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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

13. Die moderne Sintflut, z.B. Hochwasser Bern-Venedig 2005 u.a.

Die Gründe, die Fehler, die Täter... und die Quittung der Natur

von Michael Palomino 2002 / 2005 / 2007.
Meldungen Quellen und Bildernachweis

Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig: Überschwemmung des Mattequartier mit Boot der Feuerwehr 2005; flood inondation
Die Architekten wollten Wohnqualität am eingeengten Fluss...
Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Boot der Feuerwehr 2005

Spätestens jetzt sollten alle in der Schweiz gemerkt haben, dass die Schweiz kein "Sonderfall" mehr ist.
Die Leute, die immer noch behaupten, die Schweiz sei ein "Sonderfall", solche Leute sind "Sonderfälle"...


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Inhalt

1. Zum Naturschutz braucht es keine Technik und keine reichen Menschen - der Profit der "Zivilisation" - und "Jahrhundertereignis" sind schwere Genua-Tief-Unwetter keine mehr
2. Faktor Abholzung
3. Faktor Flussbegradigung und Fliessgeschwindigkeit
4. Faktor Strassenbau und Motorenbau: Treibhausgase ergeben mehr Niederschlag und höhere Schneefallgrenze
5. Steigendes Grundwasser - die Auenlandschaft kommt zurück
6. Die Hölle und das Umdenken
7. Zusatz 2005:
Forderung nach einem internationalen Umweltgerichtshof - Umweltsünder ins Gefängnis: "USA" und Freimaurer - China - Russland etc. - die neuen "Entwicklungsländer" - die Massnahmen
8. Die Prognose von Fachleuten: "Es wird noch extremer" (aus n-tv 2005)




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1.
Zum Naturschutz braucht es keine Technik und keine reichen Menschen - der Profit der "Zivilisation" - und "Jahrhundertereignis" sind schwere Genua-Tief-Unwetter keine mehr

Um Natur zu schützen, braucht es keine Perfektion, die millimetergenau oder auf 6 Stellen hinter dem Komma rechnet. Um Natur zu schützen, braucht es nicht viele Medikamente und auch nicht 20  verschiedenfarbige Paar Schuhe, die jeweils zur Farbe der gerade getragenen Hose passen, auch keinen Lippenstift und keinen Nagellack. Wir müssen aber unsere Natur schützen, damit die Natur nicht den Menschen zu bedrohen beginnt. Das heisst: Wir müssen den Menschen als einen Teil der Natur begreifen, der dann keine Natur mehr ist, wenn er der Natur schadet.

Es ist absolut unverständlich, wieso die Schweiz zwei Eidgenössische Hochschulen hat (ETH), unzählige Ingenieurschulen betreibt, und unendlich viele Physikstudenten ausbildet, und trotzdem solche Katastrophen passieren können, die mit etwas mehr logischem Denken in Sachen Natur zu vermeiden wären. Dasselbe gilt für die gesamte "zivilisierte" Welt: Weltraumflüge werden realisiert, aber ein Hochwasserschutz und ein Klimaschutz und eine Reduktion der Treibhausgase und die Reduktion des Autoverkehrs zur Reduktion von Stürmen und Hochwassern wird nicht realisiert. Die hirnamputierte Oberschicht der weltweiten "Zivilisation" zeigt ihren Charakter mit jeder Katastrophe neu: Profit und nicht die Bewahrung von Leben hat Priorität.

Mein Leserbrief an Internet-BLICK wurde am 29.8.2005 publiziert. Ich schrieb, dass die Formulierung "Jahrhundertereignis" falsch sei: "Dieses Hochwasser war kein 'Jahrhundert-Ereignis'. Dieses Ereignis wird alle drei bis fünf Jahre wiederkommen. Und noch viel öfter, wenn das mit dem Treibhauseffekt so weitergeht."
http://www.blick.ch/service/leserbriefe/news9020 (2005)
 

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2.
Faktor Abholzung

Der Mensch schadet der Natur dann, wenn die Macht- und Geldinteressen über den Naturinteressen liegen. Beispielsweise hat der Mensch im Mittelmeergebiet zu Zeiten des Römischen Reichs fast alle Wälder für Haus- und Schiffsbau abgeholzt. Die dünnen Erdschichten wurden in der Folge von Regenfällen weggeschwemmt und wir haben im Mittelmeerraum zu grossen Teilen ausgedehnte Steinwüsten. Dieselbe Massenabholzung passierte in den Alpen im 19.Jh., als die Holzindustrie rücksichtslos Bannwälder rodete, die Lawinenschutz boten. Erst mit einem speziellen Waldgesetz konnte Ende 19.Jh. z.B. in der Schweiz der Waldschutz durchgesetzt werden. Dieser Mechanismus kam im Mittelmeerraum nicht zustande, da dort Schnee keine essentielle Lebensgefahr bedeutete.

Murenabgänge / Rüfen an Hängen ohne Wald
Ennetmoos: Murenabgang am Hang statt Wald
Ennetmoos: Murenabgang am Hang statt Wald (August 2005)



Entlebuchc: Murenabgang am Hang statt Wald

Entlebuch: Murenabgang am Hang statt Wald (August 2005)

Die Hänge sind aber weiterhin zum Teil sehr kahl, und längerer Regen ergibt regelmässig Murenabgänge. Bei einem grossen Tiefdruckgebiet mit viel Niederschlag rutschen eigentlich die gesamten Alpen...



