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Brustoperationen - Brustkrebs und die psychischen Ursachen

Die Verletzung der weiblichen Identität durch Brustoperationen - Depression und Therapie

von Michael Palomino (2006)

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aus: Ingrid Olbricht: Die Brust. Organ und Symbol weiblicher Identität; Kreuz-Verlag 1985, Rohwolt-Verlag (rororo) 1989


Ergänzung: Blutgruppenmedizin

Schauen Sie unbedingt in die Blutgruppenmedizin, denn jede Blutgruppe hat ihren eigenen Organismus mit der eigenen optimalen Ernährung der Zeit, wann die Blutgruppe entstanden ist. Blutgruppe A und AB sind besonders krebsanfällig (auch für Brustkrebs), und Krebserkrankungen nehmen bei A und AB oft einen tödlichen Verlauf, bei den Blutgruppen 0 und B jedoch nicht. Man kann aber bei Blutgruppe A und AB mit der Blutgruppenernährung die Krebsbildung wirksam reduzieren bzw. auf 0 herabsetzen (aus: Dr. Peter D'Adamo).


Brustoperationen produzieren Narben

Die Bedeutung der Brust ist derart gross, dass sich viele Frauen Operationen unterziehen, zur Brustverkleinerung, Brustvergrösserung, Umformung oder Anhebung der Brust (S.35). Die Brust hat somit nicht nur sexuelle oder nährende Funktion, sondern auch eine irrationale Komponente, wenn sich sogar ältere Damen noch Brustoperationen unterziehen (S.71).

Dabei ist jede Operation mit Wunden und Narben verbunden, die Narben können schmerzen, die Silikonkissen sind ein Risiko (S.35).

Die Narben können eine erneute Abscheu vor dem Körper provozieren (S.37).


Mit der Brust wird die Potenz der Frau verletzt

Die Potenz der Frau drückt sich aus durch die Menstruation, die Brüste und die Stillfähigkeit. Brustoperationen bzw. Brustentfernungen haben schwere seelische Folgen für die Frau, weil dadurch die Potenz der Frau direkt angegriffen wird (S.133) [was sich im Unterbewusstsein und später in der Psyche manifestiert].


Die Brust-OP-Patientinnen zur Brustgrössenveränderung

Die Frauen sind stolz und es fehlt ihnen der Sinn für die Brüste, die eben je nach Frau verschieden sind (S.35).

Wenn kleine Brüste ein Mangel sind und grosse Brüste in der Gesellschaft der "Zivilisation" versteckt werden müssen, ist eine Brust-OP keine Lösung des Problems. Die seelischen Verstrickungen können nicht mit einer Brust-OP beseitigt werden (S.37).

Wenn der Brustumfang das Selbstbewusstsein bestimmt, ist ein Konkurrenzdenken vorhanden, das von ganz anderswo her seine Ursache hat (S.37). Die Frau meint, grosse Brüste würden den Frauen Vorrechte gegenüber Männern geben (S.37-38).

Der Änderungswunsch bei einer Brust-OP ist das "Endergebnis einer neurotischen Fehlentwicklung" bei der Frau, die von der Familie und der Umwelt verursacht worden ist (S.38).


Zu grosse Brust: Die Verkleinerungs-OP

Wird eine Brust so gross, dass das pubertäre Mädchen sich kaum noch bewegen kann, dann ist eine Brust-Operation zur Brustverkleinerung bei Einverständnis der Betroffenen angebracht. Die Betroffene muss dann aber das Gefühl überwinden, dass die Brüste nicht mehr von ihr, sondern vom Operateur stammen. Die Narben sind in Kauf zu nehmen, denn schliesslich hat die Betroffene dafür ihre Bewegungsfreiheit wiedererlangt (S.94).


Psychische Ursachen für Brustkrebs

Der Vergleich zum Kuheuter: Fast nie Krebs im Kuheuter

Kuheuterkrebs ist äusserst selten. Krebs am "Fraueneuter" muss also eine starke Ursache haben, die ausserhalb der biologischen Funktionen liegt, nämlich in andauernden, seelischen Konflikten (S.84).


Psychische Ursache für Brustkrebs: Verlust einer mütterlichen Art

Seelische Zustände beeinflussen nachweislich die Hormonverhältnisse und somit auch den eventuellen Ausbruch von Brustkrebs:

"Seelische Faktoren können die Höhe und das Verhältnis der verschiedenen Hormone durchaus beeinflussen." (S.78)

Gemäss Ingrid Olbricht sind v.a. diejenigen Frauen brustkrebsgefährdet, die ein Verlusterlebnis mütterlicher Art erleiden [deren Hormonhaushalt sich durch psychische Brüche also schlagartig verändert]:

-- wenn die Mutter stirbt oder die Tochter wird von der Mutter getrennt
-- wenn mütterliche Figuren sterben weg oder die Tochter wird von mütterlichen Figuren getrennt
-- wenn Kinder sterben oder sie ziehen aus, was als mütterlicher Verlust empfunden wird
-- wenn eine zu nährende Abhängige (ein Muttersöhnchen) stirbt oder wegzieht (S.80).

