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Das Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
Fotos / photos
von/de/by Michael Palomino
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Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
1979-2000 [1]
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
1980 - 1991 [2]
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
1.9.1996 / 1-9-1996 / 1 September 1996 [3]
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
Oktober bis Dezember 1998 /
Octobre au décembre 1998 /
Octubre a diciembre 1998 /
October until December 1998 [4]
Ozonloch / le trou d'ozone / el agujero de ozono / the ozone hole
24.9.2006 / 24-9-2006 / 24 September 2006 [5]
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7.4.2011: <Ozonloch mit Rekordgrösse: Angst vor Sonnenbrand im April>
Schuld sind ein eiskalter Winter und Schadstoffe in der Stratosphäre – der Schicht zwischen 15 und 50 Kilometern über der Erdoberfläche. Sie bewirken gemeinsam, dass die Ozonschicht zerstört wird. Normalerweise schirmt eine intakte Ozonschicht die Erde von ultravioletten Strahlen ab, die Sonnenbrand verursachen und Hautkrebs auslösen können.aus: 20 minuten online; 7.4.2011; http://www.20min.ch/news/dossier/klimakrise/story/20619547
<Das Ozonloch über dem Nordpol ist auf Rekordgrösse angewachsen. Schweizer Sonnenanbeter könnten eine rote Überraschung erleben – wenn sie sich nicht schützen.
Weil der Winter in diesen Schichten der Atmosphäre ausgesprochen kalt war, hat das Ozonloch über der Arktis Rekordgrösse erreicht: Die Ozonmenge direkt über dem Nordpol ist um etwa
40 Prozent zurückgegangen, wie die Weltwetterorganisation (WMO) mitteilte.Gefahr Sonnenbaden
Je nach Wetterlage könnte das nun auch für hiesige Sonnenhungrige zum Problem werden. Denn das Ozonloch bleibt nicht einfach stationär über der Arktis. Gegenwärtig stehen die ozonarmen Luftschichten über Südskandinavien, was dort an sonnigen Tagen zu erhöhter ultravioletter Strahlung geführt hat. Nun zieht das Ozonloch weiter ostwärts, in Richtung Russland.
Es könne aber durchaus in den nächsten Tagen Richtung Mitteleuropa driften und sogar den Mittelmeerraum erreichen, wie der Atmosphärenphysiker Markus Rex vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) der Nachrichtenagentur sda sagte. Damit würde das Sonnenbaden auch in der Schweiz risikoreicher.
Die unter dem Ozonloch zu erwartende UV-Strahlung entspreche in etwa der normalen Belastung im Hochsommer, sagte Rex. «Das Problem ist, dass die meisten Menschen so früh im Jahr noch nicht mit einem schnell auftretenden Sonnenbrand rechnen.» Empfindliche Menschen könnten binnen weniger Minuten Sonnenbrand bekommen.
Auch die Hautärztin warnt
Dass das Ozonloch Richtung Schweiz wandern könnte, erstaunt die Hautärztin Dr. Daniela Kleeman aus Zürich. «Davon höre ich jetzt zum ersten Mal», sagt sie gegenüber 20 Minuten Online. «Doch im Frühling haben wir sowieso regelmässig viele Patienten mit schweren Sonnenbränden.» Weil der Körper nicht an die Sonneneinstrahlung gewöhnt sei und die Leute auch nicht damit rechnen würden, sich in der Frühlingssonne ernsthaft zu verbrennen, würden vor allem hellhäutige Menschen schon zu dieser Jahreszeit Opfer der UV-Strahlung. Kleeman ist deshalb dezidiert der Meinung, dass nun vermehrt Prävention betrieben werden müsse.
