Holzbearbeitung
allgemein: Werkzeuge
von Michael Palomino (2007)
aus:
-- Erik
Dinges / Heinz-Lothar Worm: Holz Info. Holzbearbeitung - Ein
Grundkurs mit Werkzeugkunde 4.-6. Schuljahr; Persen Verlag, Horneburg /
Niederelbe 2000
-- Fritz Friedli-Boss: Schnitzen / La sculpture sur bois; Verlag des
Schweizerischen Vereins für Handarbeit und Schulreform, 2. Auflage 1981
Das
Holz besorgen
Das Holz verzieht sich - das Holz
arbeitet auch nach dem Fällen
weiter
Wenn ein Stamm gefällt ist, "arbeitet" das Holz weiter: Es schrumpft
bzw. schwindet, weil das Holz weiter austrocknet (Dinges
/ Worm S.2). [Deswegen muss Holz
vor der Verarbeitung lange gelagert werden].
Nach dem Entfernen der "Schwarte" (Rindenholz) wird der Stamm in
Bretter gesägt (Seitenbrett, Mittelbrett oder Kernbrett), die sich
verschieden stark und in verschiedene Richtungen verformen (Dinges
/ Worm S.2):
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Das Verziehen von Holzbrettern (01)

Die
Formveränderungen beim Seitenbrett, Mittelbrett und Kernbrett. Das Holz
schwindet, schrumpft oder verzieht sich, wenn es noch nicht oder nicht
gut getrocknet ist (Dinges
/ Worm S.2)
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Die
Bretter eines frisch gesägten Stammes schwinden beim Trocknen in drei
Richtungen:
-- in Längsrichtung sehr gering
-- in Richtung der Markstrahlen
bis zu 5 %
-- in Richtung der Jahresringe
bis zu 10 % (Friedli, S.7).
Bei grossen Spannungen können
Risse (Trocknungsspalten) die Folge sein. Besonders gefährdet ist die
Herzpartie, wo alle Markstrahlen zusammenlaufen (Friedli, S.7).
Das Verziehen von Holzbrettern (02)

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Eine andere Aufteilung (02) beschreibt:
-- Schwartenbrett
-- Seitenbretter (verziehen sich nach aussen)
-- Riftholz (verzieht sich kaum)
-- Herzbrett (schwindet).
Ferner wird bei manchen Bäumen unterschieden in
-- Herzstück
-- Kernholz und
-- Splintholz.
[Bei einigen Bäumen ist aber keine Unterscheidung in Kernholz und Splintholz vorhanden].
Die Markstrahlen durchziehen das ganze Holz. (Friedli,
S.7) |
Das
wertvollste Holz sind die Riftbretter, wo das Holz sich am wenigsten
verzieht. Die Maserung der Jahresringe ("Textur", "Zeichnung") ist bei
den Riftbrettern am gleichmässigsten. Für ausdrucksvolle Holzarbeiten
sind somit wegen der abwechslungsreicheren Maserung die Seitenbretter
interessanter (Friedli, S.7).
Der Kauf eines Bretts oder eines
Stück Holz: Die Kriterien
Es sollen nur einwandfreie, rissfreie und astlose Hölzer verwendet
werden. Die Massangaben für Länge und Breite erfolgen in cm, die Angabe der Dicke erfolgt in mm. Wenn
man die Projekte den Massen des Holzlieferanten anpasst, kann mann z.T.
sehr billig Holz oder Holzresten kaufen (Friedli, S.11).
Manchmal kann man sogar günstig ganze Stämme kaufen, die frisch
geschlagen sind. Aber das ist ein grosses Risiko: Bäume von
Aussichtspunkten, öffentlichen Plätzen und aus Wirtschaftsgärten sind
nicht zu empfehlen, denn ihrem Innern finden sich oft eingewachsene
Nägel (Friedli, S.11).
Die Rinde muss sofort entfernt werden, denn in der Rinde nisten
Holzwürmer, die für das geschlagene Holz eine grosse Gefahr bedeuten,
und auch alles andere Holz in der Umgebung ist von den Holzwürmern
bedroht (Dachstuhl, Estrichboden) (Friedli, S.11).
Wenn ein Stamm in Bretter zersägt wird, sollten die Bretter nicht zu
dünn geschnitten werden, denn dicke Bretter verziehen sich während der
Trocknungszeit weniger als dünne und können später bei Bedarf weiter
aufgesägt werden. Sehr breite Bretter sollten wenn möglich der Länge
nach in der Mitte zersägt werden, weil sie sonst leicht reissen. Die
Bretter sollten auf Holzleisten liegen, damit der Wind überall freien
Zugang hat und das Holz gleichmässig trocknen kann. Die Trocknungszeit
beträgt bei Harthölzern pro cm Brettdicke ca. 1 Jahr. Gut eingerichtete
Sägereien und Holzhandlungen haben Trocknungsanlagen und Dämpfereien.
Gedämpfte Hölzer trocknen rascher als ungedämpfte (Friedli, S.11).
Das Verziehen des Holzes
miteinplanen: "Was innen war, muss oben sein!"
Bei der Planung von Holzarbeiten, die eine grosse Standfläche
erfordern (Schalen und Dosen), sollte man wissen, wie sich das Holz
vielleicht noch
verziehen wird, sonst wird die Standfläche plötzlich nach
aussengewölbt. Beim Anfertigen von Schalen oder Dosen muss also
diejenige Fläche, die gegen das Mark gerichtet war, nach oben zu liegen
kommen. Wenn sich das Holz dann noch verziehen sollte, dann geht die
Wölbung nach innen und nicht nach aussen und der Boden der Schale oder
der Dose bleibt auch nach dem Verziehen noch relativ stabil (Friedli,
S.8).

