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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

22. Alkoholiker-Karrieren: Der Kreislauf des Abstiegs mit Alkohol

Biereinschank, ein Glas Bier
Biereinschank, ein Glas Bier

von Michael Palomino (2002 / 2006 / 2009); Meldungen

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Gemäss meiner Beobachtung ergibt sich folgender Kreislauf der Zerstörung bei Alkoholismus:

-- Einstieg in die Alkoholsucht als Kompensation oder als Experiment

-- der Alkoholkonsum wird Gewohnheit, wird zum Ritual

Saufgelage
vergrössernSaufgelage


-- der/die Abhängige separiert sich zuerst in kleineren Gruppen, bleibt schlussendlich allein, die Motorik und die Gefühle vergröbern sich

-- der/die Abhängige wird unattraktiv für andere, Verwahrlosung, die Vereinsamung wird total

Alkoholiker verwarlost und vereinsamt 01
Alkoholiker verwarlost und vereinsamt 01


-- eventuell erfolt eine Kompensation der Alkoholsucht durch Auto, Show und Mädchen, so lange es noch möglich ist

Alkoholiker Harald Junke zog seine Show fast bis zum Ende durch...
Alkoholiker Harald Junke zog seine Show fast bis zum Ende durch...


-- es erfolgen Disziplinverlust, Potenzverlust, dadurch erfolgt eine neue Kompensation mit Gewalttätigkeit, eventuell Verlust der Arbeitsstelle, eventuell Abdriften in Verzweiflungstaten bis zur Kriminalität, bei schweren Problemen bis zum Todschlag

-- in dieser Situation verfügen Alkoholiker über keine Beziehungsfähigkeit mehr, es erfolgt der Verlust der Familie und die totale Isolation

-- es folgen Psychiatrie und Arbeitsunfähigkeit, z.T. Gehirnverlust

Alkoholiker in Depression
Alkoholiker in Depression


-- insgesmat ergeben sich enorme Kosten für die Gesellschaft durch die Psychiatrie und das Aufarbeiten der eigentlichen Probleme des Alkoholikers, die zum Alkoholismus führten

Psychiatrische Klinik, z.B. in Wil, Schweiz
Psychiatrische Klinik, z.B. in Wil, Schweiz

Psychiatrie-Arzt gegen Depressionen, z.B. Prof. Dr. Ulrich Hegerl, München
Hier ist zum Beispiel ein Psychiatrie-Arzt gegen Depressionen, z.B. Prof. Dr. Ulrich Hegerl, München. Die Therapie kann gut laufen, oder auch schlecht, aber der Psychiater zockt auf alle Fälle den Lohn von der Krankenkasse ab, dank den dummen Süchtigen...


-- der/die Betroffene ist kaum noch integrierbar, weil der Alkohol einen Teil des Gehirns weggefressen hat.

Ex-Alkoholiker George W. Bush, Präsident der "USA", sein Hirn ist z.T. weggefressen...
Ex-Alkoholiker George W. Bush, "Präsident" der "USA" bis 2009: Sein Hirn ist vom Alkohol z.T. weggefressen. Die "USA" hatten 8 Jahre lang einen Ex-Alki als "Präsident"...

Abhilfe

-- andere Experimente oder Kompensationen bzw. Übergangslösungen finden, die dem Körper und dem Geist nicht schaden, sondern die den Körper fit halten und den Geist bereichern

-- schon in der Schule Konflikte friedlich lösen lernen, Strategien entwickeln, die zu befriedigenden Verhältnissen führen

-- dafür sind aber auch friedliche Lehrer und friedliche Lehrerinnen Voraussetzung

-- das Familienleben viel mehr betonen und den gegenseitigen Meinungsaustausch fördern

-- Begegnungsinseln in den Orten schaffen, wo keine Suchtmittel konsumiert werden dürfen, Rauchverbot generell

-- den öffentlichen Alkoholkonsum nur an bestimmten Tagen erlauben, z.B. zweimal pro Woche, das würde die gesamte Bevölkerung enorm disziplinieren und die Alkoholoisten zum Denken anregen, wie ihre Probleme anders gelöst werden können.


Michael Palomino
November 2003

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<von Olaf Kunz

Kiffen und Komasaufen unter Jugendlichen sind immer wieder einmal gesellschaftliche Aufreger. Doch das massive Alkoholproblem unter erwachsenen Schweizern wird mehr oder weniger totgeschwiegen. Dabei sind die Zahlen alarmierend.

Saufen und schweigen - das scheint in Sachen Alkoholkonsum bei Erwachsenen das Motto zu sein.

In der vergangenen Woche alamierte die British Medical Association Politiker, Gesundheitsämter und die Öffentlichkeit. Der Grund für die Aufregung: Ein aktueller Report, der offenbart, dass jeden Tag sechs Schotten in Folge Alkoholmissbrauchs sterben. In der Schweiz sind es 5,75 Menschen, die täglich aufgrund von übermässigem Alkoholkonsum ums Leben kommen. Doch im Unterschied zu Schottland bleibt ein Aufschrei hierzulande aus. Man säuft und schweigt.

Dichter als die Schotten

Über Botellones und Komasaufen wurde vor allem im vergangenen Sommer breit diskutiert. Zu Recht: 14 Prozent der 13-Jährigen in der Schweiz betrinken sich mindestens einmal im Monat. Und Tag für Tag werden im Schnitt fünf junge Menschen im Alter von unter 23 mit Alkoholproblemen in Spitäler eingeliefert. Bei Erwachsenen wird das Problem in der Schweiz hingegen meist unter den Teppich gekehrt. Dabei ist das Zahlenmaterial zum Alkohol-Konsum auch bei Volljährigen mehr als beunruhigend.

Nach Auskunft des Bundesamts für Gesundheit gibt es in der Schweiz schätzungsweise 300 000 Alkoholiker. Alkoholabhängigkeit gilt hierzulande als die bei Spitalaufenthalten am häufigsten diagnostizierte Männerkrankheit. Vor allem im «End-Midlife»-Segment der 40-55-Jährigen tritt sie überproportional häufig auf. Durchschnittlich werden hierzulande pro Kopf 9 Liter reiner Alkohol gesoffen - damit liegt die Eidgenossenschaft nur knapp hinter dem Europameister Ungarn mit 11,4 Litern (Zahlen aus dem Jahr 2003).

