs" gegen die selbstherrlichen Chirurgen. Sie setzen grosse Studien über Brustamputationen und andere Krebsamputationen durch, die wirklich wissenschaftlich geordnet und vergleichbar sind, in GB, Italien und später in den "USA" (S.119). Dabei wird mit Los zugeteilt, welche Frau operiert wird und welche nicht. Die Halsted-Jünger behaupten, alle Frauen ohne radikale Operation seien zum Tode verurteilt (S.120).

ab 1950er Jahre
Kampagnen gegen Brustkrebs: selbst Brust abtasten lernen
-- und Krebsangst vermeiden
-- und die Frauen müssen den ersten Knoten melden, weil sonst die Familie gefährdet sei
-- [und Ärztinnen gibt es noch nicht viele]
-- und die Ärzte finden nichts dabei, eine funktional wertlose Brust zu amputieren (S.114), v.a. nach der Menopause; die Ärzte vergleichen die Brustamputation z.T. mit einem funktionalen "Rücktritt" der biologischen Funktion der Frau (S.115).

Früherkennung und Amputation bleiben noch lange als feste Denkmuster erhalten (S.115).

1953
Rhoads Ankündigung: "Nun steht das Penicillin gegen Krebs kurz bevor"

und in New York wird das Sloan-Kettering Krebsinstitut gegründet, Leiter: Rhoads, das "führende Krebszentrum" der Welt (S.102)

[aber das Penicillin gegen Krebs kommt nicht].

Moss, Ralph W.: Fragwürdige Chemotherapie. Haug 1997, S.35

ab 1955ca.
Vorsorge und Selbstabtastung führt zu mehr Operationen
Die Frauenkommen bei kleinsten Knoten in der Brust, und dann wird gleich amputiert. Die Operationen werden nicht angepasst (S.116).


ab 1970er Jahre
Immer mehr Kritik an den Brustamputationen
(S.113)
-- alle Langzeitstudien zeigen, dass die Radikal-Operationen nur Nachteile bringen und dass Brusterhaltung immer besser ist
-- Bestrahlung wird auch in seiner Wirkung überschätzt: Es wird damit nur die Rückfallrate reduziert, aber es wird damit kein Überlebensvorteil erreicht (S.120).

23.12.1971
"USA": Präsident Nixon lässt sein "Krieg-gegen-den-Krebs"-Programm starten
"als ein Weihnachtsgeschenk an die Nation", für Nixon einfach neben dem Vietnamkrieg ein Krieg mehr
->> die Krebszentren bekommen einen Dollarregen
->> die Chemotherapie wird ein Mainstream-Product
->> das Konzept "das stärkste Gift gegen die Krebszellen" soll "siegen", dabei ist die kleinste Überdosis der Tod für die PatientInnen (S.103).

1971-2002
Die Krebstherapien der Schul-"Medizin" ändern sich nicht
-- chirurgische Entfernung des Tumors
-- Bestrahlungen
-- Chemotherapien (S.103).

Langbein/Ehgartner:
"Nach anfänglichen Erfolgen waren diese Methoden schon bald an ihre Grenzen gestossen." (S.103)

-- einige Krebsarten sprechen auf Chemotherapie mit Zellgiften überhaupt nicht an, z.B. Lungenkrebs
-- dagegen lässt sich Hodenkrebs gemäss Langbein/Ehgartner erstaunlich gut mit Chirurgie und Zytostatika [Substanz, die die Zellteilung hemmt] in den Griff bekommen
-- die Chemotherapeuten wissen selbst nicht, wieso das so ist (S.103).

1971: Die weltweite Forschung will nichts vom Immunsystem bei Krebs wissen
Der "Krieg gegen den Krebs" schädigt das Immunsystem immer mehr. Die "US"-Gesundheitsbehörden wollten aber nicht an etwas glauben, was man nicht sieht. 1971 behauptet der Vizevorsitzende des Nationalen Krebsinstitutes der "USA", Sydney Farber, es brauche keine Ursachenforschung, denn es gäbe zu viele Krebstote pro Jahr:
"Die 325'000 Krebspatienten, die dieses Jahr sterben werden, können nicht warten. Es ist nicht notwendig, die Mechanismen zu verstehen, um grosse Fortschritte zu machen." (S.261)

Mit allem Technik-Glauben setzen die weltweiten Gesundheitsbehörden auf chemische Waffen gegen die Tumoren (S.261), und alternative Ansätze, z.B. Fieber gegen Krebs einzusetzen werden nie

ernsthaft weiterverfolgt (S.262). Die "Apparate-Medizin" setzt sich gegen alle immuntechnischen Ansätze in der "medizinischen" Forschung durch (S.272).

Schul-"Medizin"-Propaganda: Viren lösen Krebs aus
Viren sollen schuld sein, dass das Zellwachstum "entgleist" (S.262). Die Virenthese stellt sich 1980ca. als falsch heraus (S.262).

1984
Frage von Journalistin Bland, wieso Halsted eine hohe Todesrate als positiv empfand
im Artikel: Bland, Cornelia Shaw: The Halsted Mastectomy. In: Jay Katz: The Silent World of Doctor and Patient. Free Press, N.Y. 1984, S.554

Schul-"Medizin"-Propaganda: Substanzen sollen das Immunsystem unterstützen
z.B. Interlenkin und Interferon, aber in den 1990er Jahren stellt sich auch die "Stärkung des Immunsystems" als falsch heraus (S.262).

1990er Jahre
Schul-"Medizin"-Propaganda: Gentherapie gegen Krebs: Krebszellen positiv "verändern"
Die Jubelmeldungen der Gentherapie stellen sich wieder alle als falsch heraus (S.262). Die Gentherapie mit Versuchen von Impfungen gegen Krebs, mit Tumor-Gensuppression und Interferon funktioniert alles nicht (S.270). Die Interferon-Therapie hat gleichzeitig schwere Nebenwirkungen, ist aber immer noch besser als die "Impfungen" mit Gentherapie (S.271).

Chemotherapie von "Prof." Werner Bezwoda, Johannesburg: behauptete Immunsystem-Therapie
zum Methastasenkrebs. Er setzt so viel Chemie ein, dass das ganze Immunsystem abgetötet wird (S.120), um dann aus vorher entnommenen Stammzellen das Immunsystem neu aufzubauen. Seine "Studien" scheinen sensationell, aber
-- 22% der so behandelten Frauen stirbt innert 3er Monate
-- die Kuren sind enorm teuer und enorm gefährlich, und trotzdem erlebt die Methode einen weltweiten Boom als "modernste Therapie"
-- warnende Stimmen werden übergangen (S.121).

1990er Jahre ca.
Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen finden Kalkeinschlüsse und behaupten, es sei gefährlich - mehr Operationen
Die Vorsorgeuntersuchungen gegen Brustkrebs finden Kalziumeinschlüsse in der Brust, die fälschlicherweise als Tumor definiert werden, als "duktales Karzinom in situ" ["sich vorbereitendes Karzinom"]. Die "Experten" behaupten bei einem Kalziumeinschluss ein erhöhtes Risiko für Krebs zwischen 30 und 70%, denn der Kalziumeinschluss könne sich zu einem Tumor wandeln. Die Propaganda der Schul-"Medizin" nimmt dies als Propaganda für die Heilungsrate, denn auch Brüste mit Kalkeinschlüssen werden operiert:
-- Entfernung des betroffenen Gewebes
-- Bestrahlungen
-- Brustamputationen (S.104).

Brustamputationen kommen sogar häufiger vor als bei effektiven Brustkrebsfällen, "weil das duktale Karzinom chirurgisch schwerer zu fassen ist als ein kompakter Tumor", so Langbein/Ehgartner (S.104).


1991: Studie von Abel: Fieber stärkt das Immunsystem gegen Krebs
gemäss Medizinbiometriker Ulrich Abel, der Krankengeschichten untersucht hat:
-- Krebspatienten hatten wenig fieberhafte Infekte

-- Leute mit "3 oder mehr banal fieberhaften Infekten pro Jahr" haben "ein um das Fünffache geringere Risiko, an Krebs zu erkranken." (S.313)

Dagegen: Häufiges Antibiotika unterdrückt Fieber und schwächt das Immunsystem (S.313).

Die Leute meine, sie leben gesund, wenn sie nie Fieber haben, und dann haben sie den krebs, weil sie nie Fieber hatten. (S.314)


Fiebertherapie gegen Krebs von Arzt Wolfgang Wöppel: alle geheilt!
in Bad Mergentheim
-- mit Bakterieninjektionen
-- mit Ernährungsumstellung
-- mit weiteren alternativen Therapien
->> dann heilt der Krebs (S.314).

Dabei ist jedes Schicksal völlig individuell, denn jedes Immunsystem hat nur seine eigene Zusammensetzung (S.314). Dabei sind unter den geheilten Krebskranken alle möglichen Schichten vertreten: Todkranke, Nicht-Todkranke, Gesundheitsapostel, Depressive, die nur noch getrunken und schon ihren "Abschied" gefeiert haben ... sie sind alle geheilt worden vom Krebs! (S.314-315).

[Folge: Eine einheitliche Fiebertherapie ist unmöglich, und die Schul-"Medizin" akzeptiert die Individualität der Menschen nicht].


1992: Coleys Arbeiten werden aufgegriffen - Coley ist der Schul-"Medizin" gleichwertig
Die Immunsystem-Methode ist den technischen Methoden gleichwertig, stellt Stornes in einer Arbeit fest. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Coley 47%, mit den technischen Methoden 10-50% (S.269).

In: Stornes, C.O.: Coley's toxins; In: Nature 1992; 360, S.23

Aber Coleys Ansatz wird von der Pharma-Industrie weiterhin nicht beachtet (S.269) [denn man hat ja geldbringende Krebs-"Medikamente" auf dem Markt].

Arbeiten von Klaus Kölmel über Immuntherapie
Die Coley-Toxine werden auch nicht mehr hergestellt (S.270). Einzelne Ärzte arbeiten noch mit der Immuntherapie, zuletzt z.B. Klaus Kölmel, Chef der Universitäts-Hautklinik Göttingen (S.270). In seiner Studie über Coley-Toxine an 15 KrebspatientInnen kommt klar zum Ausdruck:

PatientInnen, die nicht auf die Coley-Gifte angesprochen haben

PatientInnen, die teilweise mit Fieber auf die Coley-Gifte angesprochen haben

PatientInnen mit hoher Fieberreaktion auf die Coley-Gifte

sterben alle

überleben, haben aber Rückfälle

sind geheilt, Anzahl: 3



(S.271)


In: Kölmel, K.F. / Abel, U. / Kuhn, B. / Vehmeyer, K. / Wieding, J.U.: Behandlung des metastasierenden malignen Melanoms mit einem Endotoxin enthaltenden Bakterienlysat - Ergebnisse einer Pilotstudie; In: Waclawiczek, H.W. u.a. (Hrsg.): Das maligne Melanom - Derzeitiger Stand in Diagnose und Therapie. Springer, Berlin 1991, S.238-239.

Kölmel ist überzeugt vom Faktor Fieber gegen Krebs. Umfragen beweisen ihm:

Studie von Kölmel über krebsfreies Leben mit vielen Infekten

krebsfreie Personen

KrebspatientInnen

hatten viele Infekte

hatten wesentlich seltener Infekte

haben über 2 fieberhafte Infekte in 5 Jahren

haben unter 2 fieberhafte Infekte in 5 Jahren

Krebsrisiko: Faktor 1

Krebsrisiko: Faktor 10 (90% höheres Krebsrisiko)


(S.271)


In: Kölmel, K.F. / Gefeller, O. / Haferkamp, B.: Febrile Infections and Malignant Melanoma: Results of a Case-control Study; In: Melanoma Res. 1992; 2, S.207-210

Fieber gemäss Langbein/Ehgartner "verschlechtert [...] die Lebensbedingungen der Bakterien. Jene der Immunstoffe aber verbessern sich." Es ist alles per Elektronenmikroskop nachweisbar (S.312).

Die Schul-"Medizin" der Onkologischen Gesellschaft boykottiert Kölmel
Die plötzlichen Heilungen von Krebs sind bei 1/3 der Fälle durch Fieber-Infektionen ausgelöst. Die Onkologische Gesellschaft reagiert aber kaum. Kölmel hat vor, die Coley-Studie zu wiederholen. Die Onkologische Gesellschaft blockt ab. Die Schul-"Medizin" boykottiert Kölmels Bakterientherapie, weil die Wirkungsweise "nicht geklärt" sei. Gleichzeitig hat die Schul-"Medizin" aber keine Rezepte, geschweige denn bessere, so der Professor und Medizinmathematiker Ulrich Abel aus Heidelberg (S.272).

Eine "US"-Studie über psychische Voraussetzungen für Krebs
-- geringes Selbstwertgefühl
-- fehlende emotionale Nähe zu den Eltern
-- negatives Elternbild
-- Verluste und Trennungen vor dem 17.Altersjahr (S.315).

1997
Erste wissenschaftliche Beschreibung des "duktalen Karzinoms in situ"
mit Beweis, dass dies noch nicht Krebs bedeutet (S.104).

1999
Wiederholung der Kälmel-Studie in europäischem Massstab
Wieder wird der Zusammenhang zwischen Krebs und Infekten aufgezeigt, dass ein trainiertes Immunsystem weniger Krebs zulässt (S.271).

In: Kölmel, K.F. / Pfahlberg, A. / Gefeller, O. u.a.: Infections and Melanoma Risk: Results of a Multicentic Case-control Study; In: Melanoma Res. 1999; 9 (5), S.511-519

2000
Der Betrug von Bezwoda wird aufgedeckt: fiktive Studienpersonen
Andere Mediziner präsentieren neue Studien über die Immunsystem-Kur, mit sehr negativem Resultat. Als ein "US"-Forscherteam eine Metastudie [eine Studie über Lehrtheorien] in Johannesburg bei "Prof." Bezwoda machen will, werden alle die Betrügereien seiner "Studien" aufgedeckt:
-- manche Patientinnen existieren gar nicht
-- manche Patientinnen bekommen gar nicht die behauptete Behandlung
-- manche Patientinnen waren nie bei Bezwoda Patientin gewesen (S.122).

In: Grady, Denise: Breast Cancer Study Shows Signs of More Serious Fraud. N.Y.Times, 10.3.2000

2000
Kopenhagen: Peter C.Gotzsche, Direktor am Cochrane-Zentrum, kritisiert Röntgen der Brust als Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen
-- 6 von 8 Studien über Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen seien nicht verwendbar, z.T. sogar an der "Grenze zur bewussten Manipulation"

-- genau die beiden von Gynäkologen und Radiologen kritisierten Studien sind gemäss Gotzsche die besten: Genau diese beiden Studien lehnen das Screening ab (S.72).

Hauptaussage von Gotzsche: Mammographie-Untersuchte sterben prozentual mehr als Frauen ohne:
"Auch wenn man die kritisierten (schwedischen) Studien als nicht verfälscht ansieht und einbezieht, zeigen die Daten, dass pro 1000 Frauen, die über 12 Jahre hin halbjährlich zur Mammographie gehen, ein Brustkrebs-Todesfall vermieden, die Gesamtzahl der Todesfälle aber um sechs erhöht wird." (S.72)

In: Gotzsche, P.C. u.a.: Is Screening for Breast Cancer with Mammography Justifiable? ["Ist Röntgen für Brustkriegs bei der Krebsvorsorgeuntersuchung gerechtfertigt?"] Lancet 2000; 355, S.129-134

Folgerung: Die Vorsorgeuntersuchung mit Röntgen schadet mehr als sie nützt (S.72).

2001: Die totale Niederlage der Schul-"Medizin":
Kein technischer Fortschritt in der Krebsforschung 1971-2001
Bilanz im Jahr 2001/2002: Die Schul-"Medizin" kann den Krebspatienten keine höhere Heilungschance bieten als im Jahr 1971 (S.262). Die "Forschung" in den "USA", der Leiter des Nationalen Krebsinstitutes der "USA", Richard Klausner, muss eingestehen:
"Der beste Weg, einen Fortschritt [bei der Heilung von Krebs] zu erzielen, ist, den Krieg für beendet zu erklären und Krebs als komplexes Puzzle verstehen zu lernen." (S.262)


2002
Krebs: Fortgeschrittener Krebs kann schul-"medizinisch" kaum besser als 1971 geheilt werden
Meist tritt innert 5 Jahren der Tod ein. die Prävention ist das einzige, was die Medizin gegen den Krebs bieten kann. Appelle:
-- nicht rauchen
-- kein Übergewicht
-- kein Bewegungsmangel
-- Früherkennung (S.104).

[Bilanz:
All die vielen Krebszentren haben viel Leid, aber sehr wenig Fortschritt gebracht. Die Alternative Medizin hat den Krebs besser im Griff].




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11.2
Stress begünstigt Krebs

Das gestresste Immunsystem: fehlendes Fieber - fehlende Erkennung der Krebszellen
-- Stress vermehrt NK-Zellen
-- kurz nach dem Stressereignis fallen die NK-Zellen aber unter Normalniveau, so dass der Körper sehr anfällig wird (S.312)
-- Problem ist der chronische Stress, Experiment von Johannes Reul, medizinische Hochschule Hannover: Ratten werden eine Woche unter CRH-Stresshormone gesetzt und dann die Bakterieninfektion angesetzt: Die Ratten bekommen kein richtiges Fieber mehr (S.313).

Folgerung gemäss Langbein/Ehgartner:
"Chronischer Stress schädigt die Fieberreaktion des Organismus." (S.313)


Chronischer Stress

-- schwächt das Immunsystem
-- kann bösartige Mutationen nicht mehr gut erkennen
-- kann bösartige Mutationen nicht mehr rechtzeitig im Anfangsstadium stoppen (S.313).



