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Merkblatt: Parodontitis (Zahnfleischentzündung mit Zahnfleischschwund und Kieferzerstörung)

Die schmerzfreie Erkrankung frisst am Ende das Zahnfleisch weg und begünstigt schwerste Folgekrankheiten - Behandlung und neue Heilmethoden

Zusammenstellung von Michael Palomino (2007)

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Es geht um mehr als ihre Zähne, es geht um ihre Gesundheit!
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/behandlungsmoeglichkeiten.html)

Die Krankheit ist am Anfang schmerzfrei, und das ist das Heimtückische an der Parodontose.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/intern_begleiterkrankungen.html)

aus:
-- http://www.dr-schulte.ch/parodontose
-- http://www.doktorkuepper.de
-- http://www.meinzahnarzt.ch

Begriffe
-- Gingivitis = Entzündung des Zahnfleischs (Stadium 1)
-- Parodontitis (Parodontose) = Entzündung des Zahnbettes (Stadium 2)
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/parodontose.html)

-- DH = Dentalhygienikerin
-- PA = Parodontitis / Parodontose
-- DGP = Deutsche Gesellschaft für Parodontologie
-- PZR = professionelle Zahnreinigung
-- GBR = Guided Bone Regeneration (Regeneration von Knochen)
-- GTR = Guided Tissue Regeneration (Regeneration von Gewebe)


Prävention
-- Zahnseide oder Interdentalbürsten
-- professionelle Zahnreinigung - mindestens zweimal jährlich.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/intern_begleiterkrankungen.html)

-- Behandlung grosser Zahnfleischtaschen mit über 5-6 mm Taschentiefe mit Atridox

Das Gel Atridox wird in die Zahnfleischtaschen gespritzt und enthält ein synthetisches Breitspektrum-Tetrazyklin (Doxycyclin, Antibiotikum), hat bakteriostatische Eigenschaften und verringert die Konzentration diverser Parodontitis-Bakterien. Nicht anwendbar
-- bei Überempfindlichkeit gegenüber Tetrazyklinen
-- bei anderen Antibiotikabehandlungen vorher
-- bei Schwangeren und Stillenden
-- bei HIV-Menschen
-- die Wirkung der Anti-Baby-Pille kann herabgesetzt werden wie bei allen Antibiotika.

(Dr. Sorg, http://www.meinzahnarzt.ch/staticContent/File/fachinformation/behandlungen/atridox.htm)

Alarmzeichen
  • Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch
  • lockere Zähne
  • Zahnfleischschwund
  • Zahnstein
  • Entzündungen
  • geschwollenes Zahnfleisch
  • Verfärbungen an Zähnen und / oder Zahnfleisch
  • empfindliche Zähne
  • evtl. Schmerzen
  • Austritt von Eiter
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/parodontose.html)


Vorbelastung

Provokative Faktoren

Provokative Faktoren des Körpers für Parodontitis sind:
-- Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)
-- Bluthochdruck
-- Genetische Faktoren (Vererbung)
-- Alter

Provokative Faktoren für Parodontitis von aussen sind:
-- Rauchen
-- Stress
-- Alkohol
-- schlechte Mundhygiene

Das Zusammenwirken aller oder einiger dieser Faktoren bestimmen die Reaktion des Körpers sowie das Ausmass der Paradontitis.
(Dr. Sorg; http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/behandlungen/zahnfleischbehandlung.cfm)

Vorbelastung: Ca. 30 % genetisch vorbelastet

Gemäss neuester Forschung sind ca. 30 % der europäischen Bevölkerung genetisch vorbelastet und für Zahnfleischentzündung und Zahnfleischschwund besonders anfällig. Der Gentest ("ParoGentest") benötigt nur einen Mundabstrich.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

Vorbelastung: Faktoren Knochenaufbau - Osteoporose - Menopause

-- wenn bis 30 durch die Ernährung keine ausreichende Kalziumzufuhr stattfindet, bauen sich die Knochen schneller ab
-- Patienten mit Osteoporose bauen Knochen ab im Mund, an der Hüfte, am Rückgrat
-- bei Frauen nach der Menopause ohne Hormonsubstitution ist das Risiko für Parodontitis gross.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/intern_begleiterkrankungen.html)