«Keine Musterknaben»

Trotz dieser alarmierenden Zahlen drücken die Schweizer beim Alkohol-Problem zwei Augen zu. Das ist auch die Erfahrung von Monique Helfer, Mediensprecherin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: «Alkoholkonsum ist allgegenwärtig und wird tendenziell bagatellisiert.» Für sie ist das Problem ein traditionelles: «Es ist Teil der Kultur, bei vielen Anlässen Alkohol zu trinken.» Das sieht auch Benno Huber, Fachmitarbeiter Prävention bei Bern Gesundheit so: «Es existiert hier eine verbreitete Trink-Kultur, die für die Mehrheit der Menschen risikoarm ist.»

Alarmstufe Hellrot

Auch wenn einige Präventionsmassnahmen zu greifen scheinen, gibt es keinen Grund für Entwarnung: «Die Schweiz ist im internationalen Vergleich ein Hochkonsumland, auch wenn der Konsum von Alkohol seit Mitte der 80er-Jahre rückläufig ist. Dieser Trend setzte sich aber in den letzten Jahren nicht weiter fort», bilanziert Helfer. Viele Menschen seien sich der Dimension des Alkoholproblems schlichtweg nicht bewusst. Hier hat die Schweiz gegenüber Schottland noch deutlichen Nachholbedarf.>


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Zürich 9.3.2010: Medizinisch überwachte Ausnüchterungszellen sollen 600 bis 950 Franken kosten

Den Alkohol verkauft man an junge Menschen grenzenlos, bis sie umfallen und dann in der Ausnüchterung landen, und dann muss die Ausnüchterung bezahlt werden. Irgendwie fehlt es aber doch auch an der Verantwortung der Lokalbesitzer, die den Alkohol verkaufen, oder? Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Teurer Rausch: Ausnüchtern für 950 Franken; 9.3.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/28364327

<Berauscht zu sein, kann in Zukunft in der Stadt Zürich ganz schön teuer werden. Zum dazugehörenden Kater kann auch noch eine happige Rechnung fürs Ausnüchtern hinzukommen.

Wer in der Stadt Zürich betrunken oder durch Drogen berauscht negativ auffällt, wird seit März 2010 von der Stadtpolizei aufgegriffen und in die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) in der Urania-Wache gebracht.

Wer in der Stadt Zürich betrunken oder durch Drogen berauscht negativ auffällt, wird ab kommendem Freitag von der Stadtpolizei eingesammelt und in die Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) gebracht. Das Ausnüchtern geht dabei erstmals in der Schweiz voll zu Lasten der Patienten.

Sind die Patienten in weniger als drei Stunden wieder auf den Beinen, kostet die Ausnüchterung im alten Zellentrakt der Urania- Wache 600 Franken. Dauert es länger als drei Stunden, werden laut Angaben der Stadt Zürich 950 Franken fällig - also gleich viel wie ein Deluxe-Doppelzimmer im Hotel Dolder.

12 Zellen sind bereit

Während ihres Aufenthaltes werden die Patienten von einer privaten Firma medizinisch betreut und von einer ebenfalls privaten Sicherheitsfirma beaufsichtigt und bei Bedarf gebändigt. «Sämtliche Handlungen stehen aber unter Aufsicht der Stadtpolizei», sagte Polizeivorsteherin Esther Maurer am Dienstag vor den Medien.

Bereit stehen 12 leicht zu reinigende Zellen, die mit einer Matratze und einer Toilette ausgerüstet sind. Alle Räume sind videoüberwacht, damit allfällige Komplikationen wie etwa Atemstillstände oder Krämpfe sofort erkannt werden. «Im Notfall werden die Patienten sofort ins Spital gebracht.»

Spitäler und Prämienzahler werden entlastet

Die Stadtpolizei erwartet rund 600 Patienten pro Jahr, also rund 12 pro Wochenende. Die Station ist jeweils von Freitag um 22 Uhr bis Sonntag um 15 Uhr geöffnet und in erster Linie für Jugendliche und junge Erwachsene bestimmt, die im Ausgang über die Stränge schlagen und irgendwann sich selber oder andere gefährden.

Maurer ist überzeugt, dass die ZAS helfen wird, den Ausgang in Zürich «für alle sicherer zu machen». Mit der neuen Station sollen aber auch die Notaufnahmen entlastet werden, welche die Betrunkenen bisher betreuen mussten. «Im Spital geht das zudem zu Lasten der Prämienzahler», sagte Gesundheitsvorsteher Robert Neukomm. «Das ist nicht fair und hat für die Jugendlichen keinen Erziehungseffekt.»

Eltern sollen Sprösslinge abholen

Sind die Patienten noch minderjährig, werden die Eltern informiert und in die Ausnüchterungsstation bestellt. Nebst der Rechnung erwartet sie dort auch ein Gespräch mit Mitarbeitern des Sozialdepartementes. «So wollen wir verhindern, dass wir die Klienten wiedersehen», sagte Neukomm.

(sda)>

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Basler Zeitung online, Logo

19.9.2010: <Masskrugschläge auf dem Oktoberfest> - der "Biergenuss" endet nicht selten mit dem Bierkrug als Waffe und mit schweren Verletzungen

Alkoholiker-Karrieren machen Zwischenstation im Spital oder auf der Polizeiwache und vor dem Richter, wenn man auf ein "Bierfest" geht. Man geniesse den Alkohol immer im kleinen Kreis und nie auf einem grossen Fest. Aber manche lieben ja das Risiko. Aber lesen Sie selbst:

aus: Basler Zeitung online; 19.9.2010;
http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Masskrugschlaege-auf-dem-Oktoberfest/story/16866269

Es ist die Kehrseite des feuchtfröhlichen Fests: Am ersten Wochenende des Oktoberfests gab es zwischen den Gästen bereits zahlreiche Auseinandersetzungen. Einige davon endeten blutig.

Durch den Bierkonsum kann die Stimmung am Oktoberfest schnell ins aggressive kippen: Gast am Oktoberfest 2010.