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11.3.
Verschiedene schul-"medizinische" Krebsfälle

Fall: Speicheldrüsentumor wächst nach Bestrahlung wieder nach
Der Tumor wächst nach und wird so gross wie noch nie, lähmt die ganze eine Gesichtshälfte, wird durch Computertomogramm bestätigt (S.170). Es folgt neue Chemotherapie zur Verkleinerung, dann eine neue Operation (S.170-171) und die Operation ist von Vornherein fast aussichtslos, denn der Tumor hat den Gesichtsnerv schon erreicht (S.171).

Fall: Atombombenversuche mit Nebenwirkungen
Die Atombombenversuche [in Nevada] produzieren über Jahrzehnte hinweg Krebsfälle, z.B. ein Multiples Myelom (S.195).

Fall: Die versprochene Heilung
Bei einer jungen Patientin wird die Chemotherapie verschrieben, bei alten nicht. Dabei verspricht der Arzt: "Bei Ihnen setzen wir auf Heilung" (S.195).

Fall: Krebspatient mit Hochdosis-Chemotherapie
Die Wahrheit kommt dann aber durch die Krankenschwester: "70% der Patienten haben 5 Jahre Ruhe, und 30% sind dann geheilt." (S.196) Es wird eine Chemotherapie in Hochdosis verabreicht, und die Stammzellen sollen nachwachsen (S.196-197). Nebenwirkungen:
-- dauernde Übelkeit
-- dauernde Spülung des Mundes mit Anti-Pilz-Mittel
-- Infektion trotz Quarantäne und Einnahme von Antibiotika (S.197).

Fall: Kopftumor, dann ein Beintumor
Zuerst wird ein Kopftumor herausgeschnitten (S.194-198), dann wächst ein weiterer Tumor heran, dieses Mal im Oberschenkel. Der Arzt meint:
"Sie haben doch die Hochdosis-Chemo halbwegs vertragen, machen wir das noch mal. Dann haben Sie wieder ein paar Jahre Ruhe, und dann haben wir vielleicht schon etwas Besseres." (S.199)

Nach der Operation ist bis zu 80% des Oberschenkelknochens weg (S.199), der Patient bekommt einen Titannagel in den Knochen zur Verstärkung (S.201) und hat dauernd Schmerzen vom Oberschenkel bis zum Knie (S.199), wobei der den Fuss immer nachziehen muss, kann kaum noch laufen (S.201).

Dann behauptet ein Arzt, eine "Fremdzelltherapie" von einem Angehörigen sei das "Richtige". Ein anderer Arzt aber rät ab, denn diese "Methode" hat 70% Todesrate, 25% Siechrate, und nur 5% Heilungsrate (S.200).

Fall in Essen I.: Brustkrebs in der "Familie" - Kinder warten schon darauf - schnell die Brust weg
Die Ärzte wollen etwas in der Brust gefunden haben, und die Erwartung der Patientin hat sich erfüllt (S.203). Der Arzt will gleich die ganze Brust "ausräumen", dann wieder aufbauen und die zweite Brust mit Silikon anpassen, ohne richtig abgelegten Befund (S.204).

Die Bestrahlungen haben Nebenwirkungen, u.a. innere Verbrennungen und Nachwachsen des Tumors (S.205). Dabei ist es ein Mini-Tumor von 4 mm Durchmesser. Und trotzdem wird die ganze Brust

entfernt, mit den Lymphknoten (S.206). Je mehr Lymphknoten herausoperiert und untersucht werden, desto mehr verdient der Arzt und das Labor, und desto mehr muss die Kasse zahlen (S.207).

Wenn Lymphknoten auch befallen wären, dann wären Metastasen da. Vielleicht war da aber gar kein Krebs (S.207).


Fall in Essen II.: Operation ohne zweite Diagnose
weil die Ärzte zur Operation drängen. Wieder werden Brüste wegoperiert und Lymphknoten untersucht, und wieder werden keine Metastasen gefunden (S.208). Die Klinikärzte stellen Karzinome fest, die Frauenärzte nicht (S.209).

Die Krebswelle in Essen fliegt auf - ein Selbstmord eines Pathologen
Die Essener Frauenärzte bemerken die Krebswelle am Essener Klinikum, aber nachgefragt wird nicht. Erst ein junger Gynäkologe will den Schwindel stoppen (S.210). Er verlangt vom Pathologen Gewebeproben seiner Patientinnen, erhält aber nach langer Diskussion falsche Proben, wie nachher per DNA-Test festgestellt wird (S.211). Da legt der Pathologe einen Brand in seinem Büro, so dass die richtigen Gewebeproben vernichtet werden. Der Skandal wird 1996 öffentlich im Stern, aber mit Hetze gegen den Aufklärer (S.212). Erst jetzt merken viele Frauen in Essen vom Brustbetrug und melden sich. Dann macht der Pathologe in der Essener Klinik Selbstmord: Er besäuft sich und zündet das Büro ein zweites Mal an (S.213).

Neue Vorsichtsstufen in der Krebsdiagnostik
Die ganze Krebslawine war von den Kassen bezahlt worden, vom ersten Röntgenbild bis zur Brustamputation. Es werden neue Zwischenstufen eingeführt:
-- Einführung der Zweitdiagnose
-- Pflicht von Radiographie und Ultraschall (S.214).

Insgesamt aber liegt die Rate der Falschbefunde in Deutschland bei 10:1, das heisst: 10 von 11 Biopsien / Gewebeentnahmen sind zu viel (S.214). Die Krebsfrüherkennung ist somit absoluter Schwachsinn (S.215).

In: Bert Ehgartner: Sorge mit der Vorsorge; In: profil, 28.2.1999



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11.4
Vorsorgeuntersuchung gegen Krebs erhöht die Operationsrate

-- gemäss Studie von Giran Sjönell von 1999 (schwedischer Krebsexperte) geht die Sterblichkeitsrate durch Vorsorgeuntersuchung bei Krebs nur um 0,8 statt den erwarteten 30% zurück

-- zusätzlich hat das Screening aber Nebenwirkungen (S.123)

-- 1/6 der Frauen in der Vorsorgeuntersuchung hatten einen Krebsbescheid bekommen, der keiner war
-- es wurden 1000e unnötige Gewebebiopsien gemacht, es wurden 10e unnötige Brustentfernungen / Mastektomien vorgenommen (S.124)

In: Sjönell, G. u.a.: Ha°lsokontroller med mammografiminskar inte stödlighet i bröstcancer. Läkarfidningen 1999; 96, S.904-913




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11.5
Nachsorgeuntersuchung gegen Krebs erhöht die Operationsrate

1975ca. wurde die Nachsorgeuntersuchung erfunden, um ein Wiederauftreten ("Rezidiv") des Tumors sofort zu erkennen (S.124). Der Unterschied:

normale Nachkontrolle nach Krebs-OP

intensive Nachsorgeuntersuchung nach Krebs-OP

1mal jährlich Mammographie

1mal jährlich Mammographie

klinische Untersuche

klinische Untersuche


(S.124)


regelmässige Röntgenaufnahmen des Brustkorbs


szintigraphische Untersuchungen der Knochen (Untersuchung der Aktivitätsverteilung mit Scanner)


Ultraschalluntersuchungen der Leber


Blutuntersuchungen


(S.125)


1994 präsentiert die Studie über Nachsorgeuntersuchungen ein erschreckendes Resultat:
-- Metastasen und Rückfälle werden etwas früher entdeckt
-- aber die Überlebenszeiten bis 5 Jahre sind kaum unterschiedlich (S.125).

In: The Givio Investigators: Impact of Follow-up Testing on Survival and Health-Related Quality of Life in Breast Cancer Patients; JAMA 1994; 271 (20), S.1587-1592

Ebenso verhält es sich mit Darmkrebs gemäss Studien von 1997 und 1998.

Folgerung:
Die Leute, die keine spezielle Nachsorgeuntersuchung machen, dürfen sich länger gesund fühlen (S.125).

Die Technik aber rebelliert und erfindet immer neue Screening-Methoden (S.125).




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11.6

Vorsorgeuntersuchung gegen Prostatakrebs: ohne Erfolg und schwere Nebenwirkungen

Ein Test gegen Prostatakrebs (PSA, prostata-specific-antigen) zeigt bei 2/3 der Fälle Krebs an, wo kein Krebs vorhanden ist. Auf die Sterblichkeit hat der Test gar keinen Einfluss [höchstens auf die Kosten] (S.125). Generell haben 50% der Männer ab 50 Krebszellen in der Prostata, ohne dass dies zu einem Tumor führen muss. Langbein/Ehgartner:
"Der Tumor wächst meist so langsam, dass die Träger sterben, bevor er ihr Leben bedroht." (S.126)

Aber meist werden nun Prostatatumoren operiert, ohne dass sie lebensbedrohlich sind.

Dann aber
-- ca. 50% werden der Operierten inkontinent
-- 2/3 werden impotent, weil bei der OP Nervenbahnen zerstört werden
->> in GB ist die Prostata-Vorsorgeuntersuchung vom Gesundheitsdienst gestrichen (S.126).




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11.7
Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs erhöht Operationsrate

Der Pap-Test von Papanicolaou

-- von George Papanicolaou erfunden, ein griechischer Laborassistent am Medical College der New Yorker Cornell Universität

-- Papanicolaou behauptet, jedes Abweichen von "normaler" Zellstruktur sei eine Krebsvorstufe, präsentiert 1928 seine Behauptung, bleibt ohne Resonanz, denn es sind nur Zellen von der Gebärmutteroberfläche als "Gebärmutterabstrich" untersucht worden, nicht das innere Gewebe (S.128)

-- Papanicolaou selber wendet sich von seinen Experimenten ab und verfolgt andere Arbeiten

- ab 1940 nimmt Papanicolaou wieder routinemässige Gebärmutterhalsabstriche, will 1943 179 Uterus-Tumoren entdeckt haben, darunter 127 Gebärmutterhals-Karzinome (Zervixkarzinome)

-- nun behauptet Papanicolaou auch, seine Methode des "vaginalen Abstrichs" sei zuverlässig! (S.129)

In: Papanicolaou, George: Diagnosis of Uterine Cancer by the Vaginal Smear. Commonwealth Fund, New York 1943.


Die "US"-Krebsgesellschaft protegiert den Pap-Test
Die Kollegen von Papanicolaou bleiben kritisch, weil die eigentlichen Gewebeveränderungen nicht ertastbar sind und die veränderten Zellen müssten doch erst noch zu Krebszellen werden. Nun schaltet sich die "US"-Krebsgesellschaft ein und propagiert die "Neuentdeckung" und behauptet Papanicolaous Methode als "Früherkennung", startet trotz aller Zweifel eine Kampagne für eine Pflichtvorsorge für alle Frauen ab 40 alle 6 Monate. Der Papanicolaou-Test wird als "Pap-Smear" propagiert (S.129).

Die Tests haben aber eine hohe Fehlerquote durch Unreinheiten vom Arzt oder der Schwester. Gleichzeitig kämpfen die Labors aber um Marktanteile. Möglichst viele Tests bringen ihnen viel Gewinn (S.129):

-- kritische Proben werden unterschlagen

-- kaum Qualitätskontrollen, wie die Ärzte die Tests durchführen

-- die Krankenkassen bezahlen z.B. in Deutschland nur 5,6 Euro pro Abstrich, so dass die Ärzte sich keine Mühe geben
-- es kommt zu Massenabfertigung mit Fehlbeurteilungen durch Zeitstress

-- unabhängige Pathologen beurteilen gemäss einer "US"-Studie zu ca. 50% die Fälle anders als die Kliniken, meist weniger dramatisch (S.130).

Die Hauptfrage, ob sich veränderte Zellen zu Krebszellen entwickeln, bleibt aber unbeantwortet (S.130).


-- viele veränderte Zellen verschwinden wieder spurlos
-- trotzdem wird oft "sicherheitshalber" Gewebe entnommen ("Biopsie") und oft wird auch die Gebärmutter entfernt (S.130).

Die Statistikauswertung: nicht bemerkter Krebs trotz Vorsorgeuntersuchung
Die Statistikauswertung von Paul Shaw an Vorsorgeuntersuchungen in Leicester ergeben, dass die Frauenärzte den Krebs grösstenteils gar nicht erkennen (S.126), und 1/3 der Gebärmutterabstriche gibt falsche Resultate an, gibt kranke Frauen für gesund aus etc. (S.127).

Effizienz der Vorsorgeuntersuchung gegen Gebärmutterhalskrebs in Leicester

untersuchte Frauen

regelmässige Vorsorge gemacht

nicht bemerkter, schon ausgebrochener Krebs (mit Zervixkarzinom/Gebärmutterhalskrebs)

radikale OP oder Strahlen- und Chemotherapie nötig wegen Nichtbemerken

Tote

403

324

122

78

14





(S.126-127)


Diese Fehler passieren überall, Zudem geht die Sterblichkeit bei Gebärmutterhalskrebs allgemein zurück. Die Krebsmedizin behauptet, dies sei das Verdienst der Vorsorge (S.127). In Kanada aber ging der Gebärmutterhalskrebs 1972ca. aber in allen Teilen Kanadas gleichzeitig zurück, auch dort, wo keine Vorsorge stattfand. Dies schmeckte der Schul-"Medizin" gar nicht (S.128).




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11.8
Die Epidemiologen beweisen: Vorsorgeuntersuchungen bringen nur hohe Kosten
Die Epidemiologen weisen nach, dass die Früherkennung nichts bringt. Die Meldung passt den Schul-"Medizinern" nicht ins Bild, und das Screening wird nie als solche in Frage gestellt. Nixon startet 1971 gerade seinen "Krieg gegen den Krebs". So wird das Screening bedenkenlos weiterbetreiben und eine Überprüfung des Gebärmutter-Screenings sogar als unethisch bezeichnet (S.128).

-- der Pap-Test gibt bei positivem Befund immer nur die Formulierung: "mögliche präkanzerose Zellen" ["Zellen im Vorkrebs-Stadium"]
-- die Vorteile des Screening durch den Pap-Test sind bis heute nicht bewiesen (S.130)
-- vor den Nebenwirkungen wurde nie gewarnt (S.131)

Der Schaden durch das Pap-Screening:
-- Auswirkung auf die Psyche der Frau (S.130) bis zu Depressionen und Todesvorbereitungen (S.131)
-- Biopsiewunden (Wunden durch Gewebsentnahmen) heilen nur schwer
-- bei "Abschabung" (Kürettage) im Uterus ist eine Vollnarkose nötig
-- Laserbehandlungen sind mit starken Blutungen verbunden

->> 6-8 Wochen Spitalaufenthalt wegen Vorsorgeuntersuchung sind "normal" (S.131).

In: Britten, N.: Personal View. BMJ (1988); 296, S.1191

Psychose der untersuchten Frauen: Sterbensangst, OP-Glauben trotz grosser Selbstheilungschancen
Viele Frauen, denen beim Pap-Test veränderte Zellen nachgewiesen wurden und operiert wurde, meinen, sie hätten ohne Test sterben müssen. Dabei würde eine grosse Mehrheit ohne Operation überleben, denn die veränderten Zellen verschwinden in den meisten Fällen von alleine:
Von 25'000 zeigen 15'500 veränderte Zellen an, bei einer Todesrate an Zervixkarzinom von ca. 40 (S.131).


In: Raffle, Angela: Informed participation in screening is essential. Leserbrief in BMJ 1997; 314, S.1762.

Der Druck der Schul-"Medizin" für die Pap-Tests - der Druck der Industrie
EU-Empfehlungen: jüngere Frauen sollen alle 3 Jahre, Frauen zwischen 40-65 alle 5 Jahre untersuchen (S.131-132). So werden weniger Frauen verängstigt und zu Patientinnen gemacht. In Deutschland, Österreich und in den "USA" aber lassen die Behörden jährlich testen, auf Druck der Gynäkologen und der Frauenpolitikerinnen (S.132).

Der Pap-Test in kurzen Abständen wurde aber auch ein wirtschaftlicher Faktor als "Pap-Industrie": Viele Interessen profitieren an den vielen Gebärmutterhals-Abstrichen (Zervix-Abstrichen): Ärzte, Labors, Zulieferer, die von "Interessenverbänden" auch noch unterstützt werden (S.132).



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11.9
Neuer Krebsverdacht durch HPV-Vireninfektion wird von der Industrie ausgereizt
100 verschiedene Warzenviren gibt es, Nr.16 und 18 gelten als gefährlich. Die Ärzte behaupten, Nr. 16 und 18 seien krebsgefährlich, seien fähig, eine "Krebsvorstufe" zu entwickeln. Die Schul-"Medizin" ruft nach einem kombinierten Pap-HPV-Test. Ein Virentest kostet 30-50 Euro, plus "Nachkontrollen". Die Herstellerfirma des Tests, Digene, investiert Millionen für die Testmethoden (S.133) und erfinden auch eine HPV-Impfung (S.134).

Statistik-Untersuchung
-- die Kombination von visueller Untersuchung (VIS) und HPV-Test hat insgesamt eine hohe Trefferquote bei den Krebsvorstufen mit 63%
-- die Kombination HPV-Pap hat nur eine Trefferquote von 43%
-- die Kombination der visuellen Untersuchung (VIS) und Papanicolaou ist am schlechtesten: 37% (S.134)

In: Blumenthal, Paul et al.: Adjunctive Testing for Cervical Cancer in Low Resource Settings with Visual Inspection. HPV, and the Papanicolaou Smear. International Journal of Gynecology and Obstetrics 2001; 72, S.47-53.