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3.
Faktor Flussbegradigung und Fliessgeschwindigkeit

Dieses 19.Jh. aber setzte bis ins gesamte 20.Jh. noch mehr Änderungen in der europäischen und "amerikanischen" Landschaft in Bewegung. Grosse Flüsse, die langsam in Mäandern flossen, erhielten oft ein neues, schnurgerades Flussbett. Die Mäander wurden ausgetrocknet und so zu Ackerland oder zu neuem Bauland umfunktioniert. Dämme sollten die neuen Trockenflächen vor Hochwasser schützen. Dies vollzog sich z.B. östlich von Berlin entlang der Elbe, in der Schweiz entlang der Thur oder an der Birs bei Basel, am Po in Italien, am Mississippi in den "USA" und noch an vielen anderen kleineren und grösseren Fluss- und Bachläufen. Die Politiker, Architekten und Soziologen des 19. und 20.Jh.  jubelten, weil man glaubte, mit dieser "Flusskorrektur" gleich mehrere Wünsche der "zivilisierten" Welt auf einmal befriedigt zu haben:

-- mit der Austrocknung von Sümpfen und Mäandern wurden Malaria und Mückenplagen fast ausgerottet

-- mit dem neu gewonnenen "Festland" wurde die Voraussetzung für neues Wachstum der Anliegergemeinden geschaffen wie Wohnungsbau an attraktiver Lage oder Industrieansiedlung

-- Überschwemmungen sollten mittels der Dammkonstruktionen nun der Vergangenheit angehören und nie mehr vorkommen

-- diese "Flusskorrekturen", von Menschenhand geschaffen, waren ein grosser Beweis für die Legitimation der Macht des Menschen über die Natur gemäss dem Bibelwort: "Mach dir die Erde Untertan".


Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig: Überschwemmung des Mattequartier mit Bundeshaus 2005; flood inondation
Die Architekten wollten "Wohnqualität" am eingeengten Fluss...
Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Bundeshaus (August 2005)
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Hochwasser Schweiz 2005 Bern-Venedig Gesamtübersicht: Die Aare will ihren Raum zurück; flood inondation
Bern-Venedig Luftaufnahme: Die Aare will ihren Raum zurück... (August 2005)


Die Politiker, Architekten und Soziologen fanden es dabei als vernachlässigenswert, dass diese Kanalisierung der Flüsse den Preis des Rückgangs der Arten- und Tiervielfalt mit sich brachte. Frösche, Molche und Fische wurden ihres Lebensraums beraubt, denn die Schilfecken und die Erdhöhlen an den Ufern gab es nicht mehr. Viele dieser Tiere tauchten plötzlich in den Registern der gefährdeten Tierarten auf. Alle Uferpflanzen wurden wegrationalisiert und waren plötzlich ebenfalls in den Registern der gefährdeten Pflanzen wieder zu finden. Mit diesen Vorkommnissen hätten bei Politikern, Architekten und Soziologen bereits die Alarmglocken läuten müssen, aber sie hörten nicht hin, denn Tiere und Pflanzen hatten keine Stimme in der von Geld bestimmten Politik. Im Gegenteil: Wenn ein Fluss gerade ist, dann baute man gleich noch eine Strasse entlang des Flusses, das ist doch für die Auto-Politik sehr "praktisch"... (Rhein, Birs, Dreisam etc.)

Die Flüsse haben nun eine massiv höhere Fliessgeschwindigkeit, weil sie auf kürzerer Strecke dieselbe Höhendifferenz überwinden müssen. Schon mit dem haben die "Ingenieure" nicht gerechnet. Solche kanalisierten Flüsse führen mehr Geschiebe mit sich (Steine, Baumstämme) und wo die Strömungsgeschwindigkeit noch langsam genug ist oder ein "Hindernis" wie eine Brücke existiert, wird dieses Geschiebe abgelagert. So nimmt das Wasservolumen, das die Dämme fassen können, an bestimmten Stellen ab. Bei kleineren Flussläufen in den Bergen wird bei Hochwasser dann gleich der ganze Flusslauf durch Geschiebe verstopft und der Fluss tritt über die Ufer und "bewässert" ganze Ortschaften...

Treibholz blockiert Bäche und Flüsse und treibt sie aus dem Bachbett und Flussbett
Hochwasser Schweiz 2005 Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung; flood inondation
Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung nach dem Rückgang des Hochwassers. (August 2005)


Hochwasser Schweiz 2005 Giswil: Treibholz auf dem Bahnhof; flood inondation

Giswil: Treibholz auf dem Bahnhof. (August 2005)

Treibholz und Holzstau bei Stauwehren und Flussschwellen
Dieses Treibholz blockiert die Bäche und Flüsse, und in den Städten blockiert es zuweilen auch Schwellen, so dass das Wasser bei Hochwasser nicht abfliessen kann, so in der Schweiz in Bern und in Thun. Wieso war da so viel Treibholz, fragten sich die Menschen, und fanden einen Schuldigen: Der Naturschutz hatte nach dem Sturm Lothar empfohlen, das Bruchholz im Wald liegen zu lassen. Nun, ich meine, es sind andere Umstände an den Überschwemmungen schuld, als das Bruchholz, das in den Wäldern liegt, weil die Bäche selbst kaum mit Wäldern in Berührung kommen, ausser, es falle ein ganzer Wald in einen Bach.

Die Unfähigen sind in der Politik zu suchen, z.B. in Bern, wo an der Schwelle seit dem letzten Hochwasser 1999 nichts verändert wurde, "weil die politischen Abläufe so lange dauern"... Ja, Hochwasser wartet nicht, jede Woche kann ein nächstes kommen, meine Damen und Herren!

Das Stauwehr in Bern provoziert lange Überschwemmungen im Mattequartier
Bern: Das Stauwehr der Aare ist prädestiniert für Holzstau bei Hochwasser Bern: Das Stauwehr der Aare im Jahr 1999
Bern: Das Stauwehr der Aare ist prädestiniert für Holzstau bei Hochwasser Bern: Das Stauwehr der Aare bei der Überschwemmung im Jahr 1999: Schon damals floss braune Sauce und überschwemmte das Quartier tagelang, aber die Regierung tat nichts.


Thun: Historische Brücke mit Stauwehr
Thun: Dieses Stauwehr blockierte das Schwemmholz, so dass der schnelle Abfluss des Hochwassers blockiert wurde. Erst eine Greifzange eines Helikopters entfernte das verkeilte Schwemmholz.


Die Situation in Brienz: Häuser am "Bach"
Brienz: Wildbach in einer Schale eingezwängt   
Hochwasser Schweiz 2005 Brienz: Überschwemmung: Wildbach braucht Platz, Chalets weg, Todesopfer; flood, inondation
Brienz: Ein Wildbach ist in einer "Schale" eingezwängt. Die Ingenieure und Architekten berücksichtigen nicht, dass Holz und Geröll beim Flutregen diese "Schale" immer wieder auffüllen wird. Die Chalets werden direkt an den Wildbach gebaut.