Alles begann mit der Hochzeit von Prinz Ludwig, dem späteren König Ludwig I und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburhausen vor 200 Jahren: Heute ist das Oktoberfest das grösste Volksfest der Welt.

Grosser Umzug am Oktoberfest

Mehr als 8000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland sind beim traditionellen Trachten- und Schützenzug zum Münchner Oktoberfest gezogen. Auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude beteiligten sich an dem Spektakel am Sonntag, das im Jahr des 200. Wiesn-Geburtstags erneut einen der Höhepunkte des grössten Volksfestes der Welt darstellt.

[Schwerverletzte durch Schlägereien mit Masskrügen]

Bei Schlägereien mit Masskrügen sind auf dem Oktoberfest mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Ein australischer Tourist erlitt eine Hirnblutung, wie die Münchner Polizei am Sonntag mitteilte. Er war am Samstag in einem der Festzelte mit zwei Franzosen in Streit geraten. Einer der beiden soll ihm den massiven Krug auf den Kopf geschlagen haben.

Ein Kanadier trug der Polizei zufolge am Samstag eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde davon, als ihm ein 20-jähriger Münchner im Streit einen Masskrug so fest auf den Kopf schlug, dass der Krug zersplitterte. Die Scherben verletzten zudem zwei Begleiter des Kanadiers.

Platzwunde am Kopf

Ein dritter Masskrugschläger verpasste seinem Kontrahenten eine stark blutende Platzwunde am Kopf. Nach seiner Festnahme leistete er heftigen Widerstand und verletzte eine Polizistin am Oberschenkel. Er wird der Polizei zufolge wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

Auch den beiden anderen Masskrugschlägern drohen ernsthafte juristische Konsequenzen. Die massiven, einen Liter fassenden Trinkgefässe wiegen mehr als ein Kilo und können, wenn sie als Waffe eingesetzt werden, schwere Verletzungen hervorrufen. (mrs/dapd)>

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20 minuten online, Logo

Zürich 5.10.2010: Die Ausnüchterungszellen in Zürich sind "gut besucht" - aber nicht kostendeckend

aus: 20 minuten online: Nachahmer gefunden: Die Zelle für Besoffene ist ein Erfolg; 5.10.2010;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/12024652

<Die erste Ausnüchterungsstelle der Schweiz wird gut genutzt. Im Schnitt schlafen jedes Wochenende 13 Personen in den Zürcher Zellen ihren Rausch aus.

Die erste Zentrale Ausnüchterungsstelle (ZAS) der Schweiz wird rege genutzt: Seit der Eröffnung im März haben 366 Personen in den ausgedienten Zürcher Gefängniszellen ihren Rausch ausgeschlafen, je nach Wochenende waren es bis zu 25.
Spitzenreiter war das «Züri-Fäscht»-Wochenende, an dem die Polizei 25 Personen einsammelte, die entweder sich selber oder andere gefährdeten. Im Durchschnitt wurden pro Wochenende 13 Personen im alten Zellentrakt eingeschlossen und beim Ausnüchtern medizinisch überwacht.

Diese Zahlen zeigten, dass die ZAS leider notwendig sei, sagte Projektleiter Beat Käch am Dienstag vor den Medien. Der Bedarf für diese Einrichtung sei klar vorhanden - nicht zuletzt, um die Notaufnahmen der Spitäler zu entlasten.

Die Hauptklientel der ZAS ist männlich und zwischen 18 und 24 Jahre alt. Die Stadtpolizei brachte aber auch schon einen 69- Jährigen in die ZAS sowie 18 Minderjährige - der Jüngste war grade mal 15 Jahre alt.

Innere Blutungen und Knochenbrüche

Frauen sind in der ZAS seltener anzutreffen: Von den 366 eingelieferten Berauschten waren nur 50 weiblich. Der höchste gemessene Blutalkoholgehalt betrug 4,19 Promille. 22 aller betreuten Personen mussten ins Spital gebracht werden, in erster Linie wegen innerer Blutungen oder Knochenbrüchen.

Die Kosten für die Ausnüchterung werden zu einem grossen Teil auf die Benutzer abgewälzt: Wer länger als drei Stunden betreut werden muss, erhält eine Rechnung über 950 Franken. Aber auch für jene, die in unter drei Stunden wieder munter sind, wird es teuer: Sie sind der ZAS immerhin 600 Franken schuldig.

«Die ZAS soll der Person eine Lehre sein», sagte Käch. Die abschreckende Wirkung hat aber offenbar keinen Einfluss auf die Zahlungsmoral: Diese sei «nicht sehr gut». Kostendeckend ist die ZAS aber ohnehin nicht. Eine einzige Einweisung kostet nämlich 1600 Franken.

Auch Bern will eine ZAS

Das Zürcher Pilotprojekt stösst auch in anderen Regionen der Schweiz auf Interesse: Der Berner Regierungsrat entschied im März, ebenfalls eine Ausnüchterungsstelle einzurichten, um die Notaufnahmen der Spitäler zu entlasten. Im November wird der Grosse Rat das Thema behandeln

(sda)>

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5.10.2010: Ausnüchterungszelle in Rosa (Pink) beruhigt am meisten - keine Übergriffe mehr auf die Polizei

aus: 20 minuten online: Ausnüchterungszelle: Betrunkene erleben in Zürich die pinke Hölle; 5.10.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Betrunkene-erleben-in-Zuerich-die-pinke-Hoelle-13811086

<Die Farbe Pink beruhigt das Gemüt. Diese Erkenntnis machen sich die Betreiber der ersten Ausnüchterungsstelle der Schweiz (ZAS) in Zürich zunutze.

So sieht die pinke Zelle in der Ausnüchterungszelle aus.

Nüchtern betrachtet, sieht es schrecklich aus - zumindest für die meisten betroffenen Männer: Die Betreiber der ersten Ausnüchterungsstelle der Schweiz (ZAS) strichen eine der Zellen leuchtend pink und bringen dort nun die besonders renitente Kundschaft unter. Die Marzipanschweinchen-Farbe zeigt offenbar Wirkung: «Bis jetzt hat sich in der pinkfarbenen Zelle auch der schwierigste Kunde wieder beruhigt», sagte ZAS-Projektleiter Beat Käch bei der Bilanz- Pressekonferenz vom Dienstag.