Die Unzuverlässigkeit der HPV-Tests wegen nutzloser Prognose
Insgesamt ist aber die Entdeckung von HPV keine Krebsprognose, denn die Tests sind absolut unzuverlässig, weil niemand sagen kann, ob sich eine Zelle zu einer Krebszelle entwickeln wird oder nicht, auch mit Biopsie (Gewebeentnahme) und Kolposkopie (erweiterte Gewebeuntersuchung) nicht (S.134).

Thema Schadenersatz: Programmkosten
Die Schadenersatzkosten, die Gerichte den Patientinnen zusprechen, nehmen bereits einen grossen Teil der Programmkosten ein (S.134).

In vielen Fällen werden die veränderten Zellen nicht zu Krebszellen. Am besten ist: nichts tun (S.135).

Die Strategie der "Industrie" der Schul-"Medizin"

Es ist die Industrie, die Tests und Operationen verkaufen will. Diese sadistische Industrie will nicht heilen (S.135).


Strategie:

Angst erzeugen + moralischen Druck ausüben (mit dem Argument "Gesundheit") = Markt erobern und die Krankenkassen bezahlen lassen (S.136).

Produzent und Arzt haben gemeinsam den Profit, und je mehr gearbeitet wird, desto mehr erhöht sich der Ruf des Arztes. Nach Fehlersuche und Effizienz wird nicht gefragt (S.136).


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12.

Das Märchen der Gentherapie

12.1
Genforschung: Neue Eugenik ist nicht möglich

James Watson, Gründer der "Gentechnik" (S.145): Seit 1990 hat keine Gentherapie das Teststadium überschritten. Die Verabreichung therapeutischer Gene hat keinen stabilen Effekt. Die "Amis" wollen im Ei in der Gebärmutter Gene ersetzen, wäre eine neue Menschenkreation, um Krebs- oder Alzheimergene auszuschalten, oder gegen erbliches Übergewicht oder Kurzsichtigkeit. Da diese neuen Menschen dann die veränderten Gene weitergeben würden, wäre dann ein "neuer Mensch" kreiert (S.144).

Diese Theorie ist ein riesiger Irrtum. Langbein/Ehgartner: "Nur die wenigsten Krankheiten lassen sich eindeutig einem Gen zuordnen. Meist sind viele Dutzend Gene beteiligt." Es hängt also meist alles zusammen, und die "Hoffnung" bleibt ein Märchen (S.145).

Aus Stammzellen neue Organe entwickeln
ist unbegrenzt möglich, bei 210 Gewebetypen. Organe sollen im Genlabor hergestellt werden (S.145). In Europa gilt das Verbot der Arbeit an embryonalen Stammzellen, in den "USA" nicht. Am Ende soll es Zellbausätze für Organe geben, aber das Immunsystem wird das künstlich produzierte Organ abstossen (S.145). Deswegen schlugen einige Forscher vor, bei der Geburt eines jeden Menschen Stammzellen in Reserve gekühlt anzulegen, aus der Nabelschnur, um so eine Reserve für eventuelle Organverluste bereitzuhaben (S.146).

Im Tierversuch können bereits ganze Tiere aus Stammzellen im Brutkasten herangezüchtet werden, ohne Mutterleib (S.146).

Brustkrebs-Gentest für 2400 $...
1994 erfindet Mark Skolnick einen Test mit der Behauptung, das Gen BRCA 1 sei ein Brustkrebsgen, und 90% der Frauen mit dem Gen BRCA 1 bekämen alle Brustkrebs, zu 50 % auch Eierstockkrebs. Ein Test kostet 2400 $ (S.147).

Gentest-Explosion mit Kostenfolgen und Operationsfolgen ohne Ende
Insgesamt explodiert der Markt für Gentests. Jährlich werden 100 neue DNA-Tests für bis jetzt 800 Erbkrankheiten erfunden. Die Folgen:
- die Organentfernungen nehmen weiter zu: Eierstöcke, Uterus, Dickdarm, Prostata etc.
-- die Ärzte schneiden gesunde Organe aus dem Körper, weil sie behaupten, die Erkrankung sei vorherbestimmt (S.147)
-- die "Gendefekte" werden immer mehr diagnostiziert
-- die Versicherungen wollen Zugang zu den Gendateien und schaffen so neue Diskriminierungen für Menschen, die bestimmte Gene haben (S.148).



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12.2
Skandal um Gendiagnostik am Fötus und Abtreibungen


Züchtung in Oberschicht und Unterschicht
mit Fötus-Test auf Anomalien - Fruchtwasseruntersuchung - Gentests auf Mukoviszidose (Pankreasfibrose, Versagen der Bauchspeicheldrüse), Hämophilie (Bluterkrankheit, Gerinnungsstörung beim Blut) und andere Erbkrankheiten (S.146).

Die Missbildungsdiagnostik / "Amniozentese" gilt auch gegen Mongolismus (S.148) mit Erkennen der Chromosomen für Mongolismus / Down-Syndrom (S.149) und gilt auch gegen Neuralrohrdefekt ("offener Rücken"). Die Frauen kommen regelmässig in Konflikt, über ein Kind zu urteilen, das noch gar nicht da ist. Die Frauen sind nur "auf Probe schwanger". Der Entscheid zur Abtreibung ist belastend (S.146).

Es besteht die Gefahr, dass die Reichen ihre Gene optimieren und die Armen nicht, bis zwei verschiedene Arten Mensch entstehen, die nicht mehr kreuzbar sind (S.146-147).

Das Märchen vom erhöhten Risiko ohne Diagnostik - erhöhtes Risiko durch Diagnostik
Es besteht das Märchen, Frauen ab 35, die ein Kind bekommen, hätten ein grosses Risiko, ein behindertes Kind zu gebären. Wer keine Embriofrühdiagnostik / Amniozentese mache, gehe ein grosses Risiko ein (S.149). Dabei besteht das Risiko für ein Mongoliden-Baby bei 0,25%, das Risiko für eine Komplikation bei der Fruchtwasserentnahme aber zu 1% (S.151):

-- durch die scharfe Amniozentese-Nadel, die durch Bauchdecke und Fruchtblase stossen muss und eine Ader der Plazenta oder den Fötus selbst verletzen kann

-- durch Infektionsgefahr nach der Fruchtwasserentnahme (S.149)

-- ausserdem müssen bei der Abtreibung Totgeburten durchgeführt werden, wenn die Diagnostik erst spät erfolgt (S.151).


Trotzdem machen die Ärzte die Frauen glauben, die Situation sei mit einer Fruchtwasseruntersuchung sicherer vorhersehbar (S.151).

Fall: Das Loch in der Fruchtblase schliesst sich nicht mehr - die Frau bleibt in der Klinik (S.149) und muss mitfühlen, wie alles Fruchtwasser abgeht, die Ärzte können nicht helfen, und sie erleidet eine Totgeburt durch künstliche Wehen. Das Baby aber wäre gesund gewesen. Die Mutter muss sich vorwerfen, einen gesunden Menschen vernichtet zu haben (S.150).

Fall: Eine 35-jährige Frau bekommt nach der Fruchtwaseruntersuchung die Prognose Trisomie 21 für Mongolismus / Down-Syndrom (S.151), so dass sich die Frau für die Abtreibung entscheidet. Von einer künstlich ausgelösten Totgeburt ahnt sich aber nichts. Da sie spät untersucht hat, wird das Kind erst in der 25.Schwangerschaftswoche abgetrieben. Der Fötus atmet kurze Zeit (Schnappatmung), dann stirbt er (S.151).

Langbein/Ehgartner: "Es wird nach defekten Embryos gefahndet, und es wird in Kauf genommen, dass diese Selektion wiederum Opfer fordert [...] Die Gesellschaft toleriert viele Fehlgeburten, um ein behindertes Kind zu erkennen und sein Leben zu verhindern." (S.151).

Fall: Fehldiagnosen bei der Embriodiagnostik. Der Test behauptete, das Kind sei gesund, aber das Baby kommt mit Wasserkopf und offenem Rücken zur Welt (S.151-152), hat gelähmte Beine und eine passive Harnblase, die Massage zum Wasserlassen nötig macht (S.152).

Langbein/Ehgartner: "Insgesamt werden aber 95% aller Neuralrohrdefekte erkannt." (S.152)

Fall: Mütter lassen sich auf Bluterkrankheit untersuchen und die Ärzte sagen, es bestehe kein Übertragungsrisiko, und dann ist das Kind doch Bluter (S.152-153). Das Kind muss 3 mal wöchentlich Gerinnungsstoff mit Faktor-Acht-Injektion bekommen. Langbein/Ehgartner: "Seit Faktor Acht gentechnisch hergestellt werden kann, führen Bluter ein weitgehend normales Leben." (S.153)

[Dies erscheint aber sehr idealisiert].



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12.3
Klon-Babys und "Präimplantationsdiagnostik": Menschen erschaffen


Künstliche Befruchtung wird umfunktioniert zur Embryozuchtanstalt für Organingenieure (S.360).

Die Schul-"Medizin" plant Klonbabys mit Ersatzklonen in Reserve (S.153-154) und der Embryo wird schon diagnostiziert, wenn er noch nicht implantiert ist. Langbein/Ehgartner: "Am 3.Tag im Reagenzglas besteht der Embryo aus 8 Zellen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Zellwand durchstossen und eine der Zellen für die Untersuchung abgesaugt. Die anderen sieben verkraften den Verlust und wachsen normal weiter - wenn man sie lässt." (S.154)

Und so wird das Kinderkriegen mit Sperma aus der Datenbank zu einem Wunscherfüllungs-Trip, wie das Kind dann sein soll. Die direkte Genmanipulation ist bis heute verboten (S.154).



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12.4
Gentherapie mit Adenoviren endet mit dem Tod des Probanden

Seit 10 Jahren ist die Gentherapie ein Fass ohne Boden. Milliarden $ Forschungsgelder werden dort verlocht und verbraten, ohne dass viel Nutzen dabei herauskommt (S.326).


Fall: Ornithin-Transcarbamylase-Mangel OTC

kommt v.a. bei jungen Männern vor, produziert durch mangelnde Umwandlung von Stickstoff Ammonium in der Leber, so dass die Neugeborenen innert Tagen sterben. Wer die milde Form hat, kann mit Tabletten und Diät OTC beherrschen (S.321).

Die "Planung" des Gentherapeuten James M.Wilson
James M.Wilson von der Pennsylvania University in Philadelphia, träumt von seinem Plan: Manipulierte, "unschädlich" gemachte Viren, sollen die Gene zu den Organen transportieren. Die Viren sollen dann die neuen Gene in den Zellkern einbauen, was Viren im Negativ-Fall auch tun (S.323).

Laufend werden neue Viren ausprobiert. Problem: Das Immunsystem bekämpft die Viren. Folgerung Wilsons: Man müsse die genmanipulierten Viren direkt in die Organe einspritzen (S.323), und am besten werden auch noch Hoden oder Eierstöcke manipuliert, um das veränderte Erbgut weiterzugeben, damit die Krankheit OTC ausgerottet werde. Andere Veränderungen sind vernachlässigbar bzw. kommen bei Wilson nicht in Betracht (S.324). Wilson spekuliert anders: Er meint, dass nach dem OTC viele andere Krankheiten der Leber mit "Gentherapie" geheilt werden könnten. Erst dann komme der richtige Profit (S.326).

Wilsons These: Man solle gleich bei den Säuglingen spritzen, bevor sie an Ammonium sterben. Also präpariert man Babys, die sowieso zum Tod verurteilt sind. Hier lehnt der Ethik-Ausschuss des "US"-Senats aber ab. Nun muss Wilson zuerst Erwachsene für seinen Viren-Genversuch finden (S.327).

Wilson überzeugt den ADA-Entwickler Mark Batshaw, der OTC-Patienten seine ADA-Präparate verschreibt, von seinem Viren-Genversuch gegen OTC. Aber alle Beteiligten der Pennsilvania University wissen:

-- Viren in der Lebern sind brandgefährlich
-- der Effekt wird höchstens ein paar Tage anhalten

plus: viele Gentechniker arbeiten nicht mehr mit Adenoviren, denn das Immunsystem wehrt sie gleich ab, so dass es zu Entzündungen kommt (S.327).

Wilson aber glaubt immer noch an seine Adenoviren, baut sie einfach um, einzelne Gene raus, neue Gene rein etc., nach Gutdünken (S.328).

Menschenopfer und Affenopfer - die "Ethikkommission" lässt sich einlullen - Profitsucht
Die Wirkung von Adenoviren ist bereits bekannt: bei Nagetieren Befall der Leber, bei Menschen werden auch andere Organe befallen: Milz, Niere, Herz, Lunge und Genitalien (S.332). Adenoviren verursachen bei einem anderen Patienten einen schweren Leberschaden, und 4 Rhesusaffen sind bereits an den Adenoviren gestorben (S.331). Wilson weiss vom Risiko (S.332).

1995 kommt das Vorhaben vor die "US"-Ethikkommission (RAC). Die Einwände werden einfach ignoriert. Dass wiederholte Therapie an der Leber einen Leberschaden fördert, wird ignoriert. Dass Affen an Adenoviren in der Leber schon gestorben sind, wird ignoriert. Wilson wird vor der Ethikkommission populistisch und euphorisch: Die Patienten sollen die "Helden" seiner Experimente sein. Und die "Ethikkommission" lässt sich von Wilson einlullen und gibt nach (S.328).

Dabei
-- über die Hälfte der Kommission hat keine Ahnung von Medizin
-- die Firmen der Biotechnologie schwärmen vom neuen Wirtschaftspotential der zu erwartenden Produkte, falls der Menschenversuch gelingt
-- die Teilnehmer sollen vor den Gefahren des Experiments gewarnt werden (S.329).

Ausserdem ist Wilson im Aufsichtsrat der Firma tätig, die dann die Gentech-"Medikamente" vertreiben soll. Wilson hat alles Interesse, dass ein Medikament für seinen Profit auf den Markt kommt (S.330). Auf dem Papier ist er nur "wissenschaftlicher Berater" (S.331).

Das Menschenexperiment: Adenoviren in die Leber von Jesse Gelsinger
Ein 18-jähriger Proband, Jesse Gelsinger, mit der milden Form des OTC stellt sich für die Menschenversuche von James Wilson zur Verfügung und glaubt an den Gentransfer mittels Adenoviren (S.322). Wilson hat ihm vorgelogen, es würden nur niedrige Dosen sein, aber es sind sehr hohe Dosen (S.321). Gelsinger wurde von den Gefahren des Experiments nicht vorgewarnt (S.329). Vom Leberschaden des vorigen Probanden und von den 4 toten Rhesusaffen erfährt Gelsinger nichts (S.331). Gelsinger müsste von Gesetz wegen eine schriftliche Einwilligung in das Risiko geben, was Wilson auch unterlässt (S.331-332).

Die Injektion wird direkt in die Leber gemacht (S.331). Proband Gelsinger fällt in ein lebensgefährliches Koma, dann Nierenversagen beider Niere, Blutverklumpung, Wasserlunge etc. (S.320). Dabei wollte James Wilson einen ersten "Erfolg" gegen OTC am Menschen mittels Gentransfer erzielen (S.322). Der Patient ist nicht mehr zu retten. Die Verklumpung des Bluts geht weiter. Das Hirn wird von der Blutversorgung abgeschnitten. Gelsinger stirbt (S.331).

Die Untersuchung des Todschlags an Gelsinger - Stop der Adenoviren-Programme
Untersuchung gegen Wilson vom FDA und von der NIH aus (S.331). Im Januar 2000 stoppt das FDA alle Wilson-Testreihen. Wilson lässt alle 80 Mitarbeiter Argumente suchen und versucht Rechtfertigungen (S.332). Im März 2000 stoppt das FDA Wilsons Menschenexperimente für alle Zukunft (S.332).

Die Autopsie an der Leiche Gelsingers
Feststellungen:
-- nur 1% der präparierten Viren erreichte überhaupt die Leber
-- die Viren haben fast alle Organe befallen.
-- die Reproduktion der manipulierten Zellen ist nirgendwo in messbarem Rahmen eingetreten (S.333).

->> Damit sind Adenoviren von der Gentherapie ausgeschlossen (S.333).

Weitere Menschenopfer bei Adenoviren
Andere Labors müssen zugeben, auch Todesfälle produziert zu haben:

-- insgesamt 6 Todesfälle unter den "Stars der Szene", so Langbein/Ehgartner

-- u.a. unter Ronald Crystal von der New Yorker Cornell-Universität

-- und unter Jeffrey Isner von der Tufts University in Boston (S.333).

Crystal und Isner hatten eigene Firmen gegründet mit der Illusion, mit Hilfe von nachwachsenden Blutgefässen verstopfte Arterien zu umgehen. Um die Vertuschung auf die Spitze zu treiben, haben die "Gentherapeuten" die Autopsien gleich selber durchgeführt (S.333).

Mit diesen Zusammenhängen wird die "Medizin" total verkauft (S.334).


Fall: ADA-Mangel (Enzymmangel): keine Keimabwehr - Versuch der "Gentherapie"
Ein anderer Vorkämpfer der "Gentherapie" ist William French Anderson der California School of Medicine in Los Angeles. Er kämpft für eine "Gentherapie" am Menschen und infiltriert dafür Politiker (S.324).

