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Merkblatt Rauchen
Schwarze Raucherlunge - gesunde Nichtraucherlunge.
Der grösste Killer weltweit ist die Zigarette. [1]
"CDU und CSU fordern ein generelles Verbot der "gemeingefährlichen Mordinstrumente [gemeint: Die Zigarette]." [2]
In Deutschland werden pro Tag 370 Mio. Zigaretten geraucht (Stand 30.5.2005) [3]
Durch Zigaretten sterben in Deutschland mehr Menschen als durch Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Aids, Morde und Selbsttötungen zusammen - jährlich mehr als 120.000 Menschen. [4]
Allein die drei Raucherkrebsarten Lungenkrebs (39.798), Kehlkopfkrebs (1496) und Luftröhrenkrebs (48) machen in Deutschland jährlich 41.342 Todesfälle aus. 1984 waren es noch 33.589 [5].
Einleitende Zahlen für die Zeit zwischen 1992 und 2000: 8 Zigis täglich pro Einwohner in der Schweiz!
"Der mittlere jährliche Pro-Kopf-Verbrauch betrug zwischen 1992 und 2000 in der Schweiz 2880, entsprechend acht Zigaretten pro Tag. In Deutschland liegen die analogen Zahlen bei 1814 Zigaretten pro Jahr bzw. fünf Zigaretten pro Tag (UNDP 2003). Der Pro-Kopf-Zigarettenkonsum lag zwischen 1992 und 2000 in der Schweiz um 59% höher als in Deutschland." [6]
"In der Schweiz, das mit mehr als acht Zigaretten täglich zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum gehört, raucht jeder Dritte." [7]
Inhalt
1. Dr. Vogel: Rauchen und Raucherschäden: Nikotin- und Chemievergiftung
2. Rauchen beim Autofahren provoziert Unfälle
3. Dr.Bruker: Rauchen schadet dem Nervensystem und bringt Krankheiten
4. Rauchen: Eine Krankheitsauswahl
5. Finanzbelastung durch Rauchen
6. Kinofilme verleiten zum Rauchen (ARD Teletext 2005)
7. Schon wenige Zigaretten pro Tag können schlimme Folgen haben (gmx 2005)
8. Raucherhusten (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, COPD) etc.
9. Weitere Schäden durch Rauchen
10. Aufhören mit Rauchen - Nichtraucher werden
11. Rauchverbote
-- Calabasas (Kalifornien): Rauchverbot in Mietwohnungen
-- Griechenland: Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden (20 minuten 2009)
-- Türkei
1. Dr. Vogel: Rauchen und Raucherschäden
Nikotin- und Chemievergiftung
aus: Alfred Vogel: Der kleine Doktor. Hilfreiche Ratschläge für die Gesundheit. Verlag A.Vogel, Postfach, CH-9053 Teufen AR, 66.Auflage 1991
Nikotin und chemische Medikamentengifte
-- verändern und schädigen die Kapillargefässe / Blutgefässe
-- beeinträchtigen die Ernährung der Zellen
-- und stören den ganzen Zellstoffwechsel (S.162).
Folge:
-- Muskel- und Nervenzellen werden nicht mehr rechtzeitig und genügend ernährt
-- Muskel- und Nervenzellen erschlaffen zu schnell, degenerieren und altern schneller.
Rauchende Jugendliche verspielen mit Rauchen und Alkohol ihr Gesundheitskapital für die Alterszeiten (S.162).
Der Herzmuskel wird schlaffer, wird schmutzig-bräunlich, durch Rauchen und Mangelernährung schon bei jungen Menschen ("braune Atrophie", brauner Muskel- und Organschwund) (S.721).
Die Reizstoffe im Teer beim Rauchen, die "Phenole", können schweren Schaden anrichten, wobei die Veranlagung entscheidend ist (S.369), [bzw. in Relation zur Blutgruppe: A und AB haben am meisten Krebs durch Rauchen, 0 am wenigsten]. Folgen: Lippenkrebs, Zungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Bronchialkrebs, Lungenkrebs (S.369), v.a. bei Rauchern und Teerarbeitern [auf Baustellen] (S.370).
[auch Autofahrer, die auf Teer fahren?]
Beste Vorsorge gegen Krebs ist, mit dem Rauchen aufzuhören (S.363).
2. Rauchen beim Autofahren provoziert Unfälle
aus: Schweizer Fernsehen SF2 Teletext Tafel 117 vom 8.5.2005: Heissts bald, "Wer fährt, raucht nicht"?
"Gemäss einer Statistik der deutschen Fachzeitschrift "Auto/Strassenverkehr" verursachen Raucher am Steuer 48 % mehr Unfälle als Nichtraucher."
[Ausserdem produzieren rauchende Autofahrer eine starke eigene Schädigung durch stark konzentrierte Raucherluft im engen Auto, und rauchende Autofahrer produzieren erwiesenermassen auch mehr Unfälle als AutofahrerInnen, die nicht rauchen, wahrscheinlich durch ein herabgesetztes Sozialverhalten durch falschen Stolz oder die Ablenkung durch die Zigarette].
3. Dr.Bruker: Rauchen schadet dem Nervensystem und bringt Krankheiten
aus: Dr. med. M.O. Bruker: Unsere Nahrung - unser Schicksal. emu-Verlags-GmbH, 56112 Lahnstein, Deutschland, 1986
-- Rauchen schadet dem vegetativen Nervensystem (S.336)
-- Rauchen verschlechtert den Zustand bei Magengeschwür, Gastritis, Verkrampfung der Herzgefässe (S.337).
4. Rauchen: Eine Krankheitsauswahl
aus:
-- Dr.med.Volker Schmiedel / Dr.med. Matthias Augustin: Handbuch Naturheilkunde. Methoden, Anwendungen, Selbstbehandlung. Haug-Verlag, Heidelberg 1997
-- Viele Todesfälle durch Tabakkonsum; ARD-Text, 29.5.2006, Tafel 161
Zigarettenrauch: enthält Nikotin, Kondensat, hunderte krankmachender Stoffe, u.a. Nitrosamine, Formaldehyd, Stickoxid, Kohlenmonoxid, Nickel, Benzpyrene, Cadmium, Ammoniak, Dioxine, 1014 zellzerstörende Radikale pro Zigarettenzug.
Folgen: Lungenkrebs, Blasenkrebs durch Stoffausscheidung im Urin, arterielle Gefässerkrankungen, Herzinfarkt, chronische Bronchitis, andere Krebsarten durch die Radikale, ebenso durch Passivrauchen (S.235). Nikotin begünstigt Hämorrhoiden (Schmiedel/Augustin, S.357).
Typische Raucherkrebsarten sind Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs und Luftröhrenkrebs. Zahlen für Deutschland 2004:
-- Sterbefälle durch Lungenkrebs: 39.798
-- Sterbefälle durch Kehlkopfkrebs: 1496
-- Sterbefälle durch Luftröhrenkrebs: 48
-- Total der drei Krebsarten: 41.342. Im Jahr 1984 waren es noch 33.589 (ARD-Text, 29.5.2006, Tafel 161)
[Erst im Alter ab 60 merken die Raucher dann, was sie an ihrer eigenen Lunge mit Rauchen zerstört haben, wenn die chronische Bronchitis kommt und nicht mehr verschwindet...]
[Die am meisten durch Krebserkrankungen betroffenen Blutgruppen sind die Blutgruppen A und AB, weil die Krebszellen den Zellen der Blutgruppe A ähnlich sind, und weil deswegen das Abwehrsystem der Blutgruppen A und AB die Krebszellen nicht erkennen kann, siehe the Blutgruppenmedizin von Dr. D'Adamo].
[Komischerweise ist Rauchen bis heute nicht verboten...]
5. Finanzbelastung durch Rauchen
Die Finanzbelastung durch Rauchen ist erheblich [8]
[und das Geld fehlt dann an anderer Stelle].
"Rauchen ist eine häufige Ursache für Wohnungsbrände" [9] [durch Anzünden der Bettdecke, oder durch glühende Asche im Mülleimer u.a.].
6. Kinofilme verleiten zum Rauchen
aus: ARD-Text, Tafel 527, 16.11.2005
<Je mehr Kinofilme mit Rauchern ein Jugendlicher sieht, desto wahrscheinlicher fängt er selbst mit dem Rauchen an. Das haben Wissenschaftler der Dartmouth Medical School (USA) herausgefunden.
Wie die Forscher in der Zeitschrift "Pediatrics" berichten, befragten sie 6522 Jugendliche zu Filmen, die sie in den vergangenen Jahren gesehen hatten. Je nach Häufigkeit, mit der in den Filmen geraucht worden war, teilten die Wissenschaftler die Jugendlichen in vier Gruppen ein. Dann untersuchten sie, wie viele der Jugendlichen pro Gruppe zu rauchen begonnen hatten.>
7. Schon wenige Zigaretten pro Tag können schlimme Folgen haben
aus: gmx 2005; http://www.gmx.net/de/themen/gesundheit/medizin/rauchen/1696060,cc=000000185900016960601tzPKB.html
Heidelberg (dpa/gms) - Schon der Genuss von nur wenigen Zigaretten pro Tag kann schlimme Folgen für die Gesundheit haben.
Schon das Rauchen von wenigen Zigaretten am Tag schädigt die Gesundheit.
<Zwar schädigen starke Raucher ihre Gefässe mehr als so genannte Genussraucher, die pro Tag nur eine bis etwa vier Zigaretten rauchen. "Aber auch dadurch kann es zu Entzündungsreaktionen in den Blutgefässen kommen", erklärt Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.
Auch Kalkablagerungen an den Gefässen werden bereits bei moderatem Tabakkonsum gefördert - ebenso wie die Blutgerinnung gestört wird. Auf lange Sicht drohen nach DKFZ-Angaben Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Lungenkrebs.