Das Vorbild war Pfäffikon

Sehr wissenschaftlich sei die Zürcher Stadtpolizei beim Farbversuch aber nicht vorgegangen, räumte Käch ein. «Wir haben von den pinkfarbenen Zellen gehört und uns gedacht, nützt's nichts, so schadet's nichts.»

Als Vorbild dienten zwei pinkfarbene Zellen im Bezirksgefängnis von Pfäffikon ZH. In diesen vom Boden bis zur Decke leuchtend rosa gestrichenen Räumen werden jene Häftlinge untergebracht, die besonders gewaltbereit sind. Auch im Bieler Gefängnis sind mittlerweile vier Zellen pink gestrichen worden.

Keine Übergriffe auf das Personal

«Wir haben den Eindruck, dass es wirkt», sagte Rebecca de Silva, Sprecherin des Zürcher Amts für Justizvollzug, auf Anfrage der SDA. In der Zeit, in der die Insassen in der pinkfarbenen Zelle untergebracht seien, gebe es keinerlei Übergriffe auf das Personal.

Ob wirklich die Farbe der Grund dafür sei, könne man aber nicht mit Sicherheit sagen. Man habe das Ganze nicht ausgewertet, zudem gebe es keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Die jüngsten Grundlagen sind tatsächlich schon etwas angejahrt. Sie stammen aus den 1970-er Jahren. Der amerikanische Wissenschaftler Alexander Schauss liess damals erste Gefängniszellen Pink anmalen, um Häftlinge zu beruhigen. Bereits eine Viertelstunde in einem rosa Raum zeigten gemäss seiner damals veröffentlichen Forschungsarbeit Wirkung.

Der damals verwendete Farbton wird heute in Fachkreisen als «Baker-Miller»-Pink bezeichnet - benannt nach zwei Mitarbeitern jenes Gefängnisses, wo erstmals zur Farbrolle gegriffen wurde. Die Ausnüchterungszelle in Zürich sei aber nicht in «Baker-Miller» gestrichen, sondern in «ZAS-Pink», sagte Käch, einer Eigenmischung.

(feb/rom/sda)>

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Marthalen (Kanton Zürich) 13.12.2010: Besoffen auf dem Heimweg in einen Bach gefallen - und es war Winter und der Mann erfror

Man sollte nicht zu viel Alkohol trinken, wenn man noch einen Fussweg nach Hause vor sich hat, vor allem im Winter nicht, wenn es in der Nacht unter 0 Grad wird. Die Natur schlägt dann grausam zu und am nächsten Morgen gibt es einen Toten. Dies passiert übrigens in Russland reihenweise. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Marthalen ZH: Maler stirbt im Bachbett; 13.12.2010;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Maler-stirbt-im-Bachbett-15370877

<Auf dem Heimweg vom Pub stürzte R. K.* in Marthalen in den Abistbach. Am nächsten Morgen wurde seine Leiche gefunden. Das Dorf steht unter Schock.

Samstagabend im Country Pub in Marthalen: Es ist schon spät, R. K. will gehen. Zuvor hat er mit Freunden gefeiert. Sie haben zusammen mehrere Runden getrunken. «Für ihn ein normaler Samstagabend», sagt die Frau des Wirts. Kurz bevor K. aufbricht, zahlt er seinen Kollegen noch eine Runde.

Dann macht sich der junge Mann aus dem Zürcher Weinland auf den Heimweg. Ein Kollege bietet ihm noch an, ihn nach Hause zu begleiten. K. winkt ab: Er kenne die Strecke in- und auswendig.

Am nächsten Morgen gegen elf Uhr wird seine Leiche im nur wenige Zentimeter tiefen Abistbach gefunden. Das Rinnsaal liegt auf dem direkten Weg zwischen dem Pub und K.s Zuhause. Alles deutet darauf hin, dass K. in den Bach gestürzt ist. Eine Anwohnerin sagt: «Es ist dort relativ steil. Vielleicht ist er auf der vereisten Strasse ausgerutscht, fiel das Bord hinunter und schlug mit dem Kopf auf.»

Im Dorf ist K. das Tagesgespräch. «Er war so ein todlieber Kerl», erzählt ein Bekannter mit tränenerstickter Stimme. «Dass er so jung sterben musste, ist eine Tragödie.» Die Familie ist unter Schock. Eine Angehörige sagt: «Wir haben schwer zu kämpfen.»

*Name der Redaktion bekannt

(hal/sut/20 Minuten)>

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n-tv online, Logo

Niedersachsen 28.12.2010: 16-Jährige will von Weihnachtsparty besoffen nach Hause laufen und stürzt in einen Wassergraben - und erfriert

Alkoholiker muss man nicht sein, um im Winter den leisen Abschied in den Himmel zu nehmen. Es reicht im Winter eine Portion Alkohol und ein Gewässer auf dem Heimweg. Die kalte Nacht tut ihr Übriges. Aber lesen sie selbst:

aus: n-tv online: Nach Sturz in Wassergraben: Betrunkenes Mädchen erfroren; 28.12.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Betrunkenes-Maedchen-erfroren-article2246321.html

<Für ein 16-jähriges Mädchen endet eine Weihnachtsparty in Niedersachsen tödlich. Die betrunkene Jugendliche stürzt in einen Wassergraben und kann ohne fremde Hilfe nicht mehr heraus. Erst einen Tag später wird ihre Leiche bei einer Suchaktion gefunden.

Ein 16 Jahre altes Mädchen ist nach einer Weihnachtsparty in Niedersachsen betrunken in einem Graben erfroren. Das habe die Obduktion ergeben, teilte die Polizei in Stade mit. Die junge Frau war bei einer Suchaktion tot gefunden worden.

Nach Angaben der Polizei hatte die 16-Jährige in der Nacht zum Sonntag einen Weihnachtsball mit viel Alkohol im Blut verlassen. Gleich auf dem Nachbargrundstück stürzte sie, rutschte in der Dunkelheit in den Graben und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Die Eltern meldeten ihre Tochter am Sonntag als vermisst. Da war das Mädchen bei minus 10 Grad bereits erfroren. Polizei und Feuerwehr fanden die Leiche erst am Montag.