Diese müssten allerdings von offizieller Seite kommen. Gefragt sind also das Bundesamt für Gesundheit BAG oder die Krebsliga Schweiz. Ruth Barbezat, Programmleiterin Hautkrebs der Krebsliga, erzählt, dass sich die Krebsliga seit Jahren für die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Sonnenschutz engagiere. «Wir sind heute schon an Sport und Musikveranstaltungen, aber auch mit unserem Sonnenmobil in Schulen und auf öffentlichen Plätzen präsent», sagt Barbezat. «Zudem veröffentlicht die Krebsliga ab dem
15. April unter www.hautkrebstag.ch eine Liste von Hautärzten, bei denen man anlässlich des Hautkrebstages am9. Mai auffällige Muttermale kostenlos untersuchen lassen kann.» Das mache die Krebsliga allerdings jeden Frühling, eine spezielle Präventionskampagne sei für diesen Frühling nicht geplant – unter anderem wegen fehlender finanzieller Möglichkeiten.BAG plant keine besondere Kampagne
Auch Beat Gerber, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Strahlenschutz des BAG, zeigt sich von der Ozonloch-Meldung überrascht. Er verweist darauf, dass das BAG beim Thema Prävention vor Sonneneinstrahlung nicht der einzige Akteur sei, es aber Organisationen wie beispielsweise der Krebsliga Schweiz zur Seite stehe – organisatorisch und auch finanziell. Man habe aber auf jeden Fall ein Auge auf die aktuelle Situation. «Es können saisonal auch in der Schweiz kleinere Ozonlöcher entstehen, sie sind aber normalerweise auch relativ schnell wieder vorbei», beschwichtigt er. «Sollte sich allerdings herausstellen, dass diese Situation länger als üblich anhalten könnte, würden wir die Bevölkerung informieren.»
Hautärztin Kleeman empfiehlt in jedem Fall Sonnencrème anzuwenden, auch wenn man das Gefühl habe, die Sonne scheine nicht besonders stark. Empfehlenswert gerade für Leute vom hellsten Hauttypus seien die stärksten erhältlichen Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50. Diese verlängern die Eigenschutzzeit der Haut angeblich um das 50-Fache. Bei Menschen mit dem Hauttypus I, die ohne Schutz nicht länger als fünf bis zehn Minuten an der Sonne verweilen dürfen, verlängert sich diese Zeitspanne mit
(jam/sda)>Faktor 50 auf 250 bis 500 Minuten – also zwischen vier und rund acht Stunden.
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2.10.2011: Ozonloch nun auch am Nordpol
aus: n-tv online: Fünfmal so gross wie Deutschland: Ozonloch beunruhigt Forscher; 2.10.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Ozonloch-beunruhigt-Forscher-article4438896.html
Das Ozonloch am Nordpol erreichte auch Deutschland, Meldung vom 3.10.2011 [6]
<Wissenschaftler weltweit sind beunruhigt: Am Nordpol hat sich ein Ozonloch von der fünffachen Größe Deutschlands gebildet. Menschen in Osteuropa, Russland und der Mongolei waren hoher UV-Stahlung ausgesetzt.
Ein riesiges Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschaftler weltweit. Erstmals sei die Ozonschicht so weit zurückgegangen, dass von einem Ozonloch am Nordpol gesprochen werden könne, heißt es in einer im britischen Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlichten Studie.
Das Loch von der fünffachen Größe Deutschlands habe sich aufgrund ungewöhnlicher Kälte am Nordpol gebildet und sei binnen zwei Wochen über Osteuropa, Russland und die Mongolei hinweggezogen. Dabei seien Menschen bisweilen hohen Strahlungen von ultraviolettem Licht ausgesetzt gewesen.
Ein Ozonloch über der nördlichen Polkappe könnte so wie im Süden der Erdkugel auch in der nördlichen Erdhälfte Gefahren für Pflanzen und Tiere bedeuten. Das Ozon absorbiert in der Stratosphäre das ultraviolette Licht. Der Mangel an Ozon, der durch freigesetzte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), aber vor allem durch extreme Kälte hervorgerufen wird, setzt alle Lebewesen auf der Erde verstärkt dem ultravioletten Licht aus und führt beim Menschen zu Hautkrebs. Insgesamt ist der Rückgang der Ozonschicht über dem Südpol größer als in der Arktis, weil dort die Temperaturen sehr viel niedriger sind.
AFP>
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3.10.2011: Ozonloch am Nordpol über der Arktis streift Deutschland
aus: Welt online: Ozonloch so gross, dass es Deutschland streift; 3.10.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13639497/Ozonloch-so-gross-dass-es-Deutschland-streift.html
<Ein Ozonloch über der Arktis beunruhigt Wissenschaftler: Erstmals hat sich die Ozonschicht so weit zurückgezogen, dass man dort von einem Ozonloch sprechen kann.
