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Wasser

Was geschieht mit dem Wasser in der Welt?

Eine Kanalisation braucht eine bestimmte Menge Wasser, damit sie gut durchspült wird, sonst drohen schnelle Schäden und Reparaturen  Kaffee: Virtueller Wasserverbrauch 140 Liter pro Tasse

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Zu viel Wassersparen schadet nachweislich der Kanalisation - und die Kosten steigen
Eine Kanalisation braucht eine bestimmte Menge Wasser, damit sie gut durchspült wird, sonst drohen schnelle Schäden und Reparaturen
Eine Kanalisation braucht eine bestimmte Menge Wasser, damit sie gut durchspült wird,
sonst drohen schnelle Schäden und Reparaturen

aus: n-tv online: Lieber laufen lassen? Problematisches Wassersparen; 3.8.2009;
http://www.n-tv.de/ratgeber/anlegensparen/Problematisches-Wassersparen-article445328.html

<Wer traut sich noch, beim Zähneputzen das Wasser laufen zu lassen oder täglich ausgiebig zu baden? Steigende Wasserkosten sind für manchen Verbraucher die eine Sache. Mittlerweile ist Wassersparen für viele Deutsche aber auch aus Gründen des Umweltschutzes selbstverständlich. Dabei könnte uns der seit Jahren sinkende Wasserverbrauch teuer zu stehen kommen, fürchten Kritiker. [...]

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vertritt die Ansicht, dass ein weiter sinkender Verbrauch mehr Probleme als Nutzen schafft: Das Abwasser fliesse schlechter ab, die Kanäle würden verrotten. [...]

"Mit dem geringen Verbrauch haben viele Wasserbetriebe mittlerweile handfeste Probleme", bestätigt auch Bodo Weigert vom Kompetenzzentrum Wasser in Berlin, einem internationalen Zentrum für Wasserforschung.

Die kilometerlangen Rohrsysteme der Kanalisation würden nicht mehr hinreichend durchspült. Es fliesse zu wenig Wasser und zu langsam. Daher kämpften die Wasserversorger in vielen Regionen Deutschlands bereits mit maroden Rohren und Abwasserkanälen. Üblen Gerüchen und Ablagerungen versuchten die Wasserbetriebe mit zusätzlichen Spülungen gegenzusteuern. Immer mehr Rohre müssten immer früher ersetzt werden. Das führe zu höheren Kosten, die an die Verbraucher weitergegeben werden müssten.

[...]

dpa>


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2.9.2009: Virtuelles Wasser: Das Wasser für die Produktion von Produkten muss zum Verbrauch hinzugefügt werden - <140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee

Kaffee: Virtueller Wasserverbrauch 140 Liter pro Tasse


aus: gmx: Themen: Energie;
http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8828364-140-Liter-Wasser-fuer-eine-Tasse-Kaffee.html

Für eine Tasse Kaffee werden insgesamt 140 Liter Wasser verbraucht.

(sys) - 5.288 Liter, also 25 Badewannen voll Wasser soll ein Bundesbürger am Tag verbrauchen - mit diesen Zahlen schockierte die Umweltschutzorganisation WWF Anfang August. Aber wie ist es möglich, dass ein Deutscher so viel Wasser verbraucht?

Das Stichwort heisst "Virtuelles Wasser" oder auch "Wasser-Fussabdruck". Zu verstehen ist darunter die gesamte Wassermenge, die benötigt wird, ehe ein bestimmtes Produkt beim Verbraucher ankommt. Dabei wird die gesamte Produktionskette berücksichtigt. Das heisst, dass beispielsweise auch die Wassermenge eingerechnet wird, die zur Bewässerung der Futterpflanzen für Tierprodukte anfallen.

Wie hoch die anfallende Wassermenge für diese Produkte wirklich ist, lässt sich oftmals kaum erahnen. Laut der dänischen Umweltorganisation "Water Footprint Network" verbrauchen besonders der Anbau von Baumwolle, Reis und Kaffee, aber auch die Tierzucht exorbitant viel Wasser.

Über die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Wassers wird also in Form von Nahrungsmitteln und sonstigen Produkten indirekt "importiert", tragischerweise auch aus wasserärmeren Ländern. Mit einem jährlichen Wasserbedarf von 159,9 Milliarden Kubikmetern Wasser gehört die Bundesrepublik nach Angaben des WWF zu den weltweit grössten Wasserverbrauchern.

Das Konzept des virtuellen Wassers wurde in den 90er Jahren vom britischen Wissenschaftler John Anthony Allan entwickelt und wird heute weltweit anerkannt. 2008 wurde der Geograf dafür mit dem "Stockholmer Wasserpreis" ausgezeichnet.

Die Produkte und ihr Wasserverbrauch bei der Herstellung

Kaffee: Virtueller Wasserverbrauch 140 Liter pro Tasse
Kaffee, ein Lieblingsgetränk der Deutschen, braucht doch nicht viel Wasser. Pro Tasse 200 Milliliter, oder? Wenn man aber Anbau und Produktion berücksichtigt, kommen 140 Liter pro Tasse zustande. Ganz schön mächtig [1].

Tee mit Teebeutel: Virtueller Wasserverbrauch 30 Liter pro Tasse
Die Bilanz von Tee fällt bezogen auf den Wasserfussabdruck im Vergleich zu Kaffee sehr sparsam aus. Eine Tasse benötigt für die Produktion "nur" 30 Liter [2].

Halbe Mass Bier: Viertueller Wasserverbrauch 150 Liter Wasser
Erfrischend, wohlschmeckend, Bier! Das Bier am Abend läutet den Feierabend ein. Auf die Herstellung von einer Halben fallen 150 Liter Wasser. Wieso, fragt sich da der geneigte Leser, es ist doch nur eine Halbe? Beim Bier schlägt vor allem der Anbau von Gerste zu Buche, die durchschnittlich 1.300 Liter Wasser für die Herstellung eines Kilogramms benötigt [3].

Wein mit Trauben der Reben: Virtueller Wasserverbrauch bis zu 480 Liter pro halber Liter wegen Bewässerung der Reben
Doch im Vergleich zum Wein steht das Bier noch ausserordentlich gut da. Ein halber Liter Wein verbraucht 480 Liter Wasser. Bei heimischen Weinen fällt die Bilanz deutlich besser aus als bei importierten aus den USA und Südafrika. Diese Länder setzen verstärkt auf künstliche Bewässerung [4].