Dass bei leichten Rauchern das Risiko für solche Krankheiten "signifikant erhöht" ist, hatten jüngst auch Forscher aus Norwegen nachgewiesen. Unter diesen Umständen sei es gefährlich, von "Genussrauchern" zu sprechen, sagte Martina Pötschke-Langer.>
8. Raucherhusten (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, COPD) etc.
Vom Raucherhusten zum Asthma
aus: http://www.toppharm.ch/magazin/2128/2132/
<Raucher, die täglich zehn Zigaretten und mehr rauchen, fügen ihren Bronchien massiven Schaden zu. Der Zigarettenrauch lähmt die kleinen Flimmerhärchen auf der Schleimhaut der zuführenden Luftwege, so dass sie ihre Funktion, Fremdkörper und Staubpartikel hinauszubefördern, die auf dem Bronchialschleim haften bleiben, nicht mehr wahrnehmen können. Damit ist auch die Reinigungsfunktion des Schleims gestört.Der Raucher muss Schleim und Staubpartikel daher mühsam abhusten. Das häufig unappetitliche Husten der Raucher ist hinlänglich bekannt. In diesem Stadium besteht bereits eine chronische Schädigung auch der Bronchialschleimhaut. Der Raucher leidet an chronischer Bronchitis. Beim Rauchen werden zahlreiche chemische Verbindungen mitinhaliert, die die Bronchien zusätzlich schädigen.
Wenn nun noch eine weitere Belastung hinzukommt, beispielsweise der Kontakt mit einem Allergen oder ein Infekt, kann Asthma entstehen.>
Rauch bleibt in der Lunge hängen und dauerndes Rauchen führt zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), COPD wird im Volksmund auch Raucherhusten oder Raucherlunge genannt. Im Tabakrauch enthaltene Schadstoffe lagern sich in den Atemwegen ab und führen bei jahrelangem Zigarettenkonsum zur COPD. COPD gilt derzeit [2006] als die vierthäufigste Todesursache. Dies dürfte sich allerdings nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zukunft ändern. Im Jahr 2020 wird COPD auf den dritten Rang vorgerückt sein, knapp hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. Der Anstieg der globalen Belastung durch COPD ist auf die Zunahme des Tabakkonsums in den Industrieländern sowie auch in den Entwicklungsländern zurückzuführen. [10]
Aktive Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Mundhöhlenkrebs, Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs sowie Blasenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Im Verdacht steht auch die erhöhte Rate bei Leukämie und Dickdarmkrebs. [11]
Wasserpfeife ist nicht weniger schädlich
<Das Wasser [der Wasserpfeife] hält Schadstoffe kaum zurück. Der abgekühlte Rauch dringt im Vergleich zur Zigarette tiefer in die Lunge ein und die Kohlenmonoxid-Aufnahme ist in der Regel höher.> [12]
9. Weitere Schäden durch Rauchen
Wechseljahre kommen früher
aus: Patricia Garfield: Frauen träumen anders. Über die Wechselwirkung zwischen Körper und Traum. Original: "Women's Bodies, Women's Dreams" 1988; Scherz-Verlag 1989, S.232
Rauchen und Passivrauchen bewirkt nicht nur, dass die Haut älter aussieht als normal, sondern dass auch die Wechseljahre früher eintreten als genetisch vorgesehen.
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Rauchen erhöht Osteoporose-Risiko [Knochenschwund]
aus: ARD-Text, 7.6.2006, Tafel 521
<Zigarettenrauch hat einen stärkeren Einfluss auf die Knochendichte als bislang angenommen. Zigarettenrauch vermindert nicht nur bei älteren Frauen die Knochenstabilität, sondern zeigt diesen Effekt auch bei jungen Männern ab einem Alter von 18 Jahren. Selbst Passivrauchen schwächt die Knochenstruktur messbar und erhöht somit das Risiko für Knochenbrüche. Zu diesem Fazit kommen schwedische und chinesische Forscher nach der Auswertung von 3 Studien, in denen sie den Zusammenhang zwischen der Knochendichte und dem Rauchverhalten untersuchten.>
[Knochenbrüche hängen auch von der Blutgruppe ab: Die Blutgruppen A und AB haben mehr, die Blutgruppe 0 an wenigsten Knochenbrüche, siehe Blutgruppenmedizin von Dr. D'Adamo].
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<Zuckerkrank wegen Zigaretten
aus: 20 minuten online, 11.12.2007, http://www.20min.ch/news/wissen/story/28606668Rauchen erhöht das Risiko, an Zuckerkrankheit zu erkranken. Dies zeigt eine Studie der Universitäten Lausanne und Calgary. Die Studie weist einen kausalen Effekt des Rauchens auf die Insulinproduktion nach. Das Risiko an Diabetes 2 (Altersdiabetes) zu erkranken sei bei Personen, die bereits über zehn Jahre rauchten, 46 Prozent grösser als bei Nichtrauchern, schreibt die Universität Lausanne in einem Communiqué vom Dienstag.
Die Autoren und Autorinnen fordern die Akteure im Schweizer Gesundheitswesen auf, die Raucher über das Risiko von Diabetes besser zu informieren. Die Studie wurde am Dienstag in der renommierten Zeitschrift «Journal of American Medical Association» veröffentlicht.
Quelle: SDA/ATS>
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Zahnschäden durch Rauchen: Rauchen provoziert Paradontitis
aus: n-tv online: Körper und Geist: Zahnärzte für Abschreckung. Rauchen schädigt Zähne; 29.5.2009;
http://www.n-tv.de/wissen/koerpergeist/Rauchen-schaedigt-Zaehne-article313553.html
<"Rauchen macht zahnlos": Mit diesem Aufdruck auf Zigaretten-Päckchen will die Bundeszahnärztekammer Raucher auf die Gefahr von Zahnschäden hinweisen. Wer über mehrere Jahre hinweg regelmäßig raucht, sei im Vergleich zu Nichtrauchern 20-mal stärker gefährdet, an einer schweren Zahnbettentzündung (Parodontitis) zu erkranken, teilte der Verband in Berlin mit.
Mehr als 70 Prozent der Parodontitis-Patienten sind demnach Raucher. Nach Verbands-Angaben gehen zudem etwa 90 Prozent aller Tumore in Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge auf das Rauchen zurück.
Für diesen Sonntag (31. Mai) hat das Aktionsbündnis Nichtrauchen aus 80 Organisationen und Verbänden in Deutschland zum Weltnichtrauchertag aufgerufen. Unter dem diesjährigen Motto "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" fordern Gesundheitsexperten die Einführung von abschreckenden Fotos auf Tabakverpackungen. Jährlich sterben nach Angaben der Deutschen Krebshilfe bundesweit etwa 140.000 Menschen an den direkten Folgen des Rauchens.dpa>
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Cannabis (Marihuana) rauchen schädigt das Erbgut
aus: 20 minuten online: Marihuana: Macht "high" und schädigt die DNA; 18.6.2009;
http://www.20min.ch/gesundheit/news/story/Macht--high--und-schaedigt-die-DNA-20585538
<Schlechte Nachrichten für Kiffer: Einer aktuellen Studie zufolge verändert der Konsum von Marihuana das Erbgut - mit möglicherweise fatalen Auswirkungen auf die Gesundheit.
Beunruhigend, was Forscher der University of Leicester in England herausgefunden haben.
Wissenschaftler der University of Leicester in England fanden einen, wie sie selbst formulieren «überzeugenden Beweis» dafür, dass das Rauchen von Marihuana die DNA schädigen kann. Dieser Einfluss könnte sich bei Konsumenten durch die Enstehung von Krebs äussern.
Kaum Untersuchungen zu Cannabis«Es gab bisher viele Studien zur Toxizität von Tabakrauch», sagt Rajinder Singh, Leiter der wissenschaftlichen Untersuchung, «doch Cannabis wurde bislang noch nicht detailliert analysiert.»
Singh erklärt in einem Interview des Magazins «Chemical Research in Tocicology», dass Cannabis 400 verschiedene Stoffe enthält, unter anderem 60 Cannaboide. Darüber hinaus beeinhaltet es 50 Prozent mehr karzinogene - also krebserregende - Stoffe als herkömmlicher Tabakrauch. «Der Konsum von drei bis vier Cannabis-Zigaretten täglich schädigt die Bronchien so stark wie 20 herkömmliche Zigaretten», meint Singh.
(rre)>
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10. Aufhören mit Rauchen - Nichtraucher werden
Über 50% der Raucher möchte gerne damit aufhören, weiss aber nicht wie. Dabei müssen Aufhörmethoden bzw. sinnvolle Ersatzrituale und Verhaltensmuster anstelle der Raucherei gefunden werden. Die Nikotinsucht kann mit nikotinhaltigen Medikamenten schrittweise besiegt werden, während die Person sich die neuen Verhaltensweisen angewöhnen muss. [13]
Informationen über Aufhörmethoden gibt. http://www.letitbe.ch bzw. Tel. 0848-88 77 88.
Selbsthilfeprogramm: http://www.zielnichtrauchen.ch [14]
Ersatzprodukte während der Raucher-Entwöhnungstherapie sind Kaugummis, Pflaster, Inhalatoren und Sprays. Eine Gewichtszunahme von 5 kg ist normal. [15]
[Mit entsprechenden fettzehrenden Lebensmitteln oder mit mehr Sport können die 5 kg zusätzliches Gewicht wieder weggebracht werden. Mit der Blutgruppenernährung hat jeder Mensch die Freiheit, sein Gewicht so zu gestalten, wie er es haben möchte, und die Zigarette kann nicht als egoistische Ausrede dafür dienen, dass man weniger essen muss. Die dummen Ego-Raucher sollten besser einmal darüber nachdeken, wie viele Nichtraucher sie mit ihrem Rauch ihr Leben lang schon geschädigt haben - durch ihre dummen Zigaretten...]
