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DIE HÖLLE IST DA und alle schauen zu

32. Friedensmassnahmen: Wie das geht

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Friedensmassnahmen

Es gibt ein paar einfache Friedensmassnahmen, die schlecht wirken (Fernsehen schauen statt spielen, Fernsehen schauen statt diskutieren, Fernsehen schauen statt die Probleme analysieren und lösen),

und es gibt ein paar einfache Friedensmassnahmen, die gut wirken (die Anzahl Waffen in der Gesellschaft reduzieren, sich statt mit Waffen, gewalttätigem Fernsehen und gewalttätigen Computerspielen mit der Logik des Lebens und mit dem natürlichen Anbau weiterbilden, friedlich ohne Stress Auto fahren, Velo / Fahrrad fahren lernen oder friedlich ohne Stress spazieren gehen lernen etc., die Gewalt im Fernsehen reduzieren und stattdessen nur noch ganzheitliche Sendungen oder zumindest Krimis ohne Tote senden etc.).

Die Waffenabgabe als Friedensmassnahme hat sich inzwischen in einigen Staaten der Welt durchgesetzt, um so den allgemeinen Stress in der Gesellschaft zu reduzieren. Die Gewalt im Fernsehen und an Computerspielen dagegen hat noch nicht sehr abgenommen. Man sieht, die Waffenabgabe ist nur ein Faktor von vielen.

Auch Vermittlungsstellen bei niederschwelliger Gewalt als Gewaltprävention gegen die Entwicklung schwererer Gewalt haben sich bewährt.

Aber lesen Sie selbst:


Die Welt, Logo

<Briten gaben 100.000 gefährliche Messer ab

aus: Die Welt online, 15.7.2006; http://www.welt.de/data/2006/07/15/959671.html

Mehr als 100 000 waffentaugliche Messer sind bei einer mehrwöchigen "Messer-Amnestie" der britischen Polizei übergeben worden. Die Besitzer der gefährlichen Klingen warfen sie in zahlreichen Orten in Spezialcontainer, teilte Scotland Yard am Freitag mit. Die Aktion zwischen dem 24. Mai und dem 30. Juni sei ein grosser Erfolg gewesen, erklärte Tony Melville vom britischen Polizistenverband. "Jedes Messer, das von der Strasse genommen wird, ist eines weniger, mit dem getötet, verwundet oder gedroht werden kann.">

dpa>


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20 minuten online, Logo

4.12.2007: Madagaskar verbietet Spielzeugpistolen

Spielzeugpistolen gehören verboten, denn die Kinder sollten ihre Phantasie an friedlicheren Spielzeugen entwickeln
Spielzeugpistolen gehören verboten, denn die Kinder sollten ihre Phantasie an friedlicheren Spielzeugen entwickeln

Um die Anordnung durchzusetzen, wurden in gross angelegten landesweiten Razzien mehrere tausend Artikel sichergestellt. Sie stapeln sich laut Medienberichten vom Dienstag säckeweise in einer Kaserne der Hauptstadt Antananarivo.

Rund 300 Menschen, davon knapp 60 Händler, wurden inzwischen verhört und warten nun auf ihre Verhandlung. Operationsleiter Richard Ravalomanana betonte, dass Waffen, auch Nachbildungen aus Plastik, nicht in Kinderhände gehören und als Geschenk völlig ungeeignet seien.

Täuschend echte Waffennachbildungen wurden in der Vergangenheit zunehmend auch für Überfälle auf der Afrika vorgelagerten Tropeninsel genutzt.

Quelle: SDA/ATS>


Kommentar

Das Verbot von Spielzeugpistolen ist ein erster Schritt, die Kinder vor aggressiven "Spielen" zu schützen. Komisch ist, dass Spielzeugpistolen bis heute in den Ländern, wo die Menschenrechte und Kinderrechte gelten, nicht verboten sind.

Knallende Spielzeugpistolen können bei Kindern auch Gehörschäden verursachen. Die Pistolenproduzenten bezahlen keinen Schadenersatz...
(http://www.dgk.de/gesundheit/hoeren/hoerschaeden-bei-kindern.html (2007)

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20 minuten online, Logo
Österreich bekommt ein umfassendes Verbot für Streumunition. Das hat das Parlament am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Sowohl Herstellung als auch Beschaffung, Verkauf, Vermittlung, Ein-, Aus- und Durchfuhr, Gebrauch und Besitz werden untersagt.

Die in Österreich noch vorhandenen Bestände sollen innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre vernichtet werden. Einzig zu Ausbildungszwecken im Heer oder im Bereich des Entminungs- und Entschärfungsdienstes darf Streumunition künftig verwendet werden.

In der Debatte im Parlament stand das Verbot mehr oder weniger ausser Diskussion. Bedenken gab es lediglich von den Parteien FPÖ und BZÖ. Stolz waren dagegen die SPÖ und die ÖVP. Österreich nehme mit dem Verbot eine Vorreiterrolle ein, habe doch bisher lediglich Belgien diese Massnahme gesetzt.

In der Schweiz ist derzeit eine parlamentarische Initiative für ein Totalverbot von Streumunition hängig. Der Nationalrat stimmte ihr Ende September zu; im Ständerat steht das Geschäft noch an. Bereits einig sind sich die beiden Räte über ein Teilverbot.

In Wien wird seit Mittwoch an einer internationalen Konferenz über ein Verbot von Streumunition verhandelt. Vertreter aus 127 Ländern nehmen daran teil.

Quelle: SDA/ATS>


Kommentar

Wieso schaffen andere Staaten das nicht, was Österreich kann?