Unterdessen legte die Krankenkasse DAK eine neue Statistik vor, wonach sich immer mehr Jugendliche heftig betrinken. In manchen Bundesländern habe sich die Zahl der so genannten Komasäufer nahezu verdoppelt. Vor allem bei Mädchen sei die Zahl der Alkoholexzesse dramatisch angestiegen.

dpa>


Zum selben Vorfall kam hier noch eine präzisere Meldung:

Spiegel online, Logo

Jork (Niedersachsen) 28.12.2010: <Betrunkenes Mädchen im Graben erfroren>

aus: Spiegel online; 28.12.2010; http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,736870,00.html

<Tragisches Ende einer Weihnachtsfeier: Im niedersächsischen Jork stürzte eine Schülerin in betrunkenem Zustand in einen Graben und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrichten. Sie erfror.

Jork - In stark angetrunkenem Zustand hatte die junge Frau der Polizei zufolge in der Nacht zum Sonntag einen Weihnachtsball im niedersächsischen Jork verlassen. Nur 300 Meter von dem Veranstaltungsort, dem "Fährhaus Kirschenland", entfernt, stürzte sie auf dem Nachbargrundstück, rutschte im Dunkeln in einen Graben und konnte sich dann offenbar nicht mehr aus eigener Kraft aufrichten. Das habe die Obduktion ergeben, teilte die Polizei am Dienstag in Stade mit.

Die Eltern meldeten ihre Tochter am Sonntag als vermisst, nachdem herauskam, dass sie nicht wie verabredet bei einer Freundin übernachtet hatte. Zu diesem Zeitpunkt war das Mädchen bei minus zehn Grad bereits erfroren. Knapp hundert Polizisten und Feuerwehrleute suchten nach der Vermissten - erst am Montag fanden sie die Leiche.

ala/dpa>

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Cronicaviva, Logo

Lima: <25% de muertes violentas se debe al consumo de alcohol> - plan zanahoria limita la venta de bebidas alcoholicas

Sábado, 05 de Marzo de 2011 21:21



Lima: 25% der Morde gehen auf Kosten von Alkohol - der Plan "Zwiebel" beschränkt den Verkauf von alkoholischen Getränken

5.3.2011
Cronicaviva; http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/crimen/52-crimen/14614-25-de-muertes-violentas-es-por-consumo-de-alcohol

La causa  fundamental de las muertes violentas en Lima están directamente vinculadas con el consumo de licor en un 25 por ciento,  dijo el alcalde de La Victoria quien apoyó la aplicación del Plan Zanahoria que limita  la venta de licor en nuestra capital.

El burgomaestre victoriano Alberto Sánchez Aizcorbe expreso su discrepancia  con  el presidente de la Cámara Nacional de Turismo (Canatur), Carlos Canales, quien se opone a este plan.

Sánchez Aizcorbe  señaló que  existe  un estudio realizado por el ex miembro de la Organización Panamericana de la Salud (OPS), Hernán Málaga, basado en reportes del Hospital Dos de Mayo y la Morgue Central de Lima sobre las causales de muertes violentas en Lima.

Precisó que la  mayoría de fallecimientos relacionados con el alcohol  en Lima ocurren a partir de las tres de la madrugada, por y por ello es necesario limitar la venta de alcohol.

Asimismo, dijo que el informe de la Organización Mundial de la Salud (OMS) señala que el licor provoca casi el 4 por ciento de las muertes en todo el mundo,  osera más que el Sida y la tuberculosis.

El alcalde restó importancia a los dicho por el presidente de  Canatur respecto a la pérdida de 35 mil puestos de trabajo por la aplicación del Plan Zanahoria.

Sánchez Aizcorbe consideró que ninguna pérdida económica se compara a la pérdida de vidas humanas en accidentes y homicidios como consecuencia de el consumo de alcohol, añadió.
(RMC)



Die grundlegende Ursache der Morde in Lima ist bei 25% der Fälle direkt mit Alkohol verbunden, sagte der Bürgermeister des Distrikts Victoria, der die Anwendung des Plans "Zwiebel" unterstützte, um den Verkauf von Alkohol in der Landeshauptstadt zu beschränken.

Der Bürbermeister von Victoria, Alberto Sánchez Aizcorbe, gab seine Differenz gegenüber dem Präsidenten der Nationalen Tourismuskammer (Canatur), Carlos Canales, bekannt, der sich diesem Plan widersetzt.

Sánchez Aizcorbe gab an, dass eine Studie eines Ex-Mitglieds der Panamerika-Gesundheitsorganisation (OPA), Hernán Málaga, existiert, basierend auf Berichten des Spitals zum 2. Mai und der Zentralen Morgue von Lima, die den Zusammenhang mit den Mordtaten in Lima schildert.

Diese Studie besagt, dass die Mehrheit der Sterbefälle im Zusammenhang mit Alkohol in Lima ab 3 Uhr Nachmittags passieren, und deswegen sei es notwendig, den Verkauf von Alkohol zu verbieten.

Ebenfalls sagte er, dass die Information der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angibt, dass Alkohol fast 4% aller Todesfälle weltweit ausmache, und das ist somit mehr als AIDS und Tuberkulose.

Der Bürgermeister sprach zum Anlass des Verlusts von 35.000 Arbeitsplätzen durch die Anwendung des Plans "Zwiebel".

Sánchez Aizcorbe meinte auch, dass man wirtschaftliche Verluste nicht mit Verlusten an Leib und Leben in Unfällen und durch Morde aufrechnen dürfe, die aufgrund von Alkohol geschehen.
(RMC)

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Welt online, Logo

12.5.2011: Frauen bekommen schneller einen Bierbauch als Männer

aus: Welt online: Körperfettverteilung: Frauen trinken sich schneller einen Bierbauch an; 12.5.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13366676/Frauen-trinken-sich-schneller-einen-Bierbauch-an.html

<Eine Langzeitstudie fördert Erstaunliches zutage: Regelmäßiger Alkoholkonsum führt bei Frauen viel schneller zu einem dicken Bauch als bei Männern.

