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Angaben von Dr.Bruker: Gentechnologie birgt Stoffwechselkrankheiten
aus: Dr. med. M.O. Bruker: Unsere Nahrung - unser Schicksal. emu-Verlags-GmbH, 56112 Lahnstein, Deutschland, 1986
Die Gentechnologie ist so unberechenbar wie die Atomtechnologie (S.424). Der Mensch stellt Stoffe her, die die Erde zuvor nie gekannt hat (S.448). Die Interessen der Gentechnologie:
-- Produktionen steigern
-- rationalisieren
-- Herstellerkosten senken durch Verzicht auf Rohstoffe
-- Gewinn erwirtschaften (S.449).
Als Vorwand gilt, die Natur zu "verbessern", z.B. mit der Kreuzung aus Tomate und Kartoffel, der "Tomoffel", der "Anti-Matsch-Tomate", ohne Deklaration (S.450). Die Gentechnikindustrien peilen an, alles zu verändern: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Kartoffeln, Getreide, Bier etc. Die Folgen sind ungewiss, z.B. erhöhte Toxingehalte in den betroffenen Pflanzen (S.451).
Die Industrie verschweigt Todesfälle, z.B. im Institut Pasteur bei Mitarbeitern, die mit Onkogenen und Gentechniken arbeiteten: Lymphdrüsenkrebs, Leukämie, Hirntumore (S.454). Die alternative Medizin prophezeit Langzeitschäden wegen veränderter Stoffwechsellage, z.B. durch Wachstumshormongene wie schon bei Fischen und bei Hormonrückständen (S.454).
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Argentinien 3.5.2009: Kriminelle Gentechnik-Firma Monsanto rottet Amphibien aus - und begünstigt Dengue-Fieber - Ausweitung des Dengue-Fiebers bis Paraguay, Bolivien und Brasilien
aus: 20 minuten online: Dengue-Fieber: Die Rache der Mücken; 3.5.2009;
http://www.20min.ch/news/wissen/story/Die-Rache-der-Muecken-29342795
<von Karin Leuthold
In Südamerika wütet die schlimmste Dengue-Fieber-Epidemie seit 2004. Auf der Suche nach dem Ursprung der Seuche machten die Wissenschaftler eine makabre Entdeckung.
Der Norden von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien werden zurzeit von der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie seit fünf Jahren heimgesucht.
Bislang bestätigten die Behörden etwa 7700 Fälle, die Dunkelziffer wird als sehr hoch eingeschätzt.
Das Denguefieber ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich von der Aedes aegypty, auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke genannt, übertragen wird. Die Symptome sind einer schweren Grippe ähnlich, können aber auch innere Blutungen umfassen. Deshalb zählt man das Denguefieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Hohes Fieber, Schüttelfrost, Erschöpfungszuständen, Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen, auffällig niedrigem Puls und metallisch bitterem Mundgeschmack sind Merkmale dieses viralen Infekts. Nach dem Fieberabfall kommt es nach vier bis fünf Tagen zu einem erneuten Fieberschub; danach entwickelt sich ein masernähnlicher Hautausschlag mit Lymphknotenanschwellungen.
Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.
Die Aedes aegypty gedeiht in stehenden Gewässern, Pfützen, Wasserlachen in Schwimmbecken, Regenwassertonnen, offenen Wasserbehältern und Müllhalden.
Der Norden von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien werden zurzeit von der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie seit fünf Jahren heimgesucht. Bislang bestätigten die Behörden etwa 7700 Fälle, die Dunkelziffer wird als sehr hoch eingeschätzt. Neun Menschen starben in Argentinien seit Ende März an der Infektionskrankheit, die von der Stechmücke Aedes aegypti übertragen wird.
Monsanto hat die Finger im Spiel
Doch der plötzliche Ausbruch der Seuche kommt nicht von ungefähr: Der argentinische Agronom Alberto Lapolla verband in einer kürzlich veröffentlichten Studie die Dengue-Epidemie mit der Sojaanpflanzung in der Region. Seit Jahren beobachtet er eine Zunahme der gefährlichen Mücken-Art in unüblichen Zonen und zu untypischen Jahreszeiten.
Die Regierung schob die Schuld an der rasanten Verbreitung dieser asiatischen Moskito-Art auf andere: Der Erreger wurde aus Bolivien eingeschleppt – dort hat die Epidemie ihr Epizentrum mit über 6000 bestätigten Krankheitsfällen. Doch bei dieser These zu bleiben wäre etwas naiv.
Lapolla verglich in seiner Studie den geographischen Vormarsch der Dengue-Mücke mit der Ausbreitung der Sojabepflanzung: Die Gebiete überschneiden sich fast metergenau. Die Sojasprossen, die in Argentinien seit 1996 angeplanzt werden, sind genmanipuliert und werden vom US-Bio-Tech-Konzern Monsanto zusammen mit dem dazugehörenden Pestizid «Roundup» verkauft.
Monsanto versprach damals den Landwirten, die genmanipulierte Pflanze sei immun gegen das Pestizid, das hauptsächlich aus Glyphosat besteht. Damit seien ihre Ernten vor Ungeziefer sicher. Denn Glyphosat ist ein derart starkes Gift, dass es alle anderen Pflanzen und mehrere Tierarten vernichtet.