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17.12.2007: Costa Rica lässt Kriegsspielzeug gegen Spielautos, Fussbälle und Puppen eintauschen

aus: Kinder tauschen Kriegsspielzeug; NEWS, 17.Dezember 2007, S.7

<SAN JOSÉ. In Costa Ricas Hauptstadt schleppten Kinder ihre Spielzeugpistolen, Mini-Panzer und -Kampfjets an, um sie gegen Autos, Fussbälle oder Puppen einzutauschen. Die Tauschaktion ging auf eine Initiative einer Kinderschutzorganisatione zurück.>


Kommentar

Wieso schaffen andere Staaten das nicht, was Costa Rica kann?


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n-tv Logo

Spanien 21.12.2007: Kinder schlagen ist nicht mehr vom Gesetz gedeckt

aus: Ohrfeigen und anderes. Prügeln in Spanien unzulässig; 21. Dezember 2007; http://www.n-tv.de/895790.html

<Spanische Eltern, die ihre Kinder ohrfeigen oder ihnen eine Tracht Prügel verabreichen, können sich dabei künftig nicht mehr auf das Gesetz berufen. Das Madrider Parlament strich einen Paragrafen aus dem Gesetzbuch, der als eine Billigung von Züchtigungen ausgelegt worden war. Für die Reform stimmten die regierenden Sozialisten und mehrere Linksparteien. Die konservative Volkspartei und die bürgerlichen Parteien Kataloniens, des Baskenlands und der Kanaren votierten dagegen.
 
"Auch in Zukunft wird niemand wegen einer Tracht Prügel gleich ins Gefängnis geschickt", sagte die Abgeordnete Isaura Navarro von der Vereinten Linken. "Aber Eltern, die ihre Kinder züchtigen, müssen von nun an wissen, dass ihr Handeln nicht mehr durch das Gesetz gedeckt wird." Im bisherigen Gesetzestext hatte es geheissen: "Eltern dürfen das Verhalten von Kindern in vernünftiger und gemässigter Weise korrigieren."
 
Die Vereinten Nationen hatten Spanien mehrfach aufgefordert, diesen Passus zu streichen. Nach der neuen Version des Gesetzes werden die Eltern nun dazu verpflichtet, die "physische und psychische Integrität" der Kinder zu respektieren.>

Kommentar

Bravo Spanien. Aber wieso gilt das Verbot für Kinder schlagen nicht auf der ganzen Welt?

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7.1.2008: <Genfer geben ihre Armeewaffen ab

aus: 20 minuten online, 7.1.2008; http://www.20min.ch/news/schweiz/story/13086360

Seit dem 2. Januar können in Genf Armeeangehörige ihre Waffe freiwillig im Zeughaus abgeben. Bis heute Montag haben dreizehn Personen davon Gebrauch gemacht.

Vor dem Ende der Schulferien habe niemand einen Ansturm erwartet, sagte der kantonale Direktor für Militärangelegenheiten, Guy Reyfer. Er sei dagegen überzeugt, dass die Anzahl der abgegebenen Waffen nach den Ferien ansteigen werde. Viele Waffen würden wohl auch nach den Wiederholungskursen abgegeben.

Das Zeughaus Genf bietet Platz für etwa 1250 Waffen. Insgesamt sind im Kanton Genf etwa 7500 Armeewaffen im Umlauf.

Der Bund beobachtet die Genfer Aktion kritisch. Er hat allerdings sein Veto noch nicht eingelegt. Zurzeit klären Juristen des Bundes ab, ob die Kantone die Kompetenz haben, die Abgabe in Zeughäusern zu ermöglichen.

Quelle: SDA/ATS>

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6.3.2009: <Glarner werden zur Waffen-Abgabe eingeladen

aus: 20 minuten online; 6.3.2009; http://www.20min.ch/news/stgallen/story/30595416

Die Glarner Bevölkerung kann Ende nächster Woche Waffen der Polizei zur Vernichtung übergeben. Mit der Rücknahmeaktion sollen Waffen, die niemand mehr will, fachgerecht und ohne Gebühr entsorgt werden.

Nicht nur Waffen, sondern auch Waffenzubehör, Munition, Messer, Soft Air Guns oder Imitationsstücke können im Zeughaus in Glarus abgegeben werden, wie die Kantonspolizei am Freitag mitteilte. Entgegengenommen werden überdies militärische Waffen.

Die freiwillige Abgabe am Freitag und Samstag nächster Woche wird schriftlich bestätigt. Die Übergabe entbindet Besitzerinnen und Besitzer von der Pflicht einer allenfalls nötigen Registrierung ihrer Waffen.

Die Glarner Polizei erinnerte am Freitag daran, dass mit der Einführung der Schengen-Richtlinien und der Revision des nationalen Waffengesetzes eine Reihe von Waffen meldepflichtig wurden, sofern sie von Familienangehörigen oder Drittpersonen stammen. Nicht gemeldet werden müssen Waffen, die in einem Geschäft gekauft wurden.

Quelle: SDA/ATS>

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20 minuten online, Logo

Basel 25.4.2009: Tag der Waffenabgabe ist voller Erfolg

aus: 20 minuten online: Grossandrang: Basel entsorgt Waffen; 25.4.2009;
http://www.20min.ch/news/basel/story/Basel-entsorgt-Waffen-16675203

Mehrere hundert Personen haben in Basel die Gelegenheit benutzt, unerwünschte oder nicht mehr gebrauchte Waffen aller Art im Rahmen einer freiwilligen Aktion im Zeughaus abzugeben. Für die Behörden übertraf der Andrang alle Erwartungen.

Insgesamt wurden 799 Waffen abgegeben, davon 459 Schusswaffen, und dazu einige hundert Kilogramm Munition jeglichen Kalibers. Sämtliche Waffen sowie die Munition werden nun unter Aufsicht vernichtet, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement schrieb.

Abgegeben wurden vor allem Armeewaffen: vom Langgewehr über Karabiner bis zu Sturmgewehren und Ordonnanzpistolen aller Art und jeden Alters. Insgesamt wurden 302 Schusswaffen aus Armeebestand abgegeben, darunter auch Raritäten wie Vetterligewehre und Waffen, die im 2. Weltkrieg von deutschen und US-Soldaten benutzt wurden.