Frauen bekommen bei jahrelangem Alkoholkonsum einen dickeren Bauch als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Langzeitstudie unter 250.000 Erwachsenen. Demnach ist der Taillenumfang bei Frauen, die über einen langen Zeitraum täglich mehr als zwei Gläser Wein oder Bier tranken, um etwa 1,5 cm größer als bei Frauen mit geringem Alkoholkonsum. Bei Männern wächst der Bauchumfang dagegen nur um 1,1 Zentimeter, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) als Teil eines Forscherteams in Potsdam mitteilte.

Den Wissenschaftlern zufolge beeinträchtigt ein hoher Alkoholkonsum bei Frauen die gewöhnliche Körperfettverteilung. Das Körperfett könne sich dadurch eher im Oberbauch ansammeln, schrieb das europäische Team in der Fachzeitschrift „European Journal of Clinical Nutrition“. Tendenziell werden viel trinkende Frauen aber nicht zwingend schwerer, da sie das Fett an anderen Stellen besser kompensieren können.

Bei Männern schlägt sich der langfristige Alkoholkonsum dagegen auch auf das gesamte Körpergewicht nieder. Bei einer Größe von 1,80 Meter hatten Viel- und Wenigtrinker einen durchschnittlichen Gewichtsunterschied von mehr als drei Kilogramm.

Tendenziell nimmt der Bauchumfang bei Männern und Frauen mit regelmäßigem Biergenuss stärker zu als bei Weintrinkern. „Die Unterschiede im Bauchumfang sind nicht extrem groß. Dennoch sind sie eindeutig und könnten für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung eine Rolle spielen“, sagte Epidemiologin Manuela Bergmann vom DIfE.

Beobachtet wurde der Alkoholkonsum ab dem 20. Lebensjahr. Auf die Ernährungsgewohnheiten wurde nicht eingegangen. Als Wenigtrinker wurden Personen mit einem geringeren Konsum als einem halben Glas Alkohol am Tag eingestuft.

dapd/cc>

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20 minuten online, Logo

28.7.2011: Koks-Alk-Radprofi mit 203 km/h in Nizza erwischt

aus: 20 minuten online: Mit Tempo 200: Radprofi rast betrunken in Polizei-Kontrolle; 28.7.2011;
http://www.20min.ch/sport/radsport/story/22061139

<Astana-Fahrer Valentin Iglinski ist in angetrunkenem Zustand in eine Polizeikontrolle geraten. Zudem soll der Kasache positiv auf Kokain getestet worden sein.

Der in Monaco lebende Iglinski raste bei Nizza mit 203 km/h in eine Radarfalle; erlaubt waren auf diesem Abschnitt 110 km/h. Zudem ergab der Alkoholtest einen Wert von 1,28 Promille.

Laut dem französischen Radio-Sender RTL wurde der 27-Jährige zudem mittels Speicheltest positiv auf Kokain getestet, was sein Rennstall Astana aber sofort mit dem Hinweis dementierte, dass die Ergebnisse des offiziellen Blut- und Urintests noch nicht vorlägen.

Kontrolleure des Weltverbandes UCI hätten ausserdem am Vortag eine Blutprobe von Iglinski genommen, der im Gegensatz zu seinem Bruder Maxim die Tour de France nicht bestritten hat.

(si)>

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n-tv online, Logo

30.8.2011: Alkoholverbote im ÖV und auf Bahnhöfen sind in vielen Staaten normal

aus: n-tv online: Kein Bier in der Bahn - viele Alkoholverbote im Ausland; 30.8.2011;
http://www.n-tv.de/reise/Viele-Alkoholverbote-im-Ausland-article4174871.html

<Hamburg geht demnächst mit einem Bußgeld gegen Alkohol in Bussen und Bahnen vor. Saufen und Fahren, diese Kombination ist in öffentlichen Verkehrsmitteln in vielen Städten im Ausland schon lange tabu. Oft ist auch das Essen verboten. Das sollte man als Tourist beachten, sonst sind Strafen fällig.

Gelage auf dem S-Bahnsteig und fröhliches Vorglühen auf dem Weg zur Party - all das soll in Hamburg am 1. September enden. Die Hansestadt verbannt Alkohol aus Bussen und Bahnen. Nach einem Monat Anlaufphase werden vom 1. Oktober 2011 an 40 Euro für Verstöße fällig. In vielen Städten im Ausland gilt so ein Verbot schon lange. Einige Beispiele:

In London waren Betrunkene in der U-Bahn lange ein gewohntes Bild. Doch Bürgermeister Boris Johnson setzte 2008 als eine seiner ersten Amtshandlungen ein Alkoholverbot in der "Tube" durch. Der letzte Tag, an dem noch getrunken werden durfte, artete in einer Saufparty aus. Der Alkohol-Bann gilt auch für Busse und Nahverkehrszüge. Das Verbot wird weitgehend eingehalten, auch weil Züge und Bahnhöfe mit Kameras überwacht und Verstöße mit teils saftigen Strafen geahndet werden.

Wer in Paris in der Metro gesittet eine Flasche Bier trinkt oder sich mit Freunden unauffällig eine Flasche Wein teilt, muss in der Regel keinen Ärger befürchten. Die für den öffentlichen Nahverkehr zuständige RATP betont aber, dass Alkoholkonsum eigentlich verboten sei. Betrunkenen kann die Mitfahrt verweigert werden. Wenn die Polizei geholt werden muss, droht eine Geldstrafe bis zu 150 Euro.

In den U-Bahnen und Bussen in Washington ist es wie auch auf den Bahnhöfen verboten, zu essen und zu trinken. Die Regeln werden rigoros umgesetzt, es kam bei Verstößen auch schon zu Festnahmen. Ohnehin gilt in der Hauptstadt wie in vielen anderen US-Städten ein Gesetz, das Alkohol-Trinken im öffentlichen Raum verbietet.

In der Budapester Metro darf man grundsätzlich weder essen noch trinken. Das gilt auch für Busse und Straßenbahnen sowie für die Bahnsteige und Unterführungen. Man darf weder auf Bahnsteigen noch in den Bahnen betrunkenen sein - egal, wo der Alkohol konsumiert wurde. Dem Essverbot läuft zuwider, dass auf vielen Bahnsteigen Speisen und Getränke verkauft werden.