«Das Glyphosat tötet Fische, Frösche und Kröten, d.h. alle natürlichen Fressfeinde der Moskitos, von denen sie sich ernähren», schrieb Lapolla abschliessend in seinem Bericht. In den Flüssen und Seen rund um die Sojaplantagen sind die Amphibien so gut wie ausgerottet – die Dengue-Mücke kann sich dort ungestört vermehren.
Monsanto dank Menem zugelassen
Wie die argentinische Tageszeitung «Página 12» nun herausfand, wurde das Produkt des US-Konzerns Monsanto nur mit Hilfe von Unregelmässigleiten während der zweiten Regierung von Carlos Menem zugelassen: Der damalige Landwirtschaftsminister Felipe Solá unterschrieb am 25. März 1996 eine Verordnung, die den Import der genmanipulierten Sojapflanzen von Monsanto ermöglichte – drei Tage bevor sich die juristische Abteilung des Ministeriums zur Entscheidung äusserte, und ohne jegliche Berücksichtigung von Wissenschaftlern, die vor einem «unbekannten Weg» warnten, «der äusserste Vorsicht erfordert».>
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20.5.2010: Gentechnik: Erstes Leben (Bakterium) künstlich hergestellt
Es erscheint widersinnig, dass die "Wissenschaft" nun Leben selber herstellen kann, aber nicht imstande ist, die Kriminalität der Menschen auf 0 zu senken. Hier stimmt doch etwas nicht. Aber lesen Sie selbst:
aus: Spiegel online: Durchbruch in der Genom-Forschung: Forscher erschaffen erstmals künstliches Leben; 20.5.2010; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,696016,00.html
<Science / AAAS
Eine Vision ist wahr geworden: Ein Wissenschaftler-Team um den umstrittenen Gentechnik-Pionier Craig Venter hat Erbgut selbst hergestellt und in eine Zelle eingepflanzt. Dabei ist erstmals ein lebensfähiges Bakterium entstanden.
Hamburg - Wissenschaftler haben erstmals ein Bakterium mit künstlichem Erbgut geschaffen. Ihnen sei es gelungen, ein lebensfähiges Bakterium mit einem vollständig künstlichen Genom herzustellen, berichten die Forscher vom Craig Venter Institute in Rockville aus den USA jetzt im Wissenschaftsblatt "Science".
Die Wissenschaftler bauten die Gene eines Bakteriums aus einzelnen Erbgut-Stückchen nach und setzten dieses Kunstgenom dann in eine andere Bakterienart ein. Die Folge: Das Original-Erbgut der Zelle wurde abgestoßen. Stattdessen produzierte die gekaperte Zelle nur noch Stoffe, die auf dem künstlichem Erbgut gespeichert waren.
Die Gruppe um den Gentechnik-Pionier Craig Venter schuf damit eine Zelle, die von einem fremden Genom kontrolliert wurde. Sie sprechen von einer "synthetischen Zelle", haben aber nur das Erbgut künstlich geschaffen. Ein komplett neues Lebewesen haben die Genetik-Pioniere damit jedoch noch nicht geschaffen. Dazu benötigten sie zumindest das Original-Erbgut eines Bakteriums und die Hülle eine zweiten Bakteriums für ihre Versuche.
Künstliche Zellen würden künftig dabei helfen, Organismen dazu zu bringen, "das zu tun, was wir wollen", sagte Venter. Er habe eine große Spanne von Anwendungen im Kopf. Wie Programmierer ein Stück Software schreiben, will Venter künftig DNA von Mikroorganismen bauen, die industriell nach Bedarf eingesetzt werden können- beispielsweise, um Ölteppiche auf Ozeanen abzubauen oder Biodiesel zu erzeugen.
Der Nutzen bleibt ungewiss
Auch sei man auf dem Weg zur Entwicklung von Bakterien, die Biokraftstoffe herstellen oder das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aufnehmen könnten. Bei der Produktion von Impfstoffen könnten die künstlich geschaffenen Bakterien ebenfalls eines Tages helfen, schreiben Venter und seine Kollegen in "Science".
Ob sich die veränderten Mikroben aber jemals nutzen lassen werden, ist ungewiss. Ethiker warnen zudem vor der künstlichen Schöpfung von Leben.
Bislang konnte sich der Fortschritt sehen lassen. Erst kürzlich war es den Forschern gelungen, künstlich das Erbgut eines Bakteriums nachzubauen. Vergangenes Jahr verpflanzten sie erfolgreich das komplette Genom eines Bakteriums in ein fremdes. Nun haben sie erstmals beide Methoden vereint und ein synthetisches Bakteriengenom in eine fremde Zelle verpflanzt.
Zunächst bauten die Wissenschaftler das Erbgut des Bakteriums Mycoplasma mycoides (M. mycoides) in mehreren Etappen nach. Bislang war es maschinell nur möglich, relativ kurze Erbgut-Moleküle aneinanderzureihen. Daher setzten die Forscher kurze Stücke in Hefezellen ein, deren Enzyme die Stücke aneinanderreihten. Die größeren DNA-Moleküle wurden dann im Reagenzglas in die Darmbakterien Escherichia coli und zurück in Hefe verpflanzt. So wuchsen größere Teilstücke heran. Diese Prozedur wurde den Angaben zufolge mehrfach wiederholt bis das komplette Erbgut von mehr als einer Million Basenpaaren - sie bilden die Grundbausteine des Erdbguts - vorlag.