Vorbelastung: Rauchen - schlechter Gewebezustand

-- Raucher haben 4 mal mehr Paradontitis als Nichtraucher
-- Raucher erreichen erst nach 10 Jahren Abstinenz den Risikograd von Nichtrauchern

Raucher haben generell
-- Speichelverminderung
-- geringere Durchblutung des Gewebes
-- schlechte Wundheilung
-- schlechte Immunantwort
-- Nikotin hat einen schädigenden Einfluss auf die Gewebezellen in der Mundhöhle.

Bei Rauchern sind die Entzündungszeichen der Zahnfleischentzündung und der Parodontitis unterdrückt.

Bei Parodontitis-Erkrankten, die nicht oder nur schlecht auf zahnärztliche Behandlung ansprechen, sind 90 % Raucher.
(Dr. Sorg: http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/behandlungen/zahnfleischbehandlung.cfm)

Vorbelastung: Stress - Enzym zum Gewebeabbau

"Durch Stress werden Enzyme im Körper freigesetzt (Prostaglandine, Proteasen), die den Gewebeabbau fördern. Zusätzlich kommt es zu einer Abwehrschwäche des Immunsystems."
(Dr. Sorg: http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/behandlungen/zahnfleischbehandlung.cfm)


Vermehrt provozierte Krankheiten durch entzündetes Zahnfleisch und Zerstörung des Kiefers (Parodontitis)

  • Rheumaerkrankungen (Reaktive Arthritis)
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen (Arteriosklerose, Herzinfarkt)
  • Diabetes (Zucker): Kontrolle der Parodontitis ist unabdingbar für eine gute Einstellung des Diabetes
  • Nierenerkrankungen
  • Pneumonien (Lungenentzündungen)
  • Hirnblutungen (Infarkt)
  • Osteoporose [Knochenschwund]
  • Allgemeinerkrankungen
Gewisse Allgemeinerkrankungen sind von denselben Bakterien hervorgerufen wie die Parodontitis.
(Dr. Sorg; http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/behandlungen/zahnfleischbehandlung.cfm)

-- Gelenkerkrankungen
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/behandlungsmoeglichkeiten.html)


Das Risiko des Herzinfarkts ist verdoppelt bis verdreifacht

Gemäss neuesten, gesicherten Forschungsergebnissen haben Personen mit Parodontitis ein zwei- bis dreimal so hohes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall wie Personen ohne Parodontitis.

Die anaeroben Parodontitiskeime werden in die Blutbahn ausgeschwemmt und sind Ursache für Blutgerinnsel.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

-- 1,5 bis 2-faches Herzinfarktrisiko
-- bis zu 3-faches Schlaganfallrisiko

"Von oralen Bakterien produzierte Substanzen gelangen in den Blutstrom und können dort eine Kettenreaktion auslösen, die zu einem Aufbau von arteriellen Ablagerungen führen. Und viele der Bakterien der normalen Mundflora können die Bildung von Blutgerinnseln einleiten und damit die Herztätigkeit zum Stillstand bringen."
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/intern_begleiterkrankungen.html)

Risiko für mehr Diabetes

-- Diabetes erhöht die Anfälligkeit gegenüber bakteriellen Infektionen, auch von Zahnfleischentzündung und -schwund
-- Zahnfleischentzündung und Zahnfleischschwund kann Diabetes noch verschlimmern (am Ende Schädigung des Auges etc.)
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/gingivitis_parodontitis.html)

Risiko für mehr bakterielle Lungenentzündungen

-- Parodontalbakterien enthalten mehrere Mikroorganismen, die Lungenentzündung hervorrufen
-- Bakterien aus Mundhöhle und Rachen werden in die Lunge inhaliert werden
-- das Immunsystem kann die inhalierten Bakterien nicht schnell genug eliminieren

Die inhalierten Bakterien der Parodontose können ausserdem Komplikationen hervorrufen bei
-- chronischer Bronchitis
-- Emphysem.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/gingivitis_parodontitis.html)