Brienz: Überschwemmung: Ein Wildbach braucht Platz: Hüsli weg, Chalets weg, und die Ingenieure und Architekten werden für ihre Fahrlässigkeit in der Planung nicht bestraft... (August 2005)

Also: Der gesunde Menschenverstand muss damit rechnen, dass ein "Wildbach" alle 30 Jahre einmal wirklich "wild" ist und eben nicht 3 m Platz braucht, sondern 50 bis 80 m, so breit, wie die ursprünglichen Tobels eben waren. Die Architekten haben dem Bach das Tobel genommen, und nun beklagen sich die Menschen, dass die Hüsli wäg sind.

Zudem erreicht das Wasser der kanalisierten Flüsse viel schneller die Talebenen und überschwemmen die Talebene bzw.  bringen das Hochwasser in die Städte und Seen.

Treibholz und Geröll verstopfen die Flüsse, so dass ganze Ortschaften überschwemmt werden
Hochwasser Schweiz 2005 Klosters: überschwemmt durch Hochwasser; flood inondation Hochwasser Schweiz 2005 Schattdorf: überschwemmt durch Hochwasser; flood inondation
Überschwemmte Ortschaften durch fehlgeleitete Flüsse, deren Bachbetten und Flussbetten durch Treibholz und Geröll verstopft waren: Klosters (links) und Schattdorf (rechts). (August 2005)


Beton hält nicht lange in den Bergen. Beispiel: Engelberg

Hochwasser Schweiz 2005 in Engelberg: Der Fluss wollte Platz - Strasse weg, Eisenbahn weg; flood, inondation Hochwasser Schweiz 2005 in Engelberg:  Strasse und Eisenbahnlinie von der Engelberger Aa unterbrochen; flood inondation
Schwache Beton-Sparkonstruktion am steilen Berg: Das hält nicht lang... (August 2005)

Die Strasse und die Eisenbahn zwischen Grafenort und Engelberg: Der Fluss wollte Platz - Strasse weg, Eisenbahn weg. Die Architekten und Ingenieure meinten, sie könnten den Berg für ihre Zwecke erweitern, und das erst noch in Leichtbauweise (bzw. Billigbauweise), und erst noch Strasse und Eisenbahn gleichzeitig!!!

Mit einer Steinmauer wäre das wohl nicht passiert:

Steinmauer verfugt
Steinmauer für Stresssituationen im Bauwesen, verfugt
http://www.podico-malbuisson.com/pages/autres.html (2005)

  

Engelberger Aa mit bis zu mannshohen Steinbrocken
Engelberger Aa mit bis zu mannshohen Steinbrocken. Das Desaster in Engelberg war vorhersehbar...
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Das Risiko aufzuteilen wäre sehr gescheit gewesen, wie es jede Bank mit ihrem Vermögen macht: Ein Teil des Vermögens so anlegen, einen anderen Teil anders anlegen. Also: Die Autos dort durch, die Bahn woanders durch.

Diese Planungsfehler sind eigentlich unverzeilich. Alle Rechnerei gemäss ETH-Methoden hat nichts genützt. Ingenieure und Architekten werden für den Schaden und Gewinnausfall durch ihre Fahrlässigkeit in der Planung nicht bestraft. Das war doch vorhersehbar, dass diese Strasse und das Bahntrassee bei Engelberg im Zweifelsfall nicht halten würden...  Das war für jeden vorhersehbar, der auch nur einmal zu Fuss dem Fluss Engelberger Aa entlang von Engelberg nach Grafenort spaziert ist. Dort werden nämlich z.T. mannshohe "Mocken" transportiert, die jeden Berg in Erschütterung bringen können:


Eisenbahnviadukte von vor dem Betonzeitalter sind stabiler:

Bergün Albulaviadukt
Stabiler Viadukt aus Stein bei Bergün (Albula-Viadukt II) mit Zug mit Dampflokomitive: Solche Bauwerke von vor dem Betonzeitalter halten Jahrhunderte!

Berguen: Albula-Viadukt II im Jahr 2000: hält gut!
Bergün: Derselbe Albula-Viadukt II im Jahr 2000: Der Viadukt hält bis heute gut! hebet guet!

Hätte man die lebenswichtige Strasse und das lebenswichtige Trasse der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn nach Engelberg auf ein solches Fundament gestellt, man würde heute nicht jammern in Engelberg. Und die Ingenieure haben "berechnet", aber die Ingenieure haben die Steine in der Engelberger Aa nie angeschaut. Sie haben nie mit der Natur gerechnet. Natur kommt in den Ingenieurbüros oft gar nicht vor, wie bei der Titanic...

Man kann es auch anders herum formulieren: Die Anwohner in Engelberg haben von der Gefahr gewusst, aber die studierten Ingenieure der ETH oder des Technikums (egal wo) glauben den Anwohnern doch nicht. Oder vielleicht war es noch anders: Die Anwohner getrauten sich doch nicht, den "Studierten" dreinzureden...

Aber schon beim Unwetter 1987 wäre die Autobahn A2 durch den Kanton Uri ja fast zusammengestürzt, auch Betonbauweise. Vielleicht merken die Baudepartemente nach der Engelberg-Katastrophe endlich, dass der billige Beton nichts wert ist... Beton ist nicht nur öd und grau und reflektiert jeden Lärm doppelt und vierfach, sondern: Beton hält nicht!

Die schnelleren Flüsse graben sich ein
Ausserdem bringt die hohe Flussgeschwindigkeit einen weiteren Effekt: Die Flüsse graben  sich immer mehr ins Bachbett, und so fressen sich nun die Flüsse immer tiefer in den Boden, und so senkt sich der Grundwasserspiegel, so dass in ganzen Regionen die Bäume austrocknen, weil deren Wurzeln zu kurz werden, z.B. entlang des Rheinseitenkanals in der Rheinebene zwischen Basel und Freiburg/Colmar. Dieses letztere Phänomen kann man bis heute auch bei kleinen bis mittleren, kanalisierten Bächen beobachten. Auch damit haben die "Ingenieure" nicht gerechnet.