Auch bei den 157 abgegebenen privaten Schusswaffenwaffen war alles dabei, was Waffenschmiede im Laufe ausgetüftelt haben: von der Pump-Action über Jagdwaffen, Pistolen bis zu Western-Revolvern, Sportwaffen und Miniaturwaffen, die durchaus tödlich sein können.

Zwei Dutzend Waffen geladen

Wie sorglos mit Waffen umgegangen wird, zeigte sich unter anderem am Umstand, dass rund zwei Dutzend der abgegebenen Waffen geladen waren.

Neben den Schusswaffen wurden 340 Bajonette, Dolche, Messer sowie Hieb- und Stichwaffen ins Zeughaus gebracht. Ein älterer Herr kam zudem vorbei und meldete, er habe in seinem Gartenhaus seit Jahren noch eine Handgranate liege.

Der Aktionstag zur Abgabe von Waffen wird inskünftig regelmässig durchgeführt werden. Weiterhin können Waffen aber jederzeit im Waffenbüro der Kantonspolizei Basel-Stadt im Spiegelhof abgegeben werden. Sie werden anschliessend fachgerecht vernichtet, so dass sie nicht mehr in den Verkehr gelangen können.
Quelle: SDA/ATS>

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Luzern 4.5.2009: <Luzerner gaben 3483 Waffen ab

aus: Basler Zeitung online, 4.5.2009;
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Luzerner-gaben-3483-Waffen-ab/story/18695613

Am Wochenende hat die Luzerner Bevölkerung die Gelegenheit rege genutzt, der Polizei unerwünschte oder nicht mehr gebrauchte Waffen und Munition freiwillig abzugeben.

So kamen 3483 Waffen und 700 Kilogramm Munition zusammen. Bei den Waffen handle es sich hauptsächlich um Karabiner, Sturmgewehre, Bajonette, Pistolen und Revolver, wie aus einer Medienmitteilung der Kantonspolizei vom Montag hervor geht. Weiter wurden verbotene Messer, Schlagringe und auch eine Maschinenpistole abgegeben.

Zudem nahm die Polizei 23,9 Kilogramm Sprengstoff diverser Art sowie 501 Sprengkapseln entgegen. Das eingesammelte Material wird nun fachgerecht entsorgt. Waffen können auch ausserhalb dieser Aktion kostenlos bei jedem Polizeiposten zur Entsorgung abgegeben werden. (sam/sda)

Erstellt: 04.05.2009, 15:21 Uhr>

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20 minuten online, Logo

Von den 322 Waffen, die im Zeughaus abgegeben wurden, waren 63 private Schuss- und andere Waffen, teilte das Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement mit. Weitere 139 waren alte Ordonnanzwaffen - so etwa Karabiner und Militärpistolen - und 120 Schweizer Bajonette.

Unter den abgegebenen Gegenständen hätten sich auch sechs nicht mehr scharfe Granatenteile befunden und eine «stattliche Menge» Munition - total über 300 Kilogramm.

Bereits am 25. April 2009 hatte die Kantonspolizei eine erste derartige Aktion durchgeführt. Damals wurden 799 Waffen abgegeben, davon 459 Schusswaffen und einige hundert Kilogramm Munition. Dabei waren vorab Waffen aus Armeebestand, aber auch private Schusswaffen von der «Pump-Action» über Jagdwaffen, Pistolen, Revolvern bis zu Sport- und Miniaturwaffen entsorgt worden.

Quelle: SDA/ATS>

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Appenzell Ausserrhoden 1.9.2009: <Freiwillige Waffenabgabe: 162 Waffen und 140 kg Munition abgegeben

aus: 20 minuten online; 1.9.2009; http://www.20min.ch/news/stgallen/story/29918942

Erfolg bei der freiwilligen Waffenabgabe in Appenzell Ausserrhoden: An drei Samstagen wurden in Herisau, Teufen und Heiden insgesamt 162 Waffen abgegeben. In den letzten drei Jahren waren es lediglich 67 Waffen.

Bei der Aktion wurden ausserdem 68 Sprengkapseln, 140 Kilogramm Munition, 200 Gramm Sprengstoff, zwei Minenwerfergeschosse sowie diverse Messer und Bajonette entgegengenommen. Diese werden nun fachmännisch entsorgt, wie die Ausserrhoder Kantonspolizei am Dienstag meldete.
(sda)>

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Schweiz 27.8.2009: <Bundesrat Maurer: Armeewaffe ins Zeughaus soll möglich sein

aus: 20 minuten online; 27.8.2009; http://www.20min.ch/news/schweiz/story/12750280

Jeder Armeeangehörige soll seine Waffe ohne Angabe von Gründen und ohne Kosten bei einem Logistik-Center oder einer Retablierungsstelle hinterlegen können.

Das will Verteidigungsminister Ueli Maurer dem Bundesrat vorschlagen. Laut Maurer werden die Armeeangehörigen aber mit vollständiger Ausrüstung in den Dienst einrücken und die ausserdienstliche Schiesspflicht erfüllen müssen. Auf den 1. Januar 2010 sollen weitere Neuerungen rund um die Ordonnanzwaffe in Kraft treten, wie der VBS-Chef am Donnerstag vor den Medien mitteilte.

An der Möglichkeit, die persönliche Waffe nach der Wehrpflicht zu erwerben, hält Maurer fest. Neu soll dafür aber ein Waffenerwerbsschein nötig sein, was Abklärungen der zivilen Behörden voraussetzt. Jungschützen sollen ein Leihsturmgewehr erst ab 18 Jahren nach Hause nehmen dürfen - und zwar ausschliesslich ohne Verschluss.