Rindfleisch: Virtueller Wasserverbrauch 15.500 Liter pro kg für die Fütterung des Rinds
Bis ein Rind nach drei Jahren sein schlachtfähiges Alter erreicht, frisst es etwa 1.300 kg Kraftfutter aus Getreide und Soja sowie 7.200 kg sogenanntes Raufutter (Weidefutter, Heu, Silage). Damit kommen für ein Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter virtuelles Wasser zustande. Das meiste davon, 15.300 Liter, wird nur für die Produktion des Futters aufgewendet. Ein teures Steak! [5]

Eine Flasche Milch (1 Liter?): Viertueller Wasserverbrauch 1000 Liter Wasser
Gleichzeitig benötigt natürlich auch die Produktion von Tierprodukten enorme Wassermengen. Für ein Flasche Milch [1 Liter?] werden beispielsweise ganze 1.000 Liter Wasser verbraucht [6].

Ein Ei: Virtueller Wasserverbrauch 200 Liter Wasser pro Ei
In ein einzelnes Ei (60 Gramm) müssen ganze 200 Liter Wasser investiert werden [7].

Reisfeld mit Wasser: Virtueller Wasserverbrauch für eine Packung von 500 Gramm Reis: 1700 Liter Wasser
Reis wird im Sumpf oder im flachen Wasser angebaut und verbraucht deshalb eine riesige Menge Wassers, bevor es in unseren Verkaufsregalen landet. In einer 500 Gramm Packung Reis stecken somit etwa 1.700 Liter Wasser [8].

Baumwolle: Virtueller Wasserverbrauch 11.000 Liter Wasser pro kg  T-Shirt: Virtueller Wasserverbrauch 2000 Liter Wasser  Jeans: Virtueller Wasserverbrauch 6000 Liter pro Jeans
Wer hätte das gedacht. Die Herstellung von Kleidung aus Baumwolle verbraucht 11.000 Liter virtuelles Wasser pro Kilogramm. Ein T-Shirt kommt so auf 2.000 Liter Wasser - und eine Jeans sogar auf 6.000 Liter [9].

Auto (z.B. BMW): Virtueller Wasserverbrauch 400.000 Liter pro Auto
Der grösste Wasserfresser bleibt allerdings das Auto. Bis ein Auto beim Händler beträgt sein ökologischer Wasserabdruck 400.000 Liter - angefangen bei der Gewinnung der Rohstoffe bis hin zur Endmontage im Werk. Dieser Wert variiert natürlich je nach Modell - bleibt aber trotz allem exorbitant hoch [10].

Tabelle: Virtueller Wasserverbrauch von Industrieprodukten
Industrieprodukt
Virtueller Wasserverbrauch
Ergänzende Angaben
Tee mit Teebeutel: Virtueller Wasserverbrauch 30 Liter pro Tasse Tee 30 Liter pro Tassexxxx
Kaffee: Virtueller Wasserverbrauch 140 Liter pro Tasse Kaffee
140 Liter pro Tassexxxx

[Kaffeemaschine]
???
[Wasserverbrauch durch Metallgewinnung,
Maschinenherstellung, Stromherstellung]
Halbe Mass Bier: Viertueller Wasserverbrauch 150 Liter Wasser Bier 150 Liter pro 1/2 Literxx Gerste: 1300 Liter pro kg
Ein Ei: Virtueller Wasserverbrauch 200 Liter Wasser pro Ei Ei 200 Liter pro Eixxxxxxxx [Wasser für das Hühnerfutter]
Wein mit Trauben der Reben: Virtueller Wasserverbrauch bis zu 480 Liter pro halber Liter wegen Bewässerung der Reben Wein
480 Liter pro Literxxxxxx v.a. Weine, wo Reben bewässert
werden ("USA", Südafrika)
Eine Flasche Milch (1 Liter?): Viertueller Wasserverbrauch 1000 Liter Wasser Milch
1000 Liter pro Flaschexxx [1-Liter-Flasche?]
Reisfeld mit Wasser: Virtueller Wasserverbrauch für eine Packung von 500 Gramm Reis: 1700 Liter Wasser Reis
1700 Liter pro 1/2 kgxxxx
T-Shirt: Virtueller Wasserverbrauch 2000 Liter Wasser T-Shirt aus Baumwolle
2000 Liter pro T-Shirtxxxx
Jeans: Virtueller Wasserverbrauch 6000 Liter pro Jeans Jeans aus Baumwolle
6000 Liter pro Jeansxxxx
Baumwolle: Virtueller Wasserverbrauch 11.000 Liter Wasser pro kg Baumwolle 11.000 Liter pro kgxxxxxxxx
Rindfleisch: Virtueller Wasserverbrauch 15.500 Liter pro kg für die Fütterung des Rinds Rindfleisch 15.500 Liter pro kgxxxxxxxx davon 15.300 Liter für das Futter
Auto (z.B. BMW): Virtueller Wasserverbrauch 400.000 Liter pro Auto Auto
400.000 Liter pro Autoxxxxxx Rohstoffgewinnung bis Endmontage

[Betrieb eines Autos]
???
[Wasserverbrauch durch Ölförderung,
Öltransport, Benzinraffinierung,
Betrieb von Tankstellen, verschmutztes Wasser
durch Unfälle]

Tabelle von Michael Palomino, aus: gmx: Energie: 140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee; 2.9.2009;
http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8828364-140-Liter-Wasser-fuer-eine-Tasse-Kaffee.html
[1] bis [10]


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4.5.2010: Mit Meerrettichbaumsamen Wasser aufbereiten

aus: n-tv online: Dossier: Günstig und wirkungsvoll: "Wunderbaum" filtert Dreckwasser; 4.5.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/dossier/Wunderbaum-filtert-Dreckwasser-article854247.html

<von Fabian Maysenhölder

Milliarden Menschen steht nicht genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung. Dabei gibt es seit Jahren eine billige, einfache und effektive Methode, verunreinigtes Wasser aufzubereiten. Das Problem: Viele der Betroffenen kennen sie nicht.
 
Dürre und Wasserknappheit - Milliarden von Menschen leiden darunter.

Obwohl rund 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, ist brauchbares Trinkwasser knapp. Nach Angaben von UNICEF haben weit mehr als eine Milliarde Menschen kein sauberes Wasser zur Verfügung. Der WWF spricht von rund vier Milliarden Menschen, die keinen oder nur ungenügend Zugang zu Trinkwasser haben. Rund zwei Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen, die meisten davon sind Kinder unter fünf Jahren.

Michael Lea von der Organisation "Clearinghouse" weiß, wie man das Problem eindämmen könnte. Die Organisation forscht nach Technologien, die günstig und wirkungsvoll verunreinigtes Wasser zu brauchbarem Trinkwasser machen. Er beschreibt in der Fachzeitschrift "Current Protocols in Microbiology" eine Methode, wie man mit Hilfe des Meerrettichbaumes, der vor allem in den betroffenen Gebieten wie Afrika, Indien, Südostasien und Lateinamerika weit verbreitet ist, Wasser aufbereiten kann. Der Anteil an gesundheitsschädlichen Bakterien kann erheblich gesenkt werden.