Ozon- (links) und Kohlenmonoxidkonzentration in 12 Kilometern Höhe über dem Nordpol: Das Ozonloch ist zurück – und zwar in alter Stärke, aber an neuer Stelle: In der Arktis hat sich im Frühjahr ein gewaltiges Loch am Himmel aufgetan.
Wissenschaftler haben in diesem Frühjahr erstmals ein riesiges Ozonloch über der Arktis nachgewiesen. „Der Ozonverlust im Frühjahr 2011 übersteigt jeden, der bisher über der Arktis gemessen wurde“, schreibt das internationale Team, darunter der Potsdamer Atmosphären-Forscher Markus Rex, im Fachjournal „Nature“.
„Hier zeigen wir, dass die chemische Ozonvernichtung über der Arktis im Frühjahr 2011 – das erste Mal seit Messbeginn - vergleichbar zu der im Antarktischen Ozonloch war“, erläutern die rund 30 Forscher in dem Journal. Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (Abteilung Potsdam) und weiteren Forschungsstellen hatten bereits im Frühjahr auf das riesige Ozonloch aufmerksam gemacht. Sie veröffentlichten nun die Daten und die Entstehungsgeschichte des Ozonlochs in einem Fachartikel.
Die Luftmassen, die dem Ozonverlust über der Arktis ausgesetzt waren, drifteten nach Angaben von Rex im vergangenen Winter auch ein paar Tage lang nach Südeuropa. Das Ozonloch habe Norddeutschland Ende März gestreift, ein weiterer Ausläufer sei an einem Wochenende Anfang April über Süddeutschland gezogen.
„An den Tagen hatten wir eine erhöhte UV-Strahlung“, sagte der Forscher. „Da sind sicherlich zusätzliche Sonnenbrände aufgetreten, die zu Hautkrebs führen können.“
Eine Ursache des Ozonlochs sei die ungewöhnlich lange Kälteperiode im vergangenen Winter gewesen. Demnach führten extrem niedrige Temperaturen in der Stratosphäre – einer Schicht etwa 20 Kilometer über der Erdoberfläche – zu einer Zunahme des ozonschädigenden Chlors.
Nach den Messungen der Forscher ging die arktische Ozonschicht Anfang dieses Jahres um 80 Prozent zurück – auf einer Länge von 18 bis 20 Kilometern. Der Abbau ist gefährlich, da ohne die schützende Schicht mehr UV-Licht auf die Erde gelangt. Die Ozonschicht wird jeweils bis zum arktischen Frühjahr dünner und füllt sich in den darauffolgenden Monaten wieder auf.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Ozonlöcher sogar bei wesentlich milderen Temperaturen als in der Antarktis möglich sind“, schreiben die Experten. Ob und wann es wieder zu solch großen Ozonverlusten kommen werde, sei bisher jedoch nicht absehbar. „Es gibt viele Winter, wo man sich keine Sorgen machen muss“, sagte Rex. Der Klimawandel führe jedoch verstärkt zu kühleren Temperaturen in der Stratosphäre.
Bei milderen Werten sind die ozonschädigenden Chloratome an Substanzen gebunden, die die Ozonschicht nicht angreifen.
Wenn die Temperaturen in der Stratosphäre jedoch auf extrem niedrige Werte fallen, bilden sich polare stratosphärische Wolken, wie der Experte erklärt. Durch diese Wolken werden Chlorverbindungen freigesetzt, die Ozon zerstören. Das Chlor stammt vor allem von langlebigen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) aus Kühlmitteln und Spraydosen. Inzwischen gibt es zahlreiche Ersatzstoffe für FCKW.
dpa/AFP/omi>
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Bildernachweis / sources / fuentes / sources
[1] 1979 bis 2000: http://www.rpdc.tas.gov.au/soer/indicator/170/index.php
[2] 1980 bis 1991: http://www.eduspace.esa.int/project/default.asp?document=257; http://www.eduspace.esa.int/project/images/ozone_hole_80-91.gif
[3] 1.9.1996: http://www.atmosphere.mpg.de/enid/27c.html
[4] 1998 Oktober bis Dezember: http://www.atmosphere.mpg.de/enid/27c.html
[5] 24.9.2006 / 24-9-2006 / 24th September 2006: http://www.n-tv.de/723195.html
[6] 3.10.2011 Ozonloch am Nordpol: http://www.welt.de/wissenschaft/article13639497/Ozonloch-so-gross-dass-es-Deutschland-streift.html
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