Verziehen von Brettern je
nach Position zum Kern des Stammes (Friedli, S.8)
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Hölzer
mit Fehlern - die Form des Werks dem Holz anpassen
Schöne Bretter, die irgendwelche Fehler haben wie Spalten, Äste oder
Löcher, kann man oft noch verwenden, indem man die Form des Werks
anpasst und die fehlerhaften Stellen ausspart. Ein durchgehender Fehler
am Rand ist somit kein grosses Problem (Friedli, S.8).

Form den Fehlern im Holz
anpassen (Friedli, S.8)
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Wenn
ein oberflächlicher Fehler in
der Brettmitte vorliegt, so ist das Brett gut für eine Schale
verwendbar, wo die Mitte sowieso wegkommt. Die Regel wegen des
Verziehens, dass die Seite zum Kern hin nach oben zu liegen kommen
soll, wird dann eher zweitrangig (Friedli, S.8).

Fehler in Holzmitte ist ein
Holz für eine Schale (Friedli, S.8)
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Verwechslung
der Sägespuren mit den Jahresringen
Bei frisch gesägtem Holz
kann es
bei ungeübtem Auge vorkommen, dass man die Kreissägeschnitte mit der
Maserung der Jahresringe verwechselt (Friedli, S.8). [Für eine gute
Beurteilung muss man also zuerst die Brettoberfläche schleifen, um die
Jahresringe genau zu erkennen].
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Täuschende Spuren der
Kreissäge dürfen nicht für Jahresringe gehalten werden (Friedli, S.8)
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Verschiedene
Sägen
Sägen werden
durch Stoss und Zug bedient. Die Sägen sind
unterschiedlich. Je nach Sägeblatt mit verschieden geformten Sägezähnen
ist der Sägeschnitt unterschiedlich breit und ist der Auswurf an
Sägespänen unterschiedlich mehr oder weniger (Dinges / Worm, S.3).
Verschiedene Sägeblätter
verschiedener Sägen

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Verschiedene Sägeblätter verschiedener
Sägen, Bügelsäge, Spannsäge, Fuchsschwanz und Maschinensäge
(Dinges / Worm, S.3)
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Das Sägeblatt,
Fachausdrücke