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11. RauchverboteDer Stadtrat von Calabasas, 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, billigte am Mittwochabend eine entsprechende Verordnung.
<Calabas (Kalifornien): Nichtraucherstadt verbietet den Mietern das Qualmen
aus: 20 minuten online, 18.1.2008; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/20999554
Eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Rauchverbot für Mietwohnungen beschlossen.
Dies teilte die 25. 000 Einwohner-Stadt am Donnerstag mit. Ziel der selbst ernannten «Nichtraucherstadt» ist es, dass 80 Prozent der Mietwohnungen bis 2012 Nichtraucherwohnungen sind.
2006 hatte Calabasas bereits das Rauchen im Freien verboten, wenn es andere Menschen stören könnte. Die Stadt wies draussen auch spezielle Nichtraucherzonen aus.
Quelle: SDA/ATS>
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Griechenland 1.7.2009: <Rauchverbot: Griechenland drückt die Kippe aus
aus: 20 minuten online; 1.7.2009; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/21694882
In Griechenland ist ein verschärftes Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in Kraft getreten. Von nun an ist Rauchen in Spitälern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen verboten.
Laut einer in letzter Minute aufgenommenen Klausel dürfen Unternehmen und Behörden mit mehr als 50 Mitarbeitern aber bei einer entsprechenden Einigung zwischen Belegschaft und Führungsebene einen Raucherraum einrichten.
Lokale, die grösser sind als 70 Quadratmeter, dürfen einen gesonderten Raucherraum haben. Kleinere Lokale müssen sich entscheiden, ob sie reine Raucherkneipen sein wollen oder das Rauchen vollständig verbieten.
Vor Griechenland führten bereits viele andere europäische Länder Rauchverbote ein, darunter Irland, Frankreich und Italien. Auch in Deutschland gilt ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen, wobei die Regelungen für Gaststätten in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind. [...]
(sda)>
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Türkei 17.7.2009: Rauchverbot in der Türkei - weg mit der Wasserpfeife
aus: spiegel online: RAUCHVERBOT IN DER TÜRKEI: Güle güle, Wasserpfeife!; 17.7.2009; http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,636568,00.html
<Von Dorte Huneke
Eine jahrhundertealte Tradition steht vor dem Aus: Für viele Türken ist die tägliche Wasserpfeife im Teehaus ein Stück Lebensqualität. Doch ab Sonntag herrscht strengstes Rauchverbot. Hunderttausende Cafébesitzer fürchten um ihre Existenz - und manche suchen originelle Auswege.
Istanbul - Zu Hause darf Alper Sey nicht rauchen. Seine Frau will das nicht. "Deshalb komme ich hierher. Jeden Tag. Seit über 30 Jahren", sagt der 56-jährige Fabrikarbeiter. Das Kaffeehaus im Istanbuler Stadtteil Kasimpasa ist für ihn ein zweites Wohnzimmer - und Marktplatz für Neuigkeiten. "Hier spielt sich das Leben ab. Hier diskutieren und streiten wir, hier erfährt man, was es Neues gibt. So ist das in der Türkei." So war es jedenfalls seit vielen Generationen für Millionen Männer in der Türkei.
Am Sonntag, wenn das strenge Rauchverbot eingeführt wird, könnte sich das Leben dieser Männer radikal ändern. Alper Sey will nicht mehr herkommen, wenn er hier nicht mehr rauchen darf.
"Das ist so als würde man den Rauch im Hamam verbieten oder die Hintergrundmusik im Film", schimpft Mehmet Çolak, Besitzer des Kaffeehauses. "Das Rauchen gehört einfach dazu. Es ist beruhigend. Wie der Tee." Und es ist Teil des Geschäfts.
Wenn das, wovon er jahrelang seinen Lebensunterhalt bestritten hat, plötzlich illegal ist, muss er den Laden wohl dichtmachen. In dieser Lage sehen sich zur Zeit Hunderttausende Besitzer von Wasserpfeifen-Cafés, Teestuben und Kaffeehäusern in der Türkei. "Absurd ist das", schimpft Ismail Özçelik. Er betreibt ein Café in einem der ältesten Wasserpfeifen-Gärten am Bosporus, das Çorlulu Ali Paa Medresi Kahvesi im Stadtviertel Sultanahmet. "Wer in ein Wasserpfeifen-Cafe kommt, will rauchen. Das ist doch ein freier Entschluss."
"So ein entspannter Ort"
Das Lokal befindet sich in den historischen Gemäuern einer ehemaligen Medresse, einer Koranschule. Unter den vielen Stammgästen verbringen neben Anzugträgern und blonden Frauen in Trägershirts auch Frauen mit Kopftuch und Männer mit Gebetsketten ihren Feierabend. "Es ist eben ein entspannter Ort", sagt Ismail. "Es ist doch schön, wenn so unterschiedliche Menschen zusammenkommen!"
Sie sind öfter im Hamam als in der Finnischen Sauna, trinken mehr Mokka als Espresso und haben ein Döner- Abo? Und Sie glauben, damit bestens gewappnet für einen Urlaub in der Türkei zu sein?Testen Sie Ihr Wissen im SPIEGEL- ONLINE- Reisequiz! Pro Tag verkauft er im Schnitt 80 bis 100 Wasserpfeifen, die auf Türkisch Nargile heißen, das Stück für umgerechnet rund fünf Euro. Einige Stammgäste haben ihre eigene Nargile in der Küche deponiert - schmuckvolle Gefäße aus Silber und Glas. Vom Tee allein könnte der Laden nicht überleben. Zumal fraglich ist, wer den überhaupt noch trinken würde. "95 Prozent der Gäste werden zu Hause bleiben, wenn das Gesetz so umgesetzt wird", ist Ismail überzeugt.
Beschlossen wurde das umfangreiche Rauchverbot von der türkischen Regierung bereits vor anderthalb Jahren. Strafrechtlich verfolgt werden die Verstöße aber erst ab dem 19. Juli. Verboten ist fortan das Rauchen in und vor Restaurants, Cafés, Teegärten, auf überdachten Terrassen, Spielplätzen - und im Fernsehen. Einige Kanäle haben bereits damit angefangen, Zigaretten mit einem schwarzen Balken zu versehen. Rauchenden Colt-Trägern wird demnach der Glimmstengel im Mund, nicht aber der im Halfter wegretuschiert.
Das neue Lebensgefühl wird auf meterhohen Transparenten über breiten Straßen verbreitet. Die neue Türkei ist rauchfrei und sauber. Wer raucht, ist Spielverderber, unmodern und antieuropäisch.
Fast ein Drittel der Türken raucht
Tatsächlich begrüßt die Mehrzahl der Türken die neue Freiheit von Belästigungen durch den blauen Dunst. Selbst rauchende Passanten loben das neue Gesetz und erklären, sie hätten ohnehin längst vorgehabt, das Rauchen aufzugeben. Protest hört man auf den Straßen nicht. Und das in einem Land, in dem laut offizieller Statistik mehr als 30 Prozent der über 15-Jährigen rauchen.
Bei den direkt Betroffenen ist die Wut dafür umso größer. "Die türkischen Medien schreiben nur darüber, wie gut das Verbot für die Gesundheit ist", schimpft Ismail. "Keiner redet davon, dass eine uralte Kultur zugrunde geht. Dass uns ein Stück Freiheit genommen wird. Dass Millionen Menschen möglicherweise ihre Existenz verlieren."
Neidvoll blicken die türkischen Gastronomen auf ihre Kollegen in Spanien und Portugal, wo Lokale, die kleiner als 100 Quadratmeter sind, selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie ein Raucher- oder Nichtraucherort sein wollen. "Ich würde sofort einen Raum für Raucher einrichten", sagt Ismail. "Hier draußen dürfte dann niemand rauchen. Das wäre okay. Aber so? Ich habe einen Ort, der mir gehört, und ich darf nicht darüber entscheiden, ob man dort rauchen darf. Ist das Freiheit?"
Raucher, die das Gesetz missachten, müssen künftig Strafen in Höhe von umgerechnet rund 26 Euro zahlen, eine Gaststätte kann ein Verstoß bis zu 26.000 Euro kosten.
Tradition aus den Palästen
Viele ohnehin EU-müde Türken halten auch diese Annäherung ihres Landes an die Europäische Union für eine schlechte Idee. Wie der 25-jährige Finanzmanager Furkan, der jeden Abend ins Çorlulu Ali Paa Medresi kommt, um zwei bis drei Wasserpfeifen zu rauchen, Freunde zu treffen und Tee zu trinken. "Ich will überhaupt nicht nach Europa, das passt nicht zusammen", sagt Furkan. "Die Nargile ist ein uralter Teil unserer Kultur aus der osmanischen Zeit. Ganz früher durften nur die Menschen in den Palästen Wasserpfeifen rauchen. Dann wurde es auch dem Volk gestattet. Wieso sollten wir uns das wieder nehmen lassen?"
Aufgewachsen ist er in Mardin, im Südosten der Türkei. "Als ich herkam, bin ich durch etliche Cafés in unterschiedlichen Vierteln gezogen und habe mit den Menschen gesprochen. So habe ich die Stadt kennengelernt. So ist das bei uns: In den Teestuben und Kaffeehäusern spielt sich das Leben ab."
Inzwischen auch für Frauen. "Ich komme jeden Tag hierher", sagt Ümit, die mit ihrer Freundin Nurcan gekommen ist. "Wenn ich hier nicht mehr rauchen kann, bleibe ich zu Hause", sagt sie entschlossen. "Das ist ja wie in der Osmanischen Zeit unter Murad IV. hier! Einer da oben sagt uns, was wir zu tun und zu lassen haben. Das kann doch nicht sein."
Sonderregelung für Altenheime und Psychiatrien
In Zukunft wird es nur noch wenige Räume außerhalb der eigenen vier Wände geben, wo Rauchen gestattet ist: Hotels dürfen eine Etage zur Raucheretage erklären, außerdem darf geraucht werden in Gefängnissen, Altenheimen und Anstalten für Geisteskranke.