Anzeichen für Waffenmissbrauch melden

Über die vom Bundesrat beantragte vertiefte Abklärung des Gefahrenpotenzials der Stellungspflichtigen bei der Rekrutierung hinaus will Maurer die Kader verpflichten, Armeeangehörige mit Gewalt- oder Suizidpotenzial zu melden. Fachleute sollen dann abklären, ob den Betroffenen vorsorglich die Waffe abzunehmen ist.

Auch Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden sowie behandelnde Zivilärzte, Psychiater und Psychologen sollen aufgefordert werden, Anzeichen oder Hinweise auf drohenden Waffenmissbrauch zu melden.

(sda)>

Kommentar

Herr Bundesrat Maurer hat etwas gemerkt, was vor ihm kein Bundesrat des Militärdepartements gemerkt hat: Die Armeewaffe ist eine Gefahr nicht nur für den Soldat, sondern auch für Dritte, für Frau und Kinder, für Besucher, oder für ihn selbst, wenn ein Einbrecher sich die Waffe schnappt. Wir sagen ein grosses Danke an den Bundesrat, dass die Menschen nun zumindest in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Haus waffenfrei leben können, wenn sie dies möchten. Bei einem Obligatorium zur Abgabe der Armeewaffe würde auch der illegale Handel von Armeewaffen eingedämmt.

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3.9.2009: <Basel: Neue World Peace Academy bildet Friedensarbeiter aus

aus: 20 minuten online; 3.9.2009; http://www.20min.ch/news/basel/story/30375640

von Lukas Hausendorf

Die World Peace Academy öffnet morgen ihre Tore. Studenten aus aller Welt lernen dort, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann.

Ueli Mäder (l.) und Pierre Brunner (r.) mit Studenten.

Weltfrieden ist für viele eine Utopie – nicht aber für Pierre Brunner. Mit seiner Frau initiierte er die World Peace Academy, die morgen ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnet und ab März 2010 den Master-Studiengang in Frieden und Konfliktwandlung zusammen mit der Universität Basel anbietet. «Wir wollen vor allem Studenten aus Entwicklungsländern anziehen», sagt Brunner. Die praxisorientierte Ausbildung soll ihnen helfen, in der Heimat zu vermitteln – auf Regierungsebene oder im Kleinen als Vermittler bei Stammes- und Familienfehden. «Das ist auch Entwicklungshilfe», findet Brunner. Doziert wird von hochkarätigen Friedensforschern aus aller Welt. Der Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder hat die akademische Leitung inne. «Man kann nie genug für den Frieden tun», findet er.

Der Akademie fehlt aber noch Geld. Erst fünf Teilstipendien kann die Friedensuni für den ersten Lehrgang im Frühling vergeben. Geld sei derzeit schwierig aufzutreiben, klagt Brunner. Viele Stiftungen hätten abgesagt. So werden anfangs eher wenige Studenten aus Entwicklungsländern die 15  000 Franken für ihre Ausbildung zum Friedensarbeiter berappen können.>

Kommentar

Die Universität leistet das, was eigentlich eine Ausbildung zur Super-Nanny ist: das Leben gewaltfrei regeln. Leider ist der Preis für das Studium alles andere als "friedlich", und es wird folglich kaum neue "Friedensarbeiter" geben.

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5.9.2009: <Schaffhausen: Über 320 Waffen abgegeben

aus: 20 minuten online; 5.9.2009; http://www.20min.ch/news/zuerich/story/17722286

Die erste Entsorgungsaktion von Waffen und Munition in Schaffhausen ist am Samstag rege genutzt worden.

Insgesamt wurden 327 Feuerwaffen und eine stattliche Menge Munition abgegeben, wie die Schaffhauser Polizei mitteilte. Beim grössten Teil der Waffen handelte es sich um Karabiner und Langgewehre. Es wurden aber auch eine Artillerie-Granate aus dem Jahre 1916, zwei Steinschlossgewehre, Säbel und Bajonette abgegeben. Die eingesammelten Waffen werden kontrolliert vernichtet. Die Schaffhauser Polizei weist daraufhin, dass jederzeit Waffen und Munition zur fachgerechten Entsorgung abgegeben werden können.

(ap)>

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19.9.2009: Kanton Zürich: <Waffenrückgabe: 727 Waffen abgegeben

aus: 20 minuten online; 19.9.2009; http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31170056

Zürcherinnen und Zürcher haben am zweiten Aktionstag zur freiwilligen Rückgabe von Waffen 225 Karabiner, 59 Sturmgewehre, 146 weitere Gewehre, 97 Pistolen und Revolver, etwa 200 Bajonette sowie rund 4450 Kilogramm Munition abgegeben.

Dies teilte die Kantonspolizei Zürich mit. Der Aktionstag in Bülach war die zweite von insgesamt fünf Sammlungen, welche die Kantonspolizei zusammen mit dem Amt für Militär und Zivilschutz und dem Wissenschaftlichen Forschungsdienst der Stadtpolizei Zürich zwischen August bis Dezember durchführt.

Die Bevölkerung hat dabei die Möglichkeit, nicht mehr erwünschte Waffen, Waffenzubehöhr, Bestandteile und Munition kostenlos zu entsorgen. Das abgegebene Material wird vernichtet.

