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Der Lichtschaden unserer "Zivilisation". Lichtschaden durch Lichtverschmutzung
Verhaltensänderungen bei Tieren und Menschen durch die Strassenbeleuchtungen und elektrisches Dauerlicht in Räumen
Meldungen
präsentiert von Michael Palomino
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Verhaltensänderungen durch Strassenbeleuchtungen bei Tieren, die auf die nächtliche Dunkelheit angewiesen sind - Folgen durch elektrisches Dauerlicht für die Menschen
aus: spiegel online: Es werde Nacht; 24.12.2008;http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,596801,00.html
-- durch Lichtverschmutzung verlängerte Tage und dadurch verkürzte Nächte
-- Wanderverhalten, Fortpflanzung und Ernährung können sich durch die fehlende Dunkelheit in der Nacht dramatisch verändern
-- vor der Stromproduktion wurden für die Nacht Kerzen, Öllampen, Fackeln und Laternen verwendet. Das elektrische Licht seit 1850 brachte eine dramatische Veränderung der Umstände. Europa, Japan und Teile der Verunreinigten Staaten ist ein Lichtnebel, und Fischereiflotten locken mit Suchscheinwerfern Tiere an, z.B. Tintenfische. Aus dem All sind die Suchscheinwerfer der Fischereiflotten zu erkennen, die heller leuchten als Städte wie Buenos Aires oder Rio.
-- Sterne und Planeten am Himmel werden gar nicht mehr wahrgenommen, obwohl allein schon der Schein der Venus einen Schatten auf der Erde verursacht
-- Sing- und Meeresvögel fühlen sich von Suchscheinwerfern an Land oder von den Gasfackeln der Ölplattformen auf dem Meer absolut angezogen und können so "eingefangen" werden: "Zu Tausenden kreisen sie um die Lichtquelle, bis sie schliesslich abstürzen."
-- "Zugvögel prallen nachts an hell erleuchtete Hochhäuser – vor allem Jungtiere, die zum ersten Mal auf die Reise gehen."
-- die Fledermausart "Kleine Hufeisennase" ist in manchen Alpentälern der Schweiz nach dem Anbringen der Strassenbeleuchtung verschwunden. Eventuell hat die Zwergfledermaus, die im Licht Insekten jagt, die "Kleine Hufeisennase" verdrängt.
-- "nachtaktive Säugetiere wie Wüstennagetiere, Flughunde, Opossums und Dachse müssen bei der Jagd viel vorsichtiger sein als früher, weil ihre natürlichen Feinde sie in den heller gewordenen Nächten leichter entdecken."
-- "manche Vögel, unter anderem Stärlinge und Nachtigallen, bei künstlichem Licht, singen zu unnatürlichen Zeiten, wenn die Nächte beleuchtet sind. Viele Vogelarten paaren sich vorzeitig, [weil sie meinen, es sei bereits Frühling bzw. weil sie das Verhalten an der Länge des Tages abschätzen, der bei Strassenbeleuchtung verlängert wird]
-- oder Vögel fressen mehr, wenn der Tag für sie länger erscheint, z.B. Zwergschwäne, die in England überwintern. Dann fliegen sie früher als gewöhnlich in ihr Sommergebiet in Sibirien, aber dort kann es sein, dass die Voraussetzungen für den Nestbau noch nicht gegeben sind
-- Meeresschildkrötenbabys haben ein grosses Risiko, in die falsche Richtung zu laufen. Sie schlüpfen am frühen Morgen und orientieren sich am hellen Horizont. Künstliches Licht hinter dem Strand lässt sie in die falsche Richtung laufen und verenden, und so sterben in Florida in den Verunreinigten Staaten jedes Jahr 100.000e Meeresschildkröten bereits am ersten Tag.
-- ein Biotop an einer hell erleuchteten Autobahn ist ein Horror für die Frösche und Kröten, denn die Nacht wurde für sie abgeschafft. Fast das gesamte Verhalten kommt durcheinander, z.B. den nächtlichen Chorgesang paarungswilliger Frösche.Weniger Licht ist also mehr Gesundheit [wenn die dummen, jungen Männer - zum Beispiel viele Jugos und Türken - begreifen würden, dass die Dunkelheit ihren Wert hat und die Dunkelheit nicht für ihre Kriminalität ausnützen].
Die Stadt Flagstaff in Arizona führte vor 50 Jahren Massnahmen zugunsten des astronomischen Observatoriums ein. Flagstaff ist heute eine "Stadt des dunklen Himmels". Das Beispiel macht Schule.
Die Manipulation des Lebensrhythmus durch helle Nächte steht im Verdacht, bei Frauen mehr Brustkrebs zu verursachen.
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Die Menschen verlieren durch die fehlende Dunkelheit die Fähigkeit, auf die Natur und die Sternenlichter zu vertrauen. Die Menschen werden auch psychisch labil, weil sie Ängste vor Dunkelheit oder psychischer Dunkelheit entwickeln.
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