Der mütterliche Verlust wird - wenn der Verlust nicht psychisch verarbeitet wird - als eine Störung im mütterlichen Organ der Brust empfunden und so spielt die Brust dann verrückt. Das "lebenserhaltende Regulativ" geht mit dem Muttertod oder mit dem Auszug des Kindes verloren. Die seelische Nahrung "Mutter" oder die seelische Nahrung "Kind" bleibt bei den psychotisch nahen seelischen Zuständen unersetzlich. Die Empfindung lautet: Ein "Stück von mir" ist weg (S.81).

Beispiele:

Mutter Hitler hatte nach dem Verlust von drei Kindern noch eine Tochter und den Sohn Adolf, den sie gern verwöhnte. Als der herangewachsene Adolf sich entschloss, auszuziehen, entwickelte die Mutter ein erneutes Verlustgefühl, entwickelte Brustkrebs und starb innert eines Jahres (S.80-81). Für solche Mütter muss der Schutz des Kindes dabei ein wesentlicher Lebensinhalt gewesen sein (S.81).

Töchter, die seelisch nie selbständig werden, sondern das ganze Leben die Mutter als "Verantwortliche" hinter sich haben, sind sehr brustkrebsgefährdet, wenn die Mutter dann eines Tages stirbt. Dies ist z.B. der Fall, wenn die Mutter im selben Haus für die Enkel sorgt, so dass die Tochter arbeiten gehen kann und die Grossmutter die eigentliche Mutterrolle innehat. Die Töchter, die ihre innig geliebte Mutter dann verlieren und den Verlust als erschütternd empfinden, erkranken einige Jahre danach unter bestimmten Voraussetzungen oft an Brustkrebs. Die Beziehung zur Mutter muss dabei wesentlicher Lebensinhalt gewesen sein (S.81).

Töchter wie auch die Mütter haben die Verantwortung, dass die Persönlichkeitsentwicklung in eine Unabhängigkeit verläuft (S.81).


Psychische Ursache für Brustkrebs: Rivalität zwischen Mutter und Tochter

Für diese These sind gemäss Ingrid Olbricht erhebliche Hinweise vorhanden. Die Mutter beneidet die Brustentwicklung der Tochter, weil die Tochter nun reizvoller ist als die Mutter.
Die Mutter meint, die Tochter werde zur jüngeren Rivalin. Dabei entwickelt die Tochter ein Eigenleben und entzieht sich immer mehr der mütterlichen Autorität (S.82).

Wenn die Situation nie besprochen wird, kann die psychische Spannung schwere Folgen haben. Das Unbewusstsein reagiert bei der Tochter mit Brustkrebs, so dass die Brust nach einer Operation als Zündstoff wegfällt, oder die Mutter verkraftet die Ablösung nicht, so dass die Mutter Brustkrebs bekommt und ihre Brust verliert (S.82).


Brust-OP-Patientinnen wegen Brustkrebs: Brustentfernungen und "Wiederaufbau"

Wer einmal Krebs hat, hat immer Angst, ein zweites Mal Krebs zu bekommen. Entweder wird eine Brust, oder gleich beide Brüste entfernt. Manche Frauen entdecken erst nach einer Krebs-OP mit Entfernung der Brust, was die Brüste für sie bedeuten (S.69).


Die Brustkrebsdiagnose

Die Krebsdiagnose ist nicht immer eindeutig.

Fall:
-- zuerst kommt 1 1/2 Jahre lang eine milchähnliche Flüssigkeit aus den Brüsten, die vom Frauenarzt als "Hormonstörung" beurteilt wird

-- dann wird eine Mammographie gemacht, wo keine Sekretion austritt, also wird alles nicht ernst genommen mit dem Spruch: "So etwas haben viele Frauen", und man solle "weiter beobachten"

-- ein Jahr danach erst wird ein Abstrich des Sekrets untersucht und in 10 Tagen kommt die Krebsdiagnose (S.73). Es wird in der linken Brust ein Tumor und durch ein Knochenszintigramm in der rechten Brust (S.74) Kalkablagerungen festgestellt (S.75).

Ab der Krebsdiagnose wird die Krebspatientin von Erinnerungen an tödliche Krebsfälle gejagt (S.73).