(sda)>

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20 minuten online, Logo

19.1.2010: Basel hat mit Gewaltpräventionsstelle "Zoffstopp" gegen Gewalt im Basler Fussball grossen Erfolg

Frieden lernen fängt in der Kindheit an, und wenn dann bandenmässig oder von oben herab manipuliert wird, dann ist es schwer, ohne dritte Autorität Frieden oder ein Auskommen herzustellen, weil die Banden meinen, mit der Anzahl Mitglieder dominieren zu können, oder weil Autoritäten meinen, von oben herab regieren zu können, wie sie wollen. Damit diese Mafia-Methoden in Basel aufhören, wurde eine Gewaltpräventionsstelle eingerichtet, die scheinbar auch juristische Befugnisse hat, und die fehlbaren Leute, die hetzen oder ihre Macht missbrauchen, müssen nun spuren und Frieden zulassen. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Basel: Gewaltpräventionsstelle wird rege genutzt; 19.1.2010;
http://www.20min.ch/news/basel/story/28172968

<von Lukas Hausendorf

Zoffstopp, die Anlaufstelle für Gewalt im Fussball, wird stärker genutzt als erwartet. Eine Werbeoffensive soll nun den Durchbruch bringen.

Zoffstopp-Leiterin Bianca Jasmund am Telefon
Zoffstopp-Leiterin Bianca Jasmund am Telefon

Um präventiv und niederschwellig gegen Gewalt auf und neben dem Fussballplatz vorzugehen, nahm im vergangenen Oktober die Anlaufstelle Zoffstopp den Betrieb auf. Ohne dass bislang viel Werbeaufwand betrieben wurde, stösst das Projekt auf grosse Resonanz. «Ich habe mehr Anfragen als erwartet», sagt Stellenleiterin Bianca Jasmund. Mit rund 20 Fällen wurde sie bislang konfrontiert – davon konnten die meisten gelöst werden. So sei nun etwa ein behinderter Junior in seinem Verein akzeptiert und integriert. «Nach Gesprächen mit Trainer und Verantwortlichen lösten wir das Problem», so Jasmund. Ein Grossteil der Anfragen habe aber mit Gewaltproblemen zu tun. Dass ihre Arbeit einem Bedürfnis entspricht, bestätigt auch eine Umfrage in regionalen Fussballklubs. Über 90 Prozent der Vereine gaben an, Zoffstopp nutzen zu wollen.

Diese Woche werden 5000 Flyer, die auf das Angebot aufmerksam machen, an Vereine und Fachstellen versandt. «Jetzt geht es richtig los», so Jasmund. In nächster Zeit wird sie auch an Trainer- und Schiedsrichterkursen präsent sein, um auf Gewaltproblematiken hinzuweisen. Jasmund: «Ich bin überzeugter denn je von diesem Projekt.»>

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Friedensmassnahme 10.3.2010: Amnestie für illegale Waffen erbringt in Deutschland 200.000 Rückgaben

aus: n-tv online: 200.000 Waffen abgegeben: Amnestie war offenbar Erfolg; 11.3.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Amnestie-war-offenbar-Erfolg-article771659.html

<Auch in Schwerin wurde ein Haufen alter oder illegaler Waffen eingesammelt.

Die nach dem Amoklauf von Winnenden gestartete Amnestie für illegalen Waffenbesitz hat im vergangenen Jahr zur Abgabe von rund 200.000 Waffen geführt. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu, die Zahl zeige "eine Sensibilisierung in der Bevölkerung" für das Thema. "Sicherheitsexperten werten das Ergebnis der Amnestieregelung als Erfolg", sagte ein Sprecher. Die SPD regte eine Neuauflage der Amnestie an.

Die Bundesregierung hatte nach dem Amoklauf von Winnenden vor einem Jahr das Waffenrecht reformiert, zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren. Unter anderem wurde zum 1. August eine fünfmonatige Amnestie für Besitzer illegaler Waffen gestartet, die am 31. Dezember endete.

Auch der SPD-Innenexperte Fritz Rudolf Körper wertete die Amnestieregelung als Erfolg. Allein in Rheinland-Pfalz seien von 1443 Personen 8238 Waffen abgegeben worden, sagte er im Deutschlandfunk. "Die Frage stellt sich für mich, ob man dieses Angebot dieser Amnestieregel nicht noch mal wiederholen sollte."

dpa>

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Bewährte Gewaltprävention im Kanton Zürich 3.2.2011: Medienerziehung, Zusammenarbeit Schule-Elternhaus, Erkennen von Mobbing, und frühe Intervention bei Gewaltproblemen

aus: 20 minuten online: Zürich: Gewaltprävention wird weitergeführt; 3.2.2011;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/15563086

<Die 2008 beschlossenen Massnahmen zur Gewaltprävention und -intervention im Kanton Zürich haben sich bewährt.

Der Regierungsrat hat daher beschlossen, sie fortzusetzen und die bis Ende 2011 befristete Stelle des «Gewaltbeauftragten» bis 2015 zu verlängern.

Schwerpunkte sollen auf der Medienerziehung, der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus, dem Mobbing sowie der frühen Intervention bei Gewaltproblemen liegen, wie der Zürcher Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Verstärkte Massnahmen in der Medienerziehung seien notwendig, um dem Konsum von schädlichen Inhalten und dem so genannten Cyber- Mobbing vorzubeugen. So bezeichnet man die Schädigung von Menschen über elektronische Kommunikationsmittel.

Neben dem Gewaltbeauftragten wird auch die Koordinationsgruppe weiterarbeiten. Sie ist zuständig für die Zusammenarbeit zwischen den Direktionen für Bildung, Sicherheit, Justiz und des Innern und soll zudem die Beteiligung des Kantons Zürich am «Gesamtschweizerischen Präventionsprogramm Jugend und Gewalt» vorbereiten.

Als weitere Massnahme und zur Unterstützung der Schulen wurde das Internetportal www.stopp-gewalt.zh.ch aufgebaut. Hier können sich neben Schulleitungen, Lehrpersonen und Schulbehörden auch Eltern informieren, was sie gegen Gewalt unternehmen können und wo sie Hilfe finden.