In der Bukarester Metro ist Essen und Trinken nicht verboten. Einzige Kuriosität: Ausdrücklich wird das Mitführen von lebenden Vögeln verboten, es sei denn, diese säßen in einem Käfig.

Offene Bier- oder Weinflaschen und grölende Fahrgäste sieht man in Rom in der Metro eher selten. Auf der langen Liste der Verbote steht zwar nicht ausdrücklich Alkohol. Aber man darf nicht betrunken in die Metro, nicht singen, Musik machen oder andere Fahrgäste stören. Auf das Rauchverbot legen die Verkehrsbetriebe nachdrücklicher Wert - mal abgesehen davon, dass die "21 Metro-Verbote" zwar in allen Stationen hängen, es aber doch wenig Kontrollen gibt.

In Österreich wollen die Wiener Linien dem Thema "eher mit Augenzwinkern" begegnen, sagte deren Sprecher Michael Unger. Zwar sei ein Getränkeverbot festgelegt, aber eine explizite Verordnung wie das Rauchverbot sei nicht geplant.

In Griechenland gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ein Verbot von Alkohol und allen anderen Getränken außer Wasser. Es wird meist eingehalten. In der Regel wird nicht auf der Straße, im Zug oder Bus getrunken. Es gilt als unhöflich, mit einer Flasche durch die Gegend zu laufen.

In Russland hat Kremlchef Dmitri Medwedew kürzlich radikale Einschränkungen für den Bierkonsum befohlen. Ab 2012 herrscht in allen öffentlichen Anlagen ein absolutes Alkoholverbot, ab 2013 dürfen Geschäfte und Kioske neben Wodka und Wein nachts auch kein Bier mehr verkaufen. So will Medwedew die weit verbreitete Trunksucht eindämmen. Alkohol in der Moskauer Metro ist verboten, doch sind Biertrinker ein alltägliches Bild. Kontrollen gibt es nicht.

Das schärfste Alkoholgesetz der Schweiz hat Chur im Osten des Landes. Ab Mitternacht bis 7.00 Uhr morgens ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verboten. Die Erfolge werden in der ganzen Schweiz diskutiert, auch kleine Gemeinden planen schärfere Bestimmungen.

In Neu Delhi herrscht an allen öffentlichen Orten Alkoholverbot. Jugendliche mit einem Bier in der Hand wären in der Metro undenkbar. Zumal es für sie unmöglich ist, überhaupt (legal) an Alkohol zu kommen: Die Abgabe alkoholischer Getränke auch in Restaurants und Bars ist nur erlaubt, wenn der Kunde mindestens 25 Jahre alt ist.

dpa>

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6.9.2011: Menschen vor dem Alkohol retten, indem die süchtige Person darauf angesprochen wird - 5% Betroffene

aus: n-tv online: Arbeit: Alkoholprobleme von Kollegen ansprechen; 6.9.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Gesundheit/Alkoholprobleme-von-Kollegen-ansprechen-article4232956.html

<Berlin (dpa/tmn) - Mit Alkoholproblemen ist nicht zu spaßen. Und deshalb sollten Kollegen auffällige Mitarbeiter auch auf ein eventuelles Problem ansprechen. Denn nur so wird dem Betroffenen bewusst, dass seine Sucht auch von anderen wahrgenommen wird.

Am Arbeitsplatz sollten Mitarbeiter nicht wegsehen, wenn sie bei einem Kollegen ein Alkoholproblem bemerken. Besser sei es, den Arbeitnehmer auf seine Sucht anzusprechen, sagt Prof. Wolfgang Gaebel von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. Denn nur so werde dem Betroffenen bewusst, dass seine Krankheit auch von anderen wahrgenommen wird und er beginne, über seine Sucht zu reflektieren.

Gut sei es, für ein solches Gespräch den Feierabend abzuwarten. Dann habe der Betroffene im Anschluss Zeit, über das Gesagte nachzudenken. Der Mitarbeiter sollte seinem Kollegen auch keine Vorwürfe machen, sondern vielmehr Verständnis zeigen, erklärt Prof. Gaebel. Auch sollte das Ganze möglichst diskret ablaufen.

Trinkende Kollegen erkennen Mitarbeiter neben einer Schnapsfahne und Sprachstörungen an psychischen Auffälligkeiten. «Oftmals reagiert der Betroffene unangemessen auf Situationen», erklärt Prof. Gaebel. Nach Schätzungen sind etwa fünf Prozent der Arbeitnehmer suchtkrank. Etwa weitere zehn Prozent stehen im Verdacht der Abhängigkeit.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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14.9.2011: Alkohol-Karrieren: Europäer trinken am meisten

aus: Tagesanzeiger online: Europäer sind die grössten Trinker; 14.9.2011;
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/essen-und-trinken/Europaeer-sind-die-groessten-Trinker/story/16830377

<In Europa wird weltweit am meisten Alkohol konsumiert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will nun Gegensteuer geben.

In Europa betrinkt sich jeder fünfte Erwachsene nach WHO-Angaben mehr oder weniger regelmässig. Wie es in einer Erklärung bei der europäischen WHO-Regionalkonferenz in Aserbaidschans Hauptstadt Baku heute hiess, würden im Durchschnitt in Europa jährlich pro Person 9,24 Liter reinen Alkohols konsumiert.

WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab kündigte in Baku einen Aktionsplan zur Verringerung des Alkoholkonsums an und meinte zur Begründung: «Den Ländern ist sehr wohl bewusst, welche Kosten und Schäden der Alkohol verursacht».

Steigender Konsum im Osten

Der generelle Trend beim Alkoholkonsum der letzten 15 Jahre sei durch einen Rückgang im Westen und einen Anstieg im Osten Europas gekennzeichnet gewesen. Die Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen will den 53 europäischen Ländern mit dem «Aktionsplan zur Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums (2012-2020)» einen umfassenden Überblick zur Problematik sowie erprobte Konzepte zum Abbau alkoholbedingter Schäden zur Verfügung stellen.