"Neue Sicht auf das Leben"
Das künstliche Erbgut mit dem Namen "M. mycoides JCVIsyn1.0" wurde dann in die Bakterienart Mycoplasma capricolum eingesetzt. Laut Venter verdrängte es dort das natürliche Erbgut der gekaperten Bakterien und übernahm das Steuern der Zellen. Als Kontrolle, ob wirklich das künstliche Genom und nicht das natürliche vorlag, hatten die Forscher DNA-Sequenzen als eine Art unverkennbares "Wasserzeichen" eingesetzt.
Nicht alles lief glatt: In dem künstlichen Erbgut seien schließlich 14 Gene unterbrochen oder verschwunden. Dennoch sahen die synthetischen Zellen aus wie M. mycoides und hätten auch nur die Eiweiße dieser Bakterienart produziert, berichtet das Team um Venter und Daniel Gibson. Darüber hinaus konnten sich die Kunst-Zellen selbstständig vermehren.
Genetiker vom Craig Venter Institute hatten bereits zuvor aus chemisch hergestellten Erbgut-Bausteinen das Genom des Bakteriums Mycoplasma genitalium nachgebaut. Später fanden Wissenschaftler um Venter einen Weg, das natürliche Erbgut der Bakterien M. mycoides in die Zellen von M. capricolum einzuschleusen und dort dominant werden zu lassen. Nun kombinierte das Team um Venter und Daniel Gibson beide Verfahren.
"Das ist ein wichtiger Schritt, glauben wir, sowohl wissenschaftlich als auch philosophisch", sagt Venter. "Es hat sicherlich meine Sicht über die Definition des Lebens geändert und darüber, wie Leben funktioniert."
boj/dpa/ddp>
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29.5.2010: Augenpflege: Gentherapie hilft bei erblicher Erblindung
aus: n-tv online: Gesundheit: Behandlung erblicher Erblindungen: Gentherapie erzielt Erfolge; 29.5.2010; http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Gentherapie-erzielt-Erfolge-article895588.html
<Mediziner haben mit Gentherapien erste Erfolge bei erblichen Erblindungen und anderen Augenkrankheiten erzielt. Schon im Herbst gab es gute Ergebnisse, wonach vor allem Kinder, die an einer speziellen Form erblich bedingter Blindheit litten, sich nach der Therapie wieder ohne fremde Hilfe bewegen und Hindernisse erkennen konnten. Weitere Studien stützen nun diese Erfolge. Augenärzte aus 120 Ländern diskutieren die neuen Ansätze auf dem Weltkongress für Augenheilkunde (WOC 2010) ab kommenden Donnerstag in Berlin.
Bei der seltenen Erkrankung, der kongenitalen Amaurose, ist bei den Kindern von Geburt an durch einen Gendefekt die Bildung eines Sehpigments gestört. "Betroffene haben bereits in den ersten beiden Lebensjahren schwere Sehstörungen. Noch vor dem 20. Lebensjahr erblinden sie vollständig", berichtet Prof. Birgit Lorenz (Uniklinik Gießen und Marburg). Mit Virenbestandteilen als Genfähren injizieren die Ärzte den Patienten deshalb die korrekte Version des Gens unter die Netzhaut. Die "Fähren" legen das Gen in den Pigmentzellen ab, die daraufhin das korrekte Sehpigment herstellen: Vor allem die jüngeren Patienten von acht bis elf Jahren profitierten deutlich.
"Die Ergebnisse sind auch nach einem Jahr weiter stabil", berichtet Augenarzt Knut Stieger. Diese Therapie sei speziell für diesen Gendefekt entwickelt worden. "Generell kann man diese Studien jedoch als Modell für gentherapeutische Verfahren an der Netzhaut des Menschen ansehen", sagt Stieger. Jedoch müsse dazu die Mutation und das betroffene Gen bekannt sein.
Aber auch älteren Menschen mit der erblichen Retinitis pigmentosa kann eine Gentherapie vermutlich helfen: Bei diesem zweiten Verfahren wird der Gendefekt jedoch nicht direkt behoben. Stattdessen setzen die Ärzte den Patienten eine etwa sechs Millimeter lange Kapsel in den Glaskörper ein. Diese Kapsel gibt gentechnisch veränderte Zellen ab, die ein Protein bilden, das wiederum den Zelluntergang in der Netzhaut verhindern soll. "Auch hier sind die ersten Ergebnisse vielversprechend", so Lorenz. Zudem läuft eine Studie, bei der dieses Verfahren auch an Patienten mit der trockenen Form einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) erprobt wird. Die Veröffentlichung der Ergebnisse steht jedoch noch aus.