(sda)>

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Cronicaviva, Logo

UNO 1.3.2011: Der Peruaner Sergio Duarte meint, Militärausgaben sollten besser in wirtschaftliche und soziale Bereiche fliessen

Süd-"Amerika" lebt in einer lockeren Union "Unasur", und mit der Karibik in einer weiteren lockeren Union "UN-LIREC". Der Vorschlag von Duarte zur Offenlegung und Reduktion der Militärausgaben zur Förderung von Wirtschafts- und Sozialprojekten ist genial, vorausgesetzt, es wird mit dem Geld nachhaltig und umweltschonend gearbeitet - was aber leider in Süd-"Amerika" eher nicht die Tradition ist, sondern die Regierungen sacken das Geld dann lieber selber ein. Das heisst: Dieser Vorschlag, Militärausgaben in wirtschaftliche und soziale Bereiche fliessen zu lassen, bedeutet für die süd-"amerikanischen" Regierungen, dass sie mehr Korruptionsgelder zur Verfügung haben und nur ein kleiner Teil wirklich bei der Bevölkerung ankommen wird. Das Geld soll also nicht für Waffenkäufe gebraucht werden, sondern auf den Konten der Regierungen landen. Aber das wird im Artikel natürlich nicht gesagt...

aus: Cronicaviva: ONU: Gastos militares deben destinarse al desarrollo social; 1.3.2011;
http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/politica/2-politica/14369-onu-gastos-militares-deben-destinarse-al-desarrollo-social

Martes, 01 de Marzo de 2011 14:18
Montag, 1. März 2011, 14:18 Uhr

Las Naciones Unidas apoya la iniciativa peruana para reducir y transparentar los gastos militares en la región y destinarlos para el desarrollo económico y social de la región, subrayó Sergio Duarte, Alto Representante del Secretario General de las Naciones Unidas para Asuntos de Desarme.

“Naciones Unidas apoya esta iniciativa que es muy meritoria que los países sudamericanos puedan disminuir sus presupuestos militares para poder utilizar ese recurso en otras actividades más sociales, como la vivienda, la salud y otros gastos”, comentó.

En ese sentido, explicó que la reducción y transparencia de los gastos militares dependerá de la voluntad y de los acuerdos a los que lleguen los países de la Unión de Naciones Suramericanas (Unasur).

“Dependerá naturalmente de la manera en que los países de Unasur se congreguen y lleguen a acuerdos. De parte de Naciones Unidas brindamos todo nuestro apoyo”, agregó.

Duarte, si bien destacó que en el último año los gastos militares en la región “no han aumentado”, comentó también que no todos los países latinoamericanos brinden esta información con la “frecuencia y profundidad” necesaria como para generar confianza.

“Esa es una información facultativa, no es obligatoria, pero sería útil que los países pudieran informar con más frecuencia y detalles su gastos militares porque es un forma de generar confianza”, resaltó.

Asimismo, informó que el Centro Regional de las Naciones Unidas para la Paz, el Desarme y el Desarrollo en América Latina y el Caribe (UN-LIREC) presta un apoyo sustantivo a los países, cuando así lo soliciten, en la aplicación de medidas a favor de la paz y el desarme y para el fomento del desarrollo económico y social.

“Cuando los gobiernos nos piden que hagamos algo podemos colaborar en programas de capacitación de funcionarios aduaneros, policiales, control de fronteras y en programas de destrucción de armas, entre otros”, agregó.

Duarte también consideró importante que los Estados respeten los acuerdos internacionales que han suscrito en materia de gastos militares y desarme.

“Es importante que haya respeto a las normas internacionales que han sido acordadas, es lo que llamamos el imperio de la ley, en materia de control de armamentos”, afirmó.Andina


Die Vereinten Nationen unterstützen eine peruanische Initiative, um die Militärausgaben in der Region zu reduzieren und durchschaubarer zu machen, und um die Gelder wirtschaftlichen und sozialen Projekten zukommen zu lassen, unterstrich Sergio Duarte, der hohe Vertreter des Generalsekretariats der Vereinten Nationen für Abrüstungsangelegenheiten.

"Die Vereinten Nationen" unterstützen diese Initiative, die sehr verdienstvoll ist, so dass die südamerikanischen Länder ihre Militärbüdgets kürzen können, um die Gelder für andere, sozialere Aktivitäten zu gebrauchen, wie Hausbau, Gesundheit und weitere Ausgaben", kommentierte er.

In diesem Sinne erklärte er, dass die Reduzierung und die Transparenz der Militärausgaben vom Willen und von den Partnern abhängt, die der südamerikanischen Union (Unasur) angehörten.

"Es wird natürlich von der Art und Weise abhängen, wie sich die Länder von Unasur verständigen und zu einer Übereinkunft gelangen. Die UNO wird jede mögliche Unterstützung dazu geben", fügte er hinzu.

Duarte hob gleichzeitig hervor, dass im letzten Jahr die Militärausgaben in der Region "nicht gestiegen seien", und meinte aber auch, dass nicht alle Länder dieser Information dieselbe "Wichtigkeit" zumessen würden, um mehr Vertrauen zu schaffen.

"Dies ist eine freiwillige Information, keine obligatorische, aber es wäre nützlich, dass die Länder sich öfters und detaillierter über die Militärausgaben Klarheit verschaffen, weil dies Vertrauen schafft", betonte er.

Gleichzeitig informierte er, dass das regionale Zentrum der UNO für den Frieden, Abrüstung und Entwicklung in Lateinamerika und in der Karibik (UN-LIREC) die Länder unterstützen werde, wenn sie dies beantragen, um Friedensmassnahmen zu beantragen wie Abrüstung und wirtschaftliche und soziale Belebung.

"Wenn die Regierungen bei uns Projekte vorschlagen wie die Ausbildung von Zollbeamten, Polizeibeamten, Grenzwächtern, oder Waffenzerstörungsprogramme, das sind mögliche Beispiele", fügte er hinzu.

Duarte zog auch in Betracht, dass die Verunreinigten Staaten die internationalen Abkommen einhalten müssten, die sie in Sachen Militärausgaben und Abrüstung unterschrieben haben.