Ismail denkt schon darüber nach, Betten aufzustellen und sein Café zum Hotel zu erklären. Einige Lokalbesitzer werden sicher zum Berliner Modell greifen und ihre Läden als private Clubräume deklarieren. "Abwarten", sagt Ümit. "In den Taxis ist das Rauchen schon lange verboten. Und wer hält sich daran? Ich glaube, das ist alles halb so wild, es wird sich in vier Monaten alles wieder normalisiert haben. Wir sind doch in der Türkei!"
Die wenigsten können sich vorstellen, dass der Rauch vom einen auf den anderen Tag aus den Cafés verschwinden wird - und wenn dafür einige Bestechungszahlungen nötig sind. Es wäre allerdings nicht die erste Kulturrevolution von oben: nach Gründung der türkischen Republik wies Staatschef Mustafa Kemal Atatürk die Männer seines Landes an, keinen Fes, sondern moderne Hüte zu tragen, die Frauen sollten ihre Kopftücher abziehen, das arabische Alphabet wurde durch das Lateinische ersetzt. Sein Wille geschah. In kürzester Zeit.>
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NY 16.9.2009: <Neue Verbote: New York soll rauchfrei werden
[Mit bisherigen Vorschriften ist die Raucherquote in NY von 21,5 auf 6,9% zurückgegangen]
aus: 20 minuten online; 16.9.2009; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/15037222
Raucher in New York müssen sich möglicherweise bald heimlich in die Büsche schlagen, wenn sie ihrer Nikotinsucht frönen wollen. Die Stadtbehörden arbeiten an einem Rauchverbot für Parks, Gärten, Strände und öffentliche Plätze.
Dies sagte Thomas Farley, der Gesundheitsbeauftragte von New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.Bereits seit 1995 müssen Besucher fast aller New Yorker Bars und Restaurants zum Rauchen vor die Tür gehen, seit 2003 ist das Qualmen auch am Arbeitsplatz, auf Bahnhöfen und in öffentlichen Gebäuden verboten. Sollte das neue Verbot tatsächlich in Kraft treten, würde der Platz für New Yorks Raucher langsam knapp.
Allerdings zeigten die bisherigen Verbote bereits Wirkung. Rauchten 2002 noch 21,5 Prozent aller Stadtbewohner, sind es jetzt nur noch 6,9 Prozent aller Erwachsenen - rund eine Million Menschen.
(sda)>
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22.9.2009: <Gesundheit: Rauchverbote haben Auswirkungen. Deutlich weniger Infarkte
aus: n-tv online; 22.9.2009; http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Deutlich-weniger-Infarkte-article516399.html
Die Rauchverbote in Kneipen und öffentlichen Gebäuden haben zu einem unerwartet deutlichen Rückgang von Herzinfarkten geführt. In Europa und Nordamerika ging die Zahl der Infarkte um bis zu ein Drittel zurück, wie aus zwei Studien hervorgeht.
Somit sei das Leben vieler tausend Menschen schon in kurzer Zeit gerettet worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus den Untersuchungen. Die Infarkte verminderten sich vor allem bei jüngeren Menschen und Frauen.
Bei Einführung der Rauchverbote in verschiedenen Ländern war ein solch positives Ergebnis nicht erwartet worden. Die beiden Studien sind in führenden US-Fachzeitschriften veröffentlicht und bündeln die Resultate einzelner Erhebungen, in die Millionen von Menschen einbezogen waren.
Nachweisbar weniger Infarkte
Wie aus einer Studie im Fachblatt "Circulation" der US- Herzgesellschaft (American Heart Association) hervorgeht, fiel die Zahl der Infarkte ein Jahr nach Einführung von Rauchverboten zunächst um 17 Prozent. Nach drei Jahren lag der Rückgang schon bei mehr als einem Drittel (36 Prozent). Die andere Studie aus dem "Journal of the American College of Cardiology" bezifferte den Rückgang auf mehr als ein Viertel (26 Prozent).
"Obwohl wir die Herzinfarkte nicht auf Null senken können, zeigen uns diese Ergebnisse, dass Rauchverbote kurz- und mittelfristig eine Menge Infarkte verhindern", sagte der Mitautor der ersten Studie, James Lightwood, von der Universität von Kalifornien (San Francisco). "Diese Studie ergänzt auch die bereits vorliegenden Hinweise, dass Passivrauchen Herzinfarkte verursacht und ein 100-prozentiges Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen und öffentlichen Gebäuden die Menschen schützt."
Der Leiter der zweiten Studie, Professor David Meyers von der Universität von Kansas, betonte, "selbst das Einatmen geringer Mengen von Qualm kann das Herzinfarktrisiko erhöhen". Vor allem bei jüngeren Menschen und Frauen seien die Infarkte weniger geworden. "Das könnte daran liegen, dass jüngere Leute mehr in Clubs, Restaurants und Bars gehen, wo Rauchen dazugehörte."
dpa>
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Ab 1. Mai 2010 ist das Rauchen in der ganzen Schweiz in den meisten Restaurants und Bars, aber auch in geschlossenen öffentlichen Räumen sowie in Arbeitsräumen verboten. Der Bundesrat hat am Mittwoch das Gesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen in Kraft gesetzt.
Ausnahmen sind aber möglich. Etwa können weniger als 80 Quadratmeter grosse Restaurationsbetriebe als Raucherlokale zugelassen werden. Grössere Lokale können Fumoirs für Raucher einrichten. Nicht mehr geraucht werden darf ab 1. Mai 2010 auch in Kinos, Einkaufszentren, Schulen und Sportanlagen.
Im Einzelbüro und im Freien erlaubt
Untersagt ist das Rauchen grundsätzlich auch in Arbeitsräumen. Wer aber in einem Einzelbüro oder im Freien arbeitet, darf ebenfalls rauchen. Betriebe können ihren Angestellten zudem Raucherräume zur Verfügung stellen. Diese müssen genügend belüftet sein.
In den meisten Kantonen werde die neue Regelung nichts ändern, sagte Gesundheitsminister Pascal Couchepin am Mittwoch in Bern vor den Medien. In 18 Kantonen gebe es bereits Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen. In 15 dieser Kantone seien die Gesetze strenger als jene vom Bund; Raucherlokale seien dort verboten.
Interessenverbände hatten die Verordnung zum Gesetz in der Vernehmlassung heftig kritisiert. Drei Punkte seien geändert worden, sagte Thomas Zeltner, der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Zum einen wurde die Grösse der Fumoirs statt auf höchstens 80 Quadratmetern auf maximal ein Drittel der Gesamtfläche des Lokals festgesetzt. In den meisten Kantonen gelte diese Regelung, sagte Zeltner dazu.
Definition des geschlossenen Raumes offen
Offen lasse die Verordnung die Definition eines geschlossenen Raumes. Das sei eine Frage der Umsetzung, und dafür seien die Kantone zuständig, sagte Zeltner. Der Branchenverband GastroSuisse hatte in der Vernehmlassung das Verbot der im Gastgewerbe verbreiteten «Durchreichen» als «sachfremd» kritisiert.
Die Luft in Raucherräumen muss gemäss Verordnung gut und die Räume adäquat belüftet sein. Wie und wie weit dies zu geschehen hat, ist ebenfalls im Zuständigkeitsbereich der Kantone. Auch Kantone, die über keine eigenen Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen verfügen, müssen das Bundesgesetz anwenden.
Mindeststandard
Das Gesetz auf Bundesebene setzt einen Mindeststandard fest. Die Kantone können eigene, strengere Regeln erlassen. Der Lungenliga geht die Regelung des Bundes zu wenig weit. Sie sammelt zurzeit Unterschriften für eine Volksinitiative, die ein Rauchverbot in sämtlichen öffentlich zugänglichen Räumen verlangt.
Couchepin zeigte sich überrascht über die Kritik der Lungenliga, aber auch von Gewerbekreisen. Es gehe nicht an, materielle Belange über die Prävention und den Schutz der Gesundheit zu stellen, sagte er. (vin/ap/sda)>
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Deutschland 17.2.2010: <Raucherhusten wird zur Volkskrankheit
aus: http://de.news.yahoo.com/26/20100217/thl-raucherhusten-wird-zur-volkskrankhei-b930478.html
<Stuttgart (dpa) - Immer mehr Menschen in Baden-Württemberg leiden unter Raucherhusten. Im Jahr 2008 wurden rund 14 000 Patienten mit der Diagnose "chronisch obstruktive Lungenkrankheit" (COPD), die im Volksmund als Raucherhusten bekannt ist, im Krankenhaus behandelt.
Raucherhusten wird zunehmend zu einer Volkskrankheit in Deutschland.
Das ging aus einem Bericht der Techniker Krankenkasse heraus. "Im Vergleich zum Jahr 2000 waren das über 50 Prozent mehr Patienten mit chronischer Bronchitis", sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Stuttgart. Hauptursache für die Krankheit ist das Rauchen. Das war bei neun von zehn Patienten der Fall.
Bundesweit stieg die Anzahl der Krankenhauspatienten mit der Krankheit in diesem Zeitraum um rund 37 Prozent. Etwa 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ist von der Volkskrankheit betroffen.>
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"US"-Studie 15.4.2010: Mehr Depression provoziert mehr Raucher-Terror
aus: n-tv online: Zusammenhang klar erkennbar: Depression erhöht Tabakkonsum; 15.4.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Depression-erhoeht-Tabakkonsum-article824601.html
<Insgesamt wird die Zahl der Raucher bundesweit in den letzten Jahren geringer.
Menschen mit Depressionen greifen einer US-Studie zufolge wesentlich häufiger zur Zigarette als andere. Rund 43 Prozent der Depressionskranken seien Raucher, während dieser Anteil bei Menschen ohne Depressionen nur bei 22 Prozent liege, heißt es in einer in Washington vorgelegten Studie des National Center for Health Statistics.