 
Die Blüten des Meerrettichbaumes, dessen lateinischer Name "Moringa oleifera" ist.

Der kultivierte Anbau des Baumes ist inzwischen weit verbreitet, da seine Früchte viele Nährstoffe und Vitamine liefern. Zudem liefern seine Samen auch wertvolles Behenöl, das vor allem in der Kosmetikindustrie gefragt ist. Erstaunlicherweise ist der Meerrettichbaum sehr robust und wächst selbst unter schwierigsten Bedingungen.

Keine neue Methode

Für die Aufbereitung des Wassers werden die Samen zu einem sehr feinen Pulver zerrieben und mit Trinkwasser zu einer milchigen Lösung verrührt. Diese Lösung wird dann gefiltert und in den Behälter mit dem verunreinigten Wasser gegeben. Die Lösung bindet bis zu 99 Prozent aller schädlichen Bakterien. Nach ein bis zwei Stunden haben sich die Bakterien zusammen mit den Bestandteilen der Lösung am Boden des Gefäßes als Schlamm abgesetzt. Das Wasser wird dekantiert und kann nun bedenkenlos getrunken werden.

Seit vielen Jahren ist bereits bekannt, dass die Samen des Baumes schädliche Bakterien binden und das Wasser klarer werden lassen. Bisher allerdings war dieses Wissen stark geographisch eingeschränkt. Nur in wenigen Gegenden wusste man, wie genau man das Samenpulver verwenden muss, um sauberes Wasser zu erhalten.

Der Baum sorgt nicht nur für Wasser

Leas Hoffnung ist, dass durch die Verbreitung über das Internet die Methode nun häufiger angewandt wird. Und das ist noch nicht alles. Bei der Methode, die der Forscher beschreibt, entsteht neben den reinigenden Samen auch nützliches Öl, das zum Kochen oder als Leuchtmittel verwendet werden kann. Überschüsse könnten verkauft werden. In den betroffenen Ländern kann der Baum also nicht nur zu sauberem Trinkwasser, sondern auch zu einer Besserung der Wirtschaft beitragen.

Lea betont, dass der Baum kein Allheilmittel gegen die Wasserknappheit und deren Folgen ist. Aber durch die bessere Versorgung mit sauberem Wasser in den betroffenen Gebieten könnten viele Seuchen eingedämmt werden. Vor allem für die Ärmsten der Armen ist der Meerrettichbaum so in vielerlei Hinsicht ein "Wunderbaum".>

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21.10.10: Wasserreinigung mit Silber: Keimkiller mit Strom und Silber - oder mit Pet-Flasche - oder anders

aus: Welt online: Chemie: SIlber kann für sauberes Wasser sorgen; 21.10.2010;
http://www.welt.de/wissenschaft/article10449768/Silber-kann-fuer-sauberes-Wasser-sorgen.html

<Die Welt braucht filtriertes und desinfiziertes Wasser. Forscher haben jetzt eine Methode dafür gefunden, die nur noch wenig Elektrizität benötigt.

Von Wolfgang W. Merkel

Feine Partikel von Silber besitzen eine antibiotische Wirkung. Das ist seit Längerem bekannt, weshalb Silber zum Beispiel als Beschichtung von medizinischen Geräten oder in Wundauflagen Karriere gemacht hat. Doch die Geschichte geht weiter. Ein Forscherteam um Yi Cui von der Stanford University in Kalifornien griff die bekannte Wirkung auf und fand eine elegante Lösung für ein altes Problem beim Filtrieren und Desinfizieren von Wasser.

[Nanofilter]

Bislang gibt es hier zwei Probleme: Filter, die Bakterien aus Wasser entfernen, sind schwergängig. Sie arbeiten nach dem Prinzip des Kaffeefilters: Wasser wird durch feine Poren gepresst, Rückstände bleiben darin haften. Weil aber die Poren für Bakterien extrem klein sein müssen, ist der Widerstand groß – das Filtrieren ist nur mit hohem Kraftaufwand möglich. Wer als Outdoor-Fan zwei Liter Trinkwasser für einen Tag reinigen will, ist deshalb recht lange beschäftigt. Oder aber er braucht eine elektrische Pumpe, was wiederum nicht ohne Stromanschluss geht und mit Energieverbrauch verbunden ist. Schließlich verstopfen solche Nanofilter nach einer gewissen Menge an gefiltertem Wasser und müssen ersetzt werden.

Cui fand jetzt die Lösung, die zwar noch Elektrizität benötigt, aber nur geringe Mengen, etwa aus einer Batterie. Sein Filter ist leichtgängig und erfordert nur wenig Kraft. Falls sich der Filter im Alltag bewähre, sei dies ein bedeutender Fortschritt für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in Entwicklungsländern. Cui kombinierte die antibiotischen Eigenschaften von Silber und elektrischen Ladungen. Zunächst verteilte er nanometergroße Silberdrähte auf einem Baumwollgewebe, darüber eine Beschichtung aus leitfähigen Kohlenstoff-Nanoröhren, um die Leitfähigkeit der Textilie zu erhöhen und einen Strom anlegen zu können.

Das Filtermaterial entfernte in Cuis Tests Kolibakterien zu 98 Prozent aus Wasser. Und das trotz eines großen Porendurchmessers, was den benötigten Energieaufwand beim Hindurchpressen drastisch verringert. Auch verstopften die Poren nicht mehr, schreibt Cui im Fachmagazin „Nano Letters“; die Keime würden ja nicht mehr gefiltert und zurückgehalten, sondern allein beim Durchspülen abgetötet. Genau genommen wird der Keimfilter so zum Keimkiller.

Die Wirkung entfaltet der neue Wasserreiniger durch die Wirkung kleiner elektrischer Ströme und – wie in der Silberbeschichtung von Endoskopen – durch Silberionen (geladene Silberatome), die sich aus dem Metallverbund gelöst haben. Solche Silberionen vernichten Bakterien, weil sie einige ihrer Enzyme blockieren und Zellmembranen zerstören.>



  • 21.10.2010,
    15:14 Uhr

    UNMUT sagt:

    Das desinfizieren von Wasser funktioniert auch mit PET Flasche und Sonnenlicht. Kostet weder Energie noch braucht man andere teure Filterverfahren. Es wird seit Jahren in Afrika erfolgreich angewandt und funktioniert.
    Aber warum einfach, wenn es auch mit technologischem Aufwand geht ;-))

  • 21.10.2010,
    16:24 Uhr

    Der Regenwurm sagt:

    Man nehme eine Fotovoltaik Zelle, einen Laderegler, einen Akku ein Vorschaltgerät für UV LEDs und einen Kaffeefilter.
    Nun das Regenwasser filtern und anschliesend 2 Stunden mit UV Licht bestrahlen.
    Prost Lecker Regenwasser.