Sägeblatt-Fachausdrücke:
Schnittwinkel, Zahngrund, Freiwinkel, Zahnspitze, Zahnlücke,
Zahnrücken, Zahnbrust, Keilwinkel, Zahnspitzenlinie, Zahnhöhe (aus:
Dinges / Worm, S.3)
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Je
nach Ausrichtung der Sägezähne wird mehr auf Zug oder auf Stoss / Schub
gearbeitet, bei dem Holzfasern aufgerissen werden. Bei
gleichschenkligen Sägeblättern sind Stoss und Zug gleich stark (Dinges
/ Worm, S.4).
Die verschiedenen Sägen
Die verschiedenen Sägen
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Bügelsäge
Das Sägeblatt ist ca. 80 cm lang und kann mit Hilfe des Griffs gespannt
werden. Die Zahnung kann verschiedene Formen aufweisen.
Verwendung der Bügelsäge
-- Kürzen von Brettern
-- Kürzen von Bohlen
-- Kürzen von Kanthölzern
-- Sägen von Brennholz
(Dinges / Worm, S.4)
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Spannsäge
/ Gestellsäge
Bei der Spannsäge / Gestellsäge kennzeichnend ist ein Holzgestell, das
durch einen Seilzug gehalten wird. Das Sägeblatt ist zudem seitlich
abgewinkelt.
Verwendung der Spannsäge / Gestellsäge
-- grobes Vorschneiden (Zähne müssen stark auf Stoss stehen)
-- feinere Arbeiten (Zähne müssen schwach auf Stoss stehen)
(Dinges / Worm, S.4)
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Fuchsschwanz
Die Zähne stehen schwach auf Stoss.
Verwendung
-- gut geeignet zum Durchschneiden grosser Platten
(Dinges / Worm, S.5)
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Feinsäge
Das Sägeblatt ist rechtwinklig gestaltet. Die Zähne stehen schwach auf
Stoss. Wenn man die Säge vom Körper wegdrückt, arbeitet die Feinsäge
auf Stoss.
Verwendung
-- saubere Arbeiten
(Dinges / Worm, S.5)
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Stichsäge
Die Stichsäge hat ein spitzwinklig zulaufendes, starres Sägeblatt.
Verwendung
-- Sägen enger Kurven und Rundungen innerhalb grosser Formen
("Aussparungen"), nachdem ein Loch gebohrt wurde
(Dinges / Worm, S.5)
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Laubsäge
Die Laubsäge arbeitet auf Zug. Die Zähne der Sägeblättchen müssen immer
nach unten zum Griff hin zeigen. Zum leichteren Einspannen des
Sägeblatts verwendet man einen Spannschlüssel.
Verwendung
-- für Sperrholzarbeiten oder zum Bearbeiten von dünnen Brettchen aus
Holz, Blech oder Kunststoff
Arbeitshaltung beim Arbeiten mit der Laubsäge
Die Arbeitsbewegung mit der Laubsäge sollte nicht aus dem Oberarm,
sondern aus dem Unterarm kommen, damit das Sägeblatt seine Position
behält.
(Dinges / Worm, S.6)
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Laubsäge, Arbeitsposition
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Das Heft und die Angel
Manchmal lockert
sich das Heft aus
der Angel. Beim Eintreiben des Heftes in die Angel muss man dann darauf
achten, dass die Klinge gerade und genau in der Mitte des Heftes sitzt
(Dinges / Worm, S.27).
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Heft, Angel und Blatt, z.B.
bei einer Feile (Dinges / Worm, S.12)
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Hobel und Ziehklingen
Mit dem Hobel wird eine raue Holzoberfläche geebnet und geglättet. Die
besondere Form und die feste Schrägstellung des Hobeleisens sorgen für
eine gleichmässige Holzoberfläche.Der Hobel wird meist aus Rotbuche
[hartes Holz], die Sohle aus Weissbuche [sehr hartes Holz] hergestellt
(Dinges / Worm S.32).
In den Hobel ist mit
einem Keil ein Hobeleisen eingespannt, dessen Schneide nur wenig
überstehen darf, damit das Holz nicht einreisst. Je nach Anwendung
können die Hobeleisen eine unterschiedliche Form besitzen (Dinges / Worm S.32).
Der Hobel und seine Teile
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Hobel und seine Teile, beschriftet (Dinges / Worm S.32)
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Die Teile: Hobelsohle,
Hobelkasten, Nase, Spanloch, Keilwiderlager, Keil, Hobeleisen,
Handschoner, Schlagknopf
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Verschiedene Hobeleisen
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Verschiedene Hobeleisen: Schrupphobel, Schichthobel und Doppelhobel (Dinges / Worm S.33) |
Schrupphobel
Der Schrupphobel ist ein bogenförmig angeschliffenes Eisen.
Verwendung
-- zum Abtragen dicker Holzschichten
oder
-- zum Vorhobeln starker Unebenheiten
Schichthobel
Verwendung
-- zum Weiterbearbeiten des Holzes, das mit dem Schrupphobel
vorbereitet wurde
Doppelhobel
Mit dem Doppeleisen können dünnste und feinste Holzspäne abgetragen
werden.
Verwendung
-- zum Glätten des Holzes
(Dinges / Worm S.33)
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Hobeleisen, Fachausdrücke
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Hobeleisen, Fachausdrücke
Rücken, Schnittwinkel, Keilwinkel, Freiwinkel, Fase, Schneide,
Spiegelseite (Dinges / Worm S.33)
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Ziehklingen und
Ziehklingengratzieher