[Krebs ist bis zu einem gewissen Grad vermeidbar

-- durch gesunde, vollwertige Ernährung
-- durch Wohnen in sauberer Luft
-- und durch Abbau von psychischem Stress durch Schaffen harmonischer Lebensbedingungen und Selbstanalyse].

Bei einer Krebsdiagnose sind immer therapeutische Massnahmen angebracht:

-- die Angst, dass der Krebs nach der Operation wieder kommt, muss real angenommen und verarbeitet werden (S.83-84)

-- Resignation überprüfen und verarbeiten

-- das Gefühl von Minderwertigkeit und sozialer Diskriminierung und Isolation muss verarbeitet werden



-- sexuelle und partnerschaftliche Probleme müssen aufgedeckt und behandelt werden, und eventuelle Probleme, die vor der Krebsdiagnose bereits bestanden, müssen aufgedeckt werden, damit sich die beiden Komplexe vor und nach der Diagnose nicht vermischen

-- es muss herausgefunden werden, ob eine Störung der Partnerschaft oder ob ein gestörtes Selbstbild der Krebspatientin besteht (S.84).


Psychotherapie und Lösung von Konflikten mildern Ängste

Frauen mit einem gestörten Verhältnis zu ihrem Körper steigern sich oft in Krebsängste (S.79). Statt der Brustoperation ist eine Psychotherapie mit der Korrektur des gestörten Verhältnisses zum eigenen Körper angebracht. Die Medizin und die Chirurgen helfen Frauen aber oft nicht, weil sie über Frauenlogik nichts wissen (S.79).

[Voraussetzung zum Erkennen der seelischen Spannungen ist aber, dass man die Spannungen erkennt].


Die überflüssige Brustoperation bei Angst vor Brustkrebs

Fall:

Eine Grossmutter macht der Familie der Tochter den Haushalt, so dass die Tochter arbeiten gehen kann. Die Tochter erlebt eine Störung der Sexualität durch ihre eigene Mutter, indem sie einmal Mann und Frau beim Sex unabsichtlich überrascht (S.82). Der Schock wird nie besprochen, nie verarbeitet, das Sexleben bleibt gestört, und ab dann tritt bei der Tochter die Angst vor Brustkrebs auf (S.83).

Die Frau mit ihren PMS- und Periodenschmerzen mit lang ziehenden Schmerzen im oberen äusseren Quadrant beider Brüste steigert sich in eine Angst vor Brustkrebs hinein. Sie braucht Hilfe, in diesem Fall aber ist es der Falsche, nämlich der Chirurg (S.83). Der nichtsahnende Gynäkologe schlägt dann eines Tages die Entfernung der Drüsenkörper und den Ersatz durch Silikonkissen vor (S.78), da ein Kinderwunsch für die Frau sowieso nicht mehr in Frage komme (S.79).

Die Brüste - das Sinnbild für Sexualität, wird somit zum "Austragungsort tiefliegender Beziehungskonflikte", in diesem Fall die Zensur und das Schweigen der Mutter nach dem Vorfall, die Tochter beim Sex mit dem Mann unabsichtlich gestört zu haben (S.83).

Die Psychologie hat keine Ahnung, [die Chirurgen noch weniger]. Die Ursachen für die Krebsangst werden nicht gefunden, sich "einfühlen" reicht nicht, die Knackpunkte werden nicht entdeckt. Gleichzeitig darf die Therapeutin auch keine Mutterrolle für die Patientin übernehmen (S.83).

Die Frau, die psychologisch keine Ahnung hat, wird also an den Brüsten operiert. Sie hat sodann schönere Brüste als vorher und wird von allen Seiten gelobt (S.78,79), aber die inneren Konflikte mit dem gestörten Verhältnis zum Körper bleiben erhalten (S.79).


Die Depression nach der Brustoperation

Jede Frau, die den Verlust ihres Brustgewebes nicht verarbeitet hat, und die zusätzlich ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper hat, landet auf die Dauer in einer schweren Depression. Das Unterbewusstsein reagiert auf den Verlust des Brustgewebes sehr negativ (S.79) mit der innerlichen Botschaft, dass ihr Körper verstümmelt sei (S.80).

Manche Frauen können nach einer Brustoperation keine sexuellen Gefühle mehr zulassen, weil sie sich der Entstellung schämen. Wenn der Partner nach einer Brustoperation die Frau verlässt, waren meist vor der Operation bereits Probleme in der Beziehung (S.102).

Fall:

Vier Jahre nach der Brustoperation mit Entfernung von Brustgewebe hat die Frau somit ein Gefühl entwickelt,

-- dass die Silikon-Prothesen auf den Brustkorb drücken würden und ihr die Luft abschnüren würden
-- plus Herzbeschwerden
-- plus Kreislaufstörungen
-- plus Erschöpfungszustände
-- bis zu Selbstmordgedanken (S.79).

