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Die Veränderungen des Meeresspiegels

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Letzte Eiszeit: Meerespiegel 130 m tiefer

Während der letzten Eiszeit lag der Meeresspiegel 130 m unter dem heutigen Stand

(aus: Ärmelkanal war früher nur 1 Fluss; ARD-Text, 18.9.2006, Tafel 538)

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20.6.2011: <"Potenziell desaströs": Meeresspiegel steigt schneller>

aus: n-tv online; 20.6.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Meeresspiegel-steigt-schneller-article3616851.html

<Dass der Meeresspiegel seit 130 Jahren steigt, ist bekannt. Schwankungen gab es aber auch in den vergangenen Jahrhunderten. Also ist jetzt alles ganz normal? Kaum - denn früher vollzog sich das Wachstum viel langsamer als in den letzten Jahrzehnten. Das Problem: Der Anstieg des Meeresspiegels wirkt selbstbeschleunigend.

Der Meeresspiegel ist seit Beginn der Industrialisierung schneller gestiegen als je zuvor in den vergangenen 2000 Jahren. Das berichtet ein internationales Team um Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

Die Geschwindigkeit, mit der der Meeresspiegel ansteigt, nimmt zu: Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts geht die Kurve steil nach oben.

Anhand von fossilen Ablagerungen an der nordamerikanischen Atlantikküste erstellte die Gruppe die erste durchgehende Rekonstruktion der Meeresspiegelschwankungen über einen so langen Zeitraum. Die Untersuchung "bestätigt unser Modell des Meeresspiegelanstiegs", sagte Rahmstorf, "die Daten der Vergangenheit schärfen damit unseren Blick in die Zukunft."

Bisher sei der Zusammenhang zwischen Lufttemperatur und Anstieg des Meeresspiegels nur für die vergangenen 130 Jahre belegt worden. Die neue Studie weise diesen Zusammenhang nun für 1000 Jahre nach und erhärte die Annahme, dass der Meeresspiegel umso rascher steigt, je wärmer das globale Klima wird. "Der Mensch heizt mit seinen Treibhausgasen das Klima immer weiter auf, daher schmilzt das Landeis immer rascher und der Meeresspiegel steigt immer schneller."

"Potenziell desaströs"

Der Meeresspiegelanstieg steigt, weil erwärmtes Wasser sich ausdehnt und weil Gebirgsgletscher sowie die grönländischen und antarktischen Eismassen schmelzen. Dieser Effekt könnte sich selbst verstärken, erläuterte Co-Autor Benjamin Horton von der University of Pennsylvania. "Der Anstieg des Meerespiegels ist eine potenziell desaströse Folge des Klimawandels, weil steigende Temperaturen das Eis an Land schmelzen lassen und das Wasser der Ozeane erwärmen."

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler fossile Kalkschalen von Einzellern, die sie in Bohrkernen aus Salzwiesen an der nordamerikanischen Atlantikküste fanden. Weil diese Einzeller jeweils in einer ganz bestimmten Höhe abhängig von Ebbe und Flut leben, zeigen Menge und Art der gefundenen Kalkschalen die Höhe des Meeresspiegels an. Zwar sei dies ein lokaler Befund, so die Forscher, weltweit liege die Höhe des Meeresspiegels aber ihren Annahmen zufolge höchstens zehn Zentimeter darüber oder darunter. Der Verlauf des globalen Meeresspiegelanstiegs sei daher wahrscheinlich ähnlich gewesen.

Die erhobenen Daten zeigen vier Phasen: Von 200 vor Christus bis 1000 nach Christus sei der Meeresspiegel stabil gewesen. In den nächsten vier Jahrhunderten stieg er aufgrund der mittelalterlichen Warmperiode jeweils um etwa fünf Zentimeter an. Anschließend blieb er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erneut stabil. Seitdem stieg der Meeresspiegel um 20 Zentimeter. "Damit ist dieser Anstieg um ein Mehrfaches schneller als alles, was es in den vorausgegangenen 2000 Jahren gegeben hat", schreibt das PIK in einer Mitteilung. Die Studie wurde in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlicht.

dpa>

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13.6.2012: <Sekundäre Effekte verschlimmern Auswirkung des Meeresspiegelanstiegs> - Verlagerung von Lebensraum für Mensch und Tier

aus: Der Standard online; 13.6.2012;
http://derstandard.at/1338559494022/Lebensraumverlust-Sekundaere-Effekte-verschlimmern-Auswirkung-des-Meeresspiegelanstiegs

<Dicht besiedelte und genutzte Regionen verschieben sich ins Hinterland - Vetmed-Forscher simulieren Auswirkung auf Tierpopulationen.