Aus der Erhebung geht zudem hervor, dass depressive Raucher besonders viele Zigaretten konsumieren: Drei von zehn Erwachsenen mit Depressionen rauchten mehr als eine Schachtel am Tag - mehr als doppelt so viel wie die Vergleichsgruppe. Mehr als 50 Prozent der depressiven Raucher zündeten sich binnen fünf Minuten nach dem Aufwachen am Morgen die erste Zigarette an.
Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass depressiven Rauchern das Aufhören schwerer fällt als anderen. Dem US-Institut zufolge sind etwa sieben Prozent der Erwachsenen in den USA als depressiv einzustufen.
AFP>
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30.4.2010: Rauchverbot in Restaurants und Bars ab 1. Mai 2010 in der Schweiz - scharfe Gesetze in 13 Kantonen
aus: Basler Zeitung online: Ausgequalmt!; 30.4.2010; http://bazonline.ch/schweiz/standard/Ausgequalmt/story/11394140
<Von Fabian Renz. Aktualisiert um 23:46 Uhr
In 13 Kantonen gelten ab heute strengere Regeln für Raucher - auch in Zürich. Der Streit um den Qualm wird dadurch aber nicht beendet. Es sind noch diverse Initiativen hängig.
Ab morgen Samstag darf in Restaurants, Bars, Spitälern, Sportzentren und allen weiteren öffentlichen Räumlichkeiten grundsätzlich nicht mehr geraucht werden. Grundsätzlich. Faktisch allerdings sieht das «Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen», das per 1. Mai in Kraft tritt, ebenso bedeutsame wie umstrittene Ausnahmen vom Verbotsprinzip vor. Sie betreffen namentlich Bars und Restaurants: Spezielle Raucherräume sollen nach wie vor erlaubt sein und auch von Arbeitskräften (deren Einverständnis vorausgesetzt) bewirtschaftet werden dürfen; Wirte mit Betrieben, deren Fläche unter 80 Quadratmetern liegt, können für ihr Etablissement sogar eine Genehmigung als Raucherlokal beantragen.
Überall ein wenig anders
Was die Sache zusätzlich kompliziert: Den Kantonen ist es freigestellt, strengere Regelungen zu erlassen bzw. aufrechtzuerhalten. So gesehen, bildet das neue Bundesgesetz vor allem die Unterlage für einen föderalistischen Flickenteppich. Im Einzelnen präsentiert sich die Situation wie folgt:
In exakt der Hälfte aller Kantone, also insgesamt 13, kommt es am Samstag zur Umstellung. Zehn Kantone übernehmen nur die Minimalvariante des Bundes (AG, AI, GL, JU, LU, NW, OW, SH, SZ, TG). Im Kanton Zürich werden Raucherbeizen verboten, bediente Fumoirs hingegen erlaubt. Die gleiche Regelung wird in Appenzell Ausserrhoden Anfang 2011 wirksam. Basel-Landschaft dagegen verbietet ab morgen auch bediente Fumoirs.
Für die übrigen 13 Kantone ändert sich morgen nichts, da sie bereits Regeln kennen, die gleich streng oder strenger als das Bundesgesetz sind. In sechs dieser Kantone dürfen die Wirte Zigarettenkonsum nur noch in unbedienten Fumoirs dulden (GE, VD, NE, FR, VS, BS). Weitere fünf Kantonen erlauben Bedienung in den Fumoirs (GR, TI, UR, BE SO). In Zug und St. Gallen wiederum sind heute Gesetze in Kraft, die nicht über die Bundesregelung hinausgehen (also mit Duldung von Raucherlokalen). St. Gallen wird per 1. Juli seine Bestimmungen aber verschärfen und ebenfalls nur noch unbediente Fumoirs gestatten.
Diese Übersicht lässt auffallende regionale Unterschiede zutage treten. Die Romandie handhabt den Nichtraucherschutz generell am restriktivsten. Umgekehrt ist der Widerstand gegen strenge Regeln in den ländlichen Gebieten diesseits des Röstigrabens am ausgeprägtesten. Und dort, wo in der Deutschschweiz ebenfalls auf weitergehende Verbote gesetzt wird, scheint zumindest die Umsetzung schwieriger. Darauf weist das Beispiel Basel-Stadt hin, wo der Verein «Fümoar» mit juristischen Kniffs versucht, das Verbot zu unterlaufen. «Die germanischen Länder sind in Drogen- und Tabakfragen generell liberaler als die lateinischen», gibt der Sozialgeograf Michael Hermann zu bedenken. Überdies stünden die Kantonalparlamente in der Deutschschweiz der regulierungsskeptischen Wirtschaft wohl näher als in der Westschweiz.
Liga und Wirte kämpfen weiter
Fest steht, dass die Auseinandersetzung um Rauchverbote noch eine längere Zeit anhalten wird. Dafür sorgen nicht nur zahlreiche kantonale Vorstösse und Initiativen. Es sind auch auf nationaler Ebene gleich zwei Volksanliegen zum Thema hängig - mit diametral entgegengesetzter Stossrichtung. So möchte die Lungenliga Schweiz mit der Initiative «Schutz vor Passivrauchen» das restriktive Modell von Basel und der Westschweiz verbindlich auf das ganze Land übertragen. Dagegen will die «IG Freie Schweizer Wirte» mit der Initiative «für ein liberales Rauchergesetz» erreichen, dass allein der Unternehmer über Qualm in seinem Betrieb entscheidet.
Beide Seiten geben sich siegesgewiss. Die Lungenliga hat bereits über 130 000 Unterschriften beisammen und wird ihre Initiative im Mai einreichen. «Es wird so sein wie in den Kantonen: Wenn das Volk selber entscheiden kann, wählt es die griffige Variante», sagt Liga-Präsident Otto Piller.
David Herzig von der «IG Freie Schweizer Wirte» zählt hingegen darauf, dass negative Erfahrungen mit den Rauchverboten ihm zu einer Mehrheit verhelfen werden. «Die Versprechungen, die Wirte würden durch die Verbote keine Umsatzeinbussen erleiden, haben sich als falsch herausgestellt.» Für die Unterschriftensammlung verbleibt den Raucherfreunden Zeit bis August 2011. Herzig möchte damit aber bis Ende 2010 fertig werden, sodass seine Initiative zusammen mit dem Gegenprojekt der Lungenliga zur Abstimmung kommen kann. In einem Punkt ist er sich mit Piller im Übrigen einig: «Irgendwann wird eine einheitliche Regelung den heutigen Flickenteppich ersetzen.» (Tages-Anzeiger)>
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5.5.2010: Rauchern fallen die Zähne früher aus wegen geschädigtem Kieferknochen
aus: n-tv online: Gesundheit: Schadstoffe greifen Kieferknochen anRauchern fallen Zähne aus; 5.5.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Rauchern-fallen-Zaehne-aus-article857250.html
<Dennis Hopper: Rauchen galt lange Zeit als cool.
Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall wie Nichtraucher. Das geht aus einem Report hervor, den die Bundeszahnärztekammer gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Raucher leiden demnach wesentlich häufiger unter Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose, die zur Lockerung der Zähne führen. Schuld am Raucherzahn sind vermutlich die Schadstoffe im Tabakrauch. Sie zerstören durch immunologische Vorgänge langsam aber sicher den Kieferknochen.
"Besonders tückisch ist dabei, dass Rauchen das Zahnfleischbluten unterdrückt, welches ein typisches Zeichen einer Parodontitis und ein Warnhinweis für die Erkrankung ist", schreiben die Autoren des Reports. Die Betroffenen würden dadurch lange Zeit nichts von ihrer Krankheit bemerken. Mehr als 70 Prozent der Patienten mit einer chronischen Parodontalerkrankung seien Raucher. Bei ihnen sei das Risiko für diese Krankheit fünf- bis sechsmal höher als bei Nichtrauchern. Die Erkrankung verlaufe umso schwerer, je mehr und je länger der Patient rauche.
Zähne zusammenbeißen - ein höherer Zuschuss sollte Patienten den jährlichen Zahnarztbesuch wert sein. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)
Zahnersatz ist besonders für Raucher ein Thema.
Rauchen schädige aber nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern könne auch Mundhöhlenkrebs verursachen, heißt es in dem Report: Je nach Tabakmenge haben Raucher ein bis zu sechsmal höheres Erkrankungsrisiko. "In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000 Menschen an Krebs der Mundhöhle und des Rachens und rund 4500 sterben daran - vor allem Männer", betonte die Vorsorgeexpertin des DKFZ, Martina Pötschke-Langer. 2007 standen diese Erkrankungen bei Männern an Platz 7 und bei Frauen an 16. Stelle der Krebstodesursachen.
Zahnärzte helfen mit
Künftig sollen Zahnärzte deshalb verstärkt beim Rauchstopp mithelfen. "In Deutschland gehen rund 76 Prozent der Erwachsenen und etwa 66 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal im Jahr zum Zahnarzt", sagte Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Diese Besuche seien eine gute Möglichkeit, über die Risiken aufzuklären. Der neue Report liefere allen Zahnärzten einfach umsetzbare Hilfsstrategien für die Raucherberatung.
Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland raucht. Seit einigen Jahren nimmt der Tabakkonsum, insbesondere bei jungen Menschen, allmählich ab. Den DKFZ-Zahlen zufolge gilt das besonders für die alten Bundesländer.
dpa>
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16.6.2010: Raucherzimmer für Lehrer nicht notwendig - vor der Schule rauchen sei zumutbar, so das Berliner Verwaltungsgericht
aus: Spiegel online: Qualmfreie Grundschule: Lehrer bekommt keinen Raucherraum; 16.6.2010;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,701086,00.html
<DPA
Rauchen in der Schule bleibt verboten, urteilte das Berliner Verwaltungsgericht.