Die Frau spart bei der Körperpflege sogar die Brüste aus. Auf Leute, die die Brüste bewundern und Komplimente machen, wird die Frau wütend und entwickelt eine Wut auf den Gynäkologen. Sie wird scheu, schliesst sich ein und hat immer ein verweintes Gesicht (S.79).

Die Frau kommt in Therapie und muss erkennen, den Verlust ihres Brustgewebes nicht verarbeitet zu haben, "ihre einmalige, unverwechselbare, weibliche Identität" (S.79). Sie muss erkennen, dass sie ihr gestörtes Verhältnis zum Körper in Ordnung bringen muss, UND dass sie den Verlust des eigenen Brustgewebes betrauern muss. Und sie soll sich freuen, dass sie keinen Brustkrebs hat (S.80).


Olbrichts Schlussfolgerung: Einer Brustoperation muss immer eine Therapie folgen

Ohne die original gewachsenen Brüste gilt die Ur-Identifikation nicht mehr. Das Unbewusstsein gibt das Gefühl, keine richtige Frau mehr zu sein, mit einer Depression als Folge, die eine Therapie und einen Neuaufbau des Selbstverständnisses als Frau erfordert. Die Therapie wird zur Chance für einen Neuanfang (S.85).


Die vorsorgliche Brustkrebsoperation mit Abnahme von Brüsten

Wenn eine Brust einen Tumor hat und bei der anderen Brust ein Krebsverdacht besteht, werden oft vorsorglich ("zur Sicherheit") gleich beide Brüste gleichzeitig weggeschnitten, ohne die Patientin genau zu informieren (S.75).

Es folgt nach 9 Monaten der Wiederaufbau einer Brust, wobei 3 Monate später, wo die Haut geblieben ist, Komplikationen auftreten können (S.75).


Neue Einschränkungen durch Brustentfernungen

Nun sollte die Frau glücklich sein, den Krebs überlebt zu haben (S.71). Es kommt aber meistens anders: Eventuell treten Partnerschaftsprobleme und falsche Scham auf. Das äusserlich sichtbar Weibliche ist verloren gegangen, jeder sieht die Verstümmelung. Es kommen neue Einschränkungen wegen der Brust, die nun nicht mehr da ist:

-- kein Schwimmbad mehr
-- keine Saune mehr
-- keine Dekolleté-Kleidung mehr (S.70).


Psychosen nach einem neuen Brustaufbau

Viele Frauen vergessen ihre Heldentat, dass sie den Krebs überlebt haben. Sie entwickeln eventuell einen Brustneid gegen andere Frauen, die schöne Busen haben. Sie werden dabei eventuell depressiv und entwickeln bis zu zwei Stunden lange Heulkrämpfe, wenn sie im Schwimmbad schöne Busen sehen, auch wenn der Mann treu ist (S.75).

Die Psychologie fragt aber nicht, wie die Frau mit der Brustentfernung und dem Neuaufbau einer Brust fertig wird, und gegen aussen legen die operierten Frauen die "starke Frau" an den Tag und verdrängen die Problematik (S.76).

Viele Frauen kommen viele Jahre nach Brustverlusten zur Psychotherapie
-- mit Schlafstörungen
-- mit Erschöpfungszuständen
-- mit Herz-Kreislaufbeschwerden
-- mit Schwindel
-- mit Rückenschmerzen
-- sie sind in sozial isolierter Position
-- mit reduziertem Selbstwertgefühl
-- mit Angstzuständen
-- mit Depressionen (S.71).

Alle Beschwerden kommen ohne körperlich fassbare Ursache, aus einem seelischen Leid oder aus Verdrängung. Das Glück, den Krebs überlebt zu haben und ansonsten gesund zu sein, ist verschwunden (S.71). Es kommen die Erinnerungen an die originalen Brüste hoch und sind nicht beherrschbar (S.71-72).


Die Therapie nach einer Brustentfernung


-- der Verlust der Brüste muss erlebbar gemacht werden
-- Trauerarbeit
-- die Patientin, die Krebs überlebt hat, soll sich den neuen Lebensmöglichkeiten durch das Überleben zuwenden
-- es müssen die grundlegenden pathologischen, krankmachenden Beziehungsmuster aufgedeckt werden, die den Körper und die Seele in eine derartige Spannung gebracht haben, dass Krebs entstanden ist (S.84)
-- die operierte Frau mit entfernter Brust muss ihr Selbstverständnis als weibliches Individuum neu finden, eine neue Werteskala aufstellen etc.  (S.85).









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