Wien - Steigt der Meeresspiegel, schrumpft klarerweise der Lebensraum für Menschen und Tiere an Land. Es ist aber nicht damit getan, "nur" die künftig überschwemmten Gebiete von der bisher zur Verfügung stehenden Fläche abzuziehen. Wie die Veterinärmedizinische Universität Wien berichtet, könnten sekundäre Effekte den Lebensraumverlust noch verstärken und sich teilweise sogar schlimmer auswirken als der primäre Effekt.

Durch die globale Erwärmung wird der Meeresspiegel voraussichtlich noch in diesem Jahrhundert um bis zu zwei Meter ansteigen. Florian Wetzel und Dustin Penn von der Vetmed haben mit Forschern der dänischen Aarhus-Universität die Folgen möglicher Verlagerungen von Siedlungsgebieten auf die Verfügbarkeit von Lebensraum und die Lebensräume von Säugetieren im Computer simuliert. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Global Change Biology" veröffentlicht.

Verschiedene Szenarien

Die Forscher prüften die möglichen ökologischen Folgen des Meeresspiegelanstiegs auf Verfügbarkeit von Lebensraum für mehr als 1.200 Inseln im südostasiatischen und pazifischen Raum. Die meisten Modelle gehen von einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter in diesem Jahrhundert aus. Dies ist das gemäßigte Szenario, welches das Forscherteam in Erwägung zog. Zudem berechneten die Wissenschafter ihre Ergebnisse auch für durchaus mögliche Szenarien, in denen der Meeresspiegel um drei oder gar sechs Meter ansteigt. Sie berechneten zudem die möglichen Konsequenzen einer durch den Meeresspiegel-Anstieg hervorgerufenen Verdrängung von Menschen in Lebensräume ausgewählter Säugetierarten und die Folgen für deren Verteilung.

Ihre Ergebnisse zeigen, dass je nach Szenario zwischen drei und 32 Prozent der Küstengebiete dieser Inseln durch primäre Effekte des Meeresspiegelanstieges, also durch permanente Überschwemmungen, verloren gehen könnten, wodurch etwa acht bis 52 Millionen Menschen verdrängt würden. Um Nebenwirkungen zu bewerten, nahmen die Autoren vereinfachend an, dass überschwemmte städtische und intensiv landwirtschaftlich genutzte Gebiete flächengleich ins Hinterland verlagert werden und dort einen Lebensraumverlust für Wildtiere bewirken.

Die Prognosen zeigen, dass solche Verschiebungen dramatische Auswirkungen auch auf die Verbreitung der Tiere haben könnten. Im moderaten Szenario könnten sekundäre Raumverlusteffekte durch die Verlagerung von bewohnten oder genutzten Gebieten die primären Effekte durch die Überschwemmungen bei mindestens 10 bis 18 Prozent der untersuchten Säugetiere überschreiten, und im Extremfall könnte dies sogar für 22 bis 46 Prozent der Tiere der Fall sein. Zudem sind einige Arten im Hinterland nur von Sekundäreffekten der Meeresspiegelerhöhung betroffen (neun Prozent). "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass es sehr wichtig ist, ökologisch gefährdete Regionen und Arten genau zu identifizieren und zusätzliche Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs, wie etwa durch Abwanderung von Menschen aus dem Küstenbereich, zu analysieren, um die ganze Bandbreite der möglichen Folgen darzustellen", betont Wetzel. (APA/red, derStandard.at, 13.6.2012)

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13.11.2013: Anstieg des Meeresspiegels um 3,4 mm pro Jahr

aus: n-tv online: Taifune werden gefährlicherMeeresspiegel steigt in Rekordtempo; 13.11.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Meeresspiegel-steigt-in-Rekordtempo-article11721106.html

<Immer weiter dehnen sich die Ozeane aus - inzwischen doppelt so schnell wie im vergangenen Jahrhundert. Einmal in Gang gesetzt, ist die Entwicklung kaum zu bremsen. Experten sprechen von "tragischen Konsequenzen", besonders für Küstenbewohner.

Der Anstieg des Meeresspiegels hat nach Angaben der UN-Meteorologieorganisation WMO dieses Jahr einen neuen Höhepunkt erreicht: Mit derzeit 3,2 Millimetern pro Jahr sei der Anstieg doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts, schreibt die Weltorganisation für Meteorologie in ihrem Zwischenbericht 2013. Durch den Anstieg der Meere würden die Küstengebiete zunehmend anfällig für Stürme wie den Taifun "Haiyan", der jüngst mehrere tausend Menschen auf den Philippinen das Leben kostete, warnte die Organisation.>


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