.dpa>
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2.7.2010: Hochland-Bevölkerungen besitzen ein "Athleten-Gen" für die dünne Luft in der Höhe
aus: n-tv online: Gesundheit: Rasante Evolution: Tibeter besitzen "Athleten-Gen"; 2.7.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Tibeter-besitzen-Athleten-Gen-article974531.html
<Mit einer genetischen Analyse gelingt es Wissenschaftlern herauszufinden, wie sich die Tibeter an die schwierigen Lebensverhältnisse in 4000 Metern Höhe anpassen konnten. Die genetische Veränderung gelang in weniger als 3000 Jahren
Die Tibeter haben in Rekordzeit die Fähigkeit entwickelt, sich auf die schwierigen Lebensverhältnisse in einer Höhe von über 4000 Metern einzustellen. Forscher fanden heraus, dass bei den Tibetern in weniger als 3000 Jahren die körperlichen Voraussetzungen entsprechend angepasst wurden, wie das US-Wissenschaftsjournal "Science" berichtete. "Das ist die schnellste genetische Veränderung, die wir je bei Menschen beobachtet haben", sagte Rasmus Nielsen von der kalifornischen Universität Berkeley, der eine Studie zu genetischen Unterschieden zwischen Tibetern und Han-Chinesen leitete.Der Untersuchung zufolge spalteten sich die Tibeter und Han-Chinesen vor etwa 2750 Jahren in zwei unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auf. Während die größere Gruppe in das tibetische Hochland zog, wo die Bevölkerung schrumpfte, breiteten sich die Han-Chinesen im Tiefland rasch aus. Die Tibeter aber entwickelten die einzigartige Fähigkeit, im Gebirge auf über 4000 Metern Höhe zu leben, wo der Sauerstoff-Anteil in der Luft um 40 Prozent niedriger liegt als auf Meereshöhe. "Für solch eine starke Veränderung mussten wohl viele Menschen sterben, weil sie die falsche Version eines Gens hatten", erläuterte Nielsen. Vor allem ein bestimmtes Gen, das so genannte "Super-Athleten-Gen" EPAS1, breitete sich bei den Tibetern rasant im Vergleich zu den Han-Chinesen aus.
Überleben durch ein einzelnes Gen
Die neuen Erkenntnisse könnte die Forscher laut Nielsen zu bisher noch unbekannten Genen führen, die bei der Reaktion des Körpers auf ein niedrigeres Sauerstoff-Niveau eine Rolle spielen. Dies könnte vielleicht auch einige Krankheiten erklären, darunter Schizophrenie und Epilepsie, die mit Sauerstoff-Mangel im Mutterleib in Verbindung gebracht werden. "Das ist das erste Mal, dass wir durch Evolutionsdaten allein die wichtige Funktion eines Gens bestimmen konnten", erklärte Nielsen. Die Studie war von verschiedenen chinesischen, dänischen und US-Organisationen finanziert worden.
Wenn Menschen aus niedrigeren Regionen sich auf eine Höhe von über 4000 Metern begeben, dann reagiert der Körper auf vielfältige Weise: Die Menschen werden schneller müde, bekommen Kopfschmerzen und Babys kommen mit einem geringeren Gewicht zur Welt. Auch die Kindersterblichkeit steigt. Tibeter und andere Völker im Hochland etwa in den südamerikanischen Anden haben solche Probleme nicht.
AFP>
<Spinnenseide zeichnet sich durch besondere Eigenschaften aus und könnte in vielen Bereichen Anwendung finden. Forschern ist es jetzt gelungen, Bakterien gentechnisch so zu verändern, dass sie Spinnenseide von hoher Qualität produzieren.
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31.7.2010: Gentechnisch manipulierte Darmbakterien produzieren beste Spinnenseide - die Seidenspinne ist somit ersetzbar
aus: n-tv online: Von Forschern manipuliert: Darmbakterien produzieren Spinnenseide; 31.7.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Darmbakterien-produzieren-Spinnenseide-article1174271.html
Das Besonderen an Spinnenseide: Sie ist flexibel und reißfest zugleich.
Wissenschaftler aus Korea und den USA haben Mikroorganismen so manipuliert, dass sie das zentrale Protein der Seidenfaser in seiner nahezu natürlichen Größe herstellen. Die daraus gesponnenen Fäden sind fast genauso reißfest und dehnbar wie die natürlichen Vorbilder, schreiben die Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften.Xiao-Xia Xia vom Korea Advanced Institute of Science and Technology und seine Mitarbeiter nahmen sich die Faser der Goldenen Seidenspinne als Vorbild. Dieses enthält als Hauptbestandteil das Protein MaSp1. Die Spinnen stellen dieses Protein mit einer molekularen Masse zwischen 250 und 320 Kilodalton (kDa) her. Und genau darin liegt vermutlich das Geheimnis der außergewöhnlichen Stärke und Elastizität der Faser, vermuteten die Wissenschaftler. Ihrer Theorie zufolge ist die Größe des Proteins für seine mechanischen Eigenschaften ausschlaggebend.
Umfangreich einsetzbar
Um diese Hypothese zu prüfen, baute das Team um Xia Escherichia coli-Bakterien das Gen für das MaSp1 in unterschiedlicher Anzahl ein. Zusätzlich veränderten sie die Proteinmaschinerie der Bakterien so, dass sie besonders viel Glycin bereitstellen und verarbeiten kann. Glycin ist die Aminosäure, die in dem MaSp1-Protein am häufigsten vorkommt. Die Bakterien bildeten daraufhin gemäß der genetischen Vorgabe MaSp1-Proteine unterschiedlicher Masse. Diese Proteine versponnen die Forscher zu Seidenfäden und testeten dann deren mechanischen Eigenschaften.