Nur selten wird ein Bach bzw. Fluss zurückgebaut und die Mäander wieder zugelassen. Dies wäre eine wichtige Voraussetzung, um die Flüsse zu bändigen, um den Grundwasserspiegel zu stabilisieren und Überschwemmungen durch Dammbrüche zu vermeiden. Man sieht: Das oben zitierte Bibelwort ist falsch, denn der Mensch ist immer der Erde Untertan und nie umgekehrt.


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4.
Faktor Strassenbau und Motorenbau:
Treibhausgase ergeben mehr Niederschlag und höhere Schneefallgrenze

Die "USA" förderten Anfangs des 20.Jh. mit enormen Mitteln die Industrialisierung und die Ausrüstung aller Haushalte mit elektrischen Geräten und Automobilen. Die Ford-Werke erfanden das erste Volksauto, das sich jeder Angestellte leisten konnte. Europa folgte nach, in Italien mit Fiat, in Deutschland mit VW. Der Strassenbau und Autobahnbau nahmen mit ihren krebserregenden Teerbelägen immer mehr Fläche in Anspruch. Wald und Weidefläche fiel in riesigem Ausmass dem wachsenden "Individualverkehr" zum Opfer. Und weiter wurden Flüsse begradigt: Sie wurden weiterhin in Fluss- und Bachbetten aus Beton oder Granit gezwungen, ohne dass sich mehr Leben darin befand, in Los Angeles genauso wie in den Schweizer Alpen, z.B. in Brienz.

So steuerten mehrere Entwicklungen aufeinander zu:

-- die Atmosphäre heizte sich durch die Treibhausgase der Kohlekraftwerke, Autos, Flugzeuge und Heizungen auf, und im Gegenzug blieb den Flüssen immer weniger Platz und werden z.T. durch ihr eigenes Geschiebe blockiert

-- das Genua-Tief taucht seit mehreren Jahren auch im Sommer auf, die Wolken über dem Mittelmeer können viel mehr Wasser aufnehmen als vorher, und gleichzeitig wird sogar auch im Winter mehr Wasser abgeregnet, weil auch noch die Schneefallgrenze höher ist als vorher

-- gleichzeitig steht nur noch ein kleiner Teil der Waldfläche als Wasserspeicher zur Verfügung

-- und der Bau der vielen Strassen und Autobahnen lässt das Wasser noch schneller abfliessen als vorher.

Politiker und Architekten waren aber noch nicht bereit umzudenken. Sie hatten nicht mit den erhöhten Niederschlägen gerechnet. Bei erhöhter Temperatur nimmt eine Wolke mehr Wasser auf und entlädt dann - wo sie gerade hintreibt - diese riesige Menge Wasser an einem Ort, wo niemand damit gerechnet hat.

Hochwasser Schweiz 2005 Sarnen: Touristin im Hochwasser mit Kind auf dem Rücken; flood inondation
Sarnen: Touristin im Hochwasser mit Kind auf dem Rücken (August 2005)
Sarnen, Treibholz auf Strassen
Sarnen, Treibholz auf Strassen (August 2005)


Es folgt somit eine Sintflut nach der andern, z.B. in Koblenz, in Köln, in Prag, in Dresden, an der Thur, in Thun, auf Mallorca, in Südfrankreich, ausserhalb Europas am Mississippi, in Russland, in China. Überall sind es dieselben Mechanismen. Diese Überschwemmungen kennen bis heute keine Justiz und keine Landesgrenzen. Im Gegenteil, die grössten Verursacher von Treibhausgasen behaupten bis heute, es sei "nicht bewiesen", dass die Treibhausgase Verursacher der Erwärmung der Erdatmosphäre seien...

Luzern im Hochwasser: Bezahlen die Treibhausgas-Produzenten die Schäden? (August 2005)
Hochwasser Schweiz 2005 Luzern: Rollstuhl im Hochwasser; flood inondation Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Schwäne im Hochwasser am Schweizerhofquai, im Hintergrund die Hofkirche; flood, inondation
Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Wassersteg im Hochwasser; flood inondation Hochwasser Schweiz 2005 in Luzern: Bänke und Konditoreigeschäft im Hochwasser; flood inondation
 
Hochwasser in Luzern: Luzern-Venedig...

Der grösste Verursacher von Treibhausgasen, dem die Welt diese Sintflut verdankt, heisst "USA". Die bis heute weiss dominierte "US"-Regierung unternimmt keine Massnahmen, Windenergie, Sonnenenergie oder Wasserstofftechnik in ihrem Land auch nur auszuprobieren oder den öffentlichen Verkehr oder das Fahrrad gezielt zu fördern und den Autoverkehr zu vermindern (Stand 2002). Keine Verbindungen, keine Fahrradwege, kaum neue U-Bahn-Systeme, keine Sonnenenergie. Stattdessen wird der Benzinpreis niedrig gehalten, damit die Bevölkerung nicht protestiert, und die Klimaanlagen der Papphäuser laufen weiter mit dem Strom veralteter Kohlekraftwerke.

Die Atomlobby verbreitet sogar den Gedanken, mittels Atomkraftwerken könnte der Treibhauseffekt angehalten werden. Wie immer verdrängt die Atomlobby dabei ihren eigenen atomaren Abfall, die Meeres- und Flussverseuchungen durch atomare Abwässer bei den "Wiederaufbereitungsanlagen" und die Unmöglichkeit der Neutralisierung hochradioaktiver Abfälle. Die "USA", die ein atomares Endlager in Nevada planen, möchten hierzu einen seismisch aktiven und mit Wasseradern durchzogenen Berg nutzen, ein von schwerster Blindheit geschlagenes Vorhaben, das aus der atomaren "Abfallnot" geboren zu sein scheint und keinesfalls zur Berechtigung der Atomindustrie beitragen kann.