  • 21.10.2010,
    17:03 Uhr

    nur ich sagt:

    @UNMUT

    Na klar doch! Weeil PET-Falschen auch so gesund sind!

    Googeln nach:
    TAZ: Plastikflaschen machen weiblich

    Zoitat:
    Verbraucher sollten wegen möglicher Gesundheitsrisiken auf Mineralwasser in Flaschen aus dem Kunststoff PET verzichten. Diesen Rat geben Umwelt- und Verbraucherschützer nach einer Studie der Universität Frankfurt am Main zum beliebtesten alkoholfreien Getränk der Deutschen. "Die Wissenschaftler haben Schadstoffe gefunden, die wie das weibliche Sexualhormon Östrogen wirken", sagt die Chemieexpertin des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Patricia Cameron. "Auch wenn das Ausmaß der gesundheitlichen Gefährdung unklar ist, sollten Verbraucher vorsorglich Trinkwasser aus der Leitung oder aus Mehrweg-Glasflaschen bevorzugen."

  • 21.10.2010,
    17:06 Uhr

    Yeti sagt:

    Desinfizieren mit einfach zu reinigendem Silber-Kat -- so alt wie die Chemie selbst. Von wegen "Forscher haben jetzt eine Methode gefunden..."

    Ist in jedem besseren Outdoor-Laden zu haben.

  • 21.10.2010,
    17:27 Uhr

    Marc (tm) sagt:

    Seit längerembekannt? Seit Jahrhunderten, wenn nicht einem Jahrtausend.

    Vor Penicilin war Silber DAS Antibiotikum. Macht zwar blaue Haut bei Überdosierung, aber egal.

  • 21.10.2010,
    17:35 Uhr

    water_and_silber sagt:

    Das hier beschriebene ist ja keine Neuigkeit sondern im schweizer Produkt "Katadyn-Filter" schon lange realisiert, dessen Filterelement eben auch silber-beschichtet ist. Allerdings muss hier "gepumpt" werden.
    Im Kern also NIX neues.

  • 21.10.2010,
    17:42 Uhr

    Yeti sagt:

    Danke, water_and_silver,

    ich kam nur nich gleich auf den Namen!

  • 21.10.2010,
    18:13 Uhr

    jrn sagt:

    Hinsichtlich der im wahrsten Wortsinne klitzekleinen Nebenwirkungen von Nanopartikeln aus Silber laufen einige Studien, u. a. durch die zuständigen Behörden der US, die die Belastungen der Atemwege und Organe - u. a. der Haut - untersuchen. Anlaß sind die Ergebnisse kleinerer Untersuchungsreihen von Sprays, in denen sich nicht unerhebliche Auswirkungen zeigten.

    Ohnehin werden durch Silber weder Hormone noch toxische Chemicalien noch Schwermetalle gebunden oder getrennt; das so behandelte Wasser als "sauber" zu bezeichnen, kann man getrost als irreführend betrachten.

    Und Wartezeit ist wohl das kleinste Problem der Wasserversorgung für die betroffenen Regionen.

  • 21.10.2010,
    18:36 Uhr

    rabe46 sagt:

    Hydrogen Peroxyd + silber ... in den kleinsten mengen..

    das beste und sicherste Desinfektionsmittel wurde durch einen Schweizer erfunden.... der das Produkt weltweit einsetzt.

    NUR... das Hydrogen Peroxyd + silber zusammen zu mischen ist der Clou an der Sache... Denn Hydrogen Peroxyd allein verfliegt sofort...

    Ein alter Hut.... nix neues... aber es kommt ja aus den USA .... Im Ideen und patent klauen waren und sind die amis Nummer eins..

    Wir setzen dieses Produkt in Europa und Afrika ein... mit allergrößten erfolg....

    CHEMIE IS OUT AND KILLS PEOPLE....

    Hydrogen Peroxyd + silber... sind Natur Produkte...


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4.11.2010: Die arabischen Staaten verschwenden ihr Grundwasser - der akute Wassermangel ist für 2015 absehbar

aus: Welt online: Keine Reserven: Arabischen Staaten droht ab 2015 Wassermangel; 4.11.2010;
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article10736758/Arabischen-Staaten-droht-ab-2015-Wassermangel.html

<Autor: Alistair Lyon

Bald sind die letzten Grundwasserreserven verbraucht. Schon 2015 droht den arabischen Staaten akute Wasserknappheit. Die Schuldigen dafür sind bekannt.

Wasser ist in der arabischen Welt schon jetzt ein besonders wertvolles Gut. Ab 2015 könnte es äußerst knapp werden

Die arabischen Staaten werden einer Studie zufolge vom Jahr 2015 an unter einer akuten Wasserknappheit leiden. Die Bevölkerung muss dann pro Kopf mit 500 Kubikmeter Wasser im Jahr auskommen – weniger als einem Zehntel der weltweit durchschnittlichen Menge – wie das Arabische Forum für Umwelt und Entwicklung (AFED) am Donnerstag in Beirut mitteilte.

Verschlimmert wird demnach die Lage vom Bevölkerungswachstum und vom Klimawandel. Besonders die Landwirtschaft wird nach Erkenntnissen der Forscher die Auswirkungen des Wassermangels zu spüren bekommen. „Die arabische Welt befindet sich bereits in einer Wasserkrise, die sich bei Untätigkeit verschlimmern wird“, heißt es in dem Bericht.

Pro Kopf steht den Arabern heute im Vergleich zu 1960 nur ein Viertel des Wassers zur Verfügung. Die Vereinten Nationen erwarten bis 2050 einen Anstieg der Bevölkerung von etwa 360 Millionen auf fast 600 Millionen. Zugleich soll es in den kommenden Jahrzehnten wegen des Klimawandels ein Viertel weniger Niederschläge und mehr Verdunstung geben. Damit werde die Landwirtschaft nicht mehr ohne künstliche Bewässerung auskommen, schrieben die Forscher, die einen Rückgang der Erträge um 20 Prozent erwarten.

Die Landwirtschaft verbraucht in der arabischen Welt 85 Prozent des Wassers. In anderen Teilen der Welt sind es im Durchschnitt 70 Prozent. Bereits heute zählen 13 arabische Staaten zu den 19 wasserärmsten in der Welt.