Risiko für Frühgeburten und zu niedriges Geburtsgewicht

-- Frühgeburten
-- zu niedriges Geburtsgewicht.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/gingivitis_parodontitis.html)

Entzündungen provozieren wehenauslösende Substanzen wie z.B. Prostaglandin E-2. Dies ist z.B. bei einer Entzündung des Beckenbereichs der Fall. Eine Studie belegt, dass auch Mütter mit Parodontitis mehr Frühgeburten haben als Mütter ohne Paradontitis.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/intern_begleiterkrankungen.html)


Die modernen Behandlungen von Paradontitis

Allgemeine Ratschläge, die Zähne mehr zu putzen, oder entzündungshemmende Stäbchen, oder Behandlungen ohne umfassende Diagnostik ist heute nicht mehr statthaft, denn es gibt inzwischen sehr gezielte Behandlungsmethoden.
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/behandlungsmoeglichkeiten.html)

Massnahmen der Parodontaltherapie (2007): Gentest - Ausschaben - Antibiotika - Laser

-- Entzündungen beseitigen
-- Actisite: Es wird 10 Tage lang ein mit Antibiotika versetzter Faden in die Zahnfleischtasche gelegt, um die Entzündung zu eliminieren
-- Periochip: Es wird eine Membran in die Tasche gelegt, die mit Chlorhexidin versetzt ist. Die Membran löst sich nach 7 bis 10 Tagen von alleine auf
(Dr. Sorg; http://www.meinzahnarzt.ch/staticContent/File/fachinformation/behandlungen/actisite.htm)

-- Gentest machen, um herauszufinden, ob eine engmaschige Kontrolle nötig ist und ob Gesundheitsmassnahmen nötig sind
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

-- Ausschaben der Taschen und Zahnwurzeloberflächen ("Deep Scaling")
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

-- Bakterienarten bestimmen und Antibiotika einsetzen
Mit einem Test (PadoTest 4.5) werden die Bakterienarten identifizieren und dann 1-2 Wochen Antibiotika eingenommen. In vielen Fällen kommt es dann zu einer dauerhaften Elimination der aggressiven Parodontitiskeime und somit zu einer Ausheilung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

mit dem IAI PadoTest 4.5. Die Antibiotikaeinnahme erstreckt sich über 7-10 Tage. Die Dosierungen der Antibiotika sind genau zu beachten. Nebenwirkungen von Antibiotika sind möglich (Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden).
(Dr. Sorg; http://www.meinzahnarzt.ch/staticContent/File/fachinformation/behandlungen/padotest.htm)

Mit einem Probeträger die DNA der Bakterien bestimmt, die die Parodontose verursachen
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/behandlungsmoeglichkeiten.html)

-- Atmungstest "Breath alert" zum elektronischen Bestimmen von Stoffwechselprodukten von schwefelbildenden Bakterien
(http://www.doktorkuepper.de/parodontologie/behandlungsmoeglichkeiten.html)

-- Energie-Laserbehandlung zum Abtöten der Bakterien
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

Die Kombination von Laserdekontamination und Antibiotika kann in vielen Fällen Heilung bringen, ohne Operation.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)


Operative Massnahmen: Beseitigen von Schlupfwinkeln und Taschen - Knochen wieder aufbauen

Raucher: mindestens 10 Tage vorher mit Rauchen aufhören - für eine verbesserte Knochenheilung: 8 Wochen vorher aufhören.
(Dr. Sorg: http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/behandlungen/zahnfleischbehandlung.cfm)


Operationen finden unter lokaler Betäubung statt:

-- Wurzelglättung
-- Ausschabung (Curettage)
-- Beseitigung von Bakterienschlupfwinkeln (auch mit Laserunterstützung) und tiefen Zahnfleisch- und Knochentaschen

Mit der modernen GBR (Guided Bone Regeneration) bzw. GTR (Guided Tissue Regeneration)-Technik kann auch verlorengegangener Knochen wieder aufgebaut werden:

-- "Knochenkrater" werden mit synthetischem Knochenersatzmaterial gefüllt
-- das Knochenersatzmaterial wird mit resorbierbaren Membranen abgedeckt.