"Amerikanische Lebensart" bis heute ohne Rücksicht auf Verluste
Autobahn Freeway 405 in Los Angeles 2004; Foto von www.jewishjournal.com "USA": Kohlekraftwerk "Seminole" in Putnam, Baujahr 1984
Autobahn Freeway 405 in Los Angeles (2004)
Man bemerke, dass "Autobahn" in den "USA" "Freie Strasse" heisst...
Kohlekraftwerke, zum Beispiel das Kraftwerk "Seminole" in Putnam, "USA", Baujahr 1984

In China sieht es, was die Industrie angeht, nicht besser aus. Russland brilliert mit Ölverseuchungen durch vernachlässigte Ölpipelines auf 100e von km2.


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5.
Steigendes Grundwasser - die Auenlandschaft kommt zurück

Eine weitere Folge der regelmässigen grossen Regenfälle kommt nach mehreren Hochwassern schleichend aber stetig zum Tragen: Der Grundwasserspiegel steigt an. Zuerst verharrt er noch auf einem erträglichen Niveau unter der Kellergrenze der Häuser, die in die einstigen Auenlandschaften und Sumpflandschaften der Seen und eingeengten Flüsse gebaut wurden. Das hiess früher "Landgewinn". Nun aber droht er bei wiederholten grossen Überschwemmungen von unten auch in die dortigen Häuser einzudringen. Damit haben die profitorientierten Ingenieure und Architekten auch nicht gerechnet. Die ETHs und die TUs, die alle profitorientiert ohne ganzheitliche Orientierung arbeiten, sie haben alle versagt. Sie rechnen einfach damit, dass die Kellergeschosse alle "wasserdicht" sind, und den Treibhauseffekt durfte niemand ernst nehmen, weil dann gleich die Politik der "USA" in Frage gestellt würde. Nun ist es da, das Treibhaus, aber die Welt ist noch nicht angepasst.

Im Klartext heisst das: Die Auenlandschaften werden von selbst zurückkommen: von oben her, oder von unten her. Ganze Häuserreihen werden unbewohnbar werden, und Häuser, die in Auenlandschaften nicht auf Pfählen stehen, werden kippen und einstürzen. So holt sich die Natur ihr Land zurück: Die "Rückeroberung" ist im Gang. Die Ureinwohner von Europa, die "Pfahlbauer", wussten wohl besser, wie man mit der Natur umgeht, als die ETHs und die TUs. Damals gab es noch keine Denkverbote, die die "USA" vorgeschrieben hat: Treibhauseffekt gibt es nicht...


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6.
Die Hölle und das Umdenken

Hier ist eine Hölle: Die Flüsse selbst, sie haben nun eine Stimme. Die Flusswasser überspühlen die Dämme und reissen alles mit sich, Wohnmobile, Campingwagen und ganze Häuser, vor allem in den Gebieten, die in der Zeit der "Begradigung" als neues Bauland ausgewiesen wurden, oder in Hanglagen, die vorher Waldgebiete waren.

Hier ist eine Hölle: Auch das Meer bekommt nun eine Stimme, denn der Pegel steigt infolge Abschmelzens der Polkappen. Die Meerestemperatur steigt und die Tierwelt im Meer muss sich harten Anpassungen unterziehen, stirbt zum Teil in Massen wie die Korallenriffe um Australien. Die Küste des Golf von Mexiko ist nicht mehr weit von New Orleans entfernt. Venedig ist immer mehr in Gefahr, auch wenn ein neuer Schutzdamm die Lagune schützen soll. Ganze Inseln im Pazifik versinken im Meer, werden unfruchtbar, weil das Salzwasser das Süsswasser verdrängt und den Boden so unbebaubar macht.

Der Wahn der Weltbeherrschung im Namen Gottes, wie es in der Bibel geschrieben steht, hat ein Ende. Der Mensch und die "Wissenschaft" müssen zur Natur zurückfinden und erkennen, dass die Bibel nicht unbedingt im Sinn der Natur geschrieben steht. Der Mensch sollte die Regeln der Natur akzeptieren und gemäss der Natur, nicht gegen die Natur leben. Die "Naturvölker" haben es vorgemacht. Vom Kreuz "Gottes" wurden sie kolonialisiert und terrorisiert. Nun müssen die "Gottesgläubigen" die Lebensweise der "Naturvölker" erlernen, von jenen Naturvölkern, die noch übrig sind.

Die Politiker, Architekten und Soziologen der "modernen, zivilisierten Welt", sie alle müssen umdenken, den Flüssen Land zurückgeben. Das reicht aber noch nicht. Wir brauchen Massnahmen zur Aufforstung ganzer Waldstriche und zur Senkung der Temperatur der Atmosphäre. Aber solange die weiss dominierte Regierung der "USA" die Folgen ihrer Auto- und Kohlepolitik nur als Randerscheinungen abtun, solange die Regierung und die Abgeordneten der "USA" nur an Profite denken,  illegal Tropenholz einführen lassen, Waffen exportieren und Kriege führen, wird die Sintflut weiter gehen. Das Treibgas ist der destruktivste Exportartikel der "USA". Er kommt aus amerikanischen Autos, Heizungen und Kohlekraftwerken. Gemäss dem Verursacherprinzip müssten die "US"-Industrien und die amerikanischen Autofahrer und Autofahrerinnen für die Schäden durch von ihnen verursachte Sintfluten mitbezahlen.

Was passiert denn, wenn ganz China erst einmal Auto fährt?

Bis heute nutzen die "USA" die Sonnenenergie kaum, die in den Südstaaten hervorragende Bedingungen finden würde. Dasselbe gilt für Südeuropa, Afrika und Asien. Wann wird sich die Weltgemeinschaft gegen dieses Verschliessen vor sinnvoller Technik  wehren können, das die Sintflut wesentlich mitverursacht? Die Lösungen sind Wind-, Sonnen- und Wasserstoffenergie. Wann kommt die  weiss dominierte "US"-Regierung zu dieser Einsicht? Vielleicht erst, wenn auch in Washington oder in New York eine Hölle losbricht: eine Sintflut. Anderswo ist die Sintflut schon lang im Gang.