Bei ADA-Mangel ist keine Immunabwehr vorhanden. Jeder Keim kann töten (S.324). Kinder müssen im Astronautenanzug herumlaufen (S.324-325). Synthetisches ADA ist aber vorhanden und gemäss Langbein/Ehgartner damit ein "nahezu normales Leben" möglich. Aber "Gentherapeuten" wollen "gentechnisch" heilen, z.B. William French Anderson von der California School of Medicine in L.A. und von Blaese [kein Vorname angegeben]. Sie konstruieren ADA-präparierte T-Zellen (S.325).

Anderson und Blaese werden einen ganzen "Berufsstand" der "Gentherapeuten" ruinieren, wenn ihr Experiment nicht gelingt. Zuerst soll eine kleine Menge manipulierter Zellen in einen betroffenen Körper "eingebaut" werden und dann selber ADA produzieren. Dieser Schritt gelingt. Dann aber wehren Abwehrzellen die fremden Zellen ab (S.326). Die genmanipulierten Zellen werden gefressen. Eine Wiederholung des Experiments hat keine Chance. Die Patientin muss weiter mit ADA-Präparaten leben, denn die Gene lasen sich nicht ändern (S.326).

Anderson aber will trotzdem weitermachen (S.326).


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13.
Lebensqualität für ein gesundes Alter
-- Mässigkeit
-- festes Wertesystem
-- intellektuelle Neugier behalten
-- reges Sozial- und Familienleben pflegen (S.183).

Vaillant setzt durch eine Langzeitstudie 7 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Altern fest:
-- positiver Umgang mit Problemen
-- regelmässig Bewegung
-- ab und zu ein Schluck Wein oder Bier
-- nicht rauchen
-- kein extremes Übergewicht haben
-- keine Depressionen haben (S.183)
-- stabile Ehen und dauerhaften Kontakt zu den Kindern pflegen (S.184).

Wenn diese Bedingungen alle mit 50 stehen, dann wir das Altern nicht schwer sein (S.184).

In: Vaillant, G.E. u.a.: Successful Aging; In: Am. Journal of Psychiatry 2001; 158, S.839-847

Folgerungen:
-- Geld und Status sind primär nicht wichtig
-- Bildungsgrad und aktive Familienrolle sind wichtiger
-- die medizinische Versorgung ist nur für das Grundmass wichtig, und ja keine Sucht entwickeln, dafür alte Hausmittel benutzen (S.184).

Eigenschaften von Krebspatienten
-- geringes Selbstwertgefühl
-- fehlende emotionale Nähe zu den Eltern
-- negatives Elternbild
-- Verluste und Trennungen vor dem 17.Altersjahr (S.315)
so eine "US"-Studie (S.315).


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14.
Die Lebenserwartung und die Märchen

14.1
Das Märchen von den Verdiensten der Schul-"Medizin" für eine gestiegene Lebenserwartung

Kein hoher Beitrag der Schul-"Medizin"
Die Schul-"Medizin" behauptet, in 100 Jahren sei die Lebenserwartung aufgrund der medizinischen "Erfolge" um 30 Jahre gestiegen (S.184), aber die Schul-"Medizin" trägt davon nur 5-51/2 Jahre bei. Der Beitrag der Vorsorgemedizin ist 1 1/2 Jahre (S.185).

In: Noak, R.H.; In: Wilkinson, R.G.: Kranke Gesellschaften, soziales Gleichgewicht und Gesundheit. Springer Verlag, Wien, New York 2001.

Beiträge zur Steigerung der Lebenserwartung 1900-2000

Beitrag

Anzahl Tage, Monate, Jahre

Änderung des Lebensstils

viele Jahre

regelmässige Brustkrebsfrüherkennung

+ 25 Tage

regelmässig Sport treiben

+ 6,2 Monate

nicht mehr Rauchen ab 35

Mann: + 8 Monate
Frau: + 10 Monate

Masernimpfung

+ 2,7 Tage

Mumpsimpfung

+ 8 Stunden


(S.185)


In: Wright, J.C. / Weinstein, M.C.: Gains in Life Expectancy from Medical Interventions-Standardizing Data and Outcomes. The New England Journal of Medicine, August 6, 1998; 380, S.386

Die Lebenserwartung ist für gewisse Altersstufen in den "USA" inzwischen sogar rückläufig (S.185).

Situation heute zur Lebenserwartung gemäss Langbein/Ehgartner

positive Faktoren

negative Faktoren

Bewegung

Epidemie der chronischen Erkrankungen

Sport

Diabetes (1/6 der "US"-Bevölkerung): 10,3 Mio. registriert, und 5,4 Mio. leben damit, ohne es zu wissen

Nikotinaskese

Allergien


Autoimmunkrankheiten [das Immunsystem greift das eigene Zellgewebe an]


Asthma bei fast 50% der Kinder: 1/3 der Notfallklinikaufnahmen stehen mit akuten Asthmaanfällen in Verbindung


(S.186)


In: Diabethes. A Serious Public Health Problem at a Glance 2001. Center for Disease Control and Prevention. Internet: http://www.cdc.gov/diabetes/pubs/glance.htmgrowing

Das Rezept für lange Gesundheit: Langbein/Ehgartner:
"Der Mensch kann viel mehr, als er glaubt. Die meisten erfahren das aber nie, weil sie nicht den Mut aufbringen, etwas Fremdes und Ungewohntes auszuprobieren." (S.191)


Tipps für langes Leben:
-- Stress vermeiden
-- ausgeglichene Ernährung
-- Bewegung
-- nicht rauchen (S.232).

[nicht erwähnt: Wer aber Stress vermeidet, indem Probleme nicht angegangen oder nicht gelöst werden, dem werden die Probleme gelöst, und dies verursacht dann viel Stress und Rufverlust].



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14.2
Medikamente verkürzen die Lebenserwartung!

Die Pflegekräfte wissen über die Wechsel- und Nebenwirkungen der "Medikamente" nicht bescheid, die Studenten in Spitälern schon gar nicht. Langbein/Ehgartner: "Die meisten Medikamente sind an alten Menschen gar nicht erprobt", weil die Pharmafirmen keine positiven Nachrichten von diesen Tests erwarten (S.187), z.B. bei Parkinson- oder bei den "besonders aggressiven Krebsmedikamenten". So produziert sich die Medizin ihre Kranken (S.188).

Bei den alten Menschen herrscht gemäss Langbein/Ehgartner eine "Übermedikalisierung". Arzneimittel verursachen 18,2% der Todesfälle im Spital, bei 10% falscher Dosierung oder "nicht sinnvolle Medikamente" als Ursache (S.188) [und dieser Todschlag wird nicht geahndet].

In: Ebbesen, Just u.a.: Drug-related Deaths in a Department of Internal Medicine. archives of Internal Medicine 2001; 161, S.2317-2323.

Die gefährlichsten Medikamente für ältere Menschen sind:
-- Herz-Kreislauf-Medikamente
-- Anti-Thrombose-Medikamente
-- gefässerweiternde Medikamente
wobei Männer eher an diesen Medikamenten sterben als Frauen (S.188).

Weitere Faktoren:
-- suchtfördernde Medikamente sind die Schlaf- und Beruhigungsmittel der Benzodiazepine
-- es kommt auch zu vielen Fällen von Unterversorgungen oder Überversorgungen
-- eigentlich interessiert es niemanden, wie die Alten versorgt sind, so werden nur unter 50% der Alten richtig medikamentiert (S.189).

In: American society of Consultant Pharmacists: The Silent epidemic. In: http://www.ascp.com/medhelp/silentepic.shtml

In den "USA" sterben jährlich 106'000 Menschen in Krankenhäusern an ihren Medikamenten. Langbein/Ehgartner:
"Jährlich sterben in den "USA" 106'000 Krankenhauspatienten an ihrer Medikation." (S.189)

in: Lazarou, J. u.a.: Incidence of Adverse Drug Reactions in Hospitalized Patients. JAMA, 1998, 279; 5, S.1200-1205

Falsche Medikamentation ist die vierthäufigste Todesursache noch vor Diabetes und Lungenentzündung (S.189).


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15.
Psychoterror im Spital gegen Alte

Psychopharmaka stellen ruhig und verursachen Unfälle
-- um Alte ruhig zu stellen und um das überforderte Personal zu entlasten, werden die Alten mit Psychopharmaka ruhiggestellt (S.190)

[Folgerung: Die Alten werden bekämpft statt gepflegt!]

-- Psychopharmaka "erhöhen die Sturzgefahr und können Betroffene in zombieähnliche Wesen verwandeln"
-- nach der Rückkehr nach Hause sind die Patienten noch unter Einfluss der Psychopharmaka, so dass sie nach einem Sturz gleich wieder im Spital landen (S.190).

Willkür-Faktoren im Spital
-- viele verschiedene Pflegekräfte verunsichern die alten PatientInnen total, keine Bezugsperson vorhanden und die Zuständigkeiten bleiben oft ungeklärt (S.190)
-- einheitliche Dienstkleidung verwirrt
-- keine Kalender oder Uhren im Zimmer begünstigen den geistigen Verfall
-- während 4 Wochen Krankenhaus sinkt der Intelligenzquotient um ca. 20% (S.191).

In: Spannagel, E.: Der alte Mensch - Hat er noch eine Chance? Studienarbeit im Rahmen der zweijährigen Weiterbildung für Allgemeine Kranken- und Kinderpflege. Städtisches Ausbildungsinstitut für Krankenpflege, München 1999


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16.
Herzinfarkt und Cholesterin

16.1
Die erste Studie in Framingham über Lebenswandel 1948


Ab 1945 produziert das Wirtschaftswachstum in den "USA" "Wirtschaftswunderbäuche" und parallel dazu steigt die Herzinfarktrate (S.222).


Die erste Langzeitstudie in Framingham
1948 ist 1/4 der Todesursachen bei Männern in den "USA" der Herzinfarkt, vor 1939 war dieses Todesursache kaum erwähnenswert, war damals aber auch kaum diagnostizierbar. 1948 entschliesst sich eine Forschergruppe um Josef Mountin zur Langzeitbeobachtung im Ort Framingham, Massachussets (S.222). Die Studie wird gerade mal mit 500'000 Dollar staatlichen Geldern unterstützt, so viel für die Erforschung des Long Island Kartoffelkäfers bewilligt wird (S.223).

Einstellung bisher:
-- "Fett steht für Nahrhaftigkeit und Geschmack"
-- "Fleisch bedeutet Wohlstand und das beste Essen überhaupt"
-- Rauchen entspannt und fördert die Konzentration
-- Rauchen wird von Ärzten empfohlen gegen Kreislaufprobleme zur Entspannung

-- hoher Blutdruck gilt als "harmlose Alterserscheinung"
-- Dicke gelten als "gemütlich"
-- die Dicken sollen ihr Herz schonen durch wenig Bewegung (S.224).

Die TeilnehmerInnen von Framingham - Erfindung des "Check-up"
-- haben genaue Untersuchungen gratis
-- haben jeweils Erzählstoff in der Gesellschaft (S.224)
-- Erfindung des "Check-up" füllt die Medizinpraxen und füllt die Taschen der "medizinischen" Industrie (S.225).

1959
Die voreilige Schlussfolgerung aus der Framingham-Studie: Krieg gegen Cholesterin
-- hoher Blutdruck und hohe Cholesterinwerte sollen Herzinfarkt begünstigen
-- Virchow hat schon 1860ca. Cholesterin in der kalkhaltigen Plaque der Gefässwände von Herztoten gefunden (S.225).

Die "Forschung" stellt die Gleichung auf: mehr Cholesterin - mehr Herzinfarkt ->> neuer Fein ist gefunden (S.225).

->> es werden Millionen neue Cholesterin-Patienten und Blutdruck-Patienten definiert mit Millionen-Umsätzen
->> verteufelt werden Butter und Ei, propagiert wird Margarine
->> dabei ist Cholesterin lebenswichtig für die Produktion von Zellplasma, v.a. produziert in Leber und Dünndarm (S.225).

Langbein/Ehgartner: "Normalerweise ist der Cholesterinhaushalt im Körper in Balance: Es wird so viel produziert, wie benötigt wird." (S.225)

Nun behaupten aber "US"-Ärzte:
-- Übergewichtige haben häufig höheres Cholesterin
-- Fette enthalten Cholesterin
->> also weniger Fett = weniger Cholesterin (S.225).



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16.2
Die Lüge vom zu hohen Cholesterin - "Cholesterinsenker" bringen Geld

Vorgehen: Die "US"-Gesundheitsbehörde legt neue Blutgrenzwerte fest und definiert so alle, die darüber liegen, für krank, und zwar "vorbeugend", im konkreten Fall 200 mg / dl Cholesterin im Blut (S.217), bei statistischem Mittelwert für Männer zwischen 40 und 59 von 240 mg / dl (S.217-218). Die Pharma-Industrie rekrutiert also alle Männer zwischen 40 und 59 auf der Welt als neue "Patienten" (S.218).

In: Borgers, Dieter / Berger, Michael (Hrsg.): Cholesterin-Risiko für Prävention und Gesundheitspolitik. Berlin 1995

Langbein/Ehgartner:
"In den 60er und 70er Jahren wurden millionenfach Cholesterinsenker verordnet, ohne dass dies an der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit etwas änderte." (S.218)


Im Gegenteil:
-- der "Cholesterinsenker" Clofibrat produziert Krebs und erhöht die Todesrate
-- weitere "Cholesterinsenker" bringen Milliarden ein, weil der Grenzwert so liegt, und weil die Wirksubstanz kaum etwas kostet [und weil die Krankenkassen-Bosse vielleicht sogar Aktien bei der Pharma-Industrie haben...]
-- die Werbung darf behaupten, dass "Cholesterinsenker" sinnvoll seien (S.218).

Vergleichsgruppen zeigen aber: Das Herz-Kreislauf-Risiko wird mit "Cholesterinsenkern" kaum gesenkt (S.218-219): Auf 1000 Behandelte werden 7 Todesfälle vermieden

->> die "Medizin"-Industrie profitiert am meisten
->> und die "Cholesterinsenker" haben Nebenwirkungen:

-- Verstopfung
-- bis zu Leberschäden
-- selten sogar Muskelschäden (Rhabdomyolyse) bis zum Tod (S.219).

->> "Colesterinsenker" sind gemäss Langbein/Ehgartner "Goldbringer" bis zu Lipobay von Bayer, das 387 Rhabdomyolyse-Fälle mit über 50 Toten produziert (S.219).

Ältere Menschen ab 65: "Cholesterinsenker" erhöhen Mortalität
Die Wirkung von "Cholesterinsenkern" ist nur bei Menschen bis 65 bewiesen. Sie werden aber auch bei Menschen über 65 verschrieben. Dadurch erhöht sich die Sterblichkeit! (S.219)

[Es ist planmässiger Todschlag, ohne jede Ahndung].

In: Schatz, Erwin u.a.: Cholesterol and All Cause Mortality in Elerly People from the Honolulu Heart Programm; In: Lancet 2001, S.358


1961: Geburt des Ausdrucks "Risikofaktor" - der riesige Profit
"Risikofaktor" gilt ab sofort für alle Krankheiten, und so sind ein Haufen neue Feinde geboren (S.226).

1962: Der Abschlussbericht der Framingham-Studie: die "Zivilisationskrankheiten"

Die Datensammlung der Langzeitstudie zeigt klar das Infarktrisiko auf bei

-- Rauchen (S.226): Zigarette wird als Faktor für Herzinfarkt entlarvt, aber die Zigarettenindustrie streitet alles ab (S.228)
-- Bewegungsmangel
-- Übergewicht
als herzbelastend, führt zur Verstopfung der Blutgefässe (S.226).

Forderungen:
-- Barbecue und Grillfeste mit fettigem Fleisch vergessen
-- Autos sollen nicht mehr zum Einkaufen verwendet werden
-- Rauchverzicht (S.226).



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16.3
Ab 1962: Krieg gegen Fett wird zum Krieg gegen den Körper - "Light" nützt nichts

Tierische Fette sind zur Vitaminaufnahme existentiell wichtig
Dabei ist tierisches Fett auch ein Grundbaustein des Körpers: Langbein/Ehgartner:
"Nur in Verbindung mit Fett werden die lipophilen Vitamine A, D, E und K über die Darmwand in die Blutbahn transportiert. gäbe es kein Nahrungsfett, würden sie einfach wieder ausgeschieden. Somit haben die Fette als Energiespeicher, Transportmolekül und Isoliermaterial eine existentiell wichtige Aufgabe." (S.229)

Fettarm soll gesünder sein als fettreich? ist bis heute gemäss Langbein/Ehgartner nicht bewiesen (S.229). Bis heute ist keine Langzeitstudie über fettreiche und fettarme Nahrung vorhanden. Warum? Weil keine Lobby vorhanden ist. Alle Kurzzeitstudien geben kein erhöhtes Risiko bei viel Fettkonsum an. Dagegen Langbein/Ehgartner: "Eine Studie zeigte einen Anstieg der Schlaganfälle in der Diätgruppe." (S.230)


1962: Geburt der "Light"-Lebensmittel - der Profit
Insgesamt werden nun aber auch pauschal alle Dicken zu Kranken gestempelt, so dass die Lebensmittelindustrie einen neuen Industriezweig erfindet: die "Light"-Produkte: Die Hälfte des Nährwerts wird "für dasselbe Geld" verkauft (S.226), und Butter wird verdammt, dafür Diet Coke und Zucht fettloser Schweine etc. (S.226).

Aber die Menschen werden trotzdem immer dicker (S.228).



Weitere Framingham-Langzeitstudien

1967
Neue Framingham-Langzeitstudie bestätigt: Bewegung senkt das Herzinfarktrisiko (S.226).

1971
Zweite Langzeitstudie in Framingham, nun mit Berücksichtigung eventueller Erbfaktoren (S.226)

Ab 1974 wird auch der Blutzuckerwert in den Framingham-Studien miteinbezogen (S.226).