Ziehklingen in
verschiedenen Formen (Dinges
/ Worm S.36)

Ziehklingengratzieher (Dinges / Worm S.36) |
Die Stahl-Ziehklingen sind Werkzeuge
zum Schaben in verschiedenen Formen: rechteckig, oval oder
unregelmässig geschwungen. Ziehklingen besitzen scharfe Kanten (Grat).
Mit Ziehklingen werden
unebene,
gewölbte, verwachsene und eingerissene Hölzer geglättet. Man kann mit
Ziehklingen auch Lackresten oder Klebstoffresten auf Holzoberflächen
beseitigen.
Wenn die scharfe Kante
(Grat)
abgenutzt ist, kann mit einer Schleifmaschine, mit einem Stemmeisen
oder mit einem Ziehklingengratzieher eine neue Kante (Grat) erzeugt
werden.
Der Ziehklingengratzieher
besteht aus
einem Rotbuchenklotz, in dem ein Stahlrädchen gelagert ist. Dieses
gleitet über den Ziehklingenrand und erzeugt dadurch einen
gleichmässigen Grat.
(Dinges / Worm S.36)
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Messwerkzeuge
Messwerkzeuge
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Messwerkzeuge:
Gliedermassstab (Zollstock), Metallmassstab und Rollmassband (Dinges /
Worm S.38)
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Der Gliedermassstab / Zollstock
-- ist meist 1 oder 2 m lang
-- besteht aus 6 oder 10 aufklappbaren Gliedern
Der Metallmassstab
-- ist in verschiedenen Längen erhältlich
-- ist ein Lineal aus Metall [schnittfest]
-- mit dem Metallmassstab kann man sehr gut mit Messern arbeiten und
den Metallmassstab gleichzeitig als Schnittkante benutzen
Das Rollmassband
-- kann aus dünnem Metall, aus Leinen oder aus Kunststoff sein, bis
über 50 m lang
-- zusammengerollt ist das Rollmassband in der kompakten Kapsel und
deswegen sehr beliebt
(Dinges / Worm S.38)
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Verschiedene Raspeln und Feilen
Raspeln und Feilen haben verschiedene Zähne eingefräst. Raspeln und
Feilen arbeiten nur auf Stoss. Sie müssen unter Druck vom Körper weg
und rückwärts ohne Druck geführt werden. Der Griff muss fest im Blatt
sitzen. Zur Reinigung werden Feilenbürsten verwendet. Bei
Unvorsichtigkeit besteht erhebliche Verletzungsgefahr durch Schürfungen.
Raspeln
Raspeln verfügen über einen "Pockenhieb". Sie werden verwendet, um an
einem Werkstück Holz zu entfernen.