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7. Zusatz 2005:
Forderung nach einem internationalen Umweltgerichtshof - Umweltsünder ins Gefängnis: "USA" und Freimaurer - China - Russland etc. - die neuen "Entwicklungsländer" - die Massnahmen

Die "USA" werden erst vernünftig werden, wenn sie verurteilt werden. Hierzu braucht es einen internationalen Umweltgerichtshof, der die Freimaurer-Regierung der "USA" endlich verurteilt und ins Gefängnis wirft und die Freimaurer-Organisationen alle auflöst, weil diese Freimaurer nie mit der Natur, sondern immer gegen die Natur regieren und weiter regieren werden.

Dasselbe Quantum an Umweltverschmutzung wie in den "USA" gilt auch für China (Treibhauseffekt, Vergiftungen), und in anderem Sinn auch für Russland (gebrochene Ölpipelines) und andere Länder, die bis heute die Lebensgrundlagen der Erde zerstören. Hier fehlen internationale Gerichtsurteile, die nur mit einem internationalen Umweltgerichtshof zu fällen und dann auch mit speziellen Kommissionen vollziehbar sind.

Somit ergibt sich auch eine neue Reihenfolge der Klassifizierung von "Entwicklungsländern" und auch eine neue Definition von "Fortschritt". Die "USA" und China sind zwei grosse Entwicklungsländer. Aber nicht nur diese beiden Regierungen gehören ins Gefängnis, was die Umwelt anbetrifft...

Ohne Verurteilung der "USA", China und Russland und ohne Einschränkung der Treibhausgase werden die Alpen in den nächsten 1000en von Jahren sukzessive von der Macht der Natur umgestaltet und unbewohnbar. Es ist meine Einschätzung, dass - wenn die Treibhaus-Effekte nicht sofort ausgeschaltet werden - die Alpen in 400'000 Jahren nicht mehr existieren werden, und dass auch die Alpenvorländer nur noch ein einziger Schuttkegel sind.

In China und in den "USA" passieren die Überschwemmungskatastrophen bereits jedes Jahr, was Europa noch bevorsteht, wenn keine einschneidende Wende der weltweiten Industriepolitik erfolgt:

China: Überschwemmungen alle Jahre wieder

Hochwasser China-Venedig 2004: Der Yangtse-Fluss bei Jiujiang; Foto von http://encarta.com; flood inondation
Der Yangtse-Fluss überschwemmt die Stadt Jiujiang (ohne Jahresangabe, wahrscheinlich 2004)

Eine Meldung aus China vom 22.Juli 2004: Zitat:

"Der Sprecher der Leitstelle für den Kampf gegen Überschwemmung und Dürre, Zhang Zhitong, hat am Mittwoch in Beijing mitgeteilt, dank rechtzeitiger Schutzmassnahmen seien in der diesjährigen Hochwassersaison seit Juni landesweit nur rund 400 Menschen ums Leben gekommen. Noch in den neunziger Jahren habe man durchschnittlich doppelt so viele Opfer beklagen müssen."
  
"USA": Hurricane-Folgen alle Jahre wieder
USA: Hurricane-Folgen: Palme auf dem Auto, 9.9.2004; aus: http://news.bbc.co.uk
Palme auf  Auto in der Karibik bei Florida 9.9.2004

Hochwasser USA 2003: Alexandria-Venedig durch Hurricane Isabel 19.9.2003; Foto aus www.weatherbook.com; flood inondation
Alexandria-Venedig durch Hurricane Isabel 19.9.2003


Sofortmassnahmen für die EU, die "USA" und Asien
-- Wald als Wert anerkennen, der die Naturgewalten abdämpft, aufforsten, wo es möglich ist

-- die alten Flussbetten in der Breite  von vor der Verbauung alle wieder herstellen, jeglicher Hausbau (wohnen oder Fabrikation) in diesen Schwemmgebieten ist nicht möglich wegen der möglichen Ausschwemmung von Öl oder Schadstoffen

-- es bleibt nichts anderes übrig, als in die Höhe zu bauen bis regelmässig 8 Stockwerke, auch in den Alpen

-- es darf keinen Verbau von Flächen mehr geben, sondern die unverbaute Fläche muss zunehmen, die Strassenfläche und die verbaute Fläche muss abnehmen

-- jeder Autobahnbau und zusätzlicher Strassenbau muss weltweit verboten werden - stattdessen Velobahnen bauen wie in Holland, und Seitenstrassen als Naturstrassen oder zumindest mit einem Wiesenstreifen in der Mitte (eventuell in Gitterstein) gestalten, um mehr Versickerung zu gewährleisten

-- die Windenergie, die Erdwärme und die Sonnenenergie so weit fördern wie nur irgendwie möglich, um die Treibhausgase zu reduzieren, ohne Treibhausgase.

zudem Sofortmassnahmen für die "USA" und Asien
-- die Industrie ultimativ modernisieren
-- die Windenergie, Erdwärme und Sonnenenergie etablieren und so weit fördern wie nur irgendwie möglich.

Was passiert ohne Massnahmen? Halb Europa wird ein Venedig... und die Alpen werden abgebaut
Insgesamt ist damit zu rechnen, dass der Alpenraum ohne diese Massnahmen immer mehr unbewohnbar wird, und dass Mitteleuropa und Osteuropa alle 3-5 Jahre von immer schwereren Hochwassern betroffen werden und insgesamt ebenso mehr oder weniger unbewohnbar werden. Die Zustände sind dann immer mehr mit Venedig vergleichbar, nur mit dem Unterschied, dass die Venedigs in Mitteleuropa unfreiwillig entstanden sind.

Die Alpen werden abgebaut, Täler versperrt, dann kommt es zu neuen Seen, zu Flutwellen beim Bruch der natürlichen Dämme, zu neuen Schuttkegeln, und die Häuser und Strassen der "Zivilisation" werden begraben. Es ist ein Unwetter-Rhythmus von 2 Wochen möglich.

China und "USA": Die ganze Welt schläft schon seit Jahrzehnten - ein Umweltgerichtshof
Es ist zudem nicht verständlich, wieso die alljährlichen Hochwasser in China und die alljährlichen Hurricanes in den "USA" die nötige weltweite Umstrukturierung der weltweiten Industrie nicht schon lange in Gang gesetzt haben. Scheinbar ist dies erst mit einem Umweltgerichtshof zu erreichen.