1981
Neue Framingham-Langzeitstudie überführt auch die Filter-Zigarette (S.226).

Ab 1981 werden Rauchen und Bewegungsmangel als Faktoren für das Herzinfarktrisiko erneut bestätigt (S.226).



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16.4
Zuckerkrankheit: Zucker ist neuer "Feind"

-- fördert Gefässleiden drastisch
-- ab 1974 ist die Zuckerkrankheit schlagartig einer der Hauptfaktoren der Schul-"Medizin": Neuer Feind ist der hohe Zucker und der gemäss Langbein/Ehgartner "harmlose Alterszucker" (S.227).



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16.5
Body Mass Index (BMI): Der Körper wird zum "Feind" - und die Bevölkerung wird trotzdem dicker
Der Quotient zwischen Gewicht und Grösse soll bei 25 liegen, behauptet die "US"-"Medizin". Im Jahr 2001 setzen Framingham-"Experten" den neuen Gewichtsquotienten BMI auf 22 herab und machen damit ca. 30 Millionen Menschen zu neuen Patienten für die Abspeckpillen Xenical, Reductil etc. (S.228).

Seit der Einführung des BMI haben die "amerikanischen" Bürger um 10% an Gewicht zugelegt (S.228).
Und Light-Produkte haben alle keine positiven Resultate gebracht: Langbein/Ehgartner: "Obwohl die Light-Produktion-Welle längst den Markt dominiert, werden die Menschen immer dicker." (S.228)

1980-1999 sinkt der Fettanteil der Lebensmittel in den "USA" von 40 auf 33%, aber die Herzinfarktrate bleibt gleich, und das Übergewicht nimmt weiter zu (S.231).

1999 nimmt die American Heart Association (AHA) ihre Empfehlungen für fettfreies Essen zurück und empfiehlt den Ausgleich mit frischem Obst und frischem Gemüse, viel Bewegung und Rauchverzicht (S.230-231).

2002: Sackgasse Gentherapie gegen Herzinfarkt
Ab 2002 "findet" die "Forschung" neue Faktoren als Verursacher von Herzinfarkt, und damit auch neue Medikamente, und Ärzte werden demgemäss an neuen Geräten ausgebildet (S.231). Zusätzlich stellt sich die These der Vererbung und die These, ob es möglich ist, die schadhaften Gene zu ersetzen (S.231-232).

2002: Die Schul-"Medizin" hat gegen Herzversagen völlig versagt: wie TB-Rate um 1900
Langbein/Ehgartner:
"Die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat heute in Deutschland und Österreich ein Ausmass erreicht, das ungefähr jenem der berüchtigten TB Anfang des vergangenen Jahrhunderts entspricht." (S.232)

Eine Strategie gegen den Herztod ist von der Schul-"Medizin" nicht vorhanden. Die Schul-"Medizin" verschwendet weiterhin Milliarden $ in ihre "Reparaturmedizin" (S.232). Es besteht nicht einmal Einigkeit bei der Einstufung der Ursachen von Herz-Risikofaktoren. Aber "Medikamente" werden haufenweise verkauft, ist ein "Geldregen" für die Pharma-Industrie:
- "herzstärkende" "Medikamente"
-- Blutdrucksenker-"Medikamente"
-- blutfettsenkende "Medikamente" (S.233)

plus: Die Ernährungsindustrie profitiert von der Cholesterin-Hysterie
plus: der Fitnessboom bringt neue Produkte, Produzenten und Fitness-Studios (S.233).

Dabei:
-- cholesterinsenkende Mittel helfen bei schon verkalkten Blutbahnen nicht
-- blutdrucksenkende Mittel haben auf die Herzinfarkthäufigkeit oder Sterblichkeit keine Wirkung (S.233).

Die Bypass-Operation: Die nächste Verstopfung kommt bald
Bypass-Operationen sind ein hohes Risiko, und bald ist das nächste Gefäss verstopft. Langbein/Ehgartner:
"Durchschnittlich nach 5-7 Jahren, so zeigten Langzeitstudien, verschliessen sich die neuen Bypässe wieder." (S.233).

Und auch mit der Ballonmethode ist bei 40% nach 6 Monaten der alte Zustand der Verstopfung wieder da (S.233).

Der Herztod bleib 2001/2002 trotz aller Methoden der Schul-"Medizin" prozentual gleich hoch wie 1971, setzt einfach etwas später ein (S.234) [und die Pharma-Industrie hat ihre Milliardenprofite].



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16.6
Das erste Lebensstilprogramm von Dean Ornish gegen Herzinfarkt

(S.234-240). Ornish bildet zwei Gruppen von Herzrisikopatienten: Eine Gruppe erfährt die konventionelle chemische Behandlung (Kontrollgruppe), eine Versuchsgruppe bekommt keine chemische Behandlung, dafür werden in der Gruppe die Lebensgewohnheiten psychisch analysiert und umgestellt (S.234-235). Es ist eine völlig neue Strategie mit Gesprächen über Lebensansichten und Gefühle (S.236), wobei Herzpatienten sowieso sehr verschlossene Menschen sind (S.237).

Die Herzrisikopatienten der Versuchsgruppe zur Lebensumstellung
-- laufen alle auf dem Laufband trotz der z.T. verschlossenen Gefässe (S.235) und alle PatientInnen sind überrascht, dass sie laufen sollen
-- die PatientInnen der Kontrollgruppe werden alle zu "Neusportlern", die meisten machen dann regelmässig Walking, sie gehen schwimmen oder fahren Velo, für 4 Jahre 30 Minuten täglich, mindestens aber 3 Stunden pro Woche
-- viele merken, dass sie fit sein können, fühlen sich dann auch wohler, und die Angina-Pectoris-Anfälle gehen zurück (S.236).

Dean Ornish nutzt die Schul-"Medizin" nur, wenn es nötig ist (S.240).

Missmut und Depression fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Gemäss Epidemiologie ist es bewiesen, dass die folgende Bedingungen Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern:
-- Übellaunigkeit
-- Depressivität
-- mangelnder Rückhalt in sozialen Beziehungen
-- beruflicher Stress
-- Gefühl von Machtlosigkeit (S.237).

In: Ornish, Dean / Scherwitz, Larry u.a.: Intensive Lifestyle Changes for Reversal of Coronar Heart Disease; In: JAMA 1998; 280, S.2001-2007

Leben umorganisieren, Stressreduktion im Leben, Zeit haben
-- Ornish führt die psychische Begleitung von Herzpatienten ein mit Besprechung von Stressreduktion im Leben
-- Entspannungsübungen auf Matten unter Leitung von Therapeuten

-- Einführung vegetarischer Ernährung (S.237) mit Kochkursen in der Gruppe (S.238)
-- das Essen wird zum Gruppen-Erlebnis

-- die Gruppe stützt die Menschen
-- plötzlich wird Zeit frei zur Erholung und zur Pflege der Beziehungen und der Ehen
-- das Vorurteil, Vegetarier und Meditation sei nur etwas für "Waschlappen", wird bald als falsch erkannt (S.238).

Die Krebsrisiko-Patienten der Ornish-Gruppe nach einem Jahr
-- haben abgenommen
-- leben und fühlen sich gesünder
-- das Essensgefühl ist unter Kontrolle ohne jeden Eingriff (S.238)

-- die ganze Gruppe hat im Durchschnittsalter von 50 Jahren noch die Lebensweise geändert, was bisher für unvorstellbar galt
-- Fettanteil der Nahrung von 30 auf 7% reduziert
-- Sport regelmässig 40 Minuten täglich, mit Anti-Stress-Elementen 77 Minuten (S.239)

-- psychischer Stress ist abgebaut, Ärger im Leben ist erkennbar im Rückgang und Überreaktionen sind reduziert (S.239)

-- Fall Dwayne Butler (S.235,239): Der Cholesterin-Wert ist von 310 auf 149 gesunken, Betablocker sind nicht mehr nötig, die Brustschmerzen von der Angina pectoris sind weg, die Anginga-Pectoris-Anfälle haben sich von 6 pro Woche auf einen alle zwei Wochen reduziert, und er hat 9 kg konstant abgenommen, und er kann erstmals entspannt ohne Wutanfälle Auto fahren (S.239).

Die HerzrisikopatientInnen mit nur chemischer Betreuung
-- 30% Fett in der Nahrung ist konstant, 20 Minuten Bewegung täglich, Entspannung 4 Minuten täglich
-- das durchschnittliche Gewicht hat um 1,5 kg zugenommen
-- die Angina-Pectoris-Anfälle sind von 1,5 auf 4 pro Woche gestiegen (S.239).

Risiken für Herzinfarkt gemäss Dean Ornish

1. Hälfte 50%

2. Hälfte 50%

hoher Blutdruck

emotionaler Stress

Bewegungsmangel

Isolationsgefühlt

Rauchen

soziale Isoliertheit ohne Familie


unterdrückte Aggression


schwaches Selbstwertgefühl


(S.240)


Angst vor Statusverlust erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt um den Faktor 5 Langbein/Ehgartner: "Wer sich isoliert fühlt und in Angst lebt, seinen sozialen Status wegen mangelnder Leistung zu verlieren, hat ein fünffach erhöhtes Risiko, an einem Infarkt zu sterben, ergab etwa eine Studie in England. Demnach sind Arbeiter weit mehr vom Herztod bedroht als Manager. Je niedriger der Sozialstatus, desto eher fühlen sich Menschen gestresst." (S.240)

Herzgefährdete Menschen gemäss Ornish
-- Kampf um Anerkennung am Arbeitsplatz
-- wenig enge Freundschaften
-- Beziehungsprobleme
-- Probleme mit dem Selbstbewusstsein

-- rauchen stark
-- die Freizeit wird passiv verbracht, aber ohne Entspannung (S.241).

Der Erfolg des Ornish-Programms gegen Herzinfarkt
-- Gruppentätigkeiten
-- Faktor Psyche wird berücksichtigt (S.241).

Nach einem Jahr machen 21 der 28 Patienten der Versuchsgruppe weiter (S.241).

Die Herzrisikopatienten der Ornish-Studie nach 5 Jahren


Kontrollgruppe

Versuchsgruppe

Nahrung

Fettanteil 30%

Fettanteil 8%

Sport

20 Minuten Bewegung täglich

40 Minuten Bewegung täglich

Entspannung

4 Minuten täglich

33 Minuten täglich

Meditation

---

Meditationsübungen imponieren

Stressmanagement

---

ja, Stress nimmt ab

Spaziergänge

---

ja, Natur wird Teil des Lebens

Enthusiasmus

---

ja

Energie

gleich wie vor 5 Jahren

mehr als vor 5 Jahren



(S.241)


Medizinische Bilanz für die Herzrisiko-Patienten der Ornish-Studie nach 5 Jahren

medizinische Komponente

Kontrollgruppe

Versuchsgruppe


am Anfang

nach 5 Jahren

am Anfang

nach 5 Jahren

Gefässverengung

43%

54%

40%

36%

Cholesterinspiegel


-20% mit Medikamenten


-20% ohne Medikamente

Ballonaufdehnungen


Einheit 2


Einheit 1

erlittene Herzinfarkte in der Zeit


4


2





(S.242)


In: Ornish, Dean / Scherwitz, Larry u.a.: Intensive Lifestyle Changes for Reversal of Coronar Heart Disease; In: JAMA 1998; 280, S.2001-2007

Schlussfolgerung:
Mit Betreuung ist es möglich, lang eingeschliffene gesundheitsschädliche Gewohnheiten und sogar Krankheiten wie Herzinfarkt zurückzudrängen (S.242).



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17.
Ab 1976: Hormonersatztherapie (HRT): künstliches Östrogen schadet

Alle Hormonersatztherapien werden auf blossen Verdacht hin angewendet (S.220-221).

Die Östrogen-Phantasie nach den Wechseljahren

Die Medizin behauptet, Frauen nach den Wechseljahren ohne Östrogene hätten eine erhöhte Infarktgefahr (S.227). Das weibliche Sexualhormon Östrogen wird als Schutz vor Herzleiden bezeichnet. Alle Frauen nach den Wechseljahren bekommen Östrogen-Präparate mit der Versprechung:
-- keinen Herzinfarkt zu bekommen
-- keine Osteoporose zu bekommen
-- kein Alzheimer zu bekommen
-- mit der Behauptung, dass Haut und Brüste straffer würden
-- mit der Behauptung, dass man "jung" bleiben würde (S.220).

Die Frauen über 50 sollen nach der Anti-Baby-Pille nun weiter Pillen schlucken. Langbein/Ehgartner: "Jede Frau über 50 war damit eine potentielle Empfängerin der Pille nach der Pille." (S.227).

Die Forschung kann keine einzige der behaupteten Wirkungen bestätigen, allenfalls einen Schutz vor Hitzewallungen (S.220).

Die Östrogen-Präparate produzieren mehr Herzinfarkt, Nierenschäden
Statistisch gesehen nimmt der Herzinfarkt bei Frauen mit künstlichem Östrogen nach den Wechseljahren sogar zu. Langbein/Ehgartner: "Die zugrundeliegenden Studien zeigten sogar einen Anstieg der Herzinfarktrate im ersten Jahr durch von Östrogen stimulierte Blutgerinnung." (S.220)

Ausserdem kommt es in manchen Fällen zu nachhaltigen Nierenschäden (S.220). Die Hormonersatztherapie hat also genau das Gegenteil erreicht von dem, was offiziell beabsichtigt war (S.221).

In: Monster, T.B.M. u.a.: Oral Contraceptive use and Hormone Replacement Therapy Are Associated With Microalbuminuria; In: Arch. Intern. Med. 2001; 161, S.2000-2005


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18.
Die Erfindung der "Risikogeburt"

Ab 1945 kommen die Stabsärzte und Feldchirurgen aus dem Krieg in ihre Länder zurück und drängen in die Spitäler und setzen dort einen militärischen Drill durch, den sie im Krieg gelernt haben, auch bei der Geburt (S.242).

Dammschnitt mit gelogener Werbung
Die Werbung behauptet, der Dammschnitt stabilisiere die Dammgegend gegen Inkontinenz nach der Geburt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Langbein/Ehgartner: "Der Dammschnitt schwächt den Beckenboden und begünstigt damit Inkontinenz." (S.244)

In: Goer, H.: The Thinking Womens Guide to a Better Birth. The Berkeley Publishing Group, New York 1999, S.15

Gegen Inkontinenz reichen einfache Übungen zur Stärkung und Straffung des Beckenbodens (S.244).

Werbung für den Kaiserschnitt
Nun werden seit den 1970er Jahren die Kaiserschnittgeburten häufiger und die Hausgeburten weniger. Die Hebammen werden immer mehr arbeitslos. Die Semmelweis-Klinik in Wien bleibt gegen den Kaiserschnitt eingestellt und bleibt bei einer Rate von 1,03% Kaiserschnittgeburten. Bis 2000 ist eine Rate von 10% Kaiserschnittgeburten in Kliniken "normal" (S.243).

Die Werbung gaukelt den Müttern den Kaiserschnitt als "sanfte Geburt" vor, um den "Liebeskanal" zu schützen, und mit der Behauptung, normale Geburten würden die Inkontinenz steigern (S.244).

In Mittel- und Süd-"Amerika" sprechen die Frauen auf diese Werbung besonders an. Es macht sich dort eine regelrechte Kaiserschnitt-Epidemie breit mit Raten in Privatkliniken von bis zu 80% (S.244).

Infektrisiko bei der Geburt: Hausgeburt ist am besten
Bei der Geburt ist die Entspannung das Entscheidende. Deswegen ist die Hausgeburt am besten (S.252-256). Infektionsrisiko ist zu Hause nicht entscheidend vorhanden.

Langbein/Ehgartner:
"Geplante Hausgeburten haben im Gegenteil sogar ein eher geringeres Komplikations- und Sterberisiko als Klinikgeburten",

mit Ausnahme bei Steisslagen und riskanten Ausgangssituationen. Die Niederlande scheinen für Hausgeburten Vorreiter zu sein, unter Voraussetzung frauenfreundlicher Strukturen.

Langbein/Ehgartner:
"In den Niederlanden, wo ein dichtes Hebammennetzwerk etabliert ist und der EU-weit höchste Anteil der Geburten ausserhalb der Kliniken stattfindet, ist auch die Mütter- und Kindersterblichkeit eine der geringsten in Europa." (S.245)

In den Niederlanden ist die Rate der Kaiserschnittgeburten unter 10%. In den meisten Industrie-Ländern aber wird eine Gebärende zur "Hochrisikopatientin" hochstilisiert (S.245).

Die Techno-Geburt: Alle Technik verbessert nichts
Die Vertechnisierung und Kontrolle des Babys während des Geburtsvorgangs nützt nichts. Die Rate von Geburtsschäden geht nicht zurück, und zusätzlich produziert die ganze Technik viele Fehlalarme. Die Ursache für Geburtsschäden muss also anderswo als bei der Geburt selbst liegen. Mit der ganzen Technik werden sogar Gynäkologen für Geburtsschäden verantwortlich gemacht. Hier hat sich die Schul-"Medizin" ein "Eigentor" geliefert, denn an den Apparaten kann dieses Mal kaum etwas verdient werden, sondern die Mediziner werden die "Schuldigen" (S.246).