Das Ergebnis bestätigte die Hypothese der Forscher: Fasern aus dem Protein, dessen Masse mit 284,9 kDa der des natürlichen Vorbildes am nächsten kam, zeigte auch vergleichbare mechanische Eigenschaften. Kleinere Proteine ergaben Seidenfasern mit schlechterer Dehnbarkeit und Stärke. Dank ihrer hohen Qualität könnten die Seidenfasern in zahlreichen industriellen oder biomedizinischen Bereichen Anwendung finden, etwa zur Herstellung von Schutzkleidung, Fallschirmseilen oder als Material zum Verschluss von Wunden, schreiben die Wissenschaftler.
dpa>
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"USA" 7.8.2010: <Vom Feld in die Welt: Gen-Raps breitet sich unkontrolliert aus>
aus: Spiegel online; 7.8.2010; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,710596,00.html
<dpa
Rapsfeld (in Deutschland): Debatten um unkontrollierte Ausbreitung von Gen-Raps
Genetisch veränderter Raps kann sich auch über große Entfernungen ausbreiten. Das wollen Forscher an Straßenrändern im US-Bundesstaat North Dakota herausgefunden haben. Bei Tests zeigten fast 90 Prozent der Pflanzen Zeichen genetischer Veränderungen.
Pittsburgh - Dass sich genetisch veränderte Pflanzen auch außerhalb ihrer Anbaugebiete verbreiten, gehört zu den wichtigsten Argumenten von Gentechnik-Gegnern. In den USA glauben Wissenschaftler nun Belege dafür gefunden zu haben, dass diese Befürchtung durchaus realistisch ist. In ihrem Fokus steht die Rapspflanze, die bei Insekten wegen ihrer knallgelben Blüten besonders beliebt ist.
Mit den Insekten können die Rapspollen weit reisen, die Auskreuzung droht. Und tatsächlich scheinen Forscher um Meredith Schafer von der University of Arkansas in Fayetteville das Problem großräumig nachgewiesen zu haben. Sie hatten Rapspflanzen an Autobahnen und Landstraßen im US-Bundesstaat North Dakota untersucht - auf einer Strecke von mehr als 5400 Kilometern. Dabei überprüften sie alle acht Straßenkilometer einen Abschnitt von 50 Metern Länge. Die Wissenschaftler sammelten - sofern vorhanden - je eine Rapspflanze als Stichprobe ein, wie sie auf der Fachtagung der Ecological Society of America in Pittsburgh berichteten.
Auf diese Weise kam das Team zu insgesamt 406 Rapspflanzen. In deren Blättern suchten die Forscher nach Anzeichen von Eiweißen, die auf Resistenzen gegen bestimmte Pestizide hindeuten - Eigenschaften, die nur von genetisch veränderten Zuchtsorten stammen können.
Das beeindruckende Ergebnis: 347 Pflanzen und damit 86 Prozent aller Stichproben wurden positiv auf solche Proteine getestet. Außerdem lag das Resistenz-Gen in einigen Individuen doppelt vor. Für die Forscher war das ein weiterer Beweis dafür, dass die Populationen sich bereits außerhalb der kultivierten Flächen angesiedelt und vermehrt haben müssen, weil es solche Pflanzen eben nicht im Handel zu kaufen gibt.
Gentechnisch veränderter Raps wird in den USA bereits auf Anbauflächen von insgesamt mehr als zwei Millionen Hektar angebaut. Auch in Kanada, Chile und Australien wird er genutzt. In Deutschland war Gen-Raps ("Taurus") im Jahr 2007 versehentlich auf insgesamt tausend Hektar ausgesät worden. Auf den betroffenen Flächen durfte dann zwei Jahre lang kein Raps angebaut werden, um Kontaminierungen zu verhindern.
Die Idee hinter den genetisch veränderten Pflanzen ist im Grunde simpel: Weil sie gegen bestimmte Pestizide resistent sind, können die Bauern ihre Felder mit Unkrautvernichtungsmittel besprühen, ohne dass dem Raps etwas passiert. Einen weiteren Vorteil sehen die Züchter genetisch veränderter Pflanzen in der gezielten Erhöhung bestimmter Inhaltsstoffe. Einige Rapssorten haben zum Beispiel einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Umweltschützer warnen hingegen vor Auskreuzungen, schädlichen Auswirkungen auf andere Organismen und die steigende Belastung der Böden durch die Mittel zur Schädlingsbekämpfung.
chs/ddp>
Kommentar: Gen-Raps mit Insektizid-Resistenz ist ein Albtraum für den Erdboden und ist der falsche Weg
An diesem Beispiel des Gen-Raps, der gegen Insektizide resistent ist, sieht man deutlich, wie degeneriert die Landwirtschaft in Europa arbeitet: Der Raps wird genetisch manipuliert, um gegen das Insektizid "resistent" zu sein, und gleichzeitig wird der Boden, die Erde, weiter mit Insektiziden verseucht, und dies schadet dann wieder allen anderen Pflanzen und der Vitalität des Bodens. Wir danken der westlichen Landwirtschaft für ihren tödlichen Kulturbeitrag.
Michael Palomino, 7.8.2010
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15.8.2010: <Elsass: Gentechnikgegner zerstören Rebstöcke>
aus: 20 minuten online; 15. August 2010 18:30; Akt: 15.08.2010 18:34; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/15026809<Aktivisten haben im Elsass Rebstöcke mit genetisch veränderten Trauben eines Forschungsinstitut der französischen Regierung zerstört.