Die Erde wird also immer mehr unbewohnbar. Das heisst: Gleichzeitig wird die Sahara wieder feuchter, wird zur Savanne, und dort entsteht neuer Wohnraum...

Wie lange soll das so weiter gehen? Das heisst: In zwei Wochen kann die nächste Flut eintreten, im Sommer und im Winter...

Wo ist ein Umweltgerichtshof, der die Ursachen feststellt, die Verantwortlichen ins Gefängnis schickt und Massnahmen zum Schutz von Mensch, Tier, Flora und Fauna verfügt?



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8.
Die Prognose von Fachleuten: "Es wird noch extremer"
(aus: Nachrichten-Fernsehen Teletext von n-tv, Tafel 129, 24.8.2005)

"Klimaforscher gehen davon aus, dass die Hochwasser in Südbayern und den Alpen nur Vorboten für weit stärkere Überschwemmungen sind, die in Zukunft durch den Klimawandel ausgelöst werden können.

'Klar ist, dass dies erst der Anfang ist', sagte Manfred Stock vom Potsdamer Institut für Klimaforschung.

Wenn die Menschen sich nicht stärker um den Klimaschutz bemühten, müsse häufig mit derartig heftigen Regenfällen gerechnet werde. 'Alles spricht dafür, dass es noch extremer wird'."

Wird es noch wärmer, dürfte es heiss werden
http://www.blick.ch/news/wissenschaftundtechnik/news8940 (25.8.2005)
BERLIN  Die bislang schon sichtbare Klimaveränderung sei nur ein kleiner Vorbote viel grösserer Veränderungen, die bei einem ungebremsten weiteren Anstieg der Treibhausgaskonzentration eintreten werde, sagt der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Die CO2-Werte in der Atmosphäre seien so hoch wie nie zuvor. Für diesen Anstieg sei der Mensch verantwortlich, in erster Linie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, in zweiter Linie durch Abholzung von Wäldern. Ein Anstieg der Konzentration führe zu einer Erwärmung. Die Folge davon seien stärkere Niederschläge. Im 20. Jahrhundert sei die Temperatur global um 0,6 Grad angestiegen. In diesem Jahrhundert sei eine weitere Erwärmung um 1,5 Grad zu erwarten.

Hochwasser in Deutschland August 2002, Januar 2003...
Hochwasser Deutschland Bayern 2002 in Passau: Hochwasser der Donau August 2002; flood inondation
Passau: Hochwasser der Donau 13.August 2002



Hochwasser Deutschland Bayern 2002 in Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13.August 2002; flood inondation

  
Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13.August 2002
Hochwasser Deutschland 2003 im Rheinland, hier in Koblenz;  flood inondation
Hochwasser Deutschland 2003 im Rheinland, hier in Koblenz mit Kanufahrer;  flood inondation
Koblenz: Hochwasser 2003


Wenn die Treibhausgase nicht abnehmen, wird Europa nur noch halb bewohnbar. Wann werden die Hauptverursacher "USA" und China endlich verurteilt?

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Meldungen

25.5.2010: Moderne Sintflut: Halb Polen steht unter Wasser

aus: n-tv online: Panorama: Polen sollen ihre Stadt verlassen: Oder-Hochwasser kommt schneller; 25.5.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Oder-Hochwasser-kommt-schneller-article887458.html

<Ein Holzkreuz markiert die Mündung der Neiße in die Oder im brandenburgischen Ratzdorf. Das Kreuz steht normalerweise an Land.

Das Hochwasser auf der Oder schwillt schneller an als zunächst berechnet. In Brandenburg werde die höchste Alarmstufe 4 vermutlich schon am Donnerstag ausgerufen - und damit einen Tag eher als zunächst angenommen, teilte das Hochwassermeldezentrum in Frankfurt (Oder) am Dienstag mit. Der Katastrophenstab des Landes nahm in Potsdam seine Arbeit auf. An einigen Stellen sollen die Deiche schwach sein.

Am Pegel Ratzdorf (Oder-Spree) werde am Donnerstagvormittag der Richtwert von 5,90 Meter überschritten. Dann besteht die Gefahr, dass Deiche und Dämme überflutet werden, teilte das Zentrum mit. Evakuierungen werden vorbereitet. Ab Mittwoch sollte im Landkreis Oder-Spree zwischen Ratzdorf und der Grenze zu Frankfurt (Oder) Stufe 2 gelten. Für den Abend wurde die Stufe 3 empfohlen: Ab dann müssen Deiche, Wehre und Wasserläufe ständig beobachtet werden. In Frankfurt (Oder) wurden Ausgabestellen für Sandsäcke eingerichtet. Pro Haushalt gebe es 100 Säcke, sagte Bürgermeister Martin Wilke. Außerdem werde an einem Stegsystem gearbeitet.

Vor allem zwei je fünf Kilometer lange Deichabschnitte in der Neuzeller Niederung sowie zwischen Gartz und Friedrichsthal sind "Wackelkandidaten". "Wir werden uns um diese Schwachstellen kümmern", kündigte Innenminister Rainer Speer (SPD) an. Die beiden Bereiche wurden noch nicht saniert. Sie sind baulich im Zustand von 1950/60. Bei einem Deichbruch dort würde allerdings lediglich eine Siedlung mit Wochenendhäusern überflutet.

Bewohner sollen Slubice verlassen

Zahlreiche Deiche der Wechsel sind bereits gebrochen.
 
Für Polen naht derweil das Ende der schlimmen Tage: In der Nacht zum Mittwoch werde der Hochwasserscheitel auf der Weichsel die Ostsee erreichen, sagte Lukasz Legutko vom Hydrometeorologischen Institut IMGW in Warschau. Am Nachmittag floss die Welle durch Tczew in Pommern etwa 30 Kilometer vor der Danziger Bucht. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 16: In Pulawy fiel ein 13-jähriges Mädchen von einer Brücke in die Weichsel und ertrank.