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19.
Die Manipulationen der Schul-"Medizin" am Immunsystem

19.1
Die Schul-"Medizin" will nichts wissen vom Immunsystem



Die Schul-"Medizin" hat durch Ignoranz und Eigenstolz völlig versagt, was das Immunsystem angeht. Langbein/Ehgartner:
"Dass bei dem Feldzug gegen die Krankheit ausgerechnet die wesentlichen Umstände ausgeblendet wurden, die darüber entscheiden, ob ein Mensch krank wird oder krank bleibt, ist einer der bittersten Irrwege der modernen Medizin." (S.257)

Dabei ist es ein Wunder, dass das Immunsystem all die chemischen Eingriffe der Schul-"Medizin" seit 1850 überlebt hat (S.257).

Der dramatische Unterschied:
"In Entwicklungsländern sind Allergien und Autoimmunkrankheiten weitaus seltener anzutreffen als in den Industriestaaten." (S.299)


[Wer lebt jetzt besser? Das Ansteigen der durchschnittlichen Lebenserwartung scheint einen sehr hohen Preis zu haben].



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19.2
Impfen: Die Irreführung des Immunsystems - Allergien und hohe Todesraten

Die Impfungen schaden das Immunsystem schon beim Säugling, und nötig waren sie meist eigentlich auch nicht. Langbein/Ehgartner:
"Dabei sind praktisch alle klassischen Impfungen erst zu einem Zeitpunkt eingeführt worden, als die Infektionserkrankungen selbst bereits ihren Schrecken verloren hatten." (S.257)

Beispiele:
-- die Pest wurde ohne Impfung, sondern durch Hygiene in den Städten beseitigt
-- die Cholera wurde ohne Impfung, sondern durch Filterung des Trinkwassers beseitigt (S.258).


Der Babyschutz durch Muttermilch mit Antikörpern - Lernvorgang durch Fieber
Die Mutter, die selbst alle Kinderkrankheiten durchgemacht hat, gibt dem Baby über die Muttermilch ihre Antikörper, den so genannten "Nestschutz", einige Monate lang, bis das Immunsystem des heranwachsenden Babys sich selbst wehren kann. Langbein/Ehgartner: Diese Antikörper werden aber im Lauf der Monate abgebaut und nicht mehr erneuert." (S.274). Fieber beim Säugling heisst dann, dass das Immunsystem am Lernen ist: "Fieber beim Säugling heisst, das Immunsystem bildet die ersten Resistenzen [...] Jedes Fieber zeigt an, dass nun Hochbetrieb herrscht in der Schule des Immunsystems." (S.275)

Kinderkrankheiten trainieren das Immunsystem - Mütter ohne Masern - Babys mit Masern
Wenn das Training wegfällt, so sind die Folgen bis heute unbekannt (S.259).

Die Masern-Impfung wurde mit der Propaganda eingeführt, sie wirke ein Leben lang, aber bei Erwachsenen treten nun die Masern auf, schwerer als zuvor, und die Schul-"Medizin" behauptet, man solle nun die Bevölkerung 100% "durchimpfen", was unmöglich ist, weil eine Impfung nicht 100%ig wirken kann (S.258).

Plötzlich gibt es neue Masern-Opfer: die Babys zwischen 6-14 Monaten
-- weil die Mütter selbst keine Masern hatten und keine Antikörper mit der Muttermilch an das Baby weitergeben können

-- weil heute immer weniger gestillt wird (S.259).

->> der Schutz vor Masern geht für die Babys verloren
->> Langbein/Ehgartner: "Geimpfte Mütter haben denn auch 3 mal so häufig kranke Babys"
->> Langbein/Ehgartner: "Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass im Alter von 8 Monaten kaum noch jedes sechste Baby geimpfter Mütter natürliche Abwehrkräfte besitzt, in der Maserngruppe immerhin noch jedes zweite." (S.259)

In: De Serres, G. u.a.: Passive Immunity Against Measles During the First 8 Months of Life of Infants Born to Vaccinated Mothers or to Mothers who Sustained Measles; In: Vaccine 1997; 15 (6-7), S.620-623

In: Desgrandchamps, D. u.a.: Seroprävalenz von IgG-Antikörpern gegen Masern, Mumps und Röteln bei schweizer Kindern in den ersten 16 Lebensmonaten; In: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 2000; 130, S.1479-1486

Impfen ist eine Irreführung des Immunsystems
-- Keime werden abgeschwächt und dem Körper eingespritzt, das Immunsystem soll die Krankheit an abgeschwächten Keimen "erlernen"
->> das Immunsystem bekommt die echte Krankheit nie mit
->> impfkritische Ärzte meinen, die Säuglinge sollen nicht mehr geimpft werden und das Ziel der 99-prozentigen "Durchimpfung" schade mehr als es nützt (S.275).

Impfen begünstigt Allergien und Autoimmunerkrankungen
Langbein/Ehgartner:
"Die Anmassung der Medizin, mit ihren einfachen Rezepturen effektiver sein zu wollen als das Abwehrsystem des menschlichen Körpers, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit zu dramatischen Entwicklungen wie dem (S.259) sprunghaften Anstieg von Allergien und Autoimmunerkrankungen beigetragen." (S.260)

Die Industrie will die Schwächung des Immunsystems für ihren Profit
Das Hauptziel der Industrie ist, dass eine Impfung von den "Behörden" empfohlen wird, so dass keine Werbung mehr gemacht werden muss. Das Immunsystem wird dadurch aber immer mehr manipuliert und immer schwächer (S.283).

Impfen ist eine Vergiftung des Körpers mit Aluminium und Quecksilber - Allergien
In den 1980er Jahren schon kommen kleinere Studien zum Resultat, dass das "Impfquartett" gegen Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Polio das Leben von Kindern gegenüber ungeimpften Kindern verkürzt. Im Verdacht steht das Aluminiumhydroxid, das zur Auslösung einer Immunreaktion in den Impfstoff eingemischt ist: Das Aluminiumhydroxid schädigt die aktive Abwehr (TH-1-Zellen des Immunsystems) und wird gleichzeitig im Immunsystem bei den TH-2-Zellen abgespeichert. So wird ein Stoff mit Aluminiumhydroxid als "Feind des Immunsystems" abgespeichert, der nachher in natürlicher Weise nicht mehr kommt, und das Immunsystem reagiert bei der wirklichen Attacke zu stark, was Allergien fördert. Langbein/Ehgartner: "Ohne TH-2-Antwort keine Allergie." (S.279)

In den Impfstoffen befindet sich auch Quecksilber (S.284):
-- ist im Konservierungsstoff Thimerosal ab den 1930er Jahren eingemischt zur Konservierung von grossen Mengen Impfstoff, sonst müssten alle Impfstoffe in kleinen Portionen aufbewahrt werden
-- das Quecksilber verursacht schwere Schäden an Nervenzellen und verursacht Nierenvergiftungen
-- das Quecksilber überwindet die Blut-Hirn-Schranke (S.285).

Quecksilberbelastung durch Impfungen bei "US"-Babys von 5 kg

EPA-Grenzwert (Environmental Protection Agency)

WHO-Grenzwert

Alle Impfungen in den "USA" in 14 Wochen ergeben eine Belastung von�

34 Mikrogramm

159 Mikrogramm

187,5 Mikrogramm



(S.285)


1999 verlangt die Vereinigung der "US"-Kinderärzte, dass die Quecksilberzusätze aus Impfstoffen entfernt werden, denn mit den vielen Impfungen im Babyalter wird die "Toleranzschwelle" oft überschritten (S.284) Die Schwermetallbelastung durch die vielen Impfungen ist nicht mehr verantwortbar. Sie verlangen Impfstoffe ohne quecksilberhaltiges Thimerosal (S.285).
->> Die Industrie verlangt, dass sie keinen Zeitlimits oder Zwangsmassnahmen unterworfen wird (S.286).

In: Vaccine-Advisory Committees der FDA, 14.9.1999, Session 1: Update on Thimerosal, S.9-27


2000: Impfen gegen Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Polio fördert Todesrate: Testreihe in Guinea-Bissau [bei Senegal] von Aaby
Peter Aaby
, Leiter einer Untersuchungsstation in Guinea-Bissau, publiziert im Dezember 2000 seine erschreckenden Resultate im British Medical Journal (BMJ) (S.276) mit der Frage, ob geimpfte Menschen länger leben als ungeimpfte. 1990-1996 hat er über 15'000 Frauen und ihre Kinder in die Studie aufgenommen und in den ersten 20 Monaten beobachtet. Unsicherheitsfaktoren wurden aus der Studie jeweils gestrichen, z.B. wenn eine Mutter den Impfausweis verloren hatte etc. (S.276-277)

Es wird geimpft

-- am 1.Tag gegen TB (BCG-Impfung) (S.277)

-- nach 6 bzw. 10 bzw. 14 Wochen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio, das "Impfquartet" (S.277), auch "Tetanus & Co" genannt (S.279)

-- mit 9 Monaten Impfung gegen Masern (S.277).

Die geimpften Kinder sind alle gut ernährte Kinder aus der Mittel- und Oberschicht, die nicht geimpften Kinder kommen auch aus mangelernährten Familien. Trotzdem sterben innerhalb von 20 Monaten doppelt so viele geimpfte Kinder wie nicht geimpfte Kinder (S.278).

Details:
-- höchste Sterberate erfolgt in der Regenzeit
-- häufigste Sterbeursachen: Malaria, Durchfall, Entzündungen, Unterernährung [bei den Nicht-Geimpften], Atemwegsinfekte
-- TB-Impfung und Masernimpfung halbieren beinahe die Sterblichkeit und fördern die Gesundheit
-- Diphtherie-, Tetanus-, Keuchhusten- und Polio-Impfung verdoppeln die Sterblichkeit (S.277)

-- wenn alle Kinder die gleichen Ernährungsgrundlagen gehabt hätten, wäre das Resultat vielleicht noch drastischer ausgefallen, da die geimpften Kinder besser ernährt waren als die nicht geimpften

-- Ungenauigkeiten sind ausgeschlossen und wurden aus der Testreihe gestrichen (S.278).

In: Kristensen, I. u.a.: Routine Vaccinations and Child Survival: Follow-up Study in Guinea-Bissau, West Africa; In: BMJ 2000; 321, S.1-8


In Guinea wurde gegen TB geimpft, obwohl TB in Guinea praktisch überhaupt nicht auftritt. Somit ist die TB-Impfung für Guinea nicht relevant (S.279). Gleichzeitig ist der niedrige Wirkungsgrad von TB-Impfungen bekannt, z.B. aus Indien (S.279-280). Aber insgesamt stärkt eine TB-Impfung (BCG) die Infektionsabwehr (S.280).

WHO-Impflüge fliegt auf - Schadenersatzforderungen möglich
Die WHO muss reagieren und ruft neue Studien über das Langzeitüberleben nach Impfungen ins Leben (S.278-279). Die Studie von Aaby ist eine Total-Blamage für die WHO und den "Direktor" Peter Folb, denn zwei seiner Leute, Kim Mulholland und Mauricio L. Barreto haben Aabys Studie auf die Systematik untersucht und die Zuverlässigkeit der Resultate bestätigt (S.280).


Wenn die WHO zugeben muss, dass Impfen schadet, stehen Schadenersatzforderungen ins Haus. Langbein/Ehgartner nehmen an, dass die WHO nun selbst Studien finanziert und dabei eventuell die Resultate fälscht, um Schadenersatzforderungen abzuwenden [und wieder mehr Tote zu produzieren] (S.281).

Ablauf der Wirkung der Impfungen ist nicht erforscht!
Aaby denkt über die Ursachen der Effekte der TB-Impfung und der Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Polio-Impfung nach. Über den Ablauf der Wirkung fehlen jegliche Erkenntnisse. Weitere Arbeiten bestätigen Aabys erste Impfstudie (S.281).

Aabys Erkenntnisse:
-- die unspezifischen Effekte der Impfungen sind mittlerweile wichtiger als die Wirkungen gegen eine Krankheit
-- Aaby will das Impfrätsel lösen: "Es ist höchste Zeit, dass wir endlich zu gesichertem Wissen kommen." (S.282)

2001: Die Presse boykottiert Aabys Studien
Die Zeitungslobby verzögert die Veröffentlichung (S.281).



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19.3
Fall: Rotaviren-Durchfall-Impfung verursacht tödliche Darmeinstülpung

1998-1999 will die Industrie eine neue Schluckimpfung einführen lassen, die gegen 4% aller kindlichen Durchfälle gerichtet ist. Mit viel trinken überleben die Kinder diesen Durchfall und sind dann jeweils immun. Diese Durchfälle erfordern in den "USA" 500'000 Arztbesuche und 20-40 tote Kinder jährlich, wobei aber nie genau verfolgt wurde, an was die Kinder jeweils sterben (S.286). Die Impfung wurde für die "3.Welt" kreiert, weil dort der Durchfall häufig vorkommt. Da aber die "3.Welt" nicht bezahlen kann, soll auch die "1.Welt" geimpft werden, um die Forschungskosten wieder hereinzubringen (S.291).

Die Behörden machen Testreihen an Babys. Der Impfstoff mit Rotaviren bewirkt dramatische Vorfälle von Darmeinstülpungen (Invagination) (S.289), wo der Dünndarm sich in den Dickdarm stülpt, im Verhältnis 1:5000 (S.288). Bei Nicht-Behandlung erfolgt Darmverschluss und Durchbruch der Darmwand, Total-Infektion und Tod (S.289). Bei der Operation wird ein Teil des Darms entfernt, die Rückfallquote liegt bei 10% (S.290).

In: Intussusception Among Recipients of Rotavirus Vaccine-US 1998-1999; In: MMWR 48 (27); S.577-581 (16.7.1999)

Ab 15.7.1999 wird der Rotaviren-Impfstoff verboten, aber erst ab dem Verbot kommen die meisten Fälle erst ans Licht. Und in Brüssel wollte man den Rotaviren-Impfstoff auch schon erlauben, was im letzten Moment verhindert wurde (S.290).

Bis heute weiss niemand über die Wirkungsweise zur Darmeinstülpung Bescheid. In den "USA" mussten über 100 Babys daran sterben, nur weil die Industrie die Forschungskosten wieder hereinbringen wollte. Die Industrie reagiert aber nicht mit einem Stop der Impfung, sondern mit der Ankündigung, dass sie "bessere" Impfstoffe nachliefern werde (S.291) mit dem Argument einer hohen Sterblichkeit an Rotavirus-Durchfall in den "Entwicklungsländern" (S.292).

[Wer ist denn da das "Entwicklungsland"?]



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19.4
Allergien durch zu viel Hygiene und arbeitsloses Immunsystem: "Urwaldhypothese"

1980 hatten ca. 10% der Bevölkerung in Deutschland Allergie-Leiden (S.292).

Antibiotika behindern den Lernprozess des Immunsystems
Antibiotika stören das Immunsystem bei seiner Lernarbeit im Kindsalter und entvölkern die ganze Darmflora, so dass das Immunsystem die Krankheitsbekämpfung nicht erlernen kann (S.293).

Fall DDR: Luftschadstoffe produzieren keine Allergien
denn in der DDR hatten die Menschen nur halb so viel Allergien wie in der BRD (S.293). Dafür aber gab es in der DDR viel mehr Bronchitis (S.294).

Insgesamt sind Münchner Kinder 1989 2,5-3 mal so sensibilisiert wie die Kinder aus ostdeutschen Städten: bei Hausstaub, Birkenpollen, Katzenhaaren (die Standardstoffe):

Vergleich der Allergien BRD-DDR 1989



BRD-Städte

Bemerkung

DDR-Städte

Bemerkung

Heuschnupfenrate

22,8%

Hamburg, Erwachsene 20-44 Jahre

13,3%

Erfurth, Erwachsene 20-44 Jahre

Heuschnupfenausbruch

8,6%

Kinder

2,7%

Kinder

Asthmaanfälle

3%

Hamburg, Erwachsene 20-44 Jahre

1,5%

Erfurt, Erwachsene 20-44 Jahre





(S.294)


Die Unterschiede zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland treten ab Jahrgang 1950 auf. In den 1950er und 1960er Jahren ist in der BRD der Grund dafür zu suchen. (S.294)

Unterschiede: die "Urwaldhypothese"
-- BRD: Kinder wachsen meist allein zu Hause auf, ohne grosse Kontakte zu anderen Kleinkindern
-- DDR: Kinder werden zu 90% in Kinderkrippen abgegeben und haben häufig ansteckende Krankheiten, öfter Infektionen, öfter parasitäre Würmer (S.294) durch kollektives Hocken auf dem Nachttopf in Kinderkrippen (S.295).

Forscher kommen auf die "Urwaldhypothese":
-- die Hygiene lässt das Immunsystem untrainiert
-- das Immunsystem erleidet eine Art "Sinnkrise" und dreht durch und sucht sich willkürlich Feinde aus
-- das Immunsystem ist dort stark, wo die Hygiene nicht allzu stark ist
-- Allergiker haben höhere Konzentration des Abwehrmoleküls Immunglobulin E (IgE), der Stoff zur Parasitenabwehr

-- das Immunsystem sucht sich, wenn es nichts zu tun gibt, neue Feindbilder:
oo  Eiweisse
oo  Nickelspuren von Schmuck oder in Rheumamitteln etc. (S.295)
oo  die Spuren werden abgespeichert und beim nächsten Mal macht das Immunsystem eine Allergie draus (S.296).

Bei Pollen, Hausstaub und Nahrungsmittelinhaltsstoffen wird das Immunsystem in seiner Allergie durch den Botenstoff Histamin unterstützt, der die Gefässwände durchlässiger macht, mit Folgen:
-- Austritt von mehr Flüssigkeit

-- Anschwellen von Gewebe
-- schwere Augenlider
-- aufgedunsenes Gesicht (S.296).