50 Personen wurden nach dem Zwischenfall festgenommen, wie der Sicherheitschef der Region Haut-Rhin, Jean-Christophe Bertrand, im Rundfunksender Europe-1 sagte. Die Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forschung verurteilten die «mutwillige Zerstörung» der Rebstöcke am Nationalen Institut für landwirtschaftliche Forschung in Colmar. Mit den genetisch veränderten Weinreben habe unter anderem ein Virus erforscht werden sollen. In Frankreich haben Umweltaktivisten in der Vergangenheit immer wieder Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen vernichtet.
(ddp)>
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21.10.2010: Melone 45 Tage haltbar: Gentechniker in Mexiko schalten ein Protein aus, das für den Abbau von Fettsäuren in Zellwänden verantwortlich ist
aus: n-tv online: Gentechnik im Spiel: Melone bleibt sechs Wochen frisch; 21.10.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Melone-bleibt-sechs-Wochen-frisch-article1762611.html
<Bis zu 45 Tage haltbar und dabei auch noch besonders aromatisch und bissfest: Mit gentechnischen Verfahren haben mexikanische Forscher die Honigmelone "optimiert". Die Methode soll auch für Erdbeeren und Papaya attraktiv sein.Mexikanische Genetiker haben eine Honigmelone hergestellt, die bis zu 45 Tage haltbar ist. Die Frucht lasse sich nicht nur länger lagern, sondern sei auch aromatischer und habe festeres Fruchtfleisch als unveränderte Melonen. Das berichtet das Forschungszentrum des nationalen polytechnischen Instituts in Mexiko. Für ihre Entwicklung erhielten die Forscher den diesjährigen Mexikanischen Preis für Lebensmitteltechnik.
"Mit dieser Methode verfünffachen wir die normale Haltbarkeit der Frucht, ohne dass sie weicher wird oder ihre Form verliert", sagte Miguel Angel Lim, Leiter der Forschergruppe. Eine herkömmliche Honigmelone sei nur rund zehn Tage haltbar.
Fettsäuren werden nicht abgebaut
Die Forscher hatten ein Protein ausgeschaltet, das für den Abbau von Fettsäuren in Zellwänden verantwortlich ist. Sie hatten zuvor entdeckt, dass dieses Protein im wachsenden Keimling nicht aktiv war.
Auf diese Weise könne man auch die Haltbarkeit von allen Früchten mit viel Fruchtfleisch, wie etwa Erdbeeren oder Papaya wesentlich verlängern. Um das Experiment möglichst realitätsnah zu gestalten, wurden die Früchte bei 21 Grad Celsius gelagert.
dpa>
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6.1.2011: <Forscher finden Gen für "Riesenwachstum">
aus: gmx Nachrichten; 6.1.2011;
http://www.gmx.net/themen/wissen/mensch/4273gk6-forscher-finden-riesen-gen
Der Chinese Zhang Juncai leidet an Gigantismus, auch Riesenwuchs genannt. Forscher haben jetzt herausgefunden, welche Genmutation an der Krankheit schuld ist.
"Der wichtigste klinische Aspekt hierbei ist, dass wir Träger der Genmutante identifizieren und behandeln können, noch bevor sie zu "Giganten" werden", erläutert die Leiterin der Studie, Professor Márta Korbonits (London), in einer Mitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.Für die Untersuchung, die unter Leitung von Wissenschaftlern der London School of Medicine and Dentistry entstand, hatte die Arbeitsgruppe Palaeogenetik des Instituts für Anthropologie der Universität Mainz das Skelett eines Patienten aus dem 18. Jahrhundert untersucht. Dabei konnten die Wissenschaftler herausfinden, dass die ursprüngliche Mutation vor etwa 1500 Jahren erfolgte und seitdem weitergegeben wurde. "Ungefähr 200 bis 300 Personen müssten die Mutation heute noch in sich tragen", heißt es in der Mitteilung. Die die Ergebnisse ihrer Untersuchung stellen die Forscher im Fachblatt "New England Journal of Medicine" vor.
Der "Gigantismus" wird meist durch einen Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) verursacht. Sie produziert verschiedene Hormone mit unterschiedlichsten Funktionen, beispielsweise für das Wachstum. Tumore der Hypophyse können zu einem unkontrollierten Wachstum führen, aber auch auch zu unregelmäßigen Gesichtsformen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Gelenkerkrankungen.
Zunächst hatte Korbonits das Gen AIP untersucht, das seit 2006 als Verursacher von Hypophysetumoren bekannt ist. Dabei stellte sie eine Mutation fest, die familiär gehäuft in irischen Patienten vorkam. Joachim Burger und Martina Unterländer von der Mainzer Universität untersuchten daraufhin die DNA eines Akromegalie-Patienten aus dem 18. Jahrhundert, dessen Überreste im Hunterian Museum in London aufbewahrt werden.
"Das Forscherteam stellte die identische Mutation wie in lebenden Patienten fest", heißt es in der Mitteilung. Die weitere Analyse von DNA-Abschnitten in der Nähe dieses Gens führte zu dem Schluss, dass der "Irische Gigant" aus dem Museum diese Mutation von demselben Vorfahren geerbt hatte wie eine Reihe von Familien in Irland, die heute an der Erbkrankheit leiden. Berechnungen ergaben, dass die ursprüngliche Mutation vor ungefähr 1500 Jahren erfolgte.