An der Oder in Polen galt der Ort Dobrzejewice zwischen Glogow und Nowa Sol als Schwachstelle. Der Deich sei nicht vollständig und könne den Fluss nicht in seinem Bett halten, sagte ein Gemeindevertreter. Die Stelle wurde mit 150.000 Sandsäcken verstärkt.

Der Bürgermeister der polnischen Oder-Stadt Slubice appellierte an die Einwohner, die Stadt während des Hochwassers zu verlassen. Dies gelte auch für das Umland, sagte Bürgermeister Ryszard Bodziacki. Schulen und Kindergärten würden geschlossen, außerdem gebe es einige Straßensperrungen. Das Problem sei, dass die Stadt an der engsten Stelle der Oder liege. Eine offizielle Evakuierung wollte er nicht anordnen, um Panik und Kosten zu umgehen.

23 Ortschaften überflutet

Bei Plock nordwestlich von Warschau ging der Kampf gegen die Wassermassen der Weichsel weiter, die nach einem Deichbruch am Sonntag 23 Ortschaften überflutet hatten. Das Wasser gehe zurück, die Lage bleibe aber sehr ernst, sagte der Chef des zentralpolnischen Verwaltungsbezirkes Mazowsze, Jacek Kozlowski. Die Weichsel hat dort ein Gebiet von 8000 Hektar verwüstet, 2400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Polens Regierung kam zusammen, um Finanzhilfen für die Flutopfer zu beschließen. Wie Ministerpräsident Donald Tusk vor der Kabinettssitzung mitteilte, sollen dafür zwei Milliarden Zloty (500 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt werden. Derzeit sind im Land noch zehntausende Helfer im Einsatz, tausende Menschen sind von der Flut betroffen.

Im Süden Polens begann sich die Lage aber langsam zu normalisieren. Die Fiat-Fabrik in Tychy habe die Produktion wieder aufgenommen, berichtete PAP. Auch die Glashütte in Sandomierz produzierte wieder. Auch in Warschau ging der Pegel des Flusses stetig zurück, die Deiche waren aber weiter durchweicht. Daher blieben Schulen und Kindergärten in einigen Stadtteilen geschlossen.>


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Quellen

Basisgebend für den Artikel waren
-- die heute in deutschsprachigen Nachrichten und Berichten geschilderten Zusammenhänge zu den Hochwassern 1999 in der Schweiz und 2001 in Deutschland und Osteuropa,

-- Angaben über Schneefallgrenzen:  Zyschtigsclub; Schweizer Fernsehen SF1 vom 23.8.2005;

-- Thema Schwemmholz: Das Schwemmholz stammte gemäss einer genauen Untersuchung zu 90 % aus frisch gerissenem Holz aus dem Wald und vor allem auch von Sägereien, die überschwemmt worden waren und deren Holzbestände z.T. weggeschwemmt worden waren. Nur 10 % waren dem Fallholz von vorherigen Stürmen zuzuordnen (aus: Schweiz Aktuell; Schweizer Fernsehen SF1 12.9.2005)

Bildernachweis

Bern: Mattequartier mit Rettungsboot: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Ennetmoos: Murenabgang am Hang statt Wald: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Entlebuch: Murenabgang am Hang statt Wald: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Hochwasser Bern-Venedig: Mattequartier mit Bundeshaus 2005: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Bern-Venedig Luftaufnahme: Die Aare will ihren Raum zurück...: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005)
Entlebuch: Treibholz auf einer Kreuzung; Giswil: Treibholz auf dem Bahnhof:  http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Bern: Stauwehr: http://www.gieskens.com/bern.htm (2005)
Bern 1999: Stauwehr produziert im Mattequartier Hochwasser: http://travel.lanfear.com/europe99/daily/6-8-1999.html (2005)

Thun: Stauwehr: http://thun.internetgalerie.ch/d/historisches/ (2005)
Brienz: Wildbach "Schale" : http://www.worldisround.com/articles/6168/photo12.html (2005)
Brienz: Überschwemmung: Hüsli weg, Chalets weg: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005)

Überschwemmte Ortschaften: Klosters und Schattdorf: http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)
Beton hält nicht lange: Beispiel Engelberg: http://news.yahoo.com/photos/ss/events/lf/081301fromtheair (2005);
http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Steinmauer für Stresssituationen im Bauwesen, verfugt: http://www.podico-malbuisson.com/pages/autres.html (2005)
Engelberger Aa mit bis zu mannshohen Steinbrocken: http://www.mhediger.ch/nidwalden/engelbergeraa.html (2005)

Stabiler Viadukt aus Stein bei Bergün (Albula-Viadukt II): http://www.schmalspurbahn.ch/hist/RhB/albula_8 (2005)
Bergün: Derselbe Albula-Viadukt II im Jahr 2000:  http://bahngalerie.de/bahn/rhb/w152023.htm (2005)

Sarnen: Touristin im Hochwasser mit Kind auf dem Rücken:
http://www.blick.ch/multimedia-center/diashows/news?sname=tfslide_pics&ooid=95 (2005)

Hochwasser Luzern: Fotos von http://www.blick.ch/news/schweiz/hochwasser/artikel24617 (2005)

Autobahn Freeway 405 in Los Angeles 2004 "Freie Strasse": www.jewishjournal.com (2005)
Kohlekraftwerke "Seminole" in Putnam, "USA": http://www.seminole.coop/sections/generation/generation-01.htm (2005)

China: Yangtse-Fluss überschwemmt die Stadt Jiujiang: http://encarta.msn.com/media_701612836/Flood_in_Jiujiang_China.html (2005)
Florida: Palme auf  Auto 9.9.2004: http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/3594614.stm

"USA": Alexandria-Venedig durch Hurricane Isabel 19.9.2003: www.weatherbook.com
Passau: Hochwasser der Donau 13. August 2002: http://www.br-online.de/bayern-heute/thema/donau/seite1.xml (2005)
Passau: Hochwasser an der Innstrasse, 13. August 2002: http://www.eleval.de/fotos/jahrhunderthochwasser/Innstrasse.jpg (2005)

Koblenz: Hochwasser 2003:  http://www.rp-online.de/news/wissenschaft/erde/2003-0106/hochwasser_samstag/hochwasser_samstag%5B2%5D.html (2005)



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