Als Gegenmittel empfiehlt die WHO unter anderem Alkoholsteuern, Einschränkungen der Verkaufsstellendichte und der Öffnungszeiten, Altersbegrenzungen, und eine Senkung der Promillegrenzen im Strassenverkehr. (rub/sda)>

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29.9.2011: <Gesundheit: Die vergessenen Kinder der Alkoholiker>

aus: n-tv online; 29.9.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Gesundheit/Die-vergessenen-Kinder-der-Alkoholiker-article4421586.html

<Frankfurt/Main (dpa) - Sie lernen das Koma-Saufen nicht in der Disco, sie kennen es aus dem Wohnzimmer: Rund 2,65 Millionen Kinder wachsen in Deutschland bei alkoholabhängigen Eltern auf. Ein neues Hilfskonzept könnte helfen.

Die betrunkene Mutter bringt das Pausenbrot in die Schule, der Vater droht im Rausch mit Schlägen: Neun Nachmittage sprach die Kasseler Sozialpädagogin Michaela Jung mit sechs Kindern alkoholabhängiger Eltern über den Alltag in Suchtfamilien. Bei ihr im Diakonischen Werk erlebten die Heranwachsenden, dass sie nicht alleine sind.

Ähnliche Gruppen gab es in den vergangenen zwei Jahren bei insgesamt bundesweit 28 Beratungsstellen. Sie waren Partner des vom Bund finanzierten Modellprojekts «Trampolin» . Forscher aus Köln und Hamburg sehen in dem Konzept die Chance, mehr Betroffenen zu helfen. 2,65 Millionen Kinder in Deutschland leben Expertenschätzungen zufolge bei alkoholabhängigen Eltern.

Doch Therapien für abhängige Eltern bezögen nur in zehn Prozent der Fälle die Kinder mit ein, sagt Professor Michael Klein. Er ist Leiter des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Fachhochschule Köln. Kinder Alkoholabhängiger erlebten häufig Chaos und Gewalt. Jedes dritte dieser Kinder werde später selbst süchtig, erklärte Klein am Donnerstag (29. September) beim Deutschen Suchtkongress (28.9. bis 1.10.) in Frankfurt.

Einer, der in einer Suchtfamilie aufwuchs, ist Henning Mielke. «Meine Eltern waren für mich emotional nicht erreichbar», erinnert sich der 43-Jährige. Als Vorsitzender von Nacoa , einem Interessenverband für Kinder aus Suchfamilien, weiß der in Berlin lebende Mielke heute, dass er kein Einzelfall war. Während der Alkoholkranke an die Sucht denke, kümmerten sich die Kinder um Geschwister und Haushalt, berichtet er.

Das Ziel des «Trampolin»-Angebots beschreibt Suchtforscher Klein darum auch so: «Die Kinder sollen lernen, für sich selbst zu sorgen und nicht wie bisher für die Eltern.» Das von ihm und der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf initiierte Modell mit je neun Gruppentreffen soll die Hilfe erleichtern. Es ist überschaubarer und günstiger als eine Einzelbetreuung, die zumeist nur den Süchtigen selbst im Blick hat.

«Das Hauptproblem war, die Kinder zu finden», berichtet Sozialpädagogin Jung aus Kassel. Das Thema sei ein Tabu für Eltern, Lehrer, Erzieher - und für die Kinder. «Selbst, wenn in einer Klasse drei Schüler sind mit diesem Problem, tauschen sie sich ja nicht aus», sagt Jung. In Kassel knüpften Jugendamt und ambulante Suchtberatung die Kontakte.

Bei den neun Treffen erhielten die Acht- bis Zwölfjährigen Alltagstipps und Informationen über Sucht. Es gab Rollenspiele und Fantasiereisen. Beraterin Jung sprach auch mit den Eltern: «Das gemeinsame Ziel ist, dass es den Kindern gut geht - das wollen auch Eltern, die ein Problem haben.»

Trotzdem ist unklar, wie viele Kinder noch von «Trampolin» profitieren. 2012 endet das Modellprojekt. Und Geld für Angehörigen-Arbeit gebe es meist nicht, beklagt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. Das Diakonische Werk Kassel will die Kinder trotzdem nicht alleine lassen. Beraterin Jung bemüht sich um Spenden und baut eine neue Gruppe auf.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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8.12.2011: <Verkehr: München nimmt Abschied vom Alkohol in der S-Bahn>

aus: n-tv online; 8.12.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Muenchen-nimmt-Abschied-vom-Alkohol-in-der-S-Bahn-article4957851.html

<München (dpa) - Mehr als 1600 Menschen haben sich kurz vor dem Start des Alkoholverbots in der Münchner S-Bahn zu einem kollektiven Trinkgelage in den Zügen verabredet. Über die Internetplattform Facebook planen sie für Samstag das «MVV-Abschiedstrinken».

Um 20 Uhr soll es am Stachus-Brunnen in der Innenstadt losgehen, später wollen die Verbotsgegner zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof mit den S-Bahnen hin und her pendeln. Das Alkoholverbot in den Münchner S-Bahnen tritt am 11. Dezember in Kraft. Auch in Hamburg hatten rund 1000 Menschen vor dem Alkoholverbot in Bussen und Bahnen gefeiert.

Quelle: n-tv.de / dpa>



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Bildernachweis
-- Biereinschank: http://www.homebrewhq.com/Recipes/ForeignStyleAles.aspx
-- Saufgelage: http://thomasvogt.tripod.com/id5.html
-- Alkoholiker verwarlost und vereinsamt: http://www.nrk.no/underholdning/alltid_moro/2132925.html
-- Alkoholiker Harald Junke: http://www.scheinschlag.de/archiv/2003/09_2003/texte/30.html
-- Alkoholiker Harald Junke, Portrait: http://www.n24.de/php-bin/scripts/cgalerie/cgalerie.php?gal=n24_nachrichten_de_050401_haraldjuhnke&bild=1&skin=510
-- Alkoholiker in Depression: http://www.mpu-therapeut.de/mpuberatung/
-- Psychiatrische Klinik Wil: http://www.faktor.ch/imgs/gross/?file=4.jpg&l=d
-- Psychiatrie-Arzt zockt die Krankenkassen ab: http://www.kompetenznetz-depression.de/ueber_uns/ziele_und_projekte_teilprojekt_2_subprojekt_21.htm
-- George W. Bush, Ex-Alkoholiker als "US"-Präsident: http://arrastao.weblog.com.pt/arquivo/bush/index0


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