"Aufgrund der alten DNA aus dem Skelett konnte die Theorie des Zusammenhangs zwischen der Mutation und dieser Erkrankung, die in der Vergangenheit so häufig in einer Tragödie endete, erst solide begründet werden", erklärt Burger in der Mitteilung. "Der Nutzen der Studie besteht darin, dass wir nun einen genetischen Bluttest zur Verfügung haben, den Familien mit Risikopotenzial nutzen können, um die Krankheit frühzeitig zu detektieren und übermäßiges Wachstum zu verhindern", betont Ko-Autor Patrick Morrison von der Queens University Belfast.>
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8.3.2011: <Forscher züchten funktionstüchtige Harnröhren>
aus: Spiegel online: Ersatzgewebe aus eigenen Zellen: Forscher züchten funktionstüchtige Harnröhren; 8.3.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,749634,00.html
<APZellkultur: Im Labor gewachsene Zellen dienen als Basis für Gewebeersatz
Erfolg für die regenerative Medizin: Aus den körpereigenen Zellen von fünf Jungen haben Wissenschaftler Harnröhren gezüchtet - die sie schließlich den Patienten eingepflanzt haben. Auch nach sechs Jahren arbeitet das Gewebe tadellos.
London - Ein Ärzteteam aus Mexiko und den USA hat einen Erfolg mit künstlich hergestellten Harnröhren aus körpereigenen Zellen erzielt. Die Mediziner hatten vor mittlerweile vier bis sechs Jahren fünf Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren die Ersatzorgane eingesetzt. Die behandelten Kinder haben sie in der Folge immer wieder untersucht. Ergebnis: Die neuen Harnröhren sind immer noch voll funktionstüchtig - ihre Gewebestruktur und ihre Funktion gleichen nahezu vollständig denen des natürlichen Organs.
Damit könnte sich diese Behandlungsmethode als gute Alternative zu herkömmlichen Verfahren anbieten, die eine hohe Fehlerrate haben, schreibt die Gruppe um Atlantida Raya-Rivera von der Wake Forest University in Winston-Salem im Fachmagazin "Lancet".Schäden an der Harnröhre können durch Unfälle, Krankheiten oder Gendefekte entstehen. Sind nur kleine Abschnitte betroffen, können diese leicht durch eine Operation repariert werden. Schäden über größere Strecken erfordern eine Gewebetransplantation. Das Gewebe wird normalerweise aus der Haut oder der Mundschleimhaut entnommen.
"Diese Transplantate können Ausfallraten von mehr als 50 Prozent haben", erläutert Raya-Rivera. "Zudem verengen sie sich häufig, was zu Infektionen, Schwierigkeiten beim Harnlassen, Schmerzen und Blutungen führen kann." Da die Wissenschaftler bereits zuvor aus körpereigenem Gewebe gewachsene Harnblasen erfolgreich bei Kindern implantiert hatten, hofften sie nun, dass sich dieses Verfahren auch auf die Harnröhre übertragen lässt.
Zellen wachsen in Harnröhrenform
Fünf Jungen wurden für die Behandlung ausgewählt. Drei der jungen Patienten hatten durch ein Hüfttrauma große Verletzungen an der Harnröhre erlitten, zwei Patienten hatten bereits gescheiterte Operationen an der Harnröhre hinter sich.
In einem ersten Schritt entnahmen die Ärzte den Jungen bei einer Blasenbiopsie eine kleine Gewebeprobe. Daraus isolierten sie Muskelzellen und sogenannte Epithelzellen - eine Zellart, die innere und äußere Körperoberflächen bedeckt und zum Beispiel in der Haut und in Schleimhäuten vorkommt. Diese Zellen ließen die Forscher über drei bis sechs Wochen im Labor wachsen und setzten sie danach auf ein dreidimensionales Gerüst, das wie eine Harnröhre geformt war.Dabei platzierten sie die Muskelzellen auf der Außenseite und die Epithelzellen auf der Innenseite - ganz so, wie es bei natürlichen Harnröhren der Fall ist. Die Gerüste selbst waren biologisch abbaubar und individuell geformt: Sie entsprachen den beschädigten Abschnitten der Harnröhre jedes Patienten. Nach sieben Tagen waren die Harnröhrengerüste mit den Zellen überwachsen, und die Ärzte ersetzten in einer Operation den beschädigten Teil der alten Harnröhre durch die individuell geformte, neue Harnröhre.
Wiederholte umfangreiche Untersuchungen über die kommenden Jahre zeigten, dass die neuen Harnröhren in Gewebe und Funktion normalen Harnröhren praktisch vollständig entsprachen. Damit könnte sich diese neue Behandlungsmethode als gute Alternative zu herkömmlichen Verfahren anbieten, die eine hohe Fehlerrate haben, schließen die Forscher. Es seien jedoch weitere, größer angelegte Studien nötig. Da sich die Harnröhren von Kindern und Erwachsenen unterscheiden, könnten die Ergebnisse auch nicht eins zu eins auf Erwachsene übertragen werden.
boj/dapd>
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13.7.2011: Aktivisten verwüsten Gentechnik-Felder von genmanipuliertem Weizen und Kartoffeln
aus: n-tv online: Firma kommt ins Grübeln: Gentechnik-Felder verwüstet; 13.7.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Gentechnik-Felder-verwuestet-article3774591.html
<Die Genkartoffel Amflora wird unter Polizeischutz gepflanzt (Archivbild vom April 2010).