Unter dem Schutz der Membran wird das Knochenersatzmaterial in körpereigenen Knochen umgebaut.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)


Nachwachsen von Gewebe durch Emdogain

Zahnfleisch kann nachwachsen dank bioaktivem Gel Emdogain

Das Gel Emdogain enthält bioaktive Proteine. Verlorengegangenes Gewebe ("Knochen, Fasern, Zahnfleisch") kann nach Applikation von Emdogain (vernähtes Emdogain an der Zahnwurzel) nach wenigen Wochen neu gebildet werden.
(http://www.dr-schulte.ch/parodontose/)

Der Wirkstoff Amelogenin im Emdogain
<Der eigentliche Wirkstoff in Emdogain ist das Protein Amelogenin, das vom Körper nur während der Zahnentwicklung produziert wird. Es hat eine wichtige Funktion bei der Bildung des Zahnhalteapparates (Knochen und Zahnfleisch). Die natürliche Zahnverankerung besteht aus dem "Zahnzement", von dem winzige Fasern ausstrahlen und so den Zahn am Kieferknochen verankern. Emdogain führt zur Wiederherstellung von verloren gegangenem Zahnzement und Kieferknochen sowie beschädigten Fasern.>

Die Emdogain-Operation
[Das Zahnfleisch bekommt eine lokale Betäubungsspritze], das Zahnfleisch wird aufgeschnitten, die Zahnwurzel wird freigelegt, das Emdogain wird an die Zahnwurzel gespritzt, das Zahnfleisch wird wieder zugenäht, und das Emdogain baut die Zahnverankerung neu auf.

Die Wundheilung am Zahnfleisch verläuft rasch. Der Wiederaufbau der Zahnverankerung braucht dagegen bis zu einem Jahr. Folgende Hinweise sind zu beachten:

-- 3-6 Wochen lang täglich antiseptische Mundspüllösung anwenden
-- 6 Wochen lang das Operationsgebiet vor anderer Mundhygiene verschonen
-- zu Beginn harte Speisen vermeiden
-- Berührung mit Fingern vermeiden
-- 6 Wochen lang nicht rauchen.
(Dr. Sorg; http://www.meinzahnarzt.ch/staticContent/File/fachinformation/behandlungen/emdogain.htm)



Zahnärzte für Parodontologie mit neuen Anwendungsmethoden

Luzern

-- Dr. med. dent Gerold Borer
Webseite: www.zahnarztluzern.ch   
eidg. dipl. Zahnarzt, Ausbildung in Homöopathie, Praxis für Prophylaxe, Parodontologie, laserunterstützte Parodontaltherapie, Implantologie, ganzheitliche Zahnmedizin. Mitglied SAHP
(http://www.gesund.ch/index.html?info?/verzmeth/laser.htm)

-- Dr. med. dent. Markus Schulte,
Webseite: http://www.dr-schulte.ch/parodontose/;

Frankenstrasse 12, CH-6003 Luzern; Tel. 0041-(0)41-210 58 58; Telefax: 0041-(0)41-210 58 48; Mobile: 076-523 08 70; E-Mail: praxis@dr-schulte.ch, bzw.: http://www.dr-schulte.ch/kontakt/


Zürich

-- Dr. Thomas Sorg
Webseite: http://www.meinzahnarzt.ch/fachinformation/

Rotbuchstrasse 68, 8037 Zürich, Tel. 0041-(0)44-363 04 44, Fax 044-362 80 13; E-Mail: info@meinzahnarzt.ch


Bad Säckingen
-- Dr. med. dent. Rudolf Küpper
Webseite: http://www.doktorkuepper.de;

• Wielandweg 2 • D-79713 Bad Säckingen •  0049-(0)7761-41 40 • post@doktorkuepper.de



Zahnärzte für Dentalhygiene kombiniert mit Homöopathie

Zürich

-- Dr. Gail E. Steimer, Anwandstr. 2, 8004 Zürich, Tel. 044-242 38 77







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