"Es ist wichtig, dass die internationalen Normen eingehalten werden, die sie selber anerkannt haben. Das ist das, was wir das Reich des Gesetzes nennen, in Bezug auf die Abrüstungskontrolle", versicherte Andina.

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Schweiz 30.6.2011: 188 Ausgemusterte müssen ihre Armeewaffen abgeben

aus: 20 minuten online: Per sofort: Armee zieht bei 188 Ex-Soldaten die Waffen ein; 30.6.2011;
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Armee-zieht-bei-188-Ex-Soldaten-die-Waffen-ein-31515051

<Nach dem Tötungsdelikt an einem Polizisten in Schafhausen BE hat die Armee angekündigt, ausgemusterte Armeeangehörige konsequenter zu entwaffnen. 188 Männer müssen die Waffe sofort abgeben.

Nachdem bei einem Einsatz in Schafhausen BE ein Polizist durch eine Armeewaffe getötet worden war, überprüfte die Armee 530 Dossiers, die sich seit 2006 im sogenannten «Abrüstungsverfahren» befinden.

Die Beurteilung dieser Fälle durch den militärärztlichen Dienst ergab, dass in 188 Fällen «die Rücknahme der Waffen dringend angezeigt» sei. Diese Dossiers wurden nun der Militärpolizei übergeben. Den Betroffenen soll bis Ende Jahr ihre Militärausrüstung weggenommen werden.

Ab Freitag zieht nun die Militärpolizei Waffen und Schutzmasken ein. Zur «Vermeidung von Risiken» rückt die Militärpolizei aber erst nach Rücksprache mit den kantonalen Polizeibehörden aus. Kommt die Militärpolizei nicht zum Ziel, wird beim Oberauditorat der Armee ein Verfahren gegen die Betroffenen eingeleitet.

Nicht-Entwaffnung bleibt unklar

Zudem prüft die Armee bei allen Untauglichkeitsentscheiden der letzten zehn Jahre, ob die Betroffenen tatsächlich entwaffnet wurden. Dies betrifft rund 5000 Dossiers pro Jahr.

In einer ersten Phase werden die Dossiers der Jahre 2006 bis 2011 bearbeitet und «wo nötig in den ordentlichen Abrüstungsprozess integriert». Anschliessend ist vorgesehen, sämtliche Dossiers bis zurück ins Jahr 2001 zu kontrollieren.

Aufgrund der «heute noch vorhandenen Dokumente» lasse sich nicht mehr nachvollziehen, weshalb der mutmassliche Täter von Schafhausen nicht entwaffnet wurde, schreibt die Armee. Der Mann wurde im Juni 2007 aus medizinischen Gründen untauglich erklärt und per Ende 2007 aus der Wehrpflicht entlassen.

Das Drama spielte sich am 24. Mai in Schafhausen im Emmental ab. Ein 39-jähriger Polizist wurde erschossen, als er für eine Zwangsräumung eine Wohnungstür öffnen wollte. Sein Kollege erlitt Verletzungen am Oberarm. Der 35-jährige Wohnungsmieter hatte mit einer Dienstwaffe auf die Polizisten geschossen.

(sda)>

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Ein Kosovo-Schlägertyp hat in der Schweiz in Pfäffikon (Kanton Schwyz) seine Frau attackiert, lange Zeit bedroht und dann sie und sich selbst erschossen. Der folgende Artikel schildert, wie Gewalt eingedämmt werden kann, ohne dass jemand getötet wird: mit einem "Gewaltschutzzentrum" wie in Graz in Österreich - mit Hilfe für beide Seiten.

Tagesanzeiger online, Logo

27.8.2011: In Graz existiert ein Gewaltschutzzentrum mit Zusammenarbeit mit der bedrohten Person - und auch die drohende Person bekommt einen Helfer zur Seite

aus: Tagesanzeiger online: In Österrich wäre der Mann verhaftet worden, bevor er tötete; 27.8.2011;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/oberland/In-sterreich-waere-der-Mann-verhaftet-worden-bevor-er-toetete/story/25552333

<Von Von René Staubli.

Wäre der Mord von Pfäffikon zu verhindern gewesen? Möglicherweise ja, wenn die Zürcher Behörden wie das Gewaltschutzzentrum Steiermark in Graz arbeiten würden, das diesbezüglich als Vorbild gilt.

Tatort Pfäffikon ZH: Hier erschoss am 15. August ein Kosovare auf offener Strasse seine Ehefrau, die sich von ihm trennen wollte.

Es war keine Tat aus heiterem Himmel, als am 15. August ein 59-jähriger Kosovare seine 52-jährige Ehefrau in Pfäffikon auf offener Strasse erschoss. Im Gegenteil, es hatte unübersehbare Alarmzeichen gegeben: Der Täter war über Monate durch häusliche Gewalt aufgefallen. Einmal hatte er seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, mit einer Schere an den Armen verletzt. Trotz Rayon- und Kontaktverbot sowie einer Strafanzeige bedrohte er seine Familie mit SMS aus Kosovo, wo er sich auch einen Revolver beschaffte. Als der Mann – ein Sozialhilfe- und IV-Bezüger – am 9. August in die Schweiz zurückkehrte, wurde er von der Polizei erneut befragt, aber wieder laufen gelassen. Sechs Tage später erschoss er seine Frau und die Leiterin des örtlichen Sozialamts, die ihn betreut hatte.

Mittlerweile läuft bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft eine interne Untersuchung. «Vielleicht hat man die Situation unterschätzt», räumte Justizdirektor Martin Graf gestern in einem TA-Interview vorsorglich ein. Und fügte bei: «Wenn jemand wiederholt droht, müsste er systematisch in Haft genommen werden.» Allerdings seien solche Massnahmen nur für wenige Tage möglich, relativierte Graf sogleich. Es stelle sich immer «die Frage nach der Wirkung».