Bei Nacht schleichen sich die Unbekannten an und schlagen zu: Einen Wachmann setzen sie außer Gefecht, den genmanipulierten Weizen und ebensolche Kartoffeln zertrampeln sie. Die Geschäftsführerin der Firma Biovativ, Kerstin Schmidt, zweifelt nun an der Fortsetzung der Genforschung in Deutschland insgesamt.
Unbekannte haben zwei Gentechnik-Versuchsfelder bei Rostock zerstört. Etwa sechs Täter nachts auf das 15 Hektar große Gelände im Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz eingedrungen und hätten gezielt auf zwei Feldern mit genmanipuliertem Weizen und solchen Kartoffeln die Pflanzen zertrampelt und herausgerissen, berichtete die Geschäftsführerin der Firma Biovativ, Kerstin Schmidt. Sie hätten den Wachmann festgehalten, ihm sein Handy weggenommen und die Reifen seines Autos zerstochen.
Der erneute Angriff nach einer ähnlichen Aktion in 2009 stelle die Fortsetzung der Genforschung in Deutschland in Frage, sagte Schmidt. Es gebe dafür nur noch einen weiteren Standort in Sachsen-Anhalt.
Den Sachschaden schätzte Geschäftsführerin auf mehrere hunderttausend Euro. Die Polizei in Rostock erklärte, es seien Felder teilzerstört worden. Hinweise auf mögliche Täter gibt es noch nicht.
dpa>
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17.1.2012: <Vererbung: Stimulierte Pflanzen geben Abwehrkräfte an Nachkommen weiter>
aus: Der Standard online; 17.1.2012;
http://derstandard.at/1326502987604/Vererbung-Stimulierte-Pflanzen-geben-Abwehrkraefte-an-Nachkommen-weiter
<Harmlose Substanzen regen natürliche Widerstandskräfte an - Auch Insektenfraß wirkt .
Untersuchungen an der Ackerschmalwand zeigten, dass Pflanzen, die sich in erhöhter Abwehrbereitschaft befinden, diesen Zustand auch an ihre Nachkommen weitergeben.
Neuenburg - Forscher der Universität Neuenburgin der Schweiz haben mit einfachen, harmlosen Substanzen die natürlichen Abwehrkräfte von Pflanzen angeregt und gleichsam in Alarmbereitschaft versetzt. Die Wissenschafter konnten zum ersten Mal nachweisen, dass auf diese Weise behandelte Pflanzen ihre erhöhte Widerstandsfähigkeit auch an ihre Nachkommen weitergeben.
Die Forscher um Brigitte Mauch-Mani gossen mehrere Exemplare der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) mit Wasser, das entweder mit Beta-Aminobuttersäure versetzt war oder ungefährliche Bakterien enthielt, wie der Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) "Plant Survival" am Dienstag mitteilte. Kontrollpflanzen wurden nur mit Leitungswasser gegossen. Es sei bereits bekannt gewesen, dass die verwendeten Substanzen die Fähigkeit der Pflanzen erhöhten, sich gegen Krankheitserreger zu wehren, wurde Mauch-Mani in der Aussendung zitiert. Die Behandlungen wirkten nicht direkt auf die Gene, sondern auf Moleküle, die in der Umgebung der Erbsubstanz DNA angesiedelt seien.
In ihrer im Fachmagazin "Plant Physiology" publizierten Studie haben die Forscher zum ersten Mal nachgewiesen, dass diese Stimulationen vererbt werden. Die Nachkommen der behandelten Pflanzen wehrten sich besser und rascher gegen falschen Mehltau und ein Bakterium als die Nachkommen der mit Leitungswasser gegossenen Pflanzen.
Abwehr-Wirkung über mehrere Generationen
In derselben Ausgabe von "Plant Physiology" berichtete Sergio Rasmann, ein ehemaliger Forscher des NFS "Plant Survival", dass eine Stimulation der Abwehrkräfte auch gegen schädliche Raupen wirkt. Die Wirkung, ausgelöst mit der Substanz Methyljasmonat, hält zwei Nachfolgegenerationen an. Laut Rasmann lässt sich die Stimulation aber noch einfacher erreichen: Die Versuchspflanzen entwickelten auch eine erhöhte Widerstandskraft, wenn sie verstärktem Insektenfraß ausgesetzt wurden. "Diese Methode könnte es ermöglichen, den Einsatz von Pestiziden zu verringern", sagte der Forscher, der an der Universität Lausanne arbeitet.
Die Idee: Wenn man weniger Pflanzenschutzmittel auf die Felder bringt, werden die Pflanzen häufiger von Schädlingen angeknabbert und gefressen. Paradoxerweise verstärken jedoch die Verletzungen die Widerstandskraft der Pflanze - und jene ihrer Nachkommen. Dass dies funktionieren könnte, zeigen laut Rasmann Studien bei Tomaten. Das macht die Methode zu einem vielversprechenden Verfahren für eine umweltschonende Landwirtschaft. Das Phänomen sei allerdings reversibel, sagte Mauch-Mani. Werde die zweite Pflanzengeneration nicht stimuliert, verringere sich die Resistenz der Nachkommen stark und erreiche schließlich wieder den Normalzustand. (APA, red)
Abstracts
Kommentar
Geht das nicht auch bei Menschen, zu mehr Frieden und Intelligenz stimulieren, und dann sollte das auch "weitergegeben" werden? Das wäre ja ein paradiesischer Zustand - ganz ohne Medikament.
Michael Palomino, 17.1.2012
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