Ein Berliner Grundschullehrer wollte ein Raucherzimmer an seiner Schule und versuchte es einzuklagen - vergebens, wie Richter urteilten: Er muss zum Rauchen vor die Tür, das generelle Rauchverbot an Schulen ist zulässig und eine nur unwesentliche Einschränkung der Freiheitsrechte.
Ein Berliner Grundschullehrer hat heute den Kampf um sein persönliches Raucherzimmer vorerst verloren und muss weiter zum Rauchen das Schulgelände verlassen. Ein eigenes Zimmer könnte bei den Schülern den Eindruck erwecken, dass "Raucher eine Anerkennung finden, die das Schulgesetz vermeiden will", urteilten am Mittwoch die Richter des Berliner Verwaltungsgerichts und gaben der Bildungsverwaltung des Senats Recht.
Der 58-jährige Pädagoge fühlte sich durch das generelle Rauchverbot an Schulen, 2005 im Berliner Schulgesetz eingeführt, in seinen Freiheitsrechten eingeschränkt. Er konnte zwar außerhalb des Schulgebäudes rauchen, doch sei das mit seiner Vorbildfunktion als Lehrer nicht vereinbar, argumentierte er. Immerhin könnten die Schüler dann sehen, wenn er sich eine Zigarette anzünde. Zudem störe ein eigenes Raucherzimmer doch niemanden.
Optisch fiele ein separates Zimmer zwar nicht auf, räumten die Richter ein, dennoch könnten Schüler es als "Privileg" für Lehrer auffassen. Und wegen seiner Vorbildfunktion brauche sich der Lehrer auch nicht zu sorgen: Der komme er schon nach, wenn er "in Kenntnis der Umsetzung des Rauchverbots" mit seiner Zigarette das Schulgebäude verlasse und nicht das Privileg genieße, in einem separaten Raum zu rauchen. In die Freiheitsrechte werde nur in "sehr eingeschränkter Weise" eingegriffen, sagten die Richter: Der Kläger verliere lediglich ein bisschen räumliche Bequemlichkeit (Aktenzeichen VG 26 A 205.08).
Die Richter verwiesen in ihrer Urteilsbegründung auf das Nichtraucherschutzgesetz aus dem Jahr 2007, in dem auch ein generelles Rauchverbot in Schulen und Kindertagesstätten festgeschrieben ist. Weil der Fall von grundsätzlicher Bedeutung ist, kann der Kläger nun vor dem Oberverwaltungsgericht Berufung einlegen.
ddp, fln>
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4.7.2010: <Die Bayern haben ausgeraucht>
aus: 20 minuten online; 4.7.2010; http://www.20min.ch/news/ausland/story/23278748
<von Christof Rührmaier, AP - Jubel bei den Nichtrauchern, lange Gesichter bei den Gegnern des strikten Rauchverbots. Bayern bekommt eines der härtesten Nichtraucher-Gesetze. Am Oktoberfest darf nicht mehr geraucht werden.
Bayern bekommt ein absolutes Rauchverbot. Der Volksentscheid spricht eine deutliche Sprache: Nach Auszählung der Stimmkreise sind am Sonntag 61,0 Prozent für, nur 39,0 Prozent gegen das absolute Rauchverbot.
Schon als bei der Wahlparty der Nichtraucher das erste Ergebnis eintrifft, brandete siegessicherer Beifall auf: 63,2 Prozent für ein striktes Rauchverbot in sämtlichen bayerischen Gasthäusern, Kneipen und Bierzelten kommen aus Weiden in der Oberpfalz. «Bayern kann aufatmen», freut sich der Initiator des Volksentscheides, der Passauer ödp-Lokalpolitiker Sebastian Frankenberger. Bayern bekomme jetzt «das gute alte CSU Gesetz» ein Jahr nach seiner Aufweichung ohne die Beteiligung der Christsozialen zurück.
Schon als neun von 96 Wahlkreisen ausgezählt sind, stellt sich sich Frankenberger mit der bayerischen Grünen-Vorsitzenden Theresa Schopper und SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen zum Siegerfoto auf. Gemeinsam recken sie die Daumen in die Kameras und strahlen, «so dass man sieht, wir haben gewonnen», jubelt der junge ödp-Politiker. Mit rund 60 Prozent lagen die Befürworter eines strikten Nichtraucherschutzes da vorne - und sie ahnten richtig: Ganz ähnlich sollte auch das Endergebnis aussehen.
Motiviert von ihrem Erfolg hoffen die drei nun sogar auf ein Übergreifen auf weitere Bundesländer: «Jetzt wird es sicher in Nordrhein-Westfalen und in Berlin Initiativen geben. Wenn das Volk in Bayern so eindeutig gesprochen hat, wird das Politiker bundesweit ins Nachdenken bringen», sagt Frankenberger.
Kaum zu verbergende Enttäuschung
Franz Bergmüller, der Sprecher der Rauchverbotsgegner, kann seine Enttäuschung dagegen kaum verbergen. «Wir haben es offensichtlich nicht geschafft, die Stimmung zu drehen», sagt er. Als rund zwei Drittel der Stimmkreise ausgezählt sind, gesteht er die Niederlage ein. «Deswegen geht die Welt nicht unter. Ich selbst bin Nichtraucher und nicht so missionarisch eingestellt wie die Gegenseite.»
Es sei nicht gelungen, den Bürgern zu vermitteln, dass es um die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen und der Wirte gegangen sei. «Es geht uns doch auch um Nichtraucherschutz», sagt er beinahe trotzig. Nur habe man eben auch für die Raucher noch Möglichkeiten lassen wollen, für ein friedliches Miteinander. Auch dem guten Wetter und der niedrigen Wahlbeteiligung - nur etwas mehr als jeder Dritte ging zur Urne - gibt Bergmüller Mitschuld. Auch zur Wahlparty in München sind nur gut drei Dutzend Unterstützer gekommen.
Dass nach dem Volksentscheid Ruhe in der Frage des Rauchverbots einkehrt, glaubt Bergmüller deswegen auch nicht. Mit der niedrigen Wahlbeteiligung, werde das Ergebnis die Bevölkerung nicht befrieden. «Insgesamt haben jetzt 20 Prozent entschieden», sagt er.
Strenger als je zuvor
Für die Bayern heisst es jetzt trotzdem ausgeraucht in den allermeisten öffentlich zugänglichen Gebäuden. Das jetzt beschlossene Rauchverbot, das bereits am 1. August in Kraft tritt, lässt praktisch keine Ausnahmen mehr zu. Damit geht es sogar über das ursprüngliche, noch unter der CSU-Alleinregierung in Bayern beschlossene Gesetz hinaus, das beispielsweise noch durch Raucherclubs unterlaufen werden konnte.
Nach ihrem Wahldebakel im Herbst 2008 hatte die CSU das Gesetz in Koalition mit der FDP aufgeweicht. Vor dem Volksentscheid hatten sich allerdings vor allem die Liberalen gegen das komplette Verbot engagiert. Die CSU übte sich dagegen - offenbar in weiser Voraussicht - in demonstrativer Zurückhaltung.
Ein kleines Schlupfloch sieht Bergmüller auch nach dem Volksentscheid noch für Raucher. Auch mit dem neuen Gesetz müsse Rauchen in echten geschlossenen Gesellschaften wie Hochzeiten möglich sei, betont er. Wenn der Gesetzgeber das nicht so regele, müsse es eben gerichtlich durchgefochten werden. «Wenn ich heute heirate und meine Frau ist Raucherin, dann wird mir niemand in der Welt verbieten, dass auf der Hochzeit geraucht wird», sagte er.>
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20.10.2010: <Letzte Raucherbastion Spanien fällt>
aus: Basler Zeitung online; 20.10.2010; http://bazonline.ch/ausland/europa/Letzte-Raucherbastion-Spanien-faellt/story/18541281
Als letztes westeuropäisches Land will auch Spanien seine Bars und Restaurants entqualmen: Ein neues Gesetz soll das Rauchen in allen geschlossenen Arbeitsräumen verbieten. Zudem soll auf Spielplätzen sowie vor Schulen und Krankenhäusern für frische Luft gesorgt werden.
Mit dem neuen Gesetz will die Regierung eine Regelung aus dem Jahr 2006 ersetzen und den Nichtraucherschutz in Spanien mit dem in anderen EU-Staaten in Einklang bringen. Derzeit sind kleinere Bars sowie Restaurants mit abgetrennten Bereichen in Spanien vom Rauchverbot in Arbeitsräumen ausgenommen. Weil in der Praxis in fast allen Lokalen gequalmt wird, waren Forderungen nach einer Neuregelung laut geworden.
Das striktere Gesetz muss nach der für heute Mittwoch erwarteten Genehmigung durch einen Gesundheitsausschuss des Parlaments noch vom Senat abgesegnet werden. Wenn es nach der Regierung geht, könnte es am 2. Januar 2011 in Kraft treten.
Angst um Tourismusbranche
Die Gastronomiebranche beklagte, durch die Massnahme seien bis zu 145'000 Arbeitsplätze bedroht. «Dieses Gesetz wird die Branche ruinieren», sagte der Präsident des spanischen Gastgewerbe-Verbandes, Jose Maria Rubio. Bar-Besitzer argumentierten, dass auch der für Spanien so wichtige Tourismus beeinträchtigt werde.
Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass vergleichbare Massnahmen in anderen Ländern kaum zu Schliessungen, Jobverlusten oder Einnahmerückgängen geführt hätten. Aus gesundheitlicher Sicht gebe es keine Alternative zu der Neuregelung. Nach Angaben des Nationalkomitees zur Rauchprävention sterben jedes Jahr bis zu 1.000 spanische Kellnerinnen und Kellner an Lungenkrebs.