Die Wissenschaftler warnten, dass die Wasserkrise ohne ein Gegenmaßnahmen drastische soziale, politische und wirtschaftliche Auswirkungen haben werde. Den Berechnungen zufolge werden nur der Irak und der Sudan in fünf Jahren keine ernste Wasserknappheit zu beklagen haben – wenn die Zuflüsse aus der Türkei und aus Äthiopien nicht abnehmen.

Besondere Kritik äußerte das AFED an der Wasserverschwendung in der Region. So werde zuviel Grundwasser entnommen, so dass die Vorräte verschmutzt würden und Meerwasser in Küstenregionen vordringe. Mehr als 43 Prozent des Abwassers wird demnach unbehandelt entsorgt, nur 20 Prozent werden wiederverwertet.

Einige Golfstaaten sind stark von Meerwasser-Entsalzungsanlagen abhängig, verlangen dafür von den Verbrauchern aber nur zehn Prozent der Herstellungskosten. Die Forscher beklagten, dass das Wasser für minderwertige Nutzpflanzen oder Golfplätze verschwendet werde.

„Kostenloses Wasser ist verschwendetes Wasser“, heißt es in dem Bericht. Die teuren Entsalzungsanlagen sorgen zudem für eine Aufheizung des Meereswassers und eine Anreicherung mit Salz. Statt immer neue Quellen zu erschließen, empfiehlt die Studie einen sparsamen Umgang, Wiederverwertung und Schutz von Wasservorräten vor Ausbeutung und Verschmutzung.

Reuters/fp>

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Tagesanzeiger online, Logo

10.12.2010: Belebtes Wasser in ursprünglicher Stabilität und Ordnung durch Magnetgenerator des Unternehmers Grander - Weichheit und wunderbares Armoma

aus: Tagesanzeiger online: Grander-Wasser in der Karaffe - und im Klo; 10.12.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/winterthur/GranderWasser-in-der-Karaffe--und-im-Klo-/story/29409176

Das Restaurant National beim Winterthurer Hauptbahnhof bietet sogennanten Grander Aqua Win an – «belebtes» Leitungswasser. Sogar die Toilette wird damit gespült.

Links werden Chardonnay, Syrah und Cabernet-Sauvignon feilgeboten, rechts Grander Aqua Win – Auf der Weinkarte des Winterthurer Restaurant National gegenüber dem Bahnhof ist sogenanntes Grander-Wasser aufgeführt, zu 4 Franken für ein 3 Deziliter-Glas.

Es handle sich ursprünglich um normales Winterthurer Leitungswasser. Das National hat 8500 Franken für ein Gerät ausgegeben, mit dem die laut Werbung «ursprüngliche Stabilität und Ordnung des Wassers» wieder aufgebaut werden kann. Nach dieser Kur wird das Wasser entweder mit Kohlensäure oder mit Sauerstoff angereichert und runtergekühlt.

Besser als Valser

«Das müssten Sie schon einmal probiert haben», mahnt National-Wirt Hansruedi Bosshard den Schreibenden. Das Grander-Wasser begeistere mit seiner Weichheit und habe ein derart wunderbares Aroma, dass es sicher besser schmecke als das Valser, das auch noch angeboten werde. «Wir wollen nur das Beste für unsere Gäste.»

Und diese wissen die Vorzüge des Grander-Wassers offenbar zu schätzen: «Es ist sehr beliebt», erklärt der Wirt, der auch das Duschwasser bei sich zu Hause «belebt». Wasser sei weniger gut erforscht, als alle das Gefühl hätten, glaubt Bosshard. Persönlich sei er davon überzeugt, dass richtig codiertes Wasser auch Krankheiten heilen könne. Der Schatten der Scharlatanerie, die über Granders Methoden liegen, stört Bosshard nicht: «Es hat immer irgendeinen Ketzer, der etwas als Humbug bezeichnet.»Er führt das Grander-Wasser bereits seit eineinhalb Jahren im Angebot.

Grander-Wasser in der Toilette und im Pool

Das Wundergerät ist an die zentrale Wasserversorgung des Restaurants gekoppelt. Nicht nur Gäste, die Grander Aqua Win bestellen, sondern auch solche, die kommunes Hahnenwasser wollen, kommen also in den Genuss des Zauberwassers – gratis. Sie müssen allerdings auf die Kühlung sowie die Sauerstoffanreicherung verzichten. Auch die Toiletten des National werden mit original Grander gespült.

Der Tiroler Unternehmer Johann Grander, der mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet wurde, scheint in Winterthur einen guten Boden für seine Geschäfte gefunden zu haben. In der Eulachstadt kann man das Zauberwasser nämlich nicht nur trinken, man kann sogar darin baden. Das Schwimmbad Wolfensberg hat im Mai «Magnetgeneratoren» installiert, dank denen die Wassermoleküle im Pool mit «Belebungsinformationen» angereichert werden.

Die Badi, die von der Stadt Winterthur finanziell unterstützt wird, hat der Firma von Grander dafür 50'000 Franken überwiesen. Der zuständige Stadtrat Stefan Fritschi (FDP) bezeichnete das Grander-Wasser als «Quacksalberei» und verlangte von der Badi Rechenschaft über die Verwendung der städtischen Gelder.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)>

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St. Petersburg 7.2.2011: Wasserqualitäts-Indikatoren sind Krebse und Fische an Filteranlagen

aus: Russland Aktuell: Krebse und Fische wachen über Petersburgs Wassergüte; 7.2.2011;
http://www.aktuell.ru/russland/news/krebse_und_fische_wachen_ueber_petersburgs_wasserguete_28847.html

<St. Petersburg. Ungewöhnliche Mitarbeiter haben die Petersburger Wasserwerke. An allen Filteranlagen sind Flusskrebse und Fische im Einsatz. Sie signalisieren sofort, wenn die Qualität des Newa-Wassers sich verschlechtert.


Bei Russland-Aktuell
• Forscher gehen dem Baikalsee erneut auf den Grund (01.07.2010)
• Greenpeace: Russlands Flüsse voller Schwermetalle (19.05.2010)
• Weltweiter Protest gegen Wasserkraftwerk in Sibirien (01.03.2010)
„Die Krebse haben einen Chip auf dem Rücken, an den ein Kabel angeschlossen ist, durch das die Herzschlagfrequenz übermittelt wird“, erzählt eine Mitarbeiterin der Petersburger Wasserwerke „Wodokanal“.

Wenn Giftstoffe im Wasser sind, erhöht sich die Frequenz und auf dem Monitor zeigen Farben den Zustand des Wassers an – grün steht für „sauber“, gelb für „Gefahr“ und rot für „Alarm“.