Forschungen 1995-2002ca.: Viehmist ist Hauptfaktor für das Immunsystem
Gemäss Langbein/Ehgartner (2002) wurde "in den letzten Jahren" intensivst über Allergien geforscht:
-- von der Studiengruppe in Basel um Charlotte Braun-Fahrlander
-- von einer Studiengruppe in Salzburg von Josef Riedler
-- von Münchner Allergieforschern um Erika von Mutius
->> insgesamt wurden über 10'000 Kinder untersucht (S.299). Resultate:

Die Streuung von Allergien in der Bevölkerung - Faktor Viehmist

Kinder in Städten

Kinder auf dem Land

Kinder auf dem Land auf dem Bauernhof

Kinder mit Kuhmilchkonsum

wenn die schwangere Bauersfrau im Stall arbeitet

hohe Allergierate

niedrige Allergierate

noch niedrigere Allergierate

Allergierate und Asthmarate minus 75% gegenüber dem Durchschnitt

am wenigsten Allergie: kein Asthma bei Kleinkindern bis 3 Jahre





(S.299)


Entscheidend ist der Bestandteil von Bakterien des Viehmists: Lipopolysaccharide (LPS), in auf Bauernhöfen überall in der Umgebungsluft vorkommen, auch in den Wohnungen der Bauernhäuser.
->> man muss gar nicht viel in den Stall, um das Immunsystem richtig zu schulen
->> aber ein "Urlaub auf dem Bauernhof" reicht nicht (S.300).

Die kranke Bevölkerung der "Zivilisation"
2000 hatten 20% der Bevölkerung in Deutschland Allergie-Leiden (S.292).

Insgesamt sind es beinahe 20'000 Stoffe [Allergene]. Der Anstieg ist mit Genetik und Psyche nicht erklärbar (S.292).

Der Hygienewahn schlägt ins Negative, weil das Immunsystem keine Aufgabe mehr hat und keine Information über die wirklichen Feinde mehr hat (S.301).


Studie BRD-Ex-DDR: Kein Unterschied mehr zwischen BRD und Ex-DDR-Bevölkerung
Ab 1989 wurden in der DDR die Kinderkrippen abgeschafft und die Kinder in "Einzelhaltung" aufgezogen wie in der BRD. Die Schulung des Immunsystems der Kleinkinder mit Schnupfen oder Fieber in der Kinderkrippe fällt weg. Ab 2 Jahren zeigen sich Symptome von neuen Allergien (S.302).

Erika von Mutius vermutet, dass die ersten 3 Lebensjahre für die Ausbildung des Immunsystems entscheidend sind (S.302).

->> Kontakt mit Erde und Schlamm ist positiv
->> die Schul-"Medizin" will Dreckspritzen erfinden: These von Rook [kein Vorname angegeben]: kontrolliert Schmutz injizieren als Ersatz für das Toben im Schmutz
->> es stellt sich die Frage, ob das Immunsystem eine Lernphase nachholen kann (S.301).

2000ca.: Untersuchung über Allergien in D, Ö und in der Schweiz
-- Asthma haben 11% aller Kinder
-- Heuschnupfen haben 13% aller Kinder

-- eine erhöhte Sensibilisierung zeigen 1/3 aller Kinder (S.292).

Zusätzlich kommen dazu:
-- Allergien auf Arzneien
-- Allergien auf Lebensmittel
-- Allergien auf Insektengifte
-- Allergien auf diverse Chemikalien (S.292).

Fall: Immunsystem greift Magen an: Autoimmunkrankheit Morbus Crohn
= Crohnsche Krankheit (S.297), = Darmerkrankung mit Fisteln (S.296), Magen-Darm-Krämpfen und Durchfällen (S.298)
-- in Europa 6 auf 100'000, keine Medikamente vorhanden
-- im Extremfall wird der ganze Dickdarm entfernt (S.297).

Vorgang:
-- die Entwurmung durch Antibiotika nimmt dem Immunsystem ab den 1930er Jahren seine Arbeit gegen die Nematoden-Würmer weg (S.297)
-- das Immunsystem bildet Antikörper gegen die eigene Darmflora

->> der Darm reagiert mit heftigen Entzündungen
->> das Immunsystem betreibt die Selbstzerstörung des Körpers, die Immunantwort ist schlecht ausgebildet und greift dort an, wo sie gar nicht soll (S.297)
->> Auftreten von Morbus Crohn ab den 1930er Jahren (S.297).

Morbus-Crohn-Experiment: Wurmeier heilen Mäuse und Menschen
Mäuseexperimente bestätigen den Zusammenhang unter Arzt Joel Weinstock (S.297-298). Eine Dosis Wurmeier heilt nicht nur die Mäuse, sondern heilt auch die Menschen, im Experiment von Weinstock werden 5 von 6 Morbus-Crohn-Patienten ganz geheilt, beim 6. Patienten lindern sich immerhin die Symptome (S.298).

Weinstock vermutet auch einen Zusammenhang zwischen Nematoden-Würmern und MS und rheumatoider Arthritis (S.298).

Die Zivilisation betreibt die Selbstzerstörung mit Hygiene

Schlussfolgerung von Langbein/Ehgartner:
"Hygiene, Impfungen und Antibiotika haben zwar ihren Dienst getan, jedoch um den Preis, dass das Immunsystem vieler Menschen aus dem Gleichgewicht geraten ist und sich entweder als Allergie auf ansonsten harmlose Fremdkörper oder als Autoimmunkrankheit gegen den eigenen Körper richtet." (S.297)



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20.
Die Entdeckung der Psycho-Manipulation am Immunsystem: Psychoneuroimmunologie

1975: Erste Beweise der Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper
(S.310) im Rattenexperiment: Die Ratten bekommen eine Zeit lang Zuckerwasser und Giftspritze zusammen, dann nur noch Zuckerwasser. Die Ratten meinen, das Zuckerwasser sei giftig und sterben an Zuckerwasser, weil sie das Zuckerwasser immer mit der Giftspritze in Verbindung brachten (S.311).

[In diesem Sinn handelt es sich um ein Placebo mit negativer Wirkung].

Damit ist bewiesen, dass der Zellstoffwechsel psychisch beeinflussbar ist. Die Psychoneuroimmunologie ist geboren (S.311).

Psyche wirkt auf das Immunsystem und kann Auslöser von Krankheiten sein - und Spontanheilungen

Die Untersuchung, wie die Psyche das Immunsystem beeinflussen kann, wurde jahrzehntelang vernachlässigt und ist bis heute kaum berücksichtigt. Die Psyche ist mitentscheidend für den Ausbruch von Krankheiten. Langbein/Ehgartner:
"Die neue Forschungsrichtung der Psychoneuroimmunologie hat eindeutig belegt, dass sämtliche seelischen Prozesse sich unmittelbar oder mittelbar auf das Immunsystem auswirken und damit zumindest mitentscheiden, wann Krankheiten auftreten und wie gross die Heilungschancen sind." (S.260)

Der Placebo-Effekt: das Ritual und der Glaube
lösen die Reaktion lim Körper in den Zell- und Gewebestrukturen des Organismus aus:
-- Ausschüttung körpereigener, morphiumähnlicher Substanzen
-- placeboalarmierte Stressbremsen lassen allergische Hautausschläge verschwinden
-- placebogerüstete Kämpfer des Immunsystems besiegen Bakterien und heilen in der Folge sogar hartnäckige Magengeschwüre
-- Haare wachsen wieder unter Placebo-Effekt einer gezielten Hormonmodulation (S.307).

[Man müsste also gar nicht oft den Körper mit Medikamenten vergiften, um eine Heilung zu erreichen. Die Schul-"Medizin" aber will am liebsten die ganze Welt vergiften, um die ganze Welt als Markt für ihre "Medikamente" zu haben].

Beispiel eines Krebspatienten: Tod nach Wahrheit über Placebos
Das Pferdeserum-Mittel Krebiozen wirkt nur als Placebo, aber die Placebo-Wirkung heilt. Bei der Meldung der Placebo-Wirkung stirbt der Patient in zwei Tagen (S.308).

Das Gehirn als Faktor für Heilungen
->> das Gehirn spielt eine entscheidende Rolle, ob eine Heilung eintritt oder nicht
->> das Gehirn beeinflusst auch die Wirkung tatsächlicher "Medikamente". Faktoren sind Erwartungen und Erfahrungen von Patienten. Das Hirn kombiniert 50 Peptide, 30 Stoffe der Immunabwehr und 10 Neurotransmitter (S.308).

Die Lösung: Das ZNS greift mit über 100 Hormonen in den Immunhaushalt ein
Die Zusammenhänge sind nur von einigen wenigen Hormonen bekannt. Es ist aber gemäss Langbein/Ehgartner gesichert:
"Das Immunsystem kann aber auch von sich aus aktiv werden und Botenstoffe aussenden, um seinerseits dem Nervensystem (S.311) rasch Informationen zukommen zu lassen." (S.312)

Experiment: Blutuntersuchungen nach depressiven und euphorischen Stimmungen
SchauspielerInnen spielen depressive und euphorische Szenen, vor und nach jeder Szene werden die Immun-Parameter und die Hormonkonzentrationen untersucht. Resultat:

Immunsystemzustand

nach euphorischer Szene

nach depressiver Szene

Killerzellen

mehr

mehr

Abwehrzellen

lebendiger als vorher, hat verjüngenden Effekt

sind eindeutig geschwächt, hat alternden Effekt



(S.315-316)


In: Futtermann, A.D. u.a.: Immunological and Physiological Changes Associated with Induced Positive and Negative Mood; In: Psychosom Med, 1994; 56(6), S.499-511


[nicht erwähnt:
Wer nur noch positiv denken will und Probleme verdrängt, der kommt in einen Dauerstress der Verdrängung, und die Probleme lösen sich dann oft schockartig mit schlimmen Konsequenzen].

Schock als Heilung - Schauspielerarbeit
Durch die Beeinflussbarkeit im Hirn können "Wunderheiler" mit Schockerlebnissen Patienten heilen, zeigen ein Stück verfaultes Fleisch etc., sind in erster Linie effektiv arbeitende Schauspieler. "US"-Psychiater Dan Molerman:
"Er [der "Wunderheiler"] muss bloss imstande sein, den Abwehrkräften seines Patienten einen ordentlichen Schub zu versetzen." (S.309)

An der Universität Exeter führte Prof. Edzard ernst ein Experiment mit Schauspielern durch, die die Gesten von "Wunderheilern" erlernen mussten und so Schmerzpatienten und Lähmungen heilen konnten (S.309).

Das Placebo hat also seinen Sinn in anderer Form (S.309).

Ernst:
"Manche Placebos sind so wirksam, wie man das Arzneimittel nur wünschen kann." (S.309)


[Die Schul-"Medizin" forscht an der eigentlichen Heilung vorbei].

Betreuung stimuliert das Immunsystem
Hirn- und Stressforscher Gerhard Hüther:
"Je intensiver sich die Ärzte um die Studienteilnehmer kümmern, desto stärker ist die Placeborate." (S.310)

Zum Teil wirken schon banale Regeln des menschlichen Umgangs wie Zeit haben für Gespräche, optimistische Grundhaltung. Krebsarzt Keith Block vom Detroiter Block Medical Center:
"Patienten, die mit einer hoffnungslosen Prognose eingeliefert werden, sterben viel schneller als Patienten, die im selben Krankheitsstadium sind, denen aber niemand das Todesurteil ausgesprochen hat." (S.310)

Test: Die psychisch betreute Brustkrebsgruppe überlebt doppelt so lang wie die nicht betreute Brustkrebsgruppe (S.310) [keine Angabe, welche Studie es ist].

Akne und Schuppenflechte: psychisch mitverursacht - Seele und Immunsystem als Faktor

Die Studie von George Murphy von 1994 beweist, dass Akne und Schuppenflechte psychisch mitbeeinflusst sind. Die Nervenzellen beeinflussen die Mastzellen, die entzündungsfördernde Substanzen freisetzen können (S.303).

Mit dieser Studie wird zum ersten Mal Seele und Immunsystem messbar, für die Schul-"Medizin" eine zwingende Änderung der Sichtweise des Menschen (S.303).

Psychotherapie als Faktor bei Krebs
Psychotherapie verlängert die Lebenserwartung von Krebspatienten. Dr. David Spiegel von der Stanford University wollte es nicht glauben und strengte eine Studie dagegen an, um das Gegenteil zu beweisen. Er wurde durch die Studie eines Besseren belehrt. Resultat:
Psychotherapeutische Gruppensitzungen mit Selbsthypnose zur Schmerzkontrolle bewirken, dass die hoffnungslosen Brustkrebspatientinnen doppelt so lange überlebten wie die Frauen der Vergleichsgruppe (S.304).

Es sind durch psychische Einflüsse auch Spontanheilungen möglich, z.B. bei Krebs, Multiple Sklerose MS, Lähmungen, die bis heute ein Rätsel sind. Der Glaube an Heilung versetzt "Berge", nachgewiesen auch durch Placebos (S.305).



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21.
Die Lügen um AIDS nützen dem Profit der Pharma-Industrie

AIDS ist völlig in der Hand der Pharma-Industrie, denn es sind keine traditionellen Hausmittelchen oder Alternativen vorhanden, und alles, was da gewesen wäre, wird mundtot gemacht. Gleichzeitig fliessen Milliarden $ in die "Forschung" für viele verschiedene "Forscher", die AIDS "erforschen" (S.346). Dabei spaltet sich die "Forschung" um bestimmte Proteine auf, so dass noch mehr Geld fliesst (S.347).

Tierversuche werden gemacht, aber jeweils nur mit dürftigem Ergebnis (S.347).

Gleichzeitig sind die Thesen, wie AIDS abläuft, absolut widersprüchlich. Aber immer wieder werden Medikamente versprochen, aber es kommt nie ein Medikament (S.347).

1963
AZT wird auf die Wirksamkeit von Tumorzerstörung getestet und ausgeschieden (S.348).

1980er Jahre
Das "Nichts-ist-zu-blöd-Programm" gegen AIDS
wird gegen AIDS angewendet, wie es früher gegen Krebs angewendet wurde (S.353). So wird AZT, ein erfolgloses Krebsmedikament (S.353), ein ehemaliges hochgiftiges, aber gegen Tumoren wirkungsloses Krebsmedikament von 1963 (S.348) gefunden. Im Laborversuch hat es gemäss Langbein/Ehgartner eine "recht gute Wirksamkeit" gegen das HI-Virus (S.353-354).

1984/1985
Die manipulierten AZT-Studien vor der Zulassung
Die erste Studie über AZT vor der Zulassung dauert 15 Wochen und zeigt markante Mängel von AZT, wird dann abgebrochen und kriminell von der Pharma-Industrie verfälscht:
-- Spitaldaten werden verschwiegen (S.355)
-- Nebenwirkungen werden ausgelassen
-- Patienten werden vertauscht etc. (S.356).

1985
AZT als Mittel gegen Aids zugelassen
Es setzt ein Run auf AZT ein mit einem Umsatz von 400 Millionen Euro jährlich, aber die Betroffenen sterben auch unter AZT. Nur: Allgemein gilt eben, dass AIDS schnell den Tod bringt.

Es folgen
-- Werbeoffensive, Kongresse, AIDS-Hilfe wird aufgebaut und Ärzte "ausgebildet"
-- Placebo-Gruppen gelten als unethisch und gibt es nie gegen AZT
-- "Erziehungsmaterial" wird herausgegeben, wo AZT als das einzige Medikament gegen AIDS gepriesen wird (S.354)
-- immer gilt AZT als das sinnvollste AIDS-Medikament mit bewiesener Schutzwirkung, ohne jedes Gegenargument (S.355)

Die hohe Todesrate bei AIDS kommt wahrscheinlich durch zu hohe Dosierung des damals einzigen als "Medikament gegen AIDS" definierten "Medikament" AZT zustande (S.348).

ab 1985
Die gelogene Impfung gegen AIDS - Prozess um Veröffentlichung der Wahrheit
z.B. der Firma Immune Response. Es sind wirkungslose Impfungen, die vermarktet werden sollen und die Studie dazu soll unterdrückt werden. Da entschliesst sich das JAMA (Journal of the American Medical Association) gerade extra zur Publikation. Da strengt Immune Response auch noch einen Prozess gegen JAMA an, dass Daten der Firma publiziert worden seien ohne Einverständnis. JAMA gewinnt den Prozess (S.338). Immune Response hat wohl damit gerechnet, dass ein paar Jahre später eine andere Studie schon das "richtige" Resultat bringen wird (S.339).

1987-1990
Mehrere AZT-Studien in den "USA" bleiben ungenau und unvollständig
-- und eine koordinierte Erfassung wird dadurch verunmöglicht
-- Verfahrensabsprachen werden nicht eingehalten,
-- bei Problemen gehen Akten "zufällig" verloren

-- die Leute nehmen AZT ohne Nachweis, dass sie überhaupt HIV-positiv sind
-- und ständig werden Studienformulare zu spät abgegeben (S.356) und bei Intervention der Zentrale setzt der Studienleiter willkürlich nach seinem Gusto Daten ein (S.356-357).

Insgesamt schert sich die staatliche Gesundheitsbehörde der "USA", NIH, einen Dreck um die Genauigkeit (S.357).

Ende 1980er Jahre
These von Krebsforscher Peter Duesberg, dass AZT die hohe Todesrate bei AIDS verursache
Duesberg: "Die AIDS-Therapie ist gefährlicher als die Krankheit." Es hagelt Proteste gegen Duesberg, und man treibt in bis an den Rand des Ruins (S.351). Die AZT-Kritiker geben an, AZT sei zu giftig und bei vielen StudienteilnehmerInnen nimmt der Anteil Helferzellen im Blut ab statt zu (S.355).