«Beispielhaftes Vorbild»

Marion Egger ist Juristin beim Gewaltschutzzentrum Steiermark in Graz (siehe Kasten). Sie sagt: «Auch wir haben kein Geheimrezept, um tödliche Gewalt zu verhindern.» Tatsache sei aber, dass sich das seit 1995 angewandte Konzept zur Verhinderung von Gewalt in Familie und Partnerschaft sehr gut bewährt habe. Der international renommierte Gewaltforscher Jens Hoffmann von der Universität Darmstadt bezeichnet das in Graz angewandte «Bedrohungsmanagement» als «beispielhaftes Vorbild im deutschsprachigen Raum».

Die Polizei im gesamten Bundesland Steiermark ist gesetzlich verpflichtet, das Gewaltschutzzentrum (GZ) umgehend zu informieren, wenn sie gegen einen Bedroher ein Rayon- oder Kontaktverbot verhängt, erläutert Marion Egger. Das GZ nehme sofort mit der gefährdeten Person Kontakt auf und biete ihr Beratung und Unterstützung an. Meist handle es sich um Frauen.

Individueller Sicherheitsplan

Im Erstgespräch wird passend zur konkreten Lebenssituation des Opfers ein individueller Sicherheitsplan erstellt. Es handelt sich um praktische Ratschläge: Die Notrufnummer der Polizei auf dem eigenen Handy und jenen der Kinder speichern. Nachbarn darum bitten, die Polizei zu alarmieren, wenn sie Streitlärm hören. Leere Blumentöpfe vor die Fenster stellen, damit man hört, wenn jemand nachts einsteigen will. Die Adresse des nächstgelegenen Frauenhauses notieren. Einen «Notfallkoffer» mit Dokumenten, Telefonnummern und Medikamenten bereitstellen. Eine Taschensirene oder einen Pfefferspray mit sich tragen und ähnliches mehr.

Das GZ stellt betroffenen Frauen einen Rechtsanwalt zur Verfügung und begleitet sie in Strafverfahren und bei Vorladungen. Und es verfasst Rechtsschriften, etwa Anträge auf einstweilige Verfügung zur Verlängerung von Rayon- und Kontaktverboten – alles kostenlos.

Wenn die Bedrohung als real eingestuft wird, füllen die Spezialistinnen des GZ mit der gefährdeten Person einen Fragebogen aus, der von Gewaltforscher Hoffmann entwickelt wurde: Wie steht es um die soziale Einbettung des potenziellen Täters? Hat er Freunde? Hat er Verwandtschaft? Ist er arbeitslos? Handelt es sich um einen Migranten mit Integrationsproblemen? Droht ihm der Verlust seiner Wohnung oder gar der ganzen Familie?

Bericht an die Polizei

«Damit eruieren wir das konkrete Gefährlichkeitspotenzial des Bedrohers; wir versuchen zu verstehen, was ihn antreibt und was er zu verlieren hat», sagt Marion Egger. Es sei Aufgabe des GZ, die vorhandenen Alarmsignale zu erkennen und zu verhindern, «dass die Dominosteine im Leben des potenziellen Täters nacheinander kippen – bis hin zu einem katastrophalen Ende». Der schriftliche Bericht geht an die Polizei, die Staatsanwaltschaft und das zuständige Gericht. Das GZ nimmt also direkten Einfluss auf das Verfahren. «Die Behörden wissen, wie wir arbeiten und nehmen unsere Warnungen ernst», sagt Marion Egger.

Wie hätte das GZ reagiert, wenn in der Steiermark ein Mann seine Frau mehrfach und über Monate tätlich angegriffen, sie schliesslich mit einer Schere verletzt und trotz Kontaktverbot mit SMS bedroht hätte? Marion Egger sagt, dass es schon früh eine Vernetzung zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und dem Gewaltschutzzentrum gegeben hätte: «Wir hätten die Veränderung der Bedrohungslage gemeinsam analysiert. Der Mann wäre mit grosser Wahrscheinlichkeit zur Fahndung ausgeschrieben und verhaftet worden – zumindest für kurze Zeit bis zur ersten Haftprüfungsverhandlung.»

Fokus liegt auf der Frau

Die Juristin betont, in der Akutsituation gehe es «ausschliesslich darum, die bedrohte Frau in Sicherheit zu bringen – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig». Das könne so weit gehen, dass eine gefährdete Person das Land verlasse oder den Namen wechsle, ähnlich der Massnahmen in einem Zeugenschutzprogramm. In dieser Phase liege der Fokus nicht auf dem Täter und schon gar nicht auf der Frage, ob es vertretbar sei, ihn zu inhaftieren.

[Der Bewährungshelfer für die drohende Person]

Erst wenn die Sicherheit der Frau gewährleistet sei, wende sich die Polizei dem potenziellen Täter zu. Im Bereich familiäre Gewalt besonders geschulte Beamte zeigten dem Mann die Konsequenzen seiner Handlungen auf. Sie seien befähigt, die Gefährlichkeit eines Bedrohers einzuschätzen. Falls nötig, stelle man ihm einen Bewährungshelfer zur Seite, der ihn so lange beobachte, begleite und unterstütze, «bis er seinen Tunnelblick ablegt und von seinen Rachegedanken abkommt».

Die Rolle der Polizei sei im Opferschutzbereich von grosser Bedeutung, sagt Marion Egger: «An ihrem Handeln können bedrohte Frauen, aber auch gewaltbereite Männer ermessen, wie ernst sie eine Situation einschätzt.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)>


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Bildernachweis

-- Bub mit Spielzeugpistole: http://www.dgk.de/gesundheit/hoeren/hoerschaeden-bei-kindern.html

-- Zoffstopp-Leiterin am Telefon: http://www.20min.ch/news/basel/story/28172968


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