Angefangen hatten die Wasserprüfer im vergangenen Jahr mit zwei Krebsen, inzwischen haben sie sechs im Einsatz. Dazu kommen Fische: „Wir kontrollieren die Bewegung der Fische. Wenn sie innerhalb von zehn Sekunden nicht ihren Standort gewechselt haben, ist das für uns ein Alarmsignal.“

(sb/.rufo/St.Petersburg)>

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21.3.2011: <Versorgungskrise: Wassermangel bedroht Städte Afrikas>

aus: Spiegel online; 21.3.2011; http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,752260,00.html

In Afrika verschärft sich der Trinkwassermangel: 55 Millionen Menschen haben in den Metropolen keinen Zugang zu trinkbarem Wasser. Vor allem der Klimawandel beschert dem Kontinent eine trockene Zukunft. Aber auch in Deutschland ist die Wasserinfrastruktur sanierungsbedürftig.

Kapstadt/Berlin - Die Verknappung von Süßwasserreserven gilt als eines der bedeutendsten Problemen des 21. Jahrhunderts. Vor allem Afrika bekommt immer größere Schwierigkeiten mit dem wertvollen Nass: Der Mangel an Trinkwasser und sanitären Anlagen in den Metropolen Afrikas wird nach Angaben der Vereinten Nationen noch weiter zunehmen. Die Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu Trinkwasser haben, sei in den Städten des Kontinents von 30 Millionen im Jahr 1990 auf heute 55 Millionen gestiegen, heißt es in einem am Montag auf der Uno-Wasserkonferenz in Kapstadt (Südafrika) veröffentlichten Papier. Etwa 175 Millionen Afrikaner haben demnach auch keinen Zugang zu angemessenen sanitären Anlagen. 1990 lag diese Zahl nur halb so hoch. Diese Fakten präsentieren das Uno-Umweltprogramm Unep sowie das Programm für menschliche Siedlungen der Vereinten Nationen in ihrem Bericht.

Afrikas Städte haben den Angaben nach weltweit das höchste Wachstum. 400 Millionen der eine Milliarde Menschen Afrikas lebten heute in Städten. Von ihnen müssten 60 Prozent - also 240 Millionen - in Slums ohne ausreichende Wasserversorgung und Infrastruktur auskommen. Unep-Direktor Achim Steiner sprach von "ernüchternden Fakten", die auf dem Uno-Kongress für nachhaltige Entwicklung 2012 ein zentrales Thema sein müssten.

"Wir müssen Planung und Management in den Städten dringend verbessern", sagte Habitat-Direktor Joan Cloas. "Auch um sicherzustellen, dass die Städte besser auf die wachsenden Auswirkungen des Klimawandels vorbereitet sind."

[Beispiel Nairobi: 40% des Wassers geht wegen undichter Rohrleitungen verloren]

Als ein Beispiel für die rapide Verstädterung und die damit verbundenen Probleme vor allem in der Wasserversorgung nennt das Papier Nairobi. Seit 1984 sei die Bevölkerung in der Hauptstadt Kenias von 119.000 auf 3,1 Millionen angewachsen. Es gebe nun etwa 200 Slums, in denen oft 40 Prozent des gelieferten Wassers aufgrund undichter Röhren und Hähne vergeudet würden.

[Mitteleuropa wird sich umstellen müssen]

Auch Deutschland steht laut Bundesforschungsministerium vor großen Herausforderungen im urbanen Wassermanagement. "Durch den Klimawandel werden Hochwasser und Trockenperioden häufiger, die Winter niederschlagsreicher und die Sommer trockener. Die deutsche Bevölkerung wird sich bis 2050 voraussichtlich um etwa zehn Millionen Menschen verringern, aber verstärkt in Metropolregionen konzentrieren", erläuterte das Ministerium. Darüber hinaus sei die Wasserinfrastruktur in vielen Städten und Gemeinden sanierungsbedürftig.

Weltweit hätten etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und etwa 2,5 Milliarden Menschen "keine Toiletten, die den Namen verdienen".

"Wasser und Sanitärversorgung sind essentiell für ein Leben in Würde", erklärte die Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Beate Rudolf. Ein Mangel in diesem Bereich habe gravierende Folgen für Gesundheit, Bildung und Erwerbstätigkeit.

cib/dpa>

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22.3.2011: <Bewusstsein muss sich ändern: "Zu viel Wasser geht verloren">

aus: n-tv online; 22.3.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Zu-viel-Wasser-geht-verloren-article2913051.html

<Der Weltwassertag erinnert an den weltweiten Wassermangel und zeigt die Herausforderungen auf, die die wachsende Weltbevölkerung und immer größere Städte mit sich bringen. Darüber spricht Süßwasser-Experte Martin Geiger von der Umweltorganisation WFF mit n-tv.de. 

n-tv.de: Gibt es eine ausreichende Wasserversorgung auf der Welt?

Martin Geiger: Grundsätzlich gibt es immer genug Wasser. 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt, davon sind aber nur drei Prozent Süßwasser. Davon ist wiederum nur ein Drittel erreichbar, da es zum Beispiel in Gletschern gespeichert ist. Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser, 2,5 Milliarden haben keine Abwasserversorgung. Das sind knapp 30 Prozent der Weltbevölkerung.

Wie kommt es zu dieser ungleichen Verteilung?

Einer der Hauptgründe ist das hohe Bevölkerungswachstum. Man versucht zwar, immer mehr Menschen an die Wasserversorgung und das Abwassersystem anzubinden. In weiten Teilen Afrikas und Ostasiens ist das aber mit der rasenden Entwicklung der Bevölkerung nicht zu vereinbaren.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Wasserversorgung zu verbessern?

Zunächst müssen die Hauptverbraucher, Landwirtschaft und Industrie, das Wasser effizienter einsetzen. Darüber hinaus gibt es noch außergewöhnliche, aber intelligente Maßnahmen: Auf den Kanaren beispielsweise wird Wasser aus dem Nebel gefiltert. Für Modelle dieser Art muss man natürlich viel Geld investieren und das kann sich nicht jeder leisten. Vor allem nicht diejenigen, die es wirklich nötig hätten.

Gehen wir mit dem Wasser zu verschwenderisch um?

Das kann man so sagen. Vor allem die Landwirtschaft braucht sehr viel Wasser, ungefähr 70 Prozent des Gesamtverbrauchs. Inzwischen gibt es aber Technologien, die es ermöglichen, große Mengen an Wasser einzusparen. Man spricht hier vom "more drop per crop"-Prinzip, also mehr Ernte bei gleichbleibendem Wassereinsatz. Auch die genetische Entwicklung trockenresistenter Getreidearten ermöglicht Wassereinsparungen und gute Ernten auch in Trockenzeiten. In der Industrie wird inzwischen viel Geld in geschlossene Kreisläufe, also die Wiederverwertung von Schmutzwasser, investiert. 