Raspel mit Pockenhieb
(Dinges / Worm, S.12)
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Feilen
Feilen verfügen über einen "Einfachhieb", der verschieden geformt sein
kann, um Holzoberflächen zu glätten.

Feile mit Einfachhieb
(Dinges / Worm, S.12)
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Feilenformen
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Feilenformen, Querschnitte
(Dinges / Worm, S.13)
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Feilen gibt es in verschiedensten Formen.
Querschnitte:
Flachfeile
Dreikantfeile
Vierkantfeile
Kabinettfeile
Rundfeile
Messerfeile
(Dinges / Worm, S.13)
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Feilenanwendungen
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Feilenanwendungen (Dinges / Worm,
S.13) |
Flachfeile
Dreikantfeile
Rundfeile
Kabinettfeile
(Dinges / Worm, S.13)
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Verschiedene
Schleifpapiere / Sandpapiere
Mit Schleifpapier / Sandpapier wird die Holzoberfläche fein
geschliffen. Ein Schleifpapier besteht aus
-- Papier
-- Leimschicht
-- Schleifkorn (Sandkörner).

Aufbau von Schleifpapier /
Sandpapier, Grafik: Auf Papier wird Leim aufgetragen, und auf den Leim
wird das Schleifkorn in verschiedenen Körnungen aufgetragen (aus Dinges
/ Worm, S.23)
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Der Handel bietet Schleifpapiere mit verschiedenen Stärken für
verschiedene Arbeitsschritte an:
Stärken von Schleifpapieren / Sandpapieren
und die verschiedenen Arbeitsschritte
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Schleifpapierstärken (aus Dinges / Worm, S.23)
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Die Körnung des Schleifkorns kann verschieden gross sein und wird in folgende "Stärken" eingeteilt:
Stärke 40 (grob)
zum Entfernen von Leimresten oder von Lack
Stärke 80 (mittel)
zum Vorschleifen
Stärke 150 (fein)
zum Schleifen von Grundierungen (vorher und danach)
Stärke 240 (sehr fein)
zum Schleifen von Spachtelmasse und Lack
(aus Dinges / Worm, S.23)
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Beim Schleifen von Flächen
benutzt man zusätzlich einen Schleifklotz und schleift in Richtung der
Faser. Dadurch wird die Maserung des Holzes optimal erkennbar.
Weitere Werkzeuge für
die Holzbearbeitung: Hammer, Stemmeisen und Stecheisen, Bohrer
Hammer
Eisenhammer
Der Eisenhammer besteht aus dem Hammerkopf aus Eisen und einem
Hammerstiel aus Eschenholz oder Weissbuchenholz, in den ein Eisenkeil
getrieben ist.

Eisenhammer, Aufbau aus
Hammerstiel und Hammerkopf mit einem Eisenkeil, der Hammerkopf ist
unterteilt in eine Breitbahn (Bahn) und eine Schmalbahn (Finne) (Dinges
/ Worm, S.19)
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Holzhammer
/ Holzklüpfel
Zum Bearbeiten empfindlicher Materialien verwendet man einen Holzhammer
/ Holzklüpfel [oder auch einen Gummihammer]. |

Holzhammer (Dinges / Worm,
S.19)
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Stemmeisen
und Stecheisen
Stecheisen und Stemmeisen benutzt man
-- zum Herausnehmen von Holzspänen
-- zum Ausstemmen von Zinken
-- und zum Einlassen von Beschlägen.
Stemmeisen
Stemmeisen besitzen am oberen Ende einen Schlagknopf mit Zwinge. Auf
diesen wird dann mit dem Holzhammer / Holzklüpfel geschlagen, um
Holzmasse herauszustemmen.
Stecheisen
Stecheisen besitzen am oberen Ende keinen Schlagknopf und haben auch
keine Zwinge. Mit einem Stecheisen wird nur gestochen.