In: Dournon, E. u.a.: Effects of Zidovudine in 365 Consecutive Patients with AIDS or AIDS-pelated Complex; In: Lancet 1988; 2 (8623), S.1297-1302

Anfang 1990er Jahre
Die Concorde-Studie zeigt: Mehr Tote durch die AZT-Behandlung als ohne
(S.355)

In: Expertendiskussion 21.10.1996 am Columbia-Presbyterian Medical Center; In: The Aids Reader 1997; 7 (5), S.165-172

1992ca.?
Montagnier-These: AIDS ist eine Krankheit ohne typische Symptome
Aids ist gemäss Montagnier einer Krankheit, die "keine typischen Symptome hat". Es sind Symptome,
-- die oft bei unreinem Trinkwasser vorkommen
-- die oft bei Malaria und anderen Infektionskrankheiten vorkommen
-- die v.a. dann vorkommen, wenn keine Grund-Medizinversorgung vorhanden ist (S.352).

Montagnier will "Co-Faktoren" suchen und stösst damit auf ein breites Unverständnis der Main-Stream-"Forschung" und wird von dem Mehrteil der "ForscherInnen" isoliert und geschnitten (S.347).

1994ca.
Das AIDS-Chaos von UNO und WHO: Afrika soll mehr AIDS-Fälle haben als die "1.Welt"
Neue Definition von AIDS durch die "US"-Behörde CDC und die Pan Am. Health Organisation
(S.352).

Insgesamt können die "Entwicklungsländer" aus 3 Definitionen auswählen, und für Europa und für die "USA" gelten wieder verschiedene Definitionen, was AIDS sei (S.353).

Die UNO schmeisst alle Meldungen über AIDS in denselben Topf und die WHO zählt nur, was die UNO weitergibt. Dann wird hochgerechnet und die WHO multipliziert willkürlich (S.353).

1996
Die WHO multipliziert willkürlich für Afrika die AIDS-Rate mit dem Faktor 12 (S.353).
In Medien und Zeitungen werden die Manipulationen der AIDS-Raten nie erwähnt (S.353).


In: Fiala, Christian: Dirty Tricks Over Aids Figures; In: New African, April 1998, S.36-38


ab 1996
Neue Pillentherapie gegen AIDS mit "Proteasehemmern"
kombiniert mit AZT: Hoch-aktive-antiretrovirale Therapie (HAART):
-- in zwei Monaten wird die Pillentherapie zugelassen, so schnell wie noch nie ein Medikament zugelassen wurde
-- beteiligt daran sind die Pharma-Riesen Roche, Merck und Abbott
-- Kosten der neuen Pillentherapie pro Jahr: 25'000 DM (S.348)
-- mit z.T. schweren bis bedrohlichen Nebenwirkungen (S.349).

Die Stimmung ist inzwischen so gereizt, dass Ärzte AIDS diagnostizieren, auch wenn es Blinddarm-Symptome sind, z.B. bei Schirin Bogner (S.349).

In: Bogner, Schirin: Ich wollte 100 Jahre werden. Lübbe 2000

1997
Die WHO multipliziert für Afrika die AIDS-Rate willkürlich mit dem Faktor 17
In Medien und Zeitungen werden die Manipulationen der AIDS-Raten nie erwähnt (S.353).

In: Fiala, Christian: Dirty Tricks Over Aids Figures; In: New African, April 1998, S.36-38

2000ca.
Die WHO multipliziert für Afrika die AIDS-Rate willkürlich mit dem Faktor 47
und macht aus 116'000 AIDS-Fällen neu 5,5 Mio. AIDS-Fälle (S.353).
In Medien und Zeitungen werden die Manipulationen der AIDS-Raten nie erwähnt (S.353).

In: Fiala, Christian: Dirty Tricks Over Aids Figures; In: New African, April 1998, S.36-38

Die AIDS-Propaganda der "1.Welt" fordert, Afrikas Regierungen sollen viele AIDS-Medikamente kaufen, und neue Studien behaupten, für Afrika würden sich die AIDS-Medikamente "lohnen", mit der Hoffnung auf neuen Profit von neuen Patienten (S.357).

Südafrika wehrt sich gegen den AIDS-Betrug der WHO
-- Thabo Mbeki behauptet, AIDS breite sich in Afrika anders aus als in den "Industrienationen" (S.349)
-- AIDS ist in Afrika in allen Gesellschaftsgruppen verbreitet, nicht nur bei den Risikogruppen Homos und Drogenabhängige (S.349-350)
-- 2/3 der weltweiten AIDS-PatientInnen leben südlich der Sahara, in manchen afrikanischen Ländern sollen 25% mit AIDS infiziert sein
-- Mbeki ist gegen die Verteilung von AIDS-Medikamenten und meint, die Medikamente werden Afrika aufgezwungen (S.350)
-- Mbeki lädt zu einer Konferenz auch AIDS-Dissidenten nach Südafrika ein, z.B. Montagnier und Duesberg (S.351).

Chaotische Gesundheitsforschung in Afrika
-- Afrika hat seine AIDS-Kranken kaum seriös erfasst (S.351)
-- Fiala meint, die UNO mache ein Zahlenspiel, um Afrika bei AIDS schlecht aussehen zu lassen (S.351-352), denn auf seinen eigenen Reisen in Afrika seien von AIDS v.a. Homos und Drogenabhängige betroffen und die Verbreitung unter den Heterosexuellen sei kaum der Fall (S.352).

Fialas Angaben:
-- in Afrika ist die UNO sehr willkürlich und definiert AIDS anders als in Europa oder in den "USA"

-- ab 1986 legte die WHO fest, wer in Afrika als aidskrank gilt und wer nicht (S.352).

AIDS-Kriterien der WHO für Afrika

Ein HIV-Test wird in Afrika gar nicht vorgenommen!! (S.352)



Hauptkriterien, von denen 2 zutreffen müssen

Nebenkriterien, von denen 2 zutreffen müssen

Gewichtsverlust über 10 %

Husten

länger anhaltender Durchfall

Juckreiz

kontinuierliches Fieber

Pilzinfektion im Rachen


Lymphknotenschwellung


Herpes


Gürtelrose in wiederholtem Auftreten


(S.352)


In: Fiala, Christian: Lieben wir gefährlich? - Ein Arzt auf der Suche nach Fakten und Hintergründen von Aids. Deuticke, Wien 1997.


[Der Leser oder die Leserin ziehe durch diese Angaben über AIDS jeweils die eigenen Schlüsse, ob eine AIDS-Gefahr besteht oder nicht. Langbein/Ehgartner geben dazu kein Urteil ab].



Ergänzung:
Beschneidung bringt 6-fach geringeres HIV-Risiko

aus: Beschneidung schützt vor HIV [so stimmt es nicht!]; ARD-Text Tafel 544, 2.4.2004

"Beschnittene Männer haben ein etwa 6-fach geringeres HIV-Infektionsrisiko als unbeschnittene. Der Grund für diesen Unterschied liegt nach Einschätzung amerikanischer und indischer Forscher in dem hohen Infektionspotential der Vorhaut. Vor anderen sexuell übertragenen Infektionskrankheiten wie etwa Herpes, Syphilis oder Gonorrhö schützt eine Beschneidung dagegen nicht. Die Vorhaut weist eine hohe Dichte an Zellen auf, an denen der HIV-1-Erreger angreifen kann, entdeckten die Wissenschaftler."



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22.
Herzverpflanzung: Definition: Hirntod statt Herztod

ist erst möglich mit einer neuen Definition des Zustandes der Totenstarre: Nicht mehr der Herzschlag ist entscheidend, sondern der Ausfall von bestimmten Hirnbereichen wird Kriterium, auch wenn die Haut noch warm ist, wenn die Nägel und Haare noch wachsen etc. So werden Spenderkörper zu "Organlagern" (S.360).


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23.
Schilddrüsen-"Medikament" ist gar nicht besser, aber teurer
"Medikament" Synthroid von Knoll Pharmaceuticals. Die Medizin gegen Unterfunktion der Schilddrüse wird von 8 Millionen "Amerikanern" täglich geschluckt (S.339). Wissenschaftliche Vergleichsstudien kommen aber zum Schluss, dass Synthroid anderen Medikamenten, die billiger sind, nicht überlegen ist. In der Folge verschwindet die Studie in den Schubladen und Knoll lässt eine andere Studie veröffentlichen mit dem "richtigen" Ergebnis (S.339).

Die verborgene Studie kommt aber trotzdem ans Licht und wird publiziert. Knoll muss klagenden Patienten 87,4 Mio. $ zurückbezahlen, ist aber nur ein Bruchteil des Gewinns (S.339).


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24.
Zeckenimpfung gegen FSME: Hetze gegen Zecken für Profite
von der Firma "Immuno" in Wien. Die Hetze erreicht eine Durchimpfungsrate von 90%, aber
-- über wissenschaftliche Erkenntnisse von FSME gibt Immuno keine Auskunft
-- Immuno macht auch keine Angaben zu Nebenwirkungen
-- Studien werden nur gemacht, um Lizenzen zu bekommen
-- dass das Mittel Tico Vac z.B. bei 24% der Kinder hohes Fieber produziert, wird nicht publiziert (S.337).


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25.
Die "Schönheit" - die Medizin gegen das Altern

-- Molekularbiologen wollen die "innere Uhr" des Zerfalls anhalten
-- biologisch orientierte Gruppen wollen Hormone ergänzen, die im Alter abnehmen
->> die Pharmaindustrie gibt fast 50% der Budgets für Wunderpillen "magic bullets" aus, um der "menschlichen Vergreisung" entgegen zu wirken (S.17).

Ergänzung:
Fett entfacht Glücksgefühle

ARD-Text, Tafel 545 12.4.2004

"Das Essen fettreicher Lebensmittel entfacht im Gehirn Glücksgefühle. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Oxford könnte eine Erklärung liefern für die Neigung vieler Menschen zu kalorienreicher Kost. Die Wissenschaftler fütterten Versuchspersonen mit verschiedenen Lebensmittelpasten und beobachteten per Computertomographie die Gehirnaktivität. Ergebnis: Fettige Breie aktivierten eine bestimmte Hirnregion, den cingulären Kortex, der u.a. auch von Liebkosungen oder angenehmen Düften stimuliert wird."



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26.
Operationsbeispiele mit Komplikationen

Nach Blinddarmoperation folgen 16 Operationen
Abszess und Sepsis (Allgemeininfektion, Blutvergiftung) im Bauchraum - geschädigter Ischiasnerv - chronische Schmerzen (S.136).

Details:

-- die Ärzte verweigern die normale Operation und überzeugen, die kleine Operation mit Röhrchen, Bildschirm und Kleinstmessern ("laparoskopische Methode") sei genug, denn dies gäbe dann nur eine kleine Narbe

-- nach der Operation hören die Schmerzen nicht auf
-- eitriger Abszess wird 3 Tage lang verharmlost
-- dann entdecken die Ärzte, der ganze Bauchraum ist infiziert

-- 2 Wochen lang wird die Patientin im Tiefschlaf gehalten und eine Bauchspülung durchgeführt, um die Infektion zu besiegen
-- 1 Jahr später müssen abgestorbenes Gewebe und Verwachsungen entfernt werden

-- die Frau hat auf dem Bauch insgesamt 16 grosse Operationsnarben
-- die Frau hat chronische Schmerzen wegen Ischiasnervverletzung (S.140).



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27.
Die Schlichtungsstellen in Deutschland und die katastrophalen Bilanzen der Schul-"Medizin"
50% der Schadenfälle der Schul-"Medizin" werden im OP-Saal verursacht, von den anderen 50% ein Hauptteil durch falsche Arzneimittel und Fehldiagnosen: Konkrete ärztliche Fehler aber liegen nur bei 25% der Fälle vor. Die Gutachter kommen in 1/8 der Fälle zu gegenteiligen Resultaten (S.141).

-- nur ein Bruchteil der Fälle gelangt überhaupt zur Schlichtungsstelle (S.138)

-- die Schlichtungsstellen streben immer nach aussergerichtlichen Einigungen, nur 10% der Fälle werden dann an Gerichte weitergezogen

-- die Schlichtungsstellen kontrollieren die Akten der beschuldigten Ärzte und die Akten der Patienten (S.137)

-- oft die die Ursache einer Klage mangelhafte Kommunikation: Je offener über Risiken von Operationen informiert wird, desto weniger wird nachher prozessiert (S.137-138).


Hauptschwächen der Schul-"Medizin"

-- Ärzte ergründen oft die Vorgeschichte nicht

-- Ärzten ist oft auch die Nachbehandlung egal, so dass auf "Pflegeumgebung" oder mögliche Blutungen auf dem Heimweg nicht geachtet wird (S.138)

-- die Ärzte pflegen die Kunst des Vertuschens von Fehlern, und Patienten merken es oft nicht, dass vor ihnen Ärztefehler vertuscht werden (S.138-139)

-- in den "USA" sind 45'000-98'000 Todesfälle die Folge von Diagnose- und Therapiefehlern (S.138-139).

Die Schul-"Medizin" will keine Fehler publizieren
-- die Ärzte pflegen die Kunst des Vertuschens, Fehler werden nicht publik
-- so werden Fehler künftig auch nicht verhindert
-- die Ärzte wollen keine Fehler zugeben, sonst fürchten sie Autoritätsverlust
-- die Ärzte schweigen lieber aus Angst vor Strafsanktionen

->> solange mit Strafsanktionen gedroht wird, werden Fehler kaum bekannt (S.139).

Nicht einmal die Obduktionen der Leichen stimmen
25% der Krankheiten, an denen Menschen gestorben sind, werden nicht erkannt, trotz aller "Technik"! (S.141)


In: Scheppokat, K.D.: "Ärztliche Fehler". Deutsches Medizinische Wochenschrift 125 (2000), S.363-367

Umgekehrt: 38% der Krankheiten, die auf den Totenscheinen angegeben sind, stimmen nicht (S.141-142).

in: Modelmog, D./Goertchen, R.: Der Stellenwert von Obduktionsergebnissen. Deutsches Ärzteblatt 1992; 89, S.A1 3434-3440.

"Moderne" Geräte schaden oft der Diagnose!
1930: 73% erkannten das Magenkarzinom
1980: 61% erkannten das Magenkarzinom
Ähnlich sieht es bei Leber-, Gallen- und Lungenkrebs aus. Besser wurde die Untersuchung nur bei den Herzerkrankungen, wo 1930 47%, 1989 aber 70% erkannt wurden (S.142).

In: Anderson, R.E. u.a.: The Sensitivity and Specificity of Clinical Diagnostics during Five Decades. Towards an Understanding of Necessary Fallibility. J Amer Med Ass 1989; 261, S.1610-1617.

Der Blinddarm wird in den 1990er Jahren genau so oft zu spät oder vergeblich operiert wie in den 1930er Jahren, trotz aller Geräte, Blutkörperchenzählung, Ultraschall. Die Fehldiagnose bleibt konstant bei 15%, die Durchbrüche vor der Operation bei 25% (S.142).

In: Flum, D.R.: Has Misdiagnosis of Appendicitis Decreased over Time? JAMA 2001; 286, S.1748-1753

Es ist insgesamt mit den vielen neuen "modernen" Geräten in Sachen Blinddarmoperation kein Fortschritt eingetreten. Klaus-Dieter Scheppokat, pensionierter Herzspezialist, in einer Schlichtungsstelle in Hannover tätig, bilanziert:
"Das zeigt, dass bei der Blinddarmentzündung apparative Verfahren wie die Ultraschalluntersuchung oder das Leukozytenzählen weniger wichtig für korrekte Diagnosen sind als die klinischen Untersuchungsbefunde und die Erfahrung des Arztes." (S.142-143)

Die Schul-"Medizin" macht kränker: Die Spitäler - kein Erfahrungsaustausch mehr
45,8% der Spitalpatienten bekommen im Spital zusätzliche Gesundheitsprobleme (S.143).

in: Weingart, S.N. u.a.: Epidemiology of Medical Error. BMJ, Vol 320, March 2000, S.774ff.

Die ärztlichen Sitzungen am Morgen mit dem Erfahrungsaustausch ist heute abgeschafft. Die Maschinen sehen mehr, als man eigentlich entdecken wollte, und dann wird den neuen Verdachtsmomenten nachgegangen, dramatisiert, und jede neue Untersuchung ist wieder ein Risiko mit Komplikationen (S.143).

[Schlusswort: Die Maschinen regieren die Menschen, auch in der Medizin].


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Fotoquellen

-- Spritze am Bein: http://www.pw1.tsn.at/schueler/pirpamer/pirpamer.htm
-- drohende Spritze: http://www.planet-wissen.de/pw/showdocument,,,,,,,,,,,,,,,,,,,2236A4DC833B45F2E0440003BA5E0921,,,.html
-- Fettsucht: http://www.einslive.de/magazin/specials/2007/09/bier_abc.jsp?pbild=2
-- Brustkrebs, Röntgenfoto: http://members.aon.at/manfreda/Brustkrebs-Vorsorge_Mammo.htm
-- Operation: http://www.sporttrauma.org/
-- Pillenmeer: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=1679115&em_src=649722&em_ivw=fr_wissen
-- Insulin-Inhalator: http://www.cbc.ca/health/story/2006/07/13/insulin-inhaled.html
-- Medizinkartell, Buchdeckel: http://www.amazon.de/Das-Medizinkartell-Kurt-Langbein/dp/3492044077


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