Inwieweit beeinflusst der Klimawandel das Wasservorkommen auf der Erde?

Es verschieben sich vor allem die Extreme. Nehmen wir eine Bergregion wie den Himalaya. Die Trockenzeiten werden immer trockener, die Regenzeiten immer nasser. Es gibt also nur noch zu viel oder zu wenig Wasser. So kann es dann vorkommen, dass mit Beginn des landwirtschaftlichen Produktionszyklus kein Wasser da ist, weil sich die Trockenzeit ausdehnt. Und auch in der Regenzeit wäre eine Produktion dann nicht möglich, weil die Felder überschwemmt sind.

Der Weltwassertag steht unter dem Motto "Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen". Welche Probleme gibt es bei der Wasserversorgung von Städten?

Große Städte stehen für hohen Ressourcenverbrauch. Eine Metropole definiert sich über einen besonderen Lebensstil, der Energie und damit auch Wasser braucht. Das ist der sogenannte "Megacity"-Trend, der immer weiter zunimmt. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Infrastruktur von Großstädten. Oft gehen aufgrund defekter Rohrleitungen Unmengen von Wasser verloren.

Unterschätzen die Menschen die Bedeutung von Wasser?

Ja, leider ist das noch so. Allerdings gibt es einen Trend dahingehend, die Wasserversorgung als große Herausforderung anzunehmen. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung um zwei Milliarden Menschen wachsen. Dann müssen neun Milliarden Menschen mit Wasser und landwirtschaftlichen Produkten versorgt werden. Außerdem müssen die sinkenden Energieressourcen durch den verstärkten Einsatz von Biomasse und Biokraftstoffen abgefangen werden. Beides sind biotechnologische Verfahren, die Wasser verbrauchen. Die Fachwelt hat dieses Dilemma erkannt, in der Bevölkerung ist das so noch nicht angekommen.

Mit Martin Geiger sprach Timm Leibfried>

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Deutschland 29.4.2011: In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg kostet das Trinkwasser am meisten, in Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg am wenigsten

aus: Welt online: Statistisches Bundesamt: Wasserpreise unterscheiden sich gewaltig; 29.4.2011;
http://www.welt.de/wirtschaft/article13297942/Wasserpreise-unterscheiden-sich-gewaltig.html

<Ein Musterhaushalt zahlt in Sachsen-Anhalt mit 600 Euro pro Jahr fast doppelt so viel für Trink- und Abwasser wie der in Bayern.

Die Deutschen zahlen immer noch sehr unterschiedliche Preise für ihr Wasser. Im Schnitt zahle ein Modellhaushalt in Deutschland pro Jahr 440,99 Euro für 80 Kubikmeter Trink- und Abwasser, meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Davon entfallen demnach 197,60 Euro auf das Trinkwasser und 243,39 Euro auf das Abwasser. Im Einzelnen seien die Unterschiede je nach Bundesland aber sehr unterschiedlich.

Am meisten zahlen der Statistik zufolge die Menschen in Sachsen-Anhalt für ihr Wasser: Dort müsse der Musterhaushalt jährlich 589,89 Euro ausgeben. Ähnlich hoch sind die Preise in Sachsen (579,11 Euro) und Brandenburg (560,57 Euro).

Am günstigsten kommen dagegen die Bayern weg: Hier zahlt ein Musterhaushalt laut Statistik pro Jahr gerade einmal 324,26 Euro. Ebenfalls vergleichsweise wenig kostet das Wasser für Haushalte in Niedersachsen (359,35) und Baden-Württemberg (373,60 Euro).

Grund für die teils erheblichen Unterschiede seien unter anderem topografische und geologische Verhältnisse. Hinzu kämen Faktoren wie die unterschiedliche Siedlungsstruktur oder der Aus- und Neubau von Trinkwasser- und Abwassernetzen.

AFP/woz>

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23.8.2011: Giftige Rückstände in neuen Kleinern - das Kleiderwaschen bringt die giftigen Substanzen in den Wasserkreislauf

aus: n-tv online: Greenpeace findet griftige Rückstände: Kleidung belastet Trinkwasser, 23.8.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Kleidung-belastet-Trinkwasser-article4115391.html

<Greenpeace lässt die Textilien mehrerer bekannter Hersteller testen. Das Ergebnis: In über der Hälfte der Kleider werden Reste giftiger Chemikalien gefunden. Direkte Gesundheitsschäden würden nicht verursacht. Doch durch das Waschen würden die Substanzen ins Trinkwasser gelangen und dieses belasten, informiert die Umweltschutzorganisation.

In Kleidern namhafter Hersteller sind bei einer Untersuchung im Auftrag von Greenpeace Rückstände giftiger Chemikalien nachgewiesen worden. Wie die Umweltschutzorganisation mitteilte, wurden in 52 von insgesamt 78 getesteten Produkten Rückstände der Chemikaliengruppe Nonylphenolethoxylate (NPE) nachgewiesen. Für die Untersuchung "Schmutzige Wäsche 2" prüften unabhängige Labore Artikel aus 18 Ländern. Laut Greenpeace stammten vier belastete Artikel der Marken Converse (Nike), Kappa, Puma und Li Ning aus deutschen Läden.

"Die Textilindustrie produziert ein Umweltproblem"

Das aus NPE entstehende Nonylphenol sei hormonell wirksam und schädige Wasserlebewesen bereits in niedrigen Konzentrationen, erklärte Greenpeace. Für Verbraucher hätten die untersuchten Artikel keine unmittelbar gesundheitsschädigende Auswirkung. Nonylphenolhaltiges Abwasser belaste aber das Trinkwasser von Millionen Menschen in den Herstellungsländern wie China, betonte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Obwohl der Einsatz der Chemikalie in Europa streng geregelt sei, werde auch hierzulande Nonylphenol durch das Waschen von Importtextilien freigesetzt. "Die Textilindustrie produziert ein globales Umwelt- und Gesundheitsproblem", kritisierte Santen.

NPE werden unter anderem als Tenside in Waschmitteln verwendet. Sie gelangen als Nonylphenol in den Wasserkreislauf und reichern sich in der Nahrungskette an. Die hormonell wirksame Substanz erreiche so auch den menschlichen Organismus, warnte Greenpeace. Die Umweltschutzorganisation forderte die Textilunternehmen auf, die gefährlichsten Chemikalien vollständig aus der Produktion zu verbannen. Die Sportmarken Puma und Nike hätten sich bereits mit den Forderungen einverstanden erklärt, erklärte Greenpeace.