Stemmeisen, Aufbau 01 mit
oberer Zwinge, Heft, untere Zwinge, Krone, Hals, Klinge, Fase und
Schneide (Dinges / Worm, S.27)
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Stemmeisen mit und ohne
Fase (Dinges / Worm, S. 28)
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Aufbau
eines Stemmeisens 02 mit Schlagknopf, obere Zwinge, Heft, untere
Zwinge, Krone, Hals, Angel, Krone Hals, Klinge, Ballen, Schneide, und
zwei Klingen, eine mit Fase und eine ohne Fase (Dinges / Worm S.31) |
Bohrer
Bohrer produzieren durch Drehbewegungen zylindrische Bohrlöcher zum
Verschrauben von Werkstücken oder zum Aufhängen von Gegenständen. Man
unterscheidet bei Handbohrern

Bohrwinde (Dinges / Worm,
S.41)
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-- die Bohrwinde
(pilzförmiger Griff, Griff, Knarre, Futter)
(Dinges / Worm,
S.41)
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Handbohrmaschine (Dinges / Worm, S.41) |
-- die Handbohrmaschine
(Hauptgriff, Seitengriff, Kegelrad, Kurbelgriff, Kurbelrad)
(Dinges / Worm,
S.41)
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![Schneckenbohrer, ein reiner Handbohrer [auch "Spiralbohrer" genannt, nur für weiche Hölzer geeignet] (Dinges / Worm, S.43) Schneckenbohrer, ein reiner Handbohrer [auch "Spiralbohrer" genannt, nur für weiche Hölzer geeignet] (Dinges / Worm, S.43)](holzbearbeitung-allg-d/031-schneckenbohrer.gif)
Schneckenbohrer, ein reiner Handbohrer [nur für weiche Hölzer geeignet]
(Dinges / Worm, S.43)
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-- sowie
den Schneckenbohrer (Handbohrer) für reinen Handbetrieb, der in einem Stück gegossen
ist und eine schneckenhausähnliche Spitze hat. Die "Schnecke" zieht den
Bohrer in das Holz [nur weiche Hölzer], um Schraubenlöcher
vorzubereiten.
(Geknoteter Stahlringgriff, Schaft, Nut, Schnecke)
(Dinges / Worm,
S.43)
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Verschiedene
Bohrfutter
Für Hölzer unterscheidet man

Zentrumsbohrer (Dinges /
Worm S.43)
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-- Zentrumsbohrer (Dinges / Worm S.43)
mit Einzugsgewinde und Vorschneider
Verwendung:
-- Bohren nicht zu tiefer Löcher senkrecht zur Hartfaser
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Schlangenbohrer (Dinges /
Worm S.43)
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-- Schlangenbohrer
mit Gewindespitze, Vorschneider und Schlange
Verwendung
-- genaues Bohren von Löchern
-- je nach Einzugswinde für Hartholz oder Weichholz
(Dinges / Worm S.43)
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Versenker (Dinges / Worm
S.43)
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sowie den Versenker
Verwendung
-- um Dübel und Schraubenlöcher auszureissen
bzw.
-- [um Schrauben bündig
versenken zu können].
(Dinges / Worm S.43)
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Nur mit elektrischer Bohrmaschine verwendet man bei harten Hölzern

Spiralbohrer (Dinges /
Worm, S.42)
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-- Spiralbohrer
mit Hauptschneide und Nebenschneide
(Dinges / Worm, S.42)
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Forstnerbohrer (Dinges /
Worm, S.43)
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und Forstnerbohrer
mit Zentrierspitze, Spanabheber und Umfangschneiden
(Dinges / Worm,
S.43). |