(oku/dapd)>
<China ist der größte Produzent und Konsument von Tabak. Schon heute sterben jedes Jahr 1,2 Millionen Chinesen an den Folgen des Rauchens. Deshalb sollen die Verlockungen besser überwacht werden.
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26.11.2010: <Zu oft krank, zu lange Pausen: Raucher schlecht für Firmen>
aus: n-tv online; 26.11.2010; http://www.n-tv.de/ratgeber/Raucher-schlecht-fuer-Firmen-article2018056.html
Zusammenfassung der dpa-Meldung:
Die Abteilung "Arbeitsmedizin" des TÜV Rheinland machte eine Untersuchung und fand heraus:
-- Raucher haben durchschnittlich 30 bis 40% mehr Krankheitstage pro Jahr
-- Raucher sind oft weniger produktiv als nichtrauchende Kollegen
-- Raucher gönnen sich oft 30 bis 60 Minuten zusätzliche Pause.
Schlussfolgerung
Für eine effiziente Firma schmeiss die Raucher raus.
Michael Palomino, 26.11.2010
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China 13.1.2011: 1,2 Mio. Rauchertote pro Jahr - starke Einschränkung der Raucher-Szenen in TV-Filmenn und Zigarettenmarkenverbot in Filmen und TV als "Jugendschutz"
Aber in China darf in Bürogebäuden und Restaurants weiter gequalmt werden.
aus: n-tv online: Panorama: Keine Rauchszenen mehr im TV: China verbannt Zigaretten; 13.2.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/China-verbannt-Zigaretten-article2599296.html
Chinesen rauchen inzwischen viel zu viel.
Zigarettenszenen in Filmen und TV-Serien sollen in China künftig stark eingeschränkt werden. Die staatliche Aufsichtsbehörde für Radio, Film und Fernsehen forderte in einem Schreiben auf ihrer Internetseite eine "strikte Kontrolle" von Raucherszenen und erließ zudem ein Verbot von Drehszenen, in denen Zigaretten angezündet werden, wenn Minderjährige anwesend sind. Zigarettenmarken würden komplett aus Filmen und Fernsehserien verbannt, zudem müssten die Raucherszenen so kurz wie möglich gehalten werden, hieß es.Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ergab eine Studie unter 11.000 jugendlichen Schülern in Peking, dass knapp 33 Prozent den Wunsch verspürten, das Rauchen auszuprobieren, nachdem sie Schauspieler mit Zigaretten im Fernsehen gesehen hatten. Tabakkonsum ist in China, dem weltgrößten Tabakproduzenten und dem Land mit den meisten Konsumenten, die Haupttodesursache. Zudem belastet das Rauchen und Passivrauchen die Gesundheits- und Sozialausgaben.
Experten aus dem In- und Ausland hatten vergangenen Monat in einem Bericht gewarnt, dass sich die Zahl der Todesopfer, die auf das Rauchen zurückzuführen sind, in China bis 2030 verdreifachen könnte. Sollten keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden, könnten dann 3,5 Millionen Menschen pro Jahr an durch Tabakkonsum verursachten Krankheiten sterben, hieß es. 2005 lag die Zahl bei 1,2 Millionen. In China gibt es kaum Rauchverbote, so ist das Rauchen beispielsweise in Restaurants und Bürogebäuden erlaubt.
AFP>
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22.3.2011: <Nikotinsucht: Das ist die neue Europakarte des Rauchens>
aus: Welt online; 22.3.2011; http://www.welt.de/gesundheit/article12921661/Das-ist-die-neue-Europa-Karte-des-Rauchens.html
3.4.2011: Europakarte des Rauchens
Griechenland: 35,0%
Österreich: 34,0%
Polen: 30,3%
Ungarn: 30,0%
Frankreich: 28,7%
Niederlande: 28,0%
Irland: 27,0%
Spanien: 26,4%
Tschechien: 26,3%
Deutschland: 23,4%
Italien: 23,0%
Portugal: 22,0%
Grossbritannien: 21,0%
Norwegen: 21,0%
Belgien: 20,5%
Schweiz: 20,0%
Finnland: 18,6%
Schweden: 18,0%
Europa-Karte des Rauchens: Griechenland und Österreich belegen die europäischen Spitzenplätze
Deutschland zählt zwar nicht zu den Spitzenreitern unter den Raucherländern. Eine europaweite Studie stellt uns dennoch ein schlechtes Zeugnis aus.Fast jeder Vierte Deutsche konsumiert täglich Tabak, wobei es zehn Prozent mehr männliche als weibliche Raucher gibt. Dies ist ein Ergebnis einer von der Pharmafirma Pfizer initiierten Studie, die den Tabakkonsum in 20 europäischen Staaten untersucht hat.
Griechenland belegt mit 35 Prozent Rauchern den europäischen Spitzenplatz, dicht gefolgt von Österreich. Beide Länder haben erst 2010 Maßnahmen zum Nichtraucherschutz ergriffen. Als einer der Hauptproduzenten von Tabak in Europa hat Griechenland sehr niedrige Preise für Zigaretten. Österreich dagegen erlaubt nach wie vor den Verkauf von Tabakprodukten bereits an 16-Jährige.
Polen und Ungarn – Platz drei und vier in der Liste der stärksten Raucherländer – haben die niedrigsten Tabakpreise Europas. Zigaretten kosten dort nur halb so viel wie im EU-Durchschnitt. In Ungarn werden 40 Prozent der Todesfälle von Männern auf Folgen des Rauchens zurückgeführt. In Deutschland sind es immerhin 29 Prozent.
Die geringsten Anteil an Rauchern in der Bevölkerung gibt es in Schweden und Finnland: Nicht einmal jeder Fünfte greift hier täglich zur Zigarette. Die schwedischen Zahlen sind dabei jedoch ein wenig geschönt. Viele Schweden nehmen Nikotin rauchfrei zu sich. Sie stecken sich sogenannten Snus in den Mund, einen mit Salzen versetzten Tabak. Aus diesem gelangt indes weniger Nikotin in den Körper, als aus einer Zigarette.
Die Finnen greifen dagegen nicht zu alternativen Produkten. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 tabakfrei zu sein. Rauchen ist in der Öffentlichkeit verboten, ebenso Tabakwerbung und Zigarettenautomaten. Ein Teil der Tabaksteuer geht in das Gesundheitswesen.
In Europa sterben jährlich 650.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Allein in Deutschland sind es 110.000. Durchschnittlich alle fünf Minuten stirbt also hierzulande ein Mensch durch Tabakgenuss. Auch für Nichtraucher kann der Tabakkonsum ihrer Mitmenschen gefährlich sein: Jährlich sterben 3300 an den Folgen des Passivrauchens.
Beachtlich sind die durch das Rauchen verursachten Kosten für das Gesundheitssystem: 8,66 Milliarden Euro fallen jährlich zur Behandlung tabakbedingter Erkrankungen an. Dem gegenüber stehen nur 500.000 Euro für die Prävention.
Die Europa-Studie beurteilte auch die Anstrengungen und Erfolge der 20 betrachteten Länder beim Nichtraucherschutz sowie der Bekämpfung der Nikotinabhängigkeit. Deutschland hat dabei erstaunlich schlecht abgeschnitten. Jetzt fordern Experten eine bessere Ausbildung von Medizinstudenten und mehr Hilfe bei der Rauchentwöhnung.
Im Gegensatz zu Großbritannien übernehmen die Krankenkassen in Deutschland keine Kosten für Medikamente zur Nikotinentwöhnung – stattdessen fallen sie in die gleiche Kategorie wie Potenz- oder Haarwuchsmittel. Und auch die Ärzte werden nicht belohnt: Wenn sie einem Patienten bei der Tabakentwöhnung helfen, tun sie dies meist umsonst.
„Eine Umfrage unter Medizinstudenten hat ergeben, dass sich nur jeder Vierte kompetent genug für die Beratung von Rauchern fühlt“, sagt Christa Rustler vom Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen.
Hier kann Deutschland etwas von Großbritannien lernen: Das Medizinstudium legt dort mehr Gewicht auf die Behandlung von Rauchern. Jeder dritte Student im ersten Ausbildungsabschnitt und fast jeder zweite der fortgeschrittenen Studenten gab an, einen Raucher bei der Entwöhnung fachgerecht unterstützen zu können.
„Viele Raucher machen sich Sorgen um ihre Gesundheit und erwarten Hilfe in Kliniken und Arztpraxen. Diese Leistung muss finanziert werden, Beratungskompetenz muss zum selbstverständlichen Repertoire von Gesundheitsberufen gehören“, sagt Rustler.
In keinem Land der Welt gibt es so viele Zigarettenautomaten wie in Deutschland. Außerdem ist die Rechtslage zum Nichtraucherschutz unübersichtlich: Bisher erfolgt die Regelung auf Landesebene und ist somit bundesweit uneinheitlich. Bayern hat bisher als einziges Bundesland aufgrund eines Volksentscheids im letzten Jahr ein generelles Rauchverbot eingeführt.
In allen anderen Bundesländern gibt es dagegen noch zahlreiche Ausnahmeregelungen. Erwartungsgemäß weisen Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg den niedrigsten Anteil an Rauchern auf. Mecklenburg-Vorpommern und Berlin führen dagegen die Statistik mit den meisten Rauchern an.
Bundesweit hat die Zahl der Raucher in den vergangenen Jahren abgenommen – ein Trend, der auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten ist.
Besonders die Einführung des Rauchverbotes in öffentlichen Gebäuden, Gaststätten und Diskotheken konnte die Zahl der Raucher hierzulande verringern. Aus den Daten des Statistischen Bundesamtes lässt sich ableiten, dass für diese Abnahme bislang vor allem die Männer verantwortlich sind: Während die Quote der Raucherinnen vorübergehend sogar anstieg, griffen immer weniger Männer zur Zigarette.
Auch unter Jugendlichen ist der Tabakkonsum in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesunken. Hier hat die Erhöhung der Tabaksteuer und die erschwerte Verfügbarkeit von Tabakprodukten offenbar erste Erfolge gebracht.>
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Deutschland 3.5.2011: Und sie rauchen weiter in vielen deutschen Kneipen und keine Polizei greift durch: <80 Prozent der Bars weiter verqualmt - "Nichtraucherschutz gescheitert">
aus: n-tv online; 3.5.2011;
http://www.n-tv.de/politik/Nichtraucherschutz-gescheitert-article3242966.html
<Erstmals wertet eine Studie den Erfolg der Nichtraucherschutz-Gesetze aus. Ihr Fazit ist verheerend, in vier von fünf Kneipen wird unverändert gequalmt. "Wer abends ein Bier trinken will, muss vielerorts lange suchen, wenn er nicht zum Passivrauchen gezwungen werden will", so die Forscher. Spitzenreiter im Qualmen ist Düsseldorf, besonders rauchfrei München.
Mehr als 80 Prozent der Kneipen und Bars in Deutschland sind trotz der Nichtraucherschutzgesetze nach wie vor verqualmt. Und im Gros der Fälle wird gegen Vorgaben verstoßen. Das geht aus einer großen Evaluationsstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hervor. Fast 3000 Gastronomiebetriebe in den Innenstädten von Düsseldorf, Hannover, Kiel, Mainz, Magdeburg, Schwerin, Stuttgart und Wiesbaden sowie in Berlin und München suchten die Forscher dazu auf. Sie sprachen von von einem "alarmierenden Ergebnis". Es ist die erste Studie dieser Art in Deutschland.
"In der getränkegeprägten Gastronomie sind auch heute noch vier von fünf Betrieben verraucht", lautet das Fazit der Forscher nach dem Besuch von insgesamt 2939 gastronomischen Betrieben. "Die meisten Landesgesetze zum Nichtraucherschutz dürfen als gescheitert angesehen werden", folgerte Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Krebsprävention des DKFZ sowie des WHO-Zentrums für Tabakkontrolle. Durch die unterschiedlichen Landesgesetze und die Vielzahl von Ausnahmeregelungen sei der Nichtraucherschutz schwer umzusetzen und zu kontrollieren.
Biertrinker bleiben Passivraucher
Auch in 90 Prozent der Spielhallen wird demnach weiterhin geraucht. In den Speisegaststätten sieht es zwar besser aus - hier darf nur noch in manchen Ländern und mit Ausnahmeregelung geraucht werden. Doch: "Acht Prozent aller untersuchten Restaurants waren faktisch Rauchergaststätten", berichteten die Forscher. Ihr Fazit: "Wer abends ein Bier trinken will, muss vielerorts lange suchen, wenn er nicht zum Passivrauchen gezwungen werden will." Generelle Rauchverbote in Gaststätten gibt es nur in Bayern und im Saarland.
München rangiert mit 95 Prozent rauchfreier Gaststätten an erster Stelle der untersuchten Landeshauptstädte. Schlusslicht im Ranking ist die "Rauchermetropole" Düsseldorf mit den meisten Ausnahmeregelungen. Dort sind weniger als 60 Prozent der Gaststätten rauchfrei. "Hier gibt es die meisten Raucherkneipen und auch die meisten Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht", berichtete Ute Mons vom DKFZ. Nur 8 Prozent der Rauchergaststätten und knapp 30 Prozent der Raucherräume waren dort ohne Beanstandung: "In den anderen Fällen fehlten Kennzeichnungsschilder, es wurden unerlaubterweise Speisen angeboten oder es war mehr als ein Gastraum vorhanden. In Gaststätten mit Raucherraum fehlten dort Türen oder sie standen dauerhaft auf", resümierte Mons.
Vorbild EU?
Bei den Kneipen und Bars steht Schwerin am verqualmtesten da: In 93 Prozent dieser Gaststätten wird geraucht. In Berlin ist das Bild zweigeteilt. Von den Landeshauptstädten mit Ausnahmeregelung gibt es den insgesamt höchsten Anteil rauchfreier Gaststätten (80 Prozent) - allerdings nur in den gehobenen Bezirken. In ärmeren Gegenden wird in vielen Eckkneipen weiter gequalmt.
Die Experten forderten deshalb eine umfassende und einheitliche Regelung zum Nichtraucherschutz in der Gastronomie, so wie sie bereits in anderen EU-Ländern eingeführt wurde. Nichtraucherschutzgesetze gelten in allen Bundesländern. Bayern hat die schärfste Regelung, dort gilt seit einem Volksentscheid im Jahr 2010 ein striktes Rauchverbot für alle Gaststätten. In den meisten anderen Bundesländern existieren Ausnahmeregelungen etwa für Festzelte oder Einraumgaststätten, in denen keine warmen Speisen angeboten werden.
dpa/AFP>
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20.6.2011: <Südfrankreich hat seinen ersten Nichtraucher-Strand> - in La Ciotat
Erstmals sind Glimmstängel an einem Strand in Frankreich tabu: Als erste Gemeinde des Landes hat die südfranzösische Hafenstadt La Ciotat einen ihrer Strände zur Nichtraucher-Zone erklärt. Ein Hinweisschild am Eingang informiert die Besucher über das neue Rauchverbot.
Bevor sie den Sand-Abschnitt im Zentrum von La Ciotat betreten, können sie ihre Kippen in Mülleimern in Zigarettenform entsorgen. Zusätzlich klären Ordnungshüter über die neue Massnahme auf.
Kinder schützen
Mit ihrer Initiative wolle die rund 30 Kilometer östlich von Marseille gelegene Stadt in erster Linie die Kinder schützen, die beim Spielen im Sand immer wieder auf Zigarettenstummel stossen, sagte Vize-Bürgermeister Noël Collura. Andere Massnahmen, wie etwa die Ausgabe von Aschenbechern, hätten nur wenig geholfen.
Nach seinen Angaben gilt das Rauchverbot vorerst nur für vier Prozent der Strände von La Ciotat. Doch werde angesichts des Erfolgs über weitere Nichtraucher-Zonen nachgedacht, unter anderem auch in angrenzenden Parks, in denen viele Kinder spielten und in denen die Gefahr von Bränden gross sei. (kpn/sda)>=====
9.9.2011: Raucherkrankheit COPD bei 40% der Starkraucher und 20% der Nichtraucher
aus: Der Standard online: Raucherkrankheit: Jeder vierte Mensch erkrankt an COPD; 9.9.2011;
http://derstandard.at/1315005818537/Raucherkrankheit-Jeder-vierte-Mensch-erkrankt-an-COPD
<Chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD] auf dem Vormarsch - In der Prävention hat die Raucherentwöhnung oberste Priorität.
London/Toronto/Wien - Kanadische Lungenspezialisten schlagen Alarm: Jeder vierte Mensch leidet bis zum Alter von 80 Jahren an chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Eine riesige Studie, die Daten aus dem gesamten Bundesstaat Ontario umfasst, wird in der neuesten Ausgabe der britischen Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert. Derzeit läuft in Wien die Jahrestagung der Österreichischen Pneumologischen Gesellschaft (ÖPG/8. bis 10. September), bei der die COPD ebenfalls thematisiert.
"Die WHO hat die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) weltweit zur vierthäufigsten Todesursache erklärt. Acht bis 22 Prozent der Erwachsenen über 40 Jahre leiden an der Erkrankung, die eine Hauptursache für Spitalsaufnahmen und hohe Betreuungskosten ist", schreiben Andrea Gershon und ihre Co-Autoren vom Institute for Clinical Evaluation Sciences in Toronto. Die klassische Raucherkrankheit ist vor allem durch eine Entzündung der Bronchien mit nicht reversibler, schnell abnehmender Lungenfunktion charakterisiert.
Strategien zur Prävention
Die Wissenschafter analysierten die Daten aller Einwohner, die in der kanadischen Provinz 1996 nicht an der Erkrankung litten und verglichen sie über einen Zeitraum von 14 Jahren hinweg. Bei 579.466 Menschen wurde im Verlauf der Studie eine COPD durch einen Arzt diagnostiziert. Damit betrug das Lebenszeit-Risiko für diese Diagnose bis zum Alter von 80 Jahren 27,6 Prozent. Bei Männern lag das Risiko mit 29,7 Prozent deutlich höher, als bei Frauen (25,6 Prozent). Ein höherer sozialer Status ging mit einer 23-prozentigen Gefährdung einher, Personen aus ärmeren Schichten waren dagegen mit 32,1 Prozent überrepräsentiert.
Die Forscher: "Wissenschaftlich basierte Vorgangsweisen, Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens und mehr Forschung sind notwendig, um effektive Strategien zur Prävention der COPD zu garantieren und den Betroffenen eine möglichst hohe Lebensqualität zu gewährleisten." In der Prävention hat die Raucherentwöhnung die oberste Priorität.
Eine Studie aus Salzburg hat vor einigen Jahren auch für Österreich bedenkliche Ergebnisse gezeigt. Dabei wurde untersucht, wie hoch der aktuelle Anteil der COPD-Betroffenen in der Bevölkerung ist: 26,1 Prozent der Österreicher leiden demnach an der Erkrankung. 10,7 Prozent haben eine auf jeden Fall behandlungsbedürftige COPD, ein Prozent sind schwer krank. Während 20 Prozent der Niemals-Raucher Anzeichen einer COPD aufweisen, sind es fast 40 Prozent der Menschen, die 20 Jahre oder länger eine Packung Zigaretten pro Tag konsumiert haben. (APA)>
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Fotoquellen
-- Raucherlunge - Nichtraucherlunge: http://www.nieder-eschbach.de/news_db/bilder/raucherlunge.jpg
-- Europakarte des Rauchens 2011: http://www.welt.de/gesundheit/article12921661/Das-ist-die-neue-Europa-Karte-des-Rauchens.html