AFP>

Mehr Details bietet diese Meldung von Welt online:

aus: http://www.welt.de/gesundheit/article13560159/Giftige-Chemikalie-in-Kleidern-und-Schuhen-gefunden.html

<Toxikologie

Giftige Chemikalie in Kleidern und Schuhen gefunden>

<In 52 von 78 Markenprodukten hat Greenpeace Rückstände einer giftigen Chemikaliengruppe gefunden. Negativer Spitzenreiter ist ein T-Shirt der Marke Converse.

Kleidung namhafter Hersteller enthält einer Untersuchung im Auftrag von Greenpeace zufolge Rückstände giftiger Chemikalien. Die Stoffe seien in 52 der 78 getesteten Artikel entdeckt worden, erklärte die Umweltschutz-Organisation am Dienstag. Demnach stammten vier belastete Artikel in der Untersuchung „Schmutzige Wäsche 2“ aus deutschen Läden.

Greenpeace untersuchte nach eigenen Angaben T-Shirts, Jacken, Hosen, Unterwäsche und Stoffschuhe der 15 führenden Sportbekleidungsmarken. Die in 18 Ländern gekauften Artikel wurden demnach in mindestens 13 verschiedenen Staaten hergestellt. Untersucht wurde die Kleidung auf Rückstände der Chemikaliengruppe Nonylphenol-Ethoxylate (NPE).

Aus NPE könne Nonylphenol entstehen, das hormonell wirksam sei und Wasserlebewesen bereits in niedrigen Konzentrationen schädige, erklärte Greenpeace. Für die Träger der Kleidung ist es demnach nicht unmittelbar schädlich. Allerdings könne die langlebige Chemikalie beim Waschen in die Umwelt gelangen. Auf diesem Wege gelange sie über Trinkwasser in die Nahrungskette und in den menschlichen Körper.

Probleme ergeben sich laut Greenpeace somit nicht nur in den Herstellerländern. Obwohl in vielen Artikeln nur geringe Mengen der schädlichen Chemikalie nachgewiesen worden sei, könne in Anbetracht der großen Menge produzierter Kleidungsstücke „die freigesetzte Gesamtmenge erheblich sein“.

„Die Textilindustrie produziert ein globales Umwelt- und Gesundheitsproblem“, kritisierte der Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Dies betreffe auch Europa, obwohl der Einsatz der Chemikalie hier streng geregelt sei. „Durch den Kauf dieser Kleidung tragen auch Verbraucher unwissentlich zur Abwasserbelastung bei.“

Laut Greenpeace wurden NPE-Rückstände in Artikeln von 14 der 15 einbezogenen Marken nachgewiesen. In Deutschland kauften die Tester demnach vier belastete Artikel der Marken Kappa, Puma und Li Ning sowie der Nike-Tochter Converse. Bei Converse wies Greenpeace die Chemikalie in fünf von sechs Proben nach, bei Puma in sieben von neun getesteten Artikeln. Bei Adidas waren es vier positive Proben von insgesamt neun.

Im Juli hatte Greenpeace bereits die Untersuchung „Schmutzige Wäsche I“ veröffentlicht. Darin untersuchten die Umweltschützer Abwasser zweier Textilfabriken in China, die für große Markenhersteller produzieren. Auch hier wiesen die Labore Nonylphenol nach.

Greenpeace forderte die Textilunternehmen auf, die gefährlichsten Chemikalien vollständig aus der Produktion zu verbannen. Die Firmen müssten die verwendeten Schadstoffe vollständig deklarieren und riskante Chemikalien durch ungefährliche Alternativen ersetzen.

Puma und Nike hätten sich bereits mit den Forderungen einverstanden erklärt, erklärte Greenpeace. Beide wollten Pläne ausarbeiten, um bis 2020 auf alle gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion zu verzichten. Eine Sprecherin von Adidas sagte auf Anfrage, der deutsche Konzern habe bereits Grenzwerte für NPE festgelegt, die deutlich unter den Vorgaben der EU lägen. Das Unternehmen habe bereits die anderen Hersteller aufgerufen, gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten.

Der Vertriebsleiter von Li Ning in Deutschland sagte, es sei oft schwer, mit anderen Chemikalien die gleiche Wirkung zu erzielen. „Li Ning hat aber ein großes Interesse an Verbesserungen und arbeitet an neuen Fasern“, sagte er.

Die Top 10 der Kleidungsstücke mit Nonylphenol

Marke

Produkt

NPE (mg/kg)

gekauft in

hergestellt in

Converse

T-Shirt

27.000

Philippinen

Philippinen

Abercrombie & Fitch

Jeans-Shorts

1100

Japan

China

Kappa

T-Shirt

970

Österreich

Bangladesh

Nike

T-Shirt

810

Russland

China

Li Ning

Sport-Shirt

680

Deutschland

China

Nike

T-Shirt

660

Finnland

China

Youngor

Polo-Shirt

530

China

China

Kappa

T-Shirt

470

Thailand

Thailand

Kappa

Trainingsanzug

240

Italien

Thailand


AFP/cl>









Quellen

[1] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,image=0.html
[2] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=1.0.html
[3] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=2.0.html
[4] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=3.0.html
[5] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=4.0.html
[6] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=5.0.html
[7] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=7.0.html
[8] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=8.0.html
[9] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=9.0.html
[10] http://www.portal.gmx.net/de/themen/wissen/energie/8673974,page=10.0.html

Fotoquellen

Wasser und Kanalisation
Kanalisation: http://www.burgdorf.ch/915.html

Virtueller Wasserverbrauch von Industrieprodukten
Kaffee: http://www.90mas10.com.ar/empresas/2007_06_01_empresas_archive.html
Tasse Tee: http://silentremembrance.wordpress.com/2008/08/17/
Halbe Mass Bier: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/579/363400/text/
Wein und Trauben von Reben: http://de.dreamstime.com/grapes-and-wine-isolated-on-white-image6560329
Rindfleisch: http://herzlicheinkaufen.at/alprind.htm
Flasche Milch (schwarz-weisse Milchflasche): http://www.edelight.de/i/original-milch-flasche-von-steffi411
Ei auf der Hand: http://klartext.macbay.de/Diesellog/?cat=7
Reisfeld mit Wasser: http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/neuer-reis-trotzt-den-naturgewalten%3B2189505
Baumwolle: http://www.wwf.de/presse/details/news/eu_subventionen_graben_afrika_das_wasser_ab/
T-Shirt (Notarzt):
http://www.shirt66.de/Fun_Shirts_Polizei_Co/Notarzt_Fun_T_Shirt_rot::218.html?sid=d5f1a6bc279a3be659deb8f39eb1082d&pid=preisroboter
Blue Jeans: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tube_top_and_blue_jeans.jpg
Auto (BMW): http://www.autoholic.de/members/BMW